Donnerstag, 26. November 2020

HANSEBLOC - Smarte Services für eine smarte Logistik im digitalen Norden.

HANSE DIGITAL BLOCKCHAIN
- Ein Gastbeitrag von Jan C. Rode - 

Test des neuen HANSEBLOC-Systems Anfang September d. J.
Foto: Logistik-Initiative Hamburg


Alle reden über die Blockchain – doch produktive Lösungen sind kaum sichtbar. Das "HANSEBLOC"-Konsortium aus Bremen und Hamburg hat für kleine und mittlere Unternehmen der Logistikbranche eine echte Blockchain-Lösung entwickelt – und mit eigenem "Transaction Service" eine echte Neuheit für den praktischen Einsatz geschaffen, die Sicherheit in der Logistik schafft. 

Mit digitalen Frachtpapieren können Speditionen in Zukunft Ladungspapiere fälschungssicher in Echtzeit digital über eine gemeinsame Plattform weitergeben. Unter der Haube arbeitet die dezentrale Datenbank-Technologie und sorgt dafür, dass jeder genau das sieht, was für seinen Auftrag wichtig ist. Das beschleunigt auch die grenzübergreifende Abfertigung beim Zoll.

Heute stellt die Gruppe innovativer Unternehmen im Rahmen der "Do.Innovation"-Konferenz online die Ergebnisse aus fast drei Jahren Entwicklung und Zusammenarbeit rund um die Blockchain in Norddeutschland vor. Das Besondere: Über ein eigenes Sensornetzwerk werden auch Transportdaten z. B. von Kühltransporten digital erhoben und bereitgestellt.

Das Hanse Blockchain Magazin HANSEBLOCKCHAIN hat die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten vorab. Ein Gastbeitrag von Jan C. Rode:

Seit Sommer 2018 forschen zehn kleine und mittlere Unternehmen aus dem Netzwerk der Logistik-Initiative Hamburg im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten "KMU-NetC"-Programms am Einsatz der Blockchain-Technologie im Mittelstand. Zu Beginn des Projektes ging es noch gar nicht um Technik, sondern um Kommunikation und Aufbau eines gegenseitigen Verständnisses zwischen vier IT-Unternehmen, vier Logistikdienstleistern und zwei Hochschulen. Im Zentrum von "HANSEBLOC" steht die fälschungssichere Dokumentation von Gefahrenübergängen.

Ambitioniertes Blockchain-Projekt in der Logistik.
Grafik: HANSEBLOC

Große Herausforderungen bei Blockchain-Projekten

Bevor die Vision erreicht werden konnte, mussten die Logistiker drei wesentliche Herausforderungen meistern: Erstens, die digitale Transformation der Logistik. „Die Teilnahme an HANSEBLOC ermöglicht es uns, unternehmensinterne Prozesse, die von IT-Unternehmen aus einer anderen Perspektive hinterfragt werden, zu überdenken und zu optimieren“, sagt Martin Araman, Geschäftsführer der Sovereign Speed GmbH stellvertretend für die Logistiker im Projekt . 

Zweitens mussten die Teilnehmer sich verstärkt mit dem Phänomen beschäftigen, dass Blockchain-Projekte mehr als nur technische Lösungen brauchen, sondern auch zwingend Business-Entscheidungen einfordern: Wer bestimmt, ob und wann neue Partner oder Kunden auf das "HANSEBLOC"-System kommen? Wie soll überhaupt Konsens hergestellt werden? Wer trägt die Kosten für den Betrieb der Infrastruktur? 

Dritte wesentliche Herausforderung in dem norddeutschen Projekt war das Zusammenspiel von der Wahrung der logistischen Geschäftsgeheimnisse sowie der Blockchain-immanenten Transparenz. Mit dem „Transport  Service“ für Smart Contracts (das sind selbstablaufende Programme auf der Blockchain, die Businesslogiken und vertragsähnliche Prozesse nachbilden können) hat "HANSEBLOC" eine eigene herausragende Antwort für die Logistikwirtschaft entwickelt.

Die technische Übersicht zum HANSEBLOC-Projekt.
Grafik: Logistik-Initiative Hamburg

Smarte Lösung aus und für den Mittelstand

Ein großes Problem bleibt die Qualität und Richtigkeit der Daten, die abgespeichert werden. Mit Daten, die durch eine Blockchain abgesichert werden, aber möglicherweise falsch sind, kann keiner etwas anfangen. Mit der „Sensorchain“ verfügt "HANSEBLOC" über eine eigene, verlässliche Datenquelle: „Wir haben die Möglichkeit, Sensoren in Palettenböden zu integrieren. Dort sind sie gut vor Manipulation geschützt und wir können heutige Europaletten einfach um diese „smarte“ Komponente erweitern. 

"Hier sind je nach Ware und Anwendungsfall zahlreiche Möglichkeiten denkbar“, erläutert Julian Kakarott von der HAW Hamburg das "Sensorchain"-Konzept. An der Fracht angebrachte Sensoren erzeugen selbst ein lokales DLT-Netzwerk (DLT für Distributed Ledger Technologie - ein übergeordneter Begriff für Blockchain) und tauschen sich untereinander über Bluetooth aus. Etwaige Abweichungen – wie etwa Erschütterungen oder Temperaturunterschreitungen – können via Sensorik in Echtzeit auf der Blockchain gespeichert werden.

Neben der "Sensorchain" verfügt "HANSEBLOC" über weitere Schnittstellen: Per Web-Frontend und App können Nutzer auf Benutzerverwaltung, Auftragserfassung sowie Dispositions- oder Abrechnungstools zugreifen – bei Bedarf können bei der Auftragsabwicklung zwischen Transportpartnern diese Parameter schon verschlüsselt auf der Blockchain abgelegt und gelesen werden.

Neben der internen Kommunikation gibt es weitere Schnittstellen zu Drittsystemen, um zum Beispiel als Spediteur meine eigenen Aufträge aus meinem Transport Management System (TMS) zur weiteren Verarbeitung in das HANSEBLOC-System zu übernehmen oder meinen Kunden über den Zustand der Ware während eines Transportes zu informieren“, erläutert Matthias Menz von der HEC GmbH aus Bremen die Systemarchitektur.

Mit 1,9 Mio. € vom Bundesforschungsministerium unterstützt:
Das "HANSEBLOC"-Projekt mit Partnern aus Bremen und Hamburg.
Logo: Logistik-Initiative Hamburg

Blockchain & Logistik: Was bringt die Zukunft?

Bevor das "HANSEBLOC"-Projekt 2020 zu seinem offiziellen Ende kommt, berichten alle Projektpartner im Rahmen der „Do.Innovation 2020“ über ihre Ergebnisse. Soviel steht schon fest: Die Aufgaben bleiben herausfordernd: In Zukunft werden die Kunden den Logistikdienstleister auswählen, der wertvolle Services aus einer Hand anbietet oder die beste Daten-Verbindung zu den eigenen Schnittstellen herstellen kann. Plattformen und Intermediäre geraten durch die Blockchain-Technologie aber ihrerseits unter Druck.

DLT-Plattformen wie "HANSEBLOC" erscheinen als Gebot der Stunde – denn hier werden die Vorzüge der Blockchain-Technologie - wie verteilter Datenbestand, gemeinsame Governance und Nachverfolgbarkeit - mit den speziellen Anforderungen der Logistikwirtschaft (Wahrung von Geschäftsgeheimnissen sowie Verfügbarkeit von Daten für die unmittelbar am nächsten Transportabschnitt Beteiligten) von und für die mittelständische Logistikwirtschaft vereint.

Das HANSEBLOC-Konsortium aus Bremen und Hamburg.
Foto: Logistik-Initiative Hamburg

Nun gilt es für "HANSEBLOC" weitere Partner aus der Logistik zu finden und diese von den Vorzügen der Blockchain sowie einer engeren Zusammenarbeit auch unter Wettbewerbern zu überzeugen. Darüber hinaus soll das Angebot für die Luft- und Schifffahrtsbranche geöffnet sowie weitere Drittanbieter – etwa aus den Bereichen Versicherung und Finanzierung – eingebunden werden.

Für KMU, die selten über eigene Ressourcen für Forschung und Entwicklung verfügen, sind Konsortien wie HANSEBLOC und Förderprogramme wie KMU-NetC ein hervorragendes Vehikel, um die Zukunft der eigenen Branche aus Mittelstands-Perspektive mitzugestalten“, fasst Carmen Schmidt, Geschäftsführerin der Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH, die Chancen von "HANSEBLOC" für die digitale Zukunft norddeutscher Mittelständler zusammen.

*  *  *

Ein Gastbeitrag von Jan C. Rode, Projektmanager der Logistik-Initiative Hamburg. Die inhaltliche Verantwortung des Autorenbeitrags liegt beim Urheber.

 Hanse Digital Background: 

Das "HANSEBLOC"-Projekt wird im Zeitraum April 2018 bis Dezember 2020 durch das Bundeforschungsministerium im Rahmen des Bundesprogrammes "Förderung von strategischen KMU-Innovationsverbünden in Netzwerken und Clustern" ("KMU-NetC" ) mit 1,9 Mio. € unterstützt. Das Gesamtbudget des 2,5-jährigen Technologieprojekts beträgt rd. 3,1 Mio. €.
Das 'HANSEBLOC"-Projekt bei der Logistik-Initiative Hamburg:

01.10.2020: Prototyp auf Herz und Nieren getestet.

Das Hanse Blockchain Magazin
Das Hanse Blockchain Magazin:
www.hanseblockchain.de

Donnerstag, 12. November 2020

HANSEINVESTIGATION: Startup-Förderung in Hamburg - Die Stunde der Wahrheit!

Ein HANSE DIGITAL INVESTIGATIV von
- Landeskorrespondent Gerd Kotoll -

Oder: Wer plündert hier das Hamburger Steuersäckel? 

Den Schein wahren ... und manchmal auch die Scheinchen:
Der rot-grüne Hamburger Senat 2020-2025
Foto: Senatskanzlei Hamburg

Knapp 50 Mio. € Fördersumme für staatliche Startup-Förderprojekte in gerade einmal drei Jahren. Fast 60 Experten für Beratung, Ausgründung, Transfer und Finanzierung von Startups und ihren Innovationen an Alster und Elbe. Aber: Ein “Innovations- und Wachstumsfonds” mit geplanten 100 Mio. € Volumen, der nach fast 5 Jahren abgeblasen wird. Willkommen im Startup-Universum hinterm Deich.

Was ist aus der 2014 für dieses Jahr versprochenen “Innovationsregion” des SPD-geführten Senats geworden? Warum musste der viel beschworene Investitionsfonds für Startups scheitern? Wie hat sich eine Startup-Unit mit 1,5 Mitarbeitern zum Fixstern des Hamburger Gründeruniversums aufschwingen können, und welche neue Idee hat sich die staatliche Förderbank IFB ausgedacht, um doch noch Investoren das Geld abzunehmen? Landeskorrespondent Gerd Kotoll mit den Fakten:


Auf welches Ergebnis kommen Sie?

Grob überschlagen sind es rd. 50 Mio. Euro, die aus dem Hamburger Haushalt seit gut 3 Jahren in die Strukturen der (halb)staatlichen Förder- und Beratungseinheiten geflossen sind und weiter üppig fließen. Auch hier gilt: Unsere Aufzählung ist sicher weder in Bezug auf die Anzahl der Institutionen noch auf die aus dem Steuersäckel zur Verfügung gestellten Summen vollständig.

Anders formuliert: Seit dem Zeitpunkt des Bürgerschaftsbeschlusses zur Einrichtung des “Innovations- und Wachstumsfonds” im Januar 2016 hat die Stadt Hamburg durch den Senat rund die Hälfte des Volumens des jetzt abgeblasenen Fonds in den Aufbau von Strukturen, Stellen und Zuständigkeitswirrwarr gesteckt - ohne dass ein Startup mit einem einzigen Euro direkt gefördert wurde. Die Stadt hätte also eigenhändig einen Fonds auf den Weg bringen können, ohne private Kapitalgeber mitzunehmen.

Die hatten übrigens aufgrund der für sie unattraktiven Konstruktion des geplanten Fonds kein Interesse an einer Beteiligung, wie wir aus dem Umfeld des beauftragten Initiators erfuhren - womit dann auch der wahre Grund dieses Fiaskos genannt ist. Dabei hatte man die Hamburger Senatsgesandten auf ihrer Investorensuche in Berlin bereits 2016 unverrichteter Dinge zurück in die schönste Stadt der Welt geschickt. Aber man wollte ja nicht hören.

Nicht hören möchte man in diesem Zusammenhang auch die Aussagen aus der Finanzbehörde, die es als nicht vermittelbar ansieht, wenn durch einen mit 100% aus Steuermitteln ausgestatteten Fonds finanzielle Risiken eingegangen werden, die zum Totalverlust führen können. Stimmt, möchte man reflexartig meinen. Aber ist das Schaffen redundanter Strukturen sinnvoller? In Bezug auf das eingesetzte Steuergeld sicher nicht, denn das ist in jedem Fall weg. Bei gleichzeitig noch niedrigerer Renditeerwartung.

Und die Strukturen der Beratungsinstitutionen? Die sind ja alle noch da. Haben Sie mitgezählt? Auf wie viele sind Sie gekommen? Mehr als zehn? Mehr als fünfzehn? Wir hatten Sie im ersten Teil gewarnt: Hefte raus, Mathe-Klausur (auch im Corona-Lockdown)! Genannt haben wir zwölf - denke ich. Dabei ist die Aufzählung - wie gesagt - in keinem Fall vollständig oder abschließend. Gerade deswegen drängt sich aber folgende Frage auf:

Wozu braucht eine Stadt mehr als ein Dutzend Gründungsberatungsstellen? Wohlgemerkt: eine Stadt, die einen Startup-Förderfonds nicht auf die Beine gestellt bekommt. Eine Stadt, die aber noch im Dezember 2018 von sich behauptete, auf dem Weg zur “Innovationshauptstadt Europas(!) ein gutes Stück vorangekommen” zu sein (Spoiler: Dank der IFB). Wir konnten das auch kaum glauben, haben es aber schwarz auf weiß. Und jetzt?

Was haben Sie übersehen? Na? Entschuldigung, die Frage war gemein, denn Sie konnten gar nichts sehen. Weil es sie nicht gibt, z. B. die Mittel für die Schaffung bzw. den Ausbau von Entrepreneurship-Professuren an den Hamburger Hochschulen. Vielfach gefordert, von der zuständigen Senatorin freundlich-unverbindlich als wichtige Aufgabe öffentlich bekräftigt, ist in Sachen Entrepreneuship an Hamburgs Hochschulen … nichts passiert. Außer ein “Startup Dock” und ein “Startup Port” in Harburg - u. a. dank üppiger “EXIST”-Mittel des Bundes.

Falsche Prioritäten - fehlgeleitete Mittelverwendung!

Genau das würden die Programmbetreuer der IFB Innovationsstarter GmbH den sich bewerbenden Startups wohl vorhalten - und dann eine Förderung ablehnen. Diese Erkenntnis fehlt dem Senat aber. Für einen Senat mit einem derart hohen Anspruch ist das alles zusammen ein niederschmetterndes Ergebnis. Senat? Geht es nicht ‘ne Nummer kleiner? Die Wirtschaftsförderung ist ja “nur” bei der Wirtschaftsbehörde aufgehängt. Ja, genau. Und dort strampelt sie weitgehend ohne Bodenkontakt vor sich hin.

Wie wir darauf kommen? Schauen Sie sich doch mal an, wie viele Menschen bei “Hamburg-Invest” für Immobilien zuständig sind, und dann wie viele für die Startup-Förderung? (Und ziehen Sie den gern mehrfach verkauften Pressesprecher bitte ab). Ach so?! Das geht trotzdem, meinen Sie, weil es ja die vielen anderen Startup-Beratungs-Förderungs-Vernetzungs- und (nur nicht) Finanzierungs-Dingens gibt? Jaja. Nur sagt “Hamburg-Invest” dazu Folgendes (Zitat, entnommen aus dem unten genannten Artikel):

“Mit der Bündelung unterschiedlicher Services unter dem Dach der Hamburg Invest professionalisieren wir das rasant wachsende Startup-Ökosystem zwischen Elbe und Alster.” (Hervorhebung durch die Redaktion) 

Soso. Wenn das mit der aktuellen Personalzahl der Startup-Unit (1 Leiterin + 1 Aushilfe) bei “Hamburg-Invest” funktioniert, dann kann man die anderen rd. 60 gezählten Akteure wohl in der Tat als unprofessionell bezeichnen (z. B. “Be your pilot”: 11 Team-Mitglieder, “IFB Innovationsstarter”: 11 Finanzierungsprofis, “Ahoi.digital”: 8 Hochschul-Koordinatoren, Handelskammer: 5 Gründungsprofis, “HEI Hamburg”: 4 Gründungsprofis, “IKS Hamburg”: 4 Transferprofis, “DESY Startup Office”: 4 Gründungsberater). Vielleicht sieht man sich deswegen auch nicht als Konkurrenz, wie es in dem Artikel weiter heißt.

Dennoch bleibt es ein Problem das ganzen Senats, da sich auch die Wissenschaftsbehörde nicht mit Ruhm bekleckert: zu wenig Ausgründungen (2018: 14 in Hamburg zu 59 in Lüneburg), zu wenig MINT-Studenten (200 neue zu 1.500 mit “Ahoi digital” geplanten), zu wenig Entrepreneurship-Kurse. Alles im “Deutschen Startup-Monitor” 2019 und 2020 für Hamburg belegt. Wenn in einer Stadt erheblich mehr Lehrstühle für Genderstudies als für Entrepreneurship an den staatlichen Universitäten finanziert werden, wundert es nicht, dass es keine Hamburger Hochschule unter die Top Ten der Gründer-Unis schafft, im Gegensatz zu Bremen ...

Solange universitäre Exzellenz im Elfenbeim-Turm der wissenschaftlichen Unantastbarkeit verharrt, solange werden teure Programme wie “Ahoi digital” erfolglos bleiben - mit allen negativen Konsequenzen für die Stadt. Pro-Tipp: Suchen Sie den Begriff “Ahoi digital” doch mal im aktuellen Koalitionsvertrag. Ist ja ein Programm, was über fünf Jahre aufgelegt wurde.*

Bestimmt konnte man weder bei “Hamburg-Invest” noch bei der Wirtschaftsbehörde Anfang September d. J. ahnen, dass das mit dem “Innovations- und Wachstumsfonds” nach fast fünf Jahren nun doch nichts wird. Wie sonst ist es zu erklären, dass in einem Interview - nachzulesen auf der Homepage von “Nextmedia Hamburg” - auf die Frage, was den Hamburger Gründungsstandort so besonders macht, folgende Antwort von “Hamburg-Invest” kommt. Zitat:

“Es gibt hier viele mittelständische und familiengeführte Gesellschaften, die unternehmerisch denken und sich als Business Angel für Startups engagieren.” 

Für ein finanzielles Engagement beim Innovations- und Wachstumsfonds reichte die Überzeugungskraft dann wohl doch nicht aus. Das erklärt sicher auch, warum die neueste Idee der "IFB" - das “Hamburger Investorennetzwerk” - erst einmal getagt hat - aber mit einem eigenen Mitarbeiter bei der Förderbank glänzt. Insgeheim hofft man in der Wirtschaftsbehörde an der Wexstrasse jetzt wohl auf den Startup-Fonds des Bundes. Der ist 10 Mrd. Euro schwer, und davon könnte doch in Hamburg was vom Laster fallen.

“Weil wir Hamburg sind” - so lautet der neue Hamburger Werbeclaim. Und der bekommt mit dem aktuellen Wissen aus mehr als einem Dutzend staatlicher Startup-Förderer einen ganz neuen, allerdings eher peinlichen Klang. Denn er ist offensichtlich mehr Schein als Sein. Früher war das in der ehrbaren Kaufmannsstadt mal umgekehrt.

Apropos “Jaja”. Sie wissen was “Jaja” bedeutet? Genau: ‘Klei mi an de Feut!’

*  *  *

 Hanse Digital Investigation: 

HANSEINVESTIGATION:
Startup-Förderung in Hamburg Teil 1 - Wer sagt hier die Unwahrheit?

 Hanse Digital Background: 

* “Ahoi digital” im Koalitionsvertrag (Seite 90): 
hamburg.de/senatsthemen/koalitionsvertrag/

Bericht des Haushaltsausschusses: Nr. 21/12652
buergerschaft-hh.de/

Kleine Anfrage der Bürgerschaft an den Senat: Nr. 21/13117
buergerschaft-hh.de/

Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft: Nr. 21/15571
buergerschaft-hh.de/

Öffentlich zugängliche Information genannter Institutionen:
ahoi.digital/

und weitere Recherchen und mathematisch gelöste Aufgaben. 

 Hanse Digital Recherche: 

HANSEINVESTIGATION:
Der Fuchs im Hühnerstall.

HANSEINVESTIGATION: 
Ein Startup Port für Hamburg.
HANSESTATEMENT: