Wie Podcast-Host Ben Berndt von {ungeskriptet} die Diskussion um sein Gespräch mit Björn Höcke bewertet, verrät er in diesem persönlichen Statement:
„Dass dieses Gespräch Wellen schlagen würde, war mir klar. Dass manche im Medienbetrieb so reflexhaft Schnappatmung bekommen, ehrlich gesagt auch. Sofort ging es los mit:
- ‚Das macht man nicht.‘
- ‚Dem darf man keine Bühne geben.‘
- ‚Mit so jemandem spricht man nicht.‘
- ‚Das muss man einordnen, das war zu unkritisch, so geht das nicht.‘
Und ehrlich gesagt: Ich halte einen Teil dieser Empörung ganz einfach für verletzte Eitelkeit. Da waren einige dabei, die sich geärgert haben, dass sie dieses Gespräch nicht selbst geführt haben. Denn am Ende reden wir hier nicht über irgendeinen belanglosen Podcast-Moment.
Das Gespräch hat eingeschlagen, weil die Leute gemerkt haben: Da sitzen keine fünf Journalisten im Halbkreis, die sich gegenseitig moralisch bestätigen. Da sitzt jemand und spricht. Ohne Studiokulisse, ohne vorbereitete Empörung und ohne dieses ewige Schauspiel aus Unterbrechen, Zuschreien und Haltungstheater.
Björn Höcke im Gespräch mit Ben Berndt
Quelle: YouTube
Ich bin überzeugt davon, dass genau deshalb die Berichterstattung mit der Zeit auch deutlich milder wurde. Offenbar haben inzwischen selbst große Medienhäuser verstanden, dass sich etwas verändert hat. Die Leute haben keine Lust mehr auf dieses klassische Roasten in Talkshows, bei dem alle schon vorher wissen, wer der Böse ist und wann geklatscht werden soll. Dieses Format ist tot; zumindest für ganz viele Menschen da draußen.
Die Zuschauer wollen verstehen, wie Menschen ticken, gerade auch bei kontroversen Personen. Sie wollen nicht ständig erklärt bekommen, was sie moralisch zu denken haben. Sie wollen sich selbst ein Bild machen. Das ist übrigens kein Rechtsruck, sondern schlicht ein erwachsener Umgang mit Öffentlichkeit.
Ich halte nichts davon, Gespräche nur noch mit Menschen zu führen, die vorher den Gesinnungstest der etablierten Medien bestehen. Diskurs und Öffentlichkeit verlieren ihren Sinn, wenn nur noch innerhalb derselben Blase gesprochen wird. Dann produziert man keine Erkenntnis mehr, sondern nur noch Selbstbestätigung. Und noch etwas:
Ich halte nichts davon, Gespräche nur noch mit Menschen zu führen, die vorher den Gesinnungstest der etablierten Medien bestehen. Diskurs und Öffentlichkeit verlieren ihren Sinn, wenn nur noch innerhalb derselben Blase gesprochen wird. Dann produziert man keine Erkenntnis mehr, sondern nur noch Selbstbestätigung. Und noch etwas:
Ein Gespräch ist eine Zustimmung. Man kann mit jemandem sprechen, ohne sich mit allem gemein zu machen. Eigentlich ist das eine Selbstverständlichkeit. In Deutschland scheint das zwischenzeitlich verloren gegangen zu sein.
Was viele in den klassischen Häusern dabei unterschätzen: Die alte Gatekeeping-Funktion der Medien funktioniert nicht mehr so wie früher. ARD, ZDF und große Zeitungen entscheiden längst nicht mehr allein darüber, wer sichtbar ist und worüber gesprochen wird. Diese Vorstellung stammt aus einer anderen Medienzeit.
Was viele in den klassischen Häusern dabei unterschätzen: Die alte Gatekeeping-Funktion der Medien funktioniert nicht mehr so wie früher. ARD, ZDF und große Zeitungen entscheiden längst nicht mehr allein darüber, wer sichtbar ist und worüber gesprochen wird. Diese Vorstellung stammt aus einer anderen Medienzeit.
| "Niklas Vienna" @ViennaConnected zeigt, warum linke Medien so abdrehen. Quelle: Netzwerk X |
Öffentlichkeit entsteht heute überall gleichzeitig. Wer darauf nur mit Empörung reagiert, hat die Veränderung nicht verstanden. Ich glaube, viele Menschen spüren inzwischen sehr genau, wann Gespräche echt sind und wann etwas nur inszenierte Empörung ist. Deshalb funktionieren lange, offene Gespräche heute besser als jede durchgetaktete Politshow.
Die Zeit der moralischen Schiedsrichter geht langsam zu Ende. Und das bestätigen die Menschen auch ganz offensichtlich dadurch, dass sie ihre Aufmerksamkeit immer häufiger Formaten wie "ungeskriptet" schenken."
Weitere Informationen unter https://www.ungeskriptet.com/
Ben Berndt bei "Junge Freiheit":
„Das ist ein Riesenangriff auf die Pressefreiheit.“
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Hanse Digital Background:
Weitere Informationen unter https://www.ungeskriptet.com/
"Ben Unskriptet": https://www.youtube.com/@ben_ungeskriptet
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