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Sonntag, 3. September 2017

HANSEPERSONALITY Uwe Jens Neumann: Wir wollen im Jahr 2025 DAS Digital-Cluster in der Metropolregion sein.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es ist das älteste Technologie-Netzwerk Hamburgs und das größte Business-Netzwerk Norddeutschlands: Hamburg@work. Mehr als 2.000 Mitglieder aus über 650 Unternehmen machen das ehemalige Cluster-Netzwerk der Hansestadt zu einem Vorreiter der Digitalisierung. Am 7. September d. J. feiert das Netzwerk mit einem "Zukunftskongress" auf Kampnagel sein 20-jähriges Jubiläum.
Hamburgs Digitaler Vordenker:
Vorstand Uwe Jens Neumann
Foto: Hamburg@work

Wie fing alles an, damals 1997, als sich die Hamburger Multimediabranche zusammenschloss? Was ist in den vergangenen 20 Jahren alles passiert - in der Startupszene,  am Medienstandort und in der digitalen Wirtschaft? Und was können wir in den kommenden Jahren vom "Digital-Cluster" an Alster und Elbe erwarten? Unser HANSEPERSONALITY ist Hamburg@work-Gründer und Vorstand Uwe Jens Neumann:


Lieber Herr Neumann: Ihr Baby ist erwachsen geworden, hat eine schöne Kindheit und eine lebendige Jugend gehabt und ist mitten im Studium der "Digital Innovation & Business Transformation". Was geben Sie als stolzer Vater ihrem "Erstgeborenen" Hamburg@work zum 20. Geburtstag als wichtigste Botschaft mit auf den Weg?

Hamburg@work ist längst aus den Kinderschuhen heraus gewachsen, hat die wilden Dotcom-Jahre hinter sich gelassen und den Internet-Crash Anfang der Nullerjahre gut überstanden. Heute sind wir DAS Netzwerk für die digitale Wirtschaft im Norden und führen Hamburg mit in die digitale Zukunft.

"Weiter so! Du hast den richtigen Weg eingeschlagen."

Unser Jubiläum feiern wir im September mit einem 20th Anniversary Summit "The Next 20 Years" - mit hochkarätigen, internationalen Speakern. Denn die Digitale Zukunft bietet neben viele Chancen auch Gefahren. Face recognition, mobile payment, wearable technology und artificial intelligence werden bald zu den absoluten Standards gehören und heute müssen die Weichen dafür gestellt werden. Dazu möchten wir unseren Beitrag leisten und die digitalen Transformationsprozesse der Hamburger Wirtschaft durch Bau von Cluster-Brücken zwischen unterschiedlichen Branchen voranzutreiben.

Wenn ich jetzt gefragt werde, was ich Hamburg@work für die nächsten 20 Jahre mit auf den Weg gebe, dann kann ich nur sagen: Weiter so! Du hast den richtigen Weg eingeschlagen. Digitalisierung erfasst heute alle Wirtschafts- und Lebensbereiche und Du bist dafür super ausgebildet und positioniert.

RETROSPEKTIVE@WORK

Gehen wir zusammen ein wenig zurück in der Historie: Netzwerk der Hamburger Startupszene, Netzwerk der Hamburger Medienbranche, Netzwerk der Hamburger IT-Industrie - Hamburg@work ist so eng mit Hamburgs digitalen Branchen verbunden, wie keine zweite Initiative. Worauf sind Sie besonders stolz in den vergangenen 20 Jahren?

Bereits Ende 1995 veranstaltete die Hamburgische Wirtschaftsförderung ein erstes Treffen der „Hamburger onlineKapitäne“ für internetaffine Unternehmen, damals eine richtige Innovation, da das Thema Internet noch recht neu war. Aus dem Kreis der onlineKapitäne wurde kurze Zeit später der Förderkreis Multimedia.

"Die Digitalisierung läutet einen fundamentalen Wandel ein"

Dieser schloss sich dann als privater Partner der Stadt der Initiative „Hamburg-newmedia@work“ an, einer Public-Private Partnerschaft mit dem Hamburger Senat und der Wirtschaftsbehörde unter Senator Dr. Thomas Mirow. Der große Internethype führte damals dazu, dass wir in wenigen Monaten 800 Mitglieder gewannen, der weiße Mitgliedsausweis war Eintrittskarte zu Szene-Events und ein richtiges Statussymbol. Eine aufregende Zeit.

Als die Internet-Blase 2001 mit einem großen Knall platzte, haben wir uns jedoch keinesfalls zurückgezogen, sondern einfach weitergemacht. Denn wir haben immer geglaubt, dass das Internet und die Digitalisierung einen fundamentalen Wandel einläuten würden. Mit Abklingen des Hypes konzentrierten wir uns etwas bodenständiger auf Medien, IT und Telekommunikation. Aus der Initiative und dem privat-wirtschaftlichem Trägerverein wurde „Hamburg@work“.

Heute hat Hamburg ein spezielles Cluster-Netzwerk für die Medienbranche, gibt es in Hamburg mehrere Netzwerke rund um die Startupszene, fokussieren neue Technologie-Initiativen auf Zukunftsthemen, wie Augmented- & Virtual Reality, Blockchain und den Drohneneinsatz. Was waren für Sie als Vorstand besondere Herausforderungen in den vergangenen 2 Jahrzehnten?

Die wirklichen Herausforderungen entstanden dadurch, dass sich die Digitale Transformation rasend schnell aus den Lehrjahren in der Medienwirtschaft in alle Wirtschaftsbereiche erstreckte. Das galt und gilt es weiterhin neu zu organisieren. Eine Initiative, die auf die Medienwirtschaft ausgerichtet war, konnte unmöglich das alles abdecken.

"Horizontale Ausrichtung auf Themen, die für alle gelten"

So erfolgte in der Public-Private-Partnerschaft mit dem Senat eine noch stärkere vertikale Konzentration auf Medienthemen und die Überleitung in die Initiative nextMedia.Hamburg, deren Partner wir auch weiterhin sind.

Der Verein hingegen behielt seinen Namen „Hamburg@work“ und folgte dem eingeschlagenen Weg in einer horizontalen Ausrichtung auf Themen, die für alle Wirtschaftsbereiche gleichermaßen gelten: Dem Zukunftsthema Digitalisierung in seinen technischen Möglichkeiten, den Themen Innovation und Arbeitswelt sowie deren Folgen für die Gesellschaft und Politik.

Sie haben seit 1999 die Geschicke der Wirtschaftsförderung gelenkt und sind Wirtschafts- und Organisationswissenschaftler mit Abschluss an der Hamburger Bundeswehr-Hochschule. Hand aufs Herz: An welche Momente in mehr als 20 Jahren Wirtschaftsentwicklung erinnern Sie sich besonders gern - unabhängig Ihrer Herzensthemen rund um neue Technologien?

Als ich 1999 in die Wirtschaftsförderung eintrat, war diese nach Staaten und Sprachräumen organisiert. Der Hamburger Senat entschied sich kurze Zeit später, seine Wirtschaftspolitik an den für Hamburg relevanten Clustern auszurichten. Mit der Initiative Hamburg@work waren wir Vorreiter in der Cluster-Entwicklung und haben damit unbeabsichtigt die Blaupause für weitere Cluster-Netzwerke geliefert. 

"Alle befassen sich mit Themen der Digitalen Transformation"

Heute gibt es Cluster-Organisation in der Logistik und Luftfahrt bis hin zu Erneuerbaren Energien, Gesundheitswirtschaft und länderübergreifende für Life-Science und Maritime Wirtschaft. Die Liste ist nicht abschließend und wird ständig länger. Und alle befassen sich mit Themen der Digitalen Transformation.

PERSPEKTIVEN@WORK

Lassen uns einen Moment persönlich sprechen: Digitalisierung und Transformation ist in aller Munde, kein Bereich von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft, der nicht zunehmend von Technologien berührt und beeinflusst wird. Welche Chancen und Risiken sehen Sie in den kommenden Jahren mit der Digitalisierung auf jeden von uns zukommen?

Die Digitalisierung ist die größte politische und gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit und wird den Menschen wirtschaftliche und auch soziale Vorteile bringen, dazu gehören Kommunikations- und Bildungsmöglichkeiten für Alle, digitale und flexible Arbeitswelten, und der ständige Zugriff auf Informationen.

"Ich weiß immer, ob Familie oder Einbrecher die Wohnung betreten"

Mir persönlich macht das Thema „Smart Home“ jetzt schon sehr viel Spaß. Ich weiß immer, ob die Putzfrau, Familie oder etwa Einbrecher die Wohnung betreten, bewässere im Urlaub Pflanzen und Rasen per App und kurz vor Urlaubsende schalte ich aus der Ferne die Heizung wieder an. Und wer weiß, was da noch möglich sein wird! “

Sie gehören zu gut einem Dutzend engagierter Innovatoren, die in Hamburgs Branchen, Firmen und Institutionen die Digitalisierung fernab von "digitalen Kindergärten" vorantreiben. Was haben Sie sich als Innovator hinter Hamburg@work für die Zukunft Ihres digitalen Netzwerkes vorgenommen? Können wir mit Überraschungen rechnen?

Kurz gesagt: Mit Hamburg@work wollen wir spätestens im Jahr 2025 DAS Digital-Cluster in der Metropolregion sein. Das heißt, wir treiben Digitalisierungsprojekte interdisziplinär voran, denn die Disruption, die wir in den letzten Jahren in der IT- und Medienwelt erlebt haben, werden wir in allen Wirtschaftszweigen sehen.

"Wir wollen die wichtigen Hamburger Wirtschaftcluster unterstützen"

Wir wollen die wichtigen Hamburger Wirtschaftscluster, also beispielsweise Logistik, Life Science, Aviation, Erneuerbare Energien und die Maritime Wirtschaft, hierbei unterstützen. Aktuell sind wir hier mit den Clustern Logistik und Gesundheitswirtschaft in Kooperationsgesprächen.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Sie sind seit ihrem Studium an der Elbe zu Hause, Sie haben die Managerinnen von Nextmedia.Hamburg damals in der Wirtschaftsförderung eingestellt. Ihr Ausblick: Wie gut ist unsere Stadt in Sachen Digitalisierung von Wirtschaft, Verwaltung und Stadtleben aufgestellt? Und wo geht noch ein bisschen mehr?

Wenn es gelingt, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zur Smart City zu in den nächsten Jahren zu meistern, könnte Hamburg in 15 Jahren eine der attraktivsten Metropolen in Europa werden. Schon heute plant die Stadt mit Partnern aus der Wirtschaft Projekte in den Bereichen Verkehr, Steuerung von Straßenbeleuchtungen, Bürgerdienstleistungen und in der Hafenlogistik. 

"Der Austausch zwischen den Clustern ist zu gering"

Aber die Stadt braucht eine Vernetzung der verschiedenen Wirtschaftszweige: Es gibt so viele parallele Initiativen und Angebote, aber der Austausch zwischen den Clustern ist zu gering. Digitale Disruption entsteht aber gerade durch interdisziplinäres Denken. Hier wollen wir weitere Angebote initiieren, um Hamburgs Rolle in der Transformation Deutschlands zu festigen.

Im Hamburg der Zukunft könnte es dann einen florierenden Einzelhandel geben, der zum Digital Retail geworden ist und die Läden nur noch zur Markenhaptik nutzt, verarbeitende Industrie 2.0, die mit 3D-Druck und Robotern angelieferte Elektrobestandteile individualisiert weiterverarbeitet und ruhigere Innenstädte durch leise Elektroautos. Das sind nur einige konkrete Punkte, die mir einfallen.

Vielen Dank für die offenen Worte!


Das Interview führte Thomas Keup.

*  *  *

 Hamburg Digital Background: 


Hamburg@work - Zukunftskongress
https://www.digitalcluster.hamburg/summit

Solutions.Hamburg - Programm
https://solutions.hamburg/programm

Hamburg@work - Wir über uns
https://www.medianet.hamburg/wir-ueber-uns/



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Mittwoch, 26. Juli 2017

HANSESTARTUP HQLabs: "Wir revolutionieren das Projektmanagement im Mittelstand"

HAMBURG DIGITAL REPORT

Im Hamburg Startup Magazin stellen wir junge Firmen vor, die etwas Besonderes haben: eine visionäre Technologie, ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell und engagierte Gründer. Denn die besten Startups sind HANSESTARTUPS.


Ein sonniger Freitag-Morgen in der Speicherstadt. In der alten Zollhalle des früheren Hauptzollamtes treffen sich 200 Vertreter der Hamburger Startup-, Innovations- und Förderszene. Anlass: Der offizielle Start des "Innovationsstarter Fonds Hamburg II" von Hansestadt und Europäischer Union. 12 Mio. € kann die Innovationsstarter GmbH der Hamburger Förderbank IFB in 5 Jahren in zukunftsweisende Startups investieren. Die ersten 3 Investments hat Geschäftsführer Heiko Milde bereits verkündet. Unter ihnen das Hamburger Software-Startup HQLabs.

Gründer und Geschäftsführer Tobias Hagenau strahlt an diesem Morgen hinter seinem Demopoint gleich doppelt: Das Wachstum seines 25-Mann starken Teams in der benachbarten Hafencity ist durch den Fonds gesichert. Und der Empfang der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) bringt ihm drei spannende Kundenkontakte - mit Unternehmen zwischen 10 und 120 Mitarbeitern. Mit seinem konsequenten Kurs ist HQLabs eines der erfolgversprechenden Startups an der Elbe - und damit ein HANSESTARTUP. Denn die besten Startups sind HANSESTARTUPS:


Co-Founder Tobias Hagenau
Foto: HQLabs
Ein modernes Büro am Sandtokai - gegenüber dem neuen Coworking-Space FriendsFactory, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Elbphilharmonie. Der 30-jährige Ingenieur Tobias Hagenau erzählt von den Anfängen seines Startups: Eigentlich wollte er Erfinder werden. Heute kümmert sich der Co-Founder von HQLabs vor allem um Marketing und Sales. Gemeinsam mit seinem TUHH-Kommilitonen und Maschinenbauer Lucas Bauche und Wirtschaftsinformatiker Nils Czernig wagte er vor 5 Jahren den Sprung ins kalte Wasser. "Wir revolutionieren das Projektmanagement im Mittelstand", stellt der zurückhaltende Unternehmer mutig fest.

"Der Mittelstand excelt sich so durchs Leben."

In einem Sommerprojekt entwickelt das Tech-Team vor 5 Jahren an der TU in Harburg ihr erstes Tool, managen die Studenten mehr als 30 Studentenprojekte mit über 100 Studenten und mehr als 1.000 Tagen Projektumfang. Über 2 Jahre wird das "MS Project in klein" erfolgreich eingesetzt. Den Pain-Point der TU-Studentenunternehmer fasst Tobias heute so zusammen: "Die Mittelstand excelt sich so durchs Leben." Doch Projektmanagement in Microsofts Tabellenkalkulation bringt einen ganzen Schwung an Herausforderungen mit: Excel ist nicht skalierbar, nicht einfach wartbar und nicht personenunabhängig nutzbar. Es muss etwas Besseres her.

Aus dem Studentenprojekt wird ein Unternehmen. Die erste Kundengruppe werden Maschinen- und Anlagenbauer - Gleich und Gleich ... Das Startup wächst mit seiner Software organisch. 2015 entschließen sich die pfiffigen Techis, ihren Vertrieb zu erweitern und neue Kundengruppen anzusprechen. Neben Maschinenbauern bieten Lucas, Nils und Tobias ihr Tool nun auch Agenturen in Werbung und Design, PR und Beratung sowie Event und Projektmanagement an. Hintergrund: Die Entscheidung zur Einführung einer Software kostet in der Industrie zwischen 6 und 12 Monaten. 2 Mitarbeiter führen jeden Tag 100 Telefonate, um das Startup am Laufen zu halten.

"Unsere Software macht alles in der Agentur ..." 


HQ-Software im Praxiseinsatz
Foto: HQLabs
In Kundengesprächen kristallisiert sich immer wieder eine Schlüsselfrage heraus: 'Wo ist das SAP für bis zu 50 Mitarbeiter?' Projektmanagement ist für viele Kunden eine wichtige Basisfunktion, doch ein weiterer Schmerz liegt im Auftragsmanagement vom 1. Kundenkontakt bis zur Abschlussrechnung. Der Bedarf für ein kleines ERP scheint genauso groß, wie für ein reines Projektmanagement-Tool. In diesem Jahr unternimmt HQLabs dann den nächsten Schritt in Richtung Zukunft: 

Die Jungunternehmer setzen ihre Software neu auf: "Jetzt machen wir Tabula rasa" bringt es Tobias Hagenau im HANSEVALLEY-Interview auf den Punkt. Über 1 Mio. Zeilen Quellcode stehen zur Disposition Das neue Projektmanagement-Tool wird als Software-Service auf Microsoft Azure im deutschen Telekom-Rechenzentrum betrieben. Als Frontend-Technologie dient AngularJS - eine moderne Programmiersprache mit optimaler HTML-Einbindung von Google. Die Developer bei HQLabs sind Teil der Community, hosten alle 2 Monate ein Meetup. Gut ein dutzend Hamburger Firmen sind mit an Board.

Tobias Hagenau ist rundherum glücklich mit dem neuen Angebot: "Unsere Software macht alles in der Agentur - außer den Kreativprozess." Mit HQLabs bekommen Kunden einen individuell als SaaS bereitgestellten Werkzeugkasten mit CRM-Tool für Angebotswesen und Projektkalkulation, Projektmanagement für Projektplanung, Ressourcenplanung, Zeiterfassung, Dateiverwaltung, Buchhaltung und Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung. Mit der neuen Software hat das Hamburger IT-Team auch gleich sein Marketing umgestellt - von aufwendigem Direct Sales zu einem kompletten Inbound Marketing. 

 "Es gibt viele Apps. Wir sprechen über Prozesse."


HQLabs-Kundensammlung
Foto: HQLabs
3,- bis 5,- € kostet ein Feature pro Monat pro Account. So kommt man auf rd. 100,- € im Monat für ein kleines System und auf 200,- € bis zu 2.000,- € für Software-Services von 10 bis zu 60 Nutzern - der klassischen mittelständischen Agenturgröße. Obendrauf bietet das junge und doch äußerst professionell wirkende Startup professionelle Projektdienstleistungen an und rundet mit seinen "Pro-Services" das hocheffiziente Software-Spektrum mit Dienstleistungen ab. Ob Installation, Anpassungen oder Schulungen - HQLabs entwickelt sich zu einem etablierten Softwarehaus.

Für die Kunden bedeutet HQLabs heute vor allem Flexibilität und Skalierbarkeit. Brauchten Agenturen bislang zwischen 5 und 8 Tools, um einen Auftrag abzuwickeln, reichen heute 1-2 Tools im gesamten Auftragsmanagement. Tobias Hagenau fasst die Bedürfnisse so zusammen: " Es gibt viele schöne "To-Do-Apps". Wir sprechen am Ende über einen Geschäftsprozess - dafür brauche ich eine passende Software." Zu den Hamburger Agenturreferenzen gehören mittlerweile so namhafte Content- und Kreativschmieden, wie "Faktor 3" oder "Thjnk" von WPP.

Mit ihrem Investment in HQLabs hat Heiko Milde mit seinem Team bei der Förderbank IFB sicher in eines der besonders interessanten Tech-Startups an Alster und Elbe investiert - fernab von gehypten Food-Startups oder nischigen App-Services. Gut zu wissen, dass es in Hamburg so professionelle und erfolgversprechende Jungunternehmen gibt, die gleich einer ganzen Hamburger Branche richtig gut helfen können. Wir nennen diese Startups HANSESTARTUPS. 


 Hamburg Digital Background: 

HQLabs Hamburg
www.hellohq.io

Auftaktveranstaltung Altes Hauptzollamt
www.24liveblog.com/share/196982560?url=http://hh.hansevalley.de/p/hansenews.html

Innovationsstarter Fonds Hamburg II
http://innovationsstarter.com/home/innovationsstarter-fonds/




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Dienstag, 21. März 2017

HANSECOMMUNITY: 12min.me - eskaliertes Hobby mit 1.000 Teilnehmern.

Das Hamburg Digital Magazin bietet Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Möglichkeit, interessante Positionen zu Technologien, Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und digitalem Leben als Gastbeitrag ungefiltert vorzustellen.

Martin Zielinski ist Mitglied des 12min.me-Orgateams in Hamburg und aktiver Community-Supporter. Im Rahmen der Kooperation mit unserem HANSEPARTNER sind wir auf die Idee gekommen, Martin 12min.me vorstellen zu lassen - ohne Filter und ohne Feinschliff. Hier ist sein Beitrag:


Lockerungsübungen bei der Premiere in Münster:
Martin Zielinski vom 12min-Orgateam Hamburg.
Aus unserer Sicht machte es 2013 total Sinn, mal ein Meetupformat zu initiieren, welches Besuchern in kurzer Zeit prägnanten Input zu einem vorher definierten Thema liefert: 12 Minuten sind dafür absolut richtig, wie sich nun heraus gestellt hat. Mittlerweile wird das Konzept auch von anderen Organisationen und Events in Deutschland und der Schweiz kopiert (sie versuchen es zumindest). 

Das Konzept war Mittel zum Zweck, um endlich mal ein vernünftiges Maß zwischen fachlichem Input und Netzwerken zu gestalten. Gerade in Hamburg gab es kein dynamisches Format, was in weniger als zwei Stunden drei Vorträge und danach unkonventionelle Zeit zum Netzwerken bot - kostenlos.

14 Städte, 14 Verticals, 4.600 Mitglieder

Nachdem Oliver Rößling das Format im Jahr 2013 bei seiner Firma Absolute Software mit einem Team von vier bis fünf Leuten gestartet hatte, waren tatsächlich 30 Besucher und drei Speaker beim ersten Mal vor Ort. Nach vier Jahren findet 12min.me in 14 Städten statt, nimmt in Gestalt von 14 Verticals (themenbezogene 12min-Veranstaltungen) Deutschland- und europaweit Form an, wird regelmäßig von 100+ Teilnehmern besucht und ist schon jetzt eine der größten Eventgruppen auf Meetup (meetup.com/12minme) mit ungefähr 4600 Teilnehmern.

12min: 1.000 Leute zur gleichen Zeit

Unsere verrückten Teams in den Städten legen bei jedem Event die Messlatte für Inhalte und Entertainment hoch. Nach den Veranstaltungen tauschen wir uns über die Sachen aus, die gut gelaufen sind und wissen schon oft während der Veranstaltung über die Learnings bescheid, weil wir intern schnell und effizient kommunizieren. Das ist auch nötig, denn immerhin findet einmal im Monat in mehreren Städten gleichzeitig unser Ur-Format „12min ignitetalk“ statt, wo wir mittlerweile über Deutschland und Ungarn für fast 1000 Leute zur gleichen Zeit die Impulsvorträge unserer Speaker zünden (engl: ignite) lassen.

Das Motto: "Don't waste your time!"

Selbstverständlich haben wir eine Vision: Für uns und alle Beteiligten an dem Abend gibt es ein Motto: „Donʼt waste your time“. Niemand der anwesenden Besucher soll die eigene wertvolle Zeit nach Feierabend (trifft auf die Meisten zu) mit langen Vorträgen und langweiligen Gesprächen verbringen. Für uns als Team gilt es genauso: Wenn wir eine Veranstaltung haben, dann soll auch alles sitzen und wir wollen Menschen mit sich und den Themen verbinden. Wir werden des Öfteren gefragt, was wir als Veranstalter davon haben oder wie wir damit Geld verdienen.

12min.me: Ein "eskaliertes Hobby"

12min.me ist ein e.V. (gemeinnützig) - niemand von uns verdient damit Geld und wird es damit auch in Zukunft nicht tun. Diese ehrenamtliche Tätigkeit bezeichneten wir irgendwann mal als „eskaliertes Hobby“, was ich genau so übernommen habe. Keiner hat damals vorgehabt, daraus ein Format zu machen, was in Europa Menschen zusammen bringt und Learnings am Fließband vermittelt. Wir alle haben gemeinsam, dass wir uns gerne vernetzen, neue Leute kennen lernen und uns für die „Story dahinter“ interessieren.

Mehr als 90 aktive Teammitglieder

Wir möchten die besonderen Geschichten hören, Wissen von "Hidden Champions" platzieren; den wirklich interessanten Menschen und Unternehmen eine unkonventionelle und freie Bühne geben. Alle Teammitglieder haben Zugang zu einer spannenden Community von Besuchern und Speakern, können sich mit potentiellen Partnern (business/privat) treffen und bekommen offenes Feedback zu Ihrem Engagement. Ich finde das hervorragend und habe durch die Teilnahme am Aufbau dieser intrinsisch motivierten Organisation ohne Hierarchien - mit mehr als 90 aktiven Teammitgliedern - erfahren, wie Teilnehmer der Veranstaltungen zu Unternehmern wurden, Businesspartnerschaften entstanden oder eben einfach Besucher ihren neuen Arbeitgeber an dem Abend getroffen haben.

Den Teilnehmern die Aufmerksamkeit


Es häufen sich die Momente, in denen wir ganz persönlich ein Dankeschön erhalten, weil sich für Mitglieder unserer Community neue berufliche Möglichkeiten durch die Vernetzung an den Abenden ergeben haben. Bei uns im Team haben wir die unterschiedlichsten Leute, mit den verschiedenen Motivationen und Egos mit einer Gemeinsamkeit: Wir stellen uns in Bezug auf 12min.me in die zweite Reihe und das Event mit allen Akteuren in den Vordergrund. Die Kunst sich zurück nehmen zu können, wenn die Bühne den Speakern gehört und den Teilnehmern die Aufmerksamkeit - das macht uns als Team so einzigartig und ich bin stolz darauf.

Keimzelle: Das "12min.labor" Hamburg

Die Ideen in unserem Team sind gefühlt unendlich und wie bei den Vorträgen spielen wir gegen die Zeit, denn jede/r Einzelne bei uns hat meistens noch ein eskaliertes Leben neben dem eskalierten Hobby - ist ja klar. In unserem (intern so genannten) "12min.labor Hamburg" werden wir in 2017 weitere Partner bekannt geben, die mit uns schon in Gesprächen sind. Als 12min e.V. (gemeinnützig) haben wir sehr gut gewählte Partner (siehe www.12min.me) und helfen uns gegenseitig. Unsere Community (Speaker und Teilnehmer) erwarten Qualität vor Ort und unsere Partner schätzen das.

12min.OnTour: 12 Minuten zu Gast

Noch dieses Jahr starten wir das Format „OnTour“ in Hamburg und bündeln darunter temporäre Verticals und auch schon bekannte Formen unseres Events in der 12 Minuten-Logik. Das ermöglicht uns und unseren Partnern von Learnings zu profitieren und ein schon vorhandenes motiviertes Team effizient zu nutzen. Ihr dürft gespannt sein und verraten wird vorher nichts - Mal große, mal kleine Locations und andere Formen der Interaktionen zwischen Speaker, Moderatoren und Teilnehmern.

Teilnahme bei 12min - einfach gemacht:

1) auf www.meetup.com den Begriff „12min“ eingeben
2) die gewünschte Veranstaltung anklicken
3) teilnehmen

Speaker werden - einfach gemacht:

- Komm vorbei und lass schnacken!

Übrigens: Unsere Seite www.12min.me wird im zweiten Quartal 2017 überarbeitet. Danach ist noch mehr Überblick über Themen, Städte, Menschen möglich.


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Die redaktionelle Verantwortung des Beitrags liegt beim Autor. Haben Sie ein interessantes Thema zu Digitaler Wirtschaft, Verwaltung oder Stadtleben in Hamburg? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter hamburg@hansevalley.de.


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