HANSEQUANTUM

HANSE QUANTEN MAGAZIN
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„Nachdem Deutschland in der traditionellen IT den Anschluss an die USA und China verloren hatte, bietet Quantencomputing die Chance auf einen echten Neuanfang. In der Quantentechnologie sind alle wieder zurück auf Start, und diese einmalige Chance muss Deutschland nutzen.“
- Bitkom-Präsident Achim Berg -

Quantencomputing ist nach künstlicher Intelligenz und autonomen Fahren das nächste Metathemen in der digitalen Welt. Das Land Niedersachsen fördert die Entwicklung eines ersten Quantencomputers im "Quantum Valley Silicon Saxony" rund um Braunschweig und Hannover mit 25 Mio. € aus Mitteln der "Volkswagen-Stiftung". 

In der Freien und Hansestadt Hamburg baut ein Konsortium unter Leitung der Universität bis Ende November 2026 einen Rymax-One Quantum Optimizer mit Untersützung des Bundes i. H. v. insgesamt 29 Mio. € Fördermitteln und unter Beteiligung von acht mittelständischen Hightech-Firmen und zwei Hamburger Großunternehmen.

HANSEQUANTUM ist das Hanse Quanten Magazin im Norden.


 Hanse Digital Background: 

Bitkom: Jedes achte Unternehmen plant Einsatz von Quantencomputern

Bitkom-Leitfaden Quantentechnologien in Unternehmen

Lufthansa Industry Solutions, Norderstedt:
Interview Susan Wegner, Vice President Artificial Intelligence & Data Analytics: 
"Es ist wichtig, jetzt schon die ersten betrieblichen Anwendungen zu entwickeln"
lufthansa-industry-solutions.com/

Video-Vortrag 
"Quantenbeschleunigte Rechner"
Peter Schupp, Jacobs Universität Bremen

Die Welt - Thema Quantencomputing

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 Hanse Digital Service: 

Projekte, Hochschulen, Institute und Partner in der Quantenforschung Norddeutschlands:
(in Reihenfolge der fünf norddeutschen Bundesländer)

Bundesebene:

Bundesforschungsministerium
Ankündigung Quantenforschung (PM):

Bundesforschungsministerium
Übersicht Quantentechnologien:

Freie Hansestadt Bremen:


QINROS - Projektbeschreibung

Universität Bremen
Zentrum für Technomathematik

DFKI Standort Bremen + Universität
Cyber Physische Systeme - Hardware

DFKI Standort Bremen + Universität Bremen
Robotics Innovation Center

Freie und Hansestadt Hamburg:

Projekt Rymax One - Quantum Optimizer

Projekt Rymax One - Projektbeschreibung

Universität Hamburg
Institut für Lasephysik - Zentrum für optischen Quantentechnologien:

Technische Universität Hamburg
Institut für Mikrosystemtechnik

NXP Semiconductors, Deutschland, Hamburg

Land Mecklenburg-Vorpommern:

SPINCAV - Projektbeschreibung

Rostock:

Universität Rostock
Institut für Physik - AG Experimentelle Festkörperoptik

Land Niedersachsen:

Q-Grid - Projektbeschreibung

QuBRA - Projektbeschreibung

QVLS - Q1 Quantencomputer Niedersachsen

QVLS - Q1 - Projektbeschreibung

Exzellenzcluster QuantumFrontiers

Netzwerk Quantum Valley Lower Saxony

Braunschweig:

Physikalisch Technische Bundesanstalt, Braunschweig
Kompetenzzentrum Quantentechnologie

ptb.de/

Technische Universität Braunschweig
Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund

ibr.cs.tu-bs.de/

Technische Universität Braunschweig  + Osram Opto Semiconductors
Institut für Halbleitertechnik
Epitaxy Competence Center EC²

Technische Universität Braunschweig: MicroPhotonicsLab

Hannover:

Laser Zentrum Hannover
Optische Komponenten
lzh.de/

Leibniz Universität Hannover
Hannover Institute of Technology (HITec)

Leibniz Universität Hannover
Institut für Theoretische Physik

Leibniz Universität Hannover
Laboratorium für Nano- und Quantenengineering

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik
Albert-Einstein-Institut, Hannover

E.ON Digital Technology, Hannover
Smart Grids

Land Schleswig-Holstein:

QC4DB - Projektbeschreibung

PQC4MED - Projektbeschreibung

Lübeck:

Universität zu Lübeck
Institut für Informationssysteme

ifis.uni-luebeck.de/

(C) HANSEVALLEY, 2022. Redaktion: Thomas Keup. Stand: 27.06.2022. Keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

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Braunschweiger Quantenforscher bringen Wellenleiter und Lasedioden auf einem Chip zusammen.

Künftig soll die Photonik auf einem winzigen Chip einsetzbar sein.
Foto: MicroPhotonicsLab/TU Braunschweig

Braunschweig, 03.08.2022: Durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fließen bis März kommenden Jahres insgesamt 750.000,- € in die Halbleiterentwicklung an der Technischen Universität Braunschweig. Mit acht finanzell geförderten Geräten entsteht das MicroPhotonicsLab (MPL) im nanometrologischen Forschungszentrum LENA.
Die neue Laborstruktur soll verschiedene Halbleiter-Komponenten - wie Wellenleiter und Laserdioden - auf einem einzelnen Chip vereinen. Dadurch können verschiedene Photonik-Forschungsgruppen an der TUB ihre Expertise auf wenigen Millimetern fusionieren.
Die Investitionen in das MicroPhotonicsLab kommen auch dem Exzellenzcluster "Quantum Frontiers" zugute. Die Topical Group „Structured Illumination at the Nanoscale“ bringt Wissenschaftler der TU Braunschweig, der Physikalisch-Technisch Bundesanstalt und der Leibniz Universität Hannover zusammen, die Licht auf der Mikroskala kontrollieren wollen.
Schon immer stehen die einzelnen Gruppen hinter den Photonik-Bauteilen in kontinuierlichen Austausch miteinander. Mit dem MicroPhotonicsLab (MPL) können wir ab März nächsten Jahres aber nicht nur Knowhow zwischen den Gruppen teilen, sondern das Knowhow der Gruppen auf einem Chip zusammenbringen“, so Professor Andreas Waag, Leiter des Instituts für Halbleitertechnik.
Für den Einsatz im Quantencomputer sei die hybride Integration entscheidend. „Am Ende haben wir dann keine externen Laser und Glasfasern mehr, die Licht ins Vakuum leiten müssen, sondern einen einzelnen Chip mit allem, was man braucht – direkt im Vakuum," so der Braunschweiger Forscher zusammenfassend.
Wenn Quantencomputer die Laborumgebung verlassen sollen, müssen ihre Bauteile kompakter und robuster werden. Eine der großen Baustellen ist die Photonik, sprich die Kontrolle und Manipulation von Lichtteilchen (Photonen). Im Institut für Halbleitertechnik der TU Braunschweig entwickeln Forscher Halbleiterchips, die die hohen Anforderungen von Quantencomputern an die Photonik erfüllen sollen.
Damit rückt das große Ziel eines skalierbaren Quantencomputers im "Quantum Valley Lower Saxony" einen großen Schritt näher (HANSEQUANTUM berichtete). Das MicroPhotonics Lab der TU Braunschweig kann hier online besucht werden. 
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Der digitale Norden mit künstlicher Intelligenz und Quantencomputing auf der Hannover Messe.

Die Halle 2 wird zum Future Hub der Hannover Messe 2022.
Foto: Deutsche Messe

Hannover, 30.05.2022: Am Montag-Morgen eröffnet in den Messehallen in Laatzen nach zweijähriger Pandemie-Unterbrechung die "Hannover Messe 2022" ihr Pforten. Leitthema der weltweit führenden Industriemesse ist die industrielle Transformation mit den Top-Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Bis zum Donnerstag d. W. präsentieren laut Online-Datenbank in 11 Messehallen mehr als 2.500 Aussteller über 8.000 Produkte und Neuheiten, darunter mehr als 1.500 Messepremieren in einer um einen Tag verkürzten Veranstaltung. Unter den erwarteten Ehrengästen sind Bundeskanzler Olaf Scholz, Außenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck.
Größter Branchenschwerpunkt ist die Automation einschl. Mobilitätsentwicklungen, gefolgt von digitalen Angeboten und Energielösungen. Bei den mehr als 2.200 digitalen Angeboten dominieren mit mehr als 1.200 Produkten Cloud- und Infrastrukturlösungen, gefolgt von rd. 630 Plattform-Angeboten und rd. 570 Engineering- und Office-Software-Produkten. Mit mehr als 8.600 Ausstellern kommt der überwiegende Teil der Anbieter aus Europa, gefolgt von Ost-Asien mit 1.000+ Anbietern und Nord-Amerika mit rd. 330 Unternehmen und Einrichtungen.
Autonomer Unterwasserroboter aus Bremen
Das "Robotics Innovation Center" des Deutsches Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz ("DFKI") aus Bremen zeigt auf dem "DFKI"-Stand in Halle 2, Stand C39, wie ein autonomes Unterwasserfahrzeug aussehen und arbeiten könnte. Erste Erfolge verbuchte der "DFKI"-Forschungsbereich im Verbund mit einem im Projekt "Mare-IT" entwickelten "Cuttlefish“. Dieser unter Wasser frei bewegliche Interventionsroboter verfügt über zwei tiefseetaugliche Greifsysteme, mit denen er teilautonome Unterwasseraktionen erfolgreich unternehmen kann. Der KI-Standort Bremen forscht mit der Universität der Hansestadt und einem eigenen DFKI-Standort vor allem an den KI-Themen Medizin, Raumfahrt und Robotik. Weitere Details gibt es in einem Beitrag auf der Messeseite.
Quantencomputing aus Niedersachsen
Erstmals wird auf der "Hannover Messe" das neueste Hightech-Thema Quantencomputing mit einem eigenen Bereich berücksichtigt. Die "Deutsche Messe" kooperiert dazu im "Future Hub" in Halle 2 mit dem Entwicklungsverbund "Quantum Valley Lower Saxony - QVLS" der Leibniz-Universität Hannover und der TU Braunschweig. Der Forschungs- und Entwicklungsverbund "QVLS" will bis 2026 einen 50-Qubit-Rechner auf Ionenfallenbasis bauen. Ein erstes Testdesign des Ionenfallenchips ist bereits fertiggestellt. Neben der niedersächsischen Quantenallianz "QVLS" ist auch das Quantentechnologie-Kompetenzzentrum der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig - "QTK" - vor Ort präsent. Weitere Details bei der "Hannover Messe".
Künstliche Intelligenz aus Schleswig-Holstein
Unter dem Motto "AI Solutions made in Schleswig-Holstein" präsentiert sich der echte Norden in Halle 4 Stand E62 auf der Hannover Messe mit einem Gemeinschaftsstand zu künstlicher Intelligenz. Wirtschaft und Wissenschaft aus dem Norden zeigen am Schleswig-Holstein-Gemeinschaftsstand in der KI-Halle ihre Projekte aus den Bereichen Medizintechnik, Mobilität, Robotik und E-Learning. Als Wissenschaftspartner sind die Universitäten und Hochschulen aus Heide, Lübeck und Kiel vor Ort präsent. Digital-Staatssekretär Dirk Schrödter besucht die Messe am Montag, spricht mit Ausstellern und nimmt an mehreren Diskussionsrunden teil. Weitere Informationen gibt es auf der Ausstellerseite.
Weitere Informationen zur "Hannover Messe 2022" gibt es auf den Internetseiten der "Deutschen Messe"
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Hamburger Senat ruft "Hauptstadt für Quantencomputing" aus.

Jetzt macht sich Hamburg auf, "Quantenhauptstadt" werden zu wollen.
Illustration: TheDigitalArtist, Pixabay


Hamburg, 12.05.2022: Der Senat der Freien und Hansestadt will das Thema Quantencomputing für Wissenschaft und Wirtschaft erschließen und den Standort international als "Quantum Innovation Capital Hamburg" positionieren. Zum Auftakt luden die Wirtschafts- und die Wissenschaftsbehörde am Mittwoch zu einer Diskussion über bestehende Kompetenzen und mögliche Potenziale der neuen Technologie für die Hansestadt ein. Mit dabei waren Vertreter des Bundesforschungsministeriums, des öffentlichen Projektträgers DLR, der Hochschulen "UHH" und "TUHH", der Forschungseinrichtung "DESY", des Chipherstellers "NXP", des IT-Diensleisters "Lufthansa Industry Solutions" und des Versandhändlers "Otto".
Das Zukunftsthema Quantencomputing soll mit der "QICH"-Initiative beim KI-Wissenschaftsverein "ARIC e. V." angesiedelt werden, der als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle dienen soll. Außerdem soll ein "Quantencomputing-Innovationszentrum" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem "NXP"-Campus in Lokstedt entstehen, wo Industriepartner mit dem DLR und weiteren Partnern an einer Weiterentwicklung des Quantencomputing-Ökosystems arbeiten sollen, so der Senat in einer Mitteilung mit der Headline "BWI Quantenrevolution".
Der stv. FDP-Landesvorsitzende Prof. Andreas Moring erklärte zu der neuen Initiative der Stadt: „Der Hamburger Senat will Hamburg zur ‚Quantum Innovation Capital‘ machen. Das steht in der Tradition, Hamburg zur Digitalhauptstadt, zur KI-Hauptstadt und zur Blockchain-Hauptstadt machen zu wollen. Alle diese Ankündigungen sind bisher genau das geblieben: Ankündigungen. Mittel, Personal, Investitionen und Koordinierung von Wissenschaft und Wirtschaft sind hierbei Fehlanzeige. Beim Thema Quantencomputing wird das wohl auch so sein. Gerade weil hier noch viel größerer Aufwand für eine noch junge Technologie betrieben werden müsste. Anstatt anzukündigen, sollte der Senat endlich anpacken und für einen Quantensprung der notwendigen Entscheidungen sorgen.
Führendes norddeutsches Bundesland im Bereich Quantencomputing ist Niedersachsen. Mit einer Förderung über 25 Mio. € aus der "Volkswagen-Stiftung" wird im "Quantum Valley Lower Saxony" durch die Leibniz-Universität Hannover, die Technische Universität Braunschweig, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig sowie Unternehmen und Startups aus der Metropolregion Hannover bis 2026 ein erster Quantencomputer in Norddeutschland gebaut.
Eine ausführliche Meldung mit Statements aller beteiligten Organisationen gibt es auf den Seiten der Wirtschaftsbehörde BWI. Ein ausführlicher Beitrag zu den Aktivitäten gibt es bei den Kollegen der "Welt".
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Sopra Steria zeigt Versicherungen die Zukunft mit Quantencomputing auf.

Quantencomputer werden die Versicherungsbranche weitgehend verändern.
Foto: IBM Research

Hamburg, 28.03.2022: Die internationale Technologieberatung "Sopra Steria" hat sich mit den Folgen des Einsatzes von Quantencomputern für die Versicherungsbranche beschäftigt. Im Mittelpunkt der Überlegungen zur Nutzung der visionären Technologie gehört u. a. die Risikomodellierung der Versicherungsunternehmen. Dreh- und Angelpunkt ist eine möglichst genaue Definition der Risiken und damit verbundener Versicherungsprämien.
Risikomodelle von Versichern beinhalten eine Reihe von Ausfallrisiken für das Geschäft. Desto mehr Risiken berechnet werden müssen, umso länger dauert es, mögliche Gefahren durchzurechnen und in Euro und Cent umzuwandeln. Hier können Quantencomputer einen erheblichen Zeitvorteil zur Risikominimierung und damit einen Wettbewerbsvorteil erwirtschaften.
In der Konsequenz bekommen Versicherungen schneller entscheidende Vorhersagen, die zudem zuverlässiger sind, da sie mit Hilfe der Hochrechenleistung mehr Details berücksichtigen können. So werden genauere Vorhersagen erstellt, Prämien verringert und folgenreiche Schäden sogar vermieden.
Als Beispiel für sich dynamisch entwickelnde Risiken nennen die Experten u. a. Natur- und Wetterphänomene, wie z. B. Starkregen und damit verbundene Überschwemmungen. Hinter dem Phänomen steht die sogenannte "Clausius-Clapeyron-Gleichung". Sie besagt, dass mit jedem Grad Lufterwärmung 7 % mehr Wasser von der Luft aufgenommen wird und für Überschwemmungen sorgt.
Neben der Frage nach angemessenen Versicherungsprämien geht es für Erst- und Rückversicherer auch darum, z. B. Klimarisiken in ihren Kapitalanlage-Strategien zu berücksichtigen. Hier stehen Bedrohungen für die eigenen Investitionen im Fokus, die durch Wirbelstürme, Brände und Hochwasser notfalls abgeschrieben werden müssen.
62 % der durch "Sopra Steria" im Rahmen einer Potenzialanalyse zu Quantencomputing befragten rd. 160 Spezialisten aus der Finanzindustrie gehen davon aus, dass die neue Rechentechnologie Wirtschaft und Gesellschaft auf lange Sicht verändern wird. Mit 65 % glauben zudem rd. 2/3 der befragten Finanzexperten, dass Quantencomputing neue Geschäftsmodelle entstehen lassen wird.
Der Einsatz der revolutionären Technologie könnte die Versicherungsbranche sogar komplett verändern: Sind Versicherungen heute Dienstleister, die im Falle eines Falles entstandene Schäden regulieren, können sie durch vorausschauende Risikomodelle mit Hilfe von Quantencomputing zu Beratern werden, die Kunden helfen, erst gar nicht in finanzielle Risiken zu kommen.
Ein Beispiel für aktives Risikomanagement ist die Landwirtschaft. Sie ist durch Extremwetterlagen zunehmend bedroht. Auch die Industrie wird von einem vorausschauenden Management der eigenen Risiken profitieren. So können Maschinen mit Hilfe von IoT-Sensoren in Echtzeit überwacht werden und mögliche Ausfälle durch vorausschauende Wartung und Pflege verhindert werden. An entsprechenden Modellen arbeitet u. a. der Hamburger Versicherungsmakler "Funk".
In Zukunft erwarten die Technologiespezialisten von "Sopra Steria" hochindividuelle Versicherungsangebote im B2B, die entsprechend aktueller und künftiger Umstände und Risiken individuell erarbeitet und für jeden einzelnen Kunden maßgeschneidert werden. Hier erwarten die Technologen große Vorteile für die Versicherungsbranche durch verringerte Risiken.
Auf der anderen Seite können Quantencomputer auch bei der Betrugserkennung im Zusammenhang mit Versicherungsfällen aktiv helfen, da sie gleichzeitig große Mengen an Daten verarbeiten, berücksichtigen und in Beurteilungen einfließen lassen können.
Der "Managementkompass Quantencomputing" von "Sopra Steria" in Zusammenarbeit mit dem "FAZ Institut" kann hier bestellt werden.
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Niedersachsen fördert Tech-Startups in acht regionalen Hightech-Hubs.

Niedersachsen investiert in neue Tech-Startups.
Foto: Kiquebg, Pixabay

Hannover, 16.03.2022: In den Metropolegionen Hannover und Nord-West sollen mit Hilfe eines Sonderprogramms Hightech-Inkubatoren in verschiedenen technologischen Themenfeldern eingerichtet werden, die landesweit für alle Startups und Gründungswillige offenstehen, die sich mit dn Technologien beschäftigen.
25 Mio. € stellt das Land für die Einrichtung der Struktur und den Betrieb der Hightech-Inkubatoren sowie die Ausschreibung von Inkubationsprojekten und Akzelerationsvorhaben zur Verfügung. Dazu kommen Programme zur unternehmerischen Ausbildung, beispielsweise durch internes Coaching.
Adressierte Themen sind vor allem Quantentechnologien, Smart Mobility, Life Sciences, BioIntelligence, Smart Information Technologies, Digital GreenTech sowie Farm, Food und Künstliche Intelligenz. Die Hightech-Inkubatoren helfen jungen Talenten an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, ihre Ideen in Geschäftsmodelle umzuwandeln.
Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sagte: „Ich rufe interessierte Start-ups und Gründungswillige auf, sich mit den Hightech-Inkubatoren in Verbindung zu setzen und sich um eine Förderung zu bemühen. Da dieses Programm aus dem Corona-Sondervermögen zeitlich eng limitiert ist, sollten all diejenigen, die sich für eine Förderung interessieren, schnell handeln."
Weitere Informationen finden Interessierte auf den Websites der Hightech-Inkubatoren:
in der Metropolregion Hannover:
in der Metropolregion Nord-West:
Niedersachens Staatssekretär für die Digitalisierung, Stefan Muhle, sagte: „Die Zuwendungsbescheide für die Hightech-Inkubatoren stehen kurz vor der Erteilung. Daher können diese schon Startups und Gründungswillige anwerben. Mir ist dabei auch wichtig, zu betonen, dass die Hightech-Inkubatoren für alle aus unserem Land offenstehen und ausdrücklich keinen regionalen Bezug haben."
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Quantum Valley Lower Saxony gewinnt bundesweites Qantencomputer-Projekt.


Forscher aus Hannover, Mainz und Siegen arbeiten gemeinsam an einem Quanten-Demonstrator.
Foto: ATIQ)

Hannover, 07.02.2022: Nach 25 Mio. Euro von Land und der "Volkswagen-Stiftung" als Startförderung hat die im Dezember 2020 gegründete Initiative Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) in ihrem ersten Jahr eine zusätzliche Fördersumme von 38 Mio. Euro nach Niedersachsen geholt. Dazu gehört als jüngster Erfolg das vom QVLS-Partner Leibniz Universität Hannover koordinierte Quantencomputerprojekt ATIQ.

Ziel von ATIQ ist es, innerhalb von 30 Monaten eine erste Generation von zuverlässigen Quantencomputer-Demonstratoren auf Basis der Ionenfallen-Technologie zu entwickeln und so der Realisierung der Anwendbarkeit von Quantenhardware einen weiteren Schritt näherzukommen. In dem Verbund ATIQ haben sich bundesweit 25 Partner zusammengeschlossen.

Ich freue mich über den gelungenen Start und die bislang erreichten beachtlichen Erfolge von QVLS", so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Er stellt die Innovationsstärke unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Beweis. Und er zeigt, dass sich unsere Investitionen in die Grundlagenforschung gelohnt haben. Wir stehen erst am Anfang der Quantentechnologie. Aber sie lässt gewaltige Innovationspotenziale erwarten."

Bis 2026 will die Initiative einen 50-Qubit-Rechner auf Ionenfallenbasis bauen. Ein erstes Testdesign des Ionenfallenchips ist bereits fertiggestellt. Details zum Projekt ATIQ gibt es hier in einer ausführlichen Meldung. Weitere Informationen zum Quantum Valley Lower Saxony gibt es auf der Projektseite.

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HPA-Chef und Informatiker Jens Meier digitalisiert den Hamburger Hafen.
Foto: HPA/Andreas Schmidt-Wiethoff

Digitales Vertrauen und Hackerangriffe, künstliche Intelligenz und autonom fahrende Wasserdrohnen, quanten-inspirierte Algorithmen und... "MOZART". Die Hamburg Port Authority (HPA) und ihr "smartPORT"-Konzept zeigen, dass es bei der Digitalisierung des Hafens um weit mehr als nur um technologischen Fortschritt geht.

Die maritime Branche erlebt weltweit einen Paradigmenwechsel. Er wird getrieben von Industrie 4.0-Ansätzen und grünen Technologien. Die amerikanischen Marktforscher von Kenneth Research prognostizieren in einer aktuellen Studie, dass der globale Markt für intelligente Häfen bis 2026 mit einer Wachstumsrate von mehr als 25% wachsen wird. 

Deutschlands größter Seehafen Hamburg hält mit den globalen Trends Schritt. Unser HANSEPERSONALITY ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority, Jens Meier.

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Hamburger Hafen soll mit 15 Mio. € weiter digitalisiert werden.

Die Digitalisierung zieht in den Hamburger Container-Terminals ein.
Foto: HHLA/Thies Rätzke

Berlin/Hamburg, 17.01.2022: Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr wird die Errichtung eines digitalen Testfelds im Hamburger Hafen mit knapp 15 Mio. Euro fördern. Im Mittelpunkt des Projektes "SANTANA" (Services and Data Network Port of Hamburg) der Hamburg Port Authority (HPA) und der "DAKOSY AG", das über 30 Monate laufen wird, steht der Aufbau einer digitalen Infrastruktur, welche die privatwirtschaftlich organisierte Logistik und das öffentlichen Infrastruktur- und Verkehrsmanagement stärker miteinander vernetzen soll.

Ziel ist, ein gemeinsames „Netzwerk der Netzwerke“ zu schaffen. Dabei werden die digitalen Serviceangebote werden über einen gemeinsamen Marktplatz für die an den Transportprozessen Beteiligten in Hafen und Hinterland leichter zugänglich gemacht. Gemeinsam mit den assoziierten Partnern "HHLA", "EUROGATE" und dem Hamburg Vessel Coordination Center (HVCC) werden die Verbundpartner HPA und "DAKOSY" in diesem Projekt sechs Maßnahmen umsetzen, um die Ablaufsteuerung zu Wasser, auf der Straße und auf der Schiene zu optimieren. Unter anderem ist die Verkehrsoptimierung auf dem Straßennetz im Hafen durch quanten-inspirierte Technologie zur Echtzeitsteuerung des Ampelnetzes geplant.

Die offene Testfeldarchitektur wird über geplante Living Labs ein Umfeld mit einfachem Zugang für künftige Innovationen aus Wirtschaft und Wissenschaft anbieten. SANTANA bildet somit die Grundlage für die Entwicklung digitaler Service- und Produktinnovationen, die Erprobung unter Realbedingungen und die Integration in den Hafenbetrieb“, sagt Jens Meier, CEO der HPA. „Durch die Verbindung von logistischen Daten mit Informationen aus dem Infrastruktursektor erreichen wir einen Quantensprung an digitaler Transparenz. Dies wird die Prozesse im Hafen und Hinterland weiter beschleunigen“, ergänzt Dieter Spark, Vorstand der DAKOSY.

HANSEVALLEY hat ein Interview zur Digitalisierung im Hamburger Hafen mit HPA-Chef Jens Meier veröffentlicht (s. o.). 

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Hamburger Konsortium bekommt 29 Mio. € Bundesmittel für Entwicklung eines eigenen Quantencomputers.

Ein Konsortium in Hamburg und Kaiserslautern baut einen ersten Quantum Optimizer.
Grafik: Projekt RYMAX, Uni Hamburg

Hamburg, 15.12.2021: Die Universität der Hansestadt wird zusammen mit einem Konsortium namens "RYMAX" bis 2025 einen gemeinsamen Quantencomputer bauen. Damit sind die Wissenschaftler des Hamburger Zentrums für optische Quantentechnologien zusammen mit Forschern der Universität und des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik - ITWM in Karlsruhe, acht mittelständischen Hightech-Firmen sowie des Hamburger Terminal-Betreibers "HHLA" und der "Otto Group" das zweite Projekt in Norddeutschland auf dem Weg zu einem eigenen Quantencomputer für Forschungszwecke.
Für die Entwicklung des Quantencomputers stellt der Bund insgesamt 29 Mio. € zur Verfügung, 25 Mio. € davon für die direkte Entwicklung eines "Rymax-One Quantum Optimizers". bis Ende November 2026. Mit 10 Mio. € geht ein Hauptteil der Forschungsmittel an den Konsortialführer, das Institut für Laserphysik der Universität Hamburg. Für Hamburgs grüne Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank bedeutet Quantencomputing, dass "immer komplexere Probleme in der informationsgetriebenen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts eine Schlüsselrolle einnehmen."
"Quantencomputer sollen die Leistung herkömmlicher Computer um ein Vielfaches übertreffen, weil sie vollkommen anders funktionieren: Statt klassischen Bits, die entweder den Wert 0 oder 1 annehmen können, benutzen sie sogenannte Quantenbits, die gleichzeitig 0 und 1 sein können. Dadurch hätten Quantencomputer ein „immenses Potenzial“, Probleme anzugehen, die für klassische Computer unlösbar seien", erläutert Prof. Dr. Klaus Sengstock, der am Institut für Laserphysik eine leitende Rolle bei der Forschung der Zukunftstechnologie einnimmt. „Insbesondere versprechen sie, wichtige Probleme der Logistik und der Medikamentenentwicklung lösen zu können“, so Sengstock.

Vor Hamburg und Kaiserlautern hat bereits ein Konsortium der Universitäten von Braunschweig und Hannover, der Physikalischen Bundesanstalt sowie verschiedener Unternehmen und Startups aus der Metropolregion Hannover ein Projekt zur Entwicklung eines eigenen Forschungscomputers auf Basis der Quantentechnologie begonnen. Partner ist hier das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Niedersachsen bauen im "Quantum Valley Lower Saxony" weitergehend zwei Netzwerke aus Forschung und Wirtschaft auf. 
Eine Übersicht zum Hamburger "RAMX"-Projekt ist auf den Seiten des Bundesforschungsministeriums zu finden. Eine ausführliche Meldung mit weiteren Statements gibt es bei der Universität Hamburg.
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Zukunftsthema Quantencomputing in der verarbeitenden Industrie bereits angekommen.

Quantencomputing: Ab 2025 wirds spannend.
Infografik: Sopra Steria

Hamburg, 22.11.2021: Rund die Hälfte der Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen in Deutschland beobachtet den Markt für Quantencomputing. Strategien zur Nutzung der zukunftsweisenden Technologie sind allerdings noch rar gesät. Daran wird sich in den kommenden drei Jahren nicht viel ändern, so die vorherrschende Meinung von rd. 160 befragten Top-Level-Entscheidern aus Wirtschaft und Verwaltung im Auftrag der Hamburger Technologieberatung "Sopra Steria". Nur eine Minderheit plant in der Befragung durch das "FAZ-Institut" eigene Forschung, richtet interne Arbeitsgruppen ein oder sucht heute bereits passende Fachkräfte.
Bereits 2025 dürfte der Einfluss in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen jedoch spürbar werden. Davon geht knapp ein Viertel (24 %) der befragten Entscheider aus. 64 % der interviewten Führungskräfte des "Managementkompass Quantencomputing" erwartet, dass Quantencomputing mittelfristig bis 2030 einen deutlichen Einfluss auf Unternehmen haben wird. 57 % erwarten, dass Quantencomputing völlig neue Geschäftsmodelle eröffnen sowie Wirtschaft und Gesellschaft auf lange Sicht stark verändern wird. 
Konkrete Vorbereitungen für die Zeit des Quantencomputing sind noch selten. Hauptproblem: Es fehlt das notwendige Know-how. In zwei von drei Firmen und Verwaltungen sind bislang nur geringe oder gar keine Kenntnisse zum Thema vorhanden. Die verarbeitende Industrie ist Vorreiter, so die Studie. Ein Viertel der Befragten aus Industrieunternehmen schätzt den Kenntnisstand als hoch oder sehr hoch ein. Zum Vergleich: Bei Banken und Versicherern sind es 16 %, in der öffentlichen Verwaltung fünf Prozent.
"Es klafft noch eine gewaltige Lücke zwischen der Rolle, die Quantentechnologie künftig spielen wird, der Erwartungshaltung der Unternehmen und ihren eigenen Vorbereitungen. Quantentechnologie ist eine Zukunftstechnologie, und zwar eine, auf die sich die Verantwortlichen in den Chefetagen strategisch vorbereiten sollten“, sagt Matthias Frerichs, Leiter der Unit Digital Banking bei Sopra Steria und zuständig für das Thema Quantencomputing. Tatsächlich berücksichtigen derzeit allerdings gerade einmal 17 Prozent der befragten Unternehmen und Verwaltungen Quantencomputing in ihrem Strategieplan.
Im Juni 2021 hat IBM den ersten universellen Quantencomputer in Deutschland eingeweiht. Quantum System One ist der bisher leistungsstärkste Quantencomputer in Europa. Quantentechnologie gilt als wichtige Zukunftstechnologie und soll dabei helfen, komplexe Probleme zu lösen. Im Oktober 2020 hat ein von der Bundesregierung berufenes Beratergremium eine Roadmap für die weitere Entwicklung des Quantencomputing in Deutschland erarbeitet. Diese sieht für die kommenden Jahre den Aufbau eines kompletten Ökosystems in Deutschland vor.
Bis 2030 sollen in das neue Forschungsthema Quantencomputing allein in Niedersachsen mehr als 1,5 Mrd. € Förderung fließen. Das hat der Forschungsverbund "Quantum Valley Lower Saxony" in Hannover bekannt gegeben. Als erster Schritt soll bis 2025 für 25 Mio. € ein eigener, skalierbarer 50-Qubit-Forschungscomputer namens "QVLS-Q1" in Betrieb genommen werden. In den vergangenen 10 Jahren investierte das Land bereits 220 Mio. € in die Erforschung der Quantenphysik. Jetzt will das größte norddeutsche Bundesland zum führenden Standort für Quantencomputing werden.
Für die „Potenzialanalyse Quantencomputing“ hat das F.A.Z.-Institut im September 2021 im Auftrag von "Sopra Steria" 158 Entscheider online befragt. Der Großteil der Befragten arbeitet in den Branchen Finanzdienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe sowie öffentliche Verwaltung & Versorgungsunternehmen. Die Teilnehmer der Umfrage gaben Auskunft zu ihren Vorbereitungen für die Nutzung von Quantencomputing und ihrer Erwartungshaltung im Hinblick auf diese Technologie.
Weitergehende Informationen zur Entwicklung von Quantencomputing gibt es auf dem Corporate Blog "Digitale Exzellenz".
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Niedersachsen will führende Region für Quantencomputing werden.

Niedersachsen will bis 2025 einen eigenen Quantencomputer bauen.
Foto: IBM Research

Hannover, 02.09.2021 : Bis 2030 sollen in das neue Forschungsthema Quantencomputing in Niedersachsen mehr als 1,5 Mrd. € Förderung fließen. Das hat der Forschungsverbund "Quantum Valley Lower Saxony" in Hannover bekannt gegeben. Als erster Schritt soll bis 2025 für 25 Mio. € ein eigener, skalierbarer 50-Qubit-Forschungscomputer namens "QVLS-Q1" in Betrieb genommen werden. In den vergangenen 10 Jahren investierte das Land bereits 220 Mio. € in die Erforschung der Quantenphysik. Jetzt will das größte norddeutsche Bundesland zum führenden Standort für Quantencomputing werden.
Mit Quantencomputern können große Datenmengen schneller und effizienter ausgewertet werden, als mit aktuellen (Big Data-)Möglichkeiten. Niedersachsens CDU-Wissenschaftsminister Björn Thümler betonte anlässlich der Bekanntgabe, das Wissenschaft wie Industrie auf die neue Ionen-Technologie angewiesen seien, da diese in immer kürzerer Zeit immer komplexere Rechenoperationen bewältigen können. Bisherige Rechner stoßen zunehmend an ihre physikalischen Grenzen, weshalb mit Quantencomputing ein neuer Ansatz auf Grundlage der Quanten- und Grafitationsphysik erarbeitet wird.
Ein Großteil der Finanzierung soll aus Bundesmitteln zur Quantenforschung kommen. Die Bundesregierung hatte im Frühjahr d. J. zwei Programme präsentiert, um eine Abhängigkeit von amerikanischen Anbietern, wie "Amazon", "Google" und "IBM" zu verhindern. 1,1 Mrd. € kommen bis 2025 aus dem Bundesforschungsministerium für die Erforschung der Technologie und den Aufbau eines deutschen Netzwerks aus Wissenschaft und Wirtschaft.
Weitere 878 Mio. € kommen aus dem Wirtschaftsministerium - vor allem für das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR). Für 740 Mio. € sollen zwei Konsortien aus Industrie sowie Startups entstehen, die einen eigenen Quantencomputer bauen sowie dazu gehörende Software und Anwendungen entwickeln wollen. Das Entwicklungsprojekt in der Metropolregion Hannover soll vor allem aus diesen Bundesmitteln finanziert werden.
Das Netzwerk "QVLS" ist ein wissenschaftliches Ökosystem rund um die Leibniz-Universität Hannover, die Technische Universität Braunschweig, die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig, das Max-Planck-Institut für Gravitationstechnik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover, das DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik in Hannover, der "Satorius AG" in Göttingen, den Verband der Metallindustriellen Niedersachsens in Hannover und dem Unternehmen "QubeDot" in Braunschweig.
Weitere Informationen zum Thema Quantencomputing in Niedersachsen gibt es auf den Seiten von "QVLS". Ein ausführliches Video ist auf "YouTube" veröffentlicht.
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Hamburger Senat verabschiedet Innovationsstrategie für Wirtschaft und Wissenschaft.


Im Vergleich der Nordländer ist es in Hamburg "Fünf vor Zwölf" bei Innovationen.
(Foto: Liggraphy, Pixabay)

Hamburg, 18.05.2021: Der rot-grüne Senat hat eine über 100-seitige Innovationsstrategie für die Freie und Hansestadt verabschiedet. Die noch nicht veröffentlichte Zukunftsplanung zu den fünf Schwerpunktbereichen 1. Gesundheit, 2. Klima und Energie, 3. Mobilität, 4. Data Science und Digitalisierung sowie 5. Materialwissenschaften und Neue Materialien soll die Voraussetzungen dafür schaffen, ein "starkes Commitment" für Innovation in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft rund um Alster und Elbe zu platzieren und Ideen zu neuen Geschäftsmodellen und sozialen Aspekten, zu Technologien und Prozessen sowie zu Produkten und Dienstleistungen "groß zu denken" und damit eine "mutige Innovationskultur" zu schaffen.
In Sachen digitaler Zukunftsinvestitionen hat der Senat mit einem "Sonderfonds Innovation" aus dem "Hamburg Wirtschaftsstabilisierungsprogramm - HWSP" bereits 10 Mio. € u. a. für einen aus der EU über 3+ Jahre zu 50 % mitfinanzierten "European Innovation Hub" mit dem Themenschwerpunkt Künstliche Intelligenz eingeplant. Im Kontext Startup-Förderung soll das wegen seiner Erfolglosigkeit in die Kritik geratene staatliche von "Hamburg Innovation" in Harburg gemanagte Programm "Beyourpilot" für Ausgründungen von Jungunternehmen und die "Startup-Unit" mit 1,5 Mitarbeitern bei der Wirtschaftsförderung "Hamburg Invest" fortgesetzt werden.
Neben einem europäischen Digital Innovation-Hub konzentriert sich der Hamburger Senat mit 35 Mio. € Förderung aus Corona-Mitteln auf einen "Tech-Hub" mit 10.000 Quadratmetern in der künftigen "Science City Bahrenfeld" - mit Schwerpunkten u. a. in Materialforschung und Medizintechnik. Ab 2025 sollen in den 60 % Laboren inkl. Shared Labs, Büros inkl. Open Spaces sowie Eventflächen Innovationen entwickelt und Unternehmen ausgegründet werden. Künstliche Intelligenz soll laut SPD-Finanzsenator Andreas Dressel auch im "Tech-Hub" in Nachbarschaft zur "DESY"-eigenen "Innovation Factory" II ein Thema sein.
Im Bereich der durch Brüssel zu 55% kofinanzierten "EFRE"-Programme will der Senat seinerseits weitere 29,6 Mio. € für die Förderprogramme der Förderbank IFB bereitstellen - u. a. für Verbundprojekte von Wissenschaft und Wirtschaft ("Profi Transfer Plus"), einen weiteren "Innovationsstarterfonds" und eine Fortsetzung von "Innostarter". Unter die Mittel fällt auch die Finanzierung des Zukunftsthemas Quantencomputing an den Hamburger Hochschulen. Bei der Wissenschaftsbehörde sollen 13 Mio. € für die Innovationsförderung in den Jahren 2021/2022 zur Verfügung stehen, u. a. für Personal-Scouting, "Seed-money-Facilities" und einen Transferpreis.
Im Bereich Forschung und Wissenschaft plant der Senat mit dem Geld außerdem, sogenannte Wissenschaftscluster zu schaffen. Diese sollen auf die fünf Innovationsthemen aufbauen. Dabei sollen Exzellenzthemen mit besonderem Transferpotenzial im Fokus stehen. Drumherum beabsichtigt die Landesregierung gemäß des "Cambrigde-Modells" wirtschaftliche Innovations-Ökosysteme mit Technologiezentren und Transfereinrichtungen, Tech-Startups sowie Unternehmensvertretungen einzurichten, z. B. in den Leitthemen Infektionsforschung (UKE) und Materialforschung (DESY). In den kommenden 2 Jahren stehen dafür aus den 13 Mio. € Innovationsmitteln rd. 3 Mio. € zur Verfügung. 
An der Erarbeitung der Innovationsstrategie für alle in Hamburg als relevant deklarierten Gesellschafts- und Zukunftsbereiche waren mehr als 300 Vertreter aus Hamburger Wirtschaft und Gesellschaft, Forschung und Wissenschaft sowie der Kultur beteiligt. Der Hamburger Senat hat die regionale Innovationsstrategie u. a. geschaffen, da diese Voraussetzung für die Inanspruchnahme von EU-Strukturfondsmitteln ist.
Die Senatoren für Finanzen und Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft sowie Kultur und Medien sowie der Chef der Senatskanzlei wollen sich einmal im Jahr über Innovationen und deren Finanzierung austauschen. Eine Begleitgruppe soll die Innovationsförderung konkretisieren, kontrollieren und messen. Zudem sollen Experten "nach Bedarf" Input für neue Entwicklungen liefern und den Senat sowie die Begleitgruppe beraten.
Eine Präsentation zur neuen Hamburger Innovationsstrategie kann auf den Internetseiten des Senats abgerufen werden. 

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