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Pflegeeinrichtungen rufen Fördergelder zur Digitalisierung nur schleppend ab.
Bislang läuft vieles in der Pflege mit händischen Formularen und Tabellen.
(Foto: DAK-Gesundheit/GettyImages-1314076199)

Hamburg, 19.02.2024: Bis zu 12.000,- € können Pflegeeinrichtungen durch das Pflegepersonalstärkungsgesetz für ihre digitale Ausstattung erhalten. Gefördert werden können bis zu 40 % der durch die Pflegeeinrichtung notwendigen Kosten. Seit 2019 wurde bei der DAK-Pflegekasse erst ein Drittel der Fördermittel abgerufen. Bei der DAK-Pflegekasse in Hamburg wurden konkret nur 65,7 Mio. € abgerufen – das sind lediglich 32 Prozent. Insgesamt sind bei der DAK bis Mitte Januar 2024 16.405 Förderanträge eingegangen, von denen 95 % bewilligt wurden.
Am häufigsten wurden Fördermittel für die Digitalisierung der Pflegedokumentation beantragt. An zweiter Stelle standen Förderanträge für Anschaffungen im Zusammenhang mit der vernetzten Dienst- und Tourenplanung, dicht gefolgt vom internen Qualitätsmanagement. Ab sofort ist auch die Implementierung von Software, die die IT- und Cybersicherheit der Pflegeeinrichtungen betrifft, zuschussfähig.
Zu den Fördermöglichkeiten zählen neben dem Erwerb von Software (z. B. Lizenzen für Betriebssysteme oder Dokumentationssoftware), dem Erwerb von Hardware (etwa Laptops, Bildschirme, Tastaturen), dem Einrichten von IT-Arbeitsplätzen und dem Einrichten eines Mitarbeiterportals (Dienstpläne, Urlaubsanträge etc.) auch die Umstellung von analoger auf digitale Abrechnungssoftware.
Außerdem soll die Digitalisierung zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung sowie zur Stärkung der Teilhabe der Pflegebedürftigen beitragen. So wird nunmehr Bewohnerinnen und Bewohnern einer stationären Pflegeeinrichtung ein geförderter Zugang zu Internet- oder WLAN-Anschluss ermöglicht.
Wir brauchen offensichtlich eine Informationsoffensive, damit deutlich mehr Pflegeeinrichtungen die Fördergelder nutzen“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „In weniger als 18 Monaten wird die Anbindung aller Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur verpflichtend, danach folgt bis Ende 2026 die vollelektronische Abrechnung der pflegerischen Leistungen." 
Jetzt wurde die Fördermöglichkeit bis Ende 2030 verlängert. Die Fördermöglichkeit ist für Pflegeeinrichtungen, insbesondere mit Blick auf die verpflichtende Anbindung an die Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesens, interessant. Bis Ende 2026 muss auch die Abrechnung der Pflegestationen und -dienste digitalisiert werden – ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, der mithilfe der Fördermöglichkeit abgefedert werden kann.
AOK und DAK haben mit Ihren Pflegekassen die bundesweite Beantragung und Bearbeitung übernommen. Dies unterscheidet sich für das Antrags- und Auszahlungsverfahren je nach Bundesland. Die Pflegekasse der DAK hat für 48 Prozent der Einrichtungen bundesweit die Prüfung der Anträge und das Auszahlungsverfahren übernommen.
Weitere Informationen und Hilfestellung rund um die Fördermittel für Digitalisierungsprojekte sind unter dak.de/ppsg-8 zu finden. 
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Online-Vorsorge-Verfügungen stark nachgefragt - praktische Hilfen in Hamburg und SH.
Die Verbraucherzentralen helfen, vorzusorgen - auch online.
(Foto: Kampus Productions, Pexels)

Hamburg/Kiel, 02.02.2024: Mehr als 236.000 Mal haben sich Ratsuchende im Laufe des vergangenen Jahres in Deutschland eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung oder eine Patientenverfügung mit dem Online-Service der Verbraucherzentralen erstellt. Mit rund 117.000 erstellten Dokumenten wählten die Nutzer das Online-Angebot zur Patientenverfügung besonders oft aus.
Vorsorgevollmachen wurden über 106.000 Mal abgefasst und Betreuungsverfügungen etwa 13.000 Mal. Das entspricht der Lebensrealität vieler Menschen, denn eine Betreuungsverfügung ist nur erforderlich, wenn es keine Vertrauensperson gibt, die man mit einer Vorsorgevollmacht beauftragen kann, im eigenen Namen zu handeln oder wenn man möchte, dass die gewählte Person vom Amtsgericht beaufsichtigt wird, so die Experten der Verbraucherzentralen.
"Die starke Nutzung der Online-Angebote zeigt, wie wichtig den Menschen die eigene Vorsorge ist und dass interaktive Anwendungen dabei helfen können, sich auch mit diesen schwierigen und zum Teil emotional belastenden Themen zu beschäftigen", erklärt Jochen Sunken von der Verbraucherzentrale Hamburg.
Seit 2023 können in Notsituationen Ehepartner - allerdings nicht die eigenen Kinder - für eine gewisse Zeit vertretungsbefugt werden und Entscheidungen wie ein Vorsorge-Bevollmächtigter oder Betreuer treffen. Bleibt der Partner entscheidungsunfähig, muss eine gesetzliche Betreuung eingerichtet werden. Existiert eine gültige Vorsorgevollmacht, wird das Gericht in der Regel kein Betreuungsverfahren einleiten.
Wer sichergehen möchte, dass eine nahestehende Person im Ernstfall die rechtliche Vertretung übernimmt und sich den Umweg über das Gericht sparen will, sollte eine Vorsorgevollmacht aufsetzen, so die Verbraucherzentralen. Mit einer Patientenverfügung wiederum wird bestimmt, welche medizinischen Behandlungen bei schweren Krankheiten gewünscht sind oder abgelehnt werden.
Mit dem Online-Angebot der Verbraucherzentralen lassen sich alle drei Vorsorgedokumente erstellen - kostenfrei und bequem am heimischen Rechner. Erklärtexte und Hinweise helfen, die Tragweite der eigenen Entscheidungen zu verstehen. Am Ende erhalten die Nutzer auf sie abgestimmte, individualisierte Vorsorgedokumente, die nur noch ausgedruckt und unterschrieben werden müssen, damit sie wirksam werden.

Die VZ SH hat zudem Erklärvideos angefertigt, die Ratsuchende bei dem Ausfüllen der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht helfen sollen. Die Videos sind sowohl auf der Website als auch auf dem YouTube-Kanal der VZSH aufrufbar.

Grundlage für den Service sind die Textbausteine und Formulare des Bundesministeriums der Justiz. Der Online-Service ist kostenfrei über die Website der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de/vorsorge, in Schleswig-Holstein über  www.verbraucherzentrale.sh/selbstbestimmt
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Barmer und Asklepios bauen Telemedizin-Versorgung für Hamburger Herzpatienten auf.
Gemeinsam helfen Barmer und Asklepios Herzpatienten in der Region.
(Foto: Asklepios Kliniken)

Hamburg, 31.01.2024: Die Barmer Krankenkasse und die "Asklepios-Kliniken" in Hamburg bauen gemeinsam eine telemedizinische Versorgung für Herzpatienten in Hamburg und der Metropolregion aus. So wird die Aufnahme von Patienten mit schwerer chronischer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) in das Programm der Fernüberwachung erleichtert.
Im Rahmen der Betreuung melden Teilnehmer mit Herzschwäche täglich verschiedene Parameter elektronisch und verschlüsselt an das von den kardiologischen Kliniken der "Asklepios"-Gruppe getragene Telemedizin-Zentrum in der Asklepios-Klinik Nord - Heidberg.
Werden auffällige Werte festgestellt, erfolgt eine Rückmeldung an den niedergelassenen Kardiologen, der dann mit dem Patienten Therapieoptionen bespricht. Bei akuten Vorkommnissen meldet sich das Zentrum beim Patienten, der dann für genauere Untersuchungen direkt die Klinik oder einen niedergelassenen Kardiologen aufsuchen kann.
Ziel ist es, eingeschränkte Herzleistungen durch gezielte Überwachung der Herzfunktion frühzeitig zu entdecken und dadurch Klinikaufenthalte und deren Dauer zu verringern sowie die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Dies beinhaltet ein zwischen der Barmer in Hamburg und den Asklepios Kliniken der Hansestadt geschlossener Selektivvertrag.
"Bei einer Herzschwäche ist es entscheidend, eine mögliche Verschlechterung schnell zu erkennen und die Behandlung entsprechend anzupassen bzw. einzuleiten. Die telemedizinische Überwachung durch Fachkrankenschwestern und Fachärzte führt für die betroffenen Patienten zu einer deutlich höheren medizinischen Sicherheit", sagt Prof. Dr. Stephan Willems, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin der Asklepios Klinik St. Georg.
Vorbild ist ein Vertrag und eine Studie der Barmer mit der Berliner Charité für Brandenburg, der bereits seit gut drei Jahren besteht. In der Studie wurde festgestellt, dass die telemedizinische Betreuung von Herzinsuffizienzpatienten zu weniger und kürzeren Krankenhausaufenthalten führt und die Sterblichkeit verringert.
Nach Daten des Barmer Instituts für Gesundheitssystemforschung leiden im Bundesschnitt etwa 392 von 10.000 Einwohnern an einer Herzinsuffizienz, in Hamburg sind es mit 255 je 10.000 deutlich weniger, in Schleswig-Holstein sind 350 von 10.000 Einwohnern betroffen. 
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Gefahr für Jugendliche, Oper von Cyber-Mobbing zu werden, steigt weiter an.
Der Trend geht leider hin zu mehr Cyber-Mobbing ggü. Jugendlichen.
Grafik: Sinus, Barmer

Hamburg/Kiel, 25.01.2024: Junge Menschen in Deutschland sind immer stärker von Cyber-Mobbing betroffen. Mehr als jeder zweite Jugendliche hat im vergangenen Jahr im direkten Umfeld mitbekommen, dass jemand persönlich Ziel von Cyber-Mobbing war. Im Jahr 2021 lag dieser Wert noch bei 43 Prozent. Das geht aus der aktuellen Sinus-Jugendstudie im Auftrag der Barmer-Krankenkasse hervor, für die von September bis Anfang Oktober 2023 bundesweit rd. 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren befragt wurden. Demnach waren zuletzt mehr als 16 Prozent der Heranwachsenden selbst Opfer von Cyber-Mobbing und damit zwei Prozent mehr als im Jahr 2021.
Wie aus der aktuellen Sinus-Jugendstudie hervorgeht, haben 52 Prozent der betroffenen Heranwachsenden Cyber-Mobbing über "WhatsApp" erlebt. Dahinter folgen "Tik Tok" und "Instagram" mit 34 beziehungsweise 33 Prozent. 74 Prozent der Betroffenen waren dabei Mobbing in Form von Beleidigungen ausgesetzt, gefolgt vom Verbreiten von Gerüchten und dem Ausschluss aus Gruppen. 32 Prozent beklagten das Posten von peinlichen Bildern und Videos. Dass nur 28 Prozent der Mädchen und Jungen keinerlei Erfahrungen mit Cyber-Mobbing gemacht hätten, sei ein erschreckend niedriger Wert, so die Experten.
Cyber-Mobbing ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann für die Betroffenen zur Tortur werden. Es ist eine alarmierende Entwicklung, dass diese Form des Mobbings bei Jugendlichen immer weiter zunimmt. Je schneller die Opfer vertrauenswürdige Hilfe bei Eltern, Freunden, Schulen, Polizei oder Beratungsstellen bekommen, desto besser“, sagt Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Hamburg. 15 Prozent der befragten Betroffenen hätten zuletzt eigenen Angaben zufolge keinerlei Hilfe bei Cyber-Mobbing-Attacken erhalten. Dieser Wert sei zwar niedriger als in den Vorjahren, aber immer noch zu hoch.
Weitere Informationen zur Jugenstudie 2023/204 der "Barmer" sowie Hilfestellung zu Cyber-Mobbing gibt es auf den Seiten der Krankenkasse.
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Medizinische Hochschule in Hannover startet Gesprächstherapie für Glücksspiel-Süchtige.
Online-Glücksspiele werden zu einer immer größeren Gefahr für Spieler.
(Foto: KarinKaiser/MHH)

Hannover. 16.01.2024: Die Medizinische Hochschule in Hannover hat eine eigene Ambulanz für Menschen mit Glücksspiel-Problemen eröffnet. Im Mittelpunkt des Angebots der Psychologen an der MHH steht eine Gruppentherapie. Bei den Treffen setzen sich die Teilnehmer mit ihrer Wahrnehmung und den Ursachen ihres erfolgreichen oder erfolglosen Handelns auseinander. Übergeordnetes Ziel des Angebots ist es, dass sich Süchtige besser selbst kontrollieren und Spiel-Exzesse vermeiden können.
Die Uni-Klinik spricht Suchtgefährdete und Süchtige in allen Phasen gleichermaßen an, sich in der MHH Hilfe zu suchen. Die Therapie besteht aus acht Modulen mit einem sogenannten metakognitiven Training. „Bei dem Training geht es darum, die eigenen Denkverzerrungen aufzudecken und zu korrigieren“, erklärt Gruppenleiterin Christiane Kraft. Die ambulante Therapie für Erwachsene findet einmal pro Woche statt und dauert insgesamt acht Wochen. 
Das Angebot an Glücksspielen u. a. mit Lotto, Fußballwetten, Geldspielautomaten, Poker und Casino ist enorm. Mit Änderung des Glücksspielstaatsvertrags im Jahr 2021 sind auch Online-Poker, Online-Casinos und Online-Automatenspiele erlaubt und entsprechende Seiten können genehmigt werden. Vorher waren Glücksspiele im Internet mit wenigen Ausnahmen in und aus Schleswig-Holstein verboten.
Psychologe Dr. Alexander Glahn von der Medizinischen Hochschule in Hannover warnt vor der Ausdehnung von Spielmöglichkeiten auf das Internet: „Es gibt aber grundsätzlich einen Zusammenhang zwischen dem Angebot an Glücksspielen und der Häufigkeit von Suchtfällen. Steigt das Angebot, werden auch die Risiken der Abhängigkeit größer.“
Mit Online-Glücksspielen haben Nutzer praktisch uneingeschränkte Möglichkeiten, immer und überall zu spielen, beispielsweise auf dem Handy. Laut "Glücksspielatlas 2023“ des Bundesdrogenbeauftragten nahmen 30 % der Menschen in Deutschland im Jahr 2021 an Glücksspielen teil. Diese Spiele haben ein hohes Suchtpotenzial. 7,7 % aller Glücksspieler haben eine sogenannte Glücksspielstörung, das heißt, sie sind süchtig.
Glücksspielsucht gibt es in allen Altersstufen und sozialen Schichten. Besonders häufig tritt sie bei Männern zwischen 20 und 30 Jahren auf. Die Erkrankung entwickelt sich schleichend und beherrscht immer mehr das Leben. Sie kann Familien zerstören und in den finanziellen Ruin führen. Es gibt zwar eine Reihe von Selbsthilfegruppen, aber kaum medizinische Therapieangebote. Das gilt besonders für Erwachsene.
Interessierte können sich für eine mögliche Behandlung im Zusammenhang mit einer Glücksspielsucht ohne vorherige Terminvereinbarung, aber mit einer Überweisung vom Hausarzt in der psychiatrischen Poliklinik der MHH vorstellen. Dies ist montags, mittwochs und freitags von 9.00 bis 11.00 Uhr möglich. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (0511) 532-9190. 
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Neues E-Rezept sorgt bei Patienten und Apothekern für neuen Ärger.
Das E-Rezept sorgt für mächtig Ärger bei Patienten Apothekern.
Grafik: Verbraucherzentrale.de

Pinneberg/Hamburg/Berlin Das zum 1. Januar d. J verpflichtende E-Rezept für alle Patienten der gesetzlichen Krankenkassen sorgt für mächtig Ärger. Seit Jahresbeginn können die 73,63 Mio. Bundesbürger verschreibungspflichtige Medikamente nur noch mit einem Barcode in der offiziellen E-Rezept-App, mit der Gesundheitskarte der Krankenkasse oder einem Ausdruck abholen. Dabei häufen sich bereits in den ersten zwei Wochen Probleme vor allem bei Versicherten und Apotheken.
Auf Versichertenseite sorgt vor allem die neue E-Rezept-App auf dem Smartphone für mächtig Ärger: Die im "Apple App-Store" mit 2,2 von 5,0 Punkten durchgefallene und im Google Play Store gar nicht verfügbare Mobile App der staatlichen Gesundheits-Agentur "Gematik" verlangt zur Aktivierung eine Verbindung zur digitalen Service-App der Krankenkasse. Das Problem: Nur wenige der 95 in Deutschland aktiven Krankenkassen bietet diesen Service an.
Alternativ ermöglicht der Berliner IT-Dienstleister "Gematik" die Anmeldung mit der Gesundheitskarte und einem dazu beantragten PIN. Dieser wird per Briefpost von der Krankenkasse verschickt. Die Anmeldung erfordert dann, die Gesundheitskarte auf dem Display zu platzieren, damit die App über das Handy die Daten abgleichen kann. Dies passiert im Zweifelsfall bei jeder Anmeldung. Für ältere und technisch nicht versierte Nutzer eine nahezu unüberwindbare Hürde.
Die von Patienten am häufigsten genutzte Möglichkeit der Rezept-Einlösung per Gesundheitskarte statt Handy-App sorgt in den Apotheken für Ärger. So kostet es einen Apotheker bei 200 Patienten am Tag im Schnitt bis zu 2 Stunden mehr, die Gesundheitskarte auszulesen und die Daten in das eigene System zu übertragen. Häufigster Fallstrick bei dieser Möglichkeit der Rezept-Einlösung: Die Daten mit dem notwendigen QR-Code sind nicht abrufbar. Der Patient ist gezwungen, noch einmal in die Praxis zu gehen.
Um den technischen Pannen aus dem Weg zu gehen, drucken viele Ärzte das E-Rezept automatisch aus und geben ihren Patienten den QR-Code auf einem DIN A5-Formular mit. Damit wird das E-Rezept wieder zu einem Papier-Rezept. Bis zum 10. Januar d. J. wurden laut "Gematik" in Deutschland bereits 25,7 Mio. € Rezepte ausgestellt oder oft auch ausgedruckt. 73.000 Praxen und Versorgungszentren stellten bereits ein digitales oder gedrucktes E-Rezept aus.
Sinn macht das E-Rezept vor allem für chronische Patienten in dauerhafter Behandlung. Dies sind in Deutschland rd. 40-45 Prozent der Bevölkerung, vor allem Erwachsene und hier zumeist ältere Patienten mit mehrfachen Erkrankungen. Sie können künftig ihre Medikamente mit einer digitalen Mehrfach-Verordnung regelmäßig einfach in Ihrer Apotheke abholen. Das Verschicken von Folgerezepten per Briefpost kann im besten Fall entfallen.
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