HANSEMOBILITY

HANSE MOBILITY MAGAZIN
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Mit den Containerhäfen in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven, den weltweit führenden Autoverladestützpunkten in Bremerhaven und Emden, den Stadthäfen in Bremen, Hamburg und Kiel sowie den Kreuzfahrt-Terminals in Bremerhaven, Hamburg, Kiel und Rostock sowie dem führenden Holzhafen in Wismar ist Norddeutschland ein führender Hafenstandort in Europa.

Die Kreuzfahrtschiff-Produktion im ostfriesischen Emden, der künftige Schiffbau von Kreuzfahrtschiffen in Strasund, die Spezialschiff- und Yachtproduktion in Hamburg und die Fertigung von Marineschiffen in Kiel und Wismar machen die norddeutschen Bundesländer zu einem maßgeblichen Schiffbaustandort Europas.

Mit den Flugzeug- und Komponenten-Werken in Hamburg, Bremen und Stade sowie der Bremer Raumfahrt- und Satellitenproduktion ist der Norden Deutschlands der zweitgrößte Flugzeug-Produktionsstandort Europas und einer der größten Raumfahrtstandorte des Kontinents. 

Durch die Automobilwerke in Wolfsburg, die Fahrzeugwerke in Emden, Hannover und Osnabrück sowie die Komponentenwerke in Braunschweig und Salzgitter ist Niedersachsen neben Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen einer der großen Automobilstandorte in Deutschland. Dazu kommt das zweitgrößte Automobilwerk von Mercedes-Benz in Bremen.

Hamburg war mit Teststrecken für autonomes Fahren von Autos in der Neustadt, von Kleinbussen in der Hafencity, von Sammel-Fahrdiensten östlich der Alster, von LKW mit Containern im Hafen einer der Vorreiter für digital-vernetzte Mobilität. Dazu kommt die schrittweise Automatisierung des S-Bahn-Betriebs in der Freien und Hansestadt.

Digitale Automotive-Technologien aus Delmenhorst, Hannover, Norderstedt und Wolfsburg machen den Norden zu einem Innovationsstandort im Metathema Mobilität. Das Hanse Mobility Magazin zeigt die digitale Entwicklung in der norddeutschen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie auf den norddeutschen Werften und in den Seehäfen an Nord- und Ostsee, Förde sowie Elbe und Weser.

FreeNow fordert ein Ende des ruinösen und kriminellen Mietwagen-Geschäfts.

FreeNow-Deutschlandchef Mönch wehrt sich gegen krininelle Mietwagenbetreiber.
Foto: FreeNow

Hamburg, 23.02.2024: Die führende deutsche Mobilitäts-Plattform - das Altonaer Vermittlungs-Unternehmen "FreeNow" - will das ruinöse Preisdumping im deutschen Mietwagen-Markt beenden und faire Bedingungen für Mietwagen-Betreiber als auch konkurrierende Taxi-Betriebe erreichen. Deutschland-Chef Alexander Mönch fordert dabei Veränderungen zugunsten beider Anbietergruppen des sogenannten "Ridehailings".
Aus Sicht von "FreeNow" sind Dumping-Preise mit bis zu 50 % Preisvorteil und mehr gegenüber der identischen Leistung von Taxen für Betreiber von Mietwagen nicht kostendeckend und damit ruinös. Die Folge sind illegale Fahrer ohne Lizenz, die z. T. unter Mindestlohn fahren, unversicherte Fahrzeuge oder kriminelle Aktivitäten, bei denen Mietwagen ohne Zulassung kurzfristig unterwegs sind, bis sie erwischt werden.
So existieren eine Reihe der Mietwagenbetriebe nur als Briefkastenfirmen und werden Fahrzeuge mit gefälschten Dokumenten bei den Vermittlungsplattformen angemeldet. Bei einer Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus forderte "FreeNow"-Deutschlandchef Mönch in dieser Woche ein gemeinsames Vorgehen aller in Deutschland aktiven Vermittlungsplattformen, um der geschäftsschädigenden Entwicklung Einhalt zu gebieten.
"FreeNow" bietet den Aufsichtsbehörden an, neu registrierte Mietwagen-Firmen prüfen zu lassen, ebenso wie bestehende Betriebe. Das Berliner Ordnungsamt "Labo" kann diese Prüfungen allerdings erst in Zukunft durchführen, wenn die neu zugesagte Fachabteilung als Aufsichtsbehörde mit sieben Mitarbeitern handlungsfähig ist. "Bolt" und "Uber" geben zum Vorschlag des Konkurrenten "FreeNow" für eine Prüfung der Mietwagenbetriebe keine Stellungnahme ab.
Für die mit regelmäßigen Rabatten werbenden Plattformen geht es in erster Linie um möglichst viele verfügbare Fahrzeuge, die Fahrten abwickeln. Mit jeder Buchung über die Plattform-Apps kassieren "Bolt" und "Uber" 15-20 % Provision. Dabei verschließen sie womöglich die Augen vor illegalen Mietwagenbetreibern. Wettbewerber "FreeNow" hat sich seinerseits im vergangenen Jahr aus dem ruinösen Geschäft großteils zurückgezogen und lobt auch keine Rabatte mehr für Fahrten mit Mietwagen aus.
Allein in Berlin geht es um ein Geschäft mit insgesamt rd. 4,500 Fahrzeugen. So sollen im Berliner Markt laut Aufsichtsbehörde "Labo" 20 % bzw. 1.000 der Wagen ohne eine gültige Konzession unterwegs sein. Der Berliner SPD-Verkehrsexperte Tino Schopf geht sogar von bis zu 2.000 illegalen Wagen aus, die von Billiger-Anbieter "Bold", der "BMW"- und "Daimler"-Tochter "FreeNow" (vormals "MyTaxi") und der US-Plattform "Uber" vermittelt werden.
"FreeNow" schlägt vor, über Mindestpreise und Preisspannen einen fairen Wettbewerb von Mietwagen- und Taxibetrieben zu erreichen. So sollen Taxen je nach Auslastung die Möglichkeit haben, vom gesetzlich vorgeschriebenen Preis bis zu 5 % nach unten und 20 % nach oben abweichen zu dürfen. Zugleich sollten die Taxipreise vor Fahrtantritt wie in München verbindlich festgelegt und transparent angegeben werden.
Für Mietwagen soll der Mindestpreis am unteren Ende der Taxikonditionen liegen, um Preisdumping zu verhindern. Damit sollen bei den Mietwagenfirmen Mindestlöhne gezahlt, Sozialabgaben sowie Steuern und Gebühren entrichtet, alle Fixkosten abgedeckt und ein Gewinn erwirtschaftet werden. Damit könnte illegalen Mietwagen-Betreibern das Handwerk gelegt werden, so "FreeNow"-Chef Alexander Mönch gegenüber HANSEVALLEY.
Langfristig geht es um die Reputation der Vermittlungsplattformen selbst. Ähnlich wie bei nicht sicherem Kinderspielzeug und nicht geprüften Elektrogeräten auf chinesischen Marktplätzen wie "Temu" fallen illegale und kriminelle Machenschaften am Ende den Plattformanbietern auf die Füße. Die "FreeNow"-Gesellschafter "BMW" und "Daimler" gehen hier entgegen den aggressiven Billiganbietern "Bolt" und "Uber" einen anderen Weg.
Einen ausführlichen Beitrag zum Thema gibt es u. a. bei den Kollegen des Berliner Fernsehsenders "RBB"

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VW-Konzern gründet eigenes AI-Lab für schnellere KI-Lösungen rund ums Auto.

Digitale Dienste rund um das Auto werden für VW immer wichtiger.
(Illustration: VW AG)

Wolfsburg, 15.02.2024: Digitale Produkte auf Basis künstlicher Intelligenz spielen für den Wolfsburger "Volkswagen-Konzern" in Zukunft eine zentrale Rolle. Neue Anwendungen für Infotainment und Navigation, eine leistungsfähige Spracherkennung, erweiterte Fahrzeugfunktionen und eine tiefere Einbindung in digitale Ökosysteme rund um das Fahrzeug stehen dabei für "VW" im Mittelpunkt.
Deshalb hat "Volkswagen" ein spezialisiertes AI-Lab gegründet. Es wird als global vernetzte Einheit und als Inkubator agieren. Das AI-Lab soll neue Produkte für den Konzern identifizieren und intern koordinieren. Dazu gehören auch Kooperationen im Tech-Sektor in Europa, China und Nordamerika.
Interessante Konzepte entwickelt das AI-Lab bei Bedarf gemeinsam mit externen Partnern zu frühen Prototypen. Diese werden den Konzernmarken zur möglichen Nuzung übergeben. Das AI-Lab wird mit Experten aus dem Bereich künstlicher Intelligenz besetzt und arbeitet mit allen Marken zusammen.
Der "Volkswagen-Konzern" kann mit dem neuen Lab nach eigenen Worten einfacher mit anderen Technologieunternehmen zusammenarbeiten, um das Potenzial von Innovationen und die Schnelligkeit der KI-Branche zu nutzen. Ziel ist es, digitale Prototypen schnell zu entwickeln und in die Serienproduktion zu bringen.
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von "VW AG" und "Porsche AG" dazu „Die Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen ist für uns von entscheidender Bedeutung. Wir werden die Kooperation zukünftig organisatorisch und auch kulturell noch einfacher gestalten.“
"Volkswagen" sieht u. a. großes Potenzial in einer leistungsfähigen Spracherkennung und in Diensten, die den digitalen Kosmos der Nutzer mit dem Fahrzeug verbinden. Genauso wichtig sind erweiterte Fahrzeugfunktionen, wie KI-optimierte Ladezyklen für Elektro-Fahrzeuge, eine Vorhersage des Wartungsbedarfs und die Vernetzung von Fahrzeug und Infrastruktur, z. B. mit dem eigenen Zuhause. 
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Hamburger Datenschutzbeauftragter verklagt HHLA wegen verweigerter Pflichtauskünfte.

Der Hamburger Terminalbetreiber HHLA nimmt es mit der Offenheit nicht so genau.
(Foto: HANSEVALLEY)

Hamburg, 08.02.2024: Der Datenschutzbeauftragte der Freien und Hansestadt hat den städtischen Container-Verlader "HHLA" verklagt. Anfang des Monats erging Klage gegen das von der umstrittenen Ex-Postlerin Angela Titzrath geleitete Logistikunternehmen wegen fortlaufender Weigerung zur Auskunft nach dem Hamburgischem Transparenzgesetz. So verwehrt sich die "HHLA" trotz gesetzlicher Verpflichtung als Landesbetrieb, gegenüber interessierten Bürgern Auskunft zu erteilen. Im November '23 hatte Hamburgs oberster Datenschützer Thomas Fuchs den Hamburger Terminalbetreiber bereits gerügt (HANSEVALLEY berichtete).
Konkret hatte ein interessierter Bürger den Geschäftsverteilungsplan der "HHLA" angefordert. Die börsennotierte Aktiengesellschaft hatte dies abgelehnt, mit der Begründung, der Konzern sei ein privatwirtschaftliches Unternehmen und damit nicht veröffentlichungspflichtig. Datenschutzbeauftragter Thomas Fuchs hielt dagegen: "Auch Aktiengesellschaften, deren Aktienmehrheit durch die Stadt gehalten wird, sind gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern zu Transparenz verpflichtet", so Fuchs. 
Vor der "HHLA" verklagte die Datenschutzbehörde bereits den Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel, der ebenfalls mehrheitlich der Stadt gehört und keine Auskunft geben wollte. Im aktuellen Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr führt der Datenschutzbeauftragte eine Reihe städtischer Unternehmen und Einrichtungen auf, die es offensichtlich nicht für nötig halten, ihren Veröffentlichungspflichten nachzukommen. So weigerte sich die "Wärme Hamburg GmbH", ihr Organigramm herauszurücken. Ein Krankenhausbetreiber in Altona wehrte sich dagegen, dass die Hygieneberichte der Klinik vom Bezirksamt weitergegeben werden.
Die "Hamburger Hafen- und Logistik-AG" ist in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund selbstherrlich wirkender Verhaltensweisen aufgefallen. So verweigert die Presseabteilung der "HHLA" dem Hanse Digital Magazin seit Jahren die Übersendung von aktuellen Meldungen - offensichtlich aufgrund einer persönlichen und als unprofessionell zu bewertenden Ablehnung seitens Geschäftsführung und Pressestelle aufgrund der unabhängigen Medienberichterstattung von HANSEVALLEY.
Dieses Magazin hatte sich vor zwei Jahren mit den z. T. zweifelhaften Bemerkungen der HHLA-Chefin zu streikenden Terminalarbeitern und fragwürdigen PR-Aktivitäten um das Hamburger Container-Terminal Altenwerder (CTA) beschäftigt. Das HANSESTATEMENT mit dem Titel "Was erlauben Titzrath?" kann hier nachgelesen werden. Trotz erheblicher Kritik an ihrem als herrisch bewerteten Führungsstil wurde Titzrath im Rahmen des Verkaufs von "HHLA"-Anteilen an die Schweizer Reederei "MSC" mit einem neuen 5-Jahres-Vertrag versorgt.
Einkommens-Millionärin Titzrath war vor ihrer Tätigkeit als "Hamburgs teuerste Azubine" als Personalvorständin für den Konzern "Deutsche Post DHL" tätig. Hier wurde sie aufgrund eines eigenwilligen Verhaltens gegenüber den Konzerngesellschaften im Juli 2014 "aus persönlichen Gründen" verabschiedet. 
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Wirtschaftsrat fordert Fokussierung auf digitale Innovationen für den Hamburger Hafen.

Die rot-grüne Planung der Hamburger Hafenentwicklung.
(Grafik: FHH-BWI-HPA)

Hamburg, 07.02.2024: Der Wirtschaftsrat der Freien und Hansestadt fordert die Überarbeitung des vom rot-grünen Senat verabschiedeten Hafenentwicklungsplans für Deutschlands größten Seehafen. Die mittel und langfristige Hafenplanung müsse grundlegend überarbeitet und strategisch auf technologische Innovationen neu ausgerichtet werden. 
Der Vorsitzende der Länderfachkommission Maritime Wirtschaft des Hamburger Wirtschaftsrats - Jens Knudsen begrüßt die im Hafenentwicklungsplan aufgeführten Projekte zur Automatisierung und Digitalisierung, sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf in der Intensivierung der digitalen Infrastruktur.
Die vornehmliche Konzentration des politischen Hafenentwicklungsplans auf herkömmliche Entwicklungswege, wie die Positionierung als Wasserstoff-Hub, während andere Häfen bereits fortschrittlichere und zukunftsorientierte Konzepte verfolgen, zeigt, dass Hamburg Gefahr läuft, im internationalen Vergleich zurückzufallen. Der Wirtschaftsrat fordert vor allem einen weiteren Netzausbau sowie eine forcierte Digitalisierung.
Es ist entscheidend, dass wir aus den Herausforderungen und Chancen, die sich während der Pandemie offenbart haben, lernen. Andere internationale Häfen wie Los Angeles/Long Beach haben gezeigt, dass Krisenzeiten auch als Katalysator für Produktivitätssteigerungen dienen können. Unser Hafenentwicklungsplan muss diese Perspektiven integrieren und von globalen Best Practices lernen“, betont Jens Knudsen vom Wirtschaftsrat Hamburg.
Neu in der aktuellen vorgesehenen Entwicklung des Hamburger Hafens ist das Ziel, ein "E-Commerce-Kompetenzzentrum" zu errichten. Hier sollen u. a. Hard- und Software-Lösungen für die Wertschöpfungskette des digitalen Handels entwickelt und erprobt werden. Dabei sollen u. a. der HPA-Innovationshub "Home Port", Startup-Acceleratoren, Online-Händler, Anbieter von Fulfillment-Technologien sowie öffentliche Initiativen mit einbezogen werden.
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Ampel streicht Deutscher Bahn Milliarden Investitionen - digitales Stellwerk für S-Bahn in Hamburg vom Tisch.

Eine digitale S-Bahn in ganz Hamburg bleibt ein Wunschtraum.
(Foto: S-Bahn Hamburg)

Hamburg/Berlin, 05.02.2024: Das geplante digitale Stellwerk für die S-Bahn in der Hamburger Innenstadt ist den Sparzwängen der Berliner Ampel-Koalition zum Opfer gefallen. Im Mai 2022 wurden die Planungen für das digitale Stellwerk in Langenfelde im Rahmen des Bahn-Projekts "Digitalen Schiene" vorgestellt. Damit sollte die Taktung der S-Bahn-Züge insbesondere im Bereich des City-Tunnels vom Hauptbahnhof Richtung Altona auf 90 bis 110 Sekunden verdichtet werden.
Das "Stellwerk Hamburg-City" sollte die bisherigen 80 Jahre alten Stellwerke am Hauptbahnhof und in Altona ablösen. Bis zu 2.000 Züge bzw. 30 % mehr Fahrten sollten laut der Planungen durch die digitalisierte Abfertigungsstation der Deutschen Bahn pro Tag auf den innerstädtischen S-Bahn-Trassen gemanagt werden können. Technisch laufen die Stellbefehle und Signale dabei mittels Ringleitungen aus Hochleistungs-Glasfaserkabeln zu den Weichen.
Der Baubeginn war für 2027 geplant, die Inbetriebnahme für 2029. Der Gesamtkostenrahmen sollte sich auf rd. 400 Mio. € belaufen. Der Bund wollte davon 31,5 Mio. € übernehmen. Daraus wird jetzt nichts: Aufgrund der Haushaltskürzungen der Berliner Ampel bekommt die Deutsche Bahn für Investitionen von insgesamt geplanten 45 Mrd. € nur noch 27 Mrd. €. Die sollen vor allem in bestehende Schienen und Infrastruktur fließen. Neue Projekte, wie das digitale Stellwerk für Hamburg, sind damit über die Tischkante gerutscht.
Neben dem neuen Stellwerk für die Hamburger S-Bahn sind laut Nachrichtendienst "RND" auch die Verlegung des Bahnhofs Fangschleuse in Brandenburg für 172,4 Mio. € gekippt, womit das Tesla-Automobilwerk südlich Berlins verkehrstechnisch besser angeschlossen werden sollte. Ebenfalls Opfer des Ampel-Streichkonzerts: Eine leistungsfähige Anbindung des Fehmann-Belt-Bahntunnels an die Wirtschaftszentren Lübeck und Hamburg. Auch der 773 Mio. € teure Ausbau des Güterostkorridors von Uelzen nach Halle/Saale wird sich um Jahre verzögern, meldet "Der Spiegel".
Ursprünglich sollte die Hamburger S-Bahn bis 2030 weitgehend modernisiert und mit digitaler Technik leistungsfähiger werden. Dazu wurden Gesamtkosten von 800 Mio. € auf Landes-, Bundes- und Bahnseite veranschlagt. Die digitale Aufrüstung der gesamten Hamburger S-Bahn-Flotte auf digital gesteuerte Züge sollte danach rd. 175 Mio. € kosten, die Modernisierung der maroden Infrastruktur rd. 620 Mio. €, darunter das neue digitale Stellwerk Hamburg-City 400 Mio. €. (HANSEVALLEY berichtete).
Ein weitergehende Meldung ist bei den Kollegen vom "RND" nachzulesen.
Hohes Bewusstsein für mögliche Cyberangriffe auf Geschäftsreisende in Deutschland.

Deutsche Unternehmen wissen um das Risiko ihrer Mitarbeiter auf Reisen.
(Grafik: Net Vector/Shutterstock)

Berlin, 11.01.2024: Bei Dienstreisen von Mitarbeitern sind Firmen in Sachen Cyberattacken besonders gefährdet. Die Gefahr ist Entscheidungsträgern deutscher Unternehmen bewusst: Mit 63 % schätzen rund zwei Drittel das Risiko von Cyberangriffen während ihrer Geschäftsreise als hoch ein. Zugleich werden Dreiviertel (76 %) der Geschäftsreisenden nach eigenen Angaben von ihren Unternehmen über Cyberrisiken auf Reisen aufgeklärt. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung zum Thema Cybersecurity des Deutschen Reiseverbandes (DRV).
Nur 8 % messen den Cybergefahren während Geschäftsreisen eine sehr geringe Bedeutung zu. Tendenziell bewerten Geschäftsreisende aus Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in Deutschland (70 %) die Gefahr von Internetkriminalität während Geschäftsreisen deutlich höher ein als die Mitarbeiter kleinerer Betriebe (56 %). Zu allgemeinen Hinweisen wie Phishing und Spam informieren mehr Unternehmen mit über 500 Angestellten (84 %) als die mit weniger Arbeitnehmern (64 %).
Die Konsequenzen: 53 % der Unternehmen setzen beim Login auf die Firmenserver auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Jedes zweite Unternehmen verbietet die Nutzung öffentlicher WLAN-Zugänge. 49 % setzt auf strenge Regeln bei der persönlichen Passwort-Vergabe und 31 % der Unternehmen verlangen von ihren Mitarbeitern, sich sicher über einen VPN-Tunnel auf die Unternehmenssysteme einzubuchen. Ebenso viele Firmen erwarten, dass ihre Mitarbeiter unterwegs Bluetooth abschalten.
"Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Geschäftswelt sich der Herausforderungen bewusst ist, die mit Cybersicherheit auf Reisen einhergehen, und entsprechende Maßnahmen ergreift, um sich, ihre Mitarbeitenden und nicht zuletzt die sensiblen Daten zu schützen", so Tillmann Zietz, Director Account Management DACH & UK bei "Amex GBT Egencia". 
HANSEVALLEY-Redakteure erlebten in den vergangenen Jahren auf Bahn-Fahrten zwischen Berlin und Hamburg allerdings häufig auch ganz andere Situationen: Mitarbeiter von Unternehmensberatungen, Marktforschungsinstituten oder Social-Media-Agenturen unterhielten sich bei Ihrer Anreise nach Hamburg lautstark über ihre Kunden und die geplante Strategie. Vertrauliche Präsentationen und Excel-Tabellen konnten von der nachfolgenden Sitzreihe offen eingesehen und bei Bedarf fotografiert werden.
Mitarbeiter stellen häufig eine potenzielle Schwachstelle in Sachen Cybersecurity dar, insbesondere während Dienstreisen. Das Bewusstsein der Geschäftsreisenden hinsichtlich potenzieller Gefahren und zur Verfügung stehenden Schutzmechanismen sind von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit des gesamten Unternehmens.
Die "Kurzbefragung Cybersecurity 2023" wurde im Oktober 2023 erhoben. 150 Entscheidungsträger aus allen Unternehmen und Branchen, die jeweils mindestens eine Geschäftsreise pro Monat unternehmen, nahmen an der Umfrage teil. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten von "Chefsache Business-Travel" des Deutschen Reiseverbandes. 
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Volkswagen baut Sprachassistent ChatGPT in seine Neuwagen ein.

Künftig fährt ChatGPT in vielen Modellen des Marke VW mit.
(Foto: VW AG)

Wolfsburg, 11.01.2024: Der "Volkswagen"-Konzern baut in das Infotainment-System seiner Neuwagen der Marke "VW" ab April d. J. das bekannte US-KI-System "ChatGPT" ein. Das Chatsystem "IDA" dient danach künftig in den Modellen "Golf", "Passat", "Tiguan" und den E-Automodellen "ID 3" bis "ID 7" u. a. der Steuerung von Naviagationssystem und Entertainment-Funktionen. "ChatGPT" wird auch für bereits ausgelieferte Fahrzeuge per Software-Update nachgerüstet. Damit ist "VW" der erste Hersteller von Großserien, der einen KI-Assistenten in seine Modelle einbaut.
Mit „Hallo IDA“ oder einer Taste am Lenkrad wird der digitale Assistent aktiviert. "IDA" erkennt, ob eine Fahrzeugfunktion ausgeführt wird, ein Ziel gesucht oder die Temperatur verändert werden soll. Erst wenn die Anfrage nicht durch das "VW"-System beantwortet werden kann, wird sie anonymisiert an "ChatGPT" weitergeleitet und die "Volkswagen"-eigene Stimme antwortet. "ChatGPT" erhält keinerlei Zugriff auf die Fahrzeugdaten, Fragen und Antworten werden im Sinne des Datenschutzes umgehend gelöscht.
"Volkswagen" präsentierte die Neuerung auf der weltgrößten Consumer Electronics-Show "CES" in Las Vegas. Die bekannte US-Schauspieler Ewan McGregor präsentierte die neuen Funktionen in den "VW"-Fahrzeugen in einem neuen Werbespot des Wolfsburger Automobilherstellers. Der u. a. als "Obi Wan-Kenobi" im "Star Wars"-Film "Episode 1" bekannt gewordene Schotte startete in den Spot das Navigationssystem und rief eine Playlist mit Liedern auf.
Hinter dem Sprachchat in den "VW"-Modellen steht das Technologieunternehmen "Cerence" mit seinem auf "ChatGPT" aufbauenden Chatservice "Cerence Chat Pro". Kernkompetenz des Technologieunternehmens aus Burlington in den USA sind Fahrzeug-Assistenzsysteme mit KI-Unterstützung. Für Neuwagen-Käufer ist kein extra "VW"-Account und keine extra App notwendig, um "IDA" künftig serienmäßig ohne Extrakosten nutzen zu können.
Der Werbespot des neuen Markenbotschafters McGregor kann auf "YouTube" angeschaut werden.
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Airport Hamburg feiert 1 Million am Automaten eingecheckte Koffer.

Der überschaubare Airport Hamburg feiert seine Koffer-Automaten.
(Foto: Flughafen Hamburg)

Hamburg, 20.12.2023: Mit Datum 14. Dezember '23 wurden an den Koffer-Automaten des Flughafens Hamburg 1 Million Gepäckstücke von Fluggästen aufgegeben. Heute wird jeder vierte Koffer am "Hamburg Airport" von Reisenden selbst am Self-Bag-Drop-Automaten - und nicht mehr am Check-in-Schalter. Zu Hochzeiten wie Ferienreiseterminen steigt der Prozentsatz der am Automaten eingecheckten Koffer sogar auf rd. 50 %.
Die selbständige Gepäckaufgabe startete im November 2017 mit einem Pilotprojekt. In Kooperation mit den in Hamburg abfliegenden Airlines können heute rd. zwei Drittel aller Fluggäste die insgesamt 22 Automaten in den beiden Abflug-Terminals nutzen. Laut Flughafen dauert das Einchecken eines Koffers mithilfe des digitalen Displays am Automaten rd. 60 Sekunden.
Am Hamburger Flughafen setzen wir verstärkt auf technische Lösungen, die unseren Passagieren die Reiseplanung erleichtern und ihnen aus dem Alltag vertraut sind. Unsere Gepäckautomaten sind beispielsweise mit einem Touchdisplay ausgestattet und lassen sich ganz intuitiv bedienen.“, sagt Mirjam Fröhlich, Leiterin Terminal- und Gepäckmanagement vom "Hamburg Airport". 
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VW will 22 nagelneue ID 6 aus China zwangweise verschrotten lassen, um den Markt zu kontrollieren.

Die günstige China-Version des VW ID6 ist Dorn des Anstosses.
(Foto: JustAnotherCarDesigner, CC BY SA 4.0)


Wolfsburg, 20.12.2023: Der "Volkswagen"-Konzern will 22 nagelneue Elektro-Fahrzeuge vom Typ "ID 6" in Deutschland zerstören lassen. Dazu hat der Hersteller mit einstweiliger Verfügung des Hamburger Landgerichts vorläufig den Verkaufsstopp und die Beschlagnahmung erzwungen. Begründung: Mit den von einem unabhängigen Online-Händler aus China importierten SUVs seien die Markenrechte von "VW" verletzt worden. Damit dürfe "VW" den Verkauf der Fahrzeuge kontrollieren und auch verbieten.
Der international aktive Autohändler Grigory Brudny mit Niederlassung in Berlin hatte insgesamt 22 Fahrzeuge vom Typ "ID 6 X" und "ID 6 Cross" nach Deutschland importiert, verzollt, auf europäische Standards umrüsten lassen, in Berlin korrekt zugelassen und auf seinem Online-Automarktplatz gestellt. Die variablen SUVs wurden in Shanghai vom Joint Venture "VW-FAW" für den inländischen Markt produziert und von der "China FAW Group" nach Europa verkauft.
Mit den populären Modellen will "VW" allerdings nur im Inland punkten. Für Europa ist das Modell nicht vorgesehen. Folge: Die 22 "ID 6" wurden auf Anweisung des Gerichts beschlagnahmt. Die von "VW" geforderte Vernichtung kostet den Händler im Falle eines Falles als Eigentümer 15.000,- € pro Stück - plus 8.000,- € Aufbewahrung.
Laut Gerichtsbeschluss darf der Händler "Gregory's Cars" bis zur endgültigen Entscheidung in letzter Instanz auch die Marke "VW" nicht zur Vermarktung seiner Autos benutzen. „Der Konzern will uns in die Pleite treiben, um andere abzuschrecken“, meint der russischstämmige Autohändler. Er hat durch seine Anwälte Befangenheitsanträge gegen die Zivilkammer des Hamburger Landgerichts stellen lassen.
Offen ist, ob "VW" mit dem Versuch der Verschrottung in Verbindung mit der Argumentation des "Kundenschutzes" aufgrund ursprünglich chinesischer Software den deutschen Hochpreis-Markt von günstigen China-Importen abschotten und den Verkauf weiter auch mit juristischen Mitteln kontrollieren kann, um damit Profite zu maximieren. 
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KFZ-Zulassungsdienst Kroschke integriert digitalen ID-Service von Nect.
Künftig können Fahrzeughalter mit Hilfe von Kroschke und Nect ihr Auto anmelden.
(Foto: Nect/Shutterstock)

Hamburg, 19.12.2023: Der digitale Identifizierungsanbieter "Nect" aus Hamburg ist ab sofort für die digitale KFZ-Zulassung sowie die Ummeldung und Wiederzulassung auf den KFZ-Plattformen der Ahrensburger "Kroschke GmbH" integriert. Als bundesweit führender Servicepartner für Dienstleistungen hat "Kroschke" es sich zur Aufgabe gemacht, alle notwendigen Schritte der An- und Ummeldung zu digitalisieren und seinen Kunden - z. B. Autohäusern - anzubieten.

Grundlage für die Kooperation ist die neue Fahrzeug-Zulassungsverordnung, die zum 1. September '23 erneuert wurde und die erweiterte Digitalisierung von KFZ-Services ermöglicht. Zudem wurde vom Kraftfahrt-Bundesamt die sogenannte „Großkundenschnittstelle“ realisiert. Darüber können Unternehmen, die wie "Kroschke" viele Zulassungen übernehmen, die digitale Zulassung der KFZ-Meldestellen in Anspruch nehmen.

Um einen Antrag inklusive Fahrzeug- und Halterdaten an die Zulassungsbehörde zu übermitteln, bedarf es der Einwilligung der Halter in Form einer Vollmacht. Mit dieser können Zulassungsdienstleister wie "Kroschke" die notwendigen Daten an die Behörde übertragen. Voraussetzung für die Gültigkeit der Vollmacht ist eine qualifizierte elektronische Signatur (QES). Hier hat der Ahrensburger Familienbetrieb die von "Nect" entwickelten Lösungen "Nect-Sign" und "Nect Business Sign" integriert.

In den von "Kroschke" genutzten Vrfahren können Nutzer sich über die "Nect-Ident"-Schnittstelle per Video-Ident, ePerso (Peronalausweis mit eID-Funktion) oder ePass (verfügbar mit Reisepass, Personalausweis oder Aufenthaltstitel mit NFC-Chip) identifizieren. Der digitale Zulassungsprozess wird laut Anbieter leicht verständlich über die Web-Portale von "Kroschke" sowie die "Nect Wallet App" abgewickelt und dauert wenige Minuten.

"Nect-Sign" bietet die rechtskonforme qualifizierte elektronische Signatur für natürliche Personen an. Das neu entwickelte und erstmals eingesetzte "Nect Business Sign" inkl. automatisiertem Handelsregisterabgleich ermöglicht die qualifizierte Signatur QES für Unternehmensvertreter im geschäftlichen Kontext.

Marcus Olszok, Bereichsleiter und Experte für digitale Zulassung bei "Kroschke": „Als führender Zulassungsdienstleister ist unser Anspruch, dass die digitale Zulassung durch Kroschke einfach, hochverfügbar und nahtlos integrierbar ist. Die digitale Identifizierung von juristischen Personen durch Nect ist ein Gamechanger, passt somit sehr gut in unser Konzept und wird deshalb von uns als erster im Markt erfolgreich eingesetzt.“  

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CDU fordert sofortigen Stopp des Bargeldverbots in Hamburger Linienbussen.

Auch diese Hochbahn-Busfahrerin darf ab 1.1. kein Bargeld mehr annehmen.
(Foto: Hochbahn)

Hamburg, 19.12.2023: Die zum Jahreswechsel geplante Abschaffung des Barverkaufs von Fahrscheinen in den Hamburger Linienbussen der städtischen Busbetreiber "Hochbahn" und "VHH" entwickelt sich zum Politikum. Zum Jahreswechsel zwingt der zuständige Hamburger Verkehrsverbund "HVV" alle Kunden ohne App, Deutschlandticket oder Zeitkarte, ihre Einzel-, Tages- und Gruppentickets in den rd. 150 Metro- und Stadtbus-Linien im Hamburger Stadtgebiet bargeldlos zu bezahlen.
Die zuständige Verkehrsbehörde argumentiert gegenüber der größten Oppositionsfraktion - CDU - in einer durchgegenderten Antwort, dass weniger als 6 % aller Fahrscheine in den Hamburger Bussen heute noch bar gekauft würden. 
Dies sind trotz der geringen Prozentzahl weiterhin Tausende Fahrgäste am Tag. Die CDU argumentiert dagegen: Vor allem Besucher der Stadt und ältere Menschen würden durch den Zwang zu digitalen Zahlungsmitteln benachteiligt.
Der Senat lässt keine Gelegenheit offen, die Bezahlung von Fahrscheinen in den Bussen negativ erscheinen zu lassen: So koste der Verkauf von Tickets extra Zeit und sorge für verspätete Abfahrten der städtischen Nahverkehrsbusse. 
Über die "HVV-Seniorenberatung" würden Schulungen zur Nutzung der Prepaid-Karte angeboten werden. Zudem würde der Prüfdienst angewiesen, zu Beginn der bargeldlosen Zeit kulant gegenüber Fahrgästen ohne einem gültigen Ticket zu sein.
Der Senat versucht mit seinen Antworten zugleich, seine "HVV-Switch"-App zu vermarkten und geht davon aus, dass diese künftig von den meisten Fahrgästen genutzt werden würde. Alternativ verweist die Grüne Behörde von Verkehrssenator Anjes Tjarks auf die am Automaten aufzuladende Prepaid-Karte zur Bezahlung in den insgesamt rd. 1.850 Bussen der zur Stadt gehörenden Busbetriebe. 
Brisant: Bis Ende Oktober d. J. waren die gut 660 Fahrkarten-Automaten zum Aufladen der Karten mehr als 4.100-mal kaputt. Das betrifft jeden der Automaten bei "Hadag", "HVV", "VHH" und S-Bahn im Schnitt sechsmal pro Monat.
Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft - Anke Frieling - fragte die Hamburger Verkehrsbehörde, wie sie mit Menschen umgehen wolle, die entweder kein Smartphone besitzen oder sich zu unsicher mit digitalen Zahlungsmitteln fühlen. Weder die Handy-App "HVV-Switch" noch die angepriesene Prepaid-Bezahlkarte hält die Abgeordnete für sinnvolle Alternativen.
Das Thema kocht nach der ersten Bekanntmachung auch emotional bei den Hamburgern erneut hoch. In fast 100 Kommentaren (Stand: 18.12.23, 23.00 Uhr) auf "mopo.de" kritisieren Betroffene u. a., dass der Monopolist "HVV" die Einwände von Fahrgästen ignoriere. Eine breite Mehrheit der Kommentatoren wünscht sich eine Lösung ohne Zwang zur digitalen Bezahlung von "HVV-Tickets".
Zu den Gegenargumenten gehört u. a. die Angst einer Reihe von Senioren, auch mit Handy in der Tasche digital zu bezahlen. Zudem gebe es an den meisten Bushaltestellen keine "HVV-Automaten", um Prepaid-Karten aufzuladen. Weitere Kritik: Für eine einzelne Fahrt eine Guthabenkarte aufzuladen, lohne sich nicht. Damit würde man den Verkehrsbetrieben unfreiwillig ein Guthaben als zinslosen Kredit zur Verfügung stellen.
Europas größter kommunaler Bus- und Bahnbetrieb - die Berliner "BVG" - hat Mitte Januar d. J. die Barzahlung in ihren gut 1.500 Berliner Bussen wieder eingeführt, nachdem diese aus hygienischen Gründen zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 eingestellt worden war. 
Die "BVG" will wie die linke Gewerkschaft Verdi am liebsten das Bargeld abschaffen. CDU-Verkehrssenatorin Manja Schreiner und der Fahrgast-Verband IGEB wollen dagegen niemanden ausschließen. Auch in Berlin kaufen vor allem Senioren und Touristen Fahrscheine direkt beim Fahrer auf einer der 200 Buslinien.
Offensichtlich wollen die Hamburger Verkehrsbetriebe "Hochbahn" und "VHH" mit der Abschaffung des Bargelds vor allem Kosten einsparen. Das Zählen und Sichern der Bargeldbestände gehört zu den teuersten Arbeitsschritten beim Bezahlen von Produkten und Dienstleistungen. Damit reiht sich der "Digitalzwang" ein in die fortlaufende Kritik an den beiden Hamburger Busbetrieben im Zusammenhang mit einem finanziellen Hintergrund.
Anfang August d. J. griff die Linksfraktion der Bürgerschaft unhaltbare Zustände beim Linienverkehr von "Hochbahn" und "VHH" sowie beim U-Bahn-Schienenersatzverkehr durch den privaten Hamburger Busbetrieb "Umbrella" auf. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion - Heike Sudmann - reagierte damit auf die zunehmende Kritik seitens "HVV-Kunden".
Danach glänzte "Umbrella" mit abgewirtschafteten Fahrzeugen, fehlenden Klimaanlagen im Sommer, kaputten Richtungsanzeigern, fehlenden Deutschkenntnissen der Fahrer, pampiger Kommunikation der migrantischen Fahrer mit Fahrgästen und unhaltbaren Reaktionen auf Fahrgastfragen. Einzelne Fahrer gingen während ihrer Tour sogar privat Einkaufen.
Die Linke brachte das Verhalten des "Hochbahn"- und "VHH"-Dienstleisters mit Kritik am Anheuern eines "Billiganbieters" auf den Punkt. Erst die öffentliche Kritik nach Thematisierung durch die Opposition brachte den Senat dazu, zu reagieren. So würden die ausländischen Fahrer in Deutschkurse geschickt und Manieren in Sachen Kundendienst beigebracht.
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Jade Hochschule entwickelt digitales Havarie-System für Übersee-Container.

Tausende Container gehen jedes Jahr von Frachtern weltweit über Board.
(Foto: One Network Express, Singapur)

Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, 15.12.2023: Die Internationale Branchenorganisation World Shipping Council - WSC - schätzt, dass in den letzten drei Jahren knapp 7.000 Container für den Warentransport auf See verloren gegangen sind. Die Ortung und Bergung von Containern, die von Frachtern über Bord gegangen sind, ist aufwendig und dauert zu weilen ein Jahr, um den Großteil der verlorenen Ladung z. B. aus der Nordsee zu bergen. 
Im Projekt "ConTAD" der Jade Hochschule wird eine neue Trackingeinheit und eine Kommunikationsplattform für Seefracht-Container entwickelt. Die Hochschule aus dem Nord-Westen untersucht, wie die Trackingeinheit mittels Zustandserkennung in die Lage versetzt werden kann, eine Containerhavarie automatisiert zu erkennen. Ähnlich zum Prinzip einer Smartwatch, körperliche Aktivitäten durch Bewegungssensoren zu erkennen, soll über Sensoren der Zustand "Container über Bord" festgestellt werden können.
In diesem Zustand warnt die Trackingeinheit die Schiffe in der Umgebung vor den havarierten Containern. Insbesondere das Schiff, von dem der Container verloren gegangen ist, kann dann mit Gegenmaßnahmen den Verlust weiterer Container vermeiden. Andere Schiffe können mit der Information eine Kollision mit den treibenden Containern verhindern.
Sind mehrere Trackingeinheiten aktiv, sollen diese ein mobiles Ad-hoc-Netzwerk bilden können, um Ressourcen zu teilen und die Betriebszeit der einzelnen Trackingeinheiten im Havarie-Betrieb zu verlängern. Ebenso sollen die Trackingeinheiten die Ortung der verbundenen Container ermöglichen, um die schnelle Bergung speziell von Gefahrgütern zu erleichtern.
Das dreijährige Forschungsprojekt "ConTAD - Smart Container Tracking And Accident Detection" wird über das maritime Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums mit 1,4 Mio. € gefördert. Auf die Jade Hochschule entfallen davon 470.000,- €. Kooperationspartner der Jade Hochschule sind "Socratec Telematic" und die "Brehmer GmbH & Co.". Zu den Partnern zählen zudem "Hapag Lloyd", "Eurogate" in Bremerhaven, die "Neue Schleppdampfschiffsreederei Louis Meyer", "m2m Germany" und das Maritime Cluster Norddeutschland e.V.
Megafrachter mit bis zu 24.000 Containern sind bedingt durch ihre enorme Breite von 60 Metern besonders anfällig für starke Rollbewegungen, die zu einem Brechen der Ladungssicherungen führen können. Ebenso können Container an Deck durch Seeschlag eingedrückt werden, was zum Kollaps des gesamten Stapels und der benachbarten Container führen kann. Daher kann ein Containerverlust nicht verhindert, jedoch die Anzahl der verlorengehenden Container reduziert werden. 
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Volkswagen managt seinen Chipbedarf über Passauer KI-Plattform.

Mikrochips werden für die Automobilindustrie zu kritischen Bauteilen.
(Foto: Christian Ibarra, Pixabay)

Wolfsburg: Der "Volkswagen"-Konzern nutzt bei der Beschaffung von Mikroprozessoren die KI-gestützte Beschaffungsplattform "Wavetrade" des jungen Passauer Unternehmens "On Data". Mithilfe der Plattform will "VW" mit seinen weltweit 70 Autowerken plus 48 LKW- und Buswerken die Verteilung von Mikrochips und anderen Halbleitern organisieren. Mit der Beschaffungsplattform können angeschlossene Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen nicht benötigte Chips aus ihrem Lagerbestand weltweit anbieten und knappe Bauteile leichter finden und einkaufen.
So können beteiligte Firmen auch Bauteile untereinander tauschen, wenn es passt. Eine künstliche Intelligenz sucht vollautomatisch Anbieter und Nachfrager und bringt sie zusammen. Ein "VW"-Sprecher erklärte gegenüber der "Wolfsburger Allgemeinen": "Besonders im Hochvolt-Bereich sind viele verwendete Chios die gleichen." So kann die Plattform Produktionsbetriebe für E-Autos, Fotovoltaik-Anlagen und Ladesäulen an einen Tisch bringen.
Ziel der Beteiligung des "Volkswagen"-Konzerns ist, die Lieferketten für die laufende Produktion in den weltweiten Werken zu sichern und die "VW"-Lieferanten zu unterstützen. Unter dem Strich sollen mit der Nutzung von "Wavetrade" sowie dem verstärken Direkteinkauf von Chips ohne Zulieferer Produktionsstopps verhindert werden und zugleich Überkapazitäten beschaffter Bauteile abgebaut werden.
Der Aufwand, um kritische Komponenten ohne eine systematische Plattform untereinander zu handeln, ist äußerst hoch“, so Karsten Schnake, Beschaffungsvorstand bei der tschechischen "VW"-Tochter "Skoda" und Leiter der Halbleiter-Taskforce "Compass" im "Volkswagen"-Konzern. 
Halbleiter sind in der Automobilindustrie elementar für die Serienproduktion und entscheidend für die Einführung digitaler Assistenzsysteme und neuer Online-Geschäftsmodelle rund um das Fahrzeug. 1978 waren nur 8 Halbleiter in einem Steuergerät eines "Porsche 911" verbaut. Heute hat ein "Skoda Enyaq" rund 90 Steuergeräte mit 8.000 elektronischen Bauelementen.
Ein massiver Chipmangel in der Corona-Pandemie hatte seit Ende 2020 massive Konsequenzen für die Fertigung in den Werken. So mussten im Wolfsburger Stammwerk und vielen weiteren Werken immer wieder Schichten aufgrund fehlender Komponenten gestrichen werden (HANSEVALLEY berichtete). Mehrere Millionen Autos konnten in 2021 nicht gebaut werden.
Die Plattform "Wavetrade" mit weiteren Informationen ist hier zu finden.
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Volkswagen Manager müssen wieder bis zu vier Tage pro Woche ins Büro.

Im Wolfburger Stammwerk werden Manager wieder häufiger zu sehen sein.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 07.11.2023: Mitarbeiter im Management der Wolfsburger Automobilherstellers "Volkswagen" müssen wieder zurück ins Büro. Statt bislang vier Tage pro Woche aus dem Home Office arbeiten zu können, müssen die leitenden Angestellten des größten europäischen Autobauers bereits seit 1. November d. J. vier von fünf Tagen pro Woche zurück in ihre Büros. Dies betrifft Angestellte an den drei niedersächsischen Standorten Emden, Osnabrück, Wolfsburg sowie im sächsischen Zwickau.
Konzernchef Oliver Blume und "VW"-Markenchef Thomas Schäfer drängen seit längeren darauf, dass Mitarbeiter auch im mittleren Management zurück in ihre Büros müssen. Besonders hart trifft es auswärtige Mitarbeiter. Sie hatten in den vergangenen Jahren u. a. ihre Dienstwohungen am Standort Wolfsburg gekündigt und reisten lediglich zu den wenigen an Präsenztagen. Diese konnten bislang auch einmal im Monat gebündelt werden.
"Um hybride Arbeit optimal zu gestalten, ist es wichtig, die richtige Balance zwischen mobiler Arbeit und Arbeit im Büro zu schaffen", so eine "VW"-Sprecherin in Wolsfburg. "Dementsprechend bietet Volkswagen seinen Beschäftigten weiterhin die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, wenn es die Tätigkeit zulässt." Offenbar ist die Arbeitsleitung der leitenden Angestellten in den eigenen vier Wänden niedriger, als vor Ort im Büro.
Hauptgrund für die Wiedereinführung der weitgehenden Präsenzpflicht ist die bevorstehende Umsetzung eines 10 Milliarden Euro umfassenden Sparprogramms bei "VW". Ein weiterer Grund sind bevorstehende Produktionsanläufe neuer Modelle. Hier will die Konzernspitze ihre wichtigsten Manager vor Ort auf Abruf in der Verantwortung wissen.
Die bisherige, großzügige Vier-Tage-Home Office-Woche wurde im März vergangenen Jahres als gemeinsame Nachfolge-Regelung zu den Ausnahme-Bedingungen während der Corona-Jahre seit März 2020 eingeführt. An der formalen Regelung, bis zu vier Tage pro Woche von Zuhause aus arbeiten zu können, bleibt bestehen. Entscheidend sind die konkreten betrieblichen Anforderungen. 
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Hamburger Hafen will mit Smart Seals Drogenschmugglern entgegentreten.

Immer wieder schmuggeln internationale Banden Drogen über den Hamburger Hafen.
Foto: HHLA AG

Hamburg, 31.10.2023: Am Montag kamen auf Einladung des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher sowie von Innensenator Andy Grote alle für die Hafensicherheit relevanten Personen im Rahmen eines Hamburger Hafensicherheitsgipfels zu einem ganztägigen Austausch zusammen. Mit dabei waren der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Hans-Georg Engelke, BKA-Präsident Holger Münch und die Präsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher.
Um den erheblichen Gefahren durch international organisierte Drogenkriminalität behördlich, privatwirtschaftlich, regional, national und international gemeinsam begegnen und wirkungsvollere Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, haben die Teilnehmer verabredet, ihre Erfahrungen und Kompetenzen im Rahmen einer neu gegründeten "Allianz Sicherer Hafen Hamburg“ zu bündeln.
Die Vertreter der Sicherheitsbehörden und der Hafenwirtschaft verständigten sich zum Abschluss des Gipfels auf eine gemeinsame Erklärung, die bereits erste konkrete Schritte enthält: Für die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen arbeiten die Partner an der Einrichtung eines gemeinsamen Hafensicherheitszentrums. Zu den Maßnahmen gehört außerdem die Ausweitung baulicher und technischer Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen im Hafen sowie der vermehrte Einsatz von fälschungssicheren Containersiegeln (Smart Seals).
Ein zentrales Ziel der Allianz ist es, den Schutz der Hafenbeschäftigten vor Anwerbeversuchen durch kriminelle Organisationen zu verstärken. So ist die Einrichtung eines anonymen Hinweisgeberportals geplant. Beschäftigte sollen die Möglichkeit haben, sich vertrauensvoll und anonym an die Sicherheitsbehörden wenden zu können. Erst Anfang Oktober d. J. war den Sicherheitsbehörden in Hamburg ein Schlag gegen sogenannte Innentäter gelungen.
Als drittgrößter Seehafen Europas ist Hamburg wie die anderen großen Nordseehäfen in besonderer Weise vom internationalen Drogeneinfuhrschmuggel betroffen. Die Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland wollen bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität, insbesondere der Rauschgiftkriminalität, enger zusammenzuarbeiten und ihre jeweiligen Anstrengungen stärker zu koordinieren. Das Treffen der länderübergreifenden Koalition soll am 7. Mai '24 in Hamburg stattfinden.
Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es auf den Seiten der Hamburger Senatskanzlei.
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Bei der VW-Skandaltochter Cariad müssen 2.000 Mitarbeiter den Hut nehmen.

Ex-Bentley-Manager Peter Bosch muss bei Cariad durchfegen.
Foto: Cariad

Wolfsburg, 31.10.2023: Bei der angeschlagenen und wegen massiver Verzögerungen immer wieder in die Kritik geratene "VW"-Softwaretochter "Cariad SE" müssen 2.000 Mitarbeiter ihren Stuhl räumen. Das teilte das "Manager Magazin" nach einer Vorstandssitzung vom vergangenen Mittwoch mit. Mit der Sanierung der IT-Skandaltochter soll 2024 begonnen werden.
Der Betriebsrat der europäisch als Aktiengesellschaft aufgestellten "Cariad" hat den Widerstand des Betriebsrats auf die Tagesordnung gebracht "Es geht jetzt darum, die Software für die neuen Modelle möglichst schnell fertig zu bekommen", so Betriebsratschef Stefan Henze zu den Plänen. "Da brauchen wir jeden Mann und jede Frau."
Hintergrund der jetzt vereinbarten, umfassenden Kostenreduzierung inkl. Neuaufstellung von "Cariad" sind eine Reihe von Verzögerungen bei den Produktionsanläufen von "VW"-Fahrzeugen auf Grund nicht zugelieferten Software. Bereits im Mai d. J. wurde der umstrittene Konzernmanager Dirk Hilgenberg als "Cariad"-CEO abgesetzt, ebenso wie Ex-CTO Lynn Longo und Ex-CFO Thomas Sedran.
Seit 1. Juni d. J. hat der "Bentley"-Manager Peter Bosch auf Wunsch von Konzern-Chef Oliver Blume den Chefposten bei dem 5.000-Mann-IT-Betrieb inne. Die massiven Probleme bei der u. a. in Wolfsburg, Ingolstadt, Berlin und weltweit präsenten Software-Gesellschaft "Cariad" hatten im Juli vergangenen Jahres auf Drängen der "VW"-Eigentümer-Familien Piech und Porsche bereits den vormaligen Vorstandschef Herbert Diess den Chefposten gekostet. 
Das erste neue Modell des Konzerns, das eigentlich auf der Grundlage des künftig einheitlichen Automotiv-Betriebssystems "E3 2.0" von "Cariad" in Verbindung mit der "Automotive-Cloud" ("VW.AC") unterwegs sein sollte, ist das bereits in Verzug geratene künftige Flaggschiffmodell "VW Trinity". Nach Informationen wird der "Tesla"-Jäger aus dem Werk in Wolfsburg nicht vor 2026 auf die Straße kommen.
Das konzerneigene Software-Unternehmen soll verstärkt mit führenden Technologieunternehmen kooperieren, statt alles selbst zu entwickeln. Unter anderem steht eine Zusammenarbeit mit der israelischen "Intel"-Tochter "Mobileye" im Raum. Das junge Unternehmen aus Jerusalem entwickelt Systeme für assistiertes und autonomes Fahren. Dies soll u. a. bei der "VW"-Tochter "Moia" in autonomen Sammel-Shuttle auf Hamburgs Straßen zum Einsatz kommen. 
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Pilotprojekt mit Smartphone-Sicherheits-App auf dem Hamburger Hauptbahnhof.

Ein Testalarm auf einem Bahnsteig des Hamburger Hauptbahnhofs.
(Foto: DB AG/Foto Kranert)

Hamburg, 27.10.2023: Die "Deutsche Bahn" und die Bundespolizei haben heute zusammen mit SPD-Innensenator Andy Grote am Hauptbahnhof eine neue App für mehr Sicherheit rund um Deutschlands verkehrsreichsten Fernbahnhof mit rd. 550.000 Nutzern pro Tag vorgestellt. Die privat entwickelte Mobile App "Safe Now" für Android und iOS wurde zuvor bereits auf dem Innovationsbahnhof Berlin-Südkreuz getestet.
Die Mobile-App sorgt für eine geringere Hemmschwelle, im Ernstfall stillen Alarm auszulösen und Sicherheitsmitarbeiter herbeizurufen. Laut offiziellen Angaben brauchen die Sicherheitskräfte am Hamburger Hauptbahnhof weniger als drei Minuten, um am Einsatzort zu sein.
Zu den häufigsten Einsätzen gehören u. a. medizinische Notfälle, aber auch aggressives Verhalten, unbeaufsichtigtes Gepäck oder Straftaten wie Körperverletzungen. Im Pilottest am Berliner Südkreuz konnten die Organisatoren zudem ein stärkeres Gefühl der Sicherheit bei Reisenden, Bahn-Mitarbeitern, Gewerbetreibenden und Besuchern feststellen.
Mit einem "Notrufknopf" in der App werden die seit April zusammenarbeitenden Sicherheitskräfte im Hauptbahnhof und der Wandelhalle nun mit einem digitalen Notruf inkl. Standortangabe unauffällig alarmiert. Seit April d. J. arbeiten Bundes- und Landespolizei, "DB Sicherheit" mit "S-Bahn-Wache" und die "Hochbahn-Wache" bereits am Kriminalitätsschwerpunkt in einer "Allianz sicherer Hauptbahnhof" zusammen.
Anfang Juni berichtete u. a. das "Hamburger Abendblatt" über eine erneute Verschärfung der Sicherheitslage am und im Bahnhof. Nach Vorstellung der jüngsten Kriminalitätsstatistik Ende Juni d. J. forderte die Hamburger CDU mehr Sicherheitskräfte und Videokameras auf dem Bahnhof. Nach dem Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher das Thema zunächst versuchte totzuschweigen, reagierte die Innenbehörde mit Alkohol- und Waffenverbot sowie der Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte.
Die Sozialdemokraten treibt die Befürchtung um, mit dem Wahlkampfthema Sicherheit am Hauptbahnhof die kommenden Bürgerschaftswahlen im Frühjahr 2025 verlieren zu können. Dies wäre ein Dejavü-Erlebnis. Bereits im Jahr 2001 verlor die SPD an Alster und Elbe u. a. mit dem Thema "Sicherheitsrisiko Hauptbahnhof" eine Wahl und damit Regierungsverantwortung für einen SPD-geführten Senat an die CDU.
Der Einsatz der kostenlosen Smartphone-App ist neben 200 Überwachungskameras eine weitere digitale Maßnahme, um den erneut in die Schlagzeilen geratenen Hamburger Hauptbahnhof wieder sicherer zu machen. Die Einführung von "Safe Now" durch Bundespolizei und "DB Sicherheit" ist Teil des bundesweiten Forschungsprojektes "Sicherheitsbahnhof" von Bundesinnen- und Verkehrsministerium zusammen mit Bundespolizei und "Deutscher Bahn".
Der Pilotversuch am Hamburger Hauptbahnhof dauert 15 Monate und wird wissenschaftlich begleitet. Die "Safe Now"-App kann in den App-Store von "Apple" und "Google" kostenlos heruntergeladen werden. Hinweis: Bei einem Test am Donnerstag-Abend funktionierte die Übersendung eines SMS-Sicherheitscodes zur Inbetriebnahme der App nicht. Damit konnte sie nicht sofort eingesetzt werden. 

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Bund finanziert Hamburger Pilot-Projekt für Roboter-Shuttles mit 26 Mio. Euro.

Noch hoffen alle Partner von "Alike" bis 2026 ein funktionierendes System hinzubekommen.
Foto: Hochbahn

Hamburg, 26.10.2023: In der Hansestadt haben am Montag d. W. (23.10.2023) die grün geführte Verkehrsbehörde von Senator Anjes Tjarks, die städtische "Hochbahn" sowie "VW" mit seiner Sammeltaxi-Tochter "Moia", den Fahrzeugbauer "Benteler" mit "Holon" und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein Pilotprojekt zur Einführung von autonomen Sammeltaxis an Alster und Elbe gestartet.
Mit Übergabe eines Checks über gut 26 Mio. € von FDP-Bundesverkehrsminister Volker Wissing an das neu gegründete Konsortium "Alike" unter Führung der "Hochbahn" haben die beteiligten Partner bis Oktober 2026 drei Jahre Zeit, den Start für einen serienmäßigen Betrieb von autonomen Sammelbussen rund um die Alster zu organisieren. Zunächst müssen sich die Partner jedoch einen Projektplan entwickeln.
Mit einem Gesamtvolumen von 52 Mio. € inkl. Steuergelder des Bundes soll bis 2026 ein fertiges System aus Software, Genehmigungen und selbst fahrenden Robotaxis auf die Straße gestellt werden. Ab 2025 soll bereits ein Ridepooling-Dienst mit Passagieren und 20 autonomen Fahrzeugen der Stufe 4 in Echtzeit laufen. Der rot-grüne Senat beteiligt sich über die "Hochbahn" mit rd. 20 % bzw. gut 5 Mio. €. am Projekt.
Künftig werden in der zweitgrößten Stadt Deutschlands zwei autonome Kleinbusse mit künstlicher Intelligenz des US-Anbieters "Mobileye" selbstfahrend unterwegs sein: Zum einen ein aufgerüsteter "ID Buzz" von "Volkswagen" aus Hannover mit autonomem Betriebssystem von "Apex AI" aus dem Silicon Valley, zum anderen ein neu entwickelter Kabinenroller namens "Holon Mover" des Salzburger Automobil-Zulieferers "Benteler".
Christian Senger, "Volkswagen"-Entwicklungsvorstand für autonomes Fahren mit Nutzfahrzeugen erläuterte die Technologie in den künftig eingesetzten "VW ID Buzz AD"-Kleinbussen: "Unsere Fahrzeuge nutzen Kameras, Radare und Lidare sowie Hochleistungsrechner. Auf dieser Basis entsteht eine der menschlichen Wahrnehmung überlegene 360°-Umfelderkennung für sichere Fahrbefehle."
"Moia"-CEO Sascha Meyer erklärte vor Kurzem auf einem Mobilitäts-Kongress von "Auto Motor Sport", worauf es beim Aufbau einer autonomen Ridepooling-Flotte ankommen: Danach geht es allem um die Sicherheit im Straßenverkehr und für die Passagiere, gefolgt von einer hoch automatisierten Betriebsleitung und einem skalierbaren Geschäftsmodell. Dahinter stehen u. a. ein ausgefeiltes Passagier-Management sowie automatisierte Fahrgast-Assistenzsysteme.
"Holon Mover" und "VW ID Buzz" sollen künftig im Rahmen des ÖPNV unter dem Dach des "HVV" über die "Switch"- und die "Moia"-App genutzt werden können. Das Pilotprojekt wird von der Forschungs-Universität "KIT" begleitet. Die Wissenschaftler sollen herausfinden, ob und inwieweit autonome Sammelfahrdienste von den Hamburgern angenommen oder abgelehnt werden. Die "VW"-Konzerntochter "Moia" testet seit September 2021 den Betrieb autonomer Kleinbusse in München, seit Juli dieses Jahres auch in Hamburg.
In einer achtseitigen Pressemitteilung feierten die Beteiligten des Projekts "Alike" noch vor Inbetriebnahme des ersten autonomen Sammeltaxis das millionenschwere Projekt als vermeintliche Sensation: FDP-Verkehrsminister Volker Wissing jubelte: "Ich freue mich, dass wir in Hamburg eine mutigen und innovativen Partner gefunden haben." Sein grüner Hamburger Amtskollege Anjes Tjarks schwadronierte in Zeiten überfüllter oder ausgefallener Busse und Bahnen: "So wird der ÖPNV der Zukunft noch komfortabler, nachhaltiger und effizienter."
Beim künftigen Arbeitgeber von Hochbahn-Chef Hendrik Falk - der "BVG" - wird in Berlins Nord-Westen bereits für 9,5 Mio. € getestet, wie autonome Sammel-Busse ab 2030 im Serienbetrieb im gesamten Stadtgebiet laufen können. Während das Hamburger Vorgänger-Projekts "Heat" in der Hafencity kaum Fahrgäste animierte, konnte die "BVG" mit drei Projekten auf den Geländen der Universitätsmedizin "Charité" und des "Virchow-Klinikums" sowie auf der "See-Meile" in Alt-Tegel über fünf Jahre mit insgesamt 10 Shuttles rd. 50.000 Fahrgäste begeistern.
Nach einer Studie im Auftrag der Verkehrsbehörde braucht es bis zu 10.000 Shuttle, um den von SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher ausgerufenen "Fünf-Minuten-Takt" bis 2030 in Hamburg umsetzen zu können, und damit jedem Hamburger in allen Stadtteilen innerhalb von fünf Minuten ein Angebot für Bus und Bahn bieten zu können. Auf Grund von Personalkosten und Fahrkräftemangel kann dies nur mit autonomen Robotaxis erreicht werden.
Das Interview mit "Moia"-CEO Sascha Meyer zur Zukunft der autonomen Mobiliät in Großstädten ist auf "YouTube" veröffentlicht. Die vollständige Meldung der "Hochbahn" über acht Seiten kann im Presseportal des Bus- und Bahnanbieters nachgelesen werden.
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Hamburger VW-Fahrdienst MOIA verweigert Fahrern den Gang zur Toilette.

Außen "hui", innen eine ziemlich unsoziale "VW"-Tochter.
Foto: MOIA 

Hamburg, 23.10.2023: Der zum "Volkswagen"-Konzern gehörende, mehrfach in die Kritik geratene Sammel-Fahrdienst "MOIA" verbietet seinen Fahrern - davon 900 in Hamburg - im Ernstfall den Gang zu Toilette. Die bereits Ende September d. J. für ordentliche Arbeitsbedingungen in einen Warnstreik getretenen Fahrer müssen mit Stundenlöhnen kurz über dem Mindestlohn von Algorithmen abhängig arbeiten.
Das Problem: Die Fahrer werden durch ein eigenes Computerprogramm namens "Vehicle Guidance Assistance" gesteuert. Um zur Toilette gehen zu können, müssen sie einen digitalen Antrag stellen. Ob und wann die Genehmigung zur Pinkelpause gegeben wird, entscheidet der Computer. In Einzelfällen wurden dringend notwendige "Sonderpausen" einfach abgelehnt.
Brisant: Eine Reihe von Fahrern verzichtet während ihrer Schicht z. T. auf das Trinken, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Eine kleine Anfrage der Linkspartei an den Senat zeigt, dass sich der Senat bei den sogenannten "Sonderpausen" auf die formale Position von "MOIA" zurückzieht. Der Senat erklärt lediglich: "MOIA" hat für die Durchführung von Sonderpausen neben den Pausenorten auf dem Betriebshof zusätzliche Pausenorte bei Partnerunternehmen im ganzen Stadtgebiet organisiert."
David Stoop, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Hamburger Linksfraktion, kritisiert: "Der Senat kümmert sich wenig um die Arbeitsbedingungen und die Situation der Beschäftigten bei seinem Vertragspartner. Die Behauptung des Senats, Pinkelpausen seien für die Fahrer jederzeit möglich, steht im Widerspruch zu deren Aussagen. Als großes Zukunftsprojekt von VW und der Stadt Hamburg sollte es selbstverständlich sein, dass bei MOIA gute Arbeit zum Standard wird."
"MOIA" beförderte im vergangenen Jahr 1,4 Mio. Fahrgäste in der Hansestadt. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sind es laut offiziellen Angaben bereits 2 Mio. Kunden gewesen. Zum Jahresbeginn erweiterte die "VW"-Konzerntochter ihr Geschäftsgebiet auf Bereiche südlich der Elbe in Harburg. Das Geschäftsgebiet umfasst heute 200 Quadratkilometer mit 12.500 virtuellen Haltestellen. Damit erreicht "MOIA" bis zu 1,3 der 1,9 Mio. Einwohner Hamburg - vor allem im Osten und Westen der Stadt.
Das Berliner Unternehmen mit Fahrdiensten in Hannover und Hamburg hat im September d,. J. in der Spitze bis zu 330 umgebaute "VW-Crafter" rund um Alster und Elbe gleichzeitig im Betrieb gehabt. Im Durchschnitt sind es rd. 100 Kleinbusse im App-basierten Sammelfahrdienst. "MOIA" war in der Vergangenheit bereits auf Grund fehlerhafter Software in die Kritik geraten. HANSEVALLEY berichtete.
Die kleine Anfrage der Linksfraktion kann hier nachgelesen werden. 
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Hansa-Taxi darf seinen Mitgliedern keine Fahrten über Free Now untersagen.

Taxi-Zentralen versuchen immer wieder, Free Now auszubremsen.
Foto: Free Now

Hamburg, 20.10.2023: Der Altonaer Taxi-Vermittler "Free Now" hat sich in letzter Instanz vor dem Bundesgerichtshof gegen die Hamburger Taxi-Zentrale "Hansa-Taxi 211 211" durchgesetzt. Nach dreijährigem Versuch der regionalen Funkvermittlung, ihren Mitgliedsbetrieben neben "Hansa-Taxi" die Nutzung von "Free Now" zu verbieten, ist damit vom Tisch. Vor Landgericht, Oberlandesgericht und Bundesgerichtshof holte sich "Hansa-Taxi" durchgehend Ablehnungen, ihr in der Genossenschaftssatzung verankertes "Doppelfunkverbot" durchzudrücken.
Während Fahrdienste von "Bolt", "Free Now" oder "Uber" selbstverständlich gleichzeitig oder wechselnd mit zwei oder mehr Vermittlern unterwegs sind, wollte "Hansa-Taxi" mit einem Verbot ihren angeschlossenen Betrieben monopolartig verbieten, neben der Funkzentrale Fahrten über "Free Now", "Sixt Taxi" oder "Uber X" vermittelt zu bekommen. Dagegen ging "Free Now" juristisch vor. Sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten tragen nun die Mitglieder der Hamburger Genossenschaft.
In Bremen versuchte der dortige Vermittler "Taxi-Ruf 14 0 14", seinen Mitgliedern Werbung an den Fahrzeugen für Vermittlungs-Dienste wie "Free Now" zu verbieten. Diese Vorschrift hat die Vereinigung Bremer Kraftdroschkenbesitzer bereits 2014 in die allgemeine Betriebsordnung geschrieben. Nachdem sich die Verantwortlichen von "14 0 14" verweigerten, eine Unterlassung abzugeben, sah sich "Free Now" genötigt, mit einer einstweiligen Verfügung das Werbeverbot zu beenden.
Der bremische "Taxi-Ruf" ging gegen die Maßnahme von "Free Now" nicht weiter vor, so dass das Landgericht die einstweilige Verfügung - wie andere Gericht in Deutschland zuvor bereits - bestätigte. Damit dürfen organisierte "Kraftdroschkenbesitzer" an der Weser sich über die "14 0 14" Fahrten vermitteln lassen und gleichzeitig mit "Free Now"-Werbung unterwegs sein.
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Bremerhaven optimiert Be- und Entladung von Autos mit Hilfe von KI und Virtual Reality.

Die Be- und Entladung der Autos in Bremerhaven wird künftig digital optimiert.
(Foto: BLG/Tristan Vankann)

Bremen/Bremerhaven, 19.10.2023: Zirka 70.000 Pkw-Stellplätze, jährlich rund 1.000 Autoschiffe, dazu tausende Autozüge und Lkw: Mit 1,7 Millionen umgeschlagenen Pkw 2022 zählt das BLG Auto-Terminal in Bremerhaven zu den weltweit größten seiner Art. Hier gab in den vergangenen sechs Jahren zahlreiche Tests im Rahmen der Forschungsvorhaben "Isabella“ und "Isabella 2.0“ zur Optimierung der Abläufe an den 18 Auto-Schiffsliegeplätzen der Seestadt.
Im Mittelpunkt stand die Prozessplanung und -steuerung des Automobilumschlags in Häfen mithilfe von mathematischer Optimierung, Simulation und künstlicher Intelligenz. Nun wurde das Folgeprojekt "Isabella 2.0“ erfolgreich abgeschlossen. Beteiligt waren die "BLG Logistics", der Technologie-Parttner "28Apps Software" sowie das Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen (BIBA).
Das entwickelte Planungs- und Steuerungssystem hat Bewegungen der Pkw in See- und Binnenhäfen im Blick und integriert zeitkritische Abläufe der Verkehrsträger Zug, Lkw und Schiff. Mithilfe mobiler Datenerfassung und Echtzeitmeldungen ermöglicht der Algorithmus individuelle Zuweisungen von Fahraufträgen in Echtzeit, eine Routenoptimierung für die Fahrpersonal-Shuttlebusse und eine schnelle Anpassung an aktuelle Bedingungen.
Das wissenschaftlich erarbeitete "Isabella"-System mit eigener Smartphone-App bietet so verschiedene Optionen zur Erhöhung der Umschlagzahlen, zur Reduzierung der Schiffsliegezeiten und zur besseren Platzausnutzung – und damit zur Sicherung von Konkurrenzfähigkeit und Arbeitsplätzen.
Die im Projekt entwickelte Schulungsumgebung und dazu gehörende Anwendungen nutzen Virtual Reality (VR), zum Beispiel mit VR-Brillen. So kann neues Fahrpersonal zu verschiedenen Szenarien künftiger Aufträge geschult werden, auch mit virtuellen Fahrten über den Terminal. 
Die insgesamt 6-jährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten umfassten die zwei Projekte "Isabella“ und "Isabella 2" zur interaktiven und simulationsgestützten Betriebsplanung sowie der anwenderorientierten Steuerung von Geräten und Ladungen durch künstliche Intelligenz und eine virtuelle Schulungsanwendung. Die beiden "Isabella"-Projekte hatten einen Gesamtumfang von 7,3 Mio. Euro und wurden vom Bundesverkehrsministerium mit gesamt 5,1 Mio. €.
Eine ausführliche Meldung mit weiteren Details und Links zu den Projekten gibt es beim BIBA-Institut der Uni Bremen
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Mecklenburg-Vorpommern mit konkretem Zeitplan für Freischaltung der Online-Kfz-Anmeldung in den nächsten Wochen.

Das Schweriner Schloss ist Sitz von Landtag und Landesregierung.
Foto: Niteshift, gemeinfrei

Schwerin, 25.09.2023: Die seit Anfang September d. J. mögliche, internetbasierte Fahrzeugzulassung - im Fachjargon i-Kfz genannt - wird in der Zulassungsstelle des Landkreises Rostock bereits angeboten und ist in weiteren Kraftfahrzeugzulassungsstellen der Landkreise in Vorbereitung. Damit können Autofahrer dank digitaler Bescheinigung mit ihrem Auto direkt nach der Online-Anmeldung losfahren. Behördengänge, Wartezeiten und Zettelwirtschaft fallen bei der Internet-Anmeldung weg.
Noch ist nicht in allen Zulassungsstellen automatisierte Kfz-Anmeldung möglich. Hintergrund: Die Kommunen betreiben in ihren Kraftfahrzeugzulassungsstellen unterschiedliche Software-Programme, deren Hersteller die Weiterentwicklung hin zur aktuellen Stufe 4 erst umsetzen müssen. Schwerin und Ludwigslust-Parchim arbeiten gemeinsam mit ihrem kommunalen IT-Dienstleister daran, die geforderte Internet-Fähigkeit mit der Einführung der gemeinsamen, bundesweiten Einer-für-Alle (EfA)-Lösung in Kürze umzusetzen.
Für die Zulassungsstellen Rostock, Nordwestmecklenburg, Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald sowie Neubrandenburg, Greifswald, Stralsund und Wismar geht das Innenministerium davon aus, dass eine dritte eingesetzte Lösung des Zweckverbandes Elektronische Verwaltung in Mecklenburg-Vorpommern (eGo-MV) innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen online freigeschaltet wird.
"Bei der Umsetzung der i-KFZ können wir als Landesregierung nur unterstützen, die konkrete Umsetzung erfolgt durch die Landkreise, kreisfreien Städte und großen kreisangehörigen Städte, die diese Verwaltungsdienstleistung anbieten. Es freut mich sehr, dass die Verantwortlichen vor Ort die Online-Lösung als einen guten Weg sehen und um die Umstellung bzw. Einführung angegangen sind", so Digitalisierungsminister Christian Pegel.
Mit dem Inkrafttreten der vom Bund verabschiedeten Neufassung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung zum 1. September 2023 kann die Kfz-Anmeldung durch die Kommunen vollständig automatisiert und vereinfacht werden. In der neuen Stufe IV können erstmals auch juristische Personen, z. B. Autohäuser als GmbH, i-Kfz nutzen. Fahrzeuge können unmittelbar nach der digitalen Zulassung am Straßenverkehr teilnehmen.
Die Landesregierung im benachbarten Schleswig-Holstein war in den vergangenen Wochen in die Kritik geraten, das sich der Start der Online-Kfz-Zulassung nach aktuellen Berichten auf Anfang kommenden Jahres verschieben wird. Hier ist der IT-Verbund des schleswig-holsteinischen Kommunen - ITV.SH - für die Umsetzung der digitalen An- und Ummeldung verantwortlich.
Die vollständige Meldung aus Mecklenburg-Vorpommern kann u. a. auf den Seiten des "Presseportals" nachgelesen werden.
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Lübeck stattet Kreuzungen gegen Falschparker mit Funksensoren aus.

Lübeck will Falschparker mit vernetzten Sensoren von Kreuzungen fernhalten.
(Foto: Roland Meinicke - GNU FDL 1.2)

Lübeck, 22.09.2023: An 14 Straßenkreuzungen helfen Parksensoren im Lübecker Stadtgebiet, die Sicherheit von Anwohnern zu erhöhen. Falschparker an engen Kreuzungen werden verhindert und Behinderungen für Feuerwehr und Rettungsdienst vermieden. Die Parkraumüberwachung ist Teil einer intelligenten Verkehrssteuerung, mit der Lübecks Verwaltung weiter konsequent zur Smart City werden will.
Im Oktober vergangenen Jahres wurden die ersten Standorte im Rahmen des Projekts "Kreuzung frei“ ausgewählt und Parksensoren in die Fahrbahn eingebracht. Diese messen, ob sie durch ein Fahrzeug blockiert werden. Sollte das der Fall sein, wird die Information an das Ordnungsamt übertragen, das eine Kontrolle durchführen und abschleppen kann.
Die Auswahl der Standorte erfolgte bisher anhand einer Prioritätenliste der Feuerwehr, die aus früheren Einsätzen die Stellen im Stadtgebiet identifiziert hat, an denen durch Missachtung von Verkehrsregeln Menschenleben gefährdet werden, weil Feuerwehrfahrzeuge und der Rettungsdienst nicht durchkam.
In zukünftigen Ausbaustufen des Projekts "Kreuzung frei“ werden zusätzlich die Notwendigkeiten von Stadtbussen sowie der Entsorgungsbetriebe berücksichtigt. Das Ordnungsamt verspricht sich zudem, dass Auto-, Sprinter oder LKW-Fahrer sensibilisiert werden und vor allem Halte- und Parkverbote, die nicht durch gesonderte Verkehrszeichen kenntlich gemacht sind, einhalten. 
Mit dem Projekt „Kreuzung frei“ modernisieren und entlasten wir die Stadtverwaltung und erhöhen die Sicherheit der Bürger. Das schafft eine echte Win-Win-Situation, die wir an weiteren Standorten ausrollen werden. Aufgrund der positiven Erfahrungen hat das Projekt bereits das Interesse von anderen Städten in Deutschland und Europa geweckt“, so Stefan Ivens, Chief Digital Officer der Hansestadt Lübeck.
19.000 Verstöße gegen gesetzliche Halte- und Parkverbote nach § 12 StVO musste das Ordnungsamt im Jahr 2022 feststellen. Insbesondere das Parken an Einmündungen oder Kreuzungen gefährdet die Durchfahrt von Feuerwehr oder Rettungsdienst.
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Konsortium entwickelt in Hamburg Software und Konzept zum Teilen von E-Ladesäulen auf Betriebshöfen.

Ladesäulen wie hier bei Stromnetz Hamburg sollen auch für Fremde zugänglich werden.
Foro: HANSENVALLEY

Hamburg, 19.09.2023: Das Förderprojekt "FAMOUS" ist in der vergangenen Woche offiziell auf den Weg gebracht worden. Ein industriegeführtes Konsortium will mit Unterstützung des Projekts eine optimale Auslastung von betrieblich genutzten Elektro-Ladesäulen ermöglichen. Dazu wird eine Software für das Reservieren und Teilen von Ladestationen entwickelt und erprobt. Durch das "Assetsharing" soll die Wirtschaftlichkeit betrieblicher Ladestationen erhöht werden.
Über die zu entwickelnde Software können Stations-Eigentümer ihre Ladestationen in freien Zeiten zur Nutzung anbieten. Anwender können die reservierbaren Zeitfenster buchen und erhalten so einen verlässlichen Zugang zu den in Hamburg insgesamt knappen Ladestationen. In dem Projekt werden sowohl B2B- als auch B2C-Möglichkeiten durchgespielt. So soll die Lösung auf Betriebshöfen, Supermärkten, stationären Carsharing-Parkplätzen, Busdepots, und P+R-Anlagen erprobt werden.
Neben der geplanten Software mit offenen Schnittstellen zu anderen Systemen werden im Projekt Fragen der Abrechnung, des Zugangs zu Betriebshöfen und erforderliche Vertragsfragen beantwortet. Durch prognostizierbare Ladevorgänge aufgrund von Reservierungen wird zudem die Netzzustandsprognose des Stromnetzbetreibers optimiert.
Der Hamburger Spezialist für Elektromobilität und Wasserstoff - "Hysolutions" - hat in dem Projekt die Leitung. Stromnetz Hamburg wird die Lösung zum Reservieren und Teilen der Ladestationen verantworten. Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt untersucht Nutzerakzeptanz und Ladebedarfe von Mobilitätsdiensten und das Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität leitet die Markt- und Anforderungsanalyse leitet.
Neben den Förderpartnern umfasst das Konsortium neun weitere Institutionen. Der Hannoveraner Stromversorger "Enercity" und die "Hamburger Energiewerke" GmbH bringen die Anforderungen von Ladestationsbetreibern in Bezug auf Regeln und Geschäftsmodell mit ein. "Hamburger Hochbahn", "MOIA" und P+R-Betriebsgesellschaft mbH wollen eigene Ladestationen zum Teilen anbieten. "MILES" und MOIA sind zudem Nutzer der Ladestationen.
Christoph Steinkamp, Geschäftsführer de "Hysolutions GmbH" und Konsortialführer des "FAMOUS"-Projektes: "Mit dem Sharing von Ladestationen ermöglichen wir einen wirtschaftlichen Betrieb für Ladestations-Inhaber, einen verlässlichen und planbaren Zugang zu Ladestationen für E-Mobilisten sowie stabile Stromnetze und sichere Versorgung für alle. Wir freuen uns, dass wir nun starten können und im engen Austausch mit der Branche die innovative Lösung entwickeln und erproben können.“
Das Projekt über zwei Jahre mit 3,6 Mio. € Steuermitteln vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. bei "HySolutions" nachzulesen.
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CDU enttarnt Mängel in der E-Ladeinfrastruktur des Hamburger Senats.

Nur bei Stromnetz Hamburg selbst gibt eine Ladesäule neben der anderen.
Foto: HANSENVALLEY

Hamburg, 08.09.2023: Im 2. Quartal d. J. waren rd. 70 % bzw. 42 der 60 Schnelllade-Stationen mit 50 kW für E-Autos an Alster und Elbe kaputt. Die meisten der 717 städtischen Ladestationen sind langsame 22 kW-AC-Ladesäulen. Hier dauert das Laden eines E-Fahrzeugs bis zu einem halben Tag. Die CDU erfuhr auf Anfrage vom Senat: Neben den lediglich 20 verfügbaren Schnelllade-Stationen werden die normalen Ladesäulen oft und stundenlang von Carsharing-Fahrzeugen blockiert.
Das Problem: Der Senat tut nichts gegen blockierte Ladesäulen und baut selbst kaum neue auf. Im 2. Quartal d. J. kamen gerade einmal 19 neue, jedoch langsame Ladestationen von Stromnetz Hamburg dazu. Stattdessen fordert der rot-grüne Senat gemeinsame Anstrengungen mit der Wirtschaft. In der Hansestadt gibt es neben den gut 1.400 öffentlichen Ladepunkten an 717 Stationen noch 300 private Ladepunkte, z. B. an Tankstellen oder bei Autohändlern.
Für den Senat ist das Geschäft mit Carsharing-Anbietern und ihren Elektroautos eine sprudelnde Einnahmequelle: Pro Fahrzeug kassiert die grüne Verkehrsbehörde 1.000,- € fürs Parken in der Stadt. Im Jahr 2022 kassierte der rot-grüne Senat so von den in Hamburg aktiven Carsharing-Betreibern "Miles", "Share Now" und "Sixt Share" satte 1,9 Mio. €. Allein im ersten Halbjahr des laufenden Jahres sind es bereits stolze 1,3 Mio. €.
Anke Frieling, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, stellt fest: „E-Mobilität ist für Hamburgs Mobilitätsmix von großer Wichtigkeit, umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger sich ein E-Fahrzeug zulegen. Leider versagt der grüne Verkehrssenator beim notwendigen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur völlig."
Eine detaillierte Übersicht kann in der Antwort des Senats an die CDU-Fraktion nachgelesen werden.
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Kaltenkirchner Autowerkstatt startet deutschlandweite Online-Plattform für Autohalter.

Alles fängt mit dem eigenen Fahrzeugschein an.
Grafik: Autosiastik-Software

Kaltenkirchen, 07.09.2923: Das schleswig-holsteinische Jungunternehmen "Autosiastik" hat mit "Fahrzeugschein.de" ein deutschlandweites Online-Angebot für Autofahrer gestartet. Im ersten Schritt können Fahrzeughalter den Fahrzeugschein ihres PKW hochladen. Neben der sicheren, digitalen Kopie des KfZ-Scheins erhalten Nutzer interessante Informationen und geldwerte Vorteile zu Ihrem Auto, verbunden mit weiteren Services rund ums Auto.
Die elektronische Kopie der Zulassungsbescheinigung bietet mit ihren Schlüsselnummern über das in zwei Jahren entwickelte Portal eine vollständige und einfach verständliche Ansicht aller wichtigen Fahrzeugdaten, inkl. der fälligen KfZ-Steuer und den Schlüsselnummern für die KfZ-Versicherung. Für Halter eines Elektrofahrzeugs zeigt die Plattform zudem die richtige THG-Prämie an.
Mit dem eingegebenen Kilometerstand gibt es Wartungsdaten frei Haus, wann was in der Werkstatt überprüft oder ausgetauscht werden sollte. Der Online-Dienst liefert die passenden Motoröle oder Reifen sowie Insider-Informationen zu möglichen Schwachstellen bei Autoteilen. Diese liefert der Software-Partner "Topmotive" aus dem benachbarten Bargteheide zu.
"Topmotive" ist mit rd. 60 Mio. Produktlisten Marktführer bei Informationen rund um Autoteile. Das Softwarehaus ist seit rd. 25 Jahren Experte für Kataloge im Bereiche Autoteilezubehör und besitzt einen umfangreichen Erfahrungsschatz, der als zuverlässiges Wissen in die Autofahrer-Plattform einfließt.
Wer darüber hinaus keine Zeit mehr für mühsame Preisvergleiche aufwenden will, kann passende Ersatz- und Verbrauchsteile über einen angeschlossenen Online-Shop bestellen. Mit den gespeicherten Fahrzeugdaten bietet Partner "Check24" die vollautomatische Suche nach der günstigsten KfZ-Versicherung an, ohne die Fahrzeug-Daten noch einmal eingeben zu müssen.
Auf Wunsch gib es über "Fahrzeugschein.de" eine automatische Restwert-Ermittlung, die für einen möglichen Verkauf interessant ist. Wer sein liebstes Stück verkaufen will, eröffnet mit zusätzlich hochgeladenen Fotos automatisch eine Verkaufs-Auktion bei Partner "Carsale24" aus Hamburg. Dabei bestimmt der Fahrzeughalter selbst, welche Informationen er freigibt oder nicht.
Die Kunden wünschen sich heute alle Infos zentral gesammelt“, hat Co-Founder und Geschäftsführer Nimola Matović beobachtet. „Sie sollten auf einer einzigen Seite abrufbar sein und nicht verstreut hinter verschiedenen Logins.“ Mit ihrem Online-Portal haben Nutzer erstmals alle wichtigen Informationen zum eigenen Auto an einem Ort parat.
Hinter dem Online-Portal arbeitet ein digitaler Fahrzeugschein-Scanner, der mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Fotos und Scans von Zulassungsscheinen ausliest, die vorhandenen Daten analysiert und in strukturierter Form digital bereitstellt. Die KI-basierte Software ist vom Land Schleswig-Holstein mit 157.000,- € unterstützt worden. Die Software wird u. a. bei Kfz-Händlern und -Werkstätten sowie im Autoteilehandel eingesetzt.
"Autosiastik" ist aus einer Autowerkstatt für Sportwagen und Oldtimer entstanden, die sich u. a. auf Tuning und Umbauten spezialisiert hat. Die 2016 in Hamburg gegründete und heute in Kaltenkirchen betriebene Werkstatt ist mit ihren beliebten YouTube-Videos bis heute eine erste Adresse für Autofans.
Weitere Informationen zu "Fahrzeugschein.de" gibt es online
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5G-Indoor-Navigation wird im Bahnhof Harburg zur Optimierung von Personenströmen.

Der Bahnhof Harburg wird zum digitalen Testfeld für Indoor-Navigation.
(Foto: RaBoe, Lizenz: CC BY SA 3.0)

Hamburg, 06.09.2023: Im Fern- und Regional-Bahnhof Harburg wird bis mind. Ende kommenden Jahres ein digitales Testfeld zur Optimierung von Passagierströmen in dem Bahnhof. Dank eines an der Hafencity-Universität entwickelten 5G-Indoor-Navigationssystems soll in Harburg sowohl die Auslastung des Bahnhofs als auch der Züge gemessen werden.
Perspektivisch können mit der Technologie Personenaufkommen vorhergesagt und Passagierströme gezielt gesteuert werden. Dazu soll die im gemeinsam abgeschlossenen HCU-Projekt "Level 5 Indoor Navigation - L5IN" erstellte App einfließen und weiterentwickelt und die Auswertungsmöglichkeiten erweitert werden. 
An dem Projekt sind neben der Hafencity-Universität Hamburg das Telematik-Institut der Universität zu Lübeck, die Rheinland-Pfälzische Technische Universität und die "Breuer Nachrichtentechnik" aus Bonn und die Deutsche Bahn beteiligt.
Künftig kann eine Indoor-Navigation auf Basis der 5G-Technologie dabei helfen, in Klinika Untersuchungsräume sicher zu finden, den kürzesten Weg zu Büro oder Geschäft nutzen und in einer Notsituation schneller aus einem Gebäude zu kommen.
Informationen zum L5IN-Projekt gibt es beim wissenschaftlichen Informationesdienst IDW. 
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Unbemanntes Fahrzeug scannt im Lübecker Hafen LKW-Anhänger mit KI und 5G.

In Lübeck ist man stolz auf die digitale Technik im Hafen.
Foto: Hansestadt Lübeck

Lübeck, 05.09.2023: Mit einem Unmanned Ground Vehicle (engl. für unbemanntes Fahrzeug, UGV) werden auf dem Terminal des Lübecker Hafens abgestellte Trailer identifiziert und lokalisiert. Dabei scannt das Fahrzeug mittels Kameratechnik die Trailer und die Umgebung. Mittels künstlicher Intelligenz werden im Rahmen der Bildverarbeitung die Kennzeichnungen der Trailer erkannt. 
Per 5G-Funkübertragung werden die gewonnenen Daten an einen Leitstand übertragen, ausgewertet und ein digitaler Stellplatzplan erstellt. Die korrekte Position der Trailer ist für die Optimierung der Verladung wichtig, da so der Suchprozess für die Mitarbeiter des Hafens verkürzt werden kann.
Zusätzlich wird das Fahrzeug darauf vorbereitet, den Zustand der Terminalflächen am Skandinavienkai zu erfassen, Schäden zu erkennen und ein dreidimensionales Abbild des Hafens zu erstellen. Nach erfolgter Mission kann das Fahrzeug selbstständig zur Ladestation fahren und dort seine Akkus aufladen, bevor der nächste Inventur- oder Vermessungsauftrag durchgeführt wird.
Projekte wie der Baltic Future Port zeigen, welches Potenzial in der Digitalisierung steckt. Komplexe Prozesse so zu optimieren, dass zeitaufwendige Abläufe erheblich beschleunigt werden, sorgt für einen erheblichen Nutzen moderner Technik für die Wirtschaft und stärkt den Hafenstandort Lübeck.“ ist Bürgermeister Jan Lindenau begeistert.
Im Jahr 2020 startete das durch den Bund geförderte Forschungsprojekt "Baltic Future Port" in Lübeck. Ziel war und ist die Erprobung des 5G-Mobilfunkstandards im industriellen Bereich. Dabei werden diverse Prozesse bei der Abfertigung der Ladung optimiert und die Kommunikation verbessert. Hierfür wurde eigens ein 5G-Campusnetz auf dem Skandinavienkai errichtet.
Informationen rund um das Projekt gibt es unter https://www.luebeck.de/balticfutureport
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Eurogate bekommt in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven eigene 5G-Terminal-Funknetze.

Die Lichtmasten an den Eurogate-Terminals dienen künftig als 5G-Masten
Foto: Eurogate

Bremen, 29.08.2023: Europas führender reederei-unabhängiger Containerterminal-Betreiber "Eurogate" hat die "Deutsche Telekom" mit dem Aufbau von drei 5G-Campus-Netzen in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven beauftragt. An den Seehäfen wird damit die Mobilfunkversorgung rund um die Container-Terminals verbessert. Das Projekt „Port-As-A-Service“ wird im Rahmen der Förderprogramms "Digitale Testfelder in Häfen“ durch das Bundesverkehrsministerium mit 2,9 Mio. € gefördert. Das Gesamtprojekt mit weiteren Maßnahmen zur Digitalisierung der Container-Terminals beläuft sich auf 3,7 Mio. €.
Die "Telekom" wird die Hafenterminals jeweils mit einem sogenannten Dual-Slice-Campus-Netz ausstatten. Dabei versorgt ein öffentliches 5G-Netz Mitarbeiter, Dienstleister, Zulieferbetriebe oder Kunden. Das zusätzliche private 5G-Netz wird im lokalen 5G-Industriespektrum im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz betrieben. Anders als beim öffentlichen 3,6 GHz-Frequenzspektrum der Telekom handelt es sich dabei um von der Bundesnetzagentur für die Industrie bereitgestellte 5G-Frequenzen.
Durch das private 5G-Campus-Netz kann der Containerterminal-Betreiber künftig digitale Logistik-Anwendungen sicherer und flexibler einsetzen – mit eigener exklusiver Bandbreite, hoher Verfügbarkeit und voller 5G-Leistung. "Eurogate" wird neben öffentlichen Mobilfunknetzen der "Telekom" zusätzlich eigene 5G-Industriefrequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 Gigahertz (GHz) für kritischen Datenverkehr nutzen.
Für den 5G-Ausbau werden bestehende Mobilfunk-Anlagen der "Telekom" erweitert. Zum anderen installiert der Bonner Mobilfunk-Betreiber auf den Terminals in Bremerhaven (2,9 Mio. m² Fläche) und Hamburg (1,4 Mio. m² Fläche) jeweils drei und in Wilhelmshaven (1,3 Mio. m² Fläche) zwei zusätzliche 5G-Funkstandorte. Das Besondere: Es werden keine neuen Masten errichtet, sondern vorhandene Lichtmasten für die leistungsstarken Antennen genutzt. Der Aufbau der drei 5G-Campus-Netze soll im Frühjahr kommenden Jahres abgeschlossen sein.
Eine leistungsfähige und zuverlässige technische Infrastruktur ist die Grundlage dafür, den Containerumschlag an unseren Terminals noch effizienter zu gestalten und unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern“, sagt Michael Blach, Vorsitzender der "Eurogate"-Geschäftsführung.
"Eurogate" ist Europas größte, reederei-unabhängige Containerterminal-Gruppe. Das Unternehmen betreibt gemeinsam im Netzwerk mit dem italienischen Terminalbetreiber "Contship Italia" 12 Containerterminals von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Ein ausführliche Meldung ist auf den Seiten von "Eurogate" nachzulesen. 
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Volkswagen plant Halbleiter nach Corona-Chipmangel selbst einzukaufen.

Künftig will VW den Einkauf von Chips selbst übernehmen.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 28.08.2023: Der "Volkswagen"-Konzern richtet seinen Einkauf für elektronische Bauteile und Halbleiter neu aus. Damit zieht "VW" Konsequenzen aus dem Chip-Mangel seit Herbst 2021. Europas größter Autobauer will die Versorgung künftig langfristig sicherzustellen und so seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Dazu wurde jetzt eine neue Strategie für die Beschaffung von Bauteilen mit elektronischen Komponenten aufgesetzt. In Zukunft wird die Beschaffung des Konzerns in enger Abstimmung mit Hauptzulieferern wie "Bosch" oder "Conti" definiert, welche Halbleiter und andere elektronische Bauteile verwendet werden.
In der Vergangenheit wurden elektronische Komponenten wie z. B. Steuergeräte von Zulieferern in Eigenverantwortung beschafft. Diesen war es weitestgehend allein überlassen, welche Bauteile sie verwendeten. So kam es zu massiver Kritik von "VW" gegenüber "Bosch" & Co", nachdem durch den Chip-Mangel tausende von Fahrzeugen nicht ausgeliefert werden konnten.
"Bei strategisch wichtigen Halbleitern und zukünftig sogar für den Konzern geplante Eigenentwicklungen setzen wir auf einen direkten Einkauf bei den Halbleiterherstellen“, so Dirk Große-Loheide, Beschaffungsvorstand der Marke Volkswagen Pkw und Mitglied der erweiterten Konzernleitung.
Halbleiter sind in der Automobilindustrie elementar für die Serienproduktion und entscheidend für die Einführung digitaler Assistenzsysteme und neuer Online-Geschäftsmodelle rund um das Fahrzeug. 1978 waren nur 8 Halbleiter in einem Steuergerät eines "Porsche 911" verbaut. Heute hat ein "Skoda Enyaq" rund 90 Steuergeräte mit 8.000 elektronischen Bauelementen.
Heute ist die Automobilindustrie mit einem weltweiten Beschaffungsvolumen bei Halbleitern von rund 47 Mrd. US-Dollar auf Platz 5 unter den Großabnehmern, bis 2030 steigt dieses Volumen voraussichtlich auf rd. 147 Mrd. US-Dollar und damit auf Platz 3.
Eine vollständige Meldung ist auf den Seiten von "VW" zu finden.
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Hamburger Spezial-Spedition forciert firmenübergreifenden Datenaustausch für seine Logistik.

Die Hamburger Spedition Hoyer teilt ihre Daten über eine offene Plattform.
Foto: Hoyer Group

Hamburg, 28.07.2023: Der Hamburger Bulk-Spediteur "Hoyer" nutzt den firmenübergreifenden Daten-Austausch-Hub "K4.0" des gemeinsamen Logistik-Konsortiums "DXI" aus Frankfurt am Main. Darüber tauscht der Hamburger Spezial-Spediteur zunächst automatisiert Logistik-Daten mit dem Bahn-Terminal-Betreiber "Hupac" aus. Nach einer Testphase ist der Datenaustausch der beiden Logistiker bereits im Regelbetrieb.
"Hupac" stellt über den KV4.0 Data Hub Fahrplan-, Zuglauf- und Buchungsdaten für andere Nutzer zur Verfügung und erweitert die bereitgestellten Informationen kontinuierlich. Auch Terminals, Eisenbahnverkehrs- und andere Unternehmen haben in den letzten Wochen damit begonnen, ihre Verkehrsdaten über "DXI" bereitzustellen und können diese so künftig mit autorisierten Dritten einfacher teilen. 
„Die Nutzung des Dienstes DXI KV4.0 Data Hub ist ungefähr vergleichbar mit der Verwendung eines Navigationsgerätes im LKW. Je mehr Informationen wir von Hupac und anderen Partnern über die Plattform zukünftig erhalten werden, umso genauer werden wir unsere Anlieferinformationen für unsere Kunden kalkulieren können“, erklärt Stephan Pfeiffer, Head of Application Development & Deployment der "Hoyer Group".
Hoyer ist seit 1946 als unabhängiges Familienunternehmen einer der führenden Bulk-Logistiker weltweit und verfügt als Spezialist über ein umfassendes Know-how in komplexen Logistik-Dienstleistungen. In der europäischen und weltweiten Bulk-Logistik werden Lösungen insbesondere für die Branchen Chemie, Lebensmittel, Gas und Mineralöl angeboten. 
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Hamburger Hafen bekommt zentrales Anmelde-System für Brummi-Fahrer.

Beim Container-Service können sich künftig alle Trucker anmelden.
Foto: HCS Hamburg

Hamburg, 14.07.2023: Der Hafen-IT-Dienstleister "Dakosy" hat eine universell nutzbare App zur Personenkontrolle für geschützte Bereiche im Hafengebiet inklusive Zeitfenster für den Zutritt entwickelt. "ImpalaID" bietet die Möglichkeit, mit sicheren QR-Codes jegliche Schranken- oder Torkontroll-Systeme einbinden zu können.
Damit löst die Hamburger App das Problem, dass sich bislang nur ein Teil der LKW-Fahrer z. B. am Leercontainer-Terminal im Hamburger Hafen selbständig registrieren konnten. In Zukunft sollen sich z. B. Fuhrunternehmer überall mit nur einer ID anmelden können, z. B. an Terminals, Depots oder in der Slotbuchung für Zufahrten.
Erste Nutzer im Pilotprojekt sind das Hamburger Leercontainer-Depot HCS sowie das Veterinär- und Einfuhramt der Hansestadt. Hinter der App arbeitet ein zentrales Identifikations-System (IDS) für die Logistik-Branche. Nutzer können sich einfach über ein Online-Portal registrieren und auf unterschiedlichen Sicherheitsleveln verschiedene Dokumente hinterlegen.
Ein Schwerpunkt bei der Software-Programmierung lag auf der Datensicherheit. Diese gewährleisten wir durch ein sicheres Authentifizierungsverfahren, das darauf ausgelegt ist, die Identität in regelmäßigen Abständen zu verifizieren", so Nicolai Port, Leiter Verkehrsträger bei "Dakosy".
Weitergehende Informationen gibt es z. B. bei "Hafen Hamburg Marketing". 
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Hamburg plant wie Berlin autonome Sammel-Shuttle für die Außenbezirke.

Das neue Hamburger Sammel-Shuttle kommt im italienischen Retro-Design.
Foto: Instagram/Benteler Group

Hamburg, 10.07.2023: Die Verkehrsbehörde und die städtische "Hochbahn" haben am Donnerstag vergangener Woche im "Prototyp-Museum" in der Hafencity das Modell für einen künftig auf Level 4 autonom mit künstlicher Intelligenz fahrenden Kleinbus vorgestellt. Der "Holon-Mover" soll ab 2025 testweise auf bestimmten Straßen durch Hamburg rollen und erste Fahrgäste aufpicken. In dem Paderborner Fahrzeug haben 10 Fahrgäste auf einer durchgehenden Sitzbank Platz, weitere fünf Fahrgäste müssen stehen. Dazu gibt es einen Rollstuhlplatz mit automatischer Rampe. Bis zu 10.000 Stück sollen künftig einmal davon durch die Stadt rollen, um den "Hamburg-Takt" mit 5 Minuten-Ziel zum Erreichen eines öffentlichen Verkehrsmittels bis 2030 verbindlich umzusetzen.
Bis Ende 2024 wird an dem vollelektrischen Kleinbus noch entwickelt, ab 2030 soll er mit bis zu 50 km/h ohne Fahrer vor allem in den Vororten ohne U- oder S-Bahn-Anschluss auf festgelegten Routen unterwegs sein und Fahrgäste zum nächsten Bahnhof bringen, verspricht Hamburgs Grüner Verkehrssenator Anjes Tjarks. Ein ähnliches Versprechen mit bis zu 50 km/h teil-/autonom fahren zu können, gab Ex-Senator Michael Westhagemann bereits beim Prototypen "Heat" für die Hafencity ab. Am Ende schlich der größtenteils mit Steuermitteln bezahlte Kleinbus im Schritttempo entlang der Elbphilharmonie - wie alle anderen Prototypen in Deutschland auch.
Als Besonderheit verspricht der Paderborner Hersteller "Holon" beim "Mover" weitgehende Autonomie jedes einzelnen Fahrzeugs, ohne Ampeln mit Kommunikationstechnik für eine Verbindung zu den Fahrzeugen ausstatten zu müssen. Zuvor ist jedoch eine Lernphase für die vorgesehenen Strecken erforderlich - ähnlich wie es der Sammelfahrdienst "Moia" von "Volkswagen" mit den neuen "VW" E-Bulli "ID-Buzz"-Fahrzeugen in München und östlich der Alster in Hamburg testet. Auch hier ist ein Serienbetrieb ab ca. 2025 geplant. Auch hier wird bis auf Weiteres ein Mitarbeiter an Board sein.
In bester Hamburger Tradition waren die politisch und verkehrsseitig Verantwortlichen bei der Vorstellung des "Holon-Mover" voll der überschwänglichen Lobeshymnen. Radfahrer Anjes Tjarks sprach von "Augenhöhe mit der PKW-Oberklasse". Noch-"Hochbahn"-Chef Henrik Falk hob bereits zur Bilanzpressekonferenz im Juni den "People-Mover" in den siebenten Himmel: „... so etwas hat es seit mehr als 100 Jahren nicht mehr gegeben“. Am vergangenen Donnerstag schwadronierte der künftige "BVG"-Chef: "Wir müssen für die Mobilitätsbranche einen neuen Lifestyle prägen und sexy und preiswert sein, nur dann wird die Kuh fliegen“.
Beim künftigen Arbeitgeber von Falk wird in Berlin im Nord-Westen bereits für 9,5 Mio. € getestet, wie autonome Sammel-Busse ab 2030 im Serienbetrieb ebenfalls im gesamten Stadtgebiet laufen können. Die Berliner "Mover"-Variante soll zunächst in den Bereichen Waterkant und auf der Insel Gartenfeld in Spandau laufen. Die dortigen Wohngebiete sind als autoarme Stadtteile ausgewiesen. Wie in Hamburg sollen auch in in der Hauptstadt Sammel-Shuttle Nutzer aus ihren Quartieren zum nächsten U- oder S-Bahnhof bringen. Während des Hamburger "Heat"-Projekt in der Hafencity kaum Fahrgäste animierte, konnte die Berliner "BVG" mit drei Projekten auf den Geländen der Universitätsmedizin "Charité" und des "Virchow-Klinikums" sowie auf der "See-Meile" in Alt-Tegel über fünf Jahre mit insgesamt 10 Shuttles rd. 50.000 Fahrgäste begeistern.
Entwickelt und produziert wird der künftig bis zu 60 km/h schnelle und über rd. 290 km Reichweite verfügende, elektrische "Mover" für Hamburg vom Paderborner Automobil-Hersteller "Holon", der zur internationalen Unternehmensgruppe "Benteler" aus Salzburg gehört. Diese stellt in weltweit 78 Werken Metallteile für Fahrzeuge, Rohre und Hydraulik-Komponenten her. Sollte der "Holon-Mover" mit künstlicher Intelligenz und autonomen Fahren tatsächlich erfolgreich umgesetzt werden, wird es in Hamburg neben dem "Hochbahn"-Kleinbus auch "HVV hop" (vormals: "Ioki") und "Moia" von "Volkswagen" als Sammel-Shuttle geben. Offen bleibt, wie sich die einzelnen Dienste nicht in die Quere kommen.
Eine ausführliche Meldung mit weiteren Fakten gibt es auf der Presseseite der "Benteler"-Group.
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Nur jeder Vierte nutzt das Deutschland-Ticket digital auf dem Handy.

Noch nutzt die Mehrheit der User das D-Ticket als Karte oder auf Papier.
 (Foto: René Mentschke/Lizenz: CC-BY-SA 2.0)

Köln/Berlin, 04.07.2023: Seit dem 1 .Mai d. J. wurden rund 11 Millionen Deutschland-Ticket-Abos verkauft, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Das Deutschlandticket wird grundsätzlich digital angeboten – bis zum 31. Dezember '23 gilt jedoch eine Übergangslösung mit Papiertickets. Digitale ÖPNV-Tickets auf dem Smartphone nutzt aktuell tatsächlich erst jeder und jede vierte Deutsche (24,8 %).
In Ballungsräumen und bei jüngeren Nutzern sind digitale Tickets auf dem Handy weiter verbreitet. So setzen 44,8 % der 18-29-Jährigen auf digitale Fahrscheine. Bei den 30-39-jährigen sind es immerhin noch 33 %. Bei den 40-49-Jährigen sogar 35,7 %. Das zeigen die Ergebnisse einer Umfrage des Marktforschungsinstituts "Civey" im Auftrag des Verbands der Internetwirtschaft e. V. - Eco.
Tickets auf Reisen oder in der Freizeit auf dem Handy dabei zu haben, ist komfortabel und spart Papier“, erklärt Eco-Geschäftsführer Alexander Rabe. Ein weiterer Vorteil der Online-Tickets: Transportdienstleister können mithilfe der Nutzungs-Daten ihre Services verbessern. „Service- und Datenplattformen könnten mithilfe künstlicher Intelligenz Verkehrsflüsse optimal aussteuern“, so Rabe weiter.
Um noch mehr Menschen zu motivieren, Online-Tickets zu nutzen, sollten Vorteile im Bereich Klimaschutz und Kostenersparnisse stärker im kommunikativen Fokus stehen, so der Eco-Verband. Geworben werden müsse auch für die Akzeptanz und die Bereitschaft der Nutzer, Daten unter Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen zu teilen.

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Dakosy und DBH bringen Hafen-Software "German Ports" an den Start.

Künftig sollen Container in den Nordsee-Häfen digital gemanagt werden.
Foto: Adobe Stock

Bremen/Hamburg, 20.06.2023: Im Rahmen einer Pilotphase mit den Reedereien "CMA CGM", "Hapag-Lloyd" und "MSC" sowie der Spedition "Kühne + Nagel" wurde die digitale Freistellung von Containern für die deutschen Häfen für den Alltagseinsatz fertig entwickelt und um weitere Module ergänzt. men entwickelt. 
Die Software wird unter dem Namen "German Ports" von den IT-Dienstleistern "Dakosy" in Hamburg und "DBH Logistics IT" in Bremen produziert. Ziel ist ein digitalisierter Freistellungsprozess für Importcontainer in den deutschen Seehäfen Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven (Jade-Weser-Port). 
Um den E-Mail-Austausch im Ablauf zu vermeiden, integrieren "Dakosy" und "DBH" aktuell neue Funktionen in die Programm-Suite. Eine davon ist der Depotwechsel von Leercontainern im Zuge der Freistellung. Eine weitere Funktion ist die digitale Abtretungserklärung. Sie ermöglicht die Freistellung des Bevollmächtigten (Consignee) an einen Dritten.
Ergänzend zum Freistellungsprozess werden "Dakosy" und "DBH" eine standortübergreifende Container- und Schiffsauskunft für die wichtigsten deutschen Nordseehäfen zur Verfügung stellen. Die Containerauskunft zeigt die aktuellen Verlade- oder Anlieferdaten sowie die wichtigsten Status-Informationen über den Zollprozess an.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. auf den Seiten von "Dakosy" zu finden. 

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Hamburger Hafenentwicklungsplan 2040 setzt dank HPA weiter auf digitale Vernetzung.

Rund um den "Home Port" der HPA soll ein Tech und Innovationshub entstehen.
Grafik: FHH - BWI - HPA

Hamburg, 14.06.2023: SPD-Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard und HPA-Vorstandschef Jens Meier haben am Dienstag d. W. vor der Landespressekonferenz im Rathaus den aktuellen "Hafenentwickungsplan 2040" für den Hamburger Hafen vorgestellt. Der in Strategie und Umsetzung gegliederte Plan für den Hamburger Hafen befasst sich mit den sieben Schwerpunkten 1) Digitalisierung, 2) Klimaschutz inkl. Wasserstoff, 3) Infrastruktur inkl. Verkehrsanbindung, 4) Flächen- und Ansiedlungsstrategie, 5) Arbeitsplatzentwicklung, 6) Aufbau eines Geschäftsfeldes E-Commerce und 7) Stadt und Hafen.

Neu in der Entwicklung des Hamburger Hafens ist das Ziel, ein "E-Commerce-Kompetenzzentrum" zu errichten. Hier sollen u. a. Hard- und Software-Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette des digitalen Handels entwickelt und erprobt werden. Dabei sollen u. a. der HPA-Innovationshub "Home Port", Startup-Acceleratoren, Online-Händler (wie "Otto"), Anbieter von Fulfillment-Technologien sowie öffentliche Initiativen mit einbezogen werden.

Eine Idee dabei ist, E-Commerce-Prozessschritte zu konsolidieren. So könnten per Schiff aus China nach Hamburg transportierte Waren in Hamburg zusammengesetzt und dann ausgeliefert werden. Das "Late Customizing" wird u. a. für Smartphones genutzt. Hier werden per Container importierte Geräte erst kurz vor dem Verkauf "geflasht" - sprich mit dem rz. B. für die EU optimierten Betriebssystem ausgestattet und anschließend an die Großhändler ausgeliefert. Ein entsprechendes Zentrum könnte im Hafen zusätzliche Wertschöpfung für die Hansestadt bringen.

Im Bereich Digitalisierung sollen u. a. seit Jahren dringend notwendige Maßnahmen im Bereich Kommunikation endlich umgesetzt werden, z. B.

  • die vollständige Versorgung des Schifffahrtswegs Elbe mit Mobilfunk
  • die langfristige Versorgung des Hafengebiets mit 5G-Mobilfunk
  • der weitere Ausbau von Glasfaseranschlüssen im Hafen

Eine zentrale Bedeutung wird dem digitalen Monitoring des Hafens zugerechnet. Als Schlüsselprojekte gelten dabei

  • die Erfassung und Auswertung von Daten zum Hafenbetrieb
  • die Nutzung des Digital Port Twin für Monitoring und Prognosen
  • die Einbindung des digitalen Zwillings auf nationaler und internationaler Ebene

Im Bereich Infrastruktur mit Flächen und Gebäuden will die Hafenverwaltung ebenfalls digitale Möglichkeiten vorantreiben, z. B.

  • Vorausschauende Wartung von Hafenanlagen durch Drohnenflüge
  • Einsatz von Building Information Modeling (BIM) für Bau und Betrieb von Gebäuden
  • Schaffung eines Digital Asset Twins für Bauwerke und Integration in den Digital Port Twin
  • Ausbau der Brückenüberwachung mit "Smart BRIDGE" und Nutzung beweglicher Sensoren
  • Ausbau der Fernbedienzentrale zur Steuerung fernbedienbarer, beweglicher Anlagen

Bei der Nutzung digitaler Systeme für Schiffsbetrieb, Lademanagement und Hafeninfrastruktur will die HPA bestehende Systeme zu einem Netzwerk öffentlicher und privater Dienstleistungen verknüpfen. Dies sind im Einzelnen

  • die Abwicklung von Import und Export
  • die Abwicklung von Container-Transporten auf Hafenstraßen
  • die Datenplattform "Nautischer Informationsverbund Elbe"
  • die Verknüpfung der Binnenschiffsfahrtssysteme von HPA und HVCC
  • das Bahnverkehrsmanagement "transPORT rail" und deren Weiterentwicklung

Um die Sicherheit der kritischen IT-Systeme im und für den Hamburger Hafen in Zeiten zunehmender Cyberattacken zu gewährleisten, soll eine gemeinsame "Collective Defense Strategy" mit der Hafenverwaltung, zuständigen Behörden und Partnern aus der Hafenwirtschaft entwickelt werden. Dazu gehört auch ein Vertrauensschutzschirm unter den Unternehmen im Hafen.

Die Hamburger Hafenverwaltung HPA will ihren Innovationscampus "Home Port" weiter ausbauen und zu einem digitalen maritimen Kompetenzzentrum erweitern, inkl. eines Reallabors für die praktische Erprobung neuer Möglichkeiten im Hafen. Schon heute werden dort Testfelder für digitale und autonome Transporte bespielt. Zudem sollen im "Martime Tech und Innovation Hub" auf Steinwerder weitere Forschungseinrichtungen, Netzwerke und Kooperationen rund um den Hafen angesiedelt werden und digitale Innovationen rund um die maritime Logistik möglich machen.

HPA-Vorstand Jens Meier erklärte: "Unser Hafen ist nicht nur sprichwörtlich 'das Tor zur Welt', sondern war schon immer ein Hafen für gute Ideen, indem wir Fortschritt und Innovation begünstigt haben." Meier weiter: "Wir glauben, dass durch weitere Digitalisierung eine optimalere Steuerung der Logistik notwendig ist und dass der umfassende Datenaustausch sowie eine enge Vernetzung der Branchenakteure, aber auch unserer Endkunden essenziell ist für langfristigen Erfolg und damit auch die Grundlage für grundsätzliches und neues Wachstum darstellt."

Anfang November vergangenen Jahres begann eine dreiwöchige Verbändebefragung zur Berücksichtigung wirtschaftlicher, sozialpolitischer und gesellschaftlicher Forderungen bei der strategischen Ausrichtung des größten deutschen Seehafens bis 2040. Neben der Bereitstellung des Entwurfs wurden Verbände u. a. online zu möglichen Verbesserungen befragt und es gab Workshops zu ausgewählten Themen. Eine erste Stakeholder-Beteiligung gab es bereits im Herbst 2021.

Der Hafenentwicklungsplan kann hier als PDF heruntergeladen werden: Teil 1- Strategische VisionTeil 2 - Operative Umsetzung.

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Hochbahn startet Testfahrten für automatisch gesteuerte U-Bahn-Züge.

Die Leitstelle der Hochbahn beobachtet künftig auch automatische Züge.
Foto: Hochbahn

Hamburg, 09.06.2023 *Update*: Die Hochbahn der Hansestadt hat heute zum dritten Mal in den letzten Jahrzehnten einen Versuch vorgestellt, den U-Bahn-Betrieb in Hamburg teilweise zu automatisieren. Heute Vormittag gab es dazu eine Pressefahrt auf einem eigens eingerichteten Testgleis über 600 Meter an der U-Bahn-Linie 1 zwischen den Stationen Farmsen und Berne. Dort finden bis zum Jahresende eine Reihe von Testfahrten für zunächst sechs digital ausgerüstete U-Bahn-Züge statt.
Die Zugsteuerung soll künftig durch Computer-Systeme übernommen werden, der Fahrer bleibt zugleich weiter an Board. Technisch werden die aufeinander folgenden Züge direkt miteinander kommunizieren - vergleichbar der digitalen Zugsteuerung bei der Deutschen Bahn. Für die technische Umsetzung des automatisierten Betriebs sind die Verkehrssparte "Siemens Mobility" sowie der U-Bahn-Bauer "Alstom" verantwortlich.
Durch die digital vernetzten Züge kann der Abstand der Züge auf einer Linie verringert werden. Dadurch können in der gleichen Zeit mehr Züge unterwegs sein - im Idealfall im 90-100-Sekunden-Takt. So solle u. a. mit der verlängerten U4 ab 2026 auf der Teilstrecke zwischen Horner Rennbahn und Innenstadt alle rd. 100 Sekunden eine automatisch gesteuerte U-Bahn vom aktuellen Typ DT5 fahren. Auf dem hoch frequentierten Teilstück von U2 und U4 in Richtung Innenstadt können künftig bis zu 30.000 Fahrgäste am Tag unterwegs sein. Zur Zeit sind es rd. 20.000. 
Der aktuelle Anlauf zur Automatisierung des U-Bahn-Betriebs ohne aktiv beteiligten Fahrer geht auf eine Initiative namens "U-Bahn 100" aus dem Jahr 2022 zurück. Geplant ist, vor allem die Strecken der vielgenutzen Linien U2 und U4 zu automatisieren und damit den Takt auf parallelen Teilstrecken auf bis zu 90 Sekunden zu verdichten. 
Die Hochbahn plant, die U2 bis 2026 zwischen Christuskirche und Horner Rennbahn sowie bis 2029 die gesamte, erweiterte U4 von den Elbbrücken über die Innenstadt, die Horner Rennbahn bis zur Horner Geest zu automatisieren. Für das Projekt "U-Bahn 100" mit Ausstattung von insgesamt 163 DT5-Zügen durch Alstom und Siemens sowie svon echs Stellwerken durch Siemens sind bis 2029 bis zu 200 Mio. € Investitionen geplant.
Weitere Informationen zum Projekt "U-bahn 100" ist auf den Seiten der Hochbahn nachzulesen. (Foto: Hochbahn)
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VW Financial Services launcht Plattform für digitale KfZ-Anmeldung bei Händlern.

Die Geschäftsführer von "MyDigitalCar" freuen sich auf die neue Plattform.
Foto: Sopra Steria

Hamburg, 05.06.2023: Die "VW"-Finanzierungstochter "Volkswagen Financial Services" hat gemeinsam mit dem Hamburger Technologie-Beratungshaus "Sopra Steria" eine B2B-Plattform für die KfZ-Zulassung entwickelt. "MyDigitalCar" soll bei KfZ-Händlern, Flottenbetreibern sowie Leasinggesellschaften und Autovermietern zum Einsatz kommen. Eine erste Adresse sind "VW"- und Konzernhändler. Sie können verkaufte PKW ab September d. J. direkt vor Ort für die Kunden anmelden.
Das digitale Angebot von "MyDigitalCar" umfasst nach eigenen Angaben alle relevanten Kfz-Zulassungsvorgänge, beispielsweise das Zulassen von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie die Abmeldung und Stilllegung von Fahrzeugen. Die Plattform will ihr Angebot zudem weiter ausbauen. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Marktplatzes für Kfz-Zulassungsdienstleistungen.
Das Joint Venture geht damit in direkten Wettbewerb mit dem bereits im Herbst 2020 gelaunchten KfZ-Zulassungsportal der Ahrenburger "Kroschke"-Gruppe. "On" kann neben der KfZ-Zulassung auch Um- und Abmeldungen managen sowie das Flottenmanagement steuern. Auch "MyDigitalCar" ist keine neue Erfindung: Der Service läuft seit 2019 bei der Braunschweiger "VW"-Tochter intern für die Anmeldung hunderter Dienstwagen.
Am 1. September 2023 startet "MyDigitalCar" mit dem bundesweiten Angebot der Dienstleistungen. Die rechtliche Grundlage für die digitale Kfz-Zulassung durch Unternehmen wurde im März im Bundesrat verabschiedet. Sie geht auf eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums zurück. Anfang des Jahres kritisierte die "Kroschke-Gruppe", dass sich die Bereitstellung der notwendigen Software-Schnittstelle "i-KfZ" bis September d. J. verzögert.
"Die Vorteile für die Kunden liegen auf der Hand: Das Fahrzeug kann beispielsweise beim Kfz-Handelsbetrieb direkt digital zugelassen werden und vom Fahrzeughalter sofort im Straßenverkehr bewegt werden. Die Zulassung erfolgt schneller und komfortabler, das ist ein Novum in Deutschland", so Klaas Köneke von "Volkswagen Financial Services", einer der Geschäftsführer der neuen "MyDigitalCar GmbH".
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Regionalzüge zwischen Hamburg und Kiel bzw. Flensburg mit WLAN ausgerüstet.

In Schleswig-Holstein sind nun viele Regionalbahnen mit WLAN ausgerüstet.
Grafik: DB Regio

Kiel, 23.05.2023: Fahrgäste der Regionalexpress-Linien zwischen Hamburg und Kiel bzw. Flensburg können ab sofort in allen Regionalzügen der "DB Regio" ein kostenloses WLAN nutzen und damit unterwegs im Internet surfen. Die WLAN-Ausstattung in Schleswig-Holstein auf den Regional-Express-Linien RE7 Hamburg-Kiel/Flensburg sowie RE70 Hamburg-Kiel ist abgeschlossen.

66 Wagons der "DB Regio SH" sind für das WLAN an Bord umgerüstet worden. Unterstützt wurde die Umsetzung und Finanzierung vom schleswig-holsteinischen Nahverkehrsverbund "Nah.SH". Fahrgäste erhalten über das erweiterte Online-Zugportal neben regionalen und überregionalen Nachrichten eine lokale Wettervorhersagen und Auskünfte zur aktuellen Fahrt.

Im Norden von SH ist der WLAN-Ausbau komplett abgeschlossen. So sind die Züge auf den Linien

  • RB 64 Bad St. Peter-Ording – Husum
  • RE 72/RB 73 Flensburg – Eckernförde – Kiel
  • RE 74/RB 75 Husum – Rendsburg – Kiel und
  • RB 76 Kiel Hbf – Kiel – Oppendorf versorgt.

Im Osten des Landes sind ebenfalls zahlreiche Linien ausgeleuchtet. Dazu gehören die

  • RE 8/RE 80 Lübeck Hbf – Ahrensburg – Hamburg Hbf
  • RB 81 Bad Oldesloe – Hamburg Hbf
  • RE 83/RB 84 Kiel – Lübeck Hbf – Lüneburg
  • RB 85/X85 Puttgarden – Lübeck Hbf und
  • RB 86 Lübeck –Travemünde Strand – Lübeck Hbf.

Wer am Hamburger Hauptbahnhof aussteigt, kann komfortabel weiter das WLAN "WIFI@DB" auf seinem Smartphone oder Tablet nutzen, ohne sich erneut einloggen zu müssen. Die umgerüsteten Züge sind an einem WLAN-Piktogramm unterhalb der Wagenklasse und an den Türscheiben zu erkennen.

Weitere Information zum WLAN in den Nahverkehrszügen im Norden gibt es hier.

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Lübecker On-Demand-Shuttle mit mehr als 10.000 Fahrgästen.

Der abendliche On-Demand-Shuttler LÜMO ist immer erfolgreicher.
Foto: Stadtwerke Lübeck

Lübeck, 22.05.2023: Rund 4 Monate nach der Erweiterung des Angebots Anfang Januar d. J. verzeichnet der On-Demand-Fahrdienst "Lümo“ eine weiter steigende Nachfrage. In der vergangenen Woche wurde der 10.000. Fahrgast erwartet. "Lümo" ist ein On-Demand-Service, der in das ÖPNV-System der Hansestadt integriert ist.


Auch das neue Deutschlandticket kann in Verbindung mit Rufbus genutzt werden. Wer ein ÖPNV-Ticket hat, kann "Lümo" für zusätzlich einen Euro nutzen. Anders als ein Linienbus fährt der elektrische Shuttle-Bus nicht auf festen Linien und zu festen Zeiten, sondern verbindet die Fahrtwünsche in einer optimalen Reihenfolge zu einer Fahrtstrecke.


Durchschnittlich sind die Fahrgäste ca. 80 m zum angebotenen Einstiegsort unterwegs. Die Wartezeit auf einen Bus liegt bei ca. 15 Minuten, sodass "Lümo" das Bus-Angebot am Abend und in der Nacht ergänzt. Bis zu einer Woche können "Lümo"-Fahrten im Vorhinein geplant und gebucht werden.


Das erweiterte Angebot gilt seit 9. Januar d. J. - in einem vergrößerten Betriebsgebiet, ausgeweiteten Servicezeiten und mit sechs neuen, teilweise barrierefreien Elektrofahrzeugen. "Lümo" ist seitdem jeden Abend im ganzen Lübecker Servicegebiet unterwegs: freitags, samstags und vor Feiertagen von 20 bis 4 Uhr und sonntags bis donnerstags von 20 bis 1 Uhr. 


„Seit der Angebotserweiterung haben wir stetig steigende Buchungszahlen und befördern bis zu 270 Personen pro Abend. Lümo etabliert sich damit als wichtige und gerne angenommene Ergänzung im ÖPNV“, stellt Projektleiterin Dr. Carolin Höhnke fest.


Weitere Informationen zum On-Demand-Dienst "Lümo" gibt es auf der Projektseite.


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Otto-Konzern will mit KI-Logistikrobotern beim "Hermes"-Versand flexibler, zuverlässiger und wirtschaftlicher werden.

Covariant-Roboter sollen Hermes helfen, beim Paketversand besser zu werden.
Foto: Otto-Konzern

Hamburg, 12.05.2023: Als Grundlage für zukünftiges Wachstum geht der Hamburger Handels-, Logistik- und Finanzkonzern "Otto Group" eine strategische Partnerschaft mit dem kalifornischen Robotik-Startup "Covariant" ein. Das mit mehr als 220 Mio. US$ finanzierte Jungunternehmen gilt ein Spezialist für den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Robotik zu sein. Die KI-gesteuerten Roboter von "Covariant" sollen künftig manuelle Aufgaben im Bereich Lagerhaltung und Paketversand für den Versandhandel automatisieren, die bislang noch eine persönliche Bearbeitung durch "Hermes"-Mitarbeiter erfordern. 
Ziel der Partnerschaft ist es, Hunderte von "Covariants" KI-gesteuerten Roboterlösungen in den Fulfillment-Zentren der "Otto"-Logistiktochter "Hermes" zu installieren. Den Anfang machen die Standorte Haldensleben ("Hermes") und Altenkunstadt ("Baur"/"Hermes"). Die Roboter ermöglichen, Fulfillment-Aufgaben autonom zu bewältigen, die bislang nur eingeschränkt durch automatische Systeme bearbeitet werden konnten. Dazu gehört auch die Verarbeitung von wechselnden Produkten.  
Durch den Einsatz der Roboter plant der "Otto"-Konzern, die Wirtschaftlichkeit seiner "Hermes"-Fulfillment-Betriebe zu steigern, die Arbeit in den Lagerbetrieb-Zentren zu optimieren und durch die Automatisierung Personal einzusparen. "Otto" geht u. a. von einer Steigerung der Leistungsfähigkeit der "Hermes"-Zentren und einer größeren Flexibilität bei schwankender Auslastung aus. Unterm Strich erwartet der Hamburger Konzern zuverlässigere Lieferzeiten beim Versand der Pakete zu seinen Versandhandels-Kunden.
"Covariant" wurde 2017 in den USA von Vorreitern Deep Learning-basierter KI gegründet. Das Tech-Startup mit weniger als 100 Mitarbeitern bietet ein Portfolio an robotergestützten Kommissionier-, Platzierungs- und Sortierlösungen an. Jede der Lösungen wird durch das sogenannte "Covariant Brain" unterstützt, eine KI-Plattform, die es Robotern ermöglicht, zu sehen, zu denken und zu handeln.
"In Zeiten, in denen der Umschlag oft an billigere Standorte ausgelagert wird, freuen wir uns besonders, weiterhin nah an unseren Kunden sein zu können und den europäischen, insbesondere den deutschen Standort zu stärken. Der Einsatz von KI wird in Zukunft ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Logistik sein", betont Kay Schiebur, Vorstand Services der "Otto Group".
Der "Otto"-Konzern machte keine Angaben dazu, wie viele Lager- und Logistik-Arbeiter der Konzern-Tochter "Hermes" an den betroffenen Standorten ihren Job verlieren werden. Weitere Informationen zu den KI-basierten Robotern gibt es auf den Seiten von "Covariant"
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VW-Konzernchef Blume feuert Cariad-Vorstand wegen Totalversagens.

Cariad kostete bereits Ex-VW-Konzernchef Herbert Diess den Job.
Grafik: Cariad SE

Wolfsburg, 12.05.2023: Die jahrelangen Verzögerungen bei der künftigen VW-Software-Plattform "E3 2.0" ("VW OS 2.0") und Mehrkosten in mind. dreistelliger Millionenhöhe haben bei der konzerneigenen Software-Tochter "Cariad" für eine kurzfristige Absetzung des bisherigen Vorstandschefs Dirk Hilgenberg, von CTO Lynn Longo und CFO Thomas Sedran und damit fast der gesamten Führungsspitze gesorgt. Der Aufsichtsrat hat am Montag d. W. auf Empfehlung von Konzern-Chef Oliver Blume die Übernahme des CEO-Postens bei "Cariad" durch "Bentley"-Manager Peter Bosch zum 1. Juni d. J. beschlossen.
Bosch gilt als ausgewiesener Stratege, Umsetzungsexperte sowie Teamplayer. Zudem hat Peter Bosch bei der "VW"-Konzerntochter "Bentley" bewiesen, Veränderungen managen zu können. "Peter Bosch ist der richtige CEO zur richtigen Zeit“, so Oliver Blume zu seinem neuen Vertrauten an der Spitze der weltweiten Software-Einheit. "Jetzt setzen wir die nächsten Meilensteine für die Weiterentwicklung - strategisch, strukturell und personell", so Blume nach der Entscheidung des von ihm geleiteten "Cariad"-Aufsichtsrats - zitiert das Fachmagazin "Automobilwoche".
Vom bisherigen Vorstand bleibt lediglich CPO Rainer Zugehör an der "Cariad"-Spitze. Bosch wird in Personalunion auch die technischen und finanziellen Belange verantworten. Damit baut sich "VW"-Cheflenker Blume auch bei der strategisch entscheidenden "Cariad SE" sein eigenes Führungsteam auf. Die Neuausrichtung der kontinuierlich in der Kritik stehenden "Cariad" ist ein Element auf der 10-Punkte-Agenda des "Porsche"-Top-Managers Oliver Blume bei dessen Amtsantritt in Wolfsburg.
Mit dem Wechsel im Vorstand sind zudem weitreichende Veränderungen in der Organisation von "Cariad" geplant. Dazu soll es ein neues Team- und Führungsmodell geben. Künftig soll das Software-Unternehmen verstärkt mit führenden Technologieunternehmen kooperieren, statt alles selbst zu entwickeln. Unter anderem steht eine Zusammenarbeit mit der israelischen "Intel"-Tochter "Mobileye" im Raum. Das junge Unternehmen aus Jerusalem entwickelt Systeme für assistiertes und autonomes Fahren.
Die massiven Probleme bei der u. a. in Wolfsburg, Ingolstadt, Berlin und weltweit präsenten Software-Gesellschaft "Cariad" hatten im Juli vergangenen Jahres auf Drängen der "VW"-Eigentümer-Familien Piech und Porsche bereits den vormaligen Vorstandschef Herbert Diess den Chefposten gekostet. Wichtigster Grund für den Rauswurf von Diess und nun Hilgenberg sind drohende Verzögerungen bei den Produktionsanläufen für Modelle im Premium-Segment mit der neuen Betriebssoftware.
Das erste neue Modell des Konzerns, das eigentlich auf der Grundlage des künftig einheitlichen Automotiv-Betriebssystems "E3 2.0" in Verbindung mit der "Automotive-Cloud" ("VW.AC") unterwegs sein sollte, ist das bereits in Verzug geratene künftige Flaggschiffmodell "VW Trinity". Nach aktuellen Informationen wird der "Tesla"-Jäger aus dem umgebauten Werk in Wolfsburg nicht vor 2026 auf die Straße kommen.
Diess und "Cariad"-CEO Hilgenberg versprachen dem Aufsichtsrat noch Anfang Juli '22 ein Aufstocken des "Cariad"-IT-Personals. Dabei litt die Softwarefirma auf Grund interner Konkurrenzkämpfe u. a. zwischen Einheiten von "VW" und "Audi" unter einer massiven Personalflucht. Als Maßnahme sollten zusätzlich IT-Dienstleister aufgekauft und in die "Cariad"-Organisation fusioniert werden. Schließlich sollten die Entscheidungsprozesse bei der aus 15 ehemaligen IT-Konzerntöchtern geschaffenen Software-Gesellschaft gestrafft werden. Die zusätzlichen Maßnahmen bei "Cariad" kosteten den Konzern schätzungsweise 500 Mio. € mehr.
Der jetzt gefeuerte Konzern-Manager Hilgenberg war erst seit 2 Jahren und 10 Monaten Chef der 5.000-Mann-Software-Einheit "Cariad" mit Sitz in Wolfsburg und sollte im Auftrag von Ex-VW-Chef Diess eigentlich die schwerwiegenden Verwerfungen bei "Cariad" ausmerzen. Hilgenberg war zuvor mehr als 21 Jahre Manager bei "VW"-Konkurrent "BMW" - seit 2017 u. a. als Senior Vice President für die Bereiche Produktionssysteme und Technologieplanung.
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Bremerhavener Hafenpartner erarbeiten Meilenstein zur digitalen Außenweser.

Der Schiffsverkehr auf der Außenweser wird künftig digital koordniert.
Foto: Bremenports

Bremen/Bremerhaven, 28.04.2023: Mit der Vorlage eines Betriebskonzeptes ist die Vorstudie für einen digital optimierten Schiffsbetrieb auf der Außenweser abgeschlossen worden. Dabei wurden aktuelle Prozesse, wie organisatorische Abläufe, die see- und landseitige Kommunikation und genutzte Systeme untersucht. Zudem wurden für die Außenweser weitreichende organisatorische, wirtschaftliche, technische, zeitliche und rechtliche Aspekte unter die Lupe genommen.
Zahlreiche Beteiligte hatten in den vergangenen 1,5 Jahren in einem intensiven Prozess gemeinsam das Optimierungspotential für die Schiffsanläufe auf der Außenweser gehoben. Beteiligt waren u. a. Lotsen, Reeder, Terminals, der Bremer Schiffsmeldedienst, das Wasser- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee, das bremische Hafenamt und maritime Dienstleister.  
Organisatoren des Projektes waren die Hafenmanagementgesellschaft "Bremenports", der Terminalbetreiber "Eurogate" und das Hamburg Vessel Coordination Center, HVCC. Das Joint Venture der Hamburger Terminalbetreiber hat in der Vergangenheit ein ähnliches Konzept für die Anfahrt in den Hamburger Hafen entwickelt und umgesetzt.
Häfen-Senatorin Claudia Schilling betont die Bedeutung der Digitalisierung an der Weser: "Alle Beteiligten haben erkannt, dass die Digitalisierung der Prozesse und das Schaffen einer gemeinsamen Plattform erhebliches Potenzial bietet, die Anfahrt zu den Bremischen Häfen, sicherer, schneller und umweltfreundlicher zu gestalten."
Bremerhaven und das Revier der Außenweser verfügen bislang über keine nautische Terminal-Koordinierung. Ziel des Projektes ist es, mit transparenter und fortlaufend aktuellen, digitalen Informationen vorhandene Terminal-Kapazitäten besser zu nutzen und die Ressourcenplanung zu optimieren, Schiffsanläufe vorausschauend zu planen und so auch Treibstoff-Verbräuche zu senken.
Im nächsten Schritt soll die Vorstudie auf die Verkehrslenkung der Schiffe bis nach Bremen ausgeweitet werden. In den kommenden Monaten sollen dazu die Partner in Nordenham, Brake und Bremen eingebunden werden. Parallel dazu werden, die organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen um das eigentliche Digital-Projekt umzusetzen.
Neben dem Aufbau einer "Kooperationsplattform Außenweser" unter Einbezug der Daten aus Nordenham, Brake und Bremen soll in einem nächsten Schritt die Anbindung weiterer norddeutscher Seehäfen geprüft werden. Am benachbarten Jadebusen liegen u. a. der Tiefwasser-Seehafen "Jade-Weser-Port" sowie die Wilhelmshavener Häfen.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf der Presseseite von "Bremenports" nachzulesen.
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Bremerhavener Container-Terminals setzen Hamburger LKW-Slotbuchung ein.

Mit der LKW-Slotbuchung Truckgate will Eurogate den Durchlauf auf 20 Minuten reduzieren.
Foto: Eurogate Bremerhaven 

Bremerhaven/Hamburg, 25.04.2023: Das "Eurogate"-Container-Terminal CTB in Bremerhaven führt eine verbindliche Buchung von Zeitfenstern ein, in denen LKW an der Weser Container anliefern und abholen dürfen. Europas größter Reederei-unabhängiger Terminal-Betreiber und Partner des Bremer Hafen-Managements von "Bremenports" folgt damit dem Beispiel der Hamburger Container-Terminals.
Technische Grundlage der LKW-Slot-Buchung für das CTB und das benachbarte Partner-Terminal "MSC Gate" an der fast 5 km langen Stromkaje ist der Hamburger Hafen-Dienstleister "Dakosy". Dabei kommt das seit Ende 2017 an der Elbe eingesetzte IT-System "Truckgate" zum Einsatz. Vor der regulären Einführung in Bremerhaven wurde das System in einem achtwöchigen Test ausprobiert.
Nach der Testphase sind bereits ein Drittel der täglich bis zu 1.000 an der Bremerhavener Kaje abgefertigten LKW über das Hamburger System terminiert worden. Rund 85 % der in Bremerhaven aktiven Trucker nutzen das System bereits in Hamburg und kennen es daher aus der Praxis im größten deutschen Seehafen.
Mit der Einführung von "Truckgate" will "Eurogate" in Bremerhaven die Abfertigungszeiten verkürzen. Projektleiter Jan Wienbeck: „Die aktuellen Abfertigungszeiten, inklusive OCR-Check und Pregate-Phase, wollen wir durch Truckgate um mindestens 40 Prozent reduzieren und somit deutlich schneller werden. Unser Ziel im Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen sehen wir bei 20 Minuten für einen Durchlauf.
Über eine Mobile-App suchen sich Trucker einen passenden Slot, um ohne Wartezeiten auf die Terminals fahren und ihre Container anliefern oder abholen zu können. Dazu gibt es eine Karenzzeit von 90 Minuten vor und nach dem gebuchten Zeitfenster. Vor der Einfahrt werden künftig sieben Selbstabfertigungsterminals zur Verfügung stehen, an denen die Fahrer mit dem Truckgate-Code einchecken. 
Bei der Auswahl stand für uns die Nutzerfreundlichkeit und der eingespielte Prozess im Vordergrund. Mit unserer Anbindung an Truckgate gibt es ab sofort in den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven einen durchgängigen Anmeldeprozess für die Trucker“, erklärt Marc Dieterich, Geschäftsführer des "Eurogate CTB" die weitergehende Perspektive.
Die standortübergreifende Zusammenarbeit unterstreicht auch "Dakosy"-Vorstand Ulrich Wrage: „Wir freuen uns, dass sich Eurogate für das etablierte System Truckgate entschieden hat und damit einen Beitrag zu einem seehafenübergreifenden einheitlichen Prozess leistet. Homogene digitale Lösungen führen die Häfen zusammen.“ 
"Truckgate" wurde ursprünglich für die im Hamburger Hafen aktiven Terminal-Betreiber "Eurogate" und "HHLA" entwickelt. "Truckgate" wird seit 2017 in Hamburg an den "Eurogate"-Terminals CTH und Eurokombi, den drei städtischen "HHLA"-Terminals CTA, CTB und CTT, am Süd-West-Terminal und weiteren relevanten Standorten an der Norderelbe eingesetzt.

Weitere Informationen gibt es u. a. auf der Projektseite von "Truckgate".

Leibniz-Universität untersucht Wünsche digitaler ÖPNV-Nutzer.
Die Uni Hannover will wissen, wie Mobilitätsangebote per App künftig aussehen sollen.
Grafik: GVH

Hannover, 28.04.2023: Eine Studie der Leibniz Universität Hannover (LUH) untersucht die Auswirkungen des digitalen Zugangs zu Mobilitätsleistungen via Mobile App und führt dazu bis Mitte Juni d. J. eine wissenschaftliche Befragung durch. Alle Nutzer des öffentlichen Verkehrs in der Region Hannover und in Hamburg sind aufgerufen, an der Studie teilzunehmen.
Ziel der Umfrage ist es, die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen rund um Bus, Bahn und Sharing-Diensten zu erheben und zu erfahren, wie Bürger besser an Digitalisierungsprozessen im Bereich Mobilität beteiligt werden können. Dazu wird das Projekt von der Volkswagen-Stiftung und vom Wissenschaftsministerium unterstützt. Die Ergebnisse sollen Grundlagen für künftige politische Entscheidungen zum Thema ermöglichen.
Die Teilnahme ist ab sofort online möglich unter https://survey.uni-hannover.de/index.php/855673?lang=de und dauert rd. zehn Minuten. Die Befragungsteams sind in den kommenden Wochen zudem teilweise auch im Kundenzentrum der GVH in der Karmarschstraße 30-32 in Hannover präsent. Dort können Besucher vor Ort an der Umfrage teilnehmen.
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Große Unterschiede bei Laufzeiten, Flexibilität und Rabatten des Deutschlandtickets.
Aus Bayern kommt die D-Ticket-App von Mopla Solutions mit Pausetaste.
Foto: Mopla Solutions


Hamburg, 24.04.2023: Am 1. Mai d. J. startet das bundesweit nutzbare "Deutschlandticket" für Busse und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV und im Schienenpersonenvekehr SPNV von Deutscher Bahn und Bahnbetrieben in öffentlichen Verkehrsverbünden. Zahlreiche Verkehrsverbünde und -betriebe werben über ihre Heimatregionen hinaus um Kunden für das 49-Euro-Ticket, da das "D-Ticket" bei jedem lokalen und regionalenn Verkehrsbetrieb bzw -verbund gekauft werden.


Bekanntestes Beispiel ist die aktuelle Kampagne der Berliner Verkehrsbetriebe BVG unter den Slogans "Bayern gehört jetzt zu Berlin", "Niedersachsen blüht auf: die BVG kommt", "Von Neukölln nach Köln" oder "Liebe Schwaben, ihr könnt günschtig nach Hause fahren".


Das Hanse Digital Magazin HANSEVALLEY hat verschiedene bundesweite Angebote vor allem mit Rabatten und Zugaben verglichen. Die Angebote können auch von Kunden in den fünf norddeutschen Bundesländern uneingeschränkt gebucht und genutzt werden. Neben besonderen Angeboten für Bus- und Bahn-Nutzer unterscheiden sich die "D-Ticket"-Angebote auch bei Laufzeit, Kündigungsfrist und einer attraktiven Möglichkeit des Pausierens.


Folgende Anbieter bieten Zugaben, die auch in den fünf norddeutschen Bundesländern und ihren vier Metropolregionen gebucht werden können (in der Reihenfolge geldwerter Vorteile):


  • Der Verkehrsbetrieb Stadtwerke Potsdam VSP bietet beim Kauf des "Deutschlandtickets" einen 25,- € Gutschein für Car Sharing bei "Miles" oder die Leihdienste von "Tier". Der frei wählbare Gutschein ist bundesweit nutzbar. Weitere Infos gibt es beim VSP.

  • Beim Anbieter "Mopla Solutions" gibt es in Verbindung mit dem regionalen Anbieter "Vetter" aus Sachsen-Anhalt das Ticket mit 10,- € Rabatt im 1. Monat und der Flexibilität, bis 24 Stunden vor Monatsende in der App kündigen oder zwischen 1 und 3 Monaten pausieren zu können. Alle Infos gibt es hier.


  • Beim Hamburger Verkehrsverbund HVV können Kunden über die "Switch-App" ebenfalls mit Wunschtermin-Beginn innerhalb des Monats mit Ihrem Abo beginnen. Abgerechnet wird auch hier der Startmonat dann nur anteilig. Weitere Details gibt es hier.

  • Beim Anbieter "Mobility Inside" gibt es einen 10,- €-Gutschein für den bundesweit nutzbaren Leihfahrrad-Dienst "Call a Bike" der Deutschen Bahn. Weitere Infos unter "Dein Deutschlandticket".
  • Bei "Deutschlandcard" gibt es über den Service "Mobilitybox" das Ticket in der App und mit "Deutschlandcard"-Punkten, die dann u. a. für Prämien oder beim Einkauf eingelöst werden können. Weitere Infos gibt es hier.

Im ungünstigsten Fall müssen ÖPNV-Kunden ein Jahresabo bis zu 20 Tage im Voraus gekauft haben, können innerhalb der 12-monatigen Laufzeit nicht einen oder mehrere Monate aussetzen und die Kündigungsfrist beträgt 10 bzw. 20 Tage zum Ende des laufenden Monats. Zudem verlangen einzelne Anbieter eine Schufa-Auskunft, was Kunden mit negativen Einträgen zum Verhängnis werden kann.


Bei unserer Recherche ist uns besonders der Service von "Mopla Solutions" zusammen mit dem Verkehrsbetrieb "Vetter" aufgefallen (s. o.). Hier kann man bis zu 24 Stunden vor Monatsbeginn buchen, und ebenso kurzfristig per Klick in der App das auf unbegrenzte Zeit laufende Abo wieder kündigen. Für eine gelegentliche Nutzung bietet sich die App-Funktion an, zwischen einem und drei Monaten per Klick pausieren zu können, ohne das Abo kündigen zu müssen.


Der von unserer Chefredaktion in Berlin und der Wirtschaftsredaktion in Frankfurt/Main geprüfte Service bietet faire Rahmenbedingungen und Tarifbestimmungen und es wird keine Schufa-Abfrage zur Buchung des Tarifs verlangt. Das Abo kann über Girokonto oder Kreditkarte bezahlt werden. Zudem rabattiert der Anbieter das Abo bis zum 31. Mai d. J. mit einer "Digitalprämie" von 10,- €. Kunden bezahlen damit im ersten Monat automatisch nur 39,- €.


In Deutschland gibt es über 60 Verkehrs- und Tarifverbünde mit eigenen Tarifen. Dazu gibt es landeseigene Tarife z. B. für Wochenend-Ausflügler. Dazu kommen zahlreiche Bus- und Bahnanbieter z. B.


- "Benex" mit "Metronom", "Nordbahn" und "ODEG";

- "DB Regio Schiene" in HB+NI, MV und SH, S-Bahn Hamburg und "Start" Niedersachsen-Mitte auf "RB37", "RB38", "RB77" und "RB79" sowie "Start" Unterelbe auf der "R5", dazu

- "DB Regio Bus Nord" mit "Autokraft", "Ditmarschenbus", "RBB", "Südniedersachenbus" und "Weser-Ems-Bus";

- "Transdev" mit "MittelWeserBus", "NordWestBahn" und der "S-Bahn Hannover";

- und "Nitenera" mit "Enno", "Erixx", der "KVG Bus" in den Landkreisen Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Rothenburg, Stade sowie der Gemeinschaftsbeteiligung "Metronom".


Das "Deutschlandticket" von "Mopla Solutions" in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsbetrieb "Vetter" aus Sachsen-Anhalt kann hier gebucht werden. Unter "Tarifbestimmungen" finden Interessenten die AGB für das "Deutschlandticket" der Anbieter. Eine weitgehende Übersicht zu Vergünstigungen regionaler Verkehrsbetriebe gibt es auf den Seiten von "Nahverkehr Hamburg" unter www.deutschlandticket-rabatte.de. Anbieter-unabhängige Informationen zu Nutzung und Rahmenbedingungen des "D-Tickets" gibt auf den Seiten der Bundesregierung.


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Hamburger Senat lässt womöglich unsichere Vay Tele-Shuttles weiter fahren.

Ein offensichtlich nicht 100% sicheres Tele-Shuttle in Bergedorf.
Foto: Vay

Hamburg/Berlin, 21.04.2023: Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hält weiter an einem laufenden Pilotprojekt des Berliner Carsharing-Startups "Vay" im Osten Hamburgs fest. Das Risikokapital-finanzierte Jungunternehmen hat im Dezember vergangenen Jahres von der Hamburger Innen- und Verkehrsbehörde eine Ausnahmegenehmigung zum Betrieb einer drei Kilometer langen Teststrecke mit einem ferngesteuerten E-Fahrzeug ohne Fahrer an Board im Bezirk Hamburg-Bergedorf erhalten.
Vor zwei Tagen veröffentlichte das Berliner Startup-Magazin "Gründerszene" im Verbund mit dem Wirtschaftsmagazin "Business Insider" einen Enthüllungsbericht, aus dem hervorgeht, dass der Fahrdienst "Vay" von eigenen Telefahrern als nicht 100 % sicher bewertet wird und den Genehmigungsbehörden im Rahmen des Verfahrens nur ausgewählte und nicht alle geforderten Daten geliefert wurden.
Ein Sprecher der Hamburger Verkehrsbehörde erklärte nach einer Krisensitzung der beteiligten Beamten mit der Geschäftsführung von "Vay" vom Mittwoch d. W.: "Wir haben Vay gebeten, uns gegenüber zum Sachverhalt Stellung zu nehmen. Vay hat der Behörde gegenüber dargelegt, dass bis dato im Rahmen der Testfahrten in Bergedorf keine besonderen Vorkommnisse verzeichnet wurden. Alle für das komplexe Genehmigungsverfahren erforderlichen Unterlagen wurden eingereicht und geprüft." 
Die Verkehrsbehörde unter dem Grünen Senator Anjes Tjarks bleibt bei ihrer Position, den teleoperierten Fahrbetrieb auf Grund des ursprünglich vorgelegten Gutachtens des "TÜV Süd" als sicher zu bewerten und in der Konsequenz weiter laufen zu lassen: "Im Ergebnis gehen die beteiligten Genehmigungsbehörden von einem durch umfangreiche Bestimmungen, Bedingungen und Auflagen abgesicherten verkehrssicheren Betrieb der Erprobungsfahrten aus."
Die für die Straßenzulassung des Testbetriebs in Hamburg-Bergedorf zuständige Innenbehörde des mehrfach juristisch und politisch in die Kritik geratenen SPD-Senators Andy Grothe verweigerte auf Anfrage am Donnerstag d. W. eine Stellungnahme zur Entscheidung der ihr unterstellten Polizei zu Gunsten des offensichtlich nicht sicherheitsorientiert arbeitenden Jungunternehmens aus Berlin.
"Vay" versuchte in einer dreiseitigen Stellungnahme, die Vorwürfe von "Gründerszene" zu enthärten. Dabei stellte das 2018 von Thomas von der Ohe, Fabrizio Scelsi und Bogdan Djukic gegründete Startup auf über einer Seite lediglich sein Geschäftsmodell vor. Zu den konkreten Vorwürfen erklärte eine Sprecherin des Jungunternehmens: 
"Wir stellen fest, dass wir zu keinem Zeitpunkt Daten zu Sicherheit und Zwischenfällen “geschönt” haben und uns somit auch keine Ausnahmegenehmigung “erschlichen” haben." Weiter erklärte die Firmen-Vertreterin: "Die Aussage, man sei noch nicht bereit, den/die Sicherheitsfahrer/in aus den Fahrzeugen zu nehmen, kann nicht in den Kontext mit der erlangten Ausnahmegenehmigung für Hamburg-Bergedorf gesetzt werden."
Auf die Kritik von Telefahrern entgegnet "Vay": "Der Artikel unterstellt darüber hinaus, dass wir Sicherheitsbedenken unserer Telefahrer/innen verschwiegen haben. Das ist nicht richtig. Die Befragungsergebnisse, auf die sich Gründerszene beruft, stammen überwiegend von Telefahrer/innen in der Ausbildung mit nur wenig Praxiserfahrung und nicht von vollständig ausgebildeten Telefahrer/innen."
Sollten sich die Verdachtsmomente gegen "Vay" im Zusammenhang mit mangelnder Sicherheit bei der Mobilfunk-basierten Fernsteuerung von Fahrzeugen weiter erhärten, dürfte die Zukunft des Jungunternehmens zur Disposition stehen und die Hamburger Senatoren Tjarks (Grüne) und Grothe (SPD) in Erklärungsnöte geraten, da die Sicherheit der Anwohner auf der Teststrecke in Hamburg-Bergedorf dann leichtfertig in Kauf genommen wurden.
Mit dem erstmals in Hamburg gestarteten ferngesteuerten Bringdienst will das Startup "Vay" in Zukunft einen serienmäßigen Tür-zu-Tür-Anfahrtsdienst für seine E-Carsharing-Fahrzeuge aufbauen. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Berlin und Hamburg sowie in Portland, USA. "Vay" hat zuletzt 95 Mio. US-Dollar in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt und steht mit seinen rd. 165 Mitarbeitern unter massivem Erfolgsdruck, seinen Dienst an den Start zu bringen.
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Bremer Senat beschließt SMART-Port-Strategie für seine Häfen.

Die Container-Terminals in Bremerhaven stehen unter verschärften Wettbewerb.
Foto: Bremenports

Bremen, 12.04.2023: Der Senat der Freien Hansestadt eine umfassende Strategie für die Entwicklung seiner Häfen - insbesondere der Container-Terminals in Bremerhaven verabschiedet. Die "SMART-Port"-Strategie umfasst die Bereiche

  1. Sustainability operations
  2. Multimodality strategy
  3. Agile development
  4. Resilient businesses und
  5. Technologized ports

Eine Reihe zukunftsweisender Digitalisierungsprojekte, darunter das neue Messsystem für Anlegemanöver von Schiffen ("SAMS"), das Port Railway Information System der Bremischen Hafeneisenbahn ("PRINOS") und die aktive Schiffskoordination auf der Außenweser ("Digitale Außenweser") werden gemeinsam mit "Bremenports" und den Partner der bremischen Hafenwirtschaft bereits umgesetzt. 

Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling stellt zu der technologischen Entwicklung der Höfen fest: "Neue Technologien wie, künstliche Intelligenzen, das Internet der Dinge oder Big Data bieten auch den Häfen und der maritimen Wirtschaft riesige Chancen. Sie stellen uns aber gleichzeitig vor große Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können."

Die SPD-Senatorin weiter: "Die marktseitige Verschärfung des weltweiten Wettbewerbs stellt die bremischen Häfen vor große Herausforderungen. Die Unternehmen im Hafen sind massiv gefordert, Maßnahmen zur Effizienz- und Kostenoptimierung durchzuführen. Dabei kommt Innovations- und Digitalisierungsprojekten eine herausragende Bedeutung zu."

Die "SMART-Ports"-Strategie basiert auf umfangreichen Analysen, wie einer Stakeholder-Befragung, und einer Chancen/Risiken-Ermittlung. Sie sieht vor, dass sich zunächst Reeder, Terminals und Dienstleister mit Behörden und hafennahen Institutionen vernetzen und gemeinsame Ziele und Wege zur weiteren Digitalisierung entwickeln. Ziel ist neue, gemeinsame Anwendungen und intelligente Systeme für die Häfen in Bremen und Bremerhaven voranzutreiben.

Ein Auftaktworkshop findet bereits am 18. April d. J. in Bremerhaven statt. Ein Interview mit dem verantwortlichen Leiter der "SMART-Port"-Strategie beim bremischen Hafenbetreiber "Bremenports" gibt es im Online-Magazin des Hafenbetreibers.

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Deutschlandticket außerhalb Norddeutschlands mit attraktiven Extras buchbar.

Wer sein "Deutschlandticket" z. B. in Potsdam  kauft, hat mehr davon.
Foto. Hochbahn

Hamburg/Berlin *Update: 12.04.2023*: Seit Montag d. W. kann das neue "Deutschlandticket" bei regionalen Verkehrsbetrieben, Verkehrsverbünden, der Deutschen Bahn sowie Anbietergemeinschaften von Verkehrsbetrieben vorbestellt werden. Dabei kann das bundesweit ab 1. Mai d. J. nutzbare Ticket unabhängig der eigenen Heimatstadt oder Region bei jedem Anbieter in Deutschland gekauft werden.

Um möglichst viele Kunden zu gewinnen, gehen Verkehrsbetriebe und Verbünde bundesweit erstmals in einen direkten Wettbewerb. Neben viel beachteten Kampagnen - z. B. der Berliner Verkehrsbetriebe - werben einzelne Anbieter mit attraktiven Zugaben, z. B. Freiminuten für Car-Sharing oder E-Scooter. Das Themenmagazin "Nahverkehr Hamburg" hat die wichtigsten Rabatte in einem kostenlos lesbaren Artikel aufbereitet.

Folgende Anbieter bieten Zugaben, die auch in den fünf norddeutschen Bundesländern und ihren vier Metropolregionen genutzt werden können:

  • Der Verkehrsbetrieb Stadtwerke Potsdam bietet beim Kauf des "Deutschlandtickets" einen 25,- € Gutschein für Car Sharing bei "Miles" und die Leihdienste von "Tier". Der Gutschein ist bundesweit nutzbar. Weitere Infos gibt es beim VSP.
  • Beim Anbieter "Mo.Pla Solutions" gibt es in Verbindung mit dem regionalen Anbieter "Vetter" aus Sachsen-Anhalt das Ticket mit 10,- € Rabatt im 1. Monat und der Flexibilität, bis 24 Stunden vor Monatsende in der App kündigen oder zwischen 1 und 3 Monaten pausieren zu können. Alle Infos gibt es hier.
  • Beim Anbieter "Mobility Inside" gibt es einen 10,- €-Gutschein für den bundesweit nutzbaren Leihfahrrad-Dienst "Call a Bike" der Deutschen Bahn. Weitere Infos unter "Dein Deutschlandticket".
  • Bei "Deutschlandcard" gibt es über den Service "Mobilitybox" das Ticket in der App und mit "Deutschlandcard"-Punkten, die dann u. a. für Prämien oder beim Einkauf eingelöst werden können. Weitere Infos gibt es hier.

Neben Zugaben für reguläre "Deutschlandtickets" haben regionale Verkehrsbetriebe und Verbünde in Norddeutschland z. T. deutliche Reduzierungen für Menschen mit geringem Einkommen - z. B. Schüler, Studenten, Freiwilligendienstleistende sowie Auszubildende, Beamtenanwärter, Arbeitnehmer und Bürgergeld-Bezieher eingeführt bzw. in Planung.

  • In Bremen bekommen Menschen mit geringem Einkommen ein besonderes "Stadtticket" für 25,- €. Weitere Informationen gibt es bei der BSAG.
  • In Hamburg bekommen Schüler und Menschen mit geringem Einkommen nur 19,- € pro Monat, Auszubildende 29,- €. Weitere Informationen gibt es beim HVV.
  • In Hannover wird das 365,- €-Ticket für Menschen mit geringem Einkommen und Freiwilligendienstleistende erweitert als Azubi- bzw. Jobticket erhältlich sein. Weitere Infos gibt es beim GVH.
  • In Mecklenburg-Vorpommern solle es ein besonders günstiges Monatsticket für Azubis, Berufsschüler. Freiwilligendiensteistende und Beamtenanwärter für 29,- € geben. Weitere Infos gibt es u. a. bei der VMV.
  • In Niedersachsen soll es ab 2024 ein vergünstigtes Monatsticket für Schüler, Azubis und Freiwilligendienstleistende für 29,- € geben. Weitere Informationen gibt es u. a. beim VBN.
  • In Schleswig-Holstein sollen Freiwilligendienstleistende eine vergünstigte Version des Deutschlandtickets erhalten. Weitere Infos gibt es bei Nah SH.

Zielgruppen, Umfang und Start von ermäßigten Monats- und Zeitkarten bzw. ermäßigten "Deutschlandtickets" sind grundsätzlich Ländersache. Daher können sich Ermäßigungen und Nutzungsbedingungen erheblich unterscheiden.

Das "Deutschlandticket" startet bundesweit am 1. Mai d. J. Es ist bei allen Verkehrsbetrieben und in allen öffentlichen Verkehrsverbünden sowie im Schienenpersonennahverkehr gültig, also in Bussen, U-, S- und Regionalbahnen. Fahrten im Fernverkehr z. B. bei "Flixbus" und "Flixtrain" sowie bei "Deutscher Bahn" ("IC, EC und ICE") und mit dem "DB IC Bus" sind nicht möglich.

Generelle Informationen zum neuen "Deutschlandticket" gibt es auf den Seiten der Bundesregierung. Eine Übersicht zu besonderen Regelungen und erweiterten Monatskarten gibt es u. a. bei den Kollegen der "Süddeutschen Zeitung". Die vollständige Übersicht zu Rabatten und Vergünstigungen gibt es bei den Kollegen von "Nahverkehr Hamburg" unter www.deutschlandticket-rabatte.de. (Foto: Hochbahn)

Genereller Hinweis: Keine Garantie für Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit. Alle Angaben unter Vorbehalt. Änderungen und Ergänzungen möglich. Bitte bei den jeweiligen Anbietern prüfen.

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Digitale Zwillinge sind in der maritimen Wirtschaft noch lange nicht angekommen.

Digitale Zwillinge: Noch lange nicht selbstverständlich in der maritimen Welt.
Grafik; DNV GL

Hamburg, 17.03.2023: Die Anwendung von digitalen Zwillingen als einer Kerntechnologie der Industrie 4.0 birgt erhebliches Potenziale, um schneller, verlässlicher und innovativer den Bedarf an nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Problemlösungen in Schiffsbau und Schiffsbetrieb zu decken. Die Technologie kann neue, produktbegleitende Dienstleistungen ermöglichen und so eine langfristige Kundenbindung sichern. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD und des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML.
In der vom Maritimen Cluster Norddeutschland beauftragten Untersuchung zu „Potenzialen und Chancen des Digitalen Zwillings im Aftersales-Service für den Schiffbau und Schiffsbetrieb“ sehen in der Studie befragte Branchenvertreter unter anderem „zentrale positive Effekte durch die zielgerichtete Nutzung von Datenströmen zur Optimierung des Schiffs- und Flottenmanagements“. Auch werden durch den Einsatz von digitalen Zwillingen „Potenziale für innovative Dienstleistungskonzepte, wie etwa das virtuelle Training von Personal oder die remote-unterstützte Wartung und Instandhaltung von schwer zugänglichen Systemen“ erwartet. 
Bei der Vorstellung der Studie am Dienstag d. W. verwies Kristine Bauer vom Fraunhofer IGD in Rostock darauf, dass die technischen Grundlagen für digitale Zwillinge bereits vorhanden sind, um innovative Produkte im Bereich Aftersales-Service zu kreieren. Erfolgreiche Praxisbeispiele im Service- und Reparaturbereich im Schiffbau und in der Offshore-Industrie belegen dies. Die Ergebnisse der Studie haben aber auch aufgezeigt, „dass der digitale Zwilling noch nicht im Alltag insbesondere von kleineren und mittelständischen Unternehmen angekommen ist“.
Vielfach fehlt es an qualifiziertem Fachpersonal und Strukturen für eine durchgehende Daten-Prozesskette. Zudem existieren beim digitalen Zwilling etliche offene Fragen zu Standardisierung, Datenhoheit und Cybersicherheit. Da bisher vor allem unternehmensinterne Lösungen existieren, ist für komplexere Anwendungen zum Beispiel im Zusammenspiel von Werften und Zulieferern der notwendige Datenaustausch zumeist schwierig.
Die Autoren der Studie sehen erhebliche Handlungsbedarfe. Sie schlussfolgern, dass bisher „kein einheitliches Verständnis des Konzeptes digitaler Zwilling“ in Wissenschaft und Wirtschaft existiert, was unter anderem zur Folge hat, dass in vielen Unternehmen „Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten noch nicht vollständig wahrgenommen“ werden. Um die Akzeptanz der digitalen Twin-Technologie zu erhöhen, sei es erforderlich, „kommerzielle Standards zu entwickeln, mit denen entscheidende Fragen der Nutzer geregelt sind“, betonte Götz Anspach von Broecker von der "Airbus Defence and Space GmbH". 
In der Zusammenarbeit von Unternehmen müsse klar sein, „wo Daten gespeichert, von wem und für welchen Zweck sie verwendet werden und wer Zugriff darauf hat“. Eine übergreifende Systemstruktur, die mehrere Systeme über entsprechende Schnittstellen miteinander sicher verknüpft, ermöglicht bereits in der Luft- und Raumfahrt sowie im maritimen Bereich eine umfangreiche Erfassung, Analyse und Abbildung von Daten im digitalen Zwilling. 
Prof. Axel Hahn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt nannte bei Vorstellung der Studienergebnisse einen weiteren möglichen Schwerpunkt: Die Technologie digitaler Zwilling eigne sich besonders, „die Abwicklung aller maritimen Transportaufgaben inklusive Hafen und Hinterland zu optimieren“. Die Verkehre ließen sich mit Dienstleistern koppeln und so sämtliche Prozessabläufe online überwachen und steuern.
Die vollständige Studie kann auf den Seiten des Maritimen Clusters Norddeutschland heruntergeladen werden (PDF-Download).
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TU Braunschweig installiert Sicherheitsfunktionen in autonomes Forschungsfahrzeug.
Der Prototyp "Auto ELF" für ein autonomes Familienfahrzeuge im Projekt "UNICAR agil"
(Foto: Tobias Schräder/TU Braunschweig)
Braunschweig, 16.03.2023: Noch in diesem Monat verlässt ein autonom fahrendes Forschungsfahrzeug namens "Auto ELF" die Technische Universität der Löwenstadt in Richtung Darmstadt, wo letzte Tests vor der öffentlichen Präsentation durchgeführt werden. Der Prototyp eines autonomen Familienfahrzeugs wurde an der TU innen ausgekleidet und mit wichtigen Funktionen versehen, z. B. Bedienoberflächen, einer Fernsteuerung und ein Funknotaussystem. 
Die Entwicklung des Instituts für Regelungstechnik in Braunschweig ist Teil des Forschungsprojektes "UNICAR agil" unter Leitung der RWTH Aachen mit insgesamt vier autonom fahrtüchtigen Demonstratoren. Dabei entwickeln die niedersächsischen Wissenschaftler ein Fahrzeugkonzept, das von mehreren Generationen einer Familie im Alltag praktisch genutzt werden kann.
Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzergenerationen gerecht zu werden, wurden drei verschiedene digitale Assistenzkonzepte umgesetzt: Eine Standardoberfläche, eine für Kinder und eine für ältere Personen. Außerdem wurde der Fahrzeugeingang mit einem Lift ausgestattet, um auch gehbehinderten Personen einen Einstieg ohne zusätzliche menschliche Hilfe zu ermöglichen.
Gemeinsam mit der Forschungsgruppe für Ingenieur- und Verkehrspsychologie wurden im Januar und Februar d. J. Studien mit dem Fahrzeug zusammen mit Probanden durchgeführt. Dabei ging es zum Beispiel darum, zu erfahren, wie gut das Fahrzeug durch Kinder zu benutzen ist und unter welchen Umständen Eltern ihre Kinder alleine mit "Auto ELF" fahren lassen würden.
Seit der Anlieferung des Fahrzeugs Mitte Oktober 2022 in Braunschweig haben wir den Prototypen mit einem vollständigen Innenraum ausgestattet. Neben Verkleidungselementen und der Sitzanlage haben wir Elemente zur Informationsein- und -ausgabe im Fahrzeug montiert“, sagt Tobias Schräder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Regelungstechnik der Technischen Universität.
Nach der Überführung des Fahrzeugs zur TU Darmstadt werden dort Fahrfunktionen getestet und das Abschlussevent vorbereitet. Das Abschlussevent findet am 11. Mai '23 in der Nähe von Aachen auf dem Aldenhoven Testing Center statt. Dabei sollen alle vier im Projekt entwickelten Fahrzeuge auf einem Testgelände demonstriert werden.
Weitere Informationen zu dem Forschungsprojekt gibt es auf der Projektseite der RWTH Aachen(Foto: Tobias Schräder/TU Braunschweig)
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VW-Softwaretochter Cariad startet mit Harman konzernweiten App-Store.

Zusammen mit Harman entwickelt Cariad den VW-Konzern-Appstore.
Grafik: Cariad

Wolfsburg, 10.03.2023: Die "VW"-Softwaretochter "Cariad" bringt einen neuen konzernweiten Application Store in die Fahrzeuge der "Volkswagen"-Marken. "Audi" ist das erste Tochterunternehmen, das den Store ab Juli d. J. in ausgewählte Modelle integriert. Neben exklusiven Apps von "Audi, Porsche, Volkswagen" und anderen Marken wird der Store Kunden im Auto Zugang zu Inhalten von Drittanbietern bieten.
"Cariad" arbeitet mit "Harman" zusammen, um ein Ökosystem für Apps zu schaffen, die Kunden in den Infotainment-Systemen ihrer Autos künftig nutzen können. Die beiden Partner haben bereits zahlreiche App-Anbieter gewinnen können. Ob Musik & Video, Gaming, Navigation, Parken & Laden, Wetter-Apps oder Remote Work - der Store bietet essenzielle und beliebte Funktionen, die das Auto zu einem smarten Begleiter machen. 
Darüber hinaus werden die "VW"-Konzernmarken eigene Apps integrieren, wie z. B. Online-Ampelinformationen oder Navigationsdienste. Sie können ihren Kunden über den Store künftig auch zusätzliche Services anbieten. Damit sollen Fahrzeuge in Zukunft zu digitalen Begleitern auf der Straße werden.
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Illegale Drohnenflüge in Hamburg in einem Jahr mehr als verdoppelt.

Hamburg entwickelt sich zur Hochburg für Drohenflüge.
Foto: Jan Brandes

Hamburg, 02.03.2023: Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl illegaler Drohnenflüge an Alster und Elbe auf 42 verdoppelt. Die Hälfte der nicht genehmigten Flüge fanden in der Nähe und im Zusammenhang mit Menschenansammlungen statt. Die Verkehrsbehörde der Freie und Hansestadt nannte in diesem Zusammenhang u. a. die beiden Großveranstaltungen "Cruise Days" und "Hafengeburtstag". 17 Verstöße gab es in der Nähe von Hubschrauberlandeplätzen von Krankenhäusern.
Im Jahr 2021 waren es lediglich 19 nicht erlaubte Flüge von unbemannten Fluggeräten. Das erfuhr die CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft auf eine kleine Anfrage vom rot-grünen Senat. Der Flugverkehr wurde auf Grund unerlaubter Drohnenflüge kaum beeinträchtigt: Im vergangenen Jahr störten 3 Flüge den Luftverkehr, im Jahr zuvor waren es 6 Fälle.
In insgesamt drei der 42 Fälle mussten die Drohnenpiloten Bußgelder zwischen 70,- und 200,- € zahlen. 11 Bußgeldverfahren aus dem letzten Jahr laufen noch. Laut Senat sind viele der Verstöße auf fehlendes Wissen um die aktuellen Regelungen zur Luftraumsicherheit zurückzuführen. Die meisten Verstöße konnten nicht geahndet werden, weil keine Drohnenbesitzer bzw. -betreiber ermittelt werden konnten.
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Hamburg wieder die Stadt mit den meisten Staus in Deutschland.

Trotz Bemühungen des Senats stehen Autofahrer am längsten.
Foto: Shilin Wang, Pixabay

Hamburg, 20.02.2023: Der Freie und Hansestadt ist im vergangenen Jahr erneut die Großstadt mit den meisten Verkehrsstaus in Deutschland gewesen. Laut des "TomTom Traffic Index" mit Auswertung der Verkehrsdaten aus 27 deutschen Großstädten liegt Hamburg mit rd. 23 Minuten Fahrzeit für eine 10 km-lange Strecke vor Berlin mit 22 Minuten, Leipzig (21 Min.), München (20 Min.) und Köln mit 17 Minuten.
Arbeitnehmer brauchten auf den Straßen der Stauhauptstadt Hamburg bei einer 5-Tage-Arbeitswoche rd. 202 Stunden im Jahr 2022, um zur Arbeit zu kommen. Dabei verloren Autofahrer zur Prime- und zur Drivetime vergangener Jahr rd. 66 Stunden durch Staus - rd. 1 Stunde mehr als noch 2021. Am dicksten ist der Stau rund um Alster und Elbe am Donnerstag-Nachmittag zwischen 16.00 und 17.00 Uhr mit 28 Minuten Fahrzeit, so die "TomTom"-Daten.
"Für Hamburg haben wir im Jahr 2022 ermittelt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeiten für Pendler am Dienstag und Donnerstag besonderes niedrige Werte aufweisen. Wenn man also Homeoffice machen will, wären das die Tage, die zu wählen sind, wo man am meisten an Fahrzeug einsparen kann", so "TomTom"-Verkehrsexperte Ralf-Peter Schäfer gegenüber dem NDR.
Im bundesweiten Stauranking folgen auf Hamburg und Berlin die norddeutschen Städte Münster und Hannover auf Platz 8 und 9 mit 18 Minuten, Bremen auf Platz 16 mit 15 Minuten und Kiel auf Platz 17 mit 14 Minuten. Der Navigationsanbeiter "TomTom" wertet regelmäßig die Verkehrsdaten von weltweit 600 Mio. Nutzern anonym hinsichtlich Fahrtrouten, Fahrzeiten und Fahrverhalten aus.
Eine detailierte Auswertung mit den Stauzeiten der Elbmetropole gibt es bei "NDR Hamburg".

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VW startet mit Audi und Cariad gemeinsames IT-Recruiting.

Software wird zum Mittelpunkt in allen Fahrzeugen bie VW & Co.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 15.02.2023: Der "Volkswagen"-Konzern bündelt seine Kräfte, um Tech-Experten für die digitale Transformation des Konzerns zu gewinnen und richtet dafür sein Recruiting neu aus. Die PKW-Marken "Audi" und "VW" recruiten ab sofort zusammen mit der Software-Tochter und "Cariad" weltweit über eine gemeinsame Website Tech- und Softwaretalente.
Insgesamt stehen IT-Talenten aktuell mehr als 2.800 Stellen im "Volkswagen"-Konzern offen. Allein "Cariad" sucht im laufenden Jahr weltweit über 1.700 Software-Experten. Dazu kommen beim Premiumhersteller "Audi" rund 400 Stellen und bei der Volumenmarke "Volkswagen" mehr als 700 offene Stellen für den Ausbau der IT-Kompetenz.
Die Konzern-Tochter "Cariad" entwickelt für die Volumen- und Luxusmarken Fahr-Assistenzsysteme und digitale Services. Bis 2030 fahren 40 Millionen Konzernfahrzeuge mit Software der u. a. in Berlin, Ingolstadt und Wolfsburg aktiven Firma, die over the air updatefähig ist.
Das Rennen um die besten IT-Fachkräfte ist eröffnet“, so Konzernpersonalvorstand Gunnar Kilian. „Gemeinsam mit unseren starken Marken heben wir nun weitere Synergien und schaffen attraktive Angebote in den wesentlichen Zukunftsfeldern. Damit gehen wir den nächsten konsequenten Schritt Richtung Toparbeitgeber auf dem Tech-Sektor.
Die neue Karriere-Seite des "VW"-Konzerns ist unter www.you-make-it-work.com zu finden.
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Audi und Porsche bekommen erste Module des neuen VW-Betriebssystems.

Jetzt kommt das neue VW-OS 2.0 Schritt für Schritt zu Audi und Porsche.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 14.02.2023: Der "Volkswagen"-Konzern hat mit seiner Software-Tochter "Cariad" erst Teile des neuen, künftig einheitlichen Automobil-Betriebssystem "VW OS 2.0" in ersten Neufahrzeuge von "Audi" und Porsche" im Einsatz. Damit setzt "VW" mit "Cariad" die Forderung der beiden Konzernmarken um, die neuen Software-Module nicht erst auszuliefern, wenn das ganze Betriebssystem 2026 oder später fertig sein wird.
"Wir haben schon einige Elemente des späteren VW.OS in den aktuellen Fahrzeuganläufen für die neue Generation von Audi- und Porsche-Modellen", so Thomas Fleischmann, Leiter eines Software-Teams für das Betriebssystem. "Solche Elemente integrieren wir bereits in die neue Premium-Architektur 1.2." Es handelt sich um Komponenten für Programm-Updates, Cloud-Schnittstellen und technische Diagnosefunktionen, berichtet "DPA".
Die Softwareplattform "VW OS 2.0" soll künftig in allen Fahrzeugen von Massenmodellen bei "Seat", "Skoda" und "VW" ebenso zum Einsatz kommen, wie in den Luxusmodellen von "Audi" und "Porsche". Im vergangenen Jahr war die Entwicklung massiv ins Stocken und in Verzug geraten. 
Ex-"VW"-Konzernchef Herbert Diess musste seinen Vorstandssessel auf Grund der Probleme im Zusammenhang mit der Software-Tochter "Cariad" räumen -nachdem sich leitende "Audi"- und "Porsche"-Manager gegenüber den Gesellschafterfamilien Piech und Porsche beschwerten.
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Hamburger Tankspedition führt digitales Emissions-Controlling ein.

Die Tankspedition Martens geht in nachhaltige Transporte.
Foto: John. Martens

Hamburg, 13.02.2023: Das hanseatische Speditionsunternehmen "Johs. Martens" führt die Hamburger CO2-Datenplattform "Shipzero" ein. Über das Tool für Emissions-Controlling wird die Datengrundlage für zukünftige partnerschaftliche Projekte zur Dekarbonisierung generiert. Gemeinsam mit Kunden aus der Mineralöl- und Gasindustrie will "Martens" den Klimaschutz in der Transportlogistik vorantreiben.
Die große Herausforderung für "Johs. Martens" bestand bisher darin, Emissionsdaten, die im Rahmen logistischer Prozesse und Abläufe generiert werden - z. B. im Transportmanagement, der Disposition oder durch die Telematik - zusammenzuführen und auszuwerten. Dies löst die Spedition nun über die Datenplattform "Shipzero", die die CO2-Emissionen aller Transportaufträge sendungsgenau ermittelt.
Shipzero ermöglicht uns auf Knopfdruck eine präzise Auswertung der CO2-Emissionen pro Kunde und pro Sendungsabschnitt“, so Marcus Ulrich, Geschäftsführer von "Johs. Martens". „So können wir den Effekt unserer Maßnahmen gezielt quantifizieren und zukünftig gemeinsam mit unseren Kunden Konzepte entwickeln, die noch effizienter und außerdem klimaneutral sind.“
Als hoch spezialisierter Transportdienstleister für die Mineralöl- und Gasindustrie beliefert "Johs. Martens" europaweit Großunternehmen, Tankstellen und Flughäfen. Die Spedition transportierte bereits bisher als eine der ersten Sustainable Aviation Fuels (SAF) in eigenen Tankaufliegern und per Tankcontainer sowie emissionsärmere Kraftstoffe wie HVO100, Care Diesel und Flüssiggas (LNG).
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Bremerhavener Kaje bekommt digitales Schiffsanlege-Messsystem.

Mit digitalen Sensoren bereitet sich Bremehaven auf autonomes Anlegen vor.
Foto: Bremenports

Bremerhaven, 13.02.203: Die Stromkaje am Containerhafen in Bremerhaven bekommt bis zum Frühjahr d. J. ein Schiffsanlege-Messsystem, das die Anlegemanöver der Containerschiffe an der Weser unterstützen soll. Die installierten Sensoren des "SAMS" können den Abstand eines anlegenden Schiffes messen. Aus den Abstandsmessungen lassen sich die Anlegegeschwindigkeit und -winkel berechnen. Zusätzlich kann die Energieaufnahme der Fenderkonstruktion, die die Kaje schützt, erfasst werden.

Die Informationen des Messsystems sollen den Lotsen und Schiffsbesatzungen als Live-Daten zur Verfügung stehen, um beim Anlegevorgang zu unterstützen. Der Live-Feed stellt eine wichtige Grundlage für künftige autonome Anlegesysteme dar. Darüber hinaus werden alle Messwerte und Daten dauerhaft in ein Datenbanksystem zur Erhöhung der Ausfall-, Funktions- und Betriebssicherheit geschrieben und archiviert. Außerdem können die erfassten Daten der Sensoren zum jeweiligen Schiff zugeordnet und Hafengebühren automatisiert abgerechnet werden.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing sagte in Bremen anlässlich der Übergabe des Förderbescheids: „Die digitale Transformation der Häfen ist im vollen Gange, es wird immer smarter, effizienter und sicherer gearbeitet. Dank der neuartigen Radarsensoren, die im Zuge des SAMS-Projektes in Bremerhaven Einzug halten, kann die Auslastung des Hafens optimal geplant, Hafenentgelte abgerechnet oder Schiffe leichter navigiert werden."

Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling fasste zusammen: „Das neue Messsystem an den Kajen unterstützt Lotsen und Besatzung bei dem anspruchsvollen nautischen Anlegemanöver. Zugleich trägt SAMS zum Schutz der Kajen bei und reduziert somit Unterhaltungskosten. Zusammen mit den weiteren Digitalisierungsprojekten sind die bremischen Häfen auf einem guten Weg in die Digitale Zukunft.

Weitere Informationen zum Containerhafen in Bremerhaven gibt es auf den Seiten von "Bremenports".

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Erstmals in Europa rein ferngesteuerte Anfahrt eines Car-Sharing-Fahrzeugs in Hamburg-Bergedorf.

Schnappschuss der ersten ferngesteuerten Fahrt in Bergedorf.
Foto: Vay

Hamburg, 08.02.2023: Erstmals ist im Januar d. J. in Hamburg-Bergedorf ein "Kia" Car-Sharing-Fahrzeug ferngesteuert ohne Fahrer hinter dem Steuer zum Kunden gefahren geworden, nachdem die Hamburger Verkehrsbehörde auf Grundlage eines umfangreichen Gutachtens des TÜV Süd u. a. zu Funktions- und Cybersicherheit im Dezember '22 mit einer Ausnahmegenehmigung offiziell grünes Licht gab. Ab sofort können auf der festen Teststrecke im Osten Hamburgs weitere Pilotfahrten ohne Fahrer mit einer Handvoll Fahrzeugen durchgeführt werden. Eigentlich sollten bereits im vergangenen Jahr erste Fahrten ganz ohne Fahrer auf Hamburgs Straßen möglich sein, doch die Genehmigung verzögerte sich aus unbekanntem Grund.
Die volle Fahrzeugkontrolle liegt bei Telefahrern, die an einer Telefahrstation mit Auto-Lenkrad und -Pedalen in der Hamburger "Vay"-Niederlassung in der Hafencity sitzen. Das ferngesteuerte System, das durchgehend mit gleichzeitiger Nutzung mehrerer 4G-Mobilfunknetzwerke ausgestattet ist, will die Sicherheit des Services und anderer Verkehrsteilnehmer zu jedem Zeitpunkt gewährleisten. "Vay" testet die eigens entwickelte Telefahr-Technologie bereits seit mehr als vier Jahren auf öffentlichen Straßen in Berlin und Hamburg, bislang mit Sicherheitsfahrer hinter dem Steuer. 
Mit dem in Europa erstmals durch die Hamburger Pilotfahrt gestarteten ferngesteuerten Bringdienst will das Cleantech-Startup "Vay" in Zukunft einen serienmäßigen Tür-zu-Tür-Anfahrtsdienst für seine E-Carsharing-Fahrzeuge aufbauen. Dabei sollen die Tarife auf Niveau anderer bekannter Carsharing-Dienste liegen und durch die bequeme Anlieferung der Verzicht auf ein eigenes Auto gefördert werden. Durch die Abholung der Fahrzeuge vom letzten Haltepunkt kann die Flotte wesentlich mehr genutzt und somit bis zu 60 % wirtschaftlicher unterwegs sein, als klassische E-Carsharing-Fahrzeuge im Free Float.
Vays CEO und Mitgründer Thomas von der Ohe freut sich: “Als führendes Telefahr-Unternehmen sind wir schon seit mehr als drei Jahren mit ferngesteuerten Elektro-Autos auf öffentlichen Straßen in Berlin und Hamburg unterwegs. Mit der seit Dezember 2022 vorliegenden Ausnahmegenehmigung konnten wir jetzt das erste Auto ohne Sicherheitsfahrer erfolgreich auf einer öffentlichen Straße fahren lassen."
Der Grüne Verkehrssenator Anjes Tjarks ist voll des Lobes: "Keine Parkplatzsuche, emissionsfrei, digital buchbar und als bequemer Service, etwa für die ‚letzte Meile‘ von der Bus- oder Bahnstation bis vor die eigene Haustür. Ich freue mich, dass Vay einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Einführung seines Angebots gemacht und die europaweit ersten Testfahrten ohne Sicherheitsfahrer:in auf öffentlichen Straßen erfolgreich absolviert hat.“
Vay wurde 2018 von Thomas von der Ohe, Fabrizio Scelsi und Bogdan Djukic in Berlin gegründet. Das Team mit rd. 165 Mitarbeitern vereint Software- und Produkt-Erfahrung u. a. aus dem "Amazon"-eigenen Robotaxi-Startup "Zoox" im Silicon Valley und Automotive-Hardware und -Sicherheitstechnik aus Europa. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Berlin und Hamburg sowie in Portland, USA. Vay hat zuletzt 95 Mio. US-Dollar in einer Series-B-Finanzierungsrunde eingesammelt.
Ein Video mit Ausschnitten aus der Premierenfahrt in Bergedorf ist u. a. auf dem Linkedin-Profil von "Vay" zu sehen. Eine kompakte Übersicht zu ferngesteuerten Verkehrsprojekten in Hamburg gibt es u. a. bei den Kollegen von "Radio Energy".
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Immer wieder gefeiertes Hamburger Ticket-System "Check-in/Be-out" kommt mit fünf Jahren Verspätung zu HVV-Kunden.

Sieben Jahre brauchte die Hochbahn für die neue, automatische Fahrkarten-Funktion.
Foto: Hochbahn

Hamburg, 08.02.2023: Mit einer Verspätung von vollen fünf Jahren seit dem geplanten Starttermin im Jahr 2018 haben der Hamburger Verkehrs-Verbund und die technisch verantwortliche Hamburger Hochbahn AG die Nutzung der Ticket-Funktion "Check-in/Be-out" für die lokale und regionale Nutzung von Bussen und Bahnen im HVV-Gebiet freigeschaltet. Zunächst müssen interessierte Nutzer jedoch die eigens entwickelte Mobile App "HVV Any" für Android oder iOS herunterladen und sich dort mit einem HVV-Konto einloggen, um das schnelle und einfache Nutzen von Bussen und Bahnen in Hamburg und der Umgebung ausprobieren zu können.
Bei "Check-in/Be-out" wurden die Eingangsbereiche aller Busse und Bahnen mit Sensoren ausgestattet. Nachdem sich die Kunden einmal mit der nun zwingend notwendigen "HVV Any"-App eingecheckt haben, registriert das Smartphone alle genutzten Busse und Bahnen innerhalb von 24 Stunden. Am nächsten Tag stellt der "HVV" eine Rechnung aus, die alle Fahrten zum günstigsten Tagespreis abrechnet. Nicht bekannt ist, ob wie bei anderen elektronischen Tickets des HVV per App ebenfalls 3 % Rabatt abgezogen werden.
Das Ticketsystem kann ab sofort fast im gesamten Hamburger Verkehrsverbund über die drei Bundesländer Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, in insgesamt sieben Landkreisen und bei knapp 30 beteiligten Bus- und Bahnunternehmen genutzt werden. Neben allen Stadt- und Überlandbussen von Hochbahn und VHH, den U- und S-Bahnen in Hamburg und im Umland kann "Any" auch in allen Zügen von AKN und Nordbahn und von DB Regio und Metronom sowie auf den HADAG-Fähren im Hamburger Hafen benutzt werden.
Das als "ITS-Ankerprojekt" hochgejubelte Fahrgast-Registrierungssystem auf Beacon-Basis hat einen unbekannten Millionen-Betrag verschlungen - u. a. im Rahmen des im Umfeld des internationalen Transport-Kongresse "ITS" vom Bund mit 21 Mio. € geförderten "RealLabHH". Die für die Umsetzung verantwortliche Hochbahn verweigert bis heute die Auskunft über die Kosten des Millionen-Grabs um das bereits vor sieben Jahren vom damals neuen Hochbahn-Chef Henrik Falk ausgerufene Großprojekt.
Das ticketlose Fahren im "HVV" hatte der damals neue "Hochbahn"-Chef Henrik Falk 2016 als Zukunftsziel ausgegeben. Die neue "HVV"-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt nannte das verspätete Vorzeigeprojekt unter Leitung der "Hochbahn" bei Vorstellung des neuen "HVV-Logos" Anfang Oktober '21 eine "Revolution im Markt". International nutzen führende Millionenmetropolen wie Amsterdam, Stockholm oder Hong Kong bereits seit Jahren funktionierende Systeme nach dem Prinzip "Check-in/Be-out".
Weitere Informationen zu "HVV Any" und ein Erkärvideo gibt es auf einer Service-Seite zum Thema im Web. 
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Kroschke kritisiert Verzögerung der Schnittstelle für KfZ-Anmeldungen großer Nutzer.

Autohäuser und Flottenbetreiber müssen weiter auf die digitale KfZ-Anmeldung warten.
Foto: BLG Bremen/Tristan Vankann

Ahrensburg, 23.01.2023: Der führende Anbieter für die KfZ-Anmeldung - die Ahrensburger "Kroschke"-Gruppe - kritisiert die weitere Verzögerung der sogenannten "Großkundenschnittstelle" für die digitale KfZ-Anmeldung von Neufahrzeugen und Flotten. Bei einer Sitzung der bundesweiten Arbeitsgruppe für die internetbasierte Fahrzeuganmeldung am 16. Januar d. J. lies das FDP-geführte Bundesverkehrsministeriums die Bombe platzen.
Statt im Mai 2023 wird die Schnittstelle des Kraftfahrt-Bundesamtes für Autohäuser und Flottenbetreiber als Großkunden frühestens im September d. J. zur Verfügung stehen, meldete die "Kroschke"-Gruppe. Bis dahin bietet "Kroschke" im Rahmen eines Workarounds eine kostenintensive Direktanbindung zur Anmeldung vieler Fahrzeug beim Kraftfahrt-Bundesamt.
Philipp Kroschke, Sprecher der Geschäftsführung der "Kroschke-Gruppe erklärte: "Natürlich wäre uns ein früherer Start lieber gewesen, denn als Mitglied des Projekts 'Großkundenschnittstelle' hätten wir unseren Kunden gerne schon im Mai die Möglichkeit gegeben, volldigital Fahrzeuge zuzulassen. Wir stehen jedenfalls in den Startlöchern."
Als Gründe für die Verzögerung erwähnt "Kroschke" in seinem Statement gesetzliche Anpassungen und vielfache Abstimmungsrunden. Damit liegt die Verantwortung für die weitere Verzögerung der "Großkundenschnittstelle" laut "Kroschke" bei Politik und Verwaltung.
Die in Berlin ansässige Arbeitsgruppe, die neben Politik auch mit Interessensvertretern aus der Wirtschaft besetzt ist, arbeitet seit 2021 daran, die Fahrzeugzulassung auch für Unternehmen digital möglich zu machen. Grundlage ist die bereits zuvor bereitgestellte Fahrzeug-Anmeldung für Privatpersonen (i-KfZ).
Die vollständige Meldung ist auf der Presseseite der "Kroschke"-Gruppe nachzulesen. 
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Logistikdienstleister nach wie vor wenig innovativ unterwegs.

Die Logistikbranche: wichtig aber wenig innovativ.
Foto: Marcin Jozwiak, Pixabay

Bremen, 09.01.2023: Eine aktuelle Studie zu Innovationen in der Logistik kommt zu teils kritischen Ergebnissen: 1. Verlader erwarten innovative Dienstleistungen von Ihren Transporteuren zum gleichen Preis. 2. Innovationen bringen generell eine höhere Wirtschaftlichkeit und sparen Kosten. 3. Die Innovationskraft von Logistik-Dienstleistern ist noch deutlich ausbaufähig. 4. Logistikunternehmen könnten auf Grund ihrer Leistung insgesamt selbstbewusster auftreten und 5.: Eine engere Zusammenarbeit birgt zusätzliche Potenziale.
Die Erhebung des Bremer Branchenverbandes BVL pointiert: Logistik-Dienstleister stecken nach wie vor wenige Ressourcen in die Entwicklung neuer Services und folgen dabei keinem methodischen oder strukturierten Vorgehen. Auf der anderen Seite finden ein Drittel der Verlader und damit die Kunden es zwar positiv, einen innovativen Logistiker zu haben, allerdings wollen sie dafür nicht mehr bezahlen.
Nach ihrer Meinung zur Innovationskraft von Logistikdienstleistern befragt, sagen 42 % der Teilnehmer aus Industrie und Handel, dass sie diese für wenig oder gar nicht innovativ halten. Rund ein Viertel hält sie für innovativ oder sehr innovativ. Etwa ein Drittel sieht sich mit ihren Dienstleistern gleichauf.
Die Aufgabe, neue Logistikdienstleistungen zu entwickeln, sehen mehr als die Hälfte der Kunden aus Industrie und Handel bei den Logistik-Unternehmen. Das könnte erklären, warum nur ein Zehntel der Unternehmen in die Innovationsprozesse ihrer Dienstleister einbezogen sind, womit relevantes Praxis-Know-how im Innovationsprozess fehlt. Verlader vergeben damit die Chance, gemeinsam Innovationen zu entwickeln, die ihre eigene Wettbewerbsposition festigen würden.
Immerhin gehen 41 % der Verlader davon aus, dass ihnen die Zusammenarbeit mit einem innovativen Partner Effizienz bringt und Kosten spart. Das ist auch die größte Motivation für Logistik-Dienstleister, neue Services zu entwickeln. Das Bewusstsein für das Potenzial, mit Innovation neue Märkte zu erschließen und das Image des eigenen Unternehmens zu formen, ist bei Logistikbetrieben aber kaum vorhanden.
Der in Bremen beheimatete Branchenverband BVL hat im Vorfeld des Leitevents "Transport Logistic" im Mai d. J. in München eine Studie zur Innovationsbereitschaft in Transport und Logistik veröffentlicht. Dabei berücksichtigte der Bundesverband Logistik sowohl Innovation bei Transport- und Lagerbetrieben selbst, als auch bei Logistikkunden z. B. aus Industrie und Handel.
An der Befragung nahmen 213 Vertreter der Transport- und Logistikbranche teil, davon 115 Geschäftsführer und Gesellschafter von Logistikbetrieben. Mit 137 bzw. rd. 2/3 vertrat die Mehrheit der Befragten Großunternehmen der Branche. 18 % der befragten Firmen kamen aus dem Lagerwesen, 16,4 % aus dem Transportgewerbe, 14,2 % waren Spediteure und 13,7 & Kontrakt-Logistiker. Die anderen Befragten verteilen sich auf diverse Disziplinen.
Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden. 

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83 % der Deutschen feiert mit Familie und Freunden ins neue Jahr.

Für 2023 sieht "Free Now" mehr geteilte Mobilität in Deutschland.
Foto: Free Now/Giulio Coscia

Hamburg, 30.12.2022: 83 % der Deutschen planen, Silvester im kleinen Kreis mit Freunden und Familie zu feiern. Nur vier Prozent wollen laut einer Umfrage des Hamburger Mobilitäts-Anbieters "Free Now" in Bars und Clubs ins neue Jahr rutschen. Weitere zwei Prozent beabsichtigen, auf Silvesterbällen oder im Rahmen organisierter Events das Jahr 2023 zu beginnen.
Interessant: Auf ihre Vorsätze in Sachen Mobilität angesprochen, antworten 62 % der Befragten, im neuen Jahr mehr Shared-Mobility-Angebote nutzen zu wollen. Unter den 18- bis 25-Jährigen sind es sogar 72 %. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 %) gibt an, dass sie 2023 vermehrt Busse und Bahnen des ÖPNV nutzen wird. 
Jeder Fünfte plant zudem, sein Auto weniger einzusetzen oder komplett aufzugeben, zehn Prozent wollen auf ein umweltfreundlicheres Modell, zum Beispiel ein E-Fahrzeug, umsteigen. 17 % der Befragten sagen, dass sie im kommenden Jahr insgesamt weniger verreisen und dabei auch kürzere Distanzen zurücklegen wollen.  
"Free Now"-Deutschlandchef Alexander Mönch erklärt zu den aktuellen Zahlen: "Dass sich viele Menschen vor dem Hintergrund der hohen Inflation aktuell eher in kleiner Runde zusammenfinden wollen, verstehen wir sehr gut. Gleichzeitig freut es uns umso mehr, dass die Deutschen im kommenden Jahr verstärkt auf Shared-Mobility-Angebote und nachhaltige Mobilität setzen wollen."     
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Hamburger Container-Verlader HHLA beerdigt belächeltes Hyperloop-Projekt.

So sollte der "Hyperport" im Hamburger Hafen einmal aussehen.
Grafik: HHLA

Hamburg, 27.12.2022: Der Hamburger Container-Terminal-Betreiber "HHLA" hat sein vermeintliches Zukunftsprojekt für eine "Hyperloop"-Magnetschwebebahn im Hamburger Hafen endgültig beerdigt. Das Röhren-Transportsystem sollte nach ursprünglicher Idee mit einem eigenen Container-Verladebahnhof namens "Hyperport" am Terminal in Altenwerder Übersee-Container durch den Hamburger Hafen transportieren.
Um möglichst wenig Aufmerksamkeit auf das Einstampfen des am 15. November 2018 mit großem PR-Brimborium durch die "HHLA" präsentierten Projekts zu erregen, steckte die Pressestelle des Container-Verladers die schlechte Nachricht einer Hamburger Zeitung pünktlich zum Ferienbeginn und den Weihnachtsfeiertagen zu. Laut des kalifornischen Projektentwicklers "HTT" soll das "Hyperport"-System mittlerweile sogar marktreif sein.
Laut theoretischer Hochrechnungen sollten bis zu 2.800 Übersee-Container an einem Tag über das "Hyperloop"-System und den eigenen Verladebahnhof abtransportiert werden können. Je Transportkapsel sollten ein 40-Zoll- oder zwei 20-Zoll-Container per "Rohrpost" auf die Reise gehen. Das Projekt wurde von vielen Kennern des Hamburger Hafens von Anfang an belächelt und als unrealistisch beurteilt.
Statt der zum internationalen Transport-Kongresses "ITS" im Oktober 2021 geplanten Eröffnung des "Hyperports" in Altenwerder stellte die "HHLA" lediglich ein Modell auf der Messe aus. Noch vor dem Fachkongress im "CCH" brachte ein kommerzielles Konzept in 2021 auf den Punkt: für die im Durchmesser fünf Meter großen "Hyperloop"-Röhren ist der Hamburger Hafen zu eng und damit nicht geeignet.
Der städtische Hafenkonzern hat das "Hyperloop"-Konzept mittlerweile komplett eingestellt. Die zuständige Projektleiterin ist in Rente gegangen. Von der Idee, den Gütertransport per Container mit bis zu 600 km/h durch Vakuumröhren zu organisieren, ist lediglich das "HHLA"-Logo mit blauem Tor und dem umstrittenen Werbespruch "Das Tor zur Zukunft" übrig geblieben.
Laut Medienbericht geht der städtische Terminal-Betreiber mit den Ergebnissen seiner technischen Analyse auf Werbetour, um mögliche Abnehmer zu finden, die ein Interesse haben könnten, ihrerseits in ein "Hyperloop"-System mit "Hyperport" investieren zu wollen. In Hamburg wird dies jedoch nicht stattfinden und Hamburg mit "Hyperloop" kein "Tor zur Zukunft" mehr werden.
Weitere Informationen zum "HHLA-Hyperport"-Projekt im Hamburger Hafen sind auf der Projektseite der "Hyperport"-Entwicklungsgesellschaft "HTT" nachzulesen.
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Rot-grüner Senat will bis zu 10.000 autonome Shuttles auf Hamburgs Straßen bringen.

Der rot-grüne Senat träumt von autonomen Shuttles in Hamburg.

Foto: Devran Toppalar, Pixabay

Hamburg, 20.12.2022: Der rot-grüne Senat will in 2030 bis zu 10.000 autonome Fahrzeuge auf Hamburgs Straßen bringen. Dies betrifft vor allem autonome "On-Demand-Shuttles", z. B. von "Ioki" oder Moia. Damit soll das Verkehrsangebot rund um Alster und Elbe digital-vernetzt unterstützt werden. Die autonomen Shuttles sind eines der ersten Projekte im Rahmen einer geplanten "Metropol-Modellregion Mobilität", die die Hamburger Stadtregierung mit Finanzmitteln des Bundes aufbauen will.
Zu den weiteren Schlüsselprojekten der geplanten Kooperation gehört der weitere Ausbau der "Digitalen Schiene" für das Hamburger S-Bahn-Netz. Durch das digitale Zugsteuerungssystem "ETCS" soll mehr S-Bahn-Züge in kürzerer Zeit auf dem Hamburger Streckennetz unterwegs sein. Damit in Verbindung steht die Sanierung der alten Stellwerke und ihre digitale Aufrüstung. Schließlich wollen Hamburg und Bund autonom fahrende LKW im Hafen und im Lieferverkehr fördern.
Verkehrssenator Anjes Tjarks betonte: "Die Digitalisierung soll das Leben und in diesem Fall die Mobilität der Menschen einfacher und komfortabler machen. Das wirkt sich dann ganz konkret in zukunftsorientierten Projekten aus wie dem des autonomen Fahrens, mit dem wir die Flotte an On-Demand-Fahrzeugen deutlich erhöhen können und der digitalen Schiene S-Bahn – die es uns ermöglichen wird, auch mit der bestehenden Infrastruktur Taktfrequenz und Angebot in Hamburgs Schnellbahnnetz deutlich zu verbessern.
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Free Now-App fordert Nutzer unverhofft in der Kälte zur Führerschein-Aktualisierung auf.

Offenbar fängt "Free Now" an, die "Super-App" zu vernachlässigen.
Foto: Free Now

Hamburg; Der in Hamburg-Altona beheimatete Taxi-, Mietwagen-, Carsharing- und E-Mobilitätsvermittler "Free Now" hat offenbar Probleme mit seiner "Super-App" und den Kundenservices. Grund: Im Gegensatz zu Carsharing-Wettbewerber "We Share" verlangt das Hamburger Tech-Unternehmen von "Daimler" und "BMW" von registrierten Nutzern ohne vorherige Warnung unverhofft vor einer Anmietung die Aktualisierung des hinterlegten Führerscheins. Dies ist auf offener Straße in der kalten Jahreszeit eine Verzögerung von rd. 10 Minuten.
Für Gelegenheitsnutzer der nach eigenen Angaben "Super-App" ist die plötzliche Führerschein-Verifikation eine böse Überraschung: Sie können erst ein nahegelegenes Fahrzeug reservieren, anmieten und nutzen, wenn Sie den Führerschein in der App zuvor aktualisiert haben. Dies ist ohne vorherige Ankündigung bei Minustemperaturen und in der dunklen Jahreszeit ein K.o.-Kriterium, wie "HANSEVALLEY"-Chefredakteur Thomas Keup erleben musste.
Offenbar gibt es bei Kundenservice und Qualitätskontrolle der Android- und iPhone-App aber noch weitere Mängel: So verlangt der extern eingebundene Führerschein-Service in der App-Anleitung das Fotografieren des Reisepasses, statt der gültigen Fahrerlaubnis. Beim Anmieten eines Pkw fordert die "Free Now"-App Fahrzeugmieter auf, den Autoschlüssel aus dem Handschuhfach zu nehmen und dort auch wieder zurückzulegen.
Moderne Carsharing-Fahrzeuge von "Miles" und Sixt" werden allerdings per Start-Stopp-Taste bedient. Hier scheint das Hamburger App-Entwicklerteam und die dazu gehörende Qualitätssicherung längere Zeit keine Überprüfung und Aktualisierung der App-Angaben vorgenommen zu haben. Die Aufforderung zum Scan des Reisepasses bestätigt die mangelnde Aufmerksamkeit auf die App-Qualität.
Ein Sprecher von "Free Now" erklärte gegenüber HANSEVALLEY, an der Verbesserung der Abläufe zu arbeiten. Künftig sollen Nutzer wie bei "We Share" und anderen Anbietern rechtzeitig vor ihrer nächsten Miete aktiv darüber informiert werden, in Ruhe ihren Führerschein in der App erneut evaluieren zu lassen. Warum "Free Now" nicht wie andere Anbieter Kunden vor bösen Überraschungen in der kalten Jahreszeit schützt, wurde nicht erklärt.
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VW-Chef Blume stellt Pläne für die Zukunft der Software-Tochter Cariad vor.

VW-Konzernchef Blume muss den künftigen Weg für Cariad bestimmen.
Foto: Porsche AG

Wolfsburg, 15.12.2022: Einen Tag von der außerordentlichen Hauptversammlung der "Volkswagen AG" am Freitag in Berlin stellt "VW"-Vorstandschef Oliver Blume heute zusammen mit "Cariad"-CEO Dirk Hilgenberg dem Aufsichtsrat des größten europäischen Autobauers seine Pläne für die weitere Entwicklung der umstrittenen Software-Tochter "Cariad" vor.
Experten gehen davon aus, dass Blume für die angeschlagene Tochtergesellschaft millionenschwere Finanzspritzen vom Aufsichtsrat fordern wird - nicht zuletzt, um die mehrfach bekannt gewordene Personalfluktuation bei "Cariad" mit Neueinstellungen entgegenzuwirken. Zuletzt arbeiteten laut Medienberichten rd. 5.000 IT-Fachleute bei dem in Ingolstadt und Wolfsburg angesiedelten Softwarehaus.
Eine Mobilitäts-Analyse des US-Finanzdienstleisters "Stifel" zu Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des europäischen Automobilmarktes kommt zu dem Ergebnis: "Wir gehen davon aus, dass sich Blume künftig auf Software konzentrieren wird. Die Strategie könnte die Zusammenarbeit mit mehr Partnern und möglicherweise eine Änderung der Strukturen innerhalb von Cariad beinhalten". Blume soll die Studie zugespielt worden sein.
Auf der Konzern-Agenda des 53-jährigen Blume stehen die Themen "Cariad" und die künftige Fahrzeug-Plattform "SSP" (Scalable Systems Platform) auf Platz 5 und 6. In ersten Entscheidungen wurden auf Grund von Verzögerungen bei der Softwareentwicklung bereits das geplante autonome "VW"-Flaggschiff "Trinity" und die dafür geplante Fahrzeug-Fabrik in Wolfsburg auf den Prüfstand gestellt.
Mit Hochdruck soll zudem zunächst die Software für die beiden elektrischen Konzern-Flaggschiffe "Porsche eMacan" und "Audi Q6 e-tron" in Eigenverantwortung der Premium-Töchter entwickelt werden. Von Top-Managern der beiden Marken gab es in den vergangenen Monaten immer wieder scharfe Kritik an einem Zwang der Zusammenarbeit mit "Cariad".
Die "McKinsey"-Analyse "Status Review E3 2.0" im Auftrag von "Audi" deckte im Frühjahr d. J. rd. ein Dutzend schwerwiegende Mängel bei der Software-Entwicklung auf, die unter der Verantwortung des vormaligen "Cariad"- und "Audi"-Vorstands Markus Duesmann lagen. So würden die Verantwortlichen der Konzern-Töchter nicht miteinander reden und ihre Egoismen verfolgen.
Jahrelange und millionenschwere Verzögerungen bei entscheidenden Cariad-Projekten - wie dem künftigen Automotive-Betriebssystem mit autonomen Fahrfunktionen "E2 2.0" ("VW OS") - kosteten VW-Konzernchef Herbert Diess nach massiven Interventionen von "Porsche"-Managern gegenüber den Eigentümer-Familien Porsche und Piëch im August d. J. seinen Vorstandsposten.

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Autofahrer können mit intelligenten Displays für Effizienz von Elektrofahrzeugen sorgen.
Mit diesem Fahrsimulator soll die Energieeffizienz von E-Autos erhöht werden.
Foto: Uni Lübeck
Lübeck, 12.12.2022: Lübecker Wissenschaftler erforschen, inwieweit die Verarbeitung von Informationen und die Handlungen von Autofahrern mit intelligenten Optimierungs-Algorithmen gekoppelt werden können. Die Forscher arbeiten an Lösungen, durch die Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen für Menschen transparent und steuerbar wird und damit erhöht werden kann.
Dazu arbeiten Experten für Ingenieurpsychologie, Medieninformatik und Regelungstechnik im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes "Amori" gemeinsam an einem genaueren Verständnis des Verhaltens von Autofahrern. So werden verschiedene Situationen - wie unterschiedliche Geschwindigkeiten - bei Fahrten im Fahrsimulator untersucht.
Prof. Thomas Franke, Projektleiter an der Universität zu Lübeck: „Die genaue Energiedynamik im Fahrzeug ist für Fahrerinnen und Fahrer heute oft schwer nachvollziehbar und wird von üblichen Anzeigen nicht akkurat dargestellt. Dadurch wird es Fahrenden unnötig schwer gemacht, optimal energieeffizient unterwegs zu sein.
Aus der Fahrer-Fahrzeug-Interaktion im Simulator werden in der Forschung Konsequenzen für den Energieverbrauch und Möglichkeiten der Optimierung durch Fahrer und Anzeigen zur Steuerung erarbeitet. Dabei werden künftig spezielle "Eco-Displays" zum Einsatz kommen. Das gemeinsame Projekt von Wissenschaftlern der Uni Lübeck und der TU Kaiserslautern geht über drei Jahre.
Weitere Informationen gibt es auf der "Amori"-Projektseite der Universität Lübeck.
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VW rüstet Stammwerk mit 460 Mio. € für die elektrische Zukunft aus.

Das VW-Stammwerk in Wolfsburg bekommt zwei elektrische Modelle.
Foto: VW AG

Hannover, 09.12.2022: "Volkswagen" will bis Anfang 2025 rund 460 Mio. € in das Stammwerk am Konzernsitz in Wolfsburg investieren. Das kündigte Markenchef Thomas Schäfer am Mittwoch während der Betriebsversammlung in Wolfsburg an. Die Investitionen fließen vor allem in die Vorbereitungen für die Produktion des neuen "ID.3". Das kompakte Elektroauto läuft ab 2023 in Wolfsburg vom Band – zunächst in Teilfertigung, ab 2024 ist dies vollständig vorgesehen. Bis Ende 2025 soll der Aufbau der Produktion abgeschlossen sein. Die notwendigen Qualifizierungs­maßnahmen der Belegschaft werden laut "VW" jetzt vorbereitet.
"VW"-Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo sagte: „Wolfsburg steht für die Zukunft. Der Betriebsrat verbindet damit einen klaren Anspruch an den Standort Wolfsburg: die modernste Produktion, das beste Personal und den größten Pioniergeist. Das heißt, dass Wolfsburg mit der Transformation zur E-Produktion, einem zusätzlichen vollelektrischen Modell ab 2026 sowie mit Trinity und der SSP auch in den kommenden Jahren das Kraftzentrum der Marke und damit des Konzerns bleibt."
Die Auslastung des Wolfsburger Stammwerkes soll mit einem weiteren vollelektrischen Modell im boomenden SUV-Segment erhöht werden.
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Bremische Häfen sollen in den kommenden fünf Jahren SMART-Ports werden.

Bürgermeister Boveschulte und Häfensenatorin Schilling bei Vorstellung
des Hafenentwicklungskonzepts der bremischen Höfen bis 2035.
Foto: Senatskanzlei Bremen

Bremen, 07.12.2022: Der Senat der Wesermetropole hat das Hafenentwicklungskonzept für die bremischen Häfen bis 2035 vorgelegt. Danach bilden die beiden Metathemen Digitalisierung und Klimaneutralität die vorrangigen Entwicklungsschwerpunkte für die Häfen an der Weser. Im Mittelpunkt der Digitalisierung stehen die Herausforderungen der Arbeitswelt rund um die Häfen durch zunehmende Automatisierung.
Für die weitere Entwicklung der Häfen in Bremen und Bremerhaven investiert der Senat des Landes jährlich rd. 50 Mio. €. Ganz oben steht u. a. die Entwicklung der Hafenanlagen zu einem "SMART-Port" durch konsequente Digitalisierung. Dabei verschreibt sich die Landesregierung mit seinem Hafenmanagement "Bremenports" dem Prinzip der digitalen Vernetzung aller Bereiche.
Der Senat spricht im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung an der gut 4.600 Meter langen Bremerhavener Kaje mit insgesamt 43 Container-Brücken an den drei "Eurogate"- und Partner-Terminals offen von weniger Hafenarbeitern für einfache Tätigkeiten. Zugleich hebt der Senat die Chancen durch eine digital-gestützte Flächenoptimierung hervor. Dadurch können in Zukunft neue Unternehmen im Hafen angesiedelt werden.
Das Häfensressort von SPD-Senatorin Claudia Schilling fordert im Hafenentwicklungsplan, Digitalisierungsprojekte der Unternehmen im Hafen rechtzeitig zu identifizieren und frühzeitig Qualifizierungsanforderungen für betroffene Mitarbeiter zu definieren. Außerdem sollen Hafenarbeiter frühzeitig in Digitalisierungsprozesse eingebunden werden, um Ängste abzubauen und Qualifizierungen zu fördern.
Bremische Häfen in fünf Jahren SMART-Ports.
Im Gegensatz zu Hafenkonkurrent Hamburg hat Bremen bis heute keine eigene "SMART-Port"-Strategie. Das bremische Hafenentwicklungskonzept spricht offen von einem Wettbewerbsnachteil gegenüber den anderen Containerhäfen der Nordrange. Der Hafenplan sieht die Notwendigkeit, in den kommenden fünf Jahren ein modernes, vernetztes System aufzubauen. Dazu soll kurzfristig eine Taskforce eingerichtet werden.
Im Anschluss will Bremen eine Koordinierungsstelle schaffen und eine Förderinfrastruktur aufbauen. Dabei sollen Wettbewerbe ("SMART-Port"-Awards), die Beteiligung von Startups und bestehender Projekte (z. B. "Digitale Außenweser") eine Rolle spielen. Übergeordnet will Bremen digitale Zwillinge, die Einbindung von Online-Plattformen der Logistik und darauf aufbauend selbstorganisierende Logistikketten fördern. Erste inhaltliche Schwerpunkte sollen die Infrastruktur, Cybersicherheit und Nachhaltigkeit werden.
Häfensenatorin Claudia Schilling erklärte: "Für uns steht im Zentrum, dass der Hafen seine volks- und regionalwirtschaftliche Bedeutung ausbaut, dabei aber der Prämisse einer nachhaltigen Hafenentwicklung folgt, die den veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen, neuen Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen und neuen Anforderungen an Antriebe und Treibstoffe gerecht wird. Das Hafenentwicklungskonzept findet Antworten auf diese komplexen Herausforderungen und stellt die richtigen Weichen, um den Hafen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen."
Die bremischen Häfen sind mit gut 5 Mio. TEU und rd. 60 Mio. t Stückgut der zweitgrößte deutsche Umschlagplatz für den internationalen Warenaustausch. Die "Bremenports" sichern im kleinsten Bundesland mehr als 40.000 Arbeitsplätze. An den Kajen arbeiten insg. 6.400 Arbeitnehmer im und für den Hafen. Dazu kommen rd. 26.500 Arbeitsplätze in den Bereichen Transport und Logistik, Produktion und Kreufahrtindustrie.
Das Hafenentwicklungskonzept 2035 für die bremischen Häfen kann hier heruntergeladen werden (PDF-Download).
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Bremen bei Fahrradwegen laut Umfrage top, Hamburg dagegen weitgehend flop.

Erstaunliche Ergebnisse insbesondere im Vergleich Bremen zu Hamburg.
Grafik: Statista

Hamburg, 06.12.2022: Die norddeutschen Bundesländer bekommen von den Einwohnern an Nord- und Ostsee sehr gute bis sehr schwache Noten bei der Fahrradfreundlichkeit. So das zentrale Ergebnis einer digitalen Auswertung des Hamburger Daten-Services "Statista" auf Grundlage des "Mobilitätsbarometers" der "Allianz Pro Schiene". Im Mittelpunkt der Auswertung steht die Ausstattung der Länder mit Fahrradwegen.
Nach der Umfrage unter mehr als 2.000 Radfahrern im Oktober d. J. schneidet im Norden vor allem die Freie Hansestadt Bremen mit 80 % positiver Bewertung in Sachsen Fahrradfreundlichkeit ab. Damit liegt Bremen zugleich bundesweit an der Spitze. Im Mittelfeld kann sich Niedersachsen mit 53 % positiver Stimmen platzieren - in einem Umfeld mit Baden-Württemberg und dem Saarland.
Im unteren Mittelfeld landen laut der Erhebung Mecklenburg-Vorpommern mit 47 % sowie Schleswig-Holstein mit 43 %. Norddeutsches Schlusslicht bei der Fahrradförderung ist laut Nutzern die Freie und Hansestadt Hamburg mit gerade 34 % Zustimmung zur Mobilitätspolitik von Senat und Bezirken. Hamburg landet damit ebenso wie Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Thüringen im Keller.
Weitere Informationen zum Mobilitätsbarometer gibt es bei "Statista" und auf den Seiten der "Allianz Pro Schiene".
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VW und Cariad unterstützen mit 42 Berlin die vierte Informatik-Schule.

Gründer und Förderer der neuen "42"-Schule in Berlin.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 05.12.2022: Nach der Förderung der Software-Entwickler-Ausbildung am Konzernstandort in der "42 Wolfsburg" erweitert der Automobil-Hersteller zusammen mit seiner Softwaretochter "Cariad" das Engagement mit 11 Millionen Euro am neuesten Peer-basierten Ausbildungsstandort "42 Berlin". Der Schwerpunkt der Berliner "42"-Ausbildungsstätte liegt in Themen rund um cyberphysische Systeme, KI und Mobilität.

"VW" und "Cariad" unterstützen die Studenten mit einem weltweiten Netzwerk und Know-how durch Mentoring und Praktika. Neben dem Wolfsburger "Volkswagen"-Konzern und der "VW"-Softwaretochter "Cariad unterstützen die Unternehmern "Bayer", "Capgemini", "Microsoft, "SAP" und die "Telekom"-Tochter "T-Systems" den neuesten Standort am schnellsten wachsenden Tech-Hub in Europa.

"42 Berlin“ ist nach der Coding-Schule "42 Wolfsburg“, der "42 Heilbronn“ (in Zusammenarbeit mit "Audi") und der "42 Prague“ (in Kooperation mit "Skoda") der vierte Ableger im internationalen Netzwerk der Schule, den der "Volkswagen"-Konzern fördert, um damit Nachwuchs für die Softwareentwicklung vor allem der Tochtergesellschaft "Cariad" zu gewinnen. "VW"-Konzern-Personalvorstand Gunnar Kilian: "Die 42 steht für die Zukunft der Bildung und ist wichtiger Hebel unserer Transformation zum softwarezentrierten Unternehmen. Gleichzeitig heben wir durch die Unterstützung von insgesamt vier 42-Ablegern entscheidende Synergien innerhalb des Konzerns und gehen gemeinsam gegen den Fachkräftemangel an."

Für "Volkswagen" wird Software das wichtigste Unterscheidungsmerkmal und Grundlage für datengesteuerte Geschäftsmodelle. Rainer Zugehör, Chief People Officer von "Cariad" dazu: „Das Auto der Zukunft ist ein smartes Digital Device auf Rädern. Wir bei CARIAD arbeiten für den Volkswagen Konzern am automatisierten und vernetzten Auto: Dafür bauen wir unser internes Software-Knowhow immer weiter aus und sind auf der Suche nach Menschen, die Begeisterung, Motivation und Talent für Tech-Themen mitbringen." 

„42 Wolfsburg“ war die erste von "VW" unterstützte Coding-Schule des ‚42‘-Netzwerks. Der Schule kommt eine besondere Rolle als Flaggschiff im Bereich der Software-Entwicklung für das automobile Ökosystem zu. Die Spezialisierung wird von Programmen begleitet, die exklusiv für die "42 Wolfsburg“ aufgelegt worden sind. "Volkswagen" fördert die Schule als Gründungspartner mit 3,7 Mio. € im ersten Jahr und zwei Millionen Euro jährlich in den Folgejahren. 

Das in Paris 2013 gegründete "42-Netzwerk" bildet aktuell rd. 15.000 Software-Spezialisten aus, die an mehr als 42 Standorten in über 25 Ländern lernen. In Europa betreibt die gemeinnützige "42 School" allein 30 Standorte, in Deutschland sind es die drei von "VW" unterstützten Schulen in Berlin, am "Audi"-Werksstandort" Heilbronn und nahe des "VW"-Stammwerkes" in Wolfsburg.

Das "42"-Bildungskonzept setzt auf selbstbestimmtes Lernen, Teamwork und öffnet Tech-Ausbildung auch für Quereinsteiger ohne Informatik-Hintergrund. "42"-Studenten schließen ihre Ausbildung im Durchschnitt nach drei Jahren als ‚Full Stack Software Developer‘ ab und verfügen über Software-Kompetenzen, die mit einem Master-Abschluss in Informatik vergleichbar sind.

Formelle Zulassungskriterien wie an traditionellen Bildungseinrichtungen entfallen. Es werden weder IT-Vorkenntnisse noch ein klassischer Schulabschluss gefordert. Einzige Voraussetzung: Die Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein und ein mehrwöchiges Probestudium („Piscines“) absolvieren, bei dem algorithmisches Denken und Selbstorganisation getestet werden.

Weitere Informationen gibt es u. a. auf den Seiten von "42 Berlin", "42 Heilbronn" und "42 Wolfsburg".

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VW-Tochter Cariad plant Übernahme von KI-Spezialisten für Sprachassistenten.

Künftig werden VW-Fahrer im Wagen von einer KI begleitet.
Grafik. Cariad

Wolfsburg, 05.12.2022: Die "Volkswagen"-Software-Tochter "Cariad" die Übernahme will den KI-Spezialisten "Paragon Semvox" mit rd. 140 Mitarbeitern in Limbach und Nürnberg übernehmen und hat Ende vergangener Woche einen Kaufvertrag mit dem Automobilzulieferer "Paragon" aus Delbrück unterzeichnet.
Mit der Übernahme will die in schwere Fahrwasser geratene "Cariad SE" ihre Kompetenzen im Bereich digitaler Sprachassistenten auf Basis künstlicher Intelligenz ausbauen. "Paragon Semvox" bietet KI-basierte Lösungen für Sprachsteuerung und Mensch-Maschine-Interaktionen und beliefert den "Volkswagen"-Konzern als Hauptkunden bereits seit Jahren.
"Cariad" entwickelt für die "VW"-Marken einen digitalen Assistenten, den die Kunden über gesprochene Worte steuern können und der künftig auch Mimik und Blicke interpretiert und darauf reagiert. Dank künstlicher Intelligenz soll dieser mit den Nutzern in einen Dialog treten und Wünsche antizipieren.
Steigen Kunden morgens ins Auto, so kann der digitale Assistent gemäß ihrer Gewohnheiten anbieten, zur Arbeit zu navigieren, einen Kaffee-Stopp einzulegen, sich in das erste Meeting einzuwählen, die Lieblingsmusik abzuspielen oder mitfahrende Kinder mit Spielen zu unterhalten.
Das Auto der Zukunft fährt automatisiert und ist vernetzt. Das digitale Erlebnis im Innenraum rückt daher immer mehr in den Vordergrund“, erklärt Lynn Longo, Chief Technical Officer von "Cariad". „Ein intelligent interagierender Sprachassistent wird künftig der zentrale Touchpoint für die Konzernmarken zu ihren Kunden und spielt eine große Rolle für die User Experience."
Weitere Informationen zur "Paragon Semvox"-Technologie für intelligente Sprachsysteme in Fahrzeugen gibt es auf der Firmenseite.
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Körber kümmert sich bei Baur um den Versand von About You-Paketen.

Mit Hilfe von Körber verschickt About You künftig Jugendklamotten aus Altenkunstadt.
Foto: Baur Hermes Fulfillment

Hamburg, 28.11.2022 *Update*: Der Industrie- und Technologiekonzern "Körber" kümmert sich am Lagerstandort der "Baur"-Gruppe in Altenkunstadt um eine reibungslose IT und den Anschluss eines bis Frühjahr 2024 auf 16.300 qm erweiterten, vollautomatischen Shuttlelagers an das ERP und die Warenwirtschaft der angeschlossenen Online-Versender. Hauptprofiteur wird der ebenso wie die "Baur"-Gruppe zum "Otto"-Konzern gehörende Modeversender "About You" mit rd. 500.000 Artikeln.
In Zukunft sollen in dem - großteils durch das Burgkunstädter Familienunternehmen "Baur-Gruppe" finanzierte - Erweiterungsbau auf 800.000 Stellplätzen bis zu 6,4 Mio. zu verschickende Artikel eingelagert werden können. Der Geschäftsbereich "Körber Supply Chain" wird dazu das vor Ort betriebene Warehouse-Management-System mit den Steuerungssystemen der Lagerkunden verbinden.
Übergeordnetes Ziel ist ein hocheffizientes Fulfillment aus Einlagerung, Sortierung und Versand von Handelsartikeln. Mitte kommenden Jahres sollen die ersten Tests gefahren werden, um das Körber-IT-System zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus in 2024 reibungslos integrieren zu können.
Betreiber des Hochregallagers mit automatischen Transportshuttles auf den Regalebenen ist das Gemeinschaftsunternehmen "Baur Hermes Fulfillment". Die Gesellschafter "Baur" und der Logistikdienstleister "Hermes" gehören wie der umstrittene Online-Versender "About You" zum Hamburger Familienimperium "Otto".
Körber ist für die Baur Hermes Fulfilment ein zentraler Partner für Softwarelösungen und Services im Hinblick auf eine reibungslos funktionierende Supply Chain“, sagt Kamil Christoph Kasprowicz, CEO des am 1. Juni d. J. gegründeten, Altenkunstädter Gemeinschaftsunternehmens.
Eine ausführliche Meldung ist auf den Presseseiten der "Körber"-Logistiksparte nachzulesen. (Foto: Baur Hermes Fulfillment)
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Forscher der Uni Bremen unterstützen Conti bei der Entwicklung des autonomen Fahrens in der Stadt.

Die Uni Bremen hat Conti auf dem Weg zum autonomen Fahren unterstützt.
Foto: Continental

Bremen, 24.11.2022: Die Arbeitsgruppe Kognitive Neuroinformatik der Universität Bremen hat in einem Kooperationsprojekt mit dem Automobilzulieferer "Continental" wichtige Forschungserfolge zur Entwicklung künftiger Fahrassistenzsysteme beigesteuert. Mithilfe Künstlicher Intelligenz werden komplexe Verkehrssituationen nun besser erkannt. "PRORETA 5" ist der Name des Forschungsprojekts, das der Automobilzulieferer mit seinen Forschungspartnern – der Universität Bremen, der TU Darmstadt und der TU Iași in Rumänien – abgeschlossen hat.
Ziel des "PRORETA"-Projektes war die Entwicklung von Algorithmen. Sie sollen aus Sensordaten richtige, mit dem Menschen vergleichbare Fahrentscheidungen für den Innenstadtverkehr ableiten. Bei einer ungeregelten Kreuzung ist es eine Herausforderung, alle für die geplante Fahrtrichtung relevanten Objekte zu interpretieren. Es geht um deren Bewegungsrichtung, Intention und den Vorrang im Verkehr. Ohne menschliches Zutun soll die Künstliche Intelligenz künftig sichere Entscheidungen treffen können. 
Am Ende gab es eine Fahrdemonstration in Darmstadt. Dort haben wir autonome Fahrfunktionen präsentiert, an denen wir intensiv mitgearbeitet haben“, erklärt Prof. Kerstin Schill, Leiterin der Arbeitsgruppe Kognitive Neuroinformatik der Universität Bremen. „Dabei war das Forschungsfahrzeug in der Lage, autonom dem Straßenverlauf mit einem vordefinierten Ziel zu folgen und dabei auf andere Verkehrsteilnehmer – Fußgänger, Fahrradfahrer und weitere Fahrzeuge – zu reagieren."
Weitere Informationen zum "Proreta-Projekt" gibt es u. a. auf den Seiten der TU Darmstadt.
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Autonomer VW-Trinity und neues Wolfsburger Werk auf dem Prüfstand.

Der neue autonome VW-Trinity steht auf dem Prüfstand.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 21.11.2022: Auf Grund jahrelanger Verzögerungen der künftigen "VW"-Fahrzeug-Plattformsoftware "E3 2.0" seitens "Cariad" könnte sich der Bau der neuen Wolfsburger Fabrik für das künftige, autonom fahrende Flagschiff-Modell "Trinity" verzögern oder gar ganz abgeblasen werden. Der neue Konzernchef Oliver Blume und Markenchef Thomas Schäfer sagten vor der Belegschaft: ""Wir nutzen die Gelegenheit, alle Projekte und Investitionen anzuschauen und auf Tragfähigkeit zu prüfen."
Mit der Übernahme der "VW"-Konzernverantwortung durch "Porsche"-Chef Blume werden die bisherigen Entscheidungen des bisherigen Vorstandschefs Diess weitgehend auf den Prüfstand gestellt. So war bislang geplant, das neue für autonomes Fahren ausgerüstete Automotiv-Betriebssystem "E3 2.0" ("VW OS 2.0") zuerst in dem für 2026 geplanten "VW Trinity" einzusetzen.
"Als Erstes treffen wir gemeinsam die Entscheidung zum weiteren Software-Fahrplan und Zuschnitt der Plattformen" erklärten die beiden "VW"-Topmanager. "Darauf folgt die Ausarbeitung der Produktstrategie mit den konkreten Projekten der einzelnen Marken für die nächsten Jahre." Im Gespräch ist die Verschiebung des Vorzeigeprojektes auf Ende des Jahrzehnts. Zudem könnte der "Trinity" womöglich doch im alten Wolfsburger Stammwerk gebaut werden.
Bislang war geplant, den "Trinity" als erstes elektrisches Flaggschiff mit autonomen Fahrfunktionen in einem neuen Werk im Wolfsburger Stadtteil Warmenau zu bauen. Zuvor wurde das für 2025 geplante, ebenfalls autonome "Audi"-Flaggschiff-Modell "Artemis" zugunsten des "VW Trinity" zurückgestellt. Dies war eine der letzten Entscheidungen des ehemaligen "VW"-Chefs Herbert Diess vor seiner Abberufung u. a. auf Grund der massiven Probleme bei der Softwarre-Tochter "Cariad".
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Hochbahn wagt neuen Anlauf mit autonomen Kleinbussen.

Die Hochbahn versucht es erneut mit autonomen Shuttles.
Foto: Holon/Benteler Group

Hamburg, 17.11.2022: Nach der Reduzierung des Forschungs- und Entwicklungsprojekts "HEAT" (Hamburg Electric Autonomous Transportation) von 50 auf 30 km/h und dem abrupten Ende des Testbetriebs in der Hamburger Hafencity nach dem internationalen Transportkongress "ITS" im Oktober 2021 unternimmt die Hamburger "Hochbahn" einen neuen Versuch mit selbstfahrenden Kleinbussen im Stadtgebiet.
Der Shuttle-Fahrzeug-Spezialist "Holon" und die städtische "Hochbahn" haben eine Erklärung unterzeichnet, die einen Test mit dem von "Holon" entwickelten "People Mover" als On-Demand-Shuttle in Hamburg ab 2024 vorsieht. Das barrierefreie Fahrzeug bietet eine automatisierte Rampe, einen Rollstuhlplatz sowie auditive und visuelle Unterstützung. Es soll im Januar im Rahmen der "CES 2023" in Las Vegas vorgestellt werden und in Hamburg perspektivisch den geplanten "Hamburg-Takt" unterstützen.
Die Kooperation mit der "Hochbahn" ist das erste Projekt für "Holon" in Deutschland. Bei der Entwicklung des autonomen Shuttles arbeitet das Unternehmen mit Spezialfirmen wie "Pininfarina, Beep und Mobileye" zusammen. Der "Mover" soll ab 2025 zunächst in den USA produziert werden. Als besonders interessante Einsatzbereiche soll der Kleinbus auf Hochschul-Campus, an Flughäfen oder in Naturparks zum Einsatz kommen. "Holon" gehört zum Paderborner Automobil-Zulieferer "Benteler" und firmierte zuvor als "Benteler EV Systems".
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Erstmals in Deutschland digitale Lieferscheine im Einsatz.

Erstmals wurde ein DM-Markt per digitalem Lieferschein beliefert.
Foto: DM Drogerie-Märkte

Bremen, 16.11.2022: Am Montag d. W. begleiteten erstmalig digitale Lieferscheine in Deutschland Warenlieferungen zu Zentrallagern des Handels. Rund zwei Wochen nach dem Startschuss für die Online-Plattform "Cloud4Log" auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin nahmen Unternehmen den Live-Betrieb auf.

Die neuen, digitalen Lieferscheine stehen für die Dauer des Lieferprozesses und zehn Wochen darüber hinaus digital für die Beteiligten zur Verfügung. Ausdruck, Weitergabe, Transport und Quittierung der Papierbelege sind somit überflüssig.

Die ersten Lieferungen mit papierlosen Belegen trafen am Montag-Vormittag bei "DM" in Waghäusel, bei "Rewe" in Neu-Isenburg sowie bei "Penny" in Neuhausen ein. Am Freitag vergangener Woche hatten sie die Lieferanten "Berief Food", "Eckes Granini" und "Nestlé" die Sendungen auf den Weg gebracht.

19 Unternehmen haben sich bereits für "Cloud4Log" registriert, um den digitalen Lieferschein-Service zu nutzen. Darunter sind neben den genannten Partnern der ersten Anlieferungen weitere wie zum Beispiel "Dachser, Frosta, Hailo und die Nagel Group". 48 Unternehmen haben ihre Absicht erklärt, die von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und GS1 Germany mit "T-Systems" sowie Partnern aus Industrie, Logistikdienstleistung und Handel entwickelte Cloud-Lösung zu verwenden.

Wir waren als REWE Group von Anfang an dabei, deswegen freue ich mich über den Start des digitalen Lieferscheins. Heute machen wir einen weiteren großen Schritt in Richtung der Digitalisierung der Logistik: Wir sparen Papier. Wir sparen Zeit. Und wir sparen uns Fehler“, erklärte Birgit Heitzer, Leiterin Beschaffungslogistik & Logistik Services bei "Rewe".

In meiner langen Gremien- und Projektarbeit habe ich noch kein Projekt erlebt, bei dem eine so große Anzahl Unternehmen konzeptionell zielführend zusammengearbeitet haben wie bei der Entwicklung des digitalen Lieferscheins“, so Michael Moise, Lead ECR/EDI Management bei "Nestlé Deutschland".

Weitere Informationen zum digitalen Lieferschein gibt es auf den Seiten des Branchenverbandes BVL

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Free Now integriert Bus- und Bahn-Tickets der Düsseldorfer Rheinbahn.

Jetzt integriert Free Now auch Busse  und Bahnen.
Foto: Free Now

Hamburg, 07.11.2022: Der in Altona beheimatete Mobilitätsanbieter "Free Now" bietet Nutzern in Zukunft auch Tickets für Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs an. Der erste Verkehrsanbieter in der Android- und iOS-App ist die "Düsseldorfer Rheinbahn". Damit können Bus- und Bahnkunden über "Free Now" Tickets des gesamten "Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr".
User können damit neben Taxen, Mietwagen, E-Scootern, E-Bikes, E-Mopeds und Carsharing auch Bus- und Bahnfahrkarten für die im "VRR" zusammengeschlossenen Städte Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bochum, Wuppertal und Duisburg via App buchen. Damit folgt "Free Now" dem früheren, ebenfalls in Hamburg beheimateten Schwesterunternehmen "Moovel".
"Free Now"-Deutschland-Chef Alexander Münch: "Wir erreichen damit eine wichtige nächste Stufe und ermöglichen hierzulande in unserer App erstmals ein durchgehendes Ticketing für verschiedene Verkehrsträger. Die Verknüpfung verschiedener Mobilitätsangebote ist von besonderer Bedeutung, wenn die Verkehrswende hierzulande gelingen soll.
Mit knapp 1.100 Linien, rund 7,8 Mio. Einwohnern und einer Fläche von etwa 7.300 Quadratkilometern ist der "VRR" der einwohnerstärkste Verkehrsverbund und größte Nahverkehrsballungsraum Europas. Weitere Verkehrsverbünde in Deutschland und Europa sollen in den kommenden Monaten und Jahren folgen.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. im "Presseportal" nachzulesen.
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Volkswagen erhöht klimaneutrale Kapazitäten in seinen Rechenzentren.

Klimafreundliche Rechenzentrum werden auch bei VW zum Standard.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 07.11.2022: "Volkswagen" will seine Rechenzentren bis 2027 rechnerisch klimaneutral betreiben. Dafür hat der Konzern seine Rechenleistungskapazitäten bei "Green Mountain", einem norwegischen Betreiber CO2-neutraler Rechenzentren, jetzt aufgestockt. Mit dem eingesetzten Grünstrom in Norwegen könnten ein Jahr lang 500 Haushalte versorgt werden.
Beim neuen Standort SVG1-Rennesøy handelt es sich um ein ehemaliges Hochsicherheitsmunitionsdepot der NATO im Inneren eines Berges, das von "Green Mountain" zu einem Hochsicherheitsrechenzentrum mit 22.600 qm umgebaut wurde. Die Infrastruktur ist für eine Erweiterung auf 2x26 Megawatt Anschlussleistung ausgelegt. Volkswagen nutzt davon 3 Megawatt. 
Damit wird ein Viertel der Gesamtrechenleistung des "Volkswagen"-Konzerns weltweit klimaneutral bereitgestellt. Dies entspricht einer jährlichen CO2 Einsparung von rd. 10.000 Tonnen. Insgesamt betreibt der "Volkswagen"-Konzern sechs Rechenzentren weltweit: drei in Wolfsburg, zwei in Norwegen und eins in Singapur.
Die Zusammenarbeit mit "Green Mountain" begann im Juni 2019 mit der Inbetriebnahme des Rechenzentrums am Green-Mountain-Standort RJU1-Rjukan im norwegischen Telemark. Ziel war es, die nicht zeitkritischen, aber sehr rechenleistungsintensiven Projekte – wie Simulationen von Crashtests – auszulagern, um Kapazitäten in den Rechenzentren am Stammsitz des "Volkswagen"-Konzerns für geschäftskritische Anwendungen freizugeben. 
"Green Mountain" ist ein norwegischer Betreiber CO2-neutraler Rechenzentren. Sämtliche Server werden bei "Green Mountain" zu 100 % mit erneuerbarer Energie aus Wasserkraft versorgt. Die Kühlung wird über den angrenzenden Fjord realisiert.
Die Nutzung von Wasserkraft geht mit einer minimalen CO2-Bilanz und marginalen ökologischen Auswirkungen einher. Die norwegische Regierung fördert die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen durch die Industrie, wie beispielsweise bei klimaneutralen Rechenzentren. Steuervergünstigungen, niedriger Energiepreise und stabile politische Rahmenbedingungen machen Norwegen zum idealen Standort für Grüne IT.
Eine ausführliche Meldung ist im "Volkswagen Newsroom" nachzulesen.
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VW verkauft WeShare-Carsharing-Flotte an Berliner Konkurrenten Miles.

Die Berliner Miles-Flotte wird mit VW weitgehend elektrisch.
Foto: Miles Mobility

Berlin, 02.11.2022: Das Berliner Mobilitäts-Startup "Miles" übernimmt "UMI Urban Mobility International" mit "WeShare", der Car-Sharing-Sparte von "Volkswagen". Im Rahmen der neuen Partnerschaft hat "Miles" mehr als 10.000 elektrische Fahrzeuge der Marken "Audi", "Seat/Cupra" und "Volkswagen Pkw" bestellt, die ab 2023 ausgeliefert werden sollen.
"Miles" ist aktuell in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Duisburg, Hamburg, Köln, München und Potsdam aktiv. Im Herbst 2022 sind die belgischen Standorte Brüssel und Gent hinzugekommen. Im Rahmen der Integration ist geplant, dass sich die "Miles"-Flotte entlang der Elektrifizierung des "Volkswagen"-Konzerns weiterentwickelt. "WeShare" betreibt aktuell rd. 2.000 elektrische "VW"-Modelle vom Typ "ID.3" und "ID.4" in Berlin und Hamburg – mit insgesamt mehr als 200.000 Nutzern. Die "Miles"-Flotte besteht aus über 9.000 Fahrzeugen - rund 70 % davon kommen aus dem "VW"-Konzern.
"Mit einem starken Partner als Betreiber der Flotte und mit Fahrzeugen verschiedener Marken des Volkswagen Konzerns wird Carsharing in der Breite für noch mehr Kundinnen und Kunden verfügbar. Wir freuen uns sehr, dass wir mit MILES einen perfekten Partner gefunden haben, dessen Angebot über die Mobilitätsplattform von Volkswagen buchbar sein wird.“, sagt Dr. Christian Dahlheim, Vorstandsvorsitzender der "Volkswagen Financial Services AG".
Die Flotte von "Miles" soll künftig auch über die neue "Europcar"-Mobilitätsplattform buchbar sein. Vor Kurzem übernahm "Volkswagen" den Autovermieter "Europcar" zusammen mit Partnern. "Miles" bietet bislang vor allem Benzin- und Diesel-betriebene Fahrzeuge an. Zu den Investoren von "Miles Mobilty" gehören u. a. der bekannte Berliner Seriengründer Lukacz Gadowski und die VC-Gesellschaften Inventure Partners, WestTech Ventures und Weller Venture Capital.
Antworten zum Zusammenschluß gibt es in einer FAQ auf der Seite von "WeShare".
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VW und Ford stoppen Zusammenarbeit mit US-Spezialist Argo AI.

Der "VW ID Buzz AD" im autonomen Fahrtest mit Argo AI-Sensoren.
Foto: Argo AI 

Wolfsburg, 02.11.2022: Der "Volkswagen"-Konzern und der amerikanische Konkurrent "Ford" geben ihre Beteiligung an dem US-Tech-Startup "Argo AI" auf und drehen dem Hoffnungsträger für autonomes Fahren den Geldhahn zu. Jeder der beiden Automobil-Hersteller besaß bislang 40 % der Anteile an dem Spezialisten. Der "Ford"-Konzern schrieb in seiner Bilanz allein kurzfristig 2,7 Mrd. € Investitionen ab. Insider rechnen mit einer ähnlich hohen Abschreibung bei den Wolfsburgern.
Laut einer Mitteilung von "Ford" soll die Entwicklung des autonomen Fahrens bei "Argo AI" auf Level 4 deutlich weiter von der erfolgreichen Umsetzung entfernt sein, als bislang gedacht. Level 4 ist die zweithöchste Stufe des autonomen Fahrens, bei der der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen kann und zum Passagier wird. "Ford" erklärte außerdem, dass "Argo AI" wohl keine weiteren Investoren für die weitere Entwicklung gefudnen habe.
Bislang hatte "Volkswagen" u. a. mit seiner Nutzfahrzeug-Sparte in Hannover die Lidar-Sensoren von "Argo AI" für den neuen "ID Buzz" im Test. Der elektrische Kleinbus fährt als "ID Buzz AD" mit sechs Lasern, elf Radaren und 14 Kameras auf einer 50 km langen Teststrecke in den Hamburger Stadtteilen Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde. So soll die eingesetzte KI für komplexe Straßenverhältnisse und verkehrliche Herausforderungen trainiert werden.
"Volkswagen"-CEO Oliver Blume erklärte: „Gerade bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien zählen Fokus und Geschwindigkeit. Unser Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden die leistungsfähigsten Funktionen zum frühestmöglichen Zeitpunkt anzubieten und unsere Entwicklung möglichst kosteneffizient aufzustellen.“ Künftig konzentriert sich "VW" bei der Entwicklung autonomer Fahrfunktionen mit seiner Software-Tochter "Cariad" auf eine Kooperation mit Bosch", in China zudem mit "Horizon Robotics".
Ein Großteil der rd. 2.000 Mitarbeiter des 2016 gegründeten und seit 2019 durch die beiden Automobil-Konzerne unterstützten Tech-Unternehmens sollen künftig bei "VW" und "Ford" arbeiten. Die rd. 280 Mitarbeiter der deutschen "Argo AI"-Tochter sollen bereits von "VW" konkrete Jobangebote bekommen haben. Zudem sollen die Patente des Pittsburger Tech-Unternehmens künftig von den beiden Automobil-Hersteller genutzt werden. Als neuer, weiterer Partner für die Entwicklung des autonomen Fahrens bei "VW" gilt die "Intel"-Beteiligung "Moibileye".
Ein ausführlicher Beitrag zum Thema ist u. a. bei den Kollegen der "Computerwoche" erschienen.
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Kieler Uni-Projekt vernetzt öffentlichen Verkehr mit Hilfe von KI.

Künftig sollen Busse, Bahnen und Fahren dank KI vernetzt fahren.
Grafik: CAPTN

Kiel, 31.10.2022: Mit der Förderung Künstlicher Intelligenz durch das Land Schleswig-Holstein soll die Kieler Initiative "CAPTN" künftige Systeme für klimenschonende Schiffsverkehre schaffen. Einen Förderbescheid über rd. 330.000,- € übergab SH Digitalminister Dirk Schrödter Ende vergangener Woche im Kieler Wissenschaftszentrum. Mit dem Geld solch vor allem ein KI-Experte angestellt wird.
Die "CAPTN"-Initiative will eine innerstädtische Mobilitätskette für Kiel etablieren. In ihr sollen autonome und saubere Verkehrsträger für den öffentlichen Nahverkehr zu Wasser und zu Land miteinander verzahnt werden. Für die Umsetzung des Vorhabens sollen auch verschiedene Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz genutzt werden.
Die CAPTN-Initiative ist durchzogen von Fragestellungen zu KI“, erklärte Dr. Karsten Pankratz, InnovationScout des Transferbereichs der Kieler CAU-Hochschule, dem Initiator und Koordinator der "CAPTN"-Initiative. „Diese können jetzt als zentrales Element deutlich sichtbarer herausgearbeitet werden. Bisher fehlte es hierfür an der Finanzierung geeigneter Fachkräfte.“
Kein autonom fahrendes Fahrzeug kommt ohne Künstliche Intelligenz aus. Abgesehen davon, optimiert die KI nicht nur die Schifffahrt, sondern auch viele weitere Prozesse in der maritimen Wirtschaft“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter in Kiel. „Das Besondere an CAPTN KI ist, dass das Vorhaben alle Verkehrsarten, sei es auf Wasser, Schiene oder Straße, in den Blick nimmt und diese vernetzt."
Weitere Informationen zu "CAPTN" gibt es auf der Projektseite.
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Logistik startet Branchen-Cloud für digitale Lieferscheine in Deutschland.

Der digitale Lieferschein im Einsatz bei Rewe.
Foto: Cloud4Log


Bremen/Berlin, 24.10.2022: Nach einer erfolgreichen Testphase des digitalen Lieferscheins haben die Bundesvereinigung Logistik und der Barcode-Spezialist "GS1 Germany" zusammen mit T-Systems und Partnern aus Industrie, Handel und Logistik die technische Lösung für den praktischen Einsatz fertiggestellt. Den Startschuss für den Live-Betrieb der dazu gehörenden "Cloud4Log" gaben die BVL und "GS1 Germany" am Donnerstag v. W. auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin.
Die Plattform ist in vielen Branchen für den Warenverkehr – von Lieferanten bis zum Handel – einsetzbar. Weitere Funktionalitäten, die die Effizienz entlang der Supply Chain weiter erhöhen, sind in Planung. Dazu gehören eine sogenannte digitale Pforte, über die die Fahrer alle notwendigen Informationen, z. B. zu Parkplatz und Entladetor, auf ihr Smartphone erhalten sowie ein digitaler Self-Check-In-Service für das Fahrpersonal.
„Jetzt können sich alle Supply Chain-Partner für den Cloud4Log-Service registrieren, um ab November digitale Lieferscheine und perspektivisch andere Transportdokumente über diese Online-Plattform auszutauschen. Das aufwändige Handling des Papier-Lieferscheins ist damit hinfällig“, erklärt Martin Schwemmer, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistik. 
Über 40 Unternehmen aus Industrie, Logistik und Handel arbeiten an der "Cloud4Log" mit. Dazu gehören z. B. Lieferanten wie "Eckes Granini", "Frosta", "Henkel", "Nestlé" und Transportunternehmen wie "Dachser", "DHL Supply Chain", "Fiege" und die "Nagel-Group". Aus dem Handel beteiligen aktuell die "DM-Drogerie Märkte", "Lidl" und "Rewe".
Viele händische Schritte prägen bislang die Liefer- und Transportabläufe entlang der Lieferketten. Lieferungen zu Großhändlern oder Verteilzentren des Einzelhandels werden grundsätzlich von Lieferscheinen in Papierform begleitet. Alleine für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel sind mind. 20 Millionen Lieferscheine pro Jahr notwendig. Das ergibt bei mehrfacher Ausfertigung mind. 180 Millionen Blatt Papier, so viel wie 1.500 Bäume mit 25 Metern Höhe.
Ein ausführlicher Beitrag mit Details zur Funktion der "Cloud4Log" gibt es auf den Seiten des Branchenverbandes BVL

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Hamburg testet autonome Brummi-Fahrten von der Autobahn zu den Container-Terminals im Hafen.

Künftig kommen die Brummis ohne Fahrer zu den Container-Terminals.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 21.10.2022: In einem vierjährigen Pilotprojekt erprobt die Hansestadt autonome Lkw-Transportfahrten von der Autobahn zum Terminalgelände des Hafens. Dabei greift die Stadt auf digitale Infrastruktur des Hafens sowie der "TAFV" (Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren) zurück. Vor dem Hintergrund stetig wachsender Warenströme und eines zunehmenden Fahrer-Mangels steigt die Bedeutung des autonomen Fahrens im Logistikbereich.
Die finale Streckenführung steht noch nicht fest. Die verwendete Technik basiert auf Grundlage der standardisierten ITS-G5-Technologie, die bereits seit mehreren Jahren erprobt worden ist. Die technische Infrastruktur erlaubt sowohl die digitale Kommunikation zwischen den Fahrzeugen als auch die Kommunikation zwischen der Straßeninfrastruktur - z. B. intelligenten Ampeln - und dem Brummi. Dabei sollen Fahrzeuge grundsätzlich selber fahren und die städtische Infrastruktur unterstützt dabei. Das Forschungsprogramm und die Erprobung sind auf vier Jahre angesetzt.
Das Pilotprojekt wird u. a. von der Hamburg Port Authority als Partner unterstützt. Inhaltlich werden die Projektaufgaben der Verkehrsbehörde von den Landesbetrieben LSBG und der HHVA umgesetzt. Die Rolle der Stadt sind vor allem die notwendigen Genehmigungen. Als Forschungspartner unterstützt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) das Projekt. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit 23 Mio. € Förderung.
Die Europäische Kommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung im Bereich autonomer Lkw-Verkehre zu fördern und entsprechende Pilotprojekte im operativen Bereich finanziell zu unterstützen. Darunter befindet sich auch das "MODI"-Projekt, in dem ein Konsortium aus 29 Partnern die Umsetzung von Lösungen für autonome Straßenverkehre erprobt – einschl. der Hamburger Verkehrsbehörde sowie der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer und die Hamburg Verkehrsanlagen GmbH.
Im Rahmen des "MODI-"Projekts werden in den vier Jahren Lösungen und Potenziale zur höchsten Automatisierungsstufe getestet, ohne dass sich ein Fahrer während der Fahrt im Fahrzeug befindet. Weitere Tests werden auf dem Autobahnkorridor von Rotterdam in den Niederlanden nach Moss in Norwegen durchgeführt, wobei vier Landesgrenzen überquert werden und der Terminalbetrieb in vier verschiedenen nordeuropäischen Häfen unterstützt wird.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. auf der News-Seite von "Hafen Hamburg Marketing" nachzulesen.
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Volkswagen investiert 2,4 Mrd. € für autome Fahrzeuge in China.

Cariad und Horizon Robotics gründen eine gemeinsame Firma in China.
Grafik: Cariad

Wolfsburg, 17.10.2022: Europas größter Autobauer "Volkswagen" beteiligt sich an dem chinesischen Automotive-Softwarehersteller "Horizon Robotics" und plant, mit dem asiatischen Spezialisten an seiner Software-Plattform für autonomes Fahren zu arbeiten. Dabei dreht sich alles um autonome Funktion speziell für die in China produzierten und verkauften Fahrzeuge des Konzern.
Dreh- und Angelpunkt ist ein neuer Computer-Chip, die autonomes Fahren zuverlässiger werden lassen soll. Auf dem Chip sollen verschiedene autonome Fahrfunktionen ("AD") sowie Assistenzsysteme ("ADAS") skalierbar laufen können. Schließlich soll der gemeinsame Automotive-Chip Energie einsparen. Unterm Strich soll mit den Maßnahmen das China-Geschäft gestärkt werden.
„Die Partnerschaft mit Horizon Robotics ist ein wichtiger Baustein der strategischen Neuausrichtung und weiteren Stärkung unserer Geschäftsaktivitäten in unserem weltweit wichtigsten Markt. Durch eine lokalisierte Technologieentwicklung erhält die Region mehr Eigenständigkeit, um ihre führende Position in diesem dynamischen Automobilmarkt weiter zu stärken", sagt Ralf Brandstätter, neuer Vorstandschef des "Volkswagen"-Konzern.
Im Rahmen der geplanten Zusammenarbeit wollen "VW" und "Horizon" eine gemeinsame Firma gründen. Die "VW"-Softwaretochter "Cariad" soll mit 60 % daran beteiligt sein. Die Kooperation frü die gemansame Entwicklung von Full-Stack-ADAS/AD-Lösungen für den chinesischen Markt soll im Laufe des kommenden Jahres unter Dach und Fach gebracht sein.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist im "Volkswagen Newsroom" veröffentlicht.
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Ahrensburger Kroschke-Gruppe unterstützt Mobile.de bei Zulassung von Online-Autokäufen.

Kroschke aus Ahrensburg kümmert sich für Mobile.de um die Zulassungen.
Foto: Kroschke

Ahrensburg, 11.10.2022: Die "Kroschke"-Gruppe aus Schleswig-Holstein ist mit ihrem Anmelde-Service „Ready2Drive“ eine Zusammenarbeit mit der Gebrauchtwagen-Börse "Mobile.de" eingegangen und Partner für Zulassung und Auslieferung aller auf "Mobile.de" online verkauften Fahrzeuge. Der Online-Autokauf über "Mobile.de" wurde in engem Austausch mit dem stationären Autohandel entwickelt.
Die Online-Zulassung fügt sich laut "Kroschke" nahtlos in den digitalen Kaufprozess ein. Händler können sich komplett dem Fahrzeugverkauf widmen und müssen sich nicht Hürden der Kfz-Zulassung und unterschiedlichen regionalen Vorgaben auseinandersetzen. Auch die Überführung übernimmt das Familienunternehmen aus der Metropolregion Hamburg.
Nach dem Online-Verkauf wird der Endkunde Schritt für Schritt durch den Zulassungs und Auslieferungsprozess geführt, um die benötigten Informationen zu übermitteln. Das System erkennt anhand der Postleitzahl den Zulassungsort und entscheidet, welche Dokumente in welcher Form für die Fahrzeuganmeldung erforderlich sind.
"Alles, was digital werden kann, wird digital werden“, bestätigt Arne Potapski, verantwortliche Managerin bei der "Kroschke Gruppe". „Deshalb freuen wir uns, Mobile.de mit ready2drive eine smarte Zulassungsstrecke für ihre Customer-Journey zur Verfügung zu stellen.“"
Laut einer aktuellen Studie des deutschen Fahrzeugmarkts "Mobile.de" können sich 37 % der Verbraucher den Online-Kauf eines Fahrzeugs vorstellen. Mit einem neuen Angebot greift die Plattform aus Kleinmachnow bei Berlin das wachsende Kundenbedürfnis auf: Im Rahmen einer Pilotphase wird eine Auswahl inserierter Fahrzeuge von teilnehmenden Händlern ab Ende September '22 auf der Plattform zum digitalen Verkauf angeboten.
Weitere Informationen zu "Ready2Drive" gibt es auf den Seiten des "Deutschen Auto-Dienstes" von "Kroschke".
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Niedersachsen baut in Braunschweig Mobilitäts-Inkubator mit 4,7 Mio. € Förderung auf.

Die TU Braunschweig wird Heimat eines Mobilitäts-Inkubators für Niedersachsen.
Foto: Brunswyk, Lizenz: GNU FDL 1.2

Braunschweig/Wolfsburg, 06.10.2022: Die Region Braunschweig-Wolfsburg wird unter der Federführung der TU Braunschweig einen Hightech-Inkubator und -Accelerator für Mobilitäts-Startups aufbauen. Das Land Niedersachsen unterstützt das Vorhaben mit 4,7 Mio. € Förderung. Am Dienstag d. W. übergab Wirtschafts-Staatssekretär Stefan Muhle den Förderbescheid im Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik in Braunschweig.
Zum geplanten Förderprogramm des Inkubator- und Accelerator-Programms gehören Exkursionen ins Silicon Valley und nach Israel sowie Mentorings, Coachings, Workshops, Meetups und Events für Austausch und Vernetzung. In der Inkubationsphase erhalten die ausgewählten Startups bis zu 100.000,- €, in der Acceleration bis zu 200.000,- € Unterstützung.
In einer Vorauswahl haben sich bereits 14 Jungunternehmen mit innovativen Ideen als Förderkandidaten beweisen können. Die Organisation der Förderprojekte erfolgt über den Entrepreneurship Hub der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule. Im Schwerpunkt  „Smart Mobility“ geht es nicht nur um Mobilität, sondern auch um intelligente Informations- und Kommunikationstechnik, die zur Vernetzung von Verkehrssystemen notwendig ist.
Dass HTIA Smart Mobility jetzt durchstarten kann, ist eine Auszeichnung, und zeigt, dass sich der Fokus unserer Universität auf Mobilität sehr erfolgreich bewährt hat und die gemeinsame Strategie zum Wissens- und Technologietransfer von TU, Ostfalia und Forschungsregion viel Potenzial bietet und bestens ergänzt“, betont Prof. Angela Ittel, Präsidentin der TU Braunschweig.
Ausführliche Informationen gibt es auf der Projektseite

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VW Financial Services entwickelt mit Braunschweig digitale Flottenanmeldung.

Braunschweig wird zum Vorbild für digitale Flottenanmeldung.
Foto: Igge, Lizenz: CCO

Braunschweig, 05.10.2022: Die Löwenstadt und die "Volkswagen"-Tochter "Financial Services" haben gemeinsam einen digitalen Service zur Anmeldung von kommerziellen Fahrzeugflotten entwickelt. Das Projekt wurde vom Land Niedersachsen und vom Bundesverkehrsministerium unterstützt. Künftig können Unternehmen ihre Fahrzeugflotten schneller, einfacher und vor allem digital zulassen. Zugleich können Kommunen komplexe Anmeldeprozesse ablösen.
Seit 2019 hat die "VW"-Finanzierungstochter nach eigenen Angaben bereits mehrere hundert Dienstfahrzeuge digital zugelassen. Das Unternehmen hat dazu einen Prozess entwickelt, der die digitale Überprüfung von Personalausweisdokumenten und Vollmachten mit Hilfe des eID-Anbieters "Verimi" ermöglicht.
Ab 2023 soll die digitale Fahrzeug-Zulassung für Flotten bundesweit möglich werden. Dazu hat das Bundesverkehrsministerium die Erfahrungen aus dem Braunschweiger Projekt in die Gesetzgebung für einen Großkunden-Service einfließen lassen. Längerfristiges Ziel ist eine eigene, digitale Akte für Fahrzeuge.
Eine klassische win-win-Situation: Unternehmen können ihre Fahrzeugflotten künftig digital und einfach zulassen und die Kommunen haben die Möglichkeit, die oftmals noch umständlichen Prozesse in ihren Zulassungsbehörden zu vereinfachen,“ erläutert Christian Dahlheim, CEO der Volkswagen Financial Services AG.
Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig ergänzt: „Die Stadt Braunschweig und Volkswagen Financial Services haben mit diesem Pilotprojekt einen entscheidenden Beitrag zur weiteren Digitalisierung im Zulassungswesen geleistet. Dieses bundesweit einmalige Braunschweiger Leuchtturmprojekt hat die gesetzliche Umsetzung erheblich beschleunigt.
Die ausführliche Meldung ist im Presseservice der "Volkswagen Financial Services" nachzulesen. 

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Budni startet weiteren Versuch eines Schließfach-Systems in Hamburg.

Nun versucht Budni sein Glück mit Paketstationen in seinen Läden.
Foto: Budnikowski

Hamburg, 05.10.2022: Der Drogeriemarkt-Filialist "Budni" baut seine Kooperation mit dem schwedischen Öko-Versender und Paketbox-Anbieter "Instabox" aus. Nach einem Test in einer Berliner City-Filiale unweit von Ku'damm und Gedächtniskirche rollt "Budnikowski" die digitalen Paketstationen nun in seinem Heimatmarkt Hamburg aus. In den kommenden Monaten sollen 19 Filialen der zu "Edeka" gehörenden Drogeriemarkt-Kette mit der "Instabox" ausgestattet werden.
Das schwedische Liefer-Startup hat in Deutschland u. a. "Amazon", den schwedischen Bekleidungshändler "H&M" sowie "Ikea" als Partner gewonnen. Kunden der bekannten Handelshäuser können ihre Pakete künftig auf Wunsch in die "Instabox" einer "Budni"-Wunschfiliale liefern lassen. Der neue Service spart nicht zuletzt unnötige Fahrwege ein.
In Deutschland ist nach dem Start in den Großräumen Berlin in Hamburg sowie in Nordrhein-Westfalen seitens "Instabox" eine schnelle Expansion geplant. 50 Paketstationen sollen es laut Anbieter demnächst werden. "Instabox" ist auch in Hamburg ein weiterer Versuch, mit lokalen Paketboxen eine Nachbarschaftszustellung zu organisieren.
Die Hamburger Sparkasse betrieb von April 2018 bis Ende 2021 in mehr als 30 Hamburger "Haspa"-Filialen eigene Paketstationen. Hier konnten sich Hamburger u. a. ihre Sendungen des lokalen Lebensmittel-Versenders "Frischepost" einliefern lassen. Zudem boten die kostenlosen Schließfächer eine praktische Abstellmöglichkeit während des Einkaufsbummels und ein sicheres Schließfach-System z. B. zum Tausch von Schlüsseln oder Wertsachen.
Anlässlich des ITS-Mobilitätskongresses rollte das Hamburger Gemeinschaftsunternehmen "Parcellock" von "DPD" und "Hermes" ab März 2020 auf insgesamt 21 Hamburger Fern-, S- und U-Bahnhöfen eigene "Hamburg Boxen" aus. Trotz massiver Werbung durch den Hamburger Senat und die Partner "Deutsche Bahn" und Hochbahn" wurde das Paketboxen-System nicht angenommen, so dass die Paketdienste "DPD" und "HLG" nach zwei Jahren den Stecker zogen. "Hermes" ist ein Tochterunternehmen des Hamburger "Otto-Konzerns", "DPD" ist eine Tochter der französischen "La Poste". 
Der deutsche Paketmarkt ist geprägt von scharfem Wettbewerb unter den Paketdiensten. Marktführer "DHL" hat ein eigenes, bundesweites Schließfachsystem. Die aktuell mehr als 8.500 "Packstationen" stehen u. a. an Parkplätzen von Supermärkten und Discountern. "DHL" und "Hermes" betreiben weitgehend flächendeckende Paketshop-Netze, die sich zunehmender Beliebtheit bei Privatkunden erfreuen, da sie eine individuelle Abholung ermöglichen.
Deutschlands größter E-Commerce-Anbieter "Amazon" baut seinerseits in Deutschland ein eigenes, flächendeckendes Liefernetz mit "Prime"-Paketboten, "Amazon Hubs" in "Galeria"-Filialen (vorm. "Karstadt-Kaufhof") und "Amazon Lockern" in Wohnvierteln von großen Wohnungsbaugesellschaften, an Discountern (u. a. "Netto" und "Penny") sowie Tankstellen (u. a. "Shell" und "Total") auf.
Weitere Informationen zur Nutzung der "Instabox" gibt es auf den Seiten des schwedischen Versand-Startups.
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Hamburg führend bei Nutzung von E-Mobility-Angeboten von Free Now.

Hamburg ist eine der Städte mit höchster Nutzung von E-Mobility-Diensten.
Foto: Free Now

Hamburg: 67 % der Teilnehmer einer Umfrage des Hamburger Shared-Mobility-Service "Free Now" können sich vorstellen, regelmäßig auf per App buchbare Mobilitätsdienste wie E-Scooter, E-Bike, E-Moped oder Carsharing umzusteigen und auf eigene Fahrzeuge zu verzichten.
 Insbesondere bei der Generation Z - geboren zwischen 1997 und 2012 - werden Shared-Mobility-Optionen immer beliebter. Besonders wichtig für die Befragten sind die eingesparten Stunden im Stau sowie geringere private und gesellschaftliche Kosten.
Bemerkenswert: Die Freie und Hansestadt Hamburg sowie die portugiesische Hauptstadt Lissabon sind im laufenden Jahr die Städte mit dem höchsten Aufkommen an E-Touren auf der zu "BMW" und "Daimler" gehörenden Mobilitäts-Plattform. Insgesamt hat "Free Now" nach eigenen Angaben durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, wie E-Bikes, die Emissionen deutlich reduziert.
Die Europa-weit präsente Mobile App für Shared Mobility hat zur diesjährigen "European Mobility Week" insgesamt 5.000 Stadtbewohner in Deutschland und Österreich, in Großbritannien und Irland, Frankreich, Spanien und Portugal, Italien, Polen und Griechenland zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Die Umfrage wurde durch "Kantar" im Juli und August d. J. durchgeführt.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. auf dem "Presseportal" nachzulesen. 
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Marodes Hamburger S-Bahn-Netz soll bis 2030 durch digitale Zugsteuerung aufgerüstet werden.

Der erste reguläre Zug der "digitalen S-Bahn" in Hamburg.
Foto: Deutsche Bahn

Hamburg, 19.09.2022: Im Jahr 2030 sollen das gesamte Hamburger S-Bahn-Netz digitalisiert sein und alle Züge rund um Alster und Elbe automatisch unterwegs sein. Ende vergangener Woche wurde auf der ersten fertiggestellten Strecke zwischen Berliner Tor und Bergedorf der Regelbetrieb für die Linie S2/S21 gestartet. In der Spitze werden ab sofort bis zu 4 Züge im Osten Hamburgs mit der digitalen Steuerung im Einsatz sein. Dabei übernimmt der Computer die Abstände zwischen den Zügen.
Durch eine engere Zugfolge können bis zu 30 % mehr Züge auf dem bestehenden, sanierungsbedürftigen Hamburger S-Bahn-Netz unterwegs sein. Um den digitalen Betrieb zu ermöglichen, sind die S-Bahnen mit speziellen Antennen, Radaren und Computersystemen ausgerüstet. Außerdem wurde die Infrastruktur entlang der Strecke aufgerüstet, darunter auch ein marodes Stellwerk und die analoge Signaltechnik.
Die komplette digitale Ausstattung des Hamburger S-Bahn-Netzes ist bis Ende des Jahrzehnts geplant. 64 weitere Züge der neuen Baureihe 490 mit digitaler Technik sind bestellt sollen ab 2025 eingesetzt werden. Die S-Bahn-Flotte steigt damit auf 256 Züge. Die Deutsche Bahn und Siemens hatten die digitale S-Bahn gemeinsam mit der Stadt zum "ITS-Kongress" vorgestellt. Die Partner haben gemeinsam 60 Mio. € investiert. Für ein digitales Stellwerk hat der Bund überdies 31,5 Mio. € bereitgestellt.
Kay Arnecke, Geschäftsführer S-Bahn Hamburg: „Die Digitale S-Bahn Hamburg fährt jetzt unsere Fahrgäste, das ist ein Epochenwechsel. Mit der Technik können wir bis zu 30 Prozent mehr Züge einsetzen, ohne einen Meter Gleis neu zu bauen. Dazu macht die digitale Steuerung die S-Bahn zuverlässiger und noch energieeffizienter.“ Die digitale S-Bahn ist Teil des DB-Programms "Digitale Schiene Deutschland" ist.
Aktuell testet Niedersachsen unter dem Projektnamen "ARTE" mit der Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG und gemeinsam mit dem Zug-Hersteller "Alstom", dem "DLR" und der TU Berlin autonome Regionalbahnen.
Eine ausführliche Meldung zur digitalen S-Bahn ist auf den Seiten der "Deutschen Bahn" nachzulesen.
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Lufthansa Industry Solutions und Audi gründen Joint Venture für Automotive-Software.

Das noch kleine Start-Team von Amplimind in München.
Foto: Amplimind

Norderstedt/Ingolstedt, 14.09.2022: Der IT-Dienstleister "Lufthansa Industry Solutions" und die "Volkswagen"-Tochter "Audi" haben den Start eines Joint Ventures namens „Amplimind“ bekannt gegeben. Im Juli d. J. wurde die Gemeinschafts-Gründung der beiden Schwergewichte bekannt gegeben. "Amplimind" soll Ende des Jahres den operativen Betrieb aufnehmen und die digitale Transformation von "Audi" beschleunigen. 
Die Software-Entwicklungsspezialisten des neuen Unternehmens wollen sich auf die agile Individual-Entwicklung, die Integration und den Betrieb von strategischen Applikationen, sowie Beratungsleistungen in den Gebieten IT-Security und Cloud-Plattformentwicklung konzentrieren. Brisant: "Audi" betreibt in Ingolstadt zugleich einen der beiden Firmenstandorte der "VW"-IT-Tochter "Cariad", die als zentraler IT-Entwickler des Konzerns dient.
Die "Amplimind"-Büros an den Standorten München Airport als Headquarter und Norderstedt bei Hamburg dienen laut offizieller Meldung als Projektflächen für kollaboratives Arbeiten, Austausch und Ideenentwicklung. Offenbar sucht das Unternehmen derzeit massiv Software-Spezialisten und wirbt offiziell mit Werten, wie "Green IT" und "Green Coding".  
"Die Hoheit über Software-Entwicklungskompetenz gewinnt in den nächsten Jahren deutlich an strategischer Relevanz für die Digitalisierung effizienter Geschäftsprozesse“, sagt Frank Loydl, Chief Information Officer bei "Audi". Jörn Messner, Managing Director bei "Lufthansa Industry Solutions" ergänzt: "Es geht um maßgeschneiderte Individualentwicklungen, vor allem im Bereich Cloud, die die anspruchsvollen Sicherheitsanforderungen der Automobilindustrie erfüllen.
Eine ausführliche Meldung ist bei "Audi" nachzulesen.
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Hapag-Lloyd entwickelt mit 1,6 Mio. global vernetzten Containern digitales Zusatz-Geschäft.

Einer der ersten Live-Träcker wird an einem HLAG-Container montiert.
Foto: Hapag-Lloyd

Hamburg, 01.09.2022: Deutschlands größte Reederei "Hapag-Lloyd" statt alle ihre 1,6 Mio. Übersee-Container mit online-vernetzten Trackern aus. Bis Ende kommenden Jahres sollen die meisten der orangen Blechkisten in den rd. 200 Depots weltweit mit Live-Trackern ausgestattet und dann rund um die Uhr auffindbar sein. Der Containerbestand wird aktuell mit Geräten von "Nexxiot" ausgestattet, ab Ende des Jahres werden auch Geräte des IoT-Anbieters "Orbcomm" installiert.
Die Tracking-Geräte können Daten von jedem Container in Echtzeit übermitteln und damit die Transportkette transparenter und effizienter machen. Sie liefern GPS-basierte Standortdaten, messen die Umgebungstemperatur und überwachen plötzliche Erschütterungen des Containers. Die kleinen Kästen integrieren die neueste Energy-Harvesting-Technologie und Techniken mit geringem Stromverbrauch, um eine extrem lange Lebensdauer bei hochfrequenter Datenübertragung zu gewährleisten.
Ab Mitte kommenden Jahres will "Hapag-Lloyd" mit "Live Dry" das Echtzeit-Tracking seinen Kunden als digitalen Service anbieten und damit zusätzliche Einnahmen generieren. Aktuell können Container nur mit Einlaufen in Häfen verfolgt werden. Damit ist für Kunden über Tage und Wochen ungewiss, wo sich ihre Waren befinden oder ob diese in einwandfreiem Zustand sind. Mit einem Echtzeit-Tracking können zudem Transport- und Warenversicherungen besser kalkuliert werden. 
"Wir freuen uns sehr, nun mit dem Projekt zu starten und damit die ersten der Branche zu sein, die einen so weitreichenden Schritt in Richtung Digitalisierung der Containerschifffahrt wagen. Die Container, die das Depot mit einem Tracking-Gerät verlassen, sind für uns und in einem nächsten Schritt auch für unsere Kunden vollständig sichtbar - egal ob sie auf einem LKW, Zug oder auf einem Binnenschiff unterwegs sind oder in einem Lager stehen," so Maximilian Rothkopf, COO von Hapag-Lloyd.
Ein ausführlicher Artikel zum Thema ist u. a. bei den Kollegen der "Welt" nachzulesen. 
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Volkswagen-Konzern international führend bei digitalen Services.

Die ID-Modelle sind Vorreiter der digitalen VW-Flotte.
Foto: VW AG

Bergisch-Gladbach, 24.08.2022: Nach einer aktuellen Studie ist der Wolfsburger "Volkswagen"-Konzern der weltweit innovativste Automobil-Hersteller für digitale Dienste. An Platz Nr. 2 der von Prof. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach erstellten Studie folgt der Stuttgarter Luxus-Hersteller "Mercedes-Benz". Auf Platz 3 schafft es der amerikanische E-Auto-Hersteller "Tesla".
Für die Studie hat das Institut Services und Innovation von 28 Automobil-Herstellen in Bezug auf Schnittstellen, Vernetzung, autonomem Fahren und Dienstleistungen aus dem Jahr 2021 verglichen. Die Wolfsburger punkten vor allem mit effizienter Ladefunktion beim vollelektrischen "ID.3" und einer virtuellen Luftfederung beim "Porsche Taycan".
Der deutsche Hersteller "BMW" liegt laut Studie nur noch im Mittelfeld. Als internationales Schlusslicht in Sachen digital-vernetzter Mobilität gilt laut der Erhebung aktuell der japanische "Nissan"-Konzern. Auftraggeber der internationalen Digital-Studie sind die beiden Automobil-Konzerne "Stellantis" ("Fiat-Chrysler"/FCA und "Peugeot-Citroen"/PSA) sowie "Renault".
Laut der "CAM"-Studie sollen die Automobil-Hersteller im Jahr 2030 pro Jahr rd. 1.000,- € je Fahrzeug mit vernetzten Diensten zusätzlich verdienen, u. a. mit Navigations-Leistungen, Freischaltung von Batterie-Reserven oder Entertainment-Angebote. Weltweit können damit über alle Hersteller und Services hinweg 200 Mrd. € im Jahr zusätzlich zu Kauf, Leasing, Miete sowie Wartung und Reparaturen eingenommen werden.
Ein ausführlicher Beitrag ist u. a. bei "Wallstreet Online" nachzulesen.
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Irreführende Hochbahn-Meldung gaukelt weitgehende Ausstattung Hamburger Busse mit Digital-Displays vor.

Nur 800 der 1.100 Hochbahn-Busse hat jetzt zeitgemäße Anzeigen.
Foto: Hochbahn

Hamburg, 02.08.2022: Die Hamburger "Hochbahn" hat nicht alle ihrer mehr als 600 Stadtbusse und fast 400 Gelenkbusse mit digitalen Fahrgast-Informationssystemen ausgestattet und fährt teilweise weiterhin mit Jahrzehnte alten LED-Stationsanzeigen im Hamburger Stadtverkehr. Das ergab eine Zufallsrecherche der HANSEVALLEY-Redaktion am Freitag und Samstag vergangener Woche u. a. auf der Buslinie 25. Anfang der Woche hatte die Pressestelle der "Hochbahn" in einer Mitteilung die Annahme geschürt, alle ihre Busse in Hamburg mit doppelten Bildschirmen inkl. digitaler Anzeigen von Busroute und Haltestellen ausgestattet zu haben.
Mit der Einleitung "Hochbahn hat die Ausstattung ihrer Busse mit Monitoren früher als geplant abgeschlossen" sowie unter dem Spiegelstrich "Ausrüstung der HOCHBAHN-Busse mit Monitoren abgeschlossen" erweckte die PR-Abteilung des zweitgrößten deutschen ÖPNV-Anbieters den Eindruck, die Flotte vollständig bzw. weitgehend im Rahmen einer 4 Mio. €-Förderung des Bundesverkehrsministeriums mit neuen, fahrgastfreundlichen Anzeigen ausgestattet zu haben.
Nach offiziellem "Hochbahn"-Fahrzeugbestand von rd. 1.100 Bussen und 800 jetzt ausgestatteten Fahrzeugen rollen bis zu 300 Busse weiterhin mit alten, teilweise schlecht ablesbaren Anzeigen im Hamburger Stadtgebiet. Dies wurde in der Pressemitteilung nicht berücksichtigt und damit ein falscher Eindruck erweckt. Eine schriftliche Anfrage von HANSEVALLEY mit Frist Montag-Mittag ließ die Pressestelle offensichtlich verstreichen. Eine Begründung zu der Diskrepanz zwischen den o. g. PR-Statements und der tatsächlichen Ausstattung verweigerte die Presseabteilung nach jetzigen Informationen vorsätzlich.
Auf Grund der widersprüchlichen Informationen löscht HANSEVALLEY seine HANSENEWS vom 26.07.2022 mit der Überschrift "Hochbahn-Busse mit digitalen Informations-Displays ausgestattet" als irreführend für die Hamburger Leserschaft. Die Chefredaktion von HANSEVALLEY erinnert die Presseabteilung der "Hochbahn" an den Deutschen Kommunikationskodex inkl. der Verpflichtung zur transparenten Pressearbeit.
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Körber wird zum integrierten Software-Anbieter für Omnichannel-, Fulfillment- und Logistik-Prozesse.

Körber vereint Software-Lösungen für Lager und Transport.
Foto: Körber SCM

Hamburg, 25.07.2022: Der internationale Hamburger Technologiekonzern "Körber" übernimmt die Omnichannel-Lösungen des Software-Herstellers "Envista" einschließlich eines Auftragsmanagementsystems und eines Frachtprüfungs- und Zahlungsdienstes. Mit der Übernahme wird "Körber" zu einem integrierten Anbieter von Omnichannel-Commerce-, Fulfillment- und Transport-Software. Durch die Kombination von "Körbers" bestehender Softwareexpertise mit der Kompetenz des Unternehmens "Envista" können Unternehmen ihre Handels- und Logistikabläufe einheitlich ausrichten und weitergehend digitalisieren.
Heute sind im globalen Handel digital-integrierte Prozesse von der Auftragserfassung bis zur Auslieferung erforderlich. Mit der Übernahme und Integration der Computerprogramme will "Körber" seinen Logistik-Kunden Vorteile für den Erfolg im wettbewerbsintensiven Internet- und Omnichannel-Geschäft anbieten.
"Führende Einzelhändler, Distributoren und Konsumentenmarken haben die Bedeutung integrierter und digitaler Systeme für Handel und Logistik erkannt", sagt Jim Barnes, CEO von enVista. "Unsere Omnichannel-Commerce- und FAP-Lösungen der nächsten Generation sorgen im Zusammenspiel mit der Auftragsabwicklung von Körber für nahtlose Omnichannel-Markenerlebnisse - so wie Verbraucher es erwarten. Die globalen Vertriebs-, Implementierungs- und Service-Kapazitäten von Körber werten das Angebot von enVista auf und schaffen zusätzlichen Nutzen sowie Wettbewerbsvorteile und Marktimpulse." 
"Körber ist Technologiepartner im Bereich Fulfillment und Distribution für Tausende von Unternehmen weltweit", erläutert Chad Collins, CEO für Software im "Körber"-Geschäftsfeld Supply Chain. "Die Übernahme der enVista-Plattform ermöglicht unseren Kunden die Sicht auf den gesamten Logistikzyklus sowie über verschiedene Nachfragequellen und Bestände hinweg. Der Monitoring- und Zahlungsservice für Frachten ermöglicht eine Transporttransparenz und -verfolgung, die in ERP- oder TMS-Lösungen so nicht verfügbar ist."
Eine vollständige Meldung ist u. a. im "Presseportal" nachzulesen.
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VW-Konzernchef wohl für Versagen bei Software-Entwicklung gefeuert worden.

Scheiterte an der eigenen Software-Tochter "Cariad": Ex-"VW"-Boss Diess.
Foto: VW AG

Osnabrück/Duisburg/Wolfsburg, 25.07.2022: Die überraschende Abberufung des seit langem in der Kritik stehenden "VW"-Konzernchefs Herbert Diess am vergangenen Freitag steht offenbar in direktem Zusammenhang mit den massiven, anhaltenden Problemen bei der Software-Entwicklung für die künftige, konzernweite Software-Plattform "E3 2.0" ("VW OS 2.0"). Deutschlands "Autopapst", der Duisburger Wissenschaftlicher Ferdinand Dudenhöfer, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Cariad hat wohl zu viele Probleme und Herausforderungen für den VW-Konzern und die einzelnen Marken gebracht. Verpasste Produktionsanläufe und Software-Probleme haben viel Geld gekostet."
Dudenhöfer, der seit 2020 das private "CAR - Center Automotive Research" in Duisburg leitet, sieht die Entwicklung für die künftige, einheitliche Software-Entwicklung für alle acht europäischen "VW"-PKW-Marken mit Hochspannung: "Mann kann davon ausgehen, dass der neue VW-CEO Oliver Blume eine Neuausrichtung der Software und damit auch von Cariad umsetzen wird", so Dudenhöfer weiter. Bei der Konzern-Aufsichtsratssitzung am 8. Juli d. J. wurde beschlossen, dass die beiden Premium-Marken "Audi" und "Porsche" bis auf Weiteres ihre Software teilweise selbst weiterentwickeln dürfen, vor allem Assistenzsysteme.
Pikant: "Porsche"-Manager hatten sich besonders intensiv bei den Eignerfamilien Porsche und Piëch über die Arbeit von "Cariad" mit ihrem 2,5 Mrd. €-Jahresetat beschwert und die Probleme in den Aufsichtsrat des "VW-"Konzerns getragen - und damit Herbert Diess direkt in die Kritik gestellt. Der 63-Jährige hatte nach internen Querelen in der Geschäftsführung der 5.000 Mann-Softwareeinheit erst im Februar d. J. die Hauptverantwortung für das bei "VW" in Wolfsburg und "Audi" in Ingolstadt angesiedelte Unternehmen übernommen.
Die "McKinsey"-Analyse "Status Review E3 2.0" im Auftrag von "Audi" deckte im Frühjahr '22 rd. ein Dutzend schwerwiegende Mängel bei der Software-Entwicklung auf, die unter der Verantwortung des vormaligen "Cariad"- und "Audi"-Vorstands Markus Duesmann lagen. So würden die Verantwortlichen der Konzern-Töchter nicht miteinander reden und ihre Egoismen verfolgen. Dabei werden vor allem Queren unter den Managern der größten Konzernmarke "VW" sowie der hochprofitablen Luxusmarken "Audi" und "Porsche" genannt.
Um die Verzögerungen nicht weiter ausufern zu lassen, versprachen Diess und "Cariad"-CEO Hilgenberg dem Aufsichtsrat noch Anfang Juli d. J. ein weiteres Aufstocken des "Cariad"-IT-Personals. Brisant: Seit Monaten leidet die Softwarefirma unter einer fortlaufenden Personalflucht. Als Maßnahme sollen zusätzlich IT-Dienstleister aufgekauft und in die "Cariad"-Organisation fusioniert werden. Schließlich sollen die Entscheidungsprozesse bei der 5.000 Mann-Organisation gestrafft werden. Die zusätzlichen Maßnahmen bei "Cariad" kosten den Konzern schätzungsweise 500 Mio. € mehr.
Der "VW"-Konzern gilt mit einem Jahresumsatz von rd. 250 Mrd. € und weltweit 600.000 Beschäftigten als "schwer regierbar". Hauptgesellschafter sind die Gründer- und Eignerfamilien Piëch und Porsche (31,4 % Kapital und 53,3 % der Stimmrechte über die "Porsche Automobil Holding SE"). Dabei fechten die beiden Traditionsfamilien untereinander ebenfalls Machtkämpfe aus. Einflussreicher Großgesellschafter ist zudem das Land Niedersachsen mit 11,5 % Kapital sowie 20 % der Stimmrechte. Dazu kommt die "Quatar Holding LLC" mit 10,5 % Kapital (Stand: 31.12.2021)
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Probleme bei VW-Softwareentwicklung weiterhin ungelöst.

Bei der VW-Softwartochter Cariad brennt es lichterloh.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 15.07.2022: Am vergangenen Freitag mussten sich "VW"-Konzernchef Herbert Diess und "Cariad"-Softwarechef Dirk Hilgenberg gegenüber dem Aufsichtsrat des größten europäischen Autobauers mit Vertretern der Familien Piech und Porsche, des Landes Niedersachsen und der Arbeitnehmervertretung rechtfertigen. Der Grund: Die massiven Verzögerungen bei der Software-Entwicklung der künftig konzernweit einheitlichen Fahrzeug-Software "E3 2.0".
Nach wie vor gibt es keinen umfassenden Durchbruch zur Beendigung der massiven Schwierigkeiten bei der IT-Einheit "Cariad" - trotz eines jährlichen Budgets von 2,5 Mrd. €. Eine "McKinsey"-Analyse im Auftrag der "VW"-Tochter "Audi" deckte rd. ein Dutzend schwerwiegende Mängel bei der Software-Entwicklung auf. So würden die Verantwortlichen der Konzern-Töchter nicht miteinander kommunizieren und ihre Egoismen verfolgen.
Als vorläufige Zwischenlösung sollen die beiden Premium-Marken "Audi" und "Porsche" bis auf Weiteres ihre Software teilweise in Eigenverantwortung weiterentwickeln dürfen, vor allem Assistenzsysteme. Später sollen die Entwicklungen wieder zusammengeführt werden. "Porsche"-Manager hatten sich besonders intensiv bei der gleichnamigen Eignerfamilie über die Arbeit von "Cariad" beschwert und die Probleme in den Aufsichtsrat des "VW-"Konzerns getragen.
Die Softwareplattform wird nun wie bereits spekuliert erst zwischen 2025 und 2030 fertig. Dadurch wird der Marktstart des bereits für 2025 geplanten "Audi"-Flaggschiffs "Artemis" und des für 2026 geplanten autonomen "VW"-Modells "Trinity" ggf. um mehrere Jahre verzögert. Bereits zuvor wurde dem "VW Trinity" Vorzug für die Nutzung der neuen Software-Plattform mit Zieldatum 2026 gegeben.
Um die Verzögerungen nicht weiter ausufern zu lassen, versprachen Diess und Hilgenberg dem Aufsichtsrat ein weiteres Aufstocken des "Cariad"-IT-Personals. Brisant: Seit Monaten leidet die Softwarefirma unter einer fortlaufenden Personalflucht. Als weitere Maßnahme sollen zusätzlich IT-Dienstleister aufgekauft und in die "Cariad"-Organisation fusioniert werden.
Schließlich sollen die Entscheidungsprozesse bei der 5.000 Mann-Organisation "Cariad" gestrafft werden. Dabei sind es die internen Querelen zwischen den verantwortlichen Managern der Konzerntöchter, die die Softwareentwicklung stocken lassen. Die zusätzlichen Maßnahmen bei "Cariad" kosten den Konzern schätzungsweise 500 Mio. € mehr. Ob damit die Probleme gelöst werden können, bleibt offen.
Ein ausführlicher Beitrag zum Thema ist im Fachmagazin "CIO" erschienen.
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9 €-Ticket reduziert Staus in Hamburg im Juni um 20 Prozent.
Das 9 €-Ticket zeigt eine überraschende Wirkung bei Staus.
Grafik: Twitter/BMDV

Hamburg, 11.07.2022: Durch das 9 €-Ticket haben sich die Staus an Alster und Elbe im Juni d. J. erheblich reduziert. Um satte 20 % gingen die Blechkolonnen in der deutschen Stauhauptstadt Hamburg zurück, so eine Studie des niederländischen Navigationsherstellers "Tomtom". Die Staus gingen laut der Erhebungen bundesweit sogar in 23 von 26 ausgewerteten Städten zurück.
Als wichtigsten Grund nehmen "Tomtom" und das Bundesverkehrsministerium die 21 Millionen im Juni d. J. verkauften 9 €-Tickets sowie die 10 Millionen für drei Monate reduzierten Monats- und Zeitkarten an. Die Stauhäufigkeit in der norddeutschen Autofahrerstadt ist sowohl im Vergleich zum Vormonat Mai '22 als auch im Vergleich zum Juni 2019 zurückgegangen. Laut "Tomtom" lag die Stauwahrscheinlichkeit fast den gesamten Monat unter den Zahlen des Sommermonats vor der Corona-Pandemie.
Als Effekt verzeichneten die niederländischen Verkehrsexperten mit ihrer Echtzeitmessung aus installierten "Tomtom"-Navigationsgeräten in Fahrzeugen auch eine deutliche Reduzierung von Staus z. T. um 2/3 in Bezug auf die Länge der Blechlawinen. So sank die Länge am dritten Montag im Juni d. J. von 145 auf 50 km rund um die Alster.
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Continental arbeitet an autonomen Fahren in der Innenstadt.

Conti traut sich an das autonome Fahren in der Innenstadt.
Grafik: Continental

Hannover, 30.06.2022: Der Automobilzulieferer "Continental" hat im Rahmen eines Verbundprojekts namens "@CITY" für das automatisierte Fahren in der Stadt entscheidende Fortschritte bei der Arbeit an Technologien für die Mensch-Fahrzeug-Interaktion, für intelligente Kreuzungen und spezielle Fahrfunktionen für innerstädtische Knotenpunkte und Engstellen erzielt. 15 Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitute waren zusammen mit dem Bundeswirtschaftsministerium an dem Projekt beteiligt.
Bislang wird von automatisiertem Fahren gesprochen, wenn es um assistierte Fahrten auf der Autobahn oder autobahnähnlichen Strecken geht. Zugeparkte und enge Straßen, dazu Fahrradfahrer und Fußgänger, die die Fahrbahn ebenfalls nutzen oder sie kreuzen, Ampeln oder Kreisverkehre – in der Stadt ist der Verkehr um ein Vielfaches komplexer. "Continental" hat unter definierten Randbedingungen prototypische Technologien zusammengeführt und weiterentwickelt, die auch im urbanen Umfeld automatisiertes Fahren ermöglichen.
Möglich wird das autonome Fahren dadurch, dass die Daten der Umfeldsensoren eines Autos – wie Frontkamera, Surround-View-Kameras, Fern- und Nahbereichsradare sowie Lidar – mit weiteren externen Daten fusioniert werden. So lassen sich durch digitale Karten oder Wetter- und Verkehrsinformationen die „Sinne“ des Fahrzeugs schärfen. Damit kann die Fahrzeugelektronik die Position des Wagens unabhängig von externen Quellen, wie etwa einem GPS, exakt bestimmen.
Eine weitere Herausforderung sind Fahrradfahrer und Fußgänger, die im Straßenverkehr mit dem Fahrer eines Fahrzeugs interagieren. Gesten wie das Herausstrecken des Arms zum Abbiegen von Fahrradfahrern müssen auch von Maschinen erkannt und verstanden werden. Im Projekt wurde dafür die nötige Software entwickelt und angelernt. Entscheidend für das automatisierte Fahren ist es, die Algorithmen zu trainieren und zu validieren.
Continental ist schon lange kein reiner Hardware-Lieferant mehr. Weltweit sind bereits mehr als eine Milliarde Autos auf der Straße, die mit Continental-Software unterwegs sind. Das wollen wir ausbauen“, betont Gilles Mabire, Chief Technology Officer bei "Continental".
Eine ausführliche Meldung ist auf den Presseseiten von "Continental" nachzulesen.
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Bremer Mercedes-Werk wird neues Elektro-Modell produzieren.

Das Mercedes-Werk in Bremen wird ein eneues Elektro-Modell fertigen.
Foto: Mercedes Benz

Bremen, 30.06.2022: "Mercedes-Benz" hat am gestrigen Mittwoch bekannt gegeben, an der Weser ein neues vollelektrisches Auto zu produzieren. Geplant ist, dass der Bau von Modellen der "MB.EA-Plattform" ab Mitte des Jahrzehnts im Bremer Werk - dem weltweit zweitgrößten des Unternehmens - beginnt. Seit 2019 wird am Standort bereits der "EQC1", das erste Elektrofahrzeug der neuen Produkt- und Technologiemarke "EQ", gebaut. 
Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt begrüßt den Entschluss: "Die Entscheidung ist in vielfacher Hinsicht ein wichtiges und weitreichendes Signal für Bremen. Sie zeigt zum einen das große Vertrauen des Mutterkonzerns in den Bremer Standort und bezeugt so die guten zukünftigen Perspektiven des Werks. Durch die Produktion werden aber auch langfristig Arbeitsplätze gesichert – nicht nur im Werk, auch bei den Zulieferbetrieben."
Das Werk Bremen ist mit rd. 150 Hektar bzw. 210 Fussballfeldern das zweitgrößte Pkw-Werk von "Mercedes-Benz" weltweit. Mit mehr als 12.500 Mitarbeitern ist das Werk größter privater Arbeitgeber in der Region und das Lead-Werk für die "C-Klasse". Am Standort werden aktuell insgesamt zehn Verbrenner-Modelle und damit die meisten Varianten innerhalb des Produktionsnetzwerks von "Mercedes-Benz Cars" produziert.
Weitere Informationen zum Standort gibt es auf den Seiten von "Mercedes Benz".
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Continental liefert digital-vernetzte Systeme für neuen ID Buzz zu.

Der ID Buzz wird mit einem zentralen Conti-Server voll vernetzt.
Foto: VW AG

Hannover, 22.06.2022: Der Automobil-Zulieferer "Continental" wird für den neuen, in Hannover gebauten vollelektrischen "ID Buzz" zahlreiche digitale und elektronische Systeme zuliefern. Als langjähriger Kooperations- und Entwicklungspartner des Wolfsburger "Volkswagen"-Konzerns hat "Conti" einen maßgeblichen Anteil an der Konzeption und Entwicklung des "ID Buzz". Der Hannoveraner Technologielieferant steuert für nahezu alle Bereiche des „Kult-Vans“ entscheidende Bauteile bei – von der Software und der zentralen Rechnerarchitektur über die Bremsen bis hin zum aufwendigen Thermomanagement zum Kühlen der Batterien.
Für den "ID Buzz" stellt "Continental" verschiedene selbst entwickelte Hochleistungskomponenten wie einen In-Car Application Server ("ICAS 1") zur Verfügung. Er bildet als voll vernetzter Server den zentralen Datenknotenpunkt im Fahrzeug und ist Verbindungsstelle zwischen dem "ID Buzz" und der digitalen Welt. Über den zentralen Hochleistungsrechner von "Continental" und mit dem Tochterunternehmen "Elektrobit" können jederzeit neue Softwarefunktionen und Sicherheitsaktualisierungen im Fahrzeug über eine Funkverbindung installiert werden.
Gleichzeitig stellt der "ICAS 1" Funktionen wie eine reichweitenoptimierte Streckenplanung und die Lokalisierung von Ladestationen für den Elektrobus zur Verfügung, was das elektrische Reisen einfacher und komfortabler machen soll. Mit einer integrierten "Plug-and-Charge"-Funktion unterstützt die Software des Servers die Authentifizierung des Fahrzeugs an kompatiblen Ladesäulen im In- und Ausland und übernimmt den Ladevorgang sowie dessen Abrechnung auf Basis hinterlegter Vertragsdaten.
Elektrofahrzeuge stellen an das Thermomanagement besonders hohe Anforderungen, da sie mehrere Kühlkreisläufe für die Batterien unterhalten, um hohe Reichweiten und eine lange Batterielebensdauer zu ermöglichen. Continental liefert für den "ID Buzz" unter anderem die Batteriesensoren und Kühlmittelleitungen. 
Alle Details und erste Ergebnisse der Mobilitätsstudie von "Continental" gibt es auf den Presseseiten des Unternehmens.
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Volkswagen plant eigene Chips für autonome Fahrzeuge der Zukunft.

Künftig sollen deutlich weniger Chips in einem Auto arbeiten.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 14.06.2022: Der "VW"-Konzern plant, für seine künftigen Fahrzeugserien eigene Silizium-Chips zu entwickeln. Hintergrund: In künftigen Fahrzeugen werden deutlich leistungsstärkere Chips für die verbauten Zentralrechner, das autonome Fahren, aber auch für den standardisierten Einsatz in verschiedensten Modellen der Konzerngesellschaften benötigt. Zugleich soll der Stromverbrauch für die künftigen Onboard-IT-Systeme reduziert werden.
Mit eigens entwickelten und standardisierten Chips kann Europas größter Automobilhersteller seine Kosten für Hardware senken, die Entwicklungszeit reduzieren und zugleich den Zugriff auf die notwendige Chip-Versorgung sichern. Seit der Corona-Krise mussten die Automobilhersteller mit Handy- und IT-Produzenten um den Zugriff auf die Chips konkurrieren. Folge: Bei Vorlaufzeiten von 5 Jahren haben zahlreiche Chipfabriken im Corona-Jahr 2020 ihre Kapazitäten kurzfristig der IT- und Unterhaltungsbranche zur Verfügung gestellt.
Laut "Cariad"-Hardwaremanager Klaus Hofmockel will "VW" die Anzahl der verbauten, chipbasierten Mikrocontroller auf ein Minimum reduzieren. In Luxusfahrzeugen arbeiten heute noch mehr als 100 hardwarebasierte Steuereinheiten. Ein weiterer Effekt sind einfachere Software-Updates sowie eine unproblematischere Wartung bei elektronischen Störungen.
Als Erstes sollen neue, eigene Chips in den Flagschiff-Projekten "Audi Artemis" und "VW Trinity" ab ca. Ende 2026 zum Einsatz kommen. Dann will "Volkswagen" eine neue, einheitliche Software-Plattform namens "E3 2.0" zum Einsatz bringen. Als Partner für die Chip-Entwicklung kooperiert "VW" mit dem US-Hersteller "Qualcomm" sowie mit "Bosch".
Ein aktueller "DPA"-Beitrag ist bei den Kollegen des "CIO-Magazins" erschienen.
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Niedersachsen testet mit Alstom autonome Regionalbahnen.

Dieser Typ Alstom-Züge soll ab 2024 in Niedersachsen autonom fahren.
Foto: Alstom

Hannover, 13.06.2022: In 2 Jahren sollen in Niedersachsen zwei Regionalzüge autonom im größten Flächenland Norddeutschlands unterwegs sind. Konkret sind zwei Züge vom Typ "Lint 41" des französischen Zugherstellers "Alstom" für den Praxistest geplant. Das Projekt "ARTE" (Automatisiert fahrende Regionalzüge in Niedersachsen) ist ein Gemeinschaftsvorhaben von "Alstom", des Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR), der TU Berlin sowie der landeseigenen "LNVG - Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen".
Die Projektpartner erwarten mit fahrerlosen, autonomen Bahnen u. a. einen um 30 % niedrigeren Stromverbrauch sowie einen insgesamt pünktlicheren Zugverkehr. Durch pünktlichere Züge können die Strecken verdichtet und mehr Bahnen in derselben Zeit zu Einsatz kommen. Damit können hoch frequentierte Strecken zwischen Ballungszentren und im Pendlerverkehr entlastet werden. Technisch kommt dabei das Zugbeeinflussungssystem ETCS zu Einsatz. Es überwacht und steuert den Zugverkehr digital per Funk.
Eine besondere Herausforderung ist die Überzeugung von Fahrgästen und Zugpersonal, in autonomen Bahnen oder Zugführer unterwegs zu sein. Hier wollen die Projektpartner besondere Überzeugungsarbeit leisten. Bislang gibt es autonome Bahnen vor allem in geschlossenen Gleissystemen, wie z. B. auf der Hamburger Teststrecke der S-Bahn-Linie S21 zwischen den Stationen Berliner Tor und Bergedorf. In Niedersachsen werden autonome Züge in einem offenen System mit möglichen Fahrunterbrechungen getestet - z. B. mit Bahnübergängen.
"Wir setzen damit - glaube ich - die Grundpfeiler für die neue, vernetzte Mobilität der Zukunft", betonte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann gegenüber "SAT.1 Regional". Das Land Niedersachsen unterstützt den Feldversuch mit 5,5 Mio. € aus dem "Sondervermögen Digitalisierung" unter Regie des CDU-Wirtschaftsministeriums. Am Freitag vergangener Woche wurde die Kooperation in der Landeshauptstadt Hannover feierlich unterzeichnet.
Ein aktueller Beitrag zum Thema mit CDU-Wirtschaftsminister Bernd Althusmann ist bei "SAT.1 Regional" erschienen.
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Continental-Sensoren warnen Fahrer von Elektroautos vor Beschädigungen am Batterieblock.

Conti überwacht Batterien von E-Autos und deren Unversehrtheit.
Grafik: Continental

Hannover/Regensburg, 31.05.2022: Der Automobilzulieferer "Continental" erweitert sein Portfolio von Sensoren für Automobile um zwei neue Sensoren für Elektrofahrzeuge: ein Stromsensormodul und eine Batterieanprallerkennung. Beide neuen Technologien konzentrieren sich auf den Schutz der Batterie bzw. auf die Erhaltung der Batterieeigenschaften. So beginnt "Continental" mit dem Bau eines völlig neuen Stromsensormoduls. Das neue, kompakte Sensordesign misst den Strom und erfasst die Temperatur. Die beiden Werte sind als Eingangsgrößen für das Batteriemanagement von großer Bedeutung.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Batterie das teuerste Bauteil in einem Elektroauto ist, wurde das Stromsensormodul nicht nur entwickelt, um die Batterie vor Überstrom zu schützen, sondern auch, um die Batterieeigenschaften zu erhalten, indem es die Alterungseffekte begrenzt. Eingesetzt in der sogenannten Battery Disconnect Unit oder in der Batterie selbst, liefert das Stromsensormodul die beiden entscheidenden Informationen für die Batterieschutzfunktion und eine Reichweitenüberwachung.
Die Hannoveraner bringen zudem ein innovatives Element für den Schutz der Batterie auf den Markt: Die Batterieanprallerkennung ist eine leichtgewichtige Alternative zur schweren „Unterbodenpanzerung“. Die Batterieanprallerkennung in Kombination mit einer Leichtbaukonstruktion erkennt Unterbodenbeschädigungen und warnt den Fahrer, wenn ein Werkstattaufenthalt notwendig wird. Damit wird dem Fahrer die schwierige Entscheidung abgenommen, ob ein Aufprall die Batterie beschädigt haben könnte.
Die Batterieanprallerkennung deckt zwei typische Risiken ab: Das eine ist der Bodenkontakt bei geringer Geschwindigkeit, z. B. bei Einparkmanövern, wenn das Fahrzeug langsam über einen Bordstein rollt und den Boden berührt. Bei einem solchen Ereignis könnte das Signal des Systems verwendet werden, um ein schnell wirkendes aktives Dämpfersystem auszulösen und die Unterbodenhöhe vorübergehend zu erhöhen und den Schaden zu mindern.
Der andere Anwendungsfall ist eine Beschädigung bei hoher Geschwindigkeit, die durch aufgewirbelte schwere Gegenstände wie Steine oder Spanngurte auf der Straße verursacht werden kann. Angesichts der Geschwindigkeit und der Einwirkung kann diese Art von Objekten den Unterboden beschädigen und möglicherweise sogar die Struktur der Batterie durchdringen.
Die Elektrifizierung von Fahrzeugen bringt neue Anwendungsfälle mit sich und eröffnet damit neue Möglichkeiten für unsere Sensorikaktivitäten, denn ein Elektroauto hat alle Anforderungen an die Sensorik, die ein herkömmliches Auto hat – und mehr“, erläutert Laurent Fabre, Leiter des Segments Passive Safety and Sensorics bei "Continental". „Der Schutz der Batterie und der Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit sind beispielsweise zwei zusätzliche Aufgabenstellungen in Elektrofahrzeugen. Das Stromsensormodul und die Batterieanprallerkennung dienen beiden Zwecken.
Eine detailierte Meldung ist auf den Seiten von "Continental" zu finden.
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Telekom sorgt für Internet auf Flügen über die Nordsee.

Eine der neuen Mobilfunk-Station für den Flugverkehr über der Nordsee.
Foto: Tampnet

Bonn, 30.05.2022: Die "Deutsche Telekom" und der britische Satellitenbetreiber "Inmarsat" haben gemeinsam mit dem norwegischen Netzbetreiber "Tampnet" die Breitband-Kapazität des "European Aviation Network" (EAN) über der Nordsee erhöht. "Tampnet" bietet weltweit zuverlässige und schnelle Konnektivität mit niedriger Latenz für Offshore-Anlagen, mobile Plattformen und Schiffe an.
Die Zusammenarbeit mit "Tampnet" beinhaltet die Installation und Wartung von fünf EAN-Antennenstandorten auf Bohrinseln in der Nordsee. Sie profitieren von "Tampnets" bestehenden Glasfaserverbindungen zu den Plattformen auf hoher See. Zwei zusätzliche Standorte werden in Windparks innerhalb der Wirtschaftszonen der deutschen und niederländischen Küstengewässer errichtet. Ein weiterer Standort in Norwegen ist bereits aufgebaut. 
Die neuen Standorte sind strategisch platziert, um den schnellen EAN Breitband-Service auf Flügen über Nordeuropa zu verbessern. Dieser wird für speziell auf Flugrouten mit hoher Dichte zwischen Großbritannien, den Niederlanden, Dänemark und Norwegen durch die neuen Antennen deutlich zuverlässiger. 
Die neuen Offshore-Antennen ergänzen 300 LTE-basierten Antennenstandort des EAN-Bodennetzwerks, die bereits in ganz Europa eingerichtet wurden. Dadurch wird eine kombinierte Leistung von EAN durch satellitengestützte und terrestrische Mobilfunk-Verbindungen weiter erhöht.
Rolf Nafziger, Senior Vice President bei "Deutsche Telekom Global Carrier": "Das European Aviation Network verschafft der europäischen Luftfahrt einen globalen Vorteil. Fluggesellschaften können ihren Passagieren schnelle und skalierbare Konnektivität bieten. Und das mit europaweiter Abdeckung und niedrigen Betriebskosten. Fluggäste erhalten so einen nahtlosen Service, der so gut ist wie eine Breitbandverbindung am Boden.
Das europäische Netzwerk EAN wurde speziell für die Anforderungen der europäischen Luftfahrt entwickelt. Es bietet die schnellste Breitband-Verbindung über Europa, einem der am stärksten überlasteten Lufträume der Welt. Bis heute haben mehr als 55 Millionen Passagiere auf über 440.000 Flügen auf dem Kontinent Zugang zum Breitband-Dienst erhalten. EAN verzeichnete im letzten Jahr ein großes Wachstum. 
Laut des "Inmarsat Passenger Conficence Tracker" sagen 41 % von 10.000 Befragten, dass Wi-Fi an Bord nach der Pandemie weiter an Bedeutung gewonnen hat. Mittlerweile wurde EAN in über 270 Flugzeugen aktiviert, darunter die gesamte Kurzstreckenflotte von "British Airways". Die beiden BA-Schwestergesellschaften "Iberia" und "Vueling" werden den Dienst in den kommenden Monaten sukzessive in ihrer Flotte einführen.
Eine vollständige Meldung ist auf den Seiten der "Deutschen Telekom" nachzulesen.
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Milliarden-teure Verzögerungen bei VW-Software-Tochter Cariad bringen Konzernchef Diess in Bedrängnis.

VW-Konzernchef Diess gerät in Kritik der Eigner-Familien Piech und Porsche.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 27.05.2022: Der Aufsichtsrat der "Volkswagen AG" hat in einer Krisensitzung am 11. Mai d. J. scharfe Kritik an der Führung der "VW"-Software-Tochter "Cariad" geübt. Die mit 53,3 % mehrheitlichen Eigentümer-Familien Piech und Porsche warfen dem Management der IT-Tochter massive Fehler vor, berichten "Manager Magazin" und "Spiegel" in dieser Woche. Dem Konzern drohe ein Verlust des Anschlusses an den Wettbewerb aus China und den USA.
Die Aufseher der Eigentümerfamilien und des Landes Niedersachsen erwarten von "VW"-Konzernchef Herbert Diess, sein Versprechen einzuhalten, den Konzern in der Entwicklung auf Augenhöhe von "Google" und "Tesla" zu bringen. Auf Grund fortlaufender Verzögerungen und Kostenexplosionen übernahm Diess zu Jahresanfang die Verantwortung für die 5.000-Mann-Einheit mit ihrem 2,5 Mrd. €-Jahresbudget.
Eine "McKinsey"-Analyse der "VW"-Tochter "Audi" deckt nach den Medienberichten rd. ein Dutzend schwerwiegende Mängel auf. So würden die Verantwortungen nicht miteinander kommunizieren. Anlass ist eine drohende Verzögerung des autonomen "Audi"-Flaggschiffprojekts "Artemis" um drei Jahre auf 2027. Um das Gesicht nicht zu verlieren, soll das Schwester-Projekt "Trinity" von "VW" Vorrang bekommen und als Erstes die neue, bislang nicht fertige Software-Plattform "E3 2.0" nutzen können.
Für die mit Ziel 2025 in Verzug geratene Software-Plattform werden allein unerwartete Mehrkosten von rd. 3,5 Mrd. € befürchtet. Wenn die neue digitale Grundlage Ende 2026 für "Trinity" fertig sein soll, wird sie allerdings in einer abgespeckten Version ohne serienmäßige autonome Fahrfunktionenen (Level 4) veröffentlicht werden. In einer weiteren Krisensitzung des Aufsichtsrates muss Diess nun Ende Juni/Anfang Juli d. J. erklären, wann die neue Software wie auf den Markt kommt und welche Modelle sich daraufhin verspäten werden.
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VW-Konzernchef Diess versucht mit 'Basta!' Kritik an Softwaretochter Cariad abzuwürgen.

Die neue Kooperation wird überschattet von Kritik und Problemen bei Cariad.
Illustration: Cariad SE

Wolfsburg, 04.05.2022: "VW"-Konzernchef Herbert Diess hat sich nach der internen Kritik an den Verzögerungen bei der Software-Tochter "Cariad" am Dienstag öffentlich zu den in den vergangenen Wochen über "Handelsblatt", "Manager Magazin" und HANSEVALLEY veröffentlichten Missstände geäußert. Anlässlich der Vorstellung einer Partnerschaft zwischen dem US-Chiphersteller "Qualcomm" und "Cariad" sagte Diess in einem "Linkedin"-Post: "Es ist besser, gemeinsam an Fortschritten zu arbeiten, als sich nur zu beschweren. Auf geht's!"
In Bezug auf die drohenden Verspätungen bei den künftigen, elektrischen Flaggschiffen "Porsche Macan", "Audi Artemis" und "VW Trinity" bekräftigte der noch verantwortliche Vorstand für die Volumenmarken "Seat, Skoda & "VW", dass der neue in Wolfsburg geplante "VW Trinity" inkl. autonomen Fahren auf Stufe 4 wie geplant 2026 kommen soll. Insider hatten gegenüber dem "Manager Magazin" erklärt, dass die Limousine auf Basis der neuen Software-Plattform "E3 2.0" erst ein Jahr später fertig sein könnte.
Für die neue, künftig in allen Modellen geplante Software-Plattform will der "VW"-Konzern Chips von "Qualcomm" einsetzen. Diese sollen ab 2025 Grundlage für die bereitgestellten autonomen Fahrfunktionen bis Stufe 4 werden. Vorteil der amerikanischen Chip-Plattform "Snapdragon" ist die Möglichkeit, Spezifikationen individuell z. B. für verschiedene Fahrzeugmodelle zu konfigurieren.
Das vernetzte und autonom fahrende Auto der Zukunft ist ein Hochleistungsrechner auf Rädern. Dahinter stecken enorm komplexe Rechenleistungen“, so "Cariad"-CEO Dirk Hilgenberg. „Mit unseren automatisierten Fahrfunktionen tragen wir dazu bei, dass die Kunden unseres Konzerns künftig die Hände vom Lenkrad nehmen können. Unsere Software und die High-Performance-Chips von Qualcomm Technologies sind ein perfekter Match, um unseren Kund:innen weltweit ein neues Fahrerlebnis zu bieten.
Eine ausführliche Pressemitteilung ist in englischer Sprache auf der Presseseite von "Cariad" zu finden.
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Cariad-Softwareentwicklung bringt künftige Fahrzeugserien bei Audi, Porsche und VW in Verzug.

Für Konzernchef Diess wirds in Sachen Software ziemlich teuer.
Foto: VW AG 

Hamburg/Hannover, 02.05.2022: Die Egoismen der "VW"-Töchter und ihre Top-Manager haben offensichtlich weit gravierendere Konsequenzen auf die Entwicklung der künftigen "Volkswagen"-Softwareplattform durch die Konzern-Softwareschmiede "Cariad", als bislang befürchtet. Laut "Manager Magazin" stehen die Erscheinungsdaten für den bereits um zwei Jahre verschobenen "Porsche Macan" ebenso zur Disposition, wie für den in 2024 geplanten "Audi Artemis" und den ab 2026 annoncierten "VW Trinity".
Laut Insiderinformationen aus der Konzernspitze in Wolfsburg könnten die neuen Flaggschiffe "Artemis" und "Trinity" auf der neuen Softwareplattform "E3 2.0" mit zuschaltbaren autonomen Fahrfunktionen erst 2027 in den Showrooms stehen. Das Hamburger Wirtschaftsmagazin zitiert einen Beteiligten: "Auf ein Jahr kommt es da nicht mehr an."
Die drohende Verschiebung der künftigen Flaggschiffe und darauf aufbauender Serienfahrzeuge, wie der neue elektrische "Porsche Cayenne" sowie die künftigen elektrischen "Audi"-Limousinen und SUV's sowie jährliche Investitionen von 2,5 Mrd. € in die Softwarentwicklung der 5.000 Mann-Einheit "Cariad" haben in den vergangenen Wochen die Eigentümer-Familien Porsche und Piech auf den Plan gerufen.
Während der Familienclan mit seinen 53,3 % der Stimmrechte an der "VW AG" nach kritischen Fragen detaillierte Updates erhielt, versucht der zuständige Softwarevorstand, Konzernchef Herbert Diess, die massiven Schwierigkeiten bei der Softwareentwicklung durch neue strategische Partnerschaften zu beheben. Dabei reicht das Investment von rd. 350 Mio. € in ein gemeinsames Entwicklungszentrum mit "Bosch" und die 40 %-Beteiligung am US-KI-Startup "Argus AI" nicht aus.
Diess favorisiert eine Partnerschaft mit dem israelischen Tech-Unternehmen "Mobileye". Die Softwareschmiede entwickelt u. a. Kamerafunktionen für das autonome Fahren. Ein zweistelliger Millardenbetrag steht für eine Partnerschaft im Raum. Allerdings stocken die Verhandlungen, so das "Manager Magazin". Daneben könnte "Huawei" bei einem eigenen Halbleiterdesign und autonomen Fahrfunktionen helfen, ebenso wie Partnerschaften mit den Automotive-Sparten von "Amazon" und "Microsoft".
In diesem Monat sollen drohende Verschiebungen im Konzernvorstand offiziell entschieden und verkündet werden. Bis Ende des Jahres sollen die wichtigen Partnerschaften für "Cariad" stehen, um die Basissoftware endlich auf die Reihe zu bekommen. Zurzeit läuft die Bewertung über mögliche Beteiligungen und Partnerschaften. Die Zeit für den verantwortlichen Vorstand Herbert Diess wird unterdessen eng. Nicht zuletzt, da die besonders eigenständig agierenden Topmanager der Sportwagenschmiede "Porsche" auf kurzem Dienstweg den Eigentümerfamilien in den Ohren liegen.
Weitere Informationen zur "VW"-Softwaretochter gibt es auf der Firmenseite von "Cariad".
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Hamburger Hochbahn verweigert Finanzauskunft zu Millionengrab "HVV Any".

Das tickeltlose Fahren in Bussen und Bahnen bleibt ein Wunschtraum.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg, 29.04.2022: Das seit 2018 im Zeitverzug stehende ÖPNV-Vorzeigeprojekt "HVV Any" entwickelt sich zu einem geheimgehaltenen Millionengrab. Die Nutzung von Bussen und Bahnen an Alster und Elbe nach dem Prinzip "Check-in/Be-out" sollte zuletzt im Frühjahr dieses Jahres in den lokalen Betrieb gehen. Nach Informationen der "Morgenpost" und anderer Hamburger Medien verschiebt die verantwortliche "Hochbahn" das zuletzt als "ITS-Ankerprojekt" gefeierte Beacon-System auf unbestimmte Zeit.

Im kommenden Jahr sollte "HVV Any" über die Grenzen Hamburgs hinaus in der Metropoleregion in Bahnen und Bussen des Verkehrsverbundes genutzt werden können. Zuletzt versuchten "Hochbahn" und "HVV" die Verzögerungen mit technischen Schwierigkeiten bei der korrekten Registrierung von Fahrgästen in parallel befahrenen U- und S-Bahntunneln zu begründen. Jetzt verschieben die Verantwortlichen das Projekt mit der Begründung des einheitlichen 9,- €-Tickets für die Monate Juni bis August '21 auf unbestimmte Zeit.
Die "Hochbahn" verweigert die Auskunft zur aktuellen Finanzierung des Projektes aus Steuermitteln. Eine Anfrage von HANSEVALLEY zum Anteil der insgesamt rd. 21 Mio. € Förderung im Rahmen des "Reallabor Hamburg" durch das Verkehrsministerium in Berlin wies die Pressestelle der "Hochbahn" ab. Pressesprecherin Corinna Dinse erklärte: "Da im RealLabHH viele privatwirtschaftliche Unternehmen involviert sind, können wir keine Angaben zu einzelnen Eigenanteilen treffen".
Bei "Check-in/Be-out" werden die Eingangsbereiche aller Busse und Bahnen mit Sensoren ausgestattet. Nachdem sich die Kunden einmal mit der aufgerüsteten "HVV Switch"-App eingecheckt haben, registriert das Smartphone alle genutzten Busse und Bahnen innerhalb von 24 Stunden. Am nächsten Tag stellt der "HVV" eine Rechnung aus, die alle Fahrten zum günstigsten Tagespreis abrechnet und abbucht.
Das ticketlose Fahren im "HVV" hatte der damals neue "Hochbahn"-Chef Henrik Falk 2016 als Zukunftsziel ausgegeben. Die neue "HVV"-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt nannte das verspätete Vorzeigeprojekt unter Leitung der "Hochbahn" bei Vorstellung des neuen "HVV-Logos" Anfang Oktober '21 eine "Revolution im Markt". International nutzen führende Millionenmetropolen wie Amsterdam, Stockholm oder Hong Kong funktionierende Systeme nach dem Prinzip von "Check-in/Be-out".
Weitere Informationen zum bislang gescheiterten Projekt "HVV Any" gibt es auf den Seiten des Verkehrsverbundes "HVV".
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Continental entwickelt intelligentes Display für Beifahrer.

Contis neues Beifahrer-Display stört den Fahrer nicht mehr bei der Fahrt.
Foto: Continental

Hannover/Babenhausen, 27.04.2022: Der Automobilzulieferer "Continental" hat ein digitales Display entwickelt, mit dem sich Fahrzeuginformationen entweder in einem privaten Modus für den Beifahrer oder für alle sichtbar anzeigen lassen. Mit der neuen Display-Technologie - dem "Switchable Privacy Display" - ermöglicht der Tech-Konzern Beifahrern, multimediale Inhalte wie z. B. Videos oder das Infotainment-System zu nutzen, ohne den Fahrer vom Straßenverkehr abzulenken. 
Bei Bedarf bekommen alle Fahrzeuginsassen Zugang zu den Inhalten. Herkömmliche Displays ermöglichen ihrerseits keinen privaten Modus.
Bei der Entwicklung der neuen Display-Technologie ist es "Continental" gelungen, die Technologie erstmals für die besonderen Anforderungen im Fahrzeug umzusetzen und das Licht im Privacy-Modus gerichtet derart zu bündeln, dass weniger als ein Prozent Lichtabstrahlung beim Fahrer ankommt. So wird dessen Aufmerksamkeit nicht beeinträchtigt. 
Moderne Fahrzeuge werden für Fahrer und Beifahrer immer mehr zu Smartphones auf Rädern. Fahrerablenkung ist dabei nach wie vor eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Mit unserer neuen Display-Lösung zielen wir deshalb auf ein digitales Erlebnis mit möglichst geringer Ablenkung ab“, so Philipp von Hirschheydt, Leiter des Geschäftsfelds User Experience bei Continental.
Privacy-Funktionen werden schon länger bei Laptop-Displays eingesetzt, waren bisher aber nicht für den Einsatz im Automobilbereich geeignet. Mit dem privaten Modus verhindert der Nutzer, dass Inhalte von Personen in seinem unmittelbaren Umfeld, etwa vom Sitznachbar in der Bahn, eingesehen werden.
Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Presseseite von "Conti"
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Neues VW-Betriebssystem droht an Konzern-Töchtern zu scheitern.

Bei Cariad leben die VW-Konzernmarken weiter ihr Eigenleben.
Logo: Cariad

Wolfsburg/Düsseldorf, 25.04.2022: Der Auf- und Ausbau der "VW"-Software-Gesellschaft "Cariad" läuft offenbar schleppender, als es von Konzern-Vorstand Herbert Diess erwartet. Wie das "Handelsblatt" am Freitag berichtete, geraten die Geschäftseinheiten des IT-Unternehmens wiederholt in Zeitverzug mit der Entwicklung neuer Fahrzeug-Software. Zudem leidet das allein aus 15 IT-Konzerntöchtern entstandene Tech-Unternehmen immer wieder unter Personalfluktuation auch auf Manager-Ebene.
Egoismen u. a. der maßgeblich beteiligten Konzerngesellschaften "Audi", "Porsche" und "VW" erschweren die Entwicklung des gemeinsamen Betriebssystems "VW OS" für alle künftigen Fahrzeuge des europaweit größten Automobil-Herstellers. "Das ist die größte Baustelle, die "VW hat", zitiert die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung einen involvierten Berater. Dabei stünden sich die Kulturen der Konzerngesellschaften und des Cloud-Partners "Microsoft" gegenseitig im Weg. Der Berater wörtlich: "VW behandelt Software genauso wie ein Blechteil. Es ist eine Riesenbombe."
Laut Insiderinformationen eines "Cariad"-Geschäftspartners hat sich das seit Jahresbeginn unter Verantwortung von Konzernchef Diess beaufsichtigte Software-Unternehmen offensichtlich zu hochgesteckte Ziele bei der Entwicklung von Software gesetzt und ist nun überfordert. Diess Vorgänger - "Audi"-Chef Markus Duessmann - zeigte sich in einer Stellungnahme dagegen zuversichtlich: "Wir sind groß genug, das zu stemmen", zitiert ihn das "Handelsblatt". Konzernchef Diess gibt im Sommer d. J. die Leitung der "VW"-Volumengruppe mit "Seat", "Skoda" und "VW" ab. Dann werden seine Entscheidungen bei "Cariad" noch stärker in den Mittelpunkt rücken.
Das Grundproblem von "VW" und der deutschen Konkurrenz: Wenn die Hersteller ab 2025 mit vollständig neuen, elektrischen Fahrzeugserien inkl. autonomen Fahrfunktionen auf den Markt kommen wollen, müsste die Basissoftware bereits in diesem Jahr fertig entwickelt sein. Dies gilt für "VW" ebenso, wie für "BMW" oder "Mercedes Benz". Jan Becker, CEO des KI-Spezialisten "Apex.AI" für autonomes Fahren stellt fest: "Es gibt keinen deutschen Hersteller, der die Basissoftware auch nur ansatzweise fertig hat."
Aktuell arbeiten für "Cariad" rd. 5.000 Mitarbeiter, ein Großteil davon für eine Projekteinheit für die seit Sommer '21 alle 18 Monate geplanten "ID"-Software-Updates. Der europäischen Aktiengesellschaft fehlen hunderte Entwickler, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Erster Leidtragender wird wohl das "Audi"-Flaggschiff "Artemis" sein, das für 2024 angekündigt ist. Es soll auf einer neuen Plattform für die Premiummarken namens "PPE" aufsetzen und mit ersten autonomen Fahrfunktionen verkauft werden.
Ab 2026 soll das von "Cariad" u. a. mit "Argus AI" und "Microsoft" entwickelte autonome Fahren auf Autobahnen im neuen "VW"-Flaggschiff "Trinity" serienmäßig zum Einsatz kommen. Ob die Zeitpläne für die nächste Generation von Fahrzeugen "Made in Wolfsburg" gehalten werden können, scheint fraglich: "Es gibt einfach zu viele Stakeholder im Konzern", so ein Manager eines Automobilzulieferers. Folge: Nach wie vor hat jede Marke ihre eigene Entwicklungsabteilung mit eigenen Konzepten.
Als Beispiel für die Unheitlichkeit im Konzern gilt der schwäbische Autobauer "Porsche". Vorstand Oliver Blume will offenbar lieber mit "Apple" an einem Betriebssystem für die Sportwagen des Konzerns arbeiten. Die Zuffenhausener galten von Anfang an nicht als Freunde einer konsolidierten Software-Entwicklung unter dem Dach von "Audi" und "VW". Auch bei den Chips macht heute jede Konzerntochter, was sie will: So kommen die Halbleiter u. a. von "Nvidia", "Qualcomm" und "Samsung". Bei Konzernpartner "Ford" in Köln gibt es ebenfalls geteilte Meinungen zu "Cariad". Zwar setzt der US-Autobauer auf die Bauplattform aus Wolfsburg, bei der Software arbeitet man aber mit "Google" zusammen.
Die Wolfsburger Konzernspitze kann sich ein Scheitern des Software-Projekts "Cariad" nicht leisten. "VW" investiert pro Jahr rd. 2,5 Mrd. € in die hauseigene IT-Tochter und plant in 2025 bis zu 10.000 Ingenieure und Entwickler für die Software- und ggf. eine eigene Chipentwicklung zu beschäftigen. Das autonome Fahren auf Level 4 wird bei "Cariad" aktuell zusammen mit dem Stuttgarter Automobilzulieferer "Bosch" entwickelt. In 2030 sollen weltweit 40 Mio. Fahrzeuge aller Konzernmarken in der gemeinsam mit "Microsoft" betriebenen "Automotive-Cloud" vernetzt unterwegs sein.
Weitere Informationen zur "VW"-Softwaretochter gibt es auf der Firmenseite von "Cariad"
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Bremer Forschungsprojekt sichert Häfen gegen Cyberattacken ab.

Die Kommunikation von Hafenplayern ist durch Cyberattacken gefährdet.
Foto: Bremenports

Bremen, 22.04.2022: Das Forschungsprojekt "SecProPort" der Bremer Partner "BLG Logistics", "Datenschutz CERT", "DBH Logistics IT", DFKI, ISL Bremen/Bremerhaven und der Universität hat zusammen mit dem Duisburger Hafen und der Großreederi "Hapag-Lloyd" aus Hamburg ein Konzept zur sicheren Kommunikation für See- und Binnenhäfen erarbeitet.
Ziel des vom Bundesverkehrsministerium über drei Jahre mit gut 2,6 Mio. € geförderten Projekts unter Beteiligung der Seehäfenbetreiber "Bremenports" und "Eurogate", "Jade-Weser-Port" Wilhelmshaven und "Niedersachsen Ports" war es, eine Sicherheitsarchitektur auf Basis einer Prozess- und Bedrohungsanalyse zu entwickeln.
Die Sicherheitsarchitektur soll Resilienz-Anforderungen erfüllen, so dass das Kommunikationssystem im Hafen auch im Falle eines Angriffs weiterarbeitet. Aus der Sicherheitsarchitektur werden Anforderungen für die IT-Programme der beteiligten Hafenpartner abgeleitet und Migrationspläne entwickelt.
Mit den Ergebnissen aus SecProPort haben wir für die komplexen Kommunikationsstrukturen in Häfen eine moderne Sicherheitsarchitektur geschaffen, die sich in bestehende Prozesse integrieren lässt” fasst Projektkoordinatorin Karin Steffen-Witt vom Bremer Dienstleister "DBH Logistics IT" zusammen.
Der Betrieb von See- und Binnenhäfen basiert auf elektronisch verfügbaren Informationen, die die Waren begleiten oder diesen vorauseilen. Alle am Hafentransport Beteiligten - z. B. Terminalbetreiber, Reeder, Spediteure, Betreiber von Port-Community-Systemen, Bahn, Hafenbehörden und Zoll - sind dazu in einem komplexen Kommunikationsverbund des Hafens miteinander vernetzt und tauschen untereinander Informationen aus.
Ein Ausfall oder eine Manipulation von Nachrichten im Hafen kann zu erheblichen betriebs- und volkswirtschaftlichen Schäden in der gesamten Kommunikationnskette führen. Bei einzelnen Anwendungspartnern wird die Sicherheitsarchitektur beispielhaft umgesetzt, um die praktische Machbarkeit nachzuweisen. Die Ergebnisse werden zudem in einen branchenspezifischen Standard für die Informationssicherheit im Bereich Hafen einfließen.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter secproport.de. Ein weitergehender Beitrag inkl. Funktionsweise des sicheren Hafeninformationssystems ist auf der Seite von "DBH Logistics IT" erschienen. 
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Lufthansa Technik baut Online-Triebswerkswartung mit 5G-Netz aus.

In zwei Werkstatthallen werden Triebwerke jetzt mit 5G vernetzt gewartet.
(Foto: Lufthansa Technik/Sonja Brueggemann)

Hamburg, 08.04.2022: Die Wartungstochter der "Lufthansa" - die in Hamburg-Fühlsbüttel beheimatete "Lufthansa Technik" - weitet ihre digital-vernetzte Triebwerks-Instandsetzung auf eine 2. Überholungswerkstatt mit einem eigenen 5G-Campus-Netz aus. Das Besondere: Durch die Online-Vernetzung via eigenem, schnellen Mobilfunknetz können Airlinekunden über die digitale Plattform "Aviatar" live dabei sein, wenn die Triebwerke ihrer Maschinen gewartet werden.
Die Kunden müssen zur Begutachtung Ihrer Triebwerksteile nicht länger zwingend nach Hamburg reisen. Weil sich das Angebot bei den Kunden bewährte, hat "Lufthansa Technik" die 5G-gestützte Methode im vergangenen Jahr vollständig ins Tagesgeschäft sowie in die digitale "Aviatar"-Plattform integriert. Kunden können so in Echtzeit Reparatur-Entscheidungen online in Echtzeit treffen.
Seit 2020 betreibt "Lufthansa Technik" ein eigenes 5G-Campus-Netzwerk. Erstmals kam es in einer der Hamburger Werkstätten für Flugzeugtriebwerke zum Einsatz. Dabei ermöglicht 5G, zuverlässig hochauflösende Videostreams in der Inspektion von Triebwerksteilen einzusetzen. Während der Corona-Krise avancierte die "Virtual Table Inspection" vom Testprojekt zur geschäftssichernden Infrastruktur.
Ende vergangenen Jahres hat "Lufthansa Technik" von der Bundesnetzagentur einen 10-Jahres-Vertrag zur Nutzung des eigenen 5G-Campus-Netzes am Standort Hamburg-Fuhlsbüttel. Damit ist langfristige Nutzung der schnellen Datenübertragung über ein eigenes, sicheren Mobilfunknetz gesichert. Zudem kann die "Lufthansa"-Technik weitere Bereiche mit dem eigenen Netz ausleuchten.
Ein ausführlicher Beitrag ist auf den Seiten des Netzwerkes "Hamburg Aviation" nachzulesen. 
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Conti liefert für mehr als 1 Mrd. € neuartige Amaturen-Displays für chinesische Autos.

Conti setzt auf neuartige, flache, v-förmige Displays.
Illustration: Continental

Hannover/Babenhausen, 06.04.2022: Der niedersächsische Automobilzulieferer "Continental" hat von einem chinesischen Automobilbauer einen milliardenschweren Auftrag über die Lieferung flacher, v-förmig angeordneter Amaturendisplays erhalten. Der Auftrag über mehr als 1 Mrd. € sieht die Auslieferung der neu entwickelten Digitalanzeigen ab 2023 vor. Insgesamt hat "Conti" mittlerweile Aufträge für die neue Displaygeneration über mehr als 5,5 Mrd. € in den Büchern.
Die neuartigen Anzeigen sind randlos und können individuell geformt an das Innendesign von Fahrzeugen angepasst werden. Durch die großen, direkt vor dem Fahrer positionierten Monitore können Fahrer alle notwendigen Informationen im Betrieb des Fahrzeuges leichter und einfach sehen und verarbeiten. Die digitalen Displays umfassen den Fahrerbereich ebenso, wie die Mittelkonsole.
Dank Verwendung einer speziellen Klebetechnologie, dem sogenannten Optical Bonding, gibt es keine sichtbare Grenze oder Lücke zwischen Kombiinstrument und dem eingebetteten Zentraldisplay, was zu einem nahtlosen Erscheinungsbild führt. Das freistehende Design des Displays ermöglicht eine harmonische Integration in geschwungene Linien eleganter Armaturenbrettformen, so "Continental".
Eine weitergehende Meldung ist auf den Presseseiten von "Continental" zu finden.
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SH unterstützt KI-basiertes Fahrzeugschein-Management in Europa.

Ein Startup auf SH digitalisiert das Auslesen von Fahrzeugscheinen mit KI.
Foto: HHE99, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Kiel, 04.04.2022: Mit einem KI-basierten Fahrzeugschein-Scanner der Firma "Autosiastik Software" aus Henstedt-Ulzburg soll international Bewegung in analoge Prozesse rund um die Fahrzeugverwaltung kommen. Schleswig-Holsteins Digital-Staatsekretär Dirk Schrödter übergab am Freitag vergangener Woche dazu einen Förderbescheid des Landes in Höhe von knapp 157.000,- €. 
Die "Autosiastik Software" hat sich das Ziel gesetzt, die Digitalisierung der Automobilbranche voranzubringen und die zeitraubende und fehleranfällige manuelle Dateneingabe zu vereinfachen. Kernstück ist eine KI-basierte Software, die Fotos oder Scans von Fahrzeugscheinen analysiert, die Daten ausliest und sie in strukturierter Form ausgibt.
Für die Weiterentwicklung und Anpassung des Fahrzeugschein-Scanners an die Erfordernisse anderer europäischer Länder sowie die Erschließung neuer Märkte im europäischen Ausland erhält das Unternehmen den einen finanziellen Anschub des Landes. Das Förderprojekt ist auf zwei Jahre angelegt.
"Auch in der Automobilbranche brauchen wir schnelle und sichere Prozesse, sowie Technologien, die fälschungssichere Dokumente in das digitale Zeitalter übersetzen. Diese kommen nun aus dem echten Norden und werden der Automobilbranche hier und in Europa einen Digitalisierungsschub verleihen“, so Ronny Marquardt, Teamleiter der WTSH-Innovationsförderung. 
Weitere Informationen gibt es in einer ausführlichen Meldung auf den Presseseiten der WTSH. (Foto: HHE99, Lizenz: CC BY-SA 4.0)
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Hamburger Logistik-Startup-Hub "HK100" schließt sich Initiative "FreeDesks4Ukraine" an.

Hamburger Organisationen machen Platz für ukrainische Flüchtlinge.
Grafik: DHLHH

Hamburg, 18.03.2022: Flüchtlinge aus der Ukraine können freie Plätze im Coworking Space "HK100" der Hamburger Versicherung "KRAVAG" nutzen. Der Transportversicherer aus dem "R+V"-Verbund stellt Interessierten die Infrastruktur für ihre Arbeit kostenlos zur Verfügung. 
Damit schließt sich die Versicherung der gemeinsamen Initiative #FreeDesks4Ukraine an, die vom "Digital Hub Logistics Hamburg" initiiert wurde und gemeinsam mit dem Dachverband der ukrainischen Organisationen in Deutschland e. V. umgesetzt wird.
Über eine deutschsprachige Website können Unternehmen und Organisationen ihre freien Arbeitsplätze registrieren. Auf einer Seite in ukrainischer Sprache können sich Interessenten melden, die auf der Suche nach einem Platz zum Arbeiten sind. Über das Call Center des ukrainischen Hilfsstabs werden Suchende und Anbietende miteinander in Verbindung gebracht.
Die Initiatoren des "Digital Hub Logistics Hamburg" schreiben auf "Linkedin": "Wir haben ein starkes Netzwerk von Coworking Spaces & Unternehmen. Alle fragen sich, wie sie helfen können. #FreeDesks4Ukraine ermöglicht es Flüchtlingen, einen Schreibtisch zu finden, um in Deutschland zu arbeiten und ihre Familien sowie ihre Wirtschaft und ihren staatseigenen Haushalt zu unterstützen."
"HK100" steht für Heidenkampsweg 100, die Adressse des Coworking Spaces der "KRAVAG"-Versicherung in Hamburg-Hammerbrook. Hier erhalten Gründer und Startups Raum und Unterstützung, Ideen für Logistik und Mobilität weiterzuentwickeln.
Weitere Informationen auf Deutsch, Englisch und Ukrainisch gibt es auf der Website des Ukrainisches Hilfsstabs oder in einem LinkedIn-Beitrag des "Digital Hub Logistics Hamburg".
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Volkswagen auf dem Weg zum elektrischen Softwareanbieter auf vier Rädern.

Der Tanker Volkswagen wird zum E-Auto-Hersteller.
Grafik: VW

Hannover, 16.03.2022: Die führende deutsche Automobilmarke "Volkswagen" hat im vergangenen Jahr erheblich unter dem weltweiten Chipmangel gelitten. So konnten im Jahr 2021 weltweit lediglich 4,9 Mio. "VW"-Fahrzeuge ausgeliefert werden - 400.000 weniger als im Pandemiejahr 2020. Das sind 8 % weniger Fahrzeuge auf Grund fehlender Chips allein bei der Marke "VW". Markenvorstand Ralf Brandstätter sagte: "Der Halbleitermangel hat uns erheblich ausgebremst."

Gleichzeitig konnte "Volkswagen" im 2. Pandemiejahr die Zahl elektrisch angetriebener "VW"-Fahrzeuge auf 369.000 gegenüber 2020 um 73 % erhöhen, davon allein 263.000 vollelektrische Modelle. In Deutschland sind heute rd. 20 % aller Elektrofahrzeuge mit einem "VW"-Logo auf der Straße unterwegs. Der Erfolg der "BEVs" in Verbindung mit dem weiter andauernden Chipmangel hat allerdings erhebliche Folgen:
Käufer eines "ID 3" oder "ID 4" müssen aktuell sechs Monate oder länger auf die Lieferung ihres neuen Elektroautos warten. Die Engpässe seien insbesondere beim "ID 3" erheblich, so "VW"-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer. Die Hannoveraner versuchen, Kunden die Wartezeit bis zur Bereitstellung ihres Wunschautos mit einem "Auto Abo" zum Festpreis zu überbrücken. Laut Brandstätter bleiben die Halbleiter auch in diesem Jahr weiterhin knapp.
Seit Sommer vergangenen Jahres wurden allein in Europa mehr als 100.000 Software-Updates für die aktuellen Elektromodelle "ID 3" und "ID 4" over the air ausgeliefert. Seit Dezember '21 stellt "VW" seinen Elektrokunden über die von der Softwaretochter "Cariad" entwickelte Softwareplattform erstmals kostenpflichtige Zusatzservices zur Verfügung. Beliebteste Funktionen sind eine erweiterte Navigation inkl. Schwarmdaten sowie ein zubuchbarer Fernlicht-Assistent.
In diesem Jahr plant "VW", im Rahmen des geplanten Software-Updates auf "ID 3.1" u. a. ein Augmented Reality-Headup Display auszurollen sowie erste autonome Fahrfunktionen bereitzustellen. Die neuen Modelle "ID 5" und "ID Buzz" sollen das zuerst bekommen. Der "VW"-Markenvorstand erhofft sich durch die zusätzlichen Software-Funktionen erhebliche Mehrumsätze. Diese sollen laut Konzern mittelfristig bis zu 50 % der Einnahmen im Neuwagenverkauf ausmachen.
Der Chipmangel hat massive Konsequenzen für die Fertigung in den Werken. So mussten im Wolfsburger Stammwerk immer wieder Schichten auf Grund fehlender Komponenten gestrichen werden (HANSEVALLEY berichtete). Laut "VW"-Vorstand sollen gestoppte Bänder in Wolfsburg ab der kommenden Woche allerdings der Vergangenheit angehören, in Emden und Osnabrück geht es zwar eingeschränkt, aber ohne Produktionsstopp weiter.
"Volkswagen" teilte im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz am Mittwoch mit, für den Bau des neuen "Tritinity"-Werkes und des Entwicklungszentrums "Sandkamp" in Wolfsburg insgesamt 2,8 Mrd. € investieren zu wollen. Allein in das neue F+E-Zentrum für die künftige Elektroplattform "SSP" und den neuen "Trinity" sollen rd. 800 Mio. € fließen. Mit "Trinity" plant "VW" ab 2026 einen autonom fahrenden "Tesla"-Jäger auf die Straße zu bringen.
Die aktuellen Meldungen von "Volkswagen" sind im "Newsroom" des Unternehmens zu finden.
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Meyer-Werft schickt eigenes Corporate-Startup für grüne Schifffahrt ins Rennen.

Mit "Alfred Maritime" wird die "Meyer-Werft" zum digitalen Datenbuttler.
Foto: Meyer-Werft

Hamburg, 14.03.2022: Das 2019 gegründete Corporate Startup "Alfred Maritime" der Papenburger "Meyer-Werft" wird vom internen Think-Tank in Sachen Digitalisierung zum eigenständigen Anbieter von digitalen Lösungen für einen klimaneutralen Schiffsbau und Schiffsbetrieb. Dazu kündigte das junge Software-Unternehmen aus dem Hamburger "WeWork" in der "Europa-Passage" jetzt erste eigene Produkte an.
So können dank "Alfred Maritime" Daten für die Reduzierung des Energieverbrauchs sowie die Dekarbonisierung des Schiffsbetriebs nutzbar gemacht und das Kundenerlebnis von Passagieren an Board moderner Kreuzfahrtschiffe verbessert werden. Die junge Tech-Company will als "Daten-Butler" dazu Schiffseigner und Werften unterstützen.
"Alfred Maritime" agiert von Hamburg aus als agiles Team innerhalb der "Meyer-Gruppe" mit ihren drei Werften in Papenburg, Rostock und im finnischen Turku. Das übergeordnete Ziel von "Alfred Maritime" und "Meyer-Werft" ist eine weitgehend grüne, kohlenstofffreie Schifffahrt.
"Vor drei Jahren haben wir ALFRED Maritime gegründet, um die Digitalisierung an Bord unserer Schiffe voranzutreiben. Unser Spezialistenteam ist herausragend, da es unsere Fähigkeiten in den Bereichen Internet of Things und Künstliche Intelligenz mit dem Schiffbau-Fachwissen der Werft kombiniert. Es ist ein einzigartiges Team, das datengesteuerte Lösungen zur CO2-Reduzierung auf Schiffen entwickelt", so Paul Meyer, CEO von "Alfred Maritime" und Chief Information Officer der "Meyer-Gruppe". 
Die vollständige Meldung ist auf der Website der "Meyer-Gruppe" zu finden.
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Volkswagen setzt auf neues E-Auto-Werk am Standort Wolfsburg.

Europas Autobauer Nr. 1 gibt kräftig Gas auf dem Weg in die E-Mobilität.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 09.03.2022: Deutschlands größter Autobauer - die Volkswagen AG - errichtet im Wolfsburger Stadtteil Warmenau ein komplett neues Werk für die Fertigung des ab 2026 geplanten Flagschiffmodells "VW Trinity". Der Aufsichtsrat des weltweit zweitgrößten Herstellers gab Ende der vergangenen Woche grünes Licht für das zwei Milliarden Euro umfassende Neubauprojekt. Das neue Werk im Norden der Autostadt liegt nur rund 1.000 Meter vom Stammwerk entfernt.

"VW" will in Warmenau ab 2026 jährlich rd. 250.000 E-Fahrzeuge produzieren. Dazu planen die Wolfsburger mit einer Belegschaft von rd. 5.000 Mitarbeitern. Ein E-Auto soll dann in rd. 10 Stunden vom Band laufen, vergleichbar der US-Konkurrenz. Die Bauarbeiten sollen in im Frühjahr 2023 beginnen und ca. 2 Jahre dauern. Dies wäre eine ähnlich schnelle Bauzeit, wie sie Erzrivale "Tesla" bei seinem neuen Werk in Grünheide südlich von Berlin vorgelegt hat. Nach dem Produktionsstart im neuen "VW"-Werk soll das Stammwerk umgerüstet werden.
Mit Trinity und dem Werksneubau werden wir in der Automobilindustrie Maßstäbe setzen und Wolfsburg zum Leuchtturm für modernste und effiziente Fahrzeugproduktion entwickeln. Das zeigt: Wirtschaftliche Transformation am Industriestandort Deutschland ist möglich“, kommentierte "Volkswagen"-Markenchef Ralf Brandstätter die Entscheidung des Aufsichtsrats.
"VW" hatte parallel auch einen Umbau des Wolfsburger Stammwerks geprüft, das in den 1950er- und 60er-Jahren errichtet wurde. Mit dem Neubau auf der grünen Wiese versprichen sich die Niedersachsen, die gesetzten Produktivitätsziele besser erreichen zu können, als durch einen Umbau des Stammwerks. Betriesbratschefin Daniela Cavallo sprach von der Chance, den Standort Wolfsburg zum "Kraftzentrum des Konzerns" werden zu lassen.
Eine ausführliche Meldung ist bei den Kollegen des "Handelsblatts" erschienen.
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Handelskammern fordern Zusammenschluss der Hafen-IT von Bremen und Hamburg.

Die Seehäfen von Bremerhaven und Hamburg haben Probleme.
Foto Eurogate Terminal Bremerhaven: Bremenports


Bremen/Hamburg, 28.02.2022: Die IT-Systeme der Häfen von Bremen und Hamburg sollen zusammengelegt und eine gemeinsame IT-Plattform für das Infrastruktur- und Verkehrsmanagement der beiden größten deutschen Seehäfen aufgesetzt werden. Zudem soll der dritte deutsche Seehafen in Wilhelmshaven - der Jade-Weser-Port - gemäß der norddeutschen Hafenkooperation mit ins Boot geholt werden. Das sagte Bremens Handelskammer-Präses Eduard Dubbers-Albrecht am Freitag bei Vorstellung des gemeinsamen Positionspapiers der Handelskammern von Bremen und Hamburg zur norddeutschen Hafenentwicklung.
Auf Grundlage einer neuen, digitalen Infrastruktur sollen künftige IT-Lösungen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und zur Förderung des Wachstums der deutschen Häfen gemeinsam entwickelt und eingesetzt werden. Dabei kommen die "Smart Port"-Konzepte und -Aktivitäten in Bremen und Hamburg in den Fokus. Für die Handelskammern liegt in der stärkeren Automatisierung der Abwicklung von Frachtern einer der Schlüsselfaktoren zur Steigerung der Containerumschläge u. a. in Bremen und Hamburg.
So werden in den konkurrierenden "Westhäfen" Antwerpen und Rotterdam dank digitaler Automatisierung an einem Terminalkran pro Stunde im Schnitt 35 Container ent- oder beladen. An den Kajen Bremerhavens und den Kaikanten Hamburgs sind es weniger als 30 Container/Stunde. Dies hat Einfluss auf die Entscheidungen der Reedereien, wo sie mit ihren Schiffen anlanden und schneller abgefertigt werden.
Dubers-Albrecht betonte, dass sich der Zusammenschluss der IT-Infrastrukturen der privatwirtschaftlichen Hafenverwaltung Bremenports für Bremerhaven und der öffentlich-rechtlichen HPA in Hamburg an den konkreten Themen orientieren sollte. Dabei müssten "alle über den eigenen Schatten springen", so der neue Bremer Kammer-Präses. Er forderte Offenheit der beteiligten Player. Dies sind neben den Hafenverwaltungen auch die entscheidenden IT-Dienstleister an den Logistikstandorten, wie "DBH Logistics" in Bremen und "Dakosy" in Hamburg.
Die Vertreter der Wirtschaftskammern von Bremen und Hamburg betonten, sich mit ihren Positionen aktiv in die künftigen Hafenentwicklungspläne des Bremischen Häfenressorts von Senatorin Claudia Schilling sowie der Hamburger Wirtschaftsbehörde von Senator Michael Westhagemann einzubringen und sich an den Diskussionen der in diesem Jahr erwarteten Strategiepläne zu beteiligen.
Die Präses von Bremen und Hamburg betonten, sich nicht weitergehend an der Debatte um einen möglichen Zusammenschluss der beiden Container-Terminalbetreiber "Eurogate" aus Bremen und "HHLA" aus Hamburg zu beteiligen. Ein Zusammenschluss der beiden Konzerne zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit an den deutschen Seehäfen Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven liege ausschließlich in der Verantwortung der beteiligten Unternehmen.
Das gemeinsame Positionspapier und die Pressemitteilung der Handelskammern von Bremen und Hamburg können u. a. hier nachgelesen werden.
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Hamburger Intralogistik-Spezialist forscht an KI-gesteuerten Lager-Robotern.

Der Hamburger Logistik-Spezialist Still arbeitet an autonomen Lager-Robotern.
Grafik: Still

Hamburg, 23.02.2022: Die Vision von autonom fahrenden Fahrzeugen in Produktionshallen und Lagerhäusern soll durch ein europäisches Forschungsprojekt Namens "IMOCO - Intelligent Motion Control" möglich gemacht werden. Auf deutscher Seite wird das EU-Projekt vom Hamburger Intralogistik-Sezialisten "Still"geleitet. In der "Still"-Zentrale in Hamburg wird ein Demonstrator aufgebaut, an dem alle Arbeitserfolge der Projektpartner zusammengeführt werden. Das Projekt soll bis Ende 2024 laufen.
Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Voraussetzungen für den herausfordernden Einsatz mobiler robotischer Systeme in dynamischen Intralogistikumgebungen zu schaffen. Autonom durchgeführte und situationsbedingte Planungsänderungen einer Fahrroute inklusive der Berücksichtigung beweglicher Objekte wie Menschen oder Fahrzeuge sollen dann im gesamten Lager möglich sein.
Innerhalb des Forschungsvorhabens wurden vier Szenarien definiert, die von digitalen Zwillingen und KI-Prinzipien wie Maschinellem Lernen und Tiefenlernen geprägt sind: 1. das intelligente Navigieren, 2. das Aufnehmen der Ware, 3. der Transport und 4. die Platzierung am Ziel.
"Derartige Abläufe stellen sehr hohe Anforderungen an die Prozesse und auch an das Fahrzeug. Wir haben daher mit unserem OPX iGo neo einen Kommissionierer in das Projekt geschickt, der aufgrund seiner intelligenten Ausstattung und den daraus resultierenden Fähigkeiten bereits sehr nah an die Vorstellung dieses autonom fahrenden Fahrzeugs heranreicht“, beschreibt Ansgar Bergmann, bei "Still" verantwortlich für das "IMOCO"-Projekt.
Der "OPX iGo neo" ist bereits autonom im Regalgang unterwegs, erfasst und versteht seine Umgebung. Vollautonom den Regalgang zu verlassen und durch die Hallen beim Kunden zu navigieren und dafür optimale Pfade zu planen, ist allerdings bisher nicht möglich. Weil das Gerät bereits mit entsprechender Umgebungssensorik ausgestattet ist, macht ihn dies zum idealen Ausgangspunkt für die angestrebten Weiterentwicklungen im Rahmen des Projektes.
Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es in der "Pressebox".
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Osnabrücker Logistiker öffnet E-Commerce-Playern den US-Markt.

Hellmann bringt E-Commerce-Anbieter in die USA.
Foto: Hellmann

Osnabrück/Miami, 23.02.2022: Der Osnabrücker Logistiker "Hellmann" bietet E-Commerce-Firmen eine neue Lösung vor, die Firmen weltweit den Eintritt in den US-Markt erleichtert. Das neue Modell ermöglicht es Firmen, Online-Einkäufe ihrer Kunden in den USA schnell und kostengünstig abzuwickeln, ohne dass diese ein Logistikzentrum oder einen Laden in den USA benötigen.
Der "Hellmann"-Service "Easy eComm" wickelt Aufträge virtuell ab und erfordert seitens der E-Commerce-Versender und Hersteller weder Kapitalinvestitionen noch die Einrichtung eines lokalen Vertriebszentrums. Genutzt wird die neue "Type 86"-Zollabfertigung, die die Einfuhr von Waren im Wert von bis zu 800,- € automatisiert ermöglicht.
So können z. B. Hersteller von Bekleidung und Konsumgütern "Hellmanns"-Lagernetzwerk in den USA nutzen, um den US-Markt mit über 320 Millionen Konsumenten schnell und wirtschaftlich zu erschließen. Die globale Fullfillment-Lösung ist auch für Online-Händler von Waren im Niedrigpreissegment interessant, die den US-Markt testen möchten, ohne vor Ort präsent sein zu müssen.
Das Modell basiert auf einem dreistufigen Ansatz, der es Importeuren ermöglicht, ihr Geschäft in wenigen Wochen aufbauen oder erweitern zu können. Zunächst wird die internationale Auftragsabwicklung ab Ursprungsort sowie die Retouren-Logistik aufgebaut. Im zweiten Schritt kommt ein internationales Retouren-Konsolidierungszentrum dazu. Der dritte Schritt konzentriert sich auf die Einrichtung eines vollwertigen US-Vertriebszentrums.
"Indem wir unser lokales Know-how und unsere Infrastruktur zur Verfügung stellen, unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihren Geschäftsplan auf dem US-Markt erfolgreich umzusetzen und weiterzuentwickeln", so Patrick Oestreich, Chief Commercial Officer von "Hellmann" aus Osnabrück.
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Bremer Raumfahrt-Konzern übernimmt Geodaten-Spezialisten.

Der Bremer Raumfahrt-Konzern OHB entwickelt sich zum Digital-Konzern.
Foto: Mario Schade

Bremen, 22.02.2022: Das hanseatische Raumfahrtunternehmen "OHB" hat den Spezialisten für Sensordaten von Erdbeobachtungssatelliten - "Geosystems" - übernommen. Damit ergänzt OHB den Geschäftsbereich "OHB Digital" um eine Kompetenz im Aufbau der zukunftsweisenden Wertschöpfungskette rund um Satellitendaten.
"Geosystems" hat über 30 Jahre Erfahrung darin, Unternehmen und Institutionen bei der Nutzung von Geodaten zu unterstützen und Geo-IT-Lösungen zu bauen. Die Kompetenz liegt vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Sicherheit, Telekommunikation sowie der Veredelung von Sensordaten für Behörden.
Satellitendaten in Fusion mit anderen räumlichen Daten und Geschäftsdaten sind in der Realität von Behörden und Unternehmen angekommen, z. B. beim verstärkten Aufbau von "Digitalen Zwillingen" für Städte sowie Produktions- und Logistikprozesse auf Basis von Satellitendaten. Die Aktivitäten des Geo-IT Spezialisten fügen sich hier in die strategische Ausrichtung der "OHB Digital" ein.
Lutz Bertling, Vorstandsmitglied von "OHB": "Die Übernahme unterstreicht unsere Ambitionen, ein relevanter Player im Markt für Downstream-Services und Data Analytics zu werden. Ich bin überzeugt, dass wir dafür mit GEOSYSTEMS einen perfekten Partner gefunden haben."
Irmgard Runkel, Geschäftsführerin von "Geosystems" erklärte: "Mit innovativen Prozessketten vom Sensor bis zu unternehmensrelevanten Informationen passen wir sehr gut zu den ambitionierten Zielen der OHB-Gruppe im Bereich des Downstreaming-Geschäfts. Wir sehen in den Produkten und Services der GEOSYSTEMS sowie deren Kundenbeziehungen ein großes Potenzial."
Eine ausführliche Meldung ist bei "Pressetext" nachzulesen.
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Volkswagen und Huawei verhandeln über Beteiligung zu autonomen Fahren.

Für VW geht es beim Autonomen Fahren um die eigene Zukunft.
Grafik. VW AG

Hamburg, 18.02.2021: Der Wolfsburger Automobilkonzern "Volkswagen" erwägt die Übernahme einer auf autonomen Fahrens spezialisierten Einheit des chinesischen Technologiekonzerns "Huawei". Die Konzernspitzen verhandelten bereits seit einigen Monaten über den Deal, berichtet das Hamburger "Manager Magazin". Laut des "Spiegel"-Schwestermagazins soll die Übernahme im Millionen Euro-Bereich liegen. Dabei sollen die Preisvorstellungen stark schwanken. Ein "VW"-Sprecher verweigerte gegenüber der Wirtschaftsnachrichtenagentur "Reuters" eine Stellungnahme zu den offensichtlichen Verhandlungen.
Die "Huawei"-Tochter beschäftige 700 Mitarbeiter, sagten Beteiligte dem "Manager Magazin". Darunter seien rund 50 absolute Spezialisten im Thema autonomes Fahren. Es gehe dabei auch um Technologiesysteme, die "Volkswagen" bislang so nicht beherrsche und insbesondere in China gut gebrauchen könne. Konzernchef Herbert Diess und der künftige China-Vorstand Ralf Brandstätter wollen primär die digitalen Fähigkeiten der eigenen Modelle verbessern. Dies erwartet in den kommenden 25 Jahren eine massive Ausweitung der autonomen Mobilität, wie er in dieser Woche verkündete.
Nach den US-Sanktionen gegen den chinesischen Techanbieter "Huawei" im Bereich Mobilfunk strebt der Konzern zunehmend in den Automotive-Sektor und sucht hier u. a. Anschluss an europäische Partner. So hat "Huawei" mit "HiCar-System" eine Konkurrenz zu "Android Auto" und "Apple CarPlay" entwickelt. Mit "Petal Maps" hat "Huawei" einen Gegenentwurf zu "Google Maps" entwickelt inkl. Datenlayer für autonomes Fahren.
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ParcelLock und HamburgBox werden eingestampft.

Die gemeinsamen Paketstationen von DPD und Hermes verschwinden wieder.
Foto: HamburgBox/ParcelLock

Hamburg, 11.02.2021: Die Paketdienstleister "DPD" und "Hermes" wickeln ihr gemeinsames Paketboxen-Unternehmen "Parcellock" ab. "Parcellock" ist auf die individuelle Zustellung von Paketsendungen per App in Paketboxen spezialisiert. Das Hamburger Corporate-Startup wird bis zum Jahresende abgewickelt. Die gemeinsam von "DPD" und "Hermes" angefahrenen Paketstationen wurden seit 2016 u. a. in Wohnhäusern aufgestellt sowie im Rahmen des gemeinsam mit der "Deutschen Bahn" gestarteten Projekts "Hamburg Box" in Hamburger U- und S-Bahnhöfen bereitgestellt.
Nach Angaben von "Hermes" schaffte es "Parcellock" nicht, ausreichend Nutzer unter den Paketkunden zu finden und konnte das System entsprechend nicht flächendeckend ausrollen. Dazu fehlten u. a. auch genügend Händler, die mit "DPD" oder "Hermes" die Belieferung in die alternativen Paketstationen unterstützten. Zudem beteiligten sich keine anderen Paketdienste, wie "DHL", "GLS" oder "UPS" an dem anbieteroffenen Zustellsystem.
Der deutsche Markt ist geprägt von einem scharfen Wettbewerb unter den Paketdiensten. Marktführer "DHL" hat ein eigenes, bundesweites Schließfachsystem. Die "Packstationen" stehen u. a. an Parkplätzen von Supermärkten und Discountern. "DHL" und "Hermes" betreiben zudem weitgehend flächendeckende Paketshop-Netze, die sich zunehmender Beliebtheit bei Privatkunden erfreuen, da sie eine individuelle und zuverlässige Abholung ermöglichen.
Deutschlands größter E-Commerce-Anbieter "Amazon" baut seinerseits ein eigenes, flächendeckendes Liefernetz mit eigenen Paketboten und eigenen "Lockern" auf. "Hermes" ist ein Tochterunternehmen des Hamburger "Otto-Konzerns", "DPD" ist eine Tochtergesellschaft der französischen "La Poste".
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Hamburg erneut Stauhauptstadt Deutschlands.

Hamburg ist 2021 erneut Stauhauptstadt Deutschlands.
(Grafik: TomTom Traffic Index, Screenshot: HANSEVALLEY)

Hamburg, 10.02.2022: Die Freie und Hansestadt ist nach kontinuierlichen Erhebungen des digitalen Straßenkartendienstes "TomTom" erneut Deutschlands Stauhauptstadt geworden. Hamburg liegt im Jahr 2021 unter 26 monitorten Großstädten Deutschlands neben Wiesbaden an der Spitze des Negativrankungs. Wer an Alster und Elbe mit Brummi, Auto oder Motorrad unterwegs ist, braucht im Schnitt 31 % mehr Zeit, als bei Idealbedingungen. Aufs Jahr hochgerechnet, verlieren Verkehrsteilnehmer in der Millionenmetropole 71 Std. im Stau.
Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Sonja Jacobsen: „Hamburg hat sich den Titel der Stau-Hauptstadt Deutschlands zurückerobert. Das ist traurig: Für die vielen Hamburgerinnen und Hamburger, die Tag für Tag im Stau stehen ebenso wie für die Umwelt. Mit seiner ideologisch ausgerichteten Verkehrspolitik zeigt der Senat, dass er die Mobilitätsbedürfnisse einer modernen Metropole nicht verstanden hat."
Der liberale Landespolitiker weiter: "Das Auto spielt als Transportmittel ebenso wie Fahrrad, Bus und Bahn eine wichtige Rolle im Stadtverkehr. Wer wie Verkehrssenator Tjarks Autoverkehr unterbinden will, wird immer mehr Staus produzieren. Klüger wäre es, durch einen Ausbau des ÖPNV Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn zu überzeugen.“
Die beiden norddeutschen Großstädte Bremen (Deutschland Platz 21) und Kiel (Deutschland Platz 13) hatten im vergangenen Jahr weniger Staus als 2020. So liegt der Zeitbedarf in Bremen bei 19 % über dem Idealfall, in Kiel bei 22 %. Unter den Top 20 der deutschen Staustädte landet zudem Hannover auf Platz 19 und 20 % erhöhtem Zeitbedarf, um ans Ziel zu kommen.
Alle aktuellen Daten des "TomTom Traffic Index" gibt es auf den Seiten von "TomTom". 
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Helmut-Schmidt-Universität fördert Parkplatzsuche mit 5G-Mobifunk in Aalen.

Die HSU in Hamburg macht die Stadt Aalen fit in Sachen Smart Traffic.
Foto: Florian@Wikimedia

Hamburg, 03.02.2022: Das Hamburger Forschungsprojekt „5G-trAAfic“ untersucht die wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten der Verkehrslenkung und -steuerung mit Hilfe der digitalen Mobilfunk-Technologie 5G in intelligent-vernetzten Innenstädten. An Verkehrsknotenpunkten soll die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhöht werden. Konkret soll die Parkplatzsuche für Autofahrer zentralisiert werden und Staus durch eine geschickte Verkehrssteuerung reduziert werden. Partner der Helmut-Schmidt-Universität ist die Stadt Aalen.
Gemeinsam mit Forschern der Hochschule Aalen, des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation/Anwendungszentrum "KEIM", des Zentrums für Digitale Entwicklung sowie "T-Systems" und "Deutsche Telekom" sowie "Bernard Technologies" sammelt eine Forschergruppe Verkehrsdaten in Echtzeit. Mit Hilfe des 5G-Netzes der "Deutschen Telekom" werden die Daten direkt an einer Kreuzung in Aalen erhoben und verarbeitet. Gefahrensituationen sollen so möglichst frühzeitig erkannt und vor Kollisionen gewarnt werden. 
Für mich hat dieses Projekt eine viel größere Tragweite als die Erprobung neuer Anwendungsfälle für 5G im Verkehr. Die Stadt Aalen verfolgt seit Jahren die Strategie einer Smart City. Das Projekt bietet die Möglichkeit, im Bereich Verkehr den Nutzen von 5G für eine Smart City zu erforschen“, erläutert Projektkoordinatorin Alice Kirchheim.
Die Stadt Aalen freut sich sehr, mit Hilfe der Forscher an der Helmut-Schmidt-Universität den nächsten Schritt in Richtung Smart City zu gehen: „Der Zuschlag zeigt, dass in Aalen an den wesentlichen Zukunftsfragen gearbeitet wird. Gemeinsam mit den weiteren Projekten in der Region Ostwürttemberg entsteht hier eine Kompetenzregion 5G!“, freut sich Oberbürgermeister Frederick Brütting.
Weitergehende Informationen und Links zu Hintergrundberichten zum Projekt sind auf den Seiten der Stadt Aalen zu finden.
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Conti liefert Hochleistungsrechner für Elektroflaggschiff BMW iX.

BMW setzt auf die Tech-Kompetenz von Conti aus Hannover.
Foto: BMW

Hannover, 02.02.2022: Der Automobilzulieferer "Continental" liefert wesentliche Elemente für ein intuitives Nutzererlebnis im neuen "BMW iX". Das Elektrofahrzeug integriert den Cockpit-Hochleistungsrechner von "Continental" als Antwort auf die Digitalisierung im Fahrzeug. Er managt die steigende Softwarekomplexität sowie den rapide wachsenden Funktionsumfang im Cockpit. Außerdem stellt der Computer die nötige Rechenleistung für die Funktionen im Head-Up-Display sowie die großflächige Displaylandschaft im Fahrzeug zur Verfügung. 
Zusammen mit einem im digitalen Kombiinstrument integrierten Fahrerkamera, bietet "Conti" wesentliche Bausteine für eine nahtlose Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug. Darüber hinaus stattet "Continental" das Elektromodell mit Ultra-Breitband-Sendeempfängern für den digitalen Fahrzeugzugang mit dem Smartphone aus. Weitere Lösungen des Zulieferers sind ein integriertes Smartphone-Terminal mit Nahfeldkommunikation für induktives Laden und die Elektronik für das intelligente Panoramadach namens "BMW Sky Lounge".
Statt auf mehrere elektronische Steuergeräte zurückzugreifen, konzentriert das neue Elektro-Fahrzeug von BMW die Rechenleistung verschiedener Funktionen in einigen wenigen Zentralrechnern. Der leistungsstarke Cockpit-Domänencontroller von Continental ist verantwortlich für verschiedene Softwarefunktionen und verwaltet alle Ein- und Ausgangsgeräte im Fahrzeuginnenraum zentral auf einer einzigen elektronischen Steuereinheit. 
Das Nutzererlebnis wird für Fahrzeugkäufer zu einem immer wichtigeren Entscheidungskriterium. Mit unseren Bausteinen für eine intuitive, sichere, aber vor allem attraktive Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug im BMW iX sowie unseren Kompetenzen bei Softwareentwicklung und Systemintegration helfen wir auch, die nachhaltige Mobilität zu fördern“, so Nikolai Setzer, Vorstandsvorsitzender von "Continental".
 Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es auf den Presseseiten von "Conti"
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Conti entwickelt mobilen Laderoboter für Elektrofahrzeuge.

Die Zukunft des Stromladens liegt im Boden von Parkplätzen.
Foto: Continental

Hannover, 31.01.2022 Der Automobilzulieferer "Continental" revolutioniert nach eigenen Angaben das Laden von Elektrofahrzeugen. Der Entwicklungs- und Produktionsdienstleister "Continental Engineering Services" entwickelt gemeinsam mit dem Startup "Volterio" einen intelligenten Laderoboter, der das Stromtanken deutlich einfacher und komfortabler machen soll. Dafür sind "CES" und "Volterio" eine Partnerschaft eingegangen. Die "Continental"-Tochter wird bis Mitte 2022 erste seriennahe Systeme des gemeinsamen Laderoboters entwickeln. Die Serienfertigung des Systems ist für das Jahr 2024 geplant und wird in Deutschland aufgebaut.
Die automatische Lade-Lösung besteht aus zwei Teilen: einer Einheit am Unterboden des Fahrzeugs sowie einer auf dem Garagenboden platzierten Unit. Sobald das Auto geparkt ist, verbinden sich beide Komponenten über eine smarte Automatik, die via Ultra-Breitband gesteuert wird. Ein alltagstauglicher Vorteil: Das Auto muss nicht akkurat geparkt werden. Der Laderoboter korrigiert bis zu 30 Zentimeter Abweichung von der idealen Parkposition. Dazu ist es unerheblich, in welchem Winkel ein Fahrzeug im Verhältnis zur Boden-Unit positioniert wird. 
Die Lade-Lösung wird zunächst für Privathaushalte mit einer Leistung von 22 kW Wechselstrom bereitgestellt. Die Lösung lässt sich auch in bestehenden Fahrzeug-Modellen nachrüsten. In einem zweiten Schritt wird eine im Boden versenkbare Schnelllade-Lösung für den öffentliche Flächen entwickelt, z.. B. für Parkhäuser, Tankstellen oder auf Betriebsflächen mit einer Ladeleistung von mehr als 50 kW Gleichstrom. Außerdem wird es Varianten für das Flottenmanagement von zum Beispiel Nutzfahrzeugen geben.
"Unser Laderoboter ist ein echter Evolutionsschritt, um die Elektromobilität komfortabler und alltagstauglicher zu machen“, so Christoph Falk-Gierlinger, Geschäftsführer von "CES". „Mit Volterio haben wir den idealen Partner gefunden, um eine effiziente und einfache Lösung zum Laden von Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Durch die Kooperation verbinden wir Kreativität und Flexibilität eines jungen Startups mit der Entwicklungserfahrung und dem Automotive-Knowhow von Continental Engineering Services.
Eine ausführliche Pressemeldung hat "Continental" auf seinen Seiten veröffentlicht.
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HANSEPERSONALITY Jens Meier: Quanten-inspirierte Technologie für eine Verkehrssinfonie im Hamburger Hafen.


HPA-Chef und Informatiker Jens Meier digitalisiert den Hamburger Hafen.
Foto: HPA/Andreas Schmidt-Wiethoff

Digitales Vertrauen und Hackerangriffe, künstliche Intelligenz und autonom fahrende Wasserdrohnen, quanten-inspirierte Algorithmen und... "MOZART". Die Hamburg Port Authority (HPA) und ihr "smartPORT"-Konzept zeigen, dass es bei der Digitalisierung des Hafens um weit mehr als nur um technologischen Fortschritt geht.

Die maritime Branche erlebt weltweit einen Paradigmenwechsel. Er wird getrieben von Industrie 4.0-Ansätzen und grünen Technologien. Die amerikanischen Marktforscher von Kenneth Research prognostizieren in einer aktuellen Studie, dass der globale Markt für intelligente Häfen bis 2026 mit einer Wachstumsrate von mehr als 25% wachsen wird. 

Deutschlands größter Seehafen Hamburg hält mit den globalen Trends Schritt. Unser HANSEPERSONALITY ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority, Jens Meier.

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Volkswagen schlittert auf Grund des Chipsmangels weiter in die Krise.

VW - Gerade im Elektrozeitalter angekommen und schon ausgebremst.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 23.12.2021: Trotz gegenteiliger Aussagen der Konzernkommunikation wird sich die Produktionskrise im Stammwerk von "Volkswagen" auf Grund des akuten, fortlaufenden Chipmangels im kommenden Jahr und sogar bis ins Jahr 2023 weiter fortsetzen. Das meldet das "Manager Magazin" unter Berufung auf Insiderkreise des größten europäischen Automobilherstellers. So könnten in Wolfsburg 2022 weniger als 400.000 Autos vom Band laufen, so wenige Fahrzeuge wie zuletzt in den 50er Jahren.
Im schlimmsten Fall - so konzerninterne Prognosen - könnte der Absatz bei "VW" auf rd. 8 Mio. Fahrzeuge einbrechen. In diesem Jahr erwarten die Wolfsburger ein Ergebnis von knapp unter 9 Mio. € Fahrzeugen. Im Vor-Coronajahr 2019 waren es mehr als 10 Mio. abgesetzte Pkw. Dabei wollte der zu 20 % dem Land Niedersachsen gehörende Autobauer im laufenden Jahr knapp 10 Mio. und im kommenden Jahr sogar fast 11 Mio. Fahrzeuge absetzen.
Damit verschärft sich die Chipkrise beim deutschen Branchenprimus trotz entgegengesetztes PR-Aussagen weiter. Das "Manager Magazin" berichtet unterdessen von einem Krisentreffen der "VW"- und "Porsche"-Chefs beim Stuttgarter Zulieferer "Bosch". So hat Deutschlands größter Automobilzulieferer Lieferzusagen für das neue Jahr um 30 % unter den Erwartungen von "VW" abgegeben.
Der Chipmangel hat zurzeit noch wenig Auswirkungen auf die Umsatzzahlen. Die Luxustöchter "Audi" und "Porsche" und die Finanzdienstleistungen werden den Konzernumsatz und -gewinn 2021 retten. Nicht zuletzt auf Grund auf fast Null zurückgefahrener Rabatte.
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Cariad und TomTom entwickeln neues Navi für alle VW-Konzernmarken.

Mit Echtzeit-Verkehrsdaten wollen Cariad und TomTom das Navi revolutionieren.
Illustration: Cariad

Wolfsburg/Ingolstadt/Amsterdam, 22.12.2021: Das "Volkswagen" Software- und Technologie-Unternehmen "Cariad" und der niederländische Navigationsspezialist "TomTom" wollen gemeinsam ein neues Navigationssystem für Fahrzeuge des "Volkswagen"-Konzerns entwickeln. Das neue Produkt wird das Know-how von "TomTom" im Bereich der Navigation mit der Fahrzeugintegration der "VW"-Tochter kombinieren. 
Das Softwarehaus des "Volkswagen"-Konzern wird die Benutzeroberläche sowie die Intergration der Navigation in die Bedienerführung und auch die Kartenvisualisierung entwickeln. Um einen nahtlosen Betrieb über das Infotainment und die Fahrer-Assistenzsysteme zu ermöglichen, zielt "Cariad" darauf ab, die Navigation eng in die Fahrzeugplattform zu integrieren.
Durch die Nutzung der weltweiten Flottengröße des "Volkswagen"-Konzerns und seiner Daten will "Cariad" die Qualität und Abdeckung der Navigationsdienste kontinuierlich verbessern. Bis 2030 sollen bis zu 40 Millionen Fahrzeuge weltweit zum Datenaustausch mit der Automotive Cloud des "Volkswagen"-Konzerns verknüpft sein.
"TomTom" hat eine neue Navigation entwickelt, die sich nahtlos in die digitalen Cockpits des "Volkswagen"-Konzerns integrieren lässt und regelmäßige Over-the-Air-Updates liefert. Die Cloud-basierte Lösung nutzt aktuelle Routing- und Echtzeit-Verkehrsinformationen, um so die beste Routenführung und die genauesten Ankunftszeiten zu liefern.
Francisco Moreno, Head of Navigation bei "Cariad", sagte: "Mit der bewährten Unterstützung und Expertise von TomTom, unterstützt durch die umfangreiche vernetzte Flotte des Volkswagen-Konzerns, werden wir viele spannende Innovationen auf den Markt bringen, die zu einem sichereren, zeiteffizienteren und intuitiveren Fahrerlebnis beitragen werden."
Die ersten Modelle, in denen die neue Navigationstechnologie zum Einsatz kommt, werden elektrisch sein und 2023 auf die Straße kommen. Die Modelle werden von der Reichweite eines Elektroautos und einer Routenführung profitieren, die weitaus präziser sein soll als das, was heute verfügbar ist. 
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Continental beteiligt sich an US-Automotive-Spezialisten Apex AI.

Apex AI entwickelt mit Conti ein Betriebssystem für Automobile.
Foto: Apex AI

Hannover, 16.12.2021: Der Automobilzulieferer und Technologiekonzern "Continental" hat sich mit einer Minderheitsbeteiligung am amerikanischen Software-Spezialisten "Apex AI" beteiligt. Das Unternehmen am Stanford-Sitz Palo Alto und München entwickelt ein neues Betriebssystem für Fahrzeuge unter unterstützt komplexe Funktionen, wie autonomes Fahren, Sicherheits- und Assistenzfunktionen.

Damit setzt "Conti" seine Entwicklung zum Hightech-Konzern im Automotive-Sektor fort. Die beiden Unternehmen haben bereits zuvor zusammengearbeitet. Ziel ist das gemeinsame Betriebssystem für Autos "Apex OS" auf Basis des Open-Source-Code ROS (Robot Operating System). "Die Komplexität der Software- und Elektronikarchitekturen von Fahrzeugen nimmt rasant zu", so Fahrassistenz-Chef Frank Petznick bei "Continental".
Neben leistungsfähiger Hardware wird das Fahrzeug im Zukunft im Wesentlichen durch intelligente Software definiert. Es wird vernetzt unterwegs sein, seine Funktionen lassen sich per Update optimieren und erweitern. Das erfordert eine neue Architektur der Fahrzeugelektronik sowie von Software-Systemen inkl. Anbindung an die Cloud. Ein wesentlicher Ansatz ist dabei, die Komplexität der Systeme trotz immer größerer und aufwändigerer Programme zu reduzieren. 
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf der Presseseite von "Continental" veröffentlicht worden. 
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Hochschule Hannover arbeitet an autonomen Überlandshuttles für Pakete und Bewohner.

Die HS Hannover forscht an autonomen Shuttles.
Foto: Axel Hindermith, Public Domain

Hannover, 16.12.2021: Autonome Shuttles bieten Chancen, um ländliche Regionen für mehr Menschen als Wohnort attraktiver zu machen. Gleichzeitig muss die Wirtschaftlichkeit von Shuttles da sein. Wie das durch den gemeinsamen Transport von Personen und Gütern gelingen kann, haben Forschende der Hochschule Hannover und der Frankfurt University of Applied Sciences im Forschungsprojekt "Kombinom" erarbeitet.

Ziel eines jetzt daran anknüpfenden Forschungsvorhabens "Kombinom 2" ist die Entwicklung einer Simulation zur Einführung autonomer, kombinierter Shuttles. Das Projekt wird vom "DAS HUB" der HsH Hannover, vom "Research Lab for Urban Transport" der Frankfurt UAS in Kooperation mit den Unternehmen "SimPlan", "Senozon Deutschland" sowie "tbw research" betreut.

Prof. Dr. Christoph von Viebahn der HsH weist auf die Chancen des Konzeptes hin: „Personen und Güter weisen unterschiedliche Spitzenzeiten auf, in denen sie befördert werden möchten. Eine Abdeckung beider Verkehre mit einem Fahrzeug bietet die Möglichkeit, Flotte und Fahrer besser auszulasten und somit Wartezeiten deutlich zu verkürzen. Dadurch kann kurzfristig (mit heutigen Fahrzeugen) im ländlichen Raum ein besserer Service geboten werden."

Der Dozent für Wirtschaftsinformatik weiter: "Ein späterer Einsatz autonomer Fahrzeuge bietet weitere Potenziale, zeitgemäße Mobilität in die Fläche zu bringen. Heutige Sharing-Konzepte mit E-Scooter, E-Vespa oder Ride-Pooling-Fahrzeug sucht man außerhalb der Ballungsräume vergeblich. Hier wollen wir mit einem detaillierten Konzept eine tragfähige Lösung für zukünftige Verkehre liefern.“

"DAS HUB" in Hannover beschäftigt sich mit den aktuellen Themen aus Produktion, Logistik, Mobilität, Supply Chain Management und Unternehmenssteuerung. Mit den Methoden der Wirtschaftsinformatik optimieren Mitarbeiter und Studenten Geschäftsprozesse in der Distributionslogistik von Unternehmen aus Produktion und Handel.

"Das Projekt "Kombinom 2" wird im Rahmen der Initiative "mFUND" des Verkehrs- und Digitalministeriums in Berlin mit insgesamt rd. 1,6 Mio. € gefördert.

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Mercedes zieht auf Grund akutem Chipmangels die Winterferien im Werk Bremen vor.

Bei Mercedes in Bremen stehen über Weihnachten die Bänder länger still.
Foto: Daimler AG

Bremen, 15.12.2021: Neben dem niedersächsischen Autobauer "Volkswagen" kämpft auch der schwäbische Autobauer "Daimler" mit zunehmendem Mangel an Chips. Jetzt trifft es das weltweit zweitgrößte "Mercedes"-Pkw-Werk in Bremen. "Daimler" zieht in Bremen wie im ungarischen Werk Kecskemét die Betriebsferien über die Feiertage vor und legt die Bänder bereits in dieser Woche still. In Bremen soll ab 10. Januar wieder gearbeitet werden, so der Stuttgarter Autobauer.
Die meisten Werke von "Mercedes Benz" arbeiten derzeit laut einer Firmensprecherin weitgehend störungsfrei, berichtet das Magazin "CIO". In den beiden Stammwerken in Rastatt und Sindelfingen werde bis an die regulären Winterferien herangearbeitet. "Daimler" hatte mitgeteilt, dass zwischen Juli und September d. J. mehrfach Produktionsbänder auf Grund fehlender Chips stillstanden. In einem hochmodernen Fahrzeug arbeiten bis zu 900 Chips. so der Branchenverband der Elektronik-Industrie, "ZVEI".
Das Werk Bremen ist mit rd. 150 Hektar bzw. 210 Fussballfeldern das zweitgrößte Pkw-Werk von "Mercedes-Benz" weltweit. Mit mehr als 12.500 Mitarbeitern ist das Werk größter privater Arbeitgeber in der Region und das Lead-Werk für die "C-Klasse". Der Klassiker im Mercedes-Benz-Portfolio wird unter der Führung Bremens auch in East London (Südafrika), Tuscaloosa (USA) und im Joint Venture-Werk BBAC in Peking (China) produziert.
Außerdem steuert Bremen als Lead-Werk die Fertigung des "GLC" im weltweiten Produktionsnetzwerk. Am Standort werden insgesamt zehn Modelle und damit die meisten Varianten innerhalb des Produktionsnetzwerks von "Mercedes-Benz Cars" produziert. Seit 2019 wird am Standort der "EQC1", das erste Elektrofahrzeug der neuen Produkt- und Technologiemarke "EQ", gebaut.
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Continental mit vier CES-Awards für digitale Sicherheits- und Display-Technologien ausgezeichnet.

Mit einem digitalen Rundumblick der Sensoren schafft Conti mehr Sicherheit im Verkehr.
Illustration: Continental

Hannover, 08.12.2021: Der Automobil-Zulieferer "Continental" hat vier "CES 2022 Innovation Awards" gewonnen. In der Kategorie Vehicle Intelligence & Transportation wurden mit dem "Transparenten Fahrzeug“ und der V2X-Technologie inkl. kollektiver Umfelderfassung (Collective Perception Messages) zwei Technologien von der Jury prämiert. Zwei weitere Auszeichnungen erhielt das Hannoveraner Technologieunternehmen in der Kategorie In-Vehicle Entertainment & Safety für die Display-Innovationen "ShyTech" und "Privacy Display". Die Technologien werden auf der "Consumer Electronics Show - CES 2022" vom 5. bis 8. Januar '22 in Las Vegas präsentiert.
Das "Transparente Fahrzeug“ von "Continental" gibt dem Fahrer einen vollständigen Überblick über die Umgebung seines Autos. Mit vier Kameras erfasst die Technologie die Umgebung und fügt diese mittels eines speziellen Algorithmus von "Continental" in einem Steuergerät zusammen. Dadurch entsteht eine ungehinderte Sicht aus jedem Winkel auf die Umgebung, was ein sicheres Manövrieren und Parken bei niedriger Geschwindigkeit ermöglicht. So erhöht die Technologie die Sicherheit und hilft dabei, Unfälle zu reduzieren.
Mit "Vehicle-to-Everything" (V2X) und kollektiver Umfelderfassung verbessert Continental die Verkehrssicherheit auf andere Weise: Durch die kollektive Umfelderfassung wird die V2X-Technologie um Informationen aus neuen V2X-Nachrichtenstandards ergänzt. Mithilfe dieser drahtlosen Kommunikationstechnologie sehen Fahrzeuge und Fahrer durch die Augen anderer Verkehrsteilnehmer. Mit V2X und kollektiver Umfelderfassung nutzt ein Fahrzeug die Informationen aus den Sensoren eines anderen Fahrzeugs, um die Verkehrssituation außerhalb des Sichtfelds opitmal zu erfassen. Das direkte Teilen von Sensorinformationen schützt insbesondere gefährdete Verkehrsteilnehmer.
Im hochkompetitiven Auswahlverfahren der CES Innovation Awards ist jede einzelne Auszeichnung eine Ehre“, so Nikolai Setzer, Vorstandsvorsitzender der "Continental AG" und Vorsitzender des "Automotive Boards". „Die vierfache Prämierung in mehreren Kategorien unterstreicht das Engagement und die Expertise unseres weltweiten Teams. Wir können nur deshalb in so vielen Bereichen etwas bewirken, weil unsere Teammitglieder stets Grenzen überwinden. Innovation ist seit 150 Jahren der Herzschlag von Continental und die ausgezeichneten Technologien sind ein weiteres Beispiel dafür.
Mit den vier Auszeichnungen bei den "CES 2022 Innovation Awards" wurde "Continental" zum zwölften Mal in sechs aufeinander folgenden Jahren für technologische Innovationen geehrt. Im Vorjahr erhielt der Automobil-Zulieferer drei "CES 2021 Innovation Honoree Awards" für seine "Transparent Trailer"-Technologie, den "Advanced Radar Sensor 540" und seine "Ac2ated Sound"-Partnerschaft mit "Sennheiser".
Eine unabhängige Fachjury mit Industriedesignern, Ingenieuren und Vertreter von Fachmedien wählt die Gewinner des Innovationspreises aus, um herausragendes Design und Entwicklungsleistungen innovativer Produkte der Unterhaltungselektronik in 27 Kategorien zu ehren. Die Einsendungen werden nach drei Hauptkriterien bewertet: Technik und Funktionalität, Ästhetik und Design sowie Einzigartigkeit und Innovation.
Fußgänger, Rad- oder Motorradfahrer machen laut WHO weltweit mehr als 50 % aller Verkehrstoten ausmachen. Mit den beiden Technologien "transparentes Fahrzeug" und "Vehicle-to-Everything" treibt "Continental" nach eigenen Angaben seine "Vision Zero"-Strategie gegen Verkehrstote, Verletzte und Verkehrsunfälle voran.
Eine ausführliche Meldung mit Details zu allen vier ausgezeichneten Technologien ist auf den Presseseiten von "Continental" nachzulesen. Die Technologien der CES 2022 Innovation Awards werden auf CES.tech/Innovation vorgestellt.
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Continental stellt digital-verteilte Zukunft der Mauterhebung vor.

Conti schafft mit einer digitalen Lögung die Mautboxen ab.
Foto: Continental

Hannover, 29.11.2021: Der Automobil-Zulieferer "Continental! hat einen digital-vernetzen Ansatz zur einfachen und zuverlässigen Mautnutzung ohne die bisher in jedem LKW eingesetzten, kostspieligen On-Bord Units (OBU) mehr nutzen zu müssen. Anstelle einzelner Geräte, die einen großen Kapitaleinsatz und hohe Kosten je Fahrzeug mit sich bringen, besteht die Continental-Lösung aus verteilten Funktionen – von denen viele im Nutzfahrzeug bereits vorhanden sind.
So können Sensordaten zur Position des Fahrzeugs auch vom Navigationssystem oder einem Intelligenten Tach bereitgestellt werden. Der Tacho enthält außerdem ein Modem, das sich künftig ebenfalls für die Maut nutzen lässt. Die Bedieneroberfläche lässt sich über die vorhandene Anzeige bereitstellen, was den Vorteil eines durchgängigen Bedienkonzepts mitbringt.
Für den Datenaustausch mit dem Servcer über das mobile Internet gibt es eine ganze Reihe von Lösungen, Z. B. die Nutzung von Bluetooth, GSM oder LTE. Sobald der digitale, intelligente Tacho Bestandteil der verteilten Lösung ist, bringt das ein zusätzliches Plus an Sicherheit und Manipulationsschutz.
Bisher kommuniziert ein separates, hinter der Windschutzscheibe befestigtes Gerät – die On-Board Unit/OBU – mit Mautbrücken oder Kontrollsäulen neben der Straße sowie mit der Datenverarbeitung im Backend. Dieser Ablauf funktioniert in jedem europäischen Land, in dem die "OBU" eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung durchlaufen hat. 
"Reibungslose und genaue Mautprozeduren sind für gewerbliche Straßennutzer und Flottenmanager extrem wichtig, um beispielsweise unbeabsichtigte Mautverstöße zu vermeiden. Die verteilte On-Board Equipment-Lösung erschließt für die gesamte Mautbranche attraktive Chancen, existierende Funktionseinheiten zu vernetzen, um so eine werkseitig installierte, auf das Fahrzeug zugeschnittene, verteilte und einfach aktualisierbare On-Board Equipment-Lösung zu definieren", so Dr.-Ing. Andreas Müller, zuständig für Nutzfahrzeugmaut und vernetzte Hardware bei "Continental Commercial Vehicle Fleet Services".
Ein ausführliches Whitepaper zur neuen, digital-vernetzten Zukunft der Mauterhebung ist auf den Seiten von "Continental" abrufbar.
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Bremer Raumfahrtkonzern beteiligt sich an französischem Daten-Startup.

Die OHB-Tochter LuxSpace bietet mit ihren AIS-Daten Klimaschuttz.
Foto: LuxSpace

Bremen, 23.11.2021: "OHB Venture Capital" - Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns "OHB" - hat sich am französischen Startup "Searoutes" beteiligt. Das Jungunternehmen aus Marseille ist auf digitale Lösungen für den maritimen und logistischen Sektor spezialisiert und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Treibhausgasemissionen im Gütertransport zu reduzieren, indem es Einblicke in den CO2-Fußabdruck verschiedener Transportrouten bietet.
Um die relevanten Daten für den Dienst anbieten zu können, nutzt "Searoutes" AIS-Daten, die die Identifizierung und genaue Positionierung von Schiffen ermöglichen. Zur Verfügung gestellt werden die Positionsinformationen vom "OHB"-Tochterunternehmen "LuxSpace". "Searoutes" verwendet sowohl aktuelle als auch historische AIS-Daten, um die von Schiffen regelmäßig genutzten Routen zu kartieren.
Die Trackingdaten werden mit anderen Datensätzen (z. B. Schiffsinformationen, Wetterbedingungen und Strömungen) kombiniert, um den CO2-Fußabdruck für einen über eine bestimmte Transportroute beförderten Container vorherzusagen oder einen Bericht über die in der Vergangenheit genutzten Transportrouten zu erstellen.
"LuxSpace" hat außerdem eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Stärken beider Unternehmen zu bündeln. Durch die Zusammenarbeit sowie durch gemeinsame Vertriebsaktivitäten und Produktentwicklungen im Bereich der maritimen Datenanalyse soll das Potenzial von Schiffsverfolgungsinformationen voll ausgeschöpft werden.
Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Searoutes auf die Reduktion des CO2-Ausstoßes von globalen Lieferketten hinzuarbeiten. Die Mission von Searoutes ist nicht nur spannend, sondern trägt auch perfekt zum Wachstum unseres Segments OHB DIGITAL bei", so Egbert Jan van der Veen, Managing Director von "OHB Venture Capital.
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Lufthansa Technik unterstützt Etihad Airways bei der Digitalisierung.

Lufthansa Technik digitalisiert den Flugbetrieb von Etihad Airways.
Foto: Etihad Digital Coop.

Hamburg, 16.11.2021: "Etihad Airways" aus Abu Dhabi und "Lufthansa Technik" haben am Sonntag auf der Dubai Airshow eine Erklärung über eine umfassende Partnerschaft bei der Erforschung digitaler Lösungen unterzeichnet. Diese sollen das technische Flotten- und Flugbetriebsmanagement der Airline weiter optimieren. Die Zusammenarbeit wird mehrere Produkte der webbasierten "AVIATAR Digital Operations Suite" von "Lufthansa Technik" beinhalten.
Mit dem Fokus auf einen digitalen und nachhaltigen technischen Betrieb umfasst die Kooperation den Einsatz der Business-Apps "Fuel Analytics", "Condition Monitoring" und "Line Maintenance Planning" der Hamburger "Lufthansa"-Konzerntochter aus Fuhlsbüttel.
Um ihre Treibstoffeffizienz weiter zu steigern, wird "Etihad" als eine der ersten Airlines die "AVIATAR Fuel Analytics App" nutzen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und durch die Nutzung vollständiger Flugdaten bietet "Fuel Analytics" "Etihad" die nötige Transparenz, um ungewöhnliche Treibstoffverbräuche in ihrer Flotte zu erkennen. 
"AVIATAR Condition Monitoring" ermöglicht "Etihad" einen Echtzeit-Überblick über den Zustand aller Flugzeuge und ihrer Komponenten - sowohl am Boden als auch im Flug. Damit kann die Wartungsabteilung von "Etihad" den Status ihrer "Boeing"- und "Airbus"-Flotten proaktiv verwalten, indem sie Fehlermeldungen, Parameter sowie Flug- und Wartungsinformationen auf einem Bildschirm zusammenfasst.
Außerdem wird die "Line Maintenance Planning App" "Etihad" zu ermöglichen, die Produktivität noch weiter zu steigern, indem die Verfügbarkeit der Flugzeuge maximiert und der manuelle Planungsaufwand reduziert wird. Durch die Integration von Daten aus verschiedenen IT-Systemen passt die auf Algorithmen basierende Lösung die Pläne für jeden Wartungsstandort und die Flotte von "Etihad" sofort an.
Die Digitalisierung ist zu einem der stärksten Treiber für die Luftfahrtindustrie geworden, und der Bereich MRO ist da keine Ausnahme. Daher ist es für uns von größter Bedeutung, die Vorteile hervorzuheben, die eine intelligente digitale Tool-Suite wie AVIATAR für Fluggesellschaften auf der ganzen Welt bieten kann“, so Tim Butzmann von "Lufthansa Technik". „Umso mehr freuen wir uns natürlich, dass wir eine renommierte Fluggesellschaft wie Etihad davon überzeugen konnten, als eine der ersten Fluggesellschaften im Nahen Osten mit uns das digitale MRO-Spielfeld zu betreten.
Eine ausführliche Meldung in Englisch ist auf den Seiten von "Lufthansa Technik" nachzulesen.
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Continental beziffert weltweite Ausfälle der Autoproduktion durch den Halbleitermangel.

Der Halbleitermangel macht den Autoherstellern schwer zu schaffen.
Foto: VW AG

Hannover, 11.11.2021: Von Juli bis September '21 lag die weltweite Automobilproduktion nach vorläufigen Zahlen mit 16,5 Millionen Einheiten um fast 20 Prozent unter dem Vergleichszeitraum von 20,5 Millionen Einheiten, teilte der Hannoveraner Automobilzulieferer "Continental" mit. Allein in Europa gingen die Produktionszahlen um etwa 30 % auf 3,0 Mio. Einheiten nach unten. Grund ist der weiterhin anhaltende Mangel an Halbleitern für Fahrzeuge.
"Die Entwicklung der Weltmärkte wird in den kommenden Monaten weiterhin von einer hohen Volatilität geprägt sein. Vor dem Hintergrund der andauernden Engpässe bei Halbleiterkomponenten sowie der Unsicherheiten in der Lieferkette und bei der Kundennachfrage haben wir unsere Prognose für das Jahr 2021 angepasst“, so Wolfgang Schäfer, Finanzvorstand von "Continental".
Die Auswirkungen durch Kostensteigerungen für wichtige Zulieferungen, wie Elektronik und elektromechanischer Komponenten im Bereich Automotive Technologies, aber auch für Rubber Technologies sowie Energie und Logistik verstärken in diesem Jahr erheblich, so "Conti". Das Unternehmen erwartet, dass sich die globale Produktion von Pkw im laufenden Jahr nur auf dem Vorjahreswert liegen wird. Im Jahr 2020 gab es im Vergleich zu 2019 noch eine Steigerung von rd. 8 bis 10 %.
Ende September d. J. hat "Continental" mit "Horizon Robotics" einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Sitz in Shanghai, unterzeichnet. Ziel ist es, die Prozessoren und Algorithmen von "Horizon Robotics" in Smart Cameras und Steuergeräte für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren von Continental zu integrieren sowie "Horizon" eine globale Reichweite und Produktionsbasis für seine Technologie zu geben.
Den vollständigen Quartalsbericht von "Continental" kann hier nachgelesen werden.
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Hamburg ist beste deutsche Autofahrerstadt in Europa.

Hamburg führt die deutschen Autofahrerstädte an.
Grafik: Verizon Connect/ABCD Agency

Berlin, 28.10.2021: Der internationale Softwareanbieter für Mobilitätslösungen - "Verizon Connect" - hat einen "Smart Driving City Index" für die 30 größten Städte Europas erarbeitet. Unter den Metropolen - wie Amsterdam, Paris, Rom und Madrid - finden sich auch die deutschen Millionenstädte Berlin, Hamburg, Köln und München wieder. Auf einem europaweit sehr guten vierten Platz und 81,9 von 100 Punkten landet Hamburg als deutschlandweit Autofahrer-freundlichste Großstadt.
Die Freie und Hansestadt punktet nach der Datenanalyse vor allem im Bereich "Sicherheit" mit einem verhältnismäßig gerinen Unfallrisikio und vielen vorhandenen Blitzern. Köln (Platz 5)  ist europaweiter Spitzenreiter, wenn es um die Belastbarkeit der Infrastruktur geht. Die Landeshauptstadt München (Platz 8) punktet im Index vor allem bei smarten Mobilitätstechnologien. Einem Thema, bei dem Hamburg durch diverse Modellprojekte punkten wollte. Die Hauptstadt Berlin (Platz 7) bietet in allen drei Bereichen insgesamt solide Werte.
Die Analyse vom März d. J. berücksichtigt Informationen aus 1. dem Bereich "Belastbarkeit" der Verkehrsinfrastruktur inkl. Qualität des Straßennetzes, der schnellen Erreichbarkeit vieler Ziele, der Erreichbarkeit möglichst vieler Einwohner sowie der Umweltbelastung durch Abgase sowie vorhandene Umweltzonen. 2. wurde der Bereich "Smarte Technologien" untersucht. Dabei wurden die Zulassungszahlen für Elektroautos, die vorhandenen Ladesäulen, Car-Sharing-Angebote inkl. des Fahrdienstes "Uber" und der Ausbau des mobilen Internets unter die Lupe genommen.
Im 3. Bereich "Sicherheit" nahm der Berliner Softwareanbieter das Unfallrisiko auf den jeweiligen Straßen und die Anzahl von Blitzern in den Fokus. Die vollständige Übersicht zu allen 30 europäischen Metropolen ist zu finden auf den Seiten von "Verizon Connect".
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Bremer Mobile-Data-Startup für Datenerhebung per Taxi ausgezeichnet worden.

Mit Taxenim Hamburger Hafen hat das Bremer Startup Daten erhoben.
Foto: UZE Mobility

Bremen, 25.10.2021: Ein vom Bremer Mobile-Data-Startup "UZE Mobility" mit "T-Systems" in Hamburg als "Call-a-Data-Cab" getesteter Smart Data Use Case ist von der Europäischen Kommission im Rahmen des "5G-Loginnov"-Projekts als eines von fünf Startups ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Datenerhebung für intelligente Logistiklösungen in Häfen mithilfe von 5G-vernetzten Taxis, die auf Abruf verfügbar sind. So können diverse Verkehrsbewegungen in Häfen auf Abruf gemessen und verarbeitet werden.
Am Anfang der Entwicklung standen digitale Dachboxen, die als mobile Werbesysteme genutzt werden (HANSEVALLEY berichtete). "Call-a-Data-Cab" setzt nun auf eingebaute Sensoren, die Daten aller Art aufnehmen können. Dazu gehören GPS, Temperatur, Luftqualität und -feuchtigkeit, CO2-Gehalt, Helligkeit, WiFi, Bluetooth, Anzahl und Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer, Netzstärke, Verkehrsflussdaten und diverse Kombinationen von Sensordaten.
Die Sensormessungen können an spezielle Bedürfnisse und Test-Umfelder angepasst werden. Das Interface basiert auf einem Standard-Protokoll, so dass weitere Sensoren einfach hinzugefügt werden können. Die erhobenen Informationen können mit weiteren Daten, z. B. von Wetterdiensten, Nachrichtenanbieten oder technischen Dienstleistern angereichert werden.
Alexander Jablovski, Co-Founder und CEO UZE Mobility, erklärt: „Die Auszeichnung im Rahmen des 5G-LOGINNOV Projekts bestätigt unseren Geschäftsfokus und unser flexibel skalierbares Geschäfts­modell. Mobil erhebbare Geo-Echtzeitdaten werden auch im IoT-Bereich immer wichtiger und haben dort ein breites Anwendungsfeld. Wir werden mit diesem Pilotprojekt eine Vielzahl an datengetriebenen Business Cases vorantreiben und insbesondere auch Forschungsvorhaben auf dem Gebiet intelligenter Verkehrs- und Transportsysteme unterstützen. Für uns eröffnet sich hier die ideale Möglichkeit, urbane Use Cases in einem geschlossenen Umfeld zu testen und bspw. Echtzeit-Verkehrs­analysen und Verkehrs­mana­gement für die städtische Anwendung zu trainieren."
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VW erhebt in Hamburg Echtzeitdaten für Sicherheit und Erhalt von Straßen.

VW hat mit eigenen Autos und Taxen die Straßenlage Hamburgs digital erfasst.
Illustration: Cariad

Wolfsburg/Hamburg, 20.10.2021: Der Innovationsbereich des #Volkswagen Konzerns und die #VW-Softwaregesellschaft #Cariad haben zusammen mit dem Hamburger Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer Daten aus dem laufenden Straßenverkehr rund um Alster und Elbe gesammelt. Die Daten wurden von extra gekennzeichneten Taxen und konzerneigenen Testfahrzeugen auf Hamburgs Straße erhoben. Insgesamt wurden im Rahmen des aktuellen Projekts 35.000 km Autofahrten ausgewertet.
Die Daten wurden von "NIRA Dynamics" als Tochter von "Cariad" analysiert, die Verkehrsdaten für Städte und Kommunen erhebt. Das gemeinsame Projekt hatte zum Ziel, die Echtzeitdaten qualifiziert für Hamburg als Testgemeinde auszuwerten. Daraus ergeben sich im nächsten Schritt verschiedene Einsatzbereiche z. B. für die Freie und Hansestadt. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen die beiden Bereiche a) Sicherheit im Straßenverkehr und b) Erhalt z. B. von Straßen und Brücken.
Die Daten können der Stadt helfen, den Winterdienst schneller und effizienter zu machen: Vom Fahrzeug registrierte und zur Verfügung gestellte Informationen zu Außentemperatur und Haftung bzw. zum Durchdrehen der Reifen bei Glätte können genutzt werden, um Streuwagen gezielt dorthin zu schicken, wo die Straßen besonders glatt sind und die Verkehrssicherheit gefährdet ist.
Ein weiteres Beispiel ist die Erfassung von Straßenschäden. Dank der Fahrzeugdaten, die das Lagebild zur Straßensituation fast in Echtzeit anzeigen, können Straßenschäden durch Abweichungen vom Sollzustand erkannt, bewertet und bei Bedarf rasch beseitigt werden. Der Straßenzustand wird u. a. durch verschiedene Stufen von „sehr gut“ bis „sehr schlecht“ beschrieben.
„Je mehr Fahrzeuge mit Sensortechnik durch die Stadt fahren, desto größer und qualitativ besser ist unsere Live-Datenbasis. Und diese hilft uns dann wiederum, Zustandsveränderungen der Straßen über die Zeit schneller zu erkennen, bei Verschlechterungen rasch zu reagieren und diese zu beheben“, erläutert Jens Burmann, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer der Freien und Hansestadt Hamburg.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist in der "Pressebox" von "Cariad" nachzulesen. 
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Nur 9 % der deutschen Autofahrer nutzt Carsharing überhaupt.

Nur 8 % der deutschen Autofahrer nutzt mehr oder weniger regelmäßig Carsharing.
Foto: Scharfsinn/Shutterstock

Hamburg, 14.10.2021: Eine repräsentative Umfrage unter 1.900 Bundesbürgern durch die Hamburger Tankstellenkette "HEM" zum "Tag der Mitfahrgelegenheit“ am 18. Oktober hat herausgefunden, dass nur ein Prozent aller online befragten Autofahrer regelmäßig Carsharing-Angebote nutzen. Mit 81 % verneinten mehr als 4/5 der Erwachsenen die Frage nach Nutzung von Fahrzeugen in der lokalen Kurzzeitmiete generell. Damit nutzen im Gegenzug gerade einmal 8 % "Flinkster" ("Deutsche Bahn"), "Miles", "Share Now" ("BMW"+"Daimler"), "Sixt", "We Share" ("VW") & Co.
86 % der im September d. J. Befragten legt den Großteil der Wege mit dem Auto zurück, während die restlichen Teilnehmer auf das Fahrrad (5 %) oder öffentliche Verkehrsmittel (4 %) zurückgreifen oder lieber zu Fuß gehen (4 %). Von den 86 Prozent nutzen knappe drei Viertel das Auto im Alltag meist allein, lediglich 3 % teilen sich die Fahrt im eigenen Pkw mit Kollegen für die Fahrt zum oder vom Arbeitsplatz.
Mt 48 % legen die Deutschen besonderen Wert darauf, ein eigenes Auto zu besitzen, anstatt auf Carsharing zurückzugreifen. Gründe für die Bevorzugung eines eigenes Fahrzeug sind u. a. eine umständliche Handhabung der Carsharing-Apps und der hohe Minuten- bzw. Kilometerpreis plus Versicherungskosten. Die Hälfte der Befragten ist bereit, maximal fünf Euro pro Stunde für ein Carsharing-Fahrzeug ausgeben zu wollen.
Lediglich für One-Way-Fahrten, zum Beispiel zum Flughafen, stellen Carsharing-Dienste für immerhin 22 % eine attraktive Ausnahme dar. Auch für einmalige, weitere Strecken können sich 12 % der Deutschen die Nutzung von Carsharing vorstellen – oder wenn es situationsbedingt gerade passt (20 %).
Generell zählt für die Studien-Teilnehmer mit jeweils 64 % die Erreichbarkeit, die Verfügbarkeit und der Preis. Problem: Mehr als ein Drittel der Befragten weiß nicht, ob es in ihrer Nähe ein entsprechendes Angebot gibt. Ein weiteres Drittel meint, dass Carsharing im näheren Umkreis gar nicht angeboten wird.
In den letzten Jahre breitete sich das Carsharing-Modell vor allem in Städten großflächig aus. Deutschlandweit gibt es laut "Statista" immerhin 228 Anbieter und nach einer Zählung von "carsharing.de" mehr als 26.000 Fahrzeuge in der minuten- oder kilometerweise abgerechneten Kurzzeitmiete.
Weitere Studien zum Thema Autofahren ist auf den Seiten von "HEM" zu finden. 
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Hamburgs digitales Schiffsregister gewinnt E-Government-Preis.

Das größte deutsche Schiffsregsiter in Hamburg macht Furore.
Foto: Hapag-Lloyd

Hamburg, 12.10.2021: Das größte deutsche Schiffsregister hat den 2. Platz in der Kategorie Kategorie "Bestes Digitalisierungsprojekt in Bund, Ländern und Kommunen" des "E-Government-Wettbewerbs" 2021 der Unternehmensberatung "Bearingpoint" und des Netzwerkausrüsters "Cisco" gewonnen. Insgesamt waren mehr als 70 Kandidaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Wettbewerb angetreten.
Zu den Bedingungen für den Sieg gehören u. a. eine ganzheitliche Digitalisierung von Fachverfahren und Prozessen, medienbruchfreie Prozesse auf Nutzer und Behördenseite z. B. mit Onlineformularen und -portalen und eine digitale Projektdokumention auch der Vorgehensweise. Mit dem digitalen Schiffsregister können Registerausdrucke und Schiffspapiere nun elektronisch und automatisiert erzeugt. Unternehmen und Bürger können Registerausdrucke zudem online beantragen.
Das digitale Schiffsregister der Freien und Hansestadt beherbergt über 4.600 Seeschiffe und 1.600 Binnenschiffe. Pro Jahr werden rd. 3.000 bis 3.500 Einträge zu Eigentümerwechsel, Namensänderungen, Hypotheken und Ausflaggungen neu erstellt oder verändert. Die Vorgänge wurden bislang händisch von Mitarbeitern des Amtsgericht Hamburg erledigt. Nach rd. 2 Jahren können Nutzer seit Ende 2020 ihre Daten über eine Web-App im Browser selbst eintragen bzw. ändern.
Das IT-Projekt wurde von "Dataport" und "MGM" mit agilem Projektmanagement umgesetzt. Auftraggeber waren die Hamburger Justiz- und Wirtschaftsbehörden sowie das zuständige Amtsgericht in der Hansestadt. Im Rahmen der Zusammenarbeit der Bundesländer hat die Freie Hansestadt Bremen das online-basierte IT-System für ihr Schiffsregister übernommen. Die Länder Berlin und Brandenburg übertragen ihre Schiffsregister vornehmlich für Binnenschiffe nach Hamburg.
Ein Video zum Thema ist auf dem "YouTube"-Kanal des IT-Dienstleisters "MGM" veröffentlicht. Weitere Informationen zum E-Government-Wettbewerb gibt es auf den Projektseiten.
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TU stellt Zwischenbericht zu Ioki-Ruf-Shuttle im Westen Hamburgs vor.

Die englischen E-Taxen helfen Einwohnern im Westen Hamburgs.
Foto: Ioki

Hamburg, 11.10.2021: Welchen Beitrag das Ruf-Shuttle "Ioki" für die Mobilität von morgen leistet, haben Wissenschaftler des Instituts für Verkehrsplanung und Logistik der Technischen Universität Hamburg in einer begleitenden Studie seit Start des Dienstes im Juli 2018 untersucht. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift "Internationales Verkehrswesen“ im Artikel "On-Demand-Angebote als Bestandteil des ÖPNV“ veröffentlicht.
Laut der Forscher unterstützt der von der "DB Regio"-Tochter "Ioki" und den "VHH" umgesetzte Service das Bus- und Bahnnetz im Westen Hamburgs: 88 % der "Ioki"-Nutzer habe eine Zeitkarte des "HVV". 72 % aller Shuttle-Fahrten werden mit Bahn oder Bus kombiniert. Die Gründe für eine Fahrt mit den englischen E-Taxis sind vielfältig. Die am häufigsten genannten sind die Zeitersparnis, Komfortgewinn und eine bessere Anbindung an Ziele, welche mit den Bussen im Westen Hamburgs nur schlecht zu erreichen sind.
 „Unsere Studienergebnisse zeigen darüber hinaus, dass das On-Demand-Angebot für bestimmte Personengruppen eine besondere Bedeutung hat“, sagt Tyll Diebold vom Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg. „Gerade Nutzerinnen fühlten sich in den Abend- und Nachtstunden in einem ioki-Shuttle sicherer, während mobilitätseingeschränkte Personen angaben, sich selbstbestimmter fortbewegen und besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
Als einen weiteren Schwerpunkt hat sich die Studie mit den Auswirkungen auf die Verkehrsmittelwahl beschäftigt. So hat die Studie gezeigt, dass nach Einführung eines Komfortzuschlags insbesondere diejenigen Nutzenden den On-Demand-Dienst verstärkt in Anspruch genommen haben, die das Angebot als Alternative zu Ihrem eigenen PKW wahrnehmen. „Genau mit solchen Angeboten könnten wir Menschen künftig verstärkt dazu motivieren auf ihr eigenes Auto zu verzichten und dennoch flexibel, verlässlich und komfortabel ans Ziel zu kommen", so Diebold.
Die Studienergebnisse der TU Hamburg belegen, dass ioki Hamburg Mobilität für alle überall flexibel und inklusiv zugänglich macht und eine klimaschonende Alternative zum eigenen PKW bietet. Das Projekt ist eines der Leuchtturmprojekte für On-Demand-Mobilität in Deutschland und zeigt, wie digitaler, bedarfsgerechter Nahverkehr powered by ioki aussehen muss, damit noch mehr Menschen den ÖPNV nutzen,“ freut sich Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer von "Ioki", über die positiven Studienergebnisse.
Die "DB Regio"-Tochter hat den On-Demand-Service entwickelt und vermarktet das Angebot als Lückenschluss in Verkehrsverbünden. Über das Ruf-Shuttle "Ioki Hamburg“ können sich Fahrgäste in den Außenbezirken von Lurup und Osdorf und im Gewerbegebiet Billbrook mit Hilfe von rd. 20 Elektro-Kleinbussen nahezu bis vor die Haustür bringen oder abholen lassen.
Bislang nutzten mehr als 500.000 Fahrgäste die App und legten über 2,5 Mio. Kilometer zurück.
Das Angebot wurde verlängert, so dass die Kleinbusse von "Ioki" auch im laufenden und nächsten Jahr weiter das Angebot nutzen können. Ziel des in den "HVV" integrierten On-Demand-Dienstes ist es, Lücken im bestehenden Angebote von Bussen und Bahnen zu schließen. So entstanden zusätzlich zu vier nahegelegenen S-Bahn-Stationen und 60 Bushaltestellen 65 Shuttle-Haltepunkte.
Weitere Informationen zu "Ioki" in Hamburg und der Metropolregion gibt es auf den Seiten der "VHH". (Foto: Ioki)
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Hannoveraner Reifenproduzent Conti wird nach 150 Jahren zum Softwarehersteller.

Conti entwickelt sich zum nach 150 Jahren Automitve-Technologie-Anbieter.
Foto: Continental

Hannover, 06.10.2021: Der niedersächsische Automobilzulieferer "Continental" feiert an diesem Freitag sein 150-jähriges Jubiläum. Der nach "Bosch" zweitgrößte deutsche Automobilzulieferer hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einem Kautschukverarbeiter und Reifenhersteller zu einem Elektronik- und Softwareanbieter gewandelt. Zunächst konzentrierte sich "Conti"-Gummi ab 1874 auf die Herstellung von Fahrradreifen.
Der amerikanische Erzrivale Charles Goodyear hatte sich seit den 1830er-Jahren auf die Härtung des Gummibaum-Saftes - die Vulkanisation - spezialisiert. Auf Grund des hohen Bedarfs an Reifen bei der Armee wurden die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg zu einem Durchbruch für die Hannoveraner als Autoreifen-Hersteller. In der Nazizeit mussten tausende Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge für den NS-Vorzeigebetrieb arbeiten.
In den sechsziger Jahren diversifiziert "Conti" sein Produktportfolio auf verschiedene Kautschuk-Produkte, produziert neben Auto- auch Motorrad- und Fahrradreifen. In den siebziger Jahren kauften sich die Hannoveraner u. a. bei "Uniroyal" und "Semperit" ein. Mit modernen Antriebstechnologien steigt der Konzern mit seiner Marke "Vetesco" in die Liga der führenden Automotive-Lieferanten, wie "Bosch", "Denso", "Magna", "Schaeffler" und "ZF" auf.
Nach einer Übernahmeschlacht in den Jahren 2008 bis 2009 verlor "Continental" die Eigenständigkeit und wurde Teil des Familienkonzerns um Konkurrent "Schaeffler". "Continental" erzielt aktuell einen Jahresumsatz von rd. 38 Mrd. € und beschäftigt weltweit rd. 236.000 Beschäftigte. "Conti" fokussiert sich in seiner Forschung zunehmend auf Zukunftstechnologien rund um die Mobilität.
Dazu gehören u. a. CO2-neutrale Antriebe, wie z. B. e. Dazu kommen Sensortechnologien für hoch automatisiertes und autonomes Fahren sowie eine eigene Softwareentwicklung. Schließlich beschäftigt sich der ehemalige Kautschuk-Spezialist mit digital-vernetztes Mobilität und digitalen Infotainment-Systemen in Fahrzeugen.
Ein ausführlicher Beitrag zur Entwicklung von "Continental" ist bei den Kollegen des "CIO-Magazins" nachzulesen. Einen Einblick in Zukunftstechnologien zeigt "Conti" auf seinen Innovationsseiten im Netz.
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Hamburger Vorzeigeprojekt für ticketloses Fahren um fünf Jahre verspätet.

Die aktuelle HVV-App soll auch für Check-in/Be-out genutzt werden.
Foto: HVV Switch/Instagram

Hamburg, 05.10.2021: Das Vorzeigeprojekt des Senats für den Verkehrskongress Mitte des Monats in der Hansestadt - "Check-in/Be-out" - geht insgesamt fünf Jahre später in Betrieb, als von den Verantwortlichen beim Verkehrsverbund "HVV" und der technisch zuständigen "Hochbahn" versprochen. Damit können Kunden des "HVV" in der Metropolregion frühestens 2023 ticketlos mit Bussen und Bahnen unterwegs sein. Erst im Frühjahr kommenden Jahres können alle Hamburger das in dieser Woche als "HVV Any" vorgestellte System nutzen.

Zum Kongress Mitte Oktober d. J. soll das System offenbar um jeden Preis der Öffentlichkeit mindestens als vorläufiger, funktionierender Prototyp vorgestellt werden. Das haben der "NDR", die Tageszeitung "Welt" und die Nachbarschafts-App "Kiekmo" der "Hamburger Sparkasse" übereinstimmend berichtet. Das ticketlose Fahren im "HVV" hatte der damals neue "Hochbahn"-Chef Henrik Falk 2016 als Zukunftsziel ausgegeben. Das Fahren per App zum Bestpreis sollte in Hamburg bereits 2018 eingeführt werden.

Bei "Check-in/Be-out" werden die Eingangsbereiche aller Busse und Bahnen mit Sensoren ausgestattet. Nachdem sich die Kunden einmal mit der aufgerüsteten "HVV Switch"-App eingecheckt haben, registriert das Smartphone alle genutzten Busse und Bahnen innerhalb von 24 Stunden. Am nächsten Tag stellt der "HVV" eine Rechnung aus, die alle Fahrten zum günstigsten Tagespreis abrechnet und abbucht.

Die neue "HVV"-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt nannte das verspätete Vorzeigeprojekt unter Leitung der "Hochbahn" bei Vorstellung des neuen "HVV-Logos" am Montag der Woche eine "Revolution im Markt". International nutzen bereits führende Millionenmetropolen wie Amsterdam, Stockholm oder Hong Kong ticketlose Systeme nach dem Prinzip von "Check-in/Be-out", um Kunden eine schnelle, einfache und günstige Nutzung von Bussen und Bahnen zu ermöglichen.

Ein vergleichbares Ticketsystem namens - "Yaniq" für Android- und iOS-Smartphones haben die Osnabrücker Verkehrsbetriebe "VOS" für ihren Busbetrieb im Großraum Osnabrück bereits vor einem Jahr eingeführt. 15 Minuten nach dem Ende der Fahrt können die Niedersachsen in der gleichnamigen App bereits die Abrechnung zum Bestpreis sehen. Das unter www.yaniq.de zu findende Projekt wurde 2020 mit dem 1. Platz im "Stadtwerkepreis" ausgezeichnet.

Auch im Verkehrsverbund Rhein-Necker können Fahrgäste des dortigen Netzes von "VRN" per "Check-in/Be-out" ticketlos unterwegs sind. Hier bietet die App "Tickin" der "Deutschen Bahn" Fahren zum Bestpreis in allen Bussen und Bahnen des Verkehrsverbundes rund um Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg. Der Einzugsbereich reicht von Homburg und Zweibrücken im Westen bis nach Würzburg im Osten.

"Hochbahn" und "HVV" versuchen die jahrelangen Verzögerungen mit technischen Komplikationen im Zusammenhang mit U- und S-Bahntunneln in Hamburg, den Überschneidungen von Zugverbindungen und der notwendigen Zusammenarbeit von insgesamt 30 Verkehrsunternehmen zu entschuldigen. Zudem seien neue Geräte für die Kontrolle von Schwarzfahrern notwendig, so die "Hochbahn" in ihrem Blog.

Kunden des "HVV" kritisieren seit Jahren die mangelhafte bis nicht vorhandene Stabilität von Internetverbindungen in den Tunneln. Während die Hamburger U-Bahn-Trassen vor Jahren flächendeckend für alle Netzbetreiber von "Vodafone" ausgeleuchtet wurden, bemängeln S-Bahn-Kunden selbst im City-Tunnel zwischen Jungfernstieg und Hauptbahnhof immer wieder Gesprächsabbrüche und nicht vorhandens Netz.

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Dräger übernimmt Echtzeit-Ortung für Krankenhäuser von Sony.
Dräger über eine Echtzeit-Ortung für Krankenhäuser von Sony.
Grafik: Dräger

Lübeck, 04.05.2021: Der Medizintechnik-Hersteller "Dräger" hat von "Sony Network Communications Europe" hat Design, Entwicklung und Marketing der RTLS-Ortungslösung "Vissilion" von "Sony" übernommen. Damit werden die Lübecker Technologie-Spezialisten das Echtzeit-Ortungssystem übernehmen und fortführen. Das Sensor-System wird bislang vor allem für die Echtzeitüberwachung beim Transport sensibler Güter eingesetzt.
Neben dem Echtzeit-Tracking bietet "Vissilion" auch die Überwachung von Zuständen, z. B. beim Transport gekühlter Güter. Das Digitalsystem bieter zudem Alarme, sollten Transporte von der ursprünglichen Route abkommen und verspätet sein oder transportierte Güter in einen kritischen Zustand kommen, z. B. durch Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit. Die von "Vissilion" aufgezeichneten Daten können individuell und umfassend ausgewertet werden.
Im Rahmen des Übergangs wird "Dräger" das Branding ändern und das System wird nicht länger unter der Marke "Visilion“ geführt. Das Ortungssystem wird in "Dräger Discover" umbenannt und als Teil des umfassenden Medizintechnik-Portfolios von "Dräger" verkauft. Damit können die Lübecker Krankenhäuser dabei unterstützen, Arbeitsabläufe im Akutbereich durch laufend verfügbare Standortinformationen und Echtzeit-Services zu verbessern. 
Weitere Informationen zum Echtzeit-Tracking gibt es im Pressebereich von "Dräger Discover" sowie auf den Seiten von "Sony".
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Digitale Modernisierung des Hamburger S-Bahn-Netzes kostet 800 Mio. €.

Die marode Infrastruktu der Hamburger S-Bahn soll digital modernisiert werden.
Foto: HANSENVALLEY

Hamburg, 03.10.2021: Die marode Infrastruktur der Hamburger S-Bahn mit z. T. 80 Jahre alten Stellwerken soll bis 2030 für insgesamt rd. 800 Mio. € Kosten modernisiert werden. Das hat der Hamburger Senat gemeinsam mit der "S-Bahn Hamburg" in der vergangenen Woche vorgestellt. Im Kern soll der Hamburger S-Bahn-Betrieb auf einen weitgehend digitalen Zugbetrieb umgerüstet werden. Die digitale Aufrüstung der Hamburger S-Bahn-Flotte wird rd. 175 Mio. € kosten, die Modernisierung der maroden Infrastruktur rd. 620 Mio. €.
Ab 11. Oktober d. J. soll die erste digitalisierte S-Bahn vom Typ 474 auf einer 23 km langen Teststrecke im Rahmen des Projekts "Digitale Schiene Deutschland" auf der Linie S21 zwischen Berliner Tor und Bergedorf an den Start gehen. In der Spitze werden bis zu 4 Züge im Osten Hamburgs mit der digitalen Steuerung im Einsatz sein. Dabei übernimmt der Computer die Abstände zwischen den Zügen. Das Projekt hat allein rd. 60 Mio. € gekostet.
Das Projekt "Digitale Schiene" sieht einen gemeinsamen Test des Zugsteuerungssystem "Automatic Train Operation - ATO" und des Europäischen Zugsicherungssystem "European Train Control System - TECS" vor. Um den digitalen Betrieb zu ermöglichen, werden die S-Bahnen mit speziellen Antennen, Radaren und Computersystemen ausgerüstet. Außerdem muss die Infrastruktur entlang der Strecke aufgerüstet werden, darunter auch die maroden Stellwerke und die analoge Signaltechnik.
Durch eine engere Zugfolge können bis zu 30 % mehr Züge auf dem bestehenden, sanierungsbedürftigen Netz unterwegs sein. Bis 2030 will die Stadt Hamburg flächendeckend im Verkehrsverbund "HVV" einen 5 Min.-Takt einführen. Danach sollen Bewohner und Gäste innerhalb von 5 Minuten Zugang zu einem Bus, zu einer U- oder S-Bahn zu bekommen.
Einen Überblick zur "Digitalen Schiene" gibt es auf den Seiten der "Deutschen Bahn".
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VW scheitert an einem gemeinsamen Betriebssystem mit BMW und Daimler.

VW entwickelt mit Cariad einen eigenen Automotive Software Stack.
Grafik: Cariad

Wolfsburg, 03.10.2021: "Volkswagen" ist mit dem Versuch gescheitert, sein Betriebssystem für Elektroautos - "VW OS" - gemeinsam mit den deutschen Konkurrenten "BMW" aus München und "Daimler" aus Stuttgart weiterzuentwickeln und nutzen zu lassen. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" in einem aktuellen Beitrag. Damit ist "VW" mit seinem Plan zunächst gescheitert, mit seiner Softwareplattform ein führendes Betriebssystem für die gesamte Automobilindustrie zur Verfügung zu stellen.
Im Frühjahr hatten die drei deutschen Autobauer auf Einladung der "VW"-Softwaretochter "Cariad" über die gemeinsame Nutzung von "VW OS" begonnen zu verhandeln: "Cariad"-Chef Dirk Hilgenberg sagte gegenüber der "Wirtschaftswoche": „Wir haben uns gefragt: Gibt es ein Zeitfenster für eine gemeinsame Lösung und gäbe es eine Win-Win-Situation für alle beteiligen Autobauer?“ Hilgenberg weiter: "„Das Ergebnis war, dass die Zeitfenster für die Entwicklung eines einheitlichen Betriebssystems für Autos von BMW, Daimler und VW schon vorbei sind, weil alle Autobauer bereits mit dem Aufbau eigener Betriebssysteme begonnen haben.
Noch will "VW" die Idee eines gemeinsamen Betriebssystems der deutschen Autobauer noch nicht aufgeben. Dirk Hilgenberg sagte zum Thema: „In zwei Jahren können wir wieder drüber reden, ob BMW unser Betriebssystem übernehmen kann.“ Dieses Vorgehen sei mit "Audi"-Chef Markus Duesmann und "Volkswagen"-Chef Herbert Diess abgesprochen worden, so die "Wirtschaftswoche".
"VW OS" wird künftig in allen elektrischen Konzernmodellen von "Audi" und "Porsche" über "Seat" und "Skoda" bis zu "VW" eingesetzt. Zudem gibt es eine Kooperation mit dem Autobauer "Ford". Die Amerikaner werden das "VW"-Betriebssystem ab 2025 in ihren Elektromodellen einsetzen. "Ford" und "VW" haben gemeinsam eine Beteiligung an dem KI-Entwickler "Argus AI". Das US-Startup entwickelt autonome Fahrfunktionen auf Basis der Lidar-Sensortechnik. Sie wird ab sofort testweise in drei ausgewählten Stadtteilen Hamburgs in den neuen "Moia"-Shuttlen auf Grundlage des "ID Buzz AD" aus Hannover eingesetzt (siehe HANSEMOBILITY).
Das Betriebssystem ist in Elektroautos verantwortlich für die Steuerung von Antriebssträngen, Fahrwerks- und Ladetechnologie. Die u. a. in den aktuellen "VW"-Elektromodellen "ID 3" und "ID 4" verbaute Zentralsoftware wird seit Sommer d. J. alle sechs Monate "over the air" aktualisiert und stellt damit fortlaufend neue Funktionen sowie kostenpflichtige Dienste bereit, z. B. die Bereitstellung zusätzlicher Batteriekapazitäten sowie ab 2025 automatisierte Fahrfunktionen.
Die "VW"-Tochter "Cariad" beschäftigt rd. 4.500 Softwareentwickler und Ingenieure. Der Sitz des Softwarehauses ist bei "Volkswagen" in Wolfsburg sowie bei der Konzern-Tochter "Audi" in Ingolstadt. Außerdem beschäftigt die europäische Aktiengesellschaft Entwicklereinheiten in Berlin. Hauptaufgabe von "Cariad" ist die Entwicklung eines einheitlichen Betriebssystems ("VW OS") für alle Fahrzeugmarken des Konzerns inkl. autonomen Fahrfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Datencloud mit "Microsoft" sowie die Bereitstellung von digitalen Services.
Der ausführliche Betrieb über das Scheitern von "VW" ist in der "Wirtschaftswoche" nachzulesen.

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Volkswagen startet in Hamburg Livetest für autonome Sammeltaxen.

Der ID Buzz aus Hannover wird der neue Moia in Hamburg.
Foto: Moia/NV Nutzfahrzeuge

Hamburg/Hannover, 19.09.2021: "Volkswagen" hat seine Pläne für den Test des autonomen "Bulli"-Nachfolgers "ID Buzz AD" auf einer 50 km langen Teststrecke in den Bezirken östlich der Alster vorgestellt. Ab 4. Quartal d. J. sollen die bei "VW Nutzfahrzeuge" in Hannover produzierten Elektrobusse mit vollautonomen Fahrfunktionen der "VW"-Beteiligung "Argus AI" in den Bezirken Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde unterwegs sein.
Die Bezirke wurden für den noch mit Fahrer geplanten Feldversuch ausgewählt, da sie komplexe Straßenverhältnisse und viele verkehrliche Herausforderungen besitzen. Gleichzeitig können autonome Sammelfahrdienste den Verkehr entlasten. Zudem liegt das Gebiet in der Nähe des "Moia"-Betriebshofs in Wandsbek, wo die Testflotte stationiert sein wird.
Die Freie und Hansestadt wird neben München zum Testgebiet für den künftig autonomen Fahrdienst der "VW"-Tochter "Moia". Im Fokus des Tests stehen insgesamt sechs Laser, elf Radare und 14 Kameras auf dem Fahrzeug. Mit dem insgesamt vier Jahre dauernden Vor-Ort-Test sollen die Straßeninfrastruktur sowie Verkehrsvorschriften erfasst werden. Dazu kommen Lage und Abstände von Ampeln, Radwegen und Straßenschildern.
Ab 2025 will "VW" mit "Moia" und dem "ID Buzz" in Hamburg den Regelbetrieb für einen vollautonomen Sammelfahrdienst aufnehmen (HANSEVALLEY berichtete). Dann soll das KI-basierte Computersystem auch erkennen, ob die richtigen Fahrgäste an Board sind, diese sich angeschnallt haben und es muss darauf reagieren, wenn ein Fahrgast seine Fahrt ändern will. Zudem muss die autonome Steuerung künftig erkennen, wenn Fahrgäste gesundheitliche Probleme haben.
"Volkswagen investiert mit AD in die Zukunft der Mobilität. Es unterstreicht den strategischen Wandel von einem Automobilhersteller zu einem weltweit führenden, softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter. Das gemeinsame Pilotprojekt ist Wegbereiter für die Entwicklung von autonomen Mobilitätsdiensten von Volkswagen. In Hamburg schaffen wir die Grundlagen für die Entwicklung und Prüfung von Technologien und Betriebsabläufen entlang der vielschichtigen Wertschöpfungskette eines Mobilitätsdienstes“, so Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei "Volkswagen Nutzfahrzeuge" aus Hannover.
Aktuell sind in Hamburg rd. 200 vollektrische "Moia"-Sammeltaxen aus dem Transporterwerk im niedersächsischen Osnabrück mit insgesamt rd. 700 Fahrern im Einsatz, die auf drei Betriebshöfen im Hamburger Stadtgebiet stationiert sind. Seit dem Start haben sich d. 450.000 User für "Moia" online registriert. Insgesamt hat der Sammelfahrdienst von "VW" bis heute rd. 3,4 Mio. € Passagiere befördert. Rd. 60 % aller Fahrten konnten mit mehreren Kunden gepoolt werden.
"Moia" startete seinen Sammelfahrdienst im Sommer 2018 in Hannover mit "VW"-Bussen, gefolgt vom Launch der umgebauten "VW"-Transporter im April 2019 in Hamburg. Die "VW"-Tochter hatte in den ersten Monaten mit massiven Software-Problemen zu kämpfen. Das Hanse Digital Magazin hatte die Probleme in mehreren Live-Tests aufgedeckt und darüber berichtet. Der HANSETECHTEST kann hier nachgelesen werden.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Presseseiten von "Moia" zu finden.
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Mecklenburg-Vorpommern setzt im Kriminaldauerdienst ab sofort Drohnen ein.

Die Polizei in MV setzt ab sofort standardmäßig Drohnen ein.
Foto: helden.de

Schwerin, 16.09.2021: Die sieben Kriminaldauerdienste der beiden Polizeipräsidien in Neubrandenburg und Rostock werden ab sofort mit Drohnen ausgestattet. Das hat MV-Innenminister Torsten Renz am Mittwoch bei einem Pressetermin in Schwerin mitgeteilt. Die Kriminaldauerdienste werden mit je einer Drohne inklusive Zubehör ausgestattet. Die Kosten pro Drohne in polizeispezifischer Konfiguration belaufen sich auf etwa 4.200,- €. 42 Polizistinnen und Polizisten aus diesen Bereichen übernehmen dann neben ihrer jetzigen Arbeit auch die Aufgabe als Drohnenpilot. Dazu mussten sie sich einer speziellen Schulung unterziehen. Über zwei Wochen hinweg standen unter anderem Technikschulung, Flugschulung, Luftrechtschulung, Meteorologie und Kamera- und Videotechnik auf dem Stundenplan.

Zuvor hatte das Landesbereitschaftspolizeiamt die Drohnen im Rahmen eines Pilotprojektes getestet. Es wurden einzelne Aufgabenbereiche identifiziert, in denen es besonders sinnvoll ist, Drohnen zu nutzen. Zukünftig können nun Übersichtsaufnahmen von Brand- oder Tatorten sowie schweren Verkehrsunfällen schnell gefertigt werden. Auch bei der Spurensuche im unwegsamen Gelände sowie zur Fahndungsunterstützung in einem örtlich begrenzten Gebiet werden die Drohnen eingesetzt.

Innenminister Torsten Renz sagte: „Drohnen sind für die Polizei eine wichtige und zukunftsweisende Technik. Unseren beständigen Weg der Modernisierung der Ausrüstung unserer Landespolizei setzen wir so weiter fort. Das neue Einsatzmittel bietet ein breites Einsatzspektrum und macht die Arbeit der Polizei an vielen Stellen einfacher, beispielsweise bei Tatortabsuchen und Fahndungen und hilft so bei der Aufklärung von Straftaten.“

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CDU bringt 29 Mio. € für Mobilitätsprojekte nach Hamburg.

Der Hamburger CDU untersützt die Mobilität in Hamburg.
Foto: HVV Switch/Hochbahn

Hamburg/Berlin, 14.09.2021: Aus Fördermitteln des Verkehrsministeriums in Berlin fließen auf Initiative der Hamburger CDU rund 29 Mio. € nach Hamburg. Im Rahmen des „Modellprojekts zur Stärkung des ÖPNV“ fördert der Bund das Projekt „Auf dem Weg zum Hamburg-Takt“. Ziel der Förderung ist es, den CO2-Ausstoß durch eine bessere digitale Vernetzung der öffentlichen Verkehrsangebote zu verringern.
So soll der nahtlose Übergang zwischen den verschiedenen Mobilitätsangeboten leichter werden, indem etwa Busse, Bahnen, Leihfahrräder, Mietwagen („Car-Sharing“) und Fahrdienste („Ride-Pooling“) mit der "Switch"-App des HVV genutzt werden können. Außerdem können Kunden künftig ein überall gültiges Guthaben erwerben, um in allen Verkehrsmitteln kontakt- und bargeldlos unterwegs zu sein. 
Des Weiteren fördert das Verkehrsministerium auf Initiative der CDU die Einführung eines Assistenzsystems für seh- und hörgeschädigte Menschen, um die selbstständige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu erleichtern. Auch der Hamburger Hafen profitiert von dem Modellprojekt, indem ein dynamisches Echtzeit-Informationssystem für LKW-Fahrten im Hafen eingeführt wird.
CDU-Landesvorsitzender Christoph Ploß dazu: "Als CDU setzen wir auf genau solche attraktiven, bezahlbaren Angebote – anstelle von Schikanen oder Verboten. So werden wir mehr Menschen zu überzeugen, freiwillig vom Auto auf den öffentlichen Nachverkehr umzusteigen. Ich werde mich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass der Bund den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg stark unterstützt.“
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Chipmangel zwingt VW in Wolfsburg zu Kurzarbeit und kostet bis zu 24 Mrd. €.

Den elektrischen "ID"-Modellen gehört die Zukunft, wenn Sie bestellbar sind.
Foto: VW AG

Wolfsburg: Der weltweite Chipmangel in der Automobilindustrie trifft mit voller Wucht die Produktion im Wolfsburger Stammwerk von "VW": In den ersten beiden Arbeitswochen nach den Betriebsferien verordnete der Vorstand für alle Montagelinien am Heimatstandort eine Reduzierung auf die Frühschicht. Entsprechend hat Volkswagen bei der niedersächsischen Landesregierung Kurzarbeit für seine Produktion zunächst bis zum Ende dieser Woche angemeldet. Seit Jahresanfang gibt es in Wolfsburg immer wieder Kurzarbeit auf Grund fehlender Chips und damit verbundener Komponenten.
Chipmangel durch Corona bei Infineon in Malaysia verschärft
Einzige Ausnahme ist aktuell die Endfertigung des "Golfs". Hier kann weiter im Dreischicht-System gearbeitet werden. In den Werksferien konnte VW noch 10.000 Fahrzeuge zusätzlich fertigstellen, um laufende Bestellungen abzuarbeiten. Möglich gemacht hatten dies u. a. 1.800 Ferienjobber. Werksleiter Rainer Fessel begründete die wachsenden Probleme im gesamten Konzern von "Audi" über "Seat" und "Skoda" bis zu "VW" u. a. mit gestiegenen Hygieneanforderungen beim Chiplieferanten "Infineon" in Malaysia und Taiwan auf Grund der aktuellen Corona-Pandemiewelle, worauf die Chip-Produktion gedrosselt werden musste, so "Wolfsburger Allgemeine" und "Business Insider".
Chipmangel kostet VW AG bis Ende 2021 bis zu 24 Mrd. €
Der "Volkswagen"-Konzern kann auf Grund des globalen Chipmangels in Folge der Corona-Krise, des damit verbundenen Nachfrageeinbruchs bei Neuwagen und der Verlagerung der Chipbelieferung auf IT und Unterhaltungselektronik - u. a. für Apple - bis zum Jahresende mehr als 800.00 Fahrzeuge nicht herstellen und an Kunden ausliefern. Laut "Business Insider" kostet das den Wolfsburger Konzern mit seinen insgesamt 12 Marken aus sieben europäischen Ländern bis zu 24 Mrd. €, da die Fahrzeuge bei einem Durchschnittspreis von rd. 30.000,- € nicht verkauft und ausgeliefert werden können.
Chipmangel sorgt für Bestelltstopp bei "ID 3" und "Golf 8"
Um die Produktion zu entlasten, sind die Basisversionen des vollelektrischen "ID 3" und des aktuellen "Golf 8" zurzeit nicht bestellbar. Konkret betrifft das den "ID 3" in der einfachsten Ausstattungsvariante "Pure" mit einer 45 kWh-Batterie für einen Listenpreis von 32.000,- €. Die höherwertigen "ID 3"-Modelle mit 58 kWh-Batterie für rd. 37.000,- € und die 77 kWh-Version für 42.500,- € sind von dem Bestellstopp nicht betroffen. Beim "Golf 8" trifft es den 90 PS starken 1,0 Liter großen "TSI" für einen Listenpreis von rd. 20.400,- €. Die besonders beliebten "Golf"-Versionen "GTI" und der Plug-In-Hybrid "GTE" sind nicht betroffen.
Chipmangel bremst "ID 3" und "Golf 8" bis Anfang 2022 aus
Kunden, die eine der beiden betroffenen Basisversionen von "ID 3" und "Golf 8" bereits bestellt haben, werden ihr Fahrzeug ohne Einschränkungen bekommen. "VW" geht nach Informationen der "Wolfsburger Allgemeinen" davon aus, dass die Einsteigermodelle erst wieder im Jahr 2022 bestellt werden können. Zugleich startete "VW" in dieser Woche sein Auto-Abo für die beiden elektrischen Modelle "ID 3" und "ID 4". Dazu werden die Wolfsburger in den kommenden Monaten bis zu 2.000 junge Gebrauchtwagen vermieten. Das Abo kostet ab 499,- €/Monate und kann ab drei Monaten Laufzeit abgeschlossen werden. Es richtet sich vor allem an jüngere Kunden, die kein Fahrzeug längerfristig leasen oder kaufen wollen.
Volkswagen startet Auto-Abo mit gebrauchten "ID 3" + "ID 4"
Im Abo-Modell sind alle Kosten außer der laufenden Batterieladungen enthalten, insbesondere mögliche Reparaturen oder Wartungen. Ebenso ist die KfZ-Versicherung mit Selbstbehalt mit dabei und man kann standardmäßig bis zu 800 km pro Monat unterwegs sein. Zum Start reduzieren sich die Kosten für die Lieferung an einen Wunschort auf 99,- €. Das bestellte Fahrzeug steht im Normalfall zwei Wochen später vor der Tür. Es kann vom Abo-Kunden und einer weiteren Person im Haushalt genutzt werden. Für das neue Auto-Abo müssen Kunden mind. 19 Jahre alt sein und 1 Jahr den Führerschein haben.
Ab Jahresende Leasing und Autokauf bei "VW" online möglich
Mit dem Auto-Abo startet "Volkswagen" bundesweit in den Markt der online buchbaren Mobilitätsdienstleistungen für Elektrofahrzeuge. Ende des Jahres soll auch das Leasing und der Kauf von "ID"-Modellen über die Onlineplattform möglich sein. Dazu kommen im nächsten Schritt Gebrauchtwagen mit allen Antriebsarten. "VW" bündelt den Vertrieb online über seine Plattform "autosuche.de" und beabsichtigt, sowohl für das Abo als auch die Gebrauchtswagenbestände seine Vertragshändler vor Ort einzubinden. Den Auftakt für den Onlinevertrieb hatte die Marke "Audi" im 2. Quartal d. J. mit ihrer Plattform "Audi on demand" gemacht.
Ein ausführlicher Hintergrundbeitrag zu den Folgen der Corona-Krise bei Volkswagen ist bei den Kollegen von "Business Insider" nachzulesen. Ein Überblick zur aktuellen "VW"-Konzernstrategie "New Auto" 2030 und den Weg zum digitalen Mobilitätsdiensteister ist im Hanse Mobility Magazin HANSEMOBILITY erschienen. (Foto: VW AG)
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IT-Spezialisten in Bremen und Hamburg bauen gemeinsam Digitalservice "German Ports".

LKW bei der Container-Abholung im Hamburger Hafen.
(Foto: HHLA)

Bremen/Hamburg: Die auf Port Community Systeme spezialisierten IT-Dienstleister "DAKOSY" aus Hamburg und "DBH Logistics IT" in Bremen entwickeln eine gemeinsame deutsche Lösung für den digitalisierten Freistellungsprozess von Importcontainern. Noch im laufenden Jahr sollen erste Reedereien und Spediteure an die Plattform angeschlossen werden, die künftig unter dem Label "German Ports" vermarktet wird.
"DAKOSY" und "DBH" haben in einem gemeinsamen Projekt die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Freistellungsprozess für Container in den deutschen Seehäfen Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven zu standardisieren und zu digitalisieren. Prozessseitig und technologisch stehen Logistikern künftig verschiedene Möglichkeiten offen, die Anwendung für den Freistellungsprozess zu nutzen.
Die IT-Dienstleister stellen Nutzern erstmals auch die Blockchain-Technologie zur Verfügung. Eignung und Praxistauglichkeit der Blockchain für den Freistellungsprozess wurde im Rahmen des "IHATEC"-Forschungsprojekts "ROboB" an der TU Hamburg bestätigt. Ein weiterer Faktor für die schnelle Umsetzung des Projekts ist das Interesse der Carrier, den Freistellungsprozess jetzt zu digitalisieren.
Der Einstieg in den neuen Prozess ist für Speditionen und Transporteure sowie Reedereien und Terminals gleichermaßen einfach. Grund: "German Ports" basiert auf Plattformen und Prozessen, die von Reedereien und Speditionen bereits genutzt werden. In Hamburg wird der Service im Rahmen der "Import Message Platform" (IMP) bereitgestellt, in den Bremischen Häfen und Wilhelmshaven innerhalb der "Business Integration Platform" (BIP).
„Parallel zu den bewährten Plattformen IMP und BIP bauen wir das Rahmenwerk für die Blockchain auf, um diese im nächsten Schritt als hybride Alternative zur Verfügung zu stellen. Die Testphase ist in Vorbereitung“, so Holger Hübner, Bereichsleiter Port Solutions bei "DBH" und bestätigt, „die digitalisierte Freistellung erfüllt alle Anforderungen an die Sicherheit und Überprüfbarkeit der Identitäten.“
Bislang wird die Freistellung auf klassischen Wegen über Fax, E-Mail oder Telefon zwischen den Beteiligten verteilt. Der manuelle Prozess verursacht dabei einen hohen Aufwand, da die Partner für jeden einzelnen Container miteinander in Dialog treten müssen, um Berechtigungen und Leercontainerrückgaben zu organisieren.
Hintergrund: Eine zwischen beteiligten Parteien ausgetauschte Freistellung bzw. Freistellreferenz berechtigt zur Abholung von Waren am Containerterminal. Der Prozess wird mit der Freistellungsanfrage des Spediteurs an den Reeder gestartet. Die Reederei stellt einen Container frei, sobald die Rechnungen für den Transport gezahlt wurden und sendet dem Spediteur die Freistellreferenz.
Der Spediteur beauftragt seinen Dienstleister - z.B. ein Fuhrunternehmen oder Bahn-Operateur - mit der Abholung eines Containers. Dabei gibt er das Recht zur Abholung in Form der Freistellungsreferenz weiter. 
Der Hamburger IT-Dienstleister "DAKOSY" ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Hafenwirtschaft in Hamburg und Betreiber des Port Community Systems an der Elbe. Der Bremer IT-Dienstleister "DBH Logistics IT" betreibt das Port Community System der Bremischen Häfen und des "JadeWeserPorts" Wilhelmshaven als niedersächsischem Tiefwasserhafen.
Eine ausführliche Meldung um Thema ist u. a. bei "DAKOSY" nachzulesen.
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Mineralölhändler Hoyer bietet europaweite Maut-Lösung für LKW an.

Der Mineralölhändler Hoyer wird zum Service-Provider für Brummis.
Foto: Kapsch AG

Visselhövede, 29.08.2021: Das niedersächsische Mineralölunternehmen "Hoyer" hat mit dem österreichischen Mautdienste-Anbieter "Tolltickets" eine Zusammenarbeit für die europaweite Mautgebühren-Abrechnung vereinbart: "Hoyer" wird seinen Kunden künftig über die eigene Tankkarte " Hoyer Card" eine On-Board-Unit anbieten, mit der LKW ihre Mautzahlungen in Europa vollautomatisch und mit einheitlicher Abrechnung durchführen können.

Das System basiert u. a. auf dem Europäischen Elektronischen Mautdienst (EETS) und wird inkl. notwendiger Technik von "Tolltickets", einem Tochterunternehmen des österreichischen Anbieters "Kapsch TrafficCom" geliefert. Tolltickets ist seit 2018 als Mautdienstleistungsanbieter auf Basis der europäischen EETS-Direktive aktiv. 
Über die von "Tolltickets" bereitgestellte IT-Infrastruktur wird "Hoyer" die Maut für seine Kunden in allen europäischen Ländern, die EETS in ihrem System freigeschaltet haben oder in denen es andere Mautserviceverträge mit "Tolltickets" gibt, abrechnen. Die Abrechnung erfolgt gemäß gültiger Umsatzsteuerrichtlinien.
Neben dem bestehenden Angebot für Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien und Bulgarien werden in Kürze Frankreich, Spanien, Portugal, die Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark sowie diverse Brücken und Tunnel in Europa in das System eingebunden. 
Die niedersächsische Unternehmensgruppe "Wilhelm Hoyer" betreibt mehr als 200 eigene Tankstellen und Autohöfe und versorgt Endkunden sowie Händler mit Diesel, Heizöl, Benzin, Flüssiggas sowie Holzpellets.
Mit der "Hoyer Card" wird das Netzwerk um ein Partnertankstellennetz mit über 1.800 weiteren Stationen im In- und Ausland ergänzt. Die firmeneigene Tankkarte bietet neben bargeldlosem Tanken weitere Dienstleistungen von Maut-Abrechnung bis Pannen-Service an.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist bei der Firmengruppe "Kapsch" nachlesebar.
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Verkehrsminsister Andreas Scheuer informiert sich an der HCU über künftiges Innovationszentrum.

Andreas Scheuer informiert sich an der HCU über das neue Innovationszentrum.
Foto: HCU

Hamburg, 26.08.2021: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am Donnerstag die Hafencity Universität an der Elbe besucht und über das vom Bundesverkersministerium finanzierte "Hamburg Wireless Innovation Competence Center" für die Entwicklung des neuen Innovationsstadtteils Grasbrook informiert.

Unter Federführung von HCU-Präsident Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow entsteht auf dem benachtbarten Grasbrook in den kommenden Jahren das "HAWICC". In dem Forschungsinstitut der Universität werden neue Smart City- und digitale Infrastrukturtechnologien entwickelt.
Das HAWICC ist als Reallabor mit eigenem Campus als Ankerprojekt des neuen Quartiers geplant. Die Breuer Nachrichtentechnik aus Bonn wird als erstes Unternehmen am neuen Standort ein Spin-off gründen. Weitere Startups und Kreative sollen sich um das Smart City-Kompetenzzentrum ansiedeln.
Der Bund unterstützt das Innovationszentrum für smarte Infrastrukturen mit 25 Mio. €. Es soll eines von drei bundesweiten Standorten des vom Bundesverkehrsministerium geplanten „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ werden.
Verkehrsminister Andreas Scheuer sagte in Hamburg: "Was hier in der HafenCity gezeigt wird, ist die Zukunft der Mobilität. Gerade auf den Stadtverkehr kommen künftig enorme Herausforderungen zu. Wir brauchen in den Ballungsräumen intelligente Lösungen für flüssige Verkehrsströme.
Das Innovationszentrum hat mit seinem Fokus auf Vernetzung genau den richtigen Ansatz. Deshalb ist es ein Standortcluster des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft, und deshalb werden wir es von Bundesseite nach Kräften unterstützen."
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Seiten der HCU zu finden. (Foto:HCU)
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Hansa Taxi Hamburg nach Verbot von Free Now vor Gericht gescheitert.

Punktsieg vor Gericht: Hamburger Taxifahrer dürfen neben "211 211" auch "Free Now" nutzen.
Foto: Free Now

Hamburg, 10.08.2021: Am vergangenen Freitag hat das Landgericht Hamburg über eine geänderte Genossenschaftssatzung der Genossenschaft "Hansa Funktaxi" entschieden. Diese hatte angeschlossenen Fahrerinnen und Fahrern untersagt, weitere Zentralen oder Dienste wie z. B. "Free Now" oder "Uber" für die Vermittlung von Aufträgen zu nutzen. Der Hamburger Online-Taxivermittler "Free Now" hatte gegen die Satzungsänderung Unterlassungsklage eingereicht. Das Landgericht Hamburg entschied nun zugunsten des zu "BMW" und "Daimler" gehörenden Taxi-Services aus Altona.

Alexander Mönch, General Manager Deutschland bei "Free Now", erklärte:

"Mit dem heutigen Urteil hat sich das Landgericht Hamburg unter anderem gegen das sog. “Doppelfunkverbot” ausgesprochen. Der Hansa-Funk hat seinen angeschlossenen Fahrerinnen und Fahrern die parallele Nutzung von weiteren Tourenvermittlern wie FREE NOW untersagt. Dabei zählt aktuell mehr als zuvor jeder Euro Umsatz. Maßnahmen, die den Wettbewerb von Vermittlungsdiensten und damit den Umsatz der Fahrerinnen und Fahrer deutlich einschränken, sind in unseren Augen nicht vertretbar. Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidung ggfs. auch in höheren Instanzen bestätigt wird."

Eine aktuelle Diskussion zum Thema gibt es im "Taxiforum".

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Hamburger können in der Hafencity mit autonomem Kleinbus fahren.

HEAT in Hamburg: Eines von 8 Projekten mit elektrischen Kleinbussen im Norden.
Foto: Hochbahn

Hamburg, 09.08.2021: Seit Montag können Einwohner und Besucher der Hansestadt - mit dem seit Anfang 2018 an der Elbe getesteten - autonomen Kleinbus "HEAT" auf einer Strecke von 1,8 km Länge durch die Hafencity mitfahren. An insgesamt fünf Stationen rund um Sandtorhafen und die Magellanterassen besteht die Möglichkeit bis Mitte Oktober d. J. zuzusteigen. "HEAT" fährt täglich Vor- und Nachmittags drei Stunden seine Runden vorbei an der Elbphilharmonie. Dienstags macht der vollelektrische Kleinbus Pause.

Ursprünglich sollte der Testbetrieb mit Fahrgästen bereits vor einem Jahr im Sommer 2020 beginnen. In der jetzigen Phase können bis zu 3 Personen mitfahren. Im später angedachten autonomen Linienbetrieb sollen es in dem 5 Meter langen und 3 Tonnen schweren Elektro-Kleinbus bis zu 10 Personen sein. Der von der Ingenieursgesellschaft "IAV" aus Berlin entwickelte Kleinbus überwindet auf seiner Fahrt u. a. acht Kreuzungen und sechs Ampeln. Dazu ist der Bus mit Radar- und Infrarotsensoren (u. a. "Lidar"-Technologie) und die Ampeln von "Siemens" mit extra Sendern ausgestattet worden.
Die Mitfahrmöglichkeit ist die dritte Stufe eines vom Umweltministerium in Berlin geförderten Projektes mit einem Fördervolumen von 3,7 Mio. €. Davon bekommt die "Hochbahn" für die Projektbetreuung 1 Mio. € und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer 2,7 Mio. €. Maßgeblicher Projektpartner ist die Hamburger "Hochbahn", die den Bus betreibt. Dazu kommen die "Hochbahn"-Beteiligung "Hy Solutions" zum Thema umweltfreundliche Antriebstechnik, der Fahrzeugbauer "IAV", der Ampelanlagen-Hersteller "Siemens", das Berliner Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität - "IKEM" und der Projektträger für die Bundesfinanzierung, "DLR".
Der Roboter-Bus ist entgegen früherer Aussagen von Senat und "Hochbahn" nur mit max. 25 km/h im teilautonomen Fahrlevel 4 inkl. Begleitperson unterwegs, und nicht mit bis zu 50 km. Die volle Straßengeschwindigkeit von 50 km/h wurde bei Vorstellung des Projekts im Juli 2019 von den Verantwortlichen als entscheidender Unterschied zu anderen autonomen Kleinbus-Projekten in Deutschland reklamiert. Laut "Hochbahn" erfolgte für das Projekt nur eine Zulassung über max. 25 km/h.
Ähnliche Projekte mit autonomen Kleinbussen gibt es in den fünf norddeutschen Bundesländern u. a. in Bad Essen bei Osnabrück ("VOS"), Enge-Sande in Nordfriesland ("Greentech"-Campus/"Nah.SH"), Hamburg-Bergedorf ("VHH/HVV"), Keitum auf Sylt ("SVG"), Lauenburg ("VHH/HVV"), Lunden/Lehe bei Dithmarschen ("Autokraft/Nah.SH") und Osnabrück ("SWO/VOS"). Allein in der Hauptstadt Berlin gibt es fünf Modellprojekte mit autonomen Bussen ("See-Meile" - Berlin-Tegel ("BVG/VBB"), "Stimulate" - "Charité" Campus Berlin-Mitte und "Virchow-Kliniken" "Charité" Campus Berlin-Wedding ("BVG/VBB"), "Pole Position" - "EuRef"-Campus Berlin-Schöneberg ("BVG/Ioki" u.a.), "Shuttles & Co" - Berlin-Alt Tegel ("BVG/VBB") sowie "First Mover" - "EuRef"-Campus ("InnoZ/DB AG" u. a.).
Der automome Kleinbus gehört nicht zum regulären Linienbetrieb der Busse und Bahnen bei der Hamburger "Hochbahn". Für die Fahrt mit dem "HEAT"-Kleinbus muss eine extra App gleichen Namens aus den App Stores von "Apple" oder "Google" auf dem Handy installiert werden, um eine Fahrt buchen zu können. Um sich zu registrieren, müssen Fahrgäste 12 Paragraphen an Geschäftsbedingungen sowie besondere Beförderungsbedingungen akzeptieren. Fahrgäste ohne Handy müssen vorab ein Formular auf den Seiten der "Hochbahn" herunterladen, ausdrucken, unterschreiben und der Begleitperson an Board des Kleinbusses abgeben.
Weitere Informationen zur Mitfahrt gibt es unter www.hochbahn.de/heat. Einen Werbefilm zum Betrieb des autonomen Kleinbusses gibt es auf "YouTube".
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Mobilfunk-Versorgung in der Deutschen Bucht kostet bist zu 92 Mio. €.

Die Schiffahrt in der Deutschen Bucht braucht dringend schnellen Mobifunk.
Foto: Udo Schroeter, Pixabay

Bremen/Hannover, 01.08.201: Die Freie Hansestadt und Norddeutschlands größtes Bundesland engagieren sich für die Ausstattung der Deutschen Bucht mit schnellen Mobilfunk. Mit einer Machbarkeits- und Kostenstudie zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung liegen neben einer Kostenschätzung erstmals konkrete Empfehlungen zur technischen Umsetzung für die erforderlichen Mobilfunktürme vor. Danach kostet das Ausleuchten der Schifffahrtsroute zwischen 55 und 92 Mio. € Investitionen. Das Papier wurde vom Breitbandzentrum Niedersachsen Bremen ("BZNB") beauftragt.
Die Studie basiert auf der vom Bundesverkehrsministerium beauftragten Erhebung „Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht und Standortplanung" der TU Braunschweig. Die Ergebnisse hat das "BZNB" in seiner Kostenstudie aufgegriffen, um die Investitions- und Betriebskosten für die Standorte in der Nordsee zu ermitteln. Sie beinhaltet neben einer Kostenschätzung für Baukosten je Mobilfunkturm auch die jährlichen Betriebskosten und die Investitionskosten für die Seekabelanbindung. Insbesondere die Seekabelanbindung für die Strom- und Glasfaseranbindung verursachen hohe Kosten.
Niedersachsens Digitalisierungsminister Bernd Althusmann erklärte: „Die Deutsche Bucht ist in Sachen Mobilfunk bisher unterversorgt. Dies ist insbesondere für die Digitalisierung der Schifffahrt ein Hindernis. Die Studie des BZNB zeigt erstmals umfassend und konkret auf, wie wir die Mobilfunkversorgung der Deutschen Bucht voranbringen können und welche Hindernisse es hier gibt. Sie ist somit eine wichtige Diskussionsgrundlage, mit der wir die Mobilfunkversorgung in der Nordsee nun weiterverfolgen können."
Bremens Häfenenatorin Claudia Schilling sagte: „Die verlässliche öffentliche Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft durch den Einsatz digitaler Prozesse im Bereich der Schifffahrt und der vielfältigen Meeresnutzung. Auch die Freizeit- und Sportschifffahrt wird davon profitieren. Ich begrüße es sehr, dass mit den Standort- und Kostenplanungen die wesentlichen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden und im nächsten Schritt die konkrete Umsetzung geplant wird."
Die Studie kann beim Breitbandzentrum "BZNB" heruntergeladen werden (PDF-Download). 
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Freiburger Stiftung ehrt Hamburger TU-Studenten für technische Innovationen.

Zum siebten mal zeichnet die Sick-Stiftung TUHH-Absolventen aus.
Foto: TU Hamburg

Hamburg, 19.05.2021 : Die drei Stundenten Christopher Krause, Nils Albrecht und Jan Lewandowsky sind die diesjährigen Preisträger der Wissenschaftspreise der "Gisela und Erwin Sick Stiftung" in Höhe von insgesamt 10.000,- €. Die Freiburger Stiftung ehrt bereits zum siebten Mal hervorragende Nachwuchswissenschaftler der Technischen Universität Hamburg. Gewürdigt wird dabei die Entwicklung innovativer Lösungen im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz u. a. in der Industrie und Logistik. Die Preisträger der Wissenschaftspreise sind:
Christopher Krause (Preisgeld 1.000,- €)
Containerschiffe werden immer größer, was bei Seegang häufiger zum Verlust von Containern führt. Die verlorenen Boxen sind ein Unfallrisiko für die Schifffahrt, wenn sie knapp über der Wasseroberfläche schwimmen. Zudem können die Container Gefahrstoffe beinhalten, die Umweltschäden verursachen können.
Um den Verlust von Containern künftig zu verhindern, entwickelte der Bachelor-Absolvent Christropher Krause in seiner Abschlussarbeit ein Betriebshandbuch, mit dem die Besatzung ihre Fahrt auf den Seegang abstimmen kann. Dafür simulierte der TU-Student über 1.000 Varianten eines typischen Containerschiffs, jeweils mit unterschiedlichen Ladungsmengen und Schwerpunkten. 
Nils Albrecht (Preisgeld 3.000,- €)
Die radargestützte Messung von Bewegung und Geschwindigkeit von Fahrzeugen unerlässlich für die Sicherheit im Straßenverkehr. Die Relevanz der Messtechnik wird durch die Verbreitung des autonomen Fahrens weiter verstärkt. Dazu wird über mehrere Antennen elektromagnetische Strahlung von einem Sensor auf die Fahrbahn abgestrahlt, dort reflektiert und vom Sensor wieder empfangen und ausgewertet.
Auf Basis der Messwerte werden heute bereits das Antiblockiersystem ABS oder auch das Stabilitätsprogramm EPS ausgelöst. Der Masterstudent Nils Albrecht entwickelte in seiner Abschlussarbeit einen kompakten und hochgenauen Sensor, der mit einer Größe von rund 60 mm deutlich kleiner und leichter ist als vergleichbare Sensoren und auch bei hohen Geschwindigkeiten verlässliche Messwerte für alle 3 Bewegungsrichtungen liefert. 
Dr.-Ing. Jan Lewandowsky (Preisgeld 6.000,- €)
Über Smartphones, Laptops und Funksensoren werden im Sekundentakt Daten gesendet, gespeichert und weitergeleitet. Ohne moderne Kommunikation wäre unser Alltag nicht vorstellbar. Jan Lewandowsky beschäftigt sich in seiner Doktorarbeit mit der technischen Leistung, die sich hinter dem Aufbau einer Datenverbindung zwischen zwei oder mehreren Teilnehmenden verbirgt.
Die Grundidee seiner Arbeit besteht darin, in einem Kommunikationsempfänger ausschließlich die relevanten Informationen zu verarbeiten um Verarbeitungszeit und Energieverbrauch zu verringern. Dabei sollen Störeinflüsse des Empfangssignals von vornherein aus der Signalverarbeitung herausgehalten werden. Lewandowsky entwickelte dafür erfolgreich Methoden für die Kanaldecodierung und Detektion verschiedener Signale.
Der SICK Wissenschaftspreis
Zur Förderung der Ingenieur- und Naturwissenschaften vergibt die "Gisela und Erwin Sick Stiftung" der TU Hamburg einen Förderpreis für herausragende Arbeiten zum Thema "Technisch-wissenschaftlicher Fortschritt zum Vorteil von Mensch und Gesellschaft“. Bei der Vergabe der drei Wissenschaftspreise wird sowohl auf grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse als auch auf die technische Praxisrelevanz Wert gelegt.
In den Arbeiten soll die Bedeutung von innovativer Technologie, insbesondere von Messmethoden, Sensoren oder Messtechniksystemen, für einen nachhaltigen Vorteil für Mensch und Gesellschaft erkennbar sein.
Weitere Informationen sind bei der "TU Hamburg" im Netz zu finden. (Foto: TU Hamburg)
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Volkswagen stellt Transformation zur Softwarefirma vor.

Mit "New Auto" zeigt "VW" seine digitale Transformation bis 2030 auf.
Foto: VW AG

Im Jahr 2030 will der Wolfsburger "Volkswagen"-Konzern mit digitalen Services ebenso viel Umsatz erwirtschaften, wie mit dem Verkauf elektrischer Fahrzeuge seiner Marken - von Audi, Cupra und Porsche über Seat, Skoda und Traton bis zu VW PKWs und Nutzfahrzeugen. Digitale Wertreiber für die erwarteten 1,2 Mrd. € Mobilitätsumsätze pro Jahr beim europaweit größten Fahrzeughersteller mit 12 Marken aus sieben Ländern sind Online-Services für Fahrer und Familien ebenso, wie autonomes Fahren für PKW-Besitzer auf Autobahnen und "Moia"-Nutzer in Hamburg und Hannover. Chefredakteur Thomas Keup hat die Präsentation der aktuellen "VW"-Strategie "New Auto" verfolgt.

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Hamburger Mobilitäts-App Free Now integriert Share Now Carsharing-Flotte.

Ab Ende Juli d. J. können FreeNow-User auch ShareNow-Autos mieten.
Foto: FreeNow

Hamburg/Berlin, 12.07.2021: Der Altonaer Mobilitäts-Dienstleister "Free Now" integriert ab Ende Juli d. J. in seine Carsharing-Vermittlung neben Fahrzeugen des Berliner Anbieters "Miles" auch die "Mini"- und "Smart"-Flotte der Konzernschwester "Share Now". Während das Berliner Joint Venture "Share Now" die Kooperation mit der Hamburger Mobilitäts-App "HVV Switch" vollständig beendet hat, wird der Kurzzeitvermieter von "BMW" und "Daimler" künftig seine Fahrzeuge in allen deutschen und den europäischen Metropolen in Frankreich, Italien und Spanien über die europaweite Vermittlungs-Plattform "Free Now" anbieten.

Insgesamt werden mit der Kooperation bis zu 11.900 Fahrzeuge u. a. von "BMW", "Daimler", "Fiat", "Mini" und "Smart" den insgesamt bi szu 50 Mio. Nutzern von "Free Now" zur Verfügung stehen. Zur Flotte zählen auch 2.900 emissionsfreie Fahrzeuge mit Elektroantrieb. "Share Now" ist aus den beiden Carsharing-Diensten von "BMW" ("Drive Now") und "Daimler" ("Car2Go") entstanden. Der "Now"-Verbund von "BMW" und "Daimler" konkurriert u. a. mit den "We"-Mobilitätsdiensten des "VW"-Konzerns.

Olivier Reppert, CEO von "Share Now", erklärte: „Carsharing ist ein integraler Bestandteil der urbanen Mobilität geworden, der den Menschen die Flexibilität und Zuverlässigkeit bietet, um sich fortzubewegen. Wir sehen Carsharing nicht als Konkurrenz zu anderen Verkehrsmitteln, sondern vielmehr als sinnvolle Ergänzung. Jeder kann sich seinen eigenen Mobilitätsmix nach seinen individuellen Bedürfnissen zusammenstellen. Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit FREE NOW und die Kooperation mit vielen weiteren Partnern in der Zukunft."

Gero Götzenberger, Direktor für Strategie und digitale Mobilitätslösungen der Daimler Mobility AG, sagte weitergehend: „Bei Mobility as a Service geht es vor allem um Vielfalt und Auswahl. Mit der Kooperation zwischen FREE NOW und SHARE NOW wird ein weiterer Meilenstein gesetzt: Europas führende Plattform für Mobilitätsdienstleistungen ermöglicht Kunden jetzt mit nur wenigen Klicks den Zugang zu tausenden SHARE NOW Fahrzeugen."

Eine ausführliche Meldung mit weiteren Statements ist im "Presseportal" erschienen.

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Free Now empfiehlt Nutzern mit aktuellen Wetterdaten das beste Fahrzeug.

Nutzer der "Free Now"-App bekommen ab sofort Tipps per Wetterbericht.
Foto: Free Now

Hamburg, 30.06.2021: Die Mobilitätsplattform "Free Now" nutzt ab sofort Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes und unterstützt Nutzer der App mit Echtzeitdaten und Benachrichtigungen bei der Wahl für das passende Fortbewegungsmittel. Das Pilotprojekt startet in Deutschland, soll später aber auch in anderen europäischen Ländern zum Einsatz kommen.

Durch den Austausch von Daten mit externen Anbietern ermöglicht das als "My Taxi" gegründete Unternehmen intelligente Mobilitäts-Empfehlungen innerhalb der App. Mithilfe der Daten des "DWD" will "Free Now" App-Nutzern eine zum Wetter passende Mobilitäts-Option empfehlen und das Erlebnis auf der Mobilitätsplattform weiter verbessern. Hintergrund: E-Scooter und E-Mopeds sind eher für sonniges Wetter geeignet, während Taxis und Mietwagen bei Regenwetter bevorzugt werden.

Die Wetter-Empfehlungen in Echtzeit sind deutschlandweit ein echter Live-Test für das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Datennetzwerk “Datenraum Mobilität”. Die Wettermeldungen werden seit dem 21. Juni 2021 in Deutschland getestet und könnten im Laufe des Jahres auch in anderen Länder ausgerollt werden. 

Eine ausführliche Meldung zum THema ist u. a. im "Presseportal" zu finden. Hintergrundinformationen zum "Datenraum Mobilität" des Bundesverkehrsministeriums gibt es auf den Seiten von "Acatech".

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DPD misst Hamburger Luft an 100 Lieferfahrzeugen in Echtzeit.

100 DPD-Fahrzeuge messen rund um Alster und Elbe die Luftqualität.
Foto: DPD

Hamburg, 28.06.2021: Der Paketdienstleister "DPD" hat zusammen mit der Hamburger Drogeriemarkt-Kette "Budnikowski" ein umfassendes Luftmessnetz für die Innenstadt rund um Alster und Elbe errichtet. An 100 rot-weissen Lieferfahrzeugen des Paketdienstes sowie am Hamburger "DPD"-Depot in Wilhelmsburg sowie an 19 Test-Filialen der Hamburger Drogeriemarkt-Kette "Budnikowski" werden ab sofort mit digitalen Sensoren alle 12 Sekunden die aktuellen Feinstaubwerte gemessen. Selbst feinste Partikel in der Größe „PM2,5“ können von den sensiblen Sensoren erfasst werden. 

"DPD" will mit der Aktion bis Ende 2021 die Luftqualität in 20 europäischen Städten mit insgesamt 2.400 mobilen und stationären Sensoren zu messen. Hamburg ist die erste deutsche Stadt, da der Paketdienst hier bereits an Projekten z. B. zur emissionsfreien City-Logistik beteiligt ist. Der Paket- und Expressdienstleister möchte mit "Breathe" einen Mehrwert zur Luftqualitätsdebatte beisteuern und künftige Verbesserungen dokumentieren.
Die Daten der 100 Lieferfahrzeuge werden aus der gesamten Hamburger Innenstadt und während des ganzen Tages gemessen. Alle Daten sind öffentlich und für jeden online abrufbar. So können die Hamburger jederzeit sehen, wie in ihrem Wohnviertel die Luftqualität ist. Auch der Senat kann die Daten einsehen und nutzen. Die Stadtverwaltung betreibt ein Luftmessnetz mit gerade einmal 16 stationären Messeinrichtungen.
Zu den 19 "Budni"-Filialen mit eigener "DPD"-Luftmess-Station gehören u. a. die Geschäfte östlich der Alster auf der Langen Reihe 18-20 in St. Georg, in der Fuhlsbüttler Straße 107-109 in Barmbek und an der Wandsbeker Marktstraße 39-41 in Wandsbek sowie westlich der Alster in der Osterstraße 95 in Eimsbüttel und in der Hoheluftchaussee 52 in Hoheluft Ost.
„Der Paketservice in unseren Filialen und die Zusammenarbeit mit DPD hat uns die einmalige Möglichkeit eröffnet, die Luftqualität in der Metropolregion Hamburg in den Blick zu nehmen. Denn um den CO2-Ausstoß zu verringern und zukünftige Verringerung messbar zu machen, sollten wir den Status Quo kennen. Diese Möglichkeit, die Luftqualität vor der eigenen Haustür genau zu kennen, eröffnen wir für alle BUDNI-Kunden im Umkreis der ersten 19 Test-Filialen, indem wir unsere Standorte als Flächen für die Sensoren zur Verfügung stellen“, so Christoph Wöhlke, Geschäftsführer von "Budnikowski".
Bereits im Mai 2019 hat "DPD" damit begonnen, seine Paketzustellung in der Freien und Hansestadt emissionsfrei umzustellen. Dazu setzen die Aschaffenburger in der Hamburger City aktuell 12 E-Transporter und einen E-LKW, 3 Lastenräder und 3 TRIPL-Scooter ein. Dazu wurde am Hamburger "DPD"-Depot an der Neuen Wollkämmereistraße eine Elektro-Ladestation eingerichtet. Der Hamburger Konkurrent "Hermes" hat im Mai vergangenen Jahres seinerseits 15 elektrische "Sprinter" für die emissionsfreie Zustellung auf täglich 1.800 km in Hamburg in Betrieb genommen.
Der zur französischen "La Poste" gehörende Paketdienstleister "DPD" plant eine emissionsarme Zustellung in 23 deutschen und europaweit 225 Städten bis 2025. So sollen nach Berechnungen von "DPD" 89% weniger CO2 und 80% weniger Schadstoffe entstehen, als im Vergleichsjahr 2020.
Ein Infovideo zum europaweiten Luftmess-Programm "Breathe" gibt es auf "YouTube". Den "AirDiag"-Luftcheck für Hamburg gibt es auf den Seiten von "DPD". Die Stationen des städtischen Hamburger Luftmessnetzes sind auf den Seiten des Senats zu finden.
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Telekom baut 5G-Campus-Netz im Hamburger Hafen auf.

Künftig funken die Drohnen der HHLA im Hamburger Hafen im eigenen 5G-Netz.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg/Bonn, 27.06.2021: Zusammen mit "HHLA Sky" - einem Tochterunternehmen der "Hamburger Hafen und Logistik AG" - setzt die "Telekom" ein 5G-Campus-Netz im Hamburger Hafen um. Darüber steuert und überwacht "HHLA Sky" eine Flotte von Industrie-Drohnen. Auf den Terminals der "HHLA" inspizieren die Flugroboter Containerbrücken und Asphaltflächen, um die Sicherheit auf dem Hafengelände zu erhöhen. Das spart Zeit im Vergleich zu bisherigen Inspektions-Verfahren. Zusätzlich übertragen die Drohnen Sensor- und Flugdaten über das Campus-Netz. 

Mit dem gemeinsamen Projekt verfolgen die beiden Firmen das Ziel, mehr über die speziellen Anforderungen automatisierter Flugroboter an den Mobilfunk zu lernen. Die Drohnen steigen auf bis zu 100 Meter Höhe. Dabei legen sie teilweise weite Strecken zurück. Im Rahmen einer Entwicklungs-Partnerschaft plant ein Technik-Team einen zweiten "HHLA Sky" Standort in NRW. Die "Telekom" hat hierfür das Campus-Netz in Hamburg um den zusätzlichen Standort erweitert. 

Die Industrie-Drohnen sind automatisiert unterwegs. Sie fliegen durch mehrere Container-Terminals im Hamburger Hafen. Der Drohnenbetreiber setzt sie für verschiedene Anwendungen ein. Dazu gehören vor allem Inspektionsflüge, die aufwendige Rundgänge, Einsätze von Industriekletterern und damit verbundene lange Wartezeiten ersetzen. Das Flugareal umfasst mehr als drei Quadratkilometer. Es ist durchkreuzt von mehreren Wasserstraßen, Windkraftanlagen und einer Autobahnbrücke. 

„Im Hamburger Hafen zeigen wir, wie gut Internet-of-Things-Lösungen mit fortschrittlichster Logistik harmonieren. In HHLA Sky haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir unser Produkt gemeinsam weiterentwickeln. Reibungslose Logistik ist gerade jetzt von besonderer Bedeutung. Mit unseren Innovationen leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu“, so Hagen Rickmann von der "Telekom Deutschland".

Die Drohnen übertragen ihre Datenpakete derzeit mit LTE. Der neue Mobilfunkstandard 5G bietet in Zukunft mehr Vorteile. Zum Beispiel größere Bandbreiten und eine höhere Netzkapazität. Dafür sind platzsparende Funkmodule für die Drohnen notwendig. Die Telekom arbeitet daran, diese Bauteile zu entwickeln. 

"HHLA Sky" bietet eine Plattform für den Flottenbetrieb unbemannter Flugsysteme an. Bis zu 100 Drohnen können über einen zentralen Leitstand gesteuert werden. Die "HHLA" setzt ihre Drohnen auch selbst ein, um Infrastruktur zu überwachen. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten von "HHLA Sky". 

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Hamburger zieht es nach 3. Lockdown auf Reeperbahn, Schulterblatt und Mühlenkamp.

FreeNow hat den Verkehr vor, während und nach den Lockdowns ausgewertet.
Grafik: Mapbox/FreeNow

Hamburg, 24.06.2021: Neue Daten der Mobilitäts-App "Free Now" zeigen, wie deutsche Städte nach dem dritten Lockdown und der steigenden Zahl an Impfungen wieder zum Leben erwachen. Da immer mehr Einrichtungen wie Restaurants, Einkaufszentren und Fitnessstudios wieder öffnen dürfen und Einschränkungen gelockert oder aufgehoben werden, zieht es die Menschen wieder vermehrt in die Innenstädte. 

Die Mobilitätsplattform "Free Now" hat exklusive Daten zur Mobilität veröffentlicht und zeigt die Unterschiede der Bewegung innerhalb der Städte vor, während und nach den Pandemie-bedingten Einschränkungen. Einen Monat nach den ersten Lockerungen in Hamburg und Berlin haben Touren in den beiden größten Städten des Landes teilweise bis zu 115 % zugenommen.

Die Hamburger sind mit Zuwächsen von 85 % vergleichsweise vorsichtig. Am Wochenende der ersten Lockerungen seit Monaten schnellten sowohl die Anfragen für Taxen und Fahrdienst (+ 40 %) als auch Fahrten per eScooter, eMoped und Carsharing ad hoc in die Höhe (+ 20 %). Nach sechs Wochen kennen beide Mobilitätsformen nur noch eine Richtung: Mehr als 70 Prozent mehr Ride-Hailing-Fahrten und eine Verdopplung von Mikromobilitäts-Touren zeigen, dass die Menschen wieder deutlich mehr unterwegs sind, als noch im Mai des Jahres. 

An den Wochenenden waren bei den Hamburgern besonders die bekannten Ausgehviertel beliebt: Unter den Top-Ten-Zielen der Fahrgäste von "Free Now" landeten die Reeperbahn (1), das Schulterblatt und der Mühlenkamp (2) auf den vorderen Plätzen. An der Alster (Platz 4), der Eppendorfer Weg und die Eppendorfer Landstraße (Platz 5 und 7) sowie die Lange Reihe (Rang 9) gehören ebenfalls zu den meistgewählten Zielen in den Abendstunden.

Neben einer erhöhten Nachfrage nach Ride Hailing zeigen die Daten, dass Mikromobilität immer beliebter wird. "Wir sehen zudem, dass die Nachfrage nach alternativen Mobilitäts-Optionen gestiegen ist. Zwischen März und Mai haben wir einen Anstieg von 125 Prozent bei den Buchungen von Mikromobilitäts-Optionen und Carsharing festgestellt. In Hamburg haben wir am letzten Juni-Wochenende mit mehr als 2.000 Mikromobilitäts-Fahrten für die letzte Meile sogar einen neuen Rekord im laufenden Jahr aufgestellt," stellt Alexander Mönch, Deutschland-Chef von "Free Now" fest.   

Weitere Eindrücke auf dem Weg zur Normalität in Hamburg hat die Mobilitätsplattform in einem Werbe-Video zusammengestellt.

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Continental erwartet in 10 Jahren weltweiten Telematik-Umsatz für Fahrzeuge von 150 Mrd. US-Dollar.

Vernetzte Systeme in Autos werden zunehmend kritisch.
Grafik: Continental

Hannover/Tel Aviv: Das Geschäft mit Assistenz- und Sicherheitssystemen sowie die Online-Vernetzung von Autos wird laut Erwartungen des Hannover Automobilzulieferers "Continental" ein zentraler Werttreiber der Automobil- und Zulieferindustrie in den kommenden Jahren. Bis 2030 könnte der Umsatz mit Telematiksystemen und damit verbundenen Sicherheitsanwendungen in vernetzten Fahrzeugen weltweit bis zu 150 Mrd. US-Dollar erreichen. 
Die Vernetzung von Fahrzeugen steht aktuell noch am Anfang. Monique Lance von der Conti-Tochter "Argus Cyber Security" aus Tel Aviv geht davon aus, das Hacker das Thema Fahrzeug-IT noch nicht 100 % auf dem Schirm haben. Schnittstellen zwischen Fahrzeugen, Netzwerken und digitalen Infrastrukturen könnten in Zukunft zu gefährlichen Einfallstoren für Cyberattacken werden, so Lance. Sie geht von einer zunehmenden Verwundbarkeit online-vernetzter Fahrzeuge aus.
Die Expertin forderte auf einer IT-Konferenz in der vergangenen Woche den Aufbau notwendiger Kapazitäten in der Automobilindustrie, um den drohenden Cyber-Gefahren entgegenzutreten. Bis 2024 soll es einen internationalen Standard geben, nachdem digital-vernetzte Fahrzeugarchitekturen künftig zertifiziert werden sollen. "Wir haben die Gelegenheit, hier einen wesentlichen Vorsprung zu erreichen", so die Conti-Fachfrau auf einer Konzern-Konferenz über IT-Technologien.
Einen ausführlichen Beitrag zur Angreifbarkeit von Car-IT-Infrastrukturen über offene Schnittstellen gibt es auf dem Firmenblog von "Argus". Weitere Informationen zum israelischen Cyber Security Spezialisten aus dem Continental-Konzern gibt es auf den Internetseiten von "Argus" (EN).
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Blablacar baut Busangebot für Hamburg und den Norden aus.

Nach der Corona-Krise geht es wieder auf Tour mit dem Bus.
Foto: Blablacar

Berlin, 10.06.2021: Der französische Busanbieter "Blablacar" hat nach der Corona-Zwangspause Ende vergangener Woche sein deutschland- und europaweites Streckennetz mit 22 inländischen und 7 internationalen Reisezielen wieder in Betrieb genommen. Die norddeutsche Millionenmetropole Hamburg wird dabei über den "ZOB Bus-Port" wieder an neun Städte in Deutschland und Europa angebunden, darunter die hoch frequentierten Strecken nach Berlin und weiter nach Dresden oder über Leipzig und Nürnberg nach München sowie nach Amsterdam über Bremen, Leer und Groningen. Dazu kommen allein ab Hamburg mehr als 800 Ziele mit der digitalen Mitfahrzentrale von "Blabacar".

Wie bei der "Deutschen Bahn" und beim Münchener Wettbewerber "Flixbus" ist die Strecke Hamburg-Berlin eine der am meisten frequentierten Intercity-Verbindungen im "Blablacar"-Netz. So verdoppeln die Franzosen die Anzahl der wöchentlichen Busverbindungen von 70 auf 134 Abfahrten. Die Deutsche Bahn verbindet die beiden Millionenstädte regulär im 30- bzw. 60-Minuten-Takt, "Flixbus" bot vor der Krise in Sommermonaten ebenfalls Abfahrten im 30-Minuten-Takt an.

Ab 1.7. will der Busanbieter auch die Freie Hansestadt Bremen mit Verbindungen ab Berlin vernetzen, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel ab 1.9. d. J. über Hamburg. Dazu kommt ebenfalls ab Juli d. J. eine Nachtverbindung zwischen Hamburg und Frankfurt/Main. Hier ist vor allem die Bahn mit dem "IC-Bus" von "DB Regio" aktiv. In den kommenden Monaten will der französische Herausforderer zudem neue Ziele für das Rhein-Ruhr-Gebiet und die DACH-Region eröffnen.

Die Corona-Lockdowns überstand das schnell wachsende Plattform-Startup mit seinen Schwerpunkten in Deutschland und den Niederlanden sowie Frankreich und Spanien sowie Ost-Europa mit einem moderaten Rückgang von 70 auf 50 Mio. Buchungen über die Vermittlungsplattforn für Mitfahrgelegenheiten und Busverbindungen.

"Blablacar" fährt nach eigenen Angaben ausschließlich mit Bussen von Subdienstleistern, die nicht älter als 3 Jahre und mit neuester Klimatechnik ausgestattet sind. Dazu kommt auch weiterhin die Maskenpflicht an Board für Fahrer und Fahrgäste. Zum Start bietet "Blablacar" auf allen Strecken bis zum 1. Juli d. J. einen Welcome Back-Rabatt von 20 % auf den Busfahrpreis. So ist Bremen von Hamburg ab 2,99 €, Berlin bereits ab 3,99 € und München ab 7,99 € erreichbar.

Weitere Informationen zu den aktuellen Angeboten gibt es aus den Seiten von "Blablacar". (Foto: Blablacar).

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Drei digitale Projekte mit Deutschem Mobilitätspreis ausgezeichnet worden.

Drei Best Practices aus Norddeutschland sind bundesweit führend.
Screenshot: HANSEVALLEY

Berlin, 09.06.2021: Drei norddeutsche Digitalprojekte sind mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2021 im Rahmen der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" als Best Practices ausgezeichnet worden. Die beispielhaften Initiativen aus Hamburg und Greifswald wurden am Mittwoch-Mittag in einer Videopräsentation aus Berlin von Infrastruktur-Staatssekretär Steffen Bilger ausgezeichnet.

Gemäß des diesjährigen Mottos "Intelligent unterwegs: Daten machen mobil." beweisen die prämierten Projekte, wie das Datennutzen, -teilen und -veredeln dabei hilft, Mobilität sicherer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Die norddeutschen Preisträger sind:
Digitale Patientenorientierung in der Universitätsmedizin Greifswald: Während der Corona-Pandemie sollten Patienten so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Patienten, Mitarbeitern oder Objekten wie Türgriffen haben. Die Entwicklung einer digitalen Patientenorientierung mit Live-Indoor-Navigation machte dies möglich. Partner des Projekts sind die Universitätsmedizin der Hansestadt sowie "Catchup Applications" und "GWA Hygiene".
Digitale Transformation der Waggonvermietung: "Traigo" sammelt, analysiert und macht Daten so nutzbar, dass sich Transportströme, Instandhaltungszeitpunkte und Laufzeitprognosen von Güterwagen daraus ableiten lassen und leistet damit einen Beitrag für eine positive Entwicklung des Schienengüterverkehrs der Zukunft. Hinter dem Projekt steht die "VTG Rail Europe" aus Hamburg.
Digitale S-Bahn Hamburg: Bis Ende 2021 rüsten "Siemens Mobility" und die "Deutsche Bahn" vier Fahrzeuge für die Strecke der Hamburger S-Bahn S21 erstmalig in Deutschland für den automatisierten Bahnbetrieb zwischen den Hamburger S-Bahn-Stationen Berliner Tor und Aumühle/Bergedorf aus. Das Projekt ist Teil der Initiative "Digitale Schiene Deutschland“.
Andreas Scheuer sagte als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: 
„Daten sind der Schlüssel für eine moderne Mobilität. Intelligent genutzt und verknüpft sorgen sie dafür, dass wir künftig noch effizienter, klimafreundlicher und zugleich komfortabler unterwegs sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Deutschen Mobilitätspreises 2021 zeigen uns, wie das gehen kann: Sie haben Ideen entwickelt, wie wir Personenverkehr und Gütertransporte voranbringen – vom On-Demand-Dienst auf dem Dorf bis hin zum Jobportal im Schienensektor. Das zeigt wieder einmal sehr deutlich: Mobilität ist ein superspannendes Thema - und eine Branche, die enorm viel bewegt.“
Mit 263 Einreichungen haben sich bis Ende März d. J. Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen und Vereine aus allen Regionen Deutschlands um die Auszeichnungen 2021 beworben, die in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben wurden. Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Gesellschaft und Politik wählte die zehn besten Projekte, den Gewinner des Sonderpreises und die drei Gewinner des Ideenwettbewerbs aus 51 Einreichungen aus.
Weitere Informationen zum Best Pracitce-Wettbewerb gibt es auf den Seiten von "Deutschland - Land der Ideen". 
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Telefonica schaltet UMTS-Antennen in MV und Niedersachsen ab.

Wie Telekom und Vodafone rüstet auch Telefonica sein Netz auf 4G um.
Foto: HANSEVALLEY

München, 08.06.2021: der dritte große Mobilfunk-Netzbetreiber "Telefonica" baut ab Anfang Juli d. J. sein UMTS-Netz in den norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie den benachbarten Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt zurück. Nach Angaben des Münchener Anbieters werden insgesamt 16.000 Mobilfunkanlagen in den vier Bundesländern vom 3G-Netz auf der 2.100 Mhz-Frequenz vollständig auf den schnelleren Mobilfunkstandard 4G umgerüstet.

Durch die generelle Freischaltung von 4G für alle Mobilfunkkunden im "Telefonica"-Netz funken nur noch 1-2 % überhaupt im 3G-Netz des spanischen Telekommunikationskonzerns. Daher wurden bereits 3/4 der Kapazitäten im 2.100 Mhz-Netz für LTE umgewidmet. Kunden mit einem alten Mobilfunkvertrag ohne 4G sollen von "o2" ein Wechselangebot bekommen. Ältere Handys ohne 4G-Kompatibilität werden künftig im deutschen "Telefonica"-Netz keine Datenverbindungen mehr aufbauen können.

Die Bundesnetzagentur hat die drei Mobilfunk-Netzbetreiber aktuell verbindlich angemahnt, ihren Verpflichtungen zur lückenlosen Versorgung der Autobahnen und Bahntrassen mit Mobilfunkverbindungen nachzukommen. Die mit der Frequenzversteigerung 2015 durch "Telefonica", "Telekom" und "Vodafone" zugesicherte lückenlose Versorgung entlang der wichtigsten Verkehrsstrecken ist laut Bundesnetzagentur bis heute nicht erfüllt worden.

Nach einem Bericht der Bundesnetzagentur an ihren politischen Beirat haben die drei Mobilfunker bei der Ausleuchtung der Verkehrswege bis heute geschummelt, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Unternehmen selbst hatten im Januar dieses Jahres mit über einem Jahr Verzögerung, einer Nachfrist und Mahnungen ihrerseits Vollzug gemeldet. Die Verkehrsstrecken sind je nach Anbieter nur zu 94,4 % bis 98,2 % versorgt. Laut BNetzA müssen weitere 550 Mobilfunkmasten entlang der Autobahnen und Bahntrassen neu aufgestellt werden.

Im Telefonica-Netz funken die hauseigenen Konzernmarken "o2" und "Blau" sowie zahlreiche Discountmarken des Wiederverkäufers "Drillisch Online", z. B. "Handyvertrag.de", "Premiumsim.de", "SIM.de", "Yourfone.de" u. a. Das "Telefonica"-Netz ist von der Fachzeitschrift "Connect" in diesem Jahr erstmals mit der Gesamtnote "Sehr gut" ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Redaktion hat sich die Funkqualität der Münchener im Vergleich zum Jahr 2020 deutlich verbessert.

Einen ausführlichen Beitrag zur mangelhaften Versorgung der Autobahnen und Bahntrassen ist bei den Hannoveraner Kollegen von "Heise Online" erschienen.

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Organisatoren stellen Programm des ITS-Weltkongresses in Hamburg vor.

Das sanierter CCH ist Schauplatz des ITS-Weltkongresses in Hamburg.
Foto: HMC

Hamburg, 27.05.2021: Ab heute können Interessenten Tickets für den "ITS-Weltkongress" vom 11. bis 15. Oktober d. J. im sanierten CCH und in sechs Austellungshallen der Hamburg Messe buchen. Der Veranstalter der alle zwei Jahre stattfindenden Kongressmesse - die europäische Interessensorganisation "Ertico" - erwartet zur Präsentation der neuesten intelligent-vernetzten Lösungen rund um Mobilität zwischen 10.000 und 15.000 Fachbesucher aus aller Welt.

Die lokalen Organisatoren von "ITS Hamburg 2021" gehen davon aus, das Event trotz Corona-Pandemie vollständig live vor Ort durchführen zu können. Mehrere hundert internationale Präsentationen, Diskussionen und Produktvorstellungen erwarten die Verkehrs-, Logistik-, Mobilitäts- und Digitalisierungsexperten an den fünf Tagen des Branchenevents. Dazu kommen mehrere Summits und Foren zu Spezialthemen wie "Mobility-as-a-Service", Business Lunch- und Social Events, ein ITS- und ein Elbe-Dinner.
Die Organisatoren stellten auf dem regelmäßigen "ITS-Dialog" am Mittwoch d. W. in Hamburg weitere Details zu dem internationalen Spitzentreffen vor: So wird es in der Messehalle 2 Indoor-Präsentationen zum autonomen Fahren geben. Weitere technologische Demonstrationen sind auf dem Heiligengeistfeld geplant - ebenfalls zum Thema hochautomatisiertes Fahren sowie zum Radverkehr. Auf dem "Home Port"-Innovationscampus der Hafenverwaltung "HPA" und des "Fraunhofer-Instituts CML" auf Steinwerder gegenüber den Landungsbrücken lernen Besucher mitten im Hafen die Hamburger Drohnenprojekte kennen, u. a. "Medifly" zum Transport von Gewebeproben.
Für das Praxiserlebnis sind vier Thementouren zu ausgewählten Plätzen in Planung: Unter dem Titel "Digitising Urban Mobility" können Interessenten auf der innerstädtischen "TAVF"-Teststrecke für autonomes Fahren u. a. mit "Volkswagen" zwischen Messehallen und Hafencity in gut 20 Minuten erleben, wie es sich anfühlt, wenn der Fahrer die Hand vom Lenkrad nimmt und die künstliche Intelligenz steuert. Parallel können Besucher und Hamburger auf einer gut halbstündigen Tour zwischen den Messehallen, Harvestehude und Eppendorf unter dem Titel "Hamburg Sets the Pace" an fünf Stationen ausgewählte Lösungen zu mobilen Dienstleistungen im ÖPNV und in Verbindung mit Shared-Mobility-Services kennenlernen.
Eine "Logistics Experience Tour" führt über 1,5 Std. von der Messe über den "Home Port/Drone Port" in den Hamburger Hafen bis zum ehemals international modernsten Container-Terminal "CTA" des halbstaatlichen Terminal-Betreibers "HHLA". Schließlich geht es mit der "Future Rail Expierence" auf eine 20 minütige Reise mit der S-Bahn nach Bergedorf. Hier lernen Interessenten im Rahmen des "Reallabors Hamburg" die Pläne der "Deutschen Bahn" und der Stadt für die erste digitale Zugsteuerung zwischen Berliner Tor und Bergedorf kennen. Dazu gehört auch "Sensors for Rail" für Predictive Maintenance der Gleisanlagen bei der Bahn.
Mit der Bewerbung um den "ITS-Weltkongress" im März 2017 hat der Hamburger Senat unter dem früheren Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch das Thema "Intelligent-vernetzte Mobilität" zu einem Leitthema der Hamburger Verkehrspolitik bis 2030 gemacht. Bis heute gibt es im Rahmen der Kooperationen mit führenden Unternehmen und städtischen Organisationen - u. a. "Continental", "Daimler", der "Deutschen Bahn", der "Deutschen Post", der "Hochbahn" und "Volkswagen" - mehr als 200 Projekte. Diese gliedern sich in die insgesamt sechs Handlungsfelder 1. Daten und Informationen, 2. Intelligente Verkehrssteuerung und -lenkung, 3. Intelligente Infrastruktur, 4. Intelligentes Parken, 5. Mobilität als Service und 6. Automatisiertes und vernetztes Fahren.
Das Kongressticket kostet im Early Bird bis 11. Juli d. J. für fünf Tage 1.180,- € und klettert bis Oktober d. J. auf 1.580,- €. Ein Tagesticket für den internationalen Kongress ist für 730,- € bis 930,- € zu haben. Studenten zahlen generell 200,- € für das gesamte Programm. Das Besucherticket für Messe und Touren ist aktuell für 75,- € buchbar und kostet kurz vor dem Kick-off dann 125,- €. Das vorläufige Programm ist auf den Internet-Seiten des "ITS-Weltkongresses" zu finden. Die Hamburger ITS-Projekte anlässlich des Weltkongresses sind auf der Website des Hamburger Senats veröffentlicht. (Illustration: HMC)
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Continental beteiligt sich an revolutionärem KI-Startup aus Israel.

Conti aus Hannover arbeitet am autonomen Fahren.
Illustration: Continental

Hannover, 25.05.2021: Der seit Anfang 2009 zum bayerischen "Schaeffler"-Konzern gehörende Automobil-Zulieferer "Continental" hat sich am israelischen KI-Startup "Autobrains" beteiligt. Am Mittwoch vergangener Woche stellten "Conti"-Manager" einer Gruppe von Investoren bei der "Bank of America" vor, berichtet die "Wirtschaftswoche". Danach haben sich die Hannoveraner den Zugriff auf eine neue Form von Künstlicher Intelligenz für den Einsatz in automen Fahrzeugen gesichert. Laut Teilnehmern der Investoren-Konferenz hat "Continental" die Technik bereits getestet und ist bereit, diese in seine KI-Kundensysteme zu integrieren.

Die neue Technologie firmiert unter dem Titel "Unsupervised AI" ("nicht angeleitete KI") und wird auch von "Facebook" fortentwickelt. Das Besondere ist der selbstlernende Algorithmus der israelischen KI, die eigenständig verlässliche Kriterien zur Objekterkennung z. B. auf Straßen entwickeln können soll. Der Vorteil laut "Conti"-Präsentation liegt in einer um 90 % sparsameren Datennutzung sowie einer damit verbunden deutlich geringer benötigten Rechnerleistung. Damit würden Entwicklungszeiten und Kosten erheblich reduziert, zitiert die "Wirtschaftswoche" die Vorstellung der Automotive-Manager in New York.
Der "Autobrains"-Aufsichtsrat und früherer "Conti"-Chef Thomas Neumann sagte zur neuen Technologie: "Unsupervised KI ist ausgesprochend spannend, da sie den gesamten Mainstream der aktuellen KI-Entwicklung rund ums autonome Fahren in Frage stellt." Setzt sich der neue technische Ansatz durch, könnrn selbstfahrende Autos schneller flächendeckend eingesetzt werden weil sich die Fahrzeuge - so der Zeitungsbericht - schneller auf neue Situationen einstellen können.
"Autobrains" wurde von ehemaligen KI-Spezialisten der israelischen Streitkräfte gegründet. Parallel forscht auch der "Facebook"-Konzern an "Unsupervised KI". So haben die Erntwickler des amerikanischen Online-Konzerns nach Angaben auf ihrem Blog große Fortschritte mit der neuen KI-Technik und der automatisierten Bilderkennung gemacht. Konkrekt soll die Unsupervised KI von "Facebook" erstmals eigentständig Objekte und Personen in Videos identifiziert haben. Dabei bekam die Software vorab keiner Informationen über die Gegenstände und Menschen.
Hintergrund: Die "Unsupervised AI" nimmt wie das menschliche Gehirn nur einen kleinen Teil der gesehenen Objekt-Informationen und zieht aus vorher bestimmten Kriterien die Rückschlüsse, worum es sich im Detail handelt. Dies Objektsegmentierung galt bislang eines der größten ungelösen Probleme für selbstlernende Kamerasysteme zu sein, wie sie künftig in autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden sollen.
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VW-Konzern monitort 4.000 Lieferanten weltweit mit KI auf Lieferrisiken.
Der VW-Konzern monitort Lieferrisiken frühzeitig mit KI.
Screenshot: HANSEVALLEY 

Wolfsburg, 19.05.2021: Der "Volkswagen"-Konzern überprüft seine Lieferanten der drei Konzernmarken "Audi" (Ingolstadt), "Porsche" (Zuffenhausen) und "Volkswagen" (Wolfsburg) mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Partner des KI-basierten Prüfprogramms ist das Wiener Tech-Startup "Prewave". Die Algorithmen überprüfen in öffentlich zugänglichen Medien und in Social-Media-Netzwerken das Verhalten der Konzern-Lieferanten.
Mit dem hoch automatisierten Monitoring-Dienst können z. B. politische Interventionen und Schließungen, behördliche Verbote oder Korruption, Naturkatastrophen und Cyberrisiken, Industrieunfälle und Umweltverschmutzungen, Arbeitsproteste und Produktionsausfälle, Produkt- und Qualitätsrisiken, Governancerisiken und Verbraucherproteste identifiziert und transparent gemacht werden.
Sechs Monate nach Start des Projekts monitort "Prewave" mit 5.000 Stichworten bereits rd. 4.000 Lieferanten. Die Wiener "Prewave Risk Intelligence Platform" soll Risiken der "VW"-Konzernlieferanten frühzeitig identifizieren und direkt melden. Damit sollen die Einkaufsvereinbarungen, globale Lieferketten und Nachhaltigkeitsbedingungen gesichert werden. Im Falle eines Falles übermittelt das Monitoring entsprechende Meldungen an die Einkaufsmanager der Autofirmen. Das AI-System analysiert öffentliche Informationen in mehr als 50 Sprachen und aus über 150 Ländern.
Markus Wagner, Leiter Beschaffung Strategie und Nachhaltigkeit Porsche AG, sagte gegenüber dem "CIO"-Magazin über das Projekt: "Mit Prewave steuern wir zielgerichtet Risiken auch in den tieferen Lieferketten. Uns geht es um Transparenz. Die künstliche Intelligenz vereinfacht die komplexe Analyse von Daten." Marco Philippi, Leiter Strategie Beschaffung bei Audi, ergänzt:: "Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre Schnelligkeit, mit der sie relevante Nachrichten online erkennen und gebündelt übermitteln kann. Wir erfahren so viel früher von Nachhaltigkeitsrisiken und können infolgedessen schneller reagieren."
Mit Hilfe vorhersagender Analysen will das KI-Angebot aus Österreich Risiken in der Zukunft frühzeitig erkennen und weitergeben. Die Beschaffungsteams der Hersteller können die aus den Meldungen abgeleiteten Aufgaben gemeinsam und mit den betroffenen Lieferanten klären und lösen.
Ein aktueller Beitrag zum Thema ist im Fachmagazin "CIO" erschienen. Weitere Informationen gibt es u. a. auf den Internet-Seiten von "Prewave".
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Bremen erreicht politisches Ziel von 20.000 Carsharing-Nutzern.

Ein Cambio-Leihwagen auf Bremens Straßen entlastet die Stadt.
Foto: Cambio/Achim Schulz

Bremen, 16.05.2021: 20.000 Bremer und Gäste der Weser-Metropole und der Seestadt Bremerhaven nutzen heute die vier Carsharing-Anbieter im nord-westlichen Stadtstaat. Rd. 1/3 der bremischen Nutzer haben durch Car Sharing auf ein eigenes Auto vollständig verzichtet oder sogar abgeschafft. Allein die eingesparten Fahrzeuge der rd. 2.000 Carsharer würden rd. 30 km Straßenraum vom Bremer Marktplatz bis Worbswede zustellen.
"20.000 Bremerinnen und Bremer nutzen Carsharing und sorgen somit dafür, dass wir mehr Platz auf den Straßen haben. Ich freue mich sehr, dass wir diesen Meilenstein jetzt erreicht haben“, macht Bremens Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau Maike Schaefer deutlich. "Ohne Carsharing hätten wir über 6.000 Autos mehr auf den Bremer Straßen."
Das Ziel von 20.000 Carsharing-Nutzern in Bremen wurde im 2009 politisch beschlossenen Carsharing-Aktionsplan gesetzt. Bremen war mit seiner Carsharing Strategie und den 'mobil.punkten' von einer internationalen Jury als ein Ausstellungsbeispiel für den Weltausstellung 2010 in Shanghai ausgewählt worden. Der weltweit erste kommunale Fachplan zur Carsharing-Förderung sah eine Vervierfachung des Carsharing in Bremen vor – von rund 5.000 in 2008/2009 auf 20.000 im Jahr 2020. 
Zentrale Bausteine waren der Ausbau der "Mobil.Punkte", eine Einbeziehung von Carsharing in den Wohnungsneubau und die Integration mit dem ÖPNV und dem Flottenmanagement öffentlicher Einrichtungen sowie eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. 2009 gab es drei stationäre Ausleihstationen namens "Mobil.Punkte" mit 14 Autos, heute sind es auf 45 Stationen rd. 135 Fahrzeuge – etwa ein Drittel des gesamten Carsharing Angebotes. 
"Für 2030 wünsche ich mir, dass wir dann mindestens 50.000 Carsharing Nutzerinnen und Nutzer in Bremen haben, die dann 20.000 PKW von den Straßen geholt haben. Das wird eine deutliche Entlastung in unseren engen Straßen bringen. 2030 sollte auch der Umstieg auf Elektroantriebe weitestgehend vollzogen sein", so die Grüne Verkehrssenatorin Maike Schaefer.
Die Bremer Strategie war Vorbild für andere Städte in Deutschland und Europa. Die belgische Stadt Gent hat den Carsharing-Aktionsplan übernommen, die deutschen Städte Achim, Erlangen, Fürth, Kempten, Leer, Nürnberg und Rostock haben mobil.punkte eingerichtet, die norwegische Stadt Bergen hat das Design der Bremer Stele übernommen. Die vier Verleiher in Bremen sind "Cambio" inkl. "Smumo", "Finkster", "PMC" und das europäische Projekt "Share-North". 
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VW startet 2025 mit neuem "ID Buzz" in Hamburg autonomen Shuttledienst mit "Moia".

Prototyp des neuen, autonomen "ID Buzz" aus Hannover.
Illustration: VW AG

Wolfsburg, 13.05.2021: Europas größter Automobil-Hersteller "Volkswagen" plant, ab 2025 mit Kleinbussen ins Zeitalter des autonomen Fahrens zu starten. Der dann in Hannover gebaute neue "ID Buzz" mit autonomen Funktionen wird zuerst in ausgewählten Bereichen der Hamburger Innenstadt für den konzerneigenen Sammelfahrdienst "Moia" eingesetzt werden. Neben dem Sammeldienst für Passagiere wird "Moia" auch Paketlieferungen übernehmen.
"Moia" - ein in Hamburg und Hannover im Testbetrieb Nutzer- und Fahrdaten sammelnder "VW"-eigener Dienstleister wird der erste Anbieter seiner Art sein, der ohne Fahrer unterwegs sein wird. Der im Hannoveraner "VW"-Werk gebaute "Bulli"-Nachfolger wird die zur Zeit eingesetzten, im Osnabrücker Nutzfahrzeugwerk produzierte Eigenentwicklung der "Moia"-Shuttlefahrzeuge auf Basis des "VW"-Transporters ablösen.
Nutzer können sich „mit autonomen Fahrzeugen sicher zu ihrem Ziel bringen lassen, und auch Zusteller bei Paketdiensten werden entlastet“, zitiert die "Frankfurter Allgemeine" den Hannoveraner "VW"-Manager Christian Senger. Ab Sommer dieses Jahres will der Konzern auf einem 9 Hektar großen Gelände am Münchener Flughafen mit dem Tech-Anbieter "Argo AI" erste Prototypen für das autonome Fahren testen.
Unser Ziel ist es, mit der autonomen Version des ID.BUZZ ab 2025 kommerzielle Einsätze bei Fahr- und Zustelldiensten zu ermöglichen“, erklärte Christian Senger - Leiter der autonomen Entwicklung bei "VW Nutzfahrzeuge" und vormalige "VW"-Software-Chef der "Car Software Org" - in einer Telefonkonferenz gegenüber Journalisten.
Parallel zum autonomen Fahren außerhalb der Städte treibt "Volkswagen" mit dem amerikanischen Joint Venture "Argo AI" autonome Services