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Mit den Containerhäfen in Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven, den weltweit führenden Autoverladestützpunkten in Bremerhaven und Emden, den Stadthäfen in Bremen, Hamburg und Kiel sowie den Kreuzfahrt-Terminals in Bremerhaven, Hamburg, Kiel und Rostock ist Norddeutschland ein führender Hafenstandort in Europa.

Die Kreuzfahrtschiff-Produktion im ostfriesischen Emden, der Schiffbau von Fluss- und Kreuzfahrtschiffen in Wismar, Rostock und Stralsund, die Spezialschiff- und Yachtproduktion in Hamburg und der Fertigung von Marineschiffen in Kiel machen die norddeutschen Bundesländer zu einem maßgeblichen Schiffbaustandort Europas.

Mit den Flugzeug- und Komponenten-Werken in Hamburg, Bremen und Stade sowie der Bremer Raumfahrt- und Satellitenproduktion ist der Norden Deutschlands der zweitgrößte Flugzeug-Produktionsstandort Europas und einer der größten Raumfahrtstandorte des Kontinents. 

Durch die Automobilwerke in Wolfsburg, die Fahrzeugwerke in Emden, Hannover und Osnabrück sowie die Komponentenwerke in Braunschweig und Salzgitter ist Niedersachsen neben Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen einer der großen Automobilstandorte in Deutschland. 

Digitale Automotive-Technologien aus Delmenhorst, Hannover und Norderstedt machen den Norden zu einem Innovationsstandort im Metathema Mobilität. Das Hanse Mobility Magazin zeigt die digitale Entwicklung in der norddeutschen Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie auf den norddeutschen Werften und in den Seehäfen an Nord- und Ostsee, Förde sowie Elbe und Weser.


Volkswagen startet in Hamburg Livetest für autonome Sammeltaxen.

Der ID Buzz aus Hannover wird der neue Moia in Hamburg.
Foto: Moia/NV Nutzfahrzeuge

Hamburg/Hannover: "Volkswagen" hat seine Pläne für den Test des autonomen "Bulli"-Nachfolgers "ID Buzz AD" auf einer 50 km langen Teststrecke in den Bezirken östlich der Alster vorgestellt. Ab 4. Quartal d. J. sollen die bei "VW Nutzfahrzeuge" in Hannover produzierten Elektrobusse mit vollautonomen Fahrfunktionen der "VW"-Beteiligung "Argus AI" in den Bezirken Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde unterwegs sein.
Die Bezirke wurden für den noch mit Fahrer geplanten Feldversuch ausgewählt, da sie komplexe Straßenverhältnisse und viele verkehrliche Herausforderungen besitzen. Gleichzeitig können autonome Sammelfahrdienste den Verkehr entlasten. Zudem liegt das Gebiet in der Nähe des "Moia"-Betriebshofs in Wandsbek, wo die Testflotte stationiert sein wird.
Die Freie und Hansestadt wird neben München zum Testgebiet für den künftig autonomen Fahrdienst der "VW"-Tochter "Moia". Im Fokus des Tests stehen insgesamt sechs Laser, elf Radare und 14 Kameras auf dem Fahrzeug. Mit dem insgesamt vier Jahre dauernden Vor-Ort-Test sollen die Straßeninfrastruktur sowie Verkehrsvorschriften erfasst werden. Dazu kommen Lage und Abstände von Ampeln, Radwegen und Straßenschildern.
Ab 2025 will "VW" mit "Moia" und dem "ID Buzz" in Hamburg den Regelbetrieb für einen vollautonomen Sammelfahrdienst aufnehmen (HANSEVALLEY berichtete). Dann soll das KI-basierte Computersystem auch erkennen, ob die richtigen Fahrgäste an Board sind, diese sich angeschnallt haben und es muss darauf reagieren, wenn ein Fahrgast seine Fahrt ändern will. Zudem muss die autonome Steuerung künftig erkennen, wenn Fahrgäste gesundheitliche Probleme haben.
"Volkswagen investiert mit AD in die Zukunft der Mobilität. Es unterstreicht den strategischen Wandel von einem Automobilhersteller zu einem weltweit führenden, softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter. Das gemeinsame Pilotprojekt ist Wegbereiter für die Entwicklung von autonomen Mobilitätsdiensten von Volkswagen. In Hamburg schaffen wir die Grundlagen für die Entwicklung und Prüfung von Technologien und Betriebsabläufen entlang der vielschichtigen Wertschöpfungskette eines Mobilitätsdienstes“, so Christian Senger, Bereichsleiter Autonomes Fahren bei "Volkswagen Nutzfahrzeuge" aus Hannover.
Aktuell sind in Hamburg rd. 200 vollektrische "Moia"-Sammeltaxen aus dem Transporterwerk im niedersächsischen Osnabrück mit insgesamt rd. 700 Fahrern im Einsatz, die auf drei Betriebshöfen im Hamburger Stadtgebiet stationiert sind. Seit dem Start haben sich d. 450.000 User für "Moia" online registriert. Insgesamt hat der Sammelfahrdienst von "VW" bis heute rd. 3,4 Mio. € Passagiere befördert. Rd. 60 % aller Fahrten konnten mit mehreren Kunden gepoolt werden.
"Moia" startete seinen Sammelfahrdienst im Sommer 2018 in Hannover mit "VW"-Bussen, gefolgt vom Launch der umgebauten "VW"-Transporter im April 2019 in Hamburg. Die "VW"-Tochter hatte in den ersten Monaten mit massiven Software-Problemen zu kämpfen. Das Hanse Digital Magazin hatte die Probleme in mehreren Live-Tests aufgedeckt und darüber berichtet. Der HANSETECHTEST kann hier nachgelesen werden.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Presseseiten von "Moia" zu finden.
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Mecklenburg-Vorpommern setzt im Kriminaldauerdienst ab sofort Drohnen ein.

Die Polizei in MV setzt ab sofort standardmäßig Drohnen ein.
Foto: helden.de

Schwerin, 16.09.2021: Die sieben Kriminaldauerdienste der beiden Polizeipräsidien in Neubrandenburg und Rostock werden ab sofort mit Drohnen ausgestattet. Das hat MV-Innenminister Torsten Renz am Mittwoch bei einem Pressetermin in Schwerin mitgeteilt. Die Kriminaldauerdienste werden mit je einer Drohne inklusive Zubehör ausgestattet. Die Kosten pro Drohne in polizeispezifischer Konfiguration belaufen sich auf etwa 4.200,- €. 42 Polizistinnen und Polizisten aus diesen Bereichen übernehmen dann neben ihrer jetzigen Arbeit auch die Aufgabe als Drohnenpilot. Dazu mussten sie sich einer speziellen Schulung unterziehen. Über zwei Wochen hinweg standen unter anderem Technikschulung, Flugschulung, Luftrechtschulung, Meteorologie und Kamera- und Videotechnik auf dem Stundenplan.

Zuvor hatte das Landesbereitschaftspolizeiamt die Drohnen im Rahmen eines Pilotprojektes getestet. Es wurden einzelne Aufgabenbereiche identifiziert, in denen es besonders sinnvoll ist, Drohnen zu nutzen. Zukünftig können nun Übersichtsaufnahmen von Brand- oder Tatorten sowie schweren Verkehrsunfällen schnell gefertigt werden. Auch bei der Spurensuche im unwegsamen Gelände sowie zur Fahndungsunterstützung in einem örtlich begrenzten Gebiet werden die Drohnen eingesetzt.

Innenminister Torsten Renz sagte: „Drohnen sind für die Polizei eine wichtige und zukunftsweisende Technik. Unseren beständigen Weg der Modernisierung der Ausrüstung unserer Landespolizei setzen wir so weiter fort. Das neue Einsatzmittel bietet ein breites Einsatzspektrum und macht die Arbeit der Polizei an vielen Stellen einfacher, beispielsweise bei Tatortabsuchen und Fahndungen und hilft so bei der Aufklärung von Straftaten.“

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CDU bringt 29 Mio. € für Mobilitätsprojekte nach Hamburg.

Der Hamburger CDU untersützt die Mobilität in Hamburg.
Foto: HVV Switch/Hochbahn

Hamburg/Berlin, 14.09.2021: Aus Fördermitteln des Verkehrsministeriums in Berlin fließen auf Initiative der Hamburger CDU rund 29 Mio. € nach Hamburg. Im Rahmen des „Modellprojekts zur Stärkung des ÖPNV“ fördert der Bund das Projekt „Auf dem Weg zum Hamburg-Takt“. Ziel der Förderung ist es, den CO2-Ausstoß durch eine bessere digitale Vernetzung der öffentlichen Verkehrsangebote zu verringern.
So soll der nahtlose Übergang zwischen den verschiedenen Mobilitätsangeboten leichter werden, indem etwa Busse, Bahnen, Leihfahrräder, Mietwagen („Car-Sharing“) und Fahrdienste („Ride-Pooling“) mit der "Switch"-App des HVV genutzt werden können. Außerdem können Kunden künftig ein überall gültiges Guthaben erwerben, um in allen Verkehrsmitteln kontakt- und bargeldlos unterwegs zu sein. 
Des Weiteren fördert das Verkehrsministerium auf Initiative der CDU die Einführung eines Assistenzsystems für seh- und hörgeschädigte Menschen, um die selbstständige Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu erleichtern. Auch der Hamburger Hafen profitiert von dem Modellprojekt, indem ein dynamisches Echtzeit-Informationssystem für LKW-Fahrten im Hafen eingeführt wird.
CDU-Landesvorsitzender Christoph Ploß dazu: "Als CDU setzen wir auf genau solche attraktiven, bezahlbaren Angebote – anstelle von Schikanen oder Verboten. So werden wir mehr Menschen zu überzeugen, freiwillig vom Auto auf den öffentlichen Nachverkehr umzusteigen. Ich werde mich auch in Zukunft dafür einsetzen, dass der Bund den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg stark unterstützt.“
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Chipmangel zwingt VW in Wolfsburg zu Kurzarbeit und kostet bis zu 24 Mrd. €.

Den elektrischen "ID"-Modellen gehört die Zukunft, wenn Sie bestellbar sind.
Foto: VW AG

Wolfsburg: Der weltweite Chipmangel in der Automobilindustrie trifft mit voller Wucht die Produktion im Wolfsburger Stammwerk von "VW": In den ersten beiden Arbeitswochen nach den Betriebsferien verordnete der Vorstand für alle Montagelinien am Heimatstandort eine Reduzierung auf die Frühschicht. Entsprechend hat Volkswagen bei der niedersächsischen Landesregierung Kurzarbeit für seine Produktion zunächst bis zum Ende dieser Woche angemeldet. Seit Jahresanfang gibt es in Wolfsburg immer wieder Kurzarbeit auf Grund fehlender Chips und damit verbundener Komponenten.
Chipmangel durch Corona bei Infineon in Malaysia verschärft
Einzige Ausnahme ist aktuell die Endfertigung des "Golfs". Hier kann weiter im Dreischicht-System gearbeitet werden. In den Werksferien konnte VW noch 10.000 Fahrzeuge zusätzlich fertigstellen, um laufende Bestellungen abzuarbeiten. Möglich gemacht hatten dies u. a. 1.800 Ferienjobber. Werksleiter Rainer Fessel begründete die wachsenden Probleme im gesamten Konzern von "Audi" über "Seat" und "Skoda" bis zu "VW" u. a. mit gestiegenen Hygieneanforderungen beim Chiplieferanten "Infineon" in Malaysia und Taiwan auf Grund der aktuellen Corona-Pandemiewelle, worauf die Chip-Produktion gedrosselt werden musste, so "Wolfsburger Allgemeine" und "Business Insider".
Chipmangel kostet VW AG bis Ende 2021 bis zu 24 Mrd. €
Der "Volkswagen"-Konzern kann auf Grund des globalen Chipmangels in Folge der Corona-Krise, des damit verbundenen Nachfrageeinbruchs bei Neuwagen und der Verlagerung der Chipbelieferung auf IT und Unterhaltungselektronik - u. a. für Apple - bis zum Jahresende mehr als 800.00 Fahrzeuge nicht herstellen und an Kunden ausliefern. Laut "Business Insider" kostet das den Wolfsburger Konzern mit seinen insgesamt 12 Marken aus sieben europäischen Ländern bis zu 24 Mrd. €, da die Fahrzeuge bei einem Durchschnittspreis von rd. 30.000,- € nicht verkauft und ausgeliefert werden können.
Chipmangel sorgt für Bestelltstopp bei "ID 3" und "Golf 8"
Um die Produktion zu entlasten, sind die Basisversionen des vollelektrischen "ID 3" und des aktuellen "Golf 8" zurzeit nicht bestellbar. Konkret betrifft das den "ID 3" in der einfachsten Ausstattungsvariante "Pure" mit einer 45 kWh-Batterie für einen Listenpreis von 32.000,- €. Die höherwertigen "ID 3"-Modelle mit 58 kWh-Batterie für rd. 37.000,- € und die 77 kWh-Version für 42.500,- € sind von dem Bestellstopp nicht betroffen. Beim "Golf 8" trifft es den 90 PS starken 1,0 Liter großen "TSI" für einen Listenpreis von rd. 20.400,- €. Die besonders beliebten "Golf"-Versionen "GTI" und der Plug-In-Hybrid "GTE" sind nicht betroffen.
Chipmangel bremst "ID 3" und "Golf 8" bis Anfang 2022 aus
Kunden, die eine der beiden betroffenen Basisversionen von "ID 3" und "Golf 8" bereits bestellt haben, werden ihr Fahrzeug ohne Einschränkungen bekommen. "VW" geht nach Informationen der "Wolfsburger Allgemeinen" davon aus, dass die Einsteigermodelle erst wieder im Jahr 2022 bestellt werden können. Zugleich startete "VW" in dieser Woche sein Auto-Abo für die beiden elektrischen Modelle "ID 3" und "ID 4". Dazu werden die Wolfsburger in den kommenden Monaten bis zu 2.000 junge Gebrauchtwagen vermieten. Das Abo kostet ab 499,- €/Monate und kann ab drei Monaten Laufzeit abgeschlossen werden. Es richtet sich vor allem an jüngere Kunden, die kein Fahrzeug längerfristig leasen oder kaufen wollen.
Volkswagen startet Auto-Abo mit gebrauchten "ID 3" + "ID 4"
Im Abo-Modell sind alle Kosten außer der laufenden Batterieladungen enthalten, insbesondere mögliche Reparaturen oder Wartungen. Ebenso ist die KfZ-Versicherung mit Selbstbehalt mit dabei und man kann standardmäßig bis zu 800 km pro Monat unterwegs sein. Zum Start reduzieren sich die Kosten für die Lieferung an einen Wunschort auf 99,- €. Das bestellte Fahrzeug steht im Normalfall zwei Wochen später vor der Tür. Es kann vom Abo-Kunden und einer weiteren Person im Haushalt genutzt werden. Für das neue Auto-Abo müssen Kunden mind. 19 Jahre alt sein und 1 Jahr den Führerschein haben.
Ab Jahresende Leasing und Autokauf bei "VW" online möglich
Mit dem Auto-Abo startet "Volkswagen" bundesweit in den Markt der online buchbaren Mobilitätsdienstleistungen für Elektrofahrzeuge. Ende des Jahres soll auch das Leasing und der Kauf von "ID"-Modellen über die Onlineplattform möglich sein. Dazu kommen im nächsten Schritt Gebrauchtwagen mit allen Antriebsarten. "VW" bündelt den Vertrieb online über seine Plattform "autosuche.de" und beabsichtigt, sowohl für das Abo als auch die Gebrauchtswagenbestände seine Vertragshändler vor Ort einzubinden. Den Auftakt für den Onlinevertrieb hatte die Marke "Audi" im 2. Quartal d. J. mit ihrer Plattform "Audi on demand" gemacht.
Ein ausführlicher Hintergrundbeitrag zu den Folgen der Corona-Krise bei Volkswagen ist bei den Kollegen von "Business Insider" nachzulesen. Ein Überblick zur aktuellen "VW"-Konzernstrategie "New Auto" 2030 und den Weg zum digitalen Mobilitätsdiensteister ist im Hanse Mobility Magazin HANSEMOBILITY erschienen. (Foto: VW AG)
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IT-Spezialisten in Bremen und Hamburg bauen gemeinsam Digitalservice "German Ports".

LKW bei der Container-Abholung im Hamburger Hafen.
(Foto: HHLA)

Bremen/Hamburg: Die auf Port Community Systeme spezialisierten IT-Dienstleister "DAKOSY" aus Hamburg und "DBH Logistics IT" in Bremen entwickeln eine gemeinsame deutsche Lösung für den digitalisierten Freistellungsprozess von Importcontainern. Noch im laufenden Jahr sollen erste Reedereien und Spediteure an die Plattform angeschlossen werden, die künftig unter dem Label "German Ports" vermarktet wird.
"DAKOSY" und "DBH" haben in einem gemeinsamen Projekt die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Freistellungsprozess für Container in den deutschen Seehäfen Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Wilhelmshaven zu standardisieren und zu digitalisieren. Prozessseitig und technologisch stehen Logistikern künftig verschiedene Möglichkeiten offen, die Anwendung für den Freistellungsprozess zu nutzen.
Die IT-Dienstleister stellen Nutzern erstmals auch die Blockchain-Technologie zur Verfügung. Eignung und Praxistauglichkeit der Blockchain für den Freistellungsprozess wurde im Rahmen des "IHATEC"-Forschungsprojekts "ROboB" an der TU Hamburg bestätigt. Ein weiterer Faktor für die schnelle Umsetzung des Projekts ist das Interesse der Carrier, den Freistellungsprozess jetzt zu digitalisieren.
Der Einstieg in den neuen Prozess ist für Speditionen und Transporteure sowie Reedereien und Terminals gleichermaßen einfach. Grund: "German Ports" basiert auf Plattformen und Prozessen, die von Reedereien und Speditionen bereits genutzt werden. In Hamburg wird der Service im Rahmen der "Import Message Platform" (IMP) bereitgestellt, in den Bremischen Häfen und Wilhelmshaven innerhalb der "Business Integration Platform" (BIP).
„Parallel zu den bewährten Plattformen IMP und BIP bauen wir das Rahmenwerk für die Blockchain auf, um diese im nächsten Schritt als hybride Alternative zur Verfügung zu stellen. Die Testphase ist in Vorbereitung“, so Holger Hübner, Bereichsleiter Port Solutions bei "DBH" und bestätigt, „die digitalisierte Freistellung erfüllt alle Anforderungen an die Sicherheit und Überprüfbarkeit der Identitäten.“
Bislang wird die Freistellung auf klassischen Wegen über Fax, E-Mail oder Telefon zwischen den Beteiligten verteilt. Der manuelle Prozess verursacht dabei einen hohen Aufwand, da die Partner für jeden einzelnen Container miteinander in Dialog treten müssen, um Berechtigungen und Leercontainerrückgaben zu organisieren.
Hintergrund: Eine zwischen beteiligten Parteien ausgetauschte Freistellung bzw. Freistellreferenz berechtigt zur Abholung von Waren am Containerterminal. Der Prozess wird mit der Freistellungsanfrage des Spediteurs an den Reeder gestartet. Die Reederei stellt einen Container frei, sobald die Rechnungen für den Transport gezahlt wurden und sendet dem Spediteur die Freistellreferenz.
Der Spediteur beauftragt seinen Dienstleister - z.B. ein Fuhrunternehmen oder Bahn-Operateur - mit der Abholung eines Containers. Dabei gibt er das Recht zur Abholung in Form der Freistellungsreferenz weiter. 
Der Hamburger IT-Dienstleister "DAKOSY" ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Hafenwirtschaft in Hamburg und Betreiber des Port Community Systems an der Elbe. Der Bremer IT-Dienstleister "DBH Logistics IT" betreibt das Port Community System der Bremischen Häfen und des "JadeWeserPorts" Wilhelmshaven als niedersächsischem Tiefwasserhafen.
Eine ausführliche Meldung um Thema ist u. a. bei "DAKOSY" nachzulesen.
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Mineralölhändler Hoyer bietet europaweite Maut-Lösung für LKW an.

Der Mineralölhändler Hoyer wird zum Service-Provider für Brummis.
Foto: Kapsch AG

Visselhövede, 29.08.2021: Das niedersächsische Mineralölunternehmen "Hoyer" hat mit dem österreichischen Mautdienste-Anbieter "Tolltickets" eine Zusammenarbeit für die europaweite Mautgebühren-Abrechnung vereinbart: "Hoyer" wird seinen Kunden künftig über die eigene Tankkarte " Hoyer Card" eine On-Board-Unit anbieten, mit der LKW ihre Mautzahlungen in Europa vollautomatisch und mit einheitlicher Abrechnung durchführen können.

Das System basiert u. a. auf dem Europäischen Elektronischen Mautdienst (EETS) und wird inkl. notwendiger Technik von "Tolltickets", einem Tochterunternehmen des österreichischen Anbieters "Kapsch TrafficCom" geliefert. Tolltickets ist seit 2018 als Mautdienstleistungsanbieter auf Basis der europäischen EETS-Direktive aktiv. 
Über die von "Tolltickets" bereitgestellte IT-Infrastruktur wird "Hoyer" die Maut für seine Kunden in allen europäischen Ländern, die EETS in ihrem System freigeschaltet haben oder in denen es andere Mautserviceverträge mit "Tolltickets" gibt, abrechnen. Die Abrechnung erfolgt gemäß gültiger Umsatzsteuerrichtlinien.
Neben dem bestehenden Angebot für Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien und Bulgarien werden in Kürze Frankreich, Spanien, Portugal, die Schweiz, Norwegen, Schweden, Dänemark sowie diverse Brücken und Tunnel in Europa in das System eingebunden. 
Die niedersächsische Unternehmensgruppe "Wilhelm Hoyer" betreibt mehr als 200 eigene Tankstellen und Autohöfe und versorgt Endkunden sowie Händler mit Diesel, Heizöl, Benzin, Flüssiggas sowie Holzpellets.
Mit der "Hoyer Card" wird das Netzwerk um ein Partnertankstellennetz mit über 1.800 weiteren Stationen im In- und Ausland ergänzt. Die firmeneigene Tankkarte bietet neben bargeldlosem Tanken weitere Dienstleistungen von Maut-Abrechnung bis Pannen-Service an.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist bei der Firmengruppe "Kapsch" nachlesebar.
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Verkehrsminsister Andreas Scheuer informiert sich an der HCU über künftiges Innovationszentrum.

Andreas Scheuer informiert sich an der HCU über das neue Innovationszentrum.
Foto: HCU

Hamburg, 26.08.2021: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat am Donnerstag die Hafencity Universität an der Elbe besucht und über das vom Bundesverkersministerium finanzierte "Hamburg Wireless Innovation Competence Center" für die Entwicklung des neuen Innovationsstadtteils Grasbrook informiert.

Unter Federführung von HCU-Präsident Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow entsteht auf dem benachtbarten Grasbrook in den kommenden Jahren das "HAWICC". In dem Forschungsinstitut der Universität werden neue Smart City- und digitale Infrastrukturtechnologien entwickelt.
Das HAWICC ist als Reallabor mit eigenem Campus als Ankerprojekt des neuen Quartiers geplant. Die Breuer Nachrichtentechnik aus Bonn wird als erstes Unternehmen am neuen Standort ein Spin-off gründen. Weitere Startups und Kreative sollen sich um das Smart City-Kompetenzzentrum ansiedeln.
Der Bund unterstützt das Innovationszentrum für smarte Infrastrukturen mit 25 Mio. €. Es soll eines von drei bundesweiten Standorten des vom Bundesverkehrsministerium geplanten „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ werden.
Verkehrsminister Andreas Scheuer sagte in Hamburg: "Was hier in der HafenCity gezeigt wird, ist die Zukunft der Mobilität. Gerade auf den Stadtverkehr kommen künftig enorme Herausforderungen zu. Wir brauchen in den Ballungsräumen intelligente Lösungen für flüssige Verkehrsströme.
Das Innovationszentrum hat mit seinem Fokus auf Vernetzung genau den richtigen Ansatz. Deshalb ist es ein Standortcluster des Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft, und deshalb werden wir es von Bundesseite nach Kräften unterstützen."
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Seiten der HCU zu finden. (Foto:HCU)
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Hansa Taxi Hamburg nach Verbot von Free Now vor Gericht gescheitert.

Punktsieg vor Gericht: Hamburger Taxifahrer dürfen neben "211 211" auch "Free Now" nutzen.
Foto: Free Now

Hamburg, 10.08.2021: Am vergangenen Freitag hat das Landgericht Hamburg über eine geänderte Genossenschaftssatzung der Genossenschaft "Hansa Funktaxi" entschieden. Diese hatte angeschlossenen Fahrerinnen und Fahrern untersagt, weitere Zentralen oder Dienste wie z. B. "Free Now" oder "Uber" für die Vermittlung von Aufträgen zu nutzen. Der Hamburger Online-Taxivermittler "Free Now" hatte gegen die Satzungsänderung Unterlassungsklage eingereicht. Das Landgericht Hamburg entschied nun zugunsten des zu "BMW" und "Daimler" gehörenden Taxi-Services aus Altona.

Alexander Mönch, General Manager Deutschland bei "Free Now", erklärte:

"Mit dem heutigen Urteil hat sich das Landgericht Hamburg unter anderem gegen das sog. “Doppelfunkverbot” ausgesprochen. Der Hansa-Funk hat seinen angeschlossenen Fahrerinnen und Fahrern die parallele Nutzung von weiteren Tourenvermittlern wie FREE NOW untersagt. Dabei zählt aktuell mehr als zuvor jeder Euro Umsatz. Maßnahmen, die den Wettbewerb von Vermittlungsdiensten und damit den Umsatz der Fahrerinnen und Fahrer deutlich einschränken, sind in unseren Augen nicht vertretbar. Wir gehen davon aus, dass diese Entscheidung ggfs. auch in höheren Instanzen bestätigt wird."

Eine aktuelle Diskussion zum Thema gibt es im "Taxiforum".

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Hamburger können in der Hafencity mit autonomem Kleinbus fahren.

HEAT in Hamburg: Eines von 8 Projekten mit elektrischen Kleinbussen im Norden.
Foto: Hochbahn

Hamburg, 09.08.2021: Seit Montag können Einwohner und Besucher der Hansestadt - mit dem seit Anfang 2018 an der Elbe getesteten - autonomen Kleinbus "HEAT" auf einer Strecke von 1,8 km Länge durch die Hafencity mitfahren. An insgesamt fünf Stationen rund um Sandtorhafen und die Magellanterassen besteht die Möglichkeit bis Mitte Oktober d. J. zuzusteigen. "HEAT" fährt täglich Vor- und Nachmittags drei Stunden seine Runden vorbei an der Elbphilharmonie. Dienstags macht der vollelektrische Kleinbus Pause.

Ursprünglich sollte der Testbetrieb mit Fahrgästen bereits vor einem Jahr im Sommer 2020 beginnen. In der jetzigen Phase können bis zu 3 Personen mitfahren. Im später angedachten autonomen Linienbetrieb sollen es in dem 5 Meter langen und 3 Tonnen schweren Elektro-Kleinbus bis zu 10 Personen sein. Der von der Ingenieursgesellschaft "IAV" aus Berlin entwickelte Kleinbus überwindet auf seiner Fahrt u. a. acht Kreuzungen und sechs Ampeln. Dazu ist der Bus mit Radar- und Infrarotsensoren (u. a. "Lidar"-Technologie) und die Ampeln von "Siemens" mit extra Sendern ausgestattet worden.
Die Mitfahrmöglichkeit ist die dritte Stufe eines vom Umweltministerium in Berlin geförderten Projektes mit einem Fördervolumen von 3,7 Mio. €. Davon bekommt die "Hochbahn" für die Projektbetreuung 1 Mio. € und der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer 2,7 Mio. €. Maßgeblicher Projektpartner ist die Hamburger "Hochbahn", die den Bus betreibt. Dazu kommen die "Hochbahn"-Beteiligung "Hy Solutions" zum Thema umweltfreundliche Antriebstechnik, der Fahrzeugbauer "IAV", der Ampelanlagen-Hersteller "Siemens", das Berliner Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität - "IKEM" und der Projektträger für die Bundesfinanzierung, "DLR".
Der Roboter-Bus ist entgegen früherer Aussagen von Senat und "Hochbahn" nur mit max. 25 km/h im teilautonomen Fahrlevel 4 inkl. Begleitperson unterwegs, und nicht mit bis zu 50 km. Die volle Straßengeschwindigkeit von 50 km/h wurde bei Vorstellung des Projekts im Juli 2019 von den Verantwortlichen als entscheidender Unterschied zu anderen autonomen Kleinbus-Projekten in Deutschland reklamiert. Laut "Hochbahn" erfolgte für das Projekt nur eine Zulassung über max. 25 km/h.
Ähnliche Projekte mit autonomen Kleinbussen gibt es in den fünf norddeutschen Bundesländern u. a. in Bad Essen bei Osnabrück ("VOS"), Enge-Sande in Nordfriesland ("Greentech"-Campus/"Nah.SH"), Hamburg-Bergedorf ("VHH/HVV"), Keitum auf Sylt ("SVG"), Lauenburg ("VHH/HVV"), Lunden/Lehe bei Dithmarschen ("Autokraft/Nah.SH") und Osnabrück ("SWO/VOS"). Allein in der Hauptstadt Berlin gibt es fünf Modellprojekte mit autonomen Bussen ("See-Meile" - Berlin-Tegel ("BVG/VBB"), "Stimulate" - "Charité" Campus Berlin-Mitte und "Virchow-Kliniken" "Charité" Campus Berlin-Wedding ("BVG/VBB"), "Pole Position" - "EuRef"-Campus Berlin-Schöneberg ("BVG/Ioki" u.a.), "Shuttles & Co" - Berlin-Alt Tegel ("BVG/VBB") sowie "First Mover" - "EuRef"-Campus ("InnoZ/DB AG" u. a.).
Der automome Kleinbus gehört nicht zum regulären Linienbetrieb der Busse und Bahnen bei der Hamburger "Hochbahn". Für die Fahrt mit dem "HEAT"-Kleinbus muss eine extra App gleichen Namens aus den App Stores von "Apple" oder "Google" auf dem Handy installiert werden, um eine Fahrt buchen zu können. Um sich zu registrieren, müssen Fahrgäste 12 Paragraphen an Geschäftsbedingungen sowie besondere Beförderungsbedingungen akzeptieren. Fahrgäste ohne Handy müssen vorab ein Formular auf den Seiten der "Hochbahn" herunterladen, ausdrucken, unterschreiben und der Begleitperson an Board des Kleinbusses abgeben.
Weitere Informationen zur Mitfahrt gibt es unter www.hochbahn.de/heat. Einen Werbefilm zum Betrieb des autonomen Kleinbusses gibt es auf "YouTube".
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Mobilfunk-Versorgung in der Deutschen Bucht kostet bist zu 92 Mio. €.

Die Schiffahrt in der Deutschen Bucht braucht dringend schnellen Mobifunk.
Foto: Udo Schroeter, Pixabay

Bremen/Hannover, 01.08.201: Die Freie Hansestadt und Norddeutschlands größtes Bundesland engagieren sich für die Ausstattung der Deutschen Bucht mit schnellen Mobilfunk. Mit einer Machbarkeits- und Kostenstudie zur Verbesserung der Mobilfunkversorgung liegen neben einer Kostenschätzung erstmals konkrete Empfehlungen zur technischen Umsetzung für die erforderlichen Mobilfunktürme vor. Danach kostet das Ausleuchten der Schifffahrtsroute zwischen 55 und 92 Mio. € Investitionen. Das Papier wurde vom Breitbandzentrum Niedersachsen Bremen ("BZNB") beauftragt.
Die Studie basiert auf der vom Bundesverkehrsministerium beauftragten Erhebung „Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht und Standortplanung" der TU Braunschweig. Die Ergebnisse hat das "BZNB" in seiner Kostenstudie aufgegriffen, um die Investitions- und Betriebskosten für die Standorte in der Nordsee zu ermitteln. Sie beinhaltet neben einer Kostenschätzung für Baukosten je Mobilfunkturm auch die jährlichen Betriebskosten und die Investitionskosten für die Seekabelanbindung. Insbesondere die Seekabelanbindung für die Strom- und Glasfaseranbindung verursachen hohe Kosten.
Niedersachsens Digitalisierungsminister Bernd Althusmann erklärte: „Die Deutsche Bucht ist in Sachen Mobilfunk bisher unterversorgt. Dies ist insbesondere für die Digitalisierung der Schifffahrt ein Hindernis. Die Studie des BZNB zeigt erstmals umfassend und konkret auf, wie wir die Mobilfunkversorgung der Deutschen Bucht voranbringen können und welche Hindernisse es hier gibt. Sie ist somit eine wichtige Diskussionsgrundlage, mit der wir die Mobilfunkversorgung in der Nordsee nun weiterverfolgen können."
Bremens Häfenenatorin Claudia Schilling sagte: „Die verlässliche öffentliche Mobilfunkversorgung in der Deutschen Bucht stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft durch den Einsatz digitaler Prozesse im Bereich der Schifffahrt und der vielfältigen Meeresnutzung. Auch die Freizeit- und Sportschifffahrt wird davon profitieren. Ich begrüße es sehr, dass mit den Standort- und Kostenplanungen die wesentlichen Entscheidungsgrundlagen erarbeitet werden und im nächsten Schritt die konkrete Umsetzung geplant wird."
Die Studie kann beim Breitbandzentrum "BZNB" heruntergeladen werden (PDF-Download). 
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Freiburger Stiftung ehrt Hamburger TU-Studenten für technische Innovationen.

Zum siebten mal zeichnet die Sick-Stiftung TUHH-Absolventen aus.
Foto: TU Hamburg

Hamburg, 19.05.2021 : Die drei Stundenten Christopher Krause, Nils Albrecht und Jan Lewandowsky sind die diesjährigen Preisträger der Wissenschaftspreise der "Gisela und Erwin Sick Stiftung" in Höhe von insgesamt 10.000,- €. Die Freiburger Stiftung ehrt bereits zum siebten Mal hervorragende Nachwuchswissenschaftler der Technischen Universität Hamburg. Gewürdigt wird dabei die Entwicklung innovativer Lösungen im Bereich Arbeitssicherheit und Umweltschutz u. a. in der Industrie und Logistik. Die Preisträger der Wissenschaftspreise sind:
Christopher Krause (Preisgeld 1.000,- €)
Containerschiffe werden immer größer, was bei Seegang häufiger zum Verlust von Containern führt. Die verlorenen Boxen sind ein Unfallrisiko für die Schifffahrt, wenn sie knapp über der Wasseroberfläche schwimmen. Zudem können die Container Gefahrstoffe beinhalten, die Umweltschäden verursachen können.
Um den Verlust von Containern künftig zu verhindern, entwickelte der Bachelor-Absolvent Christropher Krause in seiner Abschlussarbeit ein Betriebshandbuch, mit dem die Besatzung ihre Fahrt auf den Seegang abstimmen kann. Dafür simulierte der TU-Student über 1.000 Varianten eines typischen Containerschiffs, jeweils mit unterschiedlichen Ladungsmengen und Schwerpunkten. 
Nils Albrecht (Preisgeld 3.000,- €)
Die radargestützte Messung von Bewegung und Geschwindigkeit von Fahrzeugen unerlässlich für die Sicherheit im Straßenverkehr. Die Relevanz der Messtechnik wird durch die Verbreitung des autonomen Fahrens weiter verstärkt. Dazu wird über mehrere Antennen elektromagnetische Strahlung von einem Sensor auf die Fahrbahn abgestrahlt, dort reflektiert und vom Sensor wieder empfangen und ausgewertet.
Auf Basis der Messwerte werden heute bereits das Antiblockiersystem ABS oder auch das Stabilitätsprogramm EPS ausgelöst. Der Masterstudent Nils Albrecht entwickelte in seiner Abschlussarbeit einen kompakten und hochgenauen Sensor, der mit einer Größe von rund 60 mm deutlich kleiner und leichter ist als vergleichbare Sensoren und auch bei hohen Geschwindigkeiten verlässliche Messwerte für alle 3 Bewegungsrichtungen liefert. 
Dr.-Ing. Jan Lewandowsky (Preisgeld 6.000,- €)
Über Smartphones, Laptops und Funksensoren werden im Sekundentakt Daten gesendet, gespeichert und weitergeleitet. Ohne moderne Kommunikation wäre unser Alltag nicht vorstellbar. Jan Lewandowsky beschäftigt sich in seiner Doktorarbeit mit der technischen Leistung, die sich hinter dem Aufbau einer Datenverbindung zwischen zwei oder mehreren Teilnehmenden verbirgt.
Die Grundidee seiner Arbeit besteht darin, in einem Kommunikationsempfänger ausschließlich die relevanten Informationen zu verarbeiten um Verarbeitungszeit und Energieverbrauch zu verringern. Dabei sollen Störeinflüsse des Empfangssignals von vornherein aus der Signalverarbeitung herausgehalten werden. Lewandowsky entwickelte dafür erfolgreich Methoden für die Kanaldecodierung und Detektion verschiedener Signale.
Der SICK Wissenschaftspreis
Zur Förderung der Ingenieur- und Naturwissenschaften vergibt die "Gisela und Erwin Sick Stiftung" der TU Hamburg einen Förderpreis für herausragende Arbeiten zum Thema "Technisch-wissenschaftlicher Fortschritt zum Vorteil von Mensch und Gesellschaft“. Bei der Vergabe der drei Wissenschaftspreise wird sowohl auf grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse als auch auf die technische Praxisrelevanz Wert gelegt.
In den Arbeiten soll die Bedeutung von innovativer Technologie, insbesondere von Messmethoden, Sensoren oder Messtechniksystemen, für einen nachhaltigen Vorteil für Mensch und Gesellschaft erkennbar sein.
Weitere Informationen sind bei der "TU Hamburg" im Netz zu finden. (Foto: TU Hamburg)
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Volkswagen stellt Transformation zur Softwarefirma vor.

Mit "New Auto" zeigt "VW" seine digitale Transformation bis 2030 auf.
Foto: VW AG

Im Jahr 2030 will der Wolfsburger "Volkswagen"-Konzern mit digitalen Services ebenso viel Umsatz erwirtschaften, wie mit dem Verkauf elektrischer Fahrzeuge seiner Marken - von Audi, Cupra und Porsche über Seat, Skoda und Traton bis zu VW PKWs und Nutzfahrzeugen. Digitale Wertreiber für die erwarteten 1,2 Mrd. € Mobilitätsumsätze pro Jahr beim europaweit größten Fahrzeughersteller mit 12 Marken aus sieben Ländern sind Online-Services für Fahrer und Familien ebenso, wie autonomes Fahren für PKW-Besitzer auf Autobahnen und "Moia"-Nutzer in Hamburg und Hannover. Chefredakteur Thomas Keup hat die Präsentation der aktuellen "VW"-Strategie "New Auto" verfolgt.

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Hamburger Mobilitäts-App Free Now integriert Share Now Carsharing-Flotte.

Ab Ende Juli d. J. können FreeNow-User auch ShareNow-Autos mieten.
Foto: FreeNow

Hamburg/Berlin, 12.07.2021: Der Altonaer Mobilitäts-Dienstleister "Free Now" integriert ab Ende Juli d. J. in seine Carsharing-Vermittlung neben Fahrzeugen des Berliner Anbieters "Miles" auch die "Mini"- und "Smart"-Flotte der Konzernschwester "Share Now". Während das Berliner Joint Venture "Share Now" die Kooperation mit der Hamburger Mobilitäts-App "HVV Switch" vollständig beendet hat, wird der Kurzzeitvermieter von "BMW" und "Daimler" künftig seine Fahrzeuge in allen deutschen und den europäischen Metropolen in Frankreich, Italien und Spanien über die europaweite Vermittlungs-Plattform "Free Now" anbieten.

Insgesamt werden mit der Kooperation bis zu 11.900 Fahrzeuge u. a. von "BMW", "Daimler", "Fiat", "Mini" und "Smart" den insgesamt bi szu 50 Mio. Nutzern von "Free Now" zur Verfügung stehen. Zur Flotte zählen auch 2.900 emissionsfreie Fahrzeuge mit Elektroantrieb. "Share Now" ist aus den beiden Carsharing-Diensten von "BMW" ("Drive Now") und "Daimler" ("Car2Go") entstanden. Der "Now"-Verbund von "BMW" und "Daimler" konkurriert u. a. mit den "We"-Mobilitätsdiensten des "VW"-Konzerns.

Olivier Reppert, CEO von "Share Now", erklärte: „Carsharing ist ein integraler Bestandteil der urbanen Mobilität geworden, der den Menschen die Flexibilität und Zuverlässigkeit bietet, um sich fortzubewegen. Wir sehen Carsharing nicht als Konkurrenz zu anderen Verkehrsmitteln, sondern vielmehr als sinnvolle Ergänzung. Jeder kann sich seinen eigenen Mobilitätsmix nach seinen individuellen Bedürfnissen zusammenstellen. Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit FREE NOW und die Kooperation mit vielen weiteren Partnern in der Zukunft."

Gero Götzenberger, Direktor für Strategie und digitale Mobilitätslösungen der Daimler Mobility AG, sagte weitergehend: „Bei Mobility as a Service geht es vor allem um Vielfalt und Auswahl. Mit der Kooperation zwischen FREE NOW und SHARE NOW wird ein weiterer Meilenstein gesetzt: Europas führende Plattform für Mobilitätsdienstleistungen ermöglicht Kunden jetzt mit nur wenigen Klicks den Zugang zu tausenden SHARE NOW Fahrzeugen."

Eine ausführliche Meldung mit weiteren Statements ist im "Presseportal" erschienen.

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Free Now empfiehlt Nutzern mit aktuellen Wetterdaten das beste Fahrzeug.

Nutzer der "Free Now"-App bekommen ab sofort Tipps per Wetterbericht.
Foto: Free Now

Hamburg, 30.06.2021: Die Mobilitätsplattform "Free Now" nutzt ab sofort Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes und unterstützt Nutzer der App mit Echtzeitdaten und Benachrichtigungen bei der Wahl für das passende Fortbewegungsmittel. Das Pilotprojekt startet in Deutschland, soll später aber auch in anderen europäischen Ländern zum Einsatz kommen.

Durch den Austausch von Daten mit externen Anbietern ermöglicht das als "My Taxi" gegründete Unternehmen intelligente Mobilitäts-Empfehlungen innerhalb der App. Mithilfe der Daten des "DWD" will "Free Now" App-Nutzern eine zum Wetter passende Mobilitäts-Option empfehlen und das Erlebnis auf der Mobilitätsplattform weiter verbessern. Hintergrund: E-Scooter und E-Mopeds sind eher für sonniges Wetter geeignet, während Taxis und Mietwagen bei Regenwetter bevorzugt werden.

Die Wetter-Empfehlungen in Echtzeit sind deutschlandweit ein echter Live-Test für das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Datennetzwerk “Datenraum Mobilität”. Die Wettermeldungen werden seit dem 21. Juni 2021 in Deutschland getestet und könnten im Laufe des Jahres auch in anderen Länder ausgerollt werden. 

Eine ausführliche Meldung zum THema ist u. a. im "Presseportal" zu finden. Hintergrundinformationen zum "Datenraum Mobilität" des Bundesverkehrsministeriums gibt es auf den Seiten von "Acatech".

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DPD misst Hamburger Luft an 100 Lieferfahrzeugen in Echtzeit.

100 DPD-Fahrzeuge messen rund um Alster und Elbe die Luftqualität.
Foto: DPD

Hamburg, 28.06.2021: Der Paketdienstleister "DPD" hat zusammen mit der Hamburger Drogeriemarkt-Kette "Budnikowski" ein umfassendes Luftmessnetz für die Innenstadt rund um Alster und Elbe errichtet. An 100 rot-weissen Lieferfahrzeugen des Paketdienstes sowie am Hamburger "DPD"-Depot in Wilhelmsburg sowie an 19 Test-Filialen der Hamburger Drogeriemarkt-Kette "Budnikowski" werden ab sofort mit digitalen Sensoren alle 12 Sekunden die aktuellen Feinstaubwerte gemessen. Selbst feinste Partikel in der Größe „PM2,5“ können von den sensiblen Sensoren erfasst werden. 

"DPD" will mit der Aktion bis Ende 2021 die Luftqualität in 20 europäischen Städten mit insgesamt 2.400 mobilen und stationären Sensoren zu messen. Hamburg ist die erste deutsche Stadt, da der Paketdienst hier bereits an Projekten z. B. zur emissionsfreien City-Logistik beteiligt ist. Der Paket- und Expressdienstleister möchte mit "Breathe" einen Mehrwert zur Luftqualitätsdebatte beisteuern und künftige Verbesserungen dokumentieren.
Die Daten der 100 Lieferfahrzeuge werden aus der gesamten Hamburger Innenstadt und während des ganzen Tages gemessen. Alle Daten sind öffentlich und für jeden online abrufbar. So können die Hamburger jederzeit sehen, wie in ihrem Wohnviertel die Luftqualität ist. Auch der Senat kann die Daten einsehen und nutzen. Die Stadtverwaltung betreibt ein Luftmessnetz mit gerade einmal 16 stationären Messeinrichtungen.
Zu den 19 "Budni"-Filialen mit eigener "DPD"-Luftmess-Station gehören u. a. die Geschäfte östlich der Alster auf der Langen Reihe 18-20 in St. Georg, in der Fuhlsbüttler Straße 107-109 in Barmbek und an der Wandsbeker Marktstraße 39-41 in Wandsbek sowie westlich der Alster in der Osterstraße 95 in Eimsbüttel und in der Hoheluftchaussee 52 in Hoheluft Ost.
„Der Paketservice in unseren Filialen und die Zusammenarbeit mit DPD hat uns die einmalige Möglichkeit eröffnet, die Luftqualität in der Metropolregion Hamburg in den Blick zu nehmen. Denn um den CO2-Ausstoß zu verringern und zukünftige Verringerung messbar zu machen, sollten wir den Status Quo kennen. Diese Möglichkeit, die Luftqualität vor der eigenen Haustür genau zu kennen, eröffnen wir für alle BUDNI-Kunden im Umkreis der ersten 19 Test-Filialen, indem wir unsere Standorte als Flächen für die Sensoren zur Verfügung stellen“, so Christoph Wöhlke, Geschäftsführer von "Budnikowski".
Bereits im Mai 2019 hat "DPD" damit begonnen, seine Paketzustellung in der Freien und Hansestadt emissionsfrei umzustellen. Dazu setzen die Aschaffenburger in der Hamburger City aktuell 12 E-Transporter und einen E-LKW, 3 Lastenräder und 3 TRIPL-Scooter ein. Dazu wurde am Hamburger "DPD"-Depot an der Neuen Wollkämmereistraße eine Elektro-Ladestation eingerichtet. Der Hamburger Konkurrent "Hermes" hat im Mai vergangenen Jahres seinerseits 15 elektrische "Sprinter" für die emissionsfreie Zustellung auf täglich 1.800 km in Hamburg in Betrieb genommen.
Der zur französischen "La Poste" gehörende Paketdienstleister "DPD" plant eine emissionsarme Zustellung in 23 deutschen und europaweit 225 Städten bis 2025. So sollen nach Berechnungen von "DPD" 89% weniger CO2 und 80% weniger Schadstoffe entstehen, als im Vergleichsjahr 2020.
Ein Infovideo zum europaweiten Luftmess-Programm "Breathe" gibt es auf "YouTube". Den "AirDiag"-Luftcheck für Hamburg gibt es auf den Seiten von "DPD". Die Stationen des städtischen Hamburger Luftmessnetzes sind auf den Seiten des Senats zu finden.
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Telekom baut 5G-Campus-Netz im Hamburger Hafen auf.

Künftig funken die Drohnen der HHLA im Hamburger Hafen im eigenen 5G-Netz.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg/Bonn, 27.06.2021: Zusammen mit "HHLA Sky" - einem Tochterunternehmen der "Hamburger Hafen und Logistik AG" - setzt die "Telekom" ein 5G-Campus-Netz im Hamburger Hafen um. Darüber steuert und überwacht "HHLA Sky" eine Flotte von Industrie-Drohnen. Auf den Terminals der "HHLA" inspizieren die Flugroboter Containerbrücken und Asphaltflächen, um die Sicherheit auf dem Hafengelände zu erhöhen. Das spart Zeit im Vergleich zu bisherigen Inspektions-Verfahren. Zusätzlich übertragen die Drohnen Sensor- und Flugdaten über das Campus-Netz. 

Mit dem gemeinsamen Projekt verfolgen die beiden Firmen das Ziel, mehr über die speziellen Anforderungen automatisierter Flugroboter an den Mobilfunk zu lernen. Die Drohnen steigen auf bis zu 100 Meter Höhe. Dabei legen sie teilweise weite Strecken zurück. Im Rahmen einer Entwicklungs-Partnerschaft plant ein Technik-Team einen zweiten "HHLA Sky" Standort in NRW. Die "Telekom" hat hierfür das Campus-Netz in Hamburg um den zusätzlichen Standort erweitert. 

Die Industrie-Drohnen sind automatisiert unterwegs. Sie fliegen durch mehrere Container-Terminals im Hamburger Hafen. Der Drohnenbetreiber setzt sie für verschiedene Anwendungen ein. Dazu gehören vor allem Inspektionsflüge, die aufwendige Rundgänge, Einsätze von Industriekletterern und damit verbundene lange Wartezeiten ersetzen. Das Flugareal umfasst mehr als drei Quadratkilometer. Es ist durchkreuzt von mehreren Wasserstraßen, Windkraftanlagen und einer Autobahnbrücke. 

„Im Hamburger Hafen zeigen wir, wie gut Internet-of-Things-Lösungen mit fortschrittlichster Logistik harmonieren. In HHLA Sky haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir unser Produkt gemeinsam weiterentwickeln. Reibungslose Logistik ist gerade jetzt von besonderer Bedeutung. Mit unseren Innovationen leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu“, so Hagen Rickmann von der "Telekom Deutschland".

Die Drohnen übertragen ihre Datenpakete derzeit mit LTE. Der neue Mobilfunkstandard 5G bietet in Zukunft mehr Vorteile. Zum Beispiel größere Bandbreiten und eine höhere Netzkapazität. Dafür sind platzsparende Funkmodule für die Drohnen notwendig. Die Telekom arbeitet daran, diese Bauteile zu entwickeln. 

"HHLA Sky" bietet eine Plattform für den Flottenbetrieb unbemannter Flugsysteme an. Bis zu 100 Drohnen können über einen zentralen Leitstand gesteuert werden. Die "HHLA" setzt ihre Drohnen auch selbst ein, um Infrastruktur zu überwachen. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten von "HHLA Sky". 

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Hamburger zieht es nach 3. Lockdown auf Reeperbahn, Schulterblatt und Mühlenkamp.

FreeNow hat den Verkehr vor, während und nach den Lockdowns ausgewertet.
Grafik: Mapbox/FreeNow

Hamburg, 24.06.2021: Neue Daten der Mobilitäts-App "Free Now" zeigen, wie deutsche Städte nach dem dritten Lockdown und der steigenden Zahl an Impfungen wieder zum Leben erwachen. Da immer mehr Einrichtungen wie Restaurants, Einkaufszentren und Fitnessstudios wieder öffnen dürfen und Einschränkungen gelockert oder aufgehoben werden, zieht es die Menschen wieder vermehrt in die Innenstädte. 

Die Mobilitätsplattform "Free Now" hat exklusive Daten zur Mobilität veröffentlicht und zeigt die Unterschiede der Bewegung innerhalb der Städte vor, während und nach den Pandemie-bedingten Einschränkungen. Einen Monat nach den ersten Lockerungen in Hamburg und Berlin haben Touren in den beiden größten Städten des Landes teilweise bis zu 115 % zugenommen.

Die Hamburger sind mit Zuwächsen von 85 % vergleichsweise vorsichtig. Am Wochenende der ersten Lockerungen seit Monaten schnellten sowohl die Anfragen für Taxen und Fahrdienst (+ 40 %) als auch Fahrten per eScooter, eMoped und Carsharing ad hoc in die Höhe (+ 20 %). Nach sechs Wochen kennen beide Mobilitätsformen nur noch eine Richtung: Mehr als 70 Prozent mehr Ride-Hailing-Fahrten und eine Verdopplung von Mikromobilitäts-Touren zeigen, dass die Menschen wieder deutlich mehr unterwegs sind, als noch im Mai des Jahres. 

An den Wochenenden waren bei den Hamburgern besonders die bekannten Ausgehviertel beliebt: Unter den Top-Ten-Zielen der Fahrgäste von "Free Now" landeten die Reeperbahn (1), das Schulterblatt und der Mühlenkamp (2) auf den vorderen Plätzen. An der Alster (Platz 4), der Eppendorfer Weg und die Eppendorfer Landstraße (Platz 5 und 7) sowie die Lange Reihe (Rang 9) gehören ebenfalls zu den meistgewählten Zielen in den Abendstunden.

Neben einer erhöhten Nachfrage nach Ride Hailing zeigen die Daten, dass Mikromobilität immer beliebter wird. "Wir sehen zudem, dass die Nachfrage nach alternativen Mobilitäts-Optionen gestiegen ist. Zwischen März und Mai haben wir einen Anstieg von 125 Prozent bei den Buchungen von Mikromobilitäts-Optionen und Carsharing festgestellt. In Hamburg haben wir am letzten Juni-Wochenende mit mehr als 2.000 Mikromobilitäts-Fahrten für die letzte Meile sogar einen neuen Rekord im laufenden Jahr aufgestellt," stellt Alexander Mönch, Deutschland-Chef von "Free Now" fest.   

Weitere Eindrücke auf dem Weg zur Normalität in Hamburg hat die Mobilitätsplattform in einem Werbe-Video zusammengestellt.

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Continental erwartet in 10 Jahren weltweiten Telematik-Umsatz für Fahrzeuge von 150 Mrd. US-Dollar.

Vernetzte Systeme in Autos werden zunehmend kritisch.
Grafik: Continental

Hannover/Tel Aviv: Das Geschäft mit Assistenz- und Sicherheitssystemen sowie die Online-Vernetzung von Autos wird laut Erwartungen des Hannover Automobilzulieferers "Continental" ein zentraler Werttreiber der Automobil- und Zulieferindustrie in den kommenden Jahren. Bis 2030 könnte der Umsatz mit Telematiksystemen und damit verbundenen Sicherheitsanwendungen in vernetzten Fahrzeugen weltweit bis zu 150 Mrd. US-Dollar erreichen. 
Die Vernetzung von Fahrzeugen steht aktuell noch am Anfang. Monique Lance von der Conti-Tochter "Argus Cyber Security" aus Tel Aviv geht davon aus, das Hacker das Thema Fahrzeug-IT noch nicht 100 % auf dem Schirm haben. Schnittstellen zwischen Fahrzeugen, Netzwerken und digitalen Infrastrukturen könnten in Zukunft zu gefährlichen Einfallstoren für Cyberattacken werden, so Lance. Sie geht von einer zunehmenden Verwundbarkeit online-vernetzter Fahrzeuge aus.
Die Expertin forderte auf einer IT-Konferenz in der vergangenen Woche den Aufbau notwendiger Kapazitäten in der Automobilindustrie, um den drohenden Cyber-Gefahren entgegenzutreten. Bis 2024 soll es einen internationalen Standard geben, nachdem digital-vernetzte Fahrzeugarchitekturen künftig zertifiziert werden sollen. "Wir haben die Gelegenheit, hier einen wesentlichen Vorsprung zu erreichen", so die Conti-Fachfrau auf einer Konzern-Konferenz über IT-Technologien.
Einen ausführlichen Beitrag zur Angreifbarkeit von Car-IT-Infrastrukturen über offene Schnittstellen gibt es auf dem Firmenblog von "Argus". Weitere Informationen zum israelischen Cyber Security Spezialisten aus dem Continental-Konzern gibt es auf den Internetseiten von "Argus" (EN).
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Blablacar baut Busangebot für Hamburg und den Norden aus.

Nach der Corona-Krise geht es wieder auf Tour mit dem Bus.
Foto: Blablacar

Berlin, 10.06.2021: Der französische Busanbieter "Blablacar" hat nach der Corona-Zwangspause Ende vergangener Woche sein deutschland- und europaweites Streckennetz mit 22 inländischen und 7 internationalen Reisezielen wieder in Betrieb genommen. Die norddeutsche Millionenmetropole Hamburg wird dabei über den "ZOB Bus-Port" wieder an neun Städte in Deutschland und Europa angebunden, darunter die hoch frequentierten Strecken nach Berlin und weiter nach Dresden oder über Leipzig und Nürnberg nach München sowie nach Amsterdam über Bremen, Leer und Groningen. Dazu kommen allein ab Hamburg mehr als 800 Ziele mit der digitalen Mitfahrzentrale von "Blabacar".

Wie bei der "Deutschen Bahn" und beim Münchener Wettbewerber "Flixbus" ist die Strecke Hamburg-Berlin eine der am meisten frequentierten Intercity-Verbindungen im "Blablacar"-Netz. So verdoppeln die Franzosen die Anzahl der wöchentlichen Busverbindungen von 70 auf 134 Abfahrten. Die Deutsche Bahn verbindet die beiden Millionenstädte regulär im 30- bzw. 60-Minuten-Takt, "Flixbus" bot vor der Krise in Sommermonaten ebenfalls Abfahrten im 30-Minuten-Takt an.

Ab 1.7. will der Busanbieter auch die Freie Hansestadt Bremen mit Verbindungen ab Berlin vernetzen, die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel ab 1.9. d. J. über Hamburg. Dazu kommt ebenfalls ab Juli d. J. eine Nachtverbindung zwischen Hamburg und Frankfurt/Main. Hier ist vor allem die Bahn mit dem "IC-Bus" von "DB Regio" aktiv. In den kommenden Monaten will der französische Herausforderer zudem neue Ziele für das Rhein-Ruhr-Gebiet und die DACH-Region eröffnen.

Die Corona-Lockdowns überstand das schnell wachsende Plattform-Startup mit seinen Schwerpunkten in Deutschland und den Niederlanden sowie Frankreich und Spanien sowie Ost-Europa mit einem moderaten Rückgang von 70 auf 50 Mio. Buchungen über die Vermittlungsplattforn für Mitfahrgelegenheiten und Busverbindungen.

"Blablacar" fährt nach eigenen Angaben ausschließlich mit Bussen von Subdienstleistern, die nicht älter als 3 Jahre und mit neuester Klimatechnik ausgestattet sind. Dazu kommt auch weiterhin die Maskenpflicht an Board für Fahrer und Fahrgäste. Zum Start bietet "Blablacar" auf allen Strecken bis zum 1. Juli d. J. einen Welcome Back-Rabatt von 20 % auf den Busfahrpreis. So ist Bremen von Hamburg ab 2,99 €, Berlin bereits ab 3,99 € und München ab 7,99 € erreichbar.

Weitere Informationen zu den aktuellen Angeboten gibt es aus den Seiten von "Blablacar". (Foto: Blablacar).

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Drei digitale Projekte mit Deutschem Mobilitätspreis ausgezeichnet worden.

Drei Best Practices aus Norddeutschland sind bundesweit führend.
Screenshot: HANSEVALLEY

Berlin, 09.06.2021: Drei norddeutsche Digitalprojekte sind mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2021 im Rahmen der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" als Best Practices ausgezeichnet worden. Die beispielhaften Initiativen aus Hamburg und Greifswald wurden am Mittwoch-Mittag in einer Videopräsentation aus Berlin von Infrastruktur-Staatssekretär Steffen Bilger ausgezeichnet.

Gemäß des diesjährigen Mottos "Intelligent unterwegs: Daten machen mobil." beweisen die prämierten Projekte, wie das Datennutzen, -teilen und -veredeln dabei hilft, Mobilität sicherer, effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Die norddeutschen Preisträger sind:
Digitale Patientenorientierung in der Universitätsmedizin Greifswald: Während der Corona-Pandemie sollten Patienten so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Patienten, Mitarbeitern oder Objekten wie Türgriffen haben. Die Entwicklung einer digitalen Patientenorientierung mit Live-Indoor-Navigation machte dies möglich. Partner des Projekts sind die Universitätsmedizin der Hansestadt sowie "Catchup Applications" und "GWA Hygiene".
Digitale Transformation der Waggonvermietung: "Traigo" sammelt, analysiert und macht Daten so nutzbar, dass sich Transportströme, Instandhaltungszeitpunkte und Laufzeitprognosen von Güterwagen daraus ableiten lassen und leistet damit einen Beitrag für eine positive Entwicklung des Schienengüterverkehrs der Zukunft. Hinter dem Projekt steht die "VTG Rail Europe" aus Hamburg.
Digitale S-Bahn Hamburg: Bis Ende 2021 rüsten "Siemens Mobility" und die "Deutsche Bahn" vier Fahrzeuge für die Strecke der Hamburger S-Bahn S21 erstmalig in Deutschland für den automatisierten Bahnbetrieb zwischen den Hamburger S-Bahn-Stationen Berliner Tor und Aumühle/Bergedorf aus. Das Projekt ist Teil der Initiative "Digitale Schiene Deutschland“.
Andreas Scheuer sagte als Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: 
„Daten sind der Schlüssel für eine moderne Mobilität. Intelligent genutzt und verknüpft sorgen sie dafür, dass wir künftig noch effizienter, klimafreundlicher und zugleich komfortabler unterwegs sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Deutschen Mobilitätspreises 2021 zeigen uns, wie das gehen kann: Sie haben Ideen entwickelt, wie wir Personenverkehr und Gütertransporte voranbringen – vom On-Demand-Dienst auf dem Dorf bis hin zum Jobportal im Schienensektor. Das zeigt wieder einmal sehr deutlich: Mobilität ist ein superspannendes Thema - und eine Branche, die enorm viel bewegt.“
Mit 263 Einreichungen haben sich bis Ende März d. J. Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen und Vereine aus allen Regionen Deutschlands um die Auszeichnungen 2021 beworben, die in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben wurden. Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, Gesellschaft und Politik wählte die zehn besten Projekte, den Gewinner des Sonderpreises und die drei Gewinner des Ideenwettbewerbs aus 51 Einreichungen aus.
Weitere Informationen zum Best Pracitce-Wettbewerb gibt es auf den Seiten von "Deutschland - Land der Ideen". 
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Telefonica schaltet UMTS-Antennen in MV und Niedersachsen ab.

Wie Telekom und Vodafone rüstet auch Telefonica sein Netz auf 4G um.
Foto: HANSEVALLEY

München, 08.06.2021: der dritte große Mobilfunk-Netzbetreiber "Telefonica" baut ab Anfang Juli d. J. sein UMTS-Netz in den norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sowie den benachbarten Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt zurück. Nach Angaben des Münchener Anbieters werden insgesamt 16.000 Mobilfunkanlagen in den vier Bundesländern vom 3G-Netz auf der 2.100 Mhz-Frequenz vollständig auf den schnelleren Mobilfunkstandard 4G umgerüstet.

Durch die generelle Freischaltung von 4G für alle Mobilfunkkunden im "Telefonica"-Netz funken nur noch 1-2 % überhaupt im 3G-Netz des spanischen Telekommunikationskonzerns. Daher wurden bereits 3/4 der Kapazitäten im 2.100 Mhz-Netz für LTE umgewidmet. Kunden mit einem alten Mobilfunkvertrag ohne 4G sollen von "o2" ein Wechselangebot bekommen. Ältere Handys ohne 4G-Kompatibilität werden künftig im deutschen "Telefonica"-Netz keine Datenverbindungen mehr aufbauen können.

Die Bundesnetzagentur hat die drei Mobilfunk-Netzbetreiber aktuell verbindlich angemahnt, ihren Verpflichtungen zur lückenlosen Versorgung der Autobahnen und Bahntrassen mit Mobilfunkverbindungen nachzukommen. Die mit der Frequenzversteigerung 2015 durch "Telefonica", "Telekom" und "Vodafone" zugesicherte lückenlose Versorgung entlang der wichtigsten Verkehrsstrecken ist laut Bundesnetzagentur bis heute nicht erfüllt worden.

Nach einem Bericht der Bundesnetzagentur an ihren politischen Beirat haben die drei Mobilfunker bei der Ausleuchtung der Verkehrswege bis heute geschummelt, meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Unternehmen selbst hatten im Januar dieses Jahres mit über einem Jahr Verzögerung, einer Nachfrist und Mahnungen ihrerseits Vollzug gemeldet. Die Verkehrsstrecken sind je nach Anbieter nur zu 94,4 % bis 98,2 % versorgt. Laut BNetzA müssen weitere 550 Mobilfunkmasten entlang der Autobahnen und Bahntrassen neu aufgestellt werden.

Im Telefonica-Netz funken die hauseigenen Konzernmarken "o2" und "Blau" sowie zahlreiche Discountmarken des Wiederverkäufers "Drillisch Online", z. B. "Handyvertrag.de", "Premiumsim.de", "SIM.de", "Yourfone.de" u. a. Das "Telefonica"-Netz ist von der Fachzeitschrift "Connect" in diesem Jahr erstmals mit der Gesamtnote "Sehr gut" ausgezeichnet worden. Nach Angaben der Redaktion hat sich die Funkqualität der Münchener im Vergleich zum Jahr 2020 deutlich verbessert.

Einen ausführlichen Beitrag zur mangelhaften Versorgung der Autobahnen und Bahntrassen ist bei den Hannoveraner Kollegen von "Heise Online" erschienen.

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Organisatoren stellen Programm des ITS-Weltkongresses in Hamburg vor.

Das sanierter CCH ist Schauplatz des ITS-Weltkongresses in Hamburg.
Foto: HMC

Hamburg, 27.05.2021: Ab heute können Interessenten Tickets für den "ITS-Weltkongress" vom 11. bis 15. Oktober d. J. im sanierten CCH und in sechs Austellungshallen der Hamburg Messe buchen. Der Veranstalter der alle zwei Jahre stattfindenden Kongressmesse - die europäische Interessensorganisation "Ertico" - erwartet zur Präsentation der neuesten intelligent-vernetzten Lösungen rund um Mobilität zwischen 10.000 und 15.000 Fachbesucher aus aller Welt.

Die lokalen Organisatoren von "ITS Hamburg 2021" gehen davon aus, das Event trotz Corona-Pandemie vollständig live vor Ort durchführen zu können. Mehrere hundert internationale Präsentationen, Diskussionen und Produktvorstellungen erwarten die Verkehrs-, Logistik-, Mobilitäts- und Digitalisierungsexperten an den fünf Tagen des Branchenevents. Dazu kommen mehrere Summits und Foren zu Spezialthemen wie "Mobility-as-a-Service", Business Lunch- und Social Events, ein ITS- und ein Elbe-Dinner.
Die Organisatoren stellten auf dem regelmäßigen "ITS-Dialog" am Mittwoch d. W. in Hamburg weitere Details zu dem internationalen Spitzentreffen vor: So wird es in der Messehalle 2 Indoor-Präsentationen zum autonomen Fahren geben. Weitere technologische Demonstrationen sind auf dem Heiligengeistfeld geplant - ebenfalls zum Thema hochautomatisiertes Fahren sowie zum Radverkehr. Auf dem "Home Port"-Innovationscampus der Hafenverwaltung "HPA" und des "Fraunhofer-Instituts CML" auf Steinwerder gegenüber den Landungsbrücken lernen Besucher mitten im Hafen die Hamburger Drohnenprojekte kennen, u. a. "Medifly" zum Transport von Gewebeproben.
Für das Praxiserlebnis sind vier Thementouren zu ausgewählten Plätzen in Planung: Unter dem Titel "Digitising Urban Mobility" können Interessenten auf der innerstädtischen "TAVF"-Teststrecke für autonomes Fahren u. a. mit "Volkswagen" zwischen Messehallen und Hafencity in gut 20 Minuten erleben, wie es sich anfühlt, wenn der Fahrer die Hand vom Lenkrad nimmt und die künstliche Intelligenz steuert. Parallel können Besucher und Hamburger auf einer gut halbstündigen Tour zwischen den Messehallen, Harvestehude und Eppendorf unter dem Titel "Hamburg Sets the Pace" an fünf Stationen ausgewählte Lösungen zu mobilen Dienstleistungen im ÖPNV und in Verbindung mit Shared-Mobility-Services kennenlernen.
Eine "Logistics Experience Tour" führt über 1,5 Std. von der Messe über den "Home Port/Drone Port" in den Hamburger Hafen bis zum ehemals international modernsten Container-Terminal "CTA" des halbstaatlichen Terminal-Betreibers "HHLA". Schließlich geht es mit der "Future Rail Expierence" auf eine 20 minütige Reise mit der S-Bahn nach Bergedorf. Hier lernen Interessenten im Rahmen des "Reallabors Hamburg" die Pläne der "Deutschen Bahn" und der Stadt für die erste digitale Zugsteuerung zwischen Berliner Tor und Bergedorf kennen. Dazu gehört auch "Sensors for Rail" für Predictive Maintenance der Gleisanlagen bei der Bahn.
Mit der Bewerbung um den "ITS-Weltkongress" im März 2017 hat der Hamburger Senat unter dem früheren Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch das Thema "Intelligent-vernetzte Mobilität" zu einem Leitthema der Hamburger Verkehrspolitik bis 2030 gemacht. Bis heute gibt es im Rahmen der Kooperationen mit führenden Unternehmen und städtischen Organisationen - u. a. "Continental", "Daimler", der "Deutschen Bahn", der "Deutschen Post", der "Hochbahn" und "Volkswagen" - mehr als 200 Projekte. Diese gliedern sich in die insgesamt sechs Handlungsfelder 1. Daten und Informationen, 2. Intelligente Verkehrssteuerung und -lenkung, 3. Intelligente Infrastruktur, 4. Intelligentes Parken, 5. Mobilität als Service und 6. Automatisiertes und vernetztes Fahren.
Das Kongressticket kostet im Early Bird bis 11. Juli d. J. für fünf Tage 1.180,- € und klettert bis Oktober d. J. auf 1.580,- €. Ein Tagesticket für den internationalen Kongress ist für 730,- € bis 930,- € zu haben. Studenten zahlen generell 200,- € für das gesamte Programm. Das Besucherticket für Messe und Touren ist aktuell für 75,- € buchbar und kostet kurz vor dem Kick-off dann 125,- €. Das vorläufige Programm ist auf den Internet-Seiten des "ITS-Weltkongresses" zu finden. Die Hamburger ITS-Projekte anlässlich des Weltkongresses sind auf der Website des Hamburger Senats veröffentlicht. (Illustration: HMC)
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Continental beteiligt sich an revolutionärem KI-Startup aus Israel.

Conti aus Hannover arbeitet am autonomen Fahren.
Illustration: Continental

Hannover, 25.05.2021: Der seit Anfang 2009 zum bayerischen "Schaeffler"-Konzern gehörende Automobil-Zulieferer "Continental" hat sich am israelischen KI-Startup "Autobrains" beteiligt. Am Mittwoch vergangener Woche stellten "Conti"-Manager" einer Gruppe von Investoren bei der "Bank of America" vor, berichtet die "Wirtschaftswoche". Danach haben sich die Hannoveraner den Zugriff auf eine neue Form von Künstlicher Intelligenz für den Einsatz in automen Fahrzeugen gesichert. Laut Teilnehmern der Investoren-Konferenz hat "Continental" die Technik bereits getestet und ist bereit, diese in seine KI-Kundensysteme zu integrieren.

Die neue Technologie firmiert unter dem Titel "Unsupervised AI" ("nicht angeleitete KI") und wird auch von "Facebook" fortentwickelt. Das Besondere ist der selbstlernende Algorithmus der israelischen KI, die eigenständig verlässliche Kriterien zur Objekterkennung z. B. auf Straßen entwickeln können soll. Der Vorteil laut "Conti"-Präsentation liegt in einer um 90 % sparsameren Datennutzung sowie einer damit verbunden deutlich geringer benötigten Rechnerleistung. Damit würden Entwicklungszeiten und Kosten erheblich reduziert, zitiert die "Wirtschaftswoche" die Vorstellung der Automotive-Manager in New York.
Der "Autobrains"-Aufsichtsrat und früherer "Conti"-Chef Thomas Neumann sagte zur neuen Technologie: "Unsupervised KI ist ausgesprochend spannend, da sie den gesamten Mainstream der aktuellen KI-Entwicklung rund ums autonome Fahren in Frage stellt." Setzt sich der neue technische Ansatz durch, könnrn selbstfahrende Autos schneller flächendeckend eingesetzt werden weil sich die Fahrzeuge - so der Zeitungsbericht - schneller auf neue Situationen einstellen können.
"Autobrains" wurde von ehemaligen KI-Spezialisten der israelischen Streitkräfte gegründet. Parallel forscht auch der "Facebook"-Konzern an "Unsupervised KI". So haben die Erntwickler des amerikanischen Online-Konzerns nach Angaben auf ihrem Blog große Fortschritte mit der neuen KI-Technik und der automatisierten Bilderkennung gemacht. Konkrekt soll die Unsupervised KI von "Facebook" erstmals eigentständig Objekte und Personen in Videos identifiziert haben. Dabei bekam die Software vorab keiner Informationen über die Gegenstände und Menschen.
Hintergrund: Die "Unsupervised AI" nimmt wie das menschliche Gehirn nur einen kleinen Teil der gesehenen Objekt-Informationen und zieht aus vorher bestimmten Kriterien die Rückschlüsse, worum es sich im Detail handelt. Dies Objektsegmentierung galt bislang eines der größten ungelösen Probleme für selbstlernende Kamerasysteme zu sein, wie sie künftig in autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden sollen.
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VW-Konzern monitort 4.000 Lieferanten weltweit mit KI auf Lieferrisiken.
Der VW-Konzern monitort Lieferrisiken frühzeitig mit KI.
Screenshot: HANSEVALLEY 

Wolfsburg, 19.05.2021: Der "Volkswagen"-Konzern überprüft seine Lieferanten der drei Konzernmarken "Audi" (Ingolstadt), "Porsche" (Zuffenhausen) und "Volkswagen" (Wolfsburg) mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Partner des KI-basierten Prüfprogramms ist das Wiener Tech-Startup "Prewave". Die Algorithmen überprüfen in öffentlich zugänglichen Medien und in Social-Media-Netzwerken das Verhalten der Konzern-Lieferanten.
Mit dem hoch automatisierten Monitoring-Dienst können z. B. politische Interventionen und Schließungen, behördliche Verbote oder Korruption, Naturkatastrophen und Cyberrisiken, Industrieunfälle und Umweltverschmutzungen, Arbeitsproteste und Produktionsausfälle, Produkt- und Qualitätsrisiken, Governancerisiken und Verbraucherproteste identifiziert und transparent gemacht werden.
Sechs Monate nach Start des Projekts monitort "Prewave" mit 5.000 Stichworten bereits rd. 4.000 Lieferanten. Die Wiener "Prewave Risk Intelligence Platform" soll Risiken der "VW"-Konzernlieferanten frühzeitig identifizieren und direkt melden. Damit sollen die Einkaufsvereinbarungen, globale Lieferketten und Nachhaltigkeitsbedingungen gesichert werden. Im Falle eines Falles übermittelt das Monitoring entsprechende Meldungen an die Einkaufsmanager der Autofirmen. Das AI-System analysiert öffentliche Informationen in mehr als 50 Sprachen und aus über 150 Ländern.
Markus Wagner, Leiter Beschaffung Strategie und Nachhaltigkeit Porsche AG, sagte gegenüber dem "CIO"-Magazin über das Projekt: "Mit Prewave steuern wir zielgerichtet Risiken auch in den tieferen Lieferketten. Uns geht es um Transparenz. Die künstliche Intelligenz vereinfacht die komplexe Analyse von Daten." Marco Philippi, Leiter Strategie Beschaffung bei Audi, ergänzt:: "Der entscheidende Vorteil der KI ist ihre Schnelligkeit, mit der sie relevante Nachrichten online erkennen und gebündelt übermitteln kann. Wir erfahren so viel früher von Nachhaltigkeitsrisiken und können infolgedessen schneller reagieren."
Mit Hilfe vorhersagender Analysen will das KI-Angebot aus Österreich Risiken in der Zukunft frühzeitig erkennen und weitergeben. Die Beschaffungsteams der Hersteller können die aus den Meldungen abgeleiteten Aufgaben gemeinsam und mit den betroffenen Lieferanten klären und lösen.
Ein aktueller Beitrag zum Thema ist im Fachmagazin "CIO" erschienen. Weitere Informationen gibt es u. a. auf den Internet-Seiten von "Prewave".
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Bremen erreicht politisches Ziel von 20.000 Carsharing-Nutzern.

Ein Cambio-Leihwagen auf Bremens Straßen entlastet die Stadt.
Foto: Cambio/Achim Schulz

Bremen, 16.05.2021: 20.000 Bremer und Gäste der Weser-Metropole und der Seestadt Bremerhaven nutzen heute die vier Carsharing-Anbieter im nord-westlichen Stadtstaat. Rd. 1/3 der bremischen Nutzer haben durch Car Sharing auf ein eigenes Auto vollständig verzichtet oder sogar abgeschafft. Allein die eingesparten Fahrzeuge der rd. 2.000 Carsharer würden rd. 30 km Straßenraum vom Bremer Marktplatz bis Worbswede zustellen.
"20.000 Bremerinnen und Bremer nutzen Carsharing und sorgen somit dafür, dass wir mehr Platz auf den Straßen haben. Ich freue mich sehr, dass wir diesen Meilenstein jetzt erreicht haben“, macht Bremens Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau Maike Schaefer deutlich. "Ohne Carsharing hätten wir über 6.000 Autos mehr auf den Bremer Straßen."
Das Ziel von 20.000 Carsharing-Nutzern in Bremen wurde im 2009 politisch beschlossenen Carsharing-Aktionsplan gesetzt. Bremen war mit seiner Carsharing Strategie und den 'mobil.punkten' von einer internationalen Jury als ein Ausstellungsbeispiel für den Weltausstellung 2010 in Shanghai ausgewählt worden. Der weltweit erste kommunale Fachplan zur Carsharing-Förderung sah eine Vervierfachung des Carsharing in Bremen vor – von rund 5.000 in 2008/2009 auf 20.000 im Jahr 2020. 
Zentrale Bausteine waren der Ausbau der "Mobil.Punkte", eine Einbeziehung von Carsharing in den Wohnungsneubau und die Integration mit dem ÖPNV und dem Flottenmanagement öffentlicher Einrichtungen sowie eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. 2009 gab es drei stationäre Ausleihstationen namens "Mobil.Punkte" mit 14 Autos, heute sind es auf 45 Stationen rd. 135 Fahrzeuge – etwa ein Drittel des gesamten Carsharing Angebotes. 
"Für 2030 wünsche ich mir, dass wir dann mindestens 50.000 Carsharing Nutzerinnen und Nutzer in Bremen haben, die dann 20.000 PKW von den Straßen geholt haben. Das wird eine deutliche Entlastung in unseren engen Straßen bringen. 2030 sollte auch der Umstieg auf Elektroantriebe weitestgehend vollzogen sein", so die Grüne Verkehrssenatorin Maike Schaefer.
Die Bremer Strategie war Vorbild für andere Städte in Deutschland und Europa. Die belgische Stadt Gent hat den Carsharing-Aktionsplan übernommen, die deutschen Städte Achim, Erlangen, Fürth, Kempten, Leer, Nürnberg und Rostock haben mobil.punkte eingerichtet, die norwegische Stadt Bergen hat das Design der Bremer Stele übernommen. Die vier Verleiher in Bremen sind "Cambio" inkl. "Smumo", "Finkster", "PMC" und das europäische Projekt "Share-North". 
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VW startet 2025 mit neuem "ID Buzz" in Hamburg autonomen Shuttledienst mit "Moia".

Prototyp des neuen, autonomen "ID Buzz" aus Hannover.
Illustration: VW AG

Wolfsburg, 13.05.2021: Europas größter Automobil-Hersteller "Volkswagen" plant, ab 2025 mit Kleinbussen ins Zeitalter des autonomen Fahrens zu starten. Der dann in Hannover gebaute neue "ID Buzz" mit autonomen Funktionen wird zuerst in ausgewählten Bereichen der Hamburger Innenstadt für den konzerneigenen Sammelfahrdienst "Moia" eingesetzt werden. Neben dem Sammeldienst für Passagiere wird "Moia" auch Paketlieferungen übernehmen.
"Moia" - ein in Hamburg und Hannover im Testbetrieb Nutzer- und Fahrdaten sammelnder "VW"-eigener Dienstleister wird der erste Anbieter seiner Art sein, der ohne Fahrer unterwegs sein wird. Der im Hannoveraner "VW"-Werk gebaute "Bulli"-Nachfolger wird die zur Zeit eingesetzten, im Osnabrücker Nutzfahrzeugwerk produzierte Eigenentwicklung der "Moia"-Shuttlefahrzeuge auf Basis des "VW"-Transporters ablösen.
Nutzer können sich „mit autonomen Fahrzeugen sicher zu ihrem Ziel bringen lassen, und auch Zusteller bei Paketdiensten werden entlastet“, zitiert die "Frankfurter Allgemeine" den Hannoveraner "VW"-Manager Christian Senger. Ab Sommer dieses Jahres will der Konzern auf einem 9 Hektar großen Gelände am Münchener Flughafen mit dem Tech-Anbieter "Argo AI" erste Prototypen für das autonome Fahren testen.
Unser Ziel ist es, mit der autonomen Version des ID.BUZZ ab 2025 kommerzielle Einsätze bei Fahr- und Zustelldiensten zu ermöglichen“, erklärte Christian Senger - Leiter der autonomen Entwicklung bei "VW Nutzfahrzeuge" und vormalige "VW"-Software-Chef der "Car Software Org" - in einer Telefonkonferenz gegenüber Journalisten.
Parallel zum autonomen Fahren außerhalb der Städte treibt "Volkswagen" mit dem amerikanischen Joint Venture "Argo AI" autonome Services für Flotten voran. Auf Basis der Infrarotlicht-Technologie "LiDAR" wird "Argo" als Beteiligung von "Ford" und "VW" autonome Mobilitäts- und Transport-Services ("MaaS" + "TaaS") entwickeln. Die Besonderheit liegt auf komplexen Umgebungen in Innenstädten mit Fußgängern, Radfahrern und Hunden - bei gleichzeitig geringer Geschwindigkeit.
Weitere Informationen zum "VW"-Sammelfahrdienst "Moia" gibt es auf den Unternehmensseiten.
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Wunder Mobility finanziert 1.500 E-Roller von Emmy aus Berlin.

Der Sharing-Roller Jadea ist mitentwickelt und finanziert durch Wunder Mobility.
Foto: Emmy

Hamburg/Berlin, 27.04.2021: Der Hamburger Anbieter von Hard- und Software für Mobilitätsdienste - "Wunder Mobility" - stellt seine neue Tochtergesellschaft "Wunder Capital" vor und gewinnt Deutschlands größtes Moped-Sharing-Startup "Emmy" aus Berlin als Kunden. In den vergangenen zwei Jahren finanzierte "Wunder Mobility" bereits erfolgreich über 25 Mobilitätsunternehmen und hat mit Hilfe von datenbasierten Kreditentscheidungen eine moderne Alternative zu  Banken und Venture Capital geschaffen.

Mit den aus zwei Jahren gewonnen Erkenntnissen zündet "Wunder Mobility" nun den nächsten Entwicklungsschritt und gründet für das Geschäftsfeld eine eigenständige Gesellschaft. Anfang 2021 stellte "Wunder Mobility" ihre Finanzierungslösung "Emmy" bereit und ermöglicht so die fast eine Verdoppelung ihrer Moped-Flotte auf rd. 3.000 Elektro-Roller.

"Wunder Mobility" und "Emmy" setzen dabei auf die Sharing-Version "G5L" des chinesischen Herstellers "Yadea" mit einer Höchstgeschwindigkeit von rd. 45 km/h, 5 Stunden Ladezeit und einem Endverbraucherpreis von rd. 3.000,- €. Das neue  Sharing-Modell ist Ergebnis einer Entwicklungskooperation zwischen dem weltweit größten E-Moped Hersteller "Yadea" und "Wunder Mobility". Ziel der seit Anfang 2020 bestehenden Kooperation war es, ein robustes, effizientes und qualitativ hochwertiges Fahrzeug für das Sharing-Geschäft zu entwickeln.

"Wunder Mobility" hat mit der Erweiterung des Fahrzeug-Portfolios und der Gründung von "Wunder Capital" die Entwicklung zum One-Stop-Shop für Mobilitätsbetreiber umgesetzt. Ab sofort ist die Lizenzierung der "Wunder" Software-Plattform und die exklusive Auswahl von passgenauen Fahrzeugen und IoT-Komponenten ebenso möglich, wie eine individuelle Finanzierung von Sharing-Flotten. In den ersten zwei Jahren hat "Wunder Capital" bereits 27 Sharing-Firmen als Kunden gewonnen.

Weitere Information zum Produktumfang von "Wunder Mobility" gibt es auf der Homepage des Anbieters.

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Volkswagen tritt deutscher Datenplattform der Automotive-Industrie bei.

Die Gründer der deutschen Automotive-Datenplattform "Catena-X".
Grafik: Catena-X

Wolfsburg, 26.04.2021: Der "Volkswagen"-Konzern tritt dem deutschen Automotive Data-Network "Catena-X" bei. Damit ist Europas größter Autobauer aus Niedersachsen mit seinen 12 Marken in sieben europäischen Ländern wie die deutschen Automobil-Hersteller "BMW" und Daimler", die Zulieferer "BASF", "Bosch", "Henkel"; "Schaeffler", "ZF Group" und die Hightech-Konzerne "Deutsche Telekom", "SAP" und "Siemens" mit an Board.

Ziel der nationalen Initiative ist die Abstimmung eines vertrauensvollen, firmenübergreifenden Datenaustausches in und im Interesse der deutschen Automobilindustrie. Dazu sollen einheitlichen Standards für den Daten- und Informationsaustausch entwickelt werden, teilte "VW" am Montag mit. Mit digitalen Tools, Plattformen und Infrastrukturlösungen soll so eine offene, engere und weitergehende Zusammenarbeit auf Grundlage von Daten und damit weitergehende Wertschöpfung für die beteiligten Partner "Made in Germany" möglich werden.

Gerd Walker, Leiter Produktion und Logistik des "Volkswagen"-Konzerns sagte dazu: „Daten sind ein wichtiger Treiber für Volkswagen auf dem Weg zum nachhaltigen Digitalunternehmen und ihr Wert kann weiter steigen, wenn wir bestimmte Daten auch über die Unternehmensgrenzen hinweg teilen. Um das volle Potenzial eines Datennetzwerkes auszuschöpfen, brauchen wir einheitliche Standards und gemeinsame Prinzipien. Mit Catena-X schaffen wir diese wertvolle Basis, um durch das sichere und souveräne Teilen von Daten unsere Produktivität zu steigern und die Transparenz entlang unserer Lieferketten zu verbessern.“

Murat Aksel, Konzernvorstand für den Bereich Einkauf: „Die Digitalisierung und Vernetzung spielen eine Schlüsselrolle für die Produktion und Lieferketten der Zukunft. Mit durchgehend verbundenen Datenketten vom Lieferanten bis zum Hersteller lassen sich zum einen Materialflüsse effizienter organisieren und damit Lieferengpässe frühzeitig erkennen. Zum anderen unterstützt uns die Digitalisierung dabei, Prozesse zur Einhaltung von Umweltschutz- und Menschenrechtsstandards zu stärken und die Lieferketten an diesen neuralgischen Punkten noch transparenter zu machen.“

"Volkswagen" ist einer von aktuell 25 Gründungspartnern aus den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft, die das nationale Datennetzwerk für die Automobilbranche entwickeln. "VW" engagiert sich seit Jahren für die Etablierung einheitlicher Datenstandards in der Automobilindustrie und darüber hinaus, unter anderem als Mitglied der "International Data Spaces Association" (IDSA) sowie der europäischen Cloud-Dateninfrastruktur "GAIA-X".

Die Prinzipien der IDSA und von "GAIA-X" bezüglich Datenschutz, Datensouveränität und Interoperabilität werden auch die Grundlage bei "Catena-X" bilden. Jedes Unternehmen soll so die volle Kontrolle darüber haben, mit wem und für welchen Zweck bestimmte Daten geteilt werden. Eine ausführliche Meldung ist im "VW Newsroom" zu finden, ein Hintergrund zum Thema ist beim Bundeswirtschaftsministerium zu finden.

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Nach 100.000 weniger Neuwagen wird Chip-Notstand für VW noch kritischer.

Chips in Nanomillimeter-Auslösung arbeiten in der Steuerelektronik von PKW.
Foto: Infinion.

Wolfsburg, 25.04.2021: Der weltweite Notstand bei 54-Nanometer-Chips für die Bordelektronik von Neuwagen setzt den Wolfsburger "VW"-Konzern und seine 12 Marken aus sieben europäischen Ländern auch im 2. Quartal des Jahres weiter massiv unter Druck. Das bestätigte der Vorstandschef der spanischen "VW"-Volumen-Tochter "Seat" - Wayne Griffiths - in einem Interview der "Financial Times".

Die Situation wird laut "VW"-Kreisen und Zulieferern - wie "Continental" aus Hannover und "Bosch" - noch "herausfordernder" als in den ersten drei Monaten des Jahres. Bei der Produktion im "Seat"- und "Cupra"-Stammwerk im Martorell bei Barcelona lebe man derzeit "von der Hand in den Mund", so der seit Oktober amtierende Seat-Chef gegenüber der britischen Finanzzeitung - zitiert "Heise Online".

Laut Konzernangaben betrifft der Chip-Mangel alle "VW"-Fabriken weltweit. Im "Audi"-Stammwerk in Neckarsulm wird laut "Heise" in dieser Woche die Produktion auf Grund des Mangels runtergefahren. "VW"-Konzernchef Herbert Dies bestätigte auf der Jahrespressekonferenz im März d. J. bereits einen Ausfall von 100.000 Fahrzeugen, die in den ersten drei Monaten des Jahres auf Grund des Chip-Mangels nicht ausgeliefert werden konnten.

"Wir sind im Häuserkampf" fasste Konzern-Beschaffungsvorstand Murat Aksel die Konkurrenzsituation um die auch in der Unterhaltungselektronik stark nachgefragten Mikrochips auf der Jahrespressekonferenz der Marke "VW" Mitte März d. J. zusammen. Durch die Corona-Krise, den damit verbundenen Cocooning-Trend und das Arbeiten im Homeoffice stieg im Jahr 2020 die Nachfrage nach Prozessoren für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Unterhaltungselektronik massiv an.

HANSEMOBILITY-Hintergrund: Die Chip-Krise war kurz vor Weihnachten durch "Volkswagen" in China bekannt gemacht worden. Nachdem die Automobilhersteller ihre Produktion im 2. Quartal '20 mit dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie auf Grund massiven Nachfrageeinbruchs zurückgefahren hatten, fehlen den Herstellern und ihren Lieferanten für Steuergeräte mit Anziehen der Neuwagen-Nachfrage seit November 2020 die notwendigen Chips.

Ein aktueller Bericht zum Thema ist bei den Kollegen von "Heise Online" nachzulesen.

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Kennzeichenhersteller aus Delmenhorst revolutioniert Autokennzeichen und Vignetten.

Tönnjes aus Delmenhorst revolutioniert Kfz-Kennzeichen mit RFD-Chips.
Grafik: Shutterstock

Delmenhorst/Bremen, 21.04.2021: Der norddeutsche Kennzeichenhersteller "Tönnjes" hat mit dem niederländischen Halbleiterhersteller "NXP" und dem bayerischen Auto-ID-Anbieter "Kathrein Solutions" Fahrzeugkennzeichen und Autobahnvignetten auf Basis der RAIN-RFID-Technologie entwickelt. Pkw, Lkw und Motorräder können damit kontaktlos auch im fließenden Verkehr durch spezielle Lesegeräte identifiziert werden. Die Funktechnologie zur elektronischen Fahrzeugerkennung (EVI) kann die bisherige Art der optischen Erkennung von Kennzeichen mit dem bloßen Auge oder per Kamera ablösen.

Mittels der RAIN-RFID-Technologie gelingt die drahtlose Kommunikation zwischen Kfz-Kennzeichen und mit autorisierten Lesegeräten. Neben einer gezielten Verkehrsführung birgt die EVI-Technologie das Potenzial, Zufahrtskontroll- und Mautsysteme zu digitalisieren, Umweltzonen zu kontrollieren, das Bezahlen Brücken- oder Fährüberfahrten zu modernisieren und nachhaltig vor Fahrzeugdiebstahl oder Kennzeichenfälschung zu schützen.

Die fälschungssicheren Kennzeichen und Aufkleber, die sich beim Ablösen selbst zerstören, sind mit einem speziell hergestellten, passiven RAIN-RFID-Chip namens "UcodeDNA" von "NXP" ausgestattet. Dieser übermittelt Daten über mehrere Meter auf kontaktlose und sichere Weise. Der Chip enthält eine verschlüsselte, einmalige Identifikationsnummer, die von amtlichen und zertifizierten Lesegeräten im ruhenden und fließenden Verkehr entziffert werden können.

"Die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich. Nicht nur Megacities mit mehr als zehn Millionen Einwohnern müssen sich mit alternativen Lösungen für ein komplexes und modernes Verkehrsmanagement auseinandersetzen, sondern über kurz oder lang alle Großstädte“, so Jochen Betz, Geschäftsführer von "Tönnjes" aus Delmenhorst bei Bremen. „Wir glauben, dass die elektronische Fahrzeugerkennung, also EVI, die Grundlage für Smart City Anwendungen darstellt, da sie effiziente und zeitgemäße Identifikationsprozesse ermöglicht.“ 

"Tönnjes" ist Produzent von Fahrzeugkennzeichen und im Rahmen der Digitalisierung an der Entwicklung von Soft- und Hardware beteiligt, die eine elektronische Fahrzeugerkennung ermöglichen. Zusammen mit dem bayerischen RAIN-RFID-Hardware-Hersteller, "Kathrein Solutions" und dem Halbleiterhersteller "NXP" produziert "Tönnjes" das RFID-Kennzeichen "IDePLATE" und einen Windschutzscheibenaufkleber namens "IDeSTIX". 

Weiter Informationen zum Thema "EVI" und Anwendungsbereichen gibt es unter www.electronic-vehicle-identification.com/de.

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Volkswagens Software-Group wird zur europäischen Cariad SE.

Die Car Software-Organisation von "VW" wird zur Cariad AG.
Logo: Cariad

Wolfsburg, 28.03.2021: Die Anfang 2020 in Wolfsburg gegründete "Car Software Organisation" des Volkswagen-Konzerns wird eine eigenständige, europäische Aktiengesellschaft. Die "Cariad SE" vereinigt an den Standorten Wolfsburg und Ingolstadt die gemeinsame Software- und IT-Kompetenz von "Audi", "VW" und den weiteren 10 Marken des deutschen Automobilkonzerns aus sieben europäischen Ländern. "Cariad" - ein Akronym für "Car, I Am Digital" - versteht sich als Software- und Technologieunternehmen mit der zentralen Aufgabe, ein gemeinsames Betriebssystem für alle aktuellen und künftigen Fahrzeuge von "VW" & Co. zu entwickeln.

Das einheitliche Betriebssystem ist Grundlage für intelligente Fahrzeuggehäuse und Cockpits, digital-vernetzte PKW und Funktionen, den Antrieb von Elektrofahrzeugen über die heutigen und künftigen Bauplattformen "MEB" (Volumenfahrzeuge), "PPE" (Premiumfahrzeuge) und ab 2024 "SSP" für 80 % aller künftigen Fahrzeuge des Konzerns. Darauf setzen neue digitale Geschäftsmodelle und Mobilitätsdienstleistungen auf, wie die Freischaltung zusätzlicher Batterieleistung und der autonomen Fahrfunktionen. Damit kümmert sich "Cariad" um die drei Themen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung.

Neben der Entwicklung von "VW OS" ist eine agile Projekteinheit des seit Mitte 2020 operativ tätigen Unternehmens mit aktuell rd. 4.000 Mitarbeitern für die ab Juni '21 alle 18 Monate geplanten Updates des Betriebssystems über Mobilfunk und WLAN verantwortlich. Heute arbeitet jeder 2. Informatiker von "Cariad" bereits am künftigen autonomen Fahren "Made in Germany". Dies soll ab 2026 im neuen "VW"-Flaggschiff "Trinity" erstmals serienmäßig zum Einsatz kommen.

Zur Zeit fusioniert die Organisation insgesamt 15 IT-Töchter und Beteiligungen des Konzerns in das Unternehmen. Zu den Standorten von "Cariad" zählen neben Ingolstadt und Wolfsburg auch Berlin, München und Stuttgart sowie Dependancen in den USA und China. Bis 2025 will "Cariad" bis zu 10.000 Ingenieure und Entwickler beschäftigen. Zeitgemäße Arbeitsprozesse inkl. Mitarbeiterbeteiligung und agile Arbeitsweisen sollen bei "Cariad" schon in Kürze flächendeckend Einzug halten.

Weitere Informationen zur neuen Software-Marke des "Volkswagen"-Konzerns gibt es auf der Internetseite von "Cariad"

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Volkswagen leidet unter massiven Lieferengpässen bei der Chipbeschaffung.

Individuelle Mobilität erfordert immer mehr Software und Chips.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 17.03.2021: Deutschlands größer Automobil-Hersteller - "Volkswagen" - hat weiterhin massive Versorgungsprobleme mit 54 Nanonmeter-Chips für die Board-Elektronik seiner Neufahrzeuge. Konzern-Vorstandsvorsitzender Herbert Dies bestätigte am Dienstag der Woche den Verlust von konzernweit bislang 100.000 Fahrzeugen in der Produktion. Konzern-Beschaffungsvorstand Murat Aksel geht von einer umfassenden Entlastung der Situation erst im kommenden Jahr aus.

"Wir sind im Häuserkampf" fasste Aksel die Konkurrenzsituation um die auch in der Unterhaltungselektronik stark nachgefragten Mikrochips zusammen. Durch die Corona-Krise, den damit ausgelösten Cocooning-Trend und den Durchbruch des Arbeitens im Homeoffice stieg im Jahr 2020 die Nachfrage nach Prozessoren für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Unterhaltungselektronik massiv an.

Die Chip-Krise war kurz vor Weihnachten durch "Volkswagen" in China bekannt gemacht worden. Nachdem die Automobilhersteller ihre Produktion im 2. Quartal '20 mit dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie auf Grund umfassenden Nachfrageeinbruchs zurückgefahren hatten, fehlten den Herstellern und ihren Lieferanten für Steuergeräte ab November 2020 die notwendigen Chips.

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema gibt es bei den Kollegen der "FAZ".

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Volkswagen-Präsentation in der gläsernen Fabrik in Dresden.
Foto: HANSEVALLEY

Wolfsburg, 16.03.2021 - Der "Volkswagen"-Konzern setzt in den kommenden Jahren vor allem auf Elektromobilität auf Basis einer eigenen, umfassenden Softwareplattform mit dem im Jahr 2020 eingeführten, konzerneigenen Betriebssystem "VW OS". Das sind die Kernaussagen des "VW"-Vorstands anlässlich der Bilanzpressekonferenz am Dienstag der Woche zur technologischen Entwicklung beim niedersächsischen Autobauer. Die Digitalisierung beim größten deutschen PKW-Produzenten besteht aus den drei zentralen Themenfeldern 1. eigenes Betriebssystem, 2. automomes Fahren und 3. digitale Mobilitäts-Dienstleistungen. Thomas Keup mit den aktuellen Daten und Fakten.

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Metropolregion Nord-West fördert E-Car-Sharing und Plattform für lokale Auslieferungen.


Setzen zukufntsweisende Mobilitätsprojekte um.
Foto-Kollage: Metropoleregion Nord-West

Bremen/Oldenburg, 10.03.2021: Die Metropolregion Nord-West fördert sechs Mobilitäts-Projekte in den Ländern Bremen und Niedersachsen mit einem Gesamtvolumen von 600.00,- € - davon zwei Digitalprojekte in der Seestadt Bremerhaven und im Landkreis Verden. In Verden an der Aller sollen in den kommenden Jahren Elektrofahrzeuge der Stadt, des Landkreises und lokaler Unternehmen über eine Mobile-App abends und an den Wochenenden an Einwohner in der Region vermietet werden können.

Das Projekt unter Regie der Klimaschutz- und Energieagentur des Landeskreises hat ein Volumen von 375.000,- €. Der Förderverein der Metropolregion unterstützt die Planungen mit 190.000,- €. Das Projekt soll bereits im April d. J. starten - zunächst mit 6-7 Fahrzeugen vor allem in Wohngebieten, der Innenstadt, am Bahnhof oder der Kreisverwaltung. Eine Besonderheit des Projektes: Institutionen, die Elektrofahrzeuge bereitstellen, müssen bei Neubaumaßnahmen keine öffentlichen Stellplätze mehr für Pkw einrichten.

In einem zweiten Projekt wird ab Juni d. J. über zwei Jahre eine regionale Online-Plattform für die Zustellung von Paketen lokaler Händler aufgebaut. Auf Basis von Algorithmen sollen Lieferangebote von Fahrradkurieren, lokalen Lieferanten und Paketdiensten mit der Nachfrage lokaler Händler gematcht werden. Beteiligt sind die Freie Hansestadt Bremen, die Seestadt Bremerhaven und die Universitätsstadt Oldenburg. Als Partner sind bereits die "City-Post Nordwest" und die "Weser Eilboten" mit an Board. Das Projekt wird mit 125.000,- € gefördert.

Die Metropolregion Nord-West ist der regionale Wirtschafts- und Entwicklungsverbund der Länder Bremen und Niedersachsen mit einem Einzugsbereich von elf Landkreisen und fünf Städten im Nord-Westen sowie den IHKn für Bremen und Bremerhaven sowie den Elbe-Weser-Raum. Aktuell engagieren sich rd. 90 Unternehmen im Förderverein und stellen damit 50 % der Aktivitäten - mit einem besonderen Schwerpunkt auf die praktische Einbindung der Wirtschaft und eine wirtschaftliche Ausrichtung der Aktivitäten.

Weitere Informationen zur aktuellen Förderung und der Metropolregion gibt es auf den Internet-Seiten des Vereins. (Foto-Kollage: Metropolregion Nord-West)

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Hamburger Shiptech-Startup startet mit 1 Mio. € Seed-Investment durch.

Das Gründerteam von "NautilusTeam" in Hamburg.
Foto: NautilusLog

Hamburg, 21.02.2021: Das Shiptech-Startup "NautilusLog" hat eine Seed-Finanzierung i. H. v. rd. 1 Mio. € bekommen. Lead-Investor ist die niedersächsische Investitions- und Förderbank "N-Bank" mit ihrem Investmentarm "N-Bank Capital". Dazu haben ein Unternehmen aus dem Bereich Forschung sowie zwei Schifffahrts-Unternehmer Kapital in das Team mit heute 14 Mitarbeitern gesteckt. Erster Investor war 2019 der maritime Investment-Arm "TecPier", hinter dem indirekt die Bremer "Zech"-Gruppe steht.

Das im Frühjahr 2018 im "Digital Hub Logistics Hamburg" gegründete und heute in der Hamburger Speicherstadt und der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover angesiedelte Startup hat einen Datenservice auf dem Smartphone entwickelt, das u. a. bis zu 18 gedruckte Logücher ablösen kann. Im Mittelpunkt stehen z. B. das Bell Book, das Oil Record Book und das Engine Lockbook.

Neben den digitalen Logbuch-Services bietet die "NautilusLog"-Datenplattform auch Berichte zu den Themen Gefahrenstoffe, Dokumentationen zu Ladungen und Schiffen sowie Verbräuche von Kraft- und Schmierstoffen. Mittlerweile nutzen allein rd. 1.800 Schiffe den Gefahrstoffreport (IHM). Im Dezember 2020 launchte "NautilusLog" einen automatisierten Monitoring- und Dokumentations-Dienst für potenzielle Gefahrstoffe. 700 Handels-, Forschungs- und Kreuzfahrtschiffe sind an den neuen Datendienst auf Basis von Machine Learning angeschlossen.

"Gesetze und Regularien für die Schifffahrt werden immer komplexer, jedoch entwickelt sich der technische Fortschritt nicht immer parallel dazu. Durch strengere Umweltbedingungen und internationalen Wettbewerb entsteht ein enormer Kostendruck. Der Markt verlangt daher geradezu nach den digitalen Lösungen von NautilusLog“, so Martin Ranić, Beteiligungsmanager bei "NBank Capital".

Weitere Informationen zu NautilusLog gibt es u. a. auf der Firmenseite.

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Volkswagen baut mit Microsoft Cloud-Plattform für autonomes Fahren auf.

Auf der Autoated Driving Platform entwickelt VW autonomes Fahren.
Grafik: VW AG

Wolfsburg, 11.02.2021: Der 'Volkswagen"-Konzern baut auf Basis der "Microsoft"-Cloud-Infrastruktur "Azure" eine Software-Entwicklungs-Umgebung für künftige, digitale Funktionen zum autonomen Fahren auf. Die "Automated Driving Platform" (ADP) ermöglicht maschinelles Lernen aus gefahrenen Kilometern über eine zentrale Daten-Infrastruktur. Verkehrsdaten von Fahrzeugen des Konzerns fließen dabei ebenso in die Entwicklungsumgebung ein, wie Simulationsdaten.

Mithilfe der "ADP" sollen sich Software-Entwicklungszeiten von Monaten auf Wochen verkürzen. Externen Technologiepartnern soll auf der Plattform ermöglicht werden, Werkzeuge und Dienste zu entwickeln, die in die Plattform integriert werden können, um automatische und autonome Fahrfunktionen zu verbessern. Die Cloud-, Daten- und Machine-Learning-Dienste von "Microsoft Azure" werden damit die Basis für den Aufbau der zentralen Entwicklungsumgebung für die weltweiten Entwicklerteams der "VW"-eigenen "Car Software Organisation" sein.

Hintergrund: Die Entwicklung autonomer Systeme erfordert enorme Rechenleistungen. An einem Tag müssen Petabytes an Daten über Straßen- und Wetterbedingungen, Hinderniserkennung und Fahrverhalten für Training, Simulation und die Validierung automatisierter Funktionen verarbeitet werden. Algorithmen, die aus Milliarden realer und simulierter Fahrkilometer lernen, sind der Schlüssel für die Entwicklung autonomer Fahrfunktionen.

"Durch die Verbindung unserer umfassenden Expertise bei der Entwicklung vernetzter Fahrfunktionen mit Microsofts Know-how im Bereich Cloud Computing und Software-Engineering beschleunigen wir die Bereitstellung von sicheren und komfortablen Mobilitätsdiensten“, erläutert Dirk Hilgenberg, CEO der "Car Software Organisation". Im Kern will "VW" mit einer einheitlichen Software-Plattform die Fahrzeug-IT von heute 10 % künftig zu 60 % selbst entwickeln und steuern.

Die Software-Organisation des "Volkswagen"-Konzerns wurde Anfang vergangenen Jahres neu gegründet. Rd. 4.000 Ingenieure arbeiten weltweit an einer Software-Plattform für alle 12 Marken aus 7 europäischen Ländern mit allen Modellen und 10 Mio. Fahrzeugen des globalen Automobil-Herstellers pro Jahr. Die organisatorische Führung liegt bei der "VW"-Tochter "Audi" in Ingolstadt. Bedeutende Standorte der Software-Entwicklung in Deutschland sind außerdem bei "VW" in Wolfsburg - u. a. in Verbindung mit der neuen Coding-School "42 Wolfsburg", in Berlin, München, Stuttgart und Weissach bei "Porsche".

In den kommenden 5 Jahren plant "VW" insgesamt rd. 27 Mrd. € in die Digitalisierung von Automobilen mit einheitlichen Steuerungssystemen, vernetzten Fahrzeug-Gehäusen und Cockpits, intelligenten Antriebs- und Energiesystemen, autonomem Fahren sowie digitalen Geschäftsmodellen für Fahrzeughalter sowie Mobilitätsdienstleistungen zu investieren.

Weitere Informationen zum Engagement des "VW"-Konzern und seiner Software-Entwicklung gibt es online.

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Bremer Raumfahrtkonsortium plant gemeinsame Aerospace-Cloud auf GAIA-X.

Die Struktur der neuen Aerospace-Plattform auf GAIA-X
Grafik: BMWi

Bremen, 04.01.2021: Gemeinsam mit dem Institut für Raumfahrtsysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR RY) haben Partner der Bremer Luft- und Raumfahrtbranche mit den "Digital Aeronautics and Space Collaboration Labs" (DASCLabs) bei der europäischen Cloud-Initiative "GAIA-X" einen Kooperationsbereich für digitale Innovationen in der Luft- und Raumfahrt angemeldet. Zu den Partnern gehören der Branchenverband Aviaspace Bremen, die Logicline GmbH und das Wirtschaftsressort des Bremischen Senats.

Die Anmeldung des Aerospace-Bereichs auf "GAIA-X"ermöglicht KMUs, Startups und Forschungseinrichtungen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene die digitale Vernetzung und den Datenaustausch. Damit wird ein gemeinsames Bearbeiten von Luft- und Raumfahrtprojekten auf Daten, Sicherheits-, Integrations-, Anwendungs- und Toolebene möglich (siehe Grafik).

Künftig soll den Bremer Partner eine europäische Cloud zur Verfügung stehen, die weiter ausgebaut werden kann. Mit den "DASCLabs" erhoffen sich die Bremer Branchenpartner auch die Vernetzung mit anderen Themenfeldern. "Mit GAIA-X wollen wir eine sichere und vernetzte Dateninfrastruktur schaffen, die die höchsten Ansprüche an digitale Souveränität und Innovationen fördert", betont Prof. Dr.-Ing. Andreas Rittweger, Institutsleiter des DLR Instituts für Raumfahrtsysteme Bremen (DLR RY).

Für Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt bietet das "GAIA-X"-Engagement große Chancen für die Wirtschaft der Freien Hansestadt: "Durch einen gesicherten Austausch von Informationen und Daten über das innovative, digitale Ökosystem können neue Kooperationsmöglichkeiten und Geschäftsfelder entstehen. Entsprechend positiv ist dieses europäische, von starker Kooperation geprägte Vorhaben zu bewerten."

"GAIA-X" ist eine europäische Technologie-Initiative - unterstützt von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) und Bundesforschungsministerium (BMBF) im Rahmen der KI-Strategie des Bundes. Mit der Initiative soll eine europäische Cloud-Allianz aufgebaut werden. Durch eine vertrauenswürdige Infrastruktur auf europäischer Ebene sollen Innovationen, Wettbewerbsfähigkeit, die europäische Souveränität und die Verfügbarkeit der Daten von und für Einwohner, Unternehmen, Wissenschaft und Forschung gefördert werden.

Weitere Informationen zur "GAIA-X"-Raumfahrtplattform gibt es unter www.dasclab.eu und beim BMWi. (Grafik: BMWi)

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Hochschulen aus Bremen und Wismar digitalisieren die Produktion der Ariane-Rakete in Bremen.

Am Bremer Standort produziert die europäische "Ariane Group"
Teile der neuen "Ariane 6"-Rakete.
Foto: Ariane Group

Bremen/Wismar, 24.11.2020: Die Hochschulen Bremen und Wismar sowie die "Ariane Group" kümmern sich in einem mit 377.000,- € vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt namens "ISMA" der Weiterentwicklung eines digitalen Störungsmanagements in der Industrieproduktion 4.0 der Raumfahrtindustrie. Die Bremer und Wismaer Forscher haben dazu insgesamt drei Jahre Zeit.

Erweitert um Methoden von Data Mining und künstlicher Intelligenz sollen Probleme in der Produktion künftig effizienter ausgewertet, gelöst und vermieden werden. Die Ergebnisse sollen in der Produktion der Oberstufe der "Ariane 6"-Rakete im Bremer Werk der "Ariane Group" zum Einsatz kommen. Sie sind zudem auf andere Branchen übertragbar, wie der Ausrüstung von Luft-, Schienen- und Sonderfahrzeugen oder dem Maschinen- und Anlagenbau.

Die drei Partner setzen nach einem ersten gemeinsamen Projekt für eine computergestützte Fertigung ("CoRiFe") ihre Forschungskooperation fort.

Weitergehende Informationen gibt es u. a. bei der Hochschule Wismar. (Foto: Ariane Group)

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Bürgermeister Tschentscher mit einem Test-Tesla der HAW Hamburg.
Foto: Senatskanzlei Hamburg

1,8 Mio. Einwohner, fast 1 Mio. Arbeitnehmer, 350.000 Pendler in und 130.000 Pendler aus der Stadt am Tag. Hamburg ist die Wirtschaftsmetropole im Norden Deutschlands, Drehscheibe für 4,5 Mio. € Tonnen Güter im Jahr, Heimat des größten Seehafens in unserem Land. Mit 3.900 km Straßen, 80 km Autobahn, 1.766 Ampeln und mehr als 770.000 Autos ist die Hansestadt auch die Verkehrsdrehscheibe im Norden. Der Hamburger Senat weiß um Bedeutung und die Herausforderungen.


Mit dem Zuschlag für den Internationalen Transport- und Mobilitätskongress ITS im Jahr 2021 hat der Senat ein umfassendes Programm für die Mobilität der Zukunft rund um Alster und Elbe gestartet. Mit den sechs Schwerpunkten Infrastruktur und Daten, Verkehrssteuerung und Parken sowie Mobilitätsservices und Vernetztes Fahren mit aktuell gut 60 aktiven und ebenso vielen abgeschlossenen Projekten beweist der Senat mit seinen Partnern, dass er es ernst meint.


Die Autonome Teststrecke aus der Vogelperspektive
Luftbild: Martin Elsen / Grafik: Olli Design

Eines der ambitioniertesten Projekte der Verkehrsbehörde mit dem stadteigenen Unternehmen für Verkehrsanlagen HHVA ist die Teststrecke für Autonomes Fahren vom Dammtor über die Messehallen und die Neustadt und weiter bis zur Hafencity und den Landungsbrücken. Nach großem Medienecho zur Präsentation von Senat und VW im April d. J. sprachen wir mit den Beteiligten, wie das Projekt vorangeht. Ein Hamburg Digital Report aus dem Herzen der Mobilitätsmetropole Hamburg.

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NautilusLog - das digitale Logbuch aus dem Logistik-Hub.

Mehr als 8 Jahre steckt die deutsche Schifffahrtsbranche in der Krise. Allein in den vergangenen 2 Jahren hat sich die Zahl der Linienreedereien von 20 auf 12 verringert. Die globale Allianzen "2M", "Ocean Alliance" und "The Alliance" bestimmen über Wohl oder Wehe der Containerhäfen. Zugleich machen internationale Speditionen Druck. Mit Datenauswertungen und digitalen Services kämpfen Reedereien und Forwarder um die Führungsposition in der digitalen Supply Chain. 


Der schöne Schein trügt: Hafen, Reedereien und Schifffahrtsbranche stehen unter Druck:
Foto: mediaserver.hamburg.de / Look Bildagentur der Fotografen

Deutscher Reederverband, Deutsche Verkehrszeitung und Digital Hub Logitics Hamburg laden zu Pitch-Contests für Logistik- und Schifffahrtsnachwuchs. CMA CGM und MSC planen Marseille zur maritimen Startup-City zu entwickeln. Doch was machen kleinere Reedereien ohne IT- und Digitalabteilung? Was machen Eigener und Betreiber, die ihr Business nicht in die Hände von Klassifizierern wie DNV GL legen wollen? Im Mindspace am Rödingsmarkt entwickelt ein junges Familienunternehmen die digitale Zukunft an Board. Ein Hamburg Startup Report. 

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Hamburgs Logistik-Startups digitalisieren die Handelsschifffahrt.

Digitale Verschiffung von Containern und Paletten nach Asien, Nord- und Mittelamerika, digitale, vertrauenswürdige Dokumente für die weltweiten Handelsrouten, ein digitales Logbuch für Crew und Reederei und digitales Recycling in die Jahre kommender Handelsschiffe: Die Digitalisierung ist in der internationalen Logistik angekommen - und der Digital Hub Logistics Hamburg ist Herz der Logistik 4.0 in Deutschland. 


Digital Hub Logistics Hamburg im Mindspace am Rödingsmarkt
Foto: HANSEVALLEY

Fernab von gehypten Fahrradanhängern für das "Smorland" und Paketdepots in fremden Hausfluren hat sich an der Elbe eine junge digitale Logistik-Szene entwickelt. Mit Blockchain-Technologie, Plattform-Modellen und digitalisierten Dienstleistungen erobern Startups nationale und internationale Märkte. Ein Hamburg Startup Report aus dem Herzen der Digitalen Logistik-Szene am Rödingsmarkt.

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Cargonexx: Von Leerfahrten zum "One Click Trucking"

Hamburg ist die Logistikmetropole Nordeuropas und größter Logistikstandort Deutschlands. Neben dem Hafen mit Reedereien, Terminals und Dienstleistern spielt der Hinterlandverkehr eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Logistik in Hamburg. Zu den wichtigsten Verkehrsträgern für Container auf dem Weg zu Kunden in ganz Europa zählen die Bahn und der LKW. Genau hier setzt ein junges Hamburger Startup an. Ihr Konzept: "One Klick Trucking".

"Data ist the difference" steht auf den Visitenkarten von Co-Founder Rolf-Dieter Lafrenz. Er ist einer der Köpfe hinter Hamburgs digitaler Spedition für LKW-Verkehre in ganz Deutschland. Was das junge Hamburger Unternehmen Cargonexx von anderen Speditionen unterscheidet und für wen das Startup interessant ist - ein Hamburg Startup Report.

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