HANSEFUTURE SH

HANSE FUTURE MAGAZIN
für Schleswig-Holstein


Ohne schleswigsche Löwen und Nesselblatt ist die Landesflagge von SH.


SCHLESWIG-HOLSTEIN
mit Region Flensburg/Schleswig, Region Westküste, Hansebelt- und Fehmanbelt-Region sowie der Metropolregion Hamburg:


Digitale Woche Kiel lädt zu 140 Vorträgen und Mitmach-Sessions in die Landeshauptstadt.

Bei der Digitalen Woche in Kiel wächst der Norden über seine Grenzen hinaus.
(Foto: DiWoKiel23/
Jan Konitzki)

Kiel, 13.05.2024: Mit einer Keynote des Technologie-Trendforschers Mario Herger aus dem Silicon Valley wurde am Sonntag-Abend (12.05.24) die siebente "Digitale Woche" in Kiel eröffnet. Der Philosoph, Unternehmensberater, Buchautor und langjährige Entwicklungsleiter bei SAP nahm die Gäste der Auftaktveranstaltung im "Inno-Pier" mit auf eine Reise in "unendliche Intelligenz" dank KI.
Zu den Sprechern der zweistündigen Auftaktveranstaltung gehörten außerdem Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, die KI-Sprachmodell-Expertin Prof. Doris Weßels von der Fachhochschule Kiel, der Honorar-Professor für Nachhaltigkeit und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, Prof. Christian Berg. Das Opening wurde mit einem Netzwerk-Event des Vereins "The Bay Areas" abgerundet.
Mit rund 140 Sessions aus den Bereichen Technologie & Nachhaltigkeit, Smart City & Government, Schule & Hochschule, Business & New Work, Medien & Kommunikation, Kultur & Gesellschaft, Ausprobieren & Erleben sowie dem Nachwuchs-Programm "Up.load" deckt die "Digitale Woche" an insgesamt fünf Veranstaltungsorten und online praktisch alle relevanten Digitalthemen in Vorträgen, Diskussion, Workshops, Mitmach-Sessions und Exkursionen.
Alles überragender Themen-Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltungen ist vor allem Künstliche Intelligenz, die Nutzung Generativer KI sowie das Prompten für KI-Sprachmodelle, wie ChatGPT. Dazu gehört der Einsatz von KI in Schule und Hochschule, Marketing, aber auch in sozialer Arbeit. Im Rahmen der "Digitalen Woche" gibt es zudem einen "Smart SH-Tag", einen "Ocean Deep Tech Day" und ein "Webmontag Special".
Die zentralen Eventlocations des Digitalfestivals in Schleswig-Holstein sind in diesem Jahr die Innovations- und Kollaborations-Location "Inno-Pier", die Eventlocation "Seeburg" der CAU in Kiel, das Coworking-Space "Cobl", das Kieler Wissenschaftszentrum sowie der "Digitaldome" auf der Rathausplatz der Landeshauptstadt.
Das gesamte Programm bis zum kommenden Freitag (17.05.24) gibt es auf der Eventseite
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Schleswig-Holstein legt Innovationsfonds für Startups und KMU auf.

SH hilft Startups und KMUs bei der Wachstumsfinanzierung.
Grafik: Nattanan Kanchanaprat

Kiel, 19.04.2024: Das Land Schleswig-Holstein hat gemeinsam mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG) einen Investmentfonds speziell für Startups und KMUs aufgelegt. Im Fokus der Förderung stehen Startups, die ökologische, digitale oder soziale Innovationen verfolgen, sowie mittelständische Unternehmen auf Innovations- und Wachstumskurs.
Seit 15. April d. J. können Unternehmen Eigenkapital über den neu aufgelegten Fonds "InnoGrowth SH" mit insgesamt 15 Mio. € Volumen bekommen. Das gab Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens bekannt. Interessierte Unternehmen können stilles oder offenes Beteiligungskapital zwischen 50.000,- € und max. 1,3 Millionen Euro aufnehmen.
"Die aktuelle wirtschaftliche Lage macht gerade jungen, aufstrebenden und kleinen Unternehmen zu schaffen. Sie brauchen Kapital, um ihre Ideen zu verwirklichen. Hierbei wollen wir sie unterstützen. Denn gerade jetzt gilt es, zu investieren und wichtige Innovationen für die Zukunft auf den Markt zu bringen", so Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens.
Der Fonds hat eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2026. 70 Prozent des Gesamtvolumens aus dem Innovationsfonds stellt der Bund zur Verfügung. Die restlichen jeweils 4,5 Millionen Euro kommen zu gleichen Teilen vom Land und der MBG.
Anfragen sind direkt an die MBG zu richten. Weitere Informationen finden Sie hier: www.mbg-sh.de/unsere-fonds/innogrowth-sh/ und hier: www.ib-sh.de/innogrowth-sh 
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Schleswig-Holstein wirft Microsoft Office aus der Verwaltung.

Bis zu 30.000 Landesbedienstete werden zu Nutzern von Libre Office.
(Foto: Christin Hume, Unsplash)

Kiel, 05.04.2024: Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat im Rahmen ihrer Open-Source-Strategie in dieser Woche die verbindliche, kurzfristige Ablösung von "Microsoft Office" in der Verwaltung des Landes durch die Open-Source-Alternative "Libre Office" beschlossen. Das auf "Open Office" aufbauende Büroprogramm wird im Rahmen von SH initiierten "souveränen Arbeitsplatz" in den kommenden Monaten als Server-basierte Lösung flächendeckend ausgerollt.
Der digitale Arbeitsplatz wurde in den vergangenen Jahren im Auftrag des Landes vom norddeutschen IT-Dienstleister "Dataport" in Altenholz bei Kiel als "Phoenix-Suite" entwickelt. Dazu gehören neben der Büro-Software auch die sichere, deutsche Cloud-Lösung "Nextcloud" mit Cloud-Speicher und Video-Konferenzen auf Basis des Open-Source-Projekts "Own-Cloud", das Mail-Programm "Thunderbird" als Alternative zu "MS Outlook" sowie "Open Xchange" als Ablösung von "Microsoft Exchange"-Servern.
Längerfristig will das Land auch die "Microsoft Windows"-Betriebssysteme in der Verwaltung gegen Linux-basierte Arbeitsplatz-Lösungen auswechseln. Zudem will die CDU-geführte Landesregierung den Teilnehmerdienst "Microsoft Active Directory" gegen eine OSS-Alternative austauschen und Fachanwendungen sollen künftig sowohl mit "Libre Office" als auch mit Linux-basierten Betriebssystemen kompatibel sein.
Die 30.000 Beschäftigten in der Landesverwaltung sollen über die neuen Arbeits-Lösungen informiert und für die Nutzung geschult werden. Laut "Open Source Business Alliance" zeigt Schleswig-Holstein, wie der Einsatz von Open Source Software die Unabhängigkeit und Sicherheit der staatlichen IT-Infrastruktur verbessert und damit gleichzeitig auch die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Digitalpolitik gelegt werden kann.
"Wir haben als Land eine große Verantwortung gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen, dass ihre Daten bei uns sicher aufgehoben sind und wir müssen sicherstellen, dass wir jederzeit Herr über unsere eingesetzten IT-Lösungen und wir als Staat unabhängig agieren können. Die Sicherstellung der digitalen Souveränität ist mindestens so wichtig wie Energiesouveränität", so Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist im Presseportal des Landes Schleswig-Holstein nachzulesen. Eine weitergehende Einordnung gibt es bei der Open Source Business Alliance
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Hamburg und SH entwickeln Baukasten für attraktive Verwaltungs-Programme.

Verwaltungsprogramme sollen dank Hamburg und SH künftig attraktiver werden.
(Foto: Fre-Photos, Pixabay)

Hamburg/Kiel, 12.03.2024: Die Freie und Hansestadt innitiiert zusammen mit Schleswig-Holstein einen UX-Standard (User-Experience-Standard) für die effiziente Entwicklung von qualitativ hochwertigen Online-Diensten. Das Design-System - ein Baukasten für digitale Verwaltungslösungen - sowie Beratung und Methodenwissen wird allen Bundesländern, Kommunen und IT-Dienstleistern zur Verfügung gestellt.
Softwareentwickler werden befähigt, die Anwendungen für die Verwaltung barrierefrei und effizient zu entwickeln. Dem Prinzip "Public Money - Public Code" folgend, wird ein Design-System Open Source angeboten. Das Design System ist ein Baukasten mit technologie-unabhängigen, wiederverwendbaren Komponenten und klaren Gestaltungsvorgaben. Entwicklungskosten werden reduziert, weil nicht immer wieder von null begonnen werden muss.
Unterschiedliche Betreiber sowie Plattformen führen oft zu Insellösungen, die nur schlecht auf andere Anwendungsfälle übertragbar sind und das Nutzungserlebnis uneinheitlich machen. "KERN" soll länderübergreifend von der Kommunal- bis zur Bundesebene zum User-Experience-Standard (UX-Standard) für digitale Verwaltungslösungen werden.
Hamburgs Digital-Staatsrat Jan Pörksen bringt auf den Punkt: "Gut bedienbare Verwaltungslösungen mit Wiedererkennungswert stärken das Vertrauen in den digitalen Staat. Es geht darum, digitale Services attraktiv zu gestalten, damit Behördenangelegenheiten immer öfter online erledigt werden."
"Der Erfolg des Gesamtvorhabens Verwaltungsdigitalisierung hängt davon ab, ob es gelingt, die Menschen von unseren Services zu begeistern. Deshalb wird das Thema der nutzerzentrierten Entwicklung stärker als bisher Einzug in das Verwaltungshandeln finden", betont Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.
Das Angebot wird stetig weiterentwickelt. Seit Ende Februar d. J. ist eine erste Version auf www.kern-ux.de veröffentlicht. "KERN" ist ein Gemeinschaftsprojekt und lebt von einer bundesweiten, interdisziplinären Fach-Community. 
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Schleswig-Holstein kümmert sich um die Cybersicherheit bei der digitalen Transformation des Landes.

Neben Digitalisierung, KI und Startups greift SH-Minister Schrödter die Cybersicherheit auf.
Foto: HANSEVALLEY

Kiel, 19.02.2024: SH-Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat dem Landtag heute einen Bericht der Landesregierung zur Cybersicherheit rund um die technische Infrastruktur in Schleswig-Holstein vorgestellt. Schrödter betonte, dass die digitale Transformation von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft voranschreite und die Sicherheit im Cyberspace daher höchste Priorität habe.
Schleswig-Holstein sei, wie andere Länder auch, zunehmend von Cyberangriffen bedroht. Deren Anzahl nehme stetig zu und die Bedrohung sei real. Ein Beispiel sei der Hackerangriff auf das Landesportal im April 2023 gewesen. Die Informations- und die Cybersicherheit seien Querschnittsthemen, die Sicherheit im digitalen Raum werde daher ressort- und sektorenübergreifend angegangen.
Folgende konkreten Maßnahmen plant das Land im Themenfeld Cybersecurity:
  • Ausbau des Informations- und Cybersicherheits-Managements der Landesregierung. Dazu gehören ein Sicherheitsvorfall-Management, ein Risikomanagement, Audits und Revisionen sowie eine Schulungsplattform und Schulungs-Inhalte
  • Aufbau eines IT-Notfallmanagements mit Schnittstellen zum Krisenmanagement der Landesregierung
  • Stärkung von Maßnahmen der Informationssicherheit im IT-Management
  • Unterstützung der Kommunen mit dem Förderprogramm „Kommunale Resilienz". In dem Zuge soll das Projekt „Sicherheit für Kommunen in Schleswig-Holstein“ dauerhaft verankert werden.
  • Ausbau und Stärkung des Informations-Sicherheits-Managements des Landes. Dazu wird eine übergreifende Landesstrategie „Digitale Resilienz“ formuliert, mit der auch Anforderungen der EU zur Cybersicherheit erfüllt werden.
  • Schärfung des rechtlichen Rahmens für die digitale Resilienz in Schleswig-Holstein. Regelungen werden erweitert und auf eine einheitliche Grundlage gestellt.
Bürgerinnen und Bürger, unsere Unternehmen und unsere öffentlichen Verwaltungen müssen sich auch in Zukunft sicher im digitalen Raum bewegen können, deshalb spannen wir einen Cybersicherheitsschirm über unser Land“, sagte der CDU-Spitzenpolitiker. „Als Landesregierung arbeiten wir dazu an vielen proaktiven Maßnahmen, mit denen wir die Informations- und Cybersicherheit und die Digitale Resilienz unseres Landes stärken.
Es gelte, dass Cybersicherheit eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Deshalb betreibe Schleswig-Holstein mit Hamburg, Bremen und Sachsen-Anhalt ein Computer Emergency Response Team, das "CERT Nord". Darüber hinaus werde das Land die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiter ausbauen und dieses Jahr eine Kooperationsvereinbarung abschließen.
Weitere Beispiele seien die "Sicherheits-Partnerschaft-SH", in der eng mit der Wirtschaft kooperiert werde, die Zusammenarbeit mit den Hochschulen im Land sowie der enge Austausch über Landes- und Staatsgrenzen hinaus. Ein Beispiel ist der Cyber Security Summit mit der Region Süddänemark, bei dem man viel voneinander lernen könne. 
Der gesamte Bericht ist beim Landtag von SH abrufbar. (Foto: Landtag SH)
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Schleswig-Holstein bekommt flächendeckendes LoRaWAN-Netzwerk für die Smart Cities im Land.

Gut 420 LoRaWAN-Gateways sind für ganz SH geplant.
(Grafik: Dataport)

Kiel, 13.02.204: Mit der Inbetriebnahme von rd. 400 sogenannten Gateways haben Bürger und Unternehmen in Schleswig-Holstein jetzt die Möglichkeit, nahezu flächendeckend im Land die LoRaWAN-Funktechnologie zu nutzen. Die Landesregierung hat nach einer Ausschreibung die Kieler Firma "ADDIX" für die Region Flensburg sowie die "HanseWerk"-Gruppe aus Quickborn alle anderen Regionen im Land für den Ausbau des Long Range Wide Area Netzwerks (LoRaWAN) beauftragt. Im ersten Schritt werden die dafür notwendigen Gateways an das "The Things Network" angeschlossen, einem offenen, Community basierten IoT-Netzwerk.
Privatanwender können jetzt nahezu flächendeckend IoT-Geräte in Schleswig-Holstein betreiben. Es sind Reichweiten vom Sensor bis zum Gateway von mehreren Kilometern möglich. Das Gateway dient als Schnittstelle zwischen dem Endgerät und dem Online-Server. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Gateway-Infrastruktur an ein geschlossenes Verwaltungs-Netzwerk angeschlossen, das unter anderem von Kommunen und Behörden genutzt wird.
"Die Zahl der smarten Anwendungen im privaten und öffentlichen Bereich steigt stetig. Um sie reibungslos nutzen zu können, braucht es neben WLAN-Netzen vor allem eine engmaschige LoRaWAN-Infrastruktur. Mit der jetzigen Inbetriebnahme der Gateways machen wir die Funktechnologe der breiten Öffentlichkeit zugänglich - in Städten, Kommunen, auf Festland und Inseln", betont Digitalisierungsminister Dirk Schrödter.
"Das Vorhaben ermöglicht den Kommunen in Schleswig-Holstein einen einfachen Einstieg in das Thema Smart City", so Sarah Jenderny von der "HanseWerk"-Gruppe. „Eine solche Maßnahme ist bundesweit einzigartig und kann der Digitalisierung im Norden viel Schwung verleihen“, ergänzt Martin Lempfert, Senior Referent Digitale Daseinsvorsorge bei den Stadtwerken Lübeck.
Von intelligenten Feuchtigkeitsmessern in Wohnwagen über die Steuerung von Straßenlaternen bis zu Sensoren, die Lecks in Booten registrieren, den Füllstand von Mülltonen erkennen und den Wasserstand von Löschteichen messen: Die Funktechnologie LoRaWAN ermöglicht die Übertragung kleiner Datenpakete über eine hohe Reichweite bei geringem Energieverbrauch. Sie eignet sich ideal für Standorte, an denen eine zuverlässige Verbindung zu einem zentralen Netzwerk erforderlich ist, aber keine hohe Bandbreite benötigt wird.
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CAU in Kiel gründet Förder-Akademie zur Vernetzung von Studenten und Unternehmen.
Die Uni in Kiel fördert die Vernetzung mit Unternehmen in der Region.
(Foto: Jürgen Haacks/Uni Kiel)

Kiel, 29.01.2024: Die Christian-Albrechts-Universität in Kiel plant, Studenten und Unternehmen in einer "Science and Technology Academy" zusammenzubringen und so Fachkräfte langfristig in der Region zu halten. In Anlehnung an das Konzept des dualen Studiums übernehmen Firmen Patenschaften für Studierende und unterstützen sie finanziell.

Im Gegenzug arbeiten die Studenten während der vorlesungsfreien Zeit im Unternehmen, wenden ihr akademisches Wissen in der Praxis an und lernen die Anforderungen und die Unternehmenskultur des Betriebes kennen. Die Unternehmen haben so die Gelegenheit, mit geeigneten Fachkräften frühzeitig in Kontakt zu kommen. 
Das Projekt wird als erstes im Masterstudiengang "Materials Science and Engineering" ausgerollt. "Da das Studium auf Englisch ist, gibt es viele internationale Studenten. Sie haben häufig Schwierigkeiten, das Studium in Deutschland zu bezahlen oder den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. Hier setzt das Projekt an und bietet hochtalentierten Studierenden aus der Ukraine, der Türkei oder Indien eine gute Möglichkeit.
"Die CAU schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Unternehmen in der Region können frühzeitig hoch qualifizierte Fachkräfte an sich binden und sie ausbilden. Die Studenten bekommen schon während des Studiums Einblicke in die Praxis und haben nach dem Studium direkt einen Job. Das fördern wir gerne", sagte Arbeits-Staatssekretär Tobias von der Heide.
Neben attraktiveren Studienbedingungen und Karriereperspektiven sieht Projektleiter Prof. Dr. Adelung positive Auswirkungen der Akademie auf die Forschung. "Als anwendungsnah forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind wir sehr am Austausch und an Kooperationen mit Unternehmen interessiert. Wenn wir mit aktuellen Forschungsergebnissen zu neuen technischen Lösungen beitragen, stärkt das insbesondere auch den Innovationsstandort Schleswig-Holstein."
Im Fokus der neuen Einrichtung stehen zunächst mittelständische und große Unternehmen aus dem technischen Bereich. Eine Ausweitung auf weitere Studiengänge, Hochschulen und Industriefelder, zum Beispiel über die Zusammenarbeit mit lokalen Wirtschaftsverbänden, ist im Rahmen des Projektes geplant. Das Land fördert das Projekt mit rund 320.000,- €.
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Zwölf neue KI-Professuren für Schleswig-Holstein am Start.

Acht der zwölf neuen Professuren sind bereits besetzt worden.
Foto: Staatskanzlei Kiel

Kiel, 18.01.2024: Die CDU-geführte Landesregierung hat die Chancen der Künstlichen Intelligenz für Schleswig-Holstein bereits in der vergangenen Legislaturperiode erkannt und setzt ihre KI-Strategie konsequent um. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter und Wissenschaftsministerin Karin Prien begrüßten in dieser Woche in Kiel die neuen vom Land geförderten KI-Professoren an den Hochschulstandorten Kiel, Lübeck, Flensburg und Heide.
Mit zwölf Professuren soll die Zukunftsfähigkeit von Wissenschaft und Wirtschaft in Schleswig-Holstein deutlich gestärkt werden. Der DFKI-Standort Lübeck bekommt für seine Universität vier, die benachbarte Technische Hochschule zwei weitere Professuren. Die Forschungslandschaft der Landeshauptstadt profitiert ebenfalls von vier Professuren für die CAU und einer Stelle für die FH. Die Fach-/Hochschulen in Flensburg und Heide erhalten jeweils eine Professur.
Die Professuren sind vielfältig und anwendungsorientiert ausgerichtet - von KI in Energiesystemen, in der medizinischen Anwendung und der Bildung über KI im Kontext von ethischen Aspekten und der Mensch-Maschine-Interaktion bis hin zu Marine Data Science oder Software-Engineering. Gleichzeitig sind auch die vom Land fokussierten Zukunftsbranchen Umwelt- und Klimaschutz, der Gesundheitssektor und die maritime Wirtschaft mit dabei.
Die Hochschulen der beiden Großstädte Kiel und Lübeck profitieren von den KI-Professuren.
Grafik: Landesregierung SH

Unser erklärtes Ziel ist es, Vorreiterregion der digitalen Transformation zu sein und zu den aktivsten Bundesländern bei der KI-Nutzung zu gehören. Wir wollen den Wissenstransfer von der Forschung in die Wirtschaft weiter forcieren, dafür braucht es eine breite Wissensbasis“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter in Kiel. „Mit den zwölf KI-Professuren sind wir hier die nächsten Schritte gegangen und haben über die Landesgrenzen hinaus ein starkes Signal für den Digital- und Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein gesendet.

Das Land stellt für die Professuren in den kommenden fünf Jahren insgesamt neun Millionen Euro bereit. Die sechs W2- und sechs W3-Professuren werden unter der Voraussetzung gefördert, dass die Hochschulen im Land die Professuren danach übernehmen. Gefördert werden die Personalkosten und eine Pauschale für die Sach- und Personalausstattung. Acht der zwölf KI-Expertinnen und KI-Experten haben bereits die Arbeit aufgenommen.

Übersicht der bisher berufenen neuen KI-Professuren:

Hochschule Flensburg:

  • Prof. Dr. phil. Annina Neuman - Künstliche Intelligenz und Software Engineering

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel:

  • Prof. Dr.-Ing. Kevin Köser - Marine Data Science

Fachhochschule Kiel:

  • Prof. Dr. Patrick Hennig - Künstliche Intelligenz für den nachhaltigen Umbau unserer Energiesysteme

Fachhochschule Westküste:

  • Prof. Dr. Dirk Johannßen: Künstliche Intelligenz in der Mensch-Maschine-Interaktion

Universität zu Lübeck:

  • Prof. Dr.-Ing. Christian Herzog - Ethical, Legal and Social Aspects of AI
  • Prof. Dr. Diedrich Wolter - Hybride KI

Technische Hochschule Lübeck:

  • Prof. Dr. Sebastian Andreas Hobert / KI & Bildung
  • Prof. Dr. Niklas Beuter / KI & Data Science

 Zwei weitere KI-Professuren, die nicht über das Programm finanziert wurden, haben ebenfalls im vergangenen Jahr berufen wurden:

  • Prof. Dr. Sören Pirk (CAU zu Kiel) - Visual Computing and Articial Intelligence
  • Prof. Dr.-Ing. Nele Rußwinkel (TH Lübeck) - Human Aware AI

Künstliche Intelligenz ist ein Schwerpunkt in der Digitalpolitik im echten Norden. Ende vergangenen Jahres weihte das Land einen eigenen KI-Hub zur Förderung von KI-Technologien in der Wirtschaft ein. Aus dem KI-Sondervermögen und aus weiteren Mitteln wurden unter CDU-Führung bislang rund 100 KI-Projekte mit insgesamt 95 Mio. € gefördert. Viele der Projekte resultieren aus der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft.

Weitere Informationen sind beim KI-Netzwerk Schleswig-Holstein zu finden.

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Schleswig-Holstein fördert Startup-Gründungen in den kommenden drei Jahren mit 7,5 Mio. €.

Wirtschaftsminister Madsen und Startup.SH-Chefin Rasmus mit dem bewilligungsbescheid. 
(Foto: Startup.SH)

Kiel, 12.01.2024: In Schleswig-Holstein werden pro Jahr gut 100 Startups aus den Hochschulen heraus gegründet. Acht der staatlichen und privaten Universitäten und Fachhochschulen fördern die wissensbasierte Ausgründung aus ihren Einrichtungen in der landesweiten Initiative "Startup.SH". Die Einrichtung unterstützt Startup-Gründer mit Gründungsberatung lokal vor Ort, Finanzierungs-Coachings, Workshops zu Geschäftsmodellen und -entwicklung sowie gemeinsamen Wettbewerben und Netzwerk-Events.
Die Landesregierung in Kiel unterstützt die Arbeit des Teams bis 2026 mit weiteren 5,6 Mio. € Förderung - größtenteils aus EU-Mitteln. Dazu stellen die Partner aus den Hochschulen in den kommenden drei Jahren 1,9 Mio. € an Eigenmitteln zur Verfügung. Somit wird die Entwicklung des Startup-Standortes SH allein mit 7,5 Mio. € auf Seiten der Landesinitiative "Startup.SH" unterstützt.
Zu den inhaltlichen Schwerpunkten bis Juni 2026 zählt vor allem die Stärkung digitaler Kompetenzen junger Gründer. Damit sollen Gründungen langfristig erfolgversprechend durchgeführt werden. In einem neuen "Spin-Off Competence Lab" sollen ab sofort Ergebnisse aus der Forschung zu marktreifen Produkten werden und ihre Kunden finden. Events und Mentoring sollen zudem Frauen animieren, den Schritt in die Unternehmerwelt zu wagen.
"Startup.SH" hat aktuell 28 Partner aus Hochschulen, hochschulnahen Einrichtungen, IHKs, Förderbanken, Technologie- und Gründerzentren sowie Wirtschaftsförderungen aus ganz Schleswig-Holstein. Die zentrale Gründungsförderung ist als Verein organisiert und hat ihren Sitz in der Landeshauptstadt Kiel. Zu den wichtigsten Regionen für Startup-Gründungen zählen Kiel und Lübeck.
Schleswig-Holstein liegt mit 120 Gründungen auf 100.000 Einwohner bundesweit auf Platz 3 des "KfW-Gründungsmonitors". Die Top-Drei-Branchen junger Gründer im echten Norden sind die digitale Wirtschaft mit 29,7 % aller Startup-Gründungen, gefolgt von 10,6 % Healthcare-Startups und 10,2 % Gründungen im Bereich Ernährungswirtschaft.
Weitere Informationen zu Gründungen zwischen Nord- und Ostsee gibt es unter https://startupsh.de/
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Schleswig-Holstein bekommt eigenen Digital-Hub für innovative Lösungen im Land.

In der Staatskanzlei wird am 28.12.23 der Startschuss für den DigiHub.SH gegeben.
(Foto: Bjoertvedt, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 Deed)

Kiel, 22.12.2023: Schleswig-Holstein bekommt einen eigenen "Digital-Hub". Am kommenden Donnerstag treffen sich Vertreter des Landes, der Landkreise und Kommunen, Innovatoren und Digitalexperten in der Kieler Staatskanzlei zum offiziellen Auftakt des mit 650.000,- € Förderung unterstützten Innovations-Standortes für die Digitalisierung des Landes.
Mit Sitz bei der landeseigenen Wirtschaftsförderung WT.SH wird der "DigiHub.SH" innovative Ideen zur Digitalisierung von Behörden und gemeinnützige Organisationen fördern. Dazu sind im Land verankerte, regionale Digital-Dienstleister aufgerufen, in Kiel mit Rat und Tat zur Seite zur stehen.
Für die Umsetzung und Einführung der im "DigiHub.SH" stehen in den kommenden drei Jahren Laufzeit des dazu eingerichteten Programms insgesamt 8 Mio. € zur Verfügung. Schleswig-Holstein investiert allein im kommenden Jahr in Digitalisierung und künstliche Intelligenz über alle Programme und Bereiche hinweg zusammen 25 Mio. €.
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Schleswig-Holstein plant im kommenden Jahr 25 Mio. € in Digitalisierung und KI zu investieren.

KI wird auch für Politik und Verwaltung immer entscheidender.
(Grafik: Gerd Altmann, Pixabay)

Kiel, 13.12.2023: Die schwarz-grüne Landesregierung von Schleswig-Holstein hat gestern (12.12.2023) seinen Landeshaushalt für das kommende Jahr vorgestellt. Danach sollen 2024 zwischen Nord- und Ostsee für die Bereiche Cybersicherheit, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz allein rd. 25 Mio. € ausgegeben werden. Der gesamte Haushalt für den echten Norden steigt ab 1. Januar '24 um 1,2% auf 16,9 Mrd. Euro.
Mit dem IT- und Digitaletat 2024 setzen CDU und Grüne unter Digitalisierungsminister und Staatskanzleichef Dirk Schrödter ihre Digitalpolitik des laufenden Jahres fort. Für den Zeitraum Juli 2023 bis Dezember 2028 bekommt neue das KI-Kompetenzzentrum "KI.SH" allein 17 Mio. € aus EFRE-Mitteln der EU und des Landes. Mit "KI.SH" werden das bestehende KI-Anwendungszentrum SH und der KI-Transferhub zusammengeschlossen und auf ein neues Niveau gehoben.
Der Wohlstand unseres Landes hängt daran, wie gut wir KI in die Wirtschaft bringen”, betonte CDU-Spitzenpolitiker Schrödter Ende September d. J. vor 300 Gästen der jährlichen Spitzenkonferenz zu KI in Flensburg. Mit Blick auf die kleinteilige Wirtschaft im nördlichsten Bundesland pointierte der Chef der Kieler Staatskanzlei: “Wir müssen die Unternehmen für Technologien aufschließen."
Allein in den vergangenen gut 2 Jahren wurden in nördlichsten Bundesland rd. 42 Mio. € in KI-Professuren, KI-Startup-Ausgründungen, Transferförderung aus den Hochschulen und Fördermittel in Verbindung mit künstlicher Intelligenz investiert. Schleswig-Holstein gilt in Norddeutschland als führendes Bundesland in der praktischen Umsetzung von KI in Wirtschaft und Verwaltung. 
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SH-Startup-Accelerator Gateway49 lädt zur sechsten Förderrunde ein.

Zum sechsten Mal startet 2024 das SH-Startup-Förderprogramm.
Grafik: Gateway49

Lübeck, 24.11.2023: Bis zum 15. Januar '24 haben Startup-Gründer die Möglichkeit, sich für die sechste Runde (Batch 6) des SH Accelerator-Programms "Gateway49" zu bewerben. Das Motto des mittlerweile in Lübeck, Flensburg und Neumünster aktiven Startup-Programms lautet "Gestalte die Zukunft von Schleswig-Holstein".
"G49" sucht Gründer und Teams mit zukunftsorientierten Ideen, die ein innovatives, skalierbares Geschäftsmodell in den Bereichen Medizintechnik, Logistik, Smart City, Lebensmittel, Energie, Bauwirtschaft und Raumfahrt verfolgen. Neben den Fokusbranchen ist der Accelerator offen für Ideen aus Bereichen wie KI, Autonome Systeme, maritime Technologien, 3D-Druck, Cloud Computing, IoT, Big Data, Robotik, Digitalisierung, Cleantech/Umwelttechnologie und Fintech.
Der Startup-Accelerator unterstützt sowohl Early-Stage-Teams in einem frühen Entwicklungsstadium, z. B. noch vor der Gründung, in der Produktentwicklung oder beim Markteintritt, als auch Later-Stage-Teams, die bereits weiter fortgeschritten sind, d.h. bereits ein funktionierendes Produkt oder eine etablierte Kundenbasis haben und sich auf die Skalierung konzentrieren.
Bis zu 15 Teams können im nächsten Jahr das neunmonatige Coaching- und Mentoring-Programm durchlaufen und erhalten bis zu 35.000,- € je Early-Stage-Team bzw. 5.000,- € pro Later-Stage-Team. Das Besondere: Die Startups müssen für die Unterstützung keinerlei Anteile abgeben. Außerdem bietet das Programm den Zugang zu einem Netzwerk aus Industriepartnern, Pilotkunden, Hochschulen und Mentoren.
Die Anmeldung zu einem offenen "Gateway49"-Bootcamp in der "Dräger-Garage" in Lübeck ist hier zu finden. Anmeldeschluss für das halbtägige Event am 4. Dezember d. J. zu Geschäftsmodell und Storytelling ist der 1. Dezember d. J. Für den 6. Batch des SH-Startup-Accelerator-Programms in der Seed- und Scaleup-Phase können sich Startups unter https://gateway49.com/ bewerben. 
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SH fördert sparsamen Stromverbrauch von 5G-Mobilfunk-Zellen.

Ein Mobilfunk-Masgten mit diversen Funkzellen von Vodafone.
Foto: Vodafone

Kiel, 20.11.2023: Angesichts steigender Energiekosten steht auch die Mobilfunkbranche vor der Aufgabe, beim Betrieb von Mobilfunkstationen Strom einzusparen und den Netzbetrieb zu optimieren. Das Unternehmen "Uniberg" aus Bebensee im Kreis Segeberg hat es sich zum Ziel gesetzt, eine KI-gestützte Software zu entwickeln, mit der die Effizienz des Netzbetriebs gesteigert und die Kosten reduziert werden und gleichzeitig die Verfügbarkeit der Stromversorgung sichergestellt werden kann.

Mit der neuen Software soll die Netzwerkauslastung mithilfe Künstlicher Intelligenz vorhergesagt werden, um einzelne Mobilfunkzellen sowie Zellen im Verbund entsprechend ihres Stromverbrauchs anpassen oder abschalten zu können. Darüber hinaus erstellt der Netzwerk-Spezialist ein Konzept zur Speicherung von Energie an der Mobilfunkzelle. Dazu werden neue Speichertechnologien wie Wasserstoff als Ersatz für Batterie bzw. Diesel-getriebene Netzersatzanlagen untersucht.

Die Energiekosten machen durchschnittlich rund fünf Prozent der Betriebsausgaben in der Telekommunikationsindustrie aus. Innerhalb eines Mobilfunknetzes sind die Basisstationen für bis zu 57 Prozent des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Mobilfunkstationen sowie der Stromverbrauch pro Mobilfunkzelle. Gründe hierfür sind die Einführung der 5G-Technologie und der exponentiell gestiegene Datenverkehr.

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Projekt "Intelligentes Energiemanagement einer Mobilfunkzelle" von "Uniberg" mit einer Förderung i. H. v. 162.000,- €. Die geplante KI-Anwendung von "Uniberg" für 5G-Stationen und Nutzung lokalen grünen Stroms leistet laut Landesregierung einen wertvollen Beitrag, die beiden Komponenten Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der Mobilfunkbranche zu verbinden.

"Energiemanagement ist heutzutage ein wichtiger Erfolgsfaktor von Unternehmen - auch für die Telekommunikationsunternehmen und Betreibern von Mobilfunkinfrastruktur", so SH-Digitalminister Dirk Schrödter: "Nicht nur die Zivilgesellschaft, sondern auch Gesellschafter und Aktionäre haben mittlerweile die Erwartungshaltung, dass Unternehmen neben der Wirtschaftlichkeit vor allem ökologisch verantwortungsbewusst handeln. Digitalisierung und Energiewende sind zwei zentrale Leitthemen der Landesregierung."

Weitere Informationen zu "Uniberg" gibt es auf der Firmenseite.

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Digitale Feuerwehr-Einsatz-Software aus Süderbrarup ist Digitaler Ort 2023.

Die Macher der Feuerwehr-Einsatz-Software Firemon112 in Berlin.
(Foto: Deutsche Glasfaser/Laurin Schmidt)

Berlin, 17.11.2023: Fünf herausragende Projekte und Initiativen zur erfolgreichen Digitalisierung des ländlichen Raumes haben am Dienstag der Woche (14.11.2023) in Berlin den Wettbewerb "Digitale Orte 2023" gewonnen. Dabei stand die Digitalisierung als Schlüssel für wirtschaftliche Stärke, eine hohe Lebensqualität sowie die gesellschaftliche Teilhabe von Einwohnern auf dem Land im Mittelpunkt der Preisverleihung.
Unter den Preisträgern ist aus Norddeutschland das Smart City Projekt "Amt Süderbrarup" aus Schleswig-Holstein. Die Softwarelösung "Firemon 112" kann Feuerwehr-Einsatzmeldungen der zuständigen Leitstellen, die per Mail bei den Freiwilligen Feuerwehren eintreffen, auf einer Bildschirmoberfläche z. B. auf Monitoren, Tablets oder Smartphones anzeigen. Derzeit nutzen schon 79 Feuerwehren das System.
Eine mit hochkarätigen Experten besetzte Jury hatte auf Initiative des Breitband-Infrastrukturanbieters "Deutsche Glasfaser" und der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" aus über 170 Einreichungen insgesamt 15 Finalisten ausgewählt, die digitale Lösungsansätze und Technologien eingeführt haben und den digitalen Wandel im ländlichen Raum erfolgreich vorantreiben. 
Aus dem Ideenpool wurden im Rahmen der Preisverleihung im Berliner Spreespeicher herausragende Projekte in fünf Kategorien als "Digitale Orte" ausgezeichnet. Die Preisträger decken die Vielfalt des öffentlichen Lebens ab: von einem intelligenten Straßenmanagementsystem über eine telemedizinische Bewegungstherapie bis hin zu einer digitalen Visualisierung von Feuerwehr-Einsatzmeldungen.
Philipp Mehne, Geschäftsführer der Initiative "Deutschland - Land der Ideen": "Die Gewinnerinnen und Gewinner des heutigen Abends zeigen: Die Digitalisierung endet nicht an der Stadtgrenze. Es gibt zahlreiche engagierte und innovative Projekte im ländlichen Raum, die die Digitalisierung nutzen, um Antworten auf drängende Herausforderungen zu finden, sei es im Bereich Mobilität, Gesundheitsversorgung oder Bildung."
Weitere Informationen zum Projekt "Firemon 112" gibt es auf der Projektseite. Eine ausführliche Meldung zu allen fünf diesjährigen Preisträgern ist im "Presseportal" nachzulesen.
Schleswig-Holstein führt flächendeckend digitales Juztizpostfach ein.

Postmappen gehören auch in SH künftig der Vergangenheit an.
Foto: André Otto

Kiel, 09.11.2023: In der Schleswig-Holsteins Gerichten ist „Mein Justizpostfach“ online gegangen. Der Dienst ermöglicht eine verschlüsselte und rechtlich vtverbindliche Kommunikation zwischen Bürgern und der Justiz sowie Behörden, Anwälten, Notaren und Steuerberatern mit höchsten Sicherheitsstandards. Die Nutzung von „Mein Justizpostfach“ ist kostenfrei.
Notwendig ist eine kostenlose BundID, die über die Webseite id.bund.de/de eingerichtet wird. Für die Konto-Erstellung bzw. Anmeldung wird die BundID mit Vertrauensniveau „hoch“ genutzt. Konkret bedeutet dies, dass zur Identifizierung ein Online-Ausweis wie der Personalausweis mit Onlinefunktion oder der elektronische Aufenthaltstitel in Kombination mit der AusweisApp2 benötigt wird.
Schleswig-Holsteins Justizministerin Kerstin von der Decken erklärte: „Mit dem kostenlosen Angebot „Mein Justizpostfach“ wird die letzte Lücke im Bereich des elektronischen Rechtsverkehrs geschlossen. Nunmehr können Bürger über ihr OZG-Postfach auch mit der Justiz elektronisch und kostenfrei kommunizieren. Dies spart allen Seiten Kosten und wird die Verfahren aufgrund des Wegfalls der Postlaufzeiten und der Scanaufwände bei der elektronischen Aktenführung beschleunigen."
Weitere Hinweise finden sich auf den Seiten Mein Justizpostfach.

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Schleswig-Holstein startet landesweites LoRaWAN-Netzwerk.

Mit einem landesweiten Funknetz zündet SH die nächste Stufe der Digitalisierung.
Foto: HANSEVALLEY

Berlin, 08.11.2023: Schleswig-Holstein hat am Dienstag d. W. auf der "Smart Country Convention" in der Hauptstadt den Startschuss für ein eigenes, landesweites LoRaWAN-Sensornetz gegeben. Partner sind der in 11 Landkreisen und 400 Kommunen tätige Stromversorger "HanseWerk", die "Stadtwerke Lübeck" für die Hansestadt und Travemünde sowie der Flensburger Internet-Anbieter "ADDIX".
Das Land investiert in den initialen Aufbau des Sensor-Netzwerkes gut drei Millionen Euro. Hinzu kommen die Investitionen der beteiligten Netzbetreiber. Heute sind zwischen Nord- und Ostsee bereits rd. 30.000 Sensoren im Einsatz und 600 Antennen ermöglichen die Datenerfassung und -verarbeitung. Im nächsten Schritt werden auf regionaler und lokaler Ebene weitere Gateways aufgebaut und Projekte mit den Funksensoren umgesetzt.
LoRaWAN-Sensoren eignen sich für die Hochwasser-Pegelmessung und werden dazu bereits in Dithmarschen-Stürme genutzt. 50 Funksensoren messen in Lübeck zudem den Niederschlag - rund um das Thema Starkregen. In der Hansestadt sind außerdem rd. 2.300 Klassenzimmer in den 70 Schulen mit Sensoren ausgestattet, um Temperaturen und Feuchtigkeit zu messen und aktiv Energie einzusparen.
Eines der jüngsten Projekte ist die Ausstattung von bislang 14 Kreuzungen in der Hansestadt. Damit bekommt die Parkraumüberwachung automatisch Falschparker an Straßeneinmündungen gemeldet. Dies ist für Rettungswagen im Einsatz ebenso wichtig, wie für den Stadtverkehr von Bussen (HANSEVALLEY berichtete). Die langjährig mit Strom versorgten Sensoren bieten auch die Chance, die Straßenbeleuchtung intelligent zu steuern.
Das klassische Einsatzszenario für die auf einer niederen Frequenz funkenden Sensoren ist die Messung der Verbräuche von Gas, Wasser, Strom und Wärme. Hier sind die hinter dem Endkundenanbieter "HanseWerk" stehende "Schleswig-Holstein Netz AG" ebenso Hauptnutzer, wie die "Stadtwerke Lübeck".
Im Koalitionsvertrag haben wir festgeschrieben, dass wir neben dem Ausbau freier WLAN-Netze künftig auch auf eine flächendeckende LoRaWAN-Infrastruktur setzen. Wir wollen LoRaWAN als Technologie für smarte Anwendungen in Schleswig-Holstein künftig noch besser nutzen und zudem für eine breite Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter anlässlich des Meilensteins.
Mit diesem Projekt ermöglichen wir den Kommunen in Schleswig-Holstein einen einfachen Einstieg in das Thema Smart City. Eine solche Maßnahme ist bundesweit einzigartig und kann der Digitalisierung im Norden viel Schwung verleihen. Wir freuen uns, Teil davon sein zu dürfen“, sagt Martin Lempfert, verantwortlicher Referent für Digitale Daseinsvorsorge bei den "Stadtwerken Lübeck".
In Schleswig-Holstein wurden bereits 2018 am Standort Rendsburg erste Funksensoren genutzt. Im Jahr 2021 stimmten sich Politik, Anbieter und künftige Nutzer über das geplante Sensor-Netzwerk ab. Vor einem Jahr startete im Herbst '22 das landesweite Projekt mit dem Betrieb erster Gateways. Mit den drei Anbietern zwischen Flensburg, Rendsburg, Lübeck und Quickborn ist nun der landesweite Rollout angelaufen.
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Lübeck bietet nach Hamburg die Wohnsitz-Anmeldung online an.
Die Wohnsitz-Anmeldung ist jetzt neben Hamburg auch in Lübeck möglich.
Foto: HANSEVALLEY
Lübeck, 05.10.2023: Die Hansestadt hat die von Hamburg entwickelte elektronische Wohnsitz-Anmeldung für die Einwohner an der Trave freigeschaltet. Der vom gemeinsamen norddeutschen IT-Dienstleister Dataport programmierte Service kann mit dem Personalausweis inkl. Online-Funktion bequem von Zuhause aus genutzt werden. Seit Montag können damit Alleinstehende ohne Kinder ihre Wohnsitz-Anmeldung auch in Lübeck jederzeit online erledigen.
Für den Service ist neben der Online-Funktion des Personalausweises die AusweisApp 2 fürs Handy sowie ein kostenloses "Online-Servicekonto Plus" in SH erforderlich. „Alles erfolgt jetzt online“, betont Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack anlässlich der Freischaltung. „Damit haben alle Lübeckerinnen und Lübecker als erste im Land die Möglichkeit, sehr viel schneller und einfacher ihre Wohnsitzanmeldung und -ummeldung durchzuführen.“
Mit der erfolgreichen Anmeldung bekommen Neu-Lübecker mit einem zugeschickten Code ein fälschungssicheres Dokument als Anmeldebescheinigung zum Download bereitgestellt. Zugleich wird die neue Adresse im Rahmen der Anmeldung über die Ausweis-App auf dem Chip des Personalausweises gespeichert. Der Aufkleber mit der neuen Adresse für die Rückseite des Ausweises kommt per Briefpost nach Hause. Eine Bestätigung des Vermieters ist nicht mehr nötig.
Zunächst haben sich Lübeck, Kiel, Flensburg, Neumünster, Schenefeld und Halstenbek sowie das Amt Geltinger Bucht als Piloten aus Schleswig-Holstein für die Nutzung der Hamburger Lösung bereit erklärt. Nach erfolgreichen Tests in Lübeck ist das Online-Verfahren dort in den Dauerbetrieb gegangen. Die Landeshauptstadt Kiel soll in Kürze folgen.
Ermöglicht wurde die elektronische Wohnsitz-Anmeldung der Freien und Hansestadt Hamburg durch die enge Zusammenarbeit mit dem Innenministerium in Kiel. Die flächendeckende Umsetzung der "eWA" im echten Norden ist bis Ende Juni 2024 über alle örtlichen Bürgerbüros in SH geplant.
Wer umzieht, muss sich innerhalb von 14 Tagen am neuen Wohnort anmelden. Allein in Lübeck und Travemünde profitieren pro Jahr bis zu 10.000 Neubürger von dem Online-Service ohne Behördengang. Im kommenden Jahr soll der Service auch für Familien online zur Verfügung gestellt werden.
Die Wohnsitzanmeldung ist im Internet zu finden. Das Servicekonto Plus für SH kann hier zusammen mit der Online-Funktion des Ausweises und der AusweisApp 2 eingerichtet werden. Details zur Wohnsitz-Anmeldung am Beispiel Hamburg gibt es in einem ausführlichen Beitrag von Dataport.
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Schleswig-Holstein stellt umfassende Digitalisierungsstrategie für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft vor.

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter treibt die Modernisierung in SH voran.
Foto: HANSEVALLEY

Kiel, 05.10.2023: Das Land Schleswig-Holstein stellt eine umfassende Digitalstrategie für die Entwicklung des norddeutschen Bundeslandes vor. Die 94-seitige Strategie umfassen zwölf Leitlinien und elf Themenfelder mit mehr als 50 Zielen zur Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft.
Digitalisierungsminister Dirk Schrödter stellte die Strategie am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Kiel vor. Erstmals wurden alle Politik-Ressorts in einem umfassenden Prozess mit einbezogen - inkl. konkreter Ziele für das Land sowie strategischer Steuerung.
Wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Strategie ist ein parallel aufgelegtes Digitalisierungsprogramm 3.0, bei dem die Digitalisierung in 43 konkreten Maßnahmen und einem Budget von 10 Millionen Euro forciert umgesetzt wird. Insgesamt sind rd. 400 Millionen Euro im Landeshaushalt für die Digitalisierung vorgesehen. Finanzmittel, die für Schrödter wichtig und notwendig sind. 
Der CDU-Politiker nannte konkrete Beispiele aus der Digitalstrategie, die Mehrwerte für die Menschen im Land veranschaulichen: "Die Nutzung und der breite Einsatz von neuen Technologien, insbesondere Künstlicher Intelligenz, ermöglichen Innovationen für die Landesverwaltung und schaffen Wertschöpfung für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen im Land." 
Eine Verwaltung, die vollständig digitale Prozess anbiete, bedeute, dass Dienstleistungen komfortabel und unkompliziert genutzt werden - egal ob Bürger oder Unternehmen, in der Stadt oder auf dem Land, so Schrödter zu den ambitionierten Zielen das Landes SH.
"Die Digitale Transformation ist ein dauerhafter Prozess", so der Digitalisierungsminister anlässlich der Vorstellung. "Die ressortübergreifende und sich ständig überprüfende Vorgehensweise stellt sicher, dass die Landesregierung auf neue Anforderungen reagieren kann und wir es schaffen, unser Land weiterhin als digitale Vorreiterregion aufzustellen.
Die Digitalisierungsstrategie kann auf den Seiten der Landesregierung aufgerufen werden. 
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Wohlstand in Schleswig-Holstein hängt vom Einsatz künstlicher Intelligenz ab.

Digitalisierungsminister Dirk Schrödter auf der KI-Landeskonferenz in Flensburg.
Foto: HANSEVALLEY

Flensburg, 29.09.2023: Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat am Donnerstag auf der vierten KI-Landeskonferenz an der Hochschule Flensburg die unbedingte Notwendigkeit der aktiven Nutzung von künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Verwaltung des norddeutschen Flächenlandes angemahnt.
Der Wohlstand unseres Landes hängt daran, wie gut wir KI in die Wirtschaft bringen”, betonte der CDU-Spitzenpolitiker am Morgen vor 300 Gästen der jährlichen Spitzenkonferenz zu KI zwischen Nord- und Ostsee. Mit Blick auf die kleinteilige Wirtschaft im nördlichsten Bundesland pointierte der Chef der Kieler Staatskanzlei: “Wir müssen die Unternehmen für Technologien aufschließen."
Durch die Automatisierung von Prozessen mittels KI gäbe es ungeahnte Optimierungspotenziale, hob Schrödter hervor. Allein bei industriellen Prozessen gehen Experten von einer Effizienzsteigerung von 30-40 % aus. Der Landespolitiker hob die Bedeutung für die Maritime Wirtschaft, Erneuerbare Energien und den Gesundheitssektor im Norden hervor.
Schrödter betonte in Bezug auf die aktive Nutzung von Daten: “Wir brauchen keine Verbraucherschutzregeln im AI-Act”. Das Land bringe sich in die Entscheidungsfindung auf EU-Ebene aktiv ein. In Sachen Datennutzung forderte der CDU-Digitalvorreiter mehr Reallabore zur praktischen Nutzung von Daten. Schrödter: "Wir müssen die Datenverfügbarkeit erhöhen. Dazu ergänzend: “Wir müssen Dateninfrastrukturen schaffen”.
Nur durch Schnelligkeit habe Schleswig-Holstein die Chance, Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Regionen zu erzielen. Als mögliches Beispiel für den KI-Einsatz an der Schnittstelle von Wirtschaft und Verwaltung nannte Dirk Schrödter eine vollautomatische Genehmigung von Windkraftanlagen - "ohne dass ein Mensch noch notwendig ist".
In 20 Workshops informierten sich die Teilnehmer der KI-Landeskonferenz am Donnerstag an der Hochschule Flensburg über die gesamte Bandbreite künstlicher Intelligenz - von technischer Dokumentation und industrieller Produktion über Roboter-Chirurgie und klinische Bildgebung zur frühzeitigen Krebserkennung. Spitzenpolitiker Schrödter fasste zusammen: “Wir müssen jetzt in die Automatisierung von Prozessen eintreten.
Die diesjährige KI-Konferenz des Landes fand im Rahmen der regionalen Digitalwoche "Nordisch.Digital" statt. In diesem Rahmen wurde am Mittwoch-Abend im Flensburger Technologiezentrum "Lisezwei" auch der sechste Digitalisierungspreis "Best of Digitales SH" verliehen (HANSEVALLEY berichtete). Noch bis zum Samstag können sich Interessenten u. a. an der Hochschule und der Europa-Universität in Flensburg zu praktischen Möglichkeiten der Digitalisierung informieren.
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Schleswig-Holstein zeichnet die besten Digitalprojekte des Jahres aus.

Die Preiseträger des Digitalisierungspreise 2023 in Flensburg.
Foto: Daniel Müller/StK Kiel

Flensburg, 28.09.2923: Digitalisierungsminister Dirk Schrödter hat gestern (27.09.2023) in Flensburg sieben Unternehmen und Initiativen aus Schleswig-Holstein mit dem Digitalisierungspreis "Best of Digitales.SH" ausgezeichnet. Mit dem Preis, der zum sechsten Mal vergeben wurde und mit insgesamt 70.000 Euro dotiert ist, würdigt die Landesregierung Innovationsgeist und großes Engagement im digitalen Bereich.

Der 1. Platz ist mit 25.000,- €, der 2. Platz mit 15.000,- € und der 3. Platz mit 10.000,- € dotiert. Außerdem wurden Sonderpreise in den Kategorien "Gesellschaftliches Wirken" und "Digitalisierung in Betrieben" verliehen, die mit insgesamt 20.000 € dotiert sind.

Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung sowie externen Institutionen und Verbänden hat über die Prämierung der besten Initiativen entschieden. Ausgewählt wurden:

1. Preis: Die Univelop GmbH aus Flensburg ermöglicht mit einer sogenannten No-Code Plattform, dass Unternehmen Prozesse mit einem Baukastensystem ohne Programmierkenntnisse in Software digitalisieren können.

2. Preis: Mit Hilfe der Virtual Reality Anwendung "Deepfake Detective" der Kieler Technologie-Schmiede HoloNative wird die Wahrnehmung für manipuliertes Bildmaterial anhand von unterschiedlichem Videomaterial geschult.

3. Preis: Durch die gemeinsamen App "Youle" von Codin IT aus Flensburg und GP Joule aus Reußenköge kann erneuerbarer Strom bewusster verbraucht und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Die Sonderpreise in der Kategorie "Gesellschaftliches Wirken":

  • Die Stiftung "Die blaue Insel" aus Kiel hat ein Virtual Reality Spiel namens "Die kleine Blumeninsel" für lebensverkürzend erkrankte Kinder entwickelt, um ihnen exklusive Erlebnisse zu schenken. Auf einer virtuellen Erinnerungsplattform pflanzen Kinder dabei auf einer Blumenwiese eine Blume mit ihrer persönlichen Botschaft.
  • Das webbasierte System "HomeResQ" aus Elmshorn liefert mit einer Datenbank Rettungskräften wichtige Detailkenntnisse über Immobilien, die sie im Notfall abrufen können.
  • Der Verein Cobaas für Bildung und Kommunikation aus Preetz bietet Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von Coworking-Spaces Programmierkurse an.

Der Sonderpreis Kategorie "Digitalisierung in Betrieben":

  • Das Projekt "Digital Service Price 2.0" von Süverkrüp Automobile aus Kiel ist ein spezielles Angebot für Monteure zur Digitalisierung von Werkstätten. Mit Hilfe von Tablets und digitaler Signatur können die Abläufe erleichtert und z. B. der Status des Fahrzeugs durch einen Live-Tracker ermittelt werden.

Weitere Informationen zu den Preisträgern 2023 des SH-Digitalisierungspreises gibt es auf den Seiten der Landesregierung.

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Schleswig-Holstein baut Open-Source-Nutzung mit Nextcloud-Desktops und KI-Assistenten aus.

Mit Nextcloud ist Zusammenarbeit in Echtzeit ohne US-Server möglich.

Kiel, 25.09.2023: SH-Digitalisierungsminister Dirk Schrödter und der Gründer und CEO des Stuttgarter Software-Anbieters "Nextcloud" - Frank Karlitschek - haben am 19. September d. J. in Kiel eine enge Zusammenarbeit des Landes mit dem Open-Source-Desktop-Anbieters angekündigt. Gemeinsam soll der Aufbau von offenen, vertrauenswürdigen Lösungen für den wachsenden Bedarf u. a. an KI-Anwendungen zwischen Nord- und Ostsee vorangetrieben werden.
Die Landesregierung von Schleswig-Holstein setzt im Zuge der Umsetzung ihrer Open-Source-Strategie auf die Office-Lösungen von "Nextcloud" für die dokumentenbasierte Zusammenarbeit. Die Stuttgarter bieten eine der führenden Open-Source-Office-Plattformen für die Zusammenarbeit und Kommunikation sowie die Datei- und Dokumentenverarbeitung an.
"Nextcloud" und die Staatskanzlei legten zudem Eckpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit im Bereich Künstlicher Intelligenz fest: Auf Basis des "Nextcloud Hub" mit Office-Suite, Datenhaltung und -synchronisation, Groupware und Kommunikationstools wird die Staatskanzlei die Nutzung von KI-basierenden Diensten an Arbeitsplätzen in der Verwaltung ausweiten.
Dazu gehört der von dem baden-württembergischen Software-Anbieter integrierte lokale KI-Assistent - unabhängig von Microsofts ChatGPT oder Googles Bard. Der "Nextcloud"-KI-Assistent ermöglicht u. a. Erinnerungen an Dateien, Ordner, Gespräche oder Nachrichten. Dazu kommen Benachrichtigungen zu Gesprächszeiten oder stille Erinnerungen, ohne die Nutzer aus ihrem aktuellen Vorgang zu reißen.
"Wir stellen den Kolleginnen und Kollegen der Landesverwaltung zukünftig KI-Dienste direkt am Arbeitsplatz zur Verfügung", kündigte Digitalisierungsminister Schrödter an. "Wir wollen neben dem Einsatz von bestehenden KI-Diensten wie ChatGPT die Entwicklung digital souveräner und offener Lösungen vorantreiben. Denn, die Verwaltung der Zukunft arbeitet automatisiert, algortihmisiert, cloudifiziert und datenbasiert."
Der Software-Anbieter ist mit seiner Cloud-Plattform bereits Bestandteil des "souveränen Arbeitsplatzes" des von Schleswig-Holstein unterstützten, bundesweiten Zentrums für Digitalisierung "ZenDis". Hier stellt der Anbieter die Cloud-Services für die heute "OpenDesk" genannte und bundesweit an 40.000 Arbeitsplätzen von Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden eingesetzte Software zur Verfügung.
Weitere Informationen zum lokalen KI-Assistenten von "Nextcloud" gibt es auf den Firmenseiten.
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Schleswig-Holstein plant, bei seiner IT 2.400 MWh pro Jahr einzusparen.

Schleswig-Holstein will mit ihrer Green-IT-Strategie den Stromverbrauch reduzieren.
Foto: TÜV Nord

Kiel, 14.09.2023: Damit Schleswig-Holstein im Jahr 2040 das erste klimaneutrale Industrieland sein zu können und die digitale Transformation ohne erhöhten Energieverbrauch zu erreichen, hat das Land seine "Green-IT-Strategie" weiterentwickelt.
Die jetzt entwickelten Maßnahmen wurden in drei Handlungsfelder unterteilt und in einen konkreten Umsetzungsplan überführt:
  • Handlungsfeld Eins umfasst die zentrale IT-Infrastruktur, inkl. Energiesparpläne für Server in der Landesverwaltung, intelligente Steckdosen, der Aufbau einer effizienten Datenverwaltung und Archivierung.
  • Handlungsfeld Zwei befasst sich mit der IT-Arbeitsplatzausstattung mit energieeffizienten Bildschirmen und Softphone-Lösungen.
  • Das dritte Handlungsfeld betrifft übergreifende Maßnahmen, die der Umsetzung der Green-IT-Strategie 2.0 dienen, zum Beispiel die Setzung von Rahmenbedingungen, ein Energiemanagementsystem sowie die Beteiligung der Mitarbeiter.
Nach ersten Berechnungen können durch die vollständige Umsetzung aller Maßnahmen in den ersten beiden Handlungsfeldern bis zu 2.400 MWh pro Jahr eingespart werden. Für die Finanzierung der Maßnahmen stehen zehn Millionen Euro zur Verfügung, dabei werden Mittel genutzt, die im vergangenen Haushaltsjahr erwirtschaftet worden sind.
Mehr Digitalisierung bedeutet zunächst mehr Energieverbrauch und damit auch mehr Emissionen. Diese Funktion müssen wir umkehren. Digitalisierung und Klimaneutralität sind zwei Seiten derselben Medaille“, fokussiert Digitalisierungsminister und Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter. 
CDU-Spitzenpolitiker Schrödter zum Stromverbrauch für die IT des Landes: „Nach unseren Hochrechnungen liegt dessen Anteil bei rund 25 Prozent des Verbrauchs der Landesliegenschaften. Mit der jetzt vom Kabinett beschlossenen Green-IT-Strategie 2.0 zeigen wir mit 46 konkreten Maßnahmen einen Weg auf, wie die CO₂-Emissionen aus der IT gesenkt werden können." 
Die digitalpolitische Sprecherin der Grünen Regierungssfraktion, Nelly Waldeck: "Nach wie vor ist der erheblichste Anteil an Ressourcen und Emissionen die Anschaffung von Hardware. Wir wollen hier neue Wege gehen und mit der Green IT-Beschaffungsrichtlinie nachhaltigere Produkte einkaufen und die Recyclingfähigkeit stärker berücksichtigen."
2019 wurde eine erste Green-IT-Strategie mit Maßnahmen zur Optimierung der IT-Nutzung in der Landesverwaltung ins Leben gerufen. Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es auf den Seiten der Staatskanzlei in Kiel. (Foto: TÜV Nord)
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Schleswig-Holstein tritt europäischer Allianz für souveräne Halbleiter-Industrie bei.

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer bei Ihrer Konferenze in Brüssel.
Foto: Staatskanzlei Kiel

Kiel, 13.09.2023: Eine europäische Allianz soll die Wettbewerbsfähigkeit und die europäische Souveränität in Sachen Halbleiter-Fertigung langfristig sichern. Das Land Schleswig-Holstein ist der von Sachsen initiierten Allianz ESRA beigetreten. 
In Brüssel fand am vergangenen Donnerstag (07.09.2023) im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz die Gründungsveranstaltung statt. SH-Digitalisierungsminister Dirk Schrödter unterzeichnete im Ausschuss der Regionen die Gründungsdokumente für Schleswig-Holstein.
"In der Allianz bringen die Regionen ihre Stärken zusammen und schaffen dadurch ein einmaliges europäisches Ökosystem im Bereich der Leistungselektronik. Hier können wir die volle Innovationsstärke unserer Forschungseinrichtungen, wie zum Beispiel des ISiT, sowie unserer Unternehmen ausspielen", so Schrödter.
Für Schleswig-Holstein als Innovationsstandort sei die Entwicklung und Produktion von Halbleiterelementen bereits heute ein wichtiger Zukunftsmarkt. E-Mobilität, Wärmeerzeugung oder H2-Generierung würden dadurch erst ermöglicht, so der CDU-Spitzenpolitiker. Für das Land sei es wichtig, von Anfang an bei der Halbleiterallianz dabei zu sein.
Der Freistaat Sachsen hat mit 26 weiteren Regionen aus 12 EU-Mitgliedstaaten die gemeinsame Plattform für Zusammenarbeit, Wachstum und Investitionen in die europäische Halbleiterindustrie initiiert. ESRA versteht sich als Plattform der Regionen und Partner der Europäischen Kommission bei der Umsetzung des europäischen Chip-Gesetzes.
ESRA setzt auf Austausch von Wissen, Förderung der Zusammenarbeit und Innovationen, die Entwicklung starker, integrierter und resilienter Wertschöpfungsketten sowie die Reduzierung von Abhängigkeiten vor allem bei kritischen Rohstoffen. Mit einer wachsenden europäischen Halbleiterherstellung soll die Industrieproduktion in der EU insgesamt gesichert und wettbewerbsfähiger gegenüber den USA und China werden.
Der Vorsitz und der Co-Vorsitz der European Semiconductor Regions Alliance sollen jährlich wechseln. Der Vorsitz wird Gastgeber einer Jahreskonferenz sein und übernimmt die politische Vertretung der ESRA nach außen und gegenüber der EU.
Eine ausführliche Meldung ist beim Medienservice des Freistaates Sachsen nachzulesen. (Foto: Staatskanzlei Kiel)
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Schleswig-Holstein setzt seinen Digitalisierungskurs trotz drohender Kürzungen auf Bundesebene fort.

Dirk Schrödter bei der diesjährigen D16-Ministerkonferenz in Bayern.
Foto: Dirk Schrödter

Kiel, 04.08.2023: Während die Bundesregierung durch das Innenministerium die Fördermittel für die Digitalisierung der Verwaltung von 377 Mio. € auf 3,3 Mio. € praktisch streichen will, setzt Schleswig-Holstein seinen Weg der Digitalisierung mit einer weiteren Millionen-Förderung fort. Für das kommende Jahr plant die schwarz-grüne Landesregierung danach, weitere 10 Mio. € für insgesamt 43 digitale Verwaltungs- und Forschungsprojekte bereitzustellen. Im laufenden Jahr waren es allein rd. 50 Mio. € Landesmittel, um die landesseitigen und in Verzug geratenen Verwaltungs-Services rund um das Online-Zugangsgesetz (OZG) fertig zu bekommen.
Zu den jetzt in die Förderung kommenden Projekten gehören eine zentrale Erfassung aller Forschungsdaten der Universitäten zwischen Nord- und Ostsee, berichtet die "Norddeutsche Rundschau". Außerdem sollen alle Bebauungs- und Flächennutzungspläne im Land weitgehend digitalisiert werden. Auch im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung nutzt SH künftig digitale Möglichkeiten: So soll eine künstliche Intelligenz Kindesmissbrauch im Internet suchen und zur weiteren Verfolgung erfassen.
Die einzelnen Projekte kommen aus nahezu sämtlichen Ministerien und sind ein Beispiel dafür, dass wir die öffentliche Verwaltung als Innovationstreiber positionieren“, so Digitalisierungsminister und Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter. „Wir arbeiten derzeit intensiv an einer ministeriumsübergreifenden Digitalstrategie. Das Digitalisierungsprogramm 3.0 ist ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Strategie und ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Digitalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.“
Im Kontext der geplanten Streichungen auf Bundesebene hatte CDU-Landesminister Schrödter bereits vor zwei Wochen in einem Brandbrief gegenüber SPD-Kanzleramtsminister und Scholz-Vertrautem Wolfgang Schmidt davor gewarnt, im kommenden Jahr die Mittel für "digitale Souveränität" durch Open-Source-Software zusammenzustreichen. Wie der "Tagesspiegel-Background" berichtete, sollen im nächsten Jahr für die technische Unabhängigkeit u. a. von Microsoft nur noch 24,7 Mio. € bereitstehen. Im Jahr 2022 waren es noch 48 Mio. €.
Laut Schrödter sind damit sowohl die auf Bundesebene geplante Weiterentwicklung des OSS-Desktops "Phoenix-Suite" als "souveränem Arbeitsplatz" des Bundesinnenministeriums gefährdet, als auch die gemeinsame Open-Source-Quellcode-Datenbank der Verwaltung, "Open Code". Diese wird im Auftrag des Bundesinnenministeriums vom öffentlichen IT-Dienstleister für Baden-Württemberg, "Komm One" und der gemeinsamen IT-Genossenschaft der öffentlich-rechtlichen IT-Zentren, "Govdigital" entwickelt.
Der norddeutsche IT-Dienstleister "Dataport" entwickelt seinerseits seit 2019 den Open-Source-Arbeitsplatz "Phoenix-Suite". Dieser läuft laut "Dataport" aus Kiel bundesweit auf rd. 40.000 Rechnern von Behörden als Test. Die "Phoenix-Suite" wird künftig auch technische Grundlage des vom Bund geplanten "souveränen Arbeitsplatzes". Der offene Quellcode dazu wird vom neuen "Zentrum für digitale Souveränität - Zendis" in Bochum verwaltet. SH plant, sich mit 1,7 Mio. € an der Bundeseinrichtung "Zendis" zu beteiligen.
Schleswig-Holstein setzt neben Eigenentwicklungen und Kooperationen mit dem Bund auch auf aktive Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern. So wird die in SH entwickelte, Open-Source-basierte "OZG"-Cloud für Kommunen künftig auch in Bayern laufen. Damit können Gemeinden ohne IT-Etat ihre Fachverfahren über die bei "Dataport" gehostete Plattform mit den Service-Portalen im Land verbinden.
Auch der Verwaltungs-Desktop "Phoenix-Suite" läuft bereits bundesweit, u. a. als Kollaborations-Tool in NRW sowie ab Herbst als "digitaler Arbeitsplatz" bei 5.000 Lehrern in Baden-Württemberg.
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OZG-Cloud aus Schleswig-Holstein hilft bei digitalen Anträgen an Kommunen im Freistaat Bayern.

Die OZG-Cloud aus SH ermöglicht digitale Prozesse über Standorte hinweg.
Grafik: MGM

Kiel, 16.05.2023: In einer bislang einmaligen Nord-Süd-Kooperation zur Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes (OZG) in den Kommunen arbeiten Schleswig-Holstein und der Freistaat Bayern künftig zusammen, um das Ausrollen von OZG-Leistungen zu beschleunigen. Dabei kommen vor allem moderne Cloud-Technologien zum Einsatz.
Kommunale Verwaltungen können mit Hilfe einer in Schleswig-Holstein entwickelten "OZG-Cloud" online Anträge und Anfragen von Bürgern und Unternehmen bündeln und anschließend digital schneller bearbeiten. Das Plattform-System zur Bürgerkommunikation soll künftig auch in Bayern eingesetzt und gemeinsam weiterentwickelt werden.
Die "OZG-Cloud" ist eine cloudbasierte fachunabhängige Infrastruktur-Plattform, die es ermöglichen soll, alle Schritte - vom Antrag bis zur Genehmigung eines Verwaltungsverfahrens - digital abwickeln zu können; und das nicht nur von Seiten antragstellender Einwohner, sondern auch im Backoffice auf Seiten der Verwaltung.
Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach erklärte: "Wir müssen in Deutschland endlich Schluss machen mit der Zettelwirtschaft! Deshalb ist wichtig, dass wir alle Kräfte bündeln, um die Digitalisierung der Verwaltungen gerade auch in den Kommunen voranzubringen. Mit der OZG-Cloud wollen wir gemeinsam mit Schleswig-Holstein die Kommunikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Kommune verbessern, beispielsweise über die Bayern-ID. So geht moderner Staat."
Mit der unter einer Open-Source Lizenz entwickelten "OZG-Cloud“ bekommen die Kommunen ein zentrales Werkzeug an die Hand, mit denen sie Anträge aus Online-Diensten, die mit "IntelliForm" (AFM) oder "Formsolutions" gebaut werden, bearbeiten können. Die Architektur ist so ausgelegt, dass mit die Entwicklung entsprechender Adapter auch Formulardaten aus anderen Quellen übernommen werden können. Die "OZG-Cloud" leitet eingehende Anträge in die zuständige Kommune zum bearbeitenden Mitarbeiter.
"Die Digitalisierung der Verwaltung ist bei der Umsetzung des OZG der nächste Schritt. Dazu leistet die Cloud einen wichtigen Beitrag", betont Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. Der CDU-Politiker weiter: "Um zu zeigen, dass diese Lösung nicht nur im Norden, sondern auch in anderen Ländern und kommunalen Verwaltungen angewendet werden kann, haben wir mit Bayern eine strategische Partnerschaft vereinbart."
Der Großteil der 575 Verwaltungsleistungen des Online-Zugangsgesetzes wird durch Bundes- bzw. Landesgesetz geregelt. Allerdings liegt die Umsetzung zu 70–80% in kommunaler Zuständigkeit, so die zuständige Landesbehörde "IT-Verbund Schleswig-Holstein - ITV.SH".
Weitere Informationen gibt es u. a. beim IT-Verbund "ITV.SH" und beim Technologie-Entwickler "MGM". Ein aktuelles Video von "Dataport" zum Thema ist auf "YouTube" online.
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Schleswig-Holstein zündet mit 12 Leitlinien nächste Stufe der Digitalisierung.

Die Koalition im Landeshaus gibt bei der DIgitalisierung weiter Gas.
Foto: Landtag SH

Kiel, 09.12.2022: Für die Landesregierung von Schleswig-Holstein steht das neue Jahr ganz im Zeichen der Digitalisierung. So will die schwarz-grüne Koalition die Grundlagen für eine über einzelne Ministerien hinweg greifende Digitalstrategie legen. Zugleich plant die Regierung mit Digitalisierungsminister Dirk Schrödter ein Digitalisierungsprogramm in der 3. Version als Grundlage für die Umsetzung der künftigen, allumfassenden Strategie.

Zu den zwölf digitalpolitischen Leitlinien der kommenden Jahre gehören:

  1. Offenheit gegenüber dem Einsatz neuer Technologien
  2. Forcierter Einsatz und Anwendung von Künstlicher Intelligenz
  3. Digitalisierung der Verwaltung auf allen Ebenen
  4. Modernisierung der Verwaltung inkl. Kulturwandel
  5. Stärkung der Informationssicherheit aus Landesebene
  6. Verbesserung der Datennutzung und Sicherstellung des Datenschutzes
  7. Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Verwaltung
  8. Umsetzung eines "Data Driven Government"
  9. Verbesserung der Daten- und Open Data-Nutzung
  10. Stärkung der digitalen Souveränität durch Open Source
  11. Ausbau der digitalen Daseinsvorsorge für Einwohner
  12. Umsetzung der landesweiten GreenIT-Strategie
Übergeordnetes Ziel der Politik im echten Norden ist es, die digitale Transformation aller gesellschaftlichen Bereiche in Schleswig-Holstein weiter voranzutreiben. Auf der Grundlage der Vision und der digital-strategischen Leitlinien plant man im Landeshaus einen Katalog konkreter Maßnahmen und Projekte umzusetzen – auch über die gesetzlich verpflichtende Digitalisierung der Verwaltungsleistungen im Rahmen des Online-Zugangsgesetzes (OZG) hinaus.
Die Digitalisierung betrifft sämtliche Lebensbereiche, und die hohe Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts wird nicht nachlassen. Die damit verbundenen großen Veränderungen für Wirtschaft und Gesellschaft werden wir aktiv gestalten“, so Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. „Dafür braucht es eine klare Vision – die hat die Landesregierung entwickelt. Wir verstehen uns als vernetzte Gestalterin des stetigen digitalen Wandels aller Lebens- und Arbeitsbereiche hin zu einer digital souveränen Gesellschaft.
Die umfassende Verfügbarkeit digitaler Leistungen für Einwohner und Unternehmen erhöhe die Attraktivität Schleswig-Holsteins zum Leben, Arbeiten und als Wirtschaftsstandort, betonte der CDU-Politiker. In den nächsten Jahren würden daher entlang festgelegter digitalpolitischer Leitlinien Grundsatzentscheidungen vorantreiben werden, die maßgeblich beeinflussen, wie das Land Schleswig-Holstein in der Digitalisierung langfristig aufgestellt sein werde.
Weitere Informationen gibt es auf einer speziellen Themenseite der Landesregierung.
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Weiterbildungs-Navigator testet digitales Wissen und bietet Angebote für Beschäftigte in SH.

Die Fachhochschule in Altenholz kümmert sich um digitale Beamte.
Foto: FHVD SH

Altenholz, 01.12.2022: Beschäftigte in der Verwaltung Schleswig-Holsteins sollen verstärkt für digitale Themen begeistert und qualifiziert werden. In der Fachhochschule für Verwaltung und Digitalisierung in Altenholz bei Kiel wurde von Digitalisierungsminister Dirk Schrödter am Donnerstag der Kompetenznavigator „findig.sh“ vorgestellt.
Nutzer können mit Selbst- und Wissenstests ihre digitalen Kompetenzen testen und erhalten persönliche Weiterbildungsangebote. Ziele des Forschungsprojekts sind der Aufbau einer Datenbank für Weiterbildungsangebote im Bereich der Digitalisierung sowie die Erarbeitung eines Kompetenzprofils für künftige Verwaltungsbeschäftigte.
Schrödter bekräftigte die Notwendigkeit, Beschäftigte in der Verwaltung individueller zu E-Government-Experten weiterzubilden. „Wir bringen mehr Tempo in die Digitalisierung unseres Landes. Daher begrüße ich es sehr, noch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die digitale Transformation zu qualifizieren."
Verwaltungen, die die Notwendigkeit und den Bedarf für Qualifizierung nicht erkennen, seien ein Hemmnis für den Digitalisierungsfortschritt: „Das Ergebnis des digitalen Kompetenztests zeigt, in welchen Bereichen die Stärken jedes Einzelnen liegen und wo sich die Beschäftigten noch weiterentwickeln können. Das ist eine tolle Unterstützung, um die digitalen Kompetenzen in der Verwaltung weiter zu verbessern“, so der CDU-Minister.
Das Forschungsprojekt der FHVD wurde mit 270.000,- € dem Digitalisierungsprogramm der Landesregierung gefördert. 

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Kiel beschleunigt Verwaltungsdigitalisierung mit weiteren Sprint-Projekten.

Auch der echte Norden muss bei der Digitalisierung weiter Tempo aufnehmen.
 Foto: Matthias Suessen - CC BY-A 4.0

Kiel, 26.10.2022: Mit 15 ausgewählten Projekten will die Landesregierung in nur fünf Monaten ihre Verwaltung weiter digitalisieren – auch Künstliche Intelligenz kommt zum Einsatz. Von digitalen Kriegsgräber-Akten über neue Software für die Justizvollzugsschule bis hin zur Bereitstellung von Geodaten aus dem Vermessungswesen: Mit zwölf weiteren Projekten will die Landesregierung ihre Verwaltung im Rahmen des Online-Zugangsgesetzes jetzt noch schneller modernisieren.
Bereits in den ersten 100 Tagen der neuen Legislatur habe sie sich die Landesregierung deutlich digitaler aufgestellt, sagte CDU-Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. "In Digitalisierungssprints der Ministerien werden jetzt Schnellläuferprojekte realisiert, die in den kommenden fünf Monaten umgesetzt werden."
Als Beispiel für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz nannte Schrödter die Bekämpfung von Kindesmissbrauch im Internet. Da die Zahlen erheblich gestiegen seien, biete sich KI zur Kategorisierung von Bild- und Videomaterial an: "Schon heute können die enormen Datenmengen kaum noch sach- und zeitgerecht gesichtet werden", sagte der Kieler Landespoltiker.
Neue Software soll es auch für die Justizvollzugsschule des Landes geben, damit Dozenten, Auszubildende sowie die Verwaltung ihre Daten künftig auf einer Plattform austauschen können. "Damit sorgen wir für eine zeitgemäße und effiziente Kommunikation", erklärte der Minister.
Auch im Kultur-, Hochschul- und Wissenschaftsbereich, dem Berichtswesen zur Nachhaltigkeit sowie bei der Landespolizei zur Nutzbarmachung von Sprachaufzeichnungen sind Digitalisierungssprints geplant.
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Kieler Landesregierung verabschiedet Eckpunkte für Landesdatenstrategie.

Daten sind auch im echten Norden das neue Gold.
Foto: Buffik, Pixabay

Kiel, 18.10.2022: Schleswig-Holstein will bundesweiter Vorreiter bei der Nutzung öffentlicher Daten werden. Die Landesregierung hat dazu jetzt Eckpunkte für eine Landesdatenstrategie beschlossen. Die Digitalisierung und speziell der Einsatz von Künstlicher Intelligenz soll bei bei Lösung von Themen rund um Klima- und Energiekrise sowie dem Fachkräftemangel im echten Norden helfen.
Voraussetzung für eine umfassende Nutzung dieser Technologien ist die Verfügbarkeit von Daten“, sagte SH-Digitalisierungsminister Dirk Schrödter in der vergangenen Woche. Mit dem Offene-Daten-Gesetz und dem Open-Data-Portal habe das Land erste Schritte dafür getan. Mit der Landesdatenstrategie sollen verwaltungsinterne Daten über einzelne Ministerien hinweg für Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung nutzbar gemacht werden.
Der CDU-Landespolitiker weiter: „Durch die landesweite Datenstrategie erwarten wir neben Wettbewerbsvorteilen für die Wirtschaft auch eine Verbesserung der wissenschaftlichen Forschung,“ so Schrödter. Das jetzt erarbeitete Eckpunktepapier skizziert die verschiedenen Handlungsfelder – vom Kompetenzaufbau und Veränderungsmanagement über technische, organisatorische bis hin zu rechtlichen Fragen.
Die Daten der öffentlichen Verwaltung sollen grundsätzlich kostenfrei und maschinenlesbar zur Verfügung gestellt werden. Neben den Datenschutzbeauftragten sollen in allen Ressorts auch „Datennutzbeauftragte“ ernannt werden und ein landeseigenes Kompetenzzentrum für Datenmanagement gegründet werden.

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Kieler Landesregierung stellt 115 Online-Services für Land und Kommunen bereit.

Die Staatskanzlei in Kiel macht Tempo beim OZG.
Foto: Landtag SH

Kiel, 10.10.2022: Schleswig-Holstein will nach eigenen Aussagen Vorzeigeland bei der Digitalisierung werden. Dafür sollen bis Ende des Jahres nach Möglichkeit alle Verwaltungsdienstleitungen im Rahmen des Online-Zugangs-Gesetzes digital zur Verfügung stehen. Von den 575 bis Jahresende auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene bereitzustellenden Verwaltungs-Services sind laut Staatskanzlei im echten Norden 115 landeseigene Leistungen fertig.
Die Dienste werden nun den Kommunen zur Mitnutzung angeboten oder bei Landeszuständigkeit auf regionalen Serviceportalen freigeschaltet. Durch das Land wurde mit dem kommunalen IT-Dienstleister "ITV.SH" ein eigener Onlinedienste-Shop entwickelt. In diesem können Kommunen Basis- und Online-Dienste zur Umsetzung des OZG bestellen und diese ohne großen Aufwand zum Teil ihrer Digitalisierungsstrategie machen. Der Shop ist als Beta-Version unter https://shop-digitales.schleswig-holstein.de erreichbar.
 „Schleswig-Holstein hat in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Modell aufgebaut, mit dem bereits gut 120 Verwaltungsleistungen digitalisiert werden konnten. Nun ist es uns in den ersten 100 Tagen der Legislatur gelungen, weitere 15 Online-Dienste zu entwickeln und damit den Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen noch mehr Service zu bieten“, sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter am Freitag in Kiel.
Hintergrund für die Zwischenmeldung ist die Verpflichtung von Bundern, Ländern und Kommunen, bis Jahresende insgesamt 575 Verwaltungsleistungen einheitlich digital anbieten zu müssen. So steht es im 2017 auf Bundesebene in Kraft getretenen Onlinezugangsgesetzes OZG. Bis zum Corona-Ausbruch 2020 haben vor allem Kommunen und Länder abgewartet. Seit Herbst vergangenen Jahres ist auf politischer Ebene bekannt, dass das Ziel nicht erreicht werden wird.
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SH schaltet erstes von fünf 5G-Campusnetzen der Landesregierung frei.

Das Land SH nutzt 5G jetzt auch für eigene Campusnetze.
Foto: HANSEVALLEY

Kiel, 07.10.2022: Die Landesregierung von Schleswig-Holstein treibt die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung im echten Norden weiter voran. Zu diesem Zweck sollen an fünf Standorten eigene 5G-Campusnetze eingerichtet werden. Zu den geplanten Standorten zählen unter anderem das Landespolizeiamt sowie Ministerien der Landesregierung in Kiel, aber auch Behörden des Küstenschutzes und ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Gemeinsam mit Digitalisierungsminister Dirk Schrödter wurde am Donnerstag d. W. die erste lokale 5G-Installation beim Zentralen IT-Management der Landesverwaltung in Betrieb genommen. „Unser Ziel ist es, Schleswig-Holstein zu einer digitalen Vorzeigeregion zu machen. Dazu brauchen wir leistungsfähige digitale Infrastrukturen. 5G-Campuszellen gehören unzweifelhaft dazu. Deshalb wollen wir auch in diesem Bereich maßgeblicher Taktgeber werden“, so der CDU-Landespolitiker in Kiel.
Mit eigenen 5G-Installationen wollen wir die Bandbreiten unseres auf Glasfaser basierenden Behördennetzes auch für mobile Nutzungsszenarien erschließen. Im Flächen-land Schleswig-Holstein sehen wir dafür auch Bedarf in der Landwirtschaft und im Küstenschutz“, betonte der Minister in der Staatskanzlei. Auch bei Großveranstaltungen stehe den Sicherheitskräften mit einem privaten 5G-Campusnetz des Landes jederzeit und unabhängig von der Verfügbarkeit kommerzieller Mobilfunknetze eine breitbandige Sprach- und Datenkommunikation zur Verfügung.
Die Landesregierung hatte im 100-Tage-Programm die Planung von fünf Standorten für die Erprobung von 5G-Technik beschlossen. Am Standort des Zentralen IT-Managements ist nun der erste Standort freigeschalt worden. Mit Smartphones und Laptops konnten erste Tests mit hohen Datenübertragungsraten durchgeführt werden. Im Zuge der Erprobung soll auch evaluiert werden, wie in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkanbietern die Verfügbarkeit von 5G in Schleswig-Holstein dadurch erhöht werden kann, dass die Landesregierung eigene Standorte und eigene Technik für eine gemeinsame Nutzung anbietet.
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Schleswig-Holstein führt Informatik-Grundbildung an allen weiterführenden Schulen ein.

Die Wissensfabrik unterstützt SH beim Informatik-Unterricht.
Foto: Wissensfabrik e. V.

Kiel, 19.09.2022: Die weiterführenden Schulen in Schleswig-Holstein fördern mit dem Wissensfabrik-Projekt "IT2School – Gemeinsam IT entdecken“ die Informatik-Grundbildung ihrer Schüler. "IT2School“ ist ein Bildungsprojekt, das die Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V. in Kooperation mit der Universität Oldenburg entwickelt hat. Schüler erhalten Einblick in die Mechanismen der digitalen Welt. Dabei erleben sie, dass sie diese selbst gestalten können.
Neben Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Wissensfabrik-Mitgliedern etabliert der Verein tragfähige Kooperationen zwischen Politik, Bildungseinrichtungen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Die Wissensfabrik entwickelt die Projekte inklusive haptischer Materialien für die Umsetzung in den Schulen. Die Unternehmen stellen den Praxisbezug her. Schleswig-Holstein ist nach Rheinland-Pfalz das zweite Bundesland mit einem MINT-Hub in Kooperation mit der Wissensfabrik.
Um die Fähigkeiten Schüler in Schleswig-Holstein in der informatischen Grundbildung zu erweitern, hat das Bildungsinsitut IQSH einen Kooperationsvertrag mit der Wissensfabrik geschlossen und organisiert die Fortbildung der Lehrkräfte für die flächendeckende Einführung. Dazu gehören eine Weiterbildung in Informatik, die Begleitung der Einführung des neuen Fachs sowie zahlreiche Fortbildungen zu speziellen Informatikthemen sowie die Vor-Ort-Beratungen für Fachteams an den Schulen.
Es geht uns nicht darum, bereits in der Schule Programmierer auszubilden. Sondern wir alle brauchen ein Grundverständnis von digitalen Themen als Teil einer zeitgemäßen Allgemeinbildung“, so Mathias Haase, Vorstandsvorsitzender der Wissensfabrik. Die bundesweite Wirtschaftsinitiative vereint das Engagement von rund 130 Unternehmen und Stiftungen für einen praxisnahen Zugang zu besserer Bildung in den MINT-Fächern.
"Eine gute digitale Bildung ist entscheidend, um sich mündig an gesellschaftlichen Diskursen zu beteiligen und erfolgreich am Berufsleben teilzuhaben“, betonte Gabriele Romig, Abteilungsleiterin im Bildungsministerin, als sie Ende vergangener Woche an der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule in Bad Schwartau den Startschuss für die flächendeckende Ausweitung des Projekts „IT2School“ gab.
Weitere Informationen zum Projekt in Schleswig-Holstein gibt es hier.
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SH-Digitalisierungsminister kündigt zentrale Datenstrategie der Landesverwaltung an.

Treibt die Datennutzung und KI im Norden voran: Dirk Schrödter
Foto: Twitter/Dirkt Schrödter

Kiel, 26.07.2022: Die Landesregierung will mehr Tempo bei der Nutzung von Daten machen, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die Digitalisierung weiter zu verbessern. "Daten sind der Rohstoff für Künstliche Intelligenz, der Treibstoff der Digitalisierung", sagte Digitalisierungsminister Dirk Schrödter in Kiel:
"Innerhalb der ersten 100 Tage wird die Landesregierung ein Eckpunktepapier für eine bessere Nutzung von staatlichen Daten durch Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung vorlegen, denn wir wollen den Datenturbo schnell zünden. Die datengetriebene Ökonomie ist eine riesige Wachstumschance für unser Land. Dieses Potenzial wollen wir heben."
Ziel ist es, die Datenbestände schneller zu erfassen, aufzubereiten und für eine Nutzung direkt verfügbar zu machen. Ein Großteil der Daten soll in das bereits bestehende Open Data-Portal aufgenommen werden. Andere Daten sollen in einem "Landesdatenhaus" zur Nutzung innerhalb der Landesregierung über Ressortgrenzen hinweg verfügbar gemacht werden.
Themenfelder der Landesdatenstrategie werden eine Fortbildungsinitiative für Mitarbeiter der Verwaltung, technische Fragestellungen und rechtliche Aspekte einer besseren Datennutzung sein. Gegenstand der Strategie sei auch die Einführung von "DatenNUTZbeauftragten" in allen Ministerien, die zu technischen Fragen der Datenbereitstellung sowie bei Rechtsunsicherheiten beraten sollen und die Entwicklung einer Kultur des Datenteilens und -nutzens unterstützen.
Bereits heute verfüge die Landesverwaltung über umfangreiche und wertvolle Datenbestände, zum Beispiel Mobilitätsdaten, Bildungs- und Gesundheitsdaten, die allzu oft ungenutzt blieben. In der Vergangenheit seien diese Schätze noch viel zu wenig genutzt worden, um die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und die Wertschöpfung zu verbessern, so Schrödter.
Daten kostenlos und in hoher Qualität bereitzustellen, bedeute Wirtschaftsförderung, da Unternehmen hieraus Mehrwerte schaffen können, so der CDU-Politiker am Montag. Daneben könne man Verwaltungshandeln datengestützt weiter verbessern.
"Die kostenlose und maschinenlesbare Bereitstellung öffentlicher Daten wird zum entscheidenden Standortvorteil. Die vielfältigen Daten des öffentlichen Sektors müssen zugänglich und nutzbar sein. Datensilos gilt es aufzubrechen. Dabei muss die Veröffentlichung aller Daten im Open-Data-Portal die Regel, die nicht-Veröffentlichung die Ausnahme werden", so der Chef der Kieler Staatskanzlei zusammenfassend.
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Norderstedt entwickelt eine eigene Smart City-App.

Neben Lübeck will auch Norderstedt zur Smart City werden.
Luftbild: EGNO

Norderstedt, 28.06.2022: Der 82.000 Einwohner Hamburg-Anrainer Norderstedt will zur Smart City werden. Dreh- und Angelpunkt für Dienstleistungen der Stadt, aber auch lokaler Anbieter, soll eine Service-App werden. Darin können alle aktuellen Informationen der Stadtverwaltung abgerufen werden und lokale Dienstleistungen ausgewählt und genutzt werden.
Zu den geplanten Services gehören Infos zu Kinderspielplätzen und Kitas ebenso, wie die notwendigen Fakten, wo man sein Kind anmelden kann. Auch der Freizeitsport soll mit den Vereinen in der Stadt präsent sein, genauso wie Baustellenhinweise für Autofahrer, die neuesten Volkshochschulkurse sowie das aktuelle Kinoprogramm und Informationen zu Konzerten und anderen Events. Dabei können die Nutzer gewünschte Funktion aktivieren oder deaktivieren.
Die App ist nur ein Projekt im Rahmen der Digitalisierungsstrategie. Die Stadtvertretung hat jetzt das Budget für die ersten Projekte im Rahmen der "Norderstedt Go!"-Strategie freigeben. Damit kann die mobile App als eine von insgesamt neun Lösungen als erste auf den Weg gebracht werden. Die Service-App wird von "Wilhelm.tel" erarbeitet - der Telekommunikationstochter der Stadtwerke Norderstedt.
Über ein Jahr hatten 60 Bürger in 20 Workshops mit zwei professionellen Trainern notwendige Rahmenbedingungen, praktische Ideen und gewünschte Services erarbeitet. Dabei kamen insgesamt 130 Vorschläge für smarte Lösungen "Made in Norderstedt" heraus. Mit Sonja Bahlsen hat die Stadt zudem einen eigenen Chief Digital Officer zur strategischen Koordination der Verwaltungsdigitalisierung.
Die neue Smart City-App soll in rd. einem Jahr am Start sein. Damit auch ältere Einwohner in Norderstedt die neue App und weitere digitale Services nutzen können, plant die Stadt zusammen mit dem Seniorenbeirat u. a. eigene Präsenzveranstaltungen und VHS-Kennenlernkurse. Außerdem soll es einfach verständliche Schritt-für-Schritt-Einleitungen im Internet geben.
Grundlage für die künftige Smart City ist die flächendeckende Breitband-Anbindung der Stadt durch "Wilhelm.tel" und das kostenlose öffentliche WLAN "Mobyklick". Für die Umsetzung der Digitalstrategie wird es vier neue Mitarbeiter bei den Stadtwerken geben, die die Projekte planen und steuern. Auch die jetzt durch die Stadtvertretung auf den Weg gebrachten ersten Projekte werden durch den stadteigenen Dienstleister gemanagt.
Weitere Informationen zur Digitalisierungsstrategie gibt es auf den Seiten der Stadtverwaltung Norderstedt.
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Lübeck eröffnet Smart City-Plattform für die Hansestadt.

Im Geoportal der Hansestadt können aktuelle Sensordaten abgerufen werden.
Foto: Hansestadt Lübeck

Lübeck, 27.06.2022: Auf der neuen Smart City-Plattform werden vernetzte Lösungen zu den Themen Mobilität, Klimaschutz, Umwelt und Energie präsentiert, die helfen sollen, das Leben für alle Einwohner einfacher und lebenswerter zu machen. Mit dem flächendeckenden LoRaWan-Funknetzwerk können Sensordaten gesammelt und genutzt werden, um smarte Lösungen für den Alltag anzubieten.
So kann jetzt online einfach die Wassertemperatur an den Badestellen geprüft, Fahrradreparatur-Stationen oder E-Ladesäulen gesucht, Spielplätze gefunden und die Auslastung der Parkhäuser und -plätze herausgefunden werden. Die bereitgestellten Daten können von jedermann aufgerufen, ausgewählt und genutzt werden.
Die Smart City-Plattform dient damit in erster Linie der Visualisierung von Geodaten. Das Portal ermöglicht die Darstellung von Informationen mit raumbezogenen Daten sowohl auf mobilen Endgeräten als auch am Computer. Das Portal ist ein Open-Source-Projekt und lebt von der Beteiligung der Einwohner.
"Mit der Smart City Plattform bieten wir ganz neue Möglichkeiten, Infos über die Stadt zu suchen und zu finden. Wir werden jetzt sukzessive weitere Daten anbinden und zur Verfügung stellen – dabei wird der Datenschutz stets berücksichtigt werden“, so Chief Digital Officer Stefan Ivens.
Die Digitalisierung macht Lübeck noch attraktiver. Wir wollen ganz konkret am Beispiel eines Sommertags zeigen, welche Vorteile die digitalen Angebote den Bürger:innen und Gästen bringen. Damit ist Lübeck bei der Digitalisierung jetzt ganz weit vorn. Wir bauen das zentrale digitale Herz der Stadt und machen Daten transparent für alle“, so Bürgermeister Jan Lindenau.
Lübeck betrachtet die digitale Infrastruktur als Daseinsvorsorge und setzt sie z.B. mit Energieversorgung, Verkehrsleistungen und Müllentsorgung gleich. Das digitale Herz der "Smart City Region Lübeck" soll die Smart City Plattform sein. Hier werden Datenquellen zusammengeführt, die neue Informationen zur Verfügung stellen.
Die Hansestadt Lübeck will sich perspektivisch zur Smart City weiterentwickeln. Ziele sind die Steigerung der Lebensqualität, der nachhaltige Einsatz von Ressourcen, die Modernisierung der Verwaltung und die Stärkung des Wirtschaftsstandorts.
Das Smart City Portal der Hansestadt Lübeck ist hier zu finden.
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Im Kieler Landeshaus wollen CDU und Grüne künftig die Digitalisierung für SH vorantreiben.
Foto: Landtag SH 

CDU und Grüne haben am Mittwoch an der Förde ihren ausgehandelten Koalitionsvertrag für die schwarz-grüne Landesregierung von Schleswig-Holstein vorgestellt. In einem Kapitel geht es über 20 Seiten um die Herausforderungen durch Digitalisierung, Transformation und Kulturwandel. Zu Beginn heißt es "Wir verstehen das Land als eine vernetzte Gestalterin einer souveränen digitalen Gesellschaft und des stetigen digitalen Wandels".

Die neue Landesregierung nimmt sich bei der Digitalisierung ein Beispiel an den Ländern Nordeuropas, nicht der Bundesrepublik: "Wir wollen den Digitalstandort Schleswig-Holstein zur digitalen Vorreiterregion in Europa, vergleichbar mit unseren nördlichen Nachbarn in Dänemark und den baltischen Staaten, machen und das digitalisierungsfreundlichste Land sein." Die Digitalisierung kann SH vor allem als Energieland Nr.1, zur Förderung der Wirtschaft, der Wissenschaft und in der Verwaltung unterstützen.

Im Koalitionsvertrag finden sich neben konkreten Zielen in allen Bereichen, wie Schule und Bildung, Forschung und Wissenschaft, Gesundheitswesen und Verwaltung konkrete Forderungen zu den Technologie-Leitthemen KI, Green IT, Open Data, Datenschutz oder IT-Sicherheit. Das Hanse Digital Magazin hat die wichtigsten digitalpolitischen Aspekte des rd. 250 Seiten starken Programms analysiert.

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Hansestadt Lübeck beruft Digital-Beirat für Bürgerbeteiligung ein.

Bürgermeister Jan Lindenau bindet die Bürger in die Digitalisierung mit ein.
Foto: Hansestadt Lübeck

Lübeck, 20.06.2022: Im Rathaus der Hansestadt hat sich am Donnerstag vergangener Woche der neue Digital-Beirat gegründet. Das insgesamt 24 Mitglieder große Innovations-Gremium wurde von Bürgermeister Jan Lindenau begrüßt und vom Chief Digital Officer der Stadt - Stefan Ivens - in die Digitale Strategie eingeführt. Die Sitzung wurde von Prof. Moreen Heine von der Universität zu Lübeck moderiert.
Die Mitglieder wurden in der Sitzung über die Ziele, Maßnahmen und die Kommunikation auf dem Weg zur "Smart City Region Lübeck" sowie insbesondere über den Digitaltag am 24. Juni '22 informiert. Darüber hinaus wurden die Eckpunkte für die Beteiligung vorgestellt und diskutiert. Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, eigene Themen und Ideen einzubringen, die bei der nächsten Sitzung am 8. September d. J. erörtert werden sollen.
Der "Digital-Beirat" diskutiert laut Lübecks CDO Stefan Ivens über konkrete digitale Projekte unter Berücksichtigung der Lebensumständen an der Trave. Die Ergebnisse sollen transparent veröffentlicht werden. Der Beirat hat für Verwaltung und Politik eine beratende Funktion. Digitale Projekte sollen zukünftig schon in der Planungsphase dort eingebracht und behandelt werden. Die Mitglieder bewerten die Chancen und Risiken der Vorhaben aus unterschiedlichen Blickwinkeln oder bringen eigene Projektideen ein.
 „Ich freue mich, dass der Beirat Lübeck Digital jetzt losgelegt hat. Er ist ein wichtiges Gremium, um die Bedürfnisse an eine Smart City aus dem Blickwinkel der Menschen aufzunehmen und diese bei der Umsetzung zu berücksichtigen. Wir wollen nicht nur digitalisieren, weil es alle tun, wir wollen es richtig und gemeinsam machen, aber natürlich nicht die analogen Zugänge gänzlich abschaffen“ so Bürgermeister Jan Lindenau.
Der Beirat ist ein Querschnitt aller gesellschaftlicher Gruppen und der Bevölkerung Lübecks und kein IT-Fachgremium. Am 10. März d. J. wurden die 24 Mitglieder durch Bürgermeister Jan Lindenau, Gleichstellungsbeauftragte Elke Sasse und CDO Stefan Ivens für das neue Gremium ausgelost. Insgesamt hatten 241 Personen ihr Interesse bekundet und wollten Mitglied im "Beirat Lübeck Digital" werden.
Weitere Informationen gibt es auf den Seiten des Lübecker Senats.
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Dataport stellt Konzept für Open-Source-Arbeitsplatz in Schleswig-Holstein vor.

SH macht ernst mit einem eigenen Open-Source-Desktop.
Screenshot: HANSEVALLEY

Kiel, 16.05.2022: Die vom landeseigenen IT-Dienstleister "Dataport" für das Digitalministerium von Schleswig-Holstein aktuell erarbeitete Machbarkeitsstudie "Linux-Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung“ kommt zu dem Ergebnis, dass Open-Source-Systeme fast alle Anforderungen erfüllen, die ein IT-Arbeitsplatz in der öffentlichen Verwaltung erfordert.

Die am Freitag in Kiel vorgestellte Studie dient als Blaupause dafür, was bei einer Umstellung vom aktuell genutzten "Window"s-Betriebssystem auf Open Source berücksichtigt werden muss. "Dataport" beschreibt einen standardisierten IT-Arbeitsplatz für die Verwaltung, der mit einer Linux-Distribution und alternativen Open-Source-Programmen für die tägliche Behördenarbeit ausgestattet ist.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden auch mögliche Grenzen einer umfassenden Umstellung der IT-Arbeitsplätze auf Open Source untersucht. Ergebnis: Es wird nicht vollumfänglich möglich sein, alle proprietären Technologien ausschließlich durch Open-Source-Technologien zu ersetzen, beispielsweise bei bestimmten Fachverfahren.

Eine Vielzahl der Programme, mit denen Verwaltungen aktuell arbeiten, laufen zurzeit ausschließlich auf "Microsoft Windows" und sind somit mit dem Linux-Betriebssystem nicht kompatibel. An dieser Stelle wird es daher alternative Übergangslösungen geben müssen. Das langfristige Ziel der Landesregierung ist es, auch im Betrieb der Fachverfahren plattformunabhängig zu werden. Neue Software für die Verwaltung soll zukünftig daher so programmiert werden, dass sie unabhängig vom Betriebssystem nutzbar ist.

"Mit dieser Untersuchung möchten wir über das Land hinaus öffentliche Einrichtungen ermutigen, den Weg hin zu mehr technischer Unabhängigkeit zu gehen. Ganz im Sinne des Open-Source-Gedankens stehen unsere Ergebnisse allen Interessierten bundesweit zur Verfügung“, so Sven Thomsen, Chief Information Officer von Land Schleswig-Holstein.

Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender von Dataport ergänzt: „Mit Open Source stärken wir den IT-Standort in Deutschland beziehungsweise Europa. Dies ist gerade für die Verwaltung elementar, denn ohne Informatinostechnik ist sie nicht arbeitsfähig. Schleswig-Holstein ist ein Vorreiter auf dem Weg zu mehr digitaler Souveränität. Dataport unterstützt diesen Weg.

Schleswig-Holstein hat sich bereits im Koalitionsvertrag 2018 zu einem generellen Ausbau von Open Source bekannt. Der Einsatz von Open Source soll technische Abhängigkeiten von marktbeherrschenden Herstellern und deren proprietären Systemen verringern. In den kommenden Jahren werden rd. 25.000 Arbeitsplätze in der Landesverwaltung auf Linux-basierte Betriebssysteme Open-Source-Software umgestellt werden.

Die Kurzfassung der "Dataport"-Studie kann auf den Seiten der Landeregierung heruntergeladen werden.

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Kiel forciert Datennutzung nach gemeinsamer Norddeutschland-Konferenz.

Die Landesregierung in Kiel forciert die Datennutzung in der Verwaltung.
Foto: Uphoff, gemeinfrei

Kiel, 28.04.2022: Auf schleswig-holsteinische Initiative hat sich eine Arbeitsgruppe "Datenstrategie in Norddeutschland" gebildet, die für die "Konferenz Norddeutschland" in der vergangenen Woche einen Statusbericht der Länder erarbeitet und Felder einer möglichen Zusammenarbeit im Bereich der Datennutzung in den Nordländern vorgestellt hat.
Die Datenstrategie im Norden nimmt damit nach der "Konferenz Norddeutschland" in Kiel vergangene Woche an Fahrt auf. Staatssekretär Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei, sieht nach den Beratungen Rückenwind für die eigene Landesdatenstrategie:
"Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) hat erheblich an Bedeutung gewonnen. Mit der KI-Landesstrategie und dem KI-Sondervermögen hat sich Schleswig-Holstein auf diesem Gebiet zu einer der führenden Regionen innerhalb Deutschlands entwickelt", so der CDU-Landespolitiker.
Jede Behörde und jedes Unternehmen braucht nach Überzeugung von Schrödter mehr Fachkompetenz im Bereich Data Science. "Unser Ziel ist das datengeleitete Regierungshandeln, um die Verwaltung noch transparenter und effizienter zu machen. Deshalb brauchen wir mehr Datennutzung. Das ist eine absolute Führungsaufgabe, die es zu entwickeln gilt", so der Chef der Kieler Staatskanzlei weiter.
Auf Initiative der Staatskanzlei gibt es in dieser Woche für alle Abteilungsleitungen der Landesregierung eine Fortbildungs-Veranstaltung mit dem Thema "Daten nutzen - neue Potenziale erschließen". 
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Schleswig-Holstein baut in Kiel zentralen Datencampus auf.

Die CAU in Kiel wird zum Datencampus für SH.
Foto: Marvin Radke, CC BY-SA 4.0

Kiel, 25.03.2022: Das Land Schleswig-Holstein fördert den Aufbau eines Campus für KI und Data Science an der Carl-Albrecht-Universität und der Fachhochschule Kiel mit 2,1 Mio. €. Der neue "Datencampus" wird zusammen mit dem "KI-Transfer-Hub SH" entwickelt und soll datenbasierte Technologien und ihre Möglichkeiten in Wissenschaft und Unternehmen bringen. Am Donnerstag d. W. übergab Digital-Staatssekretär Dirk Schrödter in Kiel dazu die Förderbescheide.
Der Fokus des "Datencampus" liegt auf dem Transfer von KI durch Kooperationen. Die ersten KI-Partner sind das Kiel Marine Science, die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, das Exzellenzcluster ROOTS, die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, GEOMAR, Moin CC, das UKSH und das Institut für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Kiel. 
Mit dem Datencampus bündeln wir für den Hochschulstandort Kiel Wissen, Methoden und Kompetenzen rund um Daten und KI und heben den Wissens- und Technologietransfer so auf ein neues Level“, so Digital-Staatssekretär Dirk Schrödter: „Schleswig-Holstein hat die Megatrends KI und Data Science schon früh erkannt. Jetzt schaffen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein, damit wir die Megatrends auch in Zukunft mitgestalten.
Durch den "Datencampus" baut Schleswig-Holstein seine Vorreiterrolle im Bereich Data Science und künstliche Intelligenz aus und schafft ein bundesweit führendes Zentrum, das die Kernkompetenzen aller Hochschulen in Schleswig-Holstein bündelt. In einer Reihe von interdisziplinären Projekten, die den Nutzen und die Möglichkeiten der Daten- und KI-basierten Forschung beispielhaft zeigen, sollen ebenfalls gefördert werden.
Weitere Informationen zu KI in Schleswig-Holstein gibt es auf den Seiten des KI-Transfer Hubs SH
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SH-Digitalisierungsminister Albrecht wirbt für das neue Digitalisierungsgesetz.

Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht wirbt für das neue Digitalgesetz.
Foto: janalbrecht.eu

Kiel, 22.02.2022: Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht hat vor den abschließenden Beratungen des schleswig-holsteinischen Landtags in dieser Woche für die Verabschiedung und ein schnelles Inkrafttreten des neuen Digitalisierungsgesetzes für SH geworben. Das neue Gesetz digitalisiert und regelt verschiedene Bereiche der Verwaltung. So sollen künftig alle Verwaltungsleistungen standardmäßig auch digital angeboten werden.
Zukünftig sollen zudem grundsätzlich alle Informationen der Landesverwaltung über das Open-Data-Portal des Landes veröffentlicht und für eine unbeschränkte Nutzung durch innovative Unternehmen, interessierte Bürgerinnen und Bürger oder andere Behörden frei zur Verfügung gestellt werden. Derzeit beinhaltet das Open-Data-Portal bereits rund 18.800 Datensätze von 21 Behörden, 10 Kommunen und Städte sowie 15 sonstigen Datengebern.
Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung wird in dem Gesetz geregelt. Ob im Land Assistenzsysteme für Verwaltungsarbeiten oder Verkehrssteuerungen eingesetzt werden, vollautomatisierte Verfahren Steuer- oder Versicherungsbescheide errechnen oder selbstlernende Algorithmen Anfragen und Anträge an zuständige Behörden weiterleiten – immer müssen Kontrolle und Verantwortung durch den Menschen vollständig erhalten bleiben und die Belange des Verbraucher- und Datenschutzes eingehalten werden, so Albrecht zu den Plänen, KI in der Landesverwaltung einzusetzen. 
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Seiten der Landesregierung SH nachzulesen. 
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Schleswig-Holstein fördert KI im echten Norden mit 12 weiteren Professuren.

Die Uni Lübeck wird als Zentrum für KI in der Medizin gestärkt.
Foto: Uni Lübeck/Thomas Berg

Kiel/Lübeck, 09.02.2022: Das Land Schleswig-Holstein unterstützt an vier Hochschulstandorten die Schaffung von insgesamt zwölf KI-Lehrstühlen – an der Universität zu Lübeck wird vor allem der Forschungsschwerpunkt „KI und Gesundheit“ gestärkt. In der Universität zu Lübeck wird es zeitnah 3,5 Professuren für Künstliche Intelligenz geben. Die Stellen werden sich mit Hybrider KI, Intelligenter Biosignalverarbeitung, Ethical Legal ans Social Aspects of AI und KI in der medizinischen Anwendung.
Die Professuren werden vom Land für die Dauer von fünf Jahren unterstützt und voraussichtlich ab dem Wintersemester 2022/2023 ihre Arbeit aufnehmen. Die Positionen werden an der Universität zu Lübeck vor allem den wissenschaftlichen Schwerpunkt „KI und Gesundheit“ noch stärker verankern. Zwei Professuren sollen dem Bereich Informatik / Technik zugeordnet werden, eine der Medizin und eine fachübergreifend dem Ethical Innovation Hub. 
Die Professuren werden vom Land für fünf Jahre unterstützt und voraussichtlich ab dem Wintersemester 2022/2023 ihre Arbeit aufnehmen. Die Positionen werden an der Universität Lübeck vor allem den wissenschaftlichen Schwerpunkt "KI und Gesundheit“ noch stärker verankern. Zwei Professuren sollen dem Bereich Informatik/Technik zugeordnet werden, eine der Medizin und eine fachübergreifend dem Ethical Innovation Hub. 
Die Landesförderung für die zwölf Lehrstellen beträgt insgesamt 9 Mio. €, davon sind etwa 2,7 Mio. für die Universität zu Lübeck. Gefördert werden jeweils die Personalkosten und eine Pauschale für die Sach- und Personalausstattung. Die Universität stattet die Professuren jeweils noch mit Personalstellen aus eigenen Mitteln aus.
Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es auf den Seiten der Lansdesregierung. Weitere Informationen zu KI im echten Norden gibt es hier.
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Jamaika-Koalition in Kiel setzt KI-Strategie mit Zielbranchen weiter fort.

Die Landesregierung in Kiel setzt ihre KI-Strategie weiter fort.
Foto: Uphoff

Kiel, 07.12.2021: Das Land Schleswig-Holstein macht weiter Tempo bei der Digitalisierung, setzt dabei noch stärker auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz und schreibt dazu seine KI-Strategie der vergangenen Jahre fort. "Schon jetzt sind wir ein bundesweit anerkannter Player auf diesem Gebiet", sagte Staatssekretär Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei, am Montag in Kiel. "Diese Position wollen wir nicht nur halten, wir werden sie entschlossen ausbauen." Gut 45 Mio. € hat das Land für Projekte im Bereich KI seit Beginn der Legislaturperiode bereitgestellt.
"Rund 37 Millionen davon sind fest in Projekten verplant", so Staatskanzlei-Chef Dirkt Schrödter. Dazu kommen Bundes- und EU-Mittel: "Dies zeigt, welch guten Ruf KI-Schaffende und ihre KI-Produkte ,made in Schleswig-Holstein' inzwischen genießen." Das Land konzentriere sich bei der Forschungs- und Unternehmensförderung auf seine bestehenden Stärken. Schwerpunkte seien die Gesundheitswirtschaft inkl. Medizintechnik, die so genannte "Blaue" Maritime Wirtschaft, die klassische Land- und Forstwirtschaft sowie die Erneuerbaren Energien.
Dazu kommt der Bereich öffentliche Verwaltung. Hier wurde u.a. ein umfangreiches Chatbot-Programm gestartet. Der Wert solcher Systeme werde deutlich am Beispiel des Corona-Chatbots, der Bürgern rund um die Uhr Fragen beantworte. Auch Bildung und Kultur böten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für KI. Es sei wichtig, KI-Anwendungen im Alltag erlebbar zu machen und die Menschen zu einer konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit dieser Technologie zu befähigen. "In diese Richtung zielt auch die Entscheidung, Informatik an den Schulen zum Pflichtfach zu machen", so Schrödter.
Schleswig-Holstein war 2019 eines der ersten Länder, das eine KI-Strategie entwickelt hat. Ein großer Teil der damals formulierten Vorhaben sei umgesetzt. "Heute verfügen wir über ein KI-Ökosystem, in dem zahlreiche Akteure erfolgreich miteinander arbeiten und Projekte auf den Weg bringen", sagte der Staatskanzlei-Chef. Mit der Fortschreibung der Strategie werde der Fokus noch deutlicher auf die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Forschung und Unternehmen gelegt. "So erzeugen wir Wertschöpfung aus dem großen Wissensschatz der Hochschulen", so der CDU-Digitalpolitiker.
Weitere Informationen zu KI im echten Norden gibt es im Landesportal von Schleswig-Holstein.
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Schleswig-Holstein will sich aus einer gefährlichen Abhängigkeit von MS Office befreien.

SH setzt auf Open Source Software für mehr Unabhängigkeit von Microsoft.
Foto: HANSEVALLEY

Berlin/Kiel, 04.11.2021: Das Land Schleswig-Holstein will seine Abhängigkeit von Microsoft, den hohen Kosten für Upgrades der "MS Office"-Software und der Abhängigkeit von zwangsweise cloudbasierten Programmen reduzieren und so die Hoheit über die Verfügbarkeit und die langfristig sichere Nutzbarkeit von Software in der Landesverwaltung sichern.
Hintergrund ist ein im Ernstfall versperrter Zugriff auf die "MS Office"-Tools auf Anweisung z. B. der US-Regierung. Exemplarisch für die notwendige Unabhängigkeit von US-Software ist der Bann venezolanischer Nutzer der "Adobe Creative Cloud" mit "Photoshop" & Co. auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump mit der "US Executive Order 13884" im Jahr 2019.
Seit Mitte 2019 entwickeln der IT-Dienstleister "Dataport" aus Altenholz die "MS Office"-Alternative "Phonix-Suite". Pro Jahr stehen für die Entwicklung von frei verfüg- und änderbaren Programmen 1,2 Mio. € zur Verfügung. Der IT-Dienstleister "Dataport" bezahlt damit u. a. ein eigenes Software-Entwicklerteam. Das Geld stammt aus der Abkündigung von Upgrades auf die aktuellen, cloudbasierten "MS Office"-Versionen. In Schleswig-Holstein arbeitet man weiter mit der Bürosoftware in der Version 2016 auf den Rechnern und nicht in der Cloud.
Bis heute haben bereits 10.000 Nutzer ein von "Dataport" bereitgestelltes Open-Source-Videotool eingesetzt. Im Februar 2020 offiziell für die bis zu 25.000 Arbeitsplätze in Landesbehörden, der Steuerverwaltung und bei Polizei freigegeben, wurden in den vergangenen rd. 1,5 Jahre der Pandemie gut 1.000 Videokonferenzen im echten Norden mit der offenen Software-Alternative durchgeführt - unabhängig von "Cisco Webex", "MS Teams" oder "Zoom".
Am Mittwoch d. W. stellte die Landesregierung auf ihrer Open-Source-Konferenz in der Berliner Landesvertretung zusammen mit dem IT-Dienstleister "Dataport" ihre Strategie zur digitalen Souveränität vor. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Open-Source-Software und eine darauf aufbauende Arbeitsplatzsoftware mit Office-Anwendungen, Mail, Kalender und Adressbuch, Online-Dateispeicher einschl. Teilen von Dokumenten, Videotool einschl. Chat und geteilten Bildschirmen, Team-Kollaboration und Verzeichnisdienst.
Die webbasierte "Phoenix-Suite" wird in Zukunft in bis zu 9 Bundesländern und im Bund eingesetzt. Neben SH wird Bremen die Software punktuell nutzen, die norddeutschen Länder Hamburg und Niedersachsen haben ihr Interesse bekundet. Mit im Boot sind außerdem Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die ostdeutschen Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen.
SH-Digitalisierungsstaatssekretär Tobias Goldschmidt fand am Mittwoch gegenüber HANSEVALLEY und der "SHZ" klare Worte: "So, wie sich die großen Anbieter verhalten, sind wir als Staat nicht mehr unbedingt souverän. Wir wollen als Staat sicher in der Lage sein, souverän zu sein. Es ist eine gigantische Aufgabe, weil da im Markt Produkte sind, an die wir sehr gewohnt sind."
Neben der Reduzierung von Abhängigkeiten und Sicherung der Verfügbarkeit von Software wollen Schleswig-Holstein mit "Dataport" und die weiteren beteiligten Länder durch den aktiven Einsatz der "Phoenix-Suite" ein Gegengewicht zur Vertriebspolitik von "Microsoft" aufbauen. "Dataport"-Geschäftfsührer Johann Bizer gab am Mittwoch offen zu, die Open-Source-Nutzung im Norden künftig als Verhandlungsmasse gegenüber "Microsoft" einsetzen zu wollen.
Weitere Informationen zur "Phoenix-Suite" gibt es auf den Seiten von "Dataport". Hintergründe zur digitalen Souveränität im echten Norden gibt es hier. (Foto: HANSEVALLEY)
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SH-Innenministerin schlägt eine Hanse zur Digitalisierung vor.

SH's Innenministerin knüpft bei der Digitalisierung an die Hanse an.
Foto: Frank Peter

Kiel, 13.09.2021: Eine stärkere Zusammenarbeit der Kommunen in Fragen der Digitalisierung hat Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack angeregt. Auf der "Digitalen Woche Kiel" sagte die Ministerin am Montag d. W., viele Kommunen arbeiteten in Fragen der Digitalisierung der Daseinsvorsorge allein und profitieren zu wenig vom Wissen anderer Städte und Gemeinden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass wir gemeinsam die Herausforderungen der Zukunftssicherung mit Hilfe der Digitalisierung packen können. Wir lassen uns dabei von der Idee der historischen Hanse leiten und wollen die Zusammenarbeit von Kommunen gerne auch über Ländergrenzen hinweg forcieren", so die CDU-Politikerin in Kiel. Die Hanse habe zu ihrer Zeit bewiesen, was mit interkommunaler Zusammenarbeit von der Ostsee bis weit hinein ins Binnenland erreichbar sei. Davon könne man sich auch in der Gegenwart leiten lassen.
In Schleswig-Holstein stellten sich zahlreiche Kommunen bereits ihren Zukunftsaufgaben und nutzten digitale Hilfen oder Anwendungen, um ihren Bürgern zeitgemäße Lösungen zu bieten. Aber dies geschehe meist ohne andere kommunale Partner. Eine Möglichkeit, die Kooperation zu verstärken, sehe sie in einer Transformation der Idee der historischen Hanse ins Digitale. Sie könne sich eine Weiterentwicklung der alten Hanse zu einem neuen Verbund vorstellen, der SH.X.digital heißen könne. Das SH stehe für Schleswig-Holstein, das X für Vernetzung.
Das Programm zur "Digitalen Woche Kiel" bis zum Samstag ist auf den Eventseiten zu finden. (Foto: Frank Peter)

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Schleswig-Holstein bekommt ein Digitalisierungsgesetz.

Schleswig-Holstein geht mit einem Gesetz beim KI-Einsatz voran.
Foto: Landtag SH

Kiel, 12.09.2021: Unter Federführung des schleswig-holsteinischen Digitalisierungsminister Jan Albrecht wurde im Landeskabinett in der vergangenen Woche ein Landesgesetz für Digitalisierung verabschiedet. Kernelemente des über 160 Seiten umfassenden Gesetzes sind Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Landesverwaltung sowie die Weiterentwicklung digitaler Möglichkeiten im Land durch die Förderung zukunftsweisender Technologien.
Das neue Gesetz soll die Rahmenbedingungen für eine papierlose Verwaltung im Land bieten. So sollen unterschriebene Formulare und gedruckte Bescheide der Vergangenheit angehören. Darauf aufbauend können Assistenzsysteme für Verwaltungsarbeiten oder Verkehrssteuerungen eingesetzt werden, vollautomatisierte Verfahren Steuer- oder Versicherungsbescheide errechnen oder selbstlernende Algorithmen Anfragen und Anträge an zuständige Behörden weiterleiten.
Ein Highlight des Gesetzes soll laut Jan Albrecht der mit dem Gesetz geschaffene Rechtsrahmen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Land sein. Dabei sollen technik- und datenschutzrechtliche Bestimmungen eine wichtige Rolle spielen. Zugleich sollen öffentliche Daten künftig transparent bereitgestellt und genutzt werden.
Der digitalisierungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Stephan Holowaty, lobte das Gesetz aus dem Grünen Ministerium: „Das Digitalisierungsgesetz ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen die Hemmnisse, die ein schnelles Fortschreiten der Digitalisierung aufhalten, konsequent abbauen, wenn wir auch nur den Hauch einer Chance haben wollen, im internationalen Vergleich aufzuholen."
Der liberale Experte weiter: Wir begrüßen deshalb die im Digitalisierungsgesetz enthaltenen Ansätze wie zum Beispiel die Reduzierung der Schriftformerfordernisse und die Regelungen zu Open Data. Besonders letzteres ist eine wichtige Voraussetzung, um Anreize für die heimische IT-Wirtschaft zu schaffen, kluge Anwendungen zu entwickeln."
Zugleich gibt es Kritik des liberalen Koalitionspartners in Kiel: "Nichtsdestotrotz geht uns der Entwurf in vielen Bereichen nicht weit genug. Es muss bei den offenen Daten zum Beispiel definiert werden, wie Daten der Kommunen, von Zweckverbänden und von kommunalen Unternehmen besser eingebunden werden können. Das IT-Einsatz-Gesetz macht zwar deutlich, dass der Umgang mit IT-Lösungen verantwortungsbewusst stattfinden soll und am Ende der Mensch immer das letzte Wort haben soll, gibt darüber hinaus aber keine neuen Impulse. Kurzum, der Entwurf ist ein Einstieg mit guten Ansätzen, aber er lässt noch Luft nach oben."
Der fertige Gesetzesentwurf ist beim Kieler Landtag nachzulesen. (Foto: Landtag SH)
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Kiel fördert Digitalisierung des Sports mit 5 Mio. €.

Der Sport im echten Norden bekommt mit 5 Mio. € einen Digitalisierungsschub.
Foto: Vic Neo, Pixabay

Kiel, 16.08.2021: Schleswig-Holstein fördert über den Landessportverband die Sportvereine und -verbände des Landes bei der Digitalisierung mit insgesamt rd. 4,2 Mio. €. Weitere rd. 810.000,- € erhält die Landeshauptstadt Kiel für die digitale Ertüchtigung des Olympiazentrums in Schilksee. Die Fördermittel des Sportministeriums werden dem LSV und der LH Kiel in Form einer Zuwendung zur Verfügung gestellt. 

Eines der zentralen Ziele der Förderung ist die Erleichterung der Arbeit vieler ehrenamtlichen Mitglieder in Vereinen und Verbänden. Bei der Förderung des organisierten Sports stehen eine einheitliche Verwaltungssoftware und die Vereinfachung der Verwaltungsprozesse sowie die Verbesserung der Vereinskommunikation im Mittelpunkt. Damit soll auch das Ehrenamt von bürokratischem Aufwand entlastet und gestärkt werden. 
Der LSV wird für seine angeschlossenen Vereine und Landesfach- sowie Kreis- und Stadtsportverbände eine Förderrichtlinie erlassen, um die Anschaffung von Soft- und Hardware sowie die Verbesserung der Digitalisierungskompetenz in Sportvereinen und -verbänden zu regeln.
Die Landeshauptstadt Kiel benötigt ihre Landesfördermittel, um das Olympiazentrum im Norden der Stadt in den Bereichen Hafenmanagement- und -informationssystem zu digitalisieren sowie eine leistungsfähige, flächendeckende, digitale Infrastruktur am internationalen Standort Schilksee zu etablieren.
Das Ziel unserer Digitalisierungsinitiative ist es, die Vereine und Verbände im Sport sowie den Olympiahafen in Schilksee fit für die Zukunft im digitalen Bereich zu machen. Damit setzen wir das erste „Starterpaket“ aus dem Prozess „Zukunftsplan Sportland Schleswig-Holstein“ konsequent um," erklärt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.
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Kiel startet "Digitalbonus" mit bis zu 17.000,- € für kleine Firmen.

SH führt als letztes Nordland einen "Digitalbonus ein".
Foto:Uphoff

Kiel, 04.08.2021: Die Jamaika-Koalition im Kieler Stadthaus hat jetzt wie die anderen vier norddeutschen Bundesländer ebenfalls einen "Digitalbonus" zur Förderung speziell kleinerer Betriebe zwischen Nord- und Ostsee auf den Weg gebracht. Der "Digitalbonus 2" unterstützt KMU mit bis zu 20 Mitarbeitern bei Investitionen in die Digitalisierung mit bis zu 17.000,- € bei max. 50 % Zuschuss.

Schleswig-Holstein unterstützt die Digitalisierung kleiner Firmen in den Bereichen B2B-Hardware und -Software sowie IT-Dienstleistungen. Für die Antragsstellung ist die landeseigene Wirtschaftsförderung "WTSH" beauftragt worden.
Mit dem DigiBonus II wollen wir gezielt die Digitalisierungsaktivitäten von kleinen Unternehmen unterstützen“, so SH-Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs. „Unternehmen sollen ihre Produkte, Dienstleistungen und Prozesse digital transformieren und ihre IT-Sicherheit verbessern, um wirtschaftliche Chancen durch die Digitalisierung besser nutzen zu können.“
Wichtig ist, dass ein beantragtes Förderprojekt auch einen spürbaren Digitalisierungsfortschritt im Unternehmen auslöst“, so Ronny Marquardt, "WTSH"-Teamleiter für Innovationsförderung. Unsere Aufgabe wird sein, das zu prüfen und dabei zu unterstützen. Voraussetzung ist ebenfalls, dass nur solche Projekte gefördert werden können, die vor Beantragung des DigiBonus II noch nicht begonnen wurden,“ ergänzt Marquardt.
Eine Förderung von Standard-Hardware für die Büroausstattung wie Laptops, Drucker oder Smartphones ist nicht möglich. Weitere Informationen zum "DigitalBonus 2" in SH gibt es auf den Seiten der Wirtschaftsförderung "WTSH".
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Wissenschaftler in der Fehmarnbelt-Region arbeiten immer enger zusammen.

Die Wissenschaft in der Fehmarnbelt-Region kooperiert immer stärker.
 Grafik: Caspar via Wikipedia, gemeinfrei

Lübeck, 07.04.2021: Die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in der Fehmarnbelt-Region wird immer enger. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Publikationen von Forschern, die zwischen der Metropolregion Hamburg und der Öresund-Region kooperieren, erneut gestiegen. Das belegt ein jetzt vorgelegte "Teilindex Wissenschaft" des "Fehmarnbelt Index" ("FBx"), den die Hochschule Stralsund für das "Fehmarnbelt Business Council" ("FBBC") erarbeitet hat.

Der Index "Wissenschaft, Technologie und Innovation“ hat sich vom Ausgangsjahr 2008 bis zum Jahr 2017 fast verdoppelt. Vor allem wissenschaftliche Publikationen haben sich im betrachteten Zeitraum mehr als verdreifacht. Auch die gemeinsame Projekttätigkeit in von der EU geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben entwickelt sich stetig weiter. Der geografische Schwerpunkt liegt auf deutscher Seite in der Hansestadt Hamburg und auf dänischer Seite im Großraum Kopenhagen. 

Zwischen Hamburg und Kopenhagen-Malmö arbeiten innovative und kreative Geister aus Deutschland und Skandinavien schon jetzt eng zusammen. Die hier entstehende Wissenschaftsregion wird Wachstum und Wohlstand fördern und zur weiteren internationalen Profilierung des Standorts beitragen“, zeigt sich der "FBBC"-Vorsitzende Dr. Arno Probst überzeugt.

Rund acht Jahre vor der geplanten Fertigstellung des Fehmarnbelt-Tunnels sei das eine gute Nachricht und der Aufschwung in der Region durch die positive Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im November 2020 für den Bau der Querung könne weiter an Fahrt aufnehmen, so die Autoren in in einer aktuellen Meldung.

Einziger Wehrmutstropfen: Die Anzahl der Patente aus der Region zwischen Hamburg und Kopenhagen-Malmö hat sich seit 2008 nicht erhöht und bleibt schwach. Das grenzüberschreitende Gremium "FBBC" will noch im ersten Halbjahr d. J. deutsche und dänische Unternehmen und Institutionen zu diesem Index befragen, Herausforderungen und Chancen zu Patententwicklung sichtbar zu machen.

Das "FBBC" entschloss sich 2017, die bisherigen Effekte des Zusammenwachsens entlang der Fehmarnbelt-Achse zu messen. Damit will es herausfinden, wie stark die Kooperation und das Zusammenwachsen von Märkten in der Fehmarnbelt-Region ist. Eine ausführliche Auswertung der Ergebnisse ist auf den Seiten des Business Councils "FBBC" nachzulesen.

Das Business Council "FBBC" ist ein Zusammenschluss von Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Schleswig-Holstein, IHK Schleswig-Holstein, Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Kaufmannschaft zu Lübeck, Unternehmensverband Nord, Dansk Industri, Dansk Erhverv, Deutsch-Dänische Handelskammer, HanseBelt e.V. sowie der Industrie- und Handelskammer Südschweden. Mit seinen elf Mitgliedsorganisationen repräsentiert es über 400.000 Unternehmen aus Deutschland, Dänemark und Schweden.

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