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"Alle 20, 30 Jahre braucht es einen großen Sprung, eine nächste Stufe der Rakete.
Ich möchte, dass wir Pioniere der Zukunft sind, dass wir Mut für die Zukunft machen ...
Die Kunst ist auch, die Zukunft im Blick zu haben."
Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern

Lübeck entwickelt sich neben Greifwald zum norddeutschen Technologiestandort für Künstliche Intelligenz in der Medizin. Mit der Universität Lübeck, der Universitätsmedizin Schleswig-Holstein sowie dem norddeutschen KI-SPACE für Künstliche Intelligenz entwickelt sich die Hansestadt zu einem internationalen Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Zukunft der Medizin.

Auch Hamburg entwickelt sich zu einem norddeutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz. Mit dem Zentrum für Künstliche Intelligenz (ARIC) mit 800 Unterstützern, dem Health AI Hub Hamburg (HAIH), dem Weiterbidlungsnetzwerk AI for Hamburg (AI.Hamburg), dem "Meetup AI" mit 1.800 Mitgliedern und den "Hamburg AI"-Meetups bringen engagierte Player Branchen auf KI-Kurs.

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Handelskammer Hamburg: KI-Standpunktepapier 2020

Bundesverband Deutsche Startups: KI-Startups in Deutschland


Handelskammer stellt Forderungskatalog zu KI-Einsatz in Hamburg vor.

KI wird zum allumfassenden Wirtschaftafaktor.
Foto: Gerd Altmann, Pixabay

Hamburg, 21.10.2020: Die Handelskammer Hamburg hat im Rahmen eines aktuellen Standpunktepapiers die Position der Freien und Hansestadt in Bezug auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz analysiert. Die drei aus Umfrage und Experten-Interviews entscheidenden Schwachpunkte für KI in Hamburg sind 1. fehlendes Wissen über Einsatzmöglichkeiten, 2. fehlende Daten in ausreichender Quantität und Qualität sowie 3. unzureichende Kompetenzen der Mitarbeiter. Aus der Erarbeitung des Status-quo hat die Kammer einen umfassenden Forderungskatalog für Hamburg erarbeitet:

  • Die Vertretung von Industrie und Handel fordert die Einrichtung eines KI-Lotsenprogramms zur individuellen Beratung von Betrieben. Hier bringt sich die Handelskammer mit dem durch Sie geleiteten Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 als Partner ins Gespräch.
  • Die Berater des Lotsenprogramms sollten aus den Corona-Konjunkturmitteln der Bundesregierung und seitens des Hamburger Senats finanziert werden. Als Argument führt die Wirtschaftsvertretung Künstliche Intelligenz als entscheidenden Wettbewerbsfaktor ins Feld.
  • Als weitere Forderung schlägt die auf Zukunftskurs eingeschwenkte IHK für Hamburg ein "Zentrum für angewandte nachhaltige KI" vor, um neue Ideen zu entwickeln und z. B. diskriminierungsfreie KI-Lösungen umzusetzen.
  • Gemeinsam mit dem Senat sollten sich die KI-Experten und Organisationen der Hansestadt um eine Teilnahme Hamburgs am EU-Förderprogramm "Digital Innovation Hubs" bewerben.
  • Das für 2 Jahre mit 800.000,- € durch den Hamburger Senat unterstützte KI-Zentrum "ARIC" sollte als zentraler Anlaufpunkt und Vermittler zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter gefördert werden.
  • Für den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit Cloud-Diensten, Software-Services und KI-Anwendungen sollte die Stadt einen flächendeckenden Ausbau von Glasfaser und 5G-Infrastruktur umsetzen.
  • Mit öffentlichkeitswirksamen Präsentationen sollen die Hamburger praktische Beispiele des KI-Einsatzes in Wirtschaft und Verwaltung kennenlernen und Vorbehalte abgebaut werden.

Der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, Malte Heyne: "Die Betriebe müssen heute schon die Weichen stellen, denn der KI-Einsatz verbessert intern Prozesse, senkt Kosten und hilft bei der Entwicklung neuer Geschäftsmöglichkeiten." Mangelnde Informationen über die Potenziale von KI, hohe Kosten und fehlendes AI-Know-how der Mitarbeiter hemmen laut Handelskammer aktuell den Einsatz der Technologie. Für Malte Heyne geht es neben dem gesellschaftlichen Einfluss vor allem um das Potenzial ein jedem einzelnen Betrieb.

In einer halbtägigen Video-Konferenz diskutierten am Dienstag d. W. Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft auf Einladung des Artificial Intelligence Centers (ARIC), der Handelskammer Hamburg und des Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 Hamburg erstmals die Chancen von Künstlicher Intelligenz in der Wirtschaftsmetropole. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sagte in seinem Grußwort zur Bedeutung von KI in der Arbeitswelt: "Ich sehe unseren Job darin, mit Menschen zu arbeiten - nicht sie zu ersetzen."

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die in fast allen Branchen und Bereichen der Wirtschaft eingesetzt werden kann. 17 % der von der Handelskammer in einer Studie befragten Unternehmen in Hamburg nutzen bereits eine KI, in der produzierenden Industrie sind es 22 %. In den kommenden 2 Jahren kann dieser Anteil laut Studie auf bis zu 47 % wachsen, in der Industrie auf bis zu 52 %.

In der führenden KI-einsetzenden Industrie gilt der Maschinenbauer "Kroenert" in Kooperation mit dem Tech-Startup "Panda" als ein positives Beispiel aus Hamburg für die KI-basierte Prozessoptimierung. Als zentrale Themenfelder an Alster und Elbe gelten laut DFKI-Gründungsdirektor Prof. Wolfgang Wahlster zudem die Branchen Logistik mit dynamischem Lieferkettenmanagement, Luftfahrt mit Teamrobotern in der "Airbus"-Fertigung sowie Medien mit Live-Extraktion von Informationen aus Fernsehsendungen mittels OCR, z. B. bei "ARD aktuell".

Als weitere Themenfelder gelten Predictive Maintenance in der Wartung von Anlagen und Maschinen (z. B. bei "Lufthansa Technik") und die detaillierte Auswertung des Online-Kaufverhaltens, um Verbrauchern gezielt Empfehlungen zu geben und aus der Kaufhistorie mögliche Ladenhüter bereits 9 Monate vor dem Absatz in der Großbestellung bei Produzenten herauszufiltern (z. B. bei Distanzhändler "Otto").

Das Standpunktepapier zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Hamburger Wirtschaft ist bei der Handelskammer erhältlich. 

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Uni Bremen arbeitet an KI-System für sichere Datenströme und Netze.

Die Uni Bremen ist auch beim Thema KI führend.
Foto: Matje Meza

Bremen, 08.10.2020: Das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität beteiligt sich an einem Forschungsprojekt, das auf künstliche Intelligenz setzt, um den Schutz von komplexen Kommunikationsnetzen zu gewährleisten. Das Projekt unter Beteiligung des TZI der Uni untersucht neue Möglichkeiten für die effektive Nutzung von KI zur Erhöhung der Netzwerksicherheit. Dabei soll auch die Nutzerfreundlichkeit gewährleistet werden.

Im Rahmen des Projekts "Wintermute" wird ein KI-basiertes System entwickelt, das die Datenflüsse in Kommunikationssystemen analysiert und übersichtlich aufbereitet und zur Verfügung stellt. Auf der Basis ermöglicht es eine engmaschige Kontrolle des Systems – auch bei komplexen Netzwerken. Die Anpassung der Regeln für die Steuerung der Datenflüsse in diesen Netzen soll ebenfalls erleichtert werden.

Prof. Johannes Schöning, Leiter der Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion am TZI, zu den Gründen für Sicherheitsprobleme in System- und Anwendungslandschaften: „Ursachen für häufig auftretende Sicherheitsprobleme in diesen Systemen sind vor allem Zeitdruck, Arbeitsüberlastung, manuelle Konfiguration, unzureichende Dokumentation und schlechte Benutzbarkeit. Wir wollen den Administratoren daher den Einsatz neuer, leistungsstärkerer Sicherheitssysteme erleichtern.“

Mit der zunehmenden Digitalisierung steigt die Komplexität von Kommunikationssystemen erheblich an. Für die Betreiber von Netzwerken wird es schwieriger, den Schutz vor Angriffen und Datenverlusten sicherzustellen. Künstliche Intelligenz kann helfen, Gefahren zu erkennen und zu unterbinden, wird aber aufgrund der teils unzulänglichen Zuverlässigkeit bislang nur begrenzt eingesetzt.

Weitere Informationen zu "Wintermute" gibt es auf der Projektseite.
 

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Coppenrath-Stiftung fördert Fischaufzucht mit Künstlicher Intelligenz.

Stolze Partner von Cloppenburg-Stiftung, HS Osnabrück und Monitorfish
Foto: HS Osnabrück


Osnabrück, 28.09.20: Eine Kooperationsvereinbarung zwischen der "Aloys & Brigitte Coppenrath Stiftung", der Hochschule Osnabrück und dem Startup "Monitorfish" ermöglicht die Entwicklung und Erforschung einer durch Künstliche Intelligenz gesteuerten Fischaufzuchtanlage in Osnabrück.

Das Engagement wird vom "Forschungsprojekt Startup" der Hochschule Osnabrück in den Bereichen Forschung und Entwicklung unterstützt. Hinzu kommt eine jährliche Finanzierung i. H. v. 185,000,- € durch die "Coppenrath-Stiftung".

Das Projekt "SmartHatch" will eine Software von "Monitorfish" um die intelligente, KI-basierte Aufzucht von Jungfischen zu erweitern. Das soll der Verbesserung der Aufzucht von Jungfischen dienen, mit Fokus auf die regionale Fischwirtschaft im afrikanischen Tansania sowie im Emsland.

So soll die smarte Fischzuchtanlage in einem 40 Fuß Container zu einem ersten, voll funktionsfähigen Prototyp entwickelt, getestet und künftig u. a. in Afrika eingesetzt werden. Ziel ist es, Fischwirten eine nachhaltig-ökologische, sozialverträgliche und wirtschaftliche Aquakultur durch ein ganzheitliches, datengetriebenes und integriertes Managementsystem zur digitalen Präzisionsfischzucht anzubieten.

Aloys und Brigitte Coppenrath waren die letzten Eigentümer des Osnabrücker Tiefkühlkost-Herstellers "Coppenrath & Wiese". 2015 wurde das Unternehmen an den Bielefelder Konzern "Dr. Oetker" verkauft. Die Familienerben hatten sich auf Grund millionenschwerer Altlasten sowie eigener Lebensplanungen gegen den Weiterbetrieb in Familienbesitz entschieden.

Die Coppenrath-Stifung fördert u. a. Forschung und Innovationen an den beiden Hochschulen der Friedensstadt. Im Mittelpunkt steht die Gründung und Entwicklung von Jungunternehmen (Startups). Hinzu kommt therapeutische Hilfe für Kinder und Jugendliche.

Eine ausführliche Meldung zum Thema ist bei der Hochschule Osnabrück nachzulesen. Weitere Informationen zur Aloys & Brigitte Coppenrath Stiftung gibt es auf der Internetseite.

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Uni Bremen beteiligt sich am Lübecker KI-Space im Gesundheitswesen.

Die Universität Bremen
Universität Bremen: Foto: Michael Ihle

Bremen, 22.09.20: Wissenschaftler der Universität Bremen beteiligen sich mit zwei Projekten am norddeutschen Innovationsnetzwerk "KI-Space“ unter Leitung der "Uni Transfer Klinik" Lübeck. Ziel ist es, die Methoden von Künstlicher Intelligenz in der Medizintechnik verstärkt zu nutzen. Während ein Projekt die Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten erleichtern soll, geht es im anderen um die automatische Erkennung der Körperhaltung bei physiotherapeutischen Übungen.


Ein Teil der beteiligten Bremer Wissenschaftler untersucht die intelligente Bildauswertung in der Augenheilkunde. Die Arbeitsgruppe Mensch-Computer-Interaktion unterstützt die Entwicklung einer KI-Plattform für die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen wie der altersbedingten Makuladegeneration (AMD).


Durch KI-basierte Methoden der Bildanalyse und der automatisierten Bewertung von 3D-Bilddaten soll eine wesentliche Therapieverbesserung bei AMD-Patienten erzielt werden. Das Team entwickelt dazu eine App, die eine präzisere Positionierung des Smartphones vor dem Auge ermöglicht und damit zu einer besseren Qualität von Aufnahmen beiträgt. Entscheidend ist eine einfache, intuitive und effiziente Handhabung durch die meist älteren Patienten. 


Im zweiten Projekt geht es um die Unterstützung von Bewegungstherapien. Für viele Therapien und Rehamaßnahmen sowie zur Vorsorge im Alter ist ein angeleitetes Bewegungstraining notwendig. Da eine individuelle Anleitung durch therapeutische Fachleute besonders zu Hause nicht immer möglich ist, können Assistenzsysteme wertvolle Unterstützung leisten.


Beispielsweise können Robotersysteme den Anwendern individuelle Rückmeldungen über die durchgeführten Bewegungen geben und damit ein eigenständiges Training ermöglichen. KI-basierte Systeme können helfen, die Bewegungen korrekt zu interpretieren.


Norddeutsche Kliniken, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen haben sich im Lübecker Projekt „KI-SIGS" vernetzt, um gemeinsame KI-Projekte zu starten. Das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen ist jetzt an zwei Teilprojekten beteiligt.


Weitere Informationen zum "KI-Space" gibt es beim Netzwerk "KI-SIGS".


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Bonprix wirft Verkaufsflops mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz aus dem Sortiment.


Entscheidungsprozess zur Artikeloptimierung
Grafik: Bonprix


Hamburg, 08.09.20: Ein selbst entwickeltes Prognosesystem unterstützt den Hamburger Budget-Modeversender "Bonprix" bei der Erstellung von Sortimenten. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz trifft es Vorhersagen zu Nachfrage und Kauf, um das Angebot an den Wünschen der zumeist weiblichen Kundschaft auszurichten.


Das Machine-Learning-System wertet sämtliche Produktdaten des Hamburger Onlinehändlers aus und stellt für die Sortimentsauswahl Listen mit "Flop-Artikeln" bereit. Die schlecht vorhergesagten Produkte werden daraufhin aussortiert; andere Artikel werden optimiert, beispielsweise durch andere Farben. 


Das neue Prognosesystem von "Bonprix" ist in den vergangenen Sommerwochen getestet worden und wird ab Erstellung der Januarkollektion 2021 zum Einsatz kommen. Das Tool für das Prognosesystem wurde von "Bonprix" gemeinsam mit KI-Experten des Konzerns "Otto Group" entwickelt.


Weitere Informationen zum Thema gibt es im Presseportal.


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Hamburg abgeschlagen auf Platz 3 bei KI-Startups in Deutschland.


Vorstellung der KI-Startup-Studie auf der IFA 2020 in Berlin.
Foto: HANSEVALLEY


Berlin, 08.09.20: Die Freie und Hansestadt Hamburg ist Heimat von 5,8% aller Tech-Startups in Deutschland, die sich in Ihrem Geschäftsmodell mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen. Die Hansestadt liegt damit abgeschlagen hinter der deutschen Startup-Hauptstadt Berlin mit 36,5% Startups mit KI-Bezug und der Technologiemetropole München mit 22,4%. Hamburg sind u. a. die Technologie-Zentren Stuttgart und Karlsruhe auf den Fersen. Die Elbmetropole verliert nach E-Commerce und Fintech ein weiteres Leitthema wachstumsstarker Jungunternehmen an Berlin und München.

Für 40% aller Tech-Startups in Deutschland hat Künstliche Intelligenz einen maßgeblichen Einfluss auf Ihr Geschäftsmodell. KI-Startups kümmern sich bundesweit zu 38,0% um Software-Services (SaaS), zu 17,1% um Technologieentwicklung und -produktion, zu 16,6% um technische Software-Entwicklung, ebenfalls zu 16,6% um Online-Plattformen und Geschäftsmodelle sowie um 9,0% um Online-Handel und 2,2% um Online-Netzwerke.

73,9% der deutschen KI-Startups kooperieren mit etablierten Unternehmen - das sind deutlich mehr als im allgemeinen Durchschnitt (67,1 %). Die Relevanz von KI-Technologien für Mittelständler und Konzerne macht sich einem ausgeprägten Fokus auf das Business-to-Business-Geschäft (B2B) bemerkbar. Dabei steht Deutschland mit einem Pro-Kopf-Investment von 4,- $ in KI-Startups abgeschlagen hinter den USA mit 57,- $ und dem KI-Primus Israel mit 118 Dollar.

Der "Bundesverband Deutsche Startups" in Berlin hat mit Unterstützung des "Telekom"-Startup-Hubs "Hubraum" eine Studie zu KI-Startups in Deutschland erstellt. Dabei hat der "BVDS" in Zusammenarbeit mit dem "KI-Bundesverband" und dem "Institute for Applied Artifical Intelligence" den Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf deutsche Tech-Startups beleuchtet sowie eine internationale Einordnung der deutschen KI-Startup-Szene mit Israel und den USA vorgenommen.

Eine ausführliche Meldung und ein Download der vollständigen Studie ist beim Bundesverband Deutsche Startups zu finden.

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Schleswig-Holstein plant weitere Förder-Millionen für den KI-Standort Lübeck.


Lübeck - Zentrum für KI in Norddeutschland.
Foto: KarinKarin, Pixabay


Lübeck, 04.09.20: Die Landesregierung in Kiel plant neben den bereits investierten 40 Mio. € für Künstliche Intelligenz weitere Fördermittel aus Brüssel vor allem für den KI-Leuchtturm Lübeck einzuwerben. "Für die kommende EU-Förderperiode werden wir KI als einen wesentlichen Förderschwerpunkt definieren“, so Dirk Schrödter, Chef der Kieler Staatskanzlei.


Der CDU-Politiker sagte auf einer KI-Konferenz in der Hansestadt weiter: "Lübeck ist ein starker Standort mit großem Renommee auch für Künstliche Intelligenz. Die Universität zu Lübeck und das Joint Innovation Lab für eGovernment und digitale Verwaltung sichern Schleswig-Holstein eine starke Position im weltweiten Wettbewerb“.


Für den verantwortlichen Staatssekretär in der Landesregierung ist zudem die Technische Hochschule Lübeck mit ihrem Kompetenzzentrum CoSA (Kommunikation – Systeme – Anwendungen) ein wichtiger Teil des KI-Ökosystems. Zur Konferenz "KI - aber konkret! Künstliche Intelligenz in der Praxis" hatten die Wirtschaftsförderung Lübeck, die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) sowie das Cluster Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) eingeladen.


Zu den behandelten Themen gehörten Computer Vision (Bildverarbeitung), Intelligente Datenanalyse, Predictive Analytics, Condition Monitoring for Predictive Maintenance sowie Natural Language Processing (Textverarbeitung).


Einen ausführlichen Beitrag zur Veranstaltung gibt es bei der Wirtschaftsförderung Lübeck. Die KI-Strategie Schleswig-Holsteins ist auf den Seiten der Staatskanzlei zu finden.


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Nick Gehrke: Die verteilte KI-Expertise am Standort bündeln.

Dienstag-Abend, 11. Dezember d. J., im Dockland an der Elbe. Das Artificial Intelligent Center Hamburg - kurz - ARIC - öffnet offiziell seine Pforten. 
Die Co-Initiatoren: Nordakademie-Professor Nick Gehrke und Innovations-Transfer-Manager Alois Kritl. Die Freie und Hansestadt organisiert die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Norden.

ARIC-Cofounder und KI-Experte Prof. Dr. Nick Gehrke
Foto: Nick Gehrke

Mit Ahoi Digital, HITeCH, der IKS, Lufthansa Industry Solutions, der Nordakademie, Pilot und Zapliance geht ein Verbund aus Großunternehmen, MIttelständlern und Startups, Technologie-Transfer-Experten sowie staatlichen und privaten Hochschulen an den Start. Unser HANSEPERSONALITY ist Co-Gründer Prof. Dr. Nick Gehrke.


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Andreas Moring: Ich will, dass Hamburg die Nr. 1 in Deutschland in Sachen KI wird.

Im Jahr 2030 wird jeder 4. in der Wirtschaft verdiente Euro durch Daten beeinflusst. Die Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Rund 1/3 aller Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen haben in Zukunft mit Geschäftsprozessen und Produktionsketten zu tun, rd. 20% mit Marketing und Vertrieb. Die Wirtschaftsmetropole Hamburg bereitet sich auf die datengetriebene Zukunft vor.

Will Hamburg zur führenden KI-Metropole machen: Andreas Moring.
Foto: Andreas Moring

Andreas Moring ist Experte für Innovationsmanagement, Business Modelling und Digitalisierung sowie ... Künstliche Intelligenz. Der 41-jährige Professor der ISM Hochschule Hamburg bringt das Thema KI mit seiner Initiative "WeGoFIve" in die breite Öffentlichkeit. Unser HANSEPERSONALITY ist KI-Spezialist Prof. Dr. Andreas Moring.

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Hamburg bekommt Meta-Netzwerk für Künstliche Intelligenz.

AI.Hamburg-Initiatoren Ragnar Kruse, Petra Vorsteher und
Uwe Jens Neumann (2.-4.v.l.)
Foto: HANSEVALLEY

Im Rahmen des Future Summit "Disrupt Now" des Digitalclusters Hamburg@work wurde am Donnerstag in der Hammerbrooklyn-Box am Stadtdeich das neue Meta-Netzwerk zur Förderung von Künstlicher Intelligenz in Hamburg vorgestellt. Die Gründer von "AI.Hamburg" sind die langjährigen Gesellschafter des Mobile-Ad-Netzwerkes Smaato - Rangar Kruse und Petra Vorsteher - sowie das Digitalcluster Hamburg@work.
Das übergeordnete Ziel des neuen Meta-Netzwerkes ist es, mit 'AI.HAMBURG die Vernetzung von Wirtschaft, Universitäten, Politik und Verbänden zum Thema Künstliche Intelligenz sowie das Wissen und den breiten Einsatz von AI und insbesondere des maschinellen Lernens in Unternehmen der Region zu fördern'. 
Aktuell wird das Netzwerk von 22 sogenannten Advisorn unterstützt. Dies sind u. a. Prof. Dr. Ed Brinksma von der TUHH, Prof. Dr. Michael Breetz vom Zentrum für Künstliche Intelligenz der Universität Bremen, Prof. Dr. Olaf Groth von der Berkeley University, Prof. Dr. Eicke Weber, Acting Chair ESMC und Prof. Dr. Gesa Ziemer von der Hafencity Universität Hamburg.
AI.Hamburg-Initiatoren Ragnar Kruse, und Petra Vorsteher (v.l.n.r.)
Foto: HANSEVALLEY

Ragnar Kruse, Gründer von AI.HAMBURG erklärt: „AI wird in Zukunft alle Technologien und Verticals tiefgreifend verändern, weil es wie der PC, das Internet und das Smartphone alle Industrien durchdringen wird. Es ist uns mit AI.HAMBURG ein Anliegen, dies Firmen in der Metropolregion Hamburg näher zu bringen, damit sie AI implementieren, um konkurrenz- und leistungsfähiger zu werden, was einen positiven Impact auf unsere Gesellschaft und unseren Standort haben wird!“ Die ersten Aktivitäten sind für Anfang kommenden Jahres geplant. Dazu gehören vor allem Trainings und Events.
Die Initiative wurde gemeinsam mit Hamburg@work, Tutech Innovation aus Harburg, der staatlichen Wirtschaftsförderung Hamburg Invest, dem Artificial Intelligence Center Hamburg, ARIC, der universitätren Informatik-Initiative Ahoi Digital, der Technischen Universität Hamburg sowie weiteren Universitäten und städtischen Partnern ins Leben gerufen. 
Weitere Informationen gibt es auf der Netzwerk-Seite unter www.ai.hamburg.

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Hamburg bei KI-Experten bundesweit abgeschlagen.

Hamburg: Die Freie und Hansestadt ist bei Fachkräften in der noch jungen Welt künstlicher Intelligenz bereits abgehangen. Mit 19% KI-Experten in München, 18% in Berlin und 10% in Frankfurt/Main führen starke Wirtschaftsregionen und Wettbewerber zu Hamburg des Feld der KI-Fachkräfte in Deutschland an. Insgesamt gibt es bundesweit laut Umfrage rd. 45.000 KI-Experten. 

Die Potenzialanalyse des internationalen Business-Netzwerks "Linkedin" in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung "Berlin Partner" zeigt die schwache Position von Hamburg: Die Elbmetropole schafft es nach der Datenanalyse des Economic Graph-Bereichs von "Linkedin" nicht einmal unter die Top 5 der KI-Metropolen: den 3 Spitzenreitern folgen Stuttgart und Köln mit jeweils 8% KI-Experten.

Dagegen liegt die Hansestadt bei digitalen Fachkräften unter den Wirtschaftsmetropolen generell auf einem mittleren 3. Platz. Das Ranking von Linkedin führt die deutsche Hauptstadt mit 47% der 727.000 in der Hauptstadt registrierten Mitglieder des Business-Netzwerkes an. Auf Platz 2 folgt die bayerische Landeshauptstadr München, gefolgt von Hamburg mit 42% Digitalexperten unter den registrierten Mitgliedern.

Weitere Ergebnisse sowie ein Download der Detailanalyse zur Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gibt es bei Linkedin. (Grafik: Linkedin)

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HANSEPERSONALTIY Dr. Kevin-Lim Jungbauer: Auch eine Maschine kann diskriminieren.


Dr. Kevin-Lim Jungbauer, ‎HR Diagnostics & Talent Assessment
Expert bei der Beiersdorf AG - Foto: Roger Günther

Künstliche Intelligenz im Personalbereich

Bei der FOM-Veranstaltung „Künstliche Intelligenz im Personalbereich: Wer ist hier der Boss?“ sprach Dr. Kevin-Lim Jungbauer von der Beiersdorf AG in Hamburg über Chancen und Grenzen von KI in der Eignungsdiagnostik. Im Interview verrät der Psychologe, der beim Hautpflegekonzern in Eimsbüttel Auswahlprozesse gestaltet, warum seine HR Abteilung die selbstlernenden Maschinen noch nicht auf Beiersdorf-Bewerber loslässt. Unser HANSEPERSONALITY ist Kevin-Lim Jungbauer.

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Hamburger KI-Startup gehört zur Weltspitze in der Marketing-Analyse.

Neuro Flash-Geschäftsführer Dr. Jonathan Mall beim World Summit AI in Amsterdam.
Foto: Neuro Flash

Hamburg, 15.10.19: Das KI-Startup "Neuro Flash" hat den 1. Preis im Showcase-Contest des internationalen "World Summit AI" in Amsterdam gewonnen. Das 14-köpfige Jungunternehmen aus Hamburg wurde mit seiner eigenentwickelte Künstlichen Intelligenz für Marketing-Analysen ausgezeichnet. Das Team um den Neuropsychologen Jonathan Mall verbindet Machine Learning mit Künstlicher Intelligenz und Neuromarketing. So bieten die Hanseaten eine automatisierte Vorhersage von Meinungen und Erwartungen zu Unternehmen und Produkten.

"Neuro Flash" hat in den vergangenen 3 Jahren allein in Deutschland 70 Milliarden Worte aus Büchern, Songtexten, Videotranskripten und Filmuntertiteln sowie aus Online-Nachrichten und -medien sowie Social Media Posts gescannt und mit der entwickelten KI 300 Trillionen mögliche Verbindungen analysiert. Mit über 60.000 Einzelbefragungen - davon 3.000 in Deutschland - wurden die Daten in Zielgruppen-spezifischen Umfragen angereichert.

Marketing-Verantwortliche können über die Online-Plattform von "Neuro Flash" geeignete Wörter für die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen finden, die bei Kunden gewünschte Assoziationen erzeugen und von der Zielgruppe positiv bewertet werden. Somit können Verbraucher optimal verstanden werden, ohne sie persönlich befragen zu müssen.

Einen aktuellen Beitrag zum Thema gibt es in der "Welt Hamburg". Die Online-Plattform von "Neuro Flash" ist hier zu finden. (Foto: Neuro Flash)


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Hamburger KI-Netzwerk ARIC stellt sich der Öffentlichkeit vor.

Das Gründungsteam des KI-Netzwerks ARIC mit Wirtschaftssenator Michael Westhagemann.
Foto: HANSEVALLEY/Gerd Kotoll
Hamburg, 01.10.19: Nach Gründung des Artificial Intelligence Center Hamburg e. V. (ARIC) ist am Montag im Rathaus mit Senator Michael Westhagemann der Startschuss für die Organisation des ARIC im Hamburger Dockland gegeben worden. Das Kompetenzzentrum soll im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) das Know-how in Hamburger Branchen wie Logistik, Erneuerbare Energien und Industrieproduktion bündeln und das KI-Ökosystem an Alster und Elbe voranbringen.

Im Mittelpunkt stehen Pilotprojekte, interdisziplinäre Anwendungen und die Verbreitung von KI-bezogenem Know-how. Dazu kommt die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Der Verein hat zunächst einen Jahresetat von 500.000,- €, wovon 400.000,- € Fördermittel der IFB Förderbank sind. Der Etat soll mit der Zahl neuer Mitglieder weiter wachsen. ARIC beschäftigt 5 Mitarbeiter für Vernetzung und Wissenstransfer.

Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen, wie Lufthansa Industry Solutions, sowie Experten aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben das ARIC als Brücke zwischen praktischer Anwendung und anwendungsnaher Forschung iinitiiert. Die Gründungsmitglieder werden in den kommenden Monaten weitere Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft an Board begrüßen.

Ein ausführlicher Bericht zur Vorstellung des KI-Kompetenzzentrums ist in der "Welt Hamburg" erschienen. (Foto: HANSEVALLEY/Gerd Kotoll)

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Hamburg bekommt eigenes Netzwerk für KI im Gesundheitssektor.


Hamburg: Am Mittwoch hat das erste Firmen-Netzwerk zur Förderung von KI-Anwendungen im Gesundheitsbereich seine Arbeit aufgenommen. Der "Health AI Hub Hamburg (HAIH)“ bringt Unternehmen zusammen, die mit digitalen und datenbasierten Ansätzen die Gesundheitsversorgung verbessern wollen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu fördern und für mehr gesellschaftliche Akzeptanz für KI-Lösungen zu sorgen. Gründungsmitglieder des "HAIH" sind die Unternehmen "MindPeak", "Psiori", "DPV Analytics" und "Fuse-ai".

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank sagte anlässlich der Vorstellung der Netzwerkes: „Der HAIH leistet als Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft einen wichtigen Beitrag bei unseren Bemühungen, Hamburg als führenden Standort für Künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich auszubauen. Er bringt kluge Köpfe aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, stärkt den Wissens- und Technologietransfer und fördert den Austausch mit der Gesellschaft – hiervon profitieren Patientinnen und Patienten und der gesamte Wissenschafts- und Innovationsstandort Hamburg.“

Für die Zusammenarbeit und Vernetzung planen die Macher einen eigenen Standort für Deep-Tech-Themen in St. Pauli. Interessenten können sich online um Arbeitsplätze in dem künftigen KI-Hub bewerben. Den Anfang der Netzwerkaktivitäten machen monatliche Treffen, um die KI-Health-Szene an Alster und Elbe zu bündeln.

Weitere Informationen gibt es auf der Netzwerk-Seite. (Foto: HANSEVALLEY)

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