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Dienstag, 26. März 2019

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Stanford-Innovationen gibt es jetzt am Adolphsplatz.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW


SQUARE-Initiator, HSBA-Geschäftsführer und Vordenker Dr. Uve Samuels.
Foto: HANSVALLEY

Es ist der neue Stern am Adolphsplatz: Zwischen digital-fortschrittlicher Haspa und traditionell-analoger Handelskammer präsentiert die Wirtschaftshochschule HSBA einen außergewöhnlichen Innovation-Hub. Im ehemaligen Campus der früheren Handelskammer-Hochschule entsteht eine Innovationsplattform für Wirtschaft und Wissenschaft. Nach dem Vorbild der Stanford-Universität und auf Empfehlung führender Stanford-Innovatoren führt der "SQUARE" Innovation Hub die Freie und Hansestadt aus ihrem Hafentraum(a).



SQUARE-Grand Opening mit Otto Group-Vorstand Alexander Birken (re.)
Foto: HANSEVALLEY

HANSEVALLEY durfte als Medienpartner der HSBA vorab hinter die Kulissen des neuen Innovation-Hubs, des Netzwerk-Knotens und eines spannenden Digitalisierungs-Standorts schauen. Im Fokus des Interesses: Die Besonderheiten im Innovationsmanagement der Wirtschaftshochschule und seiner gut 250 Partnerunternehmen in der Metropolregion. Mit einer "Innovationssraße" und einer "Tech-Box" geht die HSBA neue Wege. Unser HANSPERSONALITY ist SQUARE-Initiator und HSBA-Geschäftsführer Dr. Uve Samuels:

Am Donnerstag-Abend fand im großen Festsaal des Rathauses auf Einladung des Senats mit über 500 Ehrengästen der Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Universität Hamburg statt. Auf der anderen Seite des Rathauses läuteten gut 250 Innovatoren, Firmenvertreter und Wissenschaftler eine neue Ära der digitalen Zukunft Hamburgs ein. Hand aufs Herz: Hättest Du Dich nicht auch viel lieber unter den Deckenfresken, Wandgemälden und Holztäfelungen im Rathaus wiedergefunden?

Beides ist wichtig. Es ist wichtig, dass die Uni diese Würdigung erfährt, da wären wir auch gerne dabei gewesen. Bei uns war aber auch richtig was los: mehr als 250 Innovatoren, CEOs, Startups, Professoren und Studenten waren vor Ort. Wir haben den Anspruch exponentielle Innovation zu entwickeln, das ist die Zukunft für Hamburg! Auf unserer Innovationsstraße gehen Forschung und Praxis einen gemeinsamen Weg und können so die Wirtschaft neu erfinden; Hochschule und Unternehmen verschmelzen in SQUARE. Wir laden Professoren aller Hochschulen ein, dabei zu sein.

"Wir leben in Zeiten exponentieller Entwicklungen: In immer kürzer Zeit werden immer schneller immer größere Veränderungen eingeläutet."


Exponentielle Entwicklung am Beispiel des Smartphones.
Grafik: HSBA/SQUARE

Die HSBA ist seit 1975 die Hochschule der Hamburger Wirtschaft mit 1.000 Studenten im dualen Studium zum Bachelor und Master. Ihr arbeitet seit Herbst 2018 unabhängig von der Handelskammer und habt mit dem Verein Eines Ehrbaren Kaufmanns einen starken Partner der Hamburger Wirtschaft als Gesellschafter. Wie ist die erste Resonanz aus dem Kreis Eurer 250 Partnerunternehmen, aus dem VEEK und aus der Stadt auf Eure Initiative, mit "SQUARE" einen hochschulübergreifenden, wirtschaftsnahen Innovationshub aus der Taufe zu heben?

Es gibt breite Zustimmung bei Innovatoren und Unternehmen, denn wir haben ein gemeinsames Ziel. Wir brechen Silos auf und helfen, Ideen umzusetzen. Für unser Board of Innovators konnten wir herausragende Persönlichkeiten gewinnen, die unsere Idee unterstützen: 

Christoph Wöhlke, Geschäftsführer von Budnikowsky, leitet das Board of Innovators bei SQUARE. Weitere Mitglieder sind Stephan Uhrenbacher, Gründer und Geschäftsführer von Density Venture, Henrik Falk, Vorstand der Hamburger Hochbahn AG, Prof. Dr. Edlira Shehu von der Copenhagen Business School, Dr. Hariolf Wenzler CSO bei Baker McKenzie und Vorsitzender des Board of Governors der HSBA, Matthias Schrader, Gründer und Geschäftsführer von SinnerSchrader, Jörg Rheinboldt, Geschäftsführer APX sowie Franziska von Lewinski, Vorstand bei fischerAppelt.

"Die Frage ist: Wieviele unserer 250 Partnerunternehmen sind gefährdet? Und wieviele unserer Studenten gehen künftig online fremd?"

Innovatoren aus Hamburgs Wissenschaft und Wirtschaft:
Dr. Uve Samuels, HSBA und Christoph Wöhlke, Budnikowsky (v.l.n.r.)
Foto: HANSEVALLEY

Der Senat sucht nach dem von HANSEVALLEY Anfang Dezember '18 mit aufgedeckten Skandal um den "Digital-Campus Hammerbrooklyn" verzweifelt nach einer "Hamburger Lösung", um das millionenschwere Immobilienprojekt um den Kölner Skandal-Investor Art Invest und die Hamburger Werbe-Agentur Nordpol doch noch zu retten. Auf der Einladung zur "SQUARE"-Premiere steht HSBA nur klein in der Unterschrift. Wie ist Euer Innovationshub organisatorisch und rechtlich aufgestellt?

Die SQUARE GmbH ist eine eigenständige Schwester der HSBA, Gesellschafterin ist die Stiftung zur Förderung der HSBA. Unser Geschäftsmodell orientiert sich an dem „Pay as you go“- Prinzip. Wir bieten Dienstleistungen nach Bedarf im benötigten Umfang, um auch die Unternehmen abzuholen, die sich keine allumfassende Digitalstrategie oder Stabsabteilung leisten können. Wir freuen uns über jede Art von Förderung oder Unterstützung, vor allem natürlich aber über Projekte!


Hat mit der HSBA-Selbstständigkeit die Segel neu gesetzt: Uve Samuels.
Foto: HANSVALLEY

Nun haben Accenture, BCG, Deloitte, KPMG, McKinsey & Co. als Unternehmensberatungen eigene Digital-Units und Innovation-Hubs sowie jahrelange Erfahrungen in der Beratung großer Firmen. Welche handfesten Vorteile haben Unternehmer, CIOs und CDOs, wenn Sie ihre Innovationsprojekte mit "SQUARE" und einer Wirtschaftshochschule wie der HSBA umsetzen, und nicht mit einer Unternehmensberatung?

Wir kombinieren unterschiedliche Perspektiven für mehr Tiefgang! Unser Know-how aus Forschung und Wissenschaft in Kombination mit den Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit 250 Partnerunternehmen bietet eine fundierte Basis, die wir mit Expertenwissen und neuen Gedanken anreichern. Wir sind interdisziplinär gut vernetzt, die Lage ist zentral in der City und wir haben Räume für kreatives Denken.

"Wir erfinden Wirtschaft neu - von der Idee über die Evaluierung bis zur praktischen Umsetzung, und dass mit mutigen Partnern."


Rundum-Sicht auf die Innovationsmatrix des SQUARE Innovation Hub.
Grafik: SQUARE

Gehen wir ans Eingemachte: Du sagst, Ihr macht ganz praktisches Company Building und ihr habt dazu 4 Module: Auf Hochschulseite Education + Research for Innovation. Auf Unternehmensseite Technology + Community for Innovation. Nun seit ihr eine klassische Business-School und duale Hochschule. Woher bekommt Ihr das technologische Wissen und Können? Und wie sieht Eure (künftige) Innovatoren- und Tech-Community aus?

Wir arbeiten interdisziplinär und blicken so über den Tellerrand der Betriebswirtschaft hinaus. Wichtig sind uns Partner aus den verschiedensten Bereichen, die uns ergänzen. Zum Beispiel aus der Industrie, wie NXP, einer der größten Halbleiterhersteller Europas. Das macht es uns möglich, Formate wie Tech Nights, Hackathons oder die Tech Box anzubieten.


Von der Idee zum Innovtions-Hub: Das SQUARE-Modell
Grafik: SQUARE

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Es gibt mit "Ahoi Digital" eine städtische Initiative für 100 neue Hochschulprofessuren und 1.500 zusätzliche Studienplätze in den MINT-Berufen. Es gibt mit "Digital First" eine Behörden-übergreifende Senats-Strategie zur Digitalisierung der Verwaltung und ihrer Leistungen. Was läuft in Sachen Digitalisierung und Transformation in der Freien und Hansestadt bereits rund? Und wo wünscht Du Dir als ein Innovator unter Hamburgs Hochschul-Chefs mehr Mut, mehr Engagement und mehr Offenheit?

Innovation bekommt einen immer höheren Stellenwert. Das ist gut. Für Hamburg wünsche ich mir mehr Kollaboration von staatlichen und privaten Institutionen, ein Miteinander der verschiedenen Disziplinen aus verschiedenen Perspektiven. Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um den Anschluss nicht zu verlieren!


Vorbild für Hamburg: Das Netzwerk der HSBA mit 250 Unternehmen.
Grafik: HSBA

"Es geht nur noch um Mut. Du kannst in einer Zeit, in der sich die Dinge fundamental ändern, nicht halbherzig rangehen."


*  *  *

Herzlichen Dank für Deine Offenheit!
Das Interview führte Thomas Keup.

 Hamburg Digital Backgrund: 

SQUARE HSBA Innovation Hub:
www.squareinnovationhub.de

HANSEEDUCATION: Eine Digitale Toolbox für die Hamburger Wirtschaft.
https://hv.hansevalley.de/2017/11/hanseeducation-digital-toolbox.html

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Blockchain ist unsere Chance!
"https://hv.hansevalley.de/2017/10/hansepersonality-dr-uve-samuels.html

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg.
https://hv.hansevalley.de/2017/03/hansepersonality-uve-samuels.html

Sonntag, 21. Januar 2018

HANSEPERSONALITY Gunter Mengers: Ohne Werte geht es nicht - und Anstand ist immer modern!

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Vor 500 Jahren gründeten Hamburger Kaufleute die "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns" - als Gegengewicht zum "Ehrbaren Rat" der Hansestadt Hamburg. Im vergangenen Jahr entschied die Vereinigung VEEK e. V., sich von der 1665 durch die "Ehrbaren Kaufleute" gegründeten Handelskammer Hamburg zu trennen. Die 1.200 Mitglieder der weltgrößten wirtschaftsethischen Vereinigung gehen das Jahr 2018 mit Offenheit und neuen Kooperationen an. Ein Hamburg Digital Interview mit dem Vorsitzenden der "Ehrbaren Kaufleute zu Hamburg" Gunter Mengers:


VEEK-Vorsitzender Gunter Mengers bei den Familienunternehmern
Foto: HANSEVALLEY

Sehr geehrter Herr Mengers: Sie sagen: "Wir sind keine Moralapostel." und "Wir wissen, dass es nicht immer ehrbar zugeht." Schauen wir auf den zunehmenden Druck durch globalen Handel, digital-vernetzten Vertrieb und virtuelle Produkte: Was macht Ihnen digital heute wirklich Angst.

Es ist nicht die grundsätzliche Digitalisierung, die nachdenklich macht. Das ist ein Prozess, der viele Vorteile und Erleichterungen bringt. Mit der damit verbundenen Geschwindigkeit ist allerdings die Gefahr verbunden, dass Dinge nicht ausreichend durchdacht werden und wichtige Grundlagen vernachlässigt werden. Das bezieht sich einerseits auf die Umgangsformen, die manchmal stark darunter leiden, aber – aus meiner Sicht – sehr viel bedeutender ist bestimmt, bestimmte Regeln des Anstandes und der Zuverlässigkeit nicht aus den Augen zu verlieren.

Die notwendige Reaktionsgeschwindigkeit darf nicht dazu führen, dass Fairness und werteorientiertes Handels an Bedeutung verliert, weil vielleicht davon ausgegangen wird, dass bei der schnellen Umsetzung von Themen dies keiner merkt. Interessant ist in dem Zusammenhang auch die Frage, inwieweit künstliche Intelligenz derartige "Werte" berücksichtigen kann, oder soll.

Die "Ehrbaren Kaufleute" im VEEK sind alles andere, als verschlossene "Pfeffersäcke": Sie unterstützen mit 120 Mentoren aus dem Kreis Ihrer Mitglieder die jungen, internationalen Studenten der Wirtschaftshochschule HSBA, in Hamburg gut anzukommen. Wie sieht das ganz konkret aus?

Es gibt klare Vorgaben, was unter einer Mentorenschaft verstanden wird - und zwar für beide Teilnehmer. Der Mentor soll der jeweiligen Studentin oder dem Studenten behilflich sein, um sich in Hamburg einzuleben, Verbindungen schaffen zu Unternehmen, bei der beruflichen Entwicklung oder generell als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Wenn auch unterschiedlich im Einzelfall, so kann davon ausgegangen werden, dass 3-4 Treffen im Jahr stattfinden. Das Mentoring ist sehr erfolgreich und wird außerordentlich positiv von den Teilnehmern bewertet.Wir wollen das weiter ausbauen.

Es ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Aufgabe eines Familienunternehmers, die "nächste Generation zu bilden - im Sinne des kaufmännischen Handelns". Wie können erfahrene Unternehmer in Zeiten digital-vernetzter Information und Kommunikation den Nachwuchs erfolgreich erreichen?


Gunter Mengers: "Ohne Werte geht es nicht."
Foto: HANSEVALLEY
Die Weitergabe von werteorientierten Handeln gilt natürlich nicht nur für Familienunternehmer, sondern ganz allgemein. Wir stellen fest, dass die Bereitschaft der nächsten Generation, sich mit diesen Themen zu befassen, ganz deutlich steigt. Die negativen Beispiele der letzten Zeit aus der Großindustrie machen klar: Ohne Werte geht es nicht – und Anstand ist immer modern!

Insofern kann fast von einer Renaissance der Werteorientierung gesprochen werden - ganz im Sinne "Des Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg". Das sehen wir mit Freude. Wir konnten allein im vergangenen Jahr 160 neue Damen und Herren für uns als neue Mitglieder gewinnen.

Ihre Vereinigung will sich im neuen Jahr stärker und die Vernetzung der etablierten mit der jungen Wirtschaft bemühen. Sie haben zum Jahresauftakt ein "Generationen übergreifendes Netzwerk" angekündigt. Wann und wie dürfen Startups sich freuen, etablierte Kaufleute kennenzulernen?

Wir haben vor, über verschiedene Projektgruppen – teilweise branchenbezogen - Damen und Herren zu erreichen. Dazu gehört auch die "Zielgruppe" der Startups, die sich ja auch in Hamburg stetig weiter entwickelt. Das nehmen wir jetzt zügig in Angriff und sind sicher, gute Gelegenheiten zum Gedankenaustausch bieten zu können. Da unsere Altersstruktur sehr breit angelegt ist, ergibt sich daraus ein Generationen übergreifendes Netzwerk. Eine erstklassige Grundlage für Gespräche.

Auf dem Neujahrsempfang der Familienunternehmer haben Sie in Ihrer Gastrede das Thema "Künstliche Intelligenz" angesprochen, verbunden mit der Ankündigung, sich mit dem Thema "Moral von Maschinen" beschäftigen zu wollen. Was dürfen wir vom Verein VEEK erwarten?

Das wir uns mit dem Thema "Moral von Maschinen" beschäftigen wollen, ist vielleicht missverständlich verstanden worden. Darauf werden wir wohl keinen direkten Einfluss haben. Siehe dazu auch meine Anmerkung zu Ziffer 1. Aber es ist sicherlich ein sehr ernst zu nehmendes Thema, um nicht die Entschuldigung zu bekommen: Das war die "unmoralische" Entscheidung der Maschine, da konnte ich nichts machen. Wehret also den Anfängen. Frage ist nur, wer ist dafür zuständig. Die Programmierer, oder die Anwender?

Bleiben wir einen Augenblick bei Ihrer Organisation und der Unabhängigkeit von Ihrer "Tochter", der Handelskammer mit einem "rebellierenden" Präsidium. Was heißt die Unabhängigkeit für Sie - insbesondere in Bezug auf Hamburger Zukunftsthemen, wie Digitalisierung und Bildung?

Hamburger Spitzen (v.l.n.r.): Gunter Mengers (VEEK),
Tobias Bergmann (HK), Olaf Scholz (FHH)
Foto: HANSEVALLEY

Wir waren ja als VEEK auch schon bisher weitgehend eigenständig, allerdings mit traditionell engen Bindungen an die Handelskammer. In Übereinstimmung mit der Handelskammer haben wir über eine kürzliche Änderung unserer Satzung nun weitergehende Möglichkeiten, Entwicklungen ganz eigenständig zu bestimmen.

Zu guter Letzt unsere traditionelle Hamburg-Frage:

Sie haben vor den Familienunternehmern zu Jahresbeginn eine klare Botschaft gesetzt: "Gutes Verhalten kennt keine Grenzen." Sie sehen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen kaufmännischem Streben und sozialem Engagement als Lösung. Was heißt das für unsere Stadt Hamburg in 2018?

Das ist natürlich eine kaum eindeutig zu beantwortende Frage, da es eine Vielzahl von unterschiedlichen Lösungsansätzen gibt. Da muss jeder Einzelne den Willen haben in dem Sinne zu agieren. Für Hamburg ist der gute Ruf den die Kaufmannschaft genießt natürlich sehr Bedeutungsvoll. Was natürlich grenzüberschreitend gilt. Also nicht nur für Hamburg und Umgebung.


*  *  *

Vielen Dank für Ihre offenen Worte!
Das Interview führte Thomas Keup.

 Hamburg Digital Interviews: 

HANSEPERSONALITY:
Kammer-Präses Tobias Bergmann: "Dialog auf Augenhöhe."


 Hamburg Digital Background: 

Der Verein "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg" e. V.:
www.veek-hamburg.de

Jahresschlussveranstaltung 2017 "Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns":
https://youtu.be/AnpZjG7mQLo

Der VEEK e. V. in der Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Versammlung_Eines_Ehrbaren_Kaufmanns_zu_Hamburg

Der "Ehrbare Kaufmann" in der Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrbarer_Kaufmann

Sonntag, 14. Januar 2018

HANSEPERSONALITY Kammer-Präses Tobias Bergmann: "Dialog auf Augenhöhe."

www.alstercompany.de


HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

"Die Mitarbeiter der Kammer und die Hamburger Wirtschaft sollten nicht zu einem Versuchslabor für unklare Ideen und Vorstellungen werden." Mit scharfen Worten kritisierte Gunter Menges, Vorsitzender des Vereins "Versammlung Eines Ehrbahren Kaufmanns", den amtierenden Handelskammer-Präses vor 1.700 Vertretern der Kaufmannschaft, aus Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Medien bei der Jahresabschlussveranstaltung am 29. Dezember 2017 am Adolphsplatz.


Tobias Bergmann: "Tapfer geschlagen" nach scharfer Kritik.
Foto: HANSEVALLEY
"Es geht darum, in den Dialog zu treten", entgegnete Kammer-Präses Tobias Bergmann den Wink mit der Container-Brücke. In der - laut Medien mit Hilfe einer McKinsey-Redenschreiberin entwickelten - Ansprache ging Hamburgs ungeliebter Kammerchef auf die Digitalsierung der Ausbildung, die Internationalisierung des Arbeitsmarktes, Innovationsstandorte in Hamburg, die digitale Disruption und die Mentalität der Kaufmannschaft sowie auf die Gründerkultur der Handelskammer ein.

HANSEVALLEY hat die Rede studiert, sie mit den Aussagen der "Rebellen" aus dem Kammer-Wahlkampf verglichen und die jüngsten Entscheidungen des Kammer-Präsidiums Revue passieren lassen. Das Ergebnis ist ein Fragenkatalog, der den kritischen Dialog anbietet - ohne Schönfärberei und Tabuthemen. Ein HANSEPERSONALITY mit Handelskammer-Präses Tobias Bergmann:

Digitalisierungsgipfel für Ausbildung der Handelskammer:

Tobias Bergmann: Sie haben vor der Kaufmannschaft die Bedeutung der Berufsausbildung bekräftigt und einen Digitalisierungsgipfel für Ausbildung im 1. Halbjahr 2018 angekündigt. Schaue ich in Ihre Wahlkampf-Aussagen, wollten Sie den Digitalgipfel bereits im 2. Halbjahr 2017 durchführen:

Warum liegen Sie mit Ihrem Versprechen für die Jugend 1 Jahr im Hintertreffen? 
Warum beschränken Sie Aktivitäten auf den Nachwuchs? Was ist mit Fachkräften?

Berufsbildungsrecht ist im ganz Wesentlichen eine Sache des Bundes. Um mit dem Bund verbindlich über die nötigen Entwicklungen diskutieren zu können, braucht man eine Bundesregierung als Gesprächspartner. Diese muss sich aber bekanntermaßen erst noch finden – dass das so lange dauert, hat ganz Deutschland überrascht. 

Deshalb findet der Gipfel 2018 statt. Ich freue mich bis dahin über ein erfolgreiches Ausbildungsjahr 2017. Die Handelskammer hält übrigens eine Menge an Fortbildungsangeboten für das lebenslange Lernen von Fachkräften bereit und entwickelt diese Angebote ständig weiter.

Ansiedlung und Förderung internationaler Fachkräfte:

Sie kritisieren die geringe Quote von nur 9% internationalen Fachkräften in Hamburg und fordern einen Wandel. Sie haben mit der HSBA eine internationale Nachwuchsschmiede - mit 35 weltweiten Partnern, davon 22 Hochschulen, fast 1/3 internationalen Studierenden pro Jahrgang sowie weitgehend englischsprachigen Bachelor- und Masterstudiengängen - vor die Tür gesetzt. 

Wie passen Ihre Forderungen und das zerschlagene HSBA-Porzellan zusammen?Was kann die Kammer gegen den immer größer werdenden Fachkräftemangel tun?


Tobias Bergmann: Gute Mine zum bösen "Rebellen-Spiel"?
Foto: Handelskammer Hamburg/Ulrich Perey
Gegen den Fachkräftemangel helfen exzellente Aus- und Fortbildung, ein starker Wissenschaftsstandort und gute Ansiedlungs- und Lebensbedingungen in unserer Stadt inklusive besserer Start-Angebote für neue Fachkräfte aus dem Ausland. An allen diesen Themen arbeitet die Kammer intensiv. 

Für die HSBA haben wir eine sehr gute Lösung gefunden, mit der sowohl die Hochschulgremien als auch der Senat zufrieden sind und die Studierenden- und Absolventenzahlen stabil lässt - und die Beitragszahler sind aus der Haftung.

Innovationen durch Wissenschaft und Jungunternehmen:

Sie schlagen vor, einen "Urbanen Innovationspark" als "Leuchturm" auf dem Kleinen Grasbrook zu errichten. Dort sollen - in 20 Jahren bebaut - Forschung, Startups und Corporates innovieren. Der Senat plant aktuell in Altona (DESY), Bergedorf (HAW), Finkenwerder (ZAL) und Harburg (TUHH) integrierte F&I-Parks. 2017 gab es laut Startup-Monitor keine 60 Neugründungen in Hamburg, die Überlebens-Quote liegt bei 10%. 

Wie sehen Ihre konkreten Vorschläge für die kommenden 3, 5 und 10 Jahre aus?Was wollen Sie in 20 Jahren im neuen Stadtteil ansiedeln, wenn es keinen Bedarf gibt?

Der Senat hat sich entschlossen, den Kleinen Grasbrook zu entwickeln. Jetzt geht es darum, für Stadt und Wirtschaft das Beste herauszuholen. Wenn man es richtig anpackt, kann der Grasbrook ein Kristallisationspunkt für die Ansiedlung neuer Startups werden – es geht ja gerade darum, über den heutigen Status Quo hinauszukommen und mehr Ansiedlungen zu schaffen. 

Konkret muss es als Erstes einen Entwicklungsplan in diesem Sinne geben, bei dessen Entstehung die Interessen von Startups und etablierten Unternehmen gleichermaßen berücksichtigt werden.

Digitale Disruptionen und Mentalität der Kaufmannschaft:

Sie sprechen von Disrpuptionen, Digitalisierung und Lösungen, die alte Geschäftsmodelle in 2 bis 3 Jahren aus dem Markt drängen. Vergangene Hamburger Wachstumstreiber, wie Medienwirtschaft und Versicherungen, haben - korrekt angemerkt - an Kraft verloren. 

Wie wollen Sie als Vertreter der gewerblichen Wirtschaft die Mentalität der Kaufmannschaft, in Dekaden zu denken, mit Ihrer Politik durchbrechen?

Das Denken verändert sich ja in vielen Teilen der Wirtschaft bereits. Unsere Aufgabe als Handelskammer ist dabei vor allem Wissens- und Methodentransfer. Wir vernetzen diejenigen, die voran marschieren, mit den traditionelleren Unternehmen. Unsere Aufgabe ist außerdem, Trends zu antizipieren und den Unternehmen möglichst früh die nötigen Informationen und damit Vorbereitungsmöglichkeiten zu geben.

Handelskammer als zentraler Ort für Hamburgs Gründer:

In Ihrer Rede laden Sie Gründer ein, die Börse als ihren Ort zu nutzen, sich zu vernetzen und Geschäfte zu machen. Im Wahlkampf klang das anders: 'Keine Startup-Unternehmerin braucht den Rat eines „Kammerbeamten“, wie sie den digitalen Wandel meistern soll'. Vor einem Jahr forderten Sie eine "Digitale DNA" für die Kammer. 

Hat sich die Kammer mit dem Verzicht der digitalen Kompetenz aus der HSBA mit Anlauf in die Zeit der Hammaburg zurück katapultiert?

Den logischen Zusammenhang zwischen unserer Einladung an die Mitgliedsunternehmen, sich in der Kammer zu vernetzen, dem angeführten Zitat zum digitalen Wandel müssten Sie mir erklären. Aber davon mal abgesehen: Die Handelskammer hat eine Menge digitaler Kompetenz – denken Sie nur an das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0. 

Auch darüber hinaus haben wir 2017 Kompetenzen in Sachen Digitalisierung aufgebaut, die es vorher in diesem Maße nicht gab. Die digitale Kompetenz der HSBA geht uns übrigens auch nicht verloren, es ist vereinbart, dass es auch weiter eine Partnerschaft geben wird.

Zukunft der Handelskammer nach den Erlebnissen 2017:

Sie sprechen in Ihrer Rede von Transparenz der Prozesse, gemeinsamer Meinungsbildung und Entscheidungen mit der Mitgliederschaft. Sie wollen mit der Kammer wieder "Impulsgeber für wichtige wirtschaftspolitische Diskussionen der Stadt" sein. Im Moment scheinen sich wichtige Player eher abzuwenden und Alternativen zu entwickeln, wie die angekündigte Kooperation der VEEK mit der HSBA.

Wieso wussten und wissen die Mitglieder nichts von HSBA-Rauswurf und IHK Nord?Wie setzen Sie die Budgetkürzung von 20 Mio. € "auf Augenhöhe" + "im Dialog" um?

Noch nie hat die Handelskammer mehr Mitglieder an Ihrer Meinungsbildung beteiligt, als seit der Wahl 2017. Außerdem haben wir die Satzung geändert, um den ehrenamtlichen Ausschüssen mehr Einfluss zu geben. Insofern sind wir klar auf Kurs, was Partizipation und Transparenz der Interessenvertretung angeht, und das wird 2018 Früchte tragen. 

Die Übertragung der HSBA-Anteile an die Trägerstiftung war Gegenstand einer offenen und auch öffentlichen Diskussion, die Zukunft der Handelskammer in der IHK Nord ist es noch. Über die organisatorischen Veränderungen sprechen wir vor allen anderen mit den Mitarbeitern offen und binden ihre Ideen ein. Es gibt eine Betriebsvereinbarung, die die aktive Mitgestaltung der Belegschaft als Recht und Pflicht regelt und zugleich betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.
* * *

Vielen Dank für Ihre offenen Antworten!
Das Interview führte Thomas Keup.

--


G. Mengers (VEEK), T. Bergmann (HK), O. Scholz (FHH)
Foto: HANSEVALLEY
"Befreien Sie uns von unserer Skepsis und geben Sie uns Sicherheit, dass die Handelskammer ... zum Wohle Hamburgs und der hiesigen Wirtschaft denkt und auch entsprechend handeln wird", forderte Hamburgs Ehrbarer Kaufmann, Gunter Menges zum Abschluss des Jahres 2017.

Haspa-Chef Dr. Harald Vogelsang wurde noch deutlicher: "Wenig konstruktiv ist es aus meiner Sicht, wenn man viel Gutes, was über die Jahre entstanden ist, einfach mit der Abrissbirne zerstört. (...) jahrzehntelange Kontakte werden in Minutenschnelle eingerissen, langjährige Partner verprellt, erpresst, frustriert."


*  *  *

 Hamburg Digital Background:  

Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg:
Jahresabschlussveranstaltung 2017 - Video und Rede(n)

Nachbericht Hamburger Abendblatt 29.12.2017
hwww.abendblatt.de/hamburg/article212967737/Buergermeister-Olaf-Scholz-fordert-wirtschaftliches-Wachstum.html

Nachbericht Welt Hamburg 29.12.2017
www.welt.de/regionales/hamburg/article172033642/Versammlung-Eines-Ehrbaren-Kaufmanns-Kammerpraeses-ueberrascht.html

Nachbericht Bild Hamburg 29.12.2017
www.bild.de/regional/hamburg/party/beim-ehrbaren-kaufmann-54326592.bild.html

Kritik Harald Vogelsang Welt Hamburg 28.12.2017
www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article171999564/Triumphe-und-Tragoedien-die-Geschichten-des-Jahres-Harald-Vogelsang-ueber-die-Revolution-in-der-Handelskammer.html

Kritik Alt-Präsides Welt Hamburg 23.12.2017
www.welt.de/regionales/hamburg/article171856033/Hamburger-Handelskammer-Der-hanseatische-Handschlag-gilt-nichts-mehr.html

Freitag, 30. Dezember 2016

HANSEBUSINESS: Das schreibt der Handelskammer-Präses Olaf Scholz ins Stammbuch.

*Mit Updates zu Reaktionen und Links*

Die Digitalisierung ist in der Handelskammer angekommen:  Eine "Digitale Dachmarke", ein "Coworking-Club" und ein "3D-Demonstrationszentrum" sind für Kammerpräses Fritz Horst Melsheimer Top-Themen in seiner diesjährigen Jahresabschlussrede vor der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns gewesen. Die digitalen Aktivitäten, Planungen, Wünsche und was davon zu halten ist - aktuell von uns zusammengefasst:

Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer
Foto: Handelskammer Hamburg/Christian Stelling
Ab 16. Januar '17 wählen rd. 160.000 Hamburger Betriebe aus Industrie, Handel und Gewerbe ihr neues Plenum - die parlamentarische Interessenvertretung der Wirtschaft in der Handelskammer Hamburg. Erstmals sind drei Bündnisse im Wahlkampf: Die etablierte Initiative "Vorfahrt für Hamburg", das Reform-Bündnis "Unternehmer für Hamburg" und die Kammer-Rebellen "Die Kammer sind wir".

"Ich lasse mir das Recht, klar und deutlich im Namen der Hamburger Wirtschaft zu sprechen, von niemandem nehmen."

Die "Rebellen" waren auch ein Thema in der Jahresabschlussrede des Handelskammer-Präses im Rahmen der traditionellen Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zum Jahreswechsel im Börsensaal am Adolphsplatz. Neben dem gerichtlichen "Maulkorb" gegen die allgemeine politische Rede des Präses aus dem Vorjahr standen vor allem jedoch 6 aktuelle Herausforderungen für die Hamburger Wirtschaft im Mittelpunkt.


"Die Disruption gefährdet auch in Hamburg bestehende Geschäftsmodelle, Arbeitsplätze und Gewinnmöglichkeiten."

Die "Chancen des technischen Fortschritts in den Bereichen Digitalisierung, E-Mobilität und 3D-Druck" sprach Melsheimer zentral in der Mitte der rd. einstündigen Rede vor den 2.000 anwesenden Gästen am Freitag-Mittag an. Als erfolgreiche Hamburger Aktivitäten im Kontext Digitalisierung und Startups nannte Melsheimer vornehmlich kammereigene Initiativen, wie das "Komptenzzentrum Mittelstand 4.0", das "Digital Innovation Lab" in der Hamburg School of Business Administration, die über 8.500 Gründerberatungen und mehr als 1.200 Registrierungen zur virtuellen Gründungswerkstatt.

Eine "Digitale Dachmarke" für alle Projekte und Initiativen

Der langjährige Hamburger Manager forderte gegenüber Bürgermeister Olaf Scholz und Wirtschaftssenator Frank Horch, "die bestehenden Projekte und Initiativen analog zum Silicon Valley unter eine gemeinsame Dachmarke zu stellen". Das Ziel: eine stärke Wirkung für die Startup-Szene nach innen und außen. Der Senat soll die Idee aufgreifen und unterstützen. Das erinnert an die Berliner "Startup Unit" von Kammern, Verbänden, Initiativen und Wirtschaftsförderern an der Spree.

Unsere Meinung:

Die "Startup-Unit" gilt als "toter Gaul", den "Berlin Partner" dank Fördermitteln reitet. Von der zugrunde liegenden McKinsey-Studie "Berlin gründet" aus 2013 funktioniert nur die internationale Vernetzung. Das Update "Berliner Startup-Agenda" aus diesem Jahr ist nur eine Zusammenfassung der Aktivitäten von Wirtschaftsförderung und Wissenschaft. Wenn Hamburg eine "Digitale Dachmarke" aufbauen will, sollten die aktiven Akteure eine führende Rolle spielen - von Medien über Netzwerke bis zu den Branchen-Clustern. Vorbild könnte die gelebte Marke "Be Berlin" sein.

Ein "3D-Demonstrationszentrum" zum Erleben und Ausprobieren

Die Möglichkeiten des 3D-Drucks haben Auswirkungen auf Industrie und globale Wirtschaftsströme, brachte es der Hauptredner der VEEK-Jahresabschlussversammlung auf den Punkt. In der Tradition öffentlich geförderter Informationszentren warb Melsheimer für ein "3D-Demonstrationszentrum", um vielen Unternehmen die Möglichkeiten der neuen Technologie erlebbar zu machen. Zudem sollte das Thema in der schulischen, dualen und universitären Ausbildung - bis hin zu eigenen Studiengängen - verankert werden.

Unsere Meinung:

Die Verankerung des 3D-Drucks in schulischer, dualer und universitärer Ausbildung ist richtig und wichtig - und ein Pflichtthema für die Kammer. Ein HK-Demonstrationszentrum halten wir hingegen eher für Verschwendung öffentlicher Mittel. Stattdessen sollten Unternehmer von der Handelskammer in die bestehenden Fab Labs "Attraktor" in Altona, "Fabolous" in St. Pauli und an der TU in Harburg eingeladen werden. Dies ist auch eine Möglichkeit, mit technologiebegeisterten "Makern" direkt ins Gespräch zu kommen.

Ein gemeinsamer "Coworking Club" zur Vermarktung des Standorts

Coworking-Spaces bieten Startups die geeignete Infrastruktur und ein inspirierendes Arbeitsumfeld, resümiert der Präses in seiner Ansprache vor den Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zur Vermarktung des Gründerstandorts will die Handelskammer in nächsten Jahr die Coworking-Spaces, wie Betahaus, Design Offices, InnoHub, IntoOffice, Lilienhof, Medienhof, Mindspace, Places, Shhared oder Werkheim in einem "Coworking Club" zusammenbringen und vernetzen.

Unsere Meinung:

Schaden kann es nicht, die Betreiber der Coworkings an einen Tisch zu holen. In wiefern die Initiative eines "Coworking Clubs" sinnvoll ist, bleibt abzuwarten. Unterm Strich sind die Anbieter vor allem Wettbewerber im Markt, die sich durch verschiedene Zielgruppen und Konzepte abheben. Unausgereift ist der Gedanke, mit rd. 1 Dutzend Anbietern den Standort zu vermarkten. Hier fehlen die gemeinsamen Zielsetzungen und die für eine Vermarktung erforderliche Finanzierung. Ein Finanzierung des Marketings von Coworkings aus öffentlichen Mitteln ist kein empfehlenswerter Weg.

*Updates*

Rede von Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer als PDF-Download:
Jahresabschlussrede vor der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns

Reaktionen von "Kammer-Rebellen" und Verband Freier Kammern:
Die "Welt" Hamburg: Präses Melsheimer weist Maulkorb zurück.

Die zentralen Digitalen Wahlprüfsteine zur Kammerwahl 2017

Wir sind gespannt, was die drei Bündnisse und Initiativen zur Kammerwahl 2017 als Vorschläge zum Leitthema Digitalisierung zu sagen haben. Tobias Bergmann von der Initiative "Die Kammer sind wir" kritisiert in einem aktuellen Beitrag der "Welt" die Aktivitäten der Handelskammer als "digitalen Neuanstrich". Robin Houcken vom Bündnis "Unternehmer für Hamburg" nimmt die Kammer in dem Artikel in die Pflicht und sieht die Interessenvertretung in einer "Schlüsselrolle für die digitale Transformation".  

Ab 9. Januar veröffentlichen wir die Antworten zu den 12 von uns an die Initiativen und Bündnisse gerichteten Fragen. Dabei stehen für uns die 3 Themenfelder "Digitale Zukunft", "Digitale Kammer" und "Digitale Stadt" im Fokus des Services für die Industrie- und Handelsbetriebe an Elbe und Alster. 

Hier die 12 Fragen, deren Antworten wir ungekürzt veröffentlichen werden:

Eine Übersicht zu den drei Kammergruppen haben hier veröffentlicht:
Kammer-Wahl in Hamburg: Wer liest künftig Olaf Scholz die Leviten?


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