HANSESCIENCE

HANSE SCIENCE MAGAZIN
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"Das Tempo der Entscheidungen machen nicht wir,
aber die Geschwindigkeit der Reaktionen - das entscheiden wir."
Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern

Die Metropolregionen Hamburg, Hannover, Nord-West und Stettin sind Heimat namhafter privater und staatlicher Universitäten und Fachhochschulen. Die Wissenschaftsstandorte sind ausgezeichnete Orte für Forschung und Lehre - in technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Disziplinen mit digitalem Bezug. 

Mit dem KI-Forschungsstandort für medizinische Anwendungen an der Universität zu Lübeck und dem Universitätsklinikum UKSH, dem norddeutschen KI-Space und der weitreichenden praktischen Expertise Hamburger Unternehmen und Kliniken für KI in der bildgebenen Verarbeitung spielt die Metropolregion Hamburg in der Zukunftstechnologie KI und Medizin eine maßgebliche Rolle.

Mit dem neu geschaffenen "Quantum Valley Lower Saxony" entwickeln die Universitäten in Braunschweig und Hannover zusammen mit namhaften Bundesanstalten und außeruniversitäten Forschungseinrichtungen in der Metropolregion Hannover einen führenden Standort für Quantencomputing in Norddeutschland, gefördert von der Landesregierung und der "Volkswagen-Stiftung".

Mit den Universitäten von Bremen, Oldenburg und Osnabrück ist in der Metropolregion Nord-West ein führender Standort für die Grundlagen- und Anwendungsforschung zu künstlicher Intelligenz entstanden - unterstützt durch den DFKI-Standort Bremen und das Engagement der Landesregierung in Hannover für einen niedersächsischen DFKI-Standort.

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Die Region Braunschweig mit den Hochschulstandorten Braunschweig und Göttingen gehört mit einem Investment von 3.904,- € in Forschung und Entwicklung pro Kopf der Bevölkerung zu den stärksten Forschungsregionen in Deutschland - direkt hinter der Region Stuttgart mit einem Pro-Kopf-Investment von 3.978,- €. 
Damit setzt sich die Region mit ihrer Technischen Universität in der Löwenstadt und dem "VW"-Stammwerk in Wolfsburg bei den Investitionen sogar vor die Region Oberbayern mit München und seinen beiden starken Universitäten "LMU" und "TUM" (2.685,- €/Pro Kopf in 2019), die Region Karlsruhe mit dem "KIT" und 2.355,- € sowie die Region Tübingen mit ihrer Universität und 2.355,- € Investitionen in F+E pro Kopf und Jahr.
Leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen die beiden Freien (und) Hansestädte Bremen und Hamburg. Die Stadtstaaten an Weser und Elbe kommen auf Werte von 1.471,- € (Bremen) sowie 1.463,- € (Hamburg). Die beiden Großstädte mit ihren starken Universitäten und den Metropolregionen "Nord-West" und "Hamburg" liegen damit gleich auf mit der Bundeshauptstadt Berlin bei 1.433,- € pro Kopf. Unter dem Durchschnitt liegt die wirtschaftliche starke Region Hannover mit lediglich 948,- €/pro Jahr und Kopf.
Die Heideregion Lüneburg mit ihrer "Leuphana" und 248,- € Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die ostfriesische Region "Weser-Ems" mit 371,- € bilden die Schlusslichter im Reigen der 38 Forschungsregionen (NUTS 2) in Deutschland, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit Greifswald und Rostock bei 525,- € und Schleswig-Holstein mit Kiel und Lübeck bei 572,- € Investitionen pro Kopf. 

Braunschweiger Forscher entwickeln Netzwerkplattform zur schnelleren Medikamentenentwicklung.

Mit einer Netzwerk-Plattform sollen Medikamente schneller einsatzbereit sein.
Foto: Qimono, Pixabay

Braunschweig, 06.12.2021: Forscher der Technischen Universität Braunschweig haben gemeinsam mit Kollegen anderer Universitäten eine neue Plattform für das Repurposing von Medikamenten vorgestellt. Beim Drug Repurposing werden alternative Verwendungsmöglichkeiten für bestehende Arzneimittel gesucht. Die neue, gemeinsame Plattform erleichtert die Suche nach neuen Therapeutika.

"NeDRex" (Network-based Drug Repurposing and exploration) ist eine interaktive Plattform für netzwerkbasiertes Drug Repurposing und die Entdeckung von Krankheitsmodulen, das heißt kleinen krankheitsrelevanten Netzwerken aus Genen oder Proteinen. Sie umfasst zehn verschiedene Datenquellen über Gene, Wirkstoffe, Wirkstoffziele, Krankheitsannotationen und deren Beziehungen zueinander.

Die Plattform ermöglicht außerdem die Priorisierung von Medikamenten und eine Ermittlung der statistischen Signifikanz von Krankheitsmodulen und Arzneimittelkandidaten. Dies sorgt für eine hohe Robustheit der Ergebnisse und kann die Zahl der nötigen Folgeexperimente reduzieren. Im Vergleich zur herkömmlichen Arzneimittelentwicklung bietet das Repurposing erhebliche Vorteile, z. B. niedrigere Entwicklungskosten, geringeres Risiko und kürzere Zeiträume für die Arzneimittelentwicklung.

NeDRex lieferte bereits in der Testphase Arzneimittelkandidaten, die für die Behandlung von Alzheimer, entzündlichen Darmerkrankungen, Chorea Huntington und Lungenembolie weiter erforscht werden können“, sagt Professor Tim Kacprowski, Professor für Data Science in Biomedicine am Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik an der TU Braunschweig. „Natürlich handelt es sich dabei zunächst um computergestützte Vorhersagen, die in klinischen Studien verifiziert und getestet werden müssen. NeDRex macht eine solche Kandidatenvorhersage nun aber einfacher denn je.“

Der Bedarf an neuen Medikamenten ist hoch. Gleichzeitig liegen die Kosten für die Markteinführung eines neuen Wirkstoffs schätzungsweise zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar. Zu den Faktoren, die zu diesen Kosten beitragen, gehören teils nicht reproduzierbare präklinische Forschung und eine zunehmende Vorsicht der Arzneimittelzulassungsbehörden.

An der Entwicklung der Plattform waren neben der TU Braunschweig auch Forschende der Newcastle University, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der TU München, der Universidad Autónoma Metropolitana-Cuajimalpa (Mexico), der Maastricht University, dem Universitätsklinikum Essen, der Universität von Süddänemark, und der Universität Hamburg beteiligt.

 Ein wissenschaftlicher Fachbeitrag kann hier nachgelesen werden.

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Beste Wissenschaftler Niedersachsens ausgezeichnet worden.

Der HAWK-Professor Rußmann (re) wird von Wissenschaftsminister Thümler (li) geehrt.
Foto: HAWK

Hannover, 19.11.2021: Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler hat am Donnerstag im Schauspielhaus Hannover elf Persönlichkeiten mit dem "Wissenschaftspreis Niedersachsen 2021" ausgezeichnet für hervorragenden Leistungen in Forschung, Transfer und Lehre sowie für die außergewöhnliche Förderung der Hochschulentwicklung in Niedersachsen verdient gemacht haben. Der Preis ist mit insgesamt 109.000,- € dotiert. Die Preisträger sind alle an einer niedersächsischen Hochschule tätig.
So wurde als Wissenschaftler an einer Fachhochschule wurde Professor Dr. Christoph Rußmann ausgezeichnet. Er ist seit 2016 Professor für Fotonik und Medizintechnik an der HAWK. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der medizinischen Bildgebung, Lasermedizin und in der Anwendung von mobile Health sowie Künstlicher-Intelligenz- und Big-Data-basierten Ansätzen in der Medizintechnik und im Gesundheitswesen. 
Es gilt nun, die Wissenschaftskommunikation als wichtiges Element eines Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Dabei ist die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit eine gemeinsame Herausforderung. Mir ist es ein besonderes Bedürfnis, mich vor unsere Forscherinnen und Forscher zu stellen. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich ganz herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und ihrem Engagement. Machen Sie bitte weiter so“, betone Wissenschaftsminister Björn Thümler.
Eine ausführliche Meldung mit allen Preisträgern gibt es auf den Seiten des Wissenschaftsministeriums.
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Hamburger Wissenschaftspreis ehrt Münchener Vordenker für KI in der Biomedizin.

Fabian Theis kommt personalisierter Medizin mit KI auf die Spur.
Foto: Astrid Eckart / TU München

Hamburg, 16.11.2021: Die Akademie der Wissenschaften an Alster und Elbe hat im Rahmen eines hybriden Senatsempfangs im Hamburger Rathaus den Wissenschaftspreis 2021 verliehen. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Dr. Fabian Theis für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in biomedizinischen Anwendungen.
Theis ist Leiter des Helmholtz Munich Computational Health Centers und Professor für
Mathematische Modellierung biologischer Systeme an der Technischen Universität München. Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Jury-Vorsitzender erklärte: 
„Herr Theis ist einer der wenigen Experten, die KI auf verschiedenen Ebenen, von der biomedizinischen Forschung über das Gesundheitswesen bis hin zur Präzisionsmedizin, einsetzen. Er hat den enormen Wert von KI-basierten Technologien in mehreren Anwendungen erfolgreich demonstriert und trägt damit dazu bei, die Erwartungen an künstliche Intelligenz zu erfüllen, Prävention, Diagnostik und Therapie zu reformieren und den Weg für die Medizin der Zukunft zu ebnen.“
Der Hamburger Wissenschaftspreis 2021 ist dem Thema „Künstliche Intelligenz in der Medizin“ gewidmet. Für den Wissenschaftspreis 2021 hat die Jury sieben Nominierungen erhalten. Die Nominierten wurden von Universitäten und besonders Universitätskliniken aus dem In- und Ausland vorgeschlagen.
Der Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 100.000,- € dotiert. Gestiftet wird der Preis von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Akademie der Wissenschaften
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Region Braunschweig ist die zweitstärkste Forschungsregion Deutschlands.

In Norddeutschland glänzen nur Braunschweig, Bremen und Hamburg bei Investitionen in F+E.
Grafik: Zuse-Gemeinschaft

Berlin, 09.11.2021: Die Region Braunschweig mit den Hochschulstandorten Braunschweig und Göttingen gehört mit einem Investment von 3.904,- € in Forschung und Entwicklung pro Kopf der Bevölkerung zu den stärksten Forschungsregionen in Deutschland - direkt hinter der Region Stuttgart mit einem Pro-Kopf-Investment von 3.978,- €. Damit setzt sich die Region mit ihrer Technischen Universität in der Löwenstadt und dem "VW"-Stammwerk in Wolfsburg bei den Investitionen sogar vor die Region Oberbayern mit München und seinen beiden starken Universitäten (2685,- €/Pro Kopf in 2019), die Region Karlsruhe mit dem "KIT" und 2.355,- € sowie die Region Tübingen mit ihrer Universität und 2.355,- € Investitionen in F+E pro Kopf und Jahr.
Am anderen Ende der Skala liegen Regionen in Nord- und Ostdeutschland mit Werten im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich: So bilden die Region Lüneburg mit ihrer "Leuphana" und 248,- € Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die ostfriesische Region "Weser-Ems" mit 371,- € die Schlusslichter im Reigen der 38 Forschungsregionen (NUTS 2) in Deutschland, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit Greifswald und Rostock bei 525,- € und Schleswig-Holstein mit Kiel und Lübeck bei 572,- € Investitionen pro Kopf der Bevölkerung in die Forschung und Entwicklung - trotz verhältnismäßig niedriger Einwohnerzahlen im Vergleich zu den Ballungsräumen.
Leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen die beiden Freien (und) Hansestädte Bremen und Hamburg. Die Stadtstaaten an Weser und Elbe kommen auf Werte von 1.471,- € (Bremen) sowie 1.463,- € (Hamburg). Die beiden Großstädte mit ihren starken Universitäten und den Metropolregionen "Nord-West" und "Hamburg" liegen damit gleich auf mit der Bundeshauptstadt Berlin und ihrem Forschungsverbund aus "FUB", "HUB" und "TUB" bei 1.433,- € pro Kopf. Unter dem Durchschnitt liegt die wirtschaftliche starke Region Hannover mit lediglich 948,- €/pro Jahr und Kopf.
"Forschungstransfer für den Mittelstand gelingt überregional“, erklärt Klaus Jansen. Mit Blick auf die Ziele der künftigen Bundesregierung mahnt der Geschäftsführer der "Zuse-Gemeinschaft": „Eine Steigerung der staatlichen FuE-Ausgaben darf nicht Selbstzweck sein. Vielmehr muss der gelingende Transfer von Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft der Gradmesser sein. Wir brauchen daher mehr transferorientierte staatliche Förderung seitens des Bundes. Die neue Bundesregierung muss hier handeln.
Eine ausführliche Meldung mit einer Übersicht aller Ergebnisse zu FuE-Investitionen in den Regionen gibt es auf den Seiten der "Zuse-Gemeinschaft".
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HafenCity Universität setzt digitales Stadtplanungstool in Ecuador und Indien ein.

Zusammen mit der GIZ hilft die HafenCity Universität bei der weltweiten Stadtplanung.
Foto: GIZ

Hamburg: Eineinhalbjahre hat Jörg Rainer Noennig, Professor für "Digital City Science“ an der HafemCity Universität in Hamburg mit seinem Team an einem digitalen Werkzeugkasten gearbeitet, der als frei verfügbare Open-Source-Software nachhaltige Stadtentwicklung überall auf der Welt möglich machen soll. Das neue Werkzeug "TOSCA - Toolkit for Open and Sustainable City Planning and Analysis " wurde bereits 2020 als "Open City Toolkit“ mit dem Hamburg Open Science Award ausgezeichnet und ist jetzt einsatzbereit.
Über ein webbasiertes, geografisches Informationssystem wird der Austausch zwischen Stadtverwaltungen und Bürgern sowie der Transfer von Wissen und Daten zwischen verschiedenen Verwaltungsbereichen erleichtert. Mit dem System können weltweit Stadtplanungsprozesse und verschiedene Nutzergruppen unterstützt. In Indien sind es vor allem Stadtverwaltungen und Planungsbehörden, in Ecuador vor allem wissenschaftliche Einrichtungen, die das Werkzeug künftig nutzen wollen.
Nach fast zwei Jahren wissenschaftlicher Grundlagenarbeit wird TOSCA in Indien und Ecuador zum Einsatz kommen. Für die konkreten Probleme vor Ort, von der Aufwertung informeller Großsiedlungen bis hin zum Evakuierungsmanagement bei Vulkanausbrüchen, haben wir geeignete Analyseinstrumente maßgeschneidert, die jetzt genutzt werden können“, so Noennig in einem aktuellen Statement.
"TOSCA" ist eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Weitere Partner sind Stadtverwaltungen in Ecuador und Indien, lokale Technologieunternehmen und Universitäten. Dank zusätzlicher Förderung durch die GIZ wird "TOSCA" bis 2023 weiterentwickelt.
Mehr Informationen zu „Digital City Science“ gibt es hier.
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Uni Osnabrück nimmt neuen Hochleistungsrechner in Betrieb.

Mit dem neuen Hochleistungscluster können auch Studenten für ihre Uniarbeiten nutzen.
Foto: Universität Osnabrück/Sebastian Osada 

Osnabrück, 07.10.2021: Im neuen Rechenzentrum der Universität in der Friedensstadt geht in diesen Tagen ein "High-Performance-Computing-Cluster“ (HPC) an den Start. Der Hochleistungsrechnerverbund wird mit 980.000,- € von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Land Niedersachsen finanziert. Aus Anlass der Inbetriebnahme findet am kommenden Montag ein Fachsymposium in der Aula des Osnabrücker Schlosses statt.
High-Performance-Computing (HPC) ist die Fähigkeit, mit hoher Geschwindigkeit große Mengen an Daten zu verarbeiten und komplexe Berechnungen durchzuführen. Ein Notebook oder Desktop-PC mit einem 3-GHz-Prozessor schafft etwa drei Milliarden Berechnungen pro Sekunde. Dies ist lediglich ein Bruchteil im Vergleich zu HPC-Lösungen, mit denen sich pro Sekunde eine Billiarde von Berechnungen durchführen lassen.
Damit ist die Universität in den kommenden Jahren sehr gut ausgestattet und konkurrenzfähig bei ihren Forschungsvorhaben“, freut sich Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger, Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung. „Das Hochleistungsrechnen ist heutzutage in vielen wissenschaftlichen Disziplinen ein zentraler Bestandteil der Forschung, sei es zur Simulation komplexer Systeme oder zur Analyse großer Datenvolumina“, erläutert Kühnberger.
Der Vizepräsident ordnet weitergehend ein: „Um unsere Forscherinnen und Forscher zu unterstützen, betreibt das Rechenzentrum der Universität Osnabrück einen Hochleistungsrechner, ein aus mehreren Rechnern bestehender Cluster. Hierauf lassen sich rechen- und speicherintensive Prozesse durch parallele Verarbeitung extrem schnell ausführen.“ Der jetzt in Betrieb genommene Rechencluster bietet mehr als die 25-fache Leistung gegenüber dem bisherigen Hochleistungsrechner im Rechenzentrum.
Beim Betriebskonzept hat die Universität Osnabrück ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal: „Man muss kein Fachmann für HPC sein, um auf dem Rechner rechnen zu dürfen“, so Informatikprofessor Joachim Hertzberg. „Der Zugang ist sehr niederschwellig ausgelegt. Es gibt eine monatliche Runde aller Nutzer, die auch neuen Nutzern offen steht, in der dann abgesprochen wird, wer im kommenden Monat wie viele Ressourcen nutzen darf. Dabei sind explizit auch studentische Arbeiten und Beiträge zu Promotionsvorhaben erwünscht.“ 
Weitere Informationen zum Hochleistungscluster an der Uni Osnabrück gibt es auf den Hochschulseiten.
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Bremer Forscher entwickeln digitales System für Sprache aus Gedanken.
Mit Hilfe von maschinellem Lernen wird aus Gedanken jetzt Sprache.
Grafik: Uni Bremen/CSL

Bremen, 30.09.2021: Informatikern des "Cognitive Systems Lab" der Universität Bremen ist in einem internationalen Projekt gelungen, eine Neurosprachprothese zu realisieren. Damit kann in Gedanken vorgestellte Sprache hörbar gemacht werden – ohne Verzögerung und in Echtzeit. Die Entwicklung kann Menschen helfen, die aufgrund neuronaler Erkrankungen verstummt sind und ohne fremde Hilfe nicht mit der Außenwelt kommunizieren können.
Die innovative Neurosprachprothese basiert auf einem Closed-Loop-System, das Technologien aus der Sprachsynthese mit Gehirn-Computer-Schnittstellen verbindet. Dieses System wurde von Miguel Angrick am "CSL" entwickelt. Als Eingabe erhält es die neuronalen Signale der Nutzer, die sich vorstellen zu sprechen. Es transformiert diese mittels maschineller Lernverfahren praktisch zeitgleich in Sprache und gibt diese hörbar als Rückmeldung an die Nutzer aus.
Im ersten Schritt las eine Patientin Texte vor, aus denen das Closed-Loop-System mittels maschinellem Lernen die Korrespondenz zwischen Sprache und neuronaler Aktivität lernte. Im zweiten Schritt wurde dieser Lernvorgang mit geflüsterter und mit vorgestellter Sprache wiederholt. Dabei erzeugte das System synthetisierte Sprache. Obwohl das System die Korrespondenzen ausschließlich auf hörbarer Sprache gelernt hatte, wird auch bei geflüsterter und bei vorgestellter Sprache eine hörbare Ausgabe erzeugt.
Seit mehreren Jahren arbeiten das "Cognitive Systems Lab" (CSL) der Universität Bremen, das "Department of Neurosurgery" an der niederländischen Maastricht Universität und das "ASPEN Lab" an der Virginia Commonwealth Universität in den USA an einer Neurosprachprothese. Das Ziel: Sprachbezogene neuronale Prozesse im Gehirn in hörbare Sprache umzusetzen.
Wir haben es geschafft, dass unsere Versuchspersonen sich reden hören, obwohl sie sich das Sprechen nur vorstellen“, freut sich Professorin Tanja Schultz, Leiterin des "CSL". „Die Gehirnstromsignale von freiwilligen Probanden, die sich vorstellen zu sprechen, werden durch unsere Neurosprachprothese direkt in eine hörbare Ausgabe überführt – und zwar in Echtzeit ohne wahrnehmbare Verzögerung!
Eine ausführliche Meldung zur Forschung ist auf den Seiten der Uni Bremen nachzulesen. Die Arbeit des "Cognitive Systems Lab" ist hier zu finden.
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DESY und HAW Hamburg kooperieren für duales Studium von Ingenieuren und Forschern.

Die HAW Hamburg und das DESY wollen das duale Studium fördern.
Foto: DESY/HAW

Hamburg, 29.09.2021: Das Deutsche Elektronen-Synchrotron - DESY - und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften - HAW Hamburg - haben am Mittwoch eine neue strategische Kooperation für Anwendung und Innovation vereinbart. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen Duales Studium und Lehre, Forschung und Entwicklung sowie Innovation, Technologie- und Wissenstransfer.
Die Liste konkreter Kooperationsthemen reicht von Echtzeit-Regelungstechnik hochkomplexer Beschleunigeranlagen, visueller Simulation und Robotik, effizienten Energiesystemen, Scientific Computing, intelligenten Sensorsystemen, Spektroskopie und Messdatenaufbereitung, Embedded Electronics und Electronics Development bis hin zu Wissenschaftsillustration.
"KAI" soll übergeordnet die gemeinsame Ausbildung dringend benötigter Ingenieure und Wissenschaftler fördern. Durch angewandte Forschung und Entwicklung nachhaltiger und digitaler Technologien soll "KAI" übergeordnet den Strukturwandel Hamburgs zur Wissenschafts- und Innovationsmetropole im Norden unterstützen.
Die strategische Kooperation soll innovative Technologien für dringliche Probleme vorantreiben. Verbunden damit bietet die Kooperation integrierende Qualifizierungsangebote für Studenten und Promovierende. Gemeinsam wollen die Partner außerdem ein positives Klima für Ausgründungen schaffen und Startups fördern.
Das DESY zählt mit seinen Standorten in Hamburg und Zeuthen zu den weltweit führenden Zentren in der Forschung an und mit Teilchenbeschleunigern. Die Mission des Helmholtz-Forschungszentrums ist die Entschlüsselung von Struktur und Funktion der Materie, als Basis zur Lösung von Fragen und drängenden Herausforderungen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. auf den Seiten der "HAW Hamburg" nachzulesen.
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HafenCity Universität und Google starten in Hamburg wissenschaftliches Luftmessprogramm.

Google misst mit StreetView in Hamburg die Luft in der Innenstadt.
Foto: HCU/Google

Hamburg, 29.09.2021: Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und Google Deutschland haben heute den Start eines neuen wissenschaftlichen Projekts bekannt gegeben: "Project Air View Hamburg" ist ein Pilotprojekt, das in Hamburg als erste deutsche Stadt durchgeführt wird und sich rund um das Thema Luftqualität dreht. Ziel ist es, Messwerte zu erfassen, die im Bereich der nachhaltigen Stadt- und Verkehrsplanung genutzt werden können. Im Projekt arbeiten das "CityScience Lab" der HCU und "Google StreetView zusammen.
Dafür wird für rund ein Jahr ein mit Sensoren ausgestattetes "Jaguar"-Elektroauto durch die Innenstadt von Hamburg fahren. Die Daten werden anschließend dem "CityScienceLab" der HCU und einer eigensgegründeten Arbeitsgruppe der Stadt Hamburg zur Verfügung gestellt, die darauf basierend Entscheidungen zu Klima, Gesundheit, Verkehr und Stadtentwicklung in Hamburg treffen können. Die Daten werden parallel im "Environmental Insights Explorer Tool" von "Google" abrufbar sein.
Das Auto ist mit Sensoren ausgestattet, die Werte zu Stickstoffdioxid (NO2), Stickoxid (NO), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO), Feinstaub (PM2,5) und Ozon (O3) aufzeichnen. Außerdem werden mithilfe der im Auto eingebauten "Street View"-Technologie Bilder aufgenommen, die dabei helfen, Orte mit besonders hohen oder niedrigen Werten besser zu verstehen. Zusätzlich dienen sie der weiteren Verbesserung von Google Maps. Eine Veröffentlichung der Bilder findet nicht statt.
Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin "CityScienceLab" an der HafenCity Universität Hamburg: „Das Project Air View Hamburg erzeugt interessante Daten zur Luftqualität, mit denen wir an neuen Mobilitätskonzepten oder gesunden Quartieren forschen können. Diese neuen Daten können mit schon bestehenden öffentlichen Daten wie diejenigen im Urban Data Hub oder auch Tools zur Bürger- oder Expert:innenbeteiligung verbunden werden und neue Einsichten für die klimagerechte Stadtentwicklung beitragen.“
Einen ausführlichen Beitrag zum Thema mit einem Videostatement und weiteren Fotos des neuen "Google Cars" auf Hamburgs Straßen gibt es auf dem "Google-Blog".
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Robotikforscher der FH Westküste gewinnt internationalen Wettbewerb.

In Heide wird die Zukunft der Landwirtschaft mit Robotik erforscht.
Foto: FH Westküste

Heide, 28.09.2021: Der westholsteinische Wissenschaftler Prof. Stephan Hußmann ist im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs mit dem 1. Platz für „Innovative landwirtschaftliche Systeme und nachhaltige Landwirtschaft“ ausgezeichnet worden. Die Jury wählte 28 Finalisten aus, deren Projekte sich durch die Kombination mehrerer Technologien als wirkungsvoll, innovativ, hoch skalierbar und nachhaltig erweisen konnten. Die Finalisten erhielten die Möglichkeit, ihre Projekte im Rahmen des "ITU Regional Innovation Forum for Europe“ online zu präsentieren.
Die Jury überzeugte insbesondere, dass das von der FH Westküste entwickelte System, welches verschiedene Patente beansprucht, durch die Nutzung mehrerer, parallel arbeitender Erkennungs- und Unkrautvernichtungssysteme eine hohe Flächenleistung erreichen kann. Das System sticht dabei durch technische Innovationen und eine spezielle IT-Infrastruktur hervor und hat inzwischen Praxisreife erreicht.
In dem Forschungsprojekt arbeitet die FH Westküste seit 2014 mit einem der größten Bio-Bauern Deutschlands, dem "Westhof Bio" aus Friedrichsgabekoog, zusammen. Der "Westhof" stellt Testfelder für die Lösungen der Hochschule bereit. Im Jahr 2018 wurde das StartUp "Naiture" aus der Hochschule ausgegründet und teilt sich die Entwicklungsarbeit seitdem mit der FH Westküste. Weitere Partner sind "Demeter"-Betrieb Rolf Hach und der "Ökoring e.V.".
Bereits seit dem Jahr 2014 forschen wir an der Frage, wie mit intelligenten Robotersystemen Unkräuter in der biologischen Landwirtschaft bekämpft werden können.“, erläutert Professor Dr. Stephan Hußmann. „Für uns war schnell klar, dass wir unser Projekt trotz großer und starker internationaler Konkurrenz in diesem Wettbewerb vorstellen wollen.“, so Hußmann weiter.
Der Wettbewerb "Digital Excellence in Agriculture in Europe and Central Asia“ wurde Ende 2020 u. a. von der regionalen Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs war es, bewährte Verfahren und innovative Lösungen zu präsentieren, welche den digitalen Wandel in der regionalen Landwirtschaft entscheidend fördern.
Die Fachhochschule Westküste ist eine staatliche Fachhochschule in Heide (Schleswig-Holstein). In den beiden Fachbereichen Wirtschaft und Technik studieren fast 2.000 deutsche und internationale Studenten. Weitere Informationen zur Digitalisierung in der Landwirtschaft gibt es auf den Seiten der FH Westküste. 
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HAW Hamburg gibt Amputierten mit Virtual Reality das Gefühl fehlender Gliedmaßen zurück.

An der HAW in Hamburg bekommen Amputierte mit VR ihre Gliedmaßen zurück.
Foto: Bror Giesenbauer


Hamburg, 27.09.2021: Die Amputation eines Armes oder die Verletzung der Armnerven bedeutet für Betroffene oftmals eine radikale Veränderung ihres Alltags. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Meike Wilke von der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg forscht dazu an neuartigen Therapieformen. Durch den spielerischen Einsatz von Virtual Reality (VR) soll der fehlende Arm wieder gespürt und bewegt werden können.  

Die Forscher erhoffen sich durch eine VR-basierte Therapie eine Reduktion der so genannten Phantom- und Deafferenzierungsschmerzen. Phantomschmerzen werden trotz des Verlustes einer Extremität weiterhin wahrgenommen, Deafferenzierungsschmerzen werden in einer nach einem Unfall tauben und unbeweglichen Extremität gespürt. „90 Prozent der Betroffenen, deren Armnerven durchtrennt wurden, leiden an entsprechenden Schmerzen“, so Prof. Dr. Meike Wilke, Leiterin des Forschungsprojekts an der HAW Hamburg.

Wilke weiter: „Bisherige Behandlungsmöglichkeiten führen bisher zu wenig bis zu gar keiner Linderung der Schmerzen. Hier gehen wir mit PROMPT neue Wege in der Therapieforschung.“ Die Forscher entwickeln in dem Forschungsprojekt ein neuartiges, dynamisches und leichtes, mobiles Therapiesystem. Dafür werden Prothesen und Orthesen entwickelt, die im Bereich der noch vorhandenen Nerven die elektrische Aktivität der Muskeln messen. Mit Hilfe von Mikrovibratoren geben sie ein die eigene Körperwahrnehmung betreffendes Feedback.

Die Prothese bzw. Orthese wird mit VR-Spielen verknüpft. In der Virtual Reality sehen die Patienten dann neben dem gesunden Arm auch den fehlenden oder unbeweglichen Arm. In den einzelnen Spielen führen sie jeweils verschiedene beidhändige Bewegungen aus. Dabei wird die Muskelaktivität mit der Ansicht in der Virtual Reality synchronisiert, so dass während der Bewegungsausführung sowohl somatosensorische Feedbacksignale über die Prothese oder Orthese als auch visuelle Signale über die Virtual Reality an das Gehirn gesendet werden.

Die Forscher suchen noch Personen mit Schmerzen nach Unterarmamputation oder Armlähmung, die Interesse haben, eine Prothese mit Feedback oder eine neuartige Orthese zu tragen und regelmäßig ein Virtual-Reality-Game zu spielen. Ansprechpartnerin ist Hanna Köhler, Tel. 036 41-945 oder promptstudie@gmail.com. Das Forschungsprojekt „Prothesen und Orthesen zur Mobilen und spezifischen Phantom- und Deafferierungsschmerztherapie“ (PROMPT) wird vom Bund gefördert.

Weiteregehende Informationen gibt es auf der Projekte der HAW. (Foto: Bror Giesenbauer)

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Angeschlagene Jacobs University Bremen wird mit Schweizer Technologie-Institut zusammengehen.

Der Bremer Campus der Jacobs University hat eine neue Zukunft.
Foto: Jacobs University Bremen

*Update* Bremen, 24.09.2021: Der Senat der Wesermetropole hat am 21.09.21 einer Übernahme der privaten "Jacobs University" durch die Schweizer Hochschule und Wissenschaftseinrichtung "Schaffhausen Institute of Technology – SIT" zugestimmt. Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling hatte nach mehrmonatigen Verhandlungen mit dem Gründer des "SIT", dem internationalen IT-Unternehmer und Wissenschaftler Serguei Beloussov, dem Senat einen Einstieg des "SIT" als Mehrheitsgesellschafter für einen symbolischen Preis von 22.000,- € vorgeschlagen.
Einen Tag später, am Mittwoch, den 22.09.2021, wurden die Verträge notariell beglaubigt. Der Plan des Investors sieht eine nahezu Verdoppelung der Studentenzahl vor. So soll eine stabile wirtschaftliche Basis der "Jacobs University" aufgebaut werden. Bis zu 4.500 Studenten sollen künftig immatrikuliert sein, rund ein Drittel von ihnen studiert nach den Plänen auf dem Campus in Bremen, die anderen digital oder hybrid. Aktuell studieren rd. 1.600 Studentinnen und Studenten aus mehr als 120 Ländern weltweit an der Privatuniversität.
Der Unternehmer plant bis zu 50 Mio. € für die geplante Weiterentwicklung der "Jacobs University" zu investieren, davon sollen rd. 25 Mio. € in den nächsten zwei Jahren in den Universitätsbetrieb fließen. Mit den neuen Schwerpunkten der Hochschule ergeben sich Anknüpfungspunkte zu den bremischen Hochschulen und Forschungsinstitutionen. Kooperationen zwischen der privaten und den staatlichen Hochschulen in Bremen und Bremerhaven sind vom neuen Investor ausdrücklich gewünscht.
"Dr. Serguei Beloussov will die Jacobs Universität weiter entwickeln und zusätzliche Studiengänge aufbauen. Vor allem in den Bereichen 'Künstliche Intelligenz' und 'Quantum Computing', also der Weiterentwicklung der klassischen Computertechnologie, plant er einen schrittweisen Ausbau des bestehenden Angebotes der Universität für Studierende aus aller Welt. Sein Konzept hat uns überzeugt", so die Wissenschaftssenatorin.
Mit den getroffenen Vereinbarungen, dem "SIT" als neuen Mehrheitsgesellschafter sowie mit den weiteren Gesellschaftern, der "Jacobs University Bremen Alumni & Friends Stiftung" sowie der "Reimar-Lüst Stiftung", haben die Eliteuniversität und ihre über 420 Mitarbeiter aus Forschung, Lehre und Verwaltung eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft, so ein Statement des Bremer Senats.
Laut des "Times Higher Education World University Rankings 2020" ('THE") zählt die "Jacobs University" im Norden Bremens zu den 25 % besten Universitäten weltweit. Die "Jacobs University" war nach mehrfachen finanziellen Schwierigkeiten und dem Ausstieg der Schweizer "Jacobs-Stiftung" über den 'Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen' mehrheitlich in Besitz des Stadtstaates übergegangen.
Die 2001 als "International University Bremen" gegründete Hochschule wurde seit 2007 von der Familienstiftung der Bremer Kaffeeröster-Dynastie "Jacobs" gefördert. Ende 2020 stieg die "Jacobs"-Stiftung überraschend aus der Finanzierung aus. Der Bremer Senat hatte ein Zukunftskonzept mit der Softwareschmiede "SAP", dem in Bremen mit einem eigenen Standort verankerten "DFKI" und der chinesischen Softwarefirma Neusoft" angekündigt.
Bislang flossen rd. 200 Mio. € aus Bremer Steuermitteln in den Erhalt des privaten Campus. Dazu kommen weitere Beträge aus dem Hochschul-Bauprogramm des Landes Bremen.
Eine weitere Meldung mit Statements ist auf den Seiten der "Jacobs University" nachzulesen.
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Studenten der Uni Bremen bringen akustische Wasserwaage aufs Handy.

Mit einer akustischen Wasserwaage bringen Studenten die psychoakustische Sonifikation näher.
Foto: Universität Bremen

Bremen, 16.09.2021: Master-Studenten der Universität Bremen haben mit psychoakustischer Sonifikation für eine akustische Wasserwaage Daten in Töne verwandelt. Dazu wurde eine Smartphone-App für Android und iOS-Systeme entwickelt. Sie heißt "Tiltification" und ist ab sofort in den App-Stores von "Apple" und "Google" kostenlos erhältlich. 

Die App informiert darüber, in welche Richtung und wie weit das Handy geneigt werden muss, um es horizontal auszurichten. Allerdings nicht mittels Sprache. Bis der aktuelle Winkel ausgesprochen wäre, hat sich der Winkel des Geräts vielleicht wieder geändert. Stattdessen wird die psychoakustische Sonifikation genutzt, vergleichbar mit dem akustischen Signal eines Parkassistenten im Pkw.

Die Smartphone-App für Android und iOS-Systeme verwandelt das Handy in eine Wasserwaage. Dazu nutzt es die Sensoren, die in praktisch jedem Smartphone verbaut sind“, erläutert Projektleiter Tim Ziemer vom Bremen Spatial Cognition Center (BSCC) der Universität. „Man kann zum Beispiel einen Tisch horizontal ausrichten, indem man einfach das Gerät drauflegt. Der Clou: Neben einer grafischen Darstellung teilt Tiltification die beiden Winkel des Handys auch per Klang mit!“ Die App informiert darüber, in welche Richtung und wie weit das Handy geneigt werden muss, um es horizontal auszurichten.

In einem Master-Projekt der Universität Bremen kamen Studenten der Informatik und Digitalen Medien erstmals mit der psychoakustischer Sonifikation in Berührung. Ihre Aufgabe: Laien die abstrakte Technologie verständlich erklären und zugänglich machen. Streng genommen kommuniziert psychoakustische Sonifikation nichts weiter als eine dreidimensionale Koordinate. Die Auflösung liegt dabei bei hunderten Datenpunkten je Raumdimension zu dutzenden Zeitpunkten pro Sekunde.

"Tiltification" rüstet die Anwender nicht nur mit einer neuen Technologie aus – die App macht auch bewusst, wie präzise das menschliche Gehör Klänge analysieren kann und umgekehrt, wie informativ Klang sein kann. Perspektivisch soll die Technologie in weitaus komplexeren Szenarien zum Einsatz kommen können, z. B. minimalinvasiven Operationen von Chirurgen. Weitere Informationen zur akustischen Wasserwaage auf dem Smartphone gibt es auf den Seiten der Uni Bremen

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Bremen vergibt 1 Mio. € an Wissenschaftler für mehr digitale Forschung.

Die Uni Bremen forciert mit den anderen Hochschulen die Forschung zum Thema Digitalisierung.
Foto: Michael Ihle

Bremen, 09.09.2021: Die Freie Hansestadt stellt in einem neuen Förderformat 1 Mio. € zur Verfügung. Damit sollen die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Hochschule für Künste unterstützt werden, um neues Wissen auf dem Gebiet der digitalen Transformation zu generieren und in Umlauf zu bringen. Um auf die dynamischen Veränderungen zu reagieren und die wissenschaftliche Expertise in Bremen zu stärken, wurden in einer aus dem Bremen-Fonds finanzierten Sonderausschreibung alle Wissenschaftler der Bremer Hochschulen aufgerufen, Forschungsprojekte zum Themenfeld "Gesellschaft und Individuum im digitalen Wandel – Folgen und Gestaltung der digitalen Transformation" einzureichen.

Konkret werden vier Projekte mit bis zu 200.000,- € für die Laufzeit von zwei Jahren gefördert. In einem Projekt der Universität gemeinsam mit der Hochschule Bremen geht es um die Frage, wie digitale Technologien Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf helfen können ("DigiTech-NH"). Die Hochschule für Künste sowie die Hochschule Bremen untersuchen, welche Möglichkeiten und Veränderungen neuste digitale Techniken für Architektur und Mode bieten und inwiefern sich gerade hierdurch die beiden unterschiedlichen Felder verbinden können.

Der flächendeckende Einsatz von iPads in Bremer Schulen ist ein weiteres wichtiges Thema. Die Universität und die Hochschule Bremen erforschen, welche Chancen der Einsatz von iPads in Bremer Schulen für die Inklusion bietet. Last but not least geht es im vierten Projekt um Digitalisierung und Ungleichheit am Beispiel der beruflichen Bildung im Land Bremen.

In einer weiteren Förderlinie namens "Anschübe" werden Wissenschaftler und Künstler gefördert, die einen Antrag zur Digitalisierungsforschung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesforschungsministerium oder einem anderen externen Forschungsförderer planen und sich mit gezielten wissenschaftlichen Vorarbeiten darauf vorbereiten möchten. Hierfür werden fünf Projekten jeweils bis zu 50.000 Euro zur Verfügung gestellt:

  • "Datenpolitiken und Autoritarismus", Universität Bremen
  • "Digitale Überwachung, Autoritäre Politik und Innovation", Universität Bremen
  • "Gegen den Strom", Hochschule für Künste und Universität Bremen
  • "Neue Normen für die Digitalisierung: Eine KI-Charta der Europäerinnen und Europäer", Universität Bremen
  • "Picturing the Digital", Hochschule für Künste.

"Dieses Geld kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling. "Die Digitalisierung revolutioniert die gesamte Gesellschaft. Gut, dass die bremischen Hochschulen sich das alles genauer ansehen und erforschen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Gesellschaft hat. Ich freue mich, dass es gelungen ist, im Rahmen des Bremen-Fonds Projekts zur Digitalisierung der Hochschulen dieses anspruchsvolle und wichtige Programm aufzulegen."

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Leibniz-Institut in Bremen bekommt Neubau für Data Science.

Das Leibniz-Institut "BIPS" bekommt einen Neubau für seine Data Science.
Foto: bips-institut.de
Bremen, 24.08.2021: Der Senat der Hansestadt hat am Dienstag einen Erweiterungsbau für das Bremer "Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie" beschlossen. Das national und international anerkannte Forschungsinstitut kann nun planen. Der Neubau entsteht neben dem alten Gebäude des "BIPS", nahe der Universität in der Achterstrasse. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für 2025 geplant, die Inbetriebnahme für 2026.
13,6 Mio. € kostet der neue Bürokomplex, mit großem Hörsaal und Raum für die dringend benötigte Erweiterung der IT. Da das "BIPS" ein Institut der "Leibniz Gemeinschaft" ist, übernimmt der Bund mit 6,8 Mio. € die Hälfte der Kosten. Die verbleibenden 6,8 Mio. € werden vom Land Bremen finanziert.
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Mehr als 150 Beschäftigte arbeiten heute dort, dazu kommen 50 studentische Hilfskräfte. Das "BIPS" verfügt über große Datenbestände, entwickelt mit anderen eine nationale Forschungsdateninfrastruktur und erhebt Gesundheitsdaten, zum Beispiel über Bluthochdruck. Daten, die mit anderen nationalen und internationalen Instituten abgeglichen und ausgewertet werden.
Derzeit führt das "BIPS" eine Studie zu den Belastungssituationen Bremer Studierender an der Universität durch. Untersucht wird, welche gesundheitlichen, welche psychologischen und auch welche ökonomischen Folgen haben Lockdowns für die Studierenden haben.
Weitere Informationen zur Arbeit des Leibniz-Instituts sind auf der Internet-Seite zu finden. 
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Uni Bremen erforscht mit Versuchssatelliten künftigen 6G-Mobilfunk-Standard.

Die Uni Bremen forscht am 6G-Standard via Satelliten und Drohnen.
Foto: NASA, Unsplash

Bremen, 26.07.2021: Während der Mobilfunkstandard 5G derzeit flächendeckend ausgerollt wird, läuft bereits die Entwicklung der Nachfolgegeneration 6G. Als wichtige Zukunftstechnologie wird sie von Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen umfassend erforscht. Expertinnen und Experten aus Nachrichten- und Elektrotechnik sowie Raumfahrttechnologie der Universität Bremen spielen aktuelle Projekte des Bundesforschungsministeriums eine besonders wichtige Rolle.

250 Mio. € hat das Bundesministerium für vier Forschungs-Hubs zur Entwicklung von 6G bereitstellt, 67 Millionen Euro davon für das "Open6GHub" mit 17 Forschungspartnern. In diesem Hub ist die Universität Bremen in einem Umfang von 5 Mio. € vertreten. Damit werden Wissenschaftler der Nachrichten- und Elektrotechnik sowie der Satellitensysteme ihr Know-how in den Bereichen einbringen, in denen sie deutschlandweit führend sind.
Das Bremer Forscherteam betrachtet im "Open6GHub" das Arbeitspaket ‚Beyond Cellular‘ übernommen - mit Abkehr vom bisherigen terrestrischen Mobilfunknetz mit Funkzellen hin zu einem dreidimensionalen Mobilfunknetz. Die Verbindungen werden danach künftig nicht nur durch Masten am Erdboden, sondern auch durch Drohnen, Ballons, Flugzeuge und vor allem durch Satelliten hergestellt. Zum Testen der neuen 6G-Technologien wird ein Experimentierfeld an der Universität Bremen aufgebaut, für das ein 6G-Kleinsatellit entwickelt wird.
Mit den eingeworbenen Drittmitteln können in den kommenden vier Jahren zehn wissenschaftliche Mitarbeitende und zwei Postdoktorandinnen und -doktoranden forschen“, Prof. Armin Dekorsy, Leiter der AG Nachrichtentechnik im Fachbereich Physik/Elektrotechnik der Universität Bremen, der die 6G-Aktivitäten in Bremen koordiniert. Neben der AG Nachrichtentechnik sind seitens der Universität Bremen auch das Institut für theoretische Elektrotechnik und Mikroelektronik (ITEM) und das Zentrum für angewandte Raumfahrtechnologie und Mikrogravitation (ZARM) beteiligt.
Voraussichtlich schon ab 2030 wird diese Mobilfunktechnologie das zentrale Nervensystem unseres vernetzten Lebens sein“, so Armin Dekorsy in seiner Begründung zur Bremer Forschnung. „Daten werden dann mehr als 100-mal schneller übertragen als heute mit 5G, bei gleichzeitig höherer Energieeffizienz und Ausfallsicherheit. Aber das ganze System wird auch eine unvorstellbare Komplexität haben." 
Die Universität Bremen ist einer der größten Forschungspartner im "Open6GHub". Die Arbeitsgruppe Nachrichtentechnik gilt bei dem Einsatz moderner Mobilfunktechniken eine der führenden deutschen Forschungsgruppen zu sein und hat in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro eingeworben, um die umfassenden Möglichkeiten von 5G zu nutzen. Auf dieses Know-how baut die neue Forschungstätigkeit im "Open6GHub" auf. Die Koordination erfolgt durch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.
Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Universität Bremen.
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Lüneburger Online Marketing-Agentur veröffentlicht Social-Media-Ranking norddeutscher Hochschulen.

Die Unis von Hamburg, Göttingen und Bremen haben die meisten Fans & Friends im Norden.
Grafik: Web-Netz

Lüneburg, 15.04.2021: Die norddeutsche Online-Marketing-Agentur "Web-Netz" und Veranstalterin der "Online-Marketing Konferenz - OMK" hat die Sichtbarkeit der 37 staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in Braunschweig, Bremen und Bremerhaven, Clausthal, Emden, Flensburg, Göttingen, Greifswald, Hamburg, Hannover, Heide, Hildesheim, Holzminden, Jade, Kiel, Lübeck, Lüneburg, Neubrandenburg, Oldenburg, Osnabrück, Rostock, Stralsund, Vechta und Wismar ausgewertet.


Im Fokus der Online-Experten standen dabei das Freundschaftsnetzwerk "Facebook", das Bildernetzwerk "Instagram", das Businessnetzwerk "Linkedin", der Kurznachrichtendienst "Twitter" und das Videonetzwerk "YouTube". Besonders interessant ist für die Lüneburger das bei jungen Nutzergruppen führende Netzwerk "Instagram", da 16-19-jährige Schüler der gymnasialen Oberstufe das Infotainment-Angebot auch für eine Vorauswahl möglicher Studienangebote nutzen.


Bei den Follower-Zahlen in sozialen Medien laufen die beiden norddeutschen Universitäten in Hamburg und Göttingen mit 179.300 und 129.300 Fans & Friends vorneweg. Es folgen mit 86.000 bis 52.000 Usern die Universitäten von Bremen, Braunschweig, Kiel, Hannover und Lüneburg. Neben den beiden Spitzenreitern und der folgenden Top-Gruppe können sich die HS Osnabrück, die TU Hamburg und die Uni Greifswald mit 41.300 bis 34.900 Nutzern unter den Top 10 platzieren.

Neben der absoluten Zahl an Followern spielt das Verhältnis von Studenten zu Social-Media-Nutzern eine relevante Rolle. Hier erklimmen die "Leuphana" in Lüneburg (5,25 Follower/Student), die "TU Hamburg" (5,22/Student) und die Uni Bremen (4,52/Student) die drei Siegertreppchen. Dies begründet auch die Stärke der beiden Unis von Harburg und Lüneburg im Gesamtranking. Sie zählen mit 10.000 ("Leuphana") bzw. 7.900 Studenten ("TUHH") zu den kleineren Hochschulen in Norddeutschland, konnten sich beim Social Media-Engagement jedoch neben den großen Unis unter den Top 10 platzieren. Ähnlich ist es auch bei der Uni Greifswald: Durch Platz Nr. 7 mit 3,39 Followen/Student kommen die Vorpommern mit 10.300 Studenten unter die Top 10 im Gesamtranking.


Für Universitäten, die traditionell für Seriosität und auch Verlässlichkeit stehen, ist es eine besondere Herausforderung, auf Social-Media-Kanälen erfolgreich zu kommunizieren. Denn nirgendwo sonst werden aktuell mehr Halbwahrheiten, Vorurteile, Belanglosigkeiten und lärmende Parolen verbreitet. Daher freut es uns, wenn sich unser konzeptioneller und redaktioneller Aufwand auszahlt und wir mit unseren Social-Media-Aktivitäten auch hier unsere Zielgruppen wirkungsvoll erreichen”, betont Prof. Sascha Spoun, Präsident der "Leuphana Universität Lüneburg", seit Oktober 2020 Sprecher des Verbundes der norddeutschen Universitäten.


Für die zehn stärksten Social Media-Hochschulen in Norddeutschland ist das B2B-Netzwerk "Linkedin" der stärkste Kanal. In absoluten Zahlen führen die Universitäten von Hamburg, Göttingen und Hannover das Ranking mit 82.200, 49.300 und 39.200 auf dem Karrierenetzwerk an. Besonders interessant: Mit den Universitäten von Bremen (Platz 5) und Oldenburg (Platz 10) sowie der Hochschule der Freien Hansestadt (Platz 8) gelingt es gleich Bildungseinrichtungen in der Metropolregion Nord-West, bei "Linkedin" besonders sichtbar zu sein.


Als zweitstärksten Social-Media-Kanal haben die Lüneburger Online Marketer das Freundesnetzwerk "Facebook" evaluiert. Dort punkten vornweg die Universitäten von Hamburg, Göttingen und Bremen mit 49.000, 34.000 und 25.000 Fans. Interessant: Die beiden ostdeutschen Universitäten von Greifswald (12.800 Follower) und Rostock (14.600 Follower) gelingt bei Facebook der Sprung unter die Top Ten. Allerdings sind die künftigen Erstsemester kaum noch über die amerikanische Plattform erreichbar.


Beim Videonetzwerk "YouTube" können mit der Uni Göttingen, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der "Leuphana" in Lüneburg gleich drei niedersächsische Hochschulen mit 16.000, 12.000 und11.000 Followern die Siegertreppchen erringen. Überraschend: Die in sozialen Netzwerken insgesamt starke Uni Hamburg schafft es nur auf Platz 6 (3.100 Follower), während die kleinere "Leuphana" aus der Metropolregion auf Platz 3 ihre Video-Bronzemedaille feiert.


Der Kurznachrichtendienst "Twitter" kommt bei den norddeutschen Hochschulen kommunikativ insgesamt recht schwach an. Mit den Universitäten von Hamburg, Göttingen und Bremen dominieren drei norddeutsche Social-Media-Schwergewichte mit 23.000, 16.000 und 8.300 Followern das Zwitscher-Ranking. Mit der Uni Hamburg auf Platz 1, der HAW Hamburg auf Platz 7 (5.000 Fans) und der TU Hamburg auf Platz 9 (3.700) kommen gleich drei staatliche Hochschulen aus der Freien und Hansestadt unter die ersten zehn.


Noch am schwächsten präsent bei norddeutschen Hochschulen jedoch mit dem stärksten Potenzial für künftige Semester zeigt sich das Bildernetzwerk "Instagram". Hier sind die Universitäten von Hamburg (22.000 Follower), Braunschweig (16.000) und Bremen (14.800) erfolgreich aktiv. Auffällig: Fünf der zehn erstplatzierten Hochschulen im norddeutschen Gesamtranking bleiben beim jungen Foto- und Videonetzwerk unter der Marke von 10.000 Followern. Während die "Leibnitz-Universität" Hannover es nicht unter die Top 10 schafft, punkten hier die Medizinische Hochschule Hannover (6.800 Follower/Platz 9) sowie die Hochschule von Osnabrück (9.200 Follower/Platz 6).


Auch beim Social-Media-Engagement punkten vor allem Göttingen, Hamburg und Bremen.
Grafik: Web-Netz


Die Gesamtauswertung des Social-Media-Engagements von "Web-Netz" zeigt, welche Hochschulen im Hanseraum am aktivsten sind: Auf Platz 1 kommt mit 51 Punkten die Universität von Göttingen, dicht gefolgt von der Universität Hamburg mit 50 Punkten auf Platz 2 und der Uni Bremen auf Platz 3 mit 45 Punkten. Es folgen auf den Plätzen 4 und 5 die TU Braunschweig (33 P.) und die "Leibnitz-Universität" Hannover (28 P.). Auf Platz 6 folgen punktgleich die Unis aus Lüneburg und Kiel, auf Platz 8 die TU Hamburg, auf Neun Greifswald und Platz 10 erringt die Universität von Osnabrück.


Die ausführliche Auswertung zum Social Media-Ranking mit Relevanz-Radar für "Facebook, Instagram, Linkedin, Twitter und YouTube", der Sichtbarkeits-Performance, einer Follower-Auswertung, dem Engagement der Studenten und Spezialauswertungen u. a. zu den niedersächsischen und ostdeutschen Hochschulen ist in einem Blog-Beitrag auf der Internetpräsenz von "Web-Netz" nachzulesen. Der Verbund norddeutscher Hochschulen ist hier zu finden.



Hamburger Senat lässt Informatik-Studiengänge ausbluten.


Schluss mit lustig: Die Informatik der UHH geht auf die Barrikaden.
Grafik: Universität Hamburg

Hamburg, 21.02.2021: Genderstudies werden an der Universität Hamburg groß geschrieben - ganz zur Freude des rot-grünen Senats mit Wissenschafts- und Frauensenatorin Katharina Fegebank. Die Informatik am größten IT-Fachbereich aller Hamburger Hochschulen lässt man jetzt dagegen ausbluten. Zuvor verordnete die Fegebank-Behörde bereits der Technischen Universität in Harburg, ihr Defizit gefälligst selbst auszugleichen. 

Neben fehlenden Professuren zu Zukunftsthemen wie Digitale Transformation und Ethik in Data Science, verunsicherten Studenten und weniger Studienplätzen hat die grüne Wissenschaftsbehörde das erste handfeste Opfer zu verantworten: Auf Grund fehlender Anschlussfinanzierung und unterfinanzierter Hochschulen wird die Hamburger Informatik-Initiative "Ahoi Digital" zu Grabe getragen.

Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten sowie Hintergründe und Einordnungen zum Schlusslicht des Informatikstudiums in Deutschland von Chefredakteur Thomas Keup.

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Staatliche Hochschulen erhalten z. B. in Hamburg die ganze Aufmerksamkeit und Förderung der Politik auf Landes- und Bundesebene. Private Hochschulen arbeiten in praktischen Projekten an der digital-vernetzten Zukunft - oft ohne die berechtigte Anerkennung.

Das Hanse Digital Magazin hat führende Wissenschaftler digital engagierter Hochschulen u. a. in Hamburg in Vorträgen erlebt und in Interviews kennengelernt. Es ist Zeit, dass jeder die stillen Stars der Digitalisierung kennenlernt.

Hier listen wir die aus unserer täglichen Arbeit hervorragenden Persönlichkeiten, Institute und Fachbereiche zunächst privater Hamburger Hochschulen aus Hamburg auf. Die alphabetische Aufstellung wird laufend aktualisiert und wir freuen uns auf Vorschläge:





IT Management

FOM - Hochschule für Oekonomie und Management
Hochschulbereich IT Management
Big Data & Business Analytics

Prof. Dr. Thomas Jäschke

HMS - Hamburg Media School (teilstaatlich)
Studiengang Digital Journalism
Digital Journalism Initiative

Prof. Dr. Stephan Weichert
hamburgmediaschool.com/studium/digital-journalism-emaj




Digital Transformation

HSBA - Hamburg School of Business Administration
Corporate Management
Digital Innovation Lab - DI-Lab

Prof. Dr. Michael Höbig
hsba.de/hsba/weitere-einrichtungen/di-lab-hsba/ueberblick/





Artificial Intelligence

ISM - International School of Business, Hamburg
Innovation und Digital Business
KI-Initiative WeGoFive

Prof. Dr. Andreas Moring
ism.de/campus/hamburg




Logistics Information Systems

KLU - Kühne Logistics University
Competence Area Digital Transformation

Prof. Dr. André Ludwig

the-klu.org/university-services/about-klu/key-competence-areas/digital-transformation/




Digital Media

Macromedia Hochschule, Hamburg
Medienmanagement

Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger
macromedia-fachhochschule.de/hochschule/menschen/






Unnamed Systems

NBS - Northern Business School
Institut für unbenannte Systeme, IuS

Prof. Dr. Andreas Del Re
ius.nbs.de/





Digitalization Services

NIT - Northern Institute of Technology Management
Think Tank

Andrea Fritsche, CEO
https://www.nithh.de/digitalization/






Psychometrics Analytics / Artificial Intelligence

Nordakademie, Hamburg
CAPTA-Institut für Computer Aided Psychometric Text Analysis / 
Artificial Intelligence Center Hamburg e. V.

Prof. Dr. Nick Gehrke / Prof. Dr. David Scheffer
nordakademie.de/forschung





Game Art, Animation, Digital Film, Cross Media

SAE-Institute, Hamburg

sae.edu/deu/de/campus/hamburg








Digital Design

UE - University of Applied Sciences Europe, Hamburg
Fachbereich Art & Design
Game Design

Prof. Heike Ollertz
btk-fh.de/de/hamburg/#location-studies




Haben wir einen digitalen Studiengang, einen digitalen Fachbereich oder ein digitales Institut einer privaten Hamburger Hochschule vergessen? Melden Sie sich einfach mit allen erforderlichen Angaben unter hanse@hansevalley.de

(c) 2019-2021, HANSEVALLEY. Stand: 15.04.2021 Redaktion: Thomas Keup. Die Logos sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. 
Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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