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"Das Tempo der Entscheidungen machen nicht wir,
aber die Geschwindigkeit der Reaktionen - das entscheiden wir."
Markus Söder, Ministerpräsident des Freistaates Bayern

Die Metropolregionen Hamburg, Hannover, Nord-West und Stettin sind Heimat namhafter privater und staatlicher Universitäten und Fachhochschulen. Die Wissenschaftsstandorte sind ausgezeichnete Orte für Forschung und Lehre - in technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Disziplinen mit digitalem Bezug. 

Mit dem KI-Forschungsstandort für medizinische Anwendungen an der Universität zu Lübeck und dem Universitätsklinikum UKSH, dem norddeutschen KI-Space und der weitreichenden praktischen Expertise Hamburger Unternehmen und Kliniken für KI in der bildgebenen Verarbeitung spielt die Metropolregion Hamburg in der Zukunftstechnologie KI und Medizin eine maßgebliche Rolle.

Mit dem neu geschaffenen "Quantum Valley Lower Saxony" entwickeln die Universitäten in Braunschweig und Hannover zusammen mit namhaften Bundesanstalten und außeruniversitäten Forschungseinrichtungen in der Metropolregion Hannover einen führenden Standort für Quantencomputing in Norddeutschland, gefördert von der Landesregierung und der "Volkswagen-Stiftung".

Mit den Universitäten von Bremen, Oldenburg und Osnabrück ist in der Metropolregion Nord-West ein führender Standort für die Grundlagen- und Anwendungsforschung zu künstlicher Intelligenz entstanden - unterstützt durch den DFKI-Standort Bremen und das Engagement der Landesregierung in Hannover für einen niedersächsischen DFKI-Standort.

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Die Region Braunschweig mit den Hochschulstandorten Braunschweig und Göttingen gehört mit einem Investment von 3.904,- € in Forschung und Entwicklung pro Kopf der Bevölkerung zu den stärksten Forschungsregionen in Deutschland - direkt hinter der Region Stuttgart mit einem Pro-Kopf-Investment von 3.978,- €. 
Damit setzt sich die Region mit ihrer Technischen Universität in der Löwenstadt und dem "VW"-Stammwerk in Wolfsburg bei den Investitionen sogar vor die Region Oberbayern mit München und seinen beiden starken Universitäten "LMU" und "TUM" (2.685,- €/Pro Kopf in 2019), die Region Karlsruhe mit dem "KIT" und 2.355,- € sowie die Region Tübingen mit ihrer Universität und 2.355,- € Investitionen in F+E pro Kopf und Jahr.
Leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen die beiden Freien (und) Hansestädte Bremen und Hamburg. Die Stadtstaaten an Weser und Elbe kommen auf Werte von 1.471,- € (Bremen) sowie 1.463,- € (Hamburg). Die beiden Großstädte mit ihren starken Universitäten und den Metropolregionen "Nord-West" und "Hamburg" liegen damit gleich auf mit der Bundeshauptstadt Berlin bei 1.433,- € pro Kopf. Unter dem Durchschnitt liegt die wirtschaftliche starke Region Hannover mit lediglich 948,- €/pro Jahr und Kopf.
Die Heideregion Lüneburg mit ihrer "Leuphana" und 248,- € Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die ostfriesische Region "Weser-Ems" mit 371,- € bilden die Schlusslichter im Reigen der 38 Forschungsregionen (NUTS 2) in Deutschland, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit Greifswald und Rostock bei 525,- € und Schleswig-Holstein mit Kiel und Lübeck bei 572,- € Investitionen pro Kopf. 
Dresdener Forscher entwickeln virtuelle Pinguin-Fütterung fürs Ozeaneum in Stralsund.

In Berlin führte das Fraunhofer IPMS die virtuelle Pinguin-Fütterung für das Ozeaneum vor.
Foto: Thomas Trutschel/Phototek

Stralsund/Dresden: In Zukunft will das Fraunhofer-Institut IPMS aus Dresden seine Forschung verstärkt Kultureinrichtungen und damit der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Entsprechend ist ein Pilotprojekt mit dem Deutschen Meeresmuseum gestartet. Schon bald können die Besucher des "Ozeaneum" in Stralsund dank einer Entwicklung des Fraunhofer IPMS kontaktlos virtuelle Pinguine füttern und somit digital »Meer« erleben. In der vergangenen Woche fand die offizielle Werkschau des Projekts "Museum4punkt0" im Haus Bastian des Zentrums für kulturelle Bildung in Berlin statt. Dabei wurde Demonstrators an das Deutsche Meeresmuseum übergeben.
"Besonders die Pandemie hat die kontaktlose Interaktion mit unserer Ausstellung in den Fokus gerückt. Die plötzlichen Einschränkungen und notwendige permanente Desinfektion aller Bedienelemente im Museum - ob Touchscreen, Hebel oder Knöpfe – machte uns deutlich, wie viele Oberflächen überhaupt angefasst werden", sagt Anke Neumeister, Projektkoordinatorin am Deutschen Meeresmuseum. Auf der Suche nach kontaktlosen Interaktionsmöglichkeiten wurde sie auf die Arbeiten des Fraunhofer IPMS aufmerksam. 
Die Dresdener Forscher entwickeln mikroskopisch kleine Strukturen zur Erzeugung von Ultraschall, die in verschiedensten kommerziellen Systemen zur Gestensteuerung eingesetzt werden. Für den breiten Einsatz im Museum werden sie jedoch erst durch Steuerungstechnologien, die auch bei schwierigen Lichtverhältnissen oder geringem Raumangebot zuverlässig funktionieren, tauglich. Dabei gehört eine intuitive und gleichzeitig hygienische Bedienung dazu.
"Normalerweise sind große Industriekunden die Auftraggeber von Forschungsinstituten. Jedoch sollte es ein wichtiges Ziel sein, uns auch mit kulturellen Einrichtungen zu vernetzen", erklärt Marco Kircher, Projektleiter am Fraunhofer IPMS. Die teilweise jahrelange Forschungsarbeit und die fertigen Entwicklungen seien für die Öffentlichkeit oft nicht sichtbar bzw. nicht zugänglich. Zudem bestimmen Großkonzerne und Wachstumsmärkte die Forschungslandschaft und sind entscheidende Motoren von Innovationen.
Seit Anfang d. J. arbeiten das Fraunhofer IPMS und das Deutsche Meeresmuseum mit seinem Standort "Ozeaneum" Stralsund zusammen. Innerhalb des Verbundprojekts "Museum4punkt0 – Digitale Strategien für das Museum der Zukunft" will das Deutsche Meeresmuseum Interaktionsmöglichkeiten für seine Besucher schaffen, um sich sowohl digital als auch kulturell neu zu erfinden.
Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es beim Frauhofer IPMS. (Foto: Thomas Trutschel/Phototek)
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Osnabrück lädt wieder zur Digitalen Woche der Friedensstadt ein.

Osnabrück lädt zum zweiten Mal zur Digitalen Woche ein.
Screenshot: HANSEVALLEY

Osnabrück, 14.06.2022: Bei der "Digitalen Woche" der Friedensstadt beteiligt sich von Dienstag bis Samstag d. W. allein die Universität mit zehn eigenen Veranstaltungen. Unter dem Leitmotto "Digital leben, arbeiten und forschen" stellen die Wissenschaftler u. a. Methoden zur Prozessgestaltung in Unternehmen mithilfe von Virtual Reality oder den Einsatz digitaler Methoden in der Pflege vor.
Das Programm der Universität und ihrer Kooperationspartner startet am 15. Juni d. J. mit einer Veranstaltung des Fachgebiets Wirtschaftsinformatik gemeinsam mit dem IuK Unternehmensnetzwerk Osnabrück zum Thema KI-basierte und datengetriebene Organisation.
Am 16. Juni folgt als Talk-Veranstaltung der "Osnabrücker Hochschuldiskurs“ zur Frage, wie Konzepte einer Smart City das Leben in Osnabrück verändern könnten. Dabei stehen die Perspektiven der Wissenschaft von Universität und Hochschule Osnabrück im Vordergrund. 
Die sechstätige Eventreihe beschäftigt sich unter Schirmherrschaft der städtischen Partner und Hochschulen mit den sieben Themenfeldern "Leben & Wohnen", "Kultur & Unterhaltung", "Mensch & Gesellschaft", "Energie & Umwelt"; "Bildung & Arbeit", "Mobilität & Logistik" sowie "Technik & Wissenschaft".
Mit unserer Teilnahme an der Digitalen Woche in Osnabrück unterstreichen wir die Bandbreite unserer Kompetenzen in den profilbildenden Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“, erklärt der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung, Prof. Kai-Uwe Kühnberger.
Das hybride Programm besteht u. a. aus Diskussionen, Vorträgen und Workshops zu Zukunftsthemen, praktischen Weiterbildungsformaten für Unternehmer in der Region und Technologien, wie 5G-Campusnetze, Cybersecurity, digitale Datananalyse, Smart Factorys, Geoinformationssysteme, Robotik, erweitere Realitäten und künstliche Intelligenz.
Die "Digitale Woche Osnabrück" wird nach 2019 zum zweiten Mal von der Stadt durchgeführt.
Das gesamte Programm für alle Tage kann auf den Webseiten der "Digitalen Woche Osnabrück" abgerufen werden.
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Universität Oldenburg bekommt neue Hochleistungsrechner für die Spitzenforschung.

Mit neuen Großrechnern forscht die Uni Oldenburg an der Zukunft.
Foto: Uni Oldenburg

Oldenburg, 02.06.2022: Zwei neue Hochleistungsrechner ergänzen künftig die Forschungsinfrastruktur der Universität Oldenburg. Einen Rechner finanzieren die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Land Niedersachsen mit insg. 2,4 Millionen Euro. Eine Vielzahl an Forschenden aus mehr als 50 Arbeitsgruppen kann künftig die neuen Kapazitäten nutzen. Ein weiterer Rechner fördert das niedersächsische Wissenschaftsministerium mit rund 1,5 Millionen Euro, zudem ist eine Erweiterung des Rechners beim Klimaschutzministerium in Berlin beantragt.
Antragsteller und Chemiker Prof. Thorsten Klüner wird einen der Rechner u. a. für das Verbundprojekt "ECatPEMFCplus" nutzen. Ziel des Projekts ist es, die Lebensdauer von Brennstoffzellen für mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge zu erhöhen. Die bisher verwendeten Brennstoffzellen altern schnell, da der rasche Wechsel zwischen Bremsen und Beschleunigen oder das Starten bei niedrigen Temperaturen die Verfügbarkeit des Wasserstoffs senken.
Die Arbeitsgruppe Machine Learning benötigt die neue Rechenleistung ihrerseits für akustische Signale und mikroskopische Aufnahmen. Bei Anwendungen des maschinellen Lernens ermöglicht der Rechencluster modernste Methoden zur Datenanalyse und Datenverbesserung. In Zusammenarbeit mit weiteren Arbeitsgruppen im Projekt "HAPPAA" entfernen die Forscher u. a. das Rauschen oder andere Störgeräusche in akustischen Daten.
Das Projekt "SPAplus" nutzt die Rechenleistung, um Details in mikroskopischen Aufnahmen darzustellen, die sonst in den oft stark verrauschten Originalaufnahmen verborgen bleiben. Beispiele dafür sind Aufnahmen von Coronaviren, die eine Zelle infizieren, oder Bilder von Lungengewebe für die medizinische Forschung.
Den zweiten Rechner wird ausschließlich "ForWind" nutzen, das gemeinsame Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen. Der neue Hochleistungsrechner soll unterschiedliche Modellierungs- und Simulationsmethoden miteinander verknüpfen, um physikalische Eigenschaften der Windströmung noch präziser aufzeigen zu können – sowohl im Hinblick auf einzelne Windenergieanlagen als auch ganze Windparks.
Die neuen Großrechner werden die bisherigen Systeme "CARL" und "EDDY" ersetzen. Sie gehörten bei ihrer Inbetriebnahme 2016 mit 457.200.000.000.000 Rechenoperationen pro Sekunde (457,2 TFlop/s) zu den schnellsten Rechenclustern für die universitäre Forschung in Deutschland. Aufgrund der technischen Weiterentwicklung im Hochleistungsrechnen wird die Rechenleistung der neuen Systeme nun um ein Vielfaches größer ausfallen und damit auch in den nächsten Jahren dem stetig steigenden Bedarf an Rechenleistung für die Forschung an der Universität gewachsen sein.
Weitere Informationen zum wissenschaftlichen Rechnern an der Universität Oldenburg gibt es hier. (Foto: Uni Oldenburg)
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Hamburg Innovation Summit präsentiert staatlich finanziertes Ökosystem.

Die Fischauktionshalle wird Bühne für das staatliche Hamburger Ökosystem. 
Foto: HHIS/Anne Gaertner

Hamburg, 02.06.2022: In der Fischauktionshalle in Altona eröffnet am Donnerstag nach zwei Jahren Zwangspause wieder der "Hamburg Innovation Summit" des staatlich finanzierten Hamburger Ökosystems um Forschung und Wissenschaft, Unternehmensgründungen und Startups. Wie vor der Corona-Pause erwartet die Besucher ein Konferenzprogramm, eine Ausstellungsfläche und ein Startup-Bereich. Höhepunkt des Events ist die Verleihung der diesjährigen "Hamburg Innovation Awards" am Donnerstag-Abend.
Auf dem Programm stehen u. a. ein Paneltalk zu Innovationen an Alster und Elbe mit Vertretern des rot-grünen Senats, der Wirtschaftskammern und der Universität Hamburg, eine Diskussion zu Wissenschaft und Forschung mit Vertretern der staatlichen Hochschulen und ihnen angeschlossener Institute, ein politisches Networking mit acht Vertretern von SPD und Grünen sowie der Hamburger Senatsbehörden, eine Wirtschaftslounge mit Vertretern staatlich finanzierter Cluster-Netzwerke sowie einzelner Firmen und Startups.
Am Nachmittag verleihen Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann die diesjährigen "Hamburg Innovation Awards" in den Kategorien "Idee", "Start" und "Wachstum". Zu den möglichen Preisträgern zählt u. a. das junge Hamburger Identity-Unternehmen "Nect". Die neun Finalisten können auf der Award-Seite nachgelesen werden. Das offizielle Programm klingt ab 17.00 Uhr mit einem Get-together in und vor der Fischmarkthalle aus.
Am Freitag bietet der "HHIS" eine halbtägige Online-Akademie u. a. zu den Themen Augmented Reality, Online Marketing und Social Media, Biomaterialien für nachhaltige Solarzellen und Kreislaufwirtschaft. Weitere Informationen, das vollständige Programm und Tickets gibt es über die Website der Veranstaltung. Schüler, Studenten und Gründer zahlen 29,- € Eintritt, Vertreter von Hochschulen, Forschung und Wissenschaft 39,- €, alle anderen Teilnehmer 89,- €. 
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Staats- und Universitätsbibliothek digitalisiert 300.000 historische Bürgerschafts-Dokumente.

Die Uni-Universtiät digitalisiert 300.000 Bürgerschafts-Dokumente.
Foto: SuUB Bremen

Bremen, 26.04.2022: Die Staats- und Universitätsbibliothek der Wesermetropole digitalisiert in den kommenden drei Jahren 300.000 histoerische Bürgerschafts-Dokumente in der hauseigenen Digitalisierungswerkstatt. Die Digitalisierung findet gemäß Vorgaben der hauseigenen Restaurierungswerkstatt und entsprechend der Praxisregeln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) statt.
Die Weiterverarbeitung der Dokumente umfasst eine Qualitätssicherung, die Strukturierung und inhaltliche Erschließung der Schriftstücke. Die technische Aufbereitung wird durch eine OCR-Software möglich, so dass alle Texte künftig online durchsucht werden können.
Die Staats- und Universitätsbibliothek wird dazu die Dokumente aus dem Parlament, wie z. B. Drucksachen, Plenarprotokolle sowie ältere Dokumente aus der Zeit zwischen 1823 bis zum Erscheinen der Online-Ausgaben 1999 scannen und digital bereitstellen.
Ich freue mich, dass mit diesem Projekt den politischen Akteur/innen, allen am Politikgeschehen Interessierten und auch der politikwissenschaftlichen Forschung digital uneingeschränkten Zugang zu den Dokumenten ermöglicht wird“, so Maria Elisabeth Müller, Direktorin der SuUB Bremen.
Die digitalen Zeitzeugen werden unmittelbar nach ihrer Fertigstellung über die digitalen Sammlungen der SuUB unter https://brema.suub.uni-bremen.de/ frei zugänglich gemacht und können als PDF-Dateien heruntergeladen werden. Die Staats- und Universitätsbibliothek ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Bremen, der Hochschulen von Bremen und Bremerhaven, der Hochschule der Künste Bremen.
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Smarter Spiegel aus Münster bietet Sensibilisierung zur Textilproduktion.

Ein intelligenter Spiegel auf einem Smartphone, der Nutzer sensibilisiert.
Foto: FH Münster

Münster, 19.04.2022: Ein an der FH Münster entwickelter, intelligenter Spiegel wird mit Gesten gesteuert und liefert mittels Spionspiegelglas, Infrarotkamera und entsprechender Software Möglichkeiten, weitere Anwendungsszenarien zu entwickeln. Bislang gibt es eine Anwendung für Genuss und Ernährung sowie für Mikroplastik. Für ihr Bachelorprojekt hat die Designabsolventin Helen Ophei das Konzept einer Anwendung über die Textilindustrie entwickelt, das zur Selbstreflexion anregen soll.
Wie geht es den Menschen, die unsere Kleidung herstellen, führen sie ein würdevolles Leben? Die Antworten darauf lassen sich nicht trennen von der Umweltverschmutzung vor Ort und hier“, erklärt die Designerin. „Normalerweise sehen wir im Spiegel nur unser Äußeres, mit Hilfe des Smart Mirrors machen wir verwendete Inhaltsstoffe und Produktionsbedingungen erlebbar.
Nach Informationen zu Konsum, Umwelt, Menschen und einem tieferen Eintauchen in die Lebenswelt der Produzierenden stellt sie den Nutzer die Frage, ob all dies es wert ist. Der Spiegel gibt zugleich Anregungen: den Konsum reduzieren, mehr Secondhandware kaufen, mehr reparieren, auf zertifizierte Label achten.
Ophei würde sich freuen, wenn ihr Projekt dazu führt, dass Anwender am Ende ihr Verhalten zu reflektieren und Alternativen aufzugreifen. Weitere Themen sind unter fh-muenster.de/muensterlandleben zu finden.
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Forscher aus Bremen und Oldenburg sorgen für dreidimensionale Vorbereitung bei Operationen.

Forscher aus Bremen und Oldenburg bringen die Zukunft in den OP.
Foto: Markus Hibbeler/Universität Oldenburg

Bremen/Oldenburg, 28.03.2022: Dreidimensionale Darstellungen aus dem Innern des Körpers werden in der Chirurgie in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Erste Erfahrungen haben Forscher der Universitäten Bremen und Oldenburg in den vergangenen drei Jahren im Projekt "VIVATOP" machen können. Sie untersuchten, wie sich Technologien aus den Bereichen virtuelle Realität (VR), erweiterte Realität (AR) und 3D-Druck in der Chirurgie sinnvoll einsetzen lassen.
Ihre Ergebnisse haben die Projektpartner in einer öffentlichen Projektabschlussveranstaltung im Oldenburger Coworking-Space "Core" vorgestellt. Eingeladen waren sowohl Fachpublikum als auch interessierte Bürger. Das Besondere: Die Gäste konnten selbst in die Rollen von Chirurgen und Medizinstudierenden schlüpfen und ausprobieren, welche Möglichkeiten die neuen Technologien bieten.
Im Fokus des Projekts standen drei Anwendungsszenarien: das Training von Chirurgen, die Vorbereitung einer Operation und die tatsächliche Durchführung eines Eingriffs. In allen drei Fällen kommt dreidimensionalen Bildern aus dem Inneren des Körpers eine besondere Bedeutung zu. Chirurgen stehen künftig vermehrt nicht mehr nur zweidimensionale Aufnahmen ihrer Patienten aus CT und MRT zur Verfügung.
Stattdessen können Operateure die Organe ihrer Patienten mithilfe einer Augmented-Reality-Brille als Hologramm vor sich im Raum schweben sehen und mit Handbewegungen in alle Richtungen drehen und vergrößern. Gut sichtbar ist, wie die empfindlichen Gefäße verlaufen, die bei der Operation nicht verletzt werden sollten. Aber auch Tumoren und ihre Lage sind deutlich erkennbar. Mit dieser Technik lassen sich Eingriffe präziser planen.
Ein völlig neues Verfahren hat das am Projekt beteiligte Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS im Rahmen von "VIVATOP" entwickelt, um aus CT- und MRT-Bildern dreidimensionale Ansichten zu errechnen. Wie aussagekräftig die dreidimensionale Darstellung von Organen sein kann, zeigten die Forscher bei der Veranstaltung am Beispiel einer Covid-19-Lunge. Einzelne Gefäße und deren Schädigung sind auf den ersten Blick auch für Laien erkennbar – ohne langes Interpretieren von Aufnahmen.
„Die VIVATOP-Technologien ermöglichen eine neuartige, schnelle und präzise OP-Vorbereitung, die der Patientensicherheit zugutekommt“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Rainer Malaka vom Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen. „Der Klinikalltag und die Ausbildung von Chirurginnen und Chirurgen erfordern neben ausgezeichneter Feinmotorik auch ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen. Moderne Technologien wie virtuelle Realität, erweiterte Realität und 3D-Druck bieten ein bislang ungenutztes Potenzial, sowohl die OP-Planung und -Durchführung als auch das Training zu verbessern."
Mit neuen 3D-Druckverfahren lassen sich die virtuellen Organe sogar in Plastikmodelle umwandeln. Auch diese konnten Besucher im Coworking-Space und Innovation-Hub "Core" in die Hand nehmen und aus der Nähe betrachten. Das Verfahren kann Chirurgen weitere Anhaltspunkte über die individuellen Eigenschaften des zu operierenden Organs geben.
Neben den beiden Universitäten und dem Fraunhofer MEVIS waren die Unternehmen "Apoqlar" zum Thema Augmented Reality, "Cirp" für den 3D-Druck von Organen und "Szenaris" für den Themenkomplex Training und Ausbildung am Gemeinschaftsprojekt "VIVATOP" beteiligt.
Eine ausführliche Meldung ist bei der Universität Oldenburg nachzulesen. 
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Schleswig-Holstein baut in Kiel zentralen Datencampus auf.

Die CAU in Kiel wird zum Datencampus für SH.
Foto: Marvin Radke, CC BY-SA 4.0

Kiel, 25.03.2022: Das Land Schleswig-Holstein fördert den Aufbau eines Campus für KI und Data Science an der Carl-Albrecht-Universität und der Fachhochschule Kiel mit 2,1 Mio. €. Der neue "Datencampus" wird zusammen mit dem "KI-Transfer-Hub SH" entwickelt und soll datenbasierte Technologien und ihre Möglichkeiten in Wissenschaft und Unternehmen bringen. Am Donnerstag d. W. übergab Digital-Staatssekretär Dirk Schrödter in Kiel dazu die Förderbescheide.
Der Fokus des "Datencampus" liegt auf dem Transfer von KI durch Kooperationen. Die ersten KI-Partner sind das Kiel Marine Science, die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, das Exzellenzcluster ROOTS, die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, GEOMAR, Moin CC, das UKSH und das Institut für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Kiel. 
Mit dem Datencampus bündeln wir für den Hochschulstandort Kiel Wissen, Methoden und Kompetenzen rund um Daten und KI und heben den Wissens- und Technologietransfer so auf ein neues Level“, so Digital-Staatssekretär Dirk Schrödter: „Schleswig-Holstein hat die Megatrends KI und Data Science schon früh erkannt. Jetzt schaffen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein, damit wir die Megatrends auch in Zukunft mitgestalten.
Durch den "Datencampus" baut Schleswig-Holstein seine Vorreiterrolle im Bereich Data Science und künstliche Intelligenz aus und schafft ein bundesweit führendes Zentrum, das die Kernkompetenzen aller Hochschulen in Schleswig-Holstein bündelt. In einer Reihe von interdisziplinären Projekten, die den Nutzen und die Möglichkeiten der Daten- und KI-basierten Forschung beispielhaft zeigen, sollen ebenfalls gefördert werden.
Weitere Informationen zu KI in Schleswig-Holstein gibt es auf den Seiten des KI-Transfer Hubs SH
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Volkswagen-Stiftung hilft ukraninischen Wissenschaftlern mit Stipendien.

Die Volkswagen-Stiftung hilft bei der Eingliederung ukrainischer Flüchtlinge.
Foto: Pexels

Hannover, 23.04.2022: Schnell und unkompliziert will die "Volkswagen-Stiftung" auf die prekäre Lage in der Ukraine reagieren und Forschenden aus dem Land in Deutschland eine Perspektive bieten: Wissenschaftler, die durch die Invasion russischer Truppen gezwungen sind, die Ukraine zu verlassen, können ab sofort Fördermittel von der "Volkswagen-Stiftung" erhalten, um ihre Tätigkeit an einer Universität oder einem Forschungsinstitut in Deutschland fortzusetzen. Ab sofort können Anträge für einen Förderzeitraum von 6 bis 12 Monaten bei der "Volkswagen-Stiftung" eingereicht werden.

Die Forscherinnen und Forscher können ein monatliches Stipendium in Höhe von 1.500,- € (als Promovierende) bzw. 2.100,- € (als Promovierte) sowie einen monatlichen Familienzuschlag von bis zu 500,- € erhalten. Zudem kann die Stiftung einen einmaligen Zuschuss von bis zu 3.000,- € zur Einrichtung eines Hausstandes in Deutschland gewähren.

Zur Antragstellung eingeladen sind Wissenschaftler an deutschen Hochschulen und Forschungsinstituten, die ukrainischen Partnern einen Arbeitsplatz in ihrer Arbeitsgruppe oder an ihrem Institut zur Verfügung stellen möchten. Anträge sind von den Hochschulleitungen und gastgebenden Forschenden gemeinsam zu stellen. Die Stiftung begrüßt es, wenn die Einrichtungen Anträge gebündelt stellen, sofern mehrere geflohene Forschende aufgenommen werden sollen.

Dr. Georg Schütte, Generalsekretär der VolkswagenStiftung: "Erst letztes Jahr haben wir Fördermittel für geflohene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Afghanistan bereitgestellt. Davor für Forschende aus Syrien und der Türkei. Jetzt müssen wir fassungslos mitansehen, wie die Ukraine von russischen Truppen niedergewalzt wird. Unsere Unterstützung soll Forschenden und ihren Familien dabei helfen, die Zeit im erzwungenen Exil zu gestalten. Und es ist unser Protest gegen die um sich greifende Bedrohung der Freiheit von Menschen und jener der Wissenschaft."

Alle Details zu Antragstellung gibt es auf der Website der "Volkswagen-Stiftung".

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FH Münster startet Echtzeit-Datenprojekt mit Wasserstoff-Produzent Enapter.

In Münster lehrt man Internet of Things ganz praktisch mit der Industrie.
Foto: FH Münster

Münster, 23.03.2022: Sensoren sammeln Daten, die in eine Cloud übertragen dort ausgewertet werden können. Das ist der Gedanke des Internet of Things (IoT), das an der FH Münster weiter erforscht wird. Das Wissen, das eine Arbeitsgruppe im Rahmen eines vom Präsidium der Hochschule geförderten Projekts in den vergangenen Jahren über die Zukunftstechnologie gesammelt hat, fließt nun in die Industrie ein. Die Firma "Enapter" arbeitet mit der Hochschule an der Herstellung von Elektrolyseuren, die grünen Wasserstoff produzieren werden.
Enapter plant, in Saerbeck eine Fabrik für Elektrolyseure zu errichten“, erklärt Prof. Ralf Ziegenbein vom Institut für Prozessmanagement und Digitale Transformation (IPD) an der FH Münster. „Wir statten das Unternehmen nun mit IoT-Technik aus, um die Fertigung zu unterstützen.“ In die Elektrolyseure verbaut Enapter serienmäßig Sensoren. 
Das IPD-Team plant, während ihrer gesamten Lebensdauer daraus Daten von den Geräten zu gewinnen. „Das kommt dem Product-Lifecycle-Management zugute: Wir sammeln Daten vom Bau bis zum Rückbau der Geräte. So können wir feststellen, wann sie gewartet werden müssen und in welchem Umfang sie arbeiten“, ergänzt Markus Gilbert aus dem FH-Team.
Im Kern geht um das Vernetzen von Sensor- und Produktionsdaten. Die Hochschule kann auf die Daten aus der Fabrik zugreifen, ohne die Produktion zu stören. Bestimmte Sensoren und Kameras sollen für Studierende zugänglich sein, die dadurch in Projekt- und Abschlussarbeiten in der laufenden Produktion von "Enapter" arbeiten können. Mit den gewonnenen Mess- und Bilddaten können die Hochschüler direkt aus der Arbeit der Industrie lernen und feststellen, welche Rolle das Internet of Things in einem Unternehmen spielt.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Seiten der FH Münster nachzulesen.
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Wissenschaftler der Leuphana werten Fußballspiele mit Hilfe künstlicher Intelligenz aus.

Künftig werden Spieltaktiken einfach mit Hilfe von KI entlarvt.
Foto: Keith Johnston, Pixabay

Lüneburg, 18.03.2022: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen können bei der Analyse von Fußballspielen hilfreich sein, um taktische Muster zu erkennen. Das zeigt ein jetzt bei der "MIT Sloan Sports Analytics Conference" in Cambridge (Massachusetts) mit dem 1. Preis ausgezeichneter Wissenschaftsbeitrag. Zu den Autoren gehören die Informatiker Prof. Dr. Ulf Brefeld und Dennis Faßmeyer von der Leuphana Universität Lüneburg. Ihr "Autoencoder“ kann mit Hilfe eines neuronalen Grafennetzwerks taktische Muster auf Team-, Gruppen- und Spielerebene erkennen und relevante Szenen eines Spiels automatisch finden.
Für ihre Arbeit haben sie das Beispiel des Überschneidungslaufs bei Spielen der Fußball-Nationalmannschaft genutzt. Dabei handelt es sich ein taktisches Muster im Fußball, an dem zwei Spieler beteiligt sind: Der Ballträger dribbelt den Ball in der Regel in der gegnerischen Hälfte nahe der Seitenlinie, ein Mitspieler läuft mit hoher Geschwindigkeit an ihm vorbei und schafft eine Passoption zum gegnerischen Tor. Solche Läufe sind schwer zu verteidigen, deshalb ist es ein Vorteil, bei der taktischen Spielvorbereitung zu wissen, welche gegnerischen Spieler typischerweise an einer solchen Aktion beteiligt sind.
Will man taktische Muster und Verhaltensweisen auf dem Fußballfeld durch Tracking-Daten erkennen, braucht man dafür viele bereits bekannte Muster, die aus Videoanalysen entstanden sind. Gemeinsam mit zwei Kollegen des Deutschen Fußballbundes und von Hertha BSC Berlin haben Brefeld und Faßmeyer ein Verfahren entwickelt, das für die Analyse nur sehr wenige zuvor ausgewählte Szenen benötigt und auch bislang unbekannte Situationen berücksichtigen kann.
Videoanalyseabteilungen sind ein etablierter Bestandteil des Profifußballs. Um relevante Erkenntnisse über die Taktik einer Mannschaft zu gewinnen, suchen Experten gewöhnlich bei der Auswertung von Videomaterial händisch nach Mustern und kommentieren sie. Dies ist ein aufwendiger und sich immer wiederholender Ablauf. Die Idee der Wissenschaftler war es, dass sich viel Zeit sparen ließe, wenn man diesen Vorgang mit Hilfe künstlicher Intelligenz zumindest teilweise automatisiert.
Mit der neuen Methode können notwendige Informationen automatisch für jeden kommenden Gegner erstellt werden. Eine Übersicht zeigt dann z. B., welche Spieler überschneiden und wer am meisten überschnitten wird. Auf diese Weise erfährt man auch etwas über die Präferenzen von Paarungen, die gemeinsam überschneidende Läufe durchführen.
Bei ihrer künftigen Arbeit wollen die Wissenschaftler sich mit der Erkennung einer Vielzahl weiterer Muster wie etwa Torschüssen, Gegenangriffen oder der Verteidigung von Eckbällen befassen und den Ansatz in andere Mannschaftssportarten wie z. B. Basketball übertragen.
Das Paper kann über die Website der Konferenz heruntergeladen werden. 
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Niedersachsen fördert Tech-Startups in acht regionalen Hightech-Hubs.

Niedersachsen investiert in neue Tech-Startups.
Foto: Kiquebg, Pixabay

Hannover, 16.03.2022: In den Metropolegionen Hannover und Nord-West sollen mit Hilfe eines Sonderprogramms Hightech-Inkubatoren in verschiedenen technologischen Themenfeldern eingerichtet werden, die landesweit für alle Startups und Gründungswillige offenstehen, die sich mit dn Technologien beschäftigen.
25 Mio. € stellt das Land für die Einrichtung der Struktur und den Betrieb der Hightech-Inkubatoren sowie die Ausschreibung von Inkubationsprojekten und Akzelerationsvorhaben zur Verfügung. Dazu kommen Programme zur unternehmerischen Ausbildung, beispielsweise durch internes Coaching.
Adressierte Themen sind vor allem Quantentechnologien, Smart Mobility, Life Sciences, BioIntelligence, Smart Information Technologies, Digital GreenTech sowie Farm, Food und Künstliche Intelligenz. Die Hightech-Inkubatoren helfen jungen Talenten an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, ihre Ideen in Geschäftsmodelle umzuwandeln.
Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sagte: „Ich rufe interessierte Start-ups und Gründungswillige auf, sich mit den Hightech-Inkubatoren in Verbindung zu setzen und sich um eine Förderung zu bemühen. Da dieses Programm aus dem Corona-Sondervermögen zeitlich eng limitiert ist, sollten all diejenigen, die sich für eine Förderung interessieren, schnell handeln."
Weitere Informationen finden Interessierte auf den Websites der Hightech-Inkubatoren:
in der Metropolregion Hannover:
in der Metropolregion Nord-West:
Niedersachens Staatssekretär für die Digitalisierung, Stefan Muhle, sagte: „Die Zuwendungsbescheide für die Hightech-Inkubatoren stehen kurz vor der Erteilung. Daher können diese schon Startups und Gründungswillige anwerben. Mir ist dabei auch wichtig, zu betonen, dass die Hightech-Inkubatoren für alle aus unserem Land offenstehen und ausdrücklich keinen regionalen Bezug haben."
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Osnabrück bekommt sein eigenes "Ding".

Das Osnabrücker Ding und die Universität hauchen dem alten Kaufhof neues Leben ein.
Illustration: Imvest

Hamburg/Osnabrück, 15.03.2022: Nach dem "Hamburger Ding" auf der Reeperbahn eröffnet der Hamburger Immobilienunternehmer Tomislav Karajica auf 4.700 qm des ehemaligen "Galeria-Karstadt-Hauses" in der westniedersächsischen Friedensstadt ein "Osnabrücker Ding". Das "OS Ding" soll nach dem Vorbild des Hamburger Standortes als "Cross-Community-Space" mit Co-Retail, Co-Working, Fitness und Gesundheit, Meetings und Event entwickelt werden.
Weitere 3.400 qm hat die Universität Osnabrück in dem Gebäudekomplex an der Wittekindstraße angemietet. Die Hochschule plant in dem Innenstadt-Standort mit Blick auf den Neumarkt die Fachbereiche "Kunst/Kunstpädagogik" sowie "Textiles Gestalten” anzusiedeln. „Wir steigern mit dem Einzug in das Osnabrücker Ding die Sichtbarkeit unserer zwei Fachgebiete Kunst/Kunstpädagogik und Textiles Gestalten in zentraler Lage der Stadt Osnabrück. Von dem gemischten Nutzungskonzept versprechen wir uns einen absoluten Mehrwert”, so Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück.
„Damit setzen wir einen Meilenstein für die Umsetzung unserer Pläne, das ehemalige Kaufhaus zu einem gemischt genutzten Gebäude zu transformieren. ... Für die jungen Studierenden und Kreative werden wir an diesem Standort Freizeit- und Arbeitsangebote schaffen, die nachhaltig zur Wiederbelebung der Innenstadt beitragen werden“, betont "Imvest"-Geschäftsführer Jens-Michael Janssen.
Der Gebäudekomplex des ehemaligen Warenhauses wird von den beiden Immobilienentwicklern "Imvest" aus der Karajica-Gruppe und der Hamburger "Values Real Estate" umgebaut und mit neuen Leben erfüllt. Neben der Homebase in Hamburg und dem Standort in Osnabrück plant "Imvest auch ein "Kieler Ding" an der zentralen Fußgängerzone der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt.
Weitere Informationen gibt es u. a. auf der Webseite des Projektentwicklers.
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15 Mio. € Bundesmittel für maritime Digitalprojekte mit Gaia-X in Rostock und Kiel.

Die Räumung von Monition aus den Meeren soll mit Marispace-X leichter werden.
Foto: Marispace-X

Kiel, 03.03.2022: Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Bekämpfung des Klimawandels, den Windkraftausbau und die Bergung von Monition aus dem Meer mit Hilfe digitaler Möglichkeiten mit insgesamt 15 Mio. €. Das unter Leitung des Cloud-Anbieters "IONOS" aus dem Montabaur Konzern "United Internet" in der europäischen Cloud-Infrastruktur Gaia-X entstehende Rahmenprogramm wird länderübergreifend an den Ostsee-Standorten Kiel und Rostock umgesetzt.
Im Mittelpunkt von "Maritime Smart Sensor Data Space X" stehen vier konkrete Anwendungsfälle: Unter dem Motto "Connect the dots" soll zum einen mit "Marispace-X" die Ausbaugeschwindigkeit von Off-Shore-Windkraftanlagen erhöht werden, worum sich der Partner "TrueOcean" kümmert. Das Fraunhofer IGD will die Zusammenführung maritimer Daten aus unterschiedlichen Quellen - z. B. vom Meeresboden oder von Schiffen - mit einem Testfeld "Digital Ocean Lab" unterstützen.
Die CAU in Kiel wird den Anbau von Seegraswiesen zur Bindung von CO2 in der Atmosphäre durch Auswertung von Satellitendaten aus dem Meer untersuchen. Außerdem sollen mit "Marispace-X" die aktuell 1,6 Mio. Tonnen Munitionsaltlasten in Nord- und Ostsee gefunden werden, um sie zuverlässig entsorgen zu können. Dazu werden Daten verschiedener Forschungseinrichtungen zusammenfließen.
Übergeordnetes Ziel des mit dem Kieler Datenspezialisten "North IO" umgesetzte Verbundprojekt ist die Entwicklung eines digitalen Ökosystems, dass es Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen ermöglicht, die in einzelnen Projekten gewonnenen Daten nach europäischen Standards zu verwalten, zu teilen, zu analysieren und neue Problemlösungen und Produkte für den maritimen Sektor zu entwickeln.
Marispace-X bildet die Grundlage für maritime digitale Geschäftsmodelle, ermöglicht neue Formen digitaler Wertschöpfung und schafft Hightech-Jobs im maritimen Sektor in Deutschland. Das Projekt ist ein Treiber der Transformation im maritimen Sektor und leistet einen wichtigen Beitrag für dessen Zukunftsfähigkeit“, betont die Maritime Koordinatorin der Bundesregierung, Claudia Müller.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte anlässlich der Vorstellung des länderübergreifenden Projekts: „Es freut mich, dass dieses maritime Leuchtturmprojekt für die digitale Transformation in Europa aus der mittelständischen Digitalwirtschaft Schleswig-Holsteins heraus initiiert wurde. Es geht um den Meeres- und Klimaschutz, um die Beschleunigung der Energiewende und um die Räumung der Munitionsaltlasten aus dem Meer. All diese Themen machen nicht an Landesgrenzen halt."
Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin betonte die Zusammenarbeit und die daraus erwarteten Effekte: „Die maritime Forschung und Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein werden von der Zusammenarbeit zwischen Rostock und Kiel profitieren. Die Förderung der Digitalisierung des maritimen Raums durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz stärkt unsere Arbeit für die positive Entwicklung von Wissenschaft und Unternehmen an der Ostsee."
Partner in dem Projekt sind neben Projekteiter "IONOS" und Projektkoordinator "North IO" die Universitäten von Kiel und Rostock sowie die Einrichtungen "Geomar", "Fraunhofer IGD", "MacArtney", "Stackable" und "Trueocean". Weitere Informationen zu "Marispace-X" gibt es auf der Projektseite.
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Design- und Informatikstudenten der FH Münster entwickeln in Teams Mini-Games.

An der FH Münster entwickelt man Mini-Games im Team.
Foto: FH Münster

Münster, 24.02.2022: Ein kleiner Oktopus, der sich in den Untiefen des Meeres gegen Fressfeinde zur Wehr setzen muss, ein Waschbär, der im dunklen Wald herumliegenden Müll einsammelt oder ein Escape-Room-Spiel, in dem ein gruseliges Monster besiegt werden muss: Diese und weitere Videospiel-Szenarien haben sich Design- und Informatikstudierende der FH Münster in einem interdisziplinären Projekt gemeinsam ausgedacht und auch tatsächlich realisiert.
Insgesamt neun kurze Spiele sind im Seminar „Five Minutes − Entwicklung eines Mini-Games“ in gemeinsamer Arbeit entstanden. Zum Abschluss präsentierten die angehenden Designer*innen und Informatiker*innen nun ihre Ergebnisse. Die Projektgruppen hoffen nun darauf, dass es ihnen gelingen wird, ihre entwickelten Mini-Games auch tatsächlich auf den Markt zu bringen.
"Die entstandenen Spiele sind wirklich originell und sehr unterhaltsam − es ist beeindruckend, was die Studierenden in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt haben“, erklärt Prof. Tina Glückselig. „Von den ersten Ideenskizzen, der Planung der einzelnen Spielprozesse und der Gestaltung aller Spiel- und Interfaceelemente bis hin zur Entwicklung und Software-Programmierung waren völlig unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnisse und Techniken gefordert“, so die Professorin für interaktive und Online-Medien.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist auf den Seiten der FH Münster zu finden.
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Bremer Forscher entwickeln mobiles Assistenssystem für Arbeitnehmer mit Handycap.

Künftig können Arbeitnehmer mit Handycap mittels Smartphone leichter arbeiten.
Foto: BBW/BIBA

Bremen, 10.02.2022: Mit einem Assistenzsystems namens "BASDA" wollen das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) und das Bremer Berufsbildungswerk (BBW) ein Instrument schaffen, das eine barrierefreie, flexible und individuelle Unterstützung von Menschen mit Handycap im Arbeitsprozess bei der Erledigung von Arbeitsaufgaben ermöglichen soll.
Ziel ist es, Menschen mit Lern-, Körper- oder psychischen Beeinträchtigungen die selbstständige Durchführung von Arbeitsaufgaben mithilfe von mobilen Geräten zu ermöglichen. Dazu wird eine plattformübergreifende Anwendung auf Grundlage von Android entwickelt, die Informationen zu einzelnen Arbeitsschritten multimedial und barrierefrei anbietet.
Das System soll vielfältige Konfigurationsmöglichkeiten bieten, um den individuellen Anforderungen der Nutzer gerecht zu werden. Zur Förderung der Barrierefreiheit werden daher Einstellungen für leichte Sprache, Sprachwiedergabe, visualisierte Piktogramme, Animationen, verschiedene Farbpaletten für Farbschwächen sowie Technologien integriert, die das räumliche Vorstellen erleichtern. 
Das System wird auf Basis mobilen "Google"-Betriebssystems "Android" gestaltet, um mit Tablets, Smartphones und Datenbrillen (mittels AR - Augmented Reality) nutzbar zu sein. Außerdem wird der Einsatz von geräuschunterdrückenden Kopfhörern sowie eine Steuerung per EEG-Sensor (EEG: Elektroenzephalographie) erprobt.
Neben dem Assistenzsystem wird auch ein Portal entwickelt, mit dem Unternehmen Inhalte zu Arbeitsaufgaben erstellen können. In diesem einfach zu bedienendem System können Informationen und Medieninhalte einzelnen Arbeitsschritten zugeordnet werden. Außerdem kann das Portal zur Organisation von Kursen und der Zuordnung von Teilnehmern, Teilnehmergruppen und Inhalten verwendet werden.
Mit der Digitalisierung haben sich die Bedingungen in den Arbeitsfeldern und -prozessen signifikant gewandelt. Gefordert sind neue Fähigkeiten und digitale Kompetenzen, die eng mit den klassischen Kulturtechniken verknüpft sind. Besonders für Menschen mit Handicap bringt das weitere Herausforderungen mit sich. Dieser Personenkreis kann zum Beispiel teils nur eingeschränkt lesen oder Wörter verstehen, daher Texte nur unzureichend und sinngemäß erfassen.
Assistenzsystem und Aufgabenportal sind nach Projektabschluss kostenlos nutzbar. Weitere Informationen zum Thema gibt es im Projektportal des Forschungsprojekts
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Schleswig-Holstein fördert KI im echten Norden mit 12 weiteren Professuren.

Die Uni Lübeck wird als Zentrum für KI in der Medizin gestärkt.
Foto: Uni Lübeck/Thomas Berg

Kiel/Lübeck, 09.02.2022: Das Land Schleswig-Holstein unterstützt an vier Hochschulstandorten die Schaffung von insgesamt zwölf KI-Lehrstühlen – an der Universität zu Lübeck wird vor allem der Forschungsschwerpunkt „KI und Gesundheit“ gestärkt. In der Universität zu Lübeck wird es zeitnah 3,5 Professuren für Künstliche Intelligenz geben. Die Stellen werden sich mit Hybrider KI, Intelligenter Biosignalverarbeitung, Ethical Legal ans Social Aspects of AI und KI in der medizinischen Anwendung.
Die Professuren werden vom Land für die Dauer von fünf Jahren unterstützt und voraussichtlich ab dem Wintersemester 2022/2023 ihre Arbeit aufnehmen. Die Positionen werden an der Universität zu Lübeck vor allem den wissenschaftlichen Schwerpunkt „KI und Gesundheit“ noch stärker verankern. Zwei Professuren sollen dem Bereich Informatik / Technik zugeordnet werden, eine der Medizin und eine fachübergreifend dem Ethical Innovation Hub. 
Die Professuren werden vom Land für fünf Jahre unterstützt und voraussichtlich ab dem Wintersemester 2022/2023 ihre Arbeit aufnehmen. Die Positionen werden an der Universität Lübeck vor allem den wissenschaftlichen Schwerpunkt "KI und Gesundheit“ noch stärker verankern. Zwei Professuren sollen dem Bereich Informatik/Technik zugeordnet werden, eine der Medizin und eine fachübergreifend dem Ethical Innovation Hub. 
Die Landesförderung für die zwölf Lehrstellen beträgt insgesamt 9 Mio. €, davon sind etwa 2,7 Mio. für die Universität zu Lübeck. Gefördert werden jeweils die Personalkosten und eine Pauschale für die Sach- und Personalausstattung. Die Universität stattet die Professuren jeweils noch mit Personalstellen aus eigenen Mitteln aus.
Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es auf den Seiten der Lansdesregierung. Weitere Informationen zu KI im echten Norden gibt es hier.
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Forscher aus Karlsruhe, Braunschweig und Berlin untersuchen Cyberangriffe per Laser.

Forscher haben nachgewiesen, dass man IT-Systeme per Laserlicht angreifen kann.
Foto: KASTEL - KIT

Karlsruhe/Braunschweig/Berlin, 22.12.2021: Eine von der Forschungsgruppe "Intelligente Systemsicherheit" am KASTEL – Institut für Informationssicherheit und Verlässlichkeit des KIT in Karlsruhe gemeinsam mit Forschern der TU Braunschweig und der TU Berlin demonstrierte Methode kann gefährliche Angriffe auf Computersysteme nur mit Licht einleiten: Mit einem gerichteten Laserstrahl können Außenstehende Daten in mit "Air Gapping" geschützte Systeme einschleusen und aus ihnen heraus schleusen, ohne dass dazu zusätzliche Hardware erforderlich ist. 
Indem die Forscher Laserlicht auf bereits eingebaute LEDs in handelsübliche Bürogeräte wie Drucker richteten und deren Reaktion aufzeichneten, konnten sie erstmals einen versteckten optischen Kommunikationskanal einrichten, der sich über Entfernungen bis zu 25 Metern erstreckt, dabei bidirektional – in beide Richtungen – funktioniert und hohe Datenübertragungsraten von 18,2 Kilobit pro Sekunde einwärts und 100 Kilobit pro Sekunde auswärts erreicht.
Unser Projekt LaserShark zeigt, wie wichtig es ist, sicherheitskritische IT-Systeme nicht nur informations- und kommunikationstechnisch, sondern auch optisch gut zu schützen“, sagt Juniorprofessor Christian Wressnegger, Leiter der Forschungsgruppe Intelligente Systemsicherheit am "KASTEL" in Karlsruhe.
Anfang Dezember d. J. präsentierten Wissenschaftler des "KIT" sowie der TU Braunschweig und der TU Berlin bei der 37. „Annual Computer Security Applications Conference“ (ACSAC) ihr Forschungsprojekt "LaserShark", das versteckte Kommunikation über optische Kanäle untersucht. Computer oder Netzwerke in sicherheitskritischen Bereichen, z. B. bei Energieversorgern, in der Medizintechnik oder bei Verkehrsleitsystemen, sind häufig physisch isoliert, um externe Zugriffe zu verhindern. Bei diesem sogenannten Air Gapping haben die Systeme weder drahtgebundene noch drahtlose Verbindungen zur Außenwelt.
Um die Forschung zum Thema voranzutreiben und den Schutz vor versteckter optischer Kommunikation weiterzuentwickeln, stellen die Forscher den in ihren Experimenten verwendeten Programmcode, die Rohdaten ihrer Messungen und die Skripte auf der "LaserShark"-Projektseite offen bereit: https://intellisec.de/research/lasershark
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Künftige Sportlehrer erlernen an der Uni Osnabrück Bewegungskonzepte mit VR.

In Osnabrück erlernen Sportlehrer Bewegungskonzepte mit Hilfe von VR.
Foto: Uni Osnabrück / Carsten Keller

Osnabrück, 21.12.2021: Das Projekt "Bewegungen lehren und lernen in und mit Virtueller Realität“ führt angehende Sportlehrkräfte der Universität Osnabrück an die zukünftige Aufgabe der Individualisierung von Lehr- und Lernprozessen im Sportunterricht heran. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert die Digitalisierung von VR-basierten Lehr- und Lernkonzepten mit 47.300,- € im Rahmen des Programms „Innovation plus“.
Ein Projektteam um Projektleiterin Cornelia Frank wird über ein Jahr das Studienmodul "Einführung in die Bewegungs- und Trainingswissenschaft“ neu konzipieren und im Rahmen einer Veranstaltung durchführen und evaluieren. Praxisnähe erfahren Studenten dadurch, dass sie selbst forschend im Labor tätig werden und die anwendungsorientierte Forschung in ihre eigene Sportpraxis tragen. 
"Neue Technologien bieten großes Potenzial, Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihres eigenen Lernprozesses individuell zu begleiten und zu unterstützen, und die Lehrkraft gleichzeitig zu entlasten“, so Juniorprofessorin Cornelia Frank vom Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften. „Ziel unseres Projektes ist es, dass angehende Sportlehrkräfte am Beispiel Virtueller Realität reflektiert neue Technologien beim Lehren und Lernen von Bewegung im Sportunterricht einsetzen können.“ 
Bewegungen zu erlernen ist ein zentrales Ziel des Sportunterrichts. Den Unterricht auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler zuzuschneiden und Lernprozesse entsprechend zu gestalten, bleibt für Lehrkräfte allerdings auf Grund der heterogenen Bedingungen des Schulsports bis heute eine große Herausforderung. 
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Hochschule Hannover arbeitet an autonomen Überlandshuttles für Pakete und Bewohner.
Die HS Hannover forscht an autonomen Shuttles.
Foto: Axel Hindermith, Public Domain

Hannover, 16.12.2021: Autonome Shuttles bieten Chancen, um ländliche Regionen für mehr Menschen als Wohnort attraktiver zu machen. Gleichzeitig muss die Wirtschaftlichkeit von Shuttles da sein. Wie das durch den gemeinsamen Transport von Personen und Gütern gelingen kann, haben Forschende der Hochschule Hannover und der Frankfurt University of Applied Sciences im Forschungsprojekt "Kombinom" erarbeitet.

Ziel eines jetzt daran anknüpfenden Forschungsvorhabens "Kombinom 2" ist die Entwicklung einer Simulation zur Einführung autonomer, kombinierter Shuttles. Das Projekt wird vom "DAS HUB" der HsH Hannover, vom "Research Lab for Urban Transport" der Frankfurt UAS in Kooperation mit den Unternehmen "SimPlan", "Senozon Deutschland" sowie "tbw research" betreut.

Prof. Dr. Christoph von Viebahn der HsH weist auf die Chancen des Konzeptes hin: „Personen und Güter weisen unterschiedliche Spitzenzeiten auf, in denen sie befördert werden möchten. Eine Abdeckung beider Verkehre mit einem Fahrzeug bietet die Möglichkeit, Flotte und Fahrer besser auszulasten und somit Wartezeiten deutlich zu verkürzen. Dadurch kann kurzfristig (mit heutigen Fahrzeugen) im ländlichen Raum ein besserer Service geboten werden."

Der Dozent für Wirtschaftsinformatik weiter: "Ein späterer Einsatz autonomer Fahrzeuge bietet weitere Potenziale, zeitgemäße Mobilität in die Fläche zu bringen. Heutige Sharing-Konzepte mit E-Scooter, E-Vespa oder Ride-Pooling-Fahrzeug sucht man außerhalb der Ballungsräume vergeblich. Hier wollen wir mit einem detaillierten Konzept eine tragfähige Lösung für zukünftige Verkehre liefern.“

"DAS HUB" in Hannover beschäftigt sich mit den aktuellen Themen aus Produktion, Logistik, Mobilität, Supply Chain Management und Unternehmenssteuerung. Mit den Methoden der Wirtschaftsinformatik optimieren Mitarbeiter und Studenten Geschäftsprozesse in der Distributionslogistik von Unternehmen aus Produktion und Handel.

"Das Projekt "Kombinom 2" wird im Rahmen der Initiative "mFUND" des Verkehrs- und Digitalministeriums in Berlin mit insgesamt rd. 1,6 Mio. € gefördert.

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Leuphana und Zukunftswerkstatt Buchholz wollen gemeinsam mehr junge Menschen für MINT-Berufe begeistern.

Die Leuphana arbeitet mit der Zukunftswerkstatt in Buchholz für die MINT-Ausbildung.
Foto: HANSEVALLEY

Hannover, 09.12.2021: Die Leuphana Universität in Lüneburg und die Zukunftswerkstatt Buchholz wollen künftig gemeinsam daran arbeiten, mehr junge Menschen für die sogenannten MINT-Fächer zu begeistern. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind bisher insbesondere bei weiblichen Jugendlichen wenig gefragt, obwohl sie gerade vor dem Hintergrund des akuten Fachkräftemangels beste Berufsaussichten bieten. Die Kooperationspartner wollen die Nachfrage nach diesen Fächern verbessern, indem sie neue Lehr- bzw. Lernformate entwickeln, auswerten und Handlungsempfehlungen erarbeiten. Das haben die beiden Einrichtungen jetzt im Beisein von Wissenschaftsminister Björn Thümler in Hannover verabredet.
Die bundesweit vorbildliche Zukunftswerkstatt Buchholz engagiert sich seit Jahren erfolgreich als außerschulischer Lernort für eine höhere Akzeptanz von MINT-Themen bei Kindern und Jugendlichen. Die Leuphana Universität Lüneburg bildet seit Jahrzehnten Lehrkräfte für Grund-, Haupt-.und Realschulen aus. Die jetzt beschlossene Zusammenarbeit hat für die Organisatoren eine Vorbildfunktuon für die Lehrkräftebildung in Niedersachsen: Studierende für das Lehramt können erstmals begleitete Erfahrungen an einem außerschulischen Lernort machen und sie für den individuellen Kompetenzerwerb ihrer späteren Schüler einsetzen.
Die Studenten der Leuphana sollen die Möglichkeit bekommen, Projekte in der Zukunftswerkstatt selbst kreativ zu werden und Forschungsarbeiten zu machen. Ziel ist es, gemeinsam innovative, insbesondere digitale Formate zu entwickeln und zu etablieren, die praxiserprobt und empirisch gesichert sind. Die Kooperation in Lehre und Forschung zielt auch darauf ab, gemeinsam Drittmittel einzuwerben und die Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft zu verbessern.
Weitere Informationen zur Lernwerkstatt gibt es auf den Internetseiten des Projekts.
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Braunschweiger Forscher entwickeln Netzwerkplattform zur schnelleren Medikamentenentwicklung.

Mit einer Netzwerk-Plattform sollen Medikamente schneller einsatzbereit sein.
Foto: Qimono, Pixabay

Braunschweig, 06.12.2021: Forscher der Technischen Universität Braunschweig haben gemeinsam mit Kollegen anderer Universitäten eine neue Plattform für das Repurposing von Medikamenten vorgestellt. Beim Drug Repurposing werden alternative Verwendungsmöglichkeiten für bestehende Arzneimittel gesucht. Die neue, gemeinsame Plattform erleichtert die Suche nach neuen Therapeutika.

"NeDRex" (Network-based Drug Repurposing and exploration) ist eine interaktive Plattform für netzwerkbasiertes Drug Repurposing und die Entdeckung von Krankheitsmodulen, das heißt kleinen krankheitsrelevanten Netzwerken aus Genen oder Proteinen. Sie umfasst zehn verschiedene Datenquellen über Gene, Wirkstoffe, Wirkstoffziele, Krankheitsannotationen und deren Beziehungen zueinander.

Die Plattform ermöglicht außerdem die Priorisierung von Medikamenten und eine Ermittlung der statistischen Signifikanz von Krankheitsmodulen und Arzneimittelkandidaten. Dies sorgt für eine hohe Robustheit der Ergebnisse und kann die Zahl der nötigen Folgeexperimente reduzieren. Im Vergleich zur herkömmlichen Arzneimittelentwicklung bietet das Repurposing erhebliche Vorteile, z. B. niedrigere Entwicklungskosten, geringeres Risiko und kürzere Zeiträume für die Arzneimittelentwicklung.

NeDRex lieferte bereits in der Testphase Arzneimittelkandidaten, die für die Behandlung von Alzheimer, entzündlichen Darmerkrankungen, Chorea Huntington und Lungenembolie weiter erforscht werden können“, sagt Professor Tim Kacprowski, Professor für Data Science in Biomedicine am Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik an der TU Braunschweig. „Natürlich handelt es sich dabei zunächst um computergestützte Vorhersagen, die in klinischen Studien verifiziert und getestet werden müssen. NeDRex macht eine solche Kandidatenvorhersage nun aber einfacher denn je.“

Der Bedarf an neuen Medikamenten ist hoch. Gleichzeitig liegen die Kosten für die Markteinführung eines neuen Wirkstoffs schätzungsweise zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar. Zu den Faktoren, die zu diesen Kosten beitragen, gehören teils nicht reproduzierbare präklinische Forschung und eine zunehmende Vorsicht der Arzneimittelzulassungsbehörden.

An der Entwicklung der Plattform waren neben der TU Braunschweig auch Forschende der Newcastle University, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der TU München, der Universidad Autónoma Metropolitana-Cuajimalpa (Mexico), der Maastricht University, dem Universitätsklinikum Essen, der Universität von Süddänemark, und der Universität Hamburg beteiligt.

 Ein wissenschaftlicher Fachbeitrag kann hier nachgelesen werden.

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Beste Wissenschaftler Niedersachsens ausgezeichnet worden.

Der HAWK-Professor Rußmann (re) wird von Wissenschaftsminister Thümler (li) geehrt.
Foto: HAWK

Hannover, 19.11.2021: Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler hat am Donnerstag im Schauspielhaus Hannover elf Persönlichkeiten mit dem "Wissenschaftspreis Niedersachsen 2021" ausgezeichnet für hervorragenden Leistungen in Forschung, Transfer und Lehre sowie für die außergewöhnliche Förderung der Hochschulentwicklung in Niedersachsen verdient gemacht haben. Der Preis ist mit insgesamt 109.000,- € dotiert. Die Preisträger sind alle an einer niedersächsischen Hochschule tätig.
So wurde als Wissenschaftler an einer Fachhochschule wurde Professor Dr. Christoph Rußmann ausgezeichnet. Er ist seit 2016 Professor für Fotonik und Medizintechnik an der HAWK. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der medizinischen Bildgebung, Lasermedizin und in der Anwendung von mobile Health sowie Künstlicher-Intelligenz- und Big-Data-basierten Ansätzen in der Medizintechnik und im Gesundheitswesen. 
Es gilt nun, die Wissenschaftskommunikation als wichtiges Element eines Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig zu stärken. Dabei ist die Verteidigung der Wissenschaftsfreiheit eine gemeinsame Herausforderung. Mir ist es ein besonderes Bedürfnis, mich vor unsere Forscherinnen und Forscher zu stellen. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich ganz herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und ihrem Engagement. Machen Sie bitte weiter so“, betone Wissenschaftsminister Björn Thümler.
Eine ausführliche Meldung mit allen Preisträgern gibt es auf den Seiten des Wissenschaftsministeriums.
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Hamburger Wissenschaftspreis ehrt Münchener Vordenker für KI in der Biomedizin.

Fabian Theis kommt personalisierter Medizin mit KI auf die Spur.
Foto: Astrid Eckart / TU München

Hamburg, 16.11.2021: Die Akademie der Wissenschaften an Alster und Elbe hat im Rahmen eines hybriden Senatsempfangs im Hamburger Rathaus den Wissenschaftspreis 2021 verliehen. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Dr. Fabian Theis für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten zum Einsatz Künstlicher Intelligenz in biomedizinischen Anwendungen.
Theis ist Leiter des Helmholtz Munich Computational Health Centers und Professor für
Mathematische Modellierung biologischer Systeme an der Technischen Universität München. Prof. Dr. Edwin J. Kreuzer, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und Jury-Vorsitzender erklärte: 
„Herr Theis ist einer der wenigen Experten, die KI auf verschiedenen Ebenen, von der biomedizinischen Forschung über das Gesundheitswesen bis hin zur Präzisionsmedizin, einsetzen. Er hat den enormen Wert von KI-basierten Technologien in mehreren Anwendungen erfolgreich demonstriert und trägt damit dazu bei, die Erwartungen an künstliche Intelligenz zu erfüllen, Prävention, Diagnostik und Therapie zu reformieren und den Weg für die Medizin der Zukunft zu ebnen.“
Der Hamburger Wissenschaftspreis 2021 ist dem Thema „Künstliche Intelligenz in der Medizin“ gewidmet. Für den Wissenschaftspreis 2021 hat die Jury sieben Nominierungen erhalten. Die Nominierten wurden von Universitäten und besonders Universitätskliniken aus dem In- und Ausland vorgeschlagen.
Der Wissenschaftspreis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 100.000,- € dotiert. Gestiftet wird der Preis von der Hamburgischen Stiftung für Wissenschaften, Entwicklung und Kultur Helmut und Hannelore Greve. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Akademie der Wissenschaften
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Region Braunschweig ist die zweitstärkste Forschungsregion Deutschlands.

In Norddeutschland glänzen nur Braunschweig, Bremen und Hamburg bei Investitionen in F+E.
Grafik: Zuse-Gemeinschaft

Berlin, 09.11.2021: Die Region Braunschweig mit den Hochschulstandorten Braunschweig und Göttingen gehört mit einem Investment von 3.904,- € in Forschung und Entwicklung pro Kopf der Bevölkerung zu den stärksten Forschungsregionen in Deutschland - direkt hinter der Region Stuttgart mit einem Pro-Kopf-Investment von 3.978,- €. Damit setzt sich die Region mit ihrer Technischen Universität in der Löwenstadt und dem "VW"-Stammwerk in Wolfsburg bei den Investitionen sogar vor die Region Oberbayern mit München und seinen beiden starken Universitäten (2685,- €/Pro Kopf in 2019), die Region Karlsruhe mit dem "KIT" und 2.355,- € sowie die Region Tübingen mit ihrer Universität und 2.355,- € Investitionen in F+E pro Kopf und Jahr.
Am anderen Ende der Skala liegen Regionen in Nord- und Ostdeutschland mit Werten im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich: So bilden die Region Lüneburg mit ihrer "Leuphana" und 248,- € Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die ostfriesische Region "Weser-Ems" mit 371,- € die Schlusslichter im Reigen der 38 Forschungsregionen (NUTS 2) in Deutschland, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit Greifswald und Rostock bei 525,- € und Schleswig-Holstein mit Kiel und Lübeck bei 572,- € Investitionen pro Kopf der Bevölkerung in die Forschung und Entwicklung - trotz verhältnismäßig niedriger Einwohnerzahlen im Vergleich zu den Ballungsräumen.
Leicht über dem Bundesdurchschnitt liegen die beiden Freien (und) Hansestädte Bremen und Hamburg. Die Stadtstaaten an Weser und Elbe kommen auf Werte von 1.471,- € (Bremen) sowie 1.463,- € (Hamburg). Die beiden Großstädte mit ihren starken Universitäten und den Metropolregionen "Nord-West" und "Hamburg" liegen damit gleich auf mit der Bundeshauptstadt Berlin und ihrem Forschungsverbund aus "FUB", "HUB" und "TUB" bei 1.433,- € pro Kopf. Unter dem Durchschnitt liegt die wirtschaftliche starke Region Hannover mit lediglich 948,- €/pro Jahr und Kopf.
"Forschungstransfer für den Mittelstand gelingt überregional“, erklärt Klaus Jansen. Mit Blick auf die Ziele der künftigen Bundesregierung mahnt der Geschäftsführer der "Zuse-Gemeinschaft": „Eine Steigerung der staatlichen FuE-Ausgaben darf nicht Selbstzweck sein. Vielmehr muss der gelingende Transfer von Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft der Gradmesser sein. Wir brauchen daher mehr transferorientierte staatliche Förderung seitens des Bundes. Die neue Bundesregierung muss hier handeln.
Eine ausführliche Meldung mit einer Übersicht aller Ergebnisse zu FuE-Investitionen in den Regionen gibt es auf den Seiten der "Zuse-Gemeinschaft".
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HafenCity Universität setzt digitales Stadtplanungstool in Ecuador und Indien ein.

Zusammen mit der GIZ hilft die HafenCity Universität bei der weltweiten Stadtplanung.
Foto: GIZ

Hamburg: Eineinhalbjahre hat Jörg Rainer Noennig, Professor für "Digital City Science“ an der HafemCity Universität in Hamburg mit seinem Team an einem digitalen Werkzeugkasten gearbeitet, der als frei verfügbare Open-Source-Software nachhaltige Stadtentwicklung überall auf der Welt möglich machen soll. Das neue Werkzeug "TOSCA - Toolkit for Open and Sustainable City Planning and Analysis " wurde bereits 2020 als "Open City Toolkit“ mit dem Hamburg Open Science Award ausgezeichnet und ist jetzt einsatzbereit.
Über ein webbasiertes, geografisches Informationssystem wird der Austausch zwischen Stadtverwaltungen und Bürgern sowie der Transfer von Wissen und Daten zwischen verschiedenen Verwaltungsbereichen erleichtert. Mit dem System können weltweit Stadtplanungsprozesse und verschiedene Nutzergruppen unterstützt. In Indien sind es vor allem Stadtverwaltungen und Planungsbehörden, in Ecuador vor allem wissenschaftliche Einrichtungen, die das Werkzeug künftig nutzen wollen.
Nach fast zwei Jahren wissenschaftlicher Grundlagenarbeit wird TOSCA in Indien und Ecuador zum Einsatz kommen. Für die konkreten Probleme vor Ort, von der Aufwertung informeller Großsiedlungen bis hin zum Evakuierungsmanagement bei Vulkanausbrüchen, haben wir geeignete Analyseinstrumente maßgeschneidert, die jetzt genutzt werden können“, so Noennig in einem aktuellen Statement.
"TOSCA" ist eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Weitere Partner sind Stadtverwaltungen in Ecuador und Indien, lokale Technologieunternehmen und Universitäten. Dank zusätzlicher Förderung durch die GIZ wird "TOSCA" bis 2023 weiterentwickelt.
Mehr Informationen zu „Digital City Science“ gibt es hier.
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Uni Osnabrück nimmt neuen Hochleistungsrechner in Betrieb.

Mit dem neuen Hochleistungscluster können auch Studenten für ihre Uniarbeiten nutzen.
Foto: Universität Osnabrück/Sebastian Osada 

Osnabrück, 07.10.2021: Im neuen Rechenzentrum der Universität in der Friedensstadt geht in diesen Tagen ein "High-Performance-Computing-Cluster“ (HPC) an den Start. Der Hochleistungsrechnerverbund wird mit 980.000,- € von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom Land Niedersachsen finanziert. Aus Anlass der Inbetriebnahme findet am kommenden Montag ein Fachsymposium in der Aula des Osnabrücker Schlosses statt.
High-Performance-Computing (HPC) ist die Fähigkeit, mit hoher Geschwindigkeit große Mengen an Daten zu verarbeiten und komplexe Berechnungen durchzuführen. Ein Notebook oder Desktop-PC mit einem 3-GHz-Prozessor schafft etwa drei Milliarden Berechnungen pro Sekunde. Dies ist lediglich ein Bruchteil im Vergleich zu HPC-Lösungen, mit denen sich pro Sekunde eine Billiarde von Berechnungen durchführen lassen.
Damit ist die Universität in den kommenden Jahren sehr gut ausgestattet und konkurrenzfähig bei ihren Forschungsvorhaben“, freut sich Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger, Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung. „Das Hochleistungsrechnen ist heutzutage in vielen wissenschaftlichen Disziplinen ein zentraler Bestandteil der Forschung, sei es zur Simulation komplexer Systeme oder zur Analyse großer Datenvolumina“, erläutert Kühnberger.
Der Vizepräsident ordnet weitergehend ein: „Um unsere Forscherinnen und Forscher zu unterstützen, betreibt das Rechenzentrum der Universität Osnabrück einen Hochleistungsrechner, ein aus mehreren Rechnern bestehender Cluster. Hierauf lassen sich rechen- und speicherintensive Prozesse durch parallele Verarbeitung extrem schnell ausführen.“ Der jetzt in Betrieb genommene Rechencluster bietet mehr als die 25-fache Leistung gegenüber dem bisherigen Hochleistungsrechner im Rechenzentrum.
Beim Betriebskonzept hat die Universität Osnabrück ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal: „Man muss kein Fachmann für HPC sein, um auf dem Rechner rechnen zu dürfen“, so Informatikprofessor Joachim Hertzberg. „Der Zugang ist sehr niederschwellig ausgelegt. Es gibt eine monatliche Runde aller Nutzer, die auch neuen Nutzern offen steht, in der dann abgesprochen wird, wer im kommenden Monat wie viele Ressourcen nutzen darf. Dabei sind explizit auch studentische Arbeiten und Beiträge zu Promotionsvorhaben erwünscht.“ 
Weitere Informationen zum Hochleistungscluster an der Uni Osnabrück gibt es auf den Hochschulseiten.
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Bremer Forscher entwickeln digitales System für Sprache aus Gedanken.
Mit Hilfe von maschinellem Lernen wird aus Gedanken jetzt Sprache.
Grafik: Uni Bremen/CSL

Bremen, 30.09.2021: Informatikern des "Cognitive Systems Lab" der Universität Bremen ist in einem internationalen Projekt gelungen, eine Neurosprachprothese zu realisieren. Damit kann in Gedanken vorgestellte Sprache hörbar gemacht werden – ohne Verzögerung und in Echtzeit. Die Entwicklung kann Menschen helfen, die aufgrund neuronaler Erkrankungen verstummt sind und ohne fremde Hilfe nicht mit der Außenwelt kommunizieren können.
Die innovative Neurosprachprothese basiert auf einem Closed-Loop-System, das Technologien aus der Sprachsynthese mit Gehirn-Computer-Schnittstellen verbindet. Dieses System wurde von Miguel Angrick am "CSL" entwickelt. Als Eingabe erhält es die neuronalen Signale der Nutzer, die sich vorstellen zu sprechen. Es transformiert diese mittels maschineller Lernverfahren praktisch zeitgleich in Sprache und gibt diese hörbar als Rückmeldung an die Nutzer aus.
Im ersten Schritt las eine Patientin Texte vor, aus denen das Closed-Loop-System mittels maschinellem Lernen die Korrespondenz zwischen Sprache und neuronaler Aktivität lernte. Im zweiten Schritt wurde dieser Lernvorgang mit geflüsterter und mit vorgestellter Sprache wiederholt. Dabei erzeugte das System synthetisierte Sprache. Obwohl das System die Korrespondenzen ausschließlich auf hörbarer Sprache gelernt hatte, wird auch bei geflüsterter und bei vorgestellter Sprache eine hörbare Ausgabe erzeugt.
Seit mehreren Jahren arbeiten das "Cognitive Systems Lab" (CSL) der Universität Bremen, das "Department of Neurosurgery" an der niederländischen Maastricht Universität und das "ASPEN Lab" an der Virginia Commonwealth Universität in den USA an einer Neurosprachprothese. Das Ziel: Sprachbezogene neuronale Prozesse im Gehirn in hörbare Sprache umzusetzen.
Wir haben es geschafft, dass unsere Versuchspersonen sich reden hören, obwohl sie sich das Sprechen nur vorstellen“, freut sich Professorin Tanja Schultz, Leiterin des "CSL". „Die Gehirnstromsignale von freiwilligen Probanden, die sich vorstellen zu sprechen, werden durch unsere Neurosprachprothese direkt in eine hörbare Ausgabe überführt – und zwar in Echtzeit ohne wahrnehmbare Verzögerung!
Eine ausführliche Meldung zur Forschung ist auf den Seiten der Uni Bremen nachzulesen. Die Arbeit des "Cognitive Systems Lab" ist hier zu finden.
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DESY und HAW Hamburg kooperieren für duales Studium von Ingenieuren und Forschern.

Die HAW Hamburg und das DESY wollen das duale Studium fördern.
Foto: DESY/HAW

Hamburg, 29.09.2021: Das Deutsche Elektronen-Synchrotron - DESY - und die Hochschule für Angewandte Wissenschaften - HAW Hamburg - haben am Mittwoch eine neue strategische Kooperation für Anwendung und Innovation vereinbart. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen Duales Studium und Lehre, Forschung und Entwicklung sowie Innovation, Technologie- und Wissenstransfer.
Die Liste konkreter Kooperationsthemen reicht von Echtzeit-Regelungstechnik hochkomplexer Beschleunigeranlagen, visueller Simulation und Robotik, effizienten Energiesystemen, Scientific Computing, intelligenten Sensorsystemen, Spektroskopie und Messdatenaufbereitung, Embedded Electronics und Electronics Development bis hin zu Wissenschaftsillustration.
"KAI" soll übergeordnet die gemeinsame Ausbildung dringend benötigter Ingenieure und Wissenschaftler fördern. Durch angewandte Forschung und Entwicklung nachhaltiger und digitaler Technologien soll "KAI" übergeordnet den Strukturwandel Hamburgs zur Wissenschafts- und Innovationsmetropole im Norden unterstützen.
Die strategische Kooperation soll innovative Technologien für dringliche Probleme vorantreiben. Verbunden damit bietet die Kooperation integrierende Qualifizierungsangebote für Studenten und Promovierende. Gemeinsam wollen die Partner außerdem ein positives Klima für Ausgründungen schaffen und Startups fördern.
Das DESY zählt mit seinen Standorten in Hamburg und Zeuthen zu den weltweit führenden Zentren in der Forschung an und mit Teilchenbeschleunigern. Die Mission des Helmholtz-Forschungszentrums ist die Entschlüsselung von Struktur und Funktion der Materie, als Basis zur Lösung von Fragen und drängenden Herausforderungen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist u. a. auf den Seiten der "HAW Hamburg" nachzulesen.
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HafenCity Universität und Google starten in Hamburg wissenschaftliches Luftmessprogramm.

Google misst mit StreetView in Hamburg die Luft in der Innenstadt.
Foto: HCU/Google

Hamburg, 29.09.2021: Die HafenCity Universität Hamburg (HCU) und Google Deutschland haben heute den Start eines neuen wissenschaftlichen Projekts bekannt gegeben: "Project Air View Hamburg" ist ein Pilotprojekt, das in Hamburg als erste deutsche Stadt durchgeführt wird und sich rund um das Thema Luftqualität dreht. Ziel ist es, Messwerte zu erfassen, die im Bereich der nachhaltigen Stadt- und Verkehrsplanung genutzt werden können. Im Projekt arbeiten das "CityScience Lab" der HCU und "Google StreetView zusammen.
Dafür wird für rund ein Jahr ein mit Sensoren ausgestattetes "Jaguar"-Elektroauto durch die Innenstadt von Hamburg fahren. Die Daten werden anschließend dem "CityScienceLab" der HCU und einer eigensgegründeten Arbeitsgruppe der Stadt Hamburg zur Verfügung gestellt, die darauf basierend Entscheidungen zu Klima, Gesundheit, Verkehr und Stadtentwicklung in Hamburg treffen können. Die Daten werden parallel im "Environmental Insights Explorer Tool" von "Google" abrufbar sein.
Das Auto ist mit Sensoren ausgestattet, die Werte zu Stickstoffdioxid (NO2), Stickoxid (NO), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO), Feinstaub (PM2,5) und Ozon (O3) aufzeichnen. Außerdem werden mithilfe der im Auto eingebauten "Street View"-Technologie Bilder aufgenommen, die dabei helfen, Orte mit besonders hohen oder niedrigen Werten besser zu verstehen. Zusätzlich dienen sie der weiteren Verbesserung von Google Maps. Eine Veröffentlichung der Bilder findet nicht statt.
Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin "CityScienceLab" an der HafenCity Universität Hamburg: „Das Project Air View Hamburg erzeugt interessante Daten zur Luftqualität, mit denen wir an neuen Mobilitätskonzepten oder gesunden Quartieren forschen können. Diese neuen Daten können mit schon bestehenden öffentlichen Daten wie diejenigen im Urban Data Hub oder auch Tools zur Bürger- oder Expert:innenbeteiligung verbunden werden und neue Einsichten für die klimagerechte Stadtentwicklung beitragen.“
Einen ausführlichen Beitrag zum Thema mit einem Videostatement und weiteren Fotos des neuen "Google Cars" auf Hamburgs Straßen gibt es auf dem "Google-Blog".
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Robotikforscher der FH Westküste gewinnt internationalen Wettbewerb.

In Heide wird die Zukunft der Landwirtschaft mit Robotik erforscht.
Foto: FH Westküste

Heide, 28.09.2021: Der westholsteinische Wissenschaftler Prof. Stephan Hußmann ist im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs mit dem 1. Platz für „Innovative landwirtschaftliche Systeme und nachhaltige Landwirtschaft“ ausgezeichnet worden. Die Jury wählte 28 Finalisten aus, deren Projekte sich durch die Kombination mehrerer Technologien als wirkungsvoll, innovativ, hoch skalierbar und nachhaltig erweisen konnten. Die Finalisten erhielten die Möglichkeit, ihre Projekte im Rahmen des "ITU Regional Innovation Forum for Europe“ online zu präsentieren.
Die Jury überzeugte insbesondere, dass das von der FH Westküste entwickelte System, welches verschiedene Patente beansprucht, durch die Nutzung mehrerer, parallel arbeitender Erkennungs- und Unkrautvernichtungssysteme eine hohe Flächenleistung erreichen kann. Das System sticht dabei durch technische Innovationen und eine spezielle IT-Infrastruktur hervor und hat inzwischen Praxisreife erreicht.
In dem Forschungsprojekt arbeitet die FH Westküste seit 2014 mit einem der größten Bio-Bauern Deutschlands, dem "Westhof Bio" aus Friedrichsgabekoog, zusammen. Der "Westhof" stellt Testfelder für die Lösungen der Hochschule bereit. Im Jahr 2018 wurde das StartUp "Naiture" aus der Hochschule ausgegründet und teilt sich die Entwicklungsarbeit seitdem mit der FH Westküste. Weitere Partner sind "Demeter"-Betrieb Rolf Hach und der "Ökoring e.V.".
Bereits seit dem Jahr 2014 forschen wir an der Frage, wie mit intelligenten Robotersystemen Unkräuter in der biologischen Landwirtschaft bekämpft werden können.“, erläutert Professor Dr. Stephan Hußmann. „Für uns war schnell klar, dass wir unser Projekt trotz großer und starker internationaler Konkurrenz in diesem Wettbewerb vorstellen wollen.“, so Hußmann weiter.
Der Wettbewerb "Digital Excellence in Agriculture in Europe and Central Asia“ wurde Ende 2020 u. a. von der regionalen Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs war es, bewährte Verfahren und innovative Lösungen zu präsentieren, welche den digitalen Wandel in der regionalen Landwirtschaft entscheidend fördern.
Die Fachhochschule Westküste ist eine staatliche Fachhochschule in Heide (Schleswig-Holstein). In den beiden Fachbereichen Wirtschaft und Technik studieren fast 2.000 deutsche und internationale Studenten. Weitere Informationen zur Digitalisierung in der Landwirtschaft gibt es auf den Seiten der FH Westküste. 
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HAW Hamburg gibt Amputierten mit Virtual Reality das Gefühl fehlender Gliedmaßen zurück.

An der HAW in Hamburg bekommen Amputierte mit VR ihre Gliedmaßen zurück.
Foto: Bror Giesenbauer


Hamburg, 27.09.2021: Die Amputation eines Armes oder die Verletzung der Armnerven bedeutet für Betroffene oftmals eine radikale Veränderung ihres Alltags. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Meike Wilke von der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg forscht dazu an neuartigen Therapieformen. Durch den spielerischen Einsatz von Virtual Reality (VR) soll der fehlende Arm wieder gespürt und bewegt werden können.  

Die Forscher erhoffen sich durch eine VR-basierte Therapie eine Reduktion der so genannten Phantom- und Deafferenzierungsschmerzen. Phantomschmerzen werden trotz des Verlustes einer Extremität weiterhin wahrgenommen, Deafferenzierungsschmerzen werden in einer nach einem Unfall tauben und unbeweglichen Extremität gespürt. „90 Prozent der Betroffenen, deren Armnerven durchtrennt wurden, leiden an entsprechenden Schmerzen“, so Prof. Dr. Meike Wilke, Leiterin des Forschungsprojekts an der HAW Hamburg.

Wilke weiter: „Bisherige Behandlungsmöglichkeiten führen bisher zu wenig bis zu gar keiner Linderung der Schmerzen. Hier gehen wir mit PROMPT neue Wege in der Therapieforschung.“ Die Forscher entwickeln in dem Forschungsprojekt ein neuartiges, dynamisches und leichtes, mobiles Therapiesystem. Dafür werden Prothesen und Orthesen entwickelt, die im Bereich der noch vorhandenen Nerven die elektrische Aktivität der Muskeln messen. Mit Hilfe von Mikrovibratoren geben sie ein die eigene Körperwahrnehmung betreffendes Feedback.

Die Prothese bzw. Orthese wird mit VR-Spielen verknüpft. In der Virtual Reality sehen die Patienten dann neben dem gesunden Arm auch den fehlenden oder unbeweglichen Arm. In den einzelnen Spielen führen sie jeweils verschiedene beidhändige Bewegungen aus. Dabei wird die Muskelaktivität mit der Ansicht in der Virtual Reality synchronisiert, so dass während der Bewegungsausführung sowohl somatosensorische Feedbacksignale über die Prothese oder Orthese als auch visuelle Signale über die Virtual Reality an das Gehirn gesendet werden.

Die Forscher suchen noch Personen mit Schmerzen nach Unterarmamputation oder Armlähmung, die Interesse haben, eine Prothese mit Feedback oder eine neuartige Orthese zu tragen und regelmäßig ein Virtual-Reality-Game zu spielen. Ansprechpartnerin ist Hanna Köhler, Tel. 036 41-945 oder promptstudie@gmail.com. Das Forschungsprojekt „Prothesen und Orthesen zur Mobilen und spezifischen Phantom- und Deafferierungsschmerztherapie“ (PROMPT) wird vom Bund gefördert.

Weiteregehende Informationen gibt es auf der Projekte der HAW. (Foto: Bror Giesenbauer)

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Angeschlagene Jacobs University Bremen wird mit Schweizer Technologie-Institut zusammengehen.

Der Bremer Campus der Jacobs University hat eine neue Zukunft.
Foto: Jacobs University Bremen

*Update* Bremen, 24.09.2021: Der Senat der Wesermetropole hat am 21.09.21 einer Übernahme der privaten "Jacobs University" durch die Schweizer Hochschule und Wissenschaftseinrichtung "Schaffhausen Institute of Technology – SIT" zugestimmt. Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling hatte nach mehrmonatigen Verhandlungen mit dem Gründer des "SIT", dem internationalen IT-Unternehmer und Wissenschaftler Serguei Beloussov, dem Senat einen Einstieg des "SIT" als Mehrheitsgesellschafter für einen symbolischen Preis von 22.000,- € vorgeschlagen.
Einen Tag später, am Mittwoch, den 22.09.2021, wurden die Verträge notariell beglaubigt. Der Plan des Investors sieht eine nahezu Verdoppelung der Studentenzahl vor. So soll eine stabile wirtschaftliche Basis der "Jacobs University" aufgebaut werden. Bis zu 4.500 Studenten sollen künftig immatrikuliert sein, rund ein Drittel von ihnen studiert nach den Plänen auf dem Campus in Bremen, die anderen digital oder hybrid. Aktuell studieren rd. 1.600 Studentinnen und Studenten aus mehr als 120 Ländern weltweit an der Privatuniversität.
Der Unternehmer plant bis zu 50 Mio. € für die geplante Weiterentwicklung der "Jacobs University" zu investieren, davon sollen rd. 25 Mio. € in den nächsten zwei Jahren in den Universitätsbetrieb fließen. Mit den neuen Schwerpunkten der Hochschule ergeben sich Anknüpfungspunkte zu den bremischen Hochschulen und Forschungsinstitutionen. Kooperationen zwischen der privaten und den staatlichen Hochschulen in Bremen und Bremerhaven sind vom neuen Investor ausdrücklich gewünscht.
"Dr. Serguei Beloussov will die Jacobs Universität weiter entwickeln und zusätzliche Studiengänge aufbauen. Vor allem in den Bereichen 'Künstliche Intelligenz' und 'Quantum Computing', also der Weiterentwicklung der klassischen Computertechnologie, plant er einen schrittweisen Ausbau des bestehenden Angebotes der Universität für Studierende aus aller Welt. Sein Konzept hat uns überzeugt", so die Wissenschaftssenatorin.
Mit den getroffenen Vereinbarungen, dem "SIT" als neuen Mehrheitsgesellschafter sowie mit den weiteren Gesellschaftern, der "Jacobs University Bremen Alumni & Friends Stiftung" sowie der "Reimar-Lüst Stiftung", haben die Eliteuniversität und ihre über 420 Mitarbeiter aus Forschung, Lehre und Verwaltung eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft, so ein Statement des Bremer Senats.
Laut des "Times Higher Education World University Rankings 2020" ('THE") zählt die "Jacobs University" im Norden Bremens zu den 25 % besten Universitäten weltweit. Die "Jacobs University" war nach mehrfachen finanziellen Schwierigkeiten und dem Ausstieg der Schweizer "Jacobs-Stiftung" über den 'Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen' mehrheitlich in Besitz des Stadtstaates übergegangen.
Die 2001 als "International University Bremen" gegründete Hochschule wurde seit 2007 von der Familienstiftung der Bremer Kaffeeröster-Dynastie "Jacobs" gefördert. Ende 2020 stieg die "Jacobs"-Stiftung überraschend aus der Finanzierung aus. Der Bremer Senat hatte ein Zukunftskonzept mit der Softwareschmiede "SAP", dem in Bremen mit einem eigenen Standort verankerten "DFKI" und der chinesischen Softwarefirma Neusoft" angekündigt.
Bislang flossen rd. 200 Mio. € aus Bremer Steuermitteln in den Erhalt des privaten Campus. Dazu kommen weitere Beträge aus dem Hochschul-Bauprogramm des Landes Bremen.
Eine weitere Meldung mit Statements ist auf den Seiten der "Jacobs University" nachzulesen.
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Studenten der Uni Bremen bringen akustische Wasserwaage aufs Handy.

Mit einer akustischen Wasserwaage bringen Studenten die psychoakustische Sonifikation näher.
Foto: Universität Bremen

Bremen, 16.09.2021: Master-Studenten der Universität Bremen haben mit psychoakustischer Sonifikation für eine akustische Wasserwaage Daten in Töne verwandelt. Dazu wurde eine Smartphone-App für Android und iOS-Systeme entwickelt. Sie heißt "Tiltification" und ist ab sofort in den App-Stores von "Apple" und "Google" kostenlos erhältlich. 

Die App informiert darüber, in welche Richtung und wie weit das Handy geneigt werden muss, um es horizontal auszurichten. Allerdings nicht mittels Sprache. Bis der aktuelle Winkel ausgesprochen wäre, hat sich der Winkel des Geräts vielleicht wieder geändert. Stattdessen wird die psychoakustische Sonifikation genutzt, vergleichbar mit dem akustischen Signal eines Parkassistenten im Pkw.

Die Smartphone-App für Android und iOS-Systeme verwandelt das Handy in eine Wasserwaage. Dazu nutzt es die Sensoren, die in praktisch jedem Smartphone verbaut sind“, erläutert Projektleiter Tim Ziemer vom Bremen Spatial Cognition Center (BSCC) der Universität. „Man kann zum Beispiel einen Tisch horizontal ausrichten, indem man einfach das Gerät drauflegt. Der Clou: Neben einer grafischen Darstellung teilt Tiltification die beiden Winkel des Handys auch per Klang mit!“ Die App informiert darüber, in welche Richtung und wie weit das Handy geneigt werden muss, um es horizontal auszurichten.

In einem Master-Projekt der Universität Bremen kamen Studenten der Informatik und Digitalen Medien erstmals mit der psychoakustischer Sonifikation in Berührung. Ihre Aufgabe: Laien die abstrakte Technologie verständlich erklären und zugänglich machen. Streng genommen kommuniziert psychoakustische Sonifikation nichts weiter als eine dreidimensionale Koordinate. Die Auflösung liegt dabei bei hunderten Datenpunkten je Raumdimension zu dutzenden Zeitpunkten pro Sekunde.

"Tiltification" rüstet die Anwender nicht nur mit einer neuen Technologie aus – die App macht auch bewusst, wie präzise das menschliche Gehör Klänge analysieren kann und umgekehrt, wie informativ Klang sein kann. Perspektivisch soll die Technologie in weitaus komplexeren Szenarien zum Einsatz kommen können, z. B. minimalinvasiven Operationen von Chirurgen. Weitere Informationen zur akustischen Wasserwaage auf dem Smartphone gibt es auf den Seiten der Uni Bremen

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Bremen vergibt 1 Mio. € an Wissenschaftler für mehr digitale Forschung.

Die Uni Bremen forciert mit den anderen Hochschulen die Forschung zum Thema Digitalisierung.
Foto: Michael Ihle

Bremen, 09.09.2021: Die Freie Hansestadt stellt in einem neuen Förderformat 1 Mio. € zur Verfügung. Damit sollen die Universität Bremen, die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Hochschule für Künste unterstützt werden, um neues Wissen auf dem Gebiet der digitalen Transformation zu generieren und in Umlauf zu bringen. Um auf die dynamischen Veränderungen zu reagieren und die wissenschaftliche Expertise in Bremen zu stärken, wurden in einer aus dem Bremen-Fonds finanzierten Sonderausschreibung alle Wissenschaftler der Bremer Hochschulen aufgerufen, Forschungsprojekte zum Themenfeld "Gesellschaft und Individuum im digitalen Wandel – Folgen und Gestaltung der digitalen Transformation" einzureichen.

Konkret werden vier Projekte mit bis zu 200.000,- € für die Laufzeit von zwei Jahren gefördert. In einem Projekt der Universität gemeinsam mit der Hochschule Bremen geht es um die Frage, wie digitale Technologien Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf helfen können ("DigiTech-NH"). Die Hochschule für Künste sowie die Hochschule Bremen untersuchen, welche Möglichkeiten und Veränderungen neuste digitale Techniken für Architektur und Mode bieten und inwiefern sich gerade hierdurch die beiden unterschiedlichen Felder verbinden können.

Der flächendeckende Einsatz von iPads in Bremer Schulen ist ein weiteres wichtiges Thema. Die Universität und die Hochschule Bremen erforschen, welche Chancen der Einsatz von iPads in Bremer Schulen für die Inklusion bietet. Last but not least geht es im vierten Projekt um Digitalisierung und Ungleichheit am Beispiel der beruflichen Bildung im Land Bremen.

In einer weiteren Förderlinie namens "Anschübe" werden Wissenschaftler und Künstler gefördert, die einen Antrag zur Digitalisierungsforschung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesforschungsministerium oder einem anderen externen Forschungsförderer planen und sich mit gezielten wissenschaftlichen Vorarbeiten darauf vorbereiten möchten. Hierfür werden fünf Projekten jeweils bis zu 50.000 Euro zur Verfügung gestellt:

  • "Datenpolitiken und Autoritarismus", Universität Bremen
  • "Digitale Überwachung, Autoritäre Politik und Innovation", Universität Bremen
  • "Gegen den Strom", Hochschule für Künste und Universität Bremen
  • "Neue Normen für die Digitalisierung: Eine KI-Charta der Europäerinnen und Europäer", Universität Bremen
  • "Picturing the Digital", Hochschule für Künste.

"Dieses Geld kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling. "Die Digitalisierung revolutioniert die gesamte Gesellschaft. Gut, dass die bremischen Hochschulen sich das alles genauer ansehen und erforschen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Gesellschaft hat. Ich freue mich, dass es gelungen ist, im Rahmen des Bremen-Fonds Projekts zur Digitalisierung der Hochschulen dieses anspruchsvolle und wichtige Programm aufzulegen."

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Leibniz-Institut in Bremen bekommt Neubau für Data Science.

Das Leibniz-Institut "BIPS" bekommt einen Neubau für seine Data Science.
Foto: bips-institut.de
Bremen, 24.08.2021: Der Senat der Hansestadt hat am Dienstag einen Erweiterungsbau für das Bremer "Leibniz Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie" beschlossen. Das national und international anerkannte Forschungsinstitut kann nun planen. Der Neubau entsteht neben dem alten Gebäude des "BIPS", nahe der Universität in der Achterstrasse. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für 2025 geplant, die Inbetriebnahme für 2026.
13,6 Mio. € kostet der neue Bürokomplex, mit großem Hörsaal und Raum für die dringend benötigte Erweiterung der IT. Da das "BIPS" ein Institut der "Leibniz Gemeinschaft" ist, übernimmt der Bund mit 6,8 Mio. € die Hälfte der Kosten. Die verbleibenden 6,8 Mio. € werden vom Land Bremen finanziert.
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. Mehr als 150 Beschäftigte arbeiten heute dort, dazu kommen 50 studentische Hilfskräfte. Das "BIPS" verfügt über große Datenbestände, entwickelt mit anderen eine nationale Forschungsdateninfrastruktur und erhebt Gesundheitsdaten, zum Beispiel über Bluthochdruck. Daten, die mit anderen nationalen und internationalen Instituten abgeglichen und ausgewertet werden.
Derzeit führt das "BIPS" eine Studie zu den Belastungssituationen Bremer Studierender an der Universität durch. Untersucht wird, welche gesundheitlichen, welche psychologischen und auch welche ökonomischen Folgen haben Lockdowns für die Studierenden haben.
Weitere Informationen zur Arbeit des Leibniz-Instituts sind auf der Internet-Seite zu finden. 
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Uni Bremen erforscht mit Versuchssatelliten künftigen 6G-Mobilfunk-Standard.

Die Uni Bremen forscht am 6G-Standard via Satelliten und Drohnen.
Foto: NASA, Unsplash

Bremen, 26.07.2021: Während der Mobilfunkstandard 5G derzeit flächendeckend ausgerollt wird, läuft bereits die Entwicklung der Nachfolgegeneration 6G. Als wichtige Zukunftstechnologie wird sie von Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen umfassend erforscht. Expertinnen und Experten aus Nachrichten- und Elektrotechnik sowie Raumfahrttechnologie der Universität Bremen spielen aktuelle Projekte des Bundesforschungsministeriums eine besonders wichtige Rolle.

250 Mio. € hat das Bundesministerium für vier Forschungs-Hubs zur Entwicklung von 6G bereitstellt, 67 Millionen Euro davon für das "Open6GHub" mit 17 Forschungspartnern. In diesem Hub ist die Universität Bremen in einem Umfang von 5 Mio. € vertreten. Damit werden Wissenschaftler der Nachrichten- und Elektrotechnik sowie der Satellitensysteme ihr Know-how in den Bereichen einbringen, in denen sie deutschlandweit führend sind.
Das Bremer Forscherteam betrachtet im "Open6GHub" das Arbeitspaket ‚Beyond Cellular‘ übernommen - mit Abkehr vom bisherigen terrestrischen Mobilfunknetz mit Funkzellen hin zu einem dreidimensionalen Mobilfunknetz. Die Verbindungen werden danach künftig nicht nur durch Masten am Erdboden, sondern auch durch Drohnen, Ballons, Flugzeuge und vor allem durch Satelliten hergestellt. Zum Testen der neuen 6G-Technologien wird ein Experimentierfeld an der Universität Bremen aufgebaut, für das ein 6G-Kleinsatellit entwickelt wird.
Mit den eingeworbenen Drittmitteln können in den kommenden vier Jahren zehn wissenschaftliche Mitarbeitende und zwei Postdoktorandinnen und -doktoranden forschen“, Prof. Armin Dekorsy, Leiter der AG Nachrichtentechnik im Fachbereich Physik/Elektrotechnik der Universität Bremen, der die 6G-Aktivitäten in Bremen koordiniert. Neben der AG Nachrichtentechnik sind seitens der Universität Bremen auch das Institut für theoretische Elektrotechnik und Mikroelektronik (ITEM) und das Zentrum für angewandte Raumfahrtechnologie und Mikrogravitation (ZARM) beteiligt.
Voraussichtlich schon ab 2030 wird diese Mobilfunktechnologie das zentrale Nervensystem unseres vernetzten Lebens sein“, so Armin Dekorsy in seiner Begründung zur Bremer Forschnung. „Daten werden dann mehr als 100-mal schneller übertragen als heute mit 5G, bei gleichzeitig höherer Energieeffizienz und Ausfallsicherheit. Aber das ganze System wird auch eine unvorstellbare Komplexität haben." 
Die Universität Bremen ist einer der größten Forschungspartner im "Open6GHub". Die Arbeitsgruppe Nachrichtentechnik gilt bei dem Einsatz moderner Mobilfunktechniken eine der führenden deutschen Forschungsgruppen zu sein und hat in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro eingeworben, um die umfassenden Möglichkeiten von 5G zu nutzen. Auf dieses Know-how baut die neue Forschungstätigkeit im "Open6GHub" auf. Die Koordination erfolgt durch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.
Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Universität Bremen.
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Lüneburger Online Marketing-Agentur veröffentlicht Social-Media-Ranking norddeutscher Hochschulen.

Die Unis von Hamburg, Göttingen und Bremen haben die meisten Fans & Friends im Norden.
Grafik: Web-Netz

Lüneburg, 15.04.2021: Die norddeutsche Online-Marketing-Agentur "Web-Netz" und Veranstalterin der "Online-Marketing Konferenz - OMK" hat die Sichtbarkeit der 37 staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in Braunschweig, Bremen und Bremerhaven, Clausthal, Emden, Flensburg, Göttingen, Greifswald, Hamburg, Hannover, Heide, Hildesheim, Holzminden, Jade, Kiel, Lübeck, Lüneburg, Neubrandenburg, Oldenburg, Osnabrück, Rostock, Stralsund, Vechta und Wismar ausgewertet.


Im Fokus der Online-Experten standen dabei das Freundschaftsnetzwerk "Facebook", das Bildernetzwerk "Instagram", das Businessnetzwerk "Linkedin", der Kurznachrichtendienst "Twitter" und das Videonetzwerk "YouTube". Besonders interessant ist für die Lüneburger das bei jungen Nutzergruppen führende Netzwerk "Instagram", da 16-19-jährige Schüler der gymnasialen Oberstufe das Infotainment-Angebot auch für eine Vorauswahl möglicher Studienangebote nutzen.


Bei den Follower-Zahlen in sozialen Medien laufen die beiden norddeutschen Universitäten in Hamburg und Göttingen mit 179.300 und 129.300 Fans & Friends vorneweg. Es folgen mit 86.000 bis 52.000 Usern die Universitäten von Bremen, Braunschweig, Kiel, Hannover und Lüneburg. Neben den beiden Spitzenreitern und der folgenden Top-Gruppe können sich die HS Osnabrück, die TU Hamburg und die Uni Greifswald mit 41.300 bis 34.900 Nutzern unter den Top 10 platzieren.

Neben der absoluten Zahl an Followern spielt das Verhältnis von Studenten zu Social-Media-Nutzern eine relevante Rolle. Hier erklimmen die "Leuphana" in Lüneburg (5,25 Follower/Student), die "TU Hamburg" (5,22/Student) und die Uni Bremen (4,52/Student) die drei Siegertreppchen. Dies begründet auch die Stärke der beiden Unis von Harburg und Lüneburg im Gesamtranking. Sie zählen mit 10.000 ("Leuphana") bzw. 7.900 Studenten ("TUHH") zu den kleineren Hochschulen in Norddeutschland, konnten sich beim Social Media-Engagement jedoch neben den großen Unis unter den Top 10 platzieren. Ähnlich ist es auch bei der Uni Greifswald: Durch Platz Nr. 7 mit 3,39 Followen/Student kommen die Vorpommern mit 10.300 Studenten unter die Top 10 im Gesamtranking.


Für Universitäten, die traditionell für Seriosität und auch Verlässlichkeit stehen, ist es eine besondere Herausforderung, auf Social-Media-Kanälen erfolgreich zu kommunizieren. Denn nirgendwo sonst werden aktuell mehr Halbwahrheiten, Vorurteile, Belanglosigkeiten und lärmende Parolen verbreitet. Daher freut es uns, wenn sich unser konzeptioneller und redaktioneller Aufwand auszahlt und wir mit unseren Social-Media-Aktivitäten auch hier unsere Zielgruppen wirkungsvoll erreichen”, betont Prof. Sascha Spoun, Präsident der "Leuphana Universität Lüneburg", seit Oktober 2020 Sprecher des Verbundes der norddeutschen Universitäten.


Für die zehn stärksten Social Media-Hochschulen in Norddeutschland ist das B2B-Netzwerk "Linkedin" der stärkste Kanal. In absoluten Zahlen führen die Universitäten von Hamburg, Göttingen und Hannover das Ranking mit 82.200, 49.300 und 39.200 auf dem Karrierenetzwerk an. Besonders interessant: Mit den Universitäten von Bremen (Platz 5) und Oldenburg (Platz 10) sowie der Hochschule der Freien Hansestadt (Platz 8) gelingt es gleich Bildungseinrichtungen in der Metropolregion Nord-West, bei "Linkedin" besonders sichtbar zu sein.


Als zweitstärksten Social-Media-Kanal haben die Lüneburger Online Marketer das Freundesnetzwerk "Facebook" evaluiert. Dort punkten vornweg die Universitäten von Hamburg, Göttingen und Bremen mit 49.000, 34.000 und 25.000 Fans. Interessant: Die beiden ostdeutschen Universitäten von Greifswald (12.800 Follower) und Rostock (14.600 Follower) gelingt bei Facebook der Sprung unter die Top Ten. Allerdings sind die künftigen Erstsemester kaum noch über die amerikanische Plattform erreichbar.


Beim Videonetzwerk "YouTube" können mit der Uni Göttingen, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der "Leuphana" in Lüneburg gleich drei niedersächsische Hochschulen mit 16.000, 12.000 und11.000 Followern die Siegertreppchen erringen. Überraschend: Die in sozialen Netzwerken insgesamt starke Uni Hamburg schafft es nur auf Platz 6 (3.100 Follower), während die kleinere "Leuphana" aus der Metropolregion auf Platz 3 ihre Video-Bronzemedaille feiert.


Der Kurznachrichtendienst "Twitter" kommt bei den norddeutschen Hochschulen kommunikativ insgesamt recht schwach an. Mit den Universitäten von Hamburg, Göttingen und Bremen dominieren drei norddeutsche Social-Media-Schwergewichte mit 23.000, 16.000 und 8.300 Followern das Zwitscher-Ranking. Mit der Uni Hamburg auf Platz 1, der HAW Hamburg auf Platz 7 (5.000 Fans) und der TU Hamburg auf Platz 9 (3.700) kommen gleich drei staatliche Hochschulen aus der Freien und Hansestadt unter die ersten zehn.


Noch am schwächsten präsent bei norddeutschen Hochschulen jedoch mit dem stärksten Potenzial für künftige Semester zeigt sich das Bildernetzwerk "Instagram". Hier sind die Universitäten von Hamburg (22.000 Follower), Braunschweig (16.000) und Bremen (14.800) erfolgreich aktiv. Auffällig: Fünf der zehn erstplatzierten Hochschulen im norddeutschen Gesamtranking bleiben beim jungen Foto- und Videonetzwerk unter der Marke von 10.000 Followern. Während die "Leibnitz-Universität" Hannover es nicht unter die Top 10 schafft, punkten hier die Medizinische Hochschule Hannover (6.800 Follower/Platz 9) sowie die Hochschule von Osnabrück (9.200 Follower/Platz 6).


Auch beim Social-Media-Engagement punkten vor allem Göttingen, Hamburg und Bremen.
Grafik: Web-Netz


Die Gesamtauswertung des Social-Media-Engagements von "Web-Netz" zeigt, welche Hochschulen im Hanseraum am aktivsten sind: Auf Platz 1 kommt mit 51 Punkten die Universität von Göttingen, dicht gefolgt von der Universität Hamburg mit 50 Punkten auf Platz 2 und der Uni Bremen auf Platz 3 mit 45 Punkten. Es folgen auf den Plätzen 4 und 5 die TU Braunschweig (33 P.) und die "Leibnitz-Universität" Hannover (28 P.). Auf Platz 6 folgen punktgleich die Unis aus Lüneburg und Kiel, auf Platz 8 die TU Hamburg, auf Neun Greifswald und Platz 10 erringt die Universität von Osnabrück.


Die ausführliche Auswertung zum Social Media-Ranking mit Relevanz-Radar für "Facebook, Instagram, Linkedin, Twitter und YouTube", der Sichtbarkeits-Performance, einer Follower-Auswertung, dem Engagement der Studenten und Spezialauswertungen u. a. zu den niedersächsischen und ostdeutschen Hochschulen ist in einem Blog-Beitrag auf der Internetpräsenz von "Web-Netz" nachzulesen. Der Verbund norddeutscher Hochschulen ist hier zu finden.



Hamburger Senat lässt Informatik-Studiengänge ausbluten.


Schluss mit lustig: Die Informatik der UHH geht auf die Barrikaden.
Grafik: Universität Hamburg

Hamburg, 21.02.2021: Genderstudies werden an der Universität Hamburg groß geschrieben - ganz zur Freude des rot-grünen Senats mit Wissenschafts- und Frauensenatorin Katharina Fegebank. Die Informatik am größten IT-Fachbereich aller Hamburger Hochschulen lässt man jetzt dagegen ausbluten. Zuvor verordnete die Fegebank-Behörde bereits der Technischen Universität in Harburg, ihr Defizit gefälligst selbst auszugleichen. 

Neben fehlenden Professuren zu Zukunftsthemen wie Digitale Transformation und Ethik in Data Science, verunsicherten Studenten und weniger Studienplätzen hat die grüne Wissenschaftsbehörde das erste handfeste Opfer zu verantworten: Auf Grund fehlender Anschlussfinanzierung und unterfinanzierter Hochschulen wird die Hamburger Informatik-Initiative "Ahoi Digital" zu Grabe getragen.

Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten sowie Hintergründe und Einordnungen zum Schlusslicht des Informatikstudiums in Deutschland von Chefredakteur Thomas Keup.

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Staatliche Hochschulen erhalten z. B. in Hamburg die ganze Aufmerksamkeit und Förderung der Politik auf Landes- und Bundesebene. Private Hochschulen arbeiten in praktischen Projekten an der digital-vernetzten Zukunft - oft ohne die berechtigte Anerkennung.

Das Hanse Digital Magazin hat führende Wissenschaftler digital engagierter Hochschulen u. a. in Hamburg in Vorträgen erlebt und in Interviews kennengelernt. Es ist Zeit, dass jeder die stillen Stars der Digitalisierung kennenlernt.

Hier listen wir die aus unserer täglichen Arbeit hervorragenden Persönlichkeiten, Institute und Fachbereiche zunächst privater Hamburger Hochschulen aus Hamburg auf. Die alphabetische Aufstellung wird laufend aktualisiert und wir freuen uns auf Vorschläge:





IT Management

FOM - Hochschule für Oekonomie und Management
Hochschulbereich IT Management
Big Data & Business Analytics

Prof. Dr. Thomas Jäschke

HMS - Hamburg Media School (teilstaatlich)
Studiengang Digital Journalism
Digital Journalism Initiative

Prof. Dr. Stephan Weichert
hamburgmediaschool.com/studium/digital-journalism-emaj




Digital Transformation

HSBA - Hamburg School of Business Administration
Corporate Management
Digital Innovation Lab - DI-Lab

Prof. Dr. Michael Höbig
hsba.de/hsba/weitere-einrichtungen/di-lab-hsba/ueberblick/





Artificial Intelligence

ISM - International School of Business, Hamburg
Innovation und Digital Business
KI-Initiative WeGoFive

Prof. Dr. Andreas Moring
ism.de/campus/hamburg




Logistics Information Systems

KLU - Kühne Logistics University
Competence Area Digital Transformation

Prof. Dr. André Ludwig

the-klu.org/university-services/about-klu/key-competence-areas/digital-transformation/




Digital Media

Macromedia Hochschule, Hamburg
Medienmanagement

Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger
macromedia-fachhochschule.de/hochschule/menschen/






Unnamed Systems

NBS - Northern Business School
Institut für unbenannte Systeme, IuS

Prof. Dr. Andreas Del Re
ius.nbs.de/





Digitalization Services

NIT - Northern Institute of Technology Management
Think Tank

Andrea Fritsche, CEO
https://www.nithh.de/digitalization/






Psychometrics Analytics / Artificial Intelligence

Nordakademie, Hamburg
CAPTA-Institut für Computer Aided Psychometric Text Analysis / 
Artificial Intelligence Center Hamburg e. V.

Prof. Dr. Nick Gehrke / Prof. Dr. David Scheffer
nordakademie.de/forschung





Game Art, Animation, Digital Film, Cross Media

SAE-Institute, Hamburg

sae.edu/deu/de/campus/hamburg








Digital Design

UE - University of Applied Sciences Europe, Hamburg
Fachbereich Art & Design
Game Design

Prof. Heike Ollertz
btk-fh.de/de/hamburg/#location-studies




Haben wir einen digitalen Studiengang, einen digitalen Fachbereich oder ein digitales Institut einer privaten Hamburger Hochschule vergessen? Melden Sie sich einfach mit allen erforderlichen Angaben unter hanse@hansevalley.de

(c) 2019-2021, HANSEVALLEY. Stand: 15.04.2021 Redaktion: Thomas Keup. Die Logos sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber. 
Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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