HANSECHAMPIONS

HANSE CHAMPION MAGAZIN
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Unternehmen, die sich systematisch mit der Zukunft beschäftigen, weisen eine 33% höhere Profitabilität und 200% höhere Wachstumsrate auf.
Studie EDHEC Business School, 2017

200 der größten deutschen Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio. € Umsatz sitzen allein rund um Alster und Elbe. Dank des Mittelstands ist die Metropolregion der 3. größte Industriestandort und eines der stärksten deutschen Wirtschaftszentren. Doch das Internet fragt nicht, bevor es eine Branche umwälzt. Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.

HANSEVALLEY stellt mit den HANSECHAMPIONS mutige Innovatoren, engagierte Familienunternehmen und ihre Partner vor, die Norddeutschlands Mittelstand in die digitale Zukunft führen. Es sind Produzenten und Dienstleister norddeutscher Branchen - auf dem Weg zu einer digital-vernetzten Wirtschaft 4.0.


Hamburger Schuhhaus Görtz will zum führenden Schuhmarktplatz werden.

Das Schuhhaus Görtz wird zum Schuhmarktplatz.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 04.07.201: Der traditionsreiche Hamburger Schuhhändler "Görtz" baut seine Internet-Präsenz zur Handelsplattform mit Marktplatzfunkton um. Damit sollen Hersteller auf "goertz.de" ihre eigenen Online-Shops für Schuhe und Accessoires betreiben können. Darüber hinaus beabsichtigt das traditionelle Handelshaus mit exklusiven Eigenmarken selbst auf Onlinemarktplätzen präsent zu sein.

Bereits heute bietet "Görtz" im E-Commerce rd. 40.000 verschiedene Produkte von rd. 300 verschiedenen Marken - von Schuhen bis zu Accessoires. Diese wurden u. a. über den Dienstleister "Tradebyte" angebunden. Der Anteil des Plattformumsatzes ist in einem Jahr auf rd. 20 % des gesamten Onlineumsatzes gestiegen. Nun sollen die Sortimente auch über die traditionellen Bereiche Schuhe, Taschen, Gürtel & Co. hinaus erweitert werden.
„Der Wachstumsrekord in unserem Onlinegeschäft ist nicht nur durch die Pandemie zu erklären. In unserer Unternehmensstrategie ist von jeher auch immer die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle vorgesehen, um auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können. Das hat unseren Onlineumsatz nun auch beflügelt“,sagte Frank Revermann, Geschäftsführer bei "Görtz".
Mit Rahmen des Digitalisierungsprogramms "Görtz Connected" bietet das Familienunternehmen mit dem Programm "Ship from Store" weitergehend die Lieferung von Produkten aus allen 180 Filialen nach Hause. Der Aufbau des Service soll im 4. Quartal des Jahres abgeschlossen sein. Nach eigenen Angaben will "Görtz" perspektivisch zum führenden Schuhmarktplatz im Internet werden.
Ein aktueller Beitrag zum Thema ist hier zu finden.
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Digital Unit des Hamburger Industriekonzerns Körber mit eigener KI-Software bundesweit führend.

Bei Körber Digital wird die digital-vrnetzte Zukunft von Maschinen entwickelt.
Foto: Körber Digital

Berlin/Hamburg, 17.06.2021: Die Berliner Digital-Unit des Hamburger Industriekonzerns "Körber" - "Körber Digital" - ist beste digitale Innovationseinheit eines Industrieunternehmens in Deutschland. Der Hamburger Mischkonzern erhielt im Rahmen des "Digital Lab Award" 2021 die Auszeichnung In den beiden Kategorien "Kerngeschäftsnahe Innovation" und "Kerngeschäftsferne Innovation" jeweils den ersten Platz. Das Berliner Team konnte sich im Segment "Industrie" gegen die Herausforderer "Heidelberg Digital Unit", "Henkel dx Ventures" und "Prisma - FutureLab of Edding" als Gesamtsieger durchsetzen.

Mit "FactoryPal" hat das "Körber"-Geschäftsfeld Digital im vergangenen Jahr offiziell sein erstes Venture ausgegründet. Die KI-getriebene Software-as-a-Service-Lösung ist aus dem konzernweiten digitalen Innovationsprozess hervorgegangen und nutzt Machine Learning-Algorithmen zur kontinuierlichen Optimierung der Gesamtanlageneffektivität in der Prozessfertigung. Derzeit konzentriert sich "FactoryPal" auf den Tissue-Markt in Europa,

Die eingesetzte KI-Software lässt auch auf die Prozessfertigung anderer Industrien anpassen, sodass der Zielmarkt für die Maschinenoptimierung trotz der Konkurrenz von IIoT-Spezialisten groß ist. Unternehmen der Verpackungs-, Lebensmittel-, Pharma-, Stahl- oder Textilindustrie verfügen über Tausende von Produktionslinien, die mithilfe von künstlicher Intelligenz und Machine Learning optimiert werden können.

"Platz eins in beiden Kategorien zu holen, macht mich und das ganze Team stolz. Es zeigt, dass wir mit unserer vor anderthalb Jahren gestarteten Fokussierung auf das Company Building auf dem absolut richtigen Weg sind", freut sich Daniel Szabo, CEO des "Körber"-Geschäftsfelds Digital, die Auszeichnung.

Zum fünften Mal untersuchten Experten von "Infront Consulting" und des Wirtschaftsmagazins "Capital", welche kommerziellen Erfolge digitale Innovationseinheiten für Konzerne und mittelständische Unternehmen in den bereichen Industrierpoduktion und Dienstleistungen bringen. Dabei standen messbare Ergebnisse aus erfolgreich skalierten Innovationen sowohl aus dem kerngeschäftsnahen als auch dem kerngeschäftsfernen Bereich im Fokus.

Die Studie ermittelte anhand eines Online-Fragebogen sowie persönlicher Interviews die besten digitalen Innovationseinheiten, die nun mit dem "Digital Lab Award" 2021 ausgezeichnet wurden. Die Studie "Konzerne auf den Spuren von Startups 2021" von "Infront Consulting" und "Capital" ist die Größte ihrer Art im deutschsprachigen Raum und zeigt, wie etablierte Unternehmen Innovationen mithilfe eigener digitaler Innovationseinheiten entwickeln und auf dem Markt erfolgreich etablieren.

Das "Körber"-Geschäftsfeld Digital in Berlin ist Teil des internationalen Technologiekonzerns, der weltweit rund 10.000 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten beschäftigt. "Körber Digital" entwickelt digitale Produkte, Dienstleistungen und Lösungen mit Experten, Wissenschaftlern und Partnern aus verschiedenen Branchen der Logistik, der Pharma-, Tissue- und Tabakindustrie, um die globale Fertigung zu transformieren.

Weitere Informationen zum digitalen Engagement gibt es auf den Seiten der "Körber AG". Die Studie über "Konzerne auf den Spuren von Startups 2021" kann bei "Infront Consulting" bezogen werden. Ein aktueller Artikel zu den Gewinnern des diesjährigen Wettbewerbs ist bei den Kollegen von "Capital" nachzulesen.

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Aurubis überwacht Hamburger Kupferproduktion mit Predictive Maintenance.

In die Hamburger Kupferproduktion ziehen Bits und Bytes ein.
Foto: Aurubis

Hamburg, 03.06.2021: Der Metallproduzent "Aurubis" hat in den vergangenen Jahren eine umfassende Digitalstrategie entwickelt und umgesetzt. Verantwortlich dafür ist der 2019 in die Hamburger Kupferhütte geholte Chief Information Officer, Markus Sassenroth. In den Arbeitsbereich IT wurden alle Digitalisierungsthemen einschl. einer neuen "Digital Factory" eingebunden. Im Mittelpunkt des Senior Vice Presidenten stehen vor allem digitale Geschäftsprozesse, digital-vernetzte Kundenbeziehungen und die Digitalisierung der Produktion auf der Hamburger Veddel.
Zur Optimierung der energieintensiven Produktions- und Recyclingprozesse setzt "Aurubis" künftig auf Condition Monitoring zur Echtzeitüberwachung der Produktionsabläufe sowie auf Predictive Maintenance, um durch frühzeitige Wartung und Pflege kostenintensive Anlagenausfälle zu vermeiden - z. B. beim genutzten Anoden-Gießrad. Außerdem führen digital optimierte Produktionsparameter zur Einsparung von Energie und Emissionen.
Als übergeordnetes Element sorgt ein digitaler Zwilling für eine umfassende Automatisierung des gesamten Produktionsprozesses - ausgelegt auf alle "Auribis"-Standorte. Zum Aufbrechen der klassischen Datensilos und der Integration aller verfügbaren Daten übernahm "Aurubis" im Juli 2019 den Berliner Industrial IoT-Plattformanbieter "Azeti", der im Industriekonzern auch weiterhin weitgehend unabhängig agiert. Um die Digitalisierungsprojekte über Abteilungen und Arbeitsbereiche hinweg erfolgreich umzusetzen, wurde eine "Digital Factory" mit interdisziplinären Teams gegründet.
Die Teammitglieder kommen aus der IT, der Produktion, dem Bereich Data Analytics, dem Prozessmanagement und von der Plattform-Tochter "Azeti". In gemeinsamen Workshops wurden mögliche digitale Anwendungsbereiche erarbeitet. Aktuell umfasst das Backlog gut 20 Themen, die perspektivisch umgesetzt werden sollen. Aus einem Pool von sechs priorisierten Projekten wurde bereits die Überwachung des Energieverbrauchs mit Hilfe der Berliner IoT-Plattform umgesetzt. Pro Jahr können mehrere hunderttausend Euro eingespart werden, künftig auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
"Aurubis"-CIO Marken Sassenroth arbeitete zuvor bei der "Bergischen Achsen KG" in Wiehl. Dort war der gelernte Volkswirt als CIO und CDO auch für das Innovationslab des Unternehmens zuständig. Seit 2009 ist der Innovator in leitenden IT-Funktionen der Konsumgüterindustrie tätig gewesen. Ein ausführlicher Beitrag zum Thema ist bei den Kollegen des "CIO"-Magazins erschienen.
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Fielmann digitalisiert nach Brillenauswahl und Augenvermessung auch die Sehstärkenbestimmung.

Fielmann digitalisiert Schritt für Schritt den Brillenkauf via App.
Illustration: Fielmann

Hamburg, 29.04.2021: Die Optikerkette "Fielmann" hat am Donnerstag ihren Geschäftsbericht für das Pandemiejahr 2020 vorgestellt. Danach verkaufte das Familienunternehmen mit rd. 21.800 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 7,26 Mio. Brillen - coronabedingt rd. 1 Mio. weniger Sehhilfen bzw. 12 % als 2019. Der Konzernumsatz sank um 6 % auf 1,43 Mrd. €. Der Gewinn vor Steuern sank auf 175,5 Mio. € bzw. fast 31 %. Der Rückgang ist vor allem durch einen großen Einbruch von Sonnenbrillen in Sehstärke begründet, die während des ersten Lockdowns seit März 2020 nicht mehr gekauft wurden.
Zugleich konnte die börsennotierte Aktiengesellschaft ihr Omnichannel-Geschäft in Filialen und im Internet im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Von 27 Mio. Kunden des führenden deutschen Augenoptikers kauften in 2020 19 Mio. Kunden online bei "Fielmann" ein - vor allem Kontaktlinsen und Sonnenbrillen. Während des ersten Lockdowns etablierte das Hamburger Unternehmen eine Online-Terminvereinbarung für Kunden in Verbindung mit einem digitalen Zeitmanagement für die Beratung in den Filialen.
Ende 2020 veröffentlichte der in Hamburg-Barmbek angesiedelte Filialoptiker eine neue iPhone-App mit der Möglichkeit, sein Gesicht mit Hilfe von Augmented Reality vermessen zu lassen und auf dem Smartphone für die Gesichtsform passende Brillenmodelle virtuell auszuprobieren ("Fielmann Finder"). Ganz neu wurde mit der App ein Ausmessen des Augenabstands für die richtige Passform der künftigen Brille und das Einschleifen der Sehstärke integriert ("Fielmnann Focus"). Die Technologie dahinter stammt vom französischen Startup "FittingBox", an dem "Fielmann" beteiligt ist.
Noch in diesem Jahr will Marc Fielmann mit den Digitalexperten von "Fielmann Ventures" das exakte Vermessen der Sehstärke auf dem Smartphone umsetzen und als digitales Medizinprodukt einführen. Dabei wird die Reflexion von Lichtstrahlen auf die Netzhaut eine Schlüsselrolle spielen. Ziel von "Fielmann Vision" ist, Nutzern mit zunächst bis zu +/- 2,5 Dioptrie per Self-Service zu ermöglichen, die Vorarbeit des Brillenkaufs digital zu erledigen.
Vorstandschef Marc Fielmann gilt als entscheidender Motor der Digitalisierung des traditionellen Familienunternehmens. Zu den beiden wichtigsten Digitalprojekten des Optikers gehören die 2012 gegründete Hamburger Beteiligungs- und Technologieentwicklungstochter "Fielmann Ventures". Sie ist u. a. für die Entwicklung und Sicherung von aktuell 24 Patenten zur digitalen Augen- und Gesichtsvermessung verantwortlich - davon 5 bereits veröffentlichten und 4 beantragten Patenten.
2018 beteiligte sich "Fielmann" mit einem Millionen-Investment an dem französischen Augmented Reality-Spezialisten "FittingBox" mit allein 13 Patenten im Bereich digitale Brillenanprobe und aktuell 54 Mio. 3D-Anproben und mehr als 100.000 digitalen Brillenmodellen. Je Minute werden über die "Fielmann"-Beteiligung heute mehr als 100 digitale Brillenanproben vor allem über die "Fielmann"-App begonnen "Fielmann" hat mit Stand Dezember 2020 bereits 15 Mio. € in Digitalisierung und technologischen Entwicklungen investiert.
Im Rahmen der Vision 2025 will "Fielmann" künftig 10 % der Brillen mit Sehstärken online vermarkten. 90 % - insbesondere Gleitsichtbrillen - werden laut des Vorstandschefs auch künftig vor Ort in Filialen verkauft werden. In Zukunft strebt das Hamburger Familienunternehmen bis zu 400 Mio. € Umsatz allein im Bereich E-Commerce vor allem mit Kontaktlinsen und Sonnenbrillen an.
51 % aller im Coronajahr 2020 in Deutschland verkauften Brillen gehen auf das Konto von "Fielmann" mit mehr als 600 Filialen allein in Deutschland. Zugleich erwirtschaftet die im SDAX notierte Aktiengesellschaft rd. 22 % aller Umsätze im deutschen Brillenmarkt. Im November 2019 übergab Unternehmensgründer Günther Fielmann den Staffelstab als Vorstandsvorsitzender an seinen Sohm Marc.
Größter Gesellschafter ist die in Berlin ansässige "Korva SE" der Familie Fielmann, die operativ am Stammsitz der Familie in Lütjensee im Kreis Plön gemanagt wird. Gut 28 % der Aktien sind aktuell im Streubesitz. Der Geschäftsbericht 2020 und weitere Berichte sind auf den Investor Relations-Seiten von "Fielmann" zu finden.
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HANSECHAMPIONS: Otto.de macht ernst mit digitalem Firmenumbau

Mutige Ankündigung: Hier bleibt kein Hermes-Paket auf dem anderen.
Foto: HANSEVALLEY

Ein leuchtend rotes Hinweisschild mit der Aufschrift "OTTO - Under Construction". Eine Pressetour mit Bauhelm durch ein ehemaliges Lagerhaus. Dazu jede Menge Google Smart Speaker, Uculus VR-Brillen und eine vernetzte Bosch-Spülmaschine mitten im Coworking-Space "Collabor8" auf dem Otto-Campus. Wen man in Hamburg auch immer fragt, bekommt man eine Antwort: 'Bei Otto bewegt sich was'. Doch jetzt scheint Deutschlands Multichannel-Händler aus Bramfeld außer Kontrolle geraten zu sein. Ein Hamburg Digital Report:

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Berlin, 24. April d. J., Bundespressekonferenz, im Regierungsviertel unweit von Reichstag und Kanzleramt: Deutschlands größte Krankenkasse stellt ihre digitale Gesundheitsakte "TK-Safe" vor. Der Datensafe wird in Hamburg gemeinsam mit der IBM entwickelt. 40.000 Betauser probieren bundesweit die "eGA" bereits aus - bis zu 10,2 Mio. "TK"-Versicherte können ihren Patientensafe in Zukunft auf iPhone und Android-Smartphone nutzen. 

Digitalisierung im Mittelpunkt des Engagements: Die Techniker Krankenkasse
Foto: HANSEVALLEY



Die "Techniker" geht als größte Ersatzkasse in der Digitalisierung voran - verfolgt von Deutschlands Nr. 2 - der Hamburger "DAK-Gesundheit" - mit ihrem IT-Dienstleister Bitmarck, der digitalen Gesundheitsassistentin "Vivy" und 13,5 Mio. möglichen Nutzern ihrer App. Mit mehr als 440.000 Versicherten an Alster und Elbe, 27% Marktanteil und einem "Digital Office ist die "Techniker Krankenkasse" ein maßgeblicher Entwickler der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Ein Hamburg Digital Report.

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Kabs: Von der Polsterwelt zu moebel.de

Autonome Navigation in Limousinen, KI-Fotochips in Smartphones, automatische Chatbots in der Verwaltung: Es gibt eigentlich nichts, was nich der digitalen Transformation unterworfen ist. Ob Konsumgüter, Luxusgüter oder Dienstleistungen - digitale Kundenzugänge, detaillierte Datenauswertung und Plattform-Geschäftsmodelle greifen um sich. Doch in unserem Zuhause gibt es Dinge, denen digital recht egal ist: Sessel, Sofas und Betten interessieren Chips und Elektronik bislang wenig.


Familientradition in 2. Generation: Kabs Polsterwelt
Foto: HANSEVALLEY

Bei Norddeutschlands Polstermöbel-Spezialist Kabs ist man da gar nicht so sicher. Der "MediaMarkt" unter den Polstermöblern hat erkannt: Was man verschicken kann, wird verschickt. Sich nur auf seine Filialen von Kiel bis Osnabrück und Schwerin bis Bremen zu verlassen, könnte in Zeiten von Amazon, Ikea, Otto und Tchibo brenzlig werden. Mit moebel.de hat das Familienunternehmen einen eigenen Weg ins Netz genommen. Ein Hamburg Digital Report:

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Health AG: Richtige Rechnungen für alle Patienten.

Die Digitalisierung fragt nicht, bevor sie ein Geschäftsmodell umbricht. Das gilt für Hamburger Handelshäuser, Paketlogistiker und Finanzdienstleister. Neue Technologien und Startups greifen Stammhalter an, ohne vorher nett zu fragen. Beispiel: das zum Otto-Inkasso-Dienstleister EOS gehörende Factoring-Unternehmen Health AG. Eine Bank kommt um die Ecke, und kauft einfach Rechnungen auf. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es 10 gute Jahre lang war. 


Nach 12 Jahren zurück nach vorn: Vorstände Törper und Schäfer
Foto: Health AG

Beim Finanzdienstleister Health AG am Lübeckertordamm klingeln die Alarmglocken. Die Vorstände reagieren: Mindchange, Technologien und der Plattformgedanke ziehen ein beim Spezialisten für Zahnarztrechnungen - zusammen mit konsequenten Entscheidungen, mutigen Investitionen und einem Geschäftsmodell, dass fast nichts mehr mit schnöden Rechnungen zu tun hat. Ein Hamburg Digital Report.

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Auf dem Weg zur digital-vernetzten Industrie 4.0

8. Februar d. J., Albert-Schäfer-Saal in der Handelskammer am Adolphsplatz. Gut 150 Vertreter aus Großindustrie und Mittelstand, Wissenschaft, Kammer und Politik treffen sich zum 2. Dialogforum Industrie 4.0. Die Präsentationen, Workshops und Diskussionen sind das Follow-up der Anfang 2015 aus der Taufe gehobenen Plattform zur Sensibilisierung und Vernetzung der Hamburger Industrie - auf dem Weg in die digital-vernetzte Zukunft.


Industrieller Vordenker an der Alster: Andreas Pfannenberg
Foto: Pfannenberg Group

Diplom-Ingenieur Andreas Pfannenberg sitzt in der 1. Reihe, ist Initiator und Motor der industriellen Vernetzung rund um die Alster. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Industrieholding im Hafen und Partner im Arbeitskreis Industrie der Handelskammer. Was macht Industrie 4.0 aus? Und welche Chancen bieten sich für Hamburger Produzenten auf dem Weg in die Zukunft. Ein Hamburg Digital Report.


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Die visionären Trüffelsucher der digitalen Otto Group.

Das Hamburger Versandhaus Otto stellt in den kommenden 12 Monaten 580 weitere Techis in den Bereichen E-Commerce und Online Marketing, Business Intelligence und IT-Management ein. Kommunikationschef Martin Frommhold bestätigt: Otto wird zur Tech-Company. Auf einer Tour durch die rd. 300 Mitarbeiter starke Business Intelligence Unit wird klar: Das Familienunternehmen überlässt die digitale Zukunft nicht allein Amazon und Zalando.


Otto-Firmenzentrale in Hamburg-Bramfeld.
Foto: Otto Group

Was mit dem Corporate-Startup "Collins" begann, mit dem Einstieg von Benjamin Otto als "gestaltender Gesellschafter" verankert wurde, ist mit Kulturwandel 4.0 und New Work sichtbar geworden: Der Handels- und Dienstleistungsriese transformiert mit Technologien, Partnerschaften und Beteiligungen sein Geschäft und seine Arbeitswelt für die datenbasierte Zukunft. Ein Hamburg Digital Report aus dem Innovationsmanagement der Otto Group.

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Nur 20% der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind digital unterwegs. Nur 30% der großen Unternehmen sind in der digitalen Zukunft angekommen. So das Ergebnis des Digital-Atlas Deutschland im Auftrag von Google Germany, erarbeitet vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Wie gut sind Hamburgs Unternehmen aufgestellt? Wer brilliert mit Erfolg versprechender Strategie? Und wer entwickelt sich zum Totalausfall an Kaikante und in der Kaufmannsgilde?


Hamburg zwischen Hafenfolklore, Logistikhub und digitaler Zukunft.
Foto: mediaserver.hamburg.de / Hermes Logistik

Welche Unternehmen haben ein ernstes Erkenntnisproblem? Welche Familienbetriebe leiden am beliebten Umsetzungsproblem? Und welche Hamburger Konzerne besitzen ein kritisches Kommunikationsproblem? Das Hamburg Digital Ranking bietet einen aktuellen Überblick über TOP und FLOP, über Spitzenreiter, Aufsteiger, Fragezeichen und (unsportliche) Absteiger. HANSERANKING - so sind Hamburgs Unternehmen heute digital aufgestellt.

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A. W. Niemeyer: "Wir wollen die Welt."

"A. W. Niemeyer sticht mit Digitalisierungsexperte Hanse Ventures in See." Die gemeinsame Pressemitteilung sorgte am 18. Januar d. J. an Alster und Elbe für lebhafte Diskussionen: Der Hamburger Traditionshändler für Bootbsbedarf beteiligt den Hamburger Company Builder mit 30% an seinem Geschäft - und holt sich mit den Online-Experten um Jochen Maaß und Tobias Seikel die Digital-Expertise ins Haus.


Traditionshändler vor der Digitalisierung: A. W. Niemeyer
Foto: HANSEVALLEY
Was hat ein Familienbetrieb aus dem Jahr 1745 mit einer Online-Company aus dem Jahr 2010 vor? Was plant ein Einzelhändler mit 13 Filialen in der DACH-Region mit dem Company-Builder von hausgold.de, geschenke.de und pflege.de? Wie werden die 140 Mitarbeiter in Einkauf, Marketing und Verkauf am Holstenkamp fit gemacht durch 30 Digital-Experten vom Sandtorkai? Ein Hamburg Digital Report.

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Der digitale Postbote aus der Speicherstadt

Referenz Hörmann Forum
Foto: Kommatec Redaction
Hamburg-Hauptbahnhof: 500.000 Hanseaten und Pendler, Touristen und Durchreisende laufen täglich an den 12 Bahnsteiggleisen auf Deutschlands meist frequentiertem Fernbahnhof vorbei. Auf dem Südsteg zwischen Kirchenallee und Mönckebergstraße werden am Tunnel Steintorwall die Blicke von einer überdimensionalen Werbetafel eingefangen. Den bewegten Bildern kann sich niemand entziehen - flankiert von bewegter Werbung zwischen den Treppen.

Was auf Bahnhöfen, an Haltestellen, auf Mittelstreifen und an Kreuzungen von Außenwerbern wie Stroer und Wall-Decaux unser Auge einfängt, gibt es auch im Heinemann Duty-Free-Shop auf dem Hamburg Airport, in mehr als 80 Filialen der HDI-Versicherung, in den SB-Zonen der Frankfurter Sparkasse oder in den Geschäftsstellen der AOK in Baden-Württemberg. Eine pfiffige Firma aus der Speicherstadt sorgt dafür, dass wir in Geschäften, Hotels und Museen das zu sehen bekommen, was wichtig ist. Ein Hamburg Digital Report.

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Schraubst Du noch oder druckst Du schon?

Der Hamburger Senat macht ernst: Der Industriestandort Hamburg soll nicht aufgegeben, die industrielle Produktion auf neuestem Stand gefördert werden. Ende 2017 nahm die Wirtschaftsbehörde zusammen mit Gewerkschaftsbund, Handelskammer und Industrieverband die digital-vernetzte Industrie 4.0 und den industriellen 3D-Druck in den Masterplan Industrie auf. Vergangene Woche bestätigte Amtsdirektor Dr. Torsten Seveke: Hamburg wird den Industriestandort weiter fördern. 


Macht mit dem Komptenzzentrum Druck in 3D: Ralf Siebert
Foto: HANSEVALLEY
Am Donnerstag zündet Hamburg die nächste Stufe: Wirtschaftssenator Frank Horch gibt den Startschuss für das neue, durch Hamburger Unternehmen initiierte 3D Druck-Netzwerk. Auf der Tagesordnung stehen die Themenfelder Materialien, Prozessketten, Geschäftsmodelle sowie Finanzierung und Förderung. 150 Gäste erwarten gespannt, ob der Luftfahrt-, Schiff-, Fahrzeug- und Maschinenbau-Standort wie gedruckt in die Zukunft kommt. Ein Hamburg Digital Report.

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Auf dem Weg zur digitalen "Hammaburg 4.0"

"Die 'Digitalisierung der großen Stadt' ist kein Wettbewerb um die abgefahrensten Zukunftsvisionen, es ist ein ganz realistisches Projekt für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Ein Projekt, das alle Bereiche des Lebens, Arbeitens und Lernens durchdringt und in einer Vielzahl konkreter Schritte vollzogen wird." Mit diesen Worten brachte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die allumfassende Digitalisierung unserer Stadt am 2. Mai 2016 vor der Universitätsgesellschaft auf den Punkt

Die historische "Hammaburg" am heutigen Domplatz in der Altstadt.
Montage: Archäologisches Museum Hamburg
Wenn Apps Besucher leiten, wenn Ampeln intelligent werden und die Gleise der Hafenbahn melden, wenn sie geölt werden müssen - was ist dann mit traditionellen Themen, wie Kunst und Kultur? Google digitalisierte seit 2004 rd. 15 Mio. Bücher mit 4,5 Mrd. Seiten und damit das gesammelte Wissen der Welt. Wenn Literatur digital wird, was ist mit historischen Plätzen und der Geschichte unserer "Hammaburg"?

Ab heute beschäftigt das vom Bundesforschungsministerium geförderte  Innovationsforum "eCulture" an der HafenCity Universität mit wirtschaftlichen Möglichkeiten und neuen Geschäftsmodellen digitaler Kultur. Eine digitale Reise in Vergangenheit und Zukunft im Hamburg Digital Report.

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Intelligente Distribution 4.0 für Meyle Autoteile aus Hamburg.
Das Business Innovation Lab der HAW Hamburg.
Foto: HAW BIL

13. Juli d. J., im Albert-Schäfer-Saal der Handelskammer am Adolphsplatz: Mehr als 150 Unternehmer und Innovatoren der Hamburger Logistikbranche treffen sich zur Fachtagung "Digitale Transformation in der Logistik". Im exklusiv vorgestellten Logistikbarometer macht Christian Koopmann von den Hamburger Schiffsmaklern klar: Im Rahmen der digitalen Transformation wollen knapp 2/3 aller Hamburger Logistiker ihre Geschäftsprozesse, gut 1/3 ihre Produkte bzw. Dienstleistungen und rd. 7% ihr Geschäftsmodell verändern.

Gastgeber des Topevents ist das "Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrum Hamburg". Gemeinsam setzen Handels- und Handwerksammer, HAW Hamburg, Helmut-Schmidt- und Technische Universität u. a. Projekte mit Hamburgs Mittelstand um. Das Ziel: ein digital-vernetzter Mittelstand 4.0. Das erste Projekt der HANSECHAMPIONS: die intelligente Distribution der Meyle Autoteile - entwickelt im "Business Innovation Lab" am Berliner Tor. Ein Hamburg Digital Report.

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Dr. Henneke Lütgerath: Eine internationale Messe für digitale Produkte in Hamburg.
Hamburgs Wirtschaftsrats-Chef
Dr. Henneke Lütgerath
Foto: Wirtschaftsrat Hamburg

"Es wir alles digitalisiert, was digitalisiert werden kann," spitzt Deutschlands EU-Kommissar Günther Oetinger auf dem Norddeutschen Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats am 11. Mai d. J. im Grand-Eysee Hotel Hamburg zu. Die Digitalisierung werde ganze Branchen umwälzen, fokussiert Wirtschaftsrats-Präsident Werner Bahlsen. Der Landesvorsitzende der Hamburger CDU-Wirtschaftsorganisation, Dr. Henneke Lüttgerath, mahnt: "Die Art zu wirtschaften, steht in grundsätzlichem Wandel."

Die Hamburger Christdemokraten haben anläßlich des 6. Wirtschaftstages der Hanseländer mit Ihrer Wirtschaftsorganisation ein Positionspapier zur digitalen Zukunft der Freien und Hansestadt veröffentlicht. Mit umfassenden Forderungen zu Digitaler Bildung, Digitalen Plattformen, Digitalen Technologien und Digitalen Lösungen setzt die Union an Alster und Elbe ein Zeichen. Ein guter Anlass, konkret nachzufragen. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Henneke Lütgerath, Landesvorsitzender des CDU-Wirtschaftsrats in Hamburg.


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Hammerbrooklyn-Initiator und HWWI-Direktor
Prof. Dr. Henning Vöpel
Foto: HWWI
Konsolidierung der Startup-Szene, Rausflug aus globalen Logistik-Ketten, Reorganisation der Wirtschaft - die Digitalisierung wird auch vor Hamburgs Toren nicht halt machen. Am renommierten WeltWirtschaftsInstitut beschäftigt man sich in einem eigenen Forschungsbereich mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die Freie und Hansestadt.

Der digitale Kopf des HWWI ist Direktor und Geschäftsführer des Instituts und Dozent an der Hamburger Wirtschaftshochschule HSBA. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Henning Vöpel.


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