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Unternehmen, die sich systematisch mit der Zukunft beschäftigen, weisen eine 33% höhere Profitabilität und 200% höhere Wachstumsrate auf.
Studie EDHEC Business School, 2017

200 der größten deutschen Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio. € Umsatz sitzen allein rund um Alster und Elbe. Dank des Mittelstands ist die Metropolregion der 3. größte Industriestandort und eines der stärksten deutschen Wirtschaftszentren. Doch das Internet fragt nicht, bevor es eine Branche umwälzt. Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.

HANSEVALLEY stellt mit den HANSECHAMPIONS mutige Innovatoren, engagierte Familienunternehmen und ihre Partner vor, die Norddeutschlands Mittelstand in die digitale Zukunft führen. Es sind Produzenten und Dienstleister norddeutscher Branchen - auf dem Weg zu einer digital-vernetzten Wirtschaft 4.0.


Büdelsdorfer Freenet AG punktet mit konzerneigenem Fernseh-Vermarkter Waipu.TV.

Vom Billig-Telefon-Anbieter über den Mobilfunk zum Fernseh-Vermarkter.
(Foto: Freenet)

Büdelsdorf, 16.05.2024: Der schleswig-holsteinische Telekommunikationskonzern "Freenet AG" hat seine Zahlen für das - aufgrund zahlreicher Änderungen im Markt - interessante erste Quartal 2024 vorgestellt. Danach hat der Mobilfunk-Service-Provider, DSL-Internet-Vermarkter und TV-Dienste-Anbieter Ende März des laufenden Jahres insgesamt 9,625 Mio.Abonnenten in seinen Diensten verbuchen können - knapp 137.000 mehr, als vor einem Jahr. Somit steuert "Freenet" auf die Marke von 10 Mio. regelmäßigen Kunden zu.
Heimlicher Star im Konzern ist der Münchener Fernseh-Vermarkter "Waipu.TV". Mit gut 1,5 Mio. Nutzern von Free- und Pay-TV-Sendern über die gleichnamige Smart-TV- und Mobile-App und einem Zuwachs von allein 10 % im ersten Quartal d. J. gehört "Waipu.TV" zu den Gewinnern der Ende Juni '24 auslaufenden Abrechnung des Kabelfernsehens über die Nebenkosten der Vermieter.
Seit Jahresbeginn promotet "Waipu.TV" mit erheblichen Werbeaktivitäten und Angebots-Bündeln die Alternative vor allem zum "Vodafone"-Kabelabschluss. So konnte allein Waipu.TV" im ersten Quartal d. J. seine Umsätze von 80,8 Mio. € in Q1.23 auf insgesamt 93,4 Mio. € in Q1.24 steigern. Das ebenfalls zum Konzern gehörende "Freenet TV" bricht gleichzeitig erwartungsgemäß ein. Mit nur noch 561.000 Abonnenten und 22 % Minus in einem Jahr ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Büdelsdorfer den Stecker ziehen.
Weiteres stark diskutierte Thema des norddeutschen Technik-Anbieters ist die kurzfristige Schließung aller 37 verbliebenen Filialen des führenden "Apple"- und Hardware-Händlers "Gravis" zum 15. Juni d. J. "Freenet" hatte den einst unabhängigen Berliner Händler 2013 gekauft und bundesweit ausgebaut. Hauptgrund für die Schließung sind laut Konzernmitteilung erheblich ungünstigere Einkaufspreise seitens "Apple", um den Markt im Interesse der eigenen Stores zu bereinigen.
Die "Freenet AG" hat mir Stichtag 31.03.2024 einen Gesamtumsatz von 638,9 Mio. € erreicht - mit +0,2 % fast ebenso viel wie im Vorjahreszeitraum. Allerdings sank der Gewinn vor Steuern, Abgaben und Abschreibungen (EBITDA) um 3 % auf 124,2 Mio. €. Der Free Cashflow ist mit 71,3 Mio. € jedoch um satte 10 % gestiegen. Für das laufende Jahr ist "Freenet" äußerst positiv estimmt und erwartet ein EBITDA zwischen 495 und 515 Mio. € sowie ein Free Cashflow zwischen 260 und 280 Mio. €.
"Freenet" befindet sich zu rd. 95 % im Besitz internationaler Anlagegesellschaften, da runter zu 4,99 % dem amerikanischen Anlagegiganten "Blackrock" und zu 3,4 % dem norwegischen Staat. Im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit besitzt die "Freenet" ihrerseits 6,73 % an der Muttergesellschaft von "SaturnMediaMarkt", der Düsseldorfer "Cececonomy AG" - dem ehemaligen Technikhandels-Bereich des Familienkonzerns "Metro AG".
Die vollständige Meldung zu den aktuellen Quartalszahlen sind auf der Presseseite der "Freenet AG" zu finden. 
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About You-Ausgründung Scayle meldet mehr als 200 Kunden und bringt im 1. Jahr fast 10 % des Konzernumsatzes.

Die "About You"-Shopping-Software "Scayle" entwickelt sich zum Rising Star.
(Grafik: Scayle/Screenshot: HANSEVALLEY)

Hamburg, 14.05.2024: Die Technologie-Ausgründung des "Otto-Konzern"-Modeversenders "About You" - der Online-Shop-Software-Hersteller "Scayle - kann neun Monate nach seiner Entlassung als "About You"-IT-Abteilung mehr als 200 Online-Shops in 67 Ländern als Kunden verzeichnen. So ein Zwischenergebnis anlässlich der Vorstellung der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2023/2024 der "About You SE & Co. KG". Der Geschäftsbereich ""Tech, Media & Enabling" inkl. "Scayle" erreichte mit Stichtag 29.02.2024 einen Jahresumsatz von 188,9 Mio. € - und damit 9,7 % des "About You"-Konzernumsatzes.
Dabei ist die EBITDA-Marge mit einem Zuwachs im vergangenen Geschäftsjahr von 16,1 % auf 26,7 € erheblich angestiegen. So ist "Scayle" nach zehn Jahren "About You" und "About You Tech" der eigentliche "Rising Star" des Hamburger E-Commerce-Unternehmens. Die "Scayle GmbH" meldet seit ihrer Ausgliederung im August '23 ein Umsatzvolumen über die Software-Service-Plattform bei Händlern von mehr als 6 Mrd. €.
Das Shop-System mit externen Nutzern, wie "Baby-Walz", "Babymarkt", "Deichmann", "Depot", "Fielmann", "Marc O' Polo", "Mister Spex" und "S. Oliver" besteht im Kern aus einem Shop-, Order- und Produkt-Management, Checkout-Services sowie diversen Marketing-Tools. Im vergangenen Jahr expandierte "Scayle" vor allem in die Benelux-Länder, nach UK und in die Nordics. In diesem Jahr soll die Shopping-Plattform nach Nord-Amerika gebracht werden.
Laut Corprorate-Auftritt beschäftigt "Scayle" heute rd. 300 Mitarbeiter aus über 40 Ländern an drei Standorten in Europa, u.a. in Hamburg und London. Das Durchschnittsalter des Enterprise-Software-Anbieters liegt bei gerade einmal 32 Jahren. Die Unternehmenskultur gilt als insgesamt modern und die Arbeitsbedingungen werden bei nur wenigen Bewertungen auf "Kununu" mit überdurchschnittlichen 4,7 beurteilt.
Das Mutter-Unternehmen "About You" konnte zum Abschluss des zehnten Geschäftsjahres erstmals einen bescheidenen Gewinn von 3,2 Mio. € und einen Free Cash Flow von 9 Mio. € ausweisen. Der Umsatz stieg jedoch nur leicht auf 1,935 Mrd. €. Außerdem blieb der Umsatz in der wichtigen DACH-Region nahezu unverändert bei 916,7 Mio. €. Damit stagniert bei "About You" das Inlandsgeschäft aufgrund der Inflation mittlerweile im zweiten Jahr.
Die angeschlagene "About You"-Aktie lag am Montag-Abend (13.05.24) im nachbörslichen Handel bei 4,05 € - und damit noch unter dem Vergleichswert der Vorjahresberichterstattung von 4,73 €. Die Aktie verlor seit Börsengang Anfang Juli 2021 mehr als 45 % ihres Wertes. Das vermeintliche "Unicorn" hat nach aktuellen Angaben eine Marktkapitalisierung knapp unter 700 Mio. € - und damit rd. 300 Mio. € von einer Milliarden-Bewertung entfernt. Der deutsche Wettbewerber "Zalando SE" liegt mit seiner Aktie nach einer längeren Schwächephase Anfang des Jahres '24 mittlerweile wieder bei einem Wert von rd. 25,- €.
"About You" gehört zu knapp 44 % dem Hamburger Mischkonzern "Otto" und der Unternehmerfamilie mit Michael und Benjamin Otto. Weiterer Groß-Aktionär ist mit knapp 20 % Anders Holch Povlsen, CEO der dänischen "Bestseller-Group", in Deutschland u. a. bekannt mit den Modemarken "Vera Moda" und "Jack & Jones". Polvsen hält auch Anteile am "About You"-Konkurrenten "Zalando" (rd. 10 %). Die vollständigen "About You"-Zahlen sind auf der Unternehmensseite nachzulesen.
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Hamburger Optiker Fielmann setzt Digitalisierungskurs fort.

Fielmann internationalisiert, standardisiert und digitalisiert sein Geschäft weiter.
(Foto: Fielmann)

Hamburg, 02.05.2025: Deutschlands größter Augenoptiker - der Hamburger Filialist "Fielmann" - forciert die Digitalisierung seines traditionellen Vor-Ort-Geschäfts und des Online-Handels. So hat der seit 2019 durch Marc Fielmann in 2. Generation geleitete Familienkonzern eine international in allen Ländern einheitliche Omnichannel-Plattform eingeführt, über die Kontaktlinsen, Sonnenbrillen, aber auch einfache Korrekturbrillen verkauft werden.
Nachdem Kunden bereits über die "Fielmann"-App ihre Augen vermessen lassen können, ist dies nun auch per "Sehcheck" für bestehende Einstärken-Gläser per Handy möglich. Der auch online mit marktführende Optiker sieht in den kommenden 1-2 Jahren allerdings noch keine Möglichkeit, hohe Sehstärken online vermessen und Gleitsichtbrillen vermarkten zu können.
"Fielmann" hat in digitale Aktivitäten vor allem rund um Augen- und Sehstärkenvermessung mind. 24 Patente erworben, insgesamt mehr als 20 Mio. € in digitale Entwicklungen investiert und kooperiert u. a. mit Hochschulen und Startups an der weiteren Entwicklung vor allem der Online-Sehstärkenvermessung. Problem an einer Handy-basierten Vermessung sind heute unruhig in der Hand liegende Smartphones und ungünstige Lichtverhältnisse.
Marc Fielmann nannte die weitere Digitalisierung der Sehstärkenvermessung auf der Bilanzpresskonferenz des Familienunternehmens am Dienstag d. W. (30.04.2024) "eines der wichtigsten Themen" für die Zukunft. Dabei werden künftig komplexe optische Messtechnologien in Verbindung mit künstlicher Intelligenz eine maßgebliche Rolle spielen, so der Familienunternehmer.
Bei bislang branchenweit nur 2 % Online-Umsätzen mit Korrekturbrillen setzt "Fielmann" auf die weitere Ausweitung seines Onlinehandels mit standardisierten Produkten. So liegt der Anteil an online vertriebenen Kontaktlinsen bei "Fielmann" bei rd. 60 %, im Modesegment der Sonnenbrillen bei 22 % - Tendenz steigend. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete "Fielmann" rd. 100 Mio. € im Internet - ein Zuwachs von 17 % von 2022 auf 2023.
Der mit 22 % Umsatzanteil an Korrekturbrillen starke Augenoptiker setzt zugleich auf eine stärkere Zentralisierung mithilfe überarbeiteter Geschäftsabläufe, einem höheren Grad der Automatisierung in der Brillen- und Glasfertigung und verstärkt eingesetzter digitaler Programme z. B. zur Steuerung des gesamten Geschäfts.
So werden immer mehr Gläser zentral am Standort der Brandenburger Tochter "Rathenower Optik" geschliffen. Ende 2022 kündigte "Fielmann" Investitionen bis 2025 i. H. v. 35 Mio. € in die Fertigung und Logistik am Standort im Landkreis Havelland in Brandenburg an. "Fielmann" setzt zudem auch auf ein neues, zentrales ERP-System.
Der Branchenprimus mit weltweit mehr als 1.000 Filialen und über 23.000 Mitarbeitern hat in Deutschland einen Marktanteil an verkauften Brillen von 55 %. Pro Jahr werden in Deutschland bei allen Optikern zusammen rd. 12,2 Mio. Brillen mit Sehstärken für rd. 6,8 Mrd. € verkauft. Im vergangenen Jahr erwirtschafte "Fielmann" als Konzern mit Töchtern in Europa und den USA 2,27 Mrd. € vor Steuern und Abgaben - ein Zuwachs von 11,6 %.
Jede "Fielmann"-Filiale in Deutschland hat im Schnitt pro Tag rd. 1.000 Kunden zu Gast und verkauft in 24 Stunden rd. 37 Korrekturbrillen. Dabei liegt der durchschnittliche Auftragswert pro verkaufter Korrekturbrille bei rd. 362,- €. Als neues Geschäftsfeld hat "Fielmann" ein "Augencheckup" entwickelt und mit mehr als 20.000 Testkunden zur Marktreife gebracht.
Für 49,- € erhalten die Kunden bis Jahresende in bis zu 400 deutschen Filialen von speziell geschulten Augenoptikern neben dem kostenfreien Sehtest eine digital-gestützte Untersuchung des Augenhintergrundes sowie des Augeninnendrucks. Die mit speziellen Geräten ermittelten Werte gehen über den Münchener Dienstleister "Ocumeda" an unabhängige Augenärzte.
Die Kunden erhalten daraufhin per Post eine qualifizierte Auswertung, ob Sie ergänzend zu Ihrem Augenarzt gehen sollten. Bei den Testläufen wurde rd. 18 % der Kunden eine Kontrolle durch einen Augenarzt empfohlen, in 2 % aller Tests wurden sogar schwerwiegende Probleme an den Augen entdeckt.
"Fielmann" erhofft sich in jeder der 400 angeschlossenen Filialen bis Jahresende bis zu 20.000 Kunden pro Monat, die den auch bei Augenärzten kostenpflichtigen Augencheck durchführen lassen. Der "Augencheckup" ist ein von der Innovationstochter "Fielmann Ventures" mit Partnern entwickeltes Angebot.
Strategisch setzt der durch die aktuelle Inflation ebenfalls unter Druck stehende Konzern auf einen zunehmenden Online-Absatz standardisierter Produkte inkl. des Absatzes einfacher Korrekturbrillen über das Internet sowie der weiteren Forcierung des in den vergangenen 25 Jahren um das 2,5-fache gestiegenen Absatzes von Gleitsichtbrillen - aber auch von Sehtests und Checkups in den Filialen.
Die aktuellen Zahlen zum Geschäftsjahr 2023 der "Fielmann AG" sind auf der Presseseite des Unternehmens abrufbar. 
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Angeschlagener Online-Optiker Edel-Optics kommt unter das Dach des Hamburger Filial-Optikers Bode.

Die Edel-Optics-Filiale am Ballindamm in Hamburg hat keine Zukunft.
(Foto: Petersen-Relations)

Hamburg, 03.04.2024: Der im Februar d. J. mit den finanziellen Schwierigkeiten des Hamburger Investors und Immobilienunternehmers Tomislav Karajica in Konkurs gegangene Online-Optiker "Edel-Optics" bekommt eine neue Heimat. Zwar werden die verbleibenden Filialen von "Edel-Optics" in Buxtehude und Hamburg Ende des Monats April geschlossen und abgewickelt, die aktuell verbleibenden rd. 40 Mitarbeiter des mit rd. 30.000 Brillenfassungen führenden Online-Versenders mit Geschäft in 53 Ländern behalten jedoch ihren Job.
Der Hamburger Filial-Optiker "Bode" und der überregionale Optiker "Rottler" aus Arnsberg im Sauerland werden das Versand-Geschäft von "Edel-Optics" gemeinsam übernehmen, in den kommenden Jahren mit Millionen-Investitionen vergrößern und unter dem Dach der Familien-Holding des Eppendorfer Filialisten "Bode" fortführen. Dazu zieht die Zentrale von "Edel-Optics" an einen neuen Standort in die Nähe der "Bode"-Verwaltung. Zudem wird z. Zt. nach einem neuen Logistik-Standort für den Online-Versand von "Edel" im Hamburger Stadtgebiet gesucht.
Ende Februar d. J. bekundeten die beiden Familien-Optiker ihr Interesse an einer Übernahme. Laut "Edel-Optics"-Geschäftsführer Dennis Martens wollten mehrere Konkurrenten das Online-Geschäft mit Brillen und Kontaktlinsen übernehmen. In nur vier Wochen wurde die Übernahme durch die beiden Familienbetriebe in trockene Tücher gebracht. Über den Kaufpreis schweigen die Beteiligten.
Der mit 84 Filialen und rd. 550 Mitarbeitern in Norddeutschland und Berlin aktive "Optiker Bode" und der mit 120 Filialen und rd. 950 Mitarbeitern in NRW, Hessen, Süd-Niedersachsen und Schleswig-Holstein aktive Wettbewerber "Rottler" bieten mit der Übernahme den Online-Kunden von "Edel-Optics" künftig ergänzend Beratung und Anpassung ihrer online gekauften Brillen in den zusammen mehr als 200 Filialen an.
Damit bekommen die beiden Familienbetriebe auf einen Schlag ein erfolgreiches Online-Geschäft dazu und können sich als Omnichannel-Anbieter im Markt gegen die beiden Platzhirsche "Apollo-Optik" von "GrandVision" aus Schiphol in den Niederlanden (Teil des französischen Brillenglas-Herstellers und "Ray Ban"-Eigentümers "EssilorLuxottica") und des Familienkonzerns "Fielmann" aus Hamburg platzieren.
Mit dem schnell wachsenden E-Commerce-Startup "Mister Spex" aus Berlin wurde in Deutschland seit 2007 das zuvor unterrepräsentierte Online-Geschäft mit Brillen forciert. Hier galt "Edel-Optics" einer der erfolgreichen Wettbewerber zu den Berlinern zu sein. Optiker-Konkurrent Marc Fielmann arbeitet u. a. mit eigenen Patenten an der Vermessung der Augen per Smartphone, um die Online-Vermarktung von Korrekturbrillen inkl. Sehstärken auch mobil zu ermöglichen.
"Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Rottler und den Kolleginnen und Kollegen bei Edel-Optics unsere Präsenz im Onlinesegment deutlich zu erweitern und unseren Kundinnen und Kunden ein noch breiteres Sortiment, sowie eine individuelle und kundenorientierte Beratung zu bieten", betont Familienunternehmer Carsten Bode, Geschäftsführer von "Optiker Bode".
„Die Herausforderung, Edel-Optics neu aufzustellen und auszubauen, finde ich extrem spannend. Die Synergien mit Rottler und Optiker Bode mit ihrem umfassenden Filialnetz bieten eine fantastische Plattform, um das Potenzial von Edel-Optics voll auszuschöpfen und dem Kunden einen besonderen Service zu bieten, den es in der Form auf dem Markt noch nicht gibt“, ergänzt der künftige neue Co-Geschäftsführer von "Edel-Optics", Andreas Korsus.
Die beiden Familienunternehmen "Bode" und "Rottler" arbeiten bereits seit 1978 in der Einkaufsgemeinschaft "Opticland" zusammen. Der Verbund bündelt die Marktmacht von 60 Optiker-Unternehmen mit bundesweit rd. 600 Filialen. Laut Carsten Bode ist es durchaus möglich, dass weitere Betriebe des "Opticland"-Verbundes künftig ebenfalls über die Online-Plattform "Edel-Optics" an das Online-Geschäft angebunden werden.
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Deutsche schätzen Handwerker-Portale als schnell, zuverlässig aber teuer.

Für Handwerker sind Onlineportale ein interessanter Vertriebsweg.
(Foto: Artisan, Pixabay)

Berlin, 19.03.2024: Bei knapp einem Drittel (31 %) der Deutschen stoßen auf Handwerker-Portale auf großes Interesse: Ein Zehntel (11 %) hat solche Online-Handwerksportale wie blauarbeit.de, DeineHelfer24.de oder my-hammer.de schon einmal ausprobiert. Weitere 20 % können sich vorstellen, online eine Dienstleistung zu beauftragen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 1.000 Personen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.
Besonders beliebt ist die Online-Buchung von Handwerksleistungen bei Jüngeren: Unter den 16- bis 29-Jährigen haben 38 % die Portale schon genutzt oder können es sich vorstellen, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 32 %. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 31 %, in der Altersgruppe ab 65 Jahren dagegen nur 25 %.
Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während ein Viertel (25 %) der Männer bereits Portale für Handwerksdienstleistungen genutzt hat oder sich die Nutzung künftig vorstellen kann, sind es unter Frauen 36 %.  Einige Plattformen bieten auch Privatpersonen mit handwerklichem Geschick die Möglichkeit, ihre Leistungen anzubieten – eine Option, die angesichts der Knappheit an betrieblichen Handwerkern ankommt.
Durch Online-Handwerksportale lässt sich der Kundenstamm erweitern, den Kundinnen und Kunden wiederum wird die Suche durch Online-Terminbuchung, eine große Auswahl und Preisevergleiche auf einen Blick vereinfacht“, sagt Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Bitkom. 
61 % der Nutzer sagen, die Einhaltung abgesprochener Termine erfolgte zuverlässig. Knapp die Hälfte (48 %) gibt an, schnell einen Termin bekommen zu haben und 47 % bewerten die Qualität der durchgeführten Arbeiten als gut oder sehr gut. Qualität hat aber auch seinen Preis – 61 % der Nutzer empfanden den Preis der online beauftragten Leistung als teuer. 
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Mehr als 40 % aller deutschen Firmen sind Nachzügler bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsabläufe.

Von Sonntagsreden zu digitalen Geschäftsprozesssen ist ein langer Weg.
(Foto: Michael Jarmoluk, Pixabay)

Berlin, 06.03.2024: Beim Thema Digitales Büro zeigt sich in der deutschen Wirtschaft ein gespaltenes Bild: Nur jedes zwanzigste Unternehmen (5 %) sieht sich bei der Digitalisierung seiner Geschäfts- und Verwaltungsprozesse ganz vorn mit dabei. Weitere 50 % sehen sich eher unter den Vorreitern. Demgegenüber ordnen sich 42 % als Nachzügler ein. Den Anschluss an die Digitalisierung verpasst zu haben, will niemand zugeben. Das sind Ergebnisse einer Studie, die der Digitalverbands Bitkom anlässlich der Fachkonferenz "Transform" veröffentlicht hat, die heute (06.03.24) und morgen (07.03.24) in Berlin stattfindet.
Den größten Nachholbedarf sehen kleine Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern und mittelständische mit 100 bis 499 Beschäftigten: Jeweils 43 % der kleinen und der mittleren Unternehmen sehen sich als Nachzügler bei der Digitalisierung ihrer Geschäfts- und Verwaltungsprozesse. Unter den Großunternehmen mit 500 und mehr Belegschaftsangehörigen sind es hingegen nur 28 %. Letztere sehen sich mit 66 % häufiger als Vorreiter oder Spitzenreiter als kleine oder mittlere Unternehmen mit jeweils 55 %.
Bei der Digitalisierung ihrer Geschäfts- und Verwaltungsprozesse stehen Unternehmen vor ganz individuellen Herausforderungen. Aber ob Kleingewerbe und Großkonzern – wer Prozesse digitalisiert, spart Zeit, reduziert Kosten und erhöht seine Wettbewerbsfähigkeit“, so Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. „Wir sehen in vielen Unternehmen intensive Bemühungen, die Digitalisierung voranzutreiben. 69 Prozent der Unternehmen wollen ihre Digitalinvestitionen in diesem Jahr hochfahren oder zumindest stabil halten“, nimmt IT-Branchenvertreter Ralf Wintergerst die willigen und fähigen Unternehmen in Schutz. 
Zwar haben 91 % der Unternehmen in Deutschland eine Digitalstrategie. Gleichzeitig hat aber auch knapp die Hälfte der Unternehmen (48 %) generell Probleme, die Digitalisierung zu bewältigen, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie des Bitkom zum Stand der Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft ergeben hat. Um Wissen und passende Tools rund um die Digitalisierung von Unternehmen geht es auf der B2B-Konferenz "Transform". Bis morgen geht es in der "Station Berlin" um technische Innovationen und konkrete Hilfestellungen für Unternehmen, die ihre Digitalisierung vorantreiben wollen. Das Event bietet mehr als 200 Stunden Programm auf drei Bühnen, Management Briefings und Learning-Angebote zur digitalen Transformation. 
Für die Studie wurden mehr als 600 kleinere, mittlere und große Unternehmen in Deutschland repräsentativ befragt. Eine ausführliche Meldung mit weiteren Details gibt es beim Digitalverband Bitkom.
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Budni-Drogeriemarkt-App aus Hamburg gewinnt guten 2. Platz im App-Ranking der Drogeriemärkte.

Die Budni-App schneidet im Vergleich der Drogeriemarkt-Angebote gut ab.
Foto: Budnikowski

Hamburg, 23.01.2024: Das Deutsche Institut für Service-Qualität und der Nachrichtensender "ntv" haben erstmalig den "Deutschen App-Award" verliehen. Bundesweit wurden rund 30.000 Kunden wurden befragt und 358 Apps final bewertet. Die Kunden-App der Hamburger Drogeriemarkt-Kette "Budniskowski" landet in der Kategorie Drogeriemärkte-Apps auf dem zweiten Platz und schneidet mit 78,1 Punkten „gut“ ab. Damit liegt die "Budni"-App über dem Branchenmittelwert von 77,4 Punkten. Der Abstand zum Gesamtsieger "Rossmann" aus Hannover beträgt gerade einmal 1,9 Punkte.
Im Rahmen der Befragung wurden die Teilnehmer nach ihrer Zufriedenheit mit dem Angebot und der Leistung, der Bedienungsfreundlichkeit und dem Kundenservice gefragt. Zudem gaben die Befragten ihre Weiterempfehlungsbereitschaft ab. Im Zuge der Social-Media-Analyse wurden Online-Beiträge anhand ihrer Tonalität bewertet. Mit der "Budni"-App können Kunden nach Angaben des Unternehmens dank wechselnder, attraktiver Coupons und Vorteilen bei jedem Einkauf Geld sparen. 
Mit mehr als 190 Filialen und rund 1.950 Mitarbeitern ist "Budni" vor allem im Großraum Hamburg Marktführer unter den Drogeriemarktunternehmen. "Budniskowski" gehört seit Jahren zu den beliebtesten Drogeriemärkten und den besten Arbeitgebern der Metropolregion Hamburg. Gemeinsam mit Produkt- und Vertriebspartner "EDEKA" expandiert das Unternehmen auch in andere Regionen Deutschlands. 
Größte Wettbewerber zu "Budniskowski" sind der bundesweite Marktführer "DM" aus Karlsruhe, der deutschlandweite Herausforderer "Rossmann" aus Burgwedel bei Hannover sowie der süddeutsche Marktführer "Müller" aus Ulm. Einen weitergehenden Beitrag gibt es bei den Kollegen des Kölner Fernsehsenders "NTV"
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Hannoveraner TUI-Konzern integriert Digital-Hub in Porto und setzt auf KI.

Die Tui-Zentrale in Hannover.
Foto: Tui

Hannover, 11.10.2023: Der in der niedersächsischen Landeshauptstadt beheimatete Touristik-Konzern "Tui" hat Anfang des Monats im portugiesischen Porto einen Innovations-Hub für die Entwicklung digitaler Tools eröffnet. Bis zu 150 Technologie-Experten sollen am Standort zunächst an der Weiterentwicklung der "Tui"-App arbeiten und Zahlungssysteme für das Tourismus-Geschäft fortentwickeln. Darüber hinaus spielt die Integration von künstlicher Intelligenz in die "Tui"-Plattformen eine Schlüsselrolle bei den Aktivitäten des internationalen Digital-Hubs.
Der neue Standort in Matosinhos rührt aus der Übernahme des örtlichen Digitalisierungs-Teams der Eschborner "Cocus AG". Bis zum Jahresende wird das Team auf bis zu 200 Digital-Experten augestockt. Der neue Tech-Hub ist der erste von drei geplanten Technologie-Standorten des Tourismus-Anbieters. Weitere Hubs sollen in Polen und Indien aufgebaut werden. Die agilen Hubs zur Digitalisierung ergänzen die 2.400 weltweit tätigen Mitarbeiter im Bereich IT.
"Die Teams bringen spannende Erfahrungen und vor allem viel Kreativität mit. Sie stärken damit unsere eigenen technologischen Kompetenzen. Die Entwicklung neuer digitaler Produkte und Services für unsere Kunden und gleichzeitig die Gewährleistung hoher Qualitätsstandards sind der Schlüssel für unsere Transformation",  so Sebastian Ebel, CEO der "Tui Group".
2017 starteten "Tui" und der IT-Dienstleister "Cocus" eine Partnerschaft, um ein Software Development Hub in Portugal einzurichten, in dem die digitale Transformation von "Tui" unterstützt wurde. Jetzt haben sich die Partner darauf geeinigt, die bestehende Organisation als "Digital Hub" vollständig in die "Tui"-Organisation einzugliedern.
Weitere Informationen zur Digitalisierung gibt es auf einer eigens eingerichteten Internet-Seite des Konzerns.
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Dienstleister in Deutschland bei Online-Terminen, Video-Beratung und Social Media im Hintertreffen.

Dienstleister in Deutschland digitalisieren nur zögerlich:
Bei Website + E-Mail "hui", bei Termintools + Videocalls "pfui".
Grafik: Gelbe Seiten Marketing

Frankfurt, 30.08.2023: Dienstleistungsbetriebe in Deutschland haben die Folgen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie insgesamt gut überstanden. Wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts "Innofact" im Auftrag der "Gelben Seiten" zeigt, sagen 38 % der Unternehmen, ihr Umsatz sei nach Aufhebung der Beschränkungen höher als während der Pandemie. Allerdings sagten 23 % der befragten Betriebe, ihr Umsatz sei heute geringer als während der Pandemie. Für die Studie wurden insgesamt gut 400 Betriebe aus den Branchen Friseure, Garten- und Landschaftsbau, Rechtsanwälte, Handwerker und Ärzte befragt.
Die Corona-Zeit hat dafür gesorgt, dass Unternehmen neue, digitale Tools eingeführt haben, weil sie die Notwendigkeit der Online-Unterstützung erkannt haben, zum Beispiel, um mit ihren Kunden in Kontakt zu kommen. Einige wurden erst nach Aufhebung der Beschränkungen umgesetzt. So gaben 14 % der Befragten an, seit dem Ende der Corona-Beschränkungen eine Online-Terminvereinbarung etabliert zu haben, zwölf Prozent bieten seitdem eine digitale Beratung an, zum Beispiel per Video-Chat. Auch Online-Kontaktangebote mithilfe von Chats (11 %), per Mail (10 %) und Webshops (9 %) wurden bei den Dienstleistern eingeführt.
Während einige Möglichkeiten von Unternehmen im Netz intensiv genutzt werden, gibt es bei anderen Tools noch Verbesserungspotenzial. So sind zwar 82 % der Betriebe mit einer eigenen Website im Internet vertreten und 76 % bieten eine Kontaktaufnahme via E-Mail an. Bei Online-Terminbuchungen geben allerdings nur 44 % an, damit bereits zu arbeiten. Eine digitale Beratung über Teams, Zoom & Co. bieten sogar nur 35 % der Unternehmen und damit lediglich rd. 1/3 an.
Nach wie vor sind laut aktueller Studie ein Drittel der Betriebe nicht auf sozialen Kanälen aktiv. Im vergangenen Jahr gaben noch 42 % an, soziale Medien für das eigene Unternehmen zu meiden. Am stärksten präsent sind Betriebe demnach auf Facebook (86 %), Instagram folgt mit deutlichem Abstand (61 %). Die übrigen Plattformen werden weniger eingesetzt. So sind auf YouTube nur 32 % der im Netz aktiven Betriebe präsent, dahinter folgen Twitter (27 %), Xing (26 %), LinkedIn (26 %) und TikTok (15 %).
Heute sei nicht mehr die Frage, ob man das Unternehmen im Netz und auf sozialen Kanälen präsentiere, sondern nur noch, in welcher Form und Intensität man das tue, hebt Dirk Schulte, Geschäftsführer der "Gelbe Seiten Marketing" in Frankfurt am Main hervor. Allerdings seien kleinere und mittelständische Betriebe häufig mit der Frage überfordert, wie sie soziale Medien als Informations-, Kundengewinnungs- und Kundenbindungsplattformen nutzen sollen. Dirk Schulte rät, sich dafür professionelle Unterstützung zur Seite zu holen.

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Hamburger Spezial-Spedition forciert firmenübergreifenden Datenaustausch für seine Logistik.

Der Hamburger Familienbetrieb Hoyer setzt auf Datenaustausch.
(Foto: Hoyer Group)
 
Hamburg, 28.07.2023: Der Hamburger Bulk-Spediteur "Hoyer" nutzt den firmenübergreifenden Daten-Austausch-Hub "K4.0" des gemeinsamen Logistik-Konsortiums "DXI" aus Frankfurt am Main. Darüber tauscht der Hamburger Spezial-Spediteur zunächst automatisiert Logistik-Daten mit dem Bahn-Terminal-Betreiber "Hupac" aus. Nach einer Testphase ist der Datenaustausch der beiden Logistiker bereits im Regelbetrieb.
"Hupac" stellt über den KV4.0 Data Hub Fahrplan-, Zuglauf- und Buchungsdaten für andere Nutzer zur Verfügung und erweitert die bereitgestellten Informationen kontinuierlich. Auch Terminals, Eisenbahnverkehrs- und andere Unternehmen haben in den letzten Wochen damit begonnen, ihre Verkehrsdaten über "DXI" bereitzustellen und können diese so künftig mit autorisierten Dritten einfacher teilen. 
„Die Nutzung des Dienstes DXI KV4.0 Data Hub ist ungefähr vergleichbar mit der Verwendung eines Navigationsgerätes im LKW. Je mehr Informationen wir von Hupac und anderen Partnern über die Plattform zukünftig erhalten werden, umso genauer werden wir unsere Anlieferinformationen für unsere Kunden kalkulieren können“, erklärt Stephan Pfeiffer, Head of Application Development & Deployment der "Hoyer Group".
Hoyer ist seit 1946 als unabhängiges Familienunternehmen einer der führenden Bulk-Logistiker weltweit und verfügt als Spezialist über ein umfassendes Know-how in komplexen Logistik-Dienstleistungen. In der europäischen und weltweiten Bulk-Logistik werden Lösungen insbesondere für die Branchen Chemie, Lebensmittel, Gas und Mineralöl angeboten. 

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Chinesischer Handelsriese Alibaba greift nach Hamburger Beschaffungsplattformen.
Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba holt sich Visable aus Hamburg.
Foto. Alibaba Group

Hamburg, 24.07.2923: Der chinesische Handels-Konzern "Alibaba" will den Hamburger Online-Marketing-Anbieter "Visable" mit den führenden B2B-Beschaffungsplattformenen "Wer-liefert-was" (Deutschland) und "Europages (Frankreich) übernehmen. Das sieht eine Vereinbarung der "Alibaba Group" aus Hangzhou mit dem Hamburger B2B-Portalanbieter vor, so eine Meldung des Bundeskartellamts.
"Alibaba" - mit "Alibaba.com" ein weltweit agierender B2B-Anbieter - will sämtliche Anteile von "Visable" inkl. Geschäftsführung übernehmen. Damit kann der in Deutschland vor allem durch seinen Privatkunden-Marktplatz "Aliexpress" bekannte Handelsriese sein B2B-Geschäft in Deutschland und Europa ausbauen. Die "Visable"-Plattform bieten vor allem kleinen und mittleren Unternehmen einen internationalen Zugang zu Produkten.
Allein auf "Wer-liefert-was" sind 570.000 Unternehmen mit ihren Produkten für Gewerbekunden präsent. Pro Monat sollen bei "WLW" allein rd. 6 Millionen Besucher pro Monat nach Produkten suchen. Damit ist die in Hamburg entwickelte Plattform eine führende Handelsplattform in der DACH-Region. Im vergangenen Jahr erzielte die Holding "Visable" in Ergebnis von rd. 68 Mio. €.
Laut Experten-Schätzungen dürften die über "WLW" und "Europages" gehandelten Volumina jährlich im Milliarden-Euro-Bereich liegen. Laut "Visable" soll mit der Übernahme die Marktposition der beiden Plattformen europaweit weiter ausgebaut werden. Zudem sollen neue Produkte und Services durch die "Alibaba E-Commerce Group" gelauncht werden.
"Alibaba" betreibt in Europa zahlreiche Plattformen oder beteiligt sich an diesen. Dazu gehören die eine Auktionsplattform "Tmall" in Spanien, "Trendyol" in der Türkei und die zu "Lazada" gehörende Modeplattform "Miravia" in Spanien. Mit seinen Online-Marktplätzen, dem Logistiker "Cainaio" und seinem Cloud-Geschäft fokussiert sich "Alibaba" zunehmend auf Europa.

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OHB Bremen ist Schlüsselpartner für Heinrich-Hertz-Weltraummission.

OHB aus Bremen hat maßgeblich am Heinrich-Hertz-Satelliten gearbeitet.
Foto: OHB, Stefan Gerding

Bremen, 21.06.2023: "OHB Digital Connect", ein Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrtkonzerns "OHB" hat mit der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) einen Vertrag für den Betrieb der Heinrich-Hertz-Mission unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beträgt 28,7 Mio. €.
Der 3.450-Kilogramm-Satellit der Heinrich-Hertz-Mission, die von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR betrieben wird, ist bereit für die Reise ins Weltall, wo er in rund 36.000 Kilometern Höhe den Dienst aufnehmen wird. Der Start erfolgt vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana.
"OHB" übernimmt in der Heinrich-Hertz-Mission die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und den Bau des Satelliten sowie die Beschaffung und Koordination des Startsegments. Zudem verantwortet der Bremer Konzern den Aufbau des Bodensegments im Kontrollzentrum in Bonn mit der Kontrollsoftware und den Servern. Auch die fünf Antennenstationen für den Betrieb des Systems kommen von "OHB".
Ziel der Mission ist es, neue Technologien für die Satellitenkommunikation auf ihre Weltraumtauglichkeit zu testen. Darüber hinaus dient die Mission als Zuhause für Experimente zur Kommunikations-, Antennen- und Satellitentechnik, die von verschiedenen Instituten und Unternehmen in Deutschland entwickelt und gebaut wurden. Zudem wird der Satellit als Relaisstation für kleinere erdumlaufende Satelliten dienen.
"Nach der Separation des Satelliten von der Rakete werden wir über unser Antennennetzwerk im Kontrollzentrum in Bonn die ersten Signale empfangen und anschließend den Satelliten in seine geostationäre Position bringen, wo er dann seinen Job aufnehmen wird", sagt Alan Moorhouse, Mission Director bei "OHB Digital Connect".
Der Start der Ariane-5-Trägerrakete, der für den 16. Juni d. J. geplant war, ist zugleich verschoben worden. Nach Angaben von "Arianespace" befinden sich die Trägerrakete und ihre Satelliten, "Heinrich-Hertz" und "SYRACUSE 4B" sicher in der Endmontage.
Die gesamte Meldung ist u. a. auf der Presseseite von "OHB" nachzulesen.

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Fielmann expandiert mit Zukäufen und einer Online-Plattform in den amerikanischen Markt.

Die US-Brillen-Plattform "Befitting" gehört jetzt zu Fielmann aus Hamburg.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg, 12.06.2023: Die Fielmann-Gruppe hat bekannt gegeben, dass sie in den US-amerikanischen Markt expandiert. Zwei Akquisitionen bilden einen für die Aktiengesellschaft wichtigen Meilenstein ihrer "Vision 2025", in deren Rahmen "Fielmann" sein Geschäftsmodell fortwährend digitalisieren und internationalisieren will. So hat das in Hamburg beheimatete Unternehmen eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 Prozent der Anteile an der "Eyevious Style, Inc.", getroffen. "Eyevious" steht hinter der E-Commerce-Plattform "Befitting.com", die den Online-Brillenkauf so einfach wie möglich machen will.
Marc Fielmann, Vorstandsvorsitzender der "Fielmann-Gruppe", erklärte: „Das Ziel von Fielmann ist es, allen Menschen zu helfen, die Schönheit der Welt zu hören und zu sehen. Mit der Übernahme von SVS Vision und Befitting folgen wir unserer Vision 2025, im Rahmen derer wir unser Familienunternehmen digitalisieren und internationalisieren. Dies ist der erste Schritt eines langfristigen Plans, mit dem wir neu definieren, was Kunden im weltgrößten augenoptischen Markt erwarten dürfen.
Der Wert von "Befitting" wird auf rd. 35 Mio. € beziffert. Dazu gehört auch eine KI-basierte, virtuelle Brillenanprobe per Smartphone-App. Der Wert der ebenfalls übernommenen Optiker-Kette "SVS Vision" wird auf rd. 105 Mio. € taxiert. Die Kette betreibt aktuell 80 Filialen in neun Bundesstaaten der USA und ist u. a. auf die Zusammenarbeit mit Brillenversicherungen spezialisiert.
Lukas Rücker, CEO bei "Fielmann USA, Inc.": „SVS Vision ist bekannt für besonders freundlichen Service, großartige Mitarbeiter und langjährige Branchenerfahrung. Befitting verstärkt SVS mit einer digitalen Plattform und herausragender Technologie-Expertise. Als Teil der Fielmann-Gruppe erschaffen wir so eine Omnichannel-Plattform, mit der wir die Augenoptik in den USA zum Vorteil der Kunden gestalten werden.
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EDEKA unterstützt mit IT-Tochter das Studium von digitalen Innovationen an der Uni Hamburg.


Die EDEKA-Zentrale in der City-Nord von Hamburg.
Foto: Ajepbah, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Hamburg, 09.05.2023: Die "EDEKA"-Zentrale unterstützt künftig das Angebot in Forschung und Lehre der Universität Hamburg an der Fakultät für Betriebswirtschaft. Zusammen mit der Professur "Information Systems and Digital Innovation" ermöglicht Deutschlands größter Verbund von Lebensmittelhändlern gemeinsam mit der IT-Tochter "EDEKA Digital" vor allem Schwerpunkte rund um digitale Innovationen in Handel und Einkauf. 
In den vergangenen Jahren haben "EDEKA Digital" und die Universität Hamburg die Zusammenarbeit durch Gastvorlesungen erprobt. Das Feedback war positiv: Das Kennenlernen digitaler Innovationen in der Praxis wird ab dem kommenden Sommersemester fest integriert und damit zum festen Bestandteil des Studienangebots.
Ergänzt wird das Lehrangebot mit einer gemeinsamen Innovation Challenge, Gastvorlesungen sowie der Erweiterung der Betreuungsmöglichkeiten von Abschluss- und Projektarbeiten der BWL-Studenten an der größten Hamburger Universität. Besonders qualifizierte Studierende und Post-/Doktoranden erhalten so zusätzliche Fördermöglichkeiten.
"EDEKA Digital" reagiert nach eigenen Worten mit der Förderung junger Talente unter anderem auf den Fachkräftemangel in der IT-Branche. Durch den Mix von Theorie und Praxis sollen die Fokusthemen digitale Geschäftsmodelle, digitale Innovation und die Transformation in großen Organisationen und die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen erlebbar gemacht. 
Als IT-Tochtergesellschaft der "EDEKA"-Zentrale übernimmt die "EDEKA Digital" die Aufgabe, die Geschäftsprozesse des mittelständisch und genossenschaftlich geprägten EDEKA-Verbunds über das erfolgreiche Zusammenspiel der dreier Stufen a) selbstständiger Einzelhandel, b) regionaler Großhandel und c) die "EDEKA"-Zentrale zu verzahnen. 
Mit mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Hamburg, Mannheim, Berlin und Cluj (Rumänien) vereint das Team IT-Kompetenz und branchenspezifisches Handelswissen.
Den Fachbereich der Universität Hamburg kann hier gefunden werden. 

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Eco-Verband und Bitkom widersprechen sich bei Digitalisierung der deutschen Industrie.

Anzug und Trolley reichen nicht für ein digitalisiertes Unternehmen.
Foto: Deutsche Messe

Köln/Berlin, 18.04.2023: Die deutsche Industrie ist bei der Digitalisierung Ihres Geschäfts im Vergleich zu anderen Ländern eher schlecht aufgestellt. Das sagen rd. 84 % von 250 IT-Experten deutscher Firmen, befragt vom Berliner Online-Meinungsforschungsinstitut "Civey" im Auftrag des Internet-Branchenverbandes Eco e. V. Anlass ist die in dieser Woche in Hannover stattfindende "Hannover Messe".
Lediglich 3,9 % sehen die deutsche Industrie im internationalen Vergleich digital besser aufgestellt, 10,9 % antworten mit "teils/teils". Als größte Herausforderungen für die Digitalisierung der deutschen Industrie nennen die Experten bürokratische Hürden (55,2 %), fehlendes Know-how (53,2 %) und Datenschutz-Anforderungen (48,2 %). Auch der Fachkräftemangel spielt für 48,2 % eine bedeutende Rolle.
Die deutsche Industrie droht in Sachen Digitalisierung international den Anschluss zu verlieren“, sagt Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender des Eco-Verbands. „Wir brauchen jetzt den Mut, auf Datenökosysteme wie Gaia-X zu setzen, die einen souveränen und sicheren Austausch von Daten unter allen beteiligten Akteuren ermöglichen.
Die Zahlen des Eco-Verbandes stehen im direkten Widerspruch zu einer aktuellen Erhebung des Digitalverbandes Bitkom anlässlich der "Hannover Messe". Danach sieht sich jedes zweite Industrieunternehmen (48 %) bei digitalen Innovationen im internationalen Vergleich an der Spitze oder als Vorreiter. 29 % verorten sie im Mittelfeld, lediglich 19 % glauben, unter den Nachzüglern oder bereits abgeschlagen zu sein.
Die Zahlen wurden von "Bitkom Research" unter 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch erhoben. Dabei wurden 163 Industrieunternehmen befragt, wie sie die deutsche Industrie im weltweiten Vergleich bei digitalen Innovationen sehen. 
Digitalisierung und Produktion gehören zusammen, Digitalbranche und Industrie rücken näher zusammen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg anlässlich der Hannoveraner Industriemesse: „Mit Catena-X hat die Automobilbranche gezeigt, dass Deutschland bei der digitalen Transformation der Wirtschaft eine Führungsrolle einnehmen kann."
Der Branchenvertreter weiter: "Die Vernetzung und Automatisierung von ganzen Wertschöpfungsketten muss nun nicht nur über Unternehmensgrenzen hinweg, sondern auf den gesamten industriellen Sektor ausgedehnt werden – der Startschuss für die Umsetzung der Initiative Manufacturing-X auf der Hannover Messe ist deshalb ein wichtiger Schritt.“
Eine ausführliche Meldung des Eco-Verbandes zur Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft ist auf der Presseseite des Verbandes zu finden. Die Meldung des Bitkom ist hier nachzulesen.
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Deutsche Unternehmen bei Kooperationen mit Startups besonders schwach.

Machen statt nur reden. In Deutschland immer noch ein Problem.
(Foto: Slon Pics, Pixabay)

Hamburg, 05.04.2023: Kooperationen mit Startups sind in Europa die Regel und nicht mehr nur die Ausnahme. 72 Prozent der vom Marktforschungsinstitut "Ipsos" befragten Unternehmen führen heute Projekte mit jungen Firmen durch. Zwei Drittel stufen die Zusammenarbeit als strategisch wichtig bis entscheidend ein.

Unternehmen in Deutschland zeigen sich unerwartet zurückhaltend in Bezug auf Open Innovation; ein Paradoxon, wenn man bedenkt, dass Berlin als europäische Startup-Hauptstadt gilt. In einigen Branchen in Deutschland ist darüber hinaus ein Kulturwandel und eine wachsende Bereitschaft für Open Innovation zu beobachten. Im Public Sector findet beispielsweise gerade eine signifikante Öffnung in Richtung Zusammenarbeit mit jungen Firmen statt. 

So die zentralen Ergebnisse des "Open Innovation Report 2023" der in Hamburg beheimateten Technologieberatung "Sopra Steria":

  • 57 Prozent – das ist der niedrigste Wert im Vergleich zu den neun weiteren Ländern – haben bereits mit Startups zusammengearbeitet.
  • 13,8 Prozent – zweithöchster Wert der Studie – stufen Kooperationen als unwichtig ein.
  • 48 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland erreichten ihre Ziele bei Startup-Kooperationen nur bei der Hälfte der durchgeführten Projekte.
  • 59 Prozent wollen in den kommenden 18 Monaten eine Zusammenarbeit in Angriff nehmen, 27 Prozent haben keine Pläne.
  • Zum Vergleich: In Italien wollen 92 Prozent der Unternehmen in weitere Open-Innovation-Vorhaben investieren, nur zwei Prozent nicht.

„Unternehmen spüren angesichts der wirtschaftlichen Eintrübung den wachsenden Innovationsdruck. Es reicht nicht mehr, sich nur über Preis und Effizienz abzuheben. Als Folge verändern sie ihre F&E-Strategien in Richtung mehr Start-up-Kooperationen. Die Ziele lauten Risikominimierung, verkürzte Markteinführung und Optimierung der Geschäftsprozesse“, sagt Martin Weisath, Head of Sopra Steria Next in Deutschland.

Open Innovation, bei der Unternehmen z. B. mit Startups zusammenarbeiten, um neue Lösungen für ihr Geschäft zu finden, entwickelt sich zur Standardstrategie. Treiber sind neue Arbeitsgewohnheiten, die sich während der Pandemie durchgesetzt haben, sowie die weltweite Konjunkturabschwächung. Beides verändert die Geschäftsrealität und damit die Art und Weise, wie Unternehmen Innovationen vorantreiben und neue Geschäftsmodelle identifizieren.

Der "Open Innovation Report" wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut "Ipsos" und Wissenschaftlern der französischen Business School INSEAD aus Fontainnbleau erstellt. Für die Studie wurden 1.648 Unternehmen und Startups in zehn europäischen Ländern befragt.

Weitere Informationen zum Innovations-Report gibt es auf den Seiten von "Sopra Steria"

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Hamburger Bildungsexperte veröffentlicht Praxisleitfaden für exponentielle Innovationen wie ChatGPT.

Uve Samuels lädt ein, mit dem Playbook ins Tun kommen.
Foto: HANSEVALLEY

Berlin: Der Gründer des "Exponential Innovation Instituts" Hamburg und frühere Geschäftsführer der Hamburger Wirtschaftshochschule "HSBA" hat am Montag der Woche beim Stifterverband in Berlin sein neues Buch vorgestellt. Das Playbook für Expontielle Innovation bietet auf mehr als 200 Seiten Checklisten, Praxisleitfäden und eine Toolbox, um mit etablierten und jungen Unternehmen in exponentielles Wachstum kommen zu können. Nach seinem Grundlagenwerk zum Thema aus 2019 will der langjährige Bildungsexperte ermutigen, die zentrale Methode des wirtschaftlichen Erfolgs im digitalen 21. Jahrhunderts selbst praktisch auszuprobieren.
Für das neue Buch hat der Wahl-Hamburger mehr als 100 Transformationsprojekte, rd. 100 Tech-Startups und 1.000 Entrepreneure begleitet und analysiert. Das Ergebnis ist für den Partner des "AI Startup Hubs" in Hamburg eine Chance, aus der Diskussion ins eigene Tun zu kommen. Uve Samuels erklärte am Montag am Pariser Platz: "Wir können in Europa vorn mit dabei sein, und nicht mehr nur hinterherlaufen." Das Playbook biete dazu eine Chance und sei - wie ChatGPT - noch in der Betaphase.
Eine exponentielle Innovation, wie sie aktuell mit dem weltweiten Hype um das KI-Sprachmodell Millionen von Nutzern fasziniert, basiert auf fünf Prinzipien, die in dem Playbook vorgestellt werden: 1. "Purpose" bzw. die Grundeinstellung von Unternehmen, 2. agile Methoden zur schnellen Umsetzung, 3. die Nutzung disruptiver Technologien wie z. B. KI-Modelle, 4. Open Innovation durch Zusammenarbeit verschiedener Partner sowie der unternehmerische Grundgedanke des Entrepreneurships.
Der Generalsekretär und Vorsitzender der Geschäftsführung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Volker Meyer-Guckel, hob die besondere Leistung Samuels hervor: "Mit dem Exponential Innovation Playbook forciert er die Einführung expnentiellen Denkens und Handelns als Teil dwer Ausbildung an den Hochschulen und in der Qualifiziertung von Managern." Der langjährige Wissenschaftsexperte fordert neue Anforderungen für die Zukunft Deutschlands.
Samuels untersuchte für sein Buch die Innovationsbereitschaft und -fähigkeit Deutschlands - mit dem Fazit, dass die Deutsche Gesellschaft den Blick für neue Chancen verloren habe und den Status quo unbedingt bewahren wolle. Samuels fordert eine "Revolution der Bildung" und eine positive Einstellung gegenüber lebenslangem Lernen sowie der Notwendigkeit, sich kontinuierlich weiterzubilden.
In einer Live-Demo präsentierte Uve Samuels zudem ein mit Partnern entwickeltes KI-Modell, das mit öffentlich verfügbaren Daten aus Suchmaschinen, Presse- und Finanzportalen sowie Unternehmensseiten die Innovationsfähigkeit von Unternehmen gemäß der fünf Prinzipien des exponentiellen Wachstums messen und bewerten kann. In einem ersten Test wurden so die Parameter für ein Startups erhoben.
Das KI-Modell kann unter anderem dazu dienen, etablierten Unternehmen eigene Schwächen mathematisch berechnet aufzuzeigen, um aus dem Innovationsdilemma zu kommen und mit den exponentiellen Prinzipien neues Wachstum zu schaffen.
Das Playbook ist für 27,90 € hier online verfügbar.
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Digitalisierungspreis "Best of Digitales.SH" lädt Projektpartner aus dem ganzen Norden zur Teilnahme ein.
Die glücklichen Preisträger 2022 des Landespreises "Best of Digitales.SH"
Foto: Heiko Landkammer
Kiel, 16.03.2023: Zum sechsten Mal verleiht die Landesregierung in Kiel den Preis "Best of Digitales.SH" für herausragende Projekte und Vorhaben im Bereich der Digitalisierung. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter gab jetzt den Startschuss für das Bewerbungsverfahren. Der Preis ist mit insgesamt 50.000,- € dotiert und wird im September d. J. in Flensburg überreicht.
Eine Jury aus Vertretern der Landesregierung sowie von externen Institutionen und Verbänden entscheidet über die Prämierung der besten Projekte. Ausgezeichnet werden die drei Erstplatzierten, der 1. Platz mit 25.000,- Euro, der 2. Platz mit 15.000,- € und der 3. Platz mit 10.000,- €. Ausgezeichnet werden erstmals auch Organisationen aus anderen Bundesländern, die aber einen direkten Bezug zu Projekten in Schleswig-Holstein haben.
Wichtig dabei ist der Vorbildcharakter: Die Projekte sollen ein besonders herausragendes Beispiel für Digitalisierung in Schleswig-Holstein sein. Bewerben dürfen sich sowohl private als auch öffentliche Institutionen mit Ihren Digitalisierungsprojekten im Norden. Öffentliche Einrichtungen müssen dabei nachweisen, mit einem privaten Partner zusammengearbeitet zu haben. Reine Behördenprojekte sind nicht zugelassen.
"Mit dem Digitalisierungspreis soll das große Engagement und der Innovationsgeist sämtlicher Akteure gewürdigt werden, die einen Beitrag zum digitalen Schleswig-Holstein leisten", sagte der CDU-Minister. Digitalisierung sei eine Gemeinschaftsaufgabe. "Es gibt so viele kreative Köpfe und Start-ups bei uns im Land, die mit viel Begeisterung und Elan neue und innovative digitale Ideen und Projekte entwickeln. Mit dem Digitalisierungspreis wollen wir ein Stück dazu beitragen, sie zu unterstützen und noch bekannter zu machen", so Schrödter.
Die Preisverleihung findet am 27. September 2023 im Rahmen der Veranstaltung "Flensburg digitalisiert" in der größten Stadt Schleswigs statt. Der Digitalisierungspreis wird seit 2018 jährlich unter Schirmherrschaft des jeweiligen zuständigen Ministeriums für Digitalisierung verliehen.
Einsendeschluss ist in diesem Jagr der 6. Juni 2023. Weitere Informationen zu den Unterlagen und Bewertungskriterien gibt es unter https://digitales.sh/digitalisierungspreis
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Hamburger Schuhdynastie Görtz nach Konkurs an Münchener Investor verkauft.

Die Zentrale des Schuhhändlers Görtz in der Hamburger Altstadt.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 13.03.2023: Der ins Straucheln geratene Schuhhändler "Görtz" wird komplett an die Münchener Investoren Leonie und Burkhard von Wangenheim verkauft. Die Gründerfamilie verlässt das 1875 vom Schuhmachermeister Johann Ludwig Görtz im Hamburger Stadtteil Barmbek begründete Handelsunternehmen. Neuer alleiniger Eigentümer ist die Münchener Investmentgesellschaft "Fürderhin" der Unternehmerfamilie von Wangenheim.
Die gebürtige Hamburgerin Leonie von Wangenheim ist mit der Übernahme auch Geschäftsführerin der "Görtz"-Gruppe. Ehemann Burckhard von Wangenheim ist Partner beim Görtz-Gesellschafter "Afinum Management GmbH". Zudem war er bereits zeitweise Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von "Görtz".
Mit Eröffnung der Insolvenz von "Görtz" hatte das Unternehmen im September '22 mitgeteilt, den Betrieb in Eigenregie sanieren zu wollen, dabei allerdings die Anzahl der Filialen auf 80 zu halbieren. Zugleich wurde Mitte Februar dieses Jahres ein neuer Gesellschafter angekündigt, aber noch keine Übernahme durch die Familie von Wangenheim verkündet.
2021 versuchte das bisherige Familienunternehmen durch eine staatliche Finanzspritze des Wirtschaftsstabilisierungsfonds über 28 Mio. € das mit der Corona-Pandemie um über 20 % eingebrochene Geschäft und damit fällige Rechnungen der Ladenvermieter und Lieferanten zu sichern. Das Geschäftsjahr wurde mit über 36 Mio. € Verlust abgeschlossen. Außerdem wurden nach eigenen Angaben rd. 3 Mio. € aus Immobilienvermögen in den Aufbau eines Online-Marktplatzes investiert und die Digitalisierung der Logistik forciert (HANSEVALLEY berichtete).
Die "Ludwig Görtz GmbH" und ihre Schwestergesellschaften für Handel und Logistik mit Sitz im Barkhof an der Hamburger Spittalerstraße haben in Spitzenzeiten deutschlandweit rd. 160 Filialen betrieben, mehr als 220 Mio. € Umsatz erwirtschaftet und beschäftigten rd. 1.800 Mitarbeiter. Die Belegschaft wurde in den vergangenen Monaten auf rd. 1.300 verringert. Bis einschl. November '23 schießt das Arbeitsamt im Rahmen der Insolvenz die Löhne für die verbleibende Belegschaft vor.
Der neue Eigentümer - die Münchener Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft "Fürderhin" - war in den Jahren 2014 bis 2020 bereits mit 40 % über die Vermögensholding "Afinum" beteiligt, zog sich im Herbst 2020 jedoch zurück. "Afinum Management" beteiligt sich über eigene Fonds u. a. an zahlreichen Plattform-Geschäftsmodellen und ist nach eigenen Angaben seit 2001 über 50 Beteiligungen eingegangen.
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Veranstalter der Waterkant-Classics eröffnen hybriden Golfclub in Hamburg.

Sie wollen Golf für Jüngere und Berufstätige attraktiv machen.
Foto: GGGC

Hamburg, 16.02.2023: Im Hamburger Stadtteil Winterhude hat der erste hybride Golf-Club Hamburgs seine Tore geöffnet. An der Jarrestraße unweit des Stadtparks haben die drei Hamburger Golfturnier-Veranstalter Ruben Kienast, Tareg Thomsen und Felix Tornow zusammen mit ihrem Partner Stefan Hoffmann ein eigenes Club-Haus mit einem Trackman-Golfsimulator eingerichtet. Mit ihrem "Green Grid Golf Club" wollen die vier Organisatoren vor allem jüngere Golf-Interessenten ansprechen, die keine Zeit oder kein Interesse an einem traditionellen Golfclub haben.
Für Mit-Initiator Ruben Kienast geht es darum, jungen Sport-Fans die Chance zu geben, dank digitaler Trainingsanlage, Online-Cluborganisation und einem gemeinsamen Clubleben inkl. Clubhaus mit Bar und Lounge eine neue Form von Golf-Mitgliedschaft zu bieten. Unter dem Titel "Reniew the game" sollen die Hemmschwellen für den Golf-Sport abgebaut werden und jüngere, zeit- und kostenbewusste Mitglieder gewonnen werden. In klassischen Golfclubs ist das Durchschnittsalter der Mitglieder oft über 50 oder 60 Jahren.
Seit dem Start Anfang Februar d. J. konnten die Golfer bereits 50 Mitglieder für sich gewinnen - 90 % davon unter 40. Damit ist der "GGGC" einer der jüngsten Golfclubs in Deutschland. Mit einer Clubhaus- und einer Spielermitgliedschaft bieten die Gründer eine Alternative für 468,- € bzw. 219,- € im Jahr. Mitgliedschaften in traditionellen Golfclubs kosten rd. 1.000,- bis 1.600,- €/Jahr. Dabei können viele jüngere Golfer auf Grund von Beruf, Familie und kleinen Kindern bestenfalls 4-5x im Jahr auf den Platz fahren und sind dann bis zu einer Stunde zum Club unterwegs.
Im hybriden Golfclub haben sie die Möglichkeit, nicht nur bei schlechtem Wetter bis zu sechs Stunden pro Monat am hauseigenen Simulator (mit der Clubhaus-Mitgliedschaft), als auch in einem klassischen Club z. B. in Hamburg und der Umgebung zu spielen. Möglich macht dies eine Spieler-Mitgliedschaft in Zusammenarbeit mit dem Brandenburger Golf-Club in Bad Sarrow südöstlich von Berlin.
In dieser Woche haben die Organisatoren mit "Green Grid Invitational" ihr erstes digitales Mitglieder-Turnier am Simulator gestartet. Künftig sollen die Mitglieder an bis zu acht digitalen und analogen Turnieren im Jahr teilnehmen können - und dies ebenfalls zu attraktiven Konditionen. Das nächste digitale Turnier ist bereits für den Herbst geplant. Sie selbst richten seit 11 Jahren die "Waterkant Classics" aus.
Neben gemeinsamen Turnieren im Simulator und vor Ort bauen die Veranstalter in diesen Wochen ein breit gefächertes Clubprogramm auf. Dazu gehören gemeinsame Streaming-Abende vor der Großbild-Leinwand, Workshops für die eigene Golf-Strategie und ein Verkostungsabend mit Sponsor "Tastillery". Das alles wird dank Unterstützung von Sponsoren ebenfalls für kleines Geld angeboten.
Auch Gäste sind im neuen hybriden Golfclub in Winterhude herzlich willkommen. Mitglieder können Freunde für gerade einmal 10,- €/Std. zum digitalen Golfen auf einem der vielen wählbaren virtuellen Plätze ins Clubhaus einladen. Für dieses Jahr sind alle Club-Mitgliedschaften allerdings bereits vergeben. Daher gibt es bereits eine Warteliste für das kommende Jahr.
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des hybriden Golfclubs
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Hamburger Tankspedition führt digitales Emissions-Controlling ein.

Die Tankspedition Martens geht in nachhaltige Transporte.
Foto: John. Martens

Hamburg, 13.02.2023: Das hanseatische Speditionsunternehmen "Johs. Martens" führt die Hamburger CO2-Datenplattform "Shipzero" ein. Über das Tool für Emissions-Controlling wird die Datengrundlage für zukünftige partnerschaftliche Projekte zur Dekarbonisierung generiert. Gemeinsam mit Kunden aus der Mineralöl- und Gasindustrie will "Martens" den Klimaschutz in der Transportlogistik vorantreiben.
Die große Herausforderung für "Johs. Martens" bestand bisher darin, Emissionsdaten, die im Rahmen logistischer Prozesse und Abläufe generiert werden - z. B. im Transportmanagement, der Disposition oder durch die Telematik - zusammenzuführen und auszuwerten. Dies löst die Spedition nun über die Datenplattform "Shipzero", die die CO2-Emissionen aller Transportaufträge sendungsgenau ermittelt.
Shipzero ermöglicht uns auf Knopfdruck eine präzise Auswertung der CO2-Emissionen pro Kunde und pro Sendungsabschnitt“, so Marcus Ulrich, Geschäftsführer von "Johs. Martens". „So können wir den Effekt unserer Maßnahmen gezielt quantifizieren und zukünftig gemeinsam mit unseren Kunden Konzepte entwickeln, die noch effizienter und außerdem klimaneutral sind.“
Als hoch spezialisierter Transportdienstleister für die Mineralöl- und Gasindustrie beliefert "Johs. Martens" europaweit Großunternehmen, Tankstellen und Flughäfen. Die Spedition transportierte bereits bisher als eine der ersten Sustainable Aviation Fuels (SAF) in eigenen Tankaufliegern und per Tankcontainer sowie emissionsärmere Kraftstoffe wie HVO100, Care Diesel und Flüssiggas (LNG).
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Visable bietet B2B-Einkaufs-App für Europages- und Wlw-Nutzer.

Auch im B2B wird zunehmend mit Mobile Apps gearbeitet.
Foto: Visable

Hamburg, 30.11.2022: Als Anbieter von Europas führenden B2B-Plattformen bietet "Visable" seinen Kunden ab sofort eine eigene App zum Generieren von Lieferaufträgen. Die "Visable"-App integriert die Plattformen "Europages" und "Wlw" und ermöglicht, Einkäuferanfragen einfach und schnell von unterwegs zu managen.

Die "Visable"-Plattformen "Europages" und "Wlw" haben zusammen rd. 3 Millionen gelistete Unternehmen und erreichen jeden Monat mehr als 3,6 Millionen B2B-Einkäufer. Nutzer der beiden Plattformen profitieren in der App vom vollen Umfang des jeweiligen Desktop-Pendants. Ein integriertes Message-Center sendet Push-Benachrichtigungen, so dass keine Einkäuferanfrage unbemerkt bleibt. 

 „Der Use Case für unsere Plattformen wird immer mobiler, sowohl auf der Einkäufer- als auch auf der Anbieterseite“, sagt Daniel Keller, CTO von "Visable". „Die Möglichkeit, Anfragen per Smartphone oder Tablet zu verwalten und zu beantworten, sorgt für eine höhere Flexibilität bei der Geschäftsanbahnung und hilft dabei, die Interaktion mit wertvollen Geschäftskontakten zu erhöhen."

Reporting-Möglichkeiten und ein integrierter "Visitor Profiler" bieten Einblicke in die Zielgruppe. So können Nutzer mit einem kostenpflichtigen Eintrag einfach und in Echtzeit einsehen, welche Unternehmen ihr Profil besucht haben. Darüber hinaus können Kunden, die einen Service für Website-Leads gebucht haben, auch Daten von Unternehmen sehen, die die Website ihres Unternehmens besucht haben. 

Auf "Visable" gibt es einen Service-Beitrag, wie Unternehmen Mobile Apps für ihren B2B-Vertrieb einsetzen können.

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Körber kümmert sich bei Baur um den Versand von About You-Paketen.

Mit Hilfe von Körber verschickt About You künftig Jugendklamotten aus Altenkunstadt.
Foto: Baur Hermes Fulfillment

Hamburg, 28.11.2022 *Update*: Der Industrie- und Technologiekonzern "Körber" kümmert sich am Lagerstandort der "Baur"-Gruppe in Altenkunstadt um eine reibungslose IT und den Anschluss eines bis Frühjahr 2024 auf 16.300 qm erweiterten, vollautomatischen Shuttlelagers an das ERP und die Warenwirtschaft der angeschlossenen Online-Versender. Hauptprofiteur wird der ebenso wie die "Baur"-Gruppe zum "Otto"-Konzern gehörende Modeversender "About You" mit rd. 500.000 Artikeln.
In Zukunft sollen in dem - großteils durch das Burgkunstädter Familienunternehmen "Baur-Gruppe" finanzierte - Erweiterungsbau auf 800.000 Stellplätzen bis zu 6,4 Mio. zu verschickende Artikel eingelagert werden können. Der Geschäftsbereich "Körber Supply Chain" wird dazu das vor Ort betriebene Warehouse-Management-System mit den Steuerungssystemen der Lagerkunden verbinden.
Übergeordnetes Ziel ist ein hocheffizientes Fulfillment aus Einlagerung, Sortierung und Versand von Handelsartikeln. Mitte kommenden Jahres sollen die ersten Tests gefahren werden, um das Körber-IT-System zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus in 2024 reibungslos integrieren zu können.
Betreiber des Hochregallagers mit automatischen Transportshuttles auf den Regalebenen ist das Gemeinschaftsunternehmen "Baur Hermes Fulfillment". Die Gesellschafter "Baur" und der Logistikdienstleister "Hermes" gehören wie der umstrittene Online-Versender "About You" zum Hamburger Familienimperium "Otto".
Körber ist für die Baur Hermes Fulfilment ein zentraler Partner für Softwarelösungen und Services im Hinblick auf eine reibungslos funktionierende Supply Chain“, sagt Kamil Christoph Kasprowicz, CEO des am 1. Juni d. J. gegründeten, Altenkunstädter Gemeinschaftsunternehmens.
Eine ausführliche Meldung ist auf den Presseseiten der "Körber"-Logistiksparte nachzulesen. (Foto: Baur Hermes Fulfillment)
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Jeder dritte Mitarbeiter bei Otto ist ein Techi.

Vom Schuhändler zum Marktplatz zur Tech-Company.
Foto: Otto.de

Hamburg, 23.11.2022: Der in Hamburg-Bramfeld beheimatete Online-Händler "Otto.de" und die dazu gehörende Muttergesellschaft "Otto Group" entwickeln sich zunehmend zu einem Tech-Unternehmen. Nach aktuellen Angaben arbeiten rd. 2.000 der 6.200 im Handelsbereich angesiedelten Mitarbeiter in Tech-Berufen. Damit arbeitet rd. jeder zweite Angestellte bei "Otto" in digital-vernetzten Bereichen.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Anzahl der "Techis" beim größten deutschen Online-Versender von 1.000 Angestellten verdoppelt. Den größten Tech-Bereich nimmt mit rd. 600 Beschäftigten das E-Commerce- und Online-Marketing ein. Dazu kommen rd. 450 Kolleginnen und Kollegen in der Datenanalyse des Kundenverhaltens, dem Business Intelligence bei "Otto.de".
Weitere rd. 430 Angestellte sind in tech-nahen Bereichen der Holding" Otto Group" angesiedelt. Schließlich arbeiten mehrere hundert Angehörige in der klassischen IT von "Otto.de" und "Otto Group". Nach Angaben der zuständigen Pressestelle verschwimmen die Grenzen zu Tech-Berufen zunehmend, da immer mehr Mitarbeiter direkt oder indirekt kontinuierlich oder zeitweise in Tech-Projekten tätig sind.
Nach Informationen von "Otto.de" verdienen Junior-Entwickler je nach Ausbildung und Erfahrung zwischen 50.000,- und 53.000,- € pro Jahr. Senior Developer oder Senior Data Scientists liegen je nach Background und Fachbereich bei rd. 75.000,- bis 80.000 € pro Jahr, erfuhr HANSEVALLEY aus Bramfeld. Auf "Kununu" veröffentlichte Gehaltsbänder wollte die PR-Abteilung nicht bestätigen.
Eines der größten Tech-Projekte ist der seit 2018 forcierte Umbau der Handelsseite "Otto.de" zu einer Marktplatz-Plattform. Laut früherer Veröffentlichung kostete das Projekt allein vom 2018 bis Mitte 2020 rd. 166 Mio. €. Laut Pressestelle investiert der Familienkonzern jährlich weiterhin rd. 100 Mio. € in den Umbau zur Handelsplattform. Nach Schätzungen ist bereits jeder 2. der rd. 6.200 E-Commerce-Mitarbeiter in den Umbau zeitweise involviert gewesen.
Der Hamburger Handelsriese bietet Mitarbeitern weitgehende Möglichkeiten für Remote-Arbeit - im Tech-Bereich bis zu 100 %. Mitarbeiter können darüber hinaus bis zu 30 Tage im Jahr im EU-Ausland arbeiten und auch ihren Urlaub daran andocken. Wie viele Großunternehmen bietet auch "Otto" weitergehende Leistungen, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, ein Job-Ticket für Bus und Bahn sowie Personalrabatte.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich während ihrer Arbeitszeit in verschiedenen Mitarbeiternetzwerken und Communities engagieren, z. B. für Familien, Frauen, Väter und die Queer-Community, gegen Rassismus und für generationenübergreifende Zusammenarbeit. Das Hamburger Handelsunternehmen kommt auf "Kununu" auf insgesamt 4 von 5 Sternen bei mehr als 1.200 Bewertungen.
Aktuell hat der Hamburger Händler rd. 150 freie Stellen allein in tech-nahen Berufen. Auf den Seiten der "Xing"-HR-Plattform "Kununu" haben aktuelle und frühere "Otto"-Mitarbeiter ihre Bewertung zu Arbeitsbedingungen und Einkommensmöglichkeiten des Unternehmens veröffentlicht. Auf dem "Otto Tech-Blog" gibt es Beispiele von Mitarbeitern aus dem Tech-Bereich des Onlinehändlers.
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Fielmann beteiligt sich an israelischem Elektro-Optik-Startup für selbsteinstellende Brillengläser.

Künftig wird die Gleitsichtbrille mit Elektro-Optik individuell angepasst.
Foto: Fielmann


Hamburg, 14.11.2022: Der Augenoptiker-Filialist "Fielmann" hat sich mit 10 % Anteilen im Rahmen einer Series-C-Finanzierungsrunde als Lead-Investor an dem jungen israelischen Deep-Tech-Unternehmen "Deep Optics" beteiligt. Das in Petah-Tikva beheimatete Later-Stage-Startups hat eine Technologie für selbsteinstellende Brillengläser entwickelt. Die Elektro-Optik ermöglicht eine stufenlose Anpassung der Entfernung in Brillengläsern. Mit der Beteiligung sichert sich "Fielmann" den Zugriff auf die Nachfolge-Technologie für Gleitsichtbrillen.
Die patentierte Technologie basiert auf Flüssigkristalllinsen. Im Vergleich zu herkömmlichen Gleitsichtbrillen mit zwei eingeschliffenen, begrenzten Sehfeldern für Nah- und Fernsicht erhöht sich bei einer dynamischen Einstellung das genutzte Sichtfeld des Brillenträgers deutlich. Der neuen, digitalen Technologie werden disruptive Möglichkeiten im Markt für Brillengläser zugeschrieben.
Marc Fielmann, CEO der "Fielmann-Gruppe": „Diese Investition ist ein weiterer entscheidender Schritt in der Digitalisierung unseres Familienunternehmens entlang unserer Vision 2025. Unserer kundenzentrierten Philosophie folgend entwickeln wir unser Beteiligungs-Portfolio, das aus disruptiven Technologien besteht, die das Kundenerlebnis in der Augenoptik und Hörakustik grundlegend verändern werden. Unsere Investition in Deep Optics erweitert unser Produktsortiment im Bereich Smart Glasses und weitet unsere technologischen Fähigkeiten aus."
Von der Beteiligung profitieren die 27 Mio. Kunden des Hamburger Familienunternehmens durch neue Möglichkeiten für Gleitsichtgläser. Daneben geht Marc Fielmann von weiteren Chancen im Bereich von "Smart Glasses" aus, bei denen Informationen in der Gläser als Augmented Reality eingeblendet werden.
Yariv Haddad, CEO von "Deep Optics", erklärte: "Wir freuen wir uns nun, das erste Produkt mit unserer einzigartigen Flüssigkristalllinsen-Technologie, 32°N, auf den Markt zu bringen: Nach Abschluss einer erfolgreichen Beta-Testphase werden wir 32°N im nächsten Jahr für Kunden zugänglich machen. Die zusätzliche Finanzierung wird uns helfen, unsere adaptive Sehkorrektur zu skalieren, weiterhin innovative Produkte in diesem Bereich sowie Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen zu entwickeln."
Weitere Informationen zu den neuen Flüssigkristall-Brillengläsern gibt es auf der Internet-Seite von "Deep Optics".
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Otto-Tochter Bonprix schließt Digitalstore und forciert Social Business sowie vollautomatische Logistik.

Nach vier Jahren ist Schluss mit dem Bonprix-Digitalstore in Hamburg.
Foto: Bonprix

Hamburg, 21.10.2022: Der zum "Otto"-Konzern gehörende Budgetversender für Bekleidung und Möbel - "Bonprix" schließt seinen Pilotstore für digital-gestütztes Einkaufen auf der Mönckebergstraße. Seit Februar 2019 konnten die vornehmlich weiblichen Kunden digitale QR-Codes an Bekleidungsstücken mit einer Shop-App auf dem Handy scannen und sich in eine freie Umkleidekabine bringen lassen und nach der Anprobe per App bezahlen. Das lästige Suchen nach verfügbaren Größen entfiel. Der "Fashion Connect"-Store wurde über zwei Jahre von Handels- und Digitalexperten bei "Bonprix" und dem "Otto"-Konzern sowie zahlreichen IT-Spezialisten wie "SAP" entwickelt.
Die Erfahrungen aus dem vierjährigen, mit dem "World Retail Award" ausgezeichneten Modellprojekt für ein digitales Kundenerlebnis vor Ort sollen in die weitere Digitalstrategie des im "Otto"-Konzern als besonders innovativ geltenden Handelshauses einfließen. Zugleich wollen sich die Bramfelder verstärkt um das Thema Social Commerce kümmern, also den Absatz von Produkten über Social-Media-Kanäle und integrierte Online-Shops. In der Vergangenheit hob sich der Billig-Versender mit seinen 30 internationalen Shops mit innovativen Social-Media-Kampagnen, z. B. einem Fotowettbewerb, hervor.
Zur Beschleunigung der Logistik investiert "Bonprix" nach eigenen Angaben in das vor allem für den Online-Versender arbeitende "Hermes"-Logistikzentrum in Haldensleben bei Magdeburg. So sollen die eingehenden Kartons mit Kleidung und Möbeln im ebenfalls zum "Otto"-Konzern gehörenden Lager vollautomatisch erfasst und verarbeitet werden. Damit soll der Warenumschlag wirtschaftlicher und schneller werden. Auch in der Packerei werden die "Hermes"-Mitarbeiter mit digitaler Unterstützung die Sendungen für die Kunden zusammenstellen. Künftig gibt es zudem keine Rechnungen, Lieferscheine oder Rücksendeaufkleber mehr aus Papier in den Paketen.
Schließlich will "Bonprix" seine IT-Infrastruktur hinter den Kulissen vereinheitlichen. Dazu gehört auch eine einheitliche App für alle 30 Länder in Europa sowie Nord- und Südamerika. "Bonprix" hat heute weltweit mehr als 15 Mio. aktive Kunden. Das Versandhandelsunternehmen beschäftigt rund 3.700 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz direkt neben dem Schwesterunternehmen "Otto.de" in Hamburg-Bramfeld. Mit 1,94 Mrd. € Umsatz im Geschäftsjahr 2021/2022 ist "Bonprix" eines der umsatzstärksten Handelsunternehmen im Konzern.
Ein Interview zur Entwicklung von "Bonprix" mit Geschäftsführer Richard Gottwald ist bei den Kollegen des "DUB-Magazins" erschienen.
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Ahrensburger Kroschke-Gruppe unterstützt Mobile.de bei Zulassung von Online-Autokäufen.

Kroschke aus Ahrensburg kümmert sich für Mobile.de um die Zulassungen.
Foto: Kroschke

Ahrensburg, 11.10.2022: Die "Kroschke"-Gruppe aus Schleswig-Holstein ist mit ihrem Anmelde-Service „Ready2Drive“ eine Zusammenarbeit mit der Gebrauchtwagen-Börse "Mobile.de" eingegangen und Partner für Zulassung und Auslieferung aller auf "Mobile.de" online verkauften Fahrzeuge. Der Online-Autokauf über "Mobile.de" wurde in engem Austausch mit dem stationären Autohandel entwickelt.
Die Online-Zulassung fügt sich laut "Kroschke" nahtlos in den digitalen Kaufprozess ein. Händler können sich komplett dem Fahrzeugverkauf widmen und müssen sich nicht Hürden der Kfz-Zulassung und unterschiedlichen regionalen Vorgaben auseinandersetzen. Auch die Überführung übernimmt das Familienunternehmen aus der Metropolregion Hamburg.
Nach dem Online-Verkauf wird der Endkunde Schritt für Schritt durch den Zulassungs und Auslieferungsprozess geführt, um die benötigten Informationen zu übermitteln. Das System erkennt anhand der Postleitzahl den Zulassungsort und entscheidet, welche Dokumente in welcher Form für die Fahrzeuganmeldung erforderlich sind.
"Alles, was digital werden kann, wird digital werden“, bestätigt Arne Potapski, verantwortliche Managerin bei der "Kroschke Gruppe". „Deshalb freuen wir uns, Mobile.de mit ready2drive eine smarte Zulassungsstrecke für ihre Customer-Journey zur Verfügung zu stellen.“"
Laut einer aktuellen Studie des deutschen Fahrzeugmarkts "Mobile.de" können sich 37 % der Verbraucher den Online-Kauf eines Fahrzeugs vorstellen. Mit einem neuen Angebot greift die Plattform aus Kleinmachnow bei Berlin das wachsende Kundenbedürfnis auf: Im Rahmen einer Pilotphase wird eine Auswahl inserierter Fahrzeuge von teilnehmenden Händlern ab Ende September '22 auf der Plattform zum digitalen Verkauf angeboten.
Weitere Informationen zu "Ready2Drive" gibt es auf den Seiten des "Deutschen Auto-Dienstes" von "Kroschke".
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Bundespräsident ehrt Kieler IT-Unternehmer für Nachwuchsförderung und Digitalisierung.

Klaus Hinrich Vater (re.) wird mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.
(Foto: Vater Unternehmensgruppe)

Kiel, 15.09.2022: Am Dienstag hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther im Namen des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz an den 57-jährigen IT-Unternehmer, langjährigen IHK-Präsidenten sowie Vizepräsidenten des DIHK, Klaus Hinrich Vater verliehen. Vater ist Gründer und Namensgeber des Schwentinentaler IT-Dienstleisters "Vater Unternehmensgruppe". Das inhabergeführte Familienunternehmen beschäftigt rd. 500 Mitarbeiter in den beiden Geschäftsbereichen "Vater IT" und Vater Elektro" in Schleswig-Holstein und Hamburg.
Knud Hansen, heutiger Präsident der IHK Kiel, hob in seiner Laudatio hervor: "Klaus-Hinrich Vater macht sich im Ehrenamt als Vizepräsident, davon mehr als ein Jahrzehnt auch als Präsident, der Industrie- und Handelskammer Kiel für die Themen Ausbildung und Digitalisierung stark." Hansen lobte Vater als "eine herausragende Persönlichkeit, die das moderne Unternehmertum mit einer Haltung verkörpert wie kaum ein anderer".
Auf Bundesebene setzt sich Klaus-Hinrich Vater im DIHK für die Ausbildung des Nachwuchses und die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft ein. "Zur Nachwuchsförderung und digitalen Fortentwicklung hat er viele Initiativen umgesetzt", heißt es in der Begründung zur Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande.Von 2009 bis 2014 war Vater zudem Aufsichtsratsvorsitzender des THW Kiel. Er ist bekannt als Unterstützer verschiedener Sportvereine und engagiert sich seiit nahezu 40 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Schließlich Vater vertritt als Honorarkonsul Estland in der Bundesrepublik.

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Güstrower Experten helfen Hoteliers bei der digitalen Direktvermarktung.

Viele Hotels vermarkten sich schwach oder gar nicht selbst.
(Foto: Hans, Pixabay)

Güstrow, 12.08.2022: Die Spezialagentur "Performance Hotel" der Barlachstadt hat einen fünf Punkte umfassenden Leitfaden mit Digitalisierungsmöglichkeiten für Hotels veröffentlicht. Ziel der durch Hoteliers selbstständig umsetzbaren Maßnahmen sind mehr Buchungen - unabhängig von teuren Buchungsplattformen wie "Booking.com" oder "HRS.de", die bis zu 20 % und mehr für die Vermittlung von Hotelgästen verlangen.

Allem voran sollte sich jedes Hotel seiner Stärken bewusst sein und auf der eigenen Internet-Präsenz mit den besonderen Vorteilen des Hauses werben, verbunden mit dafür angemessenen Konditionen. "Performance Hotel"-Chef Alexander Laubner warnt davor, ein Haus mit 4- oder 5-Sterne-Leistung zum Schleuderpreis im Discount-Segment zu verscherbeln.
Statt sich vorwiegend auf Hotel-Vermarktungsplattformen zu verlassen, sollten Hoteliers das ideale Publikum für das eigene Haus definieren und direkt ansprechen. Die Experten raten, aus dem Schatten der Plattformen herauszutreten und sichtbar zu werden. Hier helfen z. B. Social-Media-Kanäle, wie Fotos auf "Instagram" oder "Pinterest" sowie Videos bei "Instagram", "TikTok" oder "YouTube".
Mit gezieltem Markenaufbau können sich Hotels vom Wettbewerb abheben und loyale Stammkunden entwickeln, die beim nächsten Besuch gar nicht erst auf die bekannten Hotelplattformen zurückgreifen. Social-Media-Aktivitäten bieten sich dabei ebenso an, wie gezieltes Newsletter-Marketing mit interessanten Inhalten und attraktiven Angeboten.
A und O der Güstrower Marketer sind passende Inhalte, die die gewünschte Kundengruppe emotional abholen. So muss die Lust für einen Aufenthalt geweckt werden und psychologische Triggerpunkte bei der gewünschten Zielgruppe gesetzt werden. Je punktgenauer die anvisierte Zielgruppe gesprochen wird, umso höher sind die künftigen Umsätze.
Zu den digitalen Praxistipps der Mecklenburger zählt schließlich die Möglichkeit einer einfachen Buchungsmöglichkeit über die Hotel-Website, um Gäste von teuren Plattformen als Direktkunden zu gewinnen. Statt schwer lesbarer, unübersichtlicher Formulare sollten Hotel-Betreiber auch auf die Möglichkeit zur Buchung via Smartphone und inkl. direkter Bezahlmöglichkeit achten.
Eine ausführliche Meldung mit den fünf Maßnahmen im Detail gibt es im "Presseportal"
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Körber wird zum integrierten Software-Anbieter für Omnichannel-, Fulfillment- und Logistik-Prozesse.

Körber vereint Software-Lösungen für Lager und Transport.
Foto: Körber SCM

Hamburg, 25.07.2022: Der internationale Hamburger Technologiekonzern "Körber" übernimmt die Omnichannel-Lösungen des Software-Herstellers "Envista" einschließlich eines Auftragsmanagementsystems und eines Frachtprüfungs- und Zahlungsdienstes. Mit der Übernahme wird "Körber" zu einem integrierten Anbieter von Omnichannel-Commerce-, Fulfillment- und Transport-Software. Durch die Kombination von "Körbers" bestehender Softwareexpertise mit der Kompetenz des Unternehmens "Envista" können Unternehmen ihre Handels- und Logistikabläufe einheitlich ausrichten und weitergehend digitalisieren.
Heute sind im globalen Handel digital-integrierte Prozesse von der Auftragserfassung bis zur Auslieferung erforderlich. Mit der Übernahme und Integration der Computerprogramme will "Körber" seinen Logistik-Kunden Vorteile für den Erfolg im wettbewerbsintensiven Internet- und Omnichannel-Geschäft anbieten.
"Führende Einzelhändler, Distributoren und Konsumentenmarken haben die Bedeutung integrierter und digitaler Systeme für Handel und Logistik erkannt", sagt Jim Barnes, CEO von enVista. "Unsere Omnichannel-Commerce- und FAP-Lösungen der nächsten Generation sorgen im Zusammenspiel mit der Auftragsabwicklung von Körber für nahtlose Omnichannel-Markenerlebnisse - so wie Verbraucher es erwarten. Die globalen Vertriebs-, Implementierungs- und Service-Kapazitäten von Körber werten das Angebot von enVista auf und schaffen zusätzlichen Nutzen sowie Wettbewerbsvorteile und Marktimpulse." 
"Körber ist Technologiepartner im Bereich Fulfillment und Distribution für Tausende von Unternehmen weltweit", erläutert Chad Collins, CEO für Software im "Körber"-Geschäftsfeld Supply Chain. "Die Übernahme der enVista-Plattform ermöglicht unseren Kunden die Sicht auf den gesamten Logistikzyklus sowie über verschiedene Nachfragequellen und Bestände hinweg. Der Monitoring- und Zahlungsservice für Frachten ermöglicht eine Transporttransparenz und -verfolgung, die in ERP- oder TMS-Lösungen so nicht verfügbar ist."
Eine vollständige Meldung ist u. a. im "Presseportal" nachzulesen.
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Fashion Cloud bietet Händlern automatische Nachbestellungen dank Algorithmen.

Fashion Cloud wird zum unersetzlichen Partner von Bekleidungs-Einzelhändlern.
Illustration: Fashion Cloud

Hamburg, 18.07.2022: Das junge Fashiontech-Unternehmen "Fashin Cloud" erweitert sein Software-Angebot um ein "Smart Replenishment".  Mit dem neuen Service setzt das junge Team auf ein kollaboratives System im Bekleidungs-Einzelhandel: Auf Händler- und auf Lieferantenseite gibt es dazu Tools, die zusammenarbeiten. So erhalten Händler automatisierte Nachorder-Empfehlungen auf Grundlage ihrer Abverkaufszahlen und der Verfügbarkeit beim Lieferanten.
Mit der Software kann sichergestellt werden, dass Bestseller permanent in Läden verfügbar sind. Lieferanten profitieren von einer Steigerung der Nachorder um bis zu 30 %, so das Unternehmen. Eine große Herausforderung im Bestellmanagement während einer Saison ist sicherzustellen, dass Händler und Lieferanten Entscheidungen auf Basis nützlicher Daten treffen.
Das Hamburger Unternehmen stellt beim "Smart Replenishment" die Qualität der Daten sicher und baut auf angebundene Warenwirtschaftssysteme, sodass Handel und Industrie auf derselben Datengrundlage arbeiten. Neben Nachorder-Empfehlungen bietet die Software auch automatisierte Bestellungen ("Auto Restock"). Dabei helfen Algorithmen, die bereitstehenden Daten korrekt zu bewerten.
Weitere Informationen gibt es auf der Firmenseite. (Foto: Fashion Cloud)
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Hamburger B2B-Plattform bringt digitale Forderungen von KMUs auf die Tagesordnung.

Peter F. Schmid lenkt seit 10 Jahren die Geschicke bei WLW und Europages.
Foto: WLW/Visable

Hamburg, 27.06.2022: Eine Umfrage des B2B-Plattform-Anbieters "Visable" in Zusammenarbeit mit dem britischen Meinungsforschungsinstitut "YouGov" bringt auf den Punkt: 30 % der befragten Entscheider in kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fordert eine bessere digitale Infrastruktur auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene.
Der digitale Weckruf in Richtung Politik ist hierzulande deutlich lauter als in den anderen Kernmärkten des Hamburger Tech-Unternehmens: In Österreich wünschen sich nur 18 % eine Verbesserung der digitalen Infrastruktur, in der Schweiz 13 %. Mit fünf Prozent spielt die Forderung in Frankreich, dem Heimatmarkt des Portals "Europages" eine marginale Rolle.
Bei der Digitalisierung hinken wir in Deutschland massiv hinterher. Wenn wir da nicht endlich den Turbo zünden, verlieren wir den Anschluss. Unser Mittelstand braucht eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur, um Motor der europäischen Wirtschaft zu bleiben und unseren Wohlstand zu sichern“, so "Visible"-CEO Peter F. Schmid anlässlich des aktuellen Firmenjubiläums von "Visible" und den verbundenen Portalen "WLW" und "Europages".
Nur 12 % der deutschen Unternehmen sehen mangelnde Digitalisierung im eigenen Betrieb als herausragendes Problemfeld. „Der Mittelstand ist während der Pandemie große Schritte in Richtung Digitalisierung gegangen. Der Wille ist da, es entwickelt sich ein digitales Mindset. Jetzt ist es an der Politik, nachzuziehen und den Weg für eine erfolgreiche digitale Transformation zu ebnen. Das wurde jahrelang verschlafen und bremst das Wachstum in Deutschland. Wir dürfen uns da international nicht abhängen lassen“, so Schmid weiter.
Im eigenen Unternehmen brachte Schmid Digitalisierung und Internationalisierung nach eigenen Angaben zügig voran. "Visable" beschäftigt fast 500 Mitarbeiter aus 35 Ländern an vier Standorten in Frankreich und Deutschland – eine Verdreifachung der Mitarbeiterzahl seit Eintritt von Schmid ins Unternehmen vor zehn Jahren. Gleichzeitig verdoppelte sich der profitable Umsatz des Unternehmens auf zuletzt 66 Mio. € im Jahr 2021, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr.
Die zitierte Online-Umfrage wurde vom 5.-10. April 2022 vom Marktforschungsinstitut "YouGov" durchgeführt. In Deutschland nahmen 508 Personen mit Entscheidungsbefugnis in kleinen und mittleren Unternehmen teil, in Frankreich 530 Personen, in der Schweiz und in Österreich wurden jeweils 217 Menschen befragt.
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Hamburger Hersteller Still will fahrerlose Transportsysteme in die breite Öffentlichkeit bringen.

Immer mehr Fahrzeuge in der Intralogistik fahren autonom.
Foto: Still

Hamburg, 17.05.2022: Durch Anpassung der konzerninternen Leitsystem-Software für fahrerlose Transportsysteme (FTS) sowie der fahrzeugintegrierten Software an die VDA-5050-Schnittstelle will sich der Hamburger Intralogistikanbieter "Still" die Kompetenz sichern, auch Produkte anderer Anbieter in sein System integrieren zu können.
Gleichzeitig kann "Still" damit in Serie gefertigte autonome Fahrzeuge anbieten, die sich über die Schnittstelle in die Leitsysteme anderer Anbieter einbinden lassen, beispielsweise in die des Hannoveraner Softwareherstellers "Synaos". Durch eine einheitliche Schnittstelle können so Fahrzeuge herstellerübergreifend gesteuert und koordiniert werden.
Die Lösung der Hamburger liefert die standardisierte Kommunikationsschnittstelle VDA 5050. Mit ihrer Unterstützung lassen sich u. a. das Auftragsmanagement oder das Verkehrsmanagement heterogener Flotten unter einer Bedienoberfläche vereinheitlichen. 
Automatisierung hält immer mehr Einzug in unsere Lager- und Produktionshallen – in allen Branchen und in allen Prozessen“, so Florian Kratzer, International Key Account Manager Automated Solutions bei "Still". Übergeordnetes Ziel ist die Integration autonomer Fahrzeuge von "Still" in Flotten unterschiedlichster Hersteller.
Eine ausführliche Meldung zu den Tests der neuen Schnittstelle ist auf "Pressebox" nachzulesen.
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Meyer-Werft schickt eigenes Corporate-Startup für grüne Schifffahrt ins Rennen.

Mit "Alfred Maritime" wird die "Meyer-Werft" zum digitalen Datenbuttler.
Foto: Meyer-Werft

Hamburg, 14.03.2022: Das 2019 gegründete Corporate Startup "Alfred Maritime" der Papenburger "Meyer-Werft" wird vom internen Think-Tank in Sachen Digitalisierung zum eigenständigen Anbieter von digitalen Lösungen für einen klimaneutralen Schiffsbau und Schiffsbetrieb. Dazu kündigte das junge Software-Unternehmen aus dem Hamburger "WeWork" in der "Europa-Passage" jetzt erste eigene Produkte an.
So können dank "Alfred Maritime" Daten für die Reduzierung des Energieverbrauchs sowie die Dekarbonisierung des Schiffsbetriebs nutzbar gemacht und das Kundenerlebnis von Passagieren an Board moderner Kreuzfahrtschiffe verbessert werden. Die junge Tech-Company will als "Daten-Butler" dazu Schiffseigner und Werften unterstützen.
"Alfred Maritime" agiert von Hamburg aus als agiles Team innerhalb der "Meyer-Gruppe" mit ihren drei Werften in Papenburg, Rostock und im finnischen Turku. Das übergeordnete Ziel von "Alfred Maritime" und "Meyer-Werft" ist eine weitgehend grüne, kohlenstofffreie Schifffahrt.
"Vor drei Jahren haben wir ALFRED Maritime gegründet, um die Digitalisierung an Bord unserer Schiffe voranzutreiben. Unser Spezialistenteam ist herausragend, da es unsere Fähigkeiten in den Bereichen Internet of Things und Künstliche Intelligenz mit dem Schiffbau-Fachwissen der Werft kombiniert. Es ist ein einzigartiges Team, das datengesteuerte Lösungen zur CO2-Reduzierung auf Schiffen entwickelt", so Paul Meyer, CEO von "Alfred Maritime" und Chief Information Officer der "Meyer-Gruppe". 
Die vollständige Meldung ist auf der Website der "Meyer-Gruppe" zu finden.
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Hamburger Gabelstapler-Produzent Still errichtet eigenes 5G-Campusnetz.
Mit eigenem 5G-Netz zu autonomen Fahrzeugen und Smart Factory.
Grafik: Still

Hamburg, 14.03.2022: Der Intralogistikspezialist "Still" hat in seinem Werk im Hamburger Stadtteil Billbrock ein eigenes 5G-Campusnetz eingerichtet. Damit will "Still" in seiner Entwicklung die Nutzung fahrerloser Transportsysteme (AGV) testen. Außerdem baut die deutsche Tochter der "Kion"-Gruppe selbst eine Smart Factory für die Produktion ihrer Gabelstapler auf.
Besonders interessant an der Nutzung der neuen Mobilifunktechnologie 5G sind die Aspekte Performance und Verlässlichkeit, da es sich um ein im eigenen Campus-Netz exklusiv zur Verfügung stehendes Frequenzspektrum handelt. So können ganze Flotten autonomer Fahrzeuge in Echtzeit koordiniert und die Steuerungs- und Routendaten in einer eigenen Firmen-Cloud verwaltet werden.
„Damit unterstreichen wir einmal mehr unsere Innovationsbereitschaft, da 5G in der Industrie noch nicht weit verbreitet ist. Dieses 5G-Netz wird uns einerseits dabei helfen, autonom ablaufende Logistikprozesse für unsere Kunden auf eine neue Ebene zu heben. ...
Auf der anderen Seite werden wir mit der superschnellen Datenübertragungstechnik unsere Produktion optimieren. Künftig können im Sinne der Smart Factory kabellose Produktionsroboter und Menschen durch die schnelle, drahtlose Kommunikation reibungslos zusammenarbeiten“, so Ansgar Bergmann, Spezialist für die Bereiche Data und Vernetzung bei "Still". 
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist in der "Pressebox" veröffentlicht.
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Hamburger Intralogistik-Spezialist forscht an KI-gesteuerten Lager-Robotern.

Der Hamburger Logistik-Spezialist Still arbeitet an autonomen Lager-Robotern.
Grafik: Still

Hamburg, 23.02.2022: Die Vision von autonom fahrenden Fahrzeugen in Produktionshallen und Lagerhäusern soll durch ein europäisches Forschungsprojekt Namens "IMOCO - Intelligent Motion Control" möglich gemacht werden. Auf deutscher Seite wird das EU-Projekt vom Hamburger Intralogistik-Sezialisten "Still"geleitet. In der "Still"-Zentrale in Hamburg wird ein Demonstrator aufgebaut, an dem alle Arbeitserfolge der Projektpartner zusammengeführt werden. Das Projekt soll bis Ende 2024 laufen.
Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Voraussetzungen für den herausfordernden Einsatz mobiler robotischer Systeme in dynamischen Intralogistikumgebungen zu schaffen. Autonom durchgeführte und situationsbedingte Planungsänderungen einer Fahrroute inklusive der Berücksichtigung beweglicher Objekte wie Menschen oder Fahrzeuge sollen dann im gesamten Lager möglich sein.
Innerhalb des Forschungsvorhabens wurden vier Szenarien definiert, die von digitalen Zwillingen und KI-Prinzipien wie Maschinellem Lernen und Tiefenlernen geprägt sind: 1. das intelligente Navigieren, 2. das Aufnehmen der Ware, 3. der Transport und 4. die Platzierung am Ziel.
"Derartige Abläufe stellen sehr hohe Anforderungen an die Prozesse und auch an das Fahrzeug. Wir haben daher mit unserem OPX iGo neo einen Kommissionierer in das Projekt geschickt, der aufgrund seiner intelligenten Ausstattung und den daraus resultierenden Fähigkeiten bereits sehr nah an die Vorstellung dieses autonom fahrenden Fahrzeugs heranreicht“, beschreibt Ansgar Bergmann, bei "Still" verantwortlich für das "IMOCO"-Projekt.
Der "OPX iGo neo" ist bereits autonom im Regalgang unterwegs, erfasst und versteht seine Umgebung. Vollautonom den Regalgang zu verlassen und durch die Hallen beim Kunden zu navigieren und dafür optimale Pfade zu planen, ist allerdings bisher nicht möglich. Weil das Gerät bereits mit entsprechender Umgebungssensorik ausgestattet ist, macht ihn dies zum idealen Ausgangspunkt für die angestrebten Weiterentwicklungen im Rahmen des Projektes.
Eine ausführliche Meldung zum Thema gibt es in der "Pressebox".
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Osnabrücker Logistiker öffnet E-Commerce-Playern den US-Markt.

Hellmann bringt E-Commerce-Anbieter in die USA.
Foto: Hellmann

Osnabrück/Miami, 23.02.2022: Der Osnabrücker Logistiker "Hellmann" bietet E-Commerce-Firmen eine neue Lösung vor, die Firmen weltweit den Eintritt in den US-Markt erleichtert. Das neue Modell ermöglicht es Firmen, Online-Einkäufe ihrer Kunden in den USA schnell und kostengünstig abzuwickeln, ohne dass diese ein Logistikzentrum oder einen Laden in den USA benötigen.
Der "Hellmann"-Service "Easy eComm" wickelt Aufträge virtuell ab und erfordert seitens der E-Commerce-Versender und Hersteller weder Kapitalinvestitionen noch die Einrichtung eines lokalen Vertriebszentrums. Genutzt wird die neue "Type 86"-Zollabfertigung, die die Einfuhr von Waren im Wert von bis zu 800,- € automatisiert ermöglicht.
So können z. B. Hersteller von Bekleidung und Konsumgütern "Hellmanns"-Lagernetzwerk in den USA nutzen, um den US-Markt mit über 320 Millionen Konsumenten schnell und wirtschaftlich zu erschließen. Die globale Fullfillment-Lösung ist auch für Online-Händler von Waren im Niedrigpreissegment interessant, die den US-Markt testen möchten, ohne vor Ort präsent sein zu müssen.
Das Modell basiert auf einem dreistufigen Ansatz, der es Importeuren ermöglicht, ihr Geschäft in wenigen Wochen aufbauen oder erweitern zu können. Zunächst wird die internationale Auftragsabwicklung ab Ursprungsort sowie die Retouren-Logistik aufgebaut. Im zweiten Schritt kommt ein internationales Retouren-Konsolidierungszentrum dazu. Der dritte Schritt konzentriert sich auf die Einrichtung eines vollwertigen US-Vertriebszentrums.
"Indem wir unser lokales Know-how und unsere Infrastruktur zur Verfügung stellen, unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihren Geschäftsplan auf dem US-Markt erfolgreich umzusetzen und weiterzuentwickeln", so Patrick Oestreich, Chief Commercial Officer von "Hellmann" aus Osnabrück.
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Bremer Raumfahrt-Konzern übernimmt Geodaten-Spezialisten.

Der Bremer Raumfahrt-Konzern OHB entwickelt sich zum Digital-Konzern.
Foto: Mario Schade

Bremen, 22.02.2022: Das hanseatische Raumfahrtunternehmen "OHB" hat den Spezialisten für Sensordaten von Erdbeobachtungssatelliten - "Geosystems" - übernommen. Damit ergänzt OHB den Geschäftsbereich "OHB Digital" um eine Kompetenz im Aufbau der zukunftsweisenden Wertschöpfungskette rund um Satellitendaten.
"Geosystems" hat über 30 Jahre Erfahrung darin, Unternehmen und Institutionen bei der Nutzung von Geodaten zu unterstützen und Geo-IT-Lösungen zu bauen. Die Kompetenz liegt vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Sicherheit, Telekommunikation sowie der Veredelung von Sensordaten für Behörden.
Satellitendaten in Fusion mit anderen räumlichen Daten und Geschäftsdaten sind in der Realität von Behörden und Unternehmen angekommen, z. B. beim verstärkten Aufbau von "Digitalen Zwillingen" für Städte sowie Produktions- und Logistikprozesse auf Basis von Satellitendaten. Die Aktivitäten des Geo-IT Spezialisten fügen sich hier in die strategische Ausrichtung der "OHB Digital" ein.
Lutz Bertling, Vorstandsmitglied von "OHB": "Die Übernahme unterstreicht unsere Ambitionen, ein relevanter Player im Markt für Downstream-Services und Data Analytics zu werden. Ich bin überzeugt, dass wir dafür mit GEOSYSTEMS einen perfekten Partner gefunden haben."
Irmgard Runkel, Geschäftsführerin von "Geosystems" erklärte: "Mit innovativen Prozessketten vom Sensor bis zu unternehmensrelevanten Informationen passen wir sehr gut zu den ambitionierten Zielen der OHB-Gruppe im Bereich des Downstreaming-Geschäfts. Wir sehen in den Produkten und Services der GEOSYSTEMS sowie deren Kundenbeziehungen ein großes Potenzial."
Eine ausführliche Meldung ist bei "Pressetext" nachzulesen.
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Hamburger Industriekonzern übernimmt Paketlogistik-Sparte von Siemens.

Der E-Commerce-Boom fordert weltweit immer mehr Paketlogistik.
Foto: Siemens Logistics/Siemens

Hamburg, 14.02.2022: Der internationale Technologiekonzern "Körber" des globalen Post- und Pakettechnologie-Geschäft von "Siemens Logistics". Die Koblenzer "Siemens"-Tochter bietet neben ihrer Flughafen-Logistik modernste Post- und Pakettechnologie sowie Software für führende, globale Logistikanbieter. Mit der Akquisition erweitert der Hamburger Industriekonzern "Körber" sein Supply-Chain-Angebot deutlich.
Die Koblenzer bieten Post- und Pakettechnologie sowie vollautomatisierte Lösungen für die digitalisierte Post- und Paketbearbeitung für führende globale Logistikunternehmen. Als Anbieter in Europa, Nordamerika und Cina ist das Post- und Paketgeschäft von "Siemens Logistics" auf weiteres Wachstum ausgerichtet. Das Post- und Paketgeschäft erwirtschaftet mit rund 1.200 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rd. 500 Mio. €.
Das "Körber"-Geschäftsfeld Supply Chain bietet Unternehmenweltweit integrierte Software- und Automatisierungslösungen entlang der Lieferkette. Kunden profitieren von maßgeschneiderten und integrierten Supply-Chain-Lösungen, die Automatisierung, Software, SAP-Consulting, Voice, Robotik und Materialtransport umfassen. Der Paketautomatisierungsmarkt wird in den kommenden Jahren jährlich voraussichtlich zweistellig wachsen. 
Das Wachstum im E-Commerce und das veränderte Verbraucherverhalten treiben die Nachfrage nach Automatisierung und Digitalisierung in der gesamten Lieferkette und insbesondere in der Paketverarbeitung weiter voran, während das Paketaufkommen rapide zunimmt. Gleichzeitig steigen die Zustellanforderungen und der Druck, die Transportzeiten immer weiter zu verkürzen. 
Eine ausführliche Meldung zum Thema ist im "Presseportal" veröffentlicht.
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Asklepios-Kliniken führen in Bad Oldesloe weltweit ersten Laborroboter ein.

Der weltweit erste Laborroboter von Siemens steht in Bad Oldesloe
Foto: Medilys

Hamburg, 14.12.2021: Als weltweit erstes Krankenhaus verfügt die "Asklepios Klinik" im schleswig-holsteinischen Bad Oldesloe ab sofort über zwei autonome Laborroboter. Mit diesen kann das komplette Basislabor inkl. klinischer Chemie, Gerinnungswerten und Hämatologie für Patienten nachts und an Wochenenden auch ohne Personal im Einsatz sein. Dies ist insbesondere für die Versorgung von Notfällen relevant.
Die am Montag der Presse vorgestellte Technologie stammt vom deutschen Medizintechnik-Unternehmen "Siemens Healthineers" und seinem Industriepartner "United Robotics Group". Er wird zusammen mit der "Asklepios Kliniken Gruppe" und seiner Laborgesellschaft "Medilys" weiterentwickelt.
"Die neue, von Siemens Healthineers für unsere Bedürfnisse angepasste, innovative Robotertechnologie, die wir heute erstmals der Öffentlichkeit vorstellen, hat das Potenzial, an vielen Klinikstandorten bundesweit zum Einsatz zu kommen", so Prof. Dr. Christoph U. Herborn, Chief Medical Officer der "Asklepios Kliniken Gruppe".
Für den Analysevorgang gibt das Personal der Klinik die Probenröhrchen in eine Übergabestation. Der Roboter nimmt die Proben, scannt den Barcode über eine Kamera, entfernt, wenn notwendig, die Probenkappen, sortiert diese in Racks und startet den jeweils passenden Zentrifugations- und/oder Analyseprozess. Das Untersuchungsergebnis wird an das bestehende IT-System übermittelt. Das Labor kann somit in der Nacht oder an Wochenenden auch ohne Medizinisch-Technische Laboratoriumsassistentinnen betrieben werden. 
Die Roboterarme mit ihren sieben Gelenken haben eine Reichweite von 1,26 m. Damit kann der Roboter Laborgeräte bedienen, die auf fünf Quadratmetern um ihn herum angeordnet sind. Das System hat eine Tragkraft von 4 kg und eine Wiederholgenauigkeit von 0,1 mm. Die Software steuert die hoch-komplexen Prozesse der beiden Robotereinheiten und sorgt so für einen bis zu 16-stündigen Stand-alone-Betrieb.
"Mit unserem Robotersystem haben wir eine zuverlässige Mechanisierungslösung für kleine Labore entwickelt, bei denen eine Vollautomation unwirtschaftlich wäre. Alle Krankenhäuser ohne Vollautomationsstraßen sollten diese neue Option in ihre wirtschaftlichen Erwägungen und in die Personaleinsatzplanung für MTLAs und andere Labormitarbeitende einbeziehen", sagte Dr. Guido Schütte, Leiter Labordiagnostik für Zentral- und Westeuropa bei "Siemens Healthineers".
Weitere Informationen gibt es auf den Presseseiten von "Medilys".
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Bremer Raumfahrtkonzern beteiligt sich an französischem Daten-Startup.

Die OHB-Tochter LuxSpace bietet mit ihren AIS-Daten Klimaschuttz.
Foto: LuxSpace

Bremen, 23.11.2021: "OHB Venture Capital" - Tochterunternehmen des Bremer Raumfahrt- und Technologiekonzerns "OHB" - hat sich am französischen Startup "Searoutes" beteiligt. Das Jungunternehmen aus Marseille ist auf digitale Lösungen für den maritimen und logistischen Sektor spezialisiert und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Treibhausgasemissionen im Gütertransport zu reduzieren, indem es Einblicke in den CO2-Fußabdruck verschiedener Transportrouten bietet.
Um die relevanten Daten für den Dienst anbieten zu können, nutzt "Searoutes" AIS-Daten, die die Identifizierung und genaue Positionierung von Schiffen ermöglichen. Zur Verfügung gestellt werden die Positionsinformationen vom "OHB"-Tochterunternehmen "LuxSpace". "Searoutes" verwendet sowohl aktuelle als auch historische AIS-Daten, um die von Schiffen regelmäßig genutzten Routen zu kartieren.
Die Trackingdaten werden mit anderen Datensätzen (z. B. Schiffsinformationen, Wetterbedingungen und Strömungen) kombiniert, um den CO2-Fußabdruck für einen über eine bestimmte Transportroute beförderten Container vorherzusagen oder einen Bericht über die in der Vergangenheit genutzten Transportrouten zu erstellen.
"LuxSpace" hat außerdem eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Stärken beider Unternehmen zu bündeln. Durch die Zusammenarbeit sowie durch gemeinsame Vertriebsaktivitäten und Produktentwicklungen im Bereich der maritimen Datenanalyse soll das Potenzial von Schiffsverfolgungsinformationen voll ausgeschöpft werden.
Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Searoutes auf die Reduktion des CO2-Ausstoßes von globalen Lieferketten hinzuarbeiten. Die Mission von Searoutes ist nicht nur spannend, sondern trägt auch perfekt zum Wachstum unseres Segments OHB DIGITAL bei", so Egbert Jan van der Veen, Managing Director von "OHB Venture Capital.
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Hamburger B2B-Plattform zeichnet Hidden Champions im Mittelstand aus.

Die Hamburger B2B-Plattform "Visable" will Hidden Champions fördern.
Illustration: Visable

Hamburg, 19.11.2021: Am Donnerstag-Abend wurde erstmals ein vom B2B-Plattform-Anbieter "Visable" ausgelobter "Digitaler Mittelstands-Award" verliehen. Der Anbieter der Online-Portale "Europages" und "WLW" (vorm. "Wer liefert was") würdigt Digitalprojekte kleiner und mittelständischer Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern. Über 80 KMU aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten sich für den "DIMA" beworben.
Insgesamt wurden vier Sieger für ihre herausragenden Leistungen zur Digitalisierung ausgezeichnet: In der Kategorie "Kundenerlebnis" konnte das Unternehmen "FiMAB" die Auszeichnung nach Baden-Württemberg bringen. Der Ablauf von der Gestaltung bis zur Bestellung der Schaltschränke aus dem Schwarzwald sank dank einer neuer Software-Plattform von drei Tagen auf drei Stunden, die Lieferzeit von neun Wochen auf zehn Tage.
Für "Digitale "Vertriebslösungen" sicherte sich das Unternehmen "Dr. Dietrich Müller" aus Ahlhorn im Kreis Oldenburg die Auszeichnung mit automatisierten Online-Bestellprozessen für Elektroisolierstoffe und Wärmeleitprodukte in 2D und 3D. Dazu müssen Konstruktionsdaten nur noch hochgeladen und das gewünschte Fertigungsverfahren ausgewählt werden. Das Programm „Digitaler Verarbeiter“ berechnet Machbarkeit und Preis von Spezialanfertigungen.
Mit einem "Rebottle"-Pfandsystem für leere Schmierölflaschen will "Tipp Oil Manufacturer" aus Bergkamen einen Beitrag zur Ressourcenschonung und für den Naturschutz beitragen - und konnte den Preis für "Nachhaltigkeit in Unternehmen" gewinnen. "Rebottle" ist laut "Tipp Oil" das weltweit erste Kreislaufsystem seiner Art für Kunststoffbehälter im Mineralölsektor.
Für Kunden im Bereich der strömungsdynamischen Prototypentwicklung hat die "CFD Schuck" Ingenieurgesellschaft aus Heidenheim ein künstliches neuronales Netzwerk aufgesetzt - und damit den Mittelstandspreis im Bereich "Innovation" für sich gesichert. Das Netzwerk ermöglicht Anwendern ohne IT-Kenntnisse belastbare Vorhersagen, ohne selbst komplexe Versuchs- oder Berechnungsreihen durchführen zu müssen.
"Mit dem Digitalen Mittelstands-Award rücken wir die Hidden Champions der B2B-Branche in den Fokus, denn wir sind überzeugt davon, dass kreative und digital orientierte Mittelständler zukunftsfähiger sind als viele ihrer großen Wettbewerber“, sagt "Visable"-CEO und Jury-Vorstand Peter F. Schmid.
Die Gewinner erhalten neben der Auszeichnung ein Firmenprofil auf "WLW" und "Europages" im Gesamtwert von 25.000 €. Details zum "Digitalen Mittelstands-Award" gibt es online auf den Seiten von "Visable".
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Bremen und Hamburg engagieren sich für den 3D-Druck in Industrie und Forschung.

Die 3D-Kompetenz in Hamburg sammelt sich in einem neuen Netzwerk.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 17.11.2021: Das 3D-Druck-Netzwerk der Metropolregion Hamburg hat sich mit renommierten Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft neu aufgestellt. Im neuen Netzwerk "3D-Druck Nord“ vereinen ab sofort die "Fehrmann Tech-Group", das Elektronen-Syncronon DESY, die IHK zu Lübeck und die Bergedorfer Fraunhofer-Einrichtung IAPT (vormals Laser Zentrum Nord) ihre Kräfte, um die Einsatzmöglichkeiten des 3D-Drucks zu fördern.
Zu den weiteren Förderern gehören die Handels- und die Handwerkskammer sowie der Industrieverband Hamburg, die Lübecker Fraunhofer-Einrichtung IMTE sowie das Technikzentrum Lübeck. 2018 als 3D-Netzwerk mit der Handelskammer für Hamburg gegründet, will das Netzwerk den Austausch ermöglichen, Wissenschaft und Unternehmen vernetzen, Innovationen auf den Weg bringen und die Sichtbarkeit der Metropolregion Hamburg als internationalem Standort für additive Fertigung erhöhen.
"Die Metropolregion Hamburg ist seit jeher durch Airbus, SLM Solutions und das Fraunhofer IAPT einer der weltweit führenden 3D-Druck-Standorte. Um weltweit ganz vorne mitzuspielen und die Technologie in der Breite der Unternehmen zu verankern, ist es entscheidend, dass wir unsere Kompetenzen bei aller Vielfalt auch weiterhin in einem Netzwerk bündeln," erläutert Henning Fehrmann, Geschäftsführer der "Fehrmann Tech Group" und Sprecher des Netzwerks.
Arik Willner, Chief Technology Officer des DESY, sagt: „Wir freuen uns, Teil des Netzwerks zu sein, um gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft die Serienfähigkeit des 3D-Drucks weiter voranzutreiben. Mit unseren einzigartigen Großforschungsanlagen und unseren exzellenten wissenschaftlichen Kompetenzen wollen wir entscheidende Bausteine zur Industrialisierung des 3D-Drucks liefern und neue Konzepte insbesondere im Bereich Qualitätssicherung entwickeln.
Neuigkeiten aus dem Netzwerk finden sich ab sofort auf dem "LinkedIn"-Kanal „3D-Druck Nord“.
Bremen präsentiert seine 3D-Kompetenz auf der "Formnext" in Frankfurt.
Foto: Mesago Messe Frankfurt

Bremen,17.11.2021: Der 3D-Druck-Standort an der Weser präsentiert sich unterdessen noch bis zum Freitag dieser Woche auf der Technologie-Kongressmesse "Formnext" in Frankfurt/Main. Die Freie Hansestadt stellt sich gemeinsam mit den Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg vor. Neben dem Bremer Forschungs- und Entwicklungszentrum "ECOMAT" sind das norddeutsche 3D-Druck-Netzwerk "Additive Manufacturing Nordwest" sowie das Bremer Leibniz-Institut IWT Partner.
In dem 2019 eröffneten "ECOMAT" arbeiten rund 500 Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam an Projekten zur Schlüsseltechnologie Leichtbau. Namhafte Unternehmen und Institute wie "Airbus", das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, die "Ariane"-Group oder das FIBRE Faserinstitut Bremen sind Teil des Forschungsstandorts in der Bremer Airport-Stadt.
„Die Additive Fertigung ist für das Land Bremen ein wichtiger Schlüssel zur Innovation“, so Andreas Heyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen. „Bremen ist ein europäisches Kompetenzzentrum für den 3D-Druck – innerhalb der Branche gilt der Standort als führend, wenn es um Weiterentwicklung und Produktion geht. Forschung und Industrieanwendung gehen hier Hand in Hand. Auf der formnext 2021 präsentieren wir der Fachwelt die ganze Bandbreite Bremer Kompetenzen.“
Auf der internationalen Leitmesse für Additive Manufacturing bieten über 600 Aussteller einen Blick in die Zukunft der intelligenten industriellen Produktion. weitere Informationen gibt es online bei der "Mesago Messe Frankfurt". Das Entwickungszentrum "ECOMAT" ist hier zu finden.
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Edding stellt Industriedrucker für Produktion und Verpackung vor.

Edding entwickelt sich immer mehr zum digitalen Industrieanbieter.
Foto: Edding

Ahrensburg, 11.10.2021: "Edding", seit mehr als 60 Jahren bekannt für Textmarker und Tinten, erweitert sein Produktportfolio im B2B-Segment um eine neue Generation von günstigen und hochkompatiblen Industriedruckern. Nachdem der Marktstart durch die weltweiten Corona-Lockdowns beeinträchtigt wurde, steigt nun die Nachfrage nach Industriedruckern.
Die Möglichkeiten des "Edding"-Kompaktdruckers werden vor allem an Produktionslinien gefragt und reichen als „Portable“ mit Handgriff und Akkubetrieb bis zum ortsunabhängigen Einsatz. Der Kompaktdrucker soll laut Hersteller erstklassige Druckergebnisse auf Kartonagen, Kunststoffen, metallischen Oberflächen und sogar Glas ermöglichen.
Dank der "Edding"-eigenen Thermal-Inkjet-Tinten bietet der neue Kompaktdrucker vielfältige Kennzeichnungslösungen für die Logistik-, Lebensmittel-, Pharma-, Rohstoff-, Automobil- bis hin zur Luftfahrtindustrie. An Produktionslinien und im Handeinsatz soll beinahe jedes erdenkliche Material bedruckt werden können.
Integriert in vor- oder nachgelagerten Maschinen, kommunizieren die Drucker dank einem eingebauten Linux-Betriebssystem mit jeder Art von Netzwerk, Fertigungssteuerung oder ERP-System und sollen auch zukünftig alle gängigen Industriestandards unterstützen.
Ein um rd. 80 % verringerter Stromverbrauch im Vergleich zu einem herkömmlichen Continuous Inkjet-Gerät (CIJ) ermöglicht zudem eine nachhaltigere Produktion.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von "Edding" für Kompaktdrucker.
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Ottobock baut in Duderstadt digitale Fabrik für personalisierte Prothesen auf.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althismann bei Ottobock.
Foto: Ottobock

Hannover, 07.10.2021: Der niedersächsische Anbieter von Orthopädietechnik - "Ottobock" - hat vom Land eine Förderung von einer Million Euro erhalten. Anlass: Das Duderstädter Unternehmen will im Rahmen eines Innovationsprojekts namens "iFab 4.0" seine Prozesse digitalisieren und mit 3D-Druck individuelle Prothesen für die personalisierte Versorgung mit medizintechnischen Produkten ermöglichen. Insgesamt sollen am Heimatstandort des renommierten Anbieters im Süden Niedersachsens mehr als 5 Mio. € investiert werden.
"Ottobock" will nach Unternehmensangaben "die Entwicklung und den Aufbau eines ganzheitlich digitalisierten orthopädietechnischen Versorgungs- und Produktionsprozesses am Standort Duderstadt" umsetzen. Ein Teil des Projekts sieht die Nutzung von künstlicher Intelligenz und Algorithmen und die internationale Vernetzung von Fabriken vor. „Wir freuen uns sehr über diese Förderung“, sagte Professor Hans Georg Näder, Eigentümer und Verwaltungsratsvorsitzender von "Ottobock". „Sie hilft uns dabei, aus Südniedersachsen heraus die Versorgung weiter digital zu optimieren.
Ottobock entwickelt mit dem iFab4.0 eine durchgängige digitale Prozesskette des Versorgungsprozesses“, so Philipp Schulte-Noelle, CEO von "Ottobock". „Wir erarbeiten Lösungen, die dazu beitragen, dass unsere Kunden in der Orthopädietechnik sich mehr Zeit für das Wesentliche nehmen können: die Anwender.“ „Digital Twins – digitale Zwillinge der Anwender – nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein“, so Güngör Kara, CDO von "Ottobock". Der Scan des Körpers löst immer mehr manuelle Prozesse, wie das Vermessen und Gipsen, ab.
Weitere Informationen zur digital-gestützten Patientenversorgung gibt es auf den Innovationsseiten von "Ottobock".
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Hamburger Schuhhaus Görtz will zum führenden Schuhmarktplatz werden.

Das Schuhhaus Görtz wird zum Schuhmarktplatz.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 04.07.201: Der traditionsreiche Hamburger Schuhhändler "Görtz" baut seine Internet-Präsenz zur Handelsplattform mit Marktplatzfunkton um. Damit sollen Hersteller auf "goertz.de" ihre eigenen Online-Shops für Schuhe und Accessoires betreiben können. Darüber hinaus beabsichtigt das traditionelle Handelshaus mit exklusiven Eigenmarken selbst auf Onlinemarktplätzen präsent zu sein.

Bereits heute bietet "Görtz" im E-Commerce rd. 40.000 verschiedene Produkte von rd. 300 verschiedenen Marken - von Schuhen bis zu Accessoires. Diese wurden u. a. über den Dienstleister "Tradebyte" angebunden. Der Anteil des Plattformumsatzes ist in einem Jahr auf rd. 20 % des gesamten Onlineumsatzes gestiegen. Nun sollen die Sortimente auch über die traditionellen Bereiche Schuhe, Taschen, Gürtel & Co. hinaus erweitert werden.
„Der Wachstumsrekord in unserem Onlinegeschäft ist nicht nur durch die Pandemie zu erklären. In unserer Unternehmensstrategie ist von jeher auch immer die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle vorgesehen, um auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können. Das hat unseren Onlineumsatz nun auch beflügelt“,sagte Frank Revermann, Geschäftsführer bei "Görtz".
Mit Rahmen des Digitalisierungsprogramms "Görtz Connected" bietet das Familienunternehmen mit dem Programm "Ship from Store" weitergehend die Lieferung von Produkten aus allen 180 Filialen nach Hause. Der Aufbau des Service soll im 4. Quartal des Jahres abgeschlossen sein. Nach eigenen Angaben will "Görtz" perspektivisch zum führenden Schuhmarktplatz im Internet werden.
Ein aktueller Beitrag zum Thema ist hier zu finden.
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Digital Unit des Hamburger Industriekonzerns Körber mit eigener KI-Software bundesweit führend.

Bei Körber Digital wird die digital-vrnetzte Zukunft von Maschinen entwickelt.
Foto: Körber Digital

Berlin/Hamburg, 17.06.2021: Die Berliner Digital-Unit des Hamburger Industriekonzerns "Körber" - "Körber Digital" - ist beste digitale Innovationseinheit eines Industrieunternehmens in Deutschland. Der Hamburger Mischkonzern erhielt im Rahmen des "Digital Lab Award" 2021 die Auszeichnung In den beiden Kategorien "Kerngeschäftsnahe Innovation" und "Kerngeschäftsferne Innovation" jeweils den ersten Platz. Das Berliner Team konnte sich im Segment "Industrie" gegen die Herausforderer "Heidelberg Digital Unit", "Henkel dx Ventures" und "Prisma - FutureLab of Edding" als Gesamtsieger durchsetzen.

Mit "FactoryPal" hat das "Körber"-Geschäftsfeld Digital im vergangenen Jahr offiziell sein erstes Venture ausgegründet. Die KI-getriebene Software-as-a-Service-Lösung ist aus dem konzernweiten digitalen Innovationsprozess hervorgegangen und nutzt Machine Learning-Algorithmen zur kontinuierlichen Optimierung der Gesamtanlageneffektivität in der Prozessfertigung. Derzeit konzentriert sich "FactoryPal" auf den Tissue-Markt in Europa,

Die eingesetzte KI-Software lässt auch auf die Prozessfertigung anderer Industrien anpassen, sodass der Zielmarkt für die Maschinenoptimierung trotz der Konkurrenz von IIoT-Spezialisten groß ist. Unternehmen der Verpackungs-, Lebensmittel-, Pharma-, Stahl- oder Textilindustrie verfügen über Tausende von Produktionslinien, die mithilfe von künstlicher Intelligenz und Machine Learning optimiert werden können.

"Platz eins in beiden Kategorien zu holen, macht mich und das ganze Team stolz. Es zeigt, dass wir mit unserer vor anderthalb Jahren gestarteten Fokussierung auf das Company Building auf dem absolut richtigen Weg sind", freut sich Daniel Szabo, CEO des "Körber"-Geschäftsfelds Digital, die Auszeichnung.

Zum fünften Mal untersuchten Experten von "Infront Consulting" und des Wirtschaftsmagazins "Capital", welche kommerziellen Erfolge digitale Innovationseinheiten für Konzerne und mittelständische Unternehmen in den bereichen Industrierpoduktion und Dienstleistungen bringen. Dabei standen messbare Ergebnisse aus erfolgreich skalierten Innovationen sowohl aus dem kerngeschäftsnahen als auch dem kerngeschäftsfernen Bereich im Fokus.

Die Studie ermittelte anhand eines Online-Fragebogen sowie persönlicher Interviews die besten digitalen Innovationseinheiten, die nun mit dem "Digital Lab Award" 2021 ausgezeichnet wurden. Die Studie "Konzerne auf den Spuren von Startups 2021" von "Infront Consulting" und "Capital" ist die Größte ihrer Art im deutschsprachigen Raum und zeigt, wie etablierte Unternehmen Innovationen mithilfe eigener digitaler Innovationseinheiten entwickeln und auf dem Markt erfolgreich etablieren.

Das "Körber"-Geschäftsfeld Digital in Berlin ist Teil des internationalen Technologiekonzerns, der weltweit rund 10.000 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten beschäftigt. "Körber Digital" entwickelt digitale Produkte, Dienstleistungen und Lösungen mit Experten, Wissenschaftlern und Partnern aus verschiedenen Branchen der Logistik, der Pharma-, Tissue- und Tabakindustrie, um die globale Fertigung zu transformieren.

Weitere Informationen zum digitalen Engagement gibt es auf den Seiten der "Körber AG". Die Studie über "Konzerne auf den Spuren von Startups 2021" kann bei "Infront Consulting" bezogen werden. Ein aktueller Artikel zu den Gewinnern des diesjährigen Wettbewerbs ist bei den Kollegen von "Capital" nachzulesen.

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Aurubis überwacht Hamburger Kupferproduktion mit Predictive Maintenance.

In die Hamburger Kupferproduktion ziehen Bits und Bytes ein.
Foto: Aurubis

Hamburg, 03.06.2021: Der Metallproduzent "Aurubis" hat in den vergangenen Jahren eine umfassende Digitalstrategie entwickelt und umgesetzt. Verantwortlich dafür ist der 2019 in die Hamburger Kupferhütte geholte Chief Information Officer, Markus Sassenroth. In den Arbeitsbereich IT wurden alle Digitalisierungsthemen einschl. einer neuen "Digital Factory" eingebunden. Im Mittelpunkt des Senior Vice Presidenten stehen vor allem digitale Geschäftsprozesse, digital-vernetzte Kundenbeziehungen und die Digitalisierung der Produktion auf der Hamburger Veddel.
Zur Optimierung der energieintensiven Produktions- und Recyclingprozesse setzt "Aurubis" künftig auf Condition Monitoring zur Echtzeitüberwachung der Produktionsabläufe sowie auf Predictive Maintenance, um durch frühzeitige Wartung und Pflege kostenintensive Anlagenausfälle zu vermeiden - z. B. beim genutzten Anoden-Gießrad. Außerdem führen digital optimierte Produktionsparameter zur Einsparung von Energie und Emissionen.
Als übergeordnetes Element sorgt ein digitaler Zwilling für eine umfassende Automatisierung des gesamten Produktionsprozesses - ausgelegt auf alle "Auribis"-Standorte. Zum Aufbrechen der klassischen Datensilos und der Integration aller verfügbaren Daten übernahm "Aurubis" im Juli 2019 den Berliner Industrial IoT-Plattformanbieter "Azeti", der im Industriekonzern auch weiterhin weitgehend unabhängig agiert. Um die Digitalisierungsprojekte über Abteilungen und Arbeitsbereiche hinweg erfolgreich umzusetzen, wurde eine "Digital Factory" mit interdisziplinären Teams gegründet.
Die Teammitglieder kommen aus der IT, der Produktion, dem Bereich Data Analytics, dem Prozessmanagement und von der Plattform-Tochter "Azeti". In gemeinsamen Workshops wurden mögliche digitale Anwendungsbereiche erarbeitet. Aktuell umfasst das Backlog gut 20 Themen, die perspektivisch umgesetzt werden sollen. Aus einem Pool von sechs priorisierten Projekten wurde bereits die Überwachung des Energieverbrauchs mit Hilfe der Berliner IoT-Plattform umgesetzt. Pro Jahr können mehrere hunderttausend Euro eingespart werden, künftig auch mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.
"Aurubis"-CIO Marken Sassenroth arbeitete zuvor bei der "Bergischen Achsen KG" in Wiehl. Dort war der gelernte Volkswirt als CIO und CDO auch für das Innovationslab des Unternehmens zuständig. Seit 2009 ist der Innovator in leitenden IT-Funktionen der Konsumgüterindustrie tätig gewesen. Ein ausführlicher Beitrag zum Thema ist bei den Kollegen des "CIO"-Magazins erschienen.
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Fielmann digitalisiert nach Brillenauswahl und Augenvermessung auch die Sehstärkenbestimmung.

Fielmann digitalisiert Schritt für Schritt den Brillenkauf via App.
Illustration: Fielmann

Hamburg, 29.04.2021: Die Optikerkette "Fielmann" hat am Donnerstag ihren Geschäftsbericht für das Pandemiejahr 2020 vorgestellt. Danach verkaufte das Familienunternehmen mit rd. 21.800 Mitarbeitern im vergangenen Jahr 7,26 Mio. Brillen - coronabedingt rd. 1 Mio. weniger Sehhilfen bzw. 12 % als 2019. Der Konzernumsatz sank um 6 % auf 1,43 Mrd. €. Der Gewinn vor Steuern sank auf 175,5 Mio. € bzw. fast 31 %. Der Rückgang ist vor allem durch einen großen Einbruch von Sonnenbrillen in Sehstärke begründet, die während des ersten Lockdowns seit März 2020 nicht mehr gekauft wurden.
Zugleich konnte die börsennotierte Aktiengesellschaft ihr Omnichannel-Geschäft in Filialen und im Internet im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Von 27 Mio. Kunden des führenden deutschen Augenoptikers kauften in 2020 19 Mio. Kunden online bei "Fielmann" ein - vor allem Kontaktlinsen und Sonnenbrillen. Während des ersten Lockdowns etablierte das Hamburger Unternehmen eine Online-Terminvereinbarung für Kunden in Verbindung mit einem digitalen Zeitmanagement für die Beratung in den Filialen.
Ende 2020 veröffentlichte der in Hamburg-Barmbek angesiedelte Filialoptiker eine neue iPhone-App mit der Möglichkeit, sein Gesicht mit Hilfe von Augmented Reality vermessen zu lassen und auf dem Smartphone für die Gesichtsform passende Brillenmodelle virtuell auszuprobieren ("Fielmann Finder"). Ganz neu wurde mit der App ein Ausmessen des Augenabstands für die richtige Passform der künftigen Brille und das Einschleifen der Sehstärke integriert ("Fielmnann Focus"). Die Technologie dahinter stammt vom französischen Startup "FittingBox", an dem "Fielmann" beteiligt ist.
Noch in diesem Jahr will Marc Fielmann mit den Digitalexperten von "Fielmann Ventures" das exakte Vermessen der Sehstärke auf dem Smartphone umsetzen und als digitales Medizinprodukt einführen. Dabei wird die Reflexion von Lichtstrahlen auf die Netzhaut eine Schlüsselrolle spielen. Ziel von "Fielmann Vision" ist, Nutzern mit zunächst bis zu +/- 2,5 Dioptrie per Self-Service zu ermöglichen, die Vorarbeit des Brillenkaufs digital zu erledigen.
Vorstandschef Marc Fielmann gilt als entscheidender Motor der Digitalisierung des traditionellen Familienunternehmens. Zu den beiden wichtigsten Digitalprojekten des Optikers gehören die 2012 gegründete Hamburger Beteiligungs- und Technologieentwicklungstochter "Fielmann Ventures". Sie ist u. a. für die Entwicklung und Sicherung von aktuell 24 Patenten zur digitalen Augen- und Gesichtsvermessung verantwortlich - davon 5 bereits veröffentlichten und 4 beantragten Patenten.
2018 beteiligte sich "Fielmann" mit einem Millionen-Investment an dem französischen Augmented Reality-Spezialisten "FittingBox" mit allein 13 Patenten im Bereich digitale Brillenanprobe und aktuell 54 Mio. 3D-Anproben und mehr als 100.000 digitalen Brillenmodellen. Je Minute werden über die "Fielmann"-Beteiligung heute mehr als 100 digitale Brillenanproben vor allem über die "Fielmann"-App begonnen "Fielmann" hat mit Stand Dezember 2020 bereits 15 Mio. € in Digitalisierung und technologischen Entwicklungen investiert.
Im Rahmen der Vision 2025 will "Fielmann" künftig 10 % der Brillen mit Sehstärken online vermarkten. 90 % - insbesondere Gleitsichtbrillen - werden laut des Vorstandschefs auch künftig vor Ort in Filialen verkauft werden. In Zukunft strebt das Hamburger Familienunternehmen bis zu 400 Mio. € Umsatz allein im Bereich E-Commerce vor allem mit Kontaktlinsen und Sonnenbrillen an.
51 % aller im Coronajahr 2020 in Deutschland verkauften Brillen gehen auf das Konto von "Fielmann" mit mehr als 600 Filialen allein in Deutschland. Zugleich erwirtschaftet die im SDAX notierte Aktiengesellschaft rd. 22 % aller Umsätze im deutschen Brillenmarkt. Im November 2019 übergab Unternehmensgründer Günther Fielmann den Staffelstab als Vorstandsvorsitzender an seinen Sohm Marc.
Größter Gesellschafter ist die in Berlin ansässige "Korva SE" der Familie Fielmann, die operativ am Stammsitz der Familie in Lütjensee im Kreis Plön gemanagt wird. Gut 28 % der Aktien sind aktuell im Streubesitz. Der Geschäftsbericht 2020 und weitere Berichte sind auf den Investor Relations-Seiten von "Fielmann" zu finden.
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HANSECHAMPIONS: Otto.de macht ernst mit digitalem Firmenumbau

Mutige Ankündigung: Hier bleibt kein Hermes-Paket auf dem anderen.
Foto: HANSEVALLEY

Ein leuchtend rotes Hinweisschild mit der Aufschrift "OTTO - Under Construction". Eine Pressetour mit Bauhelm durch ein ehemaliges Lagerhaus. Dazu jede Menge Google Smart Speaker, Uculus VR-Brillen und eine vernetzte Bosch-Spülmaschine mitten im Coworking-Space "Collabor8" auf dem Otto-Campus. Wen man in Hamburg auch immer fragt, bekommt man eine Antwort: 'Bei Otto bewegt sich was'. Doch jetzt scheint Deutschlands Multichannel-Händler aus Bramfeld außer Kontrolle geraten zu sein. Ein Hamburg Digital Report:

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Berlin, 24. April d. J., Bundespressekonferenz, im Regierungsviertel unweit von Reichstag und Kanzleramt: Deutschlands größte Krankenkasse stellt ihre digitale Gesundheitsakte "TK-Safe" vor. Der Datensafe wird in Hamburg gemeinsam mit der IBM entwickelt. 40.000 Betauser probieren bundesweit die "eGA" bereits aus - bis zu 10,2 Mio. "TK"-Versicherte können ihren Patientensafe in Zukunft auf iPhone und Android-Smartphone nutzen. 

Digitalisierung im Mittelpunkt des Engagements: Die Techniker Krankenkasse
Foto: HANSEVALLEY



Die "Techniker" geht als größte Ersatzkasse in der Digitalisierung voran - verfolgt von Deutschlands Nr. 2 - der Hamburger "DAK-Gesundheit" - mit ihrem IT-Dienstleister Bitmarck, der digitalen Gesundheitsassistentin "Vivy" und 13,5 Mio. möglichen Nutzern ihrer App. Mit mehr als 440.000 Versicherten an Alster und Elbe, 27% Marktanteil und einem "Digital Office ist die "Techniker Krankenkasse" ein maßgeblicher Entwickler der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Ein Hamburg Digital Report.

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Kabs: Von der Polsterwelt zu moebel.de

Autonome Navigation in Limousinen, KI-Fotochips in Smartphones, automatische Chatbots in der Verwaltung: Es gibt eigentlich nichts, was nich der digitalen Transformation unterworfen ist. Ob Konsumgüter, Luxusgüter oder Dienstleistungen - digitale Kundenzugänge, detaillierte Datenauswertung und Plattform-Geschäftsmodelle greifen um sich. Doch in unserem Zuhause gibt es Dinge, denen digital recht egal ist: Sessel, Sofas und Betten interessieren Chips und Elektronik bislang wenig.


Familientradition in 2. Generation: Kabs Polsterwelt
Foto: HANSEVALLEY

Bei Norddeutschlands Polstermöbel-Spezialist Kabs ist man da gar nicht so sicher. Der "MediaMarkt" unter den Polstermöblern hat erkannt: Was man verschicken kann, wird verschickt. Sich nur auf seine Filialen von Kiel bis Osnabrück und Schwerin bis Bremen zu verlassen, könnte in Zeiten von Amazon, Ikea, Otto und Tchibo brenzlig werden. Mit moebel.de hat das Familienunternehmen einen eigenen Weg ins Netz genommen. Ein Hamburg Digital Report:

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Health AG: Richtige Rechnungen für alle Patienten.

Die Digitalisierung fragt nicht, bevor sie ein Geschäftsmodell umbricht. Das gilt für Hamburger Handelshäuser, Paketlogistiker und Finanzdienstleister. Neue Technologien und Startups greifen Stammhalter an, ohne vorher nett zu fragen. Beispiel: das zum Otto-Inkasso-Dienstleister EOS gehörende Factoring-Unternehmen Health AG. Eine Bank kommt um die Ecke, und kauft einfach Rechnungen auf. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es 10 gute Jahre lang war. 


Nach 12 Jahren zurück nach vorn: Vorstände Törper und Schäfer
Foto: Health AG

Beim Finanzdienstleister Health AG am Lübeckertordamm klingeln die Alarmglocken. Die Vorstände reagieren: Mindchange, Technologien und der Plattformgedanke ziehen ein beim Spezialisten für Zahnarztrechnungen - zusammen mit konsequenten Entscheidungen, mutigen Investitionen und einem Geschäftsmodell, dass fast nichts mehr mit schnöden Rechnungen zu tun hat. Ein Hamburg Digital Report.

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Auf dem Weg zur digital-vernetzten Industrie 4.0

8. Februar d. J., Albert-Schäfer-Saal in der Handelskammer am Adolphsplatz. Gut 150 Vertreter aus Großindustrie und Mittelstand, Wissenschaft, Kammer und Politik treffen sich zum 2. Dialogforum Industrie 4.0. Die Präsentationen, Workshops und Diskussionen sind das Follow-up der Anfang 2015 aus der Taufe gehobenen Plattform zur Sensibilisierung und Vernetzung der Hamburger Industrie - auf dem Weg in die digital-vernetzte Zukunft.


Industrieller Vordenker an der Alster: Andreas Pfannenberg
Foto: Pfannenberg Group

Diplom-Ingenieur Andreas Pfannenberg sitzt in der 1. Reihe, ist Initiator und Motor der industriellen Vernetzung rund um die Alster. Er ist Geschäftsführer der gleichnamigen Industrieholding im Hafen und Partner im Arbeitskreis Industrie der Handelskammer. Was macht Industrie 4.0 aus? Und welche Chancen bieten sich für Hamburger Produzenten auf dem Weg in die Zukunft. Ein Hamburg Digital Report.


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Die visionären Trüffelsucher der digitalen Otto Group.

Das Hamburger Versandhaus Otto stellt in den kommenden 12 Monaten 580 weitere Techis in den Bereichen E-Commerce und Online Marketing, Business Intelligence und IT-Management ein. Kommunikationschef Martin Frommhold bestätigt: Otto wird zur Tech-Company. Auf einer Tour durch die rd. 300 Mitarbeiter starke Business Intelligence Unit wird klar: Das Familienunternehmen überlässt die digitale Zukunft nicht allein Amazon und Zalando.


Otto-Firmenzentrale in Hamburg-Bramfeld.
Foto: Otto Group

Was mit dem Corporate-Startup "Collins" begann, mit dem Einstieg von Benjamin Otto als "gestaltender Gesellschafter" verankert wurde, ist mit Kulturwandel 4.0 und New Work sichtbar geworden: Der Handels- und Dienstleistungsriese transformiert mit Technologien, Partnerschaften und Beteiligungen sein Geschäft und seine Arbeitswelt für die datenbasierte Zukunft. Ein Hamburg Digital Report aus dem Innovationsmanagement der Otto Group.

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Nur 20% der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind digital unterwegs. Nur 30% der großen Unternehmen sind in der digitalen Zukunft angekommen. So das Ergebnis des Digital-Atlas Deutschland im Auftrag von Google Germany, erarbeitet vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Wie gut sind Hamburgs Unternehmen aufgestellt? Wer brilliert mit Erfolg versprechender Strategie? Und wer entwickelt sich zum Totalausfall an Kaikante und in der Kaufmannsgilde?


Hamburg zwischen Hafenfolklore, Logistikhub und digitaler Zukunft.
Foto: mediaserver.hamburg.de / Hermes Logistik

Welche Unternehmen haben ein ernstes Erkenntnisproblem? Welche Familienbetriebe leiden am beliebten Umsetzungsproblem? Und welche Hamburger Konzerne besitzen ein kritisches Kommunikationsproblem? Das Hamburg Digital Ranking bietet einen aktuellen Überblick über TOP und FLOP, über Spitzenreiter, Aufsteiger, Fragezeichen und (unsportliche) Absteiger. HANSERANKING - so sind Hamburgs Unternehmen heute digital aufgestellt.

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A. W. Niemeyer: "Wir wollen die Welt."

"A. W. Niemeyer sticht mit Digitalisierungsexperte Hanse Ventures in See." Die gemeinsame Pressemitteilung sorgte am 18. Januar d. J. an Alster und Elbe für lebhafte Diskussionen: Der Hamburger Traditionshändler für Bootbsbedarf beteiligt den Hamburger Company Builder mit 30% an seinem Geschäft - und holt sich mit den Online-Experten um Jochen Maaß und Tobias Seikel die Digital-Expertise ins Haus.


Traditionshändler vor der Digitalisierung: A. W. Niemeyer
Foto: HANSEVALLEY
Was hat ein Familienbetrieb aus dem Jahr 1745 mit einer Online-Company aus dem Jahr 2010 vor? Was plant ein Einzelhändler mit 13 Filialen in der DACH-Region mit dem Company-Builder von hausgold.de, geschenke.de und pflege.de? Wie werden die 140 Mitarbeiter in Einkauf, Marketing und Verkauf am Holstenkamp fit gemacht durch 30 Digital-Experten vom Sandtorkai? Ein Hamburg Digital Report.

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Der digitale Postbote aus der Speicherstadt

Referenz Hörmann Forum
Foto: Kommatec Redaction
Hamburg-Hauptbahnhof: 500.000 Hanseaten und Pendler, Touristen und Durchreisende laufen täglich an den 12 Bahnsteiggleisen auf Deutschlands meist frequentiertem Fernbahnhof vorbei. Auf dem Südsteg zwischen Kirchenallee und Mönckebergstraße werden am Tunnel Steintorwall die Blicke von einer überdimensionalen Werbetafel eingefangen. Den bewegten Bildern kann sich niemand entziehen - flankiert von bewegter Werbung zwischen den Treppen.

Was auf Bahnhöfen, an Haltestellen, auf Mittelstreifen und an Kreuzungen von Außenwerbern wie Stroer und Wall-Decaux unser Auge einfängt, gibt es auch im Heinemann Duty-Free-Shop auf dem Hamburg Airport, in mehr als 80 Filialen der HDI-Versicherung, in den SB-Zonen der Frankfurter Sparkasse oder in den Geschäftsstellen der AOK in Baden-Württemberg. Eine pfiffige Firma aus der Speicherstadt sorgt dafür, dass wir in Geschäften, Hotels und Museen das zu sehen bekommen, was wichtig ist. Ein Hamburg Digital Report.

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Schraubst Du noch oder druckst Du schon?

Der Hamburger Senat macht ernst: Der Industriestandort Hamburg soll nicht aufgegeben, die industrielle Produktion auf neuestem Stand gefördert werden. Ende 2017 nahm die Wirtschaftsbehörde zusammen mit Gewerkschaftsbund, Handelskammer und Industrieverband die digital-vernetzte Industrie 4.0 und den industriellen 3D-Druck in den Masterplan Industrie auf. Vergangene Woche bestätigte Amtsdirektor Dr. Torsten Seveke: Hamburg wird den Industriestandort weiter fördern. 


Macht mit dem Komptenzzentrum Druck in 3D: Ralf Siebert
Foto: HANSEVALLEY
Am Donnerstag zündet Hamburg die nächste Stufe: Wirtschaftssenator Frank Horch gibt den Startschuss für das neue, durch Hamburger Unternehmen initiierte 3D Druck-Netzwerk. Auf der Tagesordnung stehen die Themenfelder Materialien, Prozessketten, Geschäftsmodelle sowie Finanzierung und Förderung. 150 Gäste erwarten gespannt, ob der Luftfahrt-, Schiff-, Fahrzeug- und Maschinenbau-Standort wie gedruckt in die Zukunft kommt. Ein Hamburg Digital Report.

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Auf dem Weg zur digitalen "Hammaburg 4.0"

"Die 'Digitalisierung der großen Stadt' ist kein Wettbewerb um die abgefahrensten Zukunftsvisionen, es ist ein ganz realistisches Projekt für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Ein Projekt, das alle Bereiche des Lebens, Arbeitens und Lernens durchdringt und in einer Vielzahl konkreter Schritte vollzogen wird." Mit diesen Worten brachte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die allumfassende Digitalisierung unserer Stadt am 2. Mai 2016 vor der Universitätsgesellschaft auf den Punkt

Die historische "Hammaburg" am heutigen Domplatz in der Altstadt.
Montage: Archäologisches Museum Hamburg
Wenn Apps Besucher leiten, wenn Ampeln intelligent werden und die Gleise der Hafenbahn melden, wenn sie geölt werden müssen - was ist dann mit traditionellen Themen, wie Kunst und Kultur? Google digitalisierte seit 2004 rd. 15 Mio. Bücher mit 4,5 Mrd. Seiten und damit das gesammelte Wissen der Welt. Wenn Literatur digital wird, was ist mit historischen Plätzen und der Geschichte unserer "Hammaburg"?

Ab heute beschäftigt das vom Bundesforschungsministerium geförderte  Innovationsforum "eCulture" an der HafenCity Universität mit wirtschaftlichen Möglichkeiten und neuen Geschäftsmodellen digitaler Kultur. Eine digitale Reise in Vergangenheit und Zukunft im Hamburg Digital Report.

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Intelligente Distribution 4.0 für Meyle Autoteile aus Hamburg.
Das Business Innovation Lab der HAW Hamburg.
Foto: HAW BIL

13. Juli d. J., im Albert-Schäfer-Saal der Handelskammer am Adolphsplatz: Mehr als 150 Unternehmer und Innovatoren der Hamburger Logistikbranche treffen sich zur Fachtagung "Digitale Transformation in der Logistik". Im exklusiv vorgestellten Logistikbarometer macht Christian Koopmann von den Hamburger Schiffsmaklern klar: Im Rahmen der digitalen Transformation wollen knapp 2/3 aller Hamburger Logistiker ihre Geschäftsprozesse, gut 1/3 ihre Produkte bzw. Dienstleistungen und rd. 7% ihr Geschäftsmodell verändern.

Gastgeber des Topevents ist das "Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrum Hamburg". Gemeinsam setzen Handels- und Handwerksammer, HAW Hamburg, Helmut-Schmidt- und Technische Universität u. a. Projekte mit Hamburgs Mittelstand um. Das Ziel: ein digital-vernetzter Mittelstand 4.0. Das erste Projekt der HANSECHAMPIONS: die intelligente Distribution der Meyle Autoteile - entwickelt im "Business Innovation Lab" am Berliner Tor. Ein Hamburg Digital Report.

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Dr. Henneke Lütgerath: Eine internationale Messe für digitale Produkte in Hamburg.
Hamburgs Wirtschaftsrats-Chef
Dr. Henneke Lütgerath
Foto: Wirtschaftsrat Hamburg

"Es wir alles digitalisiert, was digitalisiert werden kann," spitzt Deutschlands EU-Kommissar Günther Oetinger auf dem Norddeutschen Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats am 11. Mai d. J. im Grand-Eysee Hotel Hamburg zu. Die Digitalisierung werde ganze Branchen umwälzen, fokussiert Wirtschaftsrats-Präsident Werner Bahlsen. Der Landesvorsitzende der Hamburger CDU-Wirtschaftsorganisation, Dr. Henneke Lüttgerath, mahnt: "Die Art zu wirtschaften, steht in grundsätzlichem Wandel."

Die Hamburger Christdemokraten haben anläßlich des 6. Wirtschaftstages der Hanseländer mit Ihrer Wirtschaftsorganisation ein Positionspapier zur digitalen Zukunft der Freien und Hansestadt veröffentlicht. Mit umfassenden Forderungen zu Digitaler Bildung, Digitalen Plattformen, Digitalen Technologien und Digitalen Lösungen setzt die Union an Alster und Elbe ein Zeichen. Ein guter Anlass, konkret nachzufragen. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Henneke Lütgerath, Landesvorsitzender des CDU-Wirtschaftsrats in Hamburg.


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Hammerbrooklyn-Initiator und HWWI-Direktor
Prof. Dr. Henning Vöpel
Foto: HWWI
Konsolidierung der Startup-Szene, Rausflug aus globalen Logistik-Ketten, Reorganisation der Wirtschaft - die Digitalisierung wird auch vor Hamburgs Toren nicht halt machen. Am renommierten WeltWirtschaftsInstitut beschäftigt man sich in einem eigenen Forschungsbereich mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die Freie und Hansestadt.

Der digitale Kopf des HWWI ist Direktor und Geschäftsführer des Instituts und Dozent an der Hamburger Wirtschaftshochschule HSBA. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Henning Vöpel.


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