Sonntag, 12. März 2017

HANSEPERSONALITY Heilemann-Brüder: Alles Gute von Elbe und Alster.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Ein kalter Donnerstag-Abend im Februar. Schmuddelwetter begleitet die Hamburger in den Feierabend. An den Landungsbrücken trifft sich die Hafenwirtschaft zum Get-together. Mit Blick auf Elbe und Docks geht es im exklusiven Hafen-Klub um die Zukunft der Logistik. Unter dem provokanten Titel "Digitale Revolution in Schifffahrt & Logistik" stellen zwei junge Berliner die erste digitale Spedition vor.

Fabian und Ferry Heilemann sind gerade mal in den Dreizigern. Für Hamburgs Reeder, Spediteure und Kaufleute noch fast "Eierschalenfraktion". Doch die beiden smarten Startup-Macher haben etwas. Sie sind keine "Hubschrauber," keine "Overseller". Sie wirken hanseatisch, wissen, was sich gehört. Was kaum einer der Klub-Gäste ahnt: Hier trifft das neue auf das alte Hamburg, Hamburger Zukunft auf hanseatische Tradition.



Unternehmer und Investor Fabian Heilemann
Foto: Hoffotografen
Wenige Stunden zuvor treffe ich Fabian am Rand der Hamburger IT-Strategietage im Grand Élysée Hotel an der Rothenbaumchaussee. Er ist pünktlich, er ist smart und er ist gestresst. "Seit dem ich 18 bin, stehe ich auf dem Gas, mit einer Schlagzahl, die vergleichsweise hoch ist." Vor mir sitzt ein 34-jähriger, millionenschwerer Workoholic. Er hat mit seinem 4 Jahre jüngeren Bruder nach nur 2 Jahren das Gutschein-Portal DailyDeal für 114 Mio. € an Google verkauft, 2 Jahre später zum Schnäppchenpreis zurückgenommen, neu ausgerichtet und an die "Gutscheinpony"-Mutter MenschDanke verkauft.

Vom Rechercheinterview in der Hafencity an die Rothenbaumchaussee.

Beim Interview in der Bourbon Street Bar geht es nicht um DailyDeal, Millionen-Deals und den Dealflow bei Earlybird, einem der ältesten deutschen VCs, mit dem sich die Heilemann-Brüder zusammengeschlossen haben. Es geht um eine Spur, auf die mich Tobias Seikel von Hanse Ventures gebracht hat. Die Heilemann-Brüder haben sich Ende 2015 an der Seed-Finanzierung des Fenster- und Türen-Portals "Virtraum" mit einer 7-stelligen Summe beteiligt. Man kennt sich seit 9 Jahren, damals, als CEO Jochen Maaß bei DailyDeal einstieg.

Vom Hamburger Waffelbäcker zum Digitalunternehmer in Berlin.

"Das sind doch Hamburger Jungs", verrät COO Tobias Seikel in einem Hintergrundgespräch. Das ist eine interessante Spur. Sie führt auf einen wichtigen Lebensabschnitt der beiden Jungunternehmer. Es beginnt 2003. Fabian verlässt das elterliche Hameln, beginnt sein Jura-Studium an der Bucerius Law School, verdient sich mit seinem bereits zur Schulzeit gegründeten Startup "ChiChi Company" und französischen Waffeln den Lebensunterhalt. Die Geschäftsadresse: Lerchenstraße 106 im Schanzenviertel, ein gepflegter Altbau, direkt am Schulterblatt. Doch es eine 1-Zimmer-Studentenbude. Ferry besucht sein älteren Bruder Fabian an den Wochenenden, zieht 2008 mit ein.

Digitale Spur der Heilemanns: Schanze, Bergstedt & St. Georg. 

Im Sommer 2009 bringt Fabian aus Stanford eine Idee mit: Gutscheine verkaufen übers Internet. Kurz vor Weihnachten gründen die Brüder im Immenhorstweg 70 die Blue Ocean Internet UG, die spätere Daily Deal GmbH. Der vom leidenschaftlichen Surfer Fabian gewählte Name taucht Jahre später wieder auf. Die Karriere der Gründer nimmt in Bergstedt seinen Lauf. Operativ an der Schönhauser Allee in Berlin zu Hause, haben die Wahl-Hamburger immer ein Standbein an der Elbe. Schon 10 Monate zuvor gründen sie Heilemann Ventures, das an der Danziger Straße in St. Georg zu Hause ist.

"Wir sind selbst Gründer und Digitalunternehmer in der DNA."


Hamburger Background und Berliner Drive:
Fabian und Ferry Heilmann
Foto: Sky & Sand
Es sind nicht nur Hamburger Adressen, die Fabian und Ferry von anderen Startuppern unterscheiden. Jurist Fabian Heilemann bestätigt, auch heute "Hamburger Verträge" per Handschlag zu machen. Integrität ist ihm wichtig, persönlich wie professionell. Nicht umsonst haben sie sich mit Earlybird zusammengeschlossen, jenem VC, der von den Hamburgern Hendrik Brandes, Rolf Matthies und Christian Nagel vor fast 20 Jahren in Hamburg gegründet wurde. Man teilt hanseatische Werte, Tugenden und eine Weltsicht, wie man arbeitet. Die Heilemanns sind die nächste Generation "früher Vögel" - mit dem Tech Know-how aus ihrer Zeit bei "Zalando" bis "DailyDeal".

"Wir sind Investoren und sehr aktiv in der Unterstützung."

Mit ihrem neuen 150 Mio. €-Fonds gehen sie vor allem ins B2B-Geschäft. Es sind gut adressierbare Märkte mit vielen weißen Flecken. Eine ganze Reihe von Branchen laufen 10-15 Jahre der Digitalisierung hinterher. Für Fabian geht es um Ineffizienzen und Usibility. Während Amazon & Co. Verbraucherthemen in der Breite abdecken, gibt es im B2B noch was zu gewinnen. "Wir müssen große Wetten eingehen und auch ein paar Wetten gewinnen," gesteht der erfahrene Nachwuchsunternehmer offen ein. Zu den Themen gehören Cloud- und SaaS-Technologien, Fintech und Insuretech, Mobility- und E-Mobility-Themen sowie Logistik und Suppy Chain.

Fabian & Ferry Heilemann: Seit 5 Jahren operativ ein Team.

März vergangenen Jahres. Die beiden Brüder gründen in Berlin ihr nächstes Startup: "FreightHub" ist eine digitale Spedition. Die Firma dahinter: Deep Blue Ocean Internet GmbH. Und da ist er wieder: Der "blaue Ozean" vom Anfang ihrer Karriere, jene Gründung des Gutschein-Portals, die ihnen mit Hilfe von Google all das heute möglich macht. Mit an Board: Erik Muttersbach, Ex-CTO von DealyDeal, CCO Michael Wax und ehemalige Mitarbeiter aus Hamburger Speditionen. Es ist kein hoch gejazztes Startup, dass man nach 2 Jahren an einen Großkonzern verkaufen möchte. Es ist ein vollwertiger Spediteur mit einem eigenen Transport-Management-System. 

Freighthub: "Langfristig ausgerichtete Firma am Markt."


Bauen Europas digitale Spedition: Die FreigthHub-Gründer
Foto: FreightHub
Quotierung, Buchung, Versicherung, Transport & Verzollung - "FreightHub" deckt die gesamte Supply Chain ab - und das mit 1,5 Mio. Fahrplänen im System, mit Fokus auf Asien-Europa in See- und Luftfracht. 2/3 machen Container aus, 1/3 ist Stückgut. Vor der Gründung haben sie verschiedene Industrien gescannt. Logistik war unter den Top 10. "Ich habe mit Leuten aus der Branche in Hamburg gesprochen," Fabians Netzwerk hilft bei der Entscheidung. Mit dem "Freight Forwarder 2.0" sind sie Pioniere in Europa, "Wir wollen, dass die deutsche Logistik-Wirtschaft auch in 20 Jahren noch ihre führende Rolle hat - gegen US-Startups". Ferry Heilemann führt das 28-köpfige Team mit seiner operativen Expertise an.

"Ich arbeite lieber auf der sachlich-fachlichen Ebene," hebt Wahl-Berliner Fabian im Recherchegespräch hervor. Und ergänzt: "Ich bin ein Einzelgänger, der sich in Partnerschaften einfügen kann." Eigentlich wollte er sich nur 45 Minuten Zeit nehmen, doch Journalismus hat etwas mit Austausch zu tun - nicht mit Zahlen und Fakten, die Fabian gern in den Mittelpunkt stellt. Er beweist bei kniffligen Fragen Durchhaltevermögen, auch wenn es keines der standardisierten Frage- und Antwortspielchen um die bekannten Themen ist. 

Hamburger Logistik- mit Berliner Digital-Know how

Vielleicht war die Vorstellung an diesem Donnerstag-Abend im Hamburger Hafen-Klub der Anfang von etwas Großem, von digitaler Logistik - mit dem globalen Geschäft in Hamburg und dem digitalen Know how in Berlin - und einem hanseatischen Weg, der in der Schanze begann. Eine Frage bleibt zunächst noch unbeantwortet: Lange liefen die operativen Aktivitäten der Brüder unter der Marke "Sky & Sand". Aber warum? Vielleicht ist es der gleichnamige Song aus dem Soundtrack von Paul Kalckbrenners "Berlin Calling". Das würde erklären, warum die beiden sympathischen Jungunternehmer jetzt an der Spree aktiv sind.


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Donnerstag, 9. März 2017

HANSEPERSONALITY Timo Eckhardt: Eine “Podcast University” für Digitale Nomaden.

Podcaster mit Tiefgang: Timo + Sascha
Foto: Maria Anna Schwarzberg, Hamburg 
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Ein Hypnose- und ein systemischer Coach, ein Fachinformatiker und ein
Betriebswirt. Die jungen Hamburger Sascha Boampong und Timo Eckhardt sind Stars der Hamburger Digitalszene. Mit ihrem Digitale Nomaden Podcast haben sie in weniger als einem Jahr über 500.000 Downloads erreicht.

Jetzt planen die sympathischen Nomaden in Hamburg ihr nächstes Ding: Mit einer eigenen “Podcast-Universität” geben sie ihr Wissen an andere weiter, die sich für spannende Geschichten und gute Interviews interessieren. Warum sind Podcasts so spannend - und was können wir noch erwarten? Unser HANSEPERSONALITY ist Timo Eckhardt, Co-Founder des Digitale Nomaden Podcast:

Wenn ich Digitale Nomaden lese, habe ich zwiespältige Gedanken: Weltenbummler? Aussteiger? Du selbst warst als Backpacker in Neuseeland. Warum sollte ich Euren Podcast hören?

Wenn ich in der Google-Bildersuche “digital nomad” eingebe, sehe ich Bilder von Menschen, die mit ihrem Laptop am Strand liegen und das Leben genießen. Sonne, Strand und Meer - natürlich darf der leckere Cocktail nicht fehlen. Das ist das Klischee, welches uns von sämtlichen Medien präsentiert wird. Solche Bilder sind ein mächtiges Instrument, das wir aus Marketingzwecken bewusst nutzen. Im Podcast räumen wir aber mit den Klischees auf. 


Am Strand - aber ohne Laptop: Sascha + Timo bei Shoot
Foto: Maria Anna Schwarzberg, Hamburg
Mit Laptop am Strand sitzen, ist nämlich in Wirklichkeit keine gute Idee. Der USB-Slot wäre voll mit Sand und das Display womöglich verschmiert von der Sonnenmilch.

Wir beleuchten sowohl die Sonnen- als auch die Schattenseiten dieses Lifestyles. Im Grunde geht es bei uns auch eher um das zeit- und ortsunabhängige Arbeiten, also um Flexibilität und Freiheit, als um das ständige Unterwegs sein. Manche unserer Interviewgäste nutzen ihr Onlinebusiness, um dem deutschen Winter zu entfliehen. Andere Gäste nutzen die Flexibilität, um mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Wir sind da recht undogmatisch und stellen unterschiedliche Lebenskonzepte vor.

Unseren Podcast solltest du hören, wenn du verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt bekommen möchtest. Von der Frage “Wie kann ich meine Post auch problemlos im Ausland empfangen?” über “Welche Onlinetools nutze ich, um mich zu organisieren?” bis hin zu der Frage “Welche Probleme tauchen beim ortsunabhängigen Unternehmertum auf und wie löse ich diese?” wird dir alles geboten. Wir informieren, inspirieren und unterhalten all unsere Hörer. Das wird uns zumindest rückgemeldet.

Ihr habt bis heute mehr als 500.000 Plays mit über 100 Podcasts gewonnen. Wer hört sie sich an? Woher kommen Eure Hörer und was interessiert sie am Meisten?

Eine halbe Million Podcast-Downloads ist für uns noch gar nicht wirklich greifbar. Vor allem werden es immer mehr Menschen, die uns hören. Die meisten unserer Hörer sind zwischen 25-35 Jahre alt. Männer als auch Frauen hören uns gleichermaßen. Sie interessieren sich für Persönlichkeitsentwicklung und flexible Arbeitsmodelle.

Viele kommen aus einem eher akademischen Umfeld und reflektieren den Status quo stark. Sie geben sich nicht mit einem klassischen Bürojob zufrieden. “Wieso soll ich bis 17 Uhr meine Zeit im Büro absitzen, obwohl ich mit allen Aufgaben für heute fertig bin?”, wird sich u.a. gefragt. Außerdem hinterfragen sie unnötigen Konsum. Der reine materielle Besitz, z.B. ein teures Auto als Statussymbol, ist ihnen unwichtig. Unseren Hörern reicht der Zugang zu einem Auto. In Großstädten wie Hamburg gibt es z.B. flexible Carsharing-Angebote.

Ich habe selbst kein Auto mehr, sondern nutze solche Angebote, bzw. bin meistens dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. In unserer Überflussgesellschaft ist der Besitz nicht mehr entscheidend, sondern nur noch der Zugang.



Sascha + Timo bei der Freiheitsbusinesskonferenz Hamburg
Foto: Markus Gabor
Euer Podcast hat Euch viel Aufmerksamkeit gebracht: Ihr gebt Interviews, sprecht über Euer Wissen, moderiert Konferenzen: Was gibt der DNP Euch/was gibt er Dir ganz persönlich?

Der Podcast ist für uns ein Türöffner. Unser Netzwerk hat sich extrem vergrößert. Wir interviewen viele erfolgreiche Unternehmer aus unterschiedlichsten Branchen. Über die Interviews hinaus hat man oft noch weiterhin Kontakt. Daraus entstehen dann oft auch Freundschaften und Geschäftsbeziehungen. Zusätzlich erreichen uns täglich viele Hörermails. Es ist schön zu hören, dass wir das Leben anderer Menschen positiv beeinflussen.

Auf unseren Community-Treffen, die wir monatlich in Hamburg und teilweise auch in anderen Großstädten veranstalten, haben wir persönlichen Kontakt zu unseren Hörern. So sind wir immer besonders nah an unserem Publikum und wissen, was sie bewegt. Außerdem ist der persönliche Kontakt am wertvollsten.

Ihr seid Podcaster und interessiert Euch für Persönlichkeitsentwicklung. Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, jetzt auch eine eigene Online-Universität zum Thema zu starten?

Timo Eckhardt bei einer Hypnose-Session
Foto: Frank Gebauer
Für das Thema Persönlichkeitsentwicklung brennen wir. Ich habe fünf Jahre Team- und Führungskräftetrainings gegeben und bin systemischer Coach. Mein Geschäftspartner Sascha hat Psychologie studiert und beschäftigt sich viel mit dem Bewusstsein und auch Unterbewusstsein, als Hypnosecoach. Wir wissen wie wichtig die Kommunikation mit anderen Menschen, aber vor allem auch mit sich selbst ist. Im September 2015 haben wir uns auf einem NLP-Workshop (Neurolinguistisches Programmieren) kennengelernt. Wir haben dort erkannt, dass der größte Gegner meist in uns selbst wohnt.

So ist es auch bei vielen Menschen, die gerne einen Podcast starten wollen. Einige verzweifeln an der Technik, andere weil sie keine Ahnung von der Interviewführung haben oder davor Angst haben, in die Öffentlichkeit zu treten. Mit der Podcast-University wollen wir all diesen Menschen helfen.

Die Idee einer Podcast-Akademie ist nicht neu. Es gibt mind. 3 Anbieter auf dem deutschen Markt. Was macht Ihr besser, als die anderen Podcast-Kurse im Netz?

Wir zeigen, wie man einen erfolgreichen Podcast startet, ohne das man bereits eigene Reichweite mitbringt. Am Anfang hatten wir Null Abonnenten. Heute gehören wir zu einem der erfolgreichsten deutschen Podcasts und sind mittlerweile permanent in den oberen Rängen der iTunes-Charts vertreten.

In der Podcast University zeigen wir alles, was man braucht und das Schritt-für-Schritt. Der Onlinekurs besteht aus drei Modulen, die wiederum aus vielen einzelnen Lektionen bestehen. Im ersten Teil geht es um die Theorie. Dort geht es um die strategische Ausrichtung des Podcasts (Zielgruppenanalyse, Kundenavatar, Konzeptionierung usw.). Im zweiten Teil geht es um die Technik (Das richtige Equipment und Software zum Schneiden und Aufnehmen der Audiodateien, etc.). Der dritte Teil besteht aus Zusatzlektionen.

Zum Kurs gibt es außerdem ein Forum, in dem alle offenen Fragen besprochen und diskutiert werden können. Aus den Fragen, die für alle Teilnehmer relevant sind, werden wieder neue Zusatzlektionen entworfen, sodass sich der Kurs permanent weiterentwickelt. Außerdem bieten wir extra Live-Webinare und einen Kundensupport an. Da wir von unserem Produkt überzeugt sind, gibt es zusätzlich eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, sodass jeder den Kurs risikofrei testen kann.

Ihr macht jetzt fast ein Jahr den Digitale Nomaden Podcast. Was sind aus Deiner Sicht die entscheidenden Schlüsselthemen bei professionellem Podcasting?

Timo Eckhardt beim Podcasten.
Foto: Timo Eckhardt
Jeder der einen Podcast starten will, sollte sich ein Thema suchen für das er sich stark begeistern kann. Das überträgt sich auch auf die Hörer. Außerdem ist es wichtig, dass man sich spitz aufstellt. Der Name “Sport-Podcast” wäre beispielsweise zu unspezifisch, denn man weiß nicht, ob es um das Thema Abnehmen, den Muskelaufbau, Ballsport, Fußball oder Schach geht. Die “Mikronische” ist das Stichwort. Eine Frau könnte zum Beispiel einen Podcast für junge Mütter erstellen, die nach der Schwangerschaft ein paar Pfunde abnehmen wollen.
Zusätzlich empfiehlt es sich immer, eine Facebook-Gruppe um den Podcast zu gründen, in der sich die Teilnehmer austauschen können. So entsteht eine Community mit potentiellen Interessenten für Onlinekurse, Dienstleistungen und Produkte. Bei keinem anderen Medium ist die Aufmerksamkeitsspanne so lang wie beim Podcast. Dadurch kann man ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis zu seinen Kunden aufbauen. Podcasting und Podcast-Werbung wird auch für Firmen immer interessanter. Was in Amerika längst Alltag ist, kommt nun auch nach Deutschland.

Das A und O eines erfolgreichen Online-Kurses sind Experten aus der Praxis, die ihr Wissen und auf eine praxisnahe Weise teilen. Mit welchen Spezialisten könnt Ihr mich überzeugen?

Wir haben unter anderem Jan Doering als Gastdozent gewinnen können. Jan Doering ist Moderator und Gründer des Moderatorenwerks, wo er TV-, Radio- oder Event-Moderatoren ausbildet. Er ist selbst seit Jahren für namhafte Fernsehsender, wie Pro7 und Sat1 tätig. Außerdem ist er ein vielgefragter Moderator für Firmen-Events. In der Podcast University haben wir ein Modul zum Thema Stimme und Interviewvorbereitung mit ihm aufgenommen. Zusätzlich stellt er unseren Teilnehmern Inhalte aus seinem Buch, dem “Moderatorenwerk” zur Verfügung.

Ein weiterer Experte ist Sebastian Weber. Er ist bekannt aus dem Tatort und weiteren TV- oder Kinoproduktion. Sebastian Weber ist des weiteren Auftrittscoach und Lampenfieber-Experte. Mit ihm haben wir ein Zusatzmodul zum Thema “Lampenfieber beim ersten Podcast-Interview” aufgenommen.

Im Moment kann ich einen einwöchigen Online-Kurs einfach per E-Mail abonnieren. Wollt Ihr in Zukunft damit Geld verdienen und - wenn ja - wie sieht das Geschäftsmodell aus?

Das sogenannte Push-Marketing funktioniert heute nicht mehr. Aus diesem Grund betreiben wir Pull-/ bzw. Gravitationsmarketing. Durch einen vierteiligen Workshop zum Thema Podcasting ziehen wir potentielle Interessenten durch Content-Markting an. In der Workshopreihe geben wir viele wertvolle Informationen kostenlos preis. Wer jedoch die Schritt-für-Schritt-Anleitung und die Betreuung haben möchte, der kann den Podcast University Onlinekurs kaufen.

Zu guter Letzt die Hamburg-Frage: Was macht aus Deiner Sicht die besonderen Stärken Hamburgs in Sachen Digitalszene und Podcasts aus? Was schätzt Du an der Hamburger Szene?

In Sachen Podcasts muss sich Hamburg nicht verstecken. Neben dem Digitale Nomaden Podcast gibt es natürlich noch weitere erfolgreiche Podcasts. Zum Beispiel den OMR-Podcast und Bright New Future von den 12min.me Gründern. All diese Podcasts beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit der Digitalszene.

Zu guter Letzt bleibt zu sagen, dass sich unsere komplette Arbeitswelt durch die Digitalisierung in den nächsten Jahren dramatisch verändern wird. Eine große Welle rollt auf uns zu. Hamburg ist einigermaßen gut aufgestellt, muss jedoch noch mehr tun, um von dieser Welle nicht überschwemmt zu werden. Das Einzige was mich beruhigt: Mit Hochwasser kennen wir uns in Hamburg ja aus.

Danke für das Kollegen-Interview!
Das Interview führte Thomas Keup.


*  *  *

 Hamburg Digital Background: 

Der Digitale Nomaden Podcast:

www.digitalenomadenpodcast.de

Die Podcasts direkt bei iTunes:
https://itunes.apple.com/de/podcast/der-digitale-nomaden-podcast-lerne-wie-ortsunabh%C3%A4ngiges/id1108912209?mt=2

Die neue Podcast University:
www.podcastuniversity.net

Der gratis Podcast Workshop:

www.digitalenomadenpodcast.de/podcast-workshop/



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Dienstag, 7. März 2017

HANSEFUTURE: Vom Hafen übers Lab zur digitalen Zukunft.

HAMBURG DIGITAL REPORT

200 der größten Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio. € Umsatz sitzen an Elbe und Alster. Dank des Mittelstands ist die Metropolregion eine der 3 stärksten deutschen Wirtschaftszentren. Doch das Internet fragt nicht, bevor es eine Branche umbricht. 

Fintech und Insuretech digitalisieren die Finanzindustrie, Autonomous Driving und Connected Mobility brechen den Automobilsektor um, 3D-Printing und Blockchain revolutionieren die Produktion, Smart Devices und Networked Platforms globalisieren Dienstleistungen. Die Konsequenzen sind weitreichend.

Der Handelskammer InnovationsCampus
Foto: HSBA / Daniel Sumesgutner

Konzerne holen sich Accenture, BCG & Co. ins Haus, um zu überleben. Doch wie kommt Hamburgs Mittelstand aus dem Hafen ins digitale Zeitalter? Wie werden aus traditionellen Kontoren globale Plattformen? Eine interessante Lösung ist am Adolphsplatz zu finden - wo man es nicht sofort erwartet:


Es ist weder die älteste deutsche Handelskammer, noch die größte deutsche Sparkasse oder die größte deutsche Bank. Hamburgs Chancen liegen im 1. Stock des "Handelskammer InnovationsCampus - HKIC" - gegenüber der Neuen Börse. Es sind jugendlich wirkende Räume von Logistikprofessor Michael Höbig. Der Supply-Chain-Experte weiß, wie Geschäft laufen sollte: Früher digitalisierte er Geschäftsprozesse, heute modelliert er digitale Prozesse.

Unter einem Dach - für ein Ziel: Hamburgs Zukunft.

Wer den futuristischen Neubau das erste Mal betritt, merkt, wohin der Hase läuft: Studenten auf dem Weg in ihre Kurse, Professoren auf dem Weg zu ihren Studenten. Die Hamburg School of Business Adminstration - HSBA - ist hier ebenso zu Hause, wie die Innovations Kontakt Stelle - IKS. Im 1. Stock finden sich die ungewöhnlich bunten Räume - genannt Creative und Working Space. Hier, hinter dem Logo des DI-Labs, entsteht Neues - auf Hamburger Art, ohne heiße Luft und trockene Slides.

Praktiker, Profis & Professoren für die Wirtschaft.


Michael Höbig weiht das DI-Lab ein.
Foto: HSBA / Jörg Meyer
"Wir senken die Einstiegsschwelle zur Digitalisierung für Hamburger Unternehmen", bringt es Prof. Dr. Michael Höbig auf den Punkt. Der Leiter des DI-Lab@HSBA hat seit Juni vergangenen Jahres ein umfassendes Programm für Unternehmen geschaffen. Mit der Kompetenz eines ganzen Professorenteams zu Themen, wie Geschäftsmodelle, IT & Prozessmanagement, E-Business und Data Scienes sowie Experten zu allen wichtigen Querschnittsfunktionen und den wichtigsten Hamburger Branchen, ist das Innovationlab erstklassig aufgestellt.

Hamburger Lösung für die Hamburger Wirtschaft.

Michael Höbig stellt die richtigen Fragen: "Was kann ich mit den aktuellen Möglichkeiten anfangen? Und: Macht es Sinn, über neue Herangehensweisen nachzudenken?" Das DI-Lab hat die Funktion einer praxisnahen Digitalberatung - angesiedelt an der Hamburger Wirtschaftsschule HSBA. Statt einer globalen Strategieberatung einen großen Scheck auszustellen, können Hamburgs Unternehmer auf kurzem Weg am Adolphsplatz ihre Reise in die digitale Welt beginnen. DI-Lab-Leiter Höbig versichert: "Wir sind unverdächtig, den Firmen ein großes Projekt zu verkaufen."

Seminare, Workshops und individuelle Projekte.

"Es geht auch um die Entmystifizierung" digitaler Buzzwords. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist für den Leiter des MBA-Studiengangs Corporate Management "ein willkommener Anlass, sich mit dem eigenen Kundennutzen zu beschäftigen." Der studierte Maschinenbauer macht deutlich: "Nicht alle Firmen müssen unbedingt Digital-pur-Player werden." Das DI-Lab bietet im Kern drei Programme an: 1. Seminare zu Tech-Themen, 2. Workshops als Einsteiger-"Bootcamps" oder Intensiv-"Warrooms" und 3. mehrwöchige Individual-Projekte mit Experten und Coaches.

Mit der HSBA frisches Wissen für die Zukunft.


Zeitgemäße Weiterbildung im DI-Lab der HSBA.
Foto: HSBA / Stephan Wallocha
Mit einem umfassenden Seminarprogramm unterstützt das Professorenteam der Business School Fach- und Führungskräfte bei der Bewältigung der Herausforderungen in der digitalen Welt. Dazu gehören Führungskultur mit Hilfe agiler Transformation, Innovationsmanagement mit Intrapreneurship, Geschäftsprozess-Modellierung mit Design Thinking-Methoden sowie Online-Marketing und E-Business mit digitalisierten Geschäftsprozessen.

Strategien, Digitalisierung und neues Geschäft.

"Wir können Dir aufzeigen, womit Du anfangen und welchen Weg Du bestreiten kannst." Der langjährige Berater hat dazu neben den Seminaren 3-5 tägige Workshops entwickelt und bietet Firmen die Chance, sich mit Teams im DI-Lab einzumieten und mit der Expertise der HSBA-Professoren und spezialisierter Coaches eigene Projekte mit kreativen Methoden umzusetzen, um die eigenen Digitalisierungsziele zu erreichen. Zu den Referenzen zählen u. a. das Maritime Cluster Norddeutschland, Euler-Hermes und der 3D-Druckverband.

Mit der HSBA aus dem Hanse- ins Silicon Valley.

Die Digitalprofis Michael Höbig (l.) und Uve Samuels (r.)
bringen Hamburgs Unternehmer ins Silicon Valley.
Foto: Heiner Köpcke
Wie die digitale Zukunft für Hamburgs Mittelstand aussehen kann, zeigt ein Executive Trip der HSBA vom 15. bis 19. Mai '17 - vom Hansevalley ins Silicon Valley. Das Programm ist bewährt und bereits mit den Studenten der Hamburger Business School erfolgreich umgesetzt worden.

Auf der Besuchsliste stehen u. a. Digitalunternehmen und Tech-Startups zwischen Mountain View, Palo Alto und Santa Clara - dazu ein Rahmenprogramm mit Besuch eines Weinguts und Sightseeing. Gute Gelegenheiten, eigene digitale Möglichkeiten zu entwickeln.

Hamburger Art: "Nicht nur schnacken, machen."

Das Innovationslab der HSBA ist ein gutes Beispiel, wie man die Digitalisierung auch angehen kann: Stück für Stück und Schritt für Schritt. Mit aktuellem Know how aus Wisssenschaft und Praxis - für die Wirtschaft und die Region. Wieder einmal zeigt sich: In Hamburg ist man digitaler, als man glaubt, qualifizierter unterwegs, als man sich zusteht und erfolgversprechender, als man hofft. 


*  *  *

Außerdem im Hamburg Digital Magazin:
HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg.

 Hamburg Digital Background: 

DI-Lab an der Hamburg School of Business Administration

Übersicht Seminare für Unternehmer und Führungskräfte

Übersicht Executive Trip ins Silicon Valley 15.-19.05.2017


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Sprechen wir über Ihre besonderen Chancen in einem exklusiven Umfeld:

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Sonntag, 5. März 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Sie ist die Hochschule der Hamburger Wirtschaft. Sie ist eine Hochschule für die duale Ausbildung des Hamburger Nachwuchses: Die Hamburg School of Business Administration - HSBA - ist eine erste Adresse an Alster und Elbe, wenn es um den Einstieg in eine erfolgreiche Berufslaufbahn geht.


HSBA-Studentin im InnovationsCampus am Adolphsplatz
Foto: HSBA / Marius Heidemann
Mit ihren Schwerpunkten setzt sie auf Berufe, die gefragt sind: Betriebswirte, Wirtschaftsinformatiker und Manager in führenden hanseatischen Branchen: Ob Schifffahrt, Maritime Wirtschaft, Logistik oder Medienwirtschaft - die HSBA bildet den Nachwuchs für ihre mehr als 250 Unterstützer aus der norddeutschen Wirtschaft aus.

Wie digital geht es an einer Hochschule zu, die sich mit der Zukunft der Wirtschaft beschäftigt? Wie fit werden die jungen Studenten gemacht, um im globalen Wettbewerb vorn dabei zu sein? Und was bietet die HSBA der Hamburger Wirtschaft an, den Sprung in die digitale Welt zu schaffen.

Wir trafen den Geschäftsführer der Hamburg School of Business Administration - und waren erstaunt über den digitalen Spirit am Alten Wall und im InnovationsCampus. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Uve Samuels: 

Sie müssen die HSBA im Fahrstuhl in 20 Sekunden vor dem Vorstandsvorsitzenden eines potenziellen Partners pitchen: Die Frage: Was macht Ihre Hochschule besonders?


HSBA-Geschäftsführer Dr. Uve Samuels
Foto: HSBA / Hinrich Frank
„Global, dual, digital“, diese kurze und präzise Charakterisierung der HSBA durch Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, trifft es auf den Punkt. Dieser einzigartige Mix macht unsere Hochschule besonders. Das waren 5 Sekunden.

Ihre Business School hat eine eigene Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Warum braucht die HSBA einen "Digitalisierungsplan"?

Weil die Welt da draußen digital ist und die Arbeitswelt unserer Studierenden immer digitaler wird. Wenn unseren Kooperationsunternehmen aber der digitale Wandel nicht gelingt, dann brauchen sie uns nicht mehr. Gerade die vielen kleinen und mittleren Unternehmen profitieren durch unsere Recruiting-Tools und die praxisgerechte Qualifizierung.

Starke Kooperationspartner tragen auch zu einer starken HSBA bei. Mit unserer Digitalisierungsstrategie entwickeln wir Kompetenz und Glaubwürdigkeit für die digitale Welt und sorgen dafür, dass wir selbst wettbewerbsfähig bleiben.

Aktuell hat die HSBA fast 1.000 Studierende. Was umfasst die Digitalisierungsstrategie - und wer ist daran im täglichen Lehrbetrieb beteiligt?

Die Digitalisierungsstrategie der HSBA umfasst drei Bereiche: 1. die eigene Organisation, 2. Angebote für unsere Studierenden und 3. Dienstleistungen für Unternehmen. Bei der eigenen Organisation bringen wir die interne Digitalisierung mit einer HSBA-App voran, mit mobilen Webseiten, unserer E-Plattform, einem Skript-Manager und vielen anderen Dingen.

Parallel qualifizieren wir insbesondere in der Anwendung von Methoden, die für Innovationen und digitale Prozesse hilfreich sind. Stichwörter hierzu sind zum Beispiel Design Thinking und Scrum. Unsere Bachelor- und Master-Studierenden können zahlreiche Module und Wahlmöglichkeiten nutzen, um als Digital Natives zu lernen, wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Projekte zu entwickeln.


Der InnovationsCampus mit DI-Lab
Foto: HSBA / Daniel Sumesgutner
Den Unternehmen bieten wir mit dem Digital Innovation Lab@HSBA einen inspirierenden Raum und kompetente Unterstützung bei der digitalen Projektentwickung. Flankiert wird dies durch unsere Weiterbildungsangebote. Mitarbeiter und Geschäftsführer aus Hamburger Unternehmen haben zusammen mit Studierenden der HSBA die Möglichkeit, sich über Seminare und Workshops zu digitalen Themen fit zu machen. Inhouse-Veranstaltungen und mehrwöchige Projektarbeiten mit Experten und Coaches der HSBA unterstützen die Unternehmen dabei, Geschäftsmodelle neu zu denken und den digitalen Wandel zu gestalten - und das immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Allen Studierenden und Unternehmen stehen zudem unsere Lounges offen, in denen digitale Geschäftsmodelle, Trends und neue Entwicklungen von Gastreferenten vorgestellt und diskutiert werden, so zum Beispiel Big Data, künstliche Intelligenz, Zustellroboter und vieles mehr. Allein 2016 haben daran über 5.000 Gäste teilgenommen, darunter viele aus KMUs. Auch für 2017 sind wieder viele spannende Lounges geplant. Jeder, der sich für digitale Themen der Wirtschaft interessiert, ist herzlich dazu eingeladen.

Die Hochschule bietet duale Bachelor-Studiengänge und berufsbegleitende Master-Studiengänge an. Welche Studiengänge haben digitale Schwerpunkte?

In den Bachelor-Studiengängen Business Administration mit dem Schwerpunkt Marketing & E-Business, Media Management und Business Informatics beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit Themen aus der digitalen Wirtschaft. In unserem Master-Programm ist das insbesondere der MBA Corporate Management mit dem Schwerpunkt Digital Marketing & E-Business. Aber egal ob Marketing, Vertrieb, Personal, Finanzen oder Internationaler Handel, zum Querschnittsthema Digitalisierung werden in allen Studiengängen der HSBA Kompetenzen vermittelt. Darüber haben wir auch Executive Education als wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte.

Gibt es besondere Highlights im Studium, die den Studierenden helfen, anschließend auch international leichter den Anschluss an die digitale Geschäftswelt zu finden?  

Ein besonderes Highlight ist neben den internationalen Projektarbeiten und Exkursionen zu digitalen Themen die Reise ins Silicon Valley. Sie steht Bachelor- und Master-Studierenden sowie Teilnehmern aus Hamburger Unternehmen offen. Wir schauen uns dort Start-ups an und nehmen die Energie und Inspiration des Valleys mit nach Hamburg

In Hamburg gibt es viele Digitalisierungsinitiativen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Welche Player mit welchen Initiativen sind für Sie besonders interessant?


Dr. Uve Samuels im DI-Lab@HSBA
Foto: Heiner Köpcke
Besonders interessant sind für uns alle Spin-In- Projekte von Unternehmen. Die Warburg Bank ist da ein gutes Beispiel, die mit W&Z FinTech GmbH ein eigenes Start-up in der Schanze gegründet hat. Außer bei Banken können aber auch bei Versicherungen und in der Logistik viele spannende und zukunftsweisende Projekte gefunden werden. Ich bin froh, dass die Politik das Thema inzwischen ganz oben auf der Agenda hat - z. B. mit der HUB-Initiative - und den Transfer aus den Hochschulen als Schlüssel entdeckt hat.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Wie gut ist Hamburg in Sachen Digitalisierung aufgestellt - und wo liegen die besonderen Chancen im Kontext Hochschulausbildung?

Die besondere Chance Hamburgs liegt darin, Innovation als Wettbewerbsvorteil noch stärker zu nutzen. Als Hochschule der Wirtschaft sind wir da besonders gefordert. Der Erfolg des Silicon Valleys ist eng mit der Stanford University verknüpft. Davon können wir lernen und daran können wir anknüpfen.

Vielen Dank für die spannende Vorlesung!

Das Interview führte Thomas Keup


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Außerdem im Hamburg Digital Magazin:

HANSEFUTURE: Vom Hafen übers Lab zur digitalen Zukunft.

 Hamburg Digital Background: 

Hamburg Scool of Business Adminstration:
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DI-Lab@HSBA im InnovationsCampus Hamburg:
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Donnerstag, 2. März 2017

HANSESTARTUPS: "Next" Chance für "Heute in Hamburg".

*Update*

Es war eine Rettung in letzter Minute. Eigentlich wäre am Dienstag endgültig Schluss gewesen. Trotz 160.000 Facebook-Fans und 3.500 Twitter-Followern konnten die sympathischen Gründer des Hamburger Freizeit-Portals "Heute in Hamburg" (HiH) in den letzten gut 20 Monaten nicht die notwendige finanzielle Grundlage schaffen, um zu überleben. Sie drohten nach dem Ende ihres ersten Projektes "SessionLine" zum zweiten Mal aufgeben zu müssen. Doch es geht weiter:

Am 25. Januar verkündeten die Macher auf ihren Kanälen den Exodus. Unser Partnermedium Deutsche Startups berichtete ausführlich. Der Cash-Flow reichte nicht, um das 10-köpfige Team mit seinen Lifestyle-Seiten für Hamburg und Köln zu unterhalten. Finanzielle Reserven zur Überbrückung konnte das Startup nicht zurücklegen. Die Sympathiebekundungen der Hamburger Fanbase waren überwältigend. Nutzer boten an, für ihre Lieblingsseite zu zahlen. Doch die Rettung kam aus einer ganz anderen Richtung.

Die Hamburger Sparkasse bekam die Welle der Sympathie hautnah mit. Kurzerhand traf sich "Chefdigitalisierer" Tobias Lücke mit dem Gründerteam. Was ein 1-stündiges Ausloten möglicher Lösungen sein sollte, wurde ein 3-stündiges Brainstorming, wie "Heute in Hamburg" der Haspa auf ihrem Weg zu jungen Nutzern und Kunden im Netz helfen kann. Die jungen Unternehmer Jan Becker und Patrick Hencke bekamen spontan ein überwältigendes Angebot:


Haspa und HiH bei der Vorstellung der Partnerschaft.
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
Am Mittwoch-Abend wurde es im Braugasthaus "Altes Mädchen" vor der Hamburger Presse verkündet: Das Innovationslab Haspa Next GmbH übernimmt die Betreibergesellschaft SessionLine UG. Die "Heute in Hamburg"-Jungs werden Mitarbeiter des Digitalprogramms der größten deutschen Sparkasse. Gemeinsam mit Tobias Lücke als verantwortlichem Manager für die Digitalaktivitäten sowie Programmmanager Markus Wienen helfen die Startupper der ältesten deutschen Sparkasse bei ihren Digitalisierungsplänen. 

Bereits im Sommer wird es von "Haspa Next" eine Freizeit-App für 18-30-jährige User in Hamburg geben. Das gut 10-köpfige Team soll Lifestyleangebote und personalisierte Services für die nächste Generation Hamburger Sparkassenkunden bauen. Dabei stehen "Non-Banking"-Themen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die "coole Freizeit" von "Heute in Hamburg" ergänzt die eigenen Planungen und gibt dem bislang unter dem Radar fliegenden und im Mindspace Hamburg mit der Digital-Szene vernetzten Haspa-Inkubator mehr Drive. 

Die Anfang Januar gegründete Haspa Next GmbH arbeitet weitgehend unabhängig von der Hamburger Banken-Gruppe. Das Innovationsprogramm kann mit Projekten, wie "About You" der Otto Group verglichen werden. Der interne Inkubator greift auf Ressourcen der Haspa-Gruppe zurück, entwickelt jedoch fernab von möglichen Bedenkenträgern am Adolphsplatz eigene Produkte, die sich im Markt bewähren müssen. Hier folgt "Haspa-Next" dem Prinzip des Company Builders "Liquid Labs" von Otto Group Digital Solutions in Hamburg.

Neben dem internen Inkubator "Haspa Next" zum Adressieren junger Nutzer als künftige Kunden, wird die Hamburger Sparkasse zusammen mit der HSH Nordbank einen externen Accelerator für die Unterstützung von Tech-Startups mit Branchenfokus auf den Handel aufbauen. Der "Next Commerce Accelerator" (NCA) wird nach dem Vorbild des "Next Media Accelerators" der dpa und 9 weiterer Medien-Investoren entwickelt. Bei dem Startup-Programm erhalten Tech-Gründer bis zu 50.000,- € Funding und Zugang zum 5.000 Handelskunden umfassenden Portfolio von Haspa und HSH Nordbank. 


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