Mittwoch, 18. Dezember 2019

HANSESTATEMENT: Die Freie und Hurenstadt: Eine ganz billige "Nummer" ...

HAMBURG DIGITAL STATEMENT


Die Herbertstraße auf St. Pauli am Tag.
Foto: Fred Romeo - Flickr - CC BY 2.0

Hamburg, 1. Januar 1900. Die Stadtverwaltung ernennt den Distrikt um die gerade einmal 60 Meter lange Hermannstraße zur geschlossenen Wohnanlage für Liebesdienerinnen. Willkommen auf der 1922 umbenannten Herbertstraße, willkommen in der Freien und Hurenstadt. Hinter den roten Sichttoren aus dem Jahr 1933 sitzen engagierte Kauffrauen in rot ausgeleuchteten, aneinander gereihten Schaufenstern der 15 Altbauten aus dem 19. Jahrhundert und animieren die solventen Spaziergänger zu einem entspannenden Schäferstündchen.

Ein aktueller Blick in Online-Foren der nur 7 Meter breiten Bummelmeile zeigt: Leider herrschen auf der Herbertstraße heute nicht immer die Grundsätze Ehrbarer Kaufleute, sondern auch Nepper, Schlepper und Bauernfänger. So greifen einige der rd. 220 Damen des zarten und harten Gewerbes ihrer Kundschaft gern mal zu tief in die Tasche - und halten in der Lieferung nicht, was sie in der Auslage versprechen. Warum sollte man auch denken, dass in der Herbertstraße andere Geflogenheiten gelten, als in Alt- und Neustadt. Womit wir so gut wie beim Thema wären ...


Hamburg: Schaufensterpolitik - wie in der Herbertstraße

Hamburg, wir schreiben das Jahr 2020. Die Regierungspartei SPD bekundet im Wahlkampf um die Bürgerschaft, "die ganze Stadt im Blick" zu behalten, während die grün schimmernde Koalitionspartei lieber mehr Experimente möchte. Was der solvente Peter hamburgisch bescheiden verschweigt: Heute ist die ganze Stadt bereits so etwas wie die Herbertstraße. In den vergangenen 10 Jahren betrieb der rot-grüne Senat nämlich systematisch Schaufensterpolitik - wie es einer der klügsten Köpfe unter Hamburgs Wissenschaftlern auf den Punkt bringt.


Hammerbrooklyn-Box - sowas wie ein Laufhaus auf Zeit.

Wie auf dem Kiez stellen die Herbergseltern Katharina und Peter bunt leuchtende, verführerisch schimmernde Reklame in die Senatsschaufenster. Die heißesten Fege*rinnen des Jahres in der Kategorie Digitalisierung sind z. B. die vertrauenswürdige Blockchain und die neunmalkluge KI. Heißestes Bordell ist die Science City in Bahrenfeld - ein bisschen außerhalb, damit es nicht auffällt, dass das Leben zwischen Brachland und Baulöchern noch nicht so ganz tobt. Bis dahin vertreibt man sich die Zeit in der grünen Hammerbrookyln-Box - sowas wie ein Laufhaus auf Zeit für die Lokalprominenz.


Hamburg: Vorn "hui" - hinten manchmal noch ein wenig "pfui".
Foto: HANSEVALLEY

Nach drei Jahren Berichterstattung über das digitale Hamburg kommt unsere Redaktion zum Jahreswechsel 2020 zu dem Ergebnis:


"Hamburg? ... Is' auch nur so'n P.ff!"

Schauen wir uns die jüngsten Angebote aus dem goldverzierten Freuden- - pardon - Rathaus näher an. Schauen wir dabei besonders hin, wie das rot-grün leuchtende Herbergsduo an Alster und Elbe seine Schaufenster-Pferdchen hegt und pflegt, die es mit stolz geschwellter Brust um den Dorfteich - pardon - um die Binnenalster auf den Medien- und aktuell zudem auf den Wählerstrich schickt. Besonders beliebt bei medialen Gang-Bang-Events: Die engen Freunde aus dem Politikressort am Großen Burstah.


In nur 5 Minuten zum guten Ab-/Sch(l)uss ...

Ein aktuelles Highlight der Rotlicht-Show ist der 5-Minuten-Quickie vom eigentlich nicht wirklich so schnellen Peter. Gemeinsam mit der nicht nur ladegehemmten S-Bahn, der partyfreudigen Hyperbahn und dem HVV aus dem Luxustarifsegment möchte der Erste, dass auch seine Bürger als erste kommen - am Besten im 5-Minuten-Takt. Im Moment beschränkt sich die mobile Qualität zwischen Fuhlsbüttel und Harburg eher auf kuschlige und zu kurze Cruising-Container auf S3 und S31 und die beliebten Saunabuslinien 4 und 5.


Auf dem Weg ins dominante Senatsgehege 

Jüngster Neuzugang und damit die allseits beliebte Kategorie Frischfleich ist die sozial engagierte Nachhaltigkeit. Sie gilt als letzter Schrei unter den Fege*innen - auch wenn Vorzeigeschülerin Greta dank geposteter Halbwahrheiten gerade aus dem göttlichen Olymp geflogen ist. Der eigentlich schwer erregbare Peter und die von Natur aus mütterliche Katharina überbieten sich in öffentlichen Geboten, wer dank Schaufenster-Schichten am 23. Februar d. J. siegreich ins dominante Senatsgehege am Rathausmarkt einziehen darf.


Grün-roter Lack? Oder schwarz-rot-goldenes Latex?

Die Wetten laufen noch, ob man es mit der Nachhaltigkeit in den kommenden 5 Jahren zu swingenden Pärchenabenden in rot-grünem oder grün-rotem Lack schafft, alternativ zu wilden Dreiern in schwarz-rot-goldenem Latex oder schwarz-grün-gelbem PU-Leder. Das jüngste Kopf-an-Kopf-Rennen zeigt eines: Die Zeiten einer nicht selten unnahbar wirkenden SPD-Dominariege mit Herr und Meister Olaf S. sind zu Ende, die Genossen aktuell 17% abgestürzt. Das Zittern vor einer mütterlich-dominanten Katharina I. ist ausgebrochen.


Die digitalen Wahlprüfsteine zur Bürgerschaftswahl.

Wettbewerb belebt das Geschäft. Das gilt auch für den politischen Betrieb zwischen Herbertstraße und Senatsgehege. HANSVALLEY widmet sich zu Jahresbeginn den digitalen Zielen der Bürgerschaftsparteien im Wahlkampf - mit 15 Fragen in den 5 entscheidenden Kategorien 1. Digitalisierung und Wirtschaft, 2. Digitalisierung und Wissenschaft, 3. Digitalisierung und Bildung, 4. Digitalisierung und Verwaltung sowie 5. Digitalisierung und Stadtleben.


Klare Fragen. Klare Antworten? Eine klare Empfehlung!

Wir werden die Antworten auf unsere Fragen in der Reihenfolge der Sitzverteilung von 2015 veröffentlichen - einschl. AfD und Linkspartei, denn wir machen keine Politik. Wir berichten, was Politik macht. Wir werden in jeder der 5 Kategorien eine aus unserem Background mit 1.200 Digitalnachrichten und 270 Digitalbeiträgen überzeugende Partei benennen. Und wir werden eine klare Empfehlung aussprechen, wen wir am 23. Februar 2020 für das digitale Hamburg empfehlen, zu wählen. 


Manchmal ist ein bisschen Rotlicht sehr verführerisch. Manchmal braucht es auch einfach etwas Entspannung. Und manchmal bedarf es der versprochenen Lieferung, um nicht nur befriedigt zu werden, sondern glücklich zu sein. Das gilt in der Herbertstraße aufm Kiez genauso, wie im Senatsgehege am Rathausmarkt. Freuen Sie sich auf mit uns auf die Live-Show 2020 - auf St. Pauli und in der Altstadt.


Autor: Thomas Keup


Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag entspricht nicht unbedingt der Meinung der Redaktion.



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 Hamburg Digital Background: 

HANSESTATEMENT: Eine digitale Odyssee in Rot-Grün.
https://hv.hansevalley.de/2019/11/hansestatement-eine-digitale-odyssee-in.html


HANSESTATEMENT: Von Winterhude auf der Elbe in die Welt - an der Digitalisierung vorbeigetrieben.
https://hv.hansevalley.de/2019/06/hansestatement-kraemerseele.html

HANSESTATEMENT: Digitalisierung? Kein Thema mehr für die Hamburger CDU?
https://hv.hansevalley.de/2019/06/hansestatement-cdu-ovens.html

 Hamburg Digital Service: 


YouTube - Großreinemachen auf der Herbertstraße:

https://youtu.be/TBD7rjBYc-0

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