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"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."
- Bertold Brecht, Deutscher Dramatiker, 1890-1977 -


"Otto"-Modeversender "About You" verliert Milliarden-Bewertung und Unicorn-Status.

About You vernichtete seit dem Börsengang 80 % des Aktienwerts.
Grafik: About You

Hamburg, 26.09.2022: Der vom umstrittenen, selbsternannten E-Commerce- und Online-Marketing-Fachmann Tarek Müller mit-gegründete Hamburger Bekleidungsversender "About You" hat seine Milliarden-Bewertung an der Börse verloren und ist damit kein "Unicorn" unter den als Startup gegründeten Jungunternehmen in Deutschland mehr. Das meldet das Fachmagazin "Exciting Commerce" von E-Commerce-Experte Jochen Kirsch.
Grund: Auf Grund der zunehmenden Kaufzurückhaltung der zumeist jungen deutschen Kunden der Hamburger "Otto Group"-Beteiligung musste das von Mitarbeitern als "toxisch" bezeichnete, im Frankfurter Xetra-DAX gelistete Unternehmen seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 mit Stichtag 28.02.2023 deutlich nach unten korrigieren.
Erwartete der Vorstand unter - dem wegen Trunkenheit Ende Juli d. J. in Hamburg verurteilten - Tarek Müller im laufenden Jahr noch eine Steigerung um bis zu 35 % auf 2,34 Mrd. €, erwartet das von dem 33-jährigen Harburger "Facebook"-Shitstormer zusammen mit "Otto Group"-Erbe Benjamin Otto gegründete Modeunternehmen im schlimmsten Fall nur noch ein Wachstum von unterdurchschnittlichen 10 % auf 1,90 Mrd. €.
Hannes Wiese, Mitgründer und Co-CEO von "About You", erklärte: Die aktuelle Situation ist herausfordernd und fordert entschlossenes Handeln. Wir haben eine Stabilisierung des makroökonomischen Umfelds und eine Erholung des Geschäfts ab dem zweiten Quartal fortfolgend erwartet. Unsere Bestandsplanung und Kostenstruktur wurden darauf ausgelegt, was nun, aufgrund eines geringer als erwarteten Umsatzwachstums, zu einer Belastung der Profitabilität führt."
Hintergrund für das stockende Geschäft des "Zalando"-Konkurrenten ist die massive Inflation bei Lebenshaltungskosten, die Explosion der Gas- und Strompreise für Verbraucher und eine erwartete Rezession im kommenden Winter. Die Hamburger "Otto Group"-Beteiligung ging am 16. Juni 2021 mit einem Eröffnungskurs von 25,60 € an den Aktienmarkt. Das Papier verlor in den vergangenen 15 Monaten 4/5 seines Wertes und notierte Ende vergangener Woche nur noch bei 5,05 €.
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Probleme bei VW-Softwareentwicklung weiterhin nicht gelöst.

Bei der VW-Softwartochter Cariad brennt es lichterloh.
Foto: VW AG

Wolfsburg, 15.07.2022: Am vergangenen Freitag mussten sich "VW"-Konzernchef Herbert Diess und "Cariad"-Softwarechef Dirk Hilgenberg gegenüber dem Aufsichtsrat des größten europäischen Autobauers mit Vertretern der Familien Piech und Porsche, des Landes Niedersachsen und der Arbeitnehmervertretung rechtfertigen. Der Grund: Die massiven Verzögerungen bei der Software-Entwicklung der künftig konzernweit einheitlichen Fahrzeug-Software "E3 2.0".
Nach wie vor gibt es keinen umfassenden Durchbruch zur Beendigung der massiven Schwierigkeiten bei der IT-Einheit "Cariad" - trotz eines jährlichen Budgets von 2,5 Mrd. €. Eine "McKinsey"-Analyse im Auftrag der "VW"-Tochter "Audi" deckte rd. ein Dutzend schwerwiegende Mängel bei der Software-Entwicklung auf. So würden die Verantwortlichen der Konzern-Töchter nicht miteinander kommunizieren und ihre Egoismen verfolgen.
Als vorläufige Zwischenlösung sollen die beiden Premium-Marken "Audi" und "Porsche" bis auf Weiteres ihre Software teilweise in Eigenverantwortung weiterentwickeln dürfen, vor allem Assistenzsysteme. Später sollen die Entwicklungen wieder zusammengeführt werden. "Porsche"-Manager hatten sich besonders intensiv bei der gleichnamigen Eignerfamilie über die Arbeit von "Cariad" beschwert und die Probleme in den Aufsichtsrat des "VW-"Konzerns getragen.
Die Softwareplattform wird nun wie bereits spekuliert erst zwischen 2025 und 2030 fertig. Dadurch wird der Marktstart des bereits für 2025 geplanten "Audi"-Flaggschiffs "Artemis" und des für 2026 geplanten autonomen "VW"-Modells "Trinity" ggf. um mehrere Jahre verzögert. Bereits zuvor wurde dem "VW Trinity" Vorzug für die Nutzung der neuen Software-Plattform mit Zieldatum 2026 gegeben.
Um die Verzögerungen nicht weiter ausufern zu lassen, versprachen Diess und Hilgenberg dem Aufsichtsrat ein weiteres Aufstocken des "Cariad"-IT-Personals. Brisant: Seit Monaten leidet die Softwarefirma unter einer fortlaufenden Personalflucht. Als weitere Maßnahme sollen zusätzlich IT-Dienstleister aufgekauft und in die "Cariad"-Organisation fusioniert werden.
Schließlich sollen die Entscheidungsprozesse bei der 5.000 Mann-Organisation "Cariad" gestrafft werden. Dabei sind es die internen Querelen zwischen den verantwortlichen Managern der Konzerntöchter, die die Softwareentwicklung stocken lassen. Die zusätzlichen Maßnahmen bei "Cariad" kosten den Konzern schätzungsweise 500 Mio. € mehr. Ob damit die Probleme gelöst werden können, bleibt offen.
Ein ausführlicher Beitrag zum Thema ist im Fachmagazin "CIO" erschienen.
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Hamburger Website-Baukasten Jimdo feuert Marketing-Abteilung und verhängt Presse-Maulkorb.

Bei Jimdo wurden fast 20 Leute im Marketing per Videocall gefeuert.
Foto: Kampus Productions, Pexels

Hamburg, 04.07.2022: Das Startup-Magazin "Startbase" der Stuttgarter Börse hat exklusiv veröffentlicht, dass der Hamburger Anbieter von Website-Baukästen - "Jimdo" - zahlreiche Mitarbeiter seiner Marketing-Abteilung kurzfristig gefeuert hat. Gründer und Geschäftsführer Matthias Henze begründete das Freisetzen von Mitarbeitern als "notwendige Umstrukturierung". Brisant: Das Unternehmen versuchte mit einer scharfen Unterlassungserklärung, die schlechte Nachricht vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen.
Laut "Startbase" wurde von den fast 20 entlassenen Marketing-Mitarbeitern verlangt, keine „nachteiligen oder unfreundlichen Äußerungen” in Bezug auf "Jimdo" zu tätigen, „insbesondere in der Presse oder in den sozialen Medien”. Der "Maulkorb-Erlass" des "Jimdo"-Managements macht auch vor der Begründung für die Entlassungswelle nicht halt. So heißt es im Schreiben an die Entlassenen: „Die Gründe für unsere Entscheidung haben wir dir im persönlichen Gespräch erläutert.
Unter den gefeuerten Mitarbeitern herrscht laut eines Betroffenen ein Gefühl der Enttäuschung und Fassungslosigkeit. Gegenüber "Startbase" sagte er, dass sich die Kollegen unfair behandelt fühlten: „Da Jimdo keinen Betriebsrat hat, wurde ohne die Berücksichtigung jeglicher sozialen und individuellen Situationen entschieden, wer gehen musste“. Unter der verbliebenen Belegschaft herrscht nun offenbar Angst, selbst ins Fadenkreuz des Managements zu geraten.
Matthias Henze versuchte gegenüber "Startbase", die Entlassungswelle schönzureden. Zur Ankündigung der Massenentlassungen per Videokonferenz kurz vor dem Austeilen der schriftlichen Unterlagen erklärte er: „Uns war wichtig, den Leuten individuell die Gründe darzulegen.“ Der nicht unumstrittene Unternehmer sagte zum Abbau der Marketing-Abteilung aus wirtschaftlichen Gründen: „Wir haben versucht, eine möglichst humane Art für die Kündigungen zu finden.“
Es ist nicht das erste Mal, dass "Jimdo" aus strategischen Gründen überraschend Mitarbeiter auf die Straße setzt. Im Herbst 2016 feuerte "Jimdo" rd. 25 % der gesamten Belegschaft - und dies trotz erfolgreichem Jahresabschluss. Die Begründung von Henze damals gegenüber dem Wirtschaftsmagazin "Impulse": zu langsame Produktentwicklung.
Die Original-Nachricht ist bei "Startbase" nachzulesen. 
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Polizisten in Norddeutschland verschleppen Ermittlungen gegen Hasskriminalität im Internet.

Satiriker Jan Böhmermann hat mit 16 Korrespondeten die Polizei bloßgestellt.
Foto: ZDF/Jens Koch

Köln, 30.05.2022: Bei der Anzeige und Aufklärung von Hass-Kriminalität im Internet gibt es in den 16 Bundesländern massive Mängel und erheblichen Nachholbedarf. Wie eine Langzeit-Recherche des "ZDF Magazin Royale" herausfand, reicht die Bandbreite der Strafverfolgung von einer Weigerung der Anzeigen-Aufnahme in Sachsen-Anhalt bis zur schnellen Ermittlung, Ergreifung und Verurteilung eines Täters in Baden-Württemberg. Die fünf norddeutschen Bundesländer kommen bei der Recherche des Satirikers Jan Böhmermann, 16 Korrespondenten und sieben ausgewählten Hass-Kommentaren - von Morddrohung bis Hakenkreuz - nicht gut weg:

In Bremen verweigerte ein Polizeibeamter die Anzeigen-Aufnahme. Konsequenz der Strafvereitelung nach Rückfrage der Redaktion: Der Staatsschutz leitete Ermittlungen gegen den Beamten ein. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren. In Mecklenburg-Vorpommern verwies der aufnehmende Beamte darauf, dass die Anzeigen im Papierkorb landen könnten. Die Pressestelle verweigerte gegenüber der ZDF-Redaktion jegliche Auskunft zu dem weiteren Verbleib. In Bremen und Hamburg können die Beamten zur Strafverfolgung offenbar nicht bei Facebook recherchieren. In Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern können online keine Beweise - z. B. Screenshots - hochgeladen werden.

Die sieben angezeigten Hasskommentare aus dem Internet:
Bremen und MV versuchten, die Anzeigen zu vereiteln.
Screenshot: ZDF Magazin Royal/YouTube/HANSEVALLEY

In Schleswig-Holstein, NRW und dem Saarland wurde das Verfahren um ein Hakenkreuz und einen Heinrich-Himmler-Spruch (siehe Screenshot) eingestellt. Begründung: Der Täter sei nicht zu ermitteln. Makaber: Der Hakenkreuz-Täter wurde von Beamten in Baden-Württemberg aufgespürt und unterdessen vom Amtsgericht in Aalen verurteilt. Die Hamburger Polizei teilte nach neun Monaten mit, immer noch zu ermitteln.

Keine der 16 Länderpolizeien schaffte es, drei auf Twitter gefundene und angezeigte Hasskommentare (ebenfalls auf dem Screenshot) zur verfolgen. Lediglich die Landespolizei in Niedersachsen fand heraus, dass ein Täter in Österreich lebt. ZDF-Moderator Jan Böhmermann ließ es sich nicht nehmen, die Hamburger Polizei nach der "Pimmelgate"-Affäre um Innensenator Andy Grothe auf ihre bundesweit belächelte Leistung hinzuweisen: „Hamburgs Polizei wird Jahre brauchen, um sich von ihrem letzten großen Interneteinsatz zu erholen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat entgegen der Notwendigkeit bis heute keine Möglichkeit, eine Anzeige wegen Hass-Kriminalität anonym aufzugeben. Hamburgs Justizsenatorin Anna Galina nutzte die Gelegenheit, ein bundesweites Melde-Portal zur anonymen Anzeige von Hass-Kommentaren zu fordern. Auf Twitter kommentierte sie: "Das ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann hat wieder einmal gezeigt: Wir müssen besser werden bei der Bekämpfung von Hass und Hetze im Netz".

Die Redaktion gab im August 2021 zeitgleich in allen 16 Bundesländern auf Polizeiwachen Strafanzeigen über sieben im Netz öffentlich verbreitete Hass-Kommentare auf. Die 16 Korrespondenten verfassten nach der Anzeige ein Gedächtnisprotokoll zur Nachvollziehbarkeit der Aktion. Nach neun Monaten fragte die Redaktion bei Staatswanwaltschaften und Polizeipressestellen nach, ob und wie ermittelt wurde. Skandalös: In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden die sieben Strafanzeigen schlechtweg nicht angenommen.

Die ausführlichen Ergebnisse mit den Detailauswertungen der Polizeiarbeit in allen 16 Bundesländern können hier nachgelesen werden. Das "ZDF Magazin Royal" vom vergangenen Freitag kann in der "ZDF Mediathek" oder auf "YouTube" angeschaut werden.

HANSEVALLEY und Chefredakteur Thomas Keup wurden am 7. April 2017 Opfer eines hasskommentierenden Shitstorms des Hamburger SPD-Funktionärs Nico Lumma unter dem Label des "Next Media Accelerators". Daran waren u. a. die Gründerinnen des Startup-Netzwerkes "Hamburg Startups" sowie "About You"-Vorstand Tarek Müller beteiligt. Das Bundesamt für Justiz stellte 1,5 Jahre nach Antrag fest, dass es sich bei dem Shitstorm um eine Straftat gehandelt hat. Die Hamburger Staatsanwalt hatte das Verfahren "mangels öffentlichen Interesses" eingestellt. Weitere Informationen zum Shitstorm gibt es auf HANSECODEX.

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SPD-Funktionär Lumma fordert mehr als 1 Mio. € Entschädigung für abgesagten Fintech-Accelerator.

Die Finanzbehörde soll über 1 Millionen € Schadensersatz zahlen.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 12.05.2022: Der SPD-Finanzskandal um die Neun-Millionen-Euro-Subventionierung eines Fintech-Accelerators zugunsten des SPD-Funktionärs Nico Lumma könnte für den Hamburger Steuerzahler zu einer millionenschweren Belastung werden. Die "Hamburger Morgenpost" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass Lumma als Betreiber des "Next Media Accelerators" 1,05 Mio. € Entschädigung für den gescheiterten Millionen-Deal fordert. Das ist fast die gesamte Summe der 1,3 Mio. € für den Aufbau des von Hamburger Finanzbehörde, Handelskammer und Branchenverband "Finanzplatz Hamburg" geplanten Startup-Accelerators.
Als Begründung für die 80 % Entschädigung im Zusammenhang mit der viermonatigen, von der Finanzbehörde genehmigten Vorbereitung seit 22. September '21 soll die "NMA VC GmbH" den entstandenen Imageschaden aus der politischen Aufarbeitung und der freien Berichterstattung, bereits entstandene Kosten u. a. für Rechts- und Fondsberatung und entgangene Provisionen aus den geplanten VC-Mittelvergaben anführen. Die Forderung nach der millionenschweren Erstattung realer und anderer Schäden wurde von der Finanzbehörde laut Medienbericht zurückgewiesen.
In der Antwort auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion in der Bürgerschaft antwortet die zuständige Finanzbehörde zu dem nun zwischen den SPD-Genossen Dressel und Lumma ausgebrochenen Streit, keine Stellung zu beziehen. Jetzt soll die "NMA GmbH" eine genaue Kostenaufstellung nachreichen, so die "Mopo". Erst danach soll es konkrete Gespräche über eine mögliche Entschädigung geben. Zwar hat die Finanzbehörde Lummas "NMA" mit Datum 22.09.21 die Vorarbeiten gestattet, einen juristischen Vertrag gibt es allerdings nicht. Dressel und seine Behörde hatten Mitte Januar d. J. die geplante freihändige Vergabe nach intensiver Berichterstattung durch "Mopo" und HANSEVALLEY gestoppt.
Der haushaltspolitische Sprecher der Linksfraktion, David Stoop, erklärte: "Die Lumma-Vergabeaffäre ist ein Lehrstück, wie ein unsauberes und intrasparentes Vergabeverfahren zum Schaden aller Beteiligten führt." In der vergangenen Woche war nach Einsicht in die über 900 Seiten starke Vergabeakte bekanntgeworden: SPD-Funktionär und "NMA"-Accelerator-Betreiber Nico Lumma war offensichtlich wesentlich früher am Verfahren zur Anbieter-Auswahl involviert. Damit würden sich die Erklärungen des Senats gegenüber den Bürgerschaftsabgeordneten im Haushaltsamtsausschuss von Mitte Januar d. J. als gelogen erweisen.
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SPD-Funktionär Lumma von Anfang an in die Millionen-Schieberei für einen Fintech-Accelerator beteiligt.

Hat Nico Lumma (2. v. r.) sich den FinTech-Accelerator selbst ausgedacht?
Foto: NMA

Hamburg, 06.05.2022: Der SPD-Finanzskandal um die versuchte Vergabe von 9 Mio. € Corona-Hilfsgeldern zugunsten eines FinTech-Accelerators in Hamburg geht in die nächste Runde. Unter der Leitfrage "Hat Lummas NMA sich den FinTech Accelerator auf den Leib geschneidert?" stellt der Hamburger Haushaltspolitiker David Stoop in einer schriftlichen Anfrage an den Senat 14 kritische Fragen zu der beabsichtigten freihändigen Vergabe der Millionen-Subvention durch SPD-Finanzsenator Andreas Dressel und seine Behörde.

Der naheliegende Verdacht: Die vom Hamburger Senat bis heute aufrechterhaltene Chronologie zu Markterhebung und Anbieterauswahl ist falsch. Nach den vorliegenden Angaben war SPD-Funktionär und "NMA"-Accelerator-Betreiber Nico Lumma wesentlich früher am Verfahren zur Anbieter-Auswahl involviert. Damit würden sich die Erklärungen des Senats gegenüber den Bürgerschaftsabgeordneten im Haushaltsamtsausschuss als gelogen erweisen.
David Stoop erklärte am Donnerstag: "„Als der Senator am 11. Januar 2022 die Vergabe eines FinTech Accelerators an Lummas Firma im Haushaltsausschuss stoppte, hat er gemeinsam mit seiner Behördenspitze eine sehr detaillierte Chronologie vorgelegt - beginnend im September 2020. Dressel hat den Eindruck erweckt, man habe sich bemüht, ein Konzept zu erarbeiten und dann den besten Konzeptpartner zu suchen. Interessenten habe man dann am 14. Januar eingeladen." 
Der Oppositionspolitiker bringt brisante Fakten auf den Punkt: "Als im Januar diese 'potenziellen Interessenten' eingeladen wurden, lag der Finanzbehörde längst ein fertiges Konzept von Herrn Lumma vor – und dazu eine fertige Gesellschaftsstruktur inklusive personeller Besetzung. Mitarbeitende der Finanzbehörde waren längst in einem regen Austausch mit jenem Konsortium, das es aus Sicht der Behörde auch werden sollte. Ab da ging es, so mein Eindruck, nur noch um die Frage, wie man rechtssicher an die favorisierte Firma vergeben könne..."
Damit erhärtet sich der Verdacht einer SPD-internen Verschiebeaktion der Millionen-Subventionen unter den Genossen Dressel und Lumma. Im April dieses Jahres hatte bereits die Europäische Kommission Dressels Argumentation der alternativlosen Vergabe an seinen Parteifreund offiziell widersprochen. Die Brüsseler Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU stellt in ihrer Stellungnahme zur Beschwerde wegen mutmaßlichem Verstoßes gegen das EU-Vergabrecht fest:
In der Kleinen Anfrage fragt David Stoop den Senat konkret, ob und seit wann Nico Lumma an der Erarbeitung eines Vergabe-Konzepts für einen Hamburger FinTech-Accelerator beteiligt und inwiefern Lumma mit seinem "NMA"-Accelerator bereits beim Schreiben des "Masterplans Hamburger Finanzwirtschaft 2021-2025" involviert war. Die bis zur kommenden Woche zu beantwortenden Fragen drehen sich auch um die Entschädigung von Lummas "NMA" aus den Vorarbeiten für den geplanten FinTech-Accelerator. Hier mahnt Stoop für die Linkspartei bereits zum dritten Mal an, die Kosten offenzulegen.
Hintergrund: Linkspolitiker David Stoop hat gemäß Hamburgischer Verfassung Einsicht in die Vergabeakte zur abgesagten Neun-Millionen-Vergabe der Finanzbehörde erhalten. Am vergangenen Freitag hatte die Finanzbehörde die Vergabeakte veröffentlicht. Oppositionspolitiker u. a. von CDU und Linkspartei haben sich daraufhin im Rathaus die verschlossenen Unterlagen zum Vergabeverfahren im Detail ansehen dürfen. Die Einsicht unterliegt neben dem Datenschutz auch einer Vertraulichkeit, über die Geschäftsabläufe der zuständigen Finanzbehörde nicht öffentlich zu reden.
Die schriftliche Anfrage mit dem ausführlichen Fragenkatalog kann in der Parlamentsdatenbank der Hamburgischen Bürgerschaft nachgelesen werden.
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VW-Konzernchef Diess versucht mit 'Basta!' Kritik an Softwaretochter Cariad abzuwürgen.

Die neue Kooperation wird überschattet von Kritik und Problemen bei Cariad.
Illustration: Cariad SE

Wolfsburg, 04.05.2022: "VW"-Konzernchef Herbert Diess hat sich nach der internen Kritik an den Verzögerungen bei der Software-Tochter "Cariad" am Dienstag öffentlich zu den in den vergangenen Wochen über "Handelsblatt", "Manager Magazin" und HANSEVALLEY veröffentlichten Missstände geäußert. Anlässlich der Vorstellung einer Partnerschaft zwischen dem US-Chiphersteller "Qualcomm" und "Cariad" sagte Diess in einem "Linkedin"-Post: "Es ist besser, gemeinsam an Fortschritten zu arbeiten, als sich nur zu beschweren. Auf geht's!"
In Bezug auf die drohenden Verspätungen bei den künftigen, elektrischen Flaggschiffen "Porsche Macan", "Audi Artemis" und "VW Trinity" bekräftigte der noch verantwortliche Vorstand für die Volumenmarken "Seat, Skoda & "VW", dass der neue in Wolfsburg geplante "VW Trinity" inkl. autonomen Fahren auf Stufe 4 wie geplant 2026 kommen soll. Insider hatten gegenüber dem "Manager Magazin" erklärt, dass die Limousine auf Basis der neuen Software-Plattform "E3 2.0" erst ein Jahr später fertig sein könnte.
Für die neue, künftig in allen Modellen geplante Software-Plattform will der "VW"-Konzern Chips von "Qualcomm" einsetzen. Diese sollen ab 2025 Grundlage für die bereitgestellten autonomen Fahrfunktionen bis Stufe 4 werden. Vorteil der amerikanischen Chip-Plattform "Snapdragon" ist die Möglichkeit, Spezifikationen individuell z. B. für verschiedene Fahrzeugmodelle zu konfigurieren.
Das vernetzte und autonom fahrende Auto der Zukunft ist ein Hochleistungsrechner auf Rädern. Dahinter stecken enorm komplexe Rechenleistungen“, so "Cariad"-CEO Dirk Hilgenberg. „Mit unseren automatisierten Fahrfunktionen tragen wir dazu bei, dass die Kunden unseres Konzerns künftig die Hände vom Lenkrad nehmen können. Unsere Software und die High-Performance-Chips von Qualcomm Technologies sind ein perfekter Match, um unseren Kund:innen weltweit ein neues Fahrerlebnis zu bieten.
Eine ausführliche Pressemitteilung ist in englischer Sprache auf der Presseseite von "Cariad" zu finden.
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Cariad-Softwareentwicklung bringt künftige Fahrzeugserien bei Audi, Porsche und VW in Verzug.

Für Konzernchef Diess wirds in Sachen Software ziemlich teuer.
Foto: VW AG 

Hamburg/Hannover, 02.05.2022: Die Egoismen der "VW"-Töchter und ihre Top-Manager haben offensichtlich weit gravierendere Konsequenzen auf die Entwicklung der künftigen "Volkswagen"-Softwareplattform durch die Konzern-Softwareschmiede "Cariad", als bislang befürchtet. Laut "Manager Magazin" stehen die Erscheinungsdaten für den bereits um zwei Jahre verschobenen "Porsche Macan" ebenso zur Disposition, wie für den in 2024 geplanten "Audi Artemis" und den ab 2026 annoncierten "VW Trinity".
Laut Insiderinformationen aus der Konzernspitze in Wolfsburg könnten die neuen Flaggschiffe "Artemis" und "Trinity" auf der neuen Softwareplattform "E3 2.0" mit zuschaltbaren autonomen Fahrfunktionen erst 2027 in den Showrooms stehen. Das Hamburger Wirtschaftsmagazin zitiert einen Beteiligten: "Auf ein Jahr kommt es da nicht mehr an."
Die drohende Verschiebung der künftigen Flaggschiffe und darauf aufbauender Serienfahrzeuge, wie der neue elektrische "Porsche Cayenne" sowie die künftigen elektrischen "Audi"-Limousinen und SUV's sowie jährliche Investitionen von 2,5 Mrd. € in die Softwarentwicklung der 5.000 Mann-EInheit "Cariad" haben in den vergangenen Wochen die Eigentümer-Familien Porsche und Piech auf den Plan gerufen.
Während der Familienclan mit seinen 53,3 % der Stimmrechte an der "VW AG" nach kritischen Fragen detaillierte Updates erhielt, versucht der zuständige Softwarevorstand, Konzernchef Herbert Diess, die massiven Schwierigkeiten bei der Softwareentwicklung durch neue strategische Partnerschaften zu beheben. Dabei reicht das Investment von rd. 350 Mio. € in ein gemeinsames Entwicklungszentrum mit "Bosch" und die 40 %-Beteiligung am US-KI-Startup "Argus AI" nicht aus.
Diess favorisiert eine Partnerschaft mit dem israelischen Tech-Unternehmen "Mobileye". Die Softwareschmiede entwickelt u. a. Kamerafunktionen für das autonome Fahren. Ein zweistelliger Millardenbetrag steht für eine Partnerschaft im Raum. Allerdings stocken die Verhandlungen, so das "Manager Magazin". Daneben könnte "Huawei" bei einem eigenen Halbleiterdesign und autonomen Fahrfunktionen helfen, ebenso wie Partnerschaften mit den Automotive-Sparten von "Amazon" und "Microsoft".
In diesem Monat sollen drohende Verschiebungen im Konzernvorstand offiziell entschieden und verkündet werden. Bis Ende des Jahres sollen die wichtigen Partnerschaften für "Cariad" stehen, um die Basissoftware endlich auf die Reihe zu bekommen. Zurzeit läuft die Bewertung über mögliche Beteiligungen und Partnerschaften. Die Zeit für den verantwortlichen Vorstand Herbert Diess wird unterdessen eng. Nicht zuletzt, da die besonders eigenständig agierenden Topmanager der Sportwagenschmiede "Porsche" auf kurzem Dienstweg den Eigentümerfamilien in den Ohren liegen.
Weitere Informationen zur "VW"-Softwaretochter gibt es auf der Firmenseite von "Cariad".
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Hamburger Hochbahn verweigert Finanzauskunft zu Millionengrab "HVV Any".

Das tickeltlose Fahren in Bussen und Bahnen bleibt ein Wunschtraum.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg, 29.04.2022: Das seit 2018 in Zeitverzug stehende ÖPNV-Vorzeigeprojekt "HVV Any" entwickelt sich zu einem geheimgehaltenen Millionengrab. Die Nutzung von Bussen und Bahnen an Alster und Elbe nach dem Prinzip "Check-in/Be-out" sollte zuletzt im Frühjahr dieses Jahres in den lokalen Betrieb gehen. Nach Informationen der "Morgenpost" und anderer Hamburger Medien verschiebt die verantwortliche "Hochbahn" das zuletzt als "ITS-Ankerprojekt" gefeierte Beacon-System auf unbestimmte Zeit.

Im kommenden Jahr sollte "HVV Any" über die Grenzen Hamburgs hinaus in der Metropoleregion in Bahnen und Bussen des Verkehrsverbundes genutzt werden können. Zuletzt versuchten "Hochbahn" und "HVV" die Verzögerungen mit technischen Schwierigkeiten bei der korrekten Registrierung von Fahrgästen in parallel befahrenen U- und S-Bahntunneln zu begründen. Jetzt verschieben die Verantwortlichen das Projekt mit der Begründung des einheitlichen 9,- €-Tickets für die Monate Juni bis August '22 auf unbestimmte Zeit.
Die "Hochbahn" verweigert die Auskunft zur aktuellen Finanzierung des Projektes aus Steuermitteln. Eine Anfrage von HANSEVALLEY zum Anteil der insgesamt rd. 21 Mio. € Förderung im Rahmen des "Reallabor Hamburg" durch das Verkehrsministerium in Berlin wies die Pressestelle der "Hochbahn" ab. Pressesprecherin Corinna Dinse erklärte: "Da im RealLabHH viele privatwirtschaftliche Unternehmen involviert sind, können wir keine Angaben zu einzelnen Eigenanteilen treffen".
Bei "Check-in/Be-out" werden die Eingangsbereiche aller Busse und Bahnen mit Sensoren ausgestattet. Nachdem sich die Kunden einmal mit der aufgerüsteten "HVV Switch"-App eingecheckt haben, registriert das Smartphone alle genutzten Busse und Bahnen innerhalb von 24 Stunden. Am nächsten Tag stellt der "HVV" eine Rechnung aus, die alle Fahrten zum günstigsten Tagespreis abrechnet.
Das ticketlose Fahren im "HVV" hatte der damals neue "Hochbahn"-Chef Henrik Falk 2016 als Zukunftsziel ausgegeben. Die neue "HVV"-Geschäftsführerin Anna-Theresa Korbutt nannte das verspätete Vorzeigeprojekt unter Leitung der "Hochbahn" bei Vorstellung des neuen "HVV-Logos" Anfang Oktober '21 eine "Revolution im Markt". International nutzen führende Millionenmetropolen wie Amsterdam, Stockholm oder Hong Kong funktionierende Systeme nach dem Prinzip "Check-in/Be-out".
Weitere Informationen zum bislang gescheiterten Projekt "HVV Any" gibt es auf den Seiten des Verkehrsverbundes "HVV".
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EU-Kommission entlarvt SPD-Finanzsenator bei unglaubwürdiger Vergabe-Rechtfertigung.

Die EU bringt die versuchte Dressel-Millionen-Schieberei erneut auf die Tagesordnung.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg, 14.04.2022: Die Europäische Kommission bringt Hamburgs SPD-Finanzsenator Andreas Dressel nach der "Dressel-Lummaland-Affäre" um die Verschiebung von 9 Mio. € Corona-Hilfsgelder für einen Hamburger Fintech-Accelrator in massiven Erklärungsnotstand. Die Brüsseler Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU stellt in ihrer Stellungnahme zur Beschwerde wegen mutmaßlichem Verstoßes gegen das EU-Vergabrecht fest:
Damit widerspricht die Europäische Kommission dem Hamburger SPD-Finanzpolitiker, bei der Vergabe von 9 Mio. € Corona-Steuergeldern für einen Fintech-Accelerator zugunsten des Parteifreundes Nico Lumma keinen anderen Anbieter als den "Next Media Accelerator" auswählen zu können. Die geplante und im Endeffekt gescheiterte freihändige Millionen-Schieberei wurde von Senator Dressel mit der Alternativlosigkeit zum "NMA" begründet.
David Stoop, finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Damit ist die Argumentation des Senators, es sei der einzig mögliche Kandidat ausgewählt worden, widerlegt. Herr Dressel konnte bisher nicht glaubhaft darlegen, weshalb auf ein ordentliches Ausschreibungsverfahren verzichtet wurde. Die EU-Kommission hat zwar angekündigt, das Verfahren nicht weiter prüfen zu wollen, weil es sich aus ihrer Sicht nicht um eine generelle Praxis, sondern einen Einzelfall handele - die Darstellung des Senators, es handele sich um ein ordentliches Verfahren, ist jedoch widerlegt und der Verdacht der Begünstigung steht weiterhin im Raum."
In einer aktuellen Meldung betont Stoop, dass bis heute nicht bekannt ist, welche Folgekosten aus den im September '21 begonnenen Vorarbeiten seitens "NMA", einer Anwaltskanzlei und einer Fondsmanagement-Gesellschaft auf die Stadt zukommen. Die Finanzbehörde hat bis heute die von CDU und Linken geforderte Veröffentlichung der Vergabeakte verschleppt. Die Abgeordneten haben das Recht, in die Unterlagen zur gescheiterten Millionen-Verschiebung einzusehen.
Hintergrund: Im Oktober 2021 verabschiedeten die Finanzbehörde, die Handelskammer und der Branchenverband "Finanzplatz Hamburg" einen gemeinsamen "Masterplan" zur weiteren Entwicklung des Finanzstandortes Hamburg. Dazu sollte mit insgesamt 9 Mio. € ein "Fintech-Accelerator" zur Förderung und Ansiedlung junger Unternehmen in der Finanzindustrie organisiert werden.
Nachdem SPD-Finanzsenator Andreas Dressel versucht hatte, die Corona-Haushaltsmittel ohne öffentliche Ausschreibung dem Hamburger SPD-Funktionär Nico Lumma und seinem "Next Media Accelerator" zuzuschieben, erntete der Versuch massive öffentliche Kritik der Hamburger Oppositionsparteien CDU und Linke sowie unabhängiger Medien, wie der "Morgenpost" und HANSEVALLEY.
HANSEVALLEY hat eine Belohnung von 5.000,- € zur lückenlosen Aufklärung der "Dressel-Lummaland-Affäre" ausgesetzt.
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Hamburger Senat lobt mit Corona-Mitteln neues staatliches Fintech-Förderprogramm aus.

Ein neuer Versuch des Hamburger Senats, doch noch Fintechs anzusiedeln.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 25.03.2022: Die Hamburger Finanzbehörde, die Handelskammer und der Branchenverband "Finanzplatz Hamburg" starten ein neues Förderprogramm für junge Startups in den Bereichen Fintech und Insurtech. Damit können sich Finanzmarkt-Startups mit bis zu 200.000,- € bzw. 90 % als Zuschuss fördern lassen. Die Fintech-Förderung wird vom öffentlichen Startup-Finanzierer "IFB Innovationsstarter" der staatlichen Förderbank IFB nach dessen Kriterien abgewickelt. Der Bewerbungsschluss ist der 30.11.2022. Es stehen maximal 2,5 Mio. € aus laufenden Corona-Haushaltsmitteln zur Verfügung.
Das neue Förderprogramm wird durch eine Erweiterung auf Regtech- und Proptech-Startups in den Bereichen Regulierung bzw. Immobilien sowie um den ausdrücklich gewünschten Schwerpunkt Klimaschutz- und Sozial-Startups (sogenannte Impact-Startups) gemäß rot-grüner Senatspolitik verwässert. Die förderungswürdigen Startups müssen ihren heutigen oder künftigen Firmensitz in Hamburg haben.
Ergänzend zum Förderprogramm „"InnoFinTech“ sollen Startups mit weiteren Angeboten unterstützt werden: Eine "FinTech Agency" von Handelskammer und staatlicher Wirtschaftsförderung soll Informationen zum Standort bereitstellen und ansiedlungswillige Startups beraten. Der Branchenverband "Finanzplatz Hamburg" will seinerseits Kontakte zwischen Startups und etablierten Banken und Versicherungen vermitteln. Das bislang nicht in Erscheinung getretene "Hamburger Investoren Netzwerk" der staatlichen Förderbank will ein Matchmaking für Fintechs organisieren.
Harald Vogelsang, Vorsitzender des Finanzplatz Hamburg, sagte: "Eine starke Fintech-Szene ist wichtig für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Finanzstandorts. Hamburg ist bereits jetzt ein gut etablierter Fintech-Standort in Deutschland und Europa mit einem überdurchschnittlich großen Anteil junger Fintechs. Das InnoFinTech-Programm hat das Potenzial, die Akteure am Standort bedarfsgenau zu unterstützen und setzt überdies Anreize zur Ansiedlung neuer Akteure.
Im Oktober 2021 verabschiedeten die Finanzbehörde, die Handelskammer und der Branchenverband "Finanzplatz Hamburg" einen gemeinsamen "Masterplan" zur weiteren Entwicklung des Finanzstandortes Hamburg. Dazu sollte mit insgesamt 9 Mio. € ein "Fintech-Accelerator" zur Förderung und Ansiedlung junger Unternehmen in der Finanzindustrie organisiert werden.
Nachdem SPD-Finanzsenator Andreas Dressel versucht hatte, die Corona-Haushaltsmittel ohne öffentliche Ausschreibung dem Hamburger SPD-Funktionär Nico Lumma und seinem "Next Media Accelerator" zuzuschieben, erntete der Versuch massive öffentliche Kritik der Hamburger Oppositionsparteien CDU und Linke sowie unabhängiger Medien, wie der "Morgenpost" und HANSEVALLEY.
Die Finanzbehörde stoppte in der Folge die freihändige Millionen-Vergabe unter den Genossen. Aktuell warten CDU und Linke auf die Veröffentlichung der bislang geheimgehaltenen Vergabeakte zur umstrittenen "Rote-Filz-Aktion" Hamburger SPD'ler. HANSEVALLEY hat eine Belohnung von 5.000,- € zur lückenlosen Aufklärung der "Dressel-Lummaland-Affäre" ausgesetzt. 
Weitere Informationen zum Fintech-Förderprogramm gibt es auf den Seiten der Förderbank IFB.
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Bei der Vereidigung am 10.06.2020 hatte SPD-Finanzsenator Dressel noch gut Lachen.
Foto: Senatskanzlei Hamburg

Hamburg, 14.02.2022 Finanzsenator Andreas Dressel: Es gab den zeitlichen Zwang, die bereitstehenden Corona-Mittel aus dem Hamburger Haushalt bis 31. Dezember d. J. ausgeben zu müssen. Der Accelerator-Kandidat "NMA" war nach Markterhebung als einziger in der Lage, die geforderten Leistungen in der knappen Zeit zu erbringen. Daher hat die Finanzbehörde mit NMA-Geschäftsführer Lumma allein verhandelt und den Auftrag über 9 Mio. € für einen Fintech-Accelerator direkt vergeben. 

Der Pferdefuss: Die Ausnahmeregelung der Europäischen Union (Richtlinie 2014/24/EU) gilt nur für "Waren und Dienstleistungen, die unmittelbar mit der Covid 19-Krise zusammenhängen" und "so schnell wie möglich zu beschaffen" sind. Also: Masken, Schutzkleidung, Impfstoffe, Medikamente und andere lebenswichtige Artikel. Und ein Fintech-Accelerator zur Förderung von Apps zur Vermögensverwaltung für Rich Kids, wie im Masterplan Finanzwirtschaft Hamburg 2021-2025 schwarz auf weiß beschrieben?

Die Europa-Abteilung des wissenschaftlichen Diensts des Deutschen Bundestags stellt in Ihrer Beurteilung unter der Dokumenten-Nr. PE 6 - 30000 - 001/22 fest:

"Dass die besondere Dringlichkeit eines Auftrags zur Koordinierung von Start-up-Förderung speziell mit einem pandemiebedingten Mangel an Waren und Dienstleistungen gemäß den einschlägigen Leitlinien der Kommission begründet werden könnte, erscheint hingegen eher zweifelhaft." 

Damit bestätigt sich die Kritik der Hamburger Opposition von CDU und Linkspartei, dass SPD-Finanzsenator Dressel und SPD-Funktionär Lumma das an Alster und Elbe beliebte Spiel "Roter Filz" gespielt haben. Die öffentliche Kritik der Opposition und eine klare Berichterstattung der den Skandal aufdeckenden "Morgenpost" und seitens HANSEVALLEY hat die Vergabe zu Fall gebracht, wie SPD-Haushälter Pein am 11. Januar d. J. öffentlich bitterlich beklagte.

Der SPD-Subventationsskandal geht in dieser Woche in eine weitere entscheidende Runde: Die beiden Oppositionsparteien CDU und Linke bringen einen gemeinsamen Antrag (Drucksache 22/7223) in die Bürgerschaft zur Aufklärung von #Lummagate ein: 

"Der Senat möge der Bürgerschaft unverzüglich sämtliche Akten, Vorgänge, E-Mails, Vermerke, Verträge und sonstige Unterlagen sämtlicher Behörden, Dienststellen und privater Unternehmen vorlegen, die mit der Vorbereitung, Auswahl und Vergabe des geplanten FinTech-Accelerators in Zusammenhang stehen."


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CDU und Linke fordern gemeinsam Herausgabe der umstrittenen Dressel-Lumma-Vergabeakte.

Hat die Hamburger Finanzbehörde versucht, SPD-Parteifunktionär Lumma zu bevorzugen?
Foto: HANSEVALLEY

Hamburg, 04.02.2022: Die Fraktionsspitzen und fachpolitischen Sprecher der Oppositionsparteien CDU und Linke in der Hamburger Bürgerschaft fordern in einem gemeinsamen Antrag die Herausgabe der Vergabeakte von Finanzsenator Dressel um den SPD-Subventionsskandal bei der Finanzierung eines Fintech-Accelerators zu Gunsten des Hamburger SPD-Funktionärs und Accelerator-Betreibers Nico Lumma. In dem fraktionsübergreifenden Antrag heißt es: "Der Senat möge der Bürgerschaft unverzüglich sämtliche Akten, Vorgänge, E-Mails, Vermerke, Verträge und sonstige Unterlagen sämtlicher Behörden, Dienststellen und privater Unternehmen vorlegen, die mit der Vorbereitung, Auswahl und Vergabe des geplanten FinTech-Accelerators in Zusammenhang stehen."
Nach dem Versuch unter SPD-Parteifreunden, 9 Mio. € für einen Fintech-Accelerator an den stadtbekannten Funktionär Nico Lumma zu vergeben, hatte sein Parteifreund Andreas Dressel am 11. Januar d. J. nach heftigen Protesten aus Politik und Medien im Haushaltsausschuss bekannt gegeben, die umstrittene freihändige Vergabe zu stoppen. In der öffentlichen Sitzung zögerten die zuständigen Beamten der Dressel-Behörde bereits auf die bekräftigte Forderung der CDU- und Linken-Abgeordneten, die Vergabeakte des Falls Dressel-Lumma zu veröffentlichen.
Im Mittelpunkt der Aufklärung des Subventionsskandals steht die Frage, ob SPD-Finanzsenator Dressel mit der ihm unterstellten Behörde überhaupt ein ordentliches Markterkundungsverfahren zur Auswahl des optimalen Accelerator-Betreibers durchführte oder die Vergabe von Anfang an auf Parteigenosse Lumma zugeschnitten war, um den SPD-Funktionär mit seinem privaten Betrieb "NMA" zu begünstigen. Dazu sollen die vorgeschriebene Vergabeakte juristisch geprüft werden, so CDU und Linkspartei.
Der Linke Haushaltsexperte David Stoop sagte: „Dass Finanzsenator Dressel den Millionenauftrag nach einem zweifelhaften Vergabeverfahren zurückziehen musste, hat der Entwicklung von FinTechs in Hamburg schweren Schaden zugefügt. Der Vorwurf einer Bevorzugung seines Parteifreundes konnte nicht überzeugend ausgeräumt werden und es bestehen weiterhin Zweifel an der Durchführung des Verfahrens. Wir werden uns deshalb alle Akten zu der Vergabe vorlegen lassen und intensiv prüfen. Wir brauchen dringend mehr Transparenz und Verlässlichkeit in der Vergabe!“
CDU-Fraktionschef Dennis Thering erklärte: „Der Finanzsenator hat den geplanten FinTech-Accelerator aufgrund der massiven Kritik aus der Opposition und der Öffentlichkeit inzwischen komplett gestoppt. In der Folge verzichtet der rot-grüne Senat jetzt gänzlich auf einen FinTech-Accelerator. Die fragwürdige und fehlerhafte Vergabe geht somit bedauerlicherweise zulasten der wirtschaftlichen Entwicklung des Standortes Hamburg. Dabei hätte die Stadt diese Chance auf eine Start-up-Förderung dringend benötigt, um deutschlandweit als Innovationsstandort nicht weiter hinter anderen Bundesländern wie Berlin und Bayern zurückzufallen."
SPD-Haushälter und öffentlicher HANSEVALLEY-Kritiker Milan Pein versuchte in einer aktuellen Mitteilung erneut, die Integrität der Opposition in der Bürgerschaft in Misskredit zu ziehen. Der Regierungspolitiker verwies auf die Rechtmäßigkeit der freihändigen Vergabe, ging aber nicht auf die erforderliche Aufklärung durch die Veröffentlichung der Akte ein. Pein schrieb: "Ein wichtiges Merkmal konstruktiver Oppositionsarbeit ist die ehrliche Prüfung von Fakten. Wer Fakten aber ignoriert und immer wieder mit gespielter Empörung nicht belegbare Behauptungen aufstellt, verliert seine eigene politische Glaubwürdigkeit.“
HANSEVALLEY hat im Zusammenhang mit der Aufklärung des SPD-Subventionsskandals eine Belohnung von 5.000,- € bereitgestellt, um sachdienliche Hinweise von Informanten zu ermöglichen. Die Belohnung kann von Whistleblowern vertraulich abgefordert werden, die qualifizierte Informationen zum Vergabefahren und Unterlagen bereitstellen können. Weitere Informationen dazu gibt es im Hanse Recherche Magazin HANSEINVESTIGATION. Das Hanse Digital Magazin bereitet aktuell einen ausführlichen Fragenkatalog zur Auswertung der Vergabeakte vor. 
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Spricht Klartext in Sachen Hamburg: Chefredakteur Thomas Keup.
Foto: Huawei Germany

Unser Hamburger Landeskorrespondent Gerd Kotoll ist mehr als 30 Jahre in der Finanzindustrie verankert, u. a. in Private Banking und Insurance. Der an Alster und Elbe beheimatete Journalist und Finanzexperte hat die Entwicklungen im SPD-Subventionsskandal um Finanzsenator Andreas Dressel und seinen Partei-Buddy Nico Lumma von der ersten Minute an begleitet.

Nach dem Vergabestopp der 9 Mio. € Corona-Mittel zugunsten des NMA-Geschäftsführers stellt er Chefredakteur Thomas Keup kritische Fragen zu den Stärken und Schwächen des Startup-Standorts, den realen Chancen eines Fintech-Accelerators, den Herausforderungen der Hamburger Finanzwirtschaft und der in Hamburger Startup-Kreisen kritisch diskutierten Wirtschaftsförderung:

Gerd Kotoll: Hamburgs SPD-Finanzsenator Andreas Dressel hat als Hauptverantwortlicher im SPD-Subventionsskandal den Vertrag mit seinem Partei-Buddy Nico Lumma kurzfristig gecancelt. Freust Du Dich, dass der “Next Media Accelerator” nicht die 9 Mio. € für ein Fintech-Förderprogramm bekommt?


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SPD-Subventionskandal um Finanzsenator Andreas Dressel geht in die nächste Runde.

Der Linke Finanzpolitker David Stoop lässt nicht locker.
Foto: Linksfraktion Hamburg/Karin Desmarowitz

Hamburg: Die Linksfraktion in der Bürgerschaft sieht den SPD-Subventionsskandal um die Vergabe von 9 Mio. € Corona-Hilfsgeldern als nicht geklärt und abgeschlossen. Das betonte der finanzpolitische Sprecher der Linken am Tag nach dem Stopp der Vergabe zu Gunsten von SPD-Funktionär Nico Lumma. David Stoop: "Ohne Akteneinsicht und exakter Kenntnis des Verfahrensablaufs ist uns als Opposition eine abschließende juristische Einordnung gar nicht möglich."
Der Volksdorfer CDU-Haushaltsexperte Thilo Kleibauer forderte bereits im Haushaltsausschuss nach 30-minütigen Ausführungen Dressels und seiner Referatsleiter die Freigabe der entscheidenden Vergabeakte. CDU und Linke wollen anhand der gesetzlich vorgeschriebenen Unterlage prüfen, ob die Aussagen Dressels zu einem korrekten Vergabeverfahren der Wahrheit entsprechen. Medienvertreter erörterten am Mittwoch bereits mögliche Falschaussagen Dressels vom Dienstag-Abend.
Die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft verbreitete am Mittwoch in einer Pressemitteilung die Aussage, die Oppositionsparteien hätten in der Ausschusssitzung die Vergabe der Dressel-Behörde als rechtmäßig anerkannt. Abgeordneter Milan Plein behauptete: "Selbst die Opposition hat im Ausschuss eingeräumt, dass die Vergabe rechtlich zulässig gewesen ist.
Die Stellungnahme des SPD-Finanzsenators zum Vergabestopp der umstrittenen Coronamittel-Vergabe kann auf dem Twitter-Account von Andreas Dressel heruntergeladen werden.
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Nico Lumma und Next Media Accelerator bekommen keine 9 Mio. € Corona-Landesmittel.

Versuchte mit einem Rückzug vom Vertrag die Flucht nach vorn: Andreas Dressel, SPD.
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg, 11.01.2021: SPD-Finanzsenator Andreas Dressel hat am Dienstag vor dem Haushaltsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft mitgeteilt, dass die geplante Finanzierung des Fintech-Accelerators unter Leitung des "Next Media Accelerators" gestoppt wird. In einer von Dressel vorgelesenen gemeinsamen Erklärung der Hamburger Finanzbehörde, der Handelskammer Hamburg und des Branchenverbandes "Finanzplatz Hamburg" heißt es, dass "von einem Vertragsschluss zwischen der Finanzbehörde und dem Betreiber abgesehen" wird.
"Einen Accelerator aus Corona-Mitteln wird es nicht mehr geben", betonte der SPD-Senator. Als einziges Element aus dem geplanten Accelerator-Programm soll die Anwerbung von Fintechs aus Europa mit bis zu 2,5 Mio. € kurzfristig durch die landeseigene Förderbank IFB organisiert werden. Dressel nannte als Hauptgrund für den Rückzug die mediale Diskussion bei "Morgenpost", HANSEVALLEY & Co. Dadurch sei das Einwerben von Drittmitteln für den geplanten VC-Fonds mit insgesamt bis zu 20 Mio. € "erheblich erschwert" worden.
SPD-Abgeordneter Milo Pein nannte als einen Grund für das Scheitern das Ausloben von 5.000,- € Belohnung zur Aufklärung des SPD-Subventionsskandals durch das Hanse Digital Magazin HANSEVALLEY. Der finanzpolitische Sprecher der Linken - David Stoop - wies in einer ersten Stellungnahme im Ausschuss die Kritik an der medialen Debatte zurück und forderte eine Selbstreflektion der Beteiligten seitens der Finanzbehörde. Der Finanzexperte verwies explizit auf die mangelnde Expertise des "NMA"-Geschäftsführers und SPD-Parteigenossen Nico Lumma.
Dressel betonte, dass die bisherigen Vorarbeiten des "NMA" u. a. mit einer Rechtsanwaltskanzlei und einer externen Fondsverwaltungsgesellschaft zum Aufbau eines Venture Capital Fonds in Eigenverantwortung von Lumma und seinen Partnern erfolgt sei. Die Vorbereitungen wurden ab 22. September '21 mit Genehmigung der Finanzbehörde begonnen. Wie die "Hamburger Morgenpost" bereits mitteilte, wurde bislang kein Dienstleistungsvertrag mit den Beteiligten geschlossen. Bis heute ist kein Geld aus den geplanten 9 Mio. € geflossen.
Jörg Arzt-Mergemeier, Abteilungsleiter für Beteiligungsmanagement der Finanzbehörde, erklärte im Haushaltsausschuss, dass sich die Behörde jetzt mit den Verantwortlichen des Accelerator-Programms zusammensetzen werde, um über die bereits entstandenen Kosten vor allem seitens der involvierten Rechtsanwaltskanzlei zu verhandeln. Einen aus Hamburger Steuergeldern finanzierten Fintech-Accelerator wird es nicht mehr geben. Die anderen der insgesamt 12 Punkte aus der gemeinsamen Landesstrategie zur Stärkung des Finanzstandortes Hamburg sollen laut Dressel wie geplant umgesetzt werden.
HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup erklärte in einer ersten Stellungnahme: "Die demokratische Debatte seitens der Hamburger Oppositionsparteien - vor allem der Linksfraktion - sowie in Hamburg engagierter Medien - unter Führung der Hamburger Morgenpost - haben dafür gesorgt, dass der rot-grüne Senat nicht einfach 9 Mio. € Coronahilfen aus Hamburger Steuermitteln einem SPD-Genossen zuschustern konnte. Wenn SPD-Abgeordnete im Ausschuss von plakativer, oberflächlicher und falscher Berichterstattung, vorschneller Beurteilung und unfairer Ausschreibung von Belohnungen reden, steht fest: die Demokratie hat gesiegt, die Hamburger Steuerzahler werden verschont und die beteiligten Medien haben ihre verfassungsmäßige Kontrollfunktion wahrgenommen. Glückwunsch, Hamburg!"
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Hamburger Linksfraktion fordert lückenlose Aufklärung zur Begünstigung durch Finanzsenator Dressel.

Linkspolitiker David Stoop fordert die Aufklärung des SPD-Skandals.
Foto: Linksfraktion Hamburg/Karin Desmarowitz

Hamburg, 10.01.2021: Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft hat im Vorfeld der Sitzung des Haushaltsausschusses am Dienstag die lückenlose Aufklärung der im Raum stehenden Begünstigung seitens SPD-Finanzsenator Andreas Dressel zugunsten seines Parteifreundes und "NMA"-Geschäftsführers Nico Lumma gefordert. Auf Antrag der Linken wird Dressel heute ab 17.00 Uhr die Fragen der Oppositionsvertreter von Linken und CDU beantworten, wie es zu der umstrittenen Vergabe von 9 Mio. € Corona-Hilfsgeldern zugunsten des "Next Media Accelerators" für ein Startup-Förderprogramm für junge Finanzfirmen gekommen ist.
Die "Hamburger Morgenpost" bestätigte unter Berufung auf die Linkspartei das persönliche Erscheinen des Finanzsenators vor dem Ausschuss. Ursprünglich war lediglich eine Zwischenbilanz der Behörde zur Förderung der Finanzwirtschaft im Rahmen einer gemeinsamen Strategie von Politik und Wirtschaft für die Jahre 2021 bis 2025 geplant. David Stoop, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft, sagte im Vorfeld: 
„Es ist das Mindeste, dass Senator Dressel dem Ausschuss jetzt lückenlose Auskunft erteilt. Wir erwarten, dass dabei sowohl die Natur der Beziehung des Finanzsenators zum Auftragsempfänger als auch die Kriterien und der Prozess der Vergabe vollständig offengelegt werden. Es ist doch Unsinn, sich rauszureden mit der Begründung, für eine ordnungsgemäße Vergabe habe die Zeit gefehlt. Hier steht jetzt der Vorwurf der Begünstigung im Raum - wir werden sehen, ob es dem Senator gelingt, das zu klären. Denn eines muss klar sein: Hamburgs Haushalt ist nicht die Privatschatulle des Finanzsenators, aus der nach Belieben Gelder für Freunde und Bekannte lockergemacht werden können.“
Das Hanse Digital Magazin hat am Montag d. J. einen eigenen Katalog mit acht Fragen zur Vergangenheit des "Next Media Accelerators", zur Professionalität der beiden in der Finanzszene unerfahrenen Geschäftsführer und ihrer juniorigen Fintech-Mitarbeiter, zu den 1,3 Mio. € in 2022 zu zahlenden Corona-Hilfsgelder als "Management-Fee" sowie zu den Erfolgsaussichten der geplanten 5 Mio. € staatlicher Beteiligung an einem Hochrisikofonds für Fintech-Startups gestellt. Der Beitrag ist hier zu finden.
Der Live-Stream der Ausschusssitzung kann am Dienstag ab 17.00 Uhr hier online angesehen werden. Eine Übersicht der Hamburger Abgeordneten im Haushaltsausschuss gibt es auf den Seiten der Bürgerschaft. (Foto: Linksfraktion Hamburg/Karin Desmarowitz)
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Die "NMA"-Macher um Nico Lumma: Jeglicher Trackrecord? Fehlanzeige.
Foto; NMA/Twitter

Hamburg, 10.01.2021 - Zwei allseits bekannte Startup-”Kümmerer” aus der Hamburger Speicherstadt, ein - Zitat - “Premier hub for startup-driven innovation in Europe”, ein SPD-Partei-Buddy an der Spitze der Finanzbehörde und neun Millionen Euro Steuergelder, die heimlich still und leise über den Tisch gehen sollten. Wie gesagt: sollten.

Wenn sich dpa, Hamburger Morgenpost, Focus, Süddeutsche Zeitung und die taz mit Hamburger Startup-Filz - aka “Lummaland” - beschäftigen, schauen wir gern auch darauf. Leider fällt unser hoch geschätzter Kollege für politische Investigativberichte beim Hamburger Abendblatt in diesem Fall wegen "PR-Schreiberei" aus. Gerd Kotoll hat Fragen, die geklärt werden müssen.

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5.000,- € Belohnung zur Aufklärung des 9 Mio. € schweren Hamburger SPD-Subventionsskandals.

Hamburg, 5. Januar 2022: Das Hanse Digital Magazin HANSEVALLEY lobt eine Prämie i. H. v. insgesamt 5.000,- € - in Worten: fünftausend Euro - zur umfassenden Aufklärung des millionenschweren SPD-Subentionsskandals um den Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel und den Geschäftsführer des "Next Media Accelerators" Nico Lumma aus.

Die Prämie wird im Rahmen einer Hanse Digital Recherche des Recherchemagazins HANSEINVESTIGATION Tippgebern oder Whistleblowern anteilig pro Person i. H. v. bis zu 2.000,- € ausgezahlt, die qualifizierte Informationen über den SPD-Subventionsskandal mit besonderem Augenmerk auf die freihändige Vergabe von 9 Mio. € Hamburger Coronahilfsgeldern aus dem Landeshaushalt für einen Fintech-Accelerator liefern können.

Das Ziel des Ankaufs relevanter Informationen ist die Klärung eines haushalts- und/oder vergaberechtlichen bzw. gesellschaftlich und sozial relevanten Verstoßes der federführend beteiligten Hamburger SPD-Parteigenossen und mit ihnen verbundener Handlungsgehilfen im Umfeld der Hamburger Finanzbehörde, der Hamburger Finanzwirtschaft und des Startup-Accelerators „NMA“.

Die Redaktionsleitung von HANSEVALLEY ruft insbesondere aktuelle und/oder frühere Mitarbeiter involvierter Einrichtungen der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburger Finanzwirtschaft und der Hamburger Startupszene auf, sich vertrauensvoll mit relevanten Informationen an die Redaktionsleitung des Hanse Digital Magazins zu wenden.

Die übermittelten Informationen dürfen zuvor nicht zur Nutzung und/oder Veröffentlichung an Dritte (z. B. an berichterstattende Medien oder Oppositionsparteien in der Hamburgischen Bürgerschaft) zur Verfügung gestellt worden sein. HANSEVALLEY erhält das Recht zur uneingeschränkten Nutzung inkl. teilweiser oder vollständiger Veröffentlichung sowie der Vergabe von Nutzungsrechten an weitere Medien unter Berücksichtigung des Quellenschutzes.

Die schriftlich oder persönlich übermittelten Informationen müssen fachlich nachvollziehbar sein und durch mindestens eine zweite Quelle bzw. die Vorlage untermauernder Unterlagen bestätigt werden. Redakteure von HANSEVALLEY werden die Informationen nach journalistischen Kriterien prüfen, auf ihre Glaubwürdigkeit hin einstufen und diskriminierungsfrei bewerten.

Die vertrauliche Bereitstellung von Informationen für die Recherche, Redaktion und Veröffentlichung durch das Hanse Digital Magazin HANSEVALLEY unterliegt dem besonderen Informantenschutz journalistisch tätiger Einrichtungen gemäß Zeugnisverweigerungsrecht nach § 53 Abs. 1 Nr. 5 Strafprozessordnung (StPO). Redaktionelle Mitarbeiter von HANSEVALLEY verpflichten sich darüber hinaus dem Deutschen Pressekodex des Presserats.

Dies umfasst insbesondere die wahrheitsgemäße Berichterstattung gemäß §1, die sorgfältige Recherche gemäß §2 sowie den Schutz der Vertraulichkeit und personenbezogener Daten im Rahmen des Redaktionsgeheimnisses gemäß §5. Die Redaktion verpflichtet sich weitergehend dem Hanse Digital Codex HANSECODEX, vor allem einer von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unabhängigen und unvoreingenommenen Berichterstattung. 

Die Redaktion von HANSEVALLEY behält sich vor, straf- und/oder zivilrechtlich relevante Informationen nach Bekanntwerden und Bewertung zu einer Anzeige zu bringen und ggf. der zuständigen Staatsanwaltschaft für weitergehende Ermittlungen und ein Verfahren unter Berücksichtigung des besonderen Informantenschutzes zur Verfügung zu stellen.

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Hinweise, Hintergründe und Dokumente übermitteln Sie bitte über diese Kontaktdaten: 

HANSEINVESTIGATION - Das Hanse Recherche Magazin
Redaktion: 040 / 22 86 30 40

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Hamburger Linksfraktion fordert Aufklärung des Subventionsskandals im Haushaltsausschuss.

SPD-Finanzsenator Andreas Dressel steht wegen Millionensubvention in der Kritik.
Foto: SK Hamburg/Daniel Reinhardt

Hamburg, 03.01.2022: Die Linkspartei in der Hamburgischen Bürgerschaft beabsichtigt, im Haushaltsausschuss eine Befragung zur Klärung des millionenschweren SPD-Subventionsskandals um Finanzsenator Andreas Dressel und seinen Parteigenossen Nico Lumma einzuberufen. Damit zieht der Skandal um die Vergabe von 9 Mio. € Corona-Hilfsgeldern weitere Kreise.

Hintergrund: Auf Anfragen von CDU und Linkspartei musste die Finanzbehörde zugeben, dass es im Januar vergangenen Jahres vertrauliche Gespräche zwischen den beiden SPD-Genossen gab. Nach einem ersten Treffen wurde nur 14 Tage später ohne vorgeschriebene Ausschreibung die freihändige Vergabe von 9 Mio. € an den Betreiber des "Next Media Accelerators" beschlossen.

Recherchen der "Hamburger Morgenpost" hatten den Fall zu Tage gebracht, worauf die beiden Oppositionsparteien ihre Anfragen an den Senat stellten und u. a. die Medien "Süddeutsche Zeitung" und "taz" über den Hamburger Subventionsskandal berichteten. Die Finanzbehörde versucht bis heute, den Fall herunterzuspielen und knappe Zeit zur Prüfung geeigneter Kandidaten als Grund für die freihändige Vergabe der Corona-Hilfsgelder unter Parteifreunden zu rechtfertigen.

Für uns ist der Fall noch lange nicht erledigt“, erklärte David Stoop, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft am Sonntag: „Andreas Dressel muss volle Transparenz herstellen zu der Frage, wie die Vergabe an seinen Parteifreund zustande kam. Hier steht der Eindruck der Begünstigung im Raum – dies muss der Finanzsenator klären."

Der Finanzexperte weiter: "Wir werden deshalb als Linksfraktion zur kommenden Sitzung des Haushaltsausschusses im Januar eine Selbstbefassung beantragen: Der Senator muss sich dann den kritischen Fragen der Parlamentarier/innen stellen. Erinnerungslücken werden wir dabei sicher nicht gelten lassen!

Die gesamte Entwicklung des Hamburger Finanzskandals kann im Hanse Startup Magazin HANSESTARTUPS nachgelesen werden.

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Norddeutsche Onlinehändler im Wettbewerb mit Amazon, Ebay & Co.

Im boomenden Marktplatz-Geschäft hechelt Spätstarter Otto hinterher.
Grafik: Statista

Hamburg, 14.10.2021: Unter den zehn umsatzstärksten Onlinehändlern in Deutschland sind drei Anbieter mit Sitz in Hamburg und Norddeutschland. Mit einem Jahresumsatz von 4,5 Mrd. € im Corona-Krisenjahr 2020 kommt der Hamburger Distanzhändler "Otto" auf Platz 2 des bundesweiten Rankings. Mit 13,8 Mrd. € brilliert die Münchener Niederlassung von "Amazon.de" auf dem seit Jahren verteidigten 1. Platz. Der Abstand der beiden Erzrivalen hat sich allein bei den Eigenumsätzen auf ein Verhältnis von 3:1 vergrößert. 
Während "Amazon" allein in einem Jahr eine Umsatzsteigerung in Deutschland von 3 Mrd. € verbuchen konnte, fällt der Hamburger Versender "Otto" trotz Umsatzzuwächsen weiter zurück. Mit einem Umsatz von 818 Mio. € kann sich der Online-Technikhändler "Notebooksbilliger.de" aus der Region Hannover im Jahr 2020 einen 9. Platz unter den größten Onlineanbietern in Deutschland sichern. Auf dem 10. Platz folgt die deutsche Online-Niederlassung des schwedischen Bekleidungsverkäufers "H&M" mit Sitz in Hamburg.
Nicht berücksichtigt sind in diesen Zahlen die Marktplatz-Umsätze von Dritthändlern auf den Seiten von "Amazon.de" und "Otto.de". Im boomenden Geschäft der Marktplatz-Anbieter führt der amerikanische E-Commerce-Riese "Amazon" in Deutschland mit 35,4 Mrd. € Umsatz ebenfalls das Ranking in 2020 an. Weit abgeschlagen erreichte Konkurrent "Ebay" in Deutschland einen Umsatz von 11,8 Mrd. €. Noch dahinter auf Platz 3 folgt der Spätstarter "Otto" mit einem Marktplatzumsatz von nur 5,5 Mrd. € - und damit weniger als die Hälfte von "Ebay" bzw. ein Siebentel von "Amazon". Der Hamburger Versender kämpfte über drei Jahre mit dem Umbau seiner Onlineseite zu einer Marktplatz-Plattform und musste nach eigenen Angaben 166 Mio. € in neue Technik investieren.
Nach aktuellen Firmenangaben verkaufen rd. 2.200 Marktplatzhändler über die Seite des Bramfelder Versenders. Eigentlich sollten bereits zum Ende des Jahres 2020 insg. 3.000 Händler an Board sein (HANSEVALLEY berichtete). Im Vergleich zum schwachen Marktplatz-Geschäft im 1. Geschäftshalbjahr von "Otto" in 2020 stieg der Fremdumsatz - von einem niedrigen Niveau kommend - um 30 % im 1. Halbjahr 2021. Experten gehen davon aus, dass sich das E-Commerce-Geschäft in Deutschland perspektivisch auf max. fünf Plattformen konzentriert. Neben "Amazon", "Ebay" und "Otto" spielt hier u. a. die von der Schwarz-Gruppe übernommene Seite "Real.de" als "Kaufland.de"-Marktplatz eine bedeutende Rolle.
Notebooksbilliger.de ist europweit einer der großen Datenschutzsünder.
Grafik: Statista


Zunehmend relevanter werdendes Thema ist der Umgang von Onlineanbietern mit dem Thema Datenschutz. Hier veröffentlicht "Statista" ein Ranking der 10 größten Datenschutzsünder und den von der EU verhängten Strafen wegen Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Unter den Top 10 der unsichersten Onlineanbieter rangieren auch zwei im Norden beheimatete Unternehmen: Der amerikanische Onlineriese "Google" mit Deutschlandsitz in Hamburg musste an Brüssel 50 Mio. € Strafe zahlen und rangiert europaweit auf Platz 3 - hinter "Amazon EU" mit 746 Mio. € und der "Facebook"-Tochter "WhatsApp" mit 225 Mio. €.
Mit Strafzahlungen von 10,4 Mio. € entwickelt sich "Notebooksbilliger.de" auf Platz 10 der europäischen Datenschutzsünder zu einem ernsten Problemfall. Bislang machten die Niedersachsen vor allem durch mangelnden und abweisenden Kundendienst von sich reden (HANSEVALLEY berichtete). Größtes durch die Saarstedter verursachtes Ärgernis sind u. a. Versandprobleme in Verbindung mit der Hamburger "Otto Group"-Tochter "Hermes".
Die Daten der aktuellen Auswertungen stammen vornehmlich aus der jährlichen Studie des Kölner Markt- und Meinungsforschungsinstituts "EHI" zusammen mit dem Hamburger Datenauswerter "Statista". Weitere Informationen zur Entwicklung der Onlineshops in Deutschland gibt es auf den Seiten von "Statista".
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Business Punk und Statista vermarkten zweifelhaftes PR-Agentur-Label.

Das G+J-Magazin Business Punk verdingt sich als Agentur-Tester
Screenshot: HANSEVALLEY

Hamburg, 10.11.2021: Der Hamburger Datenspezialist "Statista" verkauft offenbar zusammen dem "Gruner+Jahr"-Magazin "Business Punk" vermeintliche Qualitätssiegel als "Top-PR-Agentur" für 7.000,- € zzgl. MwSt. jährliche Nutzungskosten. Laut Bericht der Hamburger PR-Agentur "Cocodibu" verschicken die Geschäftspartner eine alphabetische Aufstellung mit 150 vermeintlichen Top-Agenturen in Deutschland. Laut Umsatz-Ranking des renommierten PR-Experten Gerhard Pfeiffer gibt es in der Bundesrepublik jedoch nur 120 führende Kommunikationsagenturen.
Agentur-Chef Christian Faltin bringt die Aktivitäten der Hamburger Partner "Statista" und "Business Punk" gegenüber dem Medienmagazin "Meedia" auf den Punkt: "Diese Liste hätte man auch aus dem Telefonbuch abschreiben können." Laut Eigenwerbung von "Business Punk" "basiert die Liste der Top-PR-Agenturen Deutschlands auf einer Befragung unter Expert/innen (Mitarbeiter/innen von PR-Agenturen, PR-Freelancer/innen) und Kun/innen von PR-Agenturen (etwa Mitarbeiter/innen in PR- oder Marketingabteilungen von Unternehmen)."
"Cocodibu" zitiert auf seiner Seite die Kostenargumentation von "Business Punk": "Dadurch, so die Argumentation von Gruner + Jahr, könne man sich „klar von den Wettbewerbern differenzieren“ und „die Strahlkraft der Marke Business Punk nutzen“. Für die Münchener Agentur "Cocodibu" ist das Geschäftsmodell "Bauernfängerei": "Das mag ein kreatives Geschäftsmodell Marke Bauernfänger sein. Den beiden vergebenden Marken dürfte es eher schaden. Wenn ihr also demnächst eine PR-Agentur seht, die damit wirbt, dass Business Punk sie zu den „Top PR-Agenturen Deutschlands“ gekürt hat, sendet ihr unser Mitgefühl. Sie wirbt mit einem Preis, der seinen Preis nicht wert ist."
Ein Beitrag zum Thema ist auf den Seiten der Münchener PR-Agentur "Cocodibu" zu finden. (Screenshot: HANSEVALLEY)
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UKE bekommt bis 2025 neues digitales Kliniksystem für 50 Mio. € - mit scharfer Kritik an den Kosten.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank zu Gast am UKE.
Foto: UKE

Hamburg, 08.09.2021: Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank hat sich am Mittwoch d. W. am Universitätsklinikum in Eppendorf zum Stand der Planungen für ein neues, krankenhausweites Klinik-IT-System informiert. Ab 2025 soll über alle Bereiche des "UKE" hinweg das Programm "CGM Clincal" als zentrales, unternehmensweites System für elektronische Patientenakten (ePA) inkl. klinischem Arbeitsplatzsystem sowie mit Unterstützung von telemedizinischen Leistungen und E-Health-Anwendungen eingeführt werden. Nach Angaben der für das Universitätskrankenhaus zuständigen Wissenschaftsbehörde belaufen sich die Gesamtkosten für das 4-jährige IT-Projekt auf insgesamt rd. 50 Mio. €. Davon soll das "UKE" gut 10 Mo. € finanzieren, fast 40 Mio. € kommen aus dem Hamburger Steuersäckel, wie der rot-grüne Senat am Dienstag d. W. beschlossen hat.

In einer zweijährigen, europaweiten Ausschreibung konnte sich der deutscher Software-Anbieter "CompuGroup Medical" mit seinem aktuellen IT-System "CGM Clinical" gegen andere Anbieter durchsetzen. Das bestehende, 2009 im "UKE" eingeführte KIS-System "Soarian Integrated Care" wurde vom US-Anbieter "Cerner" Anfang 2020 an den deutschen Tech-DAX-Anbieter "CGM" verkauft und reicht nach Angaben der Klinikleitung nicht mehr aus, um längerfristig noch genutzt zu werden. Neben "Solarian Integrated Care" arbeitet das "UKE" vor allem mit dem "CGM Clinical Archiv" (ehem. "Cerner Soarian Health Archive"). Künftig werden am "UKE" die Visiten u. a. mit Unterstützung von Tablets und Smartphones möglich sein. Die bisherigen PC-Rollwagen verschwinden. Erster Nutzer des neuen Systems wird das im kommenden Jahr neu errichtete Prostata-Krebszentrum "Martini-Klinik", gefolgt vom 2023 neu errichteten "Universitären Herz- und Gefäßzentrum". Ab 2025 soll das gesamte Großklinikum mit mehr als 13.500 Arbeitsplätzen vollständig mit dem neuen IT-System vernetzt sein.
Prof. Dr. Christian Gerloff, stellv. Ärztlicher Direktor des "UKE" und Direktor der Klinik für Neurologie sagte am Mittwoch: „Das UKE hat bereits heute einen sehr hohen Grad der Digitalisierung in den medizinischen Prozessen erreicht. Jetzt arbeiten wir an der nächsten Generation digitaler Prozesse. Dabei geht es nicht nur um die Ablösung der elektronischen Patient:innenakte, sondern um die Schaffung einer komplett neuen Plattform, die unseren Mitarbeitenden die Arbeit erleichtert und sowohl die Patient:innen als auch die Kooperationspartner:innen noch besser in die Prozesse des UKE einbindet. Damit soll eine digitale Kommunikation über die Campusgrenzen hinweg geschaffen werden. Insbesondere in der Corona-Pandemie hat dies enorm an Bedeutung gewonnen.“
Scharfe Kritik an den Plänen des UKE zur Einführung eines neuen digitalen Klinikinformationssystems kommt vom FDP-Landesvorsitzenden Michael Kruse: "Der vierjährige Aufbau eines eigenen Arbeitsplatzsystems am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) wirft viele Fragen auf. Insbesondere ist nicht ersichtlich, wie die Entwicklung eines eigenen Systems am UKE den Gesundheitsstandort insgesamt voranbringen soll. Klug wäre es, eine vernetzte Lösung für alle Hamburger Krankenhäuser zu nutzen, die Schluss macht mit nicht kompatiblen IT-Systemen und Schnittstellen zwischen den medizinisch unterschiedlich aufgestellten Krankenhäusern und stattdessen den nahtlosen Übergang von Patientendaten zwischen diesen ermöglicht."
Der FDP-Bundestagskanditat weiter: "Senatorin Fegebank muss erklären, warum das UKE sich hier gegen eine Kooperation wehrt. Eine vierjährige Entwicklungszeit im zweistelligen Millionenbereich birgt darüber hinaus ein großes Risiko, das nächste öffentliche IT-Projekt mit Kostenexplosion zu werden. Die Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitssystem können immens sein, aber dafür brauchen wir in diesem Bereich eine Abkehr vom Silo-Denken. Mit diesem Projekt wird gerade eine riesige Chance für den Gesundheitsstandort Hamburg verpasst.“ Nach HANSEVALLEY vorliegenden Informationen waren Versuche unter Beteiligung des Ersten Bürgermeisters Peter Tschentscher vergebens, in Hamburg eine einheitliche Linie für gemeinsam genutzte Klinikinformationssystems über die Grenzen der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter hinweg umzusetzen.
HANSEVALLEY interviewte 2019 den IT-Chef des privaten Hamburger Krankenhaus-Versorgers "Asklepios" zur Einführung des digitalen Krankenhaussystems "M-KIS" der "Asklepios"-Konzernbeteiligung "Meyerhofer". Henning Schneider sagte zu digitalen Insellösungen: "Jeder entwickelt eigene Inselkonzepte, die auch alle gefördert werden. Unabhängig davon, ob es nicht schon eine gute und vielleicht günstige Lösung gibt. ... Die Sektorengrenzen – aber eigentlich das gesamte Gesundheitssystem - fördern die Zusammenarbeit im Sinne des Patienten und der Gesundheitskosten nicht. Doppeluntersuchungen, falsche Medikationsinformationen werden genauso hingenommen, wie getrennte, uneinheitliche IT-Systeme, Daten-Silos, Netz-Infrastrukturen und Rechenzentren." 
Der frühere IT-Leiter des "UKE" und 2009 verantwortlich für die Einführung der digitalen Patientenakte am "UKE" mahnte die Zusammenarbeit der Hamburger Krankenhäuser und Gesundheitspartner an: "Einfach darauf zu warten, dass sich die Parteien untereinander vielleicht zusammensetzen und dann noch von sich aus einigen, ist zu wenig. Hier bedarf es einer digitalen Gesundheitsagenda, die beschreibt, wie Gesundheit in Hamburg digital für den Bürger, für die Patientenversorgung, die Wissenschaft und Wirtschaft abgebildet werden soll."
Der langjährige IT-Experte zeigte im Hanse Digital Magazin auf, wie es besser gemacht werden kann: "Andere Länder wie Dänemark haben es erfolgreich vorgemacht. Auch Bundesländer wie Bayern mit einheitlichen Vorgaben, welche KIS-Systeme an den Uni-Kliniken gemeinsam zu nutzen sind oder Berlin, die eine große Förderzusage planen, die daran geknüpft ist zwischen Charité und Vivantes eine Gesundheitsplattform aufzubauen, zeigen, dass es auch in Deutschland möglich ist, solche Wege zu gehen."
Der Senat verwies im Rahmen des Fegbank-Besuchs am "UKE" auf die Digitalisierungsinitiative "H3 - Health Harbour Hamburg", durch die ein klinik- und sektorenübergreifender Datenaustausch möglich werden soll. Auf Initiative der früheren SPD-Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks wurde im Jahr 2019 aus der Landeskonferenz Versorgung heraus die Zusammenarbeit für gemeinsame Lösungen der Hamburger Gesundheitsversorger initiiert und als Teil der Hamburger Digitalstrategie verkündet. Laut Maren Puttfarcken, Leiterin der Landesvertretung Hamburg bei der "Techniker Krankenkasse", arbeitet lediglich eine "kleine Projektgruppe an der Umsetzung" des Themas Digitalisierung.
Einen Hintergrundbeitrag zum künftig eingesetzten Kliniksystem "CGM Clinical" gibt es auf den Seiten des Anbieters "CompuGroup Medical" (Foto: UKE)
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Schluss mit lustig: Die Informatik der UHH geht auf die Barrikaden.
Grafik: Universität Hamburg

Genderstudies werden an der Universität Hamburg groß geschrieben - ganz zur Freude des rot-grünen Senats mit Wissenschafts- und Frauensenatorin Katharina Fegebank. Die Informatik am größten IT-Fachbereich aller Hamburger Hochschulen lässt man jetzt dagegen ausbluten. Zuvor verordnete die Fegebank-Behörde bereits der Technischen Universität in Harburg, ihr Defizit gefälligst selbst auszugleichen. 

Neben fehlenden Professuren zu Zukunftsthemen wie Digitale Transformation und Ethik in Data Science, verunsicherten Studenten und weniger Studienplätzen hat die grüne Wissenschaftsbehörde das erste handfeste Opfer zu verantworten: Auf Grund fehlender Anschlussfinanzierung und unterfinanzierter Hochschulen wird die Hamburger Informatik-Initiative "Ahoi Digital" zu Grabe getragen.

Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten sowie Hintergründe und Einordnungen zum Schlusslicht des Informatikstudiums in Deutschland von Chefredakteur Thomas Keup:

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Oder: Wer plündert hier das Hamburger Steuersäckel? 

Den Schein wahren ... und manchmal auch die Scheinchen: 
Der rot-grüne Hamburger Senat 2020-2025
Foto: Senatskanzlei Hamburg

Knapp 50 Mio. € Fördersumme für staatliche Startup-Förderprojekte in gerade einmal drei Jahren. Fast 60 Experten für Beratung, Ausgründung, Transfer und Finanzierung von Startups und ihren Innovationen an Alster und Elbe. Aber: Ein “Innovations- und Wachstumsfonds” mit geplanten 100 Mio. € Volumen, der nach fast 5 Jahren abgeblasen wird. Willkommen im Startup-Universum hinterm Deich.

Was ist aus der 2014 für dieses Jahr versprochenen “Innovationsregion” des SPD-geführten Senats geworden? Warum musste der viel beschworene Investitionsfonds für Startups scheitern? Wie hat sich eine Startup-Unit mit 1,5 Mitarbeitern zum Fixstern des Hamburger Gründeruniversums aufschwingen können, und welche neue Idee hat sich die staatliche Förderbank IFB ausgedacht, um doch noch Investoren das Geld abzunehmen? Landeskorrespondent Gerd Kotoll mit den Fakten:

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Oder: Die Fehlgeburt des Hamburger Innovations- und Wachstumsfonds. 

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann gibt den Startschuss für "Be your pilot".
Foto: Hamburg Innovation


100 Mio. € für einen Innovationsfonds, der nie kommen wird. Mehr als 50 Mio. € in den vergangenen drei Jahren, die die Stadt für ihre Beratungs- und Förderangebote ausgegeben hat. Dazu fast 60 Mitarbeiter und Experten, die über 1.300 Hamburger Startups im Zweifelsfall ratlos ohne finanzielle Hilfe alleine lassen. Das sind die Fakten des nur noch drittgrößten Startup-Standorts der Republik.

HANSEVALLEY hat die Aussagen von staatlichen Vertretern und die öffentlichen Zahlen und Daten einem erhellenden Faktencheck unterzogen. Ergebnis: Mindestens einer sagt hier die Unwahrheit - und produziert womöglich Hamburger Fakenews. Landeskorrespondent Gerd Kotoll öffnet die Kellertüren von mehr als einem Dutzend staatlich subventionierten Startup-Initiativen - mit erstaunlichen Ergebnissen.

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Die Machenschaften des Otto-Marktplatzhändlers Alexander Mendler.


Abwimmel-Truppe aus Welzheim: Alexander Mendler (Mitte) und sein Team.
Werbefoto: facebook.com/heute-wohnen

Wer online shoppt, der kann schon was erleben: Ramponierte Pakete aus dem DHL-Fussballturnier und der Hermes-Balkon-Weitwurfzustellung, unseriöse GLS-Bulgarenbanden und treppenverweigernde Post-Paketsklaven - um nur einige Highlights der KEP-Branche mit Kurieren, Expressdiensten und Paketboten zu nennen. Eine aktuelle Studie zeigt: 82,5% aller Beschwerden kassiert der gelbe Riese DHL mit über 50% Marktanteil. Kein Wunder.

Dazu kommt der preisgekrönte DHL-Konzernverweigerungsservice - mit Agenten im Reklamationsdienst, die einfach mal den Hörer aufschmeissen, einen 2. Level-Vorstandssupport "PnP" im Monheim, der nach Lust und Laune toter Käfer spielt und ein Beschwerdemanagement, mit dem man sich den Hintern abwischen kann. Denn im Falles Falles wird im Tracking einfach gelogen. Ein Erlebnisbericht von Thomas Keup.

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Startups chancenlos bei "Schummelei@Reeperbahn"?


Das Spektakel "Startups@Reeperbahn": ein Stück vermeintlich große Welt in einem ehemals berühmten Musikclub. Das Pitch-Event ist Ausgangspunkt für das innige Verhältnis von Hamburg Startups und HANSEVALLEY: Im September 2016 lässt Co-Organisatorin und Dümmel-PR-Frau Sanja S. einen Gastbeitrag unseres Chefredakteurs auf Deutsche Startups nachträglich um 150 vermeintliche Investoren schönen. Ein Eingriff in redaktionelle Inhalte durch eine Hamburger PR-Frau. 

Jetzt kommt heraus: Die beiden Event-Organisatorinnen Sina G. und Sanja S. haben entgegen eigener Beteuerungen offensichtlich Bewerbungen zu "Startups@Reeperbahn" ungelesen unter den Tisch fallen lassen. Ein Gründer geht davon aus: "Unsere Bewerbung wurde wohl nie geöffnet". Ein weiterer Jungunternehmer klagt an: "Der Sieger stand von vorn herein fest." Betrügt Hamburg Startups Bewerber, Auswahl-Komitee, Sponsoren und Publikum? Eine Hamburg Digital Recherche:

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Sie galt eine der ersten Adressen an Alster und Elbe zu sein: Die Hamburger PR-Agentur Faktor 3. Bekannt und reich geworden dank einst pfiffiger Ideen und renommierter Großkunden, wie Olympus, Samsung oder Sharp. Doch mittlerweile scheint sich die Aktiengesellschaft eher in einen "gierigen Allesfresser" mit "selbstherrlichem Gehabe" und fehlender Kinderstube entwickelt zu haben. 

Eigenwerbung Faktor 3



Was lokale Kunden, wie Beiersdorf mit "Eucerin" und "Nivea", Carlsberg mit "Astra", die Dräger-Werke aus Lübeck, die Otto Group mit "Limango", "MyToys" und "Otto.de" sowie der Senat mit "Next Media Hamburg" wohl nicht wissen: Bei Faktor 3 werden Journalisten ausgesperrt und schriftlich angepöbelt. Zeit, in die Dreckecken einer fragwürdigen Hamburger Erscheinung zu leuchten. Eine Hamburg Digital Recherche.

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Die Machenschaften um den geplanten Digital-Space "Hammerbrooklyn" - die Topstory bei Hamburger Abendblatt und Welt Hamburg. Seit Wochen diskutierte es die Hamburger Digitalszene: Der Initiator des Vorzeigeprojektes - HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel - ist ebenso raus, wie der Roland Berger-Digitalexperte Björn Bloching. Mit Nordpol-Chef Matthias Müller-Using und dem umstrittenen Kölner Immobilienentwickler Art Invest hat eine Garde Geschäftemacher das Ruder übernommen, denen es primär nicht um Digitalisierung geht.


Schicke Fassade, großer Bluff? Digital-Space "Hammerbrooklyn"
Illustration: Art Invest
HANSEVALLEY liegen Informationen vor, worum es sich wirklich dreht. Der Digital-Space "Hammerbrooklyn" ist in dem Konzept der neuen Eigentümer - der Hammerbrooklyn Immobilien GmbH - offensichtlich nur ein günstiges Feigenblatt mit eingemietetem Coworking-Space. Es geht um Millionengewinne und einen Ex-Staatsrat, der sich sehenden Auges über den Tisch hat ziehen lassen. Eine Hamburg Digital Recherche zum umstrittenen Innovationspace "Hammerbrooklyn" - und was dahinter steckt.



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Cherrypicker WorkGenius: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Jobcenter.


Gesundheit ist das nächste Megathema: Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" prophezeit uns in der aktuellen Ausgabe den "Doktor Algorithmus". Google, Apple, Facebook und Amazon werten Fitness-Apps aus, gründen Krankenversicherungen, forschen an AR- und VR-Lösungen für Operationssäle und implantierbare Minicomputer. Die großen Hamburger Krankenkassen DAK und Techniker wissen: die Zukunft gehört der Gesundheit.


Die Wirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel: die Wegwerfmentalität beim Personal nach 30 Jahren Hamsterrad funktioniert nicht mehr, die Alterspyramide steht auf dem Kopf, Fachkräftemangel bremst Innovationen und die Digitalisierung aus. Im nächsten Aufschwung geht es um die Wissensgesellschaft. Das Hamburger Startup WorkGenius will die 150% fitten mit zweifelhaften Methoden selektieren - und damit groß Kasse machen. Eine Hamburg Digital Recherche.



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Rd. 16,- € pro Quadratmeter für ein Startupbüro in Harburg hinterm Fußgängetunnel. Rd. 80,- € pro Monat für eine Internetleitung ohne echte Flatrate, Ex-McKinsey-Berater als teilzeitbeschäftigte Startupconsultants mit zweifelhaftem Beratungsangebot nach der Förderung: Was Hamburgs Startupaangebot für Hochschulgründungen im 4,5 Mio. € teuren Innovation Campus Green Technology liefert, scheint alles andere als vorbildlich. Ein Startupgründer spricht Klartext, wie es hinter den Kulissen des "Startup Dock" der Technischen Universität in Harburg zugeht. Eine Hamburg Digital Recherche.


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Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank erklärt am 3. März 2017 zur Eröffnung des Innovation Campus Green Technology: „Gute Ideen und innovative Gründungsansätze brauchen das richtige Umfeld, um erfolgreich sein zu können. Ich freue mich, dass wir so einen Ort mit dem ICGT geschaffen haben. Das einzigartige Konzept der kurzen Wege, schnellem Austausch und der ganzheitlichen Betreuung bietet die Chance junge Talente zu gewinnen und Hamburg als attraktiven Innovationsstandort weiter auszubauen.

Eröffnungsakt nach der Sanierung: ICGT Harburg
Foto: Presseservice TU Harburg/StartupDock

Was steckt hinter dem Innovation Campus Green Technology? Welche Rolle spielt das lautstarke "Startup Dock" von TuTech? Und wie werden Hamburgs Tech-Startups zur Kasse gebeten - mit wucherähnlichen Mieten? Schließlich: Was plant Martin Mahn mit "Virtuellen Transferstellen"? HANSEVALLEY hat sich umgeschaut, weiter recherchiert und erstaunliche Zusammenhänge gefunden. Ergebnis: In Harburg wird offesichtlich ein Startup-Ökosystem mit virtueller Plattform und subventioniertem PR-Betrieb geschaffen - vor den Augen von Senat und Bürgerschaft.


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Wirtschaftssenator Frank Horch erklärt am 5. September 2017 vor der Landespressekonferenz Hamburg: "Neue Technologien und deren Kommerzialisierung in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sind der Haupttreiber von Wohlstand und künftigem Wachstum in unserer Stadt. Dazu brauchen wir Gründerinnen und Gründer, die gemeinsam mit Wissenschaft und Wirtschaft die Zukunft Hamburgs gestalten."

Wirtschaftssenator Frank Horch vor der Landespressekonferenz Hamburg
Foto: Pressearchiv Hamburg Innovation

Der Spitzenpolitiker weiter: "Hamburg hat dazu die besten Voraussetzungen: eine lebendige, stetig wachsende Start-up-Szene und namhafte Industrieunternehmen und innovative Mittelständler, die die notwendige Expertise und Ressourcenausstattung für ein funktionierendes Gründungs- und Innovations-Ökosystem mitbringen. Gründungsförderung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist ein wichtiger Baustein des Wissens- und Technologietransfers. Ich freue mich daher über die gemeinsame Initiative von Hochschulen und DESY.

Was präsentiert Frank Horch an diesem Morgen vor Hamburgs Landespresse? Was steckt hinter "beyourpilot"? Ist der "Startup Port Hamburg" womöglich dreist abgekupfert? HANSEVALLEY hat die Ausschreibung gelesen, weiter recherchiert und hinter die Kulissen geschaut. Ergebnis: In Harburg wird mit mehr als einer halben Millionen Euro ein Portal mit Formular, Adressen und offensichtlich schon mal verkauften Bestandteilen geplant - vor den Augen von Senat und Bürgerschaft. 

HANSEINVESTIGATION: Die millionenschwere Steuerverschwendung an der Süder-Elbe - Teil 2: Ein Startup Port für Hamburg - im Hamburg Digital Magazin.

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Am 28. November 2017 erklärte Hamburgs Erster Bürgermeister in seiner Grundsatzrede zum Wissenschaftsstandort Hamburg im Übersee-Club am Neuen Jungfernstieg: "Der Innovationscampus soll Ausgangspunkt für wissensbasierte Startups und Existenzgründungen aus allen Hamburger Hochschulen heraus werden. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen bei Green Technologies, Life Sciences und Digitalisierung.

Hamburgs Erster Bürgermeister vor dem Übersee-Club Hamburg
Foto: Universität Hamburg/FHH


Der SPD-Spitzenpolitiker weiter: "Das Wachstum (auf 15.000 Studenten in Harburg, die Red.) soll einhergehen mit einer noch besseren Vernetzung der TU mit der Hamburger Wirtschaft in den zentralen Branchen, mit einer fortschreitenden Verbesserung der Lehre und des wissenschaftlichen Transfers. Hier ist die TU mit der TuTech und dem Innovation Campus Green Technologies ... schon heute gut aufgestellt."

Was ist der "Innovation Campus Green Technologies"? Wer ist die von Olaf Scholz gelobte "TuTech"? Was passiert am Harburger Hafen vor und hinter den Kulissen? HANSEVALLEY hat Geschäftsberichte studiert, eigenständig recherchiert und Protagonisten interviewt. Ergebnis: In Harburg ist eine millionenschwere Steuervernichtung am Laufen - vor den Augen von Senat und Bürgerschaft. 

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