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Mittwoch, 4. April 2018

HANSERANKING: Die digitalen Tops + Flops der Hamburger Wirtschaft

HAMBURG DIGITAL RANKING



Hamburg zwischen Hafenfolklore, Logistikhub und digitaler Zukunft.
Foto: mediaserver.hamburg.de / Hermes Logistik

Nur 20% der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind digital unterwegs. Nur 30% der großen Unternehmen sind in der digitalen Zukunft angekommen. So das Ergebnis des Digital-Atlas Deutschland im Auftrag von Google Germany, erarbeitet vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Wie gut sind Hamburgs Unternehmen aufgestellt? Wer brilliert mit Erfolg versprechender Strategie? Und wer entwickelt sich zum Totalausfall an Kaikante und in der Kaufmannsgilde?

Welche Unternehmen haben ein ernstes Erkenntnisproblem? Welche Familienbetriebe leiden am beliebten Umsetzungsproblem? Und welche Hamburger Konzerne besitzen ein kritisches Kommunikationsproblem? Das Hamburg Digital Ranking bietet einen aktuellen Überblick über TOP und FLOP, über Spitzenreiter, Aufsteiger, Fragezeichen und (unsportliche) Absteiger. HANSERANKING - so sind Hamburgs Unternehmen heute digital aufgestellt:


 TOP OF THE TOPS: Die digitalen Spitzenreiter 

TOP Nr. 1 - Die Hamburger Otto Group

Die Familie Otto baut seit über 5 Jahren an der Zukunft - mit einem strategisch agierenden Familienerben, einem Tech-Startup als Concept Proof, eigenem Corporate Inkubator, Company Builder und VC-Investmentarm, nachhaltigem Kulturwandel und Exzellenz mit eigener Task Force für E-Commerce, mehr als 300 Mann in Business Intelligence und Plattformstrategie. Der 50.000 Mann-Tanker hat Kurs auf die digital-vernetzte Zukunft.
Gesamturteil: Kulturwandel 4.1 - hier geht die Familie vorne weg.

 Hamburg Digital Empfehlung: 
HANSEMOBILITY: Das Mobile Lab und die mobile Zukunft der Otto Group.


Die Handelsriese Otto Group im größten Wandel aller Zeiten.
Foto: HANSEVALLEY

TOP Nr. 2 - Die Hamburger Hafenbehörde HPA

Dank eines visionären Informatikers ist die Hamburg Port Authority technologisch im Hafen weit vorn. Unter dem Dach der "Smart Port"-Initiative treibt das IT- und Digitalteam Innovationen zu Lande, zu Wasser und in der Luft - von Nautischer Zentrale über Katatrophenschutz bis zum 5G-Projekt zur Vernetzung des Hafens. Bei der HPA hat man auch keine Angst vor einem chinesischen Digitalterminal auf Steinwerder für Alibaba.
Gesamturteil: Innovationsfaktor 4.0 - der Hafen ist auf dem Weg.

 Hamburg Digital Empfehlung: 
HANSEPERSONALITY Dr. Sebastian Saxe: Erfolgsfaktoren für Digitalen Hafen und Digitale Stadt.

TOP Nr. 3 - Die Hamburger Sparkasse, HASPA

Ein Vorstandschef mit Weitblick und 25 Mio. € Investitionen in digitale Services bis 2020 zeigen: die Haspa kleckert nicht. Die Übernahme von "Heute in Hamburg" mit mehr als 200.000 Fans war ein Meilenstein für den künftigen Erfolg der Bank. In der Digital-Unit baut die Sparkasse ein neues Geschäftsmodell auf, erreicht die Kunden per App in den Stadtteilen. Lobenswert: Die "Beerdigung" des missglückten Mobile-Kontos "Yomo".
Gesamturteil: Execution 4.0 - wer weiter will, geht eigene Wege. 

 Hamburg Digital Empfehlung: 
HANSEVISION: Gut für die Haspa. Gut für Hamburg.


 TOP oder FLOP: Die digitalen Aufsteiger 

2+ Mio. Container fahren künftig First-, Business- oder Economy-Class.
Foto: Hapag-Lloyd

TOP Nr. 4 - Die Containerreederei Hapag-Lloyd


Mit einem wettbewerbsfreudigen Vorstandschef ist die gemütliche Zeit am Ballindamm beendet. Beginnend mit einer Restrukturierung werden jetzt weltweit alle Kühlcontainer mit Sensoren und Sendern ausgestattet, Boxen dank Daten künftig wie in der Luftfahrt priorisiert verladen und gelöscht. Ein 10-köpfiges Team arbeitet an digitalen Produkten und Dienstleistungen, um die HLAG mit Echtzeit-Services zum Qualitätsführer zu entwickeln.
Gesamturteil: Execution 3.5 - so wird's was auf den Weltmeeren.

 Hamburg Digital Empfehlung: 
HANSEPERSONALITY Dr. Ralf Belusa: Alles wird digitalisiert, was digitalisiert werden kann.

TOP Nr. 5 - Der Bootsausstatter A. W. Niemeyer

Das führende Handelshaus hat 1998 einen ersten Onlineshop gestartet, erzielt jedoch 3/4 seines Umsatzes in den Filialen. Nach drei Jahren in der Umsetzungsfalle hat AWN mit Hanse Ventures einen starken Gesellschafter und 30 Online-Experten im Haus, die Niemeyer in die digitale Zukunft katapultieren. Ein ungewöhnlicher wie konsequenter Weg, aus der Sackgasse zu kommen. Eine echte Aufsteiger-Story Made in Hamburg.
Gesamturteil: Strategie 3.5 - mit starkem Partner aus der Sackgasse.

 Hamburg Digital Empfehlung: 
HANSECHAMPION A. W. Niemeyer: "Wir wollen die Welt."


 TOP ODER FLOP: Die digitalen Fragezeichen 

Wie wird aus analoger Container-Abwicklung ein digitales Business-Modell?
Foto: HHLA / Thies Rätzke

FLOP Nr. 6 - Der Hamburger Busbetrieb VHH


Die VHH-Busse waren Vorreiter bei mobilem Internet in Hamburg. Dann zog die große Schwester HOCHBAHN mit Vollgas vorbei. Lediglich die Linien 3 und 31 sind mit Wifi versorgt, alle anderen gucken in die Röhre. Mittlerweile sind alle 1.000 Busse der HOCHBAHN mit WLAN ausgerüstet. Die ebenfalls zur Stadt gehörenden VHH-Busse können dringend ein digitales Upgrade auf die Zukunft gebrauchen.
Gesamturteil: Execution 2.0 - als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet.

FLOP Nr. 7 - Der Terminalbetrieber HHLA

Die gebetsmühlenartig wiederholte Botschaft vom digitalen Player im Hamburger Hafen kann niemanden mehr vom Hocker reißen. Größter Hemmschuh: Gewerkschaften und widerwillige IT'er. Bei der Unterstützung des Digital Hub Logisitics Hamburg zeigt die HHLA aktuell offensichtlich wenig Entschlossenheit. Von der Beteiligung bis zum Speicher für den Hub ist öffentlich leider nicht viel zu sehen. Aber wir schauen gern noch ein zweites Mal hin.
Gesamturteil: Strategie 1.9 - weniger Angst, mehr Handeln ist gefragt.

 Hamburg Digital Statement: 
HANSEPERSONALITY Angela TItzrath: Pressestelle enthält Antworten leider seit Monaten vor.

 TOP OF THE FLOPS: Die digitalen Verlierer 


Zick-Zack-Kurs hinter schicker Fassade: Nur noch für ältere Kunndinnen attraktiv.
Foto: Beiersdorf

FLOP Nr. 8 - Der Werbevermarkter Weischer

Der Werbevermarkter kann zwar Spots und Anzeigen schalten, die Innovationsabteilung ist jedoch geprägt von einer wenig erfahrenen Werberin. Die "Manager Digital Revolution" verkauft vermeintliche Innovationen von Kreativ- und Techagenturen aus Hamburg, eine Strategie für die digitale Zukunft der Altonaer Werbefirma ist derzeit nicht erkennbar, Kommunikation findet daher auch erst gar nicht statt. Ist womöglich auch besser so.
Gesamturteil: Innovationsfaktor 0.9 - für einen Vermarkter traurig.

FLOP Nr. 9 - Der Chemiefabrikant Beiersdorf

Der Körperpflegehersteller macht mit Hire & Fire seiner Chief Digital Officer von sich reden. Mindestens drei leitende Innovationsmanager mussten bereits ihren Hut nehmen. Grund: Bei Beiersdorf steuert eine Unternehmerfamilie ohne sichtbaren Weitblick den Konzern. Ehemalige Mitarbeiter geben auf die digitale Zukunft der Eimsbütteler Dosenabfüller nicht viel. Da wundert es nicht, dass eine als unfair eingestufte PR-Chefin Maulkörbe erlässt.
Gesamturteil: Kulturwandel 0.9 - so ruiniert man sich am schnellsten.

 Hamburg Digital Statement: 
HANSEPERSONALITY Martin Böhm: Antworten von Beiersdorf-Pressesprecherin leider verboten worden.


Traum vom schnellen Reichtum: 7 von 10 Startups scheitern in den ersten 2 Jahren.
Foto: HANSEVALLEY

FLOP Nr. 10 - Der Marketing-Inkubator NMA


Man kann die Geldverschwendung von DPA, Senat & Partnern bestenfalls als Marketing-Inkubator titulieren. Die Startups kommen z. T. nur mit einer Idee ins Programm, werden mit schwachen Konditionen abgespeist, eine Betreuung nach dem Demo Day findet so gut wie nicht statt. Kluge Startups haben dankend abgelehnt, Experten über NMA-Pitches den Kopf geschüttelt, die NxA-Methode ist stadtweit bekannt - und wird offen kritisch diskutiert.
Gesamturteil: Execution 0.9 - hier kommt sicher kein Unicorn (groß) raus.

 Hamburg Digital Statement: 
HANSESTATEMENT: Hamburg, #daswarsmitmedien, oder?


HANSERANKING - aus der Praxis für die Praxis.

Das Hamburg Digital Ranking basiert auf mehr als 400 Vor-Ort-Recherchen in Unternehmen und Institutionen, über 500 Hamburg Digital Nachrichten und mehr als 180 Hamburg Digital Reports aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sowie mehr als 50 exklusiven Interviews mit Unternehmern und Innovationsmanagern sowie Politikern und Experten. Das HANSERANKING erhebt trotz sorgfältiger Recherche und Informationen aus erster Hand keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 


Manchmal reicht es nicht aus, jung und unerfahren zu sein ...
Foto: Urheber anonym

HANSEVALLEY wünscht interessante Einblicke und hilfreiche Erkenntnisse für den eigenen Weg in die digital-vernetzte Zukunft. Die Redaktion freut sich auf spannende Vorschläge für HANSECHAMPIONS aus Industrie und Mittelstand an Alster und Elbe - per E-Mail an hamburg@hansevalley.de oder persönlich auf einem von mehr als 150 Vor-Ort-Terminen rund um Adolphsplatz und Rathausmarkt zu Digitalisierung und Transformation in 2018.

 Redaktioneller Hinweis: 

Dieser Artikel steht in keinem Zusammenhang mit der in Hamburg ansässigen Online Marketing Agentur Hanseranking GmbH. Die Hanseranking GmbH ist eine Full-Service-Agentur und berät zu Strategieentwicklung und Umsetzung von Online Marketing Maßnahmen. Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.hanseranking.de

 Hamburg Digital Empfehlung: 
HANSEVISION: Von ehrbarer Kaufmannssiedlung zur Digitalen Metropole Hamburg.


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Mittwoch, 21. März 2018

HANSECHAMPION A. W. Niemeyer: "Wir wollen die Welt."

www.hansevalley.de


HAMBURG DIGITAL REPORT

"A. W. Niemeyer sticht mit Digitalisierungsexperte Hanse Ventures in See." Die gemeinsame Pressemitteilung sorgte am 18. Januar d. J. an Alster und Elbe für lebhafte Diskussionen: Der Hamburger Traditionshändler für Bootbsbedarf beteiligt den Hamburger Company Builder mit 30% an seinem Geschäft - und holt sich mit den Online-Experten um Jochen Maaß und Tobias Seikel die Digital-Expertise ins Haus.


Traditionshändler vor der Digitalisierung: A. W. Niemeyer
Foto: HANSEVALLEY

Was hat ein Familienbetrieb aus dem Jahr 1745 mit einer Online-Company aus dem Jahr 2010 vor? Was plant ein Einzelhändler mit 13 Filialen in der DACH-Region mit dem Company-Builder von hausgold.de, geschenke.de und pflege.de? Wie werden die 140 Mitarbeiter in Einkauf, Marketing und Verkauf am Holstenkamp fit gemacht durch 30 Digital-Experten vom Sandtorkai? Ein Hamburg Digital Report:

Ein kalter Dienstag-Nachmittag im verschneiten Februar: Hamburg-Bahrenfeld, im Gewerbegebiet am Holstenkamp. In Europas größtem Wassersport-Geschäft ist man auf die Saison vorbereitet. Auf 2.000 qm findet der Bootseigner alles, was er fürs Hobby braucht: von Deckausrüstung bis zu Sicherheitsausstattung, vom Kajütenkomfort bis zur Hochseekleidung. Ein Hamburger Stammkunde steht an der Kasse. Der langjährige AWN-Kunde lebt in Russland, kauft Bootsfarbe für 1.300,- €. Die 500,- €-Scheine gehen über den Tresen. Neben der Kasse liegt der jährliche Katalog des Sportbootausrüsters.


Hält das Ruder bei "AWN" fest im Griff: Geschäftsführer Christian Hofmann
Foto: A. W. Niemeyer
528 Seiten ist der "AWN"-Katalog dick. 250.000 Exemplare druckt der Hamburger Händler jedes Jahr zum Saison-Auftakt mit der "Boot" in Düsseldorf. Der Ausstatter hat mit 22.000 Artikeln "Alles an Bord". Gegründet als Eisenwaren-Händler für die Schifffahrt, großgeworden als Schiffsausrüster für Berufsschifffahrt - von Container- bis zu Kreuzfahrtschiffen. Das Familienunternehmen vom Rödingsmarkt wechselt nach dem Krieg in die Sportschifffahrt. 76% erwirtschaftete eines der ältesten Hamburger Handelskäuser im vergangenen Jahr nach wie vor im Filialgeschäft. 300.000 potenzielle Kunden gibt es allein in Deutschland.

Digitales: "Da wird viel passieren in den nächsten 5 Jahren"

"AWN" ist Platzhirsch unter den stationären Händlern. Mehrere hundert Lieferanten sorgen fürs Geschäft, dazu ein eigene B2B-Sparte mit Takelei, Wartungsstation und Spezialreinigung. Seit 4 Jahren leitet Christian Hofmann das Unternehmen, ist mit 10% am Unternehmen beteiligt. Im 1. Stock der Zentrale sitzt ein hellwacher Vertriebsexperte am Ruder. Er spricht offen über die Herausforderungen: 1998 startete Niemeyer mit einem ersten Online-Shop, stellte 15.000 Artikel ins Netz. Doch der Fokus liegt auf Filialexpansion in Deutschland, später auch in Österreich und der Schweiz. Zu den wichtigsten Standorten zählen, Hamburg, Kiel und Berlin - dem größten Wassersportzentrum Deutschlands.


Stationärer Marktführer unter den Bootsausstattern: "AWN"
Foto: HANSEVALLEY
Ein Blick auf die Zahlen zeigt das Dilemma: 76% seines Geschäfts macht A. W. Niemeyer in den Filialen, 10% gehen via Katalog über den Ladentisch, 14% machen die Online-Shops aus - seit 2014 mit 22.000 Produkten im neu gelaunchten Online-Shop und der 2016 forcierten Internationalisierung in die Niederlande, nach Dänemark, Schweden und Polen, nach Frankreich, Spanien und Italien. Dazu kommt seit 2017 die Präsenz auf Marktplätzen, wie Amazon und Ebay. Aus dem 4.000 qm großen Zentrallager in Hamburg werden im Jahr rd. 80.000 Pakete verschickt. 

Online-Handel: "Ein großer Wandel wie vor 70 Jahren"

So richtig online ist der Schiffsausrüster trotz zweistelligem Wachstum dennoch nur bedingt. Zum digitalen Wandel bringt der 47-jährige Geschäftsführer und Vater dreier Kinder auf den Punkt: "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem", und ergänzt: "Wie saßen selbst 3 Jahre darin." Über 2 Jahre suchte man einen "Online-Star", der "AWN" zu einem Raketenstart im E-Commerce verhilft - vergeblich. Langsam öffnet sich der Vorhang zur Partnerschaft zwischen Bootsausrüster und Digitalexperten. Der Vater u. a. zweier motorsportbegeisterter Söhne gibt zu: "Es ist uns nicht gelungen, schnell genug online zu wachsen, um daraus ein Gesamtwachstum herzustellen." 


Europas größter Bootsshop auf 2.000 qm am Holstenkamp.
Foto: HANSEVALLEY
Zu langsam und zu zögerlich, könnte man die Entwicklung zusammenfassen. Christian Hofmann geht noch weiter, legt das Negativbeispiel des in Konkurs geratenen amerikanischen Spielzeugriesen "Toys'R'Us" auf den Tisch. Seit 2014 stagniert das Gesamtgeschäft, im vergangenen Jahr wurden 2 schwächere Filialen abgeschlossen. Wettbewerber "SVB" aus Bremen ist Vorreiter beim Internet-Handel, Konkurrent "Compass24" aus Ascheberg führend als Katalog-Versender. "AWN" ist der stationäre Platzhirsch mit der Herausforderung, online Wachstum zu generieren.

Hanse Ventures? "Die haben alle schon geliefert!"

In mehr als 100 Länder liefert Niemeyer bereits, betreut seine Kunden in 8 Sprachen. "Wir wissen schon, wie das geht", bekräftigt Hofmann im Interview, und ergänzt: "Wir sind seit vielen Jahren Versandhändler." Die Schlüsselfrage für das von Amadeus Wilhelm Niemeyer 1745 gegründete Unternehmen lautet: 'Wo wollen wir hin?' Mit dem bislang einmaligen Schritt der Beteiligung dürfte "AWN" einen cleveren Schachzug machen. "Es geht um die Experise von Hanse Ventures", fasst Hofmann fast bescheiden zusammen. Die gemeinsame Vision der Hamburger Partner ist, "den Online-Umsatz stark auszubauen". 


4.000 qm Paletten- und Kleinteilelager in Bahrenfeld.
Foto: A. W. Niemeyer
10 Mann kümmern sich in Bahrenfeld bislang um 12 Shops plus Marktplätze. Dazu gehören Redakteure und Native-Speaker für den Content, Marketer und Customer Care-Mitarbeiter für das internationale Geschäft. Hanse Ventures baut eine eigene Digital-Unit mit CEO für das Online-Business, mit E-Commerce-Leiter, SEO- und SEA-Spezialisten, mit BI- und CRM-Experten sowie eigener Social Media Expertise auf - wie ein Startup. Das Team aus 30 Hanse Ventures-Experten wird in einem halben Jahr durch eigene Digitalexperten abgelöst. Hofmann unterstreicht das Besondere an dem Deal: "Wir konnten am nächsten Tag starten." So kann die Markterschließung national und international parallel skalieren.

Christian Hofmann: "Digitalisierung beginnt im Kopf"


Im nächsten Schritt plant der pfiffige Geschäftsführer, die Prozesse zu digitalisieren. Mehrere Mitarbeiter sind im Einkauf tätig, zuständig für Disponieren und Einlagern von 22.000 Artikeln. "Im Tagesgeschäft kommt es zu kurz, sich die Prozesse anzuschauen"; weiß der Geschäftsführer. Sein Wunsch: die bestmöglichen Prozesse definieren, daraus Exzellenz im Betriebsablauf ermöglichen und weitere Einkaufsvorteile entwickeln. Selbstkritisch gibt Hofmann zu bedenken: "Es gibt Mitarbeiter, die machen es so, wie sie es machen - auch wenn sie es nicht effizient machen." Digitalisierung beginnt für den Macher im Kopf. 


Flaggschifffiliale, Zentrallager und Unternehmenssitz von AWN.
Foto: HANSEVALLEY
Einkauf, Logistik, Buchhaltung  - "was machen wir falsch?" fragt Hofmann, und schiebt hinterher: "der Business-Case hat ambitionierte Ziele." Das Statement lässt ahnen, was zwischen Hanse Ventures und A. W. Niemeyer vereinbart wurde. "Man kann nicht radikaler vorgehen", gibt der Unternehmer zu Protokoll. Für einen der größten Boots- und Yachtausstatter Europas geht es um nicht weniger, als die Zukunft - im Umfeld eines sich konsolidierenden stationären Einzelhandels. Eine spannende Entwicklung zweier ambitionierter Hamburger Unternehmen - für uns ganz klar HANSECHAMPIONS.



 Hamburg Digital Background: 

Pressemitteilung Hanse Ventures:
hwww.presseportal.de/pm/80173/3835683

A. W. Niemeyer im Überblick:
www.awn.de/ueber-awn/

Hanse Ventures im Überblick:
www.hanseventures.com/hv-team/