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Donnerstag, 20. Mai 2021

HANSECOMMERCE: Amazon.de läuft Otto.de im Corona-Jahr 2020 davon.

HANSE DIGITAL COMMERCE
* Update 30.06.2021 *

Die Zentrale der "Otto Group" in Hamburg-Bramfeld.
Foto: Otto Group

50.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für den Hamburger Dienstleistungskonzern "Otto Group" mit seinen drei Geschäftsfeldern Handel (u. a. "Otto.de"), Paketversand ("Hermes") und Inkassodienst ("EOS"). 1995 war "Otto" einer der ersten Versandhändler im Internet. 25 Jahre später und ein Jahr nach Corona-Ausbruch sehen die Zahlen der Bramfelder auf den ersten Blick gut aus: 15,6 Mrd. € Konzern-Umsatz im vergangenen Jahr - mit 17,2 % Wachstum. Doch hinter den Kulissen rumort es. Nach 3 Jahren Umbau des "Otto.de"-Portals zum Marktplatz hängt Erzrivale "Amazon" die Hamburger bei Eigen- und Partnerumsätzen im deutschen Onlineshopping gnadenlos ab. Thomas Keup mit den aktuellen Zahlen und Fakten:

Der Bramfelder Versand-Händler "Otto.de" hat im vergangenen Geschäftsjahr (Stand 28. Februar '21) mit rd. 1.000 Marktplatz-Händlern in Deutschland einen Marktplatz-Umsatz von rd. 450 Mio. € erwirtschaftet - laut Konzern-Finanzvorständin Petra Scharner-Wolff rd. 10 % des Gesamtumsatzes von "Otto.de" im Pandemie-Zeitraum Februar 2020 bis 2021. Der Hamburger Familienkonzern hat nach 3-jährigem technischem Umbau des Online-Portals "Otto.de" mit offiziellen Investitionen von rd. 166 Mio. € Mitte vergangenen Jahres die Umstellung vom Onboarding per Fax zum digitalen Einstellen der Marktplatz-Produkte geschafft. Nach den Planungen zu Beginn des Jahres 2019 wollte "Otto.de" 3.000 Handelspartner bis 2020 auf den Marktplatz bringen.
1.000 statt 3.000 Marktplatz-Händler: Platz 6 in der Relevanz deutscher Online-Händler.
Die Zahlen bestätigen die aktuell geringe Relevanz für Marktplatz-Händler, ihre Waren den z. Zt. rd. 10 Mio. aktiven Kunden auf dem "Otto Market" anzubieten, davon rd. 3,7 Mio. Neukunden aus dem Corona-Jahr '20. Laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsportals "Statista" vom März '21 gaben deutsche Online-Händler an, zu 62 % auf "Amazon.de" sowie zu 55 % über "Ebay.de" zu verkaufen. Auf den Plätzen folgen "Rakuten.de" mit 17 %, "Hood.de" und "Zalando.de" mit jeweils 9 %. Die Hamburger Distanzhandels-Plattform "Otto Market" folgt erst auf Platz 6 mit 8 % Präferenz deutscher Marktplatz-Händler. Zugleich wurden im vergangenen Jahr 44 % aller Online-Umsätze in Deutschland über Marktplätze erwirtschaftet. Dies waren 32,12 Mrd. € bzw. 36 % mehr als 2019. Experten gehen davon aus, dass mittelfristig maximal 5 E-Commerce-Plattformen den deutschen Online-Handel in einem Oligopol beherrschen werden.
Der Schein trügt: Die "Otto Group" ist mitten im harten Umbruch.
Foto: Otto Group
500 neue Marktplatz-Händler im Jahr 2020 auf Otto.de - 18.200 neue auf Amazon.de.
Während "Otto.de" die Zahl der Marktplatz-Partner seit Mitte 2020 von rd. 500 größtenteils händisch ongeboardeten Anbietern auf 1.000 Ende Februar 2021 verdoppeln konnte, gewann der Erzrivale "Amazon.de" im Pandemiejahr 2020 laut Angaben des Online-Dienstleisters "Finbold" mehr als 18.200 bzw. 6,6 % neue Händler für den deutschen Marktplatz hinzu. Damit sind auf "Amazon.de" mit Stand Ende 2020 rd. 276.000 unabhängige Händler aktiv - davon rd. 40.000 kleine und mittlere Anbieter. Im laufenden Geschäftsjahr wollen die Hamburger auf "Otto.de" die Zahl ihrer Marktplatz-Händler auf gut 2.000 verdoppeln.
4,5 Mrd. € Gesamt-Umsatz des "Assets" Otto.de in 2020 - 38,69 Mrd. € auf Amazon.de.
Die Hamburger "Otto Group" erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr weltweit im E-Commerce einen Umsatz von 9,9 Mrd. €, davon rd. 7,0 Mrd. € mit ihren deutschen Ablegern, wie "Bonprix", der "MyToys"-Gruppe, "Otto.de" und der "Witt"-Gruppe einschl. "Heine". Auf die Stammmarke "Otto.de" als größter deutscher Online-Möbelhändler entfielen in Deutschland rd. 4,5 Mrd. €. Zum Vergleich: "Amazon.de" erwirtschafte im Jahr 2020 laut Online-Handels-Monitor des "Handelsverbands" insgesamt 53 % des deutschen E-Commerce-Umsatzes bzw. 38,69 Mrd. €, davon 24,82 Mrd. € bzw. + 5,0 % durch den "Marketplace".
Auch im Jahr 2021 fokussiert sich die "Otto Group" auf Marktplätze.
Screenshot: HANSEVALLEY
Umsatz-Verhältnis Otto.de zu Amazon.de - 2018: 1 zu 3, 2019: 1 zu 4, 2020: 1 zu 6. 
Laut "Otto Group"-Finanzvorständin Scharner-Wolff ist in den kommenden Jahren nicht damit zu rechnen, wie "Amazon.de" den größeren Teil des Umsatzes auch auf "Otto.de" über Marktplatz-Händler zu erwirtschaften. Im laufenden Geschäftsjahr will sich die "Otto Group" dennoch um den Ausbau des Plattformgeschäfts bei "Otto.de" wie der vor Börsengang mit 53 % im Besitz der "Otto"-Gruppe befindlichen jungen Mode-Plattform "About You" kümmern. Die nicht direkt mehr zum "Otto"-Konzern gehörende Gesellschaft erwirtschaftete im vergangenen Jahr allein 1,1 Mrd. € Umsatz - eine Steigerung um 53 % gegenüber dem Berichtszeitraum 2019/2020. Zum Vergleich: Der große Berliner "About You"-Rivale "Zalando" erwirtschaftete im Corona-Jahr insgesamt rd. 8 Mrd. € Umsatz mit junger Mode - ein Zuwachs um 500 Mio. €.
Zusätzliche Informationen zum "Otto Market" gibt es auf den Händler-Seiten des Plattform-Anbieters. Eine ausführliche Meldung zur Vorstellung des Geschäftsberichts 2020/2021 der "Otto Group" einschließlich aktueller Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Hamburger Dienstleistungsgruppe einschl. des jungen Modehändlers "About You", des Inkassodienstes EOS" und des Paketdienstes "Hermes" ist auf den Presseseiten der "Otto Group" veröffentlicht. 
*  *  *
 Hanse Digital Background: 
Otto Group: Geschäftsbericht 2019/2020:

Handelsverband: Online Monitor 2021:
einzelhandel.de/

BEVH: Umsatz Produktgruppen Online-Handel 2019 zu 2020:

Statista: Umsatzanteil von Amazon am Online-Handel in Deutschland 2020:
statista.com/

Statista: Über welche Onlinemarktplätze verkaufen Online-Händler:

OMR: Die 100 größten Marktplatzhändler auf Amazon.de:

Montag, 7. Dezember 2020

HANSESTATEMENT: METRO Marktplatz - Abzocken, Abwimmeln, Abtauchen.

Ein Hanse Digital Statement von
- Chefredakteur Thomas Keup -
* Update 14.12.2020 *

+++ Sie liefern beschädigte Ware aus. +++ Sie verweigern die Nachbesserung. +++ Sie verweigern die Rücknahme. +++ Sie drohen mit der juristischen Keule. +++ Sie planen, uns mundtot zu machen. +++ Sie lernen ihre Lektion einfach nicht. +++ 

Warum Sie als Kunde bei "Metro Markets" der Verlierer sind. 

 Früher waren "Metro" Cash & Carry-Märkte einmal erste Adresse.
Foto: Lite, Lizenz: GNU FDL 1.2

HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup ist leidenschaftlicher Online-Shopper mit mehr als 2.000,- € Umsatz im Jahr bei "Amazon.de" und "Diamant-Kundenstatus" aus über 300 Bestellungen seit 2014 bei "Aliexpress.com". Neben internationalen Marktplätzen kauft der Early Adaptor auch bei deutschen und europäischen Online-Händlern ein, wie "Asos" aus Großbritannien oder "Baur" aus Franken. Dabei setzt der gebürtige Mecklenburger auf Bequemlichkeit bei der Bestellung, Sicherheit bei der Lieferung und Attraktivität bei den Preisen für Geschäft und Haushalt. 

Mitte Oktober d. J. testete der Wahl-Berliner nach einer Werbe-Mail den neuen Marktplatz des B2B-Händlers "Metro" - genannt "Metro Markets". Im Rahmen einer Renovierung bestellte der Unternehmer eine Deckenlampe mit getönter Glaskugel von einer bekannten Marke und zu einem attraktiven Preis. Die schnell gelieferte Ware stellte sich bei der Montage durch einen Handwerker gut vier Wochen nach Erhalt erschrenkender Weise als zerkratzte, verschmierte und mit Einschlüssen mangelhafte "C bis Z"-Ware heraus. 

Nach Reklamation des nur zur Entsorgung geeigneten Ausschuss-Artikels musste der Journalist und PR-Spezialist erleben, wie die "Metro" mit ihrem neuen Marktplatz kundenfeindlich agiert und jeglichen Mangel versucht, abzuwimmeln. Statt - wie gesetzlich vorgeschrieben - den Mangel des technischen Artikels durch Umtausch zu beseitigen oder den Kauf zurück abzuwickeln, leugneten Kundendienst wie Pressestelle der "Metro" in Düsseldorf ihre Verantwortung für den ihrerseits verkauften, mangelhaften technischen Artikel.

Ein Hanse Digital Statement von HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup:

Bei Amazon haben Sie als Kunde im Rahmen der "A-bis-z Garantie" 60 Tage Zeit, um einen mangelhaften Artikel von "Amazon" oder einem Marktplatz-Händler zurückzugeben. Der Kundendienst-Mitarbeiter wird sich bei Ihnen entschuldigen, dass Sie einen defekten Artikel geliefert bekommen haben, Marktplatz-Händler auffordern, innerhalb von drei Tagen eine Lösung vorzuschlagen und Sie werden Ihr Geld zurückbekommen. Das nennt man einen sicheren, vertrauensvollen Einkauf. Dessen konnte ich mir im Corona-Jahr 2020 bei mittlerweile über 100 gekauften Artikeln auf "Amazon.de" sicher sein. Das ist die weltweite Referenz für E-Commerce.

Die 23 Rücksendungen auf Grund von Garantiefällen, mangelhafter Ware, falscher Angaben oder nicht passender Größe sind für den mit weltweit 100+ Mrd. $ - davon über 10 Mrd. € allein in Deutschland - führenden Online-Händler und Marktplatz kein Problem. Ganz im Gegenteil: Ein rundherum zufriedener Kunde - und das heißt in erster Linie sicherer Kunde - kommt wieder, und zwar von selbst. Denn noch wichtiger als der niedrigste Preis im Netz ist die Gewissheit, kein Schiffbruch mit der Bestellung, der Bezahlung, der Lieferung und der Ware zu erleben. Niemand will mehr oder meist weniger hilfsbereiten Kundendienst-Mitarbeitern hinterherlaufen, 
wie zum Beispiel bei "Otto.de" (Supporter*innen-Zitat: "Sie müssen ja nicht bei uns einkaufen!").

"Metro Markets" bricht geltendes Recht auf Wandlung.

Der Düsseldorfer Handelsriese "Metro" will im bommenden Geschäftsfeld von Online-Marktplätzen á la "Amazon", "Ebay" & Co. mitspielen. Die Idee ist erstmal nicht dumm, denn Gastronomen, Handwerker oder Mittelständler ersparen sich die lästige Fahrt in die "Metro". Leider versaut es der frühere Besitzer der zuletzt bankrotten Handelsketten "Kaufhof" und "Real" sowie Haupteigner der seit Jahren schlingernden Elektromärkte "Media Markt" und Saturn" ("Ceconomy") 3 Jahre nach Start des Marktplatzes und in der Expansion mit Pauken und Trompeten. Damit schließt sich "Metro" dem Online-Händler "Otto.de" an, der über drei Jahre an einem eigenen Marktplatz erfolglos herumschraubt - "Marktplatz-Kompetenz - Made in Germany".


Gefährliche Falle für gutgläubige Kunden: "Metro Markets"
Screenshot: HANSEVALLEY

Der entscheidende Dreh- und Angelpunkt: "Metro Markets" bricht geltendes Recht: Statt einen mangelhaften Artikel zurückzunehmen, umzutauschen oder zu erstatten, verweist der Kundendienst von "Metro Markets" schriftlich und damit für jedermann nachlesbar auf den 14-tägigen Widerruf im Rahmen des Verbraucherrechts (Stichwort: Abwimmeln). Zudem bricht "Metro" eine gesetzte Frist für eine konkret eingeforderte Lösung (Stichwort: Abtauchen). Während wir bei "Amazon" einen gekauften Artikel innerhalb von 60 Tagen reklamieren können, versteckt sich "Metro" bei einem Kunden, der gar kein Verbraucher sondern Geschäftskunde ist, hinter dem Verbraucherrecht gemäß Haustürgeschäften. 

"Metro"-PR reagiert mit "Zickenkrieg" und Drohungen statt Lösung.

Sie und ich können nicht gelieferte oder defekte Waren bei Problemen mit einem Händler über den "Paypal Käuferschutz" innerhalb von 180 Tagen - sprich 6 Monaten - reklamieren, wenn sie mit "Paypal" bezahlt haben. Auch wenn "Paypal" alles versuchen wird, Ihren Fall abzuwimmeln, wie ich hautnah mit einem China-Handy erleben musste. Wir können Käufe - beschädigt oder nicht - bei "Amazon" innerhalb von 60 Tagen ohne Diskussion zurückgeben. Jeder Kunde kann Käufe auf "Ebay" innerhalb von 30 Tagen über den "Ebay Käuferschutz" reklamieren, sollte ein Händler mangelhafte Ware liefern. Sie und ich sind jedoch der "A.sch vom Dienst", wenn Sie bei "Metro Markets" einen defekten (z. B. zerkratzten) oder gebrauchten (z. B. verschmierten) Artikel geliefert bekommen.

Made by Metro Markets: Produkte - verkratzt, verschmiert, mangelhaft.
Foto: Thomas Keup

Nicht nur der Kundendienst von "Metro Markets" bricht das Recht auf Nachbesserung, Wandlung und Garantie. Die verantwortliche Pressesprecherin zeigt in ihrer Antwort auf die Reklamation, wessen Kind sie, ihre Kollegen und ihr Handelsbetrieb offenbar sind. Zwar leitet die junge, verantwortliche laut "Linkedin" "Head of Media Relations" die Reklamation an den Kundendienst weiter. Die nach offizieller Berufsangabe für "Heading Innovation, Digitalization and Service Communication" (Stichwort Buzzword-Bingo) zuständige Sozialwissenschaftlerin Sirin Emre-Flender kann es sich jedoch nicht verkneifen, ihre E-Mail mit Kritik an unseren offen kritischen Worten und einem Verweis auf unseren Redaktionskodex in bester "Metro"-Arroganz aufzumachen.

PR’lerinnen sollten eigenen Berufskodex kennen.

Die frühere PR-Beraterin (u. a. für Reputationsmanagement), PR-Leiterin einer Fitnesskette (die für ihre Kundenfreundlichkeit aus eigener Erfahrung nicht bekannt ist), Senior Expertin für Brief- und anschließend interne Kommunikation bei der "Deutschen Post DHL" (das ist der Staatsbetrieb, dessen Kundendienstler bei "DHL" gern mal den Telefonhörer auflegen) vergisst aus meiner Sicht in ihrer Antwort die Professionalität als PR-Fachfrau und "zickt" stattdessen gleich zu Beginn gegen ihren Kunden - sprich Journalisten - an. In diversen Beiträgen auf "Deutsche Startups", "Gründermetropole Berlin" und HANSEVALLEY habe ich aus 22+ Jahren PR-Background erläutert, wie ein kommunikativer Störfall erfolgreich gelöst werden kann:

Die vier Schritte der "Image Restoration Strategy" lauten 1. Abbitte leisten und demütig verhalten, 2. Korrektiv handeln und eine Lösung anbieten, 3. die Ursache erläutern und um Verständnis bitten und erst als 4. Schritt die eigene Position verteidigen und mögliche unfaire Argumente zurückweisen. Frau Doppelname stellt sich jedoch in bester deutscher Manier und 12+ Jahren PR-Erfahrung gleich zu Beginn über ihren "Kunden", um anschließend nicht etwa eine Lösung des Problems anzubieten. Die Rheinländerin verweist in ihrer Presse-Antwort stattdessen auf die parallele, abwimmelnde Antwort des Kundendienstes - inkl. der Schutzbehauptung des lediglich 14-tägigen Widerrufs als Verbraucher.

Vom Produktmangel mit Volldampf in die Falle.

Die erste Ansprechpartnerin für Journalisten zu den (ihr wie auch immer geläufigen) Themen Digitalisierung (seit über vier Jahren unser Kernthema) sowie Service-Kommunikation (oder das, was die "Metro" in der Lage ist, nicht zu erbringen) tappt in eine selbst gewählte Falle, u. z. die der moralisch angreifbaren Kommunikation als rechthaberisch wirkende PR-Frau. Wir könnten jetzt ein "Fass aufmachen" und mit Skandalisierung, Personalisierung und Systemausschluss aus einer PR-Mitarbeiterin der 2. Reihe eine "verwerfliche Person" machen. Das Verhalten von "Metro"-Kundendienst und Pressestelle spricht jedoch eine eindeutige Sprache, so dass jeder Leser und jedes potenzielle "Opfer" des Marktplatzes sich sein eigenes Urteil über "Metro" und "Metro Markets" bilden kann - zuletzt bestätigt mit dem Hinweis des PR-Chefs, uns mit der juristische Keule treffen zu wollen (s. u.).

Lassen wir die "Metro" selbst zu Wort kommen: In Punkt 1 der Compliance-Richtlinien stellt das Handelsunternehmen unter der Überschrift "Wir trennen strikt persönliche Interessen von denen des Unternehmens" fest, sich professionell zu verhalten. Mit ihrem unfairen "Anzicken" zu Beginn der Kommunikation hat die Pressereferentin Sirin Emre-Flender den Grundsatz des Unternehmens aus unserer Sicht gebrochen. In Punkt 5 stellt die "Metro" heraus: "Wir respektieren die Regeln des fairen Wettbewerbs". Gegenüber Kunden agiert sie durch Verweigerung von Mangelbeseitigung und Wandlung allerdings alles andere als fair. Mit Punkt 8 zementieren die Düsseldorfer ihren Rechtsbruch: "Wir achten das geltende Recht". So, so ...

Unsere Fragen an die verantwortlichen Manager für Einkauf, Vertrieb und Kundendienst:
  • Wie kann es passieren, dass von Ihnen ein Ausschuss-Artikel ausgeliefert werden kann?
  • Wieso verweigern Sie die gesetzliche Nachbesserung von Mängeln bzw. den Umtausch?
  • Welche Gier nach "Geiz ist geil" treibt Sie aktuell an, Geschäftskunden zu übervorteilen?
  • Mit welchem Recht "zickt" Ihre Pressesprecherin Journalisten bei einer Beschwerde an?
  • Wann löschen Sie die von Ihnen hier vorsätzlich gebrochenen Compliance-Richtlinien?

Am Montag mnach unserer Pressebespreche hat die zuständige Vorgesetzte der "Digital-Sprecherin" - Frau Hülya Dagli - erstmals seit Bestellung des mangelhaften Lampenschirms zunächst einigermaßen professionell reagiert: Sie bot an, den Kaufpreis ohne wenn und aber zurückzuerstatten, um damit unter Beweis zu stellen, wie "kundenfreundlich" die "Metro" sei. Um einen Satz später fröhlich eine PR-Keule rauszuholen und zu schwingen. Zitat: "Die Darstellung unserer Mitarbeiterin in Ihrem Bericht können wir keinesfalls tolerieren." 

Statt - wie von uns gemäß Redaktionskodex schriftlich angeboten - eine Stellungnahme zu mangelhafter Lieferung und kritisierenswertem Kundendienst abzugeben, leitet die Director External Communications der "Metro AG" offen eine Drohung ein, uns einen Anwalt wegen möglicher "ehrverletzender Äußerungen" auf den Hals hetzen-wollen-zu können. Damit ist die "Kundenfreundlichkeit" der "Metro" eher ein kundenfeindliches und kundenbedrohendes System, dass nicht nur mit Abzocken, Abwimmeln und Abtauchen reagiert. Jetzt wissen wir, dass auch Kunden abmahnen dazu gehört. 

Das geht aus unserer Sicht grundsätzlich gar nicht und wir weichen keinen Millimeter von unserem Recht ab, kritisierenswerte Umstände als solche zu benennen. Das sollte jeder wissen, sei es in einem Fachbeitrag oder in einer persönlichen Meinung als Betroffener. Die Pressedamen der "Metro" zeigen, wessen Geist in der Düsseldorfer Zentrale wohl weht. Und der ist für Kunden aus eigenem Erleben schädlich, wenn man nicht spurt und sich den - Zitat eines Kollegen - "PR-Dominas" unterordnet. Ich werde mein Geld heute wie in Zukunft bei Online-Händlern ausgeben, die mich als Kunden offen, ehrlich und fair behandeln. Die "Metro"-Karte werde ich zurückgeben.

Update 14.12.2020: 

Metro AG: Sie verstehen es einfach nicht.

Keine 5 Minuten, nachdem wir den verantwortlichen Pressesprechern der "Metro" am Montag, den 14.12.20 den Beitrag zur Kenntnis gegeben haben, bekommen wir in cc eine Nachricht von Gerd Koslowski, Global Director Corporate Communications der "Metro AG". Darin versucht der auf Linkedin freundlich lächende PR-Fachmann, seine von uns cc informierten Vorstände Olaf Koch und Raphael Gasset zu beruhigen, indem er ankündigt - Zitat:

"We check legal steps"

Offensichtlich können und wollen Sie es nicht verstehen: Ein kommunikatives Problem - in diesem Fall das Abwimmeln und das Drohen seitens der Kolleginnen von Gerd Koslowski sowie die juristische Keule, um uns mundtot zu machen, ist zum Scheitern verurteilt. Wir werden die geeignete öffentliche Antwort auf eine juristische Bedrohung durch die "Metro AG" unmissverständlich formulieren und verweisen auf den Hanse Digital Codex.

*  *  *

 Hanse Digital Recherche:
*Update*

Linkedin: Gerd Koslowski, Metro AG Presse

Linkedin: Hülya Dagli, Metro AG Presse
Linkedin: Sirin Emre-Flender, Metro AG Presse

Slideshare: Thomas Keup Präsentation "Die moralische Falle"

 Hanse Digital Background: 


Deutsche Startups: Gastbeitrag "Nur ein sicherererer Kunde ist ein guter Kunde"
HANSEBUSINESS: Assets statt Anstand - Der tiefe Fall des Otto-Versands.
amazon.de/

Donnerstag, 6. August 2020

HANSESERVICE: Die Corona-Krise als Katalysator für den E-Commerce-Wandel

Ein Hanse Digital Service von
- Gastautor Marvin de Vries -

Die Corona-Krise hat den Vormarsch des E-Commerce beschleunigt.
Foto: Mark König, Unsplash 

Bis zu 40% Umsatzeinbruch des Einzelhandels in der Hamburger Innenstadt. Krisensitzungen der Top-Manager beim Shoppingcenter-Betreiber ECE in Poppenbüttel. Die Krise hat Hamburgs Wirtschaft voll erwischt. Was können kleine und mittlere Unternehmer jetzt tun? Wie können Sie Ihr Geschäft ins Internet verlegen? Unser Autor ist Hamburger Unternehmer, Inhaber einer E-Commerce-Agentur und teilt sein Wissen, wie man mit E-Commerce Schritt für Schritt aus der Krise kommen kann. Ein Hanse Digital Gastbeitrag von Marvin de Vries:

Das bisherige Jahr ist durch COVID-19 eines der schwierigsten Jahre für kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch für große Unternehmen. Die wirtschaftliche Nachfrage ging in sehr vielen Branchen enorm zurück. Im Speziellen ist der Einzelhandel sowie die Gastronomie stark betroffen und auch Kundenaufträge insbesondere im Dienstleistungsbereich sind um rund 90% eingebrochen.


Eine Wirtschaftskrise die sehr kurzfristig, auch durch Entscheidungen der Politik, eingetreten worden ist. Für den Großteil aller Unternehmen hieß es in einem ersten Schritt die Situation zu bewerten, erste Maßnahmen einzuleiten (z. B. Anträge auf Kurzarbeit und Kostenreduktionen). Wer schnell auf die veränderten Rahmenbedingungen reagierte, hat nicht nur seine Verluste reduziert sondern auch die Zeit gehabt kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu treffen, um die wirtschaftliche Stabilität zu erhalten oder wieder herzustellen.

Ein sinnvoller 5-Punkte Plan, wie er von vielen Unternehmen in den vergangenen Wochen und Monaten durchgeführt worden ist:

1. Wirtschaftliche kritische Situation verstehen und offen analysieren
2. Business Continuity über Home Office und digitale Tools umsetzen
3. Ausgaben auf wirtschaftliche Ziele hin überprüfen und anpassen
4. Personalkapazitäten anpassen und u. a. über Kurzarbeit reduzieren
5. Status Quo definieren und nächste Schritte und Ziele festlegen


In den ersten zwei Wochen zu Beginn der Coronakrise haben wir den Markt genau beobachtet und live miterlebt, wie es einen regelrechten Ansturm auf digitale Lösung gegeben hat. Wie nie zuvor haben Unternehmen, insbesondere die ganze Gastronomie sowie der Einzelhandel feststellen müssen, wie elementar eine digitale Strategie und eine breite Aufstellung vom Business ist. Der stationäre Handel erlebte bereits in den letzten Jahren einen langsamen, aber stetigen Rückgang. 

Das sprunghafte Umdenken von Einzelhandel zum E-Commerce

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierende vorübergehende Schließung von Läden, Restaurants, Bars sowie weiteren Betrieben war nicht der Auslöser für den Wandel zum E-Commerce, beschleunigte diesen aber enorm. Vielen Händlern und Betreibern war vor dem Beginn der Krise das Potenzial von digitalen Geschäftsmodellen und Plattformen nicht bewusst. Durch die Stilllegung des Einzelhandels erfolgte sprunghaft ein Umdenken in Richtung Digitalisierung, was den E-Commerce immens katalysierte. 

Für kleine Händler wurden provisorisch regionale Verkaufsplattformen aufgebaut oder Hilfe von größeren Unternehmen wie Ebay bereitgestellt. Die Plattformen kristallisierten sich zu einer schnellen und effektiven Lösung heraus, welche von den Konsumenten in die Krise akzeptiert wurden. Die Kunden haben in den vergangenen Monaten vermehrt die bequemen Vorteile des Online-Handels kennen und schätzen gelernt. 


Die Corona-Krise hat den Online-Handel beschleunigt.
Grafik: Adence

Digitale Geschäftsmodelle sind die Zukunft des Handels

Der E-Commerce punktet damit, im Vergleich zum stationären Handel Zeit und Aufwand einzusparen und der Möglichkeit, sich die Ware direkt nach Hause liefern zu lassen. Auch wenn wieder Normalität einkehrt, werden Verbraucher weiterhin stark darauf achten, was sie kaufen und vor allem, wo sie ihre benötigten Produkte erwerben. Das digitale Geschäftsmodell wird die Zukunft des Handels sein und ist bereits jetzt obligatorisch für Verkäufer. 

Vor allem kleine Händler sollten neben einem kurzfristigen Fahrplan, um den Bestand des Unternehmens abzusichern, ihren Fokus jetzt auf stabile Digitallösungen setzen. Händler sollten die Chance wahrnehmen mit dem Aufbau einer eigenen Website bzw. Webshop langfristig am Markt zu bestehen und nachhaltig einen Erfolg zu erzielen. 

Auch die Wirkung eines professionellen Online-Marketings, unter anderem die Rolle von Social-Media-Marketing, gewinnt immer mehr an Bedeutung und darf heutzutage nicht unterschätzt werden. Zum einen, um Kunden für sich zu gewinnen und zum anderen, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen.

Ich empfehle diese 8 Schritte für ein nachhaltige und strategische Aufstellung:

1. Mittel- und langfristige Entwicklung einer digitalen Strategie
2. Sortierung der Maßnahmen nach Priorität und Umsetzungszeit
3. Definition von messbaren Zielen nach Aufgaben und Zeiten (KPIs)
4. Fokussierte Entwicklung eines praktikablen Umsetzungsplans

5. Zuweisung der Maßnahmen an verantwortliche Mitarbeiter/innen
6. Verbindlicher Projektstart mit realistischen Meilensteinen
7. Regelmäßiges Tracking des Fortschritts und Optimierung
8. Checkpoints zur Evaluation des Return on Investment (ROI)


Mit dem 8-stufigen High-Level Plan haben Unternehmen die Möglichkeit, sich digital neu aufzustellen und zielgerichtet zu arbeiten. Wer bei der Planung und Umsetzung Hilfe benötigt, dem empfehle ich eine Agentur mit ins Boot zu holen, die Sie mindestens bei den Anfängen Ihrer digitalen Strategie unterstützt und Ihnen die Methoden an die Hand gibt, die Sie brauchen, um Ihr Unternehmen erfolgreich
digital aufzustellen.

Über den Autor:


Der Hamburger E-Commerce-Spezialist Marvin de Vries.
Foto: privat

Marvin De Vries ist Gründer und CEO der Online-Agentur ADence und des Stadtportals "We Love Hamburg" mit fast 200.000 Fans sowie weiteren Online- und Technologie-Projekten. Die Gruppe sitzt in Hamburg-Winterhude am Leinpfad und bietet für Unternehmen und Selbständige individuelle Leistungen rund um E-Commerce und Online-Marketing an. 

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung und weitreichendem Know-how im Bereich E-Commerce ist Marvin de Vries ein ausgewiesener Experte auf seinem Gebiet. Besonders gefällt ihm das Gefühl, etwas verändern zu können und Verantwortung für Kunden, Mitarbeiter und seine Stadt Hamburg zu tragen. 

Für Rückfragen steht der Autor unter mail@adence.de zur Verfügung. Weitere Informationen zur Arbeit von ADence gibt es unter www.ecommerce-agentur.hamburg 

*  *  *

 Hamburg Digital Background 

HANSESTATEMENT Peter F. Schmid: Nur wer digitalisiert, überlebt diese Krise.

Mittwoch, 21. März 2018

HANSECHAMPION A. W. Niemeyer: "Wir wollen die Welt."

www.hansevalley.de


HAMBURG DIGITAL REPORT

"A. W. Niemeyer sticht mit Digitalisierungsexperte Hanse Ventures in See." Die gemeinsame Pressemitteilung sorgte am 18. Januar d. J. an Alster und Elbe für lebhafte Diskussionen: Der Hamburger Traditionshändler für Bootbsbedarf beteiligt den Hamburger Company Builder mit 30% an seinem Geschäft - und holt sich mit den Online-Experten um Jochen Maaß und Tobias Seikel die Digital-Expertise ins Haus.


Traditionshändler vor der Digitalisierung: A. W. Niemeyer
Foto: HANSEVALLEY

Was hat ein Familienbetrieb aus dem Jahr 1745 mit einer Online-Company aus dem Jahr 2010 vor? Was plant ein Einzelhändler mit 13 Filialen in der DACH-Region mit dem Company-Builder von hausgold.de, geschenke.de und pflege.de? Wie werden die 140 Mitarbeiter in Einkauf, Marketing und Verkauf am Holstenkamp fit gemacht durch 30 Digital-Experten vom Sandtorkai? Ein Hamburg Digital Report:

Ein kalter Dienstag-Nachmittag im verschneiten Februar: Hamburg-Bahrenfeld, im Gewerbegebiet am Holstenkamp. In Europas größtem Wassersport-Geschäft ist man auf die Saison vorbereitet. Auf 2.000 qm findet der Bootseigner alles, was er fürs Hobby braucht: von Deckausrüstung bis zu Sicherheitsausstattung, vom Kajütenkomfort bis zur Hochseekleidung. Ein Hamburger Stammkunde steht an der Kasse. Der langjährige AWN-Kunde lebt in Russland, kauft Bootsfarbe für 1.300,- €. Die 500,- €-Scheine gehen über den Tresen. Neben der Kasse liegt der jährliche Katalog des Sportbootausrüsters.


Hält das Ruder bei "AWN" fest im Griff: Geschäftsführer Christian Hofmann
Foto: A. W. Niemeyer
528 Seiten ist der "AWN"-Katalog dick. 250.000 Exemplare druckt der Hamburger Händler jedes Jahr zum Saison-Auftakt mit der "Boot" in Düsseldorf. Der Ausstatter hat mit 22.000 Artikeln "Alles an Bord". Gegründet als Eisenwaren-Händler für die Schifffahrt, großgeworden als Schiffsausrüster für Berufsschifffahrt - von Container- bis zu Kreuzfahrtschiffen. Das Familienunternehmen vom Rödingsmarkt wechselt nach dem Krieg in die Sportschifffahrt. 76% erwirtschaftete eines der ältesten Hamburger Handelskäuser im vergangenen Jahr nach wie vor im Filialgeschäft. 300.000 potenzielle Kunden gibt es allein in Deutschland.

Digitales: "Da wird viel passieren in den nächsten 5 Jahren"

"AWN" ist Platzhirsch unter den stationären Händlern. Mehrere hundert Lieferanten sorgen fürs Geschäft, dazu ein eigene B2B-Sparte mit Takelei, Wartungsstation und Spezialreinigung. Seit 4 Jahren leitet Christian Hofmann das Unternehmen, ist mit 10% am Unternehmen beteiligt. Im 1. Stock der Zentrale sitzt ein hellwacher Vertriebsexperte am Ruder. Er spricht offen über die Herausforderungen: 1998 startete Niemeyer mit einem ersten Online-Shop, stellte 15.000 Artikel ins Netz. Doch der Fokus liegt auf Filialexpansion in Deutschland, später auch in Österreich und der Schweiz. Zu den wichtigsten Standorten zählen, Hamburg, Kiel und Berlin - dem größten Wassersportzentrum Deutschlands.


Stationärer Marktführer unter den Bootsausstattern: "AWN"
Foto: HANSEVALLEY
Ein Blick auf die Zahlen zeigt das Dilemma: 76% seines Geschäfts macht A. W. Niemeyer in den Filialen, 10% gehen via Katalog über den Ladentisch, 14% machen die Online-Shops aus - seit 2014 mit 22.000 Produkten im neu gelaunchten Online-Shop und der 2016 forcierten Internationalisierung in die Niederlande, nach Dänemark, Schweden und Polen, nach Frankreich, Spanien und Italien. Dazu kommt seit 2017 die Präsenz auf Marktplätzen, wie Amazon und Ebay. Aus dem 4.000 qm großen Zentrallager in Hamburg werden im Jahr rd. 80.000 Pakete verschickt. 

Online-Handel: "Ein großer Wandel wie vor 70 Jahren"

So richtig online ist der Schiffsausrüster trotz zweistelligem Wachstum dennoch nur bedingt. Zum digitalen Wandel bringt der 47-jährige Geschäftsführer und Vater dreier Kinder auf den Punkt: "Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem", und ergänzt: "Wie saßen selbst 3 Jahre darin." Über 2 Jahre suchte man einen "Online-Star", der "AWN" zu einem Raketenstart im E-Commerce verhilft - vergeblich. Langsam öffnet sich der Vorhang zur Partnerschaft zwischen Bootsausrüster und Digitalexperten. Der Vater u. a. zweier motorsportbegeisterter Söhne gibt zu: "Es ist uns nicht gelungen, schnell genug online zu wachsen, um daraus ein Gesamtwachstum herzustellen." 


Europas größter Bootsshop auf 2.000 qm am Holstenkamp.
Foto: HANSEVALLEY
Zu langsam und zu zögerlich, könnte man die Entwicklung zusammenfassen. Christian Hofmann geht noch weiter, legt das Negativbeispiel des in Konkurs geratenen amerikanischen Spielzeugriesen "Toys'R'Us" auf den Tisch. Seit 2014 stagniert das Gesamtgeschäft, im vergangenen Jahr wurden 2 schwächere Filialen abgeschlossen. Wettbewerber "SVB" aus Bremen ist Vorreiter beim Internet-Handel, Konkurrent "Compass24" aus Ascheberg führend als Katalog-Versender. "AWN" ist der stationäre Platzhirsch mit der Herausforderung, online Wachstum zu generieren.

Hanse Ventures? "Die haben alle schon geliefert!"

In mehr als 100 Länder liefert Niemeyer bereits, betreut seine Kunden in 8 Sprachen. "Wir wissen schon, wie das geht", bekräftigt Hofmann im Interview, und ergänzt: "Wir sind seit vielen Jahren Versandhändler." Die Schlüsselfrage für das von Amadeus Wilhelm Niemeyer 1745 gegründete Unternehmen lautet: 'Wo wollen wir hin?' Mit dem bislang einmaligen Schritt der Beteiligung dürfte "AWN" einen cleveren Schachzug machen. "Es geht um die Experise von Hanse Ventures", fasst Hofmann fast bescheiden zusammen. Die gemeinsame Vision der Hamburger Partner ist, "den Online-Umsatz stark auszubauen". 


4.000 qm Paletten- und Kleinteilelager in Bahrenfeld.
Foto: A. W. Niemeyer
10 Mann kümmern sich in Bahrenfeld bislang um 12 Shops plus Marktplätze. Dazu gehören Redakteure und Native-Speaker für den Content, Marketer und Customer Care-Mitarbeiter für das internationale Geschäft. Hanse Ventures baut eine eigene Digital-Unit mit CEO für das Online-Business, mit E-Commerce-Leiter, SEO- und SEA-Spezialisten, mit BI- und CRM-Experten sowie eigener Social Media Expertise auf - wie ein Startup. Das Team aus 30 Hanse Ventures-Experten wird in einem halben Jahr durch eigene Digitalexperten abgelöst. Hofmann unterstreicht das Besondere an dem Deal: "Wir konnten am nächsten Tag starten." So kann die Markterschließung national und international parallel skalieren.

Christian Hofmann: "Digitalisierung beginnt im Kopf"


Im nächsten Schritt plant der pfiffige Geschäftsführer, die Prozesse zu digitalisieren. Mehrere Mitarbeiter sind im Einkauf tätig, zuständig für Disponieren und Einlagern von 22.000 Artikeln. "Im Tagesgeschäft kommt es zu kurz, sich die Prozesse anzuschauen"; weiß der Geschäftsführer. Sein Wunsch: die bestmöglichen Prozesse definieren, daraus Exzellenz im Betriebsablauf ermöglichen und weitere Einkaufsvorteile entwickeln. Selbstkritisch gibt Hofmann zu bedenken: "Es gibt Mitarbeiter, die machen es so, wie sie es machen - auch wenn sie es nicht effizient machen." Digitalisierung beginnt für den Macher im Kopf. 


Flaggschifffiliale, Zentrallager und Unternehmenssitz von AWN.
Foto: HANSEVALLEY
Einkauf, Logistik, Buchhaltung  - "was machen wir falsch?" fragt Hofmann, und schiebt hinterher: "der Business-Case hat ambitionierte Ziele." Das Statement lässt ahnen, was zwischen Hanse Ventures und A. W. Niemeyer vereinbart wurde. "Man kann nicht radikaler vorgehen", gibt der Unternehmer zu Protokoll. Für einen der größten Boots- und Yachtausstatter Europas geht es um nicht weniger, als die Zukunft - im Umfeld eines sich konsolidierenden stationären Einzelhandels. Eine spannende Entwicklung zweier ambitionierter Hamburger Unternehmen - für uns ganz klar HANSECHAMPIONS.



 Hamburg Digital Background: 

Pressemitteilung Hanse Ventures:
hwww.presseportal.de/pm/80173/3835683

A. W. Niemeyer im Überblick:
www.awn.de/ueber-awn/

Hanse Ventures im Überblick:
www.hanseventures.com/hv-team/

Mittwoch, 15. November 2017

HANSECOMMERCE: "Hey Paula" hilft Modemarken in die Kleiderschränke.

HAMBURG DIGITAL REPORT


"Fashion makes the world go around"
Foto: Cbecom
Amazon & Ebay machen vor, wie es geht. Otto und Zalando machen es nach, weil es erfolgreich ist: Marktplätze für Mode und mehr. Jeden zweiten Dollar verdient Amazon mit seinen Marktplatz-Händlern. 4 Marktplätze dominieren den Shop-in-Shop-Onlinehandel. Zalando hat sich als "Betriebssystem der Modewelt" platziert. Und der Hamburger Handelsriese Otto ist ebenfalls aufgewacht. 

Eine pfiffige Helferin aus Hamburg sorgt dafür, dass schicke Sachen schnell zu uns in den Kleiderschrank kommen: "Hey Paula". Mit fast 1 Mio. € Crowdfunding dank 746 Unterstützern ist in Groß-Borstel ein Startup entstanden, das kleinen und großen Modemarken zum "Hockeystick"-Effekt verhilft. Zwei ehemaliger E-Commerce-Manager aus dem großen Versandhaus in Bramfeld helfen heute auch ihrem Ex-Arbeitgeber beim Ausbau der Plattform. Ein Hamburg Digital Report:


Die Gründer hinter "Hey Paula": Florian Curdt + Marcel Brindöpke
Foto: Cbecom
Amazon, Klingel, MyToys, Otto oder Zalando - das Who-is-who der deutschen Online-Handels geht in Groß-Borstel ein und aus. Florian Curdt, ehamliger Leiter des Shopmanagements im E-Commerce von Otto.de und sein früherer Mitarbeiter Marcel Brindöpke liefern dafür jede Menge Argumente. Dank ihrer Erfahrung im E-Commerce kann heute jedes kleine Modelabel ebenso auf den großen Modeseiten verkaufen, wie exklusive Marken mit kleinen Mengen. Dabei sind kleine Label und kleine Mengen für Handelsriesen im Einkauf höchst unattraktiv. Aber "Kleinvieh" macht bekanntlich viel "Mist". Doch fangen wir vorn an.

Der gute alte Katalog: "Sell Many of few"

Früher gab es einen Katalog. Der Platz pro Seite war begrenzt, die Anzahl der Seiten pro Katalog limiiert. Die Folge: Vor allem Eigenmarken mit hoher Marge wurden gelistet, ergänzt um Bestseller von bekannten Marken. Die ausgwählten Produkte wurden als Outfits in Einkaufswelten von Damen über Wäsche, den Kindern und Herren inszeniert - mit Fototapete und Südseeromantik im Hintergrund. Dazu Eigenmarken in den Kategorien "weiße" und "braune" Ware. Beispiel: Mit Übernahme der Quelle durch Otto hat Deutschlands Elektro-Handelsmarke "Privileg" ein neues Zuhause in Hamburg gefunden. Mit dem Internet veränderte sich alles.

Die Internet-Präsenz: "Sell few of many"

Plötzlich war der Platz für die Präsentation der Kollektionen praktisch unbegrenzt. Mit Shopseiten auf Webservern stiegen die Kosten für die Distribution der Angebote nicht mehr in gleichem Maße an. Die entscheidenden Kosten war IT-Kosten und die Erstellung der Shoppräsentationen. Damit konnten Händler die ganze Bandbreite verfügbarer Artikel präsentieren. In Hamburg war MyToys der erste Pattformpartner bei Otto.de, der 2005 an den Start ging. Mit dem Internethandel verschwand zugleich die regelmäßige Kundenansprache mit dicken Katalgoen. Aus "Push" wurde im Marketing Schritt für Schritt eher "Pull".

Von Otto über Breuninger zu Marktplätzen

2011 machten sich Florian Curdt und Marcel Brindöpke nach rd. 5 Jahren Erfahrungen mit Otto.de und den aufgekauften Töchtern Neckermann und Quelle auf dem Weg, ihr eigenes Geschäft aufzubauen. Nach erfolgreichen Projekten in der Beratung etablierten Händler, wie Breuninger, Frontlineshop oder Peter Hahn entdeckten sie 2012 eine spannende Welt - die Welt der Marktplätze und Plattformen. Ende der Neunziger begannen Ebay und Amazon. Seit 2005 gab es Marktplatzhandel bei Otto.de, seit 2012 beim Berliner Erfolgshändler Zalando. Die beiden pfiffigen Online-Spezialisten entdeckten sie die spannende Welt für sich:

Keine großen Stückzahlen, keine Chance


Fotoshooting für Onlinepräsentation der Kollektionen
Foto: Cbecon
Modehersteller liefern große Chargen direkt an die Versandhändler. Die Label kümmern sich weder um Lagerbestände noch um Produktfoto. Bei 1-2Tausend Einheiten eines Herstellers kümmern sich die Onlinehändler um Produktbeschreibung, Fotoshooting und Videolaufsteg. Kleinere Label mit 5-10 Mio. € Großhandelsumsatz fallen bei den Handelsriesen unter den Tisch. Zudem gibt es immer weniger Modegeschäfte, die Individualität und Qualität kleiner Anbieter schätzen. Heute dominieren Modeketten wie H&M, S. Oliver, Tom Tailor und Zara die Shopping-Center.

Wie kommen kleinere Modelabel ins Netz?

Wie können auch kleinere und exklusive Modelabel online den Weg zu uns in den Kleiderschrank finden? Wie können kleine Manufakturen ohne IT-Kompetenz für Shoppingportale, ohne eigenen Content zur Präsentation und ohne Ressourcen für den Marktplatzbetrieb einschl. Kundendienst und Retourenmanagement erfolgreich im Internet verkaufen? Bereits während ihrer Zeit bei Otto sorgten sie durch Anbindung von "Trade Byte" dafür, dass sich Otto.de öffnen konnte. Der erfolgreiche IT-Dienstleister gehört seit vergangenem Jahr zum Berliner Rivalen Zalando.

"Hey Paula" winkt in jedem Online-Shop


Fasion-Portal und Best Practice: heypaula.de
Foto: Cbecom
"Hey Paula" zeigt, wie es geht: Der Online-Shop vertreibt hochwertige Fashion-Marken über die eigene Plattform, spricht die Sprache der Verbraucher, kümmert sich um Paketversand und Kundendienst. Das tut das Team nicht nur für die eigene Website. Denn hinter "Hey Paula" stehen die beiden pfiffen E-Commerce-Jungs aus Groß Bostel. Sie kümmern sich mit "Cbecom" um die Einbindung interessanter Marken auf den großen Marktplätzen, wie Amazon, Otto und Zalando. Kauft ein Kunde bei diesen Shops Fashion ein, bekommt er den gesamten Service von "Hey Paula". Lösung komplett!

97% Umsatz über 4 führende Plattformen

"Hey Paula" sucht die interessanten Marken aus, kauft die Ware ein, schießt Produktfotos und entwirft die Beschreibungen. All jene lästige Arbeit, um die sich Modemarken seit jeher nicht selbst kümmern, werden für kleinere und attraktive Marken von "Hey Paula" übernommen. Dabei werden gerade einmal 3% des Shopumsatzes über die eigene Domain generiert. Der größte Teil kommt über die Marktplätze. Die 4 führenden Modeplattformen im deutschen Markt generieren rd. 80% des Onlineumsatzes mit Mode - und gönnen sich mit 20-30% ein großes Stück vom Kuchen.

Günstiger, als Kompetenzen aufzubauen


Logistik von "Hey Paula"
Foto: Cbecom
"Wir nehmen die Marken an die Hand und führen sie auf die Marktplätze"; sagt Marcel Brindöpke im Gespräch. Das lohnt sich für die Marken. Die Kompetenz in Technologien und Kundenmanagement selbst aufzubauen, würde erheblich mehr kosten, als die rd. 20% Marge netto an den Plattformpartner abzugeben. Das Modell scheint zu funktionieren: Ende 2016 konnten die Hamburger Jungunternehmer bei 4,5 Mio. € Umsatz den Break Even verkünden, haben bis heute nicht einen einzigen Euro Venture Capital verbrannt. Mittlerweile arbeiten rd. 30 Mitarbeiter Vollzeit in Produkt- und Vertriebsmanagement, Versandlogistik und Kundendienst. 

"Wir wissen, wie Marktplätze funktionieren"

Wie jede clevere Plattform, wollen auch Florian und Marcel mit ihrer Plattformprovider-Lösung als Gatekeeper und Lösungsanbieter zwischen Modemarken und Marktplätzen fungieren. Auf die Frage, wie sich der Modehandel in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird, hat Marcel Brindöpke eine klare Vorstellung: Die Plattform-Ökonomie wird sich im Modebusiness weiter durchsetzen. Zugleich wird die Konzentration auf wenige umsatzstarke Modehändler im Netz weiter zunehmen. Zwei dieser Plattformen sind an Alster und Elbe zu Hause - ebenso wie ein spannender Plattformpartner, der Farbe in die Auswahl bringt.

heypaula goes Seedmatch from Marcel Brindöpke on Vimeo.


 Hamburg Digital Background: 

"Hey Paula" - Premium-Fashionshop
https://www.heypaula.de/

Mittwoch, 25. Oktober 2017

HANSEMOBILITY: Das Mobile Lab und die mobile Zukunft der Otto Group.

50.000 Menschen in mehr als 123 Unternehmen auf 4 Kontinenten, 12,5 Mrd. € Umsatz - davon 7,0 Mrd. € online und 4,7 Mrd. € allein von 18,5 Mio. aktive Kunden in Deutschland. Das ist die Otto Group aus Hamburg. Mit Otto, Hermes und EOS ist das Hamburger Familienunternehmen die Nr. 2 im deutschen Online-Handel, einer der größten deutschen Paketlogistiker und ein führender Finanzdienstleister. Was wie ein schwerfälliger Megatanker aussieht, wird seit 2014 unter der Haube Stück für Stück umgebaut:


Stolzes Handelshaus an Alster und Elbe.
Foto: HANSEVALLEY
Mit seiner "Mobile First"-Strategie läutet E-Commerce-Vorstand Rainer Hillebrand bereits vor einigen Jahren die Zukunft des Handelsriesen ein. Das damalige Ziel: Mehr als die Hälfte des E-Commerce-Umsatzes von Otto.de und den über 100 Online-Shops soll über Tablet und Smartphone erzielt werden. Mit dem E-Commerce-Kompetenz-Center macht der Handelsveteran Dampf. Mittendrin: das 2015 gegründete Mobile Lab mit 15 Mitarbeitern, die sich mit Entwicklung, Projektmanagement und Beratung um die mobile Zukunft der Otto Group kümmern. Ein Hamburg Digital Report:

Hamburg-Bramfeld, Werner-von-Otto-Straße, der Campus des weltweit operierenden Handelskonzerns. Hier im 6. Stock sitzt ein Großteil der "Task Force E-Commerce" des 1949 als Schuhhandel gegründeten Versenders. In Glaskästen und einem modernen Großraum arbeiten die sechs Bereiche E-Commerce-Strategie und Innovation Management, Business Analytics und Online Marketing, das User Experience- sowie das Mobile Lab Hand in Hand, um gegen Online-Riesen wie Amazon und Zalando nicht ins Hintertreffen zu geraten. 

Daniel Krantz ist seit mehr als zehn Jahren "Mobiler". Der Krefelder vermarktete im Auftrag von Axe ein Java-basiertes Flirt-Game für Nokia-Geräte, arbeitete für die Hamburger Mobile Marketing-Tochter der Swisscom, betreute als Product Manager das Mobile Portal der Freenet AG und war über fünf Jahre Teamchef für Mobile und Apps beim Büdelsdorfer Service-Provider. Vor zwei Jahren steigt der Diplom-Kaufmann bei Otto ein, baut das Mobile Lab und damit eine der wichtigsten Säulen des Handelshauses auf.

Das Mobile Lab: Zentrale Starthilfe für alle Marken der Otto Group


Otto Mobile Lab-Chef Daniel Krantz.
Foto: Otto Group
Die Idee hinter dem Mobile Lab ist so einfach wie effektiv: Eperten mit unterschiedlichem Know-how arbeiten an einem Ort an der M-Commerce-Strategie der Konzernfirmen. Dabei sollte es ursprünglich nur um die strategische Beratung gehen. In den Projekten kam immer wieder der Wunsch dazu, auch operativ unterstützt zu werden. So reicht die Bandbreite heute vom Research über das Consulting bis zu Development und Marketing. Dabei gibt es im Otto-Konzern kein Muss, Kunden per App anzusprechen. Doch der Erfolg gibt dem Mobile Lab Recht: Im vergangenen Jahr wurden im Otto-Verbund zwölf Shopping-Apps gelauncht und an allen war das Lab mit Konzeption, Entwicklung oder Markteinführung beteiligt.

Erst Mitte 2015 startete die Mobile-Abteilung in Bramfeld mit ihrer operativen Arbeit. Eines der ersten großen Projekte: die neue MyToys-App, begonnen Anfang 2016. Grundlage der mobilen Entwicklung in der Otto Group ist zumeist die Responsive Website, weiterentwickelt mit modulen Funktionen, die alle Gesellschaften im Rahmen der "Inner Source-Strategie" nutzen können. Damit bekommen die Projekte von MyToys bis Sportscheck Tempo. Das Mobile Lab versteht sich mit seinen Researchern und Consultants, Product Ownern, Frontend- und Backend-Developern, Usibility Experten und Mobile Marketern als Starthilfe. Daniel Krantz ergänzt: "Wir beschäftigen uns hier auch mit dem heissen Scheiss." 


Von Mode über Living bis Elektronik:
Alles wird bei Otto zunehmend mobil bestellt.
Foto: HANSEVALLEY
"Die Otto Group mobilemäßig nach vorn bringen."

Das Mobile Lab sieht die entwickelten Apps von Heine, Lascana, MyToys, Sheego, Sportscheck oder dem US-Bademodenshop Venus.com als eigenständige Produkte. Deren Entwicklung wird konzernintern verrechnet. Als Zukunftsbereich am E-Commerce-Vorstand angedockt, hat das Lab wie jede andere Abteilung ihre Kennzahlen. Daniel Krantz steht 101-prozentig zur Mobile-Strategie der Otto Group: "Das an eine Agentur zu geben, wäre wie im Restaurant auszusourcen." Und fügt hinzu: "Unser Ziel ist es, die Otto Group mobilemäßig nach vorn zu bringen."

Was 2014 mit dem Mobile Shopping als nächster großer Welle die meisten Handelshäuser überrascht hat, ist spätestens seit 2016 mit einfach nutzbaren Mobile Apps nicht mehr aus dem E-Commerce wegzudenken. Für Daniel Krantz und seine Kollegen im E-Commerce Kompetenz-Center sind es vor allem Usibility und Vertrauen, die den M-Commerce zum Erfolg werden lassen. Und bei Trust hat Otto mit seinen traditionsreichen Marken einen gewaltigen Vorteil. Als nächsten Trend sieht der Otto-Spezialist Shoppen mit Alexa & Co. kommen: "Der sprachbasierte Einkauf wird in nicht allzu ferner Zukunft Normalität." Auch hier will man in Bramfeld frühzeitig eine tragende Rolle spielen. Wir bleiben dran!




 Hamburg Digital Background: 

Das Otto E-Commerce-Kompetenz-Center:
www.ottogroup.com/de/innovation/Exzellenz/Task-Force-fuer-den-E-Commerce.php

Die "Mission Mobile" der Otto Group:
www.ottogroup.com/de/dossier/Mobile-Commerce.php

Otto Analyse zu "Everywhere-Commerce":
www.otto.de/unternehmen/de/newsroom/dossiers/Everywhere-Commerce.php

Interview mit Daniel Krantz zur MyToys-App:
http://t3n.de/news/entwickler-ressourcen-nutzen-mobile-lab-otto-group-823370/