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Montag, 7. Dezember 2020

HANSESTATEMENT: METRO Marktplatz - Abzocken, Abwimmeln, Abtauchen.

Ein Hanse Digital Statement von
- Chefredakteur Thomas Keup -
* Update 14.12.2020 *

+++ Sie liefern beschädigte Ware aus. +++ Sie verweigern die Nachbesserung. +++ Sie verweigern die Rücknahme. +++ Sie drohen mit der juristischen Keule. +++ Sie planen, uns mundtot zu machen. +++ Sie lernen ihre Lektion einfach nicht. +++ 

Warum Sie als Kunde bei "Metro Markets" der Verlierer sind. 

 Früher waren "Metro" Cash & Carry-Märkte einmal erste Adresse.
Foto: Lite, Lizenz: GNU FDL 1.2

HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup ist leidenschaftlicher Online-Shopper mit mehr als 2.000,- € Umsatz im Jahr bei "Amazon.de" und "Diamant-Kundenstatus" aus über 300 Bestellungen seit 2014 bei "Aliexpress.com". Neben internationalen Marktplätzen kauft der Early Adaptor auch bei deutschen und europäischen Online-Händlern ein, wie "Asos" aus Großbritannien oder "Baur" aus Franken. Dabei setzt der gebürtige Mecklenburger auf Bequemlichkeit bei der Bestellung, Sicherheit bei der Lieferung und Attraktivität bei den Preisen für Geschäft und Haushalt. 

Mitte Oktober d. J. testete der Wahl-Berliner nach einer Werbe-Mail den neuen Marktplatz des B2B-Händlers "Metro" - genannt "Metro Markets". Im Rahmen einer Renovierung bestellte der Unternehmer eine Deckenlampe mit getönter Glaskugel von einer bekannten Marke und zu einem attraktiven Preis. Die schnell gelieferte Ware stellte sich bei der Montage durch einen Handwerker gut vier Wochen nach Erhalt erschrenkender Weise als zerkratzte, verschmierte und mit Einschlüssen mangelhafte "C bis Z"-Ware heraus. 

Nach Reklamation des nur zur Entsorgung geeigneten Ausschuss-Artikels musste der Journalist und PR-Spezialist erleben, wie die "Metro" mit ihrem neuen Marktplatz kundenfeindlich agiert und jeglichen Mangel versucht, abzuwimmeln. Statt - wie gesetzlich vorgeschrieben - den Mangel des technischen Artikels durch Umtausch zu beseitigen oder den Kauf zurück abzuwickeln, leugneten Kundendienst wie Pressestelle der "Metro" in Düsseldorf ihre Verantwortung für den ihrerseits verkauften, mangelhaften technischen Artikel.

Ein Hanse Digital Statement von HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup:

Bei Amazon haben Sie als Kunde im Rahmen der "A-bis-z Garantie" 60 Tage Zeit, um einen mangelhaften Artikel von "Amazon" oder einem Marktplatz-Händler zurückzugeben. Der Kundendienst-Mitarbeiter wird sich bei Ihnen entschuldigen, dass Sie einen defekten Artikel geliefert bekommen haben, Marktplatz-Händler auffordern, innerhalb von drei Tagen eine Lösung vorzuschlagen und Sie werden Ihr Geld zurückbekommen. Das nennt man einen sicheren, vertrauensvollen Einkauf. Dessen konnte ich mir im Corona-Jahr 2020 bei mittlerweile über 100 gekauften Artikeln auf "Amazon.de" sicher sein. Das ist die weltweite Referenz für E-Commerce.

Die 23 Rücksendungen auf Grund von Garantiefällen, mangelhafter Ware, falscher Angaben oder nicht passender Größe sind für den mit weltweit 100+ Mrd. $ - davon über 10 Mrd. € allein in Deutschland - führenden Online-Händler und Marktplatz kein Problem. Ganz im Gegenteil: Ein rundherum zufriedener Kunde - und das heißt in erster Linie sicherer Kunde - kommt wieder, und zwar von selbst. Denn noch wichtiger als der niedrigste Preis im Netz ist die Gewissheit, kein Schiffbruch mit der Bestellung, der Bezahlung, der Lieferung und der Ware zu erleben. Niemand will mehr oder meist weniger hilfsbereiten Kundendienst-Mitarbeitern hinterherlaufen, 
wie zum Beispiel bei "Otto.de" (Supporter*innen-Zitat: "Sie müssen ja nicht bei uns einkaufen!").

"Metro Markets" bricht geltendes Recht auf Wandlung.

Der Düsseldorfer Handelsriese "Metro" will im bommenden Geschäftsfeld von Online-Marktplätzen á la "Amazon", "Ebay" & Co. mitspielen. Die Idee ist erstmal nicht dumm, denn Gastronomen, Handwerker oder Mittelständler ersparen sich die lästige Fahrt in die "Metro". Leider versaut es der frühere Besitzer der zuletzt bankrotten Handelsketten "Kaufhof" und "Real" sowie Haupteigner der seit Jahren schlingernden Elektromärkte "Media Markt" und Saturn" ("Ceconomy") 3 Jahre nach Start des Marktplatzes und in der Expansion mit Pauken und Trompeten. Damit schließt sich "Metro" dem Online-Händler "Otto.de" an, der über drei Jahre an einem eigenen Marktplatz erfolglos herumschraubt - "Marktplatz-Kompetenz - Made in Germany".


Gefährliche Falle für gutgläubige Kunden: "Metro Markets"
Screenshot: HANSEVALLEY

Der entscheidende Dreh- und Angelpunkt: "Metro Markets" bricht geltendes Recht: Statt einen mangelhaften Artikel zurückzunehmen, umzutauschen oder zu erstatten, verweist der Kundendienst von "Metro Markets" schriftlich und damit für jedermann nachlesbar auf den 14-tägigen Widerruf im Rahmen des Verbraucherrechts (Stichwort: Abwimmeln). Zudem bricht "Metro" eine gesetzte Frist für eine konkret eingeforderte Lösung (Stichwort: Abtauchen). Während wir bei "Amazon" einen gekauften Artikel innerhalb von 60 Tagen reklamieren können, versteckt sich "Metro" bei einem Kunden, der gar kein Verbraucher sondern Geschäftskunde ist, hinter dem Verbraucherrecht gemäß Haustürgeschäften. 

"Metro"-PR reagiert mit "Zickenkrieg" und Drohungen statt Lösung.

Sie und ich können nicht gelieferte oder defekte Waren bei Problemen mit einem Händler über den "Paypal Käuferschutz" innerhalb von 180 Tagen - sprich 6 Monaten - reklamieren, wenn sie mit "Paypal" bezahlt haben. Auch wenn "Paypal" alles versuchen wird, Ihren Fall abzuwimmeln, wie ich hautnah mit einem China-Handy erleben musste. Wir können Käufe - beschädigt oder nicht - bei "Amazon" innerhalb von 60 Tagen ohne Diskussion zurückgeben. Jeder Kunde kann Käufe auf "Ebay" innerhalb von 30 Tagen über den "Ebay Käuferschutz" reklamieren, sollte ein Händler mangelhafte Ware liefern. Sie und ich sind jedoch der "A.sch vom Dienst", wenn Sie bei "Metro Markets" einen defekten (z. B. zerkratzten) oder gebrauchten (z. B. verschmierten) Artikel geliefert bekommen.

Made by Metro Markets: Produkte - verkratzt, verschmiert, mangelhaft.
Foto: Thomas Keup

Nicht nur der Kundendienst von "Metro Markets" bricht das Recht auf Nachbesserung, Wandlung und Garantie. Die verantwortliche Pressesprecherin zeigt in ihrer Antwort auf die Reklamation, wessen Kind sie, ihre Kollegen und ihr Handelsbetrieb offenbar sind. Zwar leitet die junge, verantwortliche laut "Linkedin" "Head of Media Relations" die Reklamation an den Kundendienst weiter. Die nach offizieller Berufsangabe für "Heading Innovation, Digitalization and Service Communication" (Stichwort Buzzword-Bingo) zuständige Sozialwissenschaftlerin Sirin Emre-Flender kann es sich jedoch nicht verkneifen, ihre E-Mail mit Kritik an unseren offen kritischen Worten und einem Verweis auf unseren Redaktionskodex in bester "Metro"-Arroganz aufzumachen.

PR’lerinnen sollten eigenen Berufskodex kennen.

Die frühere PR-Beraterin (u. a. für Reputationsmanagement), PR-Leiterin einer Fitnesskette (die für ihre Kundenfreundlichkeit aus eigener Erfahrung nicht bekannt ist), Senior Expertin für Brief- und anschließend interne Kommunikation bei der "Deutschen Post DHL" (das ist der Staatsbetrieb, dessen Kundendienstler bei "DHL" gern mal den Telefonhörer auflegen) vergisst aus meiner Sicht in ihrer Antwort die Professionalität als PR-Fachfrau und "zickt" stattdessen gleich zu Beginn gegen ihren Kunden - sprich Journalisten - an. In diversen Beiträgen auf "Deutsche Startups", "Gründermetropole Berlin" und HANSEVALLEY habe ich aus 22+ Jahren PR-Background erläutert, wie ein kommunikativer Störfall erfolgreich gelöst werden kann:

Die vier Schritte der "Image Restoration Strategy" lauten 1. Abbitte leisten und demütig verhalten, 2. Korrektiv handeln und eine Lösung anbieten, 3. die Ursache erläutern und um Verständnis bitten und erst als 4. Schritt die eigene Position verteidigen und mögliche unfaire Argumente zurückweisen. Frau Doppelname stellt sich jedoch in bester deutscher Manier und 12+ Jahren PR-Erfahrung gleich zu Beginn über ihren "Kunden", um anschließend nicht etwa eine Lösung des Problems anzubieten. Die Rheinländerin verweist in ihrer Presse-Antwort stattdessen auf die parallele, abwimmelnde Antwort des Kundendienstes - inkl. der Schutzbehauptung des lediglich 14-tägigen Widerrufs als Verbraucher.

Vom Produktmangel mit Volldampf in die Falle.

Die erste Ansprechpartnerin für Journalisten zu den (ihr wie auch immer geläufigen) Themen Digitalisierung (seit über vier Jahren unser Kernthema) sowie Service-Kommunikation (oder das, was die "Metro" in der Lage ist, nicht zu erbringen) tappt in eine selbst gewählte Falle, u. z. die der moralisch angreifbaren Kommunikation als rechthaberisch wirkende PR-Frau. Wir könnten jetzt ein "Fass aufmachen" und mit Skandalisierung, Personalisierung und Systemausschluss aus einer PR-Mitarbeiterin der 2. Reihe eine "verwerfliche Person" machen. Das Verhalten von "Metro"-Kundendienst und Pressestelle spricht jedoch eine eindeutige Sprache, so dass jeder Leser und jedes potenzielle "Opfer" des Marktplatzes sich sein eigenes Urteil über "Metro" und "Metro Markets" bilden kann - zuletzt bestätigt mit dem Hinweis des PR-Chefs, uns mit der juristische Keule treffen zu wollen (s. u.).

Lassen wir die "Metro" selbst zu Wort kommen: In Punkt 1 der Compliance-Richtlinien stellt das Handelsunternehmen unter der Überschrift "Wir trennen strikt persönliche Interessen von denen des Unternehmens" fest, sich professionell zu verhalten. Mit ihrem unfairen "Anzicken" zu Beginn der Kommunikation hat die Pressereferentin Sirin Emre-Flender den Grundsatz des Unternehmens aus unserer Sicht gebrochen. In Punkt 5 stellt die "Metro" heraus: "Wir respektieren die Regeln des fairen Wettbewerbs". Gegenüber Kunden agiert sie durch Verweigerung von Mangelbeseitigung und Wandlung allerdings alles andere als fair. Mit Punkt 8 zementieren die Düsseldorfer ihren Rechtsbruch: "Wir achten das geltende Recht". So, so ...

Unsere Fragen an die verantwortlichen Manager für Einkauf, Vertrieb und Kundendienst:
  • Wie kann es passieren, dass von Ihnen ein Ausschuss-Artikel ausgeliefert werden kann?
  • Wieso verweigern Sie die gesetzliche Nachbesserung von Mängeln bzw. den Umtausch?
  • Welche Gier nach "Geiz ist geil" treibt Sie aktuell an, Geschäftskunden zu übervorteilen?
  • Mit welchem Recht "zickt" Ihre Pressesprecherin Journalisten bei einer Beschwerde an?
  • Wann löschen Sie die von Ihnen hier vorsätzlich gebrochenen Compliance-Richtlinien?

Am Montag mnach unserer Pressebespreche hat die zuständige Vorgesetzte der "Digital-Sprecherin" - Frau Hülya Dagli - erstmals seit Bestellung des mangelhaften Lampenschirms zunächst einigermaßen professionell reagiert: Sie bot an, den Kaufpreis ohne wenn und aber zurückzuerstatten, um damit unter Beweis zu stellen, wie "kundenfreundlich" die "Metro" sei. Um einen Satz später fröhlich eine PR-Keule rauszuholen und zu schwingen. Zitat: "Die Darstellung unserer Mitarbeiterin in Ihrem Bericht können wir keinesfalls tolerieren." 

Statt - wie von uns gemäß Redaktionskodex schriftlich angeboten - eine Stellungnahme zu mangelhafter Lieferung und kritisierenswertem Kundendienst abzugeben, leitet die Director External Communications der "Metro AG" offen eine Drohung ein, uns einen Anwalt wegen möglicher "ehrverletzender Äußerungen" auf den Hals hetzen-wollen-zu können. Damit ist die "Kundenfreundlichkeit" der "Metro" eher ein kundenfeindliches und kundenbedrohendes System, dass nicht nur mit Abzocken, Abwimmeln und Abtauchen reagiert. Jetzt wissen wir, dass auch Kunden abmahnen dazu gehört. 

Das geht aus unserer Sicht grundsätzlich gar nicht und wir weichen keinen Millimeter von unserem Recht ab, kritisierenswerte Umstände als solche zu benennen. Das sollte jeder wissen, sei es in einem Fachbeitrag oder in einer persönlichen Meinung als Betroffener. Die Pressedamen der "Metro" zeigen, wessen Geist in der Düsseldorfer Zentrale wohl weht. Und der ist für Kunden aus eigenem Erleben schädlich, wenn man nicht spurt und sich den - Zitat eines Kollegen - "PR-Dominas" unterordnet. Ich werde mein Geld heute wie in Zukunft bei Online-Händlern ausgeben, die mich als Kunden offen, ehrlich und fair behandeln. Die "Metro"-Karte werde ich zurückgeben.

Update 14.12.2020: 

Metro AG: Sie verstehen es einfach nicht.

Keine 5 Minuten, nachdem wir den verantwortlichen Pressesprechern der "Metro" am Montag, den 14.12.20 den Beitrag zur Kenntnis gegeben haben, bekommen wir in cc eine Nachricht von Gerd Koslowski, Global Director Corporate Communications der "Metro AG". Darin versucht der auf Linkedin freundlich lächende PR-Fachmann, seine von uns cc informierten Vorstände Olaf Koch und Raphael Gasset zu beruhigen, indem er ankündigt - Zitat:

"We check legal steps"

Offensichtlich können und wollen Sie es nicht verstehen: Ein kommunikatives Problem - in diesem Fall das Abwimmeln und das Drohen seitens der Kolleginnen von Gerd Koslowski sowie die juristische Keule, um uns mundtot zu machen, ist zum Scheitern verurteilt. Wir werden die geeignete öffentliche Antwort auf eine juristische Bedrohung durch die "Metro AG" unmissverständlich formulieren und verweisen auf den Hanse Digital Codex.

*  *  *

 Hanse Digital Recherche:
*Update*

Linkedin: Gerd Koslowski, Metro AG Presse

Linkedin: Hülya Dagli, Metro AG Presse
Linkedin: Sirin Emre-Flender, Metro AG Presse

Slideshare: Thomas Keup Präsentation "Die moralische Falle"

 Hanse Digital Background: 


Deutsche Startups: Gastbeitrag "Nur ein sicherererer Kunde ist ein guter Kunde"
HANSEBUSINESS: Assets statt Anstand - Der tiefe Fall des Otto-Versands.
amazon.de/

Mittwoch, 6. November 2019

HANSEPOLITICS: Hamburg sucht den Impfpass - und Peter Tschentscher vorne weg ...

HAMBURG DIGITAL STATEMENT


Mit gutem Beispiel vorn: Mit Papier zum Impfstatus: Gesundheitssenatorin
Prüfer-Storcks und Hamburgs Erster Bürgermeister Tschentscher (v.l.n.r.)
Foto: Senatskanzlei Hamburg

Impfen? Ja, impfen! Da kann es ernsthaft keine zwei Meinungen geben.

So sehen das auch Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, und seine Gesundheitssenatorin, Cornelia Prüfer-Storcks - und lassen sich deswegen werbewirksam per Hausbesuch im Rathaus wie Privatpatienten impfen, um mit gutem Beispiel voran zu gehen. Vorbildlich! Möchte man meinen.

Tatsächlich muss man sich aber fragen, warum der Regierungschef eines deutschen Bundeslandes offenbar bisher doch Lücken in seinem Impfstatus hatte. Und, ebenso offenbar, ist er nicht der Einzige in seinem Kabinett. Wie viele Senatsmitglieder sind wohl noch ohne umfassenden Impfschutz unterwegs?

Vorbildlich wäre es gewesen, wenn eine Impfung ausweislich des dazugehörigen Passes nicht notwendig gewesen wäre. Dass es nicht so ist, erschreckt nicht nur, weil es um den Ersten Bürgermeister Hamburgs geht, der nicht richtig geschützt war-ist-gewesen wäre!? Vor allem irritiert es, weil Peter Tschentscher auch Arzt ist, und es dann eigentlich besser wissen müsste.

Wieder einmal gilt: Gut gemeint ist nicht immer gut PR-mäßig gemacht.


Deutschland sucht den Impfpass ... in Papier

Mit diesem Slogan versucht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit 2012 die Bevölkerung für die Aktualisierung ihres Impfstatus zu sensibilisieren. Zuletzt steigende Zahlen von Maserninfektionen zeugen vom mäßigen Erfolg dieser Aktion.

Dabei gibt es bereits funktionierende digitale Lösungen, die das Suchen des Impfpasses unnötig machen, weil die relevanten Daten griffbereit immer dabei sind. Denn das eigene Smartphone wird selten lange gesucht - nicht nur wegen aktueller WhatsApp-Nachrichten.

Mit den von Hamburger Krankenkassen frühzeitig eingeführten mobilen Patientenakten "Smart Health" der HEK und "TK-Safe" der Techniker Krankenkasse sowie "Vivy" der DAK und zahlreicher BKKn hat man heute und in Zukunft mit wenigen Klicks Klarheit über den eigenen Impfstatus - auch ohne medienwirksam in Szene gesetzte Senatoren.

Vorbildlich wäre es gewesen, auch die Information über die digitalen Möglichkeiten für einen möglichst vollständigen Schutz – um im Bild zu bleiben – einzuimpfen. Aber vielleicht braucht die Hamburger Politik noch ein bisschen Nachhilfe, dass digital-vernetzt bei jedem selbst anfangen sollte.

Redakteur: Gerd Kotoll
*  *  *

 Hamburg Digital Background: 

Pressemitteilung Gesundheitsbehörde Hamburg, 05.11.2019
https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/13167132/2019-11-05-bgv-senatsimpfen/

Montag, 28. Januar 2019

HANSEINVESTIGATIV: Faktor 3 + die merkwürdigen Methoden des Monsieur Martens.

HAMBURG DIGITAL RECHERCHE
* Update *

Sie galt eine der ersten Adressen an Alster und Elbe zu sein: Die Hamburger PR-Agentur Faktor 3. Bekannt und reich geworden dank einst pfiffiger Ideen und renommierter Großkunden, wie Olympus, Samsung oder Sharp. Doch mittlerweile scheint sich die Aktiengesellschaft eher in einen "gierigen Allesfresser" mit "selbstherrlichem Gehabe" und fehlender Kinderstube entwickelt zu haben. 


Eigenwerbung Faktor 3

Was lokale Kunden, wie Beiersdorf mit "Eucerin" und "Nivea", Carlsberg mit "Astra", die Dräger-Werke aus Lübeck, die Otto Group mit "Limango", "MyToys" und "Otto.de" sowie der Senat mit "Next Media Hamburg" wohl nicht wissen: Bei Faktor 3 werden Journalisten ausgesperrt und schriftlich angepöbelt. Zeit, in die Dreckecken einer fragwürdigen Hamburger Erscheinung zu leuchten. Eine Hamburg Digital Recherche:

Mehr als eine Million Euro kassiert die berüchtigte Agentur mit Hipster-Vollbärten, Skimützen- und Basecap-Liebhabern sowie (unerfahrenen) Junior-Beraterinnen im Jahr vom Hamburger Senat, so gut informierte Kreise. Der Auftrag: Betreuung der erfolglosen, relaunchten und immer noch nicht erfolgreicheren Mediennitiative "Next Media Hamburg". Die Summe ist dringend notwendig, denn die vom umtriebigen Volker Martens gegründete Agentur schleppt nach eigenen Angaben 200 Mann mit, die bezahlt werden müssen. 


Vorstand Martens hat gut Lachen - etwa über seine Kunden?
Foto: Next Pressefoto

Also verkauft Faktor 3 vermeintlich den letzten "heissen Scheiss", ob die Kunden der Kunden ihn nutzen - oder auch nicht. Ein für jedermann sichtbares Zeugnis: Die mit großem Aufwand in Studio-Optik produzierten, den Kunden in Rechnung gestellten, jedoch weitgehend nutzlosen - weil schlicht unbekannten - YouTube-Videos für Klienten, wie "Next Media Hamburg" und auf Events, wie "Next Konferenz" und OMR. Das macht aber nichts, denn das merkt im selbstverliebten Marketing-Sumpf rund um Alster und Elbe zwischen all der Selbstbeweihräucherung sowieso (fast) keiner.

"Wir nutzen die gesamte Klaviatur der Kommunikation, um Ihr Unternehmen erfolgreich in der öffentlichen Wahrnehmung zu platzieren." 

Ein besonders raffinierter Trick der Kommunikateure aus der Kattunbleiche in Wandsbek: 1. Die von Innovatoren als "Geschäftemacher" eingestuften PR'ler treten als Co-Veranstalter von Events auf, wie bei der "Next Konferenz" mit der Accenture-Tochter Sinner-Schrader und auf den "IT-Strategietagen" mit dem Hauptveranstalter Digitalcluster Hamburg@work. 2. Organisieren die Junior-/Truppen aus dem Osten Hamburgs dann die Events - einschl. Konzeption, Inhalten, Technik, PR und Marketing. So kassiert die sichtlich nimmersatte PR-Truppe mindestens zweimal ab - als Co-/Veranstalter eine Gewinnbeteiligung und als Exklusiv-/Dienstleister ohne Ausschreibung und Wettbewerb nochmal.


Alles in einen Topf - und dann mehrfach abkassieren.
Video: Next Media Hamburg@Next 2018

Bei der "Next Konferenz" greifen Volker Martens und seine Mannen sogar mind. dreimal in Kasse, da man den Kunden "Next Media Hamburg" als Sponsorpartner mit ins Boot des Events geholt hat. Damit die von Kennern aus Veranstalterkreisen als "Agentur-Abzocke" pointierte Methode nicht auffällt, unterhält man neben der PR-Agentur eine Event-Firma sowie eine Public Affairs-Tochter, die natürlich eigenständig die Kunden bekuscheln. Und damit es finanziell richtig Spaß macht, gibts auch eine eigene "Beratungs-Bude" mit ganz großen Rechnungen für Bertelsmann, Deutsche Messe, Microsoft, Porsche oder Vattenfall.

"Wir können öffentliche Meinung. Wir haben ein Gespür für den Public Sense."*

Insider der Hamburger Tech-Szene und die Grünen in der Bürgerschaft fragen sich seit Jahren nicht nur hinter vor gehaltener Hand, welche Leichen sich Faktor 3 mit dem Senat teilt, um mit "Next Media" die linke Tasche, die rechte Tasche und auch noch die Reisetasche voll zu schaufeln. Ob Kunden, wie Microsoft, Nestlé mit "Bübchen", der Elektronik-Riese Samsung, Zellstoff-Fabrikant SCA mit "Tempo", "Tork" und "Zewa" sowie der schwedische Handelskonzern Stadium über "Martens Machenschaften" Bescheid wissen, dürfte fraglich sein. Umso wichtiger ist es, gründlich hinter die Fassade der Hamburger PR'ler zu schauen.


IT-Strategietage von Hamburg@work: Okkupiert von Faktor 3?
Foto: Hamburg@work

"Wir sorgen für eine strategisch geplante, einheitliche und widerspruchsfreie Kommunikation über alle Kanäle hinweg." *

Anscheinend hat Faktor 3 jedoch nicht nur ein Problem mit offensichtlicher Maßlosigkeit gegenüber Kunden. In den vergangenen 24 Jahren hat sich bei der gern selbst gefeierten "Top-10-Agentur" mit Porsche als Vorzeige-Referenz erkennbar eine Kultur der Überheblichkeit und Selbstverliebtheit entwickelt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der für die "IT-Strategietage" zuständige PR-Betreuer Thomas Pelkmann die Bitte zur problemfreien - weil 2018 verschlampten - Akkreditierung mit einer maßlosen, Berufskodex-brechenden und ganz eigenen Faktor 3-Antwort ablehnt:

 "Ihrer Bitte um Akkreditierung werde ich nicht entsprechen; ich möchte Ihnen nicht erneut „Probleme und Behinderungen seitens der Agentur“ zumuten, die diese Veranstaltung trägt." 

Die Akkreditierung ohne sachliche Begründung verweigern? Interessante PR-Politik seitens Faktor 3. Eine Agentur, die als Dienstleister die IT-Strategietage trägt? Interessante Sicht auf die eigene Agenturarbeit. Ist die ausverschämte Rückmeldung eines angestellten Mitarbeiters ein "bedauerlicher Einzelfall" oder ein "versehentlicher Fehltritt"? Hat die Kommunikation des offensichtlich nicht auf der Höhe der Zeit befindlichen Angestellten etwas mit "unglücklichen Missverständnissen" zu tun? Oder handelt es sich um die "Methode Martens & Co.", der sich ein abhängig Beschäftigter gern annimmt? 

"Unsere Kunden erhalten strategische Beratung auf Augenhöhe und operative Exzellenz in der Umsetzung." *


Künstliche Verknappung und Selektion als Abzock-Methode?
Foto: Next Pressefoto

Die Antwort: Schon 2016 druckste ein Agenturbetreuer bei der Akkreditierung zum "Scoopcamp" von "Next Media Hamburg" herum und schrieb von "begrenzten Plätzen" für Journalisten. Der Pressetisch bei dem von Faktor 3 organisatorisch und PR-seitig betreuten Event war halb leer. 2017 und 2018 lehnten die Agenturbetreuer die Teilnahme unseres Magazins an der - von ihnen mehrfach gechargten - "Next Konferenz" ab. Begründung: "Begrenzung auf ausgewählte, vornehmlich bundesweite Berichterstatter". Dafür tummelte sich - per Imagevideo festgehalten - die halbe digitale Dorfszene mit Kreti & Pleti einschl. Junior-Somethings dank Freitickets auf der geschrumpften und mangels Erfolg aus Berlin geflüchteten und vom Hamburger Senat gepamperten Lokalkonferenz.

"Wir sind überzeugt von glaubwürdiger Kommunikation. Wir formulieren Ihre Botschaften so, dass sie für den einzelnen Menschen bedeutsam sind." *

Nun pöbelt ein Redakteur von Faktor 3 offen gegen die Akkreditierung eines Fachmediums, das mit Veranstalter Hamburg@work vertrauensvoll zusammenarbeitet, zeigt die Agentur ihr wahres, fieses Gesicht. Thomas Pelkmann gehört nicht zum unerfahrenen, ungebrieften Nachwuchs. Er sitzt 5 Jahre auf einem gut gepolsterten Sessel. Heißt: Die so renommierte Agentur betreibt Cherrypicking und Zwei-Klassen-Politik, welche genehmen Hofberichterstatter sie zulässt und welche kritischen Journalisten sie lieber nicht in die Dreckecken der von ihnen mitveranstalteten und abgerechneten Events schauen lässt. Schade, wenn man bedenkt, dass bei der Agentur eigentlich viele nette Leute arbeiten:


Faktor 3-Eigenwerbung Weihnachten 2018
Quelle: Facebook-Seite

Auch wenn die lokale Marketing-Szene rund um Kunde "Next Media Hamburg",  Partner "Next Acceleratoren" und Eventpartner "Online Marketing Rockstars" Applaus klatscht und sich freut, dass jemand HANSEVALLEY mal so richtig eins ausgewischt zu haben scheint: Für eine sich selbst als Top-Agentur mit Top-Kunden feiernde PR-Firma ist die herabsetzende - und von Veranstalter Hamburg@work mit Intervention zurückgewiesene - Kommunikation ihres PR-Mitarbeiters und die Veröffentlichung des Falls ein Fiasko für die eigene Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Kunden. Das Verhalten von Faktor 3 spricht eine eindeutige Sprache, das auch durch Social Media Fanposts nicht besser wird.

Unser persönliches Fazit aus fast 3 Jahren merkwürdiger "Martens-Methoden":

Bei Faktor 3 kommt heute zusammen, was wohl schon immer zusammen gehört: Sichtbar selbstherrlich agierende Vorstandsmitglieder, die meinen, wohl etwas Besseres zu sein. Mitarbeiter, die arrogant ihre Kunden - sprich Journalisten - abkanzeln und der Kultur ihrer Vorstandsmitglieder zu folgen scheinen. 


M. Schrader (li) und V. Martens (re) - lachen Sie sich ins Fäustchen?
Foto: Next Pressefoto

Dazu Partner wie Matthias Schrader, die Selektion und Cherrypicking seit Jahren bei der "Next Konferenz" betreiben. Und Kunden, wie Samsung, die mit ihren Marketing-Mitarbeitern beim Mobile World Congress in Barcelona mit einer Arroganz auftreten, dass man sich wünscht, der chinesische Rivale Huawei hätte sie bereits überholt. Aber das ist ein Thema für die nahe Zukunft.

* Zitate: Eigenwerbung Faktor 3 und verbundene Firmen.

 Hamburg Digital Background: 

HANSESTATEMENT: Der kleine "Philipp" - die neue "Barbara" für Hamburg:
https://hv.hansevalley.de/2019/01/hansestatement-maskottchen-philipp.html

HANSESTARTUPS: Next Acceleratoren - Die Durchlauferhitzer des Bodo Kraeter:
hv.hansevalley.de/2018/08/hansestartups-next-acceleratoren.html

HANSESTATEMENT: Hamburg, #daswarsmitmedien, oder?
https://hv.hansevalley.de/2017/09/hansestatement-medienstandort-hamburg.html

Dienstag, 14. Februar 2017

HANSESTARTUPS: Erste Media Office Hour im Mindspace




"Meet the Media: Pitch your Story!" Das Leitmotto der Open Office Hour des Hamburg Digital Magazins HANSEVALLEY bringt auf den Punkt, was zählt: spannende Geschichten über mutige Gründer, visionäre Ideen, motivierte Teams, spannende Tech-Produkte und künftige Märkte. 

Das Ergebnis: faszinierende Stories, die exzellente Mitarbeiter anziehen und neue Investoren bringen. Die entscheidenden PR-Ziele Hamburger Tech-Startups unterstützt HANSEVALLEY als Hamburger Magazin für qualifizierte Startupthemen ab sofort mit einer effektiven Idee.

Gleiche Chancen für jedes Hamburger Startup


Fragen und Antworten für eine spannende Geschichte.
Foto: Stefan Kny
Am 2. März '17 startet HANSEVALLEY zusammen mit dem MINDSPACE Hamburg eine offene Sprechstunde für Gründer, Macher und Marketer, ihr Tech-Startup und ihre Story der Redaktion von HANSEVALLEY ohne PR-Agentur oder PR-Berater direkt vorzustellen.

Kein Food, keine Friends, keine Family.

Die Open Office Hour funktioniert wie ein Interview: die besten Ideen, Konzepte, Produkte und Tech-Startups haben die Chance auf eine eigene Geschichte im Hamburg Digital Magazin - ohne Pitch-Contest und ohne Slide-Deck. Jedes Tech-Startup hat die gleichen Chancen: Bevorzugung von "Lieblingen" ausgeschlossen.

Bundesweit spannende Geschichten werden an die Chefredaktion des HANSEVALLEY-Partnermediums Deutsche Startups empfohlen. So haben besonders interessante Tech-Startups die Chance, deutschlandweit bekannt zu werden, ohne Pressemitteilungen verschicken zu müssen. Eine Garantie zur Veröffentlichung gibt es allerdings nicht, denn Journalismus ist unabhängig. 

Fundierte Praxistipps statt "Bullshitbingo"


Für Startupper, Marketer, Investoren und Agenturen offen.
Foto: Thomas Keup
Mit seinem Trackrecord aus mehr als 6 Jahren professionellem Startupsupport in Firmenstrategie, Produktplatzierung, Kundenansprache, Kommunikation und Kooperationen in Barcelona, Berlin und Hamburg gibt Chefredakteur Thomas Keup interessierten Tech-Startups zudem fundierte Empfehlungen ohne Beraterblasen. Dazu bekommen Tech-Startups Praxistipps, wie Sie Ihre PR für Startup-, Tech-, Branchen- und Wirtschaftsmedien schnell, günstig und effektiv aufsetzen können.

Die Office Hour mit Berliner Concept Proof

Die Open Office Hour wurde im Juli 2016 von Deutsche Startups und GRÜNDERMETRO im MINDSPACE Berlin am Gendarmenmarkt aus der Taufe gehoben und ist ab März 2017 die erste Media Consultation Hour für Tech-Startups, VCs und Partner in Hamburg - organisiert von HANSEVALLEY mit Partnern. 

Auftakt: 2. März '17 vor dem StartupSlam


MINDSPACE Hamburg: Perfekter Rahmen für neue Stories.
Foto: Mindspace Hamburg
Die Open Office Hour des Hamburg Digital Magazins HANSEVALLEY mit Unterstützung des MINDSPACE Hamburg öffnet am Donnerstag, den 2. März '17 von 15.00 bis 17.00 Uhr erstmals ihre Pforten. Interessierte Gründer, PR-Mitarbeiter und Investoren können sich formlos zur Open Office Hour anmelden. 

Weitere Informationen und Anmeldung unter 0171 - 4 18 00 84 sowie per E-Mail unter officehour@hansevalley.de. Es können max. 5 Tech-Startups am 2.3.17 präsentieren, daher gilt "First come, first serve". Erste Plätze sind bereits vergeben. Alle Informationen zu den Events von HANSEVALLEY gibt es hier.


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