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Dienstag, 5. September 2017

NEXTHANSE: Die Digitale Hanse wird Augemented Reality.


HAMBURG DIGITAL COMMUNITY


Hamburg ist die Wirtschaftshauptstadt Deutschlands: Unsere Stadt ist einer der drei stärksten Wirtschaftsstandorte der Bundesrepublik. 200 der 1.000 größten deutschen Familienunternehmen haben an Alster und Elbe ihren Sitz. Hamburg ist die stärkste Logistikmetropole Deutschlands und Nordeuropas. Das Elbvalley ist Heimat führender Internetgrößen. Und Hamburg steht vor seiner größten Herausforderung.

Die Digitale Transformation erfasst alle Industrien:


HSBA-Innovator Dr. Uve Samuels bei der Premiere von NEXTHANSE
Foto: NEXTHANSE / Cindy Kubsch
Seehäfen und Reedereien setzen auf die Digitale Karte. Algorithmen und Allianzen entscheiden über Frachtumschlag und Wertschöpfungsketten.
Virtuelle Speditionen greifen Traditionsbetriebe an. Digitale Plattformen sammeln unbegrenzt Daten und gefährden das Geschäft etablierter Mittelständler.
Der Medienstandort verliert gegen neue Player. Newsrooms von Microsoft und T-Online sind in Berlin. Die VideoDays feiern an Rhein und an der Spree.

NEXTHANSE ist die Hamburg Digital Community. Mit mehr als 100 registrierten Corporate-
Innovatoren aus der Metropolregion und fast 500 Innovatoren bundesweit treffen sich hier die Ideengeber der Hamburger Industrie und die Macher des hanseatischen Mittelstands. Initiiert von HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin. Unterstützt vom DI-Lab der HSBA - Hamburgs führender Wirtschaftshochschule.

Am 26. September d. J. laden HANSEVALLEY und die HSBA in den Handelskammer InnovationCampus, um in vertraulichem Rahmen die Chancen und Herausforderungen für Hafen, Handel und Hamburgs Mittelstand zu diskutieren. Thema des 2. geschlossenen Netzwerk-Events ist:

Handelskammer InnovationCampus Hamburg.
Foto HANSEVALLEY
"NEUE WELTEN - NEXT REALITY - CORPORATE READY" 

Vertreter führender Unternehmen, Einrichtungen und Dienstleister berichten über herausragende Projekte mit Augmented und Virtual Reality für Hamburg, Hafen und Handel. Die Themen in der Übersicht:

Von der Kaikante zum virtuellen Hamburger Hafen

Von der Klassifizierung zur virtuellen Begehung

Vom Bau der neuen U 4 zu virtuellen Elbbrücken

Vom gedruckten Kinderstar zum virtuellen Liebling

Chief Digital und Innovation Officer, Digital- und IT-Unternehmensstrategen, Innovationsmanager sowie Lab- und Hub-Programmchefs Hamburger Großunternehmen und Mittelständler lernen exklusive Neuigkeiten aus erfolgreichen Digitalprojekten kennen und tauschen sich in vertraulichem Rahmen über Herausforderungen und Chancen über Branchengrenzen hinweg aus.

NEXTHANSE - Die Hamburg Digital Community
Dienstag, 26. September 2017
DI-Lab@HSBA, Adolphsplatz 6, 20457 Hamburg


NEXTHANSE ist ein geschützter Raum für Unternehmensinnovatoren. Fernab "digitaler Kindergärten", Digitalberatern und digitaler Medienszene treffen sich bei NEXTHANSE Firmenvertreter, die Probleme lösen. HANSEVALLEY lädt neben Corporate-Innovatoren ausgewählte Tech-Startups und Netzwerkpartner ein, die Hamburgs Wirtschaft in die digitale Zukunft begleiten.

Unternehmensvertreter können sich formlos mit Angabe ihrer Kontaktdaten unter community@nexthanse.net registrieren.  Exklusive Einblicke von der Premiere der NEXTHANSE gibt es auf HANSEVALLEY. Weitere Informationen unter nexthanse.net.

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Bestätigung möglich. Dienstleister und Medienvertreter können leider nicht teilnehmen. NEXTHANSE ist ein Event von HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin.


Mittwoch, 3. Mai 2017

HANSEFUTURE mit Spherie: Eine Reise um die Welt in 360 Grad.

Spice VR-Co-Founder Nicolas Chibac bei der StartupNight.
Foto: HANSEVALLEY
HAMBURG STARTUP REPORT

Der voll besetzte Saal im Wirtschaftsministerium an der Berliner Invalidenstraße staunt nicht schlecht: Der Hamburger "Spice VR"-Gründer Nicolas Chibac enthüllt, die Geburt seines Sohnes vor 1 1/2 Jahren mit einer 360 Grad-Kamera gefilmt zu haben. Der Filmproduzent illustriert beim Dronemasters-Pitch auf der StartupNight Luft- und Raumfahrt die Möglichkeiten der 360°-Visualisierung - in Verbindung mit neuester Drohnentechnologie.

10 Tage später, in einem abgelegenen Gewerbegebiet am Rande der Hamburger Hafencity: Zwischen Oberhafen und neuem Lohsepark übt ein Drohnenbesitzer vor dem FilmFabrique Co-Working mit seiner neuen, ultrakompakten Drohne "DJI Mavic". Es ist der Auftakt zu einer faszinierenden Reise in die Welt der bewegten Bilder, die Welt des 37-jährigen Filmemachers und Visionärs Nicolas - jenes jungen Unternehmers, der kurz zuvor auf der großen Bühne vor Deutschlands Luft-und Raumfahrtelite die Zukunft präsentiert.


Die Küche im FilmFabrique-Coworking am Oberhafen.
Foto: HANSEVALLEY
Die Alte Bahnmeisterei im Oberhafenquartier - zwischen Vergangenheit und neuer Hafencity: Hier im 2. Stock ticken die Uhren anders. Die FilmFabrique ist das Zuhause für Filmemacher und ihre Projekte. In der Küche ein Regal mit alten Kameras, Filmrollen und Projektoren. Auf dem Klo historische Filmplakate - King Kong darf nicht fehlen. 

Mitten in der kreativen Büroetage: die Schreibtische der Hamburger Produktionsfirma Spice VR. Der Name täuscht ein wenig: Es geht um 360-Grad-Filme - z. B. für Werbung im Tourismus - und was man daraus machen kann.

Nicolas ist der Kopf, das Herz und der Macher hinter dem 8-köpfigen Kernteam. Anfang 2015 gründet er seine Produktionsfirma, entgeht beim Startups@Reeperbahn-Pitch im vergangenen September wegen technischer Pannen nur knapp einem Schiffbruch - kann Anfang diesen Jahres mit voller Förderung des IFB-Innovationsprogramms "InnoRampUp" voll durchstarten. Es ist die Geschichte eines Reisenden und seiner Bilder, die Geschichte eines Visionärs und seiner Drohnen. Ein Blick zurück:

Studium oder Weltreise? Aus 5 Monaten werden fast 10 Jahre.


Co-Founder und kreativer Kopf: Nicolas Chibac
Foto: Kevin McElvaney
2002 steht der Flensburger an einer entscheidenden Wegmarke: Filmregie studieren oder eine Weltreise machen. Er hat sich in Berlin und München beworben - und zieht hinaus in die Welt. 5 Wochen sollten es werden, 5 Monate sind es am Schluss. 2 Weltreisen unternimmt er als Fotograf und Werbefilmer, ist bis zu 6 Monate unterwegs - vornehmlich im Tourismus. Er macht 360-Grad-Fotos für Hotelketten, dreht Werbeclips. Immer wieder muss er für Projekte eigene Technik entwickeln. Am Anfang gibt es weder 360-Grad-YouTube-Videos noch VR-Brillen.

2010 startet im 5-Sterne-Ressort "Relais & Chateau" auf Bali seine erste Drohne zum Werbeflug. Doch der hoffnungsvolle Auftakt endet im Pool: Totalschaden für Drohne und Kamera - 6.000,- € versenkt. Der weit blickende Werbefilmer lässt sich nicht abschrecken. Mit dem Einsatz von Drohnen sieht er komplett neue Möglichkeiten - und eine Alternative zu teuren Hubschrauberflügen. 2014 bekommt er den Auftrag für seinen ersten Werbefilm in 360° für den Mobifunkprovider MTV Mobile Sunrise. Ein Jahr später darf er ein 360-Grad-Musikvideo für Warner Music mit Robin Schulz drehen. 

Die Zukunft virtueller, begehbarer Räume: Da geht noch mehr!

Im gleichen Jahr startet ein faszinierendes Projekt mit 360 Grad-Aufnahmen und anschließender Virtualisierung: Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Berlin Partner, der Berliner Universitätsklinik Charité, dem Netzwerkhersteller Cisco und dem Busbetreiber DB Regio erschafft Nicolas für die internationale Technologiekonferenz "Cisco Live" ein begehbares 3D-Modell des Impfmobils "Medibus". Am Nachmittag der "StartupNight" präsentieren die Partner vor 5.000 Zuschauern die Zukunft von virtuellen, begehbaren Räumen. Dem heimlichen Techi wird klar: Da geht noch mehr!


Die 360-Grad-Filmdrohne "Spherie"
Foto: HANSEVALLEY
Jetzt startet der Autodidakt die nächste Stufe seiner persönlichen Reise um die Welt. Im Mittelpunkt der Präsentation bei der Berliner StartupNight: "Spherie" - eine 360-Grad-Drohne. Wieder geht es ums Filmen, wieder geht es um 360°-Aufnahmen - allerdings mit einer ausgereiften Drohnentechnologie und ganz neuen Möglichkeiten. Jetzt sind 360-Grad-Filme ohne störende Kamera, Halterung und Drohne im Bild möglich. 

Die 360-VR-Drohne "Spherie"

Die Idee hinter der Kameradrohne: "Mit "Spherie" kann man die ganze Welt einscannen, um sie VR-fähig zu machen", erzählt der Wahl-Hamburger mit lechtenden Augen in der gemütlichen Wohnküche der FilmFabrique. Mit der Drohne sollen Räume in Zukunft fast automatisch abgescannt und aufgenommen werden. Aus den per Photogrammetrie aufgenommenen Bildern wird per Software ein fotorealistisches 3D-Modell - und daraus ein interaktiv begehbares Umfeld. Jeder Raum kann gescannt und anschließend virtualisierst werden.

1 1/2 Jahre dauert die Entwicklung, ein Sideprojekt, finanziert aus den Filmaufträgen. Fast 80.000,- € sind bis heute in die Zukunftstechnologie geflossen - u. a. in Prototypen, Kameratechnik und juristische Unterstützung. Die Erfindung ist zum Patent angemeldet. Das deutsche Patent- und Markenamt hat "Spherie" als patentfähig eingestuft. Konnten bislang nur grafische Abbildungen in 2D optimiert werden, können jetzt Räume in 3 Dimensionen erkannt, gescannt und virtualisiert werden - und das zunehmend automatisch, schnell und detailgenau.




Next Steps: "Digital Twins" und Virtuelle Reisen

Die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt. Schon heute zeigt "Google Tango", in welche Richtung es geht: Zuerst misst man seine Räume aus. Anschließend gestaltet man sie mit neuen Möbeln. Ein B2B-Szenario: Digitale Kopien von Schiffen oder Ölplattformen - für Sicherheitsschulungen und Einsatzoptimierung. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Erlebnisse von Urlaubsreisen virtualisieren, wie die Elphi, um Reiseziele zu entdecken. Desto besser die Technik, desto mehr wird das virtuelle Erlebnisse eine eigene Dimension.

Einer, der dabei vorn mitspielen könnte, ist der britische Unternehmer und Ballonfahrer Sir Richard Branson, Nach Virgin Airlines und Virgin Galactic könnte er mit Drohnen-Projekten der Zukunft auf die Sprünge helfen. Seit 2014 ist es ein Top-Thema auf Virgin.com. Im Rahmen der diesjährigen "Extreme Tech Challenge" auf Necker Island pitchen allein drei Startups mit Drohnen. Außerdem werden 6 Drohnen-Teams eingeladen, außerhalb der Wertung Necker Island auf den Britischen Jungferninseln abzufliegen. Mit dabei: Nicolas mit "Spherie" - und Richard Branson ist begeistert. 



Und wie geht es weiter? Schauen wir auf das Holodeck des Raumschiffs Enterprise. Dort können Besatzungsmitglieder durch virtuelle Räume laufen, Missionen trainieren und Sport treiben. Die Idee: Das Darstellen ganzer Welten. Der virtuelle Freizeitpark "The Void" zeigt den Weg - noch mit Brillen. Der nächste Schritt: die digitale Darstellung von Materie. Die Technologie dahinter: das Erzeugen elektromagnetischer Felder durch Überlagerung mehrerer Ultraschallwellen. Das Ziel: haptische Gefühle ohne einen Handschuh. Ein US-Startup arbeitet bereits daran.

Vor 15 Jahren entschied sich der damals 22-jährige Jungfotograf und Werbefilmer Nicolas Chibac, die Welt zu entdecken. Heute ist er dabei, mit "Spherie" die ganze Welt zu scannen. Zum Abschluss des spannenden Ausflugs gibt er uns mit auf den Weg: "Reisen ist wichtig, um Perspektiven wechseln zu können und Empathie entwickeln zu können." Noch kann VR das Reale nicht ersetzen. Künftig könnten Reisen in die virtuelle Welt auch dafür sorgen, dass uns das Reale im täglichen Leben wieder bewusster wird. Das wäre ein interessantes Reiseziel.

 Hamburg Digital Background: 

Die Spherie VR-Drohne:
http://spherie.net/

Die Spice VR 360°-Filme:
www.spicevr.com/


Ihr Hamburg Digital Marketing _______________________________________

WILLKOMMEN bei HANSVALLEY - dem erfolgreichen Hamburg Digital Magazin:
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Sonntag, 22. Januar 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Carsten Brosda: "Digital First"-Projekt nimmt seine Arbeit auf.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

HANSEHIGHLIGHT Themen-Special: Digitale Stadt oder digitale Diaspora.


Staatsrat und "CDO" Hamburgs: Dr. Carsten Brosda
Foto: Senatskanzlei Hamburg / J
örn Kipping
Er ist der "Chief Digital Officer"der Freien und Hansestadt. Dr. Carsten Brosda - bisher Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales und jetzt neuer Kultursenator. Der gelernte Journalist steht vor eine Mammutaufgabe:

Wie wird aus der Handelsstadt mit 750 Jahren Hanse eine digitale Stadt mit Zukunft?

Seit 2011 leitet er das Amt Medien in der Senatskanzlei, das wichtige Zukunftsthemen wie IT, traditionelle und Neue Medien sowie die Transformation Hamburgs zu einer Digitalen Stadt mitgestaltet. Wir hatten die Gelegenheit, den Staatsrat zu den Schlüsselthemen Medien-Standort und Digitale Stadt zu befragen. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Carsten Brosda:

 Thema "Medien-Standort" 


Hamburg hat eine starke, traditionelle Medienindustrie rund um Produktion, Distribution und Vermarktung. Sie planen, den Standort auf die nächste Stufe zu heben. Inwiefern sind Augmented und Virtuell Reality als Medientechnologien erfolgversprechend, Hamburger Content-Produzenten - von Informationen bis zu Unterhaltung - einen erfolgreichen Weg in die Zukunft zu ermöglichen?


Virtual Reality hat alle Chancen, einer der spannendsten Bereiche digitaler Entwicklung zu werden. Wann und inwieweit sich aber auf Basis von VR/AR-Technologien und -Anwendungen erfolgreiche Business-Cases aufbauen lassen, kann man aktuell nur schwer prognostizieren. Klar ist aber, dass sie das Potenzial haben, mehrere Sparten der Medienbranche grundlegend zu verändern. Mittels VR lassen sich beispielsweise Konsumenten von Inhalten auf völlig neue Weise in Reportagen und Geschichten einbinden.

So werden wortwörtlich neue Perspektiven eröffnet. Nicht ohne Grund hat die New York Times eine eigene VR-Abteilung gegründet. Aber auch junge Unternehmen – wie die Hamburger Startups wie NOYS oder SpiceVR - zeigen zunehmend, wie es geht. Aufgrund der Bedeutung des Themas für die Contentindustrie werden wir auch die VR-Aktivitäten in einem ersten Schritt an die Initiative nextMedia.Hamburg andocken.

Wie werden Sie die Themen AR und VR im Rahmen Ihrer Fördermöglichkeiten unterstützen - und wo liegen die Schwerpunkte? Sind es vornehmlich Technologien, die Vernetzung oder die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen?


Aktuell machen wir gemeinsam mit verschiedenen Akteuren der Hamburger VR-Szene eine Bestandsaufnahme zu laufenden Aktivitäten, der Forschungsinfrastruktur sowie Anwendern und Anbietern am Standort. Es gibt z. B. bereits diverse gute Veranstaltungen rund um das Thema VR. Hier muss entschieden werden, wie man das vorhandene Angebotsportfolio sinnvoll weiterentwickelt und mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen eine möglichst große Hebelwirkung erzielt.

Konzentrieren werden wir uns zu Anfang sicherlich auf die Bereiche Vernetzung und Marketing. Dabei wird neben der überregionalen Positionierung des VR-Standorts Hamburg auch um die Vermittlung der Potenziale der Technologien für Hamburger Anwender gehen.

Welche weiteren Technologien sehen Sie als interessante Medienthemen, die die Hamburger Medien, Produzenten und Vermarkter an der Spitze der Wertschöpfung halten können? Was sagt Ihre Marktbeobachtung?

Alle Technologien rund um das Thema Daten werden für die Contentindustrie immens an Bedeutung gewinnen. So werden bereits heute Inhalte nicht nur aufgrund von Daten kuratiert, sondern bauen auch darauf auf: Netflix konnte anhand des ausgewerteten User-Verhaltens vorhersehen, dass die Serie „House of Cards“ ziemlich sicher erfolgreich sein wird. Aber eigentlich halte ich es mit Mark Twain: „Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn Sie die Zukunft betreffen“.


 Thema "Digitale Stadt" 

Sie planen, mittel- und längerfristig zentrale Dienstleistungen der Stadt und ihrer Betriebe mit einem einheitlichen Servicekonto online nutzbar zu machen. Wie weit sind die Vorbereitungen auch in Verbindung mit der "Digitalen Leitstelle" fortgeschritten und wann können die Hamburger den ersten Behördengang mobil erledigen?

Bereits heute sind über das "HamburgGateway" rund 80 Verwaltungsverfahren online angebunden. Allerdings wollen wir erstens mehr Services online erbringen und zweitens das Angebot den heutigen Erwartungen anpassen. Wir wollen, dass es von zuhause geht und dass es einfach ist.

Wir orientieren uns an der Leitlinie „Digital First“. Das heißt: Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und auch der Unternehmen sollen künftig, soweit möglich, proaktiv und antragslos erledigt werden. Vorgangsbearbeitung, Entscheidungsfindung und -übermittlung sollen auf Seiten der Verwaltung möglichst automatisiert erfolgen. Die Verwaltung wird zunehmend digital kommunizieren. Wer Hilfe bei der digitalen Kommunikation braucht, wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt. Für Unternehmen steht ausschließlich der elektronische Weg offen.

Die Herausforderungen sind groß: Es müssen technische und rechtliche Fragen geklärt werden. Es müssen Prozesse und Arbeitsstrukturen neu abgestimmt werden. „Digital First“ wird für die Bürger und die Mitarbeitenden umso erfolgreicher verlaufen, je mehr es im Sinne eines Prozesses verstanden wird. Das Projekt, das über mehrere Jahre diesen digitalen Transformationsprozess vorantreiben soll, nimmt derzeit seine Arbeit auf.

Wie lauten Ihre zentralen Argumente, die Hausleitungen von Betrieben und Behörden trotz individueller Voraussetzungen und der unterschiedlichen Historien zur Zusammenarbeit zu gewinnen?

In der Senatskanzlei haben wir eine Leitstelle für die digitale Stadt eingerichtet, die den Überblick über die vielfältigen Projekte und Aktivitäten der Stadt sichert, für deren Koordinierung sorgt und die strategische Weiterentwicklung gewährleistet. Die Digitalisierung wurde zudem als prioritäre Regelaufgabe aller Politikbereiche definiert – und zwar vom gesamten Senat, also allen Hausleitungen gemeinsam. 

Um der Innovationsdynamik und den damit verbundenen erhöhten Anforderungen an das staatliche Wissens- und Innovationsmanagement Rechnung zu tragen, wurde ergänzend an der HafenCity Universität in einer Kooperation mit dem Massachusetts Institute of Technology das City Science Lab eingerichtet, auch um die Stadt und ihre Akteure im Transformationsprozess zu begleiten und zu beraten.

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie angesichts der aktuell bestehenden Schuldenbremse und unterschiedlichster IT-Infrastrukturen in der Hamburger Verwaltung?


Hamburg steht heute im Ländervergleich gut da, was die IT-Ausstattung, Infrastruktur und Datensicherheit angeht. Weil die Digitalisierung aber zunehmend auch die öffentliche Infrastruktur und den öffentlichen Raum erfasst, rückt immer mehr die Stadt im Ganzen in den Fokus. 

Wir wollen die städtischen Infrastrukturen und öffentlichen Räume mit digitalen Schnittstellen und Angeboten weiter optimieren. Dazu zählen Bildungs- und Kulturangebote ebenso, wie die Systeme einer integrierten Verkehrsstrategie und einer intelligenten Energieversorgung. Digitale Techniken erlauben uns hier, Steuerungsleistungen und Angebote zu entwickeln, die Effizienz steigern und Qualität verbessern.

Für all dies brauchen wir die passende IT-Infrastruktur. Vorhandene Daten und Fachsysteme der städtischen Institutionen wollen wir vernetzen, den Datenaustausch automatisieren und Anwendungen für den vielseitigen Zugriff auf die Daten bereitstellen.

Im Übrigen stehen die Schuldenbremse der Hamburgischen Verfassung und des Grundgesetzes nicht im Widerspruch zu Investitionen in den digitalen Wandel – beide helfen uns dabei, unsere Stadt für die Zukunft gut aufzustellen.

Vielen Dank für das spannende Interview.

Das Gespräch führte Thomas Keup.
* * *

 Außerdem im Hamburg Digital Magazin: 

HANSEBUSINESS: Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil III: 
Die Digitale Stadt - Verwaltung, Unternehmensservices und Arbeitsmarkt.


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