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Montag, 7. Dezember 2020

HANSESTATEMENT: METRO Marktplatz - Abzocken, Abwimmeln, Abtauchen.

Ein Hanse Digital Statement von
- Chefredakteur Thomas Keup -
* Update 14.12.2020 *

+++ Sie liefern beschädigte Ware aus. +++ Sie verweigern die Nachbesserung. +++ Sie verweigern die Rücknahme. +++ Sie drohen mit der juristischen Keule. +++ Sie planen, uns mundtot zu machen. +++ Sie lernen ihre Lektion einfach nicht. +++ 

Warum Sie als Kunde bei "Metro Markets" der Verlierer sind. 

 Früher waren "Metro" Cash & Carry-Märkte einmal erste Adresse.
Foto: Lite, Lizenz: GNU FDL 1.2

HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup ist leidenschaftlicher Online-Shopper mit mehr als 2.000,- € Umsatz im Jahr bei "Amazon.de" und "Diamant-Kundenstatus" aus über 300 Bestellungen seit 2014 bei "Aliexpress.com". Neben internationalen Marktplätzen kauft der Early Adaptor auch bei deutschen und europäischen Online-Händlern ein, wie "Asos" aus Großbritannien oder "Baur" aus Franken. Dabei setzt der gebürtige Mecklenburger auf Bequemlichkeit bei der Bestellung, Sicherheit bei der Lieferung und Attraktivität bei den Preisen für Geschäft und Haushalt. 

Mitte Oktober d. J. testete der Wahl-Berliner nach einer Werbe-Mail den neuen Marktplatz des B2B-Händlers "Metro" - genannt "Metro Markets". Im Rahmen einer Renovierung bestellte der Unternehmer eine Deckenlampe mit getönter Glaskugel von einer bekannten Marke und zu einem attraktiven Preis. Die schnell gelieferte Ware stellte sich bei der Montage durch einen Handwerker gut vier Wochen nach Erhalt erschrenkender Weise als zerkratzte, verschmierte und mit Einschlüssen mangelhafte "C bis Z"-Ware heraus. 

Nach Reklamation des nur zur Entsorgung geeigneten Ausschuss-Artikels musste der Journalist und PR-Spezialist erleben, wie die "Metro" mit ihrem neuen Marktplatz kundenfeindlich agiert und jeglichen Mangel versucht, abzuwimmeln. Statt - wie gesetzlich vorgeschrieben - den Mangel des technischen Artikels durch Umtausch zu beseitigen oder den Kauf zurück abzuwickeln, leugneten Kundendienst wie Pressestelle der "Metro" in Düsseldorf ihre Verantwortung für den ihrerseits verkauften, mangelhaften technischen Artikel.

Ein Hanse Digital Statement von HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup:

Bei Amazon haben Sie als Kunde im Rahmen der "A-bis-z Garantie" 60 Tage Zeit, um einen mangelhaften Artikel von "Amazon" oder einem Marktplatz-Händler zurückzugeben. Der Kundendienst-Mitarbeiter wird sich bei Ihnen entschuldigen, dass Sie einen defekten Artikel geliefert bekommen haben, Marktplatz-Händler auffordern, innerhalb von drei Tagen eine Lösung vorzuschlagen und Sie werden Ihr Geld zurückbekommen. Das nennt man einen sicheren, vertrauensvollen Einkauf. Dessen konnte ich mir im Corona-Jahr 2020 bei mittlerweile über 100 gekauften Artikeln auf "Amazon.de" sicher sein. Das ist die weltweite Referenz für E-Commerce.

Die 23 Rücksendungen auf Grund von Garantiefällen, mangelhafter Ware, falscher Angaben oder nicht passender Größe sind für den mit weltweit 100+ Mrd. $ - davon über 10 Mrd. € allein in Deutschland - führenden Online-Händler und Marktplatz kein Problem. Ganz im Gegenteil: Ein rundherum zufriedener Kunde - und das heißt in erster Linie sicherer Kunde - kommt wieder, und zwar von selbst. Denn noch wichtiger als der niedrigste Preis im Netz ist die Gewissheit, kein Schiffbruch mit der Bestellung, der Bezahlung, der Lieferung und der Ware zu erleben. Niemand will mehr oder meist weniger hilfsbereiten Kundendienst-Mitarbeitern hinterherlaufen, 
wie zum Beispiel bei "Otto.de" (Supporter*innen-Zitat: "Sie müssen ja nicht bei uns einkaufen!").

"Metro Markets" bricht geltendes Recht auf Wandlung.

Der Düsseldorfer Handelsriese "Metro" will im bommenden Geschäftsfeld von Online-Marktplätzen á la "Amazon", "Ebay" & Co. mitspielen. Die Idee ist erstmal nicht dumm, denn Gastronomen, Handwerker oder Mittelständler ersparen sich die lästige Fahrt in die "Metro". Leider versaut es der frühere Besitzer der zuletzt bankrotten Handelsketten "Kaufhof" und "Real" sowie Haupteigner der seit Jahren schlingernden Elektromärkte "Media Markt" und Saturn" ("Ceconomy") 3 Jahre nach Start des Marktplatzes und in der Expansion mit Pauken und Trompeten. Damit schließt sich "Metro" dem Online-Händler "Otto.de" an, der über drei Jahre an einem eigenen Marktplatz erfolglos herumschraubt - "Marktplatz-Kompetenz - Made in Germany".


Gefährliche Falle für gutgläubige Kunden: "Metro Markets"
Screenshot: HANSEVALLEY

Der entscheidende Dreh- und Angelpunkt: "Metro Markets" bricht geltendes Recht: Statt einen mangelhaften Artikel zurückzunehmen, umzutauschen oder zu erstatten, verweist der Kundendienst von "Metro Markets" schriftlich und damit für jedermann nachlesbar auf den 14-tägigen Widerruf im Rahmen des Verbraucherrechts (Stichwort: Abwimmeln). Zudem bricht "Metro" eine gesetzte Frist für eine konkret eingeforderte Lösung (Stichwort: Abtauchen). Während wir bei "Amazon" einen gekauften Artikel innerhalb von 60 Tagen reklamieren können, versteckt sich "Metro" bei einem Kunden, der gar kein Verbraucher sondern Geschäftskunde ist, hinter dem Verbraucherrecht gemäß Haustürgeschäften. 

"Metro"-PR reagiert mit "Zickenkrieg" und Drohungen statt Lösung.

Sie und ich können nicht gelieferte oder defekte Waren bei Problemen mit einem Händler über den "Paypal Käuferschutz" innerhalb von 180 Tagen - sprich 6 Monaten - reklamieren, wenn sie mit "Paypal" bezahlt haben. Auch wenn "Paypal" alles versuchen wird, Ihren Fall abzuwimmeln, wie ich hautnah mit einem China-Handy erleben musste. Wir können Käufe - beschädigt oder nicht - bei "Amazon" innerhalb von 60 Tagen ohne Diskussion zurückgeben. Jeder Kunde kann Käufe auf "Ebay" innerhalb von 30 Tagen über den "Ebay Käuferschutz" reklamieren, sollte ein Händler mangelhafte Ware liefern. Sie und ich sind jedoch der "A.sch vom Dienst", wenn Sie bei "Metro Markets" einen defekten (z. B. zerkratzten) oder gebrauchten (z. B. verschmierten) Artikel geliefert bekommen.

Made by Metro Markets: Produkte - verkratzt, verschmiert, mangelhaft.
Foto: Thomas Keup

Nicht nur der Kundendienst von "Metro Markets" bricht das Recht auf Nachbesserung, Wandlung und Garantie. Die verantwortliche Pressesprecherin zeigt in ihrer Antwort auf die Reklamation, wessen Kind sie, ihre Kollegen und ihr Handelsbetrieb offenbar sind. Zwar leitet die junge, verantwortliche laut "Linkedin" "Head of Media Relations" die Reklamation an den Kundendienst weiter. Die nach offizieller Berufsangabe für "Heading Innovation, Digitalization and Service Communication" (Stichwort Buzzword-Bingo) zuständige Sozialwissenschaftlerin Sirin Emre-Flender kann es sich jedoch nicht verkneifen, ihre E-Mail mit Kritik an unseren offen kritischen Worten und einem Verweis auf unseren Redaktionskodex in bester "Metro"-Arroganz aufzumachen.

PR’lerinnen sollten eigenen Berufskodex kennen.

Die frühere PR-Beraterin (u. a. für Reputationsmanagement), PR-Leiterin einer Fitnesskette (die für ihre Kundenfreundlichkeit aus eigener Erfahrung nicht bekannt ist), Senior Expertin für Brief- und anschließend interne Kommunikation bei der "Deutschen Post DHL" (das ist der Staatsbetrieb, dessen Kundendienstler bei "DHL" gern mal den Telefonhörer auflegen) vergisst aus meiner Sicht in ihrer Antwort die Professionalität als PR-Fachfrau und "zickt" stattdessen gleich zu Beginn gegen ihren Kunden - sprich Journalisten - an. In diversen Beiträgen auf "Deutsche Startups", "Gründermetropole Berlin" und HANSEVALLEY habe ich aus 22+ Jahren PR-Background erläutert, wie ein kommunikativer Störfall erfolgreich gelöst werden kann:

Die vier Schritte der "Image Restoration Strategy" lauten 1. Abbitte leisten und demütig verhalten, 2. Korrektiv handeln und eine Lösung anbieten, 3. die Ursache erläutern und um Verständnis bitten und erst als 4. Schritt die eigene Position verteidigen und mögliche unfaire Argumente zurückweisen. Frau Doppelname stellt sich jedoch in bester deutscher Manier und 12+ Jahren PR-Erfahrung gleich zu Beginn über ihren "Kunden", um anschließend nicht etwa eine Lösung des Problems anzubieten. Die Rheinländerin verweist in ihrer Presse-Antwort stattdessen auf die parallele, abwimmelnde Antwort des Kundendienstes - inkl. der Schutzbehauptung des lediglich 14-tägigen Widerrufs als Verbraucher.

Vom Produktmangel mit Volldampf in die Falle.

Die erste Ansprechpartnerin für Journalisten zu den (ihr wie auch immer geläufigen) Themen Digitalisierung (seit über vier Jahren unser Kernthema) sowie Service-Kommunikation (oder das, was die "Metro" in der Lage ist, nicht zu erbringen) tappt in eine selbst gewählte Falle, u. z. die der moralisch angreifbaren Kommunikation als rechthaberisch wirkende PR-Frau. Wir könnten jetzt ein "Fass aufmachen" und mit Skandalisierung, Personalisierung und Systemausschluss aus einer PR-Mitarbeiterin der 2. Reihe eine "verwerfliche Person" machen. Das Verhalten von "Metro"-Kundendienst und Pressestelle spricht jedoch eine eindeutige Sprache, so dass jeder Leser und jedes potenzielle "Opfer" des Marktplatzes sich sein eigenes Urteil über "Metro" und "Metro Markets" bilden kann - zuletzt bestätigt mit dem Hinweis des PR-Chefs, uns mit der juristische Keule treffen zu wollen (s. u.).

Lassen wir die "Metro" selbst zu Wort kommen: In Punkt 1 der Compliance-Richtlinien stellt das Handelsunternehmen unter der Überschrift "Wir trennen strikt persönliche Interessen von denen des Unternehmens" fest, sich professionell zu verhalten. Mit ihrem unfairen "Anzicken" zu Beginn der Kommunikation hat die Pressereferentin Sirin Emre-Flender den Grundsatz des Unternehmens aus unserer Sicht gebrochen. In Punkt 5 stellt die "Metro" heraus: "Wir respektieren die Regeln des fairen Wettbewerbs". Gegenüber Kunden agiert sie durch Verweigerung von Mangelbeseitigung und Wandlung allerdings alles andere als fair. Mit Punkt 8 zementieren die Düsseldorfer ihren Rechtsbruch: "Wir achten das geltende Recht". So, so ...

Unsere Fragen an die verantwortlichen Manager für Einkauf, Vertrieb und Kundendienst:
  • Wie kann es passieren, dass von Ihnen ein Ausschuss-Artikel ausgeliefert werden kann?
  • Wieso verweigern Sie die gesetzliche Nachbesserung von Mängeln bzw. den Umtausch?
  • Welche Gier nach "Geiz ist geil" treibt Sie aktuell an, Geschäftskunden zu übervorteilen?
  • Mit welchem Recht "zickt" Ihre Pressesprecherin Journalisten bei einer Beschwerde an?
  • Wann löschen Sie die von Ihnen hier vorsätzlich gebrochenen Compliance-Richtlinien?

Am Montag mnach unserer Pressebespreche hat die zuständige Vorgesetzte der "Digital-Sprecherin" - Frau Hülya Dagli - erstmals seit Bestellung des mangelhaften Lampenschirms zunächst einigermaßen professionell reagiert: Sie bot an, den Kaufpreis ohne wenn und aber zurückzuerstatten, um damit unter Beweis zu stellen, wie "kundenfreundlich" die "Metro" sei. Um einen Satz später fröhlich eine PR-Keule rauszuholen und zu schwingen. Zitat: "Die Darstellung unserer Mitarbeiterin in Ihrem Bericht können wir keinesfalls tolerieren." 

Statt - wie von uns gemäß Redaktionskodex schriftlich angeboten - eine Stellungnahme zu mangelhafter Lieferung und kritisierenswertem Kundendienst abzugeben, leitet die Director External Communications der "Metro AG" offen eine Drohung ein, uns einen Anwalt wegen möglicher "ehrverletzender Äußerungen" auf den Hals hetzen-wollen-zu können. Damit ist die "Kundenfreundlichkeit" der "Metro" eher ein kundenfeindliches und kundenbedrohendes System, dass nicht nur mit Abzocken, Abwimmeln und Abtauchen reagiert. Jetzt wissen wir, dass auch Kunden abmahnen dazu gehört. 

Das geht aus unserer Sicht grundsätzlich gar nicht und wir weichen keinen Millimeter von unserem Recht ab, kritisierenswerte Umstände als solche zu benennen. Das sollte jeder wissen, sei es in einem Fachbeitrag oder in einer persönlichen Meinung als Betroffener. Die Pressedamen der "Metro" zeigen, wessen Geist in der Düsseldorfer Zentrale wohl weht. Und der ist für Kunden aus eigenem Erleben schädlich, wenn man nicht spurt und sich den - Zitat eines Kollegen - "PR-Dominas" unterordnet. Ich werde mein Geld heute wie in Zukunft bei Online-Händlern ausgeben, die mich als Kunden offen, ehrlich und fair behandeln. Die "Metro"-Karte werde ich zurückgeben.

Update 14.12.2020: 

Metro AG: Sie verstehen es einfach nicht.

Keine 5 Minuten, nachdem wir den verantwortlichen Pressesprechern der "Metro" am Montag, den 14.12.20 den Beitrag zur Kenntnis gegeben haben, bekommen wir in cc eine Nachricht von Gerd Koslowski, Global Director Corporate Communications der "Metro AG". Darin versucht der auf Linkedin freundlich lächende PR-Fachmann, seine von uns cc informierten Vorstände Olaf Koch und Raphael Gasset zu beruhigen, indem er ankündigt - Zitat:

"We check legal steps"

Offensichtlich können und wollen Sie es nicht verstehen: Ein kommunikatives Problem - in diesem Fall das Abwimmeln und das Drohen seitens der Kolleginnen von Gerd Koslowski sowie die juristische Keule, um uns mundtot zu machen, ist zum Scheitern verurteilt. Wir werden die geeignete öffentliche Antwort auf eine juristische Bedrohung durch die "Metro AG" unmissverständlich formulieren und verweisen auf den Hanse Digital Codex.

*  *  *

 Hanse Digital Recherche:
*Update*

Linkedin: Gerd Koslowski, Metro AG Presse

Linkedin: Hülya Dagli, Metro AG Presse
Linkedin: Sirin Emre-Flender, Metro AG Presse

Slideshare: Thomas Keup Präsentation "Die moralische Falle"

 Hanse Digital Background: 


Deutsche Startups: Gastbeitrag "Nur ein sicherererer Kunde ist ein guter Kunde"
HANSEBUSINESS: Assets statt Anstand - Der tiefe Fall des Otto-Versands.
amazon.de/

Donnerstag, 20. Juni 2019

HANSEBUSINESS: Nach WhatsApp Newsletter-Aus - Messenger Marketing mit Köpfchen.

HAMBURG DIGITAL REPORT


Messenger-Services wie "MagicPostr" von "DM"
erobern WhatsApp-Chats. Foto: DM

Die Hochbahn nutzt ihn. Radio Hamburg ist mit ihm auf den Straßen unterwegs. Die Volksbank weiß, wie er ihren Kunden hilft. Auch die Bücherhallen und der Hauptbahnhof schätzen die Möglichkeit, mit ihm direkt ins Gespräch zu kommen. Das Portal "Wunderweib" von Bauer Excel nutzt ebenfalls die Vorzüge vom ihm auf unseren Smartphones:

Die Rede ist von WhatsApp - dem führenden Messenger in Deutschland und der westlichen Welt und einem der beliebtesten Newsletter-Kanäle der Werbewirtschaft. Doch jetzt ist damit Schluss. Ab Dezember '19 verbietet Facebook den Versand von Newslettern über WhatsApp. Was über Jahre zum beliebten Marketing-Kanal gehörte, ist kurz vor dem Ende. 

Wenn vier von fünf Nutzern in Hamburg und Deutschland mit ihren Freunden auf WhatsApp setzen, wird's für Unternehmen richtig spannend. Denn der mobile Chatservice kann viel mehr, als Werbung spammen. Ein Blick hinter die Kulissen von Messenger Marketing - und was man Gutes damit tun kann. Ein Hamburg Digital Report:

50 Prozent der Deutschen nutzen mehrmals täglich einen Instant Messenger. 71 Prozent der Bundesbürger haben eine Messenger-App auf ihrem Smartphone. 81 Prozent davon sind Nutzer der Facebook-Tochter WhatsApp und über den globalen Messenger-Service mit Familie, Freunden und Kollegen vernetzt. Wenn kaum noch telefoniert wird, wird umso mehr getextet.


Fast alle jungen User nutzen WhatsApp aktiv.
Grafik: Statista, Quellen: Faktenkontor, IMWF

Messenger wie Facebook, WhatsApp und Telegram übernehmen die Kommunikation - für Terminabstimmungen und Freundschaftsdienste, beim Showrooming sowie unterwegs und auf Reisen. Der kleine Dienst ist Briefbote - und hat schon so manche Beziehung in Bedrängnis gebracht. Die unschlagbaren Vorteile kleiner grüner Häkchen: Das schnelle und einfache Teilen von Fotos, Videos sowie vertrauliche Text- und Sprachnachrichten ohne Umweg.

WhatsApp auf dem Handy: Rote Karte für Werbemüll.

Die Potenziale hat auch die Werbewirtschaft für sich erkannt: Mit News-, Wetter- und Verkehrs-Alerts, Newslettern und Gutscheinen drängen sich mehr oder weniger legale Dienste in unsere Privatsphäre. 58% der deutschen User lehnen es jedoch ab, wenn es um das Zuspammen eines weiteren Kanals durch reichweiten-optimierte Performance-Kampagnen geht. Das hat auch Facebook erkannt und die Reißleine gezogen. Was wir dagegen akzeptieren: Informationen und schnelle Kommunikation.


WhatsApp: Macht Beziehungen ein Ende - und bringt neue Liebe -
z. B. über das Magazin von Parship/Elite Partner aus Hamburg.
Screenshot: HANSEVALLEY

Die entscheidende Frage für Unternehmen lautet? Wie kann ein Messenger-Dienst so genutzt werden, dass er Kunden und Usern, Partnern und Mitarbeitern hilft - und nicht nervt, wie inhaltsfreie Bullshit-Kampagnen? Die Zauberworte heißen Service und Support - statt Spammen und Schleudern. Für die eine oder andere Online Marketing-Agentur in Hamburg wird das jetzt vielleicht eine größere Herausforderung.

Der Sperr-Bildschirm: Das Heiligste auf unserem Handy.

Die Fakten sprechen eine eigene Sprache, bei der alle Relationship-Experten mit dem Kopf nicken und alle Performance-Marketer abtreten dürfen: Eine aktuelle YouGov-Studie zeigt: 12 Prozent der Deutschen wünschen sich lokale Informationen von Restaurants, Cafés oder Bars, 8 Prozent schätzen Informationen lokaler Händler, z. B. von Möbel-, Blumen- oder Dekoläden. Das ist für kluge Kaufleute besonders interessant, denn: 


WhatsApp ist vor E-Mails und Facebook auf dem Sperrbildschirm erlaubt.
Grafik: MessengerPeople

Während News-Apps von N-TV, Spiegel, Welt & Co. nur zu 12 Prozent auf unserem heiligsten Display - dem Sperrbildschirm - Nachrichten abliefern dürfen, erlauben Android- wie iPhone-Nutzer WhatsApp zu 45 Prozent Nachrichten auf dem Bildschirm, gefolgt von E-Mails mit 26 Prozent und mit gerade einmal 20 Prozent auch Facebook, so das Ergebnis der YouGov-Studie von "MessengerPeople" aus dem vergangenen Jahr. Ein Umstand, der mit Umsicht behandelt werden sollte, um nicht vom Bildschirm verbannt zu werden.

Services und Support - statt Alerts und Newsletter-Spam.

Matthias Mehner ist Marketing-Chef beim Service-Provider "MessengerPeople". Mit gut 1.600 Messenger-Kunden und rd. 18 Mio. versandten Nachrichten täglich sind die Münchener ein führender Anbieter für Messenger-Dienste. Anlässlich der "Online Marketing Rockstars" nutzten wir die Chance, dem langjährigen Social Media-Experten von "Pro Sieben Sat 1 Fernsehen" auf den Zahn zu fühlen - mit überraschenden Erkenntnissen.


Einer der ersten Hamburger WhatsApp-Dienste:
Störungenmeldungen auf den U-Bahn-Linien.
Foto: Hamburger Hochbahn AG

Seit 4 Jahren beschäftigt sich das Münchener Team mit Messenger Marketing - und hat u. a. mit der Hochbahn den viel beachteten Störungsdienst für die vier Hamburger U-Bahn-Linien aufgesetzt. Mittlerweile arbeitet das fast 80 Mann starke Team vor allem an cleveren Messenger-Lösungen, denn Alerts und Newsletter werden von der WhatsApp-Mutter Facebook gebrandmarkt und ab Dezember komplett verbannt.

WhatsApp im Business: Kundendienst + wichtige Infos.

Weltweit sind rd. 25 WhatsApp-Anbieter von Facebook als "Business Solutions Partner" zertifiziert. Sie allen haben sich verpflichtet, über WhatsApp keine Spam-Kampagnen abzufeiern, und bei einmaligen Informationen den Messenger-Stream nicht als regelmäßige Reklame-Mülltonne zu missbrauchen. Einer dieser Anbieter sind die "Messenger People". Und Matthias Mehner macht klar: 


Eine Nachricht per WhatsApp genügt:
3-S-Service auf dem Hauptbahnhof:
Foto: Deutsche Bahn AG

WhatsApp dient im professionellen Einsatz zu 90% am Besten dem Kundendienst, zu 10% gewünschten, einmaligen Benachrichtigungen, z. B. einer Info über die Paketsendung. Womit wir bei Hamburgern Anbietern sind: Die Hochbahn testet gerade einen WhatsApp-basierten Kundendienst und die Deutsche Bahn schickt auf Messages von Reisenden die Putzkolonne in Wandelhalle, auf Südsteg und die Bahnsteige des Hauptbahnhofs (Stichwort "3-S-Service"). 

Messenger Marketing: Hamburgs Wirtschaft mittendrin.

Radio Hamburg betreibt über seinen Kanal "Content Sourcing" mit Verkehr & mehr von Hamburgs Straßen. Bei den Bücherhallen können sich Interessenten in einen Abo-Dienst zu interessanten Veranstaltungen eintragen lassen. Schließlich gilt "all Business is local". Apropos: Die Hamburger Otto Group bedient über ihre heimischen Outlets "Bon Prix" und "Otto.de" Interessenten mit gewünschten Angeboten, wie dem "Deal des Tages". Für 11 Prozent der User absolut ok.


Online Marketing Rockstars mit News für WhatsApp und Instagram.
Screenshot: HANSEVALLEY

Die Beispiele zeigen: Der Kontakt zu Kunden, Abonnenten und Nutzern via WhatsApp ist nicht nur möglich, sondern im konkreten Fall sogar nützlich - auch mit werblichem Charakter. Verschickten Anbieter im Messenger Marketing in den Jahren 2016 bis 2018 vor allem Newsletter als Push-Dienst, hat sich der Nachrichtenkanal im vergangenen Jahr zunehmend zur Möglichkeit für Interaktion und Kommunikation entwickelt. 

Kundendienst: Die Leute fragen immer das Gleiche.

Seit ca. 2017 kommt ein weiteres, spannendes Thema ins Spiel: WhatsApp als automatisierter Kundendienstkanal im 1st Level - in Verbindung mit vorprogammierten Chatbots. Damit wird das Thema Messenger-Kommunikation zu einem Massenmarkt-zentrierten Dienstleistungsthema. Für die nicht unbedingt immer innovative Call- und Contact Center-Branche heißt das: bis zu 4 mal mehr gelöste Tickets mit dem selben Personaleinsatz. 


Best Practice bei Otto.de: Chatbot "Clara" mit WhatsApp-Service
Screenshot: HANSEVALLEY

Was in Best Practices wirkt, muss sich auch im Controlling rechnen. Für die Cost-Center Services sowie Support gibt es auch in der digital vernetzten Welt nicht mehr Budget - aber den Druck, mit den selben Ressourcen mehr Fälle abzuarbeiten. Hier können Chatbots ohne KI im 1st Level bereits eine Quote von bis zu 80% erledigten Fällen verbuchen, gefolgt von 20% Telefon-Support im individuellen 2nd Level-Support.

WhatsApp für Mitarbeiter: Der Tot der Intranets.

Wenn Kunden für Standardanfragen Antworten von einem Bot bekommen, können sich Service-Mitarbeiter auf die wichtigen Themen konzentrieren. Neben dem B2C-Kundendienst ziehen Messenger-Services zunehmend auch in die B2B-Kommunikation ein. Im nächsten Schritt ermöglichen WhatsApp & Co. per verschlüsselter Verbindung die interne Kommunikation und lösen tote "schwarze Bretter" aka Intranet-Portale ab.


Messenger als Kunden-Kommunikations-Kanal.
Foto: WhatsBroadcast

Im Geschäftskundenbereich ist WhatsApp ebenfalls bereits ein Service- und Support-Kanal: So kommuniziert der amerikanische Traktor- und Bagger-Hersteller "John Deere" mit Bauern und Bauarbeitern via Messenger. Was dem Traktor-Hersteller recht ist, ist dem Dünger-Lieferanten Bayer nicht nur billig. Auch die Leverkusener interagieren mit ihren Kunden live vom Kartoffelacker. 

2 Klicks zur Kommunikation - oder zu 500 Containern.

Für Privat- wie Geschäftskundenangebote gilt in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs, geänderter Kommunikation - nicht nur von jungen Kunden -und einer verpflichtenden Erreichbarkeit via Internet: mit nur 2 Klicks müssen Messenger den Kunden in die Kommunikation bringen - ohne lästige Handy-Nr. im Telefonbuch einspeichern zu müssen. Wir haben dies live ausprobiert - und waren positiv angetan. Damit nicht genug.


Cyber Tactical Operations Workshop im IBM C-Force Lagezentrum.
Foto: HANSEVALLEY

IBM verriet in einem Presseworkshop im 23 Tonnen schweren mobilen "Cyber Tactical Operation Center" in Berlin: Während des weltweiten Cyberangriffs auf A. P. Moeller Maersk lies die dänische Hochseereederei über WhatsApp und die Smartphones der Mitarbeiter 500 Container verschiffen - ein Plan des Krisenmanagements von Maersk, während die IT und die Terminals in Rotterdam stillstanden. Mal so als Tipp für die digital verloren wirkende HHLA ...

Messenger Marketing: Thema zur richtigen Zeit.

Übrigens: Matthias Mehner und die "MessengerPeople" haben die "Online Marketing Rockstars" trotz des jüngeren Publikums und der "Legebatterie" im "Hühnerstall" als rundherum erfolgreich erlebt. Für die 150 Plätze in der von ihnen geplanten Masterclass gab es über 400 "Bewerber". Ein Zeichen für das richtige Thema zur richtigen Zeit - und eine erfolgreiche Adressierung des OMR-Teams aus der Schanze. Kein Wunder, dass OMR selbst auch auf WhatsApp als Servicekanal setzt.


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 Hamburg Digital Background: 

Aus der Whatsapp-Newsletter: Wie Marken und Medien auf den Reichweiten-Verlust reagieren