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Dienstag, 8. Januar 2019

HANSEBUSINESS: Digitale Lösungen für Einzelhandel und Handwerk in Hamburg.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Die Freie und Hansestadt in Digitalisierung und Transformation
Grafik: Handelskammer Hamburg/gutentag-hamburg.de

Das WeltWirtschaftsInstitut HWWI hat in einer aktuellen Studie für das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg Rahmenbedingungen für die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Hansestadt erarbeitet. Zu den Hauptforderungen gehören die Kooperation des Einzelhandels wie auch das Handwerks untereinander, verbunden mit dem Aufbau gemeinsamer Onlineplattformen für den Vertrieb und gemeinsamer, digitaler Infrastrukturen für Fertigung und Logistik. Dazu sollten KMU ihre Mitarbeiter für das Geschäft in der digital-vernetzten Welt flexibel und fortlaufend schulen. Ein Hamburg Digital Report:

Für den lokalen Einzelhandel schlägt die Studie eine Digitalisierungstrategie mit gemeinsamen Vertriebsplattformen vor (vgl. "Online City Wuppertal") - inkl. gemeinsamer Shopsysteme, Schulungen und Lieferservices. So können lokale Betriebe auf der "letzten Meile" durch gemeinsame Lager vor Ort, taggleiche Lieferung, gemeinsame Paketstationen (vgl. "Kiekmo") und Kuriere mit Lastenfahrrädern (vgl. "City-Logistik" Hamburg) gegen Online-Riesen und nationale Paketdienste punkten.

Auch im regional verankerten Handwerk gehen die Wissenschaftler für die Zukunft von gemeinsamen digitalen Vertriebsplattformen aus. Die digitalen Systeme sollten auch Online-Schnittstellen für die Wartung von technischen Anlagen bei Kunden besitzen. Als besonders erfolgversprechend nennen die Autoren der Studie die Kooperation verschiedener Gewerke in einem Quartier mit dem Ziel eines ganzheitlichen, abgestimmten Angebots auf lokaler Ebene.

Vernetzung und Kooperation, Plattformen und Shared Services

In Sachen Infrastruktur schlagen die Herausgeber produzierenden Betrieben vor, sich in lokalen Gewerbehöfen (vgl. "Handwerkerhof Ottensen") zusammenzuschließen und dort digitale Technologien wie den 3D-Druck zu nutzen. 3D-Druckzentren könnten sowohl für gewerbliche wie für private Aufträge vor Ort zur Verfügung stehen und die Entwicklung von Konsumenten als Produzenten (vgl. "Prosumenten") im Quartier fördern.

Im Bereich Verkehr schlägt das Papier die Einführung einer City-Maut und ein Peak-Load-Pricing vor, um Stadtteile von Parksuchverkehr durch Pendler und unnötigen Lieferverkehren seitens LKW und Kleintransportern zu entlasten. Neben gemeinsamen Lagern und Zustellern lokaler Händler können z. B. Restaurants außerhalb der Öffnungszeiten als Abholstationen für Pakete dienen (vgl. "Shared Spaces"). Generell sollte die Stadt bei Ihren ITS-Moblitätsanstrengungen Arbeitsstätten und Einzelhandel in den Stadtteilen mit berücksichtigen.

HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel spricht Klartext.
Foto: HWWI

HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel sagt gegenüber HANSEVALLEY zu den Kernpunkten der Studie: 

"Die digitale Transformation von Unternehmen und Städten weist viele gemeinsame Handlungsfelder auf, so dass eine gemeinsame Strategie sinnvoll ist, um die Transformation wechselseitig zu beschleunigen. Quartiere können die Potenziale der Dezentralisierung, die aus der Digitalisierung resultieren, nutzen, um über Communities und Plattformen integrierte Lösungen zu entwickeln, z. B. im Bereich der Logistik und des Handwerks.

Als Bindeglied können laut Studie z. B. die öffentliche Verwaltung, Mobilitätsangebote und die Energieversorger dienen.

Als besondere Herausforderungen für Unternehmen nennt die Studie die zunehmende Geschwindigkeit der Veränderungen durch digitale Entwicklungen sowie parallel stattfindende Umbrüche. Dies birgt ebenso Risiken durch steigende Komplexität wie auch Chancen durch mögliche Synergien. Bei den Lösungen pointiert das HWWI sowohl auf branchenspezifische Veränderungen wie auf die Auflösung klassischer Branchengrenzen, z. B. durch Plattformen.

Geschwindigkeit und Komplexität, Branchen und Plattformen 

Die Studie legt ihren Schwerpunkt auf kleine und mittelständische Unternehmen. Mit 102.000 Betrieben stellen KMU mehr als 99% aller Unternehmen an Alster und Elbe. Die Studie beleuchtet u. a. die Chancen für 16.000 Einzelhandelsbetriebe und 5.200 Gastronomieeinrichtungen in den Bezirken. Mit 16.000 Handwerksbetrieben und 10.200 Produktionsunternehmen ist das verarbeitende Gewerbe ein weiterer wichtiger Faktor zur Transformation der Wirtschaft in Hamburg.

Damit kleine und mittelständische Unternehmen ihre Chancen wahrnehmen können, fordert die Erhebung im Auftrag des Hamburger Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 berufs- und lebensbegleitende Bildungs- und Qualifizierungsangebote. Diese müssen zunehmend von Unternehmen selbst angeboten werden. Daneben sollte die Stadt öffentliche Angebote mit der betrieblichen Weiterbildung stärker abstimmen. Vermittler zwischen städtischen und privaten Aktivitäten können branchenübergreifende "Cross-Cluster"-Initiativen sein.

Ergebnisse und Herausforderungen, Lösungen und Best Practices

Am 31. Januar d. J. lädt das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg unter dem Titel "Die intelligente Stadt" zu einer Informationsveranstaltung in das HWWI ein. Dort werden die Ergebnisse der Studie sowie Lösungen und Best Practices im Detail vorgestellt und anschließend Chancen sowie Herausforderungen für Handel, Handwerk und Logistik diskutiert. Interessenten können sich online kostenlos anmelden. Die Studie "Mittelständische Unternehmen als Teil der Smart City" kann beim beim HWWi heruntergeladen werden. 

 Hamburg Digital Background: 

Studie "Mittelständische Unternehmen als Teil der Smart City" - HWWI:

Veranstaltung "Die intelligente Stadt" - Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg:

Infoportal Digitalisierung - Handelskammer Hamburg:

Sonntag, 9. September 2018

HANSEPERSONALITY Prof. Dr. Olga Burkova: Digitalisierung zur Bewältigung von Herausforderungen.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

"Die Hochschulen haben Ihr Geschäftsmodell verloren", sagt TU-Präsident Hendrik Brinksma zum 20-jährigen Jubiläum des Northern Institute of Technology, NIT. Der Informatikprofessor spitzt zu: "Wir haben als Hochschulen das Wissensmonopol verloren." Wenn das Wissen der Welt bei Google zu finden ist, welche Aufgabe haben Hamburgs Hochschulen im digitalen 21. Jahrhundert? 


Bringt die HAW Hamburg auf Zukunftskurs: Prof. Dr. Olga Burkova
Foto: HAW Hamburg/Paula Merkert

"Die Hochschulen haben die Aufgabe, die Entwicklung zu begleiten und zu hinterfragen", sagt die HAW-Vizepräsidentin für Digitalisierung Olga Burkova. Sie sieht die Digitalisierung für die HAW Hamburg als ganzheitliche Aufgabe - und präsentiert die Zukunftsstrategie für die 4. größte Fachhochschule Deutschlands. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Olga Burkova:

Sie sind seit 2011 Professorin an der HAW Hamburg im Department Soziale Arbeit - mit Schwerpunkt auf Beratung und Case Management. Sie sehen die Welt nicht nur in Tools und Schnittstellen, sondern die kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen. Hand aufs Herz: Wie weit geht die Transformation in einer Hochschule mit Fakultäten für Design, Medien und Information, Life Science, Technik und Informatik sowie Wirtschaft und Soziales?

Digitalisierung führt zu komplexen gesellschaftlichen Veränderungen, die zunehmend alle Bereiche unseres Lebens prägen. Hochschulen stehen vor großen Herausforderungen, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten – und ihre Absolventinnen und Absolventen als digital mündige Zukunftsträger zur differenzierten, lösungsorientierten und kreativen Mitgestaltung zu befähigen. Ich sehe Hochschulen in der Verantwortung, Phänomene der digitalen und gesellschaftlichen Transformation kritisch zu begleiten und Lösungen bzw. Handlungsempfehlungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik aufzuzeigen. Aus diesem Grund hat die HAW Hamburg die Digitalisierung in ihre strategische Hochschulentwicklung aufgenommen.


"Digitalisierung gelingt dann, wenn sie konkrete Lösungsansätze bietet."


Prof. Burkova mit Journalisten im neuen Lab für 3D Laserschweißen.
Foto: HANSEVALLEY
Als Vizepräsidentin für Digitalisierung sehe ich die Transformation unserer Hochschule nicht nur als technische Modernisierung. Die HAW Hamburg kann sich m. E. als Kompetenzpartnerin in Fragen der Digitalisierung in der Metropolregion Hamburg noch stärker etablieren und mit nachhaltigen Lösungen in die Gesellschaft hinein wirken. Mit unserem sehr breiten Spektrum an Fachdisziplinen an vier Fakultäten, die einen starken Anwendungsbezug haben, werden wir unser Potenzial nutzen, um an komplexen Fragestellungen der Digitalisierung interdisziplinär zu arbeiten. Denn Digitalisierung gelingt dann, wenn sie konkrete Lösungsansätze bietet. Dabei wollen wir das Potential der Chancen voll ausschöpfen aber auch die möglichen Risiken adressieren.

Bislang standen fachliche Kompetenzen in der Lehre im Mittelpunkt. Mit der Übernahme logischer Tätigkeiten durch Computersysteme werden soziale Kompetenzen im Berufsleben entscheidend. Projekte und Prozesse werden auf organisatorischer, technischer und kaufmännischer Ebene immer komplexer. Sie appellieren, soziale digitale Kompetenzen zu erlangen, um fit zu bleiben. Was heißt das?

Der Bedarf an gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen mit fachspezifischen digitalen Kompetenzen, die im Mittelpunkt der Lehre stehen, ist weiterhin hoch und wird in Zukunft vermutlich noch steigen. In mehreren aktuellen Studien werden so genannte "soft digital skills“ als wichtiger und entscheidender eingeschätzt, als reine fachspezifische Kompetenzen. In Anbetracht der steigenden Komplexität in Projekten und Prozessen sollen sozial-kommunikative digitale Kompetenzen in der Lehre eine wichtige Rolle spielen.


Digital Soft Skills: Lebenslanges Lernen, Problemlösfähigkeit, Umgang mit Unsicherheit.

Welche Kompetenzen sind damit gemeint und wie können diese vermittelt werden? Zu den "soft digital skills" gehören z.B. Lernkompetenzen, selbstgesteuertes, lebenslanges Lernen, Kommunikations- und Problemlösefähigkeiten, kreatives Denken und der Umgang mit Komplexität und Unsicherheit. Unsere Studierenden werden durch projektbezogene und interdisziplinäre Lehrangebote zur zunehmend interdisziplinären und digitalen Zusammenarbeit befähigt, um den Anforderungen wie Offenheit, Transparenz und Kollaboration im Berufsleben zu begegnen.

Die HAW hat an den drei Standorten Berliner Tor, Finkenau und Bergedorf mehr als 460 Mitarbeiter/innen in Technik und Verwaltung, rd. 380 wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, gut 550 Lehrbeauftragte und rd. 390 Professor/innen. Wie können Sie die Digitalisierung in der Organisation HAW mit den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer, Weiterbildung und Verwaltung initiieren und implementieren?


Wie jede andere Einrichtung müssen wir uns intern mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen. Im ersten Schritt haben wir eine interne hochschulweite Bestandsaufnahme in den Bereichen Lehre, Forschung, Weiterbildung und Verwaltung durchgeführt, um festzustellen, wo wir bezüglich der Digitalisierung stehen. Daraus haben wir dynamische Entwicklungsprojekte in den jeweiligen Bereichen initiiert. Die Optimierung und Digitalisierung von kundenintensiven Verwaltungsprozessen, die Bereitstellung der digitalisierten Forschungsinfrastruktur sind einige Beispiele dafür.


Lösungsideen zur zukunftsweisenden Gestaltung der Lehr-Curricular

Im Bereich der Lehre haben wir einen weiteren dynamischen Prozess durch den gewonnenen Zuschlag des „Hochschulforums Digitalisierung“ in Gang gesetzt. Im Rahmen der hochschulweiten Peer-to-Peer-Strategieberatung setzt sich die HAW Hamburg als eine von sechs bundesweit ausgewählten Hochschulen mit Fragen der Weiterentwicklung unserer Studiengänge und der entsprechenden Vorbereitung von AbsolventInnen auf die Anforderungen der digitalen Arbeits- und Lebenswelt auseinander. Wir erhoffen uns dadurch die gemeinsame Erarbeitung ganz konkreter Lösungsideen zur zukunftsweisenden Gestaltung der Lehr-Curricular im digitalen Zeitalter, die wir hier an der HAW Hamburg umsetzen wollen.

Ihr Haus ist nicht nur eine staatliche Fachhochschule, sie ist auch durch Projekte und Initiativen mit Wirtschaft und Gesellschaft der Freien und Hansestadt verbunden, z. B. mit der Informatik-Plattform "Ahoi Digital". Wie kann eine große und vielfältige Einrichtung in Hamburg und der Metropolregion den Wandel zusammen mit Wirtschaft, Politik und Hamburger Bürgergesellschaft gestalten - und nicht nur im eigenen Haus?

An der HAW Hamburg finden bereits viele Projekte und Initiativen in Kooperation mit Wirtschaft, Politik und Bürgergesellschaft statt. Das thematische Spektrum dieser Vorhaben reicht von Mobilitätsfragen, 3D-Druck, neuen Geschäftsmodellen bis zur digitalen Kommunikation und Fragen der digitalen Teilhabe. Wir arbeiten an vielen Themen, die die Metropolregion bewegen. Dieses muss sichtbarer werden, um auch andere zu beteiligen, sich zu vernetzen und andere profitieren zu lassen.

Bestehende Aktivitäten sichtbar machen & öffentliche Dialogformate initiieren

Digitalisierung setzt voraus, dass man entsprechend kommuniziert. Ich sehe meine Aufgabe darin, bestehende Aktivitäten sichtbar zu machen, aber auch Kanäle und Formate zu identifizieren, die uns ermöglichen, unsere Themen gut zu platzieren. Die Idee ist dabei, vor allem Dialogformate für die Öffentlichkeit an der Schnittstelle Hochschule – Wirtschaft – Gesellschaft – Politik zu drängenden relevanten Themen im Bereich der Digitalisierung in Hamburg auszubauen.

Professoren werden in einer heterachischen Gesellschaft zu Coaches, Vorlesungen zu gesellschaftlichen Diskursen, wie wir in Zukunft arbeiten und leben wollen. Gehen wir über den Dialog mit der Gesellschaft hinaus in die Vernetzung mit unternehmerischen und gesellschaftlichen Feldern, wie den Bildungssektor, Industriezweige oder die Gesundheitswirtschaft: Wie kann sich die HAW in Hamburg und der Region vernetzen - und damit Diskurse für unsere Zukunft initiieren?


Steht der Presse offen Rede und Antwort:
Digitalisierungs-Vizepräsidentin Burkova.
Foto: HANSEVALLEY
Vernetzung mit regionalen und überregionalen Akteuren und Akteurinnen ist eine weitere strategische Aufgabe. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug zur Bewältigung von aktuellen Herausforderungen und Bedarfen. Unsere vielfältigen Digitalisierungsaktivitäten zielen darauf ab, gemeinsam mit der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik Lösungen für die Stadt Hamburg und darüber hinaus zu entwickeln. Deshalb wollen wir mit den wichtigen Stakeholdern bestehende Bedarfe identifizieren und entsprechende bedarfsgerechte Kooperationen sowohl regional und überregional als auch international angehen.


Bedarfsgerechte Kooperationen mit Gesundheitswesen, Industrie, Arbeit und Bildung

Denn genau in solchen anwendungsorientierten Vorhaben liegt die Stärke unserer Hochschule als Deutschlands viertgrößte Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Durch eine breite Disziplinaufstellung können wir gezielt bedarfsgerechte Kooperationen in unterschiedlichen Bereichen z. B. Gesundheitswesen, Industrie, Arbeit und Bildung angehen. Wir brauchen eine Art responsive Digitalisierung, die Antworten und Lösungsansätze auf gesellschaftsrelevante Fragen liefert.

Am 2. Mai 2017 wurde Micha Teuscher als neuer Präsident der HAW Hamburg vereidigt. Der Wirtschaftswissenschaftler  und Agrarökonom hat die Veränderungen an der HAW Hamburg mit Ihnen als Vizepräsidentin für Digitalisierung aktiv eingeläutet. Wie wichtig ist das "digitale Führungsduo" Teuscher-Burkova, die 4. größte Fachhochschule Deutschlands mit rd. 17.000 Studierenden in mehr als 75 Studiengängen auf Zukunft auszurichten?

Der Strategiebildungsprozess kann nicht nur top-down umgesetzt werden. Wir haben einen Digitalisierungsbeirat, der aus relevanten Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule wie CIO, Stabstelle Forschung und Transfer, E-Learning-Beauftragte, Arbeitsstelle für Studium und Didaktik, Weiterbildung, Diversity u. a. besteht. Die Mitglieder des Digitalisierungsbeirats beraten die Hochschulleitung bei der Entwicklung von identifizierten strategischen Handlungsfeldern.


Forschen und Lehren im digitalen Zeitalter + Hochschule für die Transformation der Region

Bundesweit lassen sich zwei Tendenzen bei der strategischen Einführung der Digitalisierung an Hochschulen beobachten: Digitalisierung als Modernisierung der Hochschulen im Sinne einer technischen Innovation und als Profilierung der Einrichtung mit dem transformativem Aspekt. Die HAW Hamburg verfolgt beide Ziele, sowohl die Bereitstellung einer Infrastruktur, um im digitalen Zeitalter zu forschen und zu lehren, als auch eine thematische Profilschärfung unsere Hochschule.

Ich denke, weder Top-down noch Bottom-up eignen sich dabei als Vorgehensweisen. Als „digitales Führungsduo“ sprechen wir uns ganz klar für einen integrativen Ansatz aus – mit dem Ziel, durch klare strategische Überlegungen möglichst viele Kolleginnen und Kollegen mit ihren Digitalisierungsideen mitzunehmen. Nur auf diese Weise kann uns gelingen, den digitalen Kulturwandel an unserer Hochschule in Gang zu setzen. Das eigentliche zentrale Element der Digitalisierung ist dieser digitale Kulturwandel.

Unsere traditionelle Hamburg-Frage: 


Die HAW Hamburg ist Partner für angewandte Lehre und Forschung. Olaf Scholz hat in seiner Übersee Club-Rede im vergangenen Jahr die Entwicklung der Stadt zum Wissenschaftsstandort ausgerufen. Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi hat bereits 1983 im Übersee Club pointiert, dass die Zukunft Hamburgs an Land liegt. Wie gut sind Hamburger Politik und die Wissenschaftseinrichtungen auf Zukunft eingestellt - und wo wünschen Sie sich mehr Engagement?


Ich denke, dass in den letzten Jahren in Hamburg viele Projekte initiiert wurden. Auch hochschulübergreifende Aktivitäten wie ahoi.digital, Hamburg Open Online University (HOOU) und Hamburg Open Science (HOS) zeigen, dass die Politik und Wissenschaftseinrichtungen an wichtigen Themen arbeiten. Nicht selten habe ich jedoch den Eindruck, dass die Aktivitäten in der Stadt parallel laufen und die notwenige Vernetzung nicht in allen Fällen gegeben ist. Durch eine starke Vernetzung können die zentralen Player der Digitalisierung die Bedarfe der Stadt identifizieren und darauf gezielt reagieren.


"Die Rolle der Wissenschaft für die Weiterentwicklung der Stadt sehen."


Hat klare Botschaften an die Akteure der Stadt:
Vizepräsidentin Prof. Dr. Olga Burkova
Foto: HANSEVALLEY
Dabei können die Hochschulen eine wichtige Rolle spielen. Wenn man Hamburg als Wissenschaftsort etablieren möchte, sollte man die wissenschaftliche Expertise der Hochschulen bei der Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Themen stärker nutzen. Ich wünsche mir, dass die Rolle der Wissenschaft für die Weiterentwicklung der Stadt gesehen wird und das Potenzial der Hochschulen eine stärkere Förderung durch die Politik erfährt.

*  *  *

Herzlichen Dank für die Einordnungen!
Das Interview führte Thomas Keup.

 Hamburg Digital Background: 

HANSEPERSONALITY Prof. Dr. Tilo Böhmann: Digitalisierung ist richtig umparken im Kopf
hh.hansevalley.de/2018/05/hansepersonality-tilo-boehmann.html

HANSEEDUCATION: Eine Digitale Toolbox für die Hamburger Wirtschaft
hh.hansevalley.de/2017/11/hanseeducation-digital-toolbox.html

HANSECITYLIFE: Digitale Flüchtlingshilfe mit dem CityScienceLab der HafenCity Universität
hh.hansevalley.de/2017/08/hansecitylife-citysciencelab.html

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg
hh.hansevalley.de/2017/03/hansepersonality-uve-samuels.html

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Department Informations- und Elektrotechnik - Labore, HAW Hamburg:
haw-hamburg.de/ti-ie/labore.html

Creative Space for Technical Innovations, HAW Hamburg:
csti.haw-hamburg.de/

Hightech-Labor 3D Space, HAW Hamburg:
3dspace-hamburg.de/3dspace.html

Hochschulforum Digitalisierung, HFD:
hochschulforumdigitalisierung.de/de

--

Ahoi Digital - Informatik-Plattform:
uni-hamburg.de/newsroom/forschung/2017-10-25-ahoi-digital.html

Hamburg Open Online University, HOOU:
hoou.de/

Hamburg Open Science, HOS:
hamburg.de/openscience/

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Symposium “Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Chancen und Perspektiven für deutsche Hochschulen“, HAW Hamburg:
haw-hamburg.de/fileadmin/user_upload/FakLS/07Forschung/FTZ-ALS/Veranstaltungen/_PDF/SDGs.Forschungskolloquium2019.pdf

Mittwoch, 8. Februar 2017

HANSESTARTUPS: Premiere! Hamburgs Familienunternehmen treffen Hamburgs Startups.



  • Wie können Hamburgs Kaufleute überzeugt werden, mit Hamburgs Startups zu kooperieren?
  • Wie können Hamburgs Stiftungen überzeugt werden, in Hamburgs Startups zu investieren?
  • Wie können Hamburgs Familien- und Jungunternehmer die Zukunft unserer Stadt gestalten?
Diese und ähnliche Fragen haben wir in den vergangenen Monaten u. a. mit digital- und wirtschaftspolitischen Sprechern in der Hamburger Bürgerschaft diskutiert. Diese und ähnliche Fragen haben wir u. a. mit Wirtschaftsförderern und Kammervertretern erörtet. Jetzt werden die Fragen beantwortet - denn Hamburgs etablierte Unternehmerschaft baut einer Brücke zu Hamburgs junger Unternehmerzukunft:

Die Hamburger Zukunftswerkstatt Familienunternehmen

Bringt Familienunternehmen und Startups zusammen:
Prof. Dr. Günther Strunk
Foto: Leuphana
Auf Bitte engagierter Familienunternehmer hat sich das Hamburger Institut für Familienunternehmen um Prof. Dr. Günther Strunk des Themas angenommen und eine Menge für die Zukunft vor. 

Der Auftakt zu den Aktivitäten findet bereits am Freitag, den 17. Februar '17 an der Leuphana Universität in Lüneburg statt - fernab von Pitch-Contests und Jubel-Meldungen. In einem offenen Format werden sich etablierte und junge Unternehmer über ihre Herausforderungen unterhalten und gemeinsame Ansätze zur Zusammenarbeit entwickeln. 

Das Wichtigste: Hamburgs Startups sind eingeladen, dabei zu sein!

Im Rahmen der 3. Zukunftswerkstatt Familienunternehmen diskutieren Familienunternehmer, Startupgründer und Vertreter aus der Wissenschaft die folgenden spannenden Themen und gehen gleich aufs Ganze:

Thema Personal: 
  • Recruitment: Unterschiede bei Familienunternehmen und Startups?
Thema Organisation: 
  • Hierchiefreiheit: Nur für Startups erstrebenswert? 
Thema Innovationen: 
  • Aus Fehlern lernen: Auch nach 100 Jahren?
Thema Kooperationen: 
  • Beteiligung oder Joint Venture: Wo liegt der Win-Win?

Die Leuphana Universität ist Gastgeber.
Zum Auftakt der eintägigen Veranstaltung stellen sich ausgewählte Startups den anwesenden Familienunternehmern vor. In 4 Podiumsdiskussionen werden die Schwerpunktthemen gemeinsam von "Old Boys" und "New Kids" offen diskutiert. Dazwischen gibt es viel Zeit, sich zu vernetzen, zu verabreden, gemeinsame Ideen und Projekte zu entwickeln.

Die Haspa unterstützt die Zukunftswerkstatt.
Die Zukunftswerkstatt wird vom Hamburger Institut für Familienunternehmen zusammen mit der Leuphana Universität Lüneburg organisiert - unterstützt vom Startup-Team der Hamburger Sparkasse. Vertreter von Startups, die jünger als 5 Jahre sind, zahlen lediglich 50,- € Teilnahmegebühr. Eingeladen sind vor allem Startups und Familienunternehmer. Berater brauchen eingesonderte Einladung.

Weitere Informationen gibt es hier im Programmflyer und direkt beim HHIF online unter www.hhif.de. Wir freuen uns, die Brücke zwischen Hamburgs Unternehmerschaft und Hamburgs Startups mit bauen zu können!


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