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Mittwoch, 14. Juli 2021

HANSEMOBILITY: Volkswagen stellt Transformation zur Softwarefirma vor.

HANSE DIGITAL MOBILITY
- Update: 15.07.2021 -

"Bis 2030 wird die Mobilitätswelt den größten Wandel seit dem Übergang vom Pferd zum Auto zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebt haben."
Herbert Dies, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG, 13.07.2021

Mit "New Auto" zeigt "VW" seine digitale Transformation bis 2030 auf.
Foto: VW AG

Im Jahr 2030 will der Wolfsburger "Volkswagen"-Konzern mit digitalen Services ebenso viel Umsatz erwirtschaften, wie mit dem Verkauf elektrischer Fahrzeuge seiner Marken - von Audi, Cupra und Porsche über Seat, Skoda und Traton bis zu VW PKWs und Nutzfahrzeugen. Digitale Wertreiber für die erwarteten 1,2 Mrd. € Mobilitätsumsätze pro Jahr beim europaweit größten Fahrzeughersteller mit 12 Marken aus sieben Ländern sind Online-Services für Fahrer und Familien ebenso, wie autonomes Fahren für PKW-Besitzer auf Autobahnen und "Moia"-Nutzer in Hamburg und Hannover. Chefredakteur Thomas Keup hat die Präsentation der aktuellen "VW"-Strategie "New Auto" verfolgt:

Auf der Basis von Software ist der nächste, weitaus radikalere Wandel der Übergang zu deutlich sichereren, intelligenteren und schließlich autonomen Fahrzeugen. Das bedeutet für uns: Technologie, Geschwindigkeit und Skalierung werden eine zentralere Rolle spielen als heute." Volkswagen-Vorstandschef Herbert Dies bringt anlässlich der Vorstellung der Konzernstrategie "New Auto" für 2030 am Dienstag dieser Woche auf den Punkt, worum es "Volkswagen" mit rd. 10 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen pro Jahr und 660.000 Mitarbeitern weltweit geht. 

Neue "VW"-Gruppen-Struktur + aufeinander aufbauende Layer.
Grafik: VW AG

Mit dem Start des Ingolstädter "Audi"-Flagschiffes "Artimis" ab 2025 und des Wolfsburger "VW"-Zukunftsmodells "Trinity" 2026 geht der Automobilkonzern von jährlich bis zu 10 Mio. elektrisch angetriebenen Modellen aus, die mit der neuen, ab 2025 konzernweiten Hardware- und Softwareplattform "E³ 2.0" ausgeliefert werden. In 2030 soll jedes 2. ausgelieferte Fahrzeug des "VW"-Konzerns ein digital gesteuertes E-Fahrzeug sein. Die genutzte Technik besteht aus einer Hardware-Grundlage mit Sensoren, Aktoren und Chips, die die digitalen Funktionen ermöglichen und steuern. Darauf aufbauend kommt die Software-Ebene mit dem für alle E-Autos von "Audi" bis "VW" künftig einheitlichen Betriebssystem "VW OS" und der "VW Automotive Cloud" - mit 10 Mio. neuer Autos pro Jahr, die online gehen.

Sensoren, Software und Service: Wie "VW" rollende Computer plant.

Neben Hardware und alle drei Monate aktualisierter Software sind es die darauf aufbauenden digitalen Service, die die Wertschöpfung - sprich zusätzlichen Mobilitätsumsätze - bringen sollen. Dabei spielen ein persönlicher Assistent für die Buchung von Mobilitäts- und Reiseservices eine wichtige Rolle, ebenso die Freischaltung von Batteriereserven für die Langstrecke und das autonome Fahren auf der Autobahn. Diese Dienstleistungen können künftig online gebucht und freigeschaltet werden. Damit sollen - je nach Konzernmarke und Kundensegment - passende Zusatzdienste vermarktet werden - auch zusammen mit lokalen Partnern. 

Hinter der Betriebsplattform für die Steuerung der Fahrzeug- und Antriebsfunktionen, der weltweiten Cloud-Plattform, den regelmäßigen Updates durch eine eigene agile Entwicklungseinheit namens "ID digital" sowie den weitergehenden Services steht die in diesem Jahr in eine eigene europäische Aktiengesellschaft geformte Softwaretochter "Cariad". Bis heute hat der in Wolfsburg beheimatete Softwareriese mit aktuell mehr als 4.000 Mitarbeitern allein 15 konzerneigene IT-Firmen und -Beteiligungen vereint. Jährlich geht rd. 1 % der langfristigen Investitionsmittel (Capex) in die Softwareentwicklung - rd. 2,0 bis 2,5 Mrd. € pro Jahr. Ab 2025 soll "Cariad" den Break Even erreichen und mit Einführung der einheitlichen Software- und Serviceplattform E³ 2.0 eigenes Geld verdienen.

"VW"-Finanzchef Arno Antlitz weiß, dass Software der Werttreiber wird.
Foto: VW AG

"Volkswagen"-Finanzchef Arno Antlitz fasst die finanzielle Entwicklung so zusammen: „Wir werden unsere BEV-Plattformen (mit E-Fahrzeugen, die Red.) skalieren, wir wollen einen führenden Automotive-Software-Stack entwickeln. Und wir werden weiter in autonomes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen investieren. Während dieses Übergangs wird unser robustes ICE-Geschäft (mit Verbrennungsmotoren, die Red.) dazu beitragen, die dafür nötigen Gewinne und Cashflows zu generieren.“ Es ist das ganz große Geschäft, das hier erwartet wird: Der weltweite Markt mit individueller Mobilität wird im Jahr 2030 bis zu 5 Trillionen € betragen - mehr als eine Verdoppelung zum Status Quo. Davon will "VW" ein möglichst großes Stück Torte abzweigen. 

Große Ziele bei "VW": 50 % Stromer, ebenso viele Erlöse aus Services.
Grafik: VW AG

In den Jahren 2021 bis 2025 investiert der Konzern über alle Marken und Sparten hinweg 73 Mrd. € in Zukunftstechnololgien - von der Batterieentwicklung über elektrische Antriebe und vom autonomen Fahren mit 400 Meter weit scannenden Sensoren und einer mit "Microsoft" geplanten "Automotive Cloud" bis zur Software-Entwicklung bei "Cariad". Dazu kommen in den  Folgejahren noch einmal 73 Mrd. € Investitionen für die nächsten Schritte - auf dem Weg zum Softwarekonzern mit Mobilitätsservices und rollenden Computern für jeden Zweck. 

Dirk Hilgenberg, CEO von "Cariad", bringt auf den Punkt: „Software spielt die entscheidende Rolle bei der Transformation von einem reinen Autohersteller zum integrierten Mobilitätskonzern. Bis 2030 kann Software – auf Basis des autonomen Fahrens – eine bedeutende Einnahmequelle in unserer Branche werden.“ Die einheitliche 2.0 Plattform für On-Board-Konnektivität und Software, die mit der neuen, skalierbaren Bauplattform "SSP" inkl. Batteriepack ab 2025 konzernweit ausgerollt wird, ebnet den Weg für das neue, digitale Ökosystem und damit für neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Nach jährlichen Investitionen von 2-25, Mrd. € soll "Cariad" ab 2025 Geld verdienen.
Grafik: VW AG

Software-Wertschöpfung konzernweit von 10 % auf bis zu 60 % rauf.

Als künftige Einnahmequellen des hauseigenen, international tätigen Softwarekonzerns "Cariad" mit bis zu 10.000 Mitarbeitern in der höchsten Ausbaustufe 2025 gelten zum einen interne Verrechnungen der Konzernmarken mit Einsatz von E³ 2.0 für ihre Modelle, aber auch Lizenzeinnahmen von Dritten. Damit bekommen die Luxusmarken wie "Audi" ebenso alle Services frei Haus, wie die Sportmarke "Porsche" und die Volumenmarken von "Seat" über "Skoda" bis zu "VW". Neben den 12 Konzernmarken in sieben europäischen Ländern sollen künftig auch Partner - wie die "Ford"-Werke - ab 2023 vom Software-Knowhow der Wolfsburger profitieren. 

In Zukunft will "Volkswagen" den Eigenanteil an der Software von aktuell rd. 10 % auf dann bis zu 60 % erhöhen. Bei fahrzeugkritischen und prüfungsrelevanten Funktionen will "VW" zudem die Kontrolle zu 100 % besitzen. Dazu gehört das automatisierte Fahren auf Level 3 in der Version 2.0 der Software-Plattform ebenso, wie das automone Fahren auf Level 4. Mit dem "Audi"-Modell "Artimis" führt "VW" das autonome Fahren zuerst in Europa ein - vor den USA und China. Die künstliche Intelligenz für das autonome Fahren wird von "Cariad" gemeinsam mit "Microsoft" in der "VW Automotive Cloud" umgesetzt. Diese wird ihren Sitz in Redmond bei "Microsoft" haben. Auch der Bereich IT-Security soll von "VW" federführend mitverantwortet werden. 

Autonomes Fahren - auf Autobahn, bei Sammelfahrdienst und Paketlieferung.

Beim autonomen Fahren setzen die Niedersachsen zum einen auf private PKW, die mit dem Add-on auf freigegeben Autobahnen ohne Hand am Lenker unterwegs sein werden. Ein zweiter ebenso interessanter Markt sind Mobilitäts-Services im Flottensegment. Ab 2025 wird der neue, elektrische "VW Buzz" aus dem Nutzfahrzeugwerk in Hannover auf ausgewählten Routen in der Hamburger Innenstadt autonom als "Moia"-Shuttle seine Runden drehen. Neben autonomen Fahrdiensten für Hamburger soll der neue Bulli als "ID Buzz Cargo" auch für die autonome Paketlieferung eingesetzt werden. Zwar wird es weiterhin einen Paketboten an Board geben, selbst fahren wird dieser dann nicht mehr unbedingt.

Das künftige Business: Autonomes Fahren, autonome Flotten + digitale Services.
Grafik: VW AG

Den autonomen Einsatz in dicht besiedelten Innenstadtbereichen macht die hoch empfindliche Sensortechnologie "LiDAR" möglich. Diese wird vom amerikanischen Joint Venture "Argus AI" der Autobauer "Ford" und "VW" entwickelt und bietet eine 360 Grad-Sicht auf Straßen - um spielende Kinder und Hunde sicher zu erkennen. Nach aktuellen Informationen kann das "Argus"-System auf bis zu 400 Metern Entfernung Partikel erkennen und so höchstmögliche Sicherheit beim autonomen Fahren in Innenstädten gewährleisten. Die heute im Schritttempo gesammelten Daten der "Moia"-Fahrten in Hamburg und Hannover dienen als wichtige Grundlage für die künftig autonomen Fahrten - dann mit Entertainment-Displays in jedem Sitz.

Privat-PKW, Fahrdienste und On-demand-Services aus lokalen Hubs. 

Ebenfalls Teil der "Mobility-as-a-Service"-Strategie gelten Kurzzeitvermietungen von Fahrzeugen. Hier sammelt "VW" mit seinen E-Flotten in Berlin ("E-Golf") und Hamburg ("ID 3") umfassende Erfahrungen im Echtzeitbetrieb. In Zukunft werden Nutzer alle Services - wie "Moia"-Sammeltaxen und "We Share"-E-Fahrzeuge - aus einer App heraus buchen können. Dazu gehören Carsharing und Ride Pooling ebenso, wie Autoabos. Die Flotten dazu werden in lokalen Hubs geladen und bereitgestellt - und on-demand rausgeschickt. Dieses Konzept ist bereits Anfang der neunziger Jahre bei "Daimler" erdacht worden. Übrig geblieben von flexiblen Fahrzeug-Angeboten per Kurzeitmiete sind bei den Stuttgartern lediglich die "Smarts" mit "Car2Go" - heute vereint mit den "Minis" von "Drive Now" im Joint Venture "Share Now". 

Ein weiterer Aspekt für künftige Wertschöpfung im Bereich Software ist das digital gesteuerte Be- und Entladen der - zusammen mit der schwedischen Startup-Beteiligung "Northvolt" - entwickelten und in künftig weltweit sechs Gigafactories - u. a. in Salzgitter - produzierten Batteriezellen. Dahinter steht in intelligentes Strom- und Energiemanagement zusammen mit Stromproduzenten und einer eigenen europaweiten Ladeinfrastruktur. Der Clou: Künftig dienen Elektrofahrzeuge auch als intelligente Stromspeicher auf vier Rädern, die an Wallboxen und Ladesäulen je nach Bedarf Strom tanken oder auch abgeben können. Im Gegenzug wird der eigentliche Bezug von Fahrstrom kostenfrei. Ein Konzept, dass auch bei "BMW" und "Siemens" in den Schubladen liegt.

Die digital-vernetzte "VW"-Zukunft mit E-Mobilität und autonomem Fahren.
Grafik: VW AG

Konzern-Optimist Herbert Dies fasst die Entwicklung mit Sensoren, Software und Services wie folgt zusammen: „Das Automobil und die individuelle Mobilität stehen vor einer glänzenden Zukunft. Mit seinen innovativen Marken und State of the Art-Plattformen bereitet sich der Volkswagen Konzern darauf vor, in der neuen Mobilitätswelt eine führende Rolle zu spielen.“ Bleibt die Spannung, was die beiden anderen deutschen Autobauer "BMW" und "Daimler" in fünf Jahren auf die Straße bringen - und wie sich der neue niederländische Riese "Stellantis" aus "Fiat" + "Chrysler" sowie "Renault" + "Nissan" mit seinen rd. 8 Mio. Fahrzeugen pro Jahr im Wettbewerb schlagen wird.

*   *   *
 Hanse Digital Service: 

Die Rede von "VW"-Konzernchef Herbert Dies kann hier abgerufen. Auf den "VW"-Seiten ist auch die Präsentation von "VW"-Finanzvorstand Arno Antlitz zu finden. 


 Hanse Digital Background: 

HANSEMOBILITY: 
Wie Volkswagen zum Software-Hersteller für Elektrofahrzeuge werden will.
hv.hansevalley.de/

Das Hanse Mobility Magazin: hansemobility.de

Mittwoch, 17. März 2021

HANSEMOBILITY: Wie Volkswagen zum Software-Hersteller für Elektrofahrzeuge werden will.

HANSE DIGITAL MOBILITY
* Update 3.2 - 24.03.2021 *

+++ Software-Updates für "VW OS" aus Wolfsburg ab Juni '21 +++ Agile Software-Einheit "ID digital" soll Update-Chaos verhindern +++ Online-Shopping für "ID 3" und "ID 4" ab Sommer d. J. +++ Virtuelle "Audi"-Showroom-Beratung kommt von "Sinner-Schrader" aus Hamburg +++

+++ Einheitsbatterie für 80 % aller Konzernmodelle ab 2023 aus Salzgitter +++ "VW"-Elektromodelle für Emden, Hannover, Osnabrück und Wolfsburg geplant +++ "Tesla"-Jäger "Artemis" von "Audi" läuft ab Ende 2024 in Wolfsburg vom Band +++ 

+++ Volkswagen testet LiDAR-Infrarot-Technologie für autonomes Fahren in Hamburg +++ Digital-vernetztes Werk in Wolfsburg ab 2026 für "VW"s erstes Robotercoupé "Trinity" +++ "Moia" aus Hamburg und Hannover wird zum autonomen Shuttle-Service +++ Autonomer Shuttle-Bus "ID Buzz" kommt aus Hannover  +++

Volkswagen-Präsentation in der gläsernen Fabrik in Dresden.
Foto: HANSEVALLEY

Der "Volkswagen"-Konzern setzt in den kommenden Jahren vor allem auf Elektromobilität auf Basis einer einheitlichen Produktions- und einer eigenen Softwareplattform mit dem im Jahr 2020 eingeführten, konzernweiten Betriebssystem "VW OS". Das ist eine der zentralen Kernaussagen des "VW"-Vorstands anlässlich der Jahrespressekonferenz 2021 zur technologischen Entwicklung beim Wolfsburger Autobauer. Die Digitalisierung beim größten europäischen PKW-Hersteller besteht aus drei zentralen Themenfeldern: 1. einem eigenen Betriebssystem, 2. automomem Fahren und 3. digitalen Mobilitätsdienstleistungen. Innovationstreiber im Konzern ist der elektrische Vorreiter "Audi". 

Thomas Keup mit allen aktuellen Daten und Fakten aus Wolfsburg und Ingolstadt:

Die digital-vernetzte Zukunft der Elektromobilität hat für den Diesel-Sünder "Volkswagen" vor gut einem Jahr alles andere als hoffnungsvoll begonnen: Mit Einführung seiner neuen IT im "E-Golf 8" und im "ID 3" geriet "VW" auf Grund fehlerhafter Funktionen massiv in die Kritik. Bis zu 2,7 % aller neuen "ID 3" kreppierten nach Insiderangaben - pro Tag im Großraum Hannover allein bis zu sechs Stück, so Medienrecherchen. Auch bei der Edeltochter "Porsche" lief es nicht so ganz rund: Für ein Software-Udate des bis zu 186.000,- € teuren Elektro-"Taycan" wurden die Kunden schnellstmöglich in die Werkstätten beordet. Statt "Over-the-Air" gab es "
Over-the-Workbench" lästerte die Community.

In den vergangenen Monaten waren in Interviews, Beiträgen und Veröffentlichungen erste Fakten zur Zukunft fernab von Pleiten, Pech und Pannen bekanntgegeben worden, ganz zum Mißfallen von Großaktionär Wolfgang Porsche. In den drei Jahrespressekonferenzen des Konzerns und der Marken "Audi" und "VW" im März d. J. kam eine hoffnungsvolle Zukunft auch nur stückchenweise zum Vorschein. Mit der Sortierung aller Zahlen und Daten zu Elektromobilität, Bauplattformen, Betriebssystem, Entwicklung und künftigen Geschäftsmodellen beginnt am Himmel über Wolfsburg ein wenig die solare Zukunft durchzuscheinen. 

NEUE PLATTFORM-STRATEGIE:

Einheitliche Hardware, Software und Batterien für alle Segmente.
Grafik: VW AG

Der niedersächsische Automobil-Konzern konzentriert seine PKW-Produktion mit z. Zt. gut 9 Mio. Fahrzeugen im Jahr zunehmend auf die konzerneigene E-Mobilitätsplattform für Volumenfahrzeuge namens "MEB", die bereits in den beiden aktuellen Elektromodellen "ID 3" und "ID 4" eingesetzt wird. Sie besteht aus einem "Batterie-Skatebord" unter der Fahrgastzelle sowie Antriebseinheiten an Vorder- und Hinterrädern, benötigt nur noch drei digitale Steuereinheiten, statt bislang bis zu 16 Rechnern in einem "E-Golf". Die "MEB"-Bauplattform wird in den kommenden gut vier Jahren vor allem in kleinen und mittleren Fahrzeugen der Volumenmarken, wie "VW", Seat" und "Skoda" zum Einsatz kommen. 

Eine Bauplattform für kleine Volumenpflitzer, eine Plattform für dicke Schiffe.

Bereits ab Juni dieses Jahres sind Software-Updates für die Elektro-Fahrzeuge "ID 3" und "ID 4" - wie bereits bei Konkurrent "Tesla" - per Mobilfunk und WLAN geplant. Im kommenden Jahr wird die "MEB"-Plattform um eine Premium-Plattform für Elektromobilität ("PPE") von "Audi" und "Porsche" ergänzt, parallel dazu mit einem Update des konzernweiten Software-Stacks auf "VW OS" 1.2. Dann laufen Coupés, Limousinen und Sportwagen von "Audi", "Bentley", "Lamborghini" und "Porsche" Stück für Stück auf einer gemeinsamen, leistungsstarken Batteriegrundlage. Künftig unterscheiden sich Elektro-Autos von "Audi", "Porsche", "Skoda" oder "VW" vor allem über die unterschiedliche Batterieleistung, nicht mehr über Antriebskonzepte und Motoren. 

Die "MEB"-Plattform für Volumenfahrzeuge von "VW" & Co.
Grafik: VW AG

Ab 2024 eine Batterie- und Produktionsplattform für 80% alle E-Mobile.

So verspricht die "PPE" schnellere Batterieladezeiten, höhere Endgeschwindigkeiten, kürzere Beschleunigung und eine größere Reichweite. Ab Ende 2024 setzt der "VW"-Konzern schließlich eine neue, gemeinsame Batterieplattform in bis zu 80 % aller Neufahrzeuge ein - beginnend mit dem im vergangenen Jahr angekündigten "Tesla"-Jäger "Artemis" aus Ingolstadt - einer "Audi"-Limousine oberhalb des "A8", die im "VW"-Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover vom Band rollen soll. Die neue Batterieeinheit ist Basis für die gleichzeitig ausgerollte "Scalable System Platform - SSP" für die meisten Konzern-Elektromodelle - verbunden mit einem neuen Geschäftsmodell: zusätzlich freischaltbarer Batterieleistung. In Verbindung mit einem neuen Major-Release von "VW OS" auf die Version 2.0 folgt "Volkswagen" dem "Tesla"-Konzept eines erweiterbaren Computers auf vier Rädern - wenn sie es denn schaffen.

Digital-vernetzte Produktion in Neckarsulm - und dann in Wolfsburg.

Die Kernkompetenz für Elektromobilität im "Volkswagen"-Konzern liegt in Ingolstadt: "Audi" brachte vor 3 Jahren mit dem "E-Tron" den ersten serienreifen Stromer auf die Straße - ein Modell, dass heute international neben "Tesla" führend unterwegs ist, in Norwegen sogar vor allen Benzinern. In vier Jahren wollen die Ingolstädter weltweit mehr als 20 vollelektrische Modelle auf den Markt bringen - mit einem Drittel Elektroflitzern unter allen zugelassenen Neuwagen. Bei "Audi" wird die Kompetenz u. a. im Stammwerk Neckarsulm gebündet - mit digital-vernetzter Produktion des küfntigen "Q6 E-Tron" auf einer ehemaligen "A3"-Linie und einer neuen Batterieproduktion mit allein 70 Robotern. Dazu kooperiert "Audi" in der Rhein-Neckar-Region mit der IT-Industrie sowie der TU in München.

Sechs Gigafabriken in Deutschland, Schweden, der Tschechei und Katalonien.

Neben der "Audi"-Gigafabrik in Neckarsulm spielt vor allem der "VW"-Standort Salzgitter mit einer Gigafactory für die Einheitszelle des Konzerns eine Rolle, die ab 2023 in rd. 80 % aller Fahrzeuge und ab 2024 über die neue "SSP"-Plattform zum Einsatz kommt. Neben den beiden großen Konzernmarken und Standorten in Deutschland baut auch "Skoda" eine Gigafactory in der Tschechei und "Seat" zusammen mit "Iberdrola" in Katalonien. Als erste Fabrik wird "Volkswagen" zusammen mit seiner schwedischen Beteiligung "Northvolt" 2023 im südschwedischen Skellatea mit der eigenen Batterieproduktion starten, Im Moment pilotiert der Konzern seine Batterieentwicklung am Komponentenstandort Salzgitter in Ost-Niedersachsen. 

KONZERNWEITE SOFTWARE:

Mit "VW OS" zum Computer auf vier elektrisch angetriebenen Rädern. 

Eine integrierte Software-Plattform für Automobil-Bereiche.
Grafik: VW AG

"VW" will seine einheitliche Software-Plattform "VW OS" für elektrische Antriebe, intelligente Assistenzsysteme, vernetzte Fahrzeuge, autonomes Fahren sowie digitale Anwendungen und Mobilitätsservices zu rd. 60 % selbst entwickeln - um alle kritischen, prüfungsrelevanten Funktionen im Griff zu haben. Dies betrifft den eigentlichen Betriebssystemkern von "VW OS" ebenso, wie alle entscheidenden Fahrzeugfunktionen - z. B. Bremsen und Notfallsysteme. Aktuell sind es rd. 10 % "VW"-Eigenleistung bei der PKW-Software. Noch läuft es bei der Fortentwicklung von "VW OS" jedoch eher in Trippelschritten, so Insider. Auch künftig soll nicht jede Mobilitäts- und Service-App von der eigenen Software-Group entwickelt werden, wie Kooperationen mit "Accenture" (bei "Audi") oder "IBM" (bei "Volkswagen") zeigen.

TECHNOLOGIE-ENTWICKLUNG:

Die neue gemeinsame Datenplattform für autonomes Fahren bei VW.
Grafik: VW AG

"VW" entwickelt für das autonome Fahren zusammen mit "Microsoft" eine "Automated Driving Platform - ADP" (nachzulesen auf HANSEMACHINE.de). Die Cloud-, Daten- und Machine-Learning-Dienste von "Microsoft Azure" werden Basis für den Aufbau der zentralen Entwicklungsumgebung für die weltweiten Teams der Software-Organisation sein. Die Belegschaft für die Entwicklung des autonomen Fahrens bei der Software-Gruppe soll in den nächsten Jahren zudem weiter ausgebaut werden. Als Sollbruchstelle für autonomes Fahren nannte "VW"-Konzernchef Dies den "Big Loop"-Prozess mit Auswertung von Kamerabildern. Hier soll auch mehr Einfluss auf die Grafikchip-Hersteller, wie "Mobile Eye" und "Nvidia" genommen werden.

Die Vision: Millionen von "Volkswagen" online-vernetzt unterwegs.

Ab 2026 - so ist es in einer Meldung der "VW"-PKW-Sparte zu entnehmen - wird "Volkswagen" damit beginnen, den dann an den Start gehenden "Trinity" - aus dem digitalisierten, vernetzten und damit intelligenten Stammwerk in Wolfsburg - und alle weiteren autonomen und online ansprechbaren Fahrzeuge zu einem neuronalen Netz zu verknüpfen. So sollen die elektrisch rollenden Computer auf vier Rädern kontiulierlich Daten austauschen - z. B. zu Wetterbedingungen, Straßenlage oder Unfällen. Millionen von Fahrzeuge von "Audi" über "Cugar" bis zu "Porsche", von "Seat über "Skoda" bis zu "VW" werden eine vernetzte Flotte bilden, so das Konzept. 

Software-Group als größter deutscher Technologie-Anbieter nach "SAP".

Langfristig sieht der nicht unumstrittene Konzernchef Herbert Dies die "Car Software Group" des "Volkswagen"-Konzerns als zweite führende Software-Gesellschaft aus Deutschland - nach "SAP" aus Waldorf. Software für den Automomobilsektor sei die einzige verbliebene Chance für digitale Technologien aus Europa, so der Vorstand. "Volkswagen" sieht sich in diesem Zusammenhang künftig als einer von wenigen globalen Anbietern umfassender Software-Plattformen für die Automobilbranche. Aktuell integriert der Konzern dafür 15 IT-Töchter und übernommene Beteiligungen. Bereits ab 2023 wird die Software-Plattform auch bei "Ford" in Köln für ihre Elektrofahrzeuge eingesetzt werden.

AUTONOMES FAHREN:

Sammeln in Hamburg Daten für autonome Mobilitäts-Dienste von VW.
Foto: Moia

Automomes Fahren in der vollen Ausbaustufe Level 4 soll ab 2024 bei der Premium-Tochter "Audi" serienmäßig möglich werden. Basis für das autonome Fahren sind die Assistenzsysteme von "VW Travel Assist" (mit Level 2+). "Audi" hat Anfang 2020 die Führung für die - aus den "Audi"- und "VW"-IT-Töchtern entstandene - Software-Entwicklung im Konzern übernommen (die HANSENEWS berichteten). Die Hälfte aller Mitarbeiter der neuen "Car Software Group" mit bis zu 10.000 Ingenieuren in 2025 beschäftigt sich bereits heute mit autonomen Funktionen. Aktuell arbeiten rd. 4.000 Mitarbeiter an der einheitlichen Software-Plattform für die 12 Konzernmarken aus sieben europäischen Ländern und das autonome Fahren.

Der "Trinity" aus Wolfsburg: das "Software Dream Car"?!

Mit "Trinity" hat sich "VW" eine besonders große "Möhre" vor die Nase gehangen - "Software Dream Car" genannt. Das erste vollautonome Elektrofahrzeug der Marke soll ab 2026 im dann digital-vernetzten Werk in Wolfsburg vom Band laufen. Mit dem Flachsitzer plant der Konzern auch neue Geschäftsmodelle einzuführen. Dazu gehören neben der digitalen Erweiterung von Entertainment-Funktionen - z. B. mittels Augmented Reality in der Frontscheibe - digitale Services für Zeit zu Zweit via Videofunktion oder ein digital vernetzter Arbeitsplatz, wenn  Autofahrer ohne Hände am Lenkrad über die Autobahn rollen. Markenvorstand Ralf Brandstätter träumt bereits von einer "Zeitmaschine, die Kunden Zeit schenkt und Stess erspart".

Das erste "VW"-Massenmodell für autonomes Fahren.

Konzeptstudie des autonomen "VW Buzz" für den US-Markt und Flotten.
Grafik: VW AG

Das autonome Fahren wird ein kostenpflichtiger Digitalservice werden. Brandstätter verspricht zugleich, "Trinity" für viele Kunden bezahlbar zu machen. Dabei sollen die in vielen Fahrzeugen genutzten Komponenten beitragen, wie die einheitliche Produktionsplattform (dann "SSP"), das gemeinsame Betriebssystem ("VW OS") und neue, günstige Produktionsverfahren in Wolfsburg, wie die Leichtbauweise. Parallel zu "VW" entwickelt die Technologieschmiede "Audi" in Ingolstadt unter dem Projektnamen "Apollon" autonome Fahrzeuge im Luxussegment, z. B. SUVs, während das "VW"-Projekt "Trinity" auf Flachsitzer wie Coupés und Limousinen abzielt. 

Jedermann auf der Autobahn - und "Moia" in der Innenstadt.

Parallel zum autonomen Fahren außerhalb der Städte treibt "Volkswagen" mit dem amerikanischen Joint Venture "Argo AI" autonome Services für Flotten voran. Auf Basis der Infrarotlicht-Technologie "LiDAR" wird "Argo" als Beteiligung von "Ford" und "VW" autonome Mobilitäts- und Transport-Services ("MaaS" + "TaaS") entwickeln. Die Besonderheit liegt auf komplexen Umgebungen in Innenstädten mit Fußgängern, Radfahrern und Hunden - bei gleichzeitig geringer Geschwindigkeit. Das testet der Konzern aktuell in Hamburg rund um die Alster und in der Hafencity im Rahmen des Senats-Projekts "TAVF". In Zukunft wird das "Argo-LiDAR"-System, der elektrische "Bulli"-Nachfolger "ID Buzz" aus Hannover und der Shuttleservice "Moia" aus Hamburg und Hannover zu einem neuen Mobilitätsangebot vereint.

DIGITALE GESCHÄFTSMODELLE:

Vierstufige Strategie zu Elektrifizierung und Digitalisierung.
Grafik: VW AG

Neben aktuell bereits bestehenden Assistenzsystemen, zunehmend intelligenten Fahrzeuggehäusen sowie digital-vernetzten und künftig kontinuierlich upgedateten Automobilen, dem eigenen Software-Betriebssystem und dem automomen Fahren über die gemeinsame Datenplattform "ADP" sowie die "LiDAR"-Technologie wird "VW" seine Mobilitätsdienstleistungen weiter vorantreiben. Dazu gehören die Kurzzeit-/Vermietungsservices von "We Share" ebenso, wie die Fahrdienste von "Moia" und neuartige Geschäftsmodelle, wie Fahrzeug-Abonnements - vergleichbar mit "Volvo". Die ersten Abos sollen bei "VW" in diesem Jahr zunächst in sechs deutschen Städten für den "ID 3" verfügbar sein. Abos sollen neue, junge Käuferschichten für Mobiltität auf eigenen vier Rädern zurück-/gewinnen. 

Nutzungsmodelle von Stunden und Tagen über Monate bis zu Jahren.

Auch die bayerische Tochter "Audi" setzt ab 2. Quartal '21 auf Abo-Modelle - und erläutert, wie die All-Inklusive-Pakete einzuordnen sind: Während die Kurzzeit-Nutzung von Fahrzeugen über Minuten und Stunden bis zu max. 28 Tagen mittels "Pay-per-Mile" läuft, sind Pauschal-Abonnements für eine Nutzungsdauer von einem bis 12 Monaten angedacht. Darauf aufbauend kommen die Leasingmodelle für ein bis drei Jahre - oder länger. Was in Ingolstadt mit der eigenen Abo-Plattform über die Digitalservices "Audi on demand" vorgedacht wurde, wird so und ähnlich auch bei "VW", "Seat", "Skoda" & Co. in Zukunft für verschiedene Kundengruppen wiederzufinden sein. Unter dem Strich fließen die Erfahrungen in eine gemeinsame Vermarktungsplattform der Braunschweiger "Financial Services" ein.

Abos, Flatrates und individuelle Angebote für digitale Fahrzeugnutzer.

Schließlich denkt man in den "VW"-Digitallaboren über buchbare Zusatzfunktionen für die künftig vollvernetzten vier Räder nach. Dazu gehört eine Ladeflatrate, die bei hohem kW-Bedarf ad-hoc zugebucht werden kann. Auch das gute, alte Infotainmentsystem steckt voller Zusatzgeschäfte, wie z. B. individuell buchbarer Navigationsrouten. Die Ideen sollen zunächst bei Elektromodellen ausgerollt und später bei allen Fahrzeugmodellen Wirklichkeit werden. Unter dem Strich will der Fahrzeughersteller zu einem "softwareorientierten Mobilitätsanbieter" werden. "Audi"-Vertriebsvorständin Hildegard Wortmann unterstrich in der Jahrespressekonferenz, dass die Services von "Audi", "VW" & Co. allerdings nicht vergleich- und austauschbar sein sollen.

Von Elektromobilität über autonomes Fahren bis zu digitalem Business.

Das einheitliche Betriebssystem "VW OS" und eine neue agile Projekteinheit tragen vor allem zum Erfolg der digitalen Geschäftsmodelle bei: "ID digital" kümmert sich um die alle 3 Monate geplanten Software-Updates "over-the-air" mit Verbesserungen und neuen Anwendungen für die "ID"-Elektroflotte. Schon in 2 Jahren sollen insgesamt 500.000 vernetzte "VW"-Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein und regelmäßig upgedated werden - Grundlage für die künftige neuronale Vernetzung. Die "ID"-Produktfamilie wird damit neben "Audis E-Tron" zum Vorreiter für skalierbare, softwarebasierte Individualmobilität - mit dem "ID 4" in Europa ebenso, wie in China und den USA. In den kommenden Jahren erwartet der Konzernvorstand Erlöse aus digitalen Services in dreistelliger Millionenhöhe.

FEHLENDE COMPUTERCHIPS:

VW-Konzernchef Herbert Dies muss für die Zukunft Farbe bekennen.
Foto: VW AG

"Wir sind im Häuserkampf" pointierte Konzern-Beschaffungs-Vorstand Murat Aksel zur "VW"-Marken-Pressekonferenz die kritische Situation bei der Zulieferung von 54 Nanometer-Chips beim weltweit produzierenden Autobauer mit seinen 118 Werken in 30 Ländern Europas, Amerikas und Asiens (von "Ducati" über alle Automarken bis zu "MAN" und "Scania"). Grund: "VW" steht z. Zt. in direktem Konkurrenzkampf um die - mit der Corona-Pandemie in den Branchen IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik - verstärkt nachgefragten Prozessoren, z. B. mit "Apple", "Huawei" oder "Samsung". Mit dem Anziehen der Nachfrage nach Fahrzeugen im 4. Quartal '20 geriet der Hersteller wie viele seiner Konkurrenten in Produktionsengpässe für die - vor allem durch "Bosch" und "Continental" - zugelieferten Steuerungseinheiten mit den integrierten Chips.

100.000 nicht produzierte Fahrzeuge durch weltweit akuten Chipmangel. 

Konzernchef Herbert Dies geht aktuell von einem Verlust von 100.000 nicht produzierten Fahrzeugen, Vorstandskollege Aksel von Engpässen über das gesamte Jahr 2021 aus. "VW" PKW-Finanzvordand Alexander Seitz rechnet frühestens im 2. Halbjahr mit einer leichten Entlastung, u. a., da der Konzern auf eine alternative Rechnerarchitektur zurückgreifen will. Bis dahin sorgt eine 40-köpfige Task Force weltweit jeden Tag für eine einigermaßen ausreichende Chipversorgung in den Werken. "Audi"-Finanzvorstand Arno Antlitz bestätigte in der Ingolstädter Jahrespressekonferenz vor den internationalen Medien, dass sich die angespannte Situation bei der Chipversorgung frühestens im kommenden Jahr entspannen werde. Voraussetzung: Neue Chip-Fabriken, was im Schnitt 18 bis 24 Monate dauert.

Direktbezug von Mikrochips - wie bei seltenen Rohstoffen für PKW.

Konzern-Chef Dies kündigte an, Halbleiter in Zukunft - wie bereits andere seltende und global gehandelte Rohstoffe - z. B. beim führenden Lieferanten "Infinion" - selbst einzukaufen und sich nicht mehr auf die großen Automobil-Zulieferer, z. B. "Bosch" und "Continental", (allein) zu verlassen (HANSEVALLEY berichtete). Unter dem Strich haben die Zulieferer ihre OEM-Kunden wohl unverhofft hängen gelassen, während die Chiphersteller ihre Chancen im Corona-Lockdown für Smartphones und Tablet-PCs, Laptops und Webcams genutzt haben. Das Klima zwischen den Tier 1-Lieferanten und den OEM-Produzenten in der Automobilindustrie gilt aktuell edenfalls als äußerst angespannt.

STANDORTE FÜR ELEKTROMOBILITÄT:

Das "VW"-Stammwerk in Wolfsburg produziert ab 2026 den "Trinity".
Foto: VW AG

"Volkswagen" erwartet, dass bereits in vier Jahren 20 % aller ausgelieferten Fahrzeuge elektrisch angetrieben sein werden. Bei "VW" waren es im vergangenen Jahr 212.000 Stück, 2021 werden bis zu 450.000 verkaufte Fahrzeuge vor allem vom Typ "ID 3" und "ID 4" erwartet. In 2030 plant der deutsche Autobauer weltweit über alle Marken hinweg 50 % seiner Modelle mit Elektroantrieb herzustellen. Bei der Wolfsburger Stammmarke sollen es sogar 70 % sein - europaweit. In neun Jahren sieht der Konzernvorstand den generellen Durchbruch der Elektromobilität bei der Zulassung von Fahrzeugen im Vergleich zu konventionellen Antrieben. 2035 sollen dann bereits rd. 40 % aller Fahrzeuge weltweit auch autonom unterwegs sein. Übergeordnetes Ziel für den "Diesel-Schmutzfink": CO2-neutral bis 2050.

Die Heimat der Elektroproduktion wird in Niedersachsen sein.

Norddeutschland spielt beim Wandel zur Elektromobilität für den Konzern eine herausragende Rolle. Allein in Niedersachsen arbeiten rd. 120.000 Menschen für "VW" (3 % aller Beschäftigten im Flächenland). So werden die Werke in Emden ("ID"-Klein- und Mittelklassewagen) und Hannover ("ID Buzz") ab kommendem Jahr E-Fahrzeuge produzieren, das Werk in Wolfsburg (Projekt "Trinity") ab 2026. Dazu kommt ein neuer Hybrid in Osnabrück ("Arteon Shooting Brake") und eventuell ein "ID 3" für die Friedensstadt. Schließlich spielt die Produktion von Komponenten in Braunschweig und Salzgitter (Batterien) eine Rolle. Heute baut "VW" seine Elektrofahrzeuge an den sächsischen Standorten Dresden mit der "Gläsernen Fabrik" ("ID 3") und ("Sachsenring") Zwickau ("ID 3", "ID 4" + 4 künftige Konzernmodelle).

Zukunftsweisende Elektromobilität aus Martorell bei Barcelona.

Die Zukunft der Elektromobilität "Made by VW" wird allerdings ganz woanders entwickelt: Der "Seat"-Standort Martorell unweit von Barcelona soll mit millionenschwerer Förderung aus den Corona-Mitteln der Europäischen Union und Unterstützung der spanischen Zentralregierung zum "E-Mobility-Hub" für den Konzern werden. Die Entwicklung der im Süden populären Kleinwagen wird hier u. a. im Fokus stehen. 
Lässt sich "Tesla" mit Millionen-Beiträgen in Brandenburg fördern, setzt "Volkswagen" auf Katalonien. Zugleich macht die Luxustochter "Audi" in Ingolstadt zusammen mit "VW" im Geheimprojekt "Artemis" in einem eigenen Startup-Schnellboot Jagd auf "Tesla" - auf Grund der mangelnden Reife von "VW OS" allerdings bereits mit sechs Monaten Verzögerung, so "Business Insider". Der "Landjet" soll es mit der dann neuesten Generation des "Tesla Model S" aufnehmen.

SEAT-Headquarter und R&D-Standort in Martorell bei Barcelona.
Luftbild: Seat SA

ALLES WIRD DIGITAL BEI "VW":

Auch beim größten deutschen Automobilbauer ist die Zukunft online eingezogen: 2020 führte die Marke "VW" in 112 Ländern eine neue, einheitliche Website ("One Hub") mit einem neuen Konfigurator ein. Erste messbare Erfolge: Bislang schauten sich über 430 Mio. Besucher auf der "VW"-Seite um. 87 Mio. mal konfigurierten Interessierte einen neuen Wagen - 35 % mehr als über die alte Website im Jahr zuvor. Daraus entstanden rd. 700.000 Kundenkontakte, die an die Händler gingen. Aktuell können Kunden ihren neuen "ID 3" oder "ID 4" komplett online konfigurieren. Ab Sommer '21 startet "Volkswagen" auch den Kaufabschluss über das Internet - einschließlich Leasing und Finanzierung. Dazu kommt ein Online-Marktplatz für Lagerfahrzeuge und Gebrauchtwagen - zunächst für Deutschland, gefolgt von weiteren EU-Ländern.

Vom Autohändler zur Onlineberatung zum E-Commerce-Erlebnis.

Wie das Thema E-Commerce in der weiteren Ausbaustufe aussehen kann, zeigt ebenfalls die Innovationstochter "Audi": Hier startet mit der starken Jahreshälfte im Herbst '21 eine umfassende Online-Shopping-Plattform - von der Konfiguration über die Bestellung inkl. Leasing und Finanzierung, von der verbindlichen Reservierung von Lager- und Gebrauchtfahrzeugen bis zum Buchen von Wartungs- und anderen Servicepaketen. Was 2017 mit einem Online-Marktplatz in Ingolstadt begann, wird bei "Audi" in diesem Jahr (noch) gemeinsam mit seinen Händlern zu einem umfassenden Online-Shopping-Angebot, dass den Besuch im Autohaus weiter zur Rarität werden lassen könnte.

Beratung via Virtual Reality - powered by "Sinner-Schrader" Hamburg.

Wie die Zukunft aussehen kann, zeigen die Ingolstädter in ihrer während der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr gestarteten Live-Beratung. Dabei gehen Kundenberater mit einer AR-Brille durch den Showroom und zeigen dem Kunden am Bildschirm zu Hause Fahrzeuge, Fahrgastzellen, Ausstattungsdetails und Optionen für Lackierung und Innenausstattung. Heute bieten laut aktueller "Audi"-Mitteilung alle Händler deutchlandweit den AR-Service mit der virtuellen Beratung über das Netz an. Dahinter steht neben der "Audi Business Innovation GmbH" auch die bekannte Hamburger Digitalagentur "Sinner-Schrader" - heute ein Teil von "Accenture digital".

Der neue virtuelle "VW"-Autosalon im Internet.
Illustration: VW AG

Für den "Volkswagen"-Konzern geht es in den kommenden Jahren um nicht weniger als einen Paradigmenwechsel vom Fahrzeugbauer mit der Denke in Marken und Fahrzeugen sowie Plattformen und Bauteilen zu einem Dienstleister für nachhaltige Konzepte und digitale Kundenerlebnisse rund um individuelle Mobilität. Mit einem eigenen "TE-Masterplan" will die "Volkswagen AG" den Wandel mit einem neuen Modell der Zusammenarbeit meistern. 

Bei "Audi" haben agile Methoden bereits bei der Entwicklung digitaler Angebote Einzug gehalten. Der Software-Stack wird immer wichtiger, als die Blechkarosserie. Zugleich werden die Ingolstädter sowohl die "PPE"-Plattform als auch neue Produkte mit der schwäbischen Schwester "Porsche" aus Zuffenhausen zusammen entwickeln, die Elektromobilität mit der neuen Stiefschwester "Bentley" in England - Kollaboration unter Luxusmarken.

Der Kulturwandel für die weltweit gut 660.000 Belegschaftsangehörigen bei "Volkswagen" in 30 Ländern rund um den Globus wird die Archillesverse, ob es der Automobilkonzern mit Volumenherstellern, Luxusmarken sowie Motorrad- und Sportwagen-Manufakturen in die nachhaltige, digital-vernetzte Zukunft schafft - oder von "Tesla" & Co. auf die Plätze verwiesen werden wird. Im Moment wird laut Insidern "Porsche" mangelndes Interesse an "Artemis" vorgeworfen und "Audi" ein schlechtes Projektmanagement. Und auch die Fusion der konzernweiten IT zur "Software Group" schmeckt einigen Marken gar nicht.

Die Chancen für die Wolfsburger Top-Manager mit ihrer skalierbaren Plattformdenke sind mit den neuesten Strategien durchaus realistisch, wenn sie - wie Wolfgang Porsche es jüngst im Kreis der Eigentümerfamilie fordert - "den Mund nicht so voll nehmen", heißt: weniger Sabbeln, mehr schaffen.

Die Rede von "VW"-Konzernchef Herbert Dies kann hier abgerufen, von "VW"-Markenchef Ralf Brandstätter hier gedownloaded werden. Einen Überblick zur Elektromobiltität bei "VW" gibt es auf der Konzern-Presseseite.

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Hanse Digital Service:


Das Hanse Mobility Magazin: hansemobility.de



Mittwoch, 28. August 2019

HANSEMOBILITY: Kluge Ampeln und clevere Autos für Hamburgs Straßen.

HAMBURG DIGITAL REPORT
* Update *


Bürgermeister Tschentscher mit einem Test-Tesla der HAW Hamburg.
Foto: Senatskanzlei Hamburg

1,8 Mio. Einwohner, fast 1 Mio. Arbeitnehmer, 350.000 Pendler in und 130.000 Pendler aus der Stadt am Tag. Hamburg ist die Wirtschaftsmetropole im Norden Deutschlands, Drehscheibe für 4,5 Mio. € Tonnen Güter im Jahr, Heimat des größten Seehafens in unserem Land. Mit 3.900 km Straßen, 80 km Autobahn, 1.766 Ampeln und mehr als 770.000 Autos ist die Hansestadt auch die Verkehrsdrehscheibe im Norden. Der Hamburger Senat weiß um Bedeutung und die Herausforderungen.


Mit dem Zuschlag für den Internationalen Transport- und Mobilitätskongress ITS im Jahr 2021 hat der Senat ein umfassendes Programm für die Mobilität der Zukunft rund um Alster und Elbe gestartet. Mit den sechs Schwerpunkten Infrastruktur und Daten, Verkehrssteuerung und Parken sowie Mobilitätsservices und Vernetztes Fahren mit aktuell gut 60 aktiven und ebenso vielen abgeschlossenen Projekten beweist der Senat mit seinen Partnern, dass er es ernst meint.


Die Autonome Teststrecke aus der Vogelperspektive
Luftbild: Martin Elsen / Grafik: Olli Design

Eines der ambitioniertesten Projekte der Verkehrsbehörde mit dem stadteigenen Unternehmen für Verkehrsanlagen HHVA ist die Teststrecke für Autonomes Fahren vom Dammtor über die Messehallen und die Neustadt und weiter bis zur Hafencity und den Landungsbrücken. Nach großem Medienecho zur Präsentation von Senat und VW im April d. J. sprachen wir mit den Beteiligten, wie das Projekt vorangeht. Ein Hamburg Digital Report aus dem Herzen der Mobilitätsmetropole Hamburg:


Bürgermeister Tschentscher fährt freihändig auf der Hamburger Teststrecke.
Foto: Senatskanzlei Hamburg

Unsere Information hat sich bestätigt: Am 6. September '19 fuhr erstmals ein Tesla über die Teststrecke in der Hamburger City. An Board: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Ein weiteres Highlight auf der insgesamt 9 km langen Strecke. Am 4. April d. J. präsentierte die VW-Konzernforschung im Prototypen-Museum in der Hafencity ihre umgebauten und mit einem Rechenzentrum im Kofferraum ausgestatteten E-Golfs der Tages-, Wirtschafts- und Fachpresse. Autonomes Fahren - mitten in der Stadt - neben Fußgängern, Radfahrern, PKW, Taxen, Bussen und Brummis. Damit schlägt Hamburg deutschlandweit ein einzigartiges Kapitel auf. 


"Der Bürger hat einen zunehmenden Mobilitätsbedarf. 
Mit Hilfe der Digitalisierung entwickeln wir Lösungsansätze."
Volker Rech, Geschäftsführer Hamburg Verkehrsanlagen

14 Kameras, 11 Laser-Scanner und 7 Radare besitzt jeder der 5 in der Hamburger City freigegeben E-Golfs auf der speziell ausgestatteten Teststrecke westlich der Alster. Im ersten Schritt können die Testwagen die Bedingungen für vernetztes und teil-/autonomes Fahren auf insgesamt 3 Kilometern testen, später auf 9 Kilometern speziell ausgestatteter Stadtstrecke. Das Geheimnis sind die Ampeln, die für die Kommunikation mit den Testfahrzeugen speziell umgebaut und aufgerüstet werden. 


Eines der 5 autonomen Testfahrzeuge auf Hamburgs Straßen.
Foto: HANSEVALLEY

Was wir als Grün, Gelb und Rot unterscheiden können und unser Gehirn zu 90% visuell verarbeitet, ist für ein autonomes Fahrzeug nicht erkennbar. "Bis auf Weiteres werden Autos dumm bleiben", erläutert Volker Rech, zuständig für die 1.766 Ampeln in Hamburg zwischen Bergedorf und Blankenese. Um in den 2020ern das automatische Fahren zur Serienreife zu bringen, müssen nicht nur Fahrzeuge mit Kameras, Scannern und Radaren mit der Umgebung kommunizieren. Für das automatische Fahren der Zukunft sind kluge Ampeln im Zusammenspiel mit vernetzten Fahrzeugen ebenso wichtig.


Eine der ersten Funkboxen für autonome Fahrzeuge in Hamburg.
Foto: BWVI

37 Siemens- und Swarco-Ampeln plus 1 Brücke baut das öffentliche Unternehmen für Verkehrsanlagen HHVA im Auftrag der Verkehrsbehörde bis 2020 um und stattet sie mit einer "Roadside Unit" - sprich Funkbox - mit "V2X"-Kommunikationstechnik aus. Hier informieren Ampeln die Autos, wo sie stehen und wann es weiter geht. Mit an Board sind neben dem ITS-Referat der BWVI und dem Ampelbetreiber HHVA auch das Urban Mobility Lab der HAW Hamburg. So gewinnt Hamburg Erfahrungen für vernetzte Ampeln und die Stadt kann sich als Taktgeber für Mobilität in Großstädten aufstellen.


Einer der E-Golf der VW-Konzernforschung in der Hafencity.
Foto: VW

Einmal im Monat führt die VW-Konzernforschung aktuell Testfahrten rum um Dammtor, Funkturm, Michel und Elphi mit bis zu 2 Fahrzeugen gleichzeitig durch. Dabei sind bis zu 10 Ingenieure aus Wolfsburg vor Ort - fast unbemerkt von Auto-, Taxi-, Bus- und Brummifahrern. Erste Testfahrten wurden bereits im Frühjahr durchgeführt, seit Anfang April d. J, geht es Stück für Stück voran. Auf Seiten der Hamburger Verkehrsanlagen sind ein halbes Dutzend Ingenieure mit an Board, dazu kommen u. a. Mitarbeiter von Hochschule, Projektträger, Chiphersteller NXP und Softwareentwicklung mit eigenen Projekten auf der Strecke. 


"Mein Antrieb jeden Morgen ist es, die Stadt ein klein bisschen weiter zu bringen."
Sebastian Troch, Referatsleiter ITS und Datenmanagement, BWVI Hamburg

Das Ziel der Anstrengungen im Rahmen der Mobitlitätspartnerschaft zwischen Senat und Volkswagen aus dem Jahr 2016 ist klar: Vollautomatisiertes Fahren mit PKW und Bussen bis Level 4 - vollautomatisch aber mit Fahrer an Board. Dabei denken die Verantwortlichen schon weiter als bis 2020 und planen, das Projekt über die jetzige Testphase hinaus weiterzuentwicklen. 21,5 Mio. € stehen vor allem für die Ampelausstattung zur Verfügung, die Hälfte vom Verkehrsministerium in Berlin gefördert, die Hälfte vom Hambuger Senat als Investition in die Zukunft eingesetzt. 

Teststrecke für Autonomes Fahren westlich der Alster.
Grafik: BWVI

Die gewonnenen Daten bieten nicht nur VW und dem Senat wertvolle Erkenntnisse für die Mobilität der Zukunft - sie werden zudem auf der Hamburger Urban Data Platform für künftige Projekte und Entwicklungen zur Verfügung gestellt. Ein Mobilitätsdaten-Marktplatz ermöglicht es, Unternehmen neue, digital-vernetzte Geschäftsmodelle aufzusetzen und das Thema Verkehr und Mobilität in Hamburg zu einer zukunftsweisenden Digitalbranche werden zu lassen. 

Ob vollautomatische Stopps in Gefahrensituationen, kooperatives Fahren in Kolonnen, vorausschauende Gefahrenwarnungen, ob Restanzeigen für wartende Autofahrer oder sichere Abbiegevorgänge zum Schutz von Radfahrern - die künftigen Einsatzszenarien kluger Ampeln begeistern schon heute. Möglich macht es das Zusammenspiel für cleveren Ampeln und klugen Autos, die uns immer mehr unterstützen können. Volker Rech von der HHVA bringt auf den Punkt: "Was wir im Ansatz haben, ist Verkehr, Mobilität, Sicherheit und Klima."

"Wir wollen herausfinden, was die Straßeninfrastruktur von morgen können."
Sebastian Troch, Referatsleiter ITS und Datenmanagement, BWVI Hamburg

2021 soll das Projekt für Autonomes Fahren - kurz TAVF - abgeschlossen werden und bis 2030 sollen die Ziele für die intelligent-vernetzte Mobilitätsmetropole Hamburg erfolgreich umgesetzt sein. Am 4. September d. J. treffen sich Experten und Interessenten zum 11. Mal in der HAW am Berliner Tor, um Perspektiven und künftige Möglichkeiten für das autonome und vernetzte Fahren zu diskutieren. Im kommenden Jahr wird der Senat außerdem einen neuen Verkehrsentwicklungsplan verabschieden. 

Kick-off für die vernetzte Mobilität der Zukunft in Hamburg.
Foto: VW

Neben der Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes in und um Hamburg stehen vor allem die Ziele Umweltschutz, Gesundheit und natürlich die Sicherheit auf Hamburgs Straßen ganz oben auf der Tagesordnung. Für die Freie und Hansestadt geht es nicht ums Geld verdienen, sondern um eine bessere Zukunft auf Hamburgs Straßen. Gut zu wissen, wenn sich die Stadt um eines der wichtigsten Themen unseres Alltags kümmert.

 Hamburg Digital Background: 

06.09.2019: Welt Hamburg: So testet Hamburg autonomes Fahren
welt.de/regionales/hamburg/article199834974/Mobilitaet-So-testet-Hamburg-autonomes-Fahren.html

04.09.2019: TAVF-Projektforum am Urban Mobility Lab der HAW Hamburg

ITS Mobility: City-Teststrecke für autonomes Fahren (ausführlich)

Verkehrsbehörde BWVI: City-Teststrecke für autonomes Fahren (kurz)

ITS Hamburg 2021: Projekte, Nachrichten, Termine + Newsletter

Kontakt Verkehrsbehörde BWVI, ITS Hamburg + Weltkongress 2021

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Pressestelle BWVI: Mobilitätsstudie MID 2018 für Hamburg

Wikipedia: Autonomes Fahren


BMW: Die 5 Stufen des autonomen Fahrens