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Sonntag, 25. Juni 2017

HANSESTATEMENT: Perspektiven für Erwachsene in der digitalen Hansestadt.

Ein HAMBURG DIGITAL STATEMENT von
Herausgeber & Chefredakteur Thomas Keup

In der vergangenen Woche wurde viel über Hamburg geschrieben. Der "Spiegel" kürte unsere Stadt zur Hauptstadt. Das "Manager Magazin" hielt dagegen, Hamburg sei keine Perle. Und die Startup-Zeitung "Berlin Valley" griff mit einem Frikadellen-Brötchen daneben. Wie ist Hamburg wirklich? Wo schlummern echte Chancen? Und was können wir uns sparen?

Rolltreppe zur Plaza in der Elbphilharmonie Hamburg
Foto: Dirk@Flickr, Lizenz: CC-BY-NC-ND 2.0
Wir sprechen regelmäßig mit Existenzgründern, Unternehmern und Interessenvertretern. Dabei treibt uns der Wunsch für ein "New Hamburg" - über Promotion und Politik hinaus. Wir sehen in Hamburg Entwicklungen, die mehr als hoffnungsvoll sind. Eine gute Gelegenheit, Hype und heisse Luft gegen Pragmatismus und Perspektiven einzutauschen. Ein Hamburg Digital Statement:


HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup
Foto: Stefan Kny
Es scheint so, als sei man sich an einigen Stellen unserer Stadt nach wie vor genug, denn die aktuelle Lage an Alster und Elbe wirkt immer noch sicher - im Vergleich zu einem abgebrannten Ruhrgebiet und einer niemals wieder aufgebauten Industriestadt Berlin. Für die Herausforderungen der Digitalisierung ist jedoch eine Zukunftsvision gefragt, wie sie mit der Metropole Hamburg als "Wachsende Stadt" von 2001 bis 2008 bereits einmal gelebt wurde - der Grundlage für heutige Leuchttürme, wie Elbphilharmonie und Hafencity.

In den folgenden Absätzen beleuchte ich ausgewählte Themen, wie Mentalität und Kultur, Startups und Mittelstand, Hafen und Digitalisierung sowie Politik und Perspektiven, wie sie sich mir in Gesprächen mit Insidern und der Recherche vor Ort darstellen. Es ist eine Momentaufnahme ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ich möchte mit den folgenden "Perspektiven für Erwachsene" jedoch einen positiven Impuls setzen.


Digitale Kooperationen statt alter Klassenkampf.

Statt über goldene Manschettenknöpfe und 1.000 Hamburger Stiftungen zu philosophieren, sollten wir konstruktiv überlegen, wie Hamburg in ein hanseatisches Morgen geführt werden kann. Dazu zählt z. B. die neue "Hamburger Plattform" zur kulturellen Vernetzung der Kreativwirtschaft mit anderen Branchen, die begonnene Vernetzung junger und etablierter Firmen durch Interessenvertretungen und vielleicht auch die von HANSEVALLEY initiierte Hamburg Digital Community mit mehr als 100 Corporate-Innovatoren.

Wir sollten noch stärker auf den Zukunftsfaktor Wissenschaft setzen. Das Engagement von Bucerius Law School, HSBA und Kühne Logistics University, die Digitalthemen in Think Tanks, Digital Labs, Professuren, Studiengängen und Kooperationen voranzutreiben, ist genau richtig. Die Initiativen für die praktische Forschung an 3D-Druck und Industrie 4.0 durch DLR und Fraunhofer bieten erfolgversprechende Perspektiven. Zudem ist Exzellenz auch in Hochschulausgründungen gefragt. Hier zeigt uns Lüneburg, wie es geht.

Regionale Startupcity ohne globale Strahlkraft.
Titelblatt Sonderbeilage Hamburg
Startup-Zeitung "Berlin Valley"

Beheizbare Einlegesohlen für Kiezarbeiterinnen, Schwangerschaftsslips für werdende Startupmuttis, elektrische Fahrradanhänger für den Kleinkindtransport und koffeingeschwängerte Gummibärchen als Grundnahrungsmittel dürften womöglich einen Pivot erfordern, um in einer digital-vernetzten Hansestadt Sinn zu stiften. Die Leistungen engagierter Gründer haben z. Zt. doch nur die Strahlkraft, wie der Schiffsanleger in Wilhelmshaven für den Welthandel.


Die Erklärung eines nicht immer tiefenentspannt wirkenden "Leitartiklers" in der Werbebeilage der regionalen Startup-Zeitung "Berlin Valley" zeigt eine vermeintliche Qualität des Mikrokosmos zwischen Schanzenviertel und Harburger Hafen: Wer die Worte ernst nimmt könnte den Eindruck gewinnen, der USP des Ökosystems bestünde aus einem Bahnticket nach Berlin. Vielleicht spielt ja der Wunsch, zu etwas Größerem berufen zu sein, in der Aussage ein wenig mit.

Offene Familienunternehmen statt VC-Wetten.

Die Stärke interessanter Hamburger Startups liegt im B2B-Sektor. Die Förderung dieser Jungunternehmen zusammen mit etablierten Playern dürfte die größten Chancen haben, neue Ideen, kluge Köpfe und interessante Produkte für die Wirtschaftshauptstadt zu generieren - fernab der Kategorie "Küche, Kirche, Kinder" und eines irrealen VC-Wettzirkus. Zahlreiche Akteure arbeiten daran, die neuen Brücken zwischen lösungsorientiertem Nachwuchs und regionalen, aufgeschlossenen Akteuren zu bauen.

So wichtig die US-Internet-Riesen Dropbox, Facebook, Google, Snap, Twitch, Twitter und Yelp für den Arbeitsmarkt in Marketing und Management des "Elbvalley" Hamburg sind, für die Entwicklung der sich wandelnden Metropole spielen vor allem zukunftsgewandte Familienunternehmer und innovationsbereite Großunternehmen eine entscheidende Rolle. Und die haben den Ruf gehört, sich um den Kulturwandel und die Zukunft zu kümmern, wie uns ein Verbandsvertreter bestätigt.

Tabuthema Hafenlogistik und digitale Wahrheiten.


HHLA-Terminals Buchardkai (vorn) und Tollerort (hinten)
Foto: HHLA / Thies Rätzke
Der Hafen steht seit der Finanzkrise 2008 unter Druck. Unter dem Dach manch einer Reederei brennt es mittlerweile lichterloh. Die Krise der Containerschifffahrt schlägt sich in den Bürgschaften für die HSH Nordbank nieder. Der weltweite Wettbeweb des Containergeschäfts, die hausgemachten Probleme der Elbvertiefung, die Verschiebung der Handelsströme und die Verschiebung der Produktion an dezentrale Standorte durch additiven Druck erhöhen das Risiko.

So wichtig die Logistik für Hafenstadt und Metropolregion ist, so sicher ist es zugleich, dass der wirtschaftliche Motor künftig nicht mehr in erster Linie im Hamburger Hafen schlagen wird, so sehr der Wunsch die Politik noch dominiert. Die Initiativen von "Digital Hub Logistics" über "Digital-Space Hammerbrooklyn" bis "Nationalem Maritimen Zentrum" sollten nicht dazu verleiten, die Lage zu verklären und an der einen oder anderen Stelle mit Startups zu verniedlichen.

Digitale Produktion und ein digitalisierter Hafen.

Wir haben HHLA-Chefin Angela Titzrath gefragt, ob sie sich bereits auf eine "Hamburger Hafen-, Logistik- und Produktions-AG" vorbereitet. Die Zukunft der internationalen Dienstleistungen in der Freien und Hansestadt wird mit neuen, zukunftsweisenden Technologien und damit verbundenen, industriellen Kernen einhergehen. Von der Seefahrerromantik wird außer Schiffsankern, Signalhörnern und mehr oder weniger umweltfreundlichen Kreuzfahrern nicht mehr viel bleiben.

Mit Industrie 4.0 und digitalisierten Dienstleistungen in der Logistikregion, mit 3D-Druck und digitaler Produktion am Luftfahrtstandort, mit Next Reality und digitalen Dienstleistungen in der Medienhauptstadt sowie mit E-Health und digitalen Dienstleistungen in der Gesundheitsmetropole hat unsere Stadt gleich 4 chancenreiche Wege, die Zukunft zu meistern - auch wenn viele Teilbranchen und Firmen, Mitarbeiter und Arbeitsplätze von erheblichen Umbrüchen betroffen sein werden.

Die ehrbare Zukunft der digitalen Hansestadt.


Handelskammer Innovation Campus mit HSBA
Foto: HANSEVALLEY
Der womöglich größte Schatz und die vielleicht wahre Chance der Freien und Hansestadt ist der größte Kritikpunkt der "Kammer-Rebellen": der ehrbare Kaufmann. Es geht um faires, mitmenschliches Handeln - zugleich die größte Kritik an der digitalen Plattform-Ökonomie. Die 500-jährige Tradition entwickelt sich zum Alleinstellungsmerkmal, dass durch Hardware, Software und Services nicht so leicht abgelöst werden kann.

Die Hamburger Wirtschaftshochschule HSBA lehrt ihren rd. 900 Studierenden den ethischen Grundsatz der Fairness. Damit könnte Sie neben der Vereinigung Eines Ehrbaren Kaufmanns einen entscheidenden Grundstein legen, den Hamburg als Wirtschaftsmetropole von New York und Singapur unterscheidet, als "Second City" von Barcelona und Mailand abhebt und als deutsche Metropole von Berlin, Köln und München differenziert.

Die Protagonisten in Rathaus, Kammer und Kontoren sollten sich bewusst sein, dass es in der vernetzten Welt keine schützende Hammaburg mehr gibt. Ein langjähriger Unternehmer sieht Hamburg bereits auf dem Weg in "Berliner Verhältnisse" - einer Touristenmetropole ohne zukunftsweisende Wirtschaft. Wir sollten die Fehler West-Berliner Subventionspolitiker vermeiden, und unsere Stadt mutig in die digitale Wirtschaftszukunft führen.

Dies ist eine Aufgabe engagierter Politiker in Koalition und bürgerlicher Opposition, wie in Kammern und Verbänden. Ein "Weiter so" einzelner Protagonisten aus der Internet-Hochburg vergangener Tage dürfte angesichts der zu erwartenden Sturmflut nicht ausreichen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass eine neue Generation Pragmatiker neue Partnerschaften für ein digitales Hamburg entwickeln.


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


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Sonntag, 12. März 2017

HANSEPERSONALITY Heilemann-Brüder: Alles Gute von Elbe und Alster.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Ein kalter Donnerstag-Abend im Februar. Schmuddelwetter begleitet die Hamburger in den Feierabend. An den Landungsbrücken trifft sich die Hafenwirtschaft zum Get-together. Mit Blick auf Elbe und Docks geht es im exklusiven Hafen-Klub um die Zukunft der Logistik. Unter dem provokanten Titel "Digitale Revolution in Schifffahrt & Logistik" stellen zwei junge Berliner die erste digitale Spedition vor.

Fabian und Ferry Heilemann sind gerade mal in den Dreizigern. Für Hamburgs Reeder, Spediteure und Kaufleute noch fast "Eierschalenfraktion". Doch die beiden smarten Startup-Macher haben etwas. Sie sind keine "Hubschrauber," keine "Overseller". Sie wirken hanseatisch, wissen, was sich gehört. Was kaum einer der Klub-Gäste ahnt: Hier trifft das neue auf das alte Hamburg, Hamburger Zukunft auf hanseatische Tradition.



Unternehmer und Investor Fabian Heilemann
Foto: Hoffotografen
Wenige Stunden zuvor treffe ich Fabian am Rand der Hamburger IT-Strategietage im Grand Élysée Hotel an der Rothenbaumchaussee. Er ist pünktlich, er ist smart und er ist gestresst. "Seit dem ich 18 bin, stehe ich auf dem Gas, mit einer Schlagzahl, die vergleichsweise hoch ist." Vor mir sitzt ein 34-jähriger, millionenschwerer Workoholic. Er hat mit seinem 4 Jahre jüngeren Bruder nach nur 2 Jahren das Gutschein-Portal DailyDeal für 114 Mio. € an Google verkauft, 2 Jahre später zum Schnäppchenpreis zurückgenommen, neu ausgerichtet und an die "Gutscheinpony"-Mutter MenschDanke verkauft.

Vom Rechercheinterview in der Hafencity an die Rothenbaumchaussee.

Beim Interview in der Bourbon Street Bar geht es nicht um DailyDeal, Millionen-Deals und den Dealflow bei Earlybird, einem der ältesten deutschen VCs, mit dem sich die Heilemann-Brüder zusammengeschlossen haben. Es geht um eine Spur, auf die mich Tobias Seikel von Hanse Ventures gebracht hat. Die Heilemann-Brüder haben sich Ende 2015 an der Seed-Finanzierung des Fenster- und Türen-Portals "Virtraum" mit einer 7-stelligen Summe beteiligt. Man kennt sich seit 9 Jahren, damals, als CEO Jochen Maaß bei DailyDeal einstieg.

Vom Hamburger Waffelbäcker zum Digitalunternehmer in Berlin.

"Das sind doch Hamburger Jungs", verrät COO Tobias Seikel in einem Hintergrundgespräch. Das ist eine interessante Spur. Sie führt auf einen wichtigen Lebensabschnitt der beiden Jungunternehmer. Es beginnt 2003. Fabian verlässt das elterliche Hameln, beginnt sein Jura-Studium an der Bucerius Law School, verdient sich mit seinem bereits zur Schulzeit gegründeten Startup "ChiChi Company" und französischen Waffeln den Lebensunterhalt. Die Geschäftsadresse: Lerchenstraße 106 im Schanzenviertel, ein gepflegter Altbau, direkt am Schulterblatt. Doch es eine 1-Zimmer-Studentenbude. Ferry besucht sein älteren Bruder Fabian an den Wochenenden, zieht 2008 mit ein.

Digitale Spur der Heilemanns: Schanze, Bergstedt & St. Georg. 

Im Sommer 2009 bringt Fabian aus Stanford eine Idee mit: Gutscheine verkaufen übers Internet. Kurz vor Weihnachten gründen die Brüder im Immenhorstweg 70 die Blue Ocean Internet UG, die spätere Daily Deal GmbH. Der vom leidenschaftlichen Surfer Fabian gewählte Name taucht Jahre später wieder auf. Die Karriere der Gründer nimmt in Bergstedt seinen Lauf. Operativ an der Schönhauser Allee in Berlin zu Hause, haben die Wahl-Hamburger immer ein Standbein an der Elbe. Schon 10 Monate zuvor gründen sie Heilemann Ventures, das an der Danziger Straße in St. Georg zu Hause ist.

"Wir sind selbst Gründer und Digitalunternehmer in der DNA."


Hamburger Background und Berliner Drive:
Fabian und Ferry Heilmann
Foto: Sky & Sand
Es sind nicht nur Hamburger Adressen, die Fabian und Ferry von anderen Startuppern unterscheiden. Jurist Fabian Heilemann bestätigt, auch heute "Hamburger Verträge" per Handschlag zu machen. Integrität ist ihm wichtig, persönlich wie professionell. Nicht umsonst haben sie sich mit Earlybird zusammengeschlossen, jenem VC, der von den Hamburgern Hendrik Brandes, Rolf Matthies und Christian Nagel vor fast 20 Jahren in Hamburg gegründet wurde. Man teilt hanseatische Werte, Tugenden und eine Weltsicht, wie man arbeitet. Die Heilemanns sind die nächste Generation "früher Vögel" - mit dem Tech Know-how aus ihrer Zeit bei "Zalando" bis "DailyDeal".

"Wir sind Investoren und sehr aktiv in der Unterstützung."

Mit ihrem neuen 150 Mio. €-Fonds gehen sie vor allem ins B2B-Geschäft. Es sind gut adressierbare Märkte mit vielen weißen Flecken. Eine ganze Reihe von Branchen laufen 10-15 Jahre der Digitalisierung hinterher. Für Fabian geht es um Ineffizienzen und Usibility. Während Amazon & Co. Verbraucherthemen in der Breite abdecken, gibt es im B2B noch was zu gewinnen. "Wir müssen große Wetten eingehen und auch ein paar Wetten gewinnen," gesteht der erfahrene Nachwuchsunternehmer offen ein. Zu den Themen gehören Cloud- und SaaS-Technologien, Fintech und Insuretech, Mobility- und E-Mobility-Themen sowie Logistik und Suppy Chain.

Fabian & Ferry Heilemann: Seit 5 Jahren operativ ein Team.

März vergangenen Jahres. Die beiden Brüder gründen in Berlin ihr nächstes Startup: "FreightHub" ist eine digitale Spedition. Die Firma dahinter: Deep Blue Ocean Internet GmbH. Und da ist er wieder: Der "blaue Ozean" vom Anfang ihrer Karriere, jene Gründung des Gutschein-Portals, die ihnen mit Hilfe von Google all das heute möglich macht. Mit an Board: Erik Muttersbach, Ex-CTO von DealyDeal, CCO Michael Wax und ehemalige Mitarbeiter aus Hamburger Speditionen. Es ist kein hoch gejazztes Startup, dass man nach 2 Jahren an einen Großkonzern verkaufen möchte. Es ist ein vollwertiger Spediteur mit einem eigenen Transport-Management-System. 

Freighthub: "Langfristig ausgerichtete Firma am Markt."


Bauen Europas digitale Spedition: Die FreigthHub-Gründer
Foto: FreightHub
Quotierung, Buchung, Versicherung, Transport & Verzollung - "FreightHub" deckt die gesamte Supply Chain ab - und das mit 1,5 Mio. Fahrplänen im System, mit Fokus auf Asien-Europa in See- und Luftfracht. 2/3 machen Container aus, 1/3 ist Stückgut. Vor der Gründung haben sie verschiedene Industrien gescannt. Logistik war unter den Top 10. "Ich habe mit Leuten aus der Branche in Hamburg gesprochen," Fabians Netzwerk hilft bei der Entscheidung. Mit dem "Freight Forwarder 2.0" sind sie Pioniere in Europa, "Wir wollen, dass die deutsche Logistik-Wirtschaft auch in 20 Jahren noch ihre führende Rolle hat - gegen US-Startups". Ferry Heilemann führt das 28-köpfige Team mit seiner operativen Expertise an.

"Ich arbeite lieber auf der sachlich-fachlichen Ebene," hebt Wahl-Berliner Fabian im Recherchegespräch hervor. Und ergänzt: "Ich bin ein Einzelgänger, der sich in Partnerschaften einfügen kann." Eigentlich wollte er sich nur 45 Minuten Zeit nehmen, doch Journalismus hat etwas mit Austausch zu tun - nicht mit Zahlen und Fakten, die Fabian gern in den Mittelpunkt stellt. Er beweist bei kniffligen Fragen Durchhaltevermögen, auch wenn es keines der standardisierten Frage- und Antwortspielchen um die bekannten Themen ist. 

Hamburger Logistik- mit Berliner Digital-Know how

Vielleicht war die Vorstellung an diesem Donnerstag-Abend im Hamburger Hafen-Klub der Anfang von etwas Großem, von digitaler Logistik - mit dem globalen Geschäft in Hamburg und dem digitalen Know how in Berlin - und einem hanseatischen Weg, der in der Schanze begann. Eine Frage bleibt zunächst noch unbeantwortet: Lange liefen die operativen Aktivitäten der Brüder unter der Marke "Sky & Sand". Aber warum? Vielleicht ist es der gleichnamige Song aus dem Soundtrack von Paul Kalckbrenners "Berlin Calling". Das würde erklären, warum die beiden sympathischen Jungunternehmer jetzt an der Spree aktiv sind.


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