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Donnerstag, 14. Februar 2019

HANSESTARTUPS: Hackers&Founders@work - der Startup-Treffpunkt für Erwachsene.

HAMBURG STARTUP REPORT


Yarviss - eine 360 Grad-VR-Markenwelt zum Kennenlernen.
Foto: HANSEVALLEY

Es war eine kleine Premiere: Die regelmäßige Eventreihe Hackers&Founders@work des größten norddeutschen Wirtschaftsvereins Hamburg@work feierte am Mittwoch-Abend im 20Scoops-Campus in den Zeisehallen ihren Relaunch. Mit spannenden Gästen zur Zukunft des E-Commerce und einem entspannten Networking hat Hamburg einen neuen Startup-Treffpunkt - allerdings eher für Erwachsene. Ein Hamburg Startup Report:

Gut 2/3 der angemeldeten rd. 60 Teilnehmer von Hackers&Founders@work sind Mitglieder des Digitalclusters Hamburg@work, bestätigt Gastgeberin Jessica Berg im schicken 20Scoops-Campus an diesem spannenden Mittwoch-Abend in Ottensen. Es sind vor allem Informatiker und Ingenieure, Digitalisierungsexperten, Unternehmensberater und natürlich E-Commerce-Spezialisten, die gespannt sind auf die Zukunft des Digital Commerce, die das junge Hamburger Tech-Startup Yarviss mit "Story Shopping" verspricht. Es ist eines der aktuellen finanzierten und unterstützten Jungunternehmen des Hamburger VC's 20Scoops.

Top-Thema des ersten Durchlaufs bei Hackers&Founders@work mit wechselnden lokalen Gastgebern und Medienpartner HANSEVALLEY ist ein neues, virtuelles Einkaufserlebnis mit VR-Brille oder auf dem Smartphone. Yarviss-Gründer Mert Cakar verspricht mit seinem virtuellen 360-Grad-Raum ein besonders emotionales Einkaufserlebnis für Markenhersteller. Das zurecht fokussierte Problem im E-Commerce: Alle Online-Shops sehen beinahe gleich aus, also kaufen die Kunden über den Preis - und große Händler wie Amazon oder Zalando stehlen Markenartikeln die Show und binden Konsumenten an ihre Portale.

Alle Online-Shops sind gleich - so Yarviss-Gründer Mert Cakar.
Foto: HANSEVALLEY

Eine aktuelle Studie des Hamburger Brand Science Instituts bestätigt: 70% aller Onlinekampagnen von Markenartiklern verfehlen ihr Ziel. Der Grund: identischer, austauschbarer Content über alle Kanäle. Das soll sich mit Yarviss ändern: Über das 360-Grad-Erlebnis via VR-Brille oder Mobile-App sollen Videos, Social Media Streams und der eigentliche Online-Shop auf Augenhöhe direkt nebeneinander für den Markenfan präsent sein - angelockt durch spannenden Content via Virtual Reality. Dabei soll der Content für den interaktiven Showroom von den Markenherstellern selbst kommen. Yarviss will die mediale Plattform sein.

In einer lebendigen Diskussion wurde der Softwarentwickler und Gründer Mert Cakar mit spannenden Fragen konfrontiert: Wie passt der standardisierte und über alle Kanäle identisch ausgespielte "13-Sekunden"-Werbespot in eine individuelle Markenwelt? Wie skaliert die noch in der Entwicklung befindliche Marketingplattform - im B2B mit Markenartiklern und im B2C bei potenziellen Konsumenten? Und wie können Kunden mehr als einmal bei Laune gehalten werden, um eine Markenbindung und höhere Umsätze über den 360-Grad-Raum zu erzielen. Fragen, an denen Yarviss mit seinem Investor 20Scoops in den kommenden Monaten intensiv arbeiten wird.


Volles Haus, versiertes Publikum, offene Atmosphäre.
Foto: HANSEVALLEY

Mit einem erstklassigen Networking und vielen neuen Kontakten konnte Hamburg@work mit der Premiere in den Zeisehallen einen erfolgreichen Neustart seiner Startup-Eventreihe vermelden, einem Eventformat mit erwachsenen Gästen, pointierten Fragen in einer entspannten Atmosphäre. Und damit einer aus unserer Sicht echten Bereicherung für die Hamburger Startupszene. Wir freuen uns, mit HANSEVALLEY bei Hackers&Founders@work dabei zu sein. Die ersten spannenden Digitalgeschichten haben wir am Mittwoch-Abend schon kennenlernen können. Bleibt gespannt ...

 Hamburg Digital Background: 

Brand Science Institute, BSI - Presseportal
presseportal.de/pm/58990/4166136

Hackers&Founders@work by Hamburg@work
eventbrite.de/e/hackersfounderswork-unternehmen-40-die-zukunft-des-e-commerce-registrierung-52529035760

HANSESTARTUPS - Das Hamburg Startup Magazin
hansestartups.net

Story Shopping by Yarviss
yarviss.com

20scoops Venture Capital
https://www.20scoops.com/

Mittwoch, 29. November 2017

HANSEHISTORY: Auf dem Weg zur digitalen "Hammaburg 4.0"

Hamburg Digital Report


"Die 'Digitalisierung der großen Stadt' ist kein Wettbewerb um die abgefahrensten Zukunftsvisionen, es ist ein ganz realistisches Projekt für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Ein Projekt, das alle Bereiche des Lebens, Arbeitens und Lernens durchdringt und in einer Vielzahl konkreter Schritte vollzogen wird." Mit diesen Worten brachte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die allumfassende Digitalisierung der Freien und Hansestadt am 2. Mai 2016 vor der Universitätsgesellschaft auf den Punkt

Wenn Apps Besucher leiten, wenn Ampeln intelligent werden und die Gleise der Hafenbahn melden, wenn sie geölt werden müssen - was ist dann mit traditionellen Themen, wie Kunst und Kultur? Google digitalisierte seit 2004 rd. 15 Mio. Bücher mit 4,5 Mrd. Seiten und damit das gesammelte Wissen der Welt. Wenn Literatur digital wird, was ist mit historischen Plätzen und der Geschichte unserer "Hammaburg"?

Ab heute beschäftigt sein ein Innovationsforum des "eCultureLabs" an der HafenCity Universität mit dem digitalen Erbe an Alster und Elbe. Eine digitale Reise in die Geschichte im Hamburg Digital Report:

Die historische "Hammaburg" am heutigen Domplatz in der Altstadt.
Montage: Archäologisches Museum Hamburg
Seit heute dreht sich der HCU alles um digitale Kultur. Schlagworte, wie "Smart Culture" in "Smart Objects", ""Augmented Reality" für "Blended Experience" und "Virtual Reality" mit neuen Geschäftsmodellen stehen auf der Einladung von "eCulture.info" aus Hamburg. Kulturwirtschaft, Kreativ- und Digitalwirtschaft tauschen sich bis Mittwoch-Abend im Rahmen des "Innovationsforum Mittelstand" in interaktiven Sessions über die Möglichkeiten digitaler Kultur an Alster und Elbe aus. Es ist der Höhepunkt einer Workshop-Reihe mit Akteuren aus Kultur, Wissenschaft und Mittelstand.

Am ersten Tag diskutieren die rd. 80 Teilnehmer die Ergebnisse der 4 voran gegangneen Workshops zu allen Aspekten digital erleb- und nutzbarer Kultur. Dazu kommt eine Wissenssafari zu Schlüsselplätzen digitaler  Kultur in Hamburg, wie dem historischen Domplatz als Keimzelle Hamburgs, dem "Creative Space" CSTI der HAW Hamburg, dem "Digital Scienage Center" in der Speicherstadt oder einem Shopschaufesnter der Archäologie in Harburg mit Informationen zu den historischen Ausgrabungen in der Schloßstraße.

Am zweiten Tag des "Innovationsforum Mittelstand" erarbeiten die Unternehmer, Wissenschafter, Kultur- und Tech-Experten  im World Café-Format Kooperationen und neue Geschäftsmodelle - z. B. durch Anleihen aus anderen Branchen. Schließlich soll der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Entwicklungsprozess mit Workshops und Konferenz einmal in den Hamburger Wirtschaftsclustern verankert werden, von der Medienbranche mit "NextMedia Hamburg" über "NextReality Hamburg" bis zum Digitalcluster "Hamburg@work." 

Eine Reise durch Geschichte und Technologien

Alles fing an mit einem Workshop zu Augemented- und Virtual Reality mit Next Reality-Professor Dr. Frank Steinicke von der Universität Hamburg an, gefolgt von einem Austausch im "Creative Space" CSTI am Steindamm mit Vertretern der HAW sowie klein- und mittelständischen Unternehmen zu den Themen IoT,  Smart Objects und Blended Experience Objects. In der dritten Runde ging es im "Digital Scienage Innovation Center" von "komma,tech redaction" in der Speicherstadt um Möglichkeiten, Kultur über diverse Technologien digital zu vermitteln - sei es per Museumsinstallationen oder Social Media Aktivitäten. 

Der letzte Workshop drehte sich am 10. November d. J. um Geschäftsmodelle von KMUs im Zusammenspiel mit digitaler Kultur - sei es durch Anpassung, Erweiterung oder Veränderung bisheriger Angebote. Ein Beispiel ist eine Landingpage des Einzelhandels inkl. Kulturinhalten. Das kann auch über eine Marketing-App wie "Yoints" aus Hamburg passieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Verknüpfung von kulturellen und kommerziellen Informationen über Social Media Kanäle, z. B. mit Bildern einer Ausstellung via Instagram. 

Die "Hammaburg" als Ursprung und Sprungbrett

Oben auf der Tagesordnung des Forum steht das "SmartSquare"-Projekt. Mit interaktiven Displays an Bürgersteigen, digitalen Schaufensterprojektionen am historischen Bischofsturm und mit VR-App auf dem eigenen Smartphone wird in den kommenden drei Jahren der historische Ursprung der Handelssiedlung am Domplatz erlebbar. Mit den Erkenntnissen des Archäologischen Museums Hamburg, der Unterstützung des Digitalnetzwerks Hamburg@work und dem Engagement der HafenCity Universität wird zugleich erforscht, wie der Platz in Zukunft lebendig genutzt werden kann.

Die historische "Hammaburg": Ursprung der Hafen- und Handelsmetropole.
Animation: Archäologisches Museum Hamburg
Die "Hammaburg 4.0" soll zu einer Dauerausstellung werden - inkl. Audioinstallationen, lokal interagierenden Chatbots, einem virtuellen Stadtführer auf den Displays der Citylight-Monitore. Neben Archäologischem Museum und Hamburg@work sind auch das Hamburger Museum für Arbeit, das Altonaer Museum und die Stiftung Historisches Museum mit an Board. Das verspricht eine umfassende Sicht auf die Anfänge, die Entwicklung und die Besonderheiten unserer Stadt seit den Anfängen. 

Wissenschaftler, Unternehmer und Enthusiasten

Das große Ziel ist die Wiederbelebung des Verkehrsknotenpunkts und zugigen Platzes mit neuen lokalen Geschäftsmodellen. Schließlich lädt der ehemalige Parkplatz vor dem Helmut-Schmidt-Pressehaus am Speersort nur bedingt zum Verweilen ein. Mit Hilfe eines "CityScopes" des "CityScienceLab" der HCU wird aus dem ehemaligen Parkplatz und der heutigen Grünfläche schon bald ein lebendiges Quartier, das mit Unterstützung von Anwohnern, Geschäftsleuten und Lokalbesitzern zu neuen Leben erweckt werden kann.

Hinter den digitalen Kulturaktivitäten stehen die beiden Kulturexperten, Wissenschaftler und Unternehmer Jens Bley und Kay Hartkopf. Sie leiten das "eCultureLab" an der HafenCity Universität und organisieren mit "eCulture.info" das Innovationsforum. Mit dem Background als Wissenschaftler, Medienunternehmer und Experten für "urbane Labore" machen sie nicht nur die historische Mitte unserer Stadt lebendig, sie entwickeln mit interaktiven Medien und direkter Einbeziehung von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Besuchern Angebote, was man aus einem Platz mehr und besser machen kann.

Ende Januar kommenden Jahres sollen die ersten Screens am Domplatz an der Petrikirche auf die Ursprünge Hamburgs und die historische Bedeutung des Platzes hinweisen. Wir sind bereits jetzt gespannt.

 Hamburg Digital Background: 

Organisator eCulture.info

Projekt "Hammaburg 4.0" Hamburg:

E-Culture-Projekte in Hamburg:
https://www.hamburg.de/bkm/eculture/

HCU CityScienceLab mit "CityScope":
Digitale Flüchtlingshilfe mit dem CityScienceLab der HafenCity Universität.

Dienstag, 5. September 2017

NEXTHANSE: Die Digitale Hanse wird Augemented Reality.


HAMBURG DIGITAL COMMUNITY


Hamburg ist die Wirtschaftshauptstadt Deutschlands: Unsere Stadt ist einer der drei stärksten Wirtschaftsstandorte der Bundesrepublik. 200 der 1.000 größten deutschen Familienunternehmen haben an Alster und Elbe ihren Sitz. Hamburg ist die stärkste Logistikmetropole Deutschlands und Nordeuropas. Das Elbvalley ist Heimat führender Internetgrößen. Und Hamburg steht vor seiner größten Herausforderung.

Die Digitale Transformation erfasst alle Industrien:


HSBA-Innovator Dr. Uve Samuels bei der Premiere von NEXTHANSE
Foto: NEXTHANSE / Cindy Kubsch
Seehäfen und Reedereien setzen auf die Digitale Karte. Algorithmen und Allianzen entscheiden über Frachtumschlag und Wertschöpfungsketten.
Virtuelle Speditionen greifen Traditionsbetriebe an. Digitale Plattformen sammeln unbegrenzt Daten und gefährden das Geschäft etablierter Mittelständler.
Der Medienstandort verliert gegen neue Player. Newsrooms von Microsoft und T-Online sind in Berlin. Die VideoDays feiern an Rhein und an der Spree.

NEXTHANSE ist die Hamburg Digital Community. Mit mehr als 100 registrierten Corporate-
Innovatoren aus der Metropolregion und fast 500 Innovatoren bundesweit treffen sich hier die Ideengeber der Hamburger Industrie und die Macher des hanseatischen Mittelstands. Initiiert von HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin. Unterstützt vom DI-Lab der HSBA - Hamburgs führender Wirtschaftshochschule.

Am 26. September d. J. laden HANSEVALLEY und die HSBA in den Handelskammer InnovationCampus, um in vertraulichem Rahmen die Chancen und Herausforderungen für Hafen, Handel und Hamburgs Mittelstand zu diskutieren. Thema des 2. geschlossenen Netzwerk-Events ist:

Handelskammer InnovationCampus Hamburg.
Foto HANSEVALLEY
"NEUE WELTEN - NEXT REALITY - CORPORATE READY" 

Vertreter führender Unternehmen, Einrichtungen und Dienstleister berichten über herausragende Projekte mit Augmented und Virtual Reality für Hamburg, Hafen und Handel. Die Themen in der Übersicht:

Von der Kaikante zum virtuellen Hamburger Hafen

Von der Klassifizierung zur virtuellen Begehung

Vom Bau der neuen U 4 zu virtuellen Elbbrücken

Vom gedruckten Kinderstar zum virtuellen Liebling

Chief Digital und Innovation Officer, Digital- und IT-Unternehmensstrategen, Innovationsmanager sowie Lab- und Hub-Programmchefs Hamburger Großunternehmen und Mittelständler lernen exklusive Neuigkeiten aus erfolgreichen Digitalprojekten kennen und tauschen sich in vertraulichem Rahmen über Herausforderungen und Chancen über Branchengrenzen hinweg aus.

NEXTHANSE - Die Hamburg Digital Community
Dienstag, 26. September 2017
DI-Lab@HSBA, Adolphsplatz 6, 20457 Hamburg


NEXTHANSE ist ein geschützter Raum für Unternehmensinnovatoren. Fernab "digitaler Kindergärten", Digitalberatern und digitaler Medienszene treffen sich bei NEXTHANSE Firmenvertreter, die Probleme lösen. HANSEVALLEY lädt neben Corporate-Innovatoren ausgewählte Tech-Startups und Netzwerkpartner ein, die Hamburgs Wirtschaft in die digitale Zukunft begleiten.

Unternehmensvertreter können sich formlos mit Angabe ihrer Kontaktdaten unter community@nexthanse.net registrieren.  Exklusive Einblicke von der Premiere der NEXTHANSE gibt es auf HANSEVALLEY. Weitere Informationen unter nexthanse.net.

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Bestätigung möglich. Dienstleister und Medienvertreter können leider nicht teilnehmen. NEXTHANSE ist ein Event von HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin.


Mittwoch, 3. Mai 2017

HANSEFUTURE mit Spherie: Eine Reise um die Welt in 360 Grad.

Spice VR-Co-Founder Nicolas Chibac bei der StartupNight.
Foto: HANSEVALLEY
HAMBURG STARTUP REPORT

Der voll besetzte Saal im Wirtschaftsministerium an der Berliner Invalidenstraße staunt nicht schlecht: Der Hamburger "Spice VR"-Gründer Nicolas Chibac enthüllt, die Geburt seines Sohnes vor 1 1/2 Jahren mit einer 360 Grad-Kamera gefilmt zu haben. Der Filmproduzent illustriert beim Dronemasters-Pitch auf der StartupNight Luft- und Raumfahrt die Möglichkeiten der 360°-Visualisierung - in Verbindung mit neuester Drohnentechnologie.

10 Tage später, in einem abgelegenen Gewerbegebiet am Rande der Hamburger Hafencity: Zwischen Oberhafen und neuem Lohsepark übt ein Drohnenbesitzer vor dem FilmFabrique Co-Working mit seiner neuen, ultrakompakten Drohne "DJI Mavic". Es ist der Auftakt zu einer faszinierenden Reise in die Welt der bewegten Bilder, die Welt des 37-jährigen Filmemachers und Visionärs Nicolas - jenes jungen Unternehmers, der kurz zuvor auf der großen Bühne vor Deutschlands Luft-und Raumfahrtelite die Zukunft präsentiert.


Die Küche im FilmFabrique-Coworking am Oberhafen.
Foto: HANSEVALLEY
Die Alte Bahnmeisterei im Oberhafenquartier - zwischen Vergangenheit und neuer Hafencity: Hier im 2. Stock ticken die Uhren anders. Die FilmFabrique ist das Zuhause für Filmemacher und ihre Projekte. In der Küche ein Regal mit alten Kameras, Filmrollen und Projektoren. Auf dem Klo historische Filmplakate - King Kong darf nicht fehlen. 

Mitten in der kreativen Büroetage: die Schreibtische der Hamburger Produktionsfirma Spice VR. Der Name täuscht ein wenig: Es geht um 360-Grad-Filme - z. B. für Werbung im Tourismus - und was man daraus machen kann.

Nicolas ist der Kopf, das Herz und der Macher hinter dem 8-köpfigen Kernteam. Anfang 2015 gründet er seine Produktionsfirma, entgeht beim Startups@Reeperbahn-Pitch im vergangenen September wegen technischer Pannen nur knapp einem Schiffbruch - kann Anfang diesen Jahres mit voller Förderung des IFB-Innovationsprogramms "InnoRampUp" voll durchstarten. Es ist die Geschichte eines Reisenden und seiner Bilder, die Geschichte eines Visionärs und seiner Drohnen. Ein Blick zurück:

Studium oder Weltreise? Aus 5 Monaten werden fast 10 Jahre.


Co-Founder und kreativer Kopf: Nicolas Chibac
Foto: Kevin McElvaney
2002 steht der Flensburger an einer entscheidenden Wegmarke: Filmregie studieren oder eine Weltreise machen. Er hat sich in Berlin und München beworben - und zieht hinaus in die Welt. 5 Wochen sollten es werden, 5 Monate sind es am Schluss. 2 Weltreisen unternimmt er als Fotograf und Werbefilmer, ist bis zu 6 Monate unterwegs - vornehmlich im Tourismus. Er macht 360-Grad-Fotos für Hotelketten, dreht Werbeclips. Immer wieder muss er für Projekte eigene Technik entwickeln. Am Anfang gibt es weder 360-Grad-YouTube-Videos noch VR-Brillen.

2010 startet im 5-Sterne-Ressort "Relais & Chateau" auf Bali seine erste Drohne zum Werbeflug. Doch der hoffnungsvolle Auftakt endet im Pool: Totalschaden für Drohne und Kamera - 6.000,- € versenkt. Der weit blickende Werbefilmer lässt sich nicht abschrecken. Mit dem Einsatz von Drohnen sieht er komplett neue Möglichkeiten - und eine Alternative zu teuren Hubschrauberflügen. 2014 bekommt er den Auftrag für seinen ersten Werbefilm in 360° für den Mobifunkprovider MTV Mobile Sunrise. Ein Jahr später darf er ein 360-Grad-Musikvideo für Warner Music mit Robin Schulz drehen. 

Die Zukunft virtueller, begehbarer Räume: Da geht noch mehr!

Im gleichen Jahr startet ein faszinierendes Projekt mit 360 Grad-Aufnahmen und anschließender Virtualisierung: Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Berlin Partner, der Berliner Universitätsklinik Charité, dem Netzwerkhersteller Cisco und dem Busbetreiber DB Regio erschafft Nicolas für die internationale Technologiekonferenz "Cisco Live" ein begehbares 3D-Modell des Impfmobils "Medibus". Am Nachmittag der "StartupNight" präsentieren die Partner vor 5.000 Zuschauern die Zukunft von virtuellen, begehbaren Räumen. Dem heimlichen Techi wird klar: Da geht noch mehr!


Die 360-Grad-Filmdrohne "Spherie"
Foto: HANSEVALLEY
Jetzt startet der Autodidakt die nächste Stufe seiner persönlichen Reise um die Welt. Im Mittelpunkt der Präsentation bei der Berliner StartupNight: "Spherie" - eine 360-Grad-Drohne. Wieder geht es ums Filmen, wieder geht es um 360°-Aufnahmen - allerdings mit einer ausgereiften Drohnentechnologie und ganz neuen Möglichkeiten. Jetzt sind 360-Grad-Filme ohne störende Kamera, Halterung und Drohne im Bild möglich. 

Die 360-VR-Drohne "Spherie"

Die Idee hinter der Kameradrohne: "Mit "Spherie" kann man die ganze Welt einscannen, um sie VR-fähig zu machen", erzählt der Wahl-Hamburger mit lechtenden Augen in der gemütlichen Wohnküche der FilmFabrique. Mit der Drohne sollen Räume in Zukunft fast automatisch abgescannt und aufgenommen werden. Aus den per Photogrammetrie aufgenommenen Bildern wird per Software ein fotorealistisches 3D-Modell - und daraus ein interaktiv begehbares Umfeld. Jeder Raum kann gescannt und anschließend virtualisierst werden.

1 1/2 Jahre dauert die Entwicklung, ein Sideprojekt, finanziert aus den Filmaufträgen. Fast 80.000,- € sind bis heute in die Zukunftstechnologie geflossen - u. a. in Prototypen, Kameratechnik und juristische Unterstützung. Die Erfindung ist zum Patent angemeldet. Das deutsche Patent- und Markenamt hat "Spherie" als patentfähig eingestuft. Konnten bislang nur grafische Abbildungen in 2D optimiert werden, können jetzt Räume in 3 Dimensionen erkannt, gescannt und virtualisiert werden - und das zunehmend automatisch, schnell und detailgenau.




Next Steps: "Digital Twins" und Virtuelle Reisen

Die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt. Schon heute zeigt "Google Tango", in welche Richtung es geht: Zuerst misst man seine Räume aus. Anschließend gestaltet man sie mit neuen Möbeln. Ein B2B-Szenario: Digitale Kopien von Schiffen oder Ölplattformen - für Sicherheitsschulungen und Einsatzoptimierung. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Erlebnisse von Urlaubsreisen virtualisieren, wie die Elphi, um Reiseziele zu entdecken. Desto besser die Technik, desto mehr wird das virtuelle Erlebnisse eine eigene Dimension.

Einer, der dabei vorn mitspielen könnte, ist der britische Unternehmer und Ballonfahrer Sir Richard Branson, Nach Virgin Airlines und Virgin Galactic könnte er mit Drohnen-Projekten der Zukunft auf die Sprünge helfen. Seit 2014 ist es ein Top-Thema auf Virgin.com. Im Rahmen der diesjährigen "Extreme Tech Challenge" auf Necker Island pitchen allein drei Startups mit Drohnen. Außerdem werden 6 Drohnen-Teams eingeladen, außerhalb der Wertung Necker Island auf den Britischen Jungferninseln abzufliegen. Mit dabei: Nicolas mit "Spherie" - und Richard Branson ist begeistert. 



Und wie geht es weiter? Schauen wir auf das Holodeck des Raumschiffs Enterprise. Dort können Besatzungsmitglieder durch virtuelle Räume laufen, Missionen trainieren und Sport treiben. Die Idee: Das Darstellen ganzer Welten. Der virtuelle Freizeitpark "The Void" zeigt den Weg - noch mit Brillen. Der nächste Schritt: die digitale Darstellung von Materie. Die Technologie dahinter: das Erzeugen elektromagnetischer Felder durch Überlagerung mehrerer Ultraschallwellen. Das Ziel: haptische Gefühle ohne einen Handschuh. Ein US-Startup arbeitet bereits daran.

Vor 15 Jahren entschied sich der damals 22-jährige Jungfotograf und Werbefilmer Nicolas Chibac, die Welt zu entdecken. Heute ist er dabei, mit "Spherie" die ganze Welt zu scannen. Zum Abschluss des spannenden Ausflugs gibt er uns mit auf den Weg: "Reisen ist wichtig, um Perspektiven wechseln zu können und Empathie entwickeln zu können." Noch kann VR das Reale nicht ersetzen. Künftig könnten Reisen in die virtuelle Welt auch dafür sorgen, dass uns das Reale im täglichen Leben wieder bewusster wird. Das wäre ein interessantes Reiseziel.

 Hamburg Digital Background: 

Die Spherie VR-Drohne:
http://spherie.net/

Die Spice VR 360°-Filme:
www.spicevr.com/


Ihr Hamburg Digital Marketing _______________________________________

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Dienstag, 11. April 2017

HANSEFUTURECANDY: "Wenn man wartet, ist es zu spät ..."

HANSE DIGITAL REPORT

Mittwoch, 8. März d. J., auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin: Der gemeinsame ITB-Messestand von Hamburg Tourismus und 60 Partnern, wie führenden Kreuzfahrtlinien, Kultureinrichtungen und Dienstleistern in der Messehalle 6.2 auf dem Messegelände unter dem Funkturm wird zur großen Bühne: Unter dem Titel "Hamburg - Große Klänge. Große Schiffe. Große Zukunft" lädt die Tourismus-Förderung unserer Stadt zum Branchen- und Medienempfang 2017.


Der Hamburg Tourismus-Stand@ITB Berlin 2017
Foto: Instagram / @hansevalley / Thomas Keup
Neben Grußworten aus Politik und Tourismus sowie flotter Moderation der Originale Anke Harnak und Yared Dibaba sind zwei Programmpunkte besondere Highlights des ITB-Auftaktes: Yared Dibaba betritt auf der Eventbühne erstmals die Elbphilharmonie - virtuell mit Datenbrille vor den Augen. Sein Erlebnis wird nur noch von einer putzigen Maschine getoppt: dem Service-Roboter "Pepper" der japanischen Tech-Schmiede SoftBank.

Hinter den besonderen Momenten des Berliner Tourismus-Events steht die Hamburger Innovationsagentur "Future Candy". Wir wollen mehr wissen über die Zukunftsmacher aus dem Fabrikloft in Hammerbrook. Ein Hanse Digital Report:


Das Büro vom Future Candy in Hamburg
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
Hamburg, Gotenstraße, im Gewerbegebiet von Hammerbrook: Zwischen Handwerksbetrieben und Büros findet sich hinter einem bescheidenen Eingang eine der interessantesten Adressen des digitalen Hamburgs: Unter dem Dach des schlichten Gewerbebaus kümmert sich ein Dutzend junger Mitarbeiter um den "heissen Scheiss" von Morgen. Auf dem Tisch: nagelneue VR-Brillen für den Versand an Kunden.

Vor mir sitzt Nick Sohnemann, MBA-Absolvent der Hamburg Media School, Sohn aus einer Hamburger Unternehmerfamilie. Die Innovationsagentur "Future Candy" ist nicht der erste Schritt seiner Reise in die Zukunft. 2006 fängt er im Innovationsbereich der Werbeagentur "OMD" an, schlaut die Kollegen als Marktforscher auf. 2 Jahre später wechselt Nick in die Zukunftsagentur "Trendone" - ist von Anfang an im Business Development für Forschung und Beratung rund um Trends und Zukunftsthemen an Board.

Nicht Zukunftsforscher, sondern Innovationsberater

Die Beratung reicht dem rastlosen Jungunternehmer nicht aus. Kunden fragen ihn, wie man die Zukunftstrends aus der Innovationsberatung umsetzen kann. Der Betriebswirt greift zu, gründet die Agentur "Innospark" - frei nach dem Vorbild "Innosight" des Harvard-Wirtschaftswissenschaftlers und "Innovation Dilemma"-Autors Clayton Christensen. "Innospark" ist nicht unbedingt "heisser Scheiss", doch Nick hat noch nicht den Mut, mit dem verrückten Titel "Future Candy" an den Start zu gehen.

Im März 2013 benennt der Hamburger die Firma schließlich um, arbeitet zunächst weiter als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Innovationslabs der Hamburg Media School. So gewinnt der junge Unternehmer Know how und Ideen auch für seine eigene Firma. Das Business beginnt mit Vorträgen und Workshops. Noch ist nicht 100%ig klar, was Kunden einmal bereit sind, zu ordern. Eines ist dem Early Adaptor jedoch jetzt schon bewußt: "Ich wollte nicht Zukunfts- oder Trendforscher sein. Ich wollte als Innovationsberater arbeiten."

Future Candy "Mobile Lab": 25.4. im DI-Lab@HSBA


Zukunft live erleben mit der Tech Flat
Foto: Future Candy
Seine Vorträge sind konkret, nicht abstrakt, darauf legt der Chef des Innovationsteams wert. Mittlerweile ist "Future Candy" eine Innovationsagentur. Stolz fügt Nick hinzu: "Wir machen Prototyping." Doch vor der Umsetzung steht das Kennenlernen. Mit einem Mobilen Lab präsentiert er mit seinem Team auf Konferenzen und in Labs die neueste Technik. Das "Mobile Lab" ist eine Chance, den "heissen Scheiss" aus erster Hand erklärt zu bekommen. Eine Möglichkeit haben Hamburgs Firmeninnovatoren bei der Premiere der Hamburg Digital Community NEXTHANSE am 25. April im DI-Lab@HSBA.

Neben dem "Mobile Lab" bietet das Team der Hamburger Innovationsagentur mit der "Tech Flat" ein Abo-Modell für die neueste Technik. Alle drei Monate bekommen Innovationsabteilungen von Unternehmen ein Paket mit den jüngsten Entwicklungen - für drei Monate zum Ausprobieren inkl. technischem Support des Future Candy-Teams. Zwischen 20 und 25 Gadgets kriegen Abonnenten so im Jahr zu sehen. Die Jahresrate liegt bei 18.000,- €. In den kommenden Wochen startet dazu eine Finanzierungskampagne auf Kapilendo

Der Grundsatz: Niemals mehr einen Trend verpassen.
Future Candy-Chef Nick Sohnemann
Foto: Future Candy

Die "Tech Flat" macht durchaus Sinn. Nick erklärt das so: "Du kriegst immer das Neueste zum Ausprobieren. Viele Unternehmen können auf Grund von Einkaufsrichtlinien, Restriktionen oder Listungen neueste Technik regulär nur schwer beziehen." So kann kaum ein Corporate-Vertreter einfach über sein Amazon-Konto Echo mit Alexa bestellen und ins Büro liefern lassen. 15 namhafte Unternehmen zählt der pfiffige Unternehmer bereits zu seinen Kunden, darunter Daimler, Edeka, Interone, Jung von Matt, Otto oder Telefonica.

Die Idee stammt aus Gesprächen mit der Edeka-Zentrale: Jemand kauft die neueste Technik ein, die Unternehmensvertreter können sie ausprobieren und schließlich kann der "heisse Scheiss" weiter genutzt werden. Frei nach dem Modell der "Shared Economy" setzt der Hamburger Unternehmersohn die Idee nun für viele Firmen um. Zunächst ist die "Tech Flat" wohl vor allem ein Inspirations-Angebot für Firmen, die den Schalter schon umgelegt haben und mit eigenen Teams an der Digitalisierung arbeiten.

Dann muss Nick Sohnemann auch schon wieder los. Im Innovationslab "SPIELFELD" von Roland Berger und VISA Collab Europe präsentiert "Future Candy" die ganze Bandbreite der aktuellen Technologien zum Ausprobieren - vom 3D-Drucker über Amazon Alexa, die Hololens, Virtuell Reality bis zur smarten Luftmessung. Zum Schluss gibt uns der Hamburger Vorreiter noch drei Trends mit auf dem Weg an unseren Schreibtisch:

 1. Die Zukunft bleibt mega unsicher. 
Digitalisierung wird die gesamte Wirtschaft in den kommenden 20 bis 30 Jahren auf den Kopf stellen.

 2. Die Kultur des Ausprobierens hilft. 
Prototyping neuer Produkte und Services wird wichtiger denn je. Innovationen zu entwickeln, wird Kernkompetenz.

 3. Technologien ver-/treiben Märkte. 
Technologien werden andere Bereiche des Lebens erreichen und verändern (wie Olaf Scholz richtig feststellt - s. o.).

*  *  *

 Hamburg Digital Background: 


Die 5 "Superstar"-Technologien werden uns auf weiter begleiten: das Automobil, der Fernseher, der Personal Computer, das Smartphone und die Waschmaschine. Dazu kommen aktuelle Tech-Themen, die auch in Hamburg stark vertreten sind:

Das "Mobile Lab" am 25.4. bei NEXTHANSE:
Premiere der Hamburg Digital Community

Die Innovationsagentur Future Candy:
www.futurecandy.com


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Mittwoch, 21. Dezember 2016

HANSEVIRTUALITY: 6 Gründe, warum Hamburg 2017 zur VR- und AR-Hauptstadt wird


Schnappschuss von einem Sonnenuntergang
über Hamburg aus einem Hubschrauber
Foto: Polizei Hamburg, Dezember 2016


Der Hamburger AR-Spezialist und Co-Founder des Event-Netzwerkes 12min.me Oliver Rößling hat auf XING-News einen interessanten Grundlagenbeitrag zu Augmented und Virtual Reality in Hamburg veröffentlicht. Wir freuen uns, den Insider-Beitrag als Gastbeitrag im Hamburg Digital Magazin veröffentlichen zu können. 

Ganz egal, dass in Hamburg eigentlich niemand Fußball spielen kann. Hamburg hat eben andere Qualitäten! Die Perle an Elbe und Alster wird sich 2017 zu einer der weltweit wahrgenommenen Hochburgen für die Themen Augmented Reality (kurz: AR - dt. = Erweiterte Realität) sowie Virtual Reality (kurz: VR - dt. = Virtuelle Realität) entwickeln und das hat genau sechs Gründe:


1. Hamburg kann Medien

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hamburger "irgendwas mit Medien" macht ist nicht besonders klein, wohingegen das Spektrum der Medien der Stadt wirklich groß und vielfältig ist, was allein die extra für Medien und Digitales gegründete Initiative nextMedia.Hamburg beweist.

Im Kontext des Anforderungsprofils von VR und AR ist insbesondere Hamburgs Gamesbranche zu nennen, in der laut gamescity:Hamburg um die 4.500 Arbeitnehmer tätig sind. Die hier Beschäftigten sind vergleichsweise gut geschult, wenn es um gestalterische und technische Aspekte bei der Umsetzung von VR- und AR-Projekten geht. 

An dieser Stelle kann es zu diversen Anknüpfungspunkten aber auch Überschneidungen kommen, wobei man jedoch nicht vergessen sollte, dass VR und AR vor allem ein extrem spannendes Medium für den Handel, die Industrie und die Immobilienwirtschaft ist, welches ganz neue Möglichkeiten der Visualisierung, Interaktion, Vermarktung und Simulation bietet.

Natürlich könnte man an dieser Stelle um die verpasste Chance "Olympia" jammern, welche dem Thema sicherlich noch einen gehörigen Auftrieb gegeben hätte. Man könnte, hätte, sollte...blah blah blah! Konjunktive braucht jedoch in diesem Kontext niemand, weshalb wir in diesem Artikel das Tal der Tränen hinter uns lassen und erwartungsvoll nach vorne schauen.


2. Hamburg war in Deutschland ganz früh dabei


Recording "Give Peace a Chance". John Lennon, Timothy Leary, Yoko Ono (1969)
Quelle: Wikipedia.org
Tatsächlich tummeln sich in der Hansestadt so einige Pioniere der Virtuellen Realität. Doch in den 1990ern gab es zwar einen großen Hype, der allerdings genauso schnell wieder verflacht ist. Die Technologie war noch nicht bereit für den Mainstream. Beispielsweise wurde eine der ersten VR-Brillen nach einem Vortrag des LSD-Papstes Timothy Leary 1991 in Hamburg auf dem Jungfernstieg bei Absolute Software gebaut und kann heute noch besichtigt werden.

Das Modell ist mit 1990 noch aufwändig aus der ehemaligen DDR beschafften Carl-Zeiss-Linsen ausgestattet und sieht den aktuellen Brillen bereits erstaunlich ähnlich. Leider war seinerzeit das Internet noch in den Kinderschuhen, weshalb das Brillenprojekt, das sich vor der US-Amerikanischen Konkurrenz nicht verstecken musste, aus Mangel an Information um die Marktsituation, eingestellt worden.


Eine VR-Brille, wie sie heute aussieht (l.) und das Modell von 1991 im Vergleich
Foto: Absolute Software GmbH


3. Ein hochspezialisiertes Ökosystem und eine lebendige Szene

In Hamburg haben sich längst viele Dienstleister und Kanzleien auf das Thema Medien und Digitales eingeschossen. Da niemand gern auf nur ein Pferd setzt, sind diese Firmen selbst - nicht allein aus eigenem wirtschaftlichen Interesse, sondern auch aus Spaß an der Sache selbst - sehr aktiv dabei, den Blick über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus auf Hamburg als innovative Medien- und Digitalmetropole zu lenken und entsprechend Lobbyarbeit zu betreiben.



Immer voll bei 12min.me-Events im Mindspace
Foto: 12min.me e.V.
In den letzen drei Jahren - quasi seit dem VR und AR wieder en vogue sind - schossen neben zahlreichen Startups und so einige Events, Formate und andere Gruppierungen sprichwörtlich aus dem Boden. Nennenswert sind hier das Meetup "Virtual Reality Hamburg" mit knapp 500 Mitgliedern und das neue regelmäßige Format "12min.NEXTreality" von 12min.me, zu dessen Premiere sich allein 245 Interessierte zur ersten Veranstaltung im Oktober '16 im Hamburger Mindspace anmeldeten.


Die Gewinner des letzten VirtualWeekends durften u.a.
eine vergoldete VR-Brille als Preis mit nach Hause nehmen.
Quelle: www.VirtualWeekend.com
Die Hamburger Games Conference legte 2016 ebenfalls den Schwerpunkt auf virtuelle Realitäten. 2017 wird in Hamburg das zweite "VirtualWeekend" stattfinden. Ein VR-Hackathon, auf dem Hacker, Geeks und Interessierte zusammen Lösungen erdenken, prototypisieren und am Ende eines langen, durcharbeiteten Wochenendes vor einer Jury präsentieren. Zudem ist für 2017 bereits einiges mit entsprechender Strahlweite in Planung. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik arbeiten an dieser Stelle beispielhaft zusammen. Stay tuned!

Die neuen Visualisierungs-möglichkeiten bieten tatsächlich auch außerhalb des Mediensektors große Potentiale für Zusammenarbeit. Die Stadt Hamburg betreibt bspw. Clusterpolitik, d.h. es gibt Spezialisierungsfelder, in denen die Stadt die politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen verschiedener Branchen bündelt und vertritt. 

Unterschiedlichen Clustern zugehörige Unternehmen, wie z.B. Airbus, Lufthansa und HPA, testen und nutzen bereits heute schon intensiv die neue Technologie für Planungs-, Vermarktungs- und Präsentationslösungen. Demnach wird die Technologie um VR und AR dafür sorgen, das künftig einige Cluster hier noch intensiver zusammenarbeiten werden.




Cluster der Freien und Hansestadt Hamburg
Quelle: BWVI
4. Top Wissenschaft und Forschung sowie ein aktuelles Curriculum für Studenten

Mit umtriebigen Forschern, wie zum Beispiel den Virtual Reality-Experten und Professoren für Mensch-Computer-Interaktion Frank Steinicke von der Uni Hamburg oder dem Professor für Angewandte Informatik Kai von Luck von der HAW, ist Hamburg bestens aufgestellt, in der Lehre den Nachwuchs für VR und AR und andere digitale Innovationen zu begeistern. Natürlich darf man weder ihre Kollegen an der jeweiligen Hochschule vergessen, noch die Forscher der FH Wedel oder TU Hamburg.



Ein s.g. "CAVE" gibt es in Hamburg nicht nur an den Hochschulen.
Quelle: Wikipedia.org
Für alle Interessierten, die gern Virtuelle Realität ins Studium mit einbeziehen wollen, bieten die Hamburger Hochschulen bereits heute viele Möglichkeiten. Aufgrund der klaren Vorprägung als Medien- und Games-Standort haben die Hochschulen bei der Erstellung der jeweiligen Curricula darauf geachtet, am Zahn der Zeit zu bleiben. 

Mindestens an vier Hochschulen am Standort (UHH, HAW, TUHH, FH Wedel) gibt es ein so genanntes "CAVE" (cave automatic virtual environment), in dem die virtuelle Welt auf die reale Umgebung möglichst realistisch projiziert wird. Beispielsweise nutzt das Projekt "The Void" in den USA bspw. eine CAVE um eine Art "Real-Time Holodeck" aufzubauen.

Das Interesse der Forschung an dem Thema ist offensichtlich sehr groß und inbesondere die aktuellen und nächsten Generation von Studenten, die durch Apps und Spiele längst verstanden hat, dass das Thema gekommen ist um zu bleiben, wird auf den Zug aufspringen wollen, da hier künftig eine Vielzahl spannender Jobs entstehen wird.
5. Hotspot für globale Internetriesen und umringt von Hidden Champions aus dem Mittelstand.

Hamburg (als "Elbvalley" @Welt.de betitelt) beherbergt so manchen Internetriesen. So haben beispielsweise Google, Facebook, Twitter, Airbnb, Microsoft, Dropbox, Adobe, Yelp etc. einige ihre europäischen Ableger in der Stadt angesiedelt. Zumindest Microsoft, Facebook und Google werden hardwareseitig in den nächsten Jahren ganz vorn bei den Themen AR und VR mitspielen. Microsoft sorgt bespielsweise derzeit insbesondere mit seiner AR-Brille "Hololens" für Schlagzeilen, Facebook hat sich die Rechte an den VR-Lösungen von Oculus gesichert und Google brachte jüngst neben seinem Cardboard die Daydream-Brille auf dem Markt.

Ganz ehrlich: Es währe doch gelacht, wenn es hier nicht eher früher als später Synergien mit der Hansestadt gibt, die ja nun klar einen Schwerpunkt auf die entsprechenden Themen setzt und die oben genannten Endgeräte mit relevantem Inhalten bespielt. Wenn die Szene es schafft, nachhaltig und laut genug am Standort das Thema zu bespielen, werden auch die derzeit regional noch vergleichsweise wenig in Erscheinung tretenden Internetriesen hellhörig, denn spätestens ab 2018 wird mit Inhalten mehr Umsatz generiert, als mit der Hardware der großen Hersteller.



Marktgöße: VR in Deutschland
Quelle: Deloitte-Studie auf wired.de


Mal ganz abgesehen von all den Global Champions und in Anbetracht der Grafik, haben wir auch jede Menge Hidden Champions in und um Hamburg versammelt. Dutzende innovative mittelständische Firmen, die ein offenens Ohr für Innovation haben, aber nicht immer an vorderster Front in Erscheinung treten (wollen). Viele treiben schon heute spannende VR und AR Projekte voran, ohne damit in der Öffentlichkeit aufzutauchen.





Neben den Hidden Champions trauen sich aber auch immer mehr Gründer und kleinere Mittelständer an die Themen AR und VR. Regelmäßig treten neue Startups, Projekte und Ideen in Erscheinung. Nennenswert ist eine Initiative, die als Joint-Venture einiger kleinerer Mittelständer, derzeit eine größere Ausstellungsfläche gepaart mit einem Co-Working-Konzept in der Hamburger Speicherstadt explizit für VR und AR umsetzt. Die Initiatoren möchten dort auch Gründern und Hochschulen Platz für die Umsetzung von Ideen zur Verfügung stellen. Offiziell wird das Projekt voraussichtlich Ende Q1 2017 bekanntgegeben.

6. Gute Chancen auf Support durch die Stadt und öffentliche Förderung


Hamburg plant ganz konkret eine Initiative zu dem Thema Virtuelle und Erweiterte Realität ins Leben zu rufen und dieser zum Start auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Seite zu stellen (wie reden über 300.000 Euro für zwei Jahre), um das Thema noch schneller ins Bewusstsein der Wirtschaftsakteure zu bringen. 


Deutschland-Karte: Wo die Hidden Champions sitzen:
viele in und um Hamburg
Quelle: Handelsblatt.com vom 28.04.2014
Wie in den vorangegangenen Punkten bereits erwähnt wurde, gibt es bereits eine Reihe von Events und Zusammenschlüsse zum Thema VR und AR, sowie ein lebendiges, junges Ökosystem, weshalb das Rad in Hamburg nicht neu erfunden, sondern schlicht und einfach zum Rollen gebracht werden muss. 

Heißt, die Mittel, die seitens der Stadt als eine Art "Kick-Start" in die Initiative gesteckt werden, sowie weitere Mittel, die voraussichtlich mittelfristig aus der Privatwirtschaft eingesammelt werden und über die sich die Initiative zeitnah tragen wird, kommen der Bekanntmachung des Themas in der hiesigen Wirtschaftslandschaft zugute und sorgen dafür, Hamburg über seine Grenzen hinaus als einer der internationalen Vorreiterstädte für VR und AR sichtbar zu machen. Für diese Weitsicht und die zügige Umsetzung verdienen die Verantwortlichen seitens der Stadt großes Lob.

Sobald die Potentiale der neuen Visualisierungsmöglichkeiten duch die Wirschaft verstanden werden, wird so mancher Konzern oder Mittelständer versuchen, das Thema für sich auszuloten. Das Projekt der Handelskammer Hamburg, die IKS Hamburg (Innovations Kontakt Stelle), ist einer der wesentlichen Anknüpfungspunkte für die Wirtschaft, um von der Forschung am Standort zu profitieren und die neuen Visualisierungstechnologien in Mittelstand und Konzern zum Standard werden zu lassen. Die IKS vernetzt hier Wissenschaft und Wirtschaft gezielt, um innovative Idee Wirklichkeit werden zu lassen.

Innovationsförderung ist in Hamburg auch auf behördlicher und politischer Ebene ein hochaktuelles Thema. Die Hamburgische Innovations- und Förderbank (IFB) und besonders deren Programme Innovationsstarter und InnoRampUp fördern Startups und Mittelstand bei der Bewältigung nachhaltig innovativer Ansätze, zu denen alles rund um VR und AR mit Sicherheit zu zählen ist. Bei der Beschaffung von Fördergeldern aus diversen öffentlichen Fonds helfen aber auch die TuTech oder das Startup Dock

Außerdem wird derzeit ein Innovations-Wachstumsfonds in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro geprüft, an dem sich die Stadt Hamburg mit bis zu 10 Millionen Euro beteiligen würde. Sowas will gut durchdacht und geplant sein, weshalb es ggf. noch ein paar Monate dauern könnte, bis die Maßnahme in Kraft tritt. Das wäre dann nochmal eine ganz glasklare Ansage in Richtung Zukunft. Sicher fällt da auch für VR- und AR-Lösungen der eine oder andere Euro ab.

Wo es jedoch noch ein wenig hapert, ist das privatwirtschaftliche Engagement. Sicher gibt es viele s. g. Family Offices, die private Vermögen verwalten. Jedoch investieren diese vorzugsweise in Immobilen, anstatt in innovative Firmen oder Produkte, da es hier regelmäßig an der digitalen Kompetenz mangelt, das jeweilige Risiko zu bewerten. Auch Venture Capital für Frühphasengründungen - nicht allein für VR und AR - ist derzeit eher knapp in Hamburg.

Fazit: Hamburg bringt die besten Voraussetzungen mit, um nicht nur in Deutschland eine wichtige Rolle im Bereich VR und AR zu spielen. Politik, Wissenschaft und Wirtschaft haben das Thema klar im Blick. Der Fokus auf Virtuelle- und Erweiterete Realität ist eine logische und sinnvolle Erweiterung des Kompetenzspektrums der Hansestadt und eine Chance für den gesamten Wirtschaftsraum.

Autor: Oliver Rößling

Die redaktionelle Verantwortung des Gastbeitrags liegt beim Urheber.



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