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Mittwoch, 14. Juli 2021

HANSEMOBILITY: Volkswagen stellt Transformation zur Softwarefirma vor.

HANSE DIGITAL MOBILITY
- Update: 15.07.2021 -

"Bis 2030 wird die Mobilitätswelt den größten Wandel seit dem Übergang vom Pferd zum Auto zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebt haben."
Herbert Dies, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG, 13.07.2021

Mit "New Auto" zeigt "VW" seine digitale Transformation bis 2030 auf.
Foto: VW AG

Im Jahr 2030 will der Wolfsburger "Volkswagen"-Konzern mit digitalen Services ebenso viel Umsatz erwirtschaften, wie mit dem Verkauf elektrischer Fahrzeuge seiner Marken - von Audi, Cupra und Porsche über Seat, Skoda und Traton bis zu VW PKWs und Nutzfahrzeugen. Digitale Wertreiber für die erwarteten 1,2 Mrd. € Mobilitätsumsätze pro Jahr beim europaweit größten Fahrzeughersteller mit 12 Marken aus sieben Ländern sind Online-Services für Fahrer und Familien ebenso, wie autonomes Fahren für PKW-Besitzer auf Autobahnen und "Moia"-Nutzer in Hamburg und Hannover. Chefredakteur Thomas Keup hat die Präsentation der aktuellen "VW"-Strategie "New Auto" verfolgt:

Auf der Basis von Software ist der nächste, weitaus radikalere Wandel der Übergang zu deutlich sichereren, intelligenteren und schließlich autonomen Fahrzeugen. Das bedeutet für uns: Technologie, Geschwindigkeit und Skalierung werden eine zentralere Rolle spielen als heute." Volkswagen-Vorstandschef Herbert Dies bringt anlässlich der Vorstellung der Konzernstrategie "New Auto" für 2030 am Dienstag dieser Woche auf den Punkt, worum es "Volkswagen" mit rd. 10 Mio. ausgelieferten Fahrzeugen pro Jahr und 660.000 Mitarbeitern weltweit geht. 

Neue "VW"-Gruppen-Struktur + aufeinander aufbauende Layer.
Grafik: VW AG

Mit dem Start des Ingolstädter "Audi"-Flagschiffes "Artimis" ab 2025 und des Wolfsburger "VW"-Zukunftsmodells "Trinity" 2026 geht der Automobilkonzern von jährlich bis zu 10 Mio. elektrisch angetriebenen Modellen aus, die mit der neuen, ab 2025 konzernweiten Hardware- und Softwareplattform "E³ 2.0" ausgeliefert werden. In 2030 soll jedes 2. ausgelieferte Fahrzeug des "VW"-Konzerns ein digital gesteuertes E-Fahrzeug sein. Die genutzte Technik besteht aus einer Hardware-Grundlage mit Sensoren, Aktoren und Chips, die die digitalen Funktionen ermöglichen und steuern. Darauf aufbauend kommt die Software-Ebene mit dem für alle E-Autos von "Audi" bis "VW" künftig einheitlichen Betriebssystem "VW OS" und der "VW Automotive Cloud" - mit 10 Mio. neuer Autos pro Jahr, die online gehen.

Sensoren, Software und Service: Wie "VW" rollende Computer plant.

Neben Hardware und alle drei Monate aktualisierter Software sind es die darauf aufbauenden digitalen Service, die die Wertschöpfung - sprich zusätzlichen Mobilitätsumsätze - bringen sollen. Dabei spielen ein persönlicher Assistent für die Buchung von Mobilitäts- und Reiseservices eine wichtige Rolle, ebenso die Freischaltung von Batteriereserven für die Langstrecke und das autonome Fahren auf der Autobahn. Diese Dienstleistungen können künftig online gebucht und freigeschaltet werden. Damit sollen - je nach Konzernmarke und Kundensegment - passende Zusatzdienste vermarktet werden - auch zusammen mit lokalen Partnern. 

Hinter der Betriebsplattform für die Steuerung der Fahrzeug- und Antriebsfunktionen, der weltweiten Cloud-Plattform, den regelmäßigen Updates durch eine eigene agile Entwicklungseinheit namens "ID digital" sowie den weitergehenden Services steht die in diesem Jahr in eine eigene europäische Aktiengesellschaft geformte Softwaretochter "Cariad". Bis heute hat der in Wolfsburg beheimatete Softwareriese mit aktuell mehr als 4.000 Mitarbeitern allein 15 konzerneigene IT-Firmen und -Beteiligungen vereint. Jährlich geht rd. 1 % der langfristigen Investitionsmittel (Capex) in die Softwareentwicklung - rd. 2,0 bis 2,5 Mrd. € pro Jahr. Ab 2025 soll "Cariad" den Break Even erreichen und mit Einführung der einheitlichen Software- und Serviceplattform E³ 2.0 eigenes Geld verdienen.

"VW"-Finanzchef Arno Antlitz weiß, dass Software der Werttreiber wird.
Foto: VW AG

"Volkswagen"-Finanzchef Arno Antlitz fasst die finanzielle Entwicklung so zusammen: „Wir werden unsere BEV-Plattformen (mit E-Fahrzeugen, die Red.) skalieren, wir wollen einen führenden Automotive-Software-Stack entwickeln. Und wir werden weiter in autonomes Fahren und Mobilitätsdienstleistungen investieren. Während dieses Übergangs wird unser robustes ICE-Geschäft (mit Verbrennungsmotoren, die Red.) dazu beitragen, die dafür nötigen Gewinne und Cashflows zu generieren.“ Es ist das ganz große Geschäft, das hier erwartet wird: Der weltweite Markt mit individueller Mobilität wird im Jahr 2030 bis zu 5 Trillionen € betragen - mehr als eine Verdoppelung zum Status Quo. Davon will "VW" ein möglichst großes Stück Torte abzweigen. 

Große Ziele bei "VW": 50 % Stromer, ebenso viele Erlöse aus Services.
Grafik: VW AG

In den Jahren 2021 bis 2025 investiert der Konzern über alle Marken und Sparten hinweg 73 Mrd. € in Zukunftstechnololgien - von der Batterieentwicklung über elektrische Antriebe und vom autonomen Fahren mit 400 Meter weit scannenden Sensoren und einer mit "Microsoft" geplanten "Automotive Cloud" bis zur Software-Entwicklung bei "Cariad". Dazu kommen in den  Folgejahren noch einmal 73 Mrd. € Investitionen für die nächsten Schritte - auf dem Weg zum Softwarekonzern mit Mobilitätsservices und rollenden Computern für jeden Zweck. 

Dirk Hilgenberg, CEO von "Cariad", bringt auf den Punkt: „Software spielt die entscheidende Rolle bei der Transformation von einem reinen Autohersteller zum integrierten Mobilitätskonzern. Bis 2030 kann Software – auf Basis des autonomen Fahrens – eine bedeutende Einnahmequelle in unserer Branche werden.“ Die einheitliche 2.0 Plattform für On-Board-Konnektivität und Software, die mit der neuen, skalierbaren Bauplattform "SSP" inkl. Batteriepack ab 2025 konzernweit ausgerollt wird, ebnet den Weg für das neue, digitale Ökosystem und damit für neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

Nach jährlichen Investitionen von 2-25, Mrd. € soll "Cariad" ab 2025 Geld verdienen.
Grafik: VW AG

Software-Wertschöpfung konzernweit von 10 % auf bis zu 60 % rauf.

Als künftige Einnahmequellen des hauseigenen, international tätigen Softwarekonzerns "Cariad" mit bis zu 10.000 Mitarbeitern in der höchsten Ausbaustufe 2025 gelten zum einen interne Verrechnungen der Konzernmarken mit Einsatz von E³ 2.0 für ihre Modelle, aber auch Lizenzeinnahmen von Dritten. Damit bekommen die Luxusmarken wie "Audi" ebenso alle Services frei Haus, wie die Sportmarke "Porsche" und die Volumenmarken von "Seat" über "Skoda" bis zu "VW". Neben den 12 Konzernmarken in sieben europäischen Ländern sollen künftig auch Partner - wie die "Ford"-Werke - ab 2023 vom Software-Knowhow der Wolfsburger profitieren. 

In Zukunft will "Volkswagen" den Eigenanteil an der Software von aktuell rd. 10 % auf dann bis zu 60 % erhöhen. Bei fahrzeugkritischen und prüfungsrelevanten Funktionen will "VW" zudem die Kontrolle zu 100 % besitzen. Dazu gehört das automatisierte Fahren auf Level 3 in der Version 2.0 der Software-Plattform ebenso, wie das automone Fahren auf Level 4. Mit dem "Audi"-Modell "Artimis" führt "VW" das autonome Fahren zuerst in Europa ein - vor den USA und China. Die künstliche Intelligenz für das autonome Fahren wird von "Cariad" gemeinsam mit "Microsoft" in der "VW Automotive Cloud" umgesetzt. Diese wird ihren Sitz in Redmond bei "Microsoft" haben. Auch der Bereich IT-Security soll von "VW" federführend mitverantwortet werden. 

Autonomes Fahren - auf Autobahn, bei Sammelfahrdienst und Paketlieferung.

Beim autonomen Fahren setzen die Niedersachsen zum einen auf private PKW, die mit dem Add-on auf freigegeben Autobahnen ohne Hand am Lenker unterwegs sein werden. Ein zweiter ebenso interessanter Markt sind Mobilitäts-Services im Flottensegment. Ab 2025 wird der neue, elektrische "VW Buzz" aus dem Nutzfahrzeugwerk in Hannover auf ausgewählten Routen in der Hamburger Innenstadt autonom als "Moia"-Shuttle seine Runden drehen. Neben autonomen Fahrdiensten für Hamburger soll der neue Bulli als "ID Buzz Cargo" auch für die autonome Paketlieferung eingesetzt werden. Zwar wird es weiterhin einen Paketboten an Board geben, selbst fahren wird dieser dann nicht mehr unbedingt.

Das künftige Business: Autonomes Fahren, autonome Flotten + digitale Services.
Grafik: VW AG

Den autonomen Einsatz in dicht besiedelten Innenstadtbereichen macht die hoch empfindliche Sensortechnologie "LiDAR" möglich. Diese wird vom amerikanischen Joint Venture "Argus AI" der Autobauer "Ford" und "VW" entwickelt und bietet eine 360 Grad-Sicht auf Straßen - um spielende Kinder und Hunde sicher zu erkennen. Nach aktuellen Informationen kann das "Argus"-System auf bis zu 400 Metern Entfernung Partikel erkennen und so höchstmögliche Sicherheit beim autonomen Fahren in Innenstädten gewährleisten. Die heute im Schritttempo gesammelten Daten der "Moia"-Fahrten in Hamburg und Hannover dienen als wichtige Grundlage für die künftig autonomen Fahrten - dann mit Entertainment-Displays in jedem Sitz.

Privat-PKW, Fahrdienste und On-demand-Services aus lokalen Hubs. 

Ebenfalls Teil der "Mobility-as-a-Service"-Strategie gelten Kurzzeitvermietungen von Fahrzeugen. Hier sammelt "VW" mit seinen E-Flotten in Berlin ("E-Golf") und Hamburg ("ID 3") umfassende Erfahrungen im Echtzeitbetrieb. In Zukunft werden Nutzer alle Services - wie "Moia"-Sammeltaxen und "We Share"-E-Fahrzeuge - aus einer App heraus buchen können. Dazu gehören Carsharing und Ride Pooling ebenso, wie Autoabos. Die Flotten dazu werden in lokalen Hubs geladen und bereitgestellt - und on-demand rausgeschickt. Dieses Konzept ist bereits Anfang der neunziger Jahre bei "Daimler" erdacht worden. Übrig geblieben von flexiblen Fahrzeug-Angeboten per Kurzeitmiete sind bei den Stuttgartern lediglich die "Smarts" mit "Car2Go" - heute vereint mit den "Minis" von "Drive Now" im Joint Venture "Share Now". 

Ein weiterer Aspekt für künftige Wertschöpfung im Bereich Software ist das digital gesteuerte Be- und Entladen der - zusammen mit der schwedischen Startup-Beteiligung "Northvolt" - entwickelten und in künftig weltweit sechs Gigafactories - u. a. in Salzgitter - produzierten Batteriezellen. Dahinter steht in intelligentes Strom- und Energiemanagement zusammen mit Stromproduzenten und einer eigenen europaweiten Ladeinfrastruktur. Der Clou: Künftig dienen Elektrofahrzeuge auch als intelligente Stromspeicher auf vier Rädern, die an Wallboxen und Ladesäulen je nach Bedarf Strom tanken oder auch abgeben können. Im Gegenzug wird der eigentliche Bezug von Fahrstrom kostenfrei. Ein Konzept, dass auch bei "BMW" und "Siemens" in den Schubladen liegt.

Die digital-vernetzte "VW"-Zukunft mit E-Mobilität und autonomem Fahren.
Grafik: VW AG

Konzern-Optimist Herbert Dies fasst die Entwicklung mit Sensoren, Software und Services wie folgt zusammen: „Das Automobil und die individuelle Mobilität stehen vor einer glänzenden Zukunft. Mit seinen innovativen Marken und State of the Art-Plattformen bereitet sich der Volkswagen Konzern darauf vor, in der neuen Mobilitätswelt eine führende Rolle zu spielen.“ Bleibt die Spannung, was die beiden anderen deutschen Autobauer "BMW" und "Daimler" in fünf Jahren auf die Straße bringen - und wie sich der neue niederländische Riese "Stellantis" aus "Fiat" + "Chrysler" sowie "Renault" + "Nissan" mit seinen rd. 8 Mio. Fahrzeugen pro Jahr im Wettbewerb schlagen wird.

*   *   *
 Hanse Digital Service: 

Die Rede von "VW"-Konzernchef Herbert Dies kann hier abgerufen. Auf den "VW"-Seiten ist auch die Präsentation von "VW"-Finanzvorstand Arno Antlitz zu finden. 


 Hanse Digital Background: 

HANSEMOBILITY: 
Wie Volkswagen zum Software-Hersteller für Elektrofahrzeuge werden will.
hv.hansevalley.de/

Das Hanse Mobility Magazin: hansemobility.de

Mittwoch, 28. August 2019

HANSEMOBILITY: Kluge Ampeln und clevere Autos für Hamburgs Straßen.

HAMBURG DIGITAL REPORT
* Update *


Bürgermeister Tschentscher mit einem Test-Tesla der HAW Hamburg.
Foto: Senatskanzlei Hamburg

1,8 Mio. Einwohner, fast 1 Mio. Arbeitnehmer, 350.000 Pendler in und 130.000 Pendler aus der Stadt am Tag. Hamburg ist die Wirtschaftsmetropole im Norden Deutschlands, Drehscheibe für 4,5 Mio. € Tonnen Güter im Jahr, Heimat des größten Seehafens in unserem Land. Mit 3.900 km Straßen, 80 km Autobahn, 1.766 Ampeln und mehr als 770.000 Autos ist die Hansestadt auch die Verkehrsdrehscheibe im Norden. Der Hamburger Senat weiß um Bedeutung und die Herausforderungen.


Mit dem Zuschlag für den Internationalen Transport- und Mobilitätskongress ITS im Jahr 2021 hat der Senat ein umfassendes Programm für die Mobilität der Zukunft rund um Alster und Elbe gestartet. Mit den sechs Schwerpunkten Infrastruktur und Daten, Verkehrssteuerung und Parken sowie Mobilitätsservices und Vernetztes Fahren mit aktuell gut 60 aktiven und ebenso vielen abgeschlossenen Projekten beweist der Senat mit seinen Partnern, dass er es ernst meint.


Die Autonome Teststrecke aus der Vogelperspektive
Luftbild: Martin Elsen / Grafik: Olli Design

Eines der ambitioniertesten Projekte der Verkehrsbehörde mit dem stadteigenen Unternehmen für Verkehrsanlagen HHVA ist die Teststrecke für Autonomes Fahren vom Dammtor über die Messehallen und die Neustadt und weiter bis zur Hafencity und den Landungsbrücken. Nach großem Medienecho zur Präsentation von Senat und VW im April d. J. sprachen wir mit den Beteiligten, wie das Projekt vorangeht. Ein Hamburg Digital Report aus dem Herzen der Mobilitätsmetropole Hamburg:


Bürgermeister Tschentscher fährt freihändig auf der Hamburger Teststrecke.
Foto: Senatskanzlei Hamburg

Unsere Information hat sich bestätigt: Am 6. September '19 fuhr erstmals ein Tesla über die Teststrecke in der Hamburger City. An Board: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Ein weiteres Highlight auf der insgesamt 9 km langen Strecke. Am 4. April d. J. präsentierte die VW-Konzernforschung im Prototypen-Museum in der Hafencity ihre umgebauten und mit einem Rechenzentrum im Kofferraum ausgestatteten E-Golfs der Tages-, Wirtschafts- und Fachpresse. Autonomes Fahren - mitten in der Stadt - neben Fußgängern, Radfahrern, PKW, Taxen, Bussen und Brummis. Damit schlägt Hamburg deutschlandweit ein einzigartiges Kapitel auf. 


"Der Bürger hat einen zunehmenden Mobilitätsbedarf. 
Mit Hilfe der Digitalisierung entwickeln wir Lösungsansätze."
Volker Rech, Geschäftsführer Hamburg Verkehrsanlagen

14 Kameras, 11 Laser-Scanner und 7 Radare besitzt jeder der 5 in der Hamburger City freigegeben E-Golfs auf der speziell ausgestatteten Teststrecke westlich der Alster. Im ersten Schritt können die Testwagen die Bedingungen für vernetztes und teil-/autonomes Fahren auf insgesamt 3 Kilometern testen, später auf 9 Kilometern speziell ausgestatteter Stadtstrecke. Das Geheimnis sind die Ampeln, die für die Kommunikation mit den Testfahrzeugen speziell umgebaut und aufgerüstet werden. 


Eines der 5 autonomen Testfahrzeuge auf Hamburgs Straßen.
Foto: HANSEVALLEY

Was wir als Grün, Gelb und Rot unterscheiden können und unser Gehirn zu 90% visuell verarbeitet, ist für ein autonomes Fahrzeug nicht erkennbar. "Bis auf Weiteres werden Autos dumm bleiben", erläutert Volker Rech, zuständig für die 1.766 Ampeln in Hamburg zwischen Bergedorf und Blankenese. Um in den 2020ern das automatische Fahren zur Serienreife zu bringen, müssen nicht nur Fahrzeuge mit Kameras, Scannern und Radaren mit der Umgebung kommunizieren. Für das automatische Fahren der Zukunft sind kluge Ampeln im Zusammenspiel mit vernetzten Fahrzeugen ebenso wichtig.


Eine der ersten Funkboxen für autonome Fahrzeuge in Hamburg.
Foto: BWVI

37 Siemens- und Swarco-Ampeln plus 1 Brücke baut das öffentliche Unternehmen für Verkehrsanlagen HHVA im Auftrag der Verkehrsbehörde bis 2020 um und stattet sie mit einer "Roadside Unit" - sprich Funkbox - mit "V2X"-Kommunikationstechnik aus. Hier informieren Ampeln die Autos, wo sie stehen und wann es weiter geht. Mit an Board sind neben dem ITS-Referat der BWVI und dem Ampelbetreiber HHVA auch das Urban Mobility Lab der HAW Hamburg. So gewinnt Hamburg Erfahrungen für vernetzte Ampeln und die Stadt kann sich als Taktgeber für Mobilität in Großstädten aufstellen.


Einer der E-Golf der VW-Konzernforschung in der Hafencity.
Foto: VW

Einmal im Monat führt die VW-Konzernforschung aktuell Testfahrten rum um Dammtor, Funkturm, Michel und Elphi mit bis zu 2 Fahrzeugen gleichzeitig durch. Dabei sind bis zu 10 Ingenieure aus Wolfsburg vor Ort - fast unbemerkt von Auto-, Taxi-, Bus- und Brummifahrern. Erste Testfahrten wurden bereits im Frühjahr durchgeführt, seit Anfang April d. J, geht es Stück für Stück voran. Auf Seiten der Hamburger Verkehrsanlagen sind ein halbes Dutzend Ingenieure mit an Board, dazu kommen u. a. Mitarbeiter von Hochschule, Projektträger, Chiphersteller NXP und Softwareentwicklung mit eigenen Projekten auf der Strecke. 


"Mein Antrieb jeden Morgen ist es, die Stadt ein klein bisschen weiter zu bringen."
Sebastian Troch, Referatsleiter ITS und Datenmanagement, BWVI Hamburg

Das Ziel der Anstrengungen im Rahmen der Mobitlitätspartnerschaft zwischen Senat und Volkswagen aus dem Jahr 2016 ist klar: Vollautomatisiertes Fahren mit PKW und Bussen bis Level 4 - vollautomatisch aber mit Fahrer an Board. Dabei denken die Verantwortlichen schon weiter als bis 2020 und planen, das Projekt über die jetzige Testphase hinaus weiterzuentwicklen. 21,5 Mio. € stehen vor allem für die Ampelausstattung zur Verfügung, die Hälfte vom Verkehrsministerium in Berlin gefördert, die Hälfte vom Hambuger Senat als Investition in die Zukunft eingesetzt. 

Teststrecke für Autonomes Fahren westlich der Alster.
Grafik: BWVI

Die gewonnenen Daten bieten nicht nur VW und dem Senat wertvolle Erkenntnisse für die Mobilität der Zukunft - sie werden zudem auf der Hamburger Urban Data Platform für künftige Projekte und Entwicklungen zur Verfügung gestellt. Ein Mobilitätsdaten-Marktplatz ermöglicht es, Unternehmen neue, digital-vernetzte Geschäftsmodelle aufzusetzen und das Thema Verkehr und Mobilität in Hamburg zu einer zukunftsweisenden Digitalbranche werden zu lassen. 

Ob vollautomatische Stopps in Gefahrensituationen, kooperatives Fahren in Kolonnen, vorausschauende Gefahrenwarnungen, ob Restanzeigen für wartende Autofahrer oder sichere Abbiegevorgänge zum Schutz von Radfahrern - die künftigen Einsatzszenarien kluger Ampeln begeistern schon heute. Möglich macht es das Zusammenspiel für cleveren Ampeln und klugen Autos, die uns immer mehr unterstützen können. Volker Rech von der HHVA bringt auf den Punkt: "Was wir im Ansatz haben, ist Verkehr, Mobilität, Sicherheit und Klima."

"Wir wollen herausfinden, was die Straßeninfrastruktur von morgen können."
Sebastian Troch, Referatsleiter ITS und Datenmanagement, BWVI Hamburg

2021 soll das Projekt für Autonomes Fahren - kurz TAVF - abgeschlossen werden und bis 2030 sollen die Ziele für die intelligent-vernetzte Mobilitätsmetropole Hamburg erfolgreich umgesetzt sein. Am 4. September d. J. treffen sich Experten und Interessenten zum 11. Mal in der HAW am Berliner Tor, um Perspektiven und künftige Möglichkeiten für das autonome und vernetzte Fahren zu diskutieren. Im kommenden Jahr wird der Senat außerdem einen neuen Verkehrsentwicklungsplan verabschieden. 

Kick-off für die vernetzte Mobilität der Zukunft in Hamburg.
Foto: VW

Neben der Leistungsfähigkeit des Verkehrsnetzes in und um Hamburg stehen vor allem die Ziele Umweltschutz, Gesundheit und natürlich die Sicherheit auf Hamburgs Straßen ganz oben auf der Tagesordnung. Für die Freie und Hansestadt geht es nicht ums Geld verdienen, sondern um eine bessere Zukunft auf Hamburgs Straßen. Gut zu wissen, wenn sich die Stadt um eines der wichtigsten Themen unseres Alltags kümmert.

 Hamburg Digital Background: 

06.09.2019: Welt Hamburg: So testet Hamburg autonomes Fahren
welt.de/regionales/hamburg/article199834974/Mobilitaet-So-testet-Hamburg-autonomes-Fahren.html

04.09.2019: TAVF-Projektforum am Urban Mobility Lab der HAW Hamburg

ITS Mobility: City-Teststrecke für autonomes Fahren (ausführlich)

Verkehrsbehörde BWVI: City-Teststrecke für autonomes Fahren (kurz)

ITS Hamburg 2021: Projekte, Nachrichten, Termine + Newsletter

Kontakt Verkehrsbehörde BWVI, ITS Hamburg + Weltkongress 2021

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Pressestelle BWVI: Mobilitätsstudie MID 2018 für Hamburg

Wikipedia: Autonomes Fahren


BMW: Die 5 Stufen des autonomen Fahrens


Montag, 5. Juni 2017

HANSESTATEMENT: Die nächste Hanse ist digital.


Die Digitalisierung verändert alles: Jeder 2. Beruf in Deutschland geht verloren. Viele DAX-Konzerne wird es nicht mehr geben. Die Blockchain ist das nächste Internet. 




Wie revolutioniert 3D-Druck den Hafenstandort Hamburg? Wie verändert autonomes Fahren die Logistikmetropole Hamburg? Wie disruptiert Blockchain den Finanzplatz Hamburg?


Sinnspruch der Hansestadt über dem Haupteingang des Hamburger Rathauses:
"Die Freiheit, die die Älteren erwarben, bemühe sich die Nachkommenschaft würdig zu hüten."
Foto: Torsten Roeder@Wikimedia, Lizenz: CC BA-SA 3.0

Aus traditionellen Spediteuren werden digitale Plattformen. Aus bekannten Containerriesen werden selbstfahrende Geisterschiffe. Aus sicheren Arbeitsplätzen werden autonome Roboter. 


Sinnschrift über dem goldenen Tor des Festsaals im Hamburger Rathaus:
"Durch Eintracht wachsen kleine Dinge, durch Zwietracht zerfallen die größten."
(Caius Sallustius Crispus Sallust, römischer Historiker, 86-36 v. Chr.)
Foto: La Laetti@Flickr, Lizenz: CC BY-NC 2.0

Wir begleiten die Wirtschaftsmetropole Hamburg auf dem Weg zur digitalen Metropole Hamburg - in Wirtschaft, Politik und Stadtleben. Denn die nächste Hanse ist digital.




Sonntag, 14. Mai 2017

HANSEPERSONALITY Henrik Falk: "Der Bedarf am privaten Fahrzeug wird nahezu ganz aufgelöst."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Die Hansestadt Hamburg und der Fahrzeugbauer Daimler schließen am kommenden Freitag eine umfassende Partnerschaft in den Bereichen Elektromobilität, Carsharing, Brennstoffzellen-Infrastruktur, digitale Mobilitätsplattformen, Elektro-Busse und Elektro-Transporter. Auf Daimler-Seite sind die Mobilitätsplattform Moovel und die Financial Services beteiligt, neben dem Senat ist auf Hamburger Seite die HOCHBAHN federführend dabei.

1,2 Mio. Fahrgäste nutzen täglich allein die Buss
e und Bahnen der Hamburger HOCHBAHN. 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Betrieb. Die HOCHBAHN ist ein wichtiges Rückgrat im Hamburger Verkehrsverbund. Jeder 2. Fahrgast nutzt die roten Busse und Bahnen. Mit neuen U-Bahnlinien, CO2-freien Bussen und digitalen Innovation ist die HOCHBAHN ein Taktgeber für Mobilität in unserer Stadt. Unser HANSEPERSONALITY ist HOCHBAHN-Vorstand Henrik Falk:


Führt den Hamburger Nachverkehr in die Zukunft:
Der neue Hochbahn-Chef Henrik Falk
Foto: Hochbahn
1978 nahmen 300.000 Hamburger auf dem Rathausmarkt Abschied von der letzten Straßenbahnlinie an der Elbe. In Zukunft sollen weniger erschlossene Gebiete, wie Billbrook oder der Hafen mit individuellen Busshuttlen angeschlossen werden. Dazu können sich Fahrgäste - z. B. von Firmen - per App einen Zubringerbus bestellen, gemanagt über eine digitale Dispositionsplattform. Wie sie das praktisch vor und hinter den Kulissen aus?


Aktuell beschäftigt sich der HVV innerhalb eines Projekts mit genau diesem Thema. Als Mobilitätsexperte sind wir hier natürlich als Partner mit im Boot. Zur konkreten Planung ist der HVV Ansprechpartner.

Ganz grundsätzlich verstehen wir uns als Organisator einer nachhaltigen Mobilität der Smart City Hamburg. Darum setzen wir uns laufend mit Trends und Entwicklungen urbaner Mobilität auseinander - von Digitalisierung bis Shareconomy. Heißt, wir treiben das Thema digitaler Mobilitätsplattformen selbst auch an verschiedenen Fronten: Sei es bei der Weiterentwicklung und Ausweitung unseres Projektes Switchh oder bei Partnergesprächen zum Thema potenziell neuer Ridesharing-Modelle.

Und nicht zu vergessen ist natürlich das Thema, welches gerade die halbe Welt bewegt: autonomes Fahren. Modelle und Technologien hierzu werden wir uns in den kommenden Jahren näher ansehen und voraussichtlich ab 2021 auch erste Pilotprojekte für mehrjährige Testreihen anstoßen. Derzeit laufen die ersten Gespräche dazu mit den Partnern. 


Die erste U-Bahn wurde in Hamburg 1912 eröffnet - es ist eine Ringlinie und die bekannte U3. Heute können Hamburger Fahrgäste in den U-Bahnhöfen Borgweg und Mönckebergstraße sowie in den Metrobus-Linien 3 (VHH) und 5 (HHA) kostenlos im WLAN surfen. Können wir in Hamburg künftig in allen Bussen und U-Bahnen kostenlos surfen und wenn ja, wie sehen die Ausbaupläne konkret aus?

Der Ausbau des WLAN-Netzes ist ein wichtiges Element unserer Strategie zum digitalen Kundenerlebnis. Aus der Auswertung unseres Pilotprojekts im vergangenen Jahr haben wir gesehen, dass wir damit den Nerv unserer Fahrgäste getroffen haben. Deshalb haben wir die WLAN-Ausrüstung beschlossen: Alle 91 U-Bahn-Haltestellen und unsere gesamten Busflotte mit rund 1 000 Fahrzeugen werden einen Internetzugang erhalten.

Damit knüpfen wir außerdem auch direkt an das Vorhaben der Freien und Hansestadt Hamburg an, im gesamten Stadtgebiet rund 900 WLAN-Accesspoints bereitzustellen. Die Ausstattung unserer Infrastruktur mit dem Internetzugang via "MobyKlick" erfolgt sukzessive. Bis Ende dieses Jahres wird unsere gesamte Hochbahn-Busflotte über einen WLAN-Zugang via Router verfügen. Bis Ende 2018 sollen dann alle U-Bahn-Haltestellen an das Glasfasernetz angeschlossen sein. 


Alles begann 1839 mit vier Pferdefuhrwerken und bis zu 13 Fahrgästen zwischen dem Hamburger Steintor und der Altonaer Palmaille. Künftig können Fahrgäste mit ihrem Handy mittels "Check-in/Be-out" in Bussen, Bahnen und Fähren unterwegs sein und müssen nicht mal mehr ein Ticket lösen. Wie funktioniert das und wann können wir das erstmals live - z. B. auf der Metrolinie 5 - ausprobieren?

Nun, die Grundidee von Check-in/Be-Out ergibt sich aus zwei wesentlichen Kundenwünschen: Erstens ist das Tarifsystem in Hamburg – und ganz ehrlicher Weise wohl in keiner Großstadt – selbsterklärend und als Fahrgast will ich mir nicht lange überlegen müssen, welches Ticket das richtige ist. Zweitens will ich ebensowenig hin- und her rechnen, ob ich gerade wirklich das günstigste Ticket gezogen habe. Für genau diese Ansprüche gibt es in verschiedenen Städten bereits unterschiedliche Lösungsansätze.

Unsere Vorstellung ist, dass Kunden mit ihren Smartphones und sogenannten iBeacons, also Standortmarkern, erkannt werden, sobald Sie eine Haltestelle beziehungsweise ein Fahrzeug betreten. Mit dem Bestätigen der ersten Fahrt trackt die App via Smartphone dann jede weitere automatisch und rechnet am Ende des Tages den günstigsten Gesamtpreis ab. Aktuell befinden wir uns in der Ausschreibungsphase für die Entwicklung einer solchen Lösung. Wir sind zuversichtlich, im kommenden Jahr einen ersten Piloten laufen zu haben. 


Seit 2013 gibt es mit der "Switchh-Card" ein deutschlandweit einmaliges Kombiangebot für Hamburger Fahrgäste, auch Mietwagen von Cambio, Car2Go und DriveNow sowie Fahrräder von StadtRad nutzen zu können. Im Sommer bekommt Hamburg einen neuen Anbieter für E-Scooter-Sharing. Wie erfolgreich ist das Mobilitätskonzept und wie wird das "Switchh"-Angebot weiter ausgebaut?


Switchh-Carsharing-Station am Berliner Tor
Foto: Hochbahn
Wenn wir in die Zukunft schauen, wird irgendwann jede Verkehrsmittelnutzung öffentlich sein, weil der Bedarf am privaten Fahrzeug sich durch die Angebote „geteilter Mobilität“ nahezu ganz auflöst. Wir sharen unsere Mobilitätsangebote – das ist nichts anderes als öffentlicher Nahverkehr. Diesem Gedanken folgend, haben wir das Projekt Switchh gestartet - einen innovativen Ansatz zur Verknüpfung des öffentlichen Nachverkehrs mit anderen Angebotsformen, wie Bike- oder Carsharing.

Mit dieser Idee hat die Hochbahn in Hamburg Neuland betreten. Daher – und gerade auch mit Blick auf ähnliche Projekte in anderen Städten wie Wien, Hannover oder Leipzig – war uns total klar, dass dieser Ansatz bei Nutzern erst einmal verstanden und auch gelernt werden muss. Und auch wir lernen dazu: Nach der Pilotphase haben wir das Angebot – das zunächst auf HVV-Abonnenten beschränkt war – im letzten Jahr auf alle HVV-Nutzer ausgedehnt. Mit dieser Ausweitung haben wir einen Anstieg der Kundenzahlen um 10 Prozent erreicht. Wir sehen also: 

Mit unserem Angebot erhöhen wir das Verständnis und Bewusstsein für die Nutzung geteilter Mobilitätsangebote. Das ist ein guter erster Schritt!

Seit 2014 gibt es in Blankenese mit der "elektrischen Bergziege" den deutschlandweit ersten Regelbetrieb mit Elektrobussen. Ab 2020 wird es in Hamburg nur noch abgasfreie Elektrobusse geben. Das Stromnetz in Hamburg ist dafür gerüstet, so eine aktuelle Studie. Was dürfen wir in Sachen Innovationen in Zukunft noch von der Hochbahn erwarten?

Mit dem Ziel, ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse zu beschaffen, stehen wir vor einer großen Aufgabe. Man muss sich klar machen, dass diese Entwicklung einer echten technologischen Revolution gleichkommt. Nicht nur, dass entsprechende Fahrzeuge bereitgestellt werden müssen. Auch die Infrastruktur und die IT-Systeme benötigen einen kompletten Wandel. Und das ist die eigentliche Mammut-Aufgabe. Neben der Herstellerfrage bezüglich der Entwicklung und Lieferung serienreifer Fahrzeuge beschäftigen wir uns daher eindringlich genau mit diesen Themen.


Hochbahn-Innovationslinie 109 im Elektobetrieb
Foto: Hochbahn
Derzeit zeichnet sich ab, dass Batteriebusse als Basistechnologie den Mobilitätsanforderungen der Zukunft am ehesten gerecht werden – gegebenenfalls mit ergänzenden Wasserstoffelementen. Darum planen wir heute schon unseren künftig größten Busbetriebshof Gleisdreieck so, dass er den entsprechenden Anforderungen gerecht wird und eine Lade-Infrastruktur für bis zu 250 E-Busse aufweist. Gleichzeitig prüfen wir anhand dieses Referenzprojektes, wie wir die IT-Systeme für die neuen Technologien gestalten. Damit schaffen die dann die Basis, künftig einen Betriebshof nach dem anderen umzurüsten. Zur Einordnung: Wir haben immerhin fünf dieser Höfe für insgesamt rund 1.000 Busse.

Zu guten Letzt unsere Hamburg-Frage: Ältester Verkehrsverbund der Welt, erste Millionenmetropole ausschließlich mit Elektrobussen - das klingt nach Weitsicht und kontinuierlichem Fortschritt. Welche Herausforderungen hat Hamburg mit seiner Hochbahn in Bezug auf die "wachsende Stadt" und eine immer attraktivere Touristenmetropole?


Neubau der U-Bahnlinie 4 zu den Elbbrücken
Foto: Hochbahn
Ganz klar: Wo Hamburg wächst, müssen wir es auch tun und unser Netz erweitern. Oder besser noch: Wir müssen heute schon berechnen, wo sich morgen Bedarfe für größere Kapazitäten ergeben werden und entsprechend planen. Bestes Beispiel hierfür ist der Ausbau der U4 durch die HafenCity bis zu den Elbbrücken. Hier gelingt es uns gerade, die Infrastruktur parallel zum wachsenden Bedarf eines sich im Ausbau befindlichen Stadtteils zu gestalten.

Aber auch dort, wo unsere Buslinien an ihre Grenzen stoßen, müssen wir Lösungen finden. Nehmen wir als Beispiel die Situation auf den Metrobus-Linien im Innenstadtbereich: Trotz der engst möglichen Bustaktung von zwei Minuten können wir das Fahrgastaufkommen hier langfristig – insbesondere zu Stoßzeiten – wahrscheinlich nicht abbilden. Deshalb treiben wir zur Entlastung der Metrobus-Linien 5 und 6 den Bau der U5 von Steilshoop über die Innenstadt bis zum Siemersplatz voran – ein Vorhaben, das Potential hat, das größte Infrastrukturprojekt der nächsten Jahrzehnte zu werden. Und die U5 wird auch technisch herausragend: sie wird vollautomatisch fahren. Denn nur so können wir auf einer U-Bahnlinie den Minutentakt und somit die maximale Auslastung abbilden. 


Zusammenfassend heißt das: Wir gestalten die Mobilität der Zukunft schon heute mit und unterstützen so die Hansestadt auf dem Weg zur Smart City. Unser Ziel ist nichts weniger als nachhaltige Mobilität langfristig im Hamburger Lifestyle zu verankern. Es soll künftig zum guten Ton gehören, auf das eigene Auto zu verzichten und Mobilität stattdessen ganz einfach zu teilen.



Vielen Dank für diese Rundreise!

Das Interview führte Thomas Keup.


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 Hamburg Digital Background: 

Hochbahn-Vorstand Henrik Falk:
hwww.hochbahn.de/hochbahn/hamburg/de/Home/Unternehmen/Unser_Job_fuer_Hamburg/Der_Konzern/Der+Vorstand/Henrik+Falk

Hamburger Hochbahn im Überblick:

Neubau der U-Bahnlinie 4:
u4.hochbahn.de/

Fortschritt der U-Bahnlinie 4:
www.hamburg.de/u4-hamburg/

Planungen der U-Bahnlinie 5:
www.hamburg.de/u5/

Mobilitätsprojekt Switchh:
www.switchh.de

NDR-Heimatkunde: Die Hamburger U-Bahn:
www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Heimatkunde-U-Bahn,hamj53614.html

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Der Hamburger Verkehrsverbund im Überblick:
http://www.hvv.de/ueber-uns/der-hvv/uebersicht/



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