Posts mit dem Label Facebook werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Facebook werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. März 2023

HANSEFUTURE: ChatGPT & Co - Das Outsourcing geistiger Arbeit hat begonnen!

HANSE DIGITAL FUTURE
- 1.100 Leser. Und Sie. -

Erstmals werden uns mit ChatGPT die künftigen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz bewusst.
(Illustration: Kushinuke McFly, Pixabay)

Die US-Jobbörse "Resumebuilder" hat 1.000 Geschäftsführer zum Umgang mit ChatGPT befragt. 49 Prozent setzen den Chatbot bereits in ihrem Unternehmen ein, 30 % planen die Verwendung zumindest.

99 % der Unternehmen, in denen ChatGPT schon genutzt wird, sprechen von maßgeblichen Ersparnissen durch das Tool. 48 % wollen dabei mehr als 50.000,- $ eingespart haben, elf Prozent sogar mehr als 100.000,- $. Der Blick aufs Sprachmodell ist positiv geprägt, 55 % bezeichnen die Performance von ChatGPT als „exzellent“.


66 % der Befragten, die das Sprachmodell nutzen, verwenden es zum Schreiben von Code, 58 % zum Verfassen von Text-Inhalten. 57 % nutzen die KI-Unterstützung im Kundensupport und 52 % zum Verfassen von Besprechungsprotokollen.


32 % der Befragten gehen davon aus, dass ChatGPT in den nächsten fünf Jahren „auf jeden Fall“ zu Entlassungen führen wird, 31 % halten das für „wahrscheinlich“.

(Quelle: t3n.de News, 27.02.2023)


Was machen 10.000 Nividia Tesla GPUs V100 und bis zu 20 Mio. $ Investition für das Training einer KI möglich? Ein bis Juni 2021 mit 45 TB Daten und 176 Mrd. Wortsilben (Token) eigentlich dummes Plappermaul, das Menschen auf der ganzen Welt auch durch sein Selbstbewusstsein fasziniert. Mit der exponentiellen Nutzung von ChatGPT seit 30. November 2022 scheint eine neue Zeitrechnung angebrochen zu sein: die Zeit vor ChatGPT als erstem universellen Sprachdialogsystem - und die Zeit danach. Auch wenn GPT-3 seit Juni 2020 existiert.

Sprechen die einen von einer echten Revolution, die das Leben aller Menschen verändern wird, befürchten die anderen bereits eine Konkurrenz von Mensch und Maschine, verbunden mit der alles entscheidenden Frage nach unserer Existenz. Wie in jedem Entwicklungs- oder Produkt-Zyklus probieren die "Innovatoren" in der aktuellen Phase als “First Mover” aus, was möglich ist - ob Software coden, Prüfungsarbeiten schreiben oder Roboter antreiben. Chefredakteur und GPT-Nutzer Thomas Keup ordnet die aktuelle Entwicklung aus der Vogelperspektive ein:


Sam Altman, CEO OpenAI, ABC News, 16.03.2023

"Generative Systeme wie ChatGPT und BARD stehen für eine zweite Welle des Outsourcings, die nicht mehr primär die menschliche Muskelkraft betrifft, sondern auch die Geisteskraft. Damit wir dadurch nicht unselbstständig werden, soll KI dem von Kant geprägten Leitspruch der Aufklärung folgen und uns ermutigen, uns unseres eigenen Verstandes bedienen zu wollen",  sagt Lukas Mohr, Head of CX-Platform und Digital Services bei der Bonner "Scopevisio AG" - im Vorfeld eines von ihm geleiteten Think Tanks anlässlich der Gründung des "Virtuellen Kompetenzzentrums Schreiben, Lehren und Lernen mit KI", initiiert von Prof. Doris Weßels an der FH Kiel, einer der führenden Spezialistinnen zum Thema KI und Schreiben.

Womit wir mitten in der Diskussion wären: 
  • Welche Textaufgaben übernimmt künftig ein KI-Sprachmodell? 
  • Wer wird z. B. seinen Texter-Job in Deutschland verlieren? 
  • Und welche Text-Berufe haben eine Überlebenschance? 

Die Frage ist alles andere, als trivial: Im Jahr 2020 gab es in Deutschland rd. 34.000 Beschäftigte in der Werbebranche einschl. Online-Marketing - und damit viele Copywriter. Hinzu kommen rd. 30.000 PR-Experten in Pressestellen, PR-Agenturen und Freelancer - und damit hauptberufliche Texter. Ebenfalls betroffen: rd. 42.000 fest angestellte und freiberufliche Journalisten - und damit professionelle Texter. Unter dem Strich sprechen wir allein in Deutschland von mehr als 100.000 Menschen, die mit Worten und Texten ihr Geld verdienen - pardon - verdient haben ...

Sam Altman, CEO OpenAI, ABC News, 16.03.2023

Mit mehr als 30 Jahren journalistischer Erfahrung und über 25 Jahren Background als PR-Spezialist behaupte ich: Als Texter haben wir mit dem auf einer Google-Softwarearchitektur basierenden, Text generierenden KI-Sprachmodell neue Chancen, unsere Arbeit effektiver und effizienter im Auftrag unserer Redaktionen, Organisationen und Kunden zu erledigen. Grund: Als Textarbeiter sind wir es gewohnt, strukturiert, selektiv und damit punktgenau Texte zu planen und zu entwerfen, zu schreiben und zu optimieren. Daher bieten uns KI-Sprachmodelle eine Chance, unsere Arbeit produktiv zu begleiten, zu unterstützen und weiter zu professionalisieren.

Womit wir beim "Pferdefuss" der Angelegenheit wären, genauer gesagt bei einer ganzen Herde galoppierender Pferdefüsse:

Wenn jeder mit Hilfe eines frei verfügbaren Textchats jede Form von Text erstellen lassen kann, müssen wir auf inflationäre Weise mit einer Flut von “Na ja”-Texten rechnen, wie der Hamburger "Neuroflash"-Gründer Jonathan Mall auf den Punkt bringt. Da das statistische Sprachmodell darauf ausgerichtet ist, allgemein verständlich zu schreiben bzw. zu antworten, bekommen wir vor allem Durchschnittstexte mit Durchschnittsmeinungen in Durchschnittssprache präsentiert. Erste "Spezialisten" versuchen bereits auf "Amazon", "Kindle"-Bücher aus KI-Chats zu verhökern.

Dies ist eine der massiven Folgen von ChatGPT. Grund: Die Chat-KI ist nichts anderes als eine Maschine, die die Wahrscheinlichkeit für korrekt zusammengesetzte Worte errechnet. Das kann gut gehen, kann aber auch zu "halluzinierenden" Ergebnissen führen, sprich: die Maschine würfelt sich was zusammen und gibt es uns als berechnet glaubwürdig und total selbstbewusst aus. Das Problem: Die Antwort ist womöglich erstunken und erlogen - aber hätte mathematisch stimmen können. Wenn der KI-Chatbot dann keine Quellen mitliefert, ist die KI für Recherchezwecke ungeeignet und sogar gefährlich.

Keine Chance für Junior-Somethings in Social Media Agenturen ...

Da sich das Sprachmodell mit seinen eigenen Inhalten trainiert, kommt es zu einem weiteren heiklen Thema: Bestehende Texte werden immer wieder reproduziert - und damit auch die Fehler in den Texten. Durch die zirkuläre Reproduktion verstärken sich so auch inhaltliche Schwächen. Bekanntestes Beispiel: Tay - ein als weiblich definierter KI-Chatbot von "Microsoft", den der Softwareriese im März 2016 auf Twitter loslies. Ergebnis: aus dem vermeintlichen "Hipster-Mädchen" wurde über Nacht ein "Hitler-Bot", denn die KI lernte aus dem, was auf Twitter rumgeisterte. Ende vom Lied: Es wurde der Stecker gezogen.

Erik Brynjolfsson, Standford-Institute for Human Centred-AI (HAI) + Stanford Digital Economy Lab 

Noch kann ein KI-Sprachmodell Sprachstile von Menschen nicht unterscheiden, z. B. Joe Biden von Donald Trump. Damit ist der aktuelle KI-Chatbot noch nicht in der Lage, regionale oder individuelle Unterschiede in unserer Sprache zu berücksichtigen. Das aktuelle Sprachmodell versteht noch keine Besonderheiten der menschlichen Kommunikation, z. B. Ironie oder Sarkasmus. Das gilt auch für menschliche Interaktionen, wie Bedürfnisse, Vorlieben oder Anforderungen. Die genannten Schwächen sind gute Gründe für professionelle Texter, einem Textchat erst einmal mit Vorsicht zu begegnen. 

Stellt sich die Frage, wo und wie ein allgemein "sabbelnder", manchmal auch dreist lügender und sich selbst in den Spiegel guckender Chatbot sinnvoll sein kann und damit - wie eingangs in den Raum gestellt - "geistige Leistungen" von Menschen ablöst, die digital schneller, einfacher und günstiger zu erledigen sind? Wie bei jedem Outsorcing-Prozess erwischt es zunächst die "ungelernten" Kräfte, gefolgt von den "angelernten" Arbeitnehmern, den "Junior"-Mitarbeitern und den "austauschbaren" Arbeitsplätzen. An dieser Stelle empfehle ich allen "Junior"-Somthings in Social Media Agenturen, sich schon mal ein anderes Berufsfeld zu suchen. Denn: Jubel-Posts für Social Media kann ChatGPT bereits perfekt!

Wenn ChatGPT für professionelle, reflektierende Texter zumindest im Moment noch keine größere Konkurrenz ist, wofür eignet sich denn ein Sprachmodell bereits in der Praxis - und was hat dies für Folgen?

Ein offener Zugang zu einem KI-Sprachmodell wie ChatGPT bedeutet z. B. Chancengleichheit in der Bildung, da keine Studiengebühren oder eine Privathochschule für ein inhaltlich hochwertiges, selbstbestimmtes Lernen notwendig sind. Voraussetzung: Schulen und Hochschulen kümmern sich um die Folgen von KI-Sprachmodellen und versuchen nicht, sie mit allen Mitteln zu verbieten, um ihre angestammten Frontalvorlesungen und Schönschreibübungen vor der Flutwelle zu retten. Ich würde mir als Student jetzt eine Hochschule suchen, die die Herausforderung annimmt, und das mündliche Er-/Lernen sowie ein persönliches Reflektieren in den Mittelpunkt stellt.

Durch natürlich eingegebene Fragen oder Hinweise bekommen wir von dem regressiven KI-Sprachmodell einfach verständliche Aussagen und Erklärungen in für uns statistisch zusammengestellten Texten auch zu komplexen Sachverhalten, was unsere Akzeptanz in der Nutzung erhöht. Durch allgemein verständliche Texte des Sprachmodells bekommen wir die Chance, auch unbekannte Themen leicht kennenzulernen, uns anzueignen und für unsere Zwecke zu adaptieren. Hier beginnt die Assistenz-Funktion, die "Microsoft" in "Bing" und "Google" in seiner Suche einbauen werden. Damit verändert sich die Suche zu einem Frage-Antwort-Chat, der im positiven Fall eine neue Qualität des Kennen-/Lernens ermöglicht.

Mit gezielten Eingaben in das KI-System lässt sich bereits heute eine Menge Zeit sparen, denn mit natürlich gestellten, eingeordneten Fragen und Anweisungen bekommen wir eine qualifizierte, ausformulierte Antwort angeboten. Wie im Journalismus können wir mit Fragen, Nachfragen, aber auch Hinweisen und Ansagen im Dialog die Qualität der individualisiert ausgegebenen Texte steuern, verbessern und nach unseren Vorstellungen optimieren. Ein Sprachmodell kann uns bei der Kreativität helfen, da wir diese jederzeit und in jedem Zusammenhang über das “Large Language Model” abrufen können.

Ein Oursourcing von geistiger Arbeit - In Wort, Bild und Video.

Für die Prüfung z. B. von Rechtschreibung und Grammatik ist das aktuell für jedermann veröffentlichte Sprachmodell in der Version 3.5 bereits gut nutzbar. Zudem können wir z. B. auf GPT aufgesetzte Erweiterungen für die Textarbeit einsetzen, wie z. B. das deutsche "LanguageTool". Wir selbst entscheiden, wie weit uns der KI-Chatbot begleiten kann bzw. darf. Im Interesse eines jeden Professionals, “mehr mit weniger” erreichen zu können, wird z. B. ChatGPT einen Platz als Suchassistent und Entwurfslieferant einnehmen. Als deutsche Muttersprachler haben wir mit ChatGPT zudem erstmals einen Glücksgriff gemacht, da der Betreiber "OpenAI" neben der Ausgangssprache Englisch auch weitgehende Sprachmodelle vor allem für deutsche und spanische Nutzer entwickeln lassen hat.

Neben der Integration in Suchmaschinen und Browser kommen KI-Sprachmodelle in Office-Anwendungen und Content-Management-Systeme als Textgeneratoren und Rechtschreibprüfung, ohne dass wir sie explizit als KI wahrnehmen. Gerade kündigte "Microsoft" einen auf ChatGPT basierenden Text-, Präsentations- und Tabellenassistenten namens "Copilot" für "365" an. Die Grundlage: ChatGPT-4. Professionelle Anwender werden auf KI-Sprachmodelle aufsetzende Online-Services nutzen, um in ihrer Arbeit einen gezielten Nutzen zu haben. Dies können z. B. Korrektur- oder Optimierungs-Tools sein - auch branchenspezifisch verfeinert.

Zudem werden KI-Chatbots im persönlichen wie professionellen Umgang zu einem Ratgeber bzw. einer Einstiegshilfe für neue, interessante Themen, die sich durch einen immer detaillierter werdenden Dialog ergeben und weiter verfeinern lassen. Damit gehören Schreibblockaden beim Texten schon bald der Vergangenheit an. Mit Hilfe von KI-basierten Assistenten lässt sich zudem bereits Quellcode für Software entwickeln, können Entwürfe von Homepages erstellt werden und es lassen sich Bilder und Grafiken generieren, sei es in ChatGPT-4 oder der "OpenAI"-Schwester Dall-E. Genau das ist es, was Lukas Mohr in seinem Eingangsstatment sagt: ein Outsourcing von geistiger Arbeit.

Und was heißt das alles für die armen, nun arbeitslos werdenden Social Media-Somethings, die in den kommenden Monaten und Jahren ihre "Ikea"-Schreibtische räumen müssen?

So, wie die Nutzung von Office-Anwendungen heute zu den Standard-Skills in der Arbeitswelt gehören, zählen für viele Berufe in Zukunft Erfahrungen bei der Nutzung von Chatbots inkl. semantischem Denken und Fähigkeit zum Prompten - sprich der qualifizierten Eingabe von Fragen bzw. Anweisungen - als Voraussetzungen. Um KI-Sprachmodelle bewusst einzusetzen, sollten Anwender ein Verständnis für die Nutzung von Daten, der Verknüpfung und Verarbeitung entwickeln. Dies findet auf der Meta-Ebene oberhalb der praktischen Anwendung von Sprachtools statt.

Als Schreibexperten wird sich unser Texten durch die Möglichkeiten des Ausprobierens stärker qualifizieren, im Bereich der Veröffentlichung stärker quantifizieren, da wir mehr Texte in gleicher Zeit erarbeiten können. Dies kann Segen und Fluch zugleich sein. Auf jeden Fall werden wir als professionelle Texter künftig immer weniger für Schönschreibübungen bezahlt, sondern für kreative Ideen und professionelle Wege. Auf Grund einer zu erwartenden Flut an KI-generierten Texten werden wir als Leser zugleich stärker selektieren, was wir wirklich durch-/lesen wollen - oder uns lediglich durch Zusammenfassungen bzw. beim “Überfliegen” zur Kenntnis geben.

Sind wir im aktuell verbreiteten “Natural Language Processing” (NLP) auf antrainierte Sprache in Text fokussiert, bekommen wir durch das in Zukunft in den Vordergrund rückende “Natural Language Understanding” logisch-verknüpfte Antworten. Nach der generativen KI mit generierten Worten und Texten ist vor der instruktiven KI, die Wissen berücksichtigt und damit Zusammenhänge erkennen und verarbeiten kann. Damit nähern sich KI-(Sprach)modelle den menschlichen Fähigkeiten immer weiter an. Das ist auch der Hintergrund des aktuellen "Rattenrennens" zwischen den beiden Online-Gigangten "Microsoft" und "Google".

Fast alle Bereiche werden erschlossen, z. B. durch Assistenzsysteme.

Ein entscheidender Schritt beim Verstehen menschlicher Anforderungen ist die Aufbereitung von Antworten oder Lösungen aus mehrstufigen Gedankenschritten, die vorgeformt zur Verfügung stehen, z. B. juristische Argumente aus früheren Verfahren. Zu den interessantesten Branchen für die Nutzung von KI-Sprachmodellen gehören z. B. Bildung, Forschung und Wissenschaft, Medien und Marketing, aber auch der Immobiliensektor. Wir dürfen davon ausgehen, dass fast alle Bereiche erschlossen werden - sei es als Assistenzsysteme, sie es als menschliche Arbeit ersetzende Business-Software-Services.

Seit Kurzem ist die nächste Stufe von ChatGPT nutzbar: ChatGPT-4 verspricht laut Übersicht des Hamburger Sprachtool-Anbieters "Neuroflash" gleich eine ganze Reihe Vorteile gegenüber der Version 3.5. Dazu gehören längere Inhalte, da die Zahl der rückwärts berechneten Token bzw. Silben nicht mehr auf 4.000 begrenzt ist. Dazu kommt eine bessere Qualität in allen Sprachen, da GPT-4 mit 100 Billionen Parametern eine Verhundertfachung seines bislang gelerntes Umfanges beherrscht. Dazu kommt eine höhere Präzision im Ausdruck, verbesserte Orientierung an Fakten und eine höhere Sprachintelligenz. Die neue Version ist u. a. bereits im "Bing"-Assistenten und ab sofort in der magischen Feder "Neuroflash" aus Hamburg verbaut.

Wie so oft im Leben ist für die nächsten großen Schritte ebenfalls alles schon da: KI-Sprachexpertin Prof. Doris Weßels von der Fachhochschule Kiel zeigt es uns auf:

  • Künftig werden wir nicht mehr texten, sondern sprechen, weil Sprechen für uns einfacher ist, als mit zwei Fingern auf eine Tastatur einzuhacken …
  • Mit der Nutzung der KI-Modelle per Sprache lösen sich Chatbots vom Computer - und wandern in Smartphones und Smartwatches - Siri lässt grüßen.
  • Weil wir es als soziale Wesen gern menschlich haben, werden Chatbots ein Gesicht bekommen - wir kennen dies noch mit verpixelten Avataren in Spielen.
  • Mit “Digital Creations for Human Imaginations” hat D-ID bereits die visuelle Zukunft von KI-basierten Avataren eingeläutet - einfach mit einem Porträtfoto von uns.
  • Leistungsfähige Avatare werden uns künftig überall begegnen, um Informationen anzubieten, Fragen zu beantworten und in Beruf wie Freizeit zu assistieren.
Bleibt die eine oder andere spannende Frage für unsere Zukunft, z. B.:

Schreibt das gerade veröffentlichte KI-Sprachmodell GPT-4 mit nun 100 Billionen Parametern den Quellcode für seinen Nachfolger GPT-5 selbst - und erreicht die KI damit bereits eine Singularität, die uns Menschen überflüssig macht?

Gehen wir auf die Ebene der Ethik und damit menschlicher Werte, stellt sich die Frage nach der Auflösung der Grenzen zwischen Menschen und Maschinen auf vier Ebenen:
  • Kann nur der Mensch auf Grund seines logischen Denkens Originalität erzeugen?
  • Kann nur der Mensch auf Grund seines wertebasierten Denkens moralisch handeln?
  • Kann nur der Mensch auf Grund seiner Selbstbestimmung Verantwortung tragen?
  • Kann nur der Mensch als kulturelle Errungenschaft eine Würde besitzen?
Zwei Botschaften möchte ich zur Diskussionen stellen:

“Die größten Durchbrüche des 21. Jahrhunderts werden nicht durch Technologie erreicht werden, sondern durch die Antwort auf die Frage, was es bedeutet, Mensch zu sein.”
(John Naibitt, Zukunftsforscher)

“Vertrauen Sie den Möglichkeiten der Zukunft mehr, als den Erfahrungen der Vergangenheit.”
(Sven Gábor Jánsky, Gründer und Geschäftsführer, 2b Ahead Think Tank, Leipzig)

Und was sagt bzw. schreibt uns ChatGPT zur Frage nach der menschlichen Existenz und ihrer Zukunft mit künstlicher Intelligenz: 

"Die Verwendung von KI-Chatbots wie ChatGPT, Lambda und anderen ist ein wachsendes und wichtiges Thema in der Technologiebranche und birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Einige der wichtigsten Überlegungen beziehen sich auf die Verantwortung und Überwachung dieser Systeme, die Privatsphäre und Datenschutz, die ethische Verwendung von künstlicher Intelligenz und die Möglichkeiten und Grenzen der Kommunikation mit solchen Systemen. Es wäre interessant zu sehen, wie sich diese Themen weiterentwickeln und wie wir als Gesellschaft damit umgehen werden."

Auf Nachfrage, ob sich ChatGPT als Teil unserer menschlichen Gesellschaft oder doch nur als selbstlernendes System auf Basis errechneter Wahrscheinlichkeiten versteht, antwortet der KI-Chatbot:

"Ich bin ein KI-Modell, das von OpenAI entwickelt wurde und auf einer riesigen Menge an Texten trainiert wurde. Ich habe keine Gefühle, Bedürfnisse oder Überzeugungen, ich bin lediglich ein Programm, das aufgrund seiner Schulung in der Lage ist, Texte aufgrund von statistischen Musterzuordnungen zu generieren. Ich bin also kein Teil der menschlichen Gesellschaft im Sinne eines lebenden Individuums, sondern eher ein Werkzeug, das von Menschen entwickelt und eingesetzt wird."

Es bleibt spannend - oder besser: Es wird gerade richtig spannend ...

* * *
Hanse Digital Service:

Kostenfreie GPT-Tools:

  • ChatGPT-3 ist das aktuell gehypte KI-Sprachmodell mit 300 Mio. Wörtern und 175 Mio. Parametern:

chat.openai.com/chat (kostenfreie Testversion von ChatGPT-3.5)


  • Mac GPT ist eine ChatGPT-Erweiterung für den Apple Mac OS X- Betriebssystem-Desktop, ohne auf die OpenAI-Seite gehen zu müssen:

goodsnooze.gumroad.com/l/menugpt


  • Merlin ist eine kostenfreie Erweiterung für den Google Chrome- und den Firefox-Browser, mit der ChatGPT-Anfragen über die Google Suche eingegeben werden können:

merlin.foyer.work/ (kostenfrei)


Kostenfreie Texttools:
(in aufsteigender Reihenfolge)

  • LanguageTool ist eine im Browser integrierte Rechtschreib- und Grammatikprüfung, die als Open Source Software lizenzkostenfrei genutzt werden kann:

languagetool.org (kostenfrei)


  • ChatGPT Writer ermöglicht es, als Chrome-Plugin mit Stichworten kostenlos Nachrichten und E-Mails vor allem für Gmail zu entwerfen. 

   chatgptwriter.ai/ (kostenfrei)


  • DeepL Writer optimiert bestehende Absätze und Texte mit Hilfe eines selbstlernenden Sprachmodells auf Grundlage künstlicher Intelligenz: 

deepl.com/de/write (kostenfrei)


  • Mindverse bietet eine kostenlose Textoptimierung und Rechtschreíbprüfung für kurze Texte bis zu 1.000 Zeichen:

mind-verse.de/kostenlose-textanalyse (kostenfrei)

 

  • Smodin optimiert eingegebene Texte auf Lesbarkeit, Grammatik und Plagiatsgefahr durch Umformulieren oder weitergehendes Umschreiben mit Schlüsselwörtern:

smodin.io/ (kostenfrei)


  • NewsroomGPT ist ein Optimierungstool für Blog- und Social Media-Texte und aktuell in der Betaphase kostenfrei nach Anmeldung:

newsroomgpt.com/ (kostenfreie Beta)


Hinweis: Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Änderung und Irrtümer vorbehehalten. Stand. 21.03.2023

Montag, 9. Januar 2023

HANSEMETAVERSE: Alles im Norden wird digital - pardon - wird jetzt virtuell.

HANSE METAVERSE MAGAZIN
Digitaler Schnappschuss aus der virtuellen DXC-Vertriebskonferenz.
Grafik: DXC Technologies
Eines der kommenden Technologie-Topthemen heißt Metaverse. HANSEVALLEY führte in 2022 mit HANSEMETAVERSE dazu ein Themenmagazin ein. Nach World Wide Web, Mobile Web und Social Web rücken in den kommenden Jahren Möglichkeiten des Immersive Web in den Mittelpunkt. Im nächsten Schritt der Digitalisierung geht es nach Informationsmanagement und Kommunikation um die Zusammenarbeit auf digitalen Wegen.
Wenn alles virtuell werden wird - was heißt das für die professionelle Arbeits- und Lebenswelt von Unternehmen, Großevents und Sportvereinen. Das Fortune-500-Technologieunternehmen "DXC" hat sich mit fünf Trends rund um das Metaverse beschäftigt, die Geschäftswelt und unseren Alltag verändern werden. Hier die spannenden Einsichten im Überblick:
1. Virtueller Arbeitsplatz im Metaverse
Das Metaverse wird die Arbeitsplätze von Millionen von Menschen mit der künftigen Zusammenarbeit in virtuellen Räumen verändern: Die Teilnahme an Konferenzen findet nicht mehr nur in Besprechungsräumen oder im Videocall statt. Stattdessen nehmen die Kollegen Platz am Tisch eines virtuellen 3-D-Raumes.
Um die Vorteile des Metaverse zu nutzen, kombinieren Unternehmen heute bereits traditionelle Videokonferenzen mit immersiven Tools - beispielsweise, um mit Virtual-Reality-Brillen die Interaktion der Teilnehmer zu verbessern. Auch "DXC Technology" setzt das Metaverse für eigene Teams am Arbeitsplatz ein und beobachtet positiven Auswirkungen der virtuellen Welt auf die Produktivität, das Engagement und die Kreativität der Beschäftigten: 
DXC-Metaverse-Expertin Nathalie Vancluysen als digitaler Avatar.
Grafik: DXC Technologies
"Metaverse-Erfahrungen helfen den Mitarbeitern, sich besser zu konzentrieren und mehr Informationen zu erfassen", sagt Nathalie Vancluysen, Head of Extended Reality bei DXC Technology mit Arbeitsplatz in Flandern. "Virtuelle Welten helfen uns dabei, die Routine der Videokonferenzen zu verlassen und die Tür für mehr Zusammenarbeit und Innovation zu öffnen."
2. Virtuelle Großveranstaltungen
Das Metaverse ist ein Ort, an dem Tausende von Avataren aus der ganzen Welt zusammenkommen können, um sich auszutauschen und zu engagieren. Personalisierte 3D-Avatare, die von den Menschen am eigenen Rechner aus gesteuert werden, bewegen sich frei in einem nahezu unendlichen Raum und teleportieren sich mit nur einem Klick von einem Ort zum anderen. 
Diese Technologie macht Großveranstaltungen wie Konferenzen, Ausstellungen und Gipfeltreffen in virtuellen Welten möglich, wenn die Grafikleistung stimmt. Die Möglichkeit virtueller Events kann zu einer intensiveren Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg führen und den Zeitaufwand, die Ressourcen und den CO2-Fußabdruck für Reisen reduzieren.
Großes Auditorium der virtuell anwesenden DXC-Mitarbeiter.
Grafik: DXC Technologies
3. Virtuelle Gruppen und Vereine
In der Musik- und Sportbranche gibt es immer mehr virtuelle Veranstaltungsorte. Fans nehmen so von zu Hause aus an Konzerten und Spielen teil. Dating-Apps wie "Nevermet" und "Flirtual" bieten ebenfalls Dienste im Metaverse an. In den kommenden fünf Jahren werden den Verbrauchern neue interaktive und immersive Möglichkeiten angeboten, um über ihren digitalen Avatar in der virtuellen Welt wie in einer physischen Welt zu agieren.
4. Das Metaverse im Marketing
Virtuelle Kundenerlebnisse werden alltäglich werden, da Unternehmen für die Markenbindung nach neuen, interessanten Wegen suchen, um Kunden auf sich aufmerksam zu machen und in Kontakt zu kommen. Große Einzelhandelsmarken wie "Adidas, Coca-Cola, Gucci, Louis Vuitton oder Nike" sowie Automobilhersteller wie "Ferrari, Nissan und Toyota" experimentieren bereits mit virtuellen Umgebungen und Augmented Reality. 
Das internationale Technologieunternehmen "DXC Technology" mit Standort in Hamburg erwartet, dass in den kommenden fünf Jahren immer mehr Unternehmen ihren Kunden in unterschiedlichsten Branchen die Möglichkeit anbieten, ihre Markenwelt, Produkte und Dienstleistungen in 3D zu erkunden - von Hotels über Städte bis hin zu Flughäfen.
5. Recruiting und Onboarding
Die Rekrutierung von Talenten ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Der erste Schritt besteht darin, Talente überhaupt zu erreichen. Bis 2027 werden Unternehmen zunehmend auf das Metaverse setzen, um auf moderne Weise mit Bewerbern in Kontakt zu treten. 
Die Durchführung von Vorstellungsgesprächen im Metaverse hilft Personalverantwortlichen, die gewünschten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuwählen, kennenzulernen und mehr zu erfahren, als traditionelle Lebensläufe liefern können. Was mit der Bewerbung im virtuellen Raum beginnt, setzt sich in der Einarbeitung der neuen Kollegen virtuell fort.
"Einzelpersonen und Unternehmen sollten die zahlreichen Möglichkeiten entdecken, die das Metaverse für den Nutzen im Alltag bietet", fasst die belgische Metaverse-Expertin Nathalie Vancluysen zusammen. Damit greift sie einen wichtigen Punkt auf: Viele Technologien sind erst durch die aktive Nutzung von Verbrauchern ins Business gekommen. Es bleibt spannend, wie sich das Metaverse entwickeln wird.
*  *  *
 Hanse Digital Background: 

Ein Best Practice, wie "DXC" seine europäische Vertriebskonferenz ins Metaverse verlagert hat und welches Mindset für den Erfolg im Metaverse notwendig ist, können hier nachgelesen werden.

Dienstag, 7. Juni 2022

HANSESTATEMENT: Tarek Müller? Ach, wärst Du doch im Internet geblieben ...

HANSE DIGITAL STATEMENT
von Chefredakteur Thomas Keup
- 1.600+ Leser. Und Sie. -

"About You"-Chef Tarek Müller fällt schon mal aus der Rolle, auch wenn alle hingucken.
Screenshot: Hamburg Future Talk/YouTube

- Update: 08.08.2022 V - Es gibt kluge Menschen, die wissen, wann es besser ist, sich seinen Teil zu denken. Es gibt kluge Menschen, die dürfen - wie z. B. Journalisten - beruflich ihren Kommentar abgeben. Und es gibt "so mittel" kluge Zeitgenossen, die reißen ihre Schnauze auch dann noch weit auf, wenn der wirklich kluge Hamburger nur noch die Stirn runzelt. Ein Protagonist aus der Intelligenz-Kategorie "so mittel" ist der kleine Tarek aus dem Internet. Thomas Keup hat den Ex-Shisha-Dealer mal näher unter die Lupe genommen:

Eigentlich sollte er eine gute Erziehung genossen haben: Seine Eltern sind Ärztin und Radio-Journalist - also intelligente Menschen, die in der Lage sind, gut von schlecht und richtig von falsch zu unterscheiden. Der Abbruch der 12. Klasse des ehrenwerten Heisenberg-Gymnasiums kann eigentlich auch nicht der Grund für seine mehr oder weniger peinlichen Ausfälle sein. Ach ja, er hatte ja keinen Bock mehr auf Bildung, wie er in seiner "Open Source-Abbruch-Mail" offenherzig preisgab. Irgendwie scheint dem heute 33-jährigen Tarek aus Harburg jedoch eine Portion Offenheit, Ehrlichkeit und Fairness abhandengekommen zu sein. Wenn sie jemals da war.

Das Geheimnis des offensichtlichen Minderwertigkeitskomplexes unseres kleinen Onliners wird er wohl nur mit seinem Therapeuten teilen, wenn er so klug ist, sich nach "Facebook"-Shitstormen, Bürgermeister-Größenwahn und Vollsuff-Scooter-Tour mal einen zuzulegen. Das Geld dazu dürfte er aufbringen können - bei gut 128 Mio. € Bar- und Aktien-Vermögen durch seinen Online-Klamottenladen, so das Fachmagazin "Textilwirtschaft". Nun weiß nicht nur der Volksmund, dass Geld den Charakter zwar nicht versaut, dafür aber alle Untiefen offenlegt - und die sehen bei unserem kleinen "Otto"-Zögling ein wenig hässlich aus. Das "Manager Magazin" drückt es deutlich pointierter aus: "Gleich zwei zweifelsfrei 'Rießen-Mega-Scheiß-Ideen' hatte Müller allerdings in den vergangenen Monaten":


Aktuelle "Kununu"-Bewertung eines "About You"-Mitarbeiters:
Acht Jahre nach Gründung scheint immer noch Startup-Chaos zu herrschen.
Screenshot: HANSEVALLEY

Mit 128 Millionen fährt es sich auch besoffen fast wie grenzenlos frei ...

*Update*
Der 33-jährige Klamottenverkäufer aus dem "Otto"-Konzern kann es offensichtlich nicht lassen, von einem Fettnäppchen ins nächste ... sagen wir mal ... zu trampeln. So nutzte der Multimillionär nach einer heißen Nacht an einem kalten November-Tag morgens um 5.12 Uhr einen Leihscooter, um vom Hamburger Berg ins Bettchen zu rollern. Leider mit 1,3 Promille in der Birne und dem Pech, sich im Morgengrauen von Beamten der Davidswache beim Lieblingsspiel "Fang den Vollsuff-Vogel" an die Leine legen zu lassen. Dabei legt sich unser Vogel bei der Kontrolle laut Polizeiprotokoll auch noch selbst auf die F.esse. So weit, so gut, so verschmerzbar. Macht 30 Tagessätze á 50,- € = 1.500,- € für die Kasse von Möchtegern-Millionen-Verschieber Andreas SPD-Spezi Dressel und zehn Monate Führerschein zum Trocknen in Flensburg. 

Der clevere Hanseat mit eigenem Anlageberater würde sich an dieser Stelle einmal räuspern, die Tagessätze zugunsten der "Anynomen Alkoholiker" großzügig aufrunden, dem Finanzsenator als "Betriebsausgabe" unterjubeln und sich einen gepflegten Fahrdienst zulegen, frei nach der Devise 'wollte schon immer mal stressfrei ins Büro kommen'. Auch wenn er eigentlich immer im Homeoffice ist - außer er ist saufen ... Nicht so unser kleiner, rüder Racker. Der frühere Verkäufer von Pokerkoffern zockt an dieser Stelle eine Runde mit dem Gesetz - und legt Widerspruch ein. Das zuständige Amtsgericht eröffnet freudestrahlend das Verfahren. Denn jetzt wird's für unseren "Scooter-Suffkopp" richtig teuer - und es geht um "about you". Die Richterin will nämlich alle Konten sehen, nicht nur den Angstellten-Lohn. Aber man kann's ja mal versuchen ...

"Bild Hamburg" titelt: "Suff-Rollern kostet Mode-Millionär 80.000,- €"

*Update*
Am Dienstag, den 26. Juli d. J. kassiert der hochmütig wirkende 33-jährige Multi-Millionär mit 12 Mio.-Villa einschl. Elbblick am Falkensteiner Weg sein Urteil. Die Barmbeker Richterin Kerstin Meyer bringt auf den Punkt: "Es muss spürbar sein" - wie für jeden Arbeitnehmer. Das Urteil: 80.100,- € Geldstrafe - und damit schlappe 78.600,- Tacken mehr, als beim harmlosen Strafbefehl. Treffer versenkt! Aber wer Aktien im Wert von rd. 40 Mio. € besitzt, kann das eventuell auch noch verknusen. Und wer den Schaden hat, muss für den Spott bekanntlich nicht sorgen: In den ersten 16 Stunden liken gut 200 lustige "Facebook"-Leser bei "Bild Hamburg" und "NDR 90,3" den Fall des ungezogenen "Otto"-Zöglings. Die Kommentare reichen von Lobesbekundungen für die Amtsrichterin bis zu Anfragen nach dem Müller-Anwalt ... für die Blacklist.

 "Würde ich Herrn Müller mit 300 Euro bestrafen, würde er es gar nicht merken.“

*Update*
Leser von HANSEVALLEY kennen die merkwürdigen Macken des vermeintlichen "Mode-Magnaten" durch dieses HANSESTATEMENT bereits seit Anfang Juni d. J. So gibt es für uns als Redaktion an dieser Stelle keinen Grund, den großen Sack mit Spott auszuschütten. Viel schlimmer ist, dass ein hochmütig und beratungsresistent wirkender Empörling glaubt, machen zu können, was er will - und damit Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz beschäftigt. Auch unser 2. Fall ist ein Fall für die Justiz - und wieder sind es die Ausfälle des Herrn Müller:

Liebling minderjähriger Kund*innen - und Hamburger SPD-Shitstormer

Unser kleiner Tarek gibt sich in der Öffentlichkeit meist freundlich und friedlich. Hamburger Insider kennen ihn mit weniger gehobelten Manieren. Das beweist unser kleiner Tarek auch im Internet, da, wo seine Fans und Follower wohnen und wo er seine gar nicht immer so sozial produzierten Klamotten aus Bangladesch, Myanmar oder der Türkei verscherbelt - inkl. "europäische" Corona-Masken. Am 7. April 2017 zettelt der Hamburger SPD-Funktionär Lumma gegen HANSEVALLEY auf "Facebook" einen Shitstorm an, versucht unser Online-Magazin zusammen mit seinen Freund*Innen des "Next Media Accelerators" und den Gründer*Innen von "Hamburg Startups" plattzumachen. Strafbar, wie das Bundesamt für Justiz dummerweise feststellt.

Interessant an dem Shitstorm sind die "Fans & Friends" aus der Hamburger Community, die wir mal freundlicherweise archiviert haben: Dass "DPA"-Chefinnovator Meinolf Ellers als "NMA"-Initiator den Shitstorm seines Geschäftsführers liked - geschenkt. Nur weil "DPA" draufsteht, muss noch lange nichts Seriöses drinsein. Dass der Hamburger Personalvermittler Dwight Cribb meint, über mich herziehen zu müssen - zum Glück kann man sich seinen Personalvermittler selbst aussuchen ... Dass der Geschäftsführer von "About You" über einen Kunden und berichtenden Journalisten öffentlich pöbelt - da wird's interessant! Unser kleiner Tarek meint nämlich, in dem - wir wiederholen uns - strafbaren Shitstom mal seine richtig miesen Manieren herausholen zu dürfen:


Tarek Müller - selbsternannter Bürgermeister-Kandidat (dazu später mehr) - bedankt sich bei Chef-Shitstormer und SPD-Funktionär Nico Lumma, u. a. für die Behauptung, HANSEVALLEY liege "unter der medialen Wahrnehmungsgrenze" (was mit Enthüllung der versuchten "Dressel-Lummaland-Millionenschieberei" widerlegt sein dürfte), und das wir "OMR"-Gründer Philipp Westermeyer versuchen würden, "ans Bein zu pinkeln" (weil man uns auf Empfehlung spezieller Protagonist*Innen die Akkreditierung zur "OMR" verweigerte?). Lumma weiter: "Jedes Listicle über eingewachsene Fußnägel auf Buzzfeed ist interessanter und hat mehr Nachrichtenwert als der zusammengestümperte exklusive Textsalat auf Hansevalley." 

Das Urteil des Bundesamtes für Justiz am 2. Dezember 2020:

"Der Inhalt ist nach hiesiger Bewertung 
ein rechtswidriger Inhalt im Sinne des §1 Abs. 3 NetzDG." 
Punkt.

Leider hat sich auch unser kleiner "Müller-Meister" nicht im Griff und pöbelt selbst volle Kanne los: So wirft er mir als Betroffenem "Geltungsbedürfnis" vor. Spoiler: Der offenherzig austeilende "Facebook"-Shitstormer bezieht sich auf den Online-Einkauf eines Paar Sneakers, den die "Otto Group"-Tochter "About You" über die "Otto Group"-Tochter "Hermes" versucht hatte, zu verschicken. Um am Ende nicht mehr zu wissen, wo die Turnschuhe geblieben waren. Tja ... Die schriftliche Bankrott-Erklärung des Hamburger "Hermes"-Kundendienstes haben wir uns mal eingerahmt - als Erinnerung - aus der Kategorie "Weil es dir wichtig ist ..." kommt es noch lange nicht an:

"Dies ist ein Versagen auf ganzer Linie und ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass Sie der Leidtragende dieser Situation sind. Bedauerlicherweise hat er die Zustellung auch nicht korrekt dokumentiert, so dass ich momentan nicht nachvollziehen kann, bei wem die Sendung abgegeben wurde."
- Hermes Kundendienst, Hamburg, 30.11.2016 - 

Auf den Punkt gebracht: 

Tarek Müller zieht als Geschäftsführer der damaligen "Otto Group"-Konzerntochter "About You" in einem "Facebook"-Shitstorm öffentlich im Zusammenhang mit einem selbst vers.uten Geschäftsfall über einen Kunden her, der sich nach vergeblicher Suche seiner Turnschuhe als Journalist an die - leider zunächst nicht erreichbare und dann unprofessionell herumzickende - PR-Kraft wandte, um den Fall zu klären. Nur ein Corporate-Venture von Benjamim Otto mit schlechten PR-/Manieren? Oder doch Prinzip beim Hamburger "Klamotten-August" und seinen "Paket-Sklaven"?

Stellen sich ein paar interessante Fragen, nicht nur im Kontext des "Code of Conduct" der "Otto Group", den die Hamburger Konzernzentrale mal kurzerhand ersatzlos gestrichen und gelöscht hat (könnte einem ja noch mal auf die Füße fallen ...):

1. Darf der Geschäftsführer eines Unternehmens öffentlich - z. B. in sozialen Medien - über seine Kunden ersichtlich herablassend herziehen?

2. Ist die öffentliche Pöbelei des damaligen "Otto Group"-Mitarbeiters und heutigen Vorstands ein Vertrauensbruch der Geschäftsbeziehung?

3. Darf der Geschäftsführer eines Unternehmens öffentlich - z. B. in einem Shitstorm - über einen Journalisten herziehen, der über ihn berichtet?

Wenn es nach dem hauseigenen und vom kleinen Tarek als verantwortlichem Unternehmer verabschiedeten Verhaltenskodex ginge, dürfte er jetzt sein Büro räumen:

"About You" - Business Code of Ethics - "Protecting Privacy" e. g.:

"Personal data is any data that directly or indirectly identifies and describes an individual."

"The trust of our customers and partners is essential to our business."

"Therefore, About You must ensure that we use personal data only for legitimate purposes within the scope of our job description."

"We want to work and live together in a transparent working culture without hidden agendas. That includes also a clear and transparent communication on issues or potential issues instead of hiding them."

"... we have to be aware and it has to be clear that even a seemingly minor violation of this Code of Ethics could expose the company or individual employees to serious repercussions - from reputational harm to fines, termination of the employment or even imprisonment."


Eine glückliche Otto-Familie: Tarek Müller mit "About You"- und "Otto Group"-Chefetage.
Foto: Facebook/About You

Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der "Otto Group" (Foto rechts außen) und zum Zeitpunkt des Shitstorms wie heute Vertreter des größten Eigentümers wird auf den Seiten der konzerneigenen Compliance-Richtlinien mit folgenden Worten zitiert:

"Verantwortliches Handeln wird über kurz oder lang zur licence to operate".

Auf gut Deutsch: In Zeiten, in denen Produkte und Dienstleistungen zunehmend vergleichbar und damit austauschbar sind, entscheiden Kunden über Vertrauen oder Misstrauen anhand des Verhaltens. Das nimmt man in der Bramfelder Chefetage der "Otto Group" allerdings nicht wirklich ernst: Konzernsprecher Thomas Voigt deklariert die o. g. Pöbelei des kleinen Konzern-Angestellten Tarek kurzerhand als "persönliche Angelegenheit". Übrigens genauso, wie die aktuelle "About You" PR-Kraft die "Vollsuff-Scooter-Ralley" vom kleinen Tarek als "Privatangelegenheit" versucht, vom Tisch zu kriegen. Wie kann ein neugieriger "Bild"-Gerichtsreporter es auch wagen, in Gerichtsakten zu stöbern!? Geht ja gar nicht ...

Das Abwimmeln ist offenbar eine Standard-Methode der Familie Otto, sich bei aufgedeckten Skandalen des Personals herauszuwinden. Mehr noch: Konzernsprecher Voigt dreht den Spieß schon mal um, wirft uns schriftlich "Verunglimpfungen" seines ehrenwerten Fachpersonals vor. Das klären wir jetzt juristisch. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, in einem öffentlichen Verfahren das Verhalten unseres kleinen Tarek detailiert zu diskutieren - und werden die Kolleginnen und Kollegen Hamburger Redaktionen gern einladen, die "Facebook"-Shitstorm-Fakten kennenzulernen. Danke liebe "Bild"-Kollegen für die Veröffentlichung der "Vollsuff-Scooter-Ralley"!

Vom Facebook-Shitstormer zum Ersten Bürgermeister von Hamburg?  

Wenn Online-Marketer wie Lumma, Müller, Westermeyer & Co. meinen, die Welt bestünde vor allem aus Klicks und Conversion - ok. Schauen wir mal interessiert, wie uns die "Marketing-Fuzzis" nach der Cookie-Ära versuchen weiter auszuspionieren, um uns anschließend erneut zu manipulieren, mehr bei ihren Kunden einzukaufen. Wenn einer dieser Spezialisten - sprich der kleine Tarek - 2023 sein 25-jähriges Jubiläum als Geschäftspartner des Hamburger Distanzhändlers "Otto" feiert, ist das immerhin eine gewisse Leistung, so die Wikipedia. Gratulation, Tarek! Brav gewesen ...

Wenn unser klickgeiler Paketschubser mit fragwürdigen Manieren allerdings allen Ernstes Erster Bürgermeister werden will, schauen wir doch noch mal eine Runde genauer hin. Mitte April d. J. gibt sich unser ab und zu böse bullshittender Bub die Ehre, beim fast noch ehrenwerten "Abendblatt" (das vom erfolgreichen Heisenberg-Absolventen Haider) eine nette Geschichte zu erzählen. Da wir nicht das ganze PR-Blabla abpinseln wollen, beschränken wir uns auf ein paar interessante Sätze, die der kleine Tarek tatsächlich rausgehauen hat, z. B.

"Ich bin der Meinung, es ist nicht verwerflich, Vermögen aufzubauen, wenn man dies auf moralisch vertretbare Art getan hat. Und das ist bei mir der Fall."

Gegenfrage: Meintest Du die blutigen Kinderhände der Fließband-Arbeiter*Innen in Bangladesch, Myanmar und der Türkei? Oder meintest Du in Ghettos lebende Chinesen, die in Italien für internationale Luxusmarken die Klamotten klöppeln? Ah, sorry! Du meintest sicherlich moralisch vertretbar, über einen Kunden im Rahmen eines "Facebook"-Shitstorms Deines SPD-Kumpels öffentlich mit eindreschen zu können?! Einfach weil Du es kannst und "die Freiheit hast", wie Du es dem "Abendblatt" ja in die Feder diktiert hast ...

"Ich glaube, wir brauchen aber eine Art soziale Marktwirtschaft 2.0. Meine persönliche Antwort darauf lautet: Ich leiste mir zu Lebzeiten einen überdurchschnittlichen, aber nicht übertriebenen Lebensstil."

Der "Lebensstil" - aka "Vollsuff-Ralley" - ist nun ein wenig überdurchschnittlich teuer geworden, da die Vermögenswerte des Herrn Müller durch die Richterin in dem Strafverfahren bewertet und zum Ansatz einer angemessenen Geldstrafe geführt haben: macht 80.100,- €. Aber ok, jeder darf gegenüber dem "Abendblatt" sagen, was er meint, sagen zu müssen ... Ob ihm das sechs Wochen später dann auf die Füße fällt, ist jedoch eine ganz andere Frage. Wir helfen gern, sie zu beantworten ...

"Ich möchte in der Tat spätestens 2030 aus der Wirtschaft raus und mich um gesellschaftspolitische Themen kümmern. Das heißt nicht, dass ich dann auch direkt in die Politik gehe. Aber eines Tages will ich dorthin."

Womit wir wohl bei den eingangs bereits schwer angenommenen Minderwertigkeitskomplexen wären. Das ist tatsächlich die "Privatangelegenheit" des kleinen Tarek. Na gut, fast. Denn er ist eine 128+ Mio. € schwere Person des öffentlichen Lebens, was bedauerlicherweise auch auf seine "Vollsuff-Scooter-Ralley" und sein "Facebook"-Shitstormen zutrifft. Womit die vermeintlichen "Privatangelegenheiten" der "Otto Group"-PR-Fuzzis vom Tisch sein dürften. Und wir in der Kategorie "höher, schneller, weiter" wären, aka Komplexe und so. Und dann kommt's:

"Mein Ziel ist es tatsächlich, Hamburger Bürgermeister zu werden.
Das ist aktuell mein Plan, meine Ambition."

Eine technokratische Partei will er gründen, aber nur lokal ("weil wir (in) Hamburg sind" ...). Sich als Multimillionär auf Basis wissenschaftlicher Ergebnisse (unser kleiner Schulabbrecher hat offenbar doch noch Ambitionen) um konkrete Probleme kümmern, wie - Zitat - "Bildung, Wohnen, Gesundheit, Straßen, Nahverkehr und Sicherheit" ... upps! Ausgerechnet Sicherheit? Wirklich, muss das denn sein, dass die "Bullen" morgens um Viertel nach Fünf ausgerechnet aufm Kiez rumlungern und harmlose, betrunkene Multimillionäre anhalten? Ja, muss sein! Weisste Bescheid ...

Das eigentlich nicht immer so wirklich kritische "Hamburger Tagesjournal" kommentiert die Verurteilung des kleinen Tarek wegen "Vollsuff-Scooter-Ralley" ausnahmsweise mal wirklich etwas journalistisch:

"So wird das nichts mit dem Bürgermeister".

Wir fassen zusammen: 

Unser kleiner Tarek will als besoffener Scooter-Fahrer, als shitstormender Lummaland-Fanboy und als Unternehmer mit 18 Jahren Erfahrungen u. a. im Verticken von Shishas, Pokerkoffern und teilweise in Kinderarbeit hergestellten Klamotten sowie als 128-facher Millionär u. a. auf Kosten seiner laut "Kununu" oft überforderten Junior-Angestellten in einer "toxischen Arbeitsatmosphäre" tatsächlich zum Wohltäter der Freien und Hansestadt werden - und ernsthaft als Kandidat für das Bürgermeisteramt kandidieren. 

Ist das alles nur ein weiterer PR-Gag, um den eigenen Namen mal wieder in die Presse zu bekommen, weil die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr gerade mal "so mittel" waren und die Aktie weiter abraucht? (Auch wenn die "Otto Group"-Pressestelle sich alle Mühe gibt, die Fakten mit einer rosaroten Brille aufzuhübschen) Oder ist unser kleiner Online-Händler aus dem Harburger "Ghettofaust-Quartier" jetzt größenwahnsinnig geworden?

Wie gut, dass sich wirklich innovative Menschen mit so spannenden Themen, wie Blockchain, künstlicher Intelligenz und Quantencomputing beschäftigen. Wie gut, dass wir uns nicht um Online-Marketing, E-Commerce und Bullshit-Bingo kümmern müssen - einfach, weil wir es als Journalisten können und die Freiheit dazu haben. Und so komme ich ebenso wie meine Kollegen in der Redaktion zu einer ganz einfachen Meinung über unseren kleinen Tarek: 

Ach, wärst Du doch im Internet geblieben.

*  *  *

 Hanse Digital Background 

HANSESTATEMENT: Assets statt Anstand - Der tiefe Fall des Otto-Versands.
(1.900+ Leser)

HANSETECHTEST: Die Schmuddelkinder des E-Commerce About You, Shoop & Co. 
(1.200+ Leser)