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Freitag, 12. März 2021

HANSESCIENTISTS: Norddeutsche Gründerunis vorn mit dabei.

HANSE DIGITAL HOCHSCHULEN

Gründungsideen aus Bremen sind bundesweit vorn mit dabei.
Foto: Frank Pusch

Hamburg: Die Universitäten von Oldenburg, Bremen und Hannover sind die erfolgreichsten großen Hochschulen Deutschlands bei Ausgründungen von Jungunternehmen aus der Wissenschaft. Bei den mittelgroßen Hochschulen bis zu 10.000 Studenten erreicht die "Leuphana" in Lüneburg einen "guten" 10. Platz, ebenso wie die TU in Hamburg-Harburg auf Platz 14. Die Hanse Digital Hochschulen für Gründer - vorgestellt von Thomas Keup:


Die Universität von Oldenburg belegt mit 56,3 Punkten aus sieben Kategorien einen sehr guten 4. Platz unter Deutschlands großen Hochschulen, gefolgt von der Universität Bremen mit 47,8 Punkten auf Platz 11. Auf Platz 18 folgt die Leibniz-Universität Hannover mit 43,1 Punkten, auf Platz 24 die TU Braunschweig zusammen mit der Ostfalia Hochschule mit 40,2 Punkten und auf Platz 31 die Universität Göttingen und 36,8 Punkten.


Großunis in Oldenburg und Bremen mit guter Gründungsunterstützung


Die ersten 11 Hochschulen können auf "hervorragende" Leistungen bei Ausgründungen verweisen, die Plätze 12 bis 31 auf "durchschnittliche" Leistungen. Norddeutsches Gründer-Schlusslicht der großen Hochschulen ist die HAW in Hamburg auf Platz 32 mit "Verbesserungspotenzial". Erfolgreichste große Hochschule in Deutschland ist die TU München mit 57,2 Punkten, gefolgt von der HAW München mit 57,0 Punkten sowie der Universität Potsdam mit 56,8 Punkten.


Gute mittelgroße Gründer-Universitäten in Lüneburg und Harburg


Bei den mittelgroßen Hochschulen mit 5.000 bis 10.000 Studenten erreicht die "Leuphana" in Lüneburg einen "guten" 10. Platz mit 48,12 Punkten, ebenso wie die TU in Hamburg-Harburg auf Platz 14 mit 45,48 Punkten. Unter den "durchschnittlichen" mittelgroßen Hochschulen folgt die Technische Hochschule Lübeck auf Platz 22 mit 43,13 Punkten und die Hochschule Bremen auf Platz 30 mit 40,03 Punkten


Ebenfalls "durchschnittlich" sind die HAWK in Hildesheim, Holzminden und Göttingen mit 39,59 Punkten auf Platz 33, die Hochschule Osnabrück auf Platz 37 und 36,32 Punkten, die Hochschule Wismar auf Platz 39 mit 35,67 Punkten und die Hochschule Hannover auf Platz 44 mit 33,04 Punkten.


Mit "verbesserungsfähigen" Leistungen kommen die Universität Greifswald auf Platz 55 mit 27,39 Punkten, die Jade-Universität in Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth auf Platz 64 mit nur noch 21,8 Punkten, die Universität Osnabrück auf Platz 67 mit 19,82 Punkten und als Schlusslichter die Stiftung Universität Hildesheim auf Platz 74 und die Universität Rostock auf Platz 75.


Göttingen und Flensburg mit besten kleinen Gründerhochschulen


Bei den kleinen Hochschulen mit unter 5.000 Studenten punkten mit "guten" Werten im Norden die Private Hochschule Göttingen auf Platz 2 mit 55,63 Punkten, gefolgt von der Hochschule Flensburg auf Platz 6 mit 47.09 Punkten und die Universität Lübeck auf Platz 11 mit 43,94 Punkten.


Mit "durchschnittlicher" Gründerunterstützung schneiden die "Jacobs University" in Bremen auf Platz 16 mit 36,65 Punkten, die Hochschule Bremerhaven auf Platz 23 mit 34,98 Punkten, die FH Wedel auf Platz 33 mit 30,83 Punkten und die TU in Clausthal auf Platz 37 mit 25,43 Punkten.


Mit "verbesserungswürdigen" Leistungen bei den kleinen Hochschulen in Norddeutschland rangieren die FH Westküste auf Platz 43 mit 23,09 Punkten, die Hochschule Stralsund auf Platz 45 mit 22,61 Punkten, die Hochschule Neubrandenburg auf Platz 52 mit 12,52 Punkten und die Medizinische Hochschule in Hannover auf Platz 54 mit 9,67 Punkten.

Seit 2012 bewertet der "Stifterverband" im Gründungsradar das Klima für Existenzgründungen aus der Wissenschaft und veröffentlicht, welche Hochschulen die Gründung von Unternehmen besonders gut fördern. Im Ranking für das Gründerjahr 2020 standen die Themen Netzwerkarbeit, Internationalisierung und Vielfalt unter den Gründungsinteressierten und Persönlichkeiten im Fokus des Gründungsradars. 


Eine Übersicht zu den Gründungsrankings in den drei Kategorien gibt es auf den Seiten des Sifterverbandes.


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Montag, 8. Januar 2018

HANSEINVESTIGATION: Der Fuchs im Hühnerstall.


Unabhängig. Unmanipuliert. Ungewollt.

Die millionenschwere Steuerverschwendung
an der Süder-Elbe - Teil 1:

Am 28. November 2017 erklärte Hamburgs Erster Bürgermeister in seiner Grundsatzrede zum Wissenschaftsstandort Hamburg im Übersee-Club am Neuen Jungfernstieg: "Der Innovationscampus soll Ausgangspunkt für wissensbasierte Startups und Existenzgründungen aus allen Hamburger Hochschulen heraus werden. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen bei Green Technologies, Life Sciences und Digitalisierung.


Hamburgs Erster Bürgermeister vor dem Übersee-Club Hamburg
Foto: Universität Hamburg/FHH

Der SPD-Spitzenpolitiker weiter: "Das Wachstum (auf 15.000 Studenten in Harburg, die Red.) soll einhergehen mit einer noch besseren Vernetzung der TU mit der Hamburger Wirtschaft in den zentralen Branchen, mit einer fortschreitenden Verbesserung der Lehre und des wissenschaftlichen Transfers. Hier ist die TU mit der TuTech und dem Innovation Campus Green Technologies ... schon heute gut aufgestellt."

Was ist der "Innovation Campus Green Technologies"? Wer ist die von Olaf Scholz gelobte "TuTech"? Was passiert am Harburger Hafen vor und hinter den Kulissen? HANSEVALLEY hat Geschäftsberichte studiert, eigenständig recherchiert und Protagonisten interviewt. Ergebnis: In Harburg ist eine millionenschwere Steuervernichtung am Laufen - vor den Augen von Senat und Bürgerschaft. 

HANSEINVESTIGATION: Die millionenschwere Steuerverschwendung an der Süder-Elbe - Teil 1: Der Fuchs im Hühnerstall.

Sie erzielte 2016 Erlöse von 15 Mio. €, landete im Jahr zuvor mit sage und schreibe 3 Mio. € in den roten Zahlen, ist Eigentümerin des Laserzentrums Nord und besitzt mit dem "Innovation Campus Green Technologies" seit März 2017 eine für 4,5 Mio. € Steuergeldern modernisierte "Luxus-Herberge" - mit gut 3.000 qm Büros und Eventläche am Harburger Hafen, so der Jahresabschluss der TU Hamburg 2016. Die TuTech Innovation GmbH ist Unternehmerin, Gesellschafterin und Immobilienbetreiberin. Satte 227 Mitarbeiter stehen auf der Gehaltsliste, davon stolze 55 Mitarbeiter in der Verwaltung - plus 171 Projektbeschäftigte. Personalkosten: unglaubliche 7,5 Mio. € in 2016 - und es waren schon 8,5 Mio. €.


Heroisch wirkende Selbstdarstellung TuTech Innovation GmbH
Foto/Grafik: Homepage TuTech

Ohne eine Finanzspritze aka "Liquiditätsbeihilfe" von fast einer Million Euro in 2015 durch die Gesellschafter Technische Universität (51%) und Hamburger Senat (49%) wäre bei "TuTech Innovation" das Licht für immer ausgegangen, ohne Inanspruchnahme des Kontokorrents der Hausbank wäre die GmbH nicht mehr zahlungsfähig gewesen, weist der Jahresabschluss 2015 der TuTech GmbH (S. 25) aus. Bis heute hat die TuTech GmbH laut Bundesanzeiger keinen Geschäftsbericht für 2016 veröffentlicht, und damit Gesellschafter und die Bürgerschaft offensichtlich in Unkenntnis über die finanzielle Entwicklung gelassen.

Nach ihrer Rettung in letzter Minute versucht die lokale Technologietransfergesellschaft TuTech mit einem sanierten "Luxus-Campus" und einer dominierenden "Startup-Trommel"  mit ihrem - Zitat eines Insiders - "Möchtegern-Gründerpaten" in Hamburg das Thema Existenzgründungen zu besetzen. Dabei sind nicht alle Protagonisten an Alster und Elbe über die forschen Aktivitäten des seit Herbst 2014 agierenden Geschäftsführers Martin Mahn, seines Harburger "Wasserkopfes" und der Millionen schweren Geldvernichtung begeistert. 

Martin Mahn und seine GmbH lassen es sich richtig gut gehen. Der Rechnungshof kritisiert: Die TechTech GmbH hat Aufträge bis zu 25.000,- € einfach ohne Ausschreibung und ohne jede Prüfung veranlasst, nachzulesen im Jahresbericht 2017 des Rechnungshofs (Punkt 220-222, S. 82). Zugleich hat die GmbH Mitarbeiter der TU großzügig mit Honoraren versorgt und jede Menge Geld für Feiern - pardon: Repräsenationszwecke - locker gemacht, wie der Rechnungshof rügt. Nicht genug: Um bei Förderprojekten immer vorn dabei zu sein, hat die TuTech Personalkosten kleingerechnet und weitere Kosten geschönt, wie der Rechnungshof in den Punkten 213-216 auf S. 80/81 des Jahresberichts moniert.


TuTech: Dominanz über Hamburgs Hochschulen.

Eigentlich ist die TuTech eine "lokale Erscheinung". Als Transfergesellschaft der kleinen TU Harburg dürften 12,8 Mio. eingeworbene Fördermittel und 6 ausgegründete Tech-Startups in 2016 niemanden stören. Doch ein Blick auf die Website von TuTech zeigt: Hier ist "ein Fuchs im Hühnerstall" unterwegs. Das Vehikel heißt Hamburg Innovation GmbH. Größter Gesellschafter der 2004 gegründeten Servicegesellschaft: die TU Hamburg und ihre TuTech GmbH - mit zusammen 33% der Anteile. Damit haben die Harburger die Sperrminorität, können die anderen 7 staatlichen Hochschulen mit meist 3-10% Anteilen überstimmen. Zufällig ist Martin Mahn als Geschäftsführer der einen Firma auch Geschäftsführer der zweiten Firma, bewirtschaftet TuTech den Betrieb von Hamburg Innovation.


Sinnbildlich: Gut gepolsterte Sitze in sanierter Luxus-Immobilie.
Foto/Grafik: Ausschreibung Hamburg Innovation

Mit seiner Hamburger Transferfirma dominiert der Macher aus der Harburger Schloßstraße die anderen Player gleich mit. Aktuelles Beispiel: "beyourpilot". Die von der Hamburger Beratungsagentur Evers & Jung konzeptionierte Online-Plattform ist nicht nur Monate im Verzug, sie wurde durch die Hamburg Innovation GmbH auch gleich ihren Gesellschaftern als stadtweiter "Startup Port Hamburg" verkauft, wie Olaf Scholz in seiner Rede betonte. Die geplante Website ist eine Nachfolge-Initiative des bereits von TuTech mit öffentlichen Steuergeldern versenkten "HEP - Hamburger Existensgründungsprogramms".

Auch wenn das zu TuTech gehörende "Startup Dock" "beyourpilot" noch vor der Software-Entwicklung als Highlight 2018 feiert - die geplante Plattform ist alles andere, als ein geliebtes Wunschkind: Etablierte Startup-Förderer - wie die Hamburger Existenzgründerinitiative - H.E.I. - und der Gründerservice der Handelskammer Hamburg - sind trotz frühzeitiger Einladung nicht dabei, ebenso wenig, wie man die engagierten Privathochschulen nicht mit auf die Reise nehmen will. Auch wenn sich Hamburg Innovation als Mittler zwischen den Welten versteht, im Endeffekt beschränkt sich die Offenheit wohl auf jene staatlichen Partner, auf die man direkt Einfluss nehmen kann.

Was wird die neue Hamburger Gründer-Plattform "beyourpilot" bieten? Ist sie womöglich dreist abgekupfert worden? Wer verdient mit "beyourpilot"? Und was beabsichtigt TuTech-Geschäftsführer Martin Mahn mit einer zentralen Online-Plattform in Hamburgs Wissenschaftslandschaft? HANSEINVESTIGATION: Die millionenschwere Steuerverschwendung an der Süder-Elbe - Teil 2: Ein Startup Port für Hamburg: www.hanseinvestigation.de.



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 Hamburg Digital Recherche: 

HANSEINVESTIGATION: Ein Startup Port für Hamburg. 
Die millionenschwere Steuerverschwendung an der Süder-Elbe - Teil 2

HANSEINVESTIGATION: Die Startup-Abzocke von Harburg.
Die millionenschwere Steuerverschwendung an der Süder-Elbe - Teil 3

HANSESTATEMENT:
Von Harburger Subventionsrittern zur hanseatischer Metropole.
 Hamburg Digital Background: 

Rede Olaf Scholz, 28.11.2017, Übersee-Club, Hamburg:
www.uni-hamburg.de/newsroom/videos/2017-11-30-scholz-wissenschaftsstandort.html

TuTech Innovation GmbH, Hamburg:
http://tutech.de/

Hamburg Innovation GmbH, Hamburg:
https://hamburginnovation.de/gesellschafter-und-partnerschaften/

Jahresabschluss 2015 TuTech Innovation GmbH, Hamburg:
www.firminform.de/unternehmen/217751/jahresabschluss

Jahresabschluss 2016 Technische Universität Hamburg:
www.hamburg.de/contentblob/8914242/ccb6faa2f51657de027d9aaa65830767/data/2016-tuhh-testierte-bilanz-technische-universitaet-hamburg2-harburg.pdf

Jahresbericht 2017 Rechnungshof der Freien und Hansestadt Hamburg:
http://daten.transparenz.hamburg.de/Dataport.HmbTG.ZS.Webservice.GetRessource100/GetRessource100.svc/1d17b155-cbe7-4b6b-8da7-514c379d2775/Akte_300.1204.007.pdf

Sonntag, 3. Dezember 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Jan Evers: Die BWLer sollen aufhören uns zu sagen, wie Unternehmertum geht.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW
Ein verregneter November-Samstag in der Hamburger Altstadt. Hier an der Deichstraße treffen sich in einem alten Kontorhaus 9 Startups und Existenzgründer aus Berlin, Hamburg, Lübeck, Melle, Nürnberg und Reinstorf. Ihr gemeinsames Ziel: Die bevorstehende Gründung zum Erfolg zu führen. Die Hamburger Beratungsgesellschaft Evers & Jung hat eingeladen, ihnen mit Rat, Tat und einem neuen Tool zu helfen. 

Langjähriger Unternehmensberater: Dr. Jan Evers
Foto: Evers & Jung

Die Beratungsgesellschaft bietet den Jungunternehmen ein besonderes Angebot: Die 9 Gründer-/Team checken ihre Idee und ihr Konzept, ihren Business-Plan und ihre Finanzierung mit dem neuen "Gründerportal". Im Gegenzug coacht das erfahrene Team vom Nikolaifleet die jungen Unternehmen individuell auf ihrem ganz persönlichen Weg. Der Mann dahinter: ein erfahrener Unternehmer und fundierter Berater. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Jan Evers:



Sie haben mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Gründungsförderung. Viele Angebote, die wir heute am Markt sehen, verkaufen Beraterstunden – z. B. über Gutscheinhefte – oder haben ein anderes kommerzielles Angebot im Hintergrund. Wie sollte Gründerförderung für Sie heute aussehen?

Das Internet hat die Aufgaben der Gründungsförderung massiv verändert. Während früher Kammern und Förderbanken den Menschen erstmal beibringen mussten, wie gute Vorbereitung aussieht, lernt das der Gründer nun im Internet alleine. Er wird allerdings zugeschüttet mit Informationen, Checklisten und Tipps. Dabei gerät das Umsetzen leicht aus dem Blick. Und die Provisionsgeschäftsmodelle, die Sie zu Recht erwähnen, helfen auch nicht gerade.

Schon in unserer Studie von 2013 zu moderner Gründungsförderung im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums haben wir festgestellt: Es werden gute Tools gebraucht, mit deren Hilfe an der Gründung gearbeitet werden kann. Genau aus diesem Grund entwickeln wir momentan eine neue Gründerplattform, auf der wir die besten Tools bereitstellen. 

Die Gründerplattform haben Sie in den vergangenen 1,5 Jahren für das Bundeswirtschaftsministerium und die KfW-Förderbank entwickelt, ein Online-Programm von der Inspiration über die Geschäftsentwicklung bis zur Finanzierung. Was macht das Portal anders als alle anderen?

Unsere Plattform will Gründern ein digitales Zuhause geben. Sie ist gerade kein Portal, welches viele weiterführende Informationen und Links aneinanderreiht, sondern bietet eine durchgängige digitale Arbeitsumgebung – von der Ideenfindung mit echten Vorbildern über die Geschäftsmodell- und Businessplanentwicklung mit Hilfe technischer Assistenten bis zur Finanzierungsanfrage auf Knopfdruck.

Wir versuchen, nur die notwendigsten Informationen für den jeweils nächsten Schritt bereit zu stellen. Außerdem legen wir großen Wert auf die Erfolgsfaktoren moderner Gründungspraxis – das stetige Validieren und frühe Ausprobieren, auch bekannt als „Lean Startup“.

Sie verstehen das Portal als "Airbnb für Gründer" und zielen auf die digital-affine Nutzergruppe ab. Was machen Sie mit älteren Gründern, die nicht so online-affin sind, Ihr Angebot aber gut gebrauchen können? Die meisten Gründer in Deutschland sind nicht 25 Jahre jung.

Unser Anspruch ist schon, dass die allermeisten mit unseren digitalen Tools arbeiten können. Unsere Erfahrung mit vier Jahren smartbusinessplan.de, einem digitalen Assistenten für das Schreiben von Businessplänen, hilft uns dabei sehr. Dort gelingt es uns bereits Gründer aller Altersgruppen zu begeistern, auch die technisch nicht so versierten.

Wir sind überzeugt, dass uns das mit der neuen Plattform gelingt, indem wir unseren Nutzern dort die besten Hilfsmittel an die Hand geben. Hunderte von Wirtschaftsförderern können zudem mit der Plattform ihre Gründer vor Ort unterstützen. Wer sich mit Onlineangeboten eher schwertut, kann also auch in den lokalen Beratungsstellen angestupst oder gecoacht werden. Und KfW und BMWi sind kraftvolle Partner genau dafür.

Vor gut 10 Jahren haben Sie die Gründungswerkstatt entwickelt, die heute in 39 Industrie- und Handelskammern als Online-Tool für die Gründungsberatung zur Verfügung steht. Inwiefern unterscheidet sich die Gründungswerkstatt von der neuen "Gründerplattform" von BMWi und KfW?

Das damalige Modell war nicht als eigenständige Plattform, sondern als Betreuungssystem für die Kammern vor dem Hintergrund von damals sehr vielen Gründern konzipiert und es funktioniert bis heute gut. Heute haben wir eine völlig andere Situation: zu wenig Gründer und eine Vielzahl unterschiedlichster Anbieter im Internet.

Jetzt sorgen wir dafür, dass diese Vielzahl von Förderern mit ihren individuellen Leistungen anschlussfähig sind, wobei die Gründerperson im Driverseat sitzt und auswählt, welche Angebote oder Partner sie braucht. Außerdem umfasst die neue Plattform den gesamten Gründungsprozess und aktuelle Methoden des Entrepreneurship.

Sie haben seit 2013 den "Smart Business Plan" entwickelt, ein Online-Tool zur einfachen Erstellung eines Businessplans. Mit dem Business-Plan wie mit der neuen "Gründerplattform" verfolgen Sie den Weg "Weil einfach einfach einfach ist". Wie kommt es, dass Sie so "nutzerzentriert" entwickeln?

Das ist uns tatsächlich sehr wichtig. Zu oft geht der Nutzer verloren, wenn öffentliche oder private Akteure ihre Interessen optimieren. Wir zwingen uns durch praktische Arbeit jeden Tag aufs Neue die Unternehmerperson zu sehen. So führen wir hier in Hamburg seit über 15 Jahren mit öffentlicher Förderung die Firmenhilfe durch: eine telefonische Beratungshotline für Kleinunternehmer und Selbständige.

Und auch für die Bürgschaftsgemeinschaft haben wir fast zehn Jahre Gründer betreut. Das ist eine gute Schule. Dort tauchen immer wieder dieselben Fehler und Probleme auf. Es ist bitter zu sehen, wie vermeidbare Planungsfehler, falsche Finanzierung oder mangelnde Methodik beim Akquirieren das Unternehmerleben sauer machen.

Dies zu ändern, ist unser und mein Antrieb, und das Internet ein wunderbares Tool, unsere Erfahrungen und unsere Beratungskompetenz digital an den Mann und die Frau zu bringen.

Sie arbeiten mit Modellen von Günther Faltin (Entrepreneurship) oder Michael Faschingbauer (Effectuation). Sie sagen: "Die BWLer sollen aufhören uns zu sagen, wie Unternehmertum geht". Wie kommen Sie als promovierter Betriebswirt dahin, Betriebswirten die Gründer-Expertise abzusprechen?

Die genannten sind auch Betriebswirte wie ich und würden gleichwohl meine Skepsis teilen. Es klingt zunächst einleuchtend, Betriebswirten eine besondere Eignung für Gründungen zuzusprechen. Sie verfügen schließlich über all die Fähigkeiten, die es braucht, ein Unternehmen zu gründen: Buchhaltung, Finanzierung, Marketing, Vertrieb. 

Das Ganze beruht aber auf einem Missverständnis: Die Wirtschaft hält sich nämlich gerade nicht an die Regeln der Betriebswirtschaft, sondern umgekehrt sind Heerscharen von Betriebswirten emsig bemüht, das chaotische, kreative Wirtschaftsgeschehen zu ordnen, nachzuvollziehen und Regeln daraus abzuleiten.

Das ist gut, aber für Gründer, die sich ihren Platz im Wirtschaftssystem erkämpfen müssen, nicht die erste Adresse. Bei der Suche nach neuen Geschäftsideen und Produkten sind Betriebswirte nicht besser geeignet als jeder andere, der Lust auf Neues hat.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Sie sind seit 2001 in Hamburg mit Evers & Jung unternehmerisch im Bereich Investitionsförderung unterwegs. Was läuft in Hamburg in Sachen Gründertum heute schon richtig rund? Und wo würden Sie als Verantwortlicher nachjustieren?

Es wird viel tolle Arbeit gemacht – öffentlich wie privat. In den letzten Jahren ist viel in Bewegung geraten, mit neuen Akteuren, gerade im Start-up-Bereich, und etablierten Akteuren, die ihre Rollen neu definieren. Gerade eine stärkere Aktivität der Hochschulen, wie es die TU Hamburg vormacht, ist für eine innovationsgetriebene Metropolregion wie Hamburg extrem wichtig.

Diese Entwicklung ist spannend, aber auch herausfordernd hinsichtlich einer transparenten Vernetzung zu einem funktionalen regionalen Gründerökosystem, von dem ja am Ende vor allem der Gründer profitieren soll. Wir können auch hier noch mehr von den Lehren der Plattformökonomie lernen. Für Wissensgründer arbeiten wir ja hier mit an einer vernetzten Betreuung in den Hochschulen über die Plattform „beyourpilot“.


*  *  *

Vielen Dank für die spannenden Antworten!
Das Interview führte Thomas Keup.

 Hamburg Digital Background: 

Gründerplattform von BMWE und KfW:
www.gruenderplattform.de

SmartBusinessPlan von Evers & Jung mit Individee Berlin:
https://smartbusinessplan.de/

Gründerwerkstatt von Handelskammer + Handwerkskammer Hamburg: 
www.gruendungswerkstatt-hamburg.de/

"Be Your Pilot - Startup Port Hamburg" (in Planung)
https://hamburginnovation.de/pressemitteilung/beyourpilot-startup-port-hamburg/ 

ENTREPRENEURSHIP:

Prof. Günther Faltin, Hochschullehrer und Unternehmesgründer, Berlin:

https://de.wikipedia.org/wiki/Günter_Faltin

Stiftung für Entrepreneurship, Berlin:
https://www.entrepreneurship.de/about/

BUSINESS CANVAS:

Patrick Stähler, Lehrbeauftragter Leuphana, St. Gallen u. a.:

www.fluidminds.ch/ueber-uns.htm

Business Model Innovation:

http://blog.business-model-innovation.com/

EFFECTUATION:

Michael Faschingbauer, Organisationsberater und Dozent, Graz:
www.xing.com/profile/Michael_Faschingbauer

Effectuation-Prinzip:
https://de.wikipedia.org/wiki/Effectuation

Mittwoch, 20. September 2017

HANSESTARTUPS an der Leuphana: "Gründen hat was mit Haltung zu tun."

HAMBURG DIGITAL REPORT

Sie ist die Nr. 1 unter den gründerfreundlichsten mittelgroßen Hochschulen Deutschlands. Sie weist als einzelne Universität viermal so viele Ausgründungen vor, wie alle staatlichen Hamburger Hochschulen zusammen. Sie ist die Heimat zahlreicher Größen aus Politik und Wirtschaft. Und Sie ist eine der fortschrittlichsten Hochschulen in der Metropolregion Hamburg: die Leuphana Universität Lüneburg


Das Libeskind-Zentralgebäude der Leuphana-Universität.
Foto: HANSEVALLEY
Was macht Lüneburg anders, als die Universität oder die Technische Universität in Hamburg? Was macht die Leuphana besser, um Gründern einen erfolgreichen Start in die Zukunft zu ermöglichen? Ein Blick hinter die Kulissen der Entrepreneurship-Universität am Lüneburger Bockelsberg vor den Toren der Freien und Hansestadt. Eine Hamburg Digital Report:

Die Wirtschaftswoche brachte es Anfang August d. J. auf den Punkt: Drei deutsche Hochschulen haben sich als besonders unternehmerfreundlich aufgestellt. 1. die führende Technische Universität in München - TUM. Das von der BMW-Eignerfamilie Quandt unterstützte Center for Innovation and Business Creation "UnternehmerTUM" gilt als Vorbild für Gründerberatung, Startupmentoring und Venture Capital. Eine weitere Adresse ist die private Handelshochschule in Leipzig - HHL. Die laut Gründungsradar "führende Business School für Entrepreneurship" macht mit ihrem "SpinLab" – den HHL Accelerator als hochschulübergreifende Plattform für Gründerförderung - auf sich aufmerksam.


Campus der Leuphana-Universität südöstlich von Hamburg.
Foto: Leuphana Universität
Die dritte herausragende Hochschule ist die Leuphana Universität - 60 km südöstlich von Hamburg. Zahlreiche Persönlichkeiten an Alster und Elbe haben an der Stiftungsuniversität in Niedersachsen studiert. Der Gründungsradar 2016 und eine Anfrage des Hamburger CDU-Abgeordneten Carsten Ovens brachte im Juni d. J. ans Licht: In Lüneburg wurden im vergangenen Jahr 55 durch das bundesweite "Exist"-Programm geförderte Jungunternehmen gegründet. An allen staatlichen Hamburger Hochschulen waren es laut Senat zusammen gerade einmal 14 Ausgründungen. 

Der Senat verweist auf die 6 Gründungen an der TU Hamburg, die noch unbekannte "Hamburg Open Online University" und die künftige Informatik-Plattform "Ahoi.Digital". Der Blick auf das futuristische Libeskind-Zentralgebäude der Leuphana macht hingegen klar: Hier wird nicht gekleckert. "Was wir sehen und erleben, hat Einfluss auf unser Denken und Handeln" ist auf der Landingpage zu lesen. "Die Universität für Entrepreneurship" steht als Überschrift auf der Broschüre des Leuphana "Entrepreneurship Hubs". Auf der Internetseite des 2013 gegründeten Hubs wird Hochschul-Präsident Prof. Dr. Sascha Spoun deutlich: "Entrepreneurship im Sinne der Leuphana ist nicht Gewinn-Maximierung, sondern Nutzen-Maximierung." 


Das Leuphana-Entrepreneurship-Team
Foto: Leuphana Universität
"Wir bilden Menschen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aus", macht Carsten Wille, Koordinator für die Gründungsförderung und Gründerberater an der Universität von Lüneberg klar. Entrepreneurship - also Gründergeist und Unternehmerkultur - haben in Lüneburg lange Tradition. Dabei steht das unternehmerische Handeln im Mittelpunkt. Mehrere Professuren, Lehrstühle und Institute leben die Kultur. Sensibilisierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen fördern unternehmerisches Denken ebenso, wie individuelle Beratungsangebote sowie finanzielle und infrastrukturelle Förderungen.

Die Leuphana als ganzheitliche Universität für Entrepreneurship.

"Management und Entrepreneurship" ist mit fünf Profilthemen eine von vier Wissenschaftsinitiativen in Forschung und Lehre. 75 Professoren für Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaftspsychologie, Wirtschaftsrecht, Wirtschaftsinformatik und Ingenieurswissenschaften sind daran beteiligt. Die Verankerung des Leitgedankens bekräftigt der 52-jährige Gründerberater Wille mit einer ungewöhnlichen Aussage: "Wir haben aufgehört nachzudenken, Gründungen zu produzieren, denn wir als Hochschule können sie nicht produzieren." Der fortschrittliche Ansatz hat nicht zuletzt mit der "späten Geburt" der Leuphana zu tun.


Leuphana-Gründungsservice im Libeskind-Bau
Foto: HANSEVALLEY
2005 wurden die Universität Lüneburg und die Fachhochschule Nord-Ost-Niedersachsen zur neuen Universität zusammengeschlossen. Zwei Jahre später übernahm der deutsch-schweizerische Wirtschaftswissenschaftler Sascha Spoun mit 38 Jahren das Ruder und begann, die finanziell runtergewirtschaftete und zusammengewürfelte Hochschule neu zu denken. Die "Zeit" würdigt den "Mutigsten unter Deutschlands Univerversitätslenkern". "Präsident Tabula Rasa" - Gast-Professor in St. Gallen - entwickelt mit Scholz & Friends einen neue Identität, basierend auf der römischen Siedlung an gleicher Stelle - Leuphana. 

Seit 2010 nimmt sich Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Remdisch des Entrepreneurships an, wird zum Aushängeschild der Unternehmer-Universität. Die Leiterin des Instituts für Performance Management beschäftigt sich u. a. mit dem Führen und Arbeiten in der digitalen Welt. Dazu forscht sie auch am "H-STAR Institute" der Universität Stanford. Mit dem Weiterbildungsprogramm Leuphana Enterprise Academy, dem Leuphana Forschumgszentrum für Entrepreneurship and its Evidence (RCE), der Leuphana Conference on Entrepreneurship (LCE) und einem umfangreichen Seminarprogramm des Gründungsservices zieht sich der Unternehmergedanke durch die Hochschule.

Studenten können mit Gründungen Credits für ihr Studium sammeln.

"Wir haben begonnen nachzudenken, was nötig ist, damit Gründungen entstehen", sagt Diplom-Kaufmann Carsten Wille, der seit 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gründungsberatung ist. Und ergänzt: "Man muß frühzeitig an den Leuten dran sein, um ihnen zu helfen." 3 Berater und insgesamt 7 Mitarbeiter kümmern sich in Lüneburg um den Gründungsservice. Dazu kommen Botschafter in den Fakultäten und externe Experten im Netzwerk. Es geht darum, eine Gründungskultur zu entwickeln. Carsten Wille ist stolz: "Uns interessieren nicht so sehr die Geschäftsidee, sondern die Köpfe." 



Im vergangenen Jahr ist man den nächsten Schritt gegangen und hat die Bereiche Gründungsservice, Careerservice, Alumniverein und Transferservice in einem gemeinsamen Bereich zusammengefasst. Während an anderen Exist-geförderten Einrichtungen gezählt wird, was durch den Prozeß gelaufen ist, zählt man an der Leuphana, mit wem man in Kontakt war. Qualität statt Quantität - wie von Präsident Spoun ausgerufen. "Wir sind unserem Ziel recht nahe gekommen, daß sich jeder einmal mit Gründung beschäftigt",  resümiert Carsten Wille im Interview mit HANSEVALLEY. 

Entrepreneurship als Schlüsselkompetenz für das 21. Jahrhundert. 

Im Oktober beginnt das neue Semester mit der traditionellen Startwoche, eine neue Generation auf unternehmerisches Denken vorzubereiten. Entrepreneurship ist an der Leuphana im Kurikulum aller drei Schulen - dem College, der Graduate School und an der Professional School verankert. Als Sohn eines Fahrzeugbau-Unternehmers spitzt Carsten Wille aber auch zu: "Es gibt nichts, was das Unternehmergen wissenschaftlich belegt." Umso besser zu wissen, dass in Lüneburg ein ganzheitlicher Ansatz vielen Studentinnen und Studenten die Chance gibt, einen unternehmerischen Weg zu gehen. 




 Hamburg Digital Background 

5. Leuphana Startup-Night
www.leuphana.de/kooperationen/regional/aktuell/veranstaltungen/3-night-of-the-start-ups.html

Leuphana Entrepreneurship Hub:
www.entrepreneurship-hub.de

Leuphana Gründungsservice:
www.leuphana.de/forschung/foerderung/existenzgruendung.html

Leuphana Wissenschaftsinitiative "Management und unternehmerisches Handeln":
www.leuphana.de/forschung/wissenschaftsinitiativen/management-und-unternehmerisches-handeln.html

Dienstag, 21. Februar 2017

HANSEPOLITICS Michael Kruse: Cluster für Unternehmensgründer öffnen!

Das Hamburg Digital Magazin bietet Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Möglichkeit, interessante Positionen z. B. zu Technologien, Digitalisierung, Wirtschaftsförderung und digitalem Leben in als Gastbeitrag vorzustellen.


FDP-Digital- und Startupexperte Michael Kruse:
Foto: Patrick Lux
Michael Kruse ist als wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion einer der führenden Ansprechpartner, wenn es um die Förderung der Gründerszene geht. 

Aus aktuellen Anlass schreibt der parlamentarische Geschäftsführer und Digitalexperte heute als Gastautor auf HANSEVALLEY:


Hamburg hat sehr gute Voraussetzungen, zur Gründerhauptstadt Deutschlands zu werden. Allerdings muss der Senat dafür erheblich mehr tun. Was wir brauchen ist eine echte Gründeroffensive.

FDP möchte freien Zugang für Startups zu Hamburger Clustern

Ein wesentlicher Vorteil Hamburgs gegenüber anderen Standorten wie Berlin ist die starke, gewachsene Wirtschaftsstruktur. In der Vernetzung von Startups mit bereits etablierten Unternehmern liegt daher ein wesentlicher Schlüssel für erfolgreiche Unternehmensgründungen. Das wollen wir stärker unterstützen.

Wir Freie Demokraten wollen deshalb die bestehenden Cluster für Gründer öffnen und ihnen zwei Jahre kostenfreien Zugang zu den Branchennetzwerken bieten. So finden Gründer leichter Pilotkunden, Investoren, Geschäftspartner und Mentoren.

Es ist gut, dass auch Rot-Grün diese Notwendigkeit erkannt hat und den Forderungen der Freien Demokraten folgt. Die Öffnung der Cluster für Gründer ist ein wichtiger Schritt für die Startup-Stadt Hamburg und ein notwendiger Impuls für die Startup-Szene.

Öffnung der Cluster nutzt Gründern und Etablierten

Durch die schnellere Vernetzung von Old Economy und New Economy schaffen wir Vorteile für beide Seiten. Gründer können von Etablierten Unternehmen im Bereich Entrepreneurship lernen und junge Unternehmen helfen etablierten beispielsweise dabei, die richtigen Antworten in Sachen Digitalisierung zu finden.

Nicht zuletzt brauchen innovative Startups Kapital, wobei der kostenfreie Zugang zu relevante Branchennetzwerken wie den Hamburger Clustern helfen kann.

Hamburg zur Startup Hauptstadt machen

Neben dem Zugang zu Netzwerken und Kapital müssen weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmensgründer kommen. Beispielsweise die einfache und digitale Anmeldung von Startups, weniger Bürokratiepflichten in der Gründungsphase und die stärkere unternehmerische Bildung bereits in Schulen und später in den Universitäten, z.B. durch Gründertage und Praxisseminare.

Bestehende Angebote der Gründungsförderung müssen in Hamburg zudem besser miteinander verknüpft werden. Die Unübersichtlichkeit der Fördermöglichkeiten spricht für die Schaffung eines einheitlichen Ansprechpartners für Gründer.

Ebenso dringend muss der Ausbau der digitalen Infrastruktur, des Breitbandnetzes voran gebracht werden. Denn gerade für Startups ist eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung essenziell.

Mit all diesen Maßnahmen unterstützen wir die Hamburger Gründer dabei, dass sie die erfolgreichen Unternehmer von morgen werden.

Die redaktionelle Verantwortung des Beitrags liegt beim Autor. Haben Sie ein interessantes Thema zu Digitaler Wirtschaft, Verwaltung oder Stadtleben in Hamburg? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter hamburg@hansevalley.de.


 Redaktionelle Ergänzung: 


Am heutigen Dienstag beschäftigt sich der Wirtschaftsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft auf Antrag der FDP-Fraktion mit dem Thema. Die Kernforderungen des heute beratenen FDP-Antrags zur Clusteröffnung sind:

Die Bürgerschaft möge beschließen,
Der Senat wird aufgefordert,
  • eine Gesamtstrategie für die Hamburger Gründerpolitik zu entwickeln,
  • die Hamburger Cluster auf die Förderung von Unternehmensgründungen auszu- richten und dabei Zielzahlen 
  • für die Cluster im Bereich Aufnahme und Unterstüt- zung von Start-ups zu definieren,
  • Unternehmensgründern eine zweijährige kostenlose Mitgliedschaft in für sie beruflich relevanten Clustern zu ermöglichen,
  • in Absprache mit der Handelskammer, den Clustern und anderen Standortinitiativen einen einheitlichen Ansprechpartner für alle gründungsrelevanten Fragestellungen zu etablieren

Die rot-grüne Koalition hat einen eigenen Antrag zum Thema Clusteröffnung eingebracht. Die Forderungen orientieren sich am FDP-Antrag und werden so im Interesse Hamburger Startups verabschiedet werden:

Die Bürgerschaft möge beschließen,
Der Senat wird ersucht,

  • innerhalb der Cluster zu prüfen, wie junge Unternehmen in die jeweilige Branche zum beidseitigen Nutzen für etablierte Unternehmen sowie für Gründerinnen und Gründer eingebunden werden können.
  • die Einführung von Sonderkonditionen für die Mitgliedschaft von Startups (z.B. Startup-Tarife, Betragsfreiheit im ersten Jahr) flächendeckend für alle bestehenden Clustervereine bzw. deren Fördervereine anzuregen.
  • das Alleinstellungsmerkmal Hamburgs als Wirtschaftsstandort mit starken Clustern in die Marketingstrategie der FHH einzubeziehen.

Terminhinweis: Wer sich für das Thema interessiert, kann am Wirtschaftsausschuss als Zuhörer teilnehmen. Der Ausschuss tagt heute (Di) um 17.00 Uhr im Rathaus, Raum 186.


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