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Mittwoch, 18. März 2020

HANSEPERSONALITY Christian Rauda: Die Gamesbranche ist bei uns willkommen. Auf nach Hamburg!

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW
- 1.000+ Leser. Und Sie. -


Aktiver Förderer der Hamburger Games-Szene: Anwalt Christian Rauda
Foto: HANSEVALLEY


In diesem Jahr ist vieles anders. Ende Februar d. J. öffnete die Hamburg Games Conference mit doppelt so vielen Besuchern erstmals in den Zeise-Hallen ihre Pforten. Mit einer neu aufgestellten Brancheninitiative und einer neuen regionalen Prototypenförderung zog es die Branche aus Hamburg nach Ottensen. Medienpartner HANSEVALLEY hat Organisator und Brancheninsider Christian Rauda zu Neuerungen, Veränderungen und Entwicklungen gesprochen:

Die neu aufgestellte "Gamecity Hamburg" als aktiver Partner, eine neue Location mit mehr als 400 Teilnehmern, Apple Arcade mit 900.000 gelisteten Games sowie der künftige Markt des Onboard-Entertainments als aktuelle Themen. Wie war die 11. Ausgabe der Hamburg Games Conference aus Eurer Sicht?

Wir haben uns sehr über den Zuspruch gefreut, gerade auch über die Grenzen Hamburgs hinaus.

Seit Beginn der Konferenz im Jahr 2000 versuchen wir neben „Dauerbrenner“-Themen die Trendthemen zu erspüren, die die Branche im laufenden Jahr bewegen werden. Das ist uns in der Vergangenheit immer gut gelungen. Ich glaube auch in diesem Jahr wieder.

Außerdem möchten wir, dass die Gamesbranche mit anderen (Medien)branchen ins Gespräch kommt und so Neues entsteht. Viele Projekte sind durch Kontakte auf der Hamburg Games Conference entstanden.

Gehen wir zusammen ans Eingemachte: Du beschäftigst Dich seit vielen Jahren mit Games in Hamburg, bist tief mit der Szene vernetzt und hast mit Deinem Partner Ralph Graef die Konferenz ursprünglich aus der Taufe gehoben. Was waren aus Deiner Sicht die wichtigsten Themen für die Hamburger Games-Szene in diesem Jahr?


Top 1 war der Kampf um die bundesweite und die regionale Förderung. Hier sind erhebliche Erfolge erzielt worden, auch wenn eine ideale Welt natürlich anders aussieht. An vielen Stellen hakt es noch. Auch das war Thema während der Konferenz, als sich Vertreter des Digitalministeriums der Kritik gestellt haben.

Top 2 ist die Konsolidierung. Der Trend, dass deutsche Games-Unternehmen von ausländischen Unternehmen gekauft werden, hält weiter an.

Top 3 ist ein Thema, über das viele ungern öffentlich reden: die weiter steigende Relevanz des Datenschutzes. Wer hier schläft und kein Datenschutzmanagementsystem implementiert, kann sich auf ein böses Erwachen gefasst machen.

Ihr seid in diesem Jahr aus der Bucerius Law School in die Zeise-Hallen umgezogen. Damit konntet Ihr gut 400 Teilnehmer begrüßen und die Teilnehmerzahlen mehr als verdoppeln. Einige Teilnehmer holten sich jedoch ihre Jacken aus der Garderobe, weil es an einen Stellen etwas zugig war. Wie beurteilst Du die neue Location?


Die Bucerius Law School war ein schöner Rahmen, aber wir hatten ja 2020 zum ersten Mal drei inhaltliche Tracks parallel und mussten eine neue Location suchen. Die Zeise Hallen passen gut zur Branche.

Drinnen in den Kinos und im Restaurant Madrigal war es super, aber in der Tat war es vor den Kinos etwas frisch. Das soll nicht so sein. Nächstes Jahr werden wir dafür eine Lösung finden.

Schauen wir in die Zukunft aus Sicht Hamburger Games-Schmieden, Publisher und Dienstleister. Wie beurteilst Du die Entwicklung in der Hamburger Games-Branche und was dürfen wir in den kommenden 12 Monaten aus der einstigen Games-Hauptstadt der Republik erwarten? Gibt es sowas wie eine Aufbruchsstimmung?

Die Aufbruchstimmung ist definitiv da! Die Politik hat endlich erkannt, dass man in den Standort investieren muss, wenn man eine aktive Branche haben möchte, die Arbeitsplätze schafft und Steuern zahlt. Das rechnet sich dann auch finanziell. Wir haben mit Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Medienamtsleiter Tim Angerer zwei Personen, die dem Digitalen gegenüber aufgeschlossen sind. Das ist eine Riesenchance.

Der Maßnahmenplan der „neuen“ Gamecity Hamburg von Dennis Schoubye und Egbert Rühl hat in der Branche Anerkennung gefunden und jetzt warten alle gespannt auf die Umsetzung. Die erfolgreiche Stärkung der Hamburg Games Conference war ja schon ein erster Teil davon.

Regionen wie Bayern, Berlin und NRW nehmen Millionenbeträge für die regionale Games-Förderung an die Hand. Berlins Regierender Bürgermeister lädt die E-Sportszene der Hauptstadt zum Runden Tisch, um die Themen der Branche kennenzulernen. Wie gut ist die "Games-City" Hamburg im schärfer werdenden Wettbewerb aufgestellt?

Hamburg ist immer noch DIE Gamecity in Deutschland. Hier sitzen viele der größten Studios. Die Branche reicht vom Indie bis zu Riesen wie InnoGames und Goodgame. Außerdem Tonstudios, Dienstleister, etc. Aber die anderen haben erheblich aufgeholt. Söder, Laschet, Müller - sie alle haben die Gamesbranche als Treiber entdeckt, wirken dabei aber wenig authentisch.

Hamburg wird niemals so viel Geld investieren können wie NRW oder Bayern. Dafür haben wir andere Vorteile, die wir als Stadtstaat ausspielen können: Kurze Wege, direkte Kontaktmöglichkeit zu den Branchengrößen sowie zu Google, Facebook, Twitter & Co. mit Sitz in Hamburg. Es sind einfach sehr viele relevante Player hier.

Zu guter Letzt die Frage nach den Herausforderungen, Hamburgs Games-Branche nach vorn zu bringen. Die neue Hamburger Prototypenförderung ermöglicht max. 5 Games-Firmen jeweils bis zu 80.000,- € Förderung für ein neues Spiel. Bei rd. 50.000,- € Gehalt für einen einzelnen Entwickler - wie weit kommen Hamburger Games-Schmieden damit?

Natürlich reicht das Geld nicht aus. Aber die regionale Förderung ist immens wichtig aus mehreren Gründen:

Erstens wird Hamburg von neugegründeten Studios als Standort nicht mehr automatisch aussortiert, nur weil es keine Förderung hat. 

Zweitens hat z. B. Berlin gezeigt, dass auch kleine Beträge pro Projekt die Suche weiterer Investoren erheblich vereinfacht. Förderung kann (wie im Film auch) immer nur ein Baustein sein.

Drittens ermöglicht die Förderung eben doch kleinen Teams von zwei, drei Leuten, Spiele zu entwickeln. Die hätten sonst gar keine Chance.

Viertens darf man die psychologische Komponente der Förderung nicht außer Acht lassen. Das bringt Wertschätzung zum Ausdruck und ist ein Bekenntnis von Hamburg: „Die Gamesbranche ist bei uns willkommen. Auf nach Hamburg!“.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke!
- Das Interview führte Thomas Keup -

*  *  *

Über Christian Rauda:

Christian Rauda ist Fachanwalt für IT-Recht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht soiwe Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz (Marken- und Wettbewerbsrecht). Er ist Partner der Medienrechtskanzlei "GRAEF Rechtsanwälte" in Hamburg und Berlin sowie Dozent an zahlreichen Hochschulen (Hamburg Media School, HTW Berlin, Bucerius Law School). Seit vielen Jahren berät er nationale und internationale Medien- und IT-Unternehmen und ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Bücher und Aufsätze, darunter „Rechtssichere Werbung“ und „Recht der Computerspiele“.

Mittwoch, 11. September 2019

HANSEPERSONALITY Hendrik Klindworth: Neue Prototypenförderung für Hamburg.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

InnoGames Mitgründer und Geschäftsführer Hendrik Klindworth.
Foto: Thies Rätzke

Es ist eine der ganz großen Erfolgsgeschichten der Gamescity Hamburg: Mit aktuell gut 160 Mio. € Umsatz und 20 Mio. € Gewinn ist InnoGames eine Klasse für sich. Gegründet 2003 als Hobby, ist die zum schwedischen Medienkonzern Modern Times Group gehörende Free2play-Gamesschmiede mit mehr als 400 Mitarbeitern in Hammerbrook ein stiller Riese geworden. 



Das Team von Innogames beim Sommerfest 2019.
Foto: InnoGames

Mit "Die Stämme", "Elvenar", "Forge of Empires", "God Kings", "Grepolis", "Warlords of Aternum", "The West" und "Tribal Wars 2" hat InnoGames langfristig erfolgreiche Simulations- und Strategiespiele entwickelt und damit heftigen Stürmen in der Spielebranche widerstanden. Mit insgesamt mehr als 500 Mio. € Umsatz in 7 Jahren melden die Gebrüder Klindworth für "Forge of Empires" einen Allzeitrekord in der deutschen Gamesindustrie.

Mobile Games auf Android- und iPhones, E-Sports und eine virtuelle Fußball-Bundesliga sind längst ein Massenmarkt und ein nicht zu unterschätzender Teil der Digitalndustrie an Alster und Elbe. Ein Hamburg Digital Interview mit Geschäftsführer und Mitgründer Hendrik Klindworth aus der 6.000 QM-Zentrale in der City Süd: 


Lieber Hendrik Klindworth: Sie kommen ursprünglich aus Stade, haben 2003 neben ihrem Studium an der Universität Oldenburg mit der Programmierung der "Stämme" begonnen und 2007 ihre erste Gamesfirma gegründet. Hand aufs Herz: Was hat Sie damals als angehender IT'ler daran fasziniert, ein Computerspiel zu programmieren?

Unser erstes Spiel "Die Stämme" ist als Hobby entstanden. Mein Bruder Eike und unser gemeinsamer Kindergarten-Freund Michael Zillmer wollten damals ein Spiel für uns und unsere Freunde schaffen. Antrieb war also vor allem unsere Leidenschaft für gute Strategiespiele. 


2019: Forge of Empires erobert den Mars.
Grafik: InnoGames

Als wir kurze Zeit später den Passwortschutz für das Spiel aufgehoben haben gingen die Registrierungen durch die Decke. Wegen des anhaltenden Erfolgs des Spiels, der übrigens bis heute anhält, haben wir uns 2007 dazu entschlossen, InnoGames zu gründen und unsere ganze Aufmerksamkeit auf die Weiter-/Entwicklung von Spielen zu widmen.

Ihre Hauptnutzergruppe sind junge Männer ab 25 Jahren, beim History Game "Forge of Empires" gut 10 bis 15 Jahre älter, beim Fantasy Game "Elvenar" sind die User sogar 40+. Was fasziniert nicht nur Männer, einst mit dem Mauszeiger und heute mit dem dicken Daumen bis zu 12 mal am Tag zu spielen?

Online- und Mobile-Spiele sind eine moderne Form des Entertainments. Wenn wir uns die Statistiken anschauen, werden Spiele in allen Altersgruppen und geschlechterübergreifend gespielt. Smartphones haben einen wesentlichen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen. 

Während man früher erst den PC starten musste, um unsere Spiele zu spielen, ist das heute bequem zwischendurch möglich. Anreiz bieten wir vor allem durch die hohe strategische Tiefe und Multiplayer-Aspekte in unseren Spielen. Gerade die Interaktion mit anderen Spielern macht sie so interessant. 

Ein Spiel kostet allein in der Entwicklung zwischen 2 und 5 Mio. € - und es dauert gut 2 Jahre, bis ein neuer Titel auf den Markt kommt. Sie sagen: "Wenn man ein Spiel veröffentlicht hat, geht die Arbeit eigentlich erst los." Wie sieht eine Spieleentwicklung aus und was für Spezialisten sind daran alles beteiligt?

Wir nehmen uns bewusst Zeit für die Entwicklung unserer Titel. Bei uns wird Qualität groß geschrieben. Unsere Spiele sind Free-to-Play-Games und zeichnen sich durch fortlaufende inhaltliche Updates aus. Schließlich möchten wir unseren Spielern immer wieder neue Inhalte bieten. Bei "Forge of Empires" zum Beispiel sorgen wir im Zwei-Wochen-Rhythmus für Updates, so dass Spieler um die fünf Jahre benötigen, um "Forge of Empires" "durchzuspielen".

Um diese Spieltiefe zu erreichen, ist das Zusammenspiel verschiedener Experten nötig: Vom Game Design über Analyse-Teams hin zu Programmierern, Grafikern und natürlich den Kollegen im Marketing. In der Vermarktung unserer Titel spielen wir ganz vorne mit und pflegen enge Partnerschaften mit zum Beispiel Google, Apple oder Facebook.

InnoGames gilt eine der langfristig erfolgreichsten Gamesfirmen zu sein, Sie verweisen auf 15 Jahre "gesteuertes Wachstum" und ein nachhaltiges Business. Die Stämme sind stolze 15 Jahre alt und "Forge of Empires" mittlerweile 7 Jahre im ununterbrochenen Wachstum. Hand aufs Herz: Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs?


Der Paladin wacht über InnoGames.
Foto: InnoGames

Was unseren Erfolg ausmacht, ist immer noch vor allem die Leidenschaft für gute Spiele. Daneben sind regelmäßige Updates, neue Features und Erweiterungen der Schlüssel zu unserem Erfolg. Um immer neue Anreize zu schaffen, stehen wir außerdem in engem Kontakt zu unseren Spielern. Wir fragen nach Wünschen, Anregungen und Vorschlägen und nehmen das Feedback der Community sehr ernst. Für uns stehen die Spieler ganz vorne.

Vor 15 Jahren spielten die Meisten mit Flash im Browser ihres PCs, heute zu rd. 40% mit HTML5 auf stationären Rechnern. Mit 60% Mobile Games via Smartphone-Apps hat sich ihr Business spätestens seit 2014 weitgehend gedreht. Schauen wir zusammen in die Zukunft: VR-Games können nur schwer in den Alltag eingebunden werden. Gehört AR- bzw. Mixed Reality die Zukunft der Games?

Richtig, der Trend geht immer mehr Richtung Mobile. Smartphones und Mobile Games sind ein fester Bestandteil im Alltag verschiedenster Nutzergruppen geworden. Gegenüber VR bin ich allerdings skeptisch. InnoGames steht für Spiele, die verbinden. Das ist mit VR wegen der Abschottung von der Umwelt im Prinzip nicht möglich. AR hingegen ist da schon interessanter. Auch hier müssen aber viele Faktoren zusammenkommen um herausragende Erfolge zu erzielen, etwa wie bei "Pokémon Go" vor ein paar Jahren. 

Auf der anderen Seite beobachten wir einen Trend zu immer größeren Displays bei mobilen Endgeräten. Das kommt unseren Titeln natürlich zugute. Wir sind nicht zuletzt auch daher zuversichtlich, mit unseren Spielen auch in den kommenden Jahren weitere Millionen von Spielern weltweit begeistern zu können.


Die Firmenzentrale von InnoGames in Hammerbrook.
Foto: InnoGames

Unser traditionelle Hamburg-Frage: Sie haben rd. 30 offene Stellen in Hamburg. Ihre Mitarbeiter kommen aus mehr als 30 Ländern. Ihre Firmensprache ist seit 2009 Englisch. Hamburg gilt in der Gamesszene eine international bekannte Großstadt zu sein. Was wünschen Sie sich von der Hamburger Verwaltung, aber auch an besseren Bedingungen für Ihre Mitarbeiter?

InnoGames wächst seit 2007 kontinuierlich und ist nachhaltig erfolgreich. Trotzdem wünschen wir uns bessere Bedingungen auf lokaler und nationaler Ebene - vor allem um die Standorte Hamburg und Deutschland voranzubringen. Aktuell haben wir einige regionale Förderprojekte in Deutschland. 

Die Prototypenförderung wurde in Hamburg bekanntlich schon vor Jahren abgeschafft. Dabei profitiert der Standort heute noch von dem Programm. Daran muss die Politik wieder anknüpfen.

Die bundesweite Förderung wurde mit dem Gamesfonds in Höhe von 50 Millionen Euro angekündigt, ausgezahlt wurde davon bisher aber noch nichts. Wenn Hamburg weiterhin Games-Hauptstadt bleiben soll und Deutschland international nicht den Anschluss an andere Länder wie zum Beispiel Kanada verlieren möchte, muss die Politik dringend tätig werden. Da wir viele internationale Kollegen beschäftigen, ist uns außerdem die Digitalisierung aller Verwaltungsdienstleistungen ein großes Anliegen. Und natürlich der Wohnraum. Der ist in Hamburg knapp, gerade was vertretbare Mietpreise angeht.

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Vielen Dank für die offenen Worte!
Das Gespräch führte Thomas Keup.





 Hamburg Digital Service: 

Aktuelle Pressemeldungen von InnoGames:
innogames.com/de/presse/presseinformationen/#c933

Deutsche Startups: 
InnoGames wächst auf 160 Millionen Umsatz – Gewinn: 20 Millionen
deutsche-startups.de/2019/06/24/innogames-zahlencheck-2017/

Der Tagesspiegel:
Hamburg gegen den Rest der Welt
tagesspiegel.de/wirtschaft/die-games-branche-waechst-hamburg-gegen-den-rest-der-welt/24215036.html

Presseportal:
InnoGames steigert mobile Umsätze um 37 Prozent - Spieleentwickler wächst nach 12 Jahren am Markt prozentual im zweistelligen Bereich
presseportal.de/pm/79624/4185552

 Hamburg Digital Background: 

HANSEPERSONALITY Oliver Redelfs:
Privater Investmentfonds mit internationalen Experten für Hamburgs Gamesbranche.

http://hv.hansevalley.de/2017/10/hansepersonality-oliver-redelfs.html