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Mittwoch, 14. Januar 2026

HANSESTATEMENT: Der Angriff auf die Pressefreiheit durch "Genosse Günther" hat Konsequenzen.

HANSE DIGITAL STATEMENT

mit folgenden Quellen: Apollo News, Berliner Zeitung, Bild.de, CDU-SH, Civey, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus,de, Focus Magazin, Focus-TV, Nius, NJW/Beck-Verlag, "Nuhr im Ersten"/RBB, Süddeutsche.de, Tichys Einblick, Welt TV, YouTube, Netzwerk X (in alphabetischer Reihenfolge, solange noch nicht zensiert oder verboten).


Eine neue virtuelle "Sammelbox" stellt Daniel Günther als "Privatperson" vor.
Quelle: "Netzwerk X"

+++ #GüntherGate wird zum politischen Eigentor für "Genosse Günther" aus Eckernförde +++ Ein Ministerpräsident darf als Vertreter des Staates keine Medien herabwürdigend aburteilen +++ Die Staatskanzlei in Kiel und Günthers Anwälte behaupten fix, Daniel Günther sei gar nicht als Ministerpräsident verfassungswidrig ausfallend geworden +++ 

Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen.
@kaputtnicht123 nimmt sich Daniel aka Peter vor. 22.01.2026, "Netzwerk X"

CDU-Präsidiumsmitglied Günther bekräftigt bei Markus Lanz, als "Landesvater" und nicht als Privatmann zu antworten - und verkündet den Bruch der Pressefreiheit als verantwortlicher Regierungschef mit Landeswappen am Revere +++ 

Das Netz macht sich über "Privatperson" Günther lustig.
Der "Ehrenwort-Remix" 2026. Fundstück: "Netzwerk X"

+++ Das Berliner Nachrichtenportal "NIUS" verklagt mit Joachim Steinhöfel das Land vor dem Verwaltungsgericht Schleswig +++ Der Freiheitsrechte-Anwalt mahnt ihn zudem als "Peter-Parker-Privatperson" ab +++ Das Netz spottet lautstark und kreativ über die Tricksereien von Günther +++



Aus der Zwickmühle kommt der linke CDU'ler wohl nicht mehr raus.

Joachim Steinhöfel, Hamburger Strafverteidiger

"Wehret den Anfängen" - Unsere offizielle Erklärung.

Berlin/Hamburg, 14. Januar 2026


Das Berliner Nachrichtenportal "NIUS" bringt auf den Punkt,
was CDU-Ministerpräsident Daniel Günther fordert. Grafik: "NIUS"


"Meine Kinder und Enkel können eines Tages stolz auf meinen Widerstand sein!

Wehret den Anfängen, obwohl der Unrechtsstaat nicht zuletzt durch Ihre Handlungsweise schon weit fortgeschritten ist!

Der großartige polnische Jude Henryk M. Broder wurde kürzlich in einer Runde von jungen Leuten gefragt, wie das alles (das 3. Reich) passieren konnte. 

Er antwortete: „Weil sie so waren wie Ihr!“ Jede Katastrophe, so Broder, fängt klein an.

Mit Grüßen des Entsetzens
Thomas R. J. Hoyer"


*  *  *

"Er (Daniel Günther) sagt: 'Der Kampf für die Demokratie, diesen Kampf müssen Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam führen.' Wenn Sie diesen Satz analysieren, dann muss es einen Schulterschluss geben zwischen Gesellschaft und Politik.

Fundstück, @WerteUnion HB, "Netzwerk X"

Das hatten wir schon mal, nämlich die Volksfront in der DDR. Und die gesellschaftlichen Organisationen, die sich hinter die Politik der Regierung stellten. Günther ist nicht nur ein Antidemokrat, er ist jemand, dem ich wirklich zutraue, die Bundesrepublik in der Geschichte der DDR weiterzuführen."


Liebe Freunde, liebe Leser:

Ab sofort stehen wir mit unserer journalistischen Berichterstattung auf HANSEVALLEY sowie mit unseren kommunikativen Dienstleistungen durch THOMAS KEUP RELATIONS dem in Lübeck beheimateten Startup-Programm "Gateway 49" nicht mehr als Mentor und Supporter zur Verfügung. Diese Entscheidung ist nach den totalitären Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" vom 7. Januar 2026 gefallen:

Orginalfassung ohne nachträglich manipulativ herausgeschnittene Angriffe gegen "NIUS"

"NIUS"-Reporter Julius Böhm beweist den Angriff auf die Pressefreiheit
Autor und FDP-Mann Helmut Markwort, 18.01.2026, "Tagebuch" auf "Focus.de"

Die Forderung nach einer Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Diffamierung ("Gegner und Feinde der Demokratie"), Zensur ("Ja" - auf Nachfrage von Markus Lanz) und schließlich dem Verbot freier, unabhängiger Medien - weil man sie und ihre Kritik an den "Mächtigen" nicht kontrollieren kann - ist verfassungswidrig und für den Unterzeichner als Journalisten mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in Hörfunk, Fernsehen und online unerträglich. 

Staatsrechtler Prof. Volker Boehme-Neßler, Uni Oldenburg, 12.01.2026, "Welt-TV"


Quelle: @AlishaMendgen, @FOCUS_Magazin, 19.01.2026, "Netzwerk X"

Der CDU-Landespolitiker Günther hat öffentlich bewusst §5 Grundgesetz gebrochen, obwohl er seinen Amtseid auf die Verfassung abgelegt hat. Der Deutsche Journalisten-Verband DJV hat dazu klargestellt, dass zu möglichen Verstößen von Presseorganen ausschließlich der unabhängige Deutsche Presserat mit seinem verbindlichen Pressekodex zuständig ist - nicht irgendwelche Politiker mit totalitär gemeinten Aussagen: 


Ohne Kommentar. Quelle: Hajo Stein, @stein_hajo, "Netzwerk X"

Auf "Instagram" erklärt der in seiner Partei als "Genosse Günther" verschriehene links-außen stehende "Merkelianer" der CDU: „Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.“ Damit stellt ein amtierender Regierungschef in Deutschland offen infrage, welche Medien als Journalismus gelten dürfen und welche nicht, kommentiert das verfassungswidrig angegriffene Nachrichtenportal "NIUS". 

"Qualitätskriterien erfüllen MÜSSEN. Da hätte selbst Erich Mielke (DDR-Stasi-Chef) gesagt: 'Das ist UNSERE DEMOKRATIE.'"

Die Geraer Kabarettistin Simone Solga nimmt Daniel Günther bei "Nuhr im Ersten" aufs Korn.
15.01.2026, Quelle: "Netzwerk X"

Die Chefredakteurin der größten deutschen Tageszeitung "Bild" - Marion Horn - bringt unmissverständlich auf den Punkt: 

Chefredakteurin Marion Horn, "Bild"-Zeitung, 11.01.2026

Auf der erwähnten CDU-Partei-Veranstaltung in Neumünster pöbelt Günther ausfallend gegen die "Bild"-Chefredakteurin:
"... dann muss die sich mal hinterfragen, ob ihr Koordinatensystem verrutscht ist.“



"Nius" lässt den sich windenden Politiker nicht mehr aus der Schlinge.
Quelle: "Netzwerk X"

Als Opfer der SED-Diktatur mit zwangsweisem Aufenthalt in einem Kinderheim in Neustrelitz/Mecklenburg aus politischen Gründen und langjährig in der CDU engagierter Berliner ist eine derartig widerwärtige Entgleisung eines deutschen Politikers - gleichgültig welcher Partei - für mich nicht entschuldbar, ebenso wenig wie die verfassungswidrigen Bestrebungen von Landesmedienanstalten, im Zweifelsfall ganze Online-Angebote verbieten zu wollen. 

Freiheitsrechte-Anwalt Joachim Steinhöfel spießt die Pläne für den ÖRR-Staatsfunk auf.
19.01.2026, "Netzwerk X"

*   *   *



Daniel Günther hat "das Zensurverbot des Grundgesetzes negiert"


Wolfgang Kubicki, Rechtsanwalt, stv. Vorsitzender der FDP, 08.01.2026, "Netzwerk X"

"Sie haben Angst vor sich selbst", betont FDP-Vize Wolfgang Kubicki,
19.01.2026, "Apollo News" auf "YouTube"

"(ab 09:32) Wir sehen das gerade in den neuen Bundesländern. Da wird die AfD nicht gewählt, weil wir urplötzlich 30 Prozent Rechtsradikale haben, sondern weil Sie diese Form der Staatsgestaltung schlicht und ergreifend nicht mehr ertragen können. Immer, wenn ich dort unterwegs bin - für Veranstaltungen für die FDP und anderswie -, wird mir gesagt:

'Herr Kubicki, das kennen wir aus unserer eigenen Vergangenheit. Das wollen wir nicht nochmal haben, daß man nur noch im kleinsten Freundeskreis das sagen kann, was man denkt, weil man sonst Angst haben muss, man wird denunziert und man bekommt Ärger mit der Staatsmacht oder seinem eigenen beruflichen Umfeld oder seinem Unternehmen.'

Das können wir nicht wollen, wir wollen eine offene Gesellschaft sein und das heißt: Wir müssen auch, auch Regierungsmitglieder müssen ertragen, daß sie scharf und möglicherweise auch bösartig kritisiert werden. Das gehört zur Meinungsfreiheit dazu."  

Aktuelle Veröffentlichtung, Quelle: @UweRu3, "Netzwerk X"


Daher kann, will und werde ich staatliche, teilstaatliche und staatlich mit-/finanzierte Aktivitäten des Landes Schleswig-Holstein unter einem CDU-Ministerpräsidenten Günther und einer zensieren wollenden CDU-SH nicht weiter unterstützen. Dies betrifft journalistisch und kommunikativ sämtliche Themenfelder meines und unseres Engagements mit HANSEVALLEY und THOMAS KEUP RELATIONS sowie die damit befassten Initiativen und Organisationen, Betriebe und Behörden in Schleswig-Holstein, insbesondere 
  • Dataport
  • DigitalHub.SH
  • Digitalisierung SH
  • DiWiSH
  • echtdigital SH
  • EDIH.SH
  • GATEWAY 49 
  • GDI-SH
  • ITV.SH
  • KI.SH 
  • Mittelstand-Digital Zentrum SH
  • Startup.SH 
  • WIDA
  • WT.SH 
(kein Anspruch auf Vollständigkeit, in alphabetischer Reihenfolge) 

THOMAS KEUP RELATIONS, HANSEVALLEY und Mitarbeiter sind publizistisch dem Deutschen Pressekodex, kommunikativ dem Deutschen Kommunikationskodex sowie ergänzend dem hauseigenen Hanse Digital Kodex HANSECODEX verpflichtet. Entsprechend wird es heute und in Zukunft keinerlei Rücksicht auf besondere Bitten - z. B. aus dem staatlich organisierten und mit-/finanzierten Startup-Förderumfeld in SH - geben, über erkannte Missstände nicht zu berichten.


Diese Stellungnahme wird den betroffenen Initiativen, Organisationen, Betrieben und Behörden direkt zur Kenntnis gegeben und auf der Homepage des norddeutschen Digitalmagazins HANSEVALLEY veröffentlicht. Für Rückfragen steht der Unterzeichner unter den bekannten Kontaktdaten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Thomas Keup, Herausgeber und Chefredakteur
HANSEVALLEY - Das Hanse Digital Magazin


Zu guter Letzt:

Die sichtbaren Folgen von Denunzierungen, Hausdurchsuchungen, politischen Anklagen, Zensur und Verbotsgelüsten: Online-Umfrage von "Civey"

Dieser Song wirft einen satirischen Blick auf die psychologischen und politischen Abgründe der Macht, schreibt "NoPC tunes" auf "YouTube":

„Ich bin die Gewalt im Gewand der Moral“

Ohne Kommentar. Video, 16.01.2026, "YouTube"

Von Corona bis Pressefreiheit: Die gezielten Tabubrüche des Daniel Günther,
12.01.2026, "Berliner Zeitung"

Die linke "SZ" spricht erst klar aus, was Günther will. Einen Tag später reiht sie sich in die sozialistische Einheitsfront der CDU ein, 14.01.2026, "Netzwerk X", "Süddeutsche Zeitung"

"NIUS"-Chefredakteur Julian Reichelt über Markus Lanz, den ZDF-Skandal und über Mittel und Methoden, Zensur und Verbote einzuführen:

So reagiert das Berliner Nachrichten-Portal "NIUS" auf die verfassungswidrigen Angriffe des Kieler CDU-Lokalpolitiker:

"NIUS"-Anzeige Newsletter 15.01.2026

Hinweis: Diese Stellungnahme wird rechtssicher dokumentiert und für eine spätere Aufarbeitung verfassungswidriger Aktivitäten und einer möglichen Diktatur durch Politiker, Medien, NGO's und willfährige Organisationen und Unternehmen in Deutschland sicher aufbewahrt. 

Dienstag, 25. Februar 2020

HANSESTATEMENT: Die Hamburger Wahlshow. Meiner ist größer, als Deiner ...

HAMBURG DIGITAL WAHLNACHLESE
- von Chefredakteur Thomas Keup -
- 1.200+ Leser. Und Sie. -


Die große ZDF-Show zur Hamburg-Wahl 2020.
Foto: HANSEVALLEY

'Nazis raus, Nazis raus, Nazis raus!' skandierte die emotional aufgewühlte Hafen-/Arbeiterklientel auf der SPD-Wahlparty am Sonntag-Abend in der Markthalle angesichts der kurzzeitig aufgeflackterten Hoffnung aus den ARD- und ZDF-Prognosen, der politische Todfeind AfD könnte aus der Hamburger Bürgerschaft verbannt worden sein. Für Chefstrippenzieher Johannes Kahrs wäre es laut seines fragwürdig deplatzerten Fernsehinterviews der schönste Tag werden können, wenn die millionenteuren Demoskopen nicht im zu vermutenden Corona-Fieber ihre eigenen politischen Wunschträume in hoffnungsgeschwängerte Prognosen gepackt hätten.



Im Internet kommt alles raus ...
Quelle: Twitter

Was den Sozis in Hammerbrook recht war, war den grünen Gespielin*innen im Karolinenviertel nur billig. Zusammen mit den Block-Freunden der Linken gingen sie von einem fulminanten Abgang der ungeliebten Hamburger Ex-Schill-Politiker aus. Diese Hoffnung nährte auch das bis zum Wahlwochenende als einigermaßen unabhängig geltende Pressecorps in der Fernsehhalle A2 der Messe Hamburg. Mit Veröffentlichung der 18.00 Uhr-Prognose jubelten zahlreiche Journalisten und redaktionelle Mitarbeiter von ARD, NDR, ZDF & Co. lautstark mit, als die vermeintlich glücklich machenden 4,7% AfD-Prognose bundesweit über den Schirm flimmerten.


Jubelten mit? Ja, genau. Vor laufenden Mikrofonen? Ja, genau. Zeigten ihr wahres Gesicht? Ja, genau. Gaben ihre Unabhängigkeit auf? Ja, genau. Betrieben offen Parteipolitik? Ja, genau. Der rot-grün gefärbte Pressetross von ARD, NDR und ZDF schlug damit der Demokratie und den unabhängigen Wählern mit geballter Faust einmal ins Gesicht. Vorausgegangen war ein aus heutiger Sicht durchaus als manipulativ wirkendes Runterpunkten der AfD bei Infratest Dimap (ARD + NDR) ebenso, wie bei der Forschungsgruppe Wahlen (ZDF). 


237 weniger Stimmen für die AfD-Landesliste: Ein "denkbar knapper Einzug"?

"Die öffentlich-rechtlichen Sender sind die eigentlichen Verlierer der Wahl", titelte Matthias Adler in der 1. Ausgabe des "Tagesjournals" nach dem Wahlabend. Mit einer Differenz von 0,6% bzw. gerade einmal 237(!) weniger Landesstimmen blamierten die Demoskopen nicht nur die sie bezahlenden Fernsehsender. Panisch versuchte die rot-grüne Journaille später, daraus einen "denkbar knappen Einzug" kleinzureden. Während die Erbsenzähler für die CDU eine Punktlandung hinlegten und bei SPD, Grünen und Linkspartei nah dran lagen, griffen sie bei der AfD tief in die Schüssel. 



Peinlich für ARD + ZDF: Die Hochrechnung von Statistik Nord
Grafik: Twitter

Der Grund: "Soziale Erwartung", heißt: AfD-Wähler sagen vorm Wahllokal bei Befragungen ("Exit Polls") nicht immer, was sie gewählt haben. Und das wusste man nicht vorher? Echt nicht? Das statistische Landesamt meldete bereits um 19.40 Uhr in seiner 1. Hochrechnung einen Wert von 5,8% für die AfD - auch wenn die Statistiker ihre Server nicht im Griff hatten. Die Freunde des Ersten schafften es erst 1,5 Stunden nach der Prognose von 18.10 Uhr und mehr als 1 Stunde später als "Statistik Nord" um 20.47 Uhr, ihre peinliche Prognose zu korrigieren und sich der Realität zu stellen, dass die Populisten der AfD doch drin sein könnten. 

Auch beim Überleben der Liberalen mit schließlich 1.582 fehlenden Stimmen zeigten ARD und ZDF, was sie nicht konnten: Das Statistikamt war mit seinen Wasserstandsmeldungen am Wahlabend schneller und genauer, als die schicken Laufbänder der Millionen-teuren, öffentlich-rechtlichen Wahlshows. Womit wir beim eigentlichen Aufhänger dieses Statements sind: Der Geldverschwendung von ARD, NDR und ZDF in der Messehalle A2. Die riesigen Messestände mit eingebauten Studios, Redaktionen und Backoffices zeigten, worum es wirklich ging: Zwei über ihre Rundfunkräte politisch beeinflusste Fernsehtanker, die im besten US-Style versuchten, sich gegenseitig zu übertrumpfen.


Lauter schicke Stehtische: Das NDR-Flagschiffstudio zur Wahl.
Foto: HANSEVALLEY

Szenenwechsel: Ein beschauliches Jungeninternat ganz im Süden, in den Bergen. Die bekannte Dreierklicke aus großem und kleinem Bruder sowie bestem Freund steht an diesem Sonntag-Abend - wie regelmäßig an besonderen Sonntagen - mit halb heruntergelassenen Hosen am Waldrand. Sie kennen das Bild aus bekannten Filmen zu pubertierenden Jugendlichen. Und wie im Film geht es auch heute wieder um die einzig entscheidende Gretchenfrage: 'Wer hat den Größeren?' Und: 'Wer ist als erster fertich?'

Nach minutenlangem Schwitzen in ihre blauen und orangen Sweatern (nicht zu verwechseln mit blauen und orangen Sweatern von ARD, NDR und ZDF ...) kommt an diesem Abend ... nur heiße Luft. Denn die beiden Brüder - A. und N. - sowie ihr bester Freund - Z. - hatten den Schnabel zu weit aufgerissen. Übersetzt: Statt schneller Hochrechnungen versendete das Erste zur besten Sendezeit ... die Lindenstraße. Ansonsten tingelten Scholz, Tschentscher, Fegebank & Co. von Sender zu Sender, von Gruppen-, zu Pärchen-, zu Einzelinterview. Großartiger Journalismus, Echt, wirklich ...


Messe Hamburg Halle A2: Willkommen im "Laufhaus" der Fernsehgiganten!

Das alles kostete Millionen. Fakt: Die LKW-Auflieger des Südwestrundfunks auf dem Messe-Parkplatz. Fakt: Die SNG- und Ü-Wagenflotte des NDR hinter der Messehalle A2. Fakt: Die Protzbauten von ARD, NDR und ZDF - im Vergleich zu den - einer regionalen Stadtwahl - angemessenen Auftritten von Hamburg 1, NTV und Phoenix. Bezahlen werden dieses "Laufhaus" (das hat unser Landeskorrespondent beigetragen ...) die Wähler in Hamburg und der ganzen Republik mit steigenden Rundfunkgebühren. Für ein System aus purer Protzerei, millionenschwerer Gebührenverschwendung und wertendem Journalismus. 


Anders kann man die manipulativ wirkende Aussage von NDR Hamburg-Politikchefin Sylvia Burian nicht werten, als sie bei Vorstellung des Wahlstudios inkl. jedes einzelnen Stehtisches am Vorabend zur besten Sendezeit mit den Worten abschloss: '... wenn die Hamburger dann SPD gewählt haben.' Das war selbst Moderatorin Julia-Niharika Sen peinlich, so dass sie das vorweggenommene amtliche NDR-SPD-Endergebnis mit einem professionellen Abbinder relativierte. Fremdschämen für die peinliche Entgleisung einer sich selbst vielleicht ein wenig zu wichtig nehmenden Lokalpolitik-"Chefin".


Analyse der CDU in Hamburg: Gestern Klippe, heute einen Schritt weiter ...

Nicht nur die Demoskopen lieferten zur Hamburg-Wahl Pleiten, Pech und Pannen: In Langenhorn verwechselten die Wahlhelfer liberale mit grünen Stimmen, in Winterhude rote mit grünen Stimmen. In Wandsbek errechneten die Statistiker eine Wahlbeteiligung von über 100%. Im Gegensatz zum Stimmbezirk 30401: Hier wurden Stimmen kurzerhand ins Altpapier befördert. Nach Rausfischen aus der Papiertonne fehlten 18 Zettel. Und in Neugraben tauchten 16 jungfreuliche Stimmzettel aus Bergedorf auf. Auf Grund von Server-Problemen konnte das Statistische Landesamt erst am Montag-Mittag die zweite Auszählung vornehmen. Macht nichts: Am Wahlabend war die Homepage des Statistikamts auch bis 20.30 Uhr nicht erreichbar.

Schauen wir uns die Hamburger Rathauspolitik einmal ohne die rote Brille einer NDR-"Chefin" an: Die SPD regiert jetzt mit der absoluten Mehrheit der Generation 70+ sowie der Marktführerschaft bei den 60-Jährigen. Diese Position hat sie mit allem Elan der CDU abspenstig gemacht. Die Christdemokraten haben bei dieser Wahl nicht nur den letzten USP - sprich die Wirtschaftskompetenz - verloren, jetzt fehlen ihnen auch noch die letzten Wählertruppen, um passable Ergebnisse einzufahren. 'Gestern Klippe, heute einen Schritt weiter', könnte man pointieren. Würden wir aber nur schreiben, wenn es wirklich so wäre. Ach ja, ist ja tatsächlich so ...

Mehrheiten 2020: Links-liberal-sozial-ökologische ... "Hipster-Hackfr.ssen"

Dies ist nicht nur ein Trend in grünen Studentenmetropolen, wie Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig oder München. Dies ist das eigentliche Problem der CDU - fernab der Diskussionen über einen neuen Bundesvorsitzenden. Was die CDU hinter sich hat und wo die SPD gut auf Kurs ist, darauf dürfen sich die Grünen als Nächstes freuen. Im kommenden Schritt werden nicht nur die Alt-Grün*innen Petra Roth, Christian Ströbele und Jürgen Trittin "heraus wachsen". Dann sind die grünen Wähler dran, die SPD und CDU schon lange nicht mehr erreichen.


Noch sprechen die grünen Mehrheitssieger*innen in den Wählergruppen 25-34, 35-44 und 45-54 mit inhaltsarmen, dafür aber umso emotional angepickteren Wahlkämpfen die gegenderten, toootal betroffenen Generationen "Y" und "Z" an. Die "taz", das Kampfblatt der - dank Rot-Grün in Hamburg unter Artenschutz stehenden - Steinewerfer, bringt sie als "links-liberal-sozial-ökologisches Spektrum" aka "Cityoen" (was nichts anderes als ein gehipstertes Bürgertum ist, liebe "taz") zusammen. Wir nennen sie in ihrer nicht selten dümmlichen Version einfach "Hipster-Hackfr.ssen". Und die wählen auch eine Partei, die inhaltlich schwach bis nichtssagend aufgestellt ist - laut Deutschem Startup-Monitor mit 48% Fanschaft in der Hamburger Startup-Szene. 

Eine reGierende SPD vor dem Verteilen des Bärenfells. Ein großartiger Verein!

In ein paar Jahren wird es wieder spannend: Welche Partei schafft es dann, die Generation 16- bzw. 18-24 emotional und inhaltlich anzusprechen, um sie mit ihren Personen und Positionen als Wähler zu binden? Die Spekulationen reichen von einer aktuell erfolgreich Erst- und Jungwähler adressierenden Linkspartei über eine junge, Eliten und Intelligenz ansprechenden FDP bis zu einer für jüngere, wertorientierte Wähler interessanten Neu-CDU - nach österreichischem Vorbild, mit digitaler Organisation und Merz als Vorsitzendem. Oder werden es doch Wählerinitiativen, die monothematisch Interessen einzelner Gruppen vertreten? 

"Hier regiert die SPD, hier regiert die SPD, hier regiert die SPD" skandierten Hamburgs SPD-Wahlkämpfer mit Quietscheentchen-Angler Andy Groth (Das macht der wirklich! Die Red.) vorneweg, als Spitzenkandidat Peter Tschentscher um 22.30 Uhr zurück in die Markthalle kam. Wer nicht genau hinhörte, konnte sowas wie eine "gierige SPD" verstehen. Ob sich das akustische Missverständnis zur machtpolitischen Realität im Senatsgehege entwickeln wird, werden wir in einer neuen Folge unserer Rathausberichterstattung "Meiner ist größer, als Deiner ..." erfahren. Dann sicher auch wieder mit Chefstrippenzieher Kahrs ganz vorn mit dabei.

In diesem Sinne: Jeder bekommt das, was er gewählt hat. Viel Freude damit!


*  *  *