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Mittwoch, 26. Juli 2017

HANSESTARTUP HQLabs: "Wir revolutionieren das Projektmanagement im Mittelstand"

HAMBURG DIGITAL REPORT

Im Hamburg Startup Magazin stellen wir junge Firmen vor, die etwas Besonderes haben: eine visionäre Technologie, ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell und engagierte Gründer. Denn die besten Startups sind HANSESTARTUPS.


Ein sonniger Freitag-Morgen in der Speicherstadt. In der alten Zollhalle des früheren Hauptzollamtes treffen sich 200 Vertreter der Hamburger Startup-, Innovations- und Förderszene. Anlass: Der offizielle Start des "Innovationsstarter Fonds Hamburg II" von Hansestadt und Europäischer Union. 12 Mio. € kann die Innovationsstarter GmbH der Hamburger Förderbank IFB in 5 Jahren in zukunftsweisende Startups investieren. Die ersten 3 Investments hat Geschäftsführer Heiko Milde bereits verkündet. Unter ihnen das Hamburger Software-Startup HQLabs.

Gründer und Geschäftsführer Tobias Hagenau strahlt an diesem Morgen hinter seinem Demopoint gleich doppelt: Das Wachstum seines 25-Mann starken Teams in der benachbarten Hafencity ist durch den Fonds gesichert. Und der Empfang der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) bringt ihm drei spannende Kundenkontakte - mit Unternehmen zwischen 10 und 120 Mitarbeitern. Mit seinem konsequenten Kurs ist HQLabs eines der erfolgversprechenden Startups an der Elbe - und damit ein HANSESTARTUP. Denn die besten Startups sind HANSESTARTUPS:


Co-Founder Tobias Hagenau
Foto: HQLabs
Ein modernes Büro am Sandtokai - gegenüber dem neuen Coworking-Space FriendsFactory, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Elbphilharmonie. Der 30-jährige Ingenieur Tobias Hagenau erzählt von den Anfängen seines Startups: Eigentlich wollte er Erfinder werden. Heute kümmert sich der Co-Founder von HQLabs vor allem um Marketing und Sales. Gemeinsam mit seinem TUHH-Kommilitonen und Maschinenbauer Lucas Bauche und Wirtschaftsinformatiker Nils Czernig wagte er vor 5 Jahren den Sprung ins kalte Wasser. "Wir revolutionieren das Projektmanagement im Mittelstand", stellt der zurückhaltende Unternehmer mutig fest.

"Der Mittelstand excelt sich so durchs Leben."

In einem Sommerprojekt entwickelt das Tech-Team vor 5 Jahren an der TU in Harburg ihr erstes Tool, managen die Studenten mehr als 30 Studentenprojekte mit über 100 Studenten und mehr als 1.000 Tagen Projektumfang. Über 2 Jahre wird das "MS Project in klein" erfolgreich eingesetzt. Den Pain-Point der TU-Studentenunternehmer fasst Tobias heute so zusammen: "Die Mittelstand excelt sich so durchs Leben." Doch Projektmanagement in Microsofts Tabellenkalkulation bringt einen ganzen Schwung an Herausforderungen mit: Excel ist nicht skalierbar, nicht einfach wartbar und nicht personenunabhängig nutzbar. Es muss etwas Besseres her.

Aus dem Studentenprojekt wird ein Unternehmen. Die erste Kundengruppe werden Maschinen- und Anlagenbauer - Gleich und Gleich ... Das Startup wächst mit seiner Software organisch. 2015 entschließen sich die pfiffigen Techis, ihren Vertrieb zu erweitern und neue Kundengruppen anzusprechen. Neben Maschinenbauern bieten Lucas, Nils und Tobias ihr Tool nun auch Agenturen in Werbung und Design, PR und Beratung sowie Event und Projektmanagement an. Hintergrund: Die Entscheidung zur Einführung einer Software kostet in der Industrie zwischen 6 und 12 Monaten. 2 Mitarbeiter führen jeden Tag 100 Telefonate, um das Startup am Laufen zu halten.

"Unsere Software macht alles in der Agentur ..." 


HQ-Software im Praxiseinsatz
Foto: HQLabs
In Kundengesprächen kristallisiert sich immer wieder eine Schlüsselfrage heraus: 'Wo ist das SAP für bis zu 50 Mitarbeiter?' Projektmanagement ist für viele Kunden eine wichtige Basisfunktion, doch ein weiterer Schmerz liegt im Auftragsmanagement vom 1. Kundenkontakt bis zur Abschlussrechnung. Der Bedarf für ein kleines ERP scheint genauso groß, wie für ein reines Projektmanagement-Tool. In diesem Jahr unternimmt HQLabs dann den nächsten Schritt in Richtung Zukunft: 

Die Jungunternehmer setzen ihre Software neu auf: "Jetzt machen wir Tabula rasa" bringt es Tobias Hagenau im HANSEVALLEY-Interview auf den Punkt. Über 1 Mio. Zeilen Quellcode stehen zur Disposition Das neue Projektmanagement-Tool wird als Software-Service auf Microsoft Azure im deutschen Telekom-Rechenzentrum betrieben. Als Frontend-Technologie dient AngularJS - eine moderne Programmiersprache mit optimaler HTML-Einbindung von Google. Die Developer bei HQLabs sind Teil der Community, hosten alle 2 Monate ein Meetup. Gut ein dutzend Hamburger Firmen sind mit an Board.

Tobias Hagenau ist rundherum glücklich mit dem neuen Angebot: "Unsere Software macht alles in der Agentur - außer den Kreativprozess." Mit HQLabs bekommen Kunden einen individuell als SaaS bereitgestellten Werkzeugkasten mit CRM-Tool für Angebotswesen und Projektkalkulation, Projektmanagement für Projektplanung, Ressourcenplanung, Zeiterfassung, Dateiverwaltung, Buchhaltung und Schnittstellen zur Finanzbuchhaltung. Mit der neuen Software hat das Hamburger IT-Team auch gleich sein Marketing umgestellt - von aufwendigem Direct Sales zu einem kompletten Inbound Marketing. 

 "Es gibt viele Apps. Wir sprechen über Prozesse."


HQLabs-Kundensammlung
Foto: HQLabs
3,- bis 5,- € kostet ein Feature pro Monat pro Account. So kommt man auf rd. 100,- € im Monat für ein kleines System und auf 200,- € bis zu 2.000,- € für Software-Services von 10 bis zu 60 Nutzern - der klassischen mittelständischen Agenturgröße. Obendrauf bietet das junge und doch äußerst professionell wirkende Startup professionelle Projektdienstleistungen an und rundet mit seinen "Pro-Services" das hocheffiziente Software-Spektrum mit Dienstleistungen ab. Ob Installation, Anpassungen oder Schulungen - HQLabs entwickelt sich zu einem etablierten Softwarehaus.

Für die Kunden bedeutet HQLabs heute vor allem Flexibilität und Skalierbarkeit. Brauchten Agenturen bislang zwischen 5 und 8 Tools, um einen Auftrag abzuwickeln, reichen heute 1-2 Tools im gesamten Auftragsmanagement. Tobias Hagenau fasst die Bedürfnisse so zusammen: " Es gibt viele schöne "To-Do-Apps". Wir sprechen am Ende über einen Geschäftsprozess - dafür brauche ich eine passende Software." Zu den Hamburger Agenturreferenzen gehören mittlerweile so namhafte Content- und Kreativschmieden, wie "Faktor 3" oder "Thjnk" von WPP.

Mit ihrem Investment in HQLabs hat Heiko Milde mit seinem Team bei der Förderbank IFB sicher in eines der besonders interessanten Tech-Startups an Alster und Elbe investiert - fernab von gehypten Food-Startups oder nischigen App-Services. Gut zu wissen, dass es in Hamburg so professionelle und erfolgversprechende Jungunternehmen gibt, die gleich einer ganzen Hamburger Branche richtig gut helfen können. Wir nennen diese Startups HANSESTARTUPS. 


 Hamburg Digital Background: 

HQLabs Hamburg
www.hellohq.io

Auftaktveranstaltung Altes Hauptzollamt
www.24liveblog.com/share/196982560?url=http://hh.hansevalley.de/p/hansenews.html

Innovationsstarter Fonds Hamburg II
http://innovationsstarter.com/home/innovationsstarter-fonds/




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Sonntag, 2. Juli 2017

HANSEPERSONALITY Prof. Dr. Ralf Strauß: "Am liebsten wollen alle alles auf einmal, und das morgen."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

"Erfolgreich im modernen Dreikampf." Mit dieser Headline öffnet der "Marketing Innovation Day" 2017 von Deutschem Marketing Verband und der Wirtschaftshochschule HSBA in 10 Tagen in der Handelskammer seine Pforten. Mehr als 1 Dutzend namhafter Sprecher bringen die digitalen Herausforderungen von Marketing, Sales und IT auf die Bühne. Am 12. Juli bleibt nichts verborgen - von Mind-Set und Kollaboration über Fachwissen bis zum Zeitmanagement.


Marketing-Präsident Prof. Dr. Ralf Strauß
Foto: DMV / Thorsten Schmidtkorn
Wie sieht das Mindset bei "Otto" aus? Wie funktioniert die Zusammenarbeit bei "Jung von Matt/Next Alster"? Welche Akzente setzt man bei "Xing"? Und wie sieht der Deutschland-Direktor von "Google" die aktuellen Herausforderungen? Wir haben den Präsidenten des Deutschen Marketing Verbandes gebeten, schon heute ein Spotlight auf Deutschlands Marketing-Abteilungen zu werfen. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Ralf Strauß:

Sie sind langjähriger Marketing-Experte - u. a. bei SAP und Volkswagen -, Geschäftsführer einer Marketing-Beratung und Präsident des Deutschen Marketing Verbandes. Sind sich die verantwortlichen Mitarbeiter in den Marketing- und Vertriebsabteilungen Hamburger und bundesweiter Unternehmen der Herausforderungen durch die Digitalisierung bewusst?

Absolut, ja! Die Frage ist ja eine andere: Es dreht sich in den Augen der meisten Unternehmen ja mehr darum a) zu verstehen, was die vielen Begriffe denn tatsächlich alles bedeuten und b), wie diese Konzepte jeweils auf den unternehmensspezifischen Anwendungskontext übersetzt werden können. Und dies im Spannungsfeld zwischen den seit vielen Jahren etablierten Funktionsbereichen Marketing, Vertrieb und IT, den wir ja auch im Rahmen des Marketing Innovation Days aufgreifen werden. Da gibt es auch wenig Unterschiede zwischen dem Mittelstand und größeren Unternehmen.

In welchen Wirtschaftsbranchen sehen Sie mit Ihrer Erfahrung als Marketing-Manager - aber auch als Präsident des Marketing-Verbandes - rundherum ordentlich erledigte Hausaufgaben in Sachen Digitalisierung des Marketings und des Vertriebs? Und in welchen Branchen würden Sie eher mit Alarm-Glocken schellen?

Aus mehr als 40 Projekten und Workshops zum Thema "Best Practices Digitale Transformation" kann man eigentlich sagen, dass es hier keine klare Trennung gibt – beispielsweise gibt es Konsumgüterhersteller, welche Marketing und Vertrieb schon sehr weit digitalisiert haben, gleichzeitig im gleichen Branchensegment wiederum Unternehmen, die hier erst ganz am Anfang stehen. Der größte Hinderungsgrund: Oftmals sind in der Vergangenheit Projekte im Spannungsfeld zwischen Fachbereichen und IT alles andere als erfolgreich gelaufen. Was teilweise für eine nur gedämpfte Euphorie sorgt.


HSBA-Marketing-Professor Dr. Ralf Strauß
Foto: DMV
Als Professor für Digital Marketing und E-Business an der Hamburger Wirtschaftshochschule HSBA, aber auch als Geschäftsführer der Marketing-Beratung "Customer Excellence" beschäftigen Sie sich mit den technologischen Herausforderungen im Marketing. Welche Themen stehen bei den Entscheidern heute auf der Agenda?

Am liebsten wollen alle alles auf einmal, und das morgen. Teilweise geht es zuerst einmal darum, Hausaufgaben zu machen und ein CRM-System einzuführen oder anhand einer Zielgruppenmatrix zu verstehen, welche Kunden und Interessenten am besten über welche Kanäle zu erreichen sind. Oder aber es geht um Performance Marketing bis hin zum Programmatic Advertisement. Das Spektrum an Themen ist ehrlich gesagt komplett unterschiedlich und reicht bis in die IT-Strategie hinein – also die Frage, wie schrittweise moderne IT-Anwendungsarchitekturen realisiert werden können.

Wenn es ein 'One fits all' für die Digitalisierung des Marketings und des Vertriebs für mittelständische wie größere Unternehmen nicht gibt, welchen Weg empfehlen Sie open-minded Entscheidern? Gibt es so etwas wie einen Fahrplan, der helfen kann, die großen Veränderungen systematisch und schrittweise anzupacken?

Aus der Vielzahl an Projekten und Workshops zeigt sich immer wieder, dass es auch hier auf einen Mix ankommt: auf der einen Seite mit anderen Unternehmen auszutauschen und anhand von Best Practices zu lernen, auf der anderen Seite einmal strukturiert das eigene Unternehmen im Rahmen eines Digital Audits zu durchleuchten, die eigenen Handlungsfelder herauszuarbeiten und im Einzelnen mit Best Practices zu vergleichen.

Gehen wir noch einen Schritt weiter: Große Unternehmen wie die Otto Group sprechen von einem "Kulturwandel 4.0", um die eigene Organisation mit 50.000 Mitarbeitern in die digitalisierte Geschäftswelt mitzunehmen. Wo würden Sie als Marketing-Berater in einem Unternehmen anfangen: bei der Kultur, bei den Prozessen oder gar bei den Tools?

Von dem bekannten Management-Professor Peter Drucker gibt es das wahre Wort: 'Culture eats Strategy for Breakfast'. Mit anderen Worten: Wir können uns noch so tolle Strategien überlegen, wenn die Kultur und interne Widerstände deren Umsetzung verhindern, werden wir kaum erfolgreich sein. Daher empfehle ich immer einen Zangenangriff: Auf der einen Seite aus der Sicht des Fachbereichs einmal strukturiert die Handlungsfelder herausarbeiten.

Dazu den Abgleich mit der bestehenden IT-Applikationslandschaft durchführen, dies zu sekundieren mit einer Analyse der - bestehenden vs. erforderlichen - Kompetenzfelder und schließlich der Kultur. Damit verbunden also die Frage aufgreifen, wie bislang Projekte durchgeführt worden sind und was hier jeweils gut oder schlecht gelaufen ist. Oftmals ist die Digitalisierung auch ein guter und willkommener Anlass und "Feigenblatt“, langjährig etablierte Strukturen und Prozesse aufzuräumen. 

Lassen Sie uns an dieser Stelle einen Blick in die Glaskugel wagen: Online Marketing, Performance Marketing, Programmatic Marketing und Content Marketing? Was erwartet die Marketer Hamburger und deutscher Unternehmen als Nächstes und welchen Trend finden Sie persönlich mit Ihrer Erfahrung besonderes interessant?

Ich weiß nicht, welcher Trend absehbar vorherrschend sein wird. Ich denke nur, dass die Beherrschung des Dreikampfs, den wir diskutieren, uns noch in der Grundstruktur lange erhalten bleiben wird. Damit geht es weniger um den nächsten heissen Trend, als vielmehr darum, Strukturen und Prozesse zu schaffen, welche die nächsten Trends und Entwicklungen aufnehmen können.


Zu guter Letzt unsere traditionelle Hamburg-Frage: Wo sehen Sie als Marketing-Repräsentant, als Marketing-Ausbilder und Marketing-Berater die Chancen in der Digitalisierung der Hamburger Wirtschaft und wo sehen Sie besondere Herausforderungen, womöglich die "Schlafende Schöne" aus ihren Träumen reißen zu müssen?

Ich denke – und das ist kein Hamburger Phänomen – wir müssen alle Themen im Umfeld Digitalisierung strukturiert und professionell angehen. Hierzu brauchen wir erfahrene Projektmanager und Best Practices. Was mir eher Sorge macht, sind Social Media-Agenturen, die versuchen, mit den Unternehmen Geschäftsprozesse und IT-Applikationslandschaften unter dem Label „Digitale Transformation“ zu diskutieren. 


Die hier produzierte heisse Luft entweicht aus den Projekten meist sehr schnell und das Projekt erfährt ein Reboot ... verbunden mit hohen Kosten und Frustpotential auf der Seite der handelnden Akteure. Kommunikation, Austausch und Lernen aus Best Practices - wie auf dem Marketing Innovation Day - ist das Gebot der Stunde.

Vielen Dank für die direkten Worte!

Das Interview führte Thomas Keup.


* * *

 Hamburg Digital Background: 

Marketing Innovation Day Hamburg, 12. Juli 2017
http://www.marketingverband.de/veranstaltungen/marketing-innovation-day/

Prof. Dr. Ralf Strauss beim Deutschen Marketing-Verband, DMV
http://www.marketingverband.de/der-dmv/vorstand/

Prof. Dr. Ralf Strauss an der Wirtschaftshochschule HSBA
https://www.hsba.de/hsba/unsere-hochschule/team/professoren/prof-dr-ralf-strauss/


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


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Sonntag, 5. Februar 2017

HANSEPERSONALITY Martina Bloch: Aktionismus ist n i c h t die Steigerungsform von Aktion!

Akquisefachfrau Martina Bloch
Foto: Agentur für Unternehmenskontakte
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Vertrieb ist ein Buch mit sieben Siegeln, sagen die einen. Vertrieb ist ein systematischer Prozess, sagen die anderen. Ohne Vertrieb sind die besten Produkte nichts wert, sind sich die meisten einig. Die Hamburger Vertriebsfachfrau Martina Bloch kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um den erfolgreichen Vertrieb erklärungsbedürftiger Produkte - mit Erfolg.

Mit den Atributen "ehrlich, professionell, direkt" umschreibt ein Partner der Hamburger Vertriebsexpertin ihre Eigenschaften auf Linkedin. In Zeiten sozialer Medien, digitaler Plattformen und disruptiver Veränderungen in zahlreichen Branchen ist es gut, eine Fachfrau zu Themen, wie Strategie, Daten und Budgets fragen zu können. Unser HANSEPERSONALITY ist Martina Bloch:

 Thema Motivation: 


Was begeistert Dich am Thema Vertrieb - und hier speziell am Verkauf erklärungsbedürftiger Produkte und Services, z. B. komplexer Technologien? "Quick wins"im "short term"sind da doch eher nicht möglich? Kann sich das für Dich unterm Strich als selbständige Vertriebsberaterin längerfristig rechnen?

Das sind ja viele Fragen in einer :-) Ich beantworte mal eine nach der anderen:

Was begeistert mich an meinem Beruf?

  • Die Möglichkeit, so viele unterschiedliche Unternehmungen kennenzulernen, zu erfahren, was es alles an innovativen Unternehmen mit grandiosen Produkten und Dienstleistungen in Deutschland gibt. Phantastisch!
  • In jedem Projekt dazulernen zu können und zu dürfen. Bezahlt.
  • Zu erleben, auf welch' unterschiedlichen Wegen Unternehmen erfolgreich sind.

Kann sich das für mich lohnen?

Du gehst instinktiv davon aus, dass ich auf Provisionsbasis arbeite. Doch das tue ich tatsächlich nur in sehr seltenen Fällen. In der Regel werde ich fest bezahlt - und ja, das lohnt sich, sonst würde ich etwas anderes tun.

 Thema Strategie: 


Du engagierst Dich bundesweit in der Vertriebsunterstützung für Unternehmen. Wie gut sind kleinere und mittlere Firmen bei uns in Sachen Vertrieb aufgestellt? Und was können KMUs konkret besser machen, um systematisch Interessenten und Kunden zu akquirieren und ihren Vertrieb nicht dem Zufall zu überlassen?

Auf deine erste Frage gibt es keine allgemein gültige Antwort. Viele Firmen sind sehr gut aufgestellt, haben ihren Vertrieb strategisch aufgestellt und haben einen Plan, nachdem sie vorgehen. Dem anderen Teil fehlt genau das. Da wird Vertrieb per "Schaun mer mal" betrieben.

Immer wieder werden Akquiseaktionen auf die Schnelle gestartet, um dann wieder für Monate auf Eis zu liegen. Denen möchte ich immer zurufen: Aktionismus ist n i c h t die Steigerungsform von Aktion!

Sie sind schlecht aufgestellt, haben keine klare Strategie, oft nicht mal eine klare Zielgruppe, geschweige denn wissen sie, wie sie den Nutzen ihrer erklärungsbedürftigen Produkte und Dienstleistungen in verständliche Worte fassen sollen. Dafür gibt’s dann mich :-)

 Thema Daten: 

Zu erfolgreichem Vertrieb gehört eine aktuelle, gepflegte Datenbasis mit Kunden, Interessenten und Neukontakten. Wie gut sind Deine Geschäftskunden heute im Jahr 2017 mit CRM-Systemen vertraut? Und was sollten Sie auf jeden Fall an Vorarbeit leisten, um einen erfolg versprechenden Vertrieb aufsetzen zu können?

Zur 1. Frage: 

Vor 18 Jahren war ich mal bei einer großen norddeutschen Versicherung, um ein Projekt zu besprechen. Die hatten damals kein CRM im Einsatz, hatten also keinen Überblick, welcher Versicherte welche Versicherungen bei ihnen hatte und welche nicht.

Das ist eindeutig besser geworden. Doch immer noch arbeiten viele, zu viele! Unternehmen mit Excel oder - noch schlimmer - mit Word-Listen. Das hat mit strategischem Vertrieb nichts zu tun.

Die Unternehmen scheuen die Arbeit, ein Pflichtenheft für ein CRM zu erstellen. Das aber ist unabdingbar. Sonst wird irgendeins genommen, dass dann im Zweifel nicht das kann, was es können soll und damit eine Fehlinvestition ist.

Zur 2. Frage:

Die Frage ist ein Klassiker. Kurz geantwortet: Sie müssen wissen, was sie anbieten, wie der Nutzen ihres Angebotes am Besten kommuniziert wird, wem es am meisten nutzt und über welchen Akquisekanal sie ihn am Besten kontaktieren. Wenn das alles steht, also so richtig klar und definiert ist - nicht nur so ungefähr, dann sind sie gut für den Vertrieb vorbereitet.

 Thema Social: 

Du bist aktiv in sozialen Medien, wie Facebook und Twitter. Viele Unternehmen sind jedoch nicht aktiv oder online nur rudimentär präsent. Welchen Rat gibst Du Deinen Unternehmenskunden, wie sie neue Interessenten im Web und in sozialen Medien gewinnen können? Und wie können sie aktiv werden?

Viele Kunden glauben, Social Media sei nichts für sie. Ich bin dafür, aus Glauben Wissen zu machen. Also sollten sie genauer hinsehen, wo im weiten WWW ihre Kunden aktiv sind. Dort sollten sie dann präsent sein. Mindestens um zu lernen, was ihre Kunden bewegt, wo sie Probleme, Wünsche der Hoffnungen haben.

Mit diesem Wissen kann dann eine Strategie entwickelt werden, selbst sichtbarer, anfassbarer und attraktiver im Netz zu werden. Allgemeine Ratschläge kann ich dazu nicht geben, dafür ist die Thematik zu individuell anzugehen. 

 Thema Timing:

Wenn ich die Mail-Bombardements einiger Firmen anschaue, frage ich mich, was das soll. Da scheint "Viel hilft viel" die einzige Strategie zu sein. Wie strukturiert sind Deine Kunden in Sachen Timing? Und was empfiehlst Du ihnen, wieviele Wochen eine vernünftig aufgesetzte Vertriebskampagne braucht, um echte Ergebnisse zu liefern?

Ja, 'viel hilft viel' ist einer der gefestigsten Glaubenssätze im Vertrieb. Neben 'NEIN' - bedeutet 'Noch Eine Information Nötig'.

Ein Kunde von mir sagte mal (O-Ton): 'Dann beschießen wir sie mit E-Mails, bis sie kaufen.'
Tatsächlich glaube ich, dass es in manchen Sparten, besonders im B-to-C Bereich so immer noch funktioniert.

Im B-to-B Bereich dagegen wird das immer schwieriger. Kunden sind meist schon recht gut informiert oder wissen sehr genau, was sie jetzt, mit welchem Budget kaufen wollen. Da helfen keine Werbeattacken, sondern gute Argumente um den Abschluss einzutüten.

Wie lange das dauert? 
Wenn ich das sicher vorhersagen könnte, hätte ich den Stein der Weisen gefunden und würde dieses Wissen teuer verkaufen ... Ganz im Ernst: Mal so, mal so. Der Vertriebserfolg hängt ja nicht nur von einer Komponente ab, da greifen so viele Dinge ineinander, dass eine Vorhersage schlecht möglich ist.

 Thema Budgets: 

Ich sage gern auf die Frage nach den Kosten für Projekte, dass man entweder Zeit oder Geld haben sollte. Hat man beides nicht, hat man ein Problem. Wie sieht das in Vertriebsprojekten aus: Wie sieht die Awareness für professionelle Vertriebsarbeit aus - insbesondere in Hinblick auf Budgets?

Du hast es ja schon selbst vorausgesetzt: Immer noch hoffen einige Unternehmen, für Vertrieb kein oder wenig Geld ausgeben zu müssen. Da werden Studenten oder Aushilfen eingestellt - und am Ende wundert man sich, wie schleppend es läuft. 

Doch innerhalb der letzten Jahre haben mehr und mehr Unternehmen verstanden, dass guter Vertrieb kostet: Zeit, Geld und Manpower. Völlig egal, ob er intern läuft oder outgesourct wird.

 Thema Hamburg: 

Du lebst mit Deiner Familie in Hamburg - viele Jahre in Altona und jetzt in Groß Flottbeck. Was schätzt Du an Hamburg, z. B. in Sachen Wirtschaft, Unternehmen und Startups? Und wo könnte Hamburg aus Deiner Sicht noch ein wenig Gas geben?

Ich mag an Hamburg die Weltoffenheit, die kulturelle Mischung, die zu soviel Toleranz führt. Besonders gut gefällt mir, wie einfach es ist, hier mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Hamburger sind so gar nicht s-teif, auch wenn sie diesen Ruf haben. Es gefällt mir, wieviele Hamburger Unternehmen als Sponsoren und Stifter aktiv sind, das ist großartig.

Die Startupszene finde ich bunt und manchmal etwas unübersichtlich, doch im Verhältnis zu Berlin hinken wir zahlenmäßig hinterher. Da könnte Hamburg etwas tun, vielleicht mehr Venture Capital Geber für Hamburg und Hamburger Startups interessieren.

Ich sah letztlich einen Beitrag über das Silicon Valley, von der Leichtigkeit der Unternehmensförderung. Dort sind wir hier noch Lichtjahre entfernt. Schade!

Vielen Dank für die direkten Antworten!

Das Interview führte Thomas Keup.

* * *

 Hamburg Digital Background: 

Agentur für Unternehmenskontakte:
http://www.unternehmenskontakte.de/

Martina Bloch bei Linkedin:
https://de.linkedin.com/in/martinabloch/de

Martina Bloch bei Xing:
www.xing.com/profile/Martina_Bloch


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