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Dienstag, 31. Oktober 2017

HANSETRANSPORT: Läuft intelligent in Hamburg!

HAMBURG DIGITAL REPORT
*Update*


Offizieller Titel des Bid Book Hamburgs für "ITS2021"
Foto: Marc Hübner, www.fotowelt-hamburg.de
Design: Tanja Gottschalch & Christina Föllmer, Hamburg

Es ist einer der Höhepunkte des 4-tägigen ITS-Weltkonkresses 2017 in Montreal: Hamburg wird das Gipfeltreffen für Mobilität, Transport und Logistik 2021 im frisch sanierten "CCH" ausrichten. 10.000 verkehrspolitische Entscheider, Forscher, High-Tech-Innovatoren und Geschäftsleute kommen dann vom 11. bis 15. Oktober '21 zur Messe, um die Zukunft von Transport und Verkehr zu gestalten. Damit wird die Hansestadt zur globalen "Smart City".


Gruppenfoto zur Entscheidung in Montreal: ITS2021 in Hamburg.
Foto: Frank Pflugfelder, @meet_in_hamburg)
Über 2 Mio. Menschen nutzen täglich Busse und Bahnen an Alster und Elbe. 770.000 Autos sorgen für unzählige Staus - Tendenz steigend. 2.200 Busse von "Hochbahn" und "VHH" sowie 2.000 U-Bahn-Wagons und die S-Bahnen rollen täglich durch die Hansestadt. Der Hamburger Hafen ist 3. größter Seehafen Europas, mit rd. 9 Mio. Containern und 138 Mio. Tonnen Umschlag in 2016. Die Hansestadt ist das Logistikdrehkreuz Nordeuropas und der Verkehrsknotenpunkt Norddeutschlands. "Smart City" und "Smart Port" sind Hamburgs wichtigste Aufgaben für die Zukunft. Ein Hamburg Digital Report:

Mittwoch, 15. März des Jahres: Eine Hamburger Deligation übergibt zusammen mit dem "Starship"-Zustellroboter in Brüssel der europäischen ITS-Organisation "ERTICO" die offizielle Bewerbung Deutschlands für die Ausrichtung des Weltkongresses 2021. Mehr als 100 Unterstützer aus Industrie, Wissenschaft und Interessenvertretungen stehen hinter der Präsentation des geheimen "Bid Book" der Freien und Hansestadt. Der Kongress gastiert alle 3 Jahre in Europa. Und der Senat plant Großes: Unsere Stadt soll Test- und Erprobungsumfeld für neue Technologien sein. 

Frank Horch fasst anlässlich der Bewerbung im März d. J. das Ziel zusammen: "Wir wollen in den nächsten Jahren Deutschlands Modellstadt für intelligente Mobilität und Logistik werden. Der Einsatz von modernsten Technologien und breit gefächertem Know-how wird den Verkehr für die Bürgerinnen und Bürger zugänglicher, sicherer, effizienter und umweltfreundlicher machen. Die Ausrichtung des ITS-Weltkongresses bietet die Chance, unsere Innovationskraft der Welt zu präsentieren.“


Handlungsfelder der ITS-Strategie "Verkehr 4.0" für Hamburg
Grafik: Strategiepapier BWVI

6 Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Strategie für Intelligente Transportsysteme (ITS) der Wirtschaftshauptstadt: angefangen bei der Bereitstellung von notwendigen Informationen mittels vernetzter Verwaltung und digitaler Daten, gefolgt von intelligenter Verkehrssteuerung mittels Sensoren und selbststeuernden Ampeln, einer intelligenten Infrastruktur via WLAN in der City und LoRaWAN im Hafen, smarten Parkraumlösungen über Sensoren und Handy-Apps, der Entwicklung von Mobilität als Service mit "Switch" und Partnern sowie intelligenten Fahrzeugen mit dem Ziel autonomen Betriebs in der Zukunft.

Smart und umweltfreundlich zum Paket

Wirtschaftssenator Frank Horch ärgert sich über wild parkende Paketwagen vor seiner Haustür in der Hafencity. Nur mit intelligenten Lösungen kann der E-Commerce-Lawine Einhalt geboten werden. Im Hamburger Projekt "SMILE" werden Lösungen für die letzte Meile erarbeitet. "UPS" hat in den vergangenen 2 Jahren mit einem Container als lokalem Hub und Zustellung per Sackkarre und Fahrrad rund um den Neuen Wall getestet, wie flexible, umweltfreundliche Zustellung aussehen kann. Die "Otto Group"-Tochter "Hermes" testete im Winter die Zustellung vom Paketshop zur Haustür mit dem Starship-Roboter "6D9" in Ottensen, Volksdorf und Grindel.

Ein weiteres Projekt hat die Otto-Tochter "ECE" initiiert: Das "Alstertal Einkaufs-Zentrum" dient dem Betreiber als "Future Lab": Kunden können Produkte aus den Shops bequem in der "Digital Mall" bestellen - und anschließend stressfrei abholen. 56% aller Deutschen leben laut Informationen von ECE im Umkreis von 30 Minuten zum nächsten Center. Verknüpft man Online-Bestellungen in über 100 Shops des "Otto"-Konzerns mit flexibler Abholung in Centern oder flexibler Lieferung per Fahrrad, wird Online-Shopping intelligent.

Bereits in der Planung ist ein smartes Parkraum-System. So sollen die kostenpflichtigen Parkplätze der Stadt mit Sensoren ausgestattet werden, zunächst versuchsweise rund um den Hauptbahnhof. In einer Mobile App und über Navis werden dann freie Parkplätze angezeigt. Los gehts Anfang kommenden Jahres. Läuft der Test von "T-Systems" und dem Landesbetrieb "LSBG" erfolgreich, könnten in Zukunft alle 10.000 bewirtschafteten Parkplätze mit Sensoren zu intelligenten Parkplätzen werden. 

Kostenlos vernetzt in Bus und Bahn

Zu vernetzter Mobilität gehört die Versorgung mit kostenfreiem WLAN. Die "Hochbahn" stattet aktuell alle 1.000 Busse ihrer Flotte mit WLAN-Zugängen von "MobyKlick" auszustatten, bis Ende 2018 auch alle 92 U-Bahnstationen. Ebenso werden die 68 Haltestellen der "S-Bahn Hamburg" ausgeleuchtet. Nicht genug: "MobyKlick" baut bis Dezember '18 150 kostenlose Hotspots zwischen Jungfernstieg und Lombardsbrücke auf, 900 Stück werden von "Willy.Tel" insgesamt mit Unterstützung der Stadt errichtet - zugleich der Backbone für künftige mobile Services.


Olaf Scholz nimmt die 600. Ladestation für Elektromobilität in Betrieb
Foto: Senatskanzlei Hamburg / Frederik Sperber

Elektrisch unterwegs in der Innenstadt

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz nahm Mitte Oktober d. J. mit "Stromnetz Hamburg" die 600. Ladestation für E-Autos in Betrieb. Aktuell sind in der Hansestadt nur rd. 2.400 elektrisch angetriebene PKW unterwegs, in der Metropolregion kommen noch einmal rd. 1.000 dazu. Bis 2030 soll die Zahl der emissionsfreien Autos auf bis zu 100.000 steigen. Hinzu kommen die emissionsfreie Busse von "Hochbahn" und "VHH". Ab 2020 werden die Verkehrsbetriebe nur noch solche Busse anschaffen, eine Ausschreibung für die ersten 60 E-Busse der "Hochbahn" läuft gerade. Die ersten serienreifen Fahrzeuge sollen 2019 über Hamburgs Straßen rollen.

Bis zu 550 "BMWs" und "Minis" der "Drive Now"-Flotte werden bis Ende 2019 elektrisch unterwegs sein, ebenso wie 400 der 800 "Car2Go"-Smarts. Bereits Anfang kommenden Jahres präsentiert die VW-Tochter "Moia" ihren neuen E-Shuttle, der mit der "Hochbahn" als Sammeltaxi fahren wird. Ende kommenden Jahres sollen 200 "Moias" über die Mobilitätsplattform "Switchh" Fahrgäste zum Preis zwischen "HVV"-Ticket und Taxi chauffieren, ebenso wie die neuen Shuttlebusse der Bahn. Möglich wird dies durch Mobilitätspartnerschaften zwischen dem Senat und "BMW", "Daimler", "Volkswagen" sowie von "Hochbahn" und "Deutscher Bahn".

Nicht genug: Im September gestartet, werden 20 "Toyota"-Wasserstroff-PKW bis zum Jahresende nach Hamburg kommen, abends als Shared Service und Taxi-Alternative Hamburger nach Hause bringen. In Zukunft soll "Clever Shuttle" ebenfalls in "Switchh" eingebunden werden. Und auch das "Stadtrad" wird noch attraktiver: Hier sollen den 350.000 Kunden 350 Stationen mit 4.500 Rädern zur Verfügung stehen, buchbar über über "Switchh" buchbar mit Rabatt. "Switchh"-Betreiber "Hochbahn" sieht sich denn auch als 1. Adresse für Mobilität in Hamburg, wie Vorstandschef Henrik Falk im HANSEVALLEY-Interview erläutert.



Multitouch-Tisch der HPA bei der Solutions Hamburg 2017
Foto: HANSEVALLEY

Transport + Logistik im intelligenten Hafen

Dr. Sebastian Saxe ist stolz auf eines seiner jüngsten Babies: Der Multitouch-Tisch ermöglicht in der "Nautischen Zentrale" am Lotsenhaus Seemannshöft das Steuern von 30.000 Schiffsbewegungen im Jahr - u. a. von Tankern und Kreuzfahrern - mit Wassertiefen in Echtzeit. Der digitale Tisch ist zudem eine Managementtool im Landesbetrieb "LSBG" bei der Baustellenkoordinierung für Straßen gemacht. Mit einer speziellen Software können in "Roads" 30.000 Baumaßnahmen pro Jahr koordiniert werden. So müssen Straßen nicht mehrmals aufgerissen werden. Ende September d. J. gab es dafür den "Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr".

Nicht weniger spannend ist das bis zum kommenden Jahr laufende Projekt "Smart Port Traffic Light" aka "Green4TransPORT" der Hafenbehörde zusammen mit dem Betreiber der Hamburger Verkehrsanlagen "HHVA". "NXP" und "Siemens". So kann eine Fahrzeugkolonne im Hafen, die sich einer Ampel nähert, eine längere Grünphase bekommen. Fußgänger, die über RFID identifiziert werden, fordern damit ihre grüne Ampel an. Sollte ein Fußgänger bei Rot über die Straße laufen, wird von der Ampel eine Warnung an heranfahrende Autos geschickt.

"Smart Road", "Smart City" & "Smart Port"

Eines der ersten Projekte im Hafen war "Smart Road": Auf einem Straßenabschnitt im Hafen wurde bis Mitte 2016 eine intelligente Straße getestet. Dazu gehörten Verkehrserfassung und Steuerung sowie eine selbst steuernde Straßenbeleuchtung für Fußgänger und Radfahrer. "Cisco", "Philips", "T-Systems" und Partner zeigten, wie mittels Sensoren Infrastruktur- und Umweltdaten gesammelt werden können. Mit der "Smart Port"-Strategie hat sich die HPA zur "Werkstatt für die Digitale Transformation" entwickelt. Sebastian Saxe erklärt im HANSEVALLEY-Interview, wie man mit "Smart Port" die "Smart City" voranbringt.

Das Bundesverkehrsministerium hat Hamburg als eine von 8 Städten im Rahmen des Programms "Digitales Testfeld Autobahn" ausgewählt, zukunftsweisende Projekte in den Bereichen sicheres, autonomes Fahren zu erkunden. Dabei werden in Hamburg vor allem Szenarien im Innenstadtverkehr getestet. Eine Rolle wird auch das "Smart Road"-Projekt aus dem Hafen spielen, und die dahinter stehende "V2X"-Technologie für die digitale Kommunikation von Fahrzeugen und ihrer Umgebung. Eine Ebene höher mündet das ganze in einer stadtweiten IT-Infrastruktur einschließlich Nutzerdaten und künstlicher Intelligenz. Ein Projekt, an dem der Landesbetrieb Geoinformation "LGV" arbeiten wird.


Visualisierung einer ICT-City Plattform für Hamburg
Grafik: LGV

Ausblick auf die Smart City Hamburg

Und wo geht die Reise hin? Ein Zwischenbericht von Verkehrssenator Frank Horch zu den ITS-Projekten im Ende Mai vergangenen Jahres weist bereits die Richtung: Die Entwicklung durch die Vernetzung von Prozessen, Systemen, Daten und Dingen hat eine neue Qualität. Da werden nicht nur möglichst viele Computer, Sensoren, Aktoren oder Maschinen miteinander vernetzt. Auch die damit entstehenden Schnittstellen sind Gegenstand der Digitalisierung. Im "Internet of Everything“ interagieren Maschinen, Bauteile, Autos und Ampeln direkt miteinander. Eine spannende Aufgabe auch für den neuen Digital Hub Logistics Hamburg.

Willkommen in der Zukunft - in Hamburg, wo's läuft!

 Hamburg Digital Background: 

ITS-Übersicht Hamburg 2017
www.hamburg.de/its

ITS-Strategie Hamburg "Verkehr 4.0"
http://its2021.hamburg/downloads/ITS%20Strategie%20Hamburg.pdf

HPA "Smart Port"-Strategie im Hafen
https://www.hamburg-port-authority.de/de/hpa-360/smartport/

 Hamburg Digital Interviews: 

HANSEPERSONALITY Senator Frank Horch:
"Hamburg bekommt Next Logistics Accelerator."

HANSEPERSONALITY Henrik Falk:
"Der Bedarf am privaten Fahrzeug wird nahezu ganz aufgelöst."


Mittwoch, 13. September 2017

HANSESTARTUP Cargonexx: Von Leerfahrten zum "One Klick Trucking"

HAMBURG DIGITAL REPORT

Hamburg ist die Logistikmetropole Nordeuropas und größter Logistikstandort Deutschlands. Neben dem Hafen mit Reedereien, Terminals und Dienstleistern spielt der Hinterlandverkehr eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Logistik in Hamburg. Zu den wichtigsten Verkehrsträgern für Container auf dem Weg zu Kunden in ganz Europa zählen die Bahn und der LKW. Genau hier setzt ein junges Hamburger Startup an. Ihr Konzept: "One Klick Trucking".

"Data ist the difference" steht auf den Visitenkarten von Co-Founder Rolf-Dieter Lafrenz. Er ist einer der Köpfe hinter Hamburgs digitaler Spedition für LKW-Verkehre in ganz Deutschland. Was das junge Hamburger Unternehmen Cargonexx von anderen Speditionen unterscheidet und für wen das Startup interessant ist - ein Hamburg Digital Report:



Sorgt für volle Brummis auf Deutschlands Straßen:
Cargonexx Co-Gründer Rolf-Dieter Lafrenz
Foto: Cargonexx
Das Gespräch mit Co-Founder Rolf-Dieter Lafrenz unweit des Rathausmarktes erinnert zunächst an den Strategieworkshop einer Unternehmensberatung. Kein Wunder: Der Geschäftsführer von Cargonexx ist in erfahrener Berater: Mit seinem Unternnehmen "Schickler" unterstützt er Kunden in den Bereichen Medien und E-Commerce. Der WHU-Absolvent spricht von Rubrikenmärkten mit hohen Marken, Netzwerkmärkten mit erforderlicher Datenintelligenz und Plattformmärkten, die Kunden zusammenbringen. 

Genau hier sieht sich der Serienunternehmer mit seiner digitalen LKW-Spedition zu Hause. "Wir sammeln Daten und werten diese aus", fasst der Gründer den Kern des Geschäftsmodells zusammen Das Ziel von Cargonexx ist einfach: die besten Spotpreise für LKW-Ladungen. 500.000 Touren sind täglich auf Deutschlands Straßen unterwegs - vom vollbeladenen Brummi bis zum halbleeren Trailer. Die wichtigsten Strecken gehen aus Produktions- oder Logisitikregionen - wie Rhein-Ruhr und Hamburg - in die Konsumregionen - wie Berlin oder München. 40% aller Fahrten auf Deutschlands Straßen managen mittlerweile Betriebe aus dem Ostblock. 

Bis zu 180.000 Brummis fahren täglich leer auf Deutschlands Straßen.


Das aktuelle Cargonexx-Team in der Hamburger Altstadt
Foto: Cargonexx
Rund 30% aller LKW-Kapazitäten rollen leer über Deutschlands Straßen. Jede 4. Fahrt ist komplett ohne Stückgut, Paletten oder Paketen unterwegs, weiß Daimler aus seinen Daten. Im Schnitt fährt jeder 3. LKW auf Deutschlands Straßen leer. Das sind täglich 150- bis 180.000 Schwerlasttransporter. Neben täglichen oder wöchentlichen Linien großer Spediteure - wie DB Schenker, Fiege oder Kühne+Nagel - versuchen Transportbörsen Überkapazitäten zu vermarkten. Bislang hieß das: viele Abstimmungen und jede Menge Unsicherheit in Bezug auf Preise, Verfügbarkeit und Qualität.

"Wir machen den Spotmarkt sicher und einfach", verspricht Rolf Dieter Lafrenz im Interview. Wie beim See- und Luftspediteur FreightHub verspricht auch Cargonexx einen schnellen, einfachen und sicheren Prozess. Auftraggeber können seit Ende vergangenen Jahres per Mausklick bis zu 3 Beladestationen und 3 Entladestationen in das Portal eingeben und bekommen sofort einen Preis. Dabei geht Cargonexx wie FreigtHub als vollwertige Spedition ins Risiko und verabschiedet sich nicht mit schlankem Fuß, wie Vermittlungsplattformen. Zu den Kunden gehören die großen Speditionen, um flexibel Kapazitäten bereitstellen zu können.


Tourenvergabe per Mausklick: Die Cargonexx-Plattform
Foto: Cargonexx
Cargonexx kümmert sich um die Administration. 7 Mitarbeiter mit Speditions-Know-how sitzen an der Großen Böckerstraße zusammen mit Softwareentwicklern, Business Developern und Werkstudenten. Sie prüfen Identität. Lizenz, Versicherung und Bonität der Fahrer und Betriebe. Zur Qualitätssicherung kommen die Statusmeldungen zu Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Waren es am Anfang vor allem schlechte Touren, die über die Plattform vermittelt wurden, wachsen die digitalen Spediteure bei ihren Kunden Stück für Stück hoch.

Cargonexx vs. Instafreight: Kein Kleinkram, kein Milchkannendienst.

Längst gehören nicht nur Last-Minute-Touren zum Geschäft. Die Nachfrage entwickelt sich vom Spotmarkt in Richtung wöchentlich regelmäßiger Linientouren, z. B. für einen Großhändler von Lebensmitteln und Tabakwaren. Eine Recherche der digitalen Speditionen zeigt: Neben Cargonexx tummelt sich ebenfalls seit 2016 das vom Berliner Company-Builder Rocket Internet hochgezogene Startup Instafreight in Deutschlands Schwerlasttransport. Während die Berliner alles ab 1 Palette von A nach B bringen, spezialisieren sich die Hamburger auf Aufträge ab 3 Tonnen bzw. 3 Lademetern.

Um nicht von einer Milchkanne zur nächsten schleichen zu müssen, werden keine Regionaltransporte unter 100 km angenommen. Das Hamburger Startup arbeitet zudem mit Importunternehmen und Umschlagdiensten zusammen und organisiert für sie die LKW-Transporte. Mittlerweile haben sich auf der Hamburger Plattform mehr als 500 Speditionen als Auftraggeber registriert. Dazu kommen rd. 2.300 Transportdienstleister, wie Trucker und Frachtführer. 


LKW-Abfertigung am HHLA-Terminal Buchardkai (CTB)
Foto: HHLA / Thies Rätzke
Für die LKW-Betreiber bietet Cargonexx unterm Strich eine höhere Auslastung, eine schnelle Bezahlung und höhere Planbarkeit. Über die digitalen Spediteure aus der Hamburger Altstadt können Trucker unterwegs an Board ihre Anschlusstouren planen und so die Leerfahrten reduzieren. Schon in einem Jahr will das junge Statup zwischen 10 und 20 Tonnen jeden Monat über Deutschlands Straßen schicken und dabei über Echtzeitpreise mittels des eigenen Preisalgorhythmus flexible Angebote unterbreiten können und die Auslastung der Brummis auf Deutschlands Straßen optimieren. 





   Hamburg Digital Background: 

Hamburgs digitale LKW-Spedition Cargonexx
www.cargonexx.de

Berlins digitale LKW-Spedition Instafreight
www.instafreight.de

Deutschlands erste Seefracht-Spedition FreightHub
www.freighthub.com


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


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Mittwoch, 17. Mai 2017

HANSEFOOD: Spot auf die intelligente Obstkiste aus Hamburg.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Leckeres Magnum Eis, fangfrische Fischstäbchen, edle After Eight Pfefferminzplättchen oder muntermachender Eilles Kaffee - unsere Stadt ist ein führender Lebensmittelstandort. Unternehmen, wie Darboven, Iglo, Nestlé und Unilever haben in Hamburg ihren Sitz oder produzieren an der Elbe für Deutschlands Supermärkte. Mit der EDEKA-Zentrale ist zudem Deutschlands Lebensmittel-Primus in der Handelsmetropole zu Hause.

Mit dem Internet of Food & Farm zieht die Digitalisierung auch in Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Logistik und Vertrieb ein. Mit mehr als 70 Partnern fördert die EU-Kommission im Rahmen des Large Scale-Projekts "IoF2020"  die technologische Entwicklung entlang der Lebensmittelproduktionskette. Mit dabei - ein bekannter Hamburger Chiphersteller, der Lebensmitteln auf die Sprünge hilft. Ein Hamburg Digital Report:


Reges Treiben auf dem Großmarkt.
Foto: Großmarkt Hamburg
Dienstag-Morgen, in Hamburg-Hammerbrook, an der Brandshofer Schleuse. Der Frühnebel liegt noch über der Elbe am Oberhafen. In den Markthallen für Obst, Gemüse und Blumen herrscht Hochbetrieb. Einkäufer, Groß- und Einzelhändler geben sich die Klinke in die Hand. In der Nacht kommen die LKW mit den Europaletten frischen Obst- und Gemüses an. Auch an diesem Morgen u. a. mit erntefrischen Tomaten aus der Provinz Alméria in Südspanien. 

Es ist die erste der bis zu drei Ernten im Jahr, die in grünen Klappkisten von den Obstplantagen zu den Erzeugermeinschaften, per LKW zu den Großhändlern auf den Fruchthof und schließlich ins REWE-Center Stanislawski und zu unserem türkischen Gemüsehändler um die Ecke kommt. Was nach einem simplen Transport in grünen Klappkisten aussieht, ist eine zeitkritische Frischelieferung - gegen die Uhr und verdorbene Lebensmittel im Obstregal.



200 Mio. Obstkisten - 1 Mrd. mal pro Jahr unterwegs

Hinter den grünen Boxen steht Europas größter Anbieter von Leihkisten in der Frischelogistik von Lebensmitteln, Euro Pool - ein Zusammenschluss von drei Verleihkonsortien für Obst- und Gemüseboxen in Deutschland, Belgien und den Ni
ederlanden. Auch die Hamburger EDEKA-Zentrale ist Gesellschafter. 200 Mio. Stiegen sind international unterwegs - mit frischem und verpacktem Obst und Gemüse - vom Gewächshaus bis zum Obstregal. Seit Anfang des Jahres stehen die Lebensmittelboxen auch im Büro von Johannes Berg, Senior Projekt Manager bei NXP in Hamburg.


Der Mitarbeiter des niederländischen Halbleiterherstellers kennt nach nur wenigen Monaten die Geheimnisse der Lebensmittellogistik. Als Innovationsmanager in der Deutschlandszentrale von NXP in Lokstedt kümmert sich der Entwicklungs- und Strategiespezialist um neue Anwendungsmöglichkeiten für Chips. Im Alltag beschäftigen ihn z. B: diese Fragen: 'Wie gestalten wir einen sicheren Weg zu einer digitalisierten Industrie?' oder 'Können Chips aus Personalausweisen und Kreditkarten auch in Industrierobotern genutzt werden?' 

NXP-Chip auf Platine
Foto: NXP B. V.
4 Mitarbeiter und 4 Jahre für die funkende Obstkiste

Mit dem Pilotprojekt im Rahmen des Internet of Food & Farm betritt das 8-köpfige Team der Abteilung für Corporate Innovation Projects ein Stück Neuland. Normalerweise beschäftigen sich die Forscher und Innovatoren der früheren Philips-Tochter mit Security und Identity-Produkten in Smartcards, Smartphones und 3D-Druckern. Durch das EU-Projekt zusammen mit Euro Pool, dem Mobilfunkspezialisten DS10, dem Bremer Institut für angewandte Systemtechnik ATB und der Universität Wageningen in den Niederlanden beginnt auch bei NXP etwas besonders Spannendes.

4 Mitarbeiter arbeiten in Hamburg am Anwendungsprojekt "Intelligente Obstkiste". So ausgereift die Transportboxen auch sind, noch müssen sich Erzeuger, Händler, Logistiker und Verbraucher blind darauf verlassen, dass Äpfel und Birnen sachgerecht in der geplanten Zeit in die Obstschale auf dem Küchentisch gelangen. Denn noch ist die Obstkiste nicht die Hellste. Das soll sich in den kommenden 4 Jahren ändern. Das Ziel: eine funkende Box, die immer weiß, was wichtig ist.

Chips, Sensoren und Software für frische Tomaten

NXP-Senior Projekt Manager Johannes Berg
Ein kleinerer Millionenbetrag steht dem Projektteam über 4 Jahre dafür zur Verfügung. Zwei Kernaufgaben treiben die Hamburger Chipspezialisten und Miterfinder der NFC-Technologie um: 1. Wie kann man die blauen und grünen Obst- und Gemüsekisten mit Chips, Sensoren und Funktechnologie intelligent machen? Und 2. Lässt sich die Technik in großen Stückzahlen einsetzen, damit das EU-Projekt zu einem Large Scale-Projekt wird?

Bis Ende des Jahres soll der Prototyp für die intelligente Obstkiste fertig sein und ins Netz gehen können. Dann wird sich herausstellen, ob Zeitspannen, Temperaturen und Erschütterungen von Obst- und Gemüsekisten online-vernetzt jederzeit erfasst und ausgewertet werden können. Dahinter stehen diverse verbaute Sensoren, NXP-Chips, Betriebssoftware und Schnittstellen zu den IT-Systemen von Herstellern, Verarbeitern, Logistikern und Händlern sowie die Funktechnik.

Transparenz und Sicherheit für Obst und Gemüse

Im nächsten Schritt werden die Frischeboxen mittels Narrowband-Technik mit dem Web verbunden. Die IoT-Protokolle Sigfox und Lora stehen u. a. dafür zur Verfügung. In den BENELUX-Ländern gibt es schon ein flächendeckendes Netz. In Belgien werden die ersten 100 cleveren Tomatenkisten von Euro Pool mit NXP-Chips über die Autobahnen rollen, um zu testen, ob die neue, intelligente Transportverpackung hält, was sie verspricht. Gelingt das Projekt, löst die funkende Euro Pool-Kiste einen ganzen Katalog an Herausforderungen: 

Künftig wissen Verleiher, Logistiker und Händler zu jedem Zeitpunkt, wo sich ihre Leihkisten gerade befinden. Produzenten, Verarbeiter sowie Groß- und Einzelhändler wissen, dass die Ware sachgerecht transportiert wurde. Und schließlich eröffnen sich mit Millionen von Echtzeitdaten aus der Lebensmittellogistik ganz neue Geschäftsfelder. Transparenz, Sicherheit und Gewährleistung durch Informationen aus Kisten können damit die Lebensmittelindustrie revolutionieren. 

Weil alle guten Dinge in Hamburg beginnen, wird Johannes Berg wohl schon bald seine Äpfel, Tomaten und Zucchini aus einer intelligenten grünen Kiste im Obstregal seines EDEKA-Marktes in Hoheluft nehmen können und dabei ganz sicher sein, garantiert nur die frischeste Ware einzukaufen. Die, die in der Nacht über den Obstgroßmarkt in die Stadt kam und von denen der Großhändler am Morgen noch schwärmte, wie toll es sei, dank intelligenter Obstkisten immer nur das Beste für seine Kunden bereithalten zu können. 





 Hamburg Digital Background: 

Großprojekt Food & Farm der EU-Kommission
https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Grossprojekt-Internet-of-Food-Farm-gestartet-7163089.html

Euro Pool-Klappsteigen für Obst und Gemüse
http://www.europoolsystem.com/de/Steigen/Grune-Klappsteigen

NXP Deutschland und Waferfabrik Hamburg
http://www.nxp.com/about/about-nxp/worldwide-locations/nxp-in-deutschland:GERMANY

Großmarkt Hamburg für Obst, Gemüse + Blumen
http://www.grossmarkt-hamburg.de/



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