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Mittwoch, 9. August 2017

HANSEMOBILITY: Hinter den Kulissen von Moovel - der neuen Heimat von Familonet.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Es ist die Sensation des Startup-Sommers: Der Daimler-Mobilitätsdienstleister Moovel hat zum 1. August d. J. das Hamburger Geolocation-Startup Familonet übernommen. Die 13 Entwickler, Supporter und Marketer arbeiten ab sofort an der Elbe mit den Developern und Experten von Moovel zusammen. Unweit des Hamburger Fischmarktes wird der Mobilitäts- und Techstandort auf 40 Spezialisten ausgebaut.
Moovel ist seit 2015 an der Elbe zu Hause. Was mit einer Kooperation und technischer Unterstützung begann, ist neben der Zentrale in Stuttgart und einem weiteren Büro u. a. mit Datenservices in Berlin ein Leuchtturm des Techstandortes Hamburg. HANSEVALLEY hatte die Gelegenheit, hinter die Kulissen vis-a-vis des Containerterminales Tollerort zu schauen. Ein Hamburg Digital Report:



Hamburg Hoch 3: MyTaxi via Moovel am Rathaus.
Foto: Moovel Group
Rathausmarkt, 13. Mai d. J.: Die Hansestadt und der Stuttgarter Autobauer Daimler vereinbaren eine umfassende Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt der Mobilitätspartnerschaft: 400 elektrische Smarts von Car2Go in Hamburg, 1.000 öffentliche Ladesäulen für Elektroautos und die Kooperation mit der Hochbahn-Mobilitätsplattform Switchh. Mit auf der Tagesordnung: der Ausbau der Zusammenarbeit mit den Daimler-Mobilitätsservices und Moovel.

Neben Stuttgart ist Hamburg eine der ersten Städte Deutschlands, in der man Fahrräder, Bus- und Bahntickets, Car Sharing und Taxi über Moovel buchen und bezahlen kann. Die Zusammenarbeit der City-App mit Hamburg hat lange Tradition. An der Elbe sitzen auf rd. 600 qm zusammen mit dem Familonet-Team nun rd. 40 Entwickler und Supporter von Moovel, um Mobilität deutschlandweit noch mehr zum Erlebnis zu machen. Was in einem Shared Office mit 9 Arbeitsplatzen begann, ist zu seinem stattlichen Standort des Corporate Startup herangewachsen.

Beratung & Umsetzung zu Prozessen und Software


Hauke Windmüllers neuer Chef:
Moovel-CPO John David von Oertzen.
Foto: Moovel Group
"Mobilität wird sich drastisch verändern", spitzt es John David von Oertzen, Chief Product Officer der Moovel Group, im Interview mit Blick auf die Elbe zu. Der gebürtiger Hamburger ist Techi und Business-Profi in Einem: Nach seinem Studium zum Wirtschaftsinformatiker begleitete er über 5 Jahre IT-Projekte bei der P3 Ingenieurgesellschaft - u. a. für Airbus oder Otto. 2011 macht er sich mit seiner Firma Infinit selbständig, kümmert sich um Auftragsarbeiten im Bereich Softwareentwicklung für Lufthansa Technik, Hamburg Süd und die Otto Group.

Einer der Kunden des Co-Founders von Inifinit: Der Mobilitätsdienstleister Moovel. Der gebürtige Niendorfer unterstützt die Daimler-Tochter mit Beratung und Umsetzung zu Prozessen und Software. "Ich bin Techi", pointiert John David die persönliche Verankerung. Seine Spezialität: Wie kann man das Geschäft und Prozesse in Software gießen. Zu seinen bevorzugten Programmiersprachen zählen das Java-Derivat "Groovy" oder auch "Scala". 2015 setzt Moovel sein Ziel um, die komplette Softwareentwicklung ins eigene Haus zu holen. Das Hamburger Entwicklerteam von Infinit wechselt zur Moovel-Group.

Suchen, Buchen & Bezahlen schnell und einfach

Rund die Hälfte der Produktentwicklung der Mobilitätsplattform Moovel kommen heute aus Hamburg - unterstützt von den 13 Geolocation-Experten des Neuzugangs Familonet. Für das ehemalige Infinit-Team hat sich mit der Integration damals auch etwas an der Kultur im 2. Stock des Gewerbehauses geändert: Es geht es um die Entwicklung eines Produktes und nicht mehr um den Verkauf von Beratungs- und Entwicklungsstunden. Und Moovel hat es in sich: Das "Betriebssystem für Städte" hat mehr als 100 Schnittstellen zu externen Systemen - von der Bahn bis zur Hochbahn.

Eine der Herausforderungen: Spezielle Tarife für einzelne Personengruppen - wie Kinder, Kleingruppen oder Touristen. Sie können nicht standardisiert eingepflegt und automatisiert bereitgestellt werden. Dazu kommen verschachtelte Ticketkonzepte mit Ringen, Zonen und Spezialitäten sowie versplitterte Auskunftsdienste zu Bussen und Bahnen in den Verkehrsverbünden. Es ist eine große Herausforderung, eine nationale Plattform zu betreiben, die lokales Suchen, Buchen und Bezahlen schnell und einfach machen soll.

Moovel und Switchh - 2 ähnliche Plattformen


Neuer Arbeitsplatz des Familonet-Teams:
Das Großraumbüro von Moovel an der Elbe.
Foto: HANSEVALLEY
Es sind große Verkehrsträger mit großen IT-Plattformen, die mit den Echtzeitlösungen von Moovel zusammenarbeiten sollen. Mit der Integration aller Verkehrsträger in Hamburg einschl. HVV-Tickets ist unsere Stadt nach Stuttgart die 2. deutsche City, in der User alles aus einer App bekommen. Die Hochbahn als Partner ist für den Moovel-Produktchef eine Ausnahmeerscheinung: "Im deutschen Markt ist die Hochbahn einer der Vorreiter". Von Oertzen sieht die Partner aus der Steinstraße "in allen Themen sehr weit vorn" und "äußerst aufgeschlossen".

Auch auf die Frage zum Wettbewerb mit der Mobilitätsplattform Switchh kommt der Top-Manager nicht ins Schwimmen: "Es handelt sich um zwei sehr unterschiedliche Plattformen mit einem ähnlichen Ziel." Dabei fokussiert Moovel auf Städte, wie Hamburg, Karlsruhe und Stuttgart. Im Rahmen der Mobilitätspartnerschaft des Senats mit Daimler sitzen HVV, Hochbahn und Moovel mit am Tisch und arbeiten an konkreten Plänen zur Kooperation ihrer Plattformen.

Hamburg mit Car2Go, Moovel und MyTaxi

Der Wahl-Eimsbütteler lobt Hamburg auch insgesamt als sehr innovativ. Kein Wunder: Die Daimler-Tochter MyTaxi sitzt nur wenige Häuser weiter, zusammen mit Ablegern des Daimler-Carsharing-Service Car2Go. Die Zusammenarbeit mit den Städten ist von großer Bedeutung für Moovel. Hier profitiert das Team von der langen Tradition in der Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Daimler. Bei Daimler ist das Thema Mobilitätsangebote in der Daimler Financial Services ganz oben aufgehangen. Der Stuttgarter Autobauer sieht Moovel als Investition in die eigene Zukunft.

Über 3 Mio. Kunden hat Moovel heute weltweit und 10 Mio. Transaktionen allein von Januar bis Juli '17 abgewickelt. Für die Zukunft kann sich John David gut vorstellen, weitere Anbieter einzubinden. So ist der Carsharing-Dienst Drive Now ein "potenziell spannender Partner". Eventuell ja im Rahmen der in den Medien immer wieder diskutierten Fusion mit Car2Go. Und neben Nextbike ist man bei Moovel auch "offen für Gespräche" mit dem Fahrrad-Verleih Call-A-Bike (in Hamburg: Stadtrad) der Deutschen Bahn. "Wir sind offen gegenüber jedem, der auf der Plattform sein möchte", fasst es der Produktchef diplomatisch zusammen.


Hinter dieser Glastür hat alles angefangen:
Das erste Büro von Moovel in Hamburg.
Foto: HANSEVALLEY

Doch zunächst wird man sich auf die Integration der nächsten Städte mit Bus und Bahn konzentrieren. Auch in Hamburg wird es in Zukunft noch mehr Moovel vor und hinter den Kulissen geben. So plant die Hochbahn-Plattform Switchh, Car2Go einschließlich Buchen und Bezahlen in den eigenen Dienst zu integrieren. Dabei werden die Techis vis-a-vis des Terminals Tollerort ganz praktisch helfen. Und die Stadt unterstützt Moovel, an Alster und Elbe noch bekannter und beliebter zu werden, wie im Kooperationspapier von Senat und Daimler nachzulesen ist.



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 Hamburg Digital Background: 

Moovel Mobilitäts-App
www.moovel.com/de/de

Hochbahn Jobs & Karriere

Sonntag, 5. März 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Sie ist die Hochschule der Hamburger Wirtschaft. Sie ist eine Hochschule für die duale Ausbildung des Hamburger Nachwuchses: Die Hamburg School of Business Administration - HSBA - ist eine erste Adresse an Alster und Elbe, wenn es um den Einstieg in eine erfolgreiche Berufslaufbahn geht.


HSBA-Studentin im InnovationsCampus am Adolphsplatz
Foto: HSBA / Marius Heidemann
Mit ihren Schwerpunkten setzt sie auf Berufe, die gefragt sind: Betriebswirte, Wirtschaftsinformatiker und Manager in führenden hanseatischen Branchen: Ob Schifffahrt, Maritime Wirtschaft, Logistik oder Medienwirtschaft - die HSBA bildet den Nachwuchs für ihre mehr als 250 Unterstützer aus der norddeutschen Wirtschaft aus.

Wie digital geht es an einer Hochschule zu, die sich mit der Zukunft der Wirtschaft beschäftigt? Wie fit werden die jungen Studenten gemacht, um im globalen Wettbewerb vorn dabei zu sein? Und was bietet die HSBA der Hamburger Wirtschaft an, den Sprung in die digitale Welt zu schaffen.

Wir trafen den Geschäftsführer der Hamburg School of Business Administration - und waren erstaunt über den digitalen Spirit am Alten Wall und im InnovationsCampus. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Uve Samuels: 

Sie müssen die HSBA im Fahrstuhl in 20 Sekunden vor dem Vorstandsvorsitzenden eines potenziellen Partners pitchen: Die Frage: Was macht Ihre Hochschule besonders?


HSBA-Geschäftsführer Dr. Uve Samuels
Foto: HSBA / Hinrich Frank
„Global, dual, digital“, diese kurze und präzise Charakterisierung der HSBA durch Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, trifft es auf den Punkt. Dieser einzigartige Mix macht unsere Hochschule besonders. Das waren 5 Sekunden.

Ihre Business School hat eine eigene Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Warum braucht die HSBA einen "Digitalisierungsplan"?

Weil die Welt da draußen digital ist und die Arbeitswelt unserer Studierenden immer digitaler wird. Wenn unseren Kooperationsunternehmen aber der digitale Wandel nicht gelingt, dann brauchen sie uns nicht mehr. Gerade die vielen kleinen und mittleren Unternehmen profitieren durch unsere Recruiting-Tools und die praxisgerechte Qualifizierung.

Starke Kooperationspartner tragen auch zu einer starken HSBA bei. Mit unserer Digitalisierungsstrategie entwickeln wir Kompetenz und Glaubwürdigkeit für die digitale Welt und sorgen dafür, dass wir selbst wettbewerbsfähig bleiben.

Aktuell hat die HSBA fast 1.000 Studierende. Was umfasst die Digitalisierungsstrategie - und wer ist daran im täglichen Lehrbetrieb beteiligt?

Die Digitalisierungsstrategie der HSBA umfasst drei Bereiche: 1. die eigene Organisation, 2. Angebote für unsere Studierenden und 3. Dienstleistungen für Unternehmen. Bei der eigenen Organisation bringen wir die interne Digitalisierung mit einer HSBA-App voran, mit mobilen Webseiten, unserer E-Plattform, einem Skript-Manager und vielen anderen Dingen.

Parallel qualifizieren wir insbesondere in der Anwendung von Methoden, die für Innovationen und digitale Prozesse hilfreich sind. Stichwörter hierzu sind zum Beispiel Design Thinking und Scrum. Unsere Bachelor- und Master-Studierenden können zahlreiche Module und Wahlmöglichkeiten nutzen, um als Digital Natives zu lernen, wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Projekte zu entwickeln.


Der InnovationsCampus mit DI-Lab
Foto: HSBA / Daniel Sumesgutner
Den Unternehmen bieten wir mit dem Digital Innovation Lab@HSBA einen inspirierenden Raum und kompetente Unterstützung bei der digitalen Projektentwickung. Flankiert wird dies durch unsere Weiterbildungsangebote. Mitarbeiter und Geschäftsführer aus Hamburger Unternehmen haben zusammen mit Studierenden der HSBA die Möglichkeit, sich über Seminare und Workshops zu digitalen Themen fit zu machen. Inhouse-Veranstaltungen und mehrwöchige Projektarbeiten mit Experten und Coaches der HSBA unterstützen die Unternehmen dabei, Geschäftsmodelle neu zu denken und den digitalen Wandel zu gestalten - und das immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Allen Studierenden und Unternehmen stehen zudem unsere Lounges offen, in denen digitale Geschäftsmodelle, Trends und neue Entwicklungen von Gastreferenten vorgestellt und diskutiert werden, so zum Beispiel Big Data, künstliche Intelligenz, Zustellroboter und vieles mehr. Allein 2016 haben daran über 5.000 Gäste teilgenommen, darunter viele aus KMUs. Auch für 2017 sind wieder viele spannende Lounges geplant. Jeder, der sich für digitale Themen der Wirtschaft interessiert, ist herzlich dazu eingeladen.

Die Hochschule bietet duale Bachelor-Studiengänge und berufsbegleitende Master-Studiengänge an. Welche Studiengänge haben digitale Schwerpunkte?

In den Bachelor-Studiengängen Business Administration mit dem Schwerpunkt Marketing & E-Business, Media Management und Business Informatics beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit Themen aus der digitalen Wirtschaft. In unserem Master-Programm ist das insbesondere der MBA Corporate Management mit dem Schwerpunkt Digital Marketing & E-Business. Aber egal ob Marketing, Vertrieb, Personal, Finanzen oder Internationaler Handel, zum Querschnittsthema Digitalisierung werden in allen Studiengängen der HSBA Kompetenzen vermittelt. Darüber haben wir auch Executive Education als wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte.

Gibt es besondere Highlights im Studium, die den Studierenden helfen, anschließend auch international leichter den Anschluss an die digitale Geschäftswelt zu finden?  

Ein besonderes Highlight ist neben den internationalen Projektarbeiten und Exkursionen zu digitalen Themen die Reise ins Silicon Valley. Sie steht Bachelor- und Master-Studierenden sowie Teilnehmern aus Hamburger Unternehmen offen. Wir schauen uns dort Start-ups an und nehmen die Energie und Inspiration des Valleys mit nach Hamburg

In Hamburg gibt es viele Digitalisierungsinitiativen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Welche Player mit welchen Initiativen sind für Sie besonders interessant?


Dr. Uve Samuels im DI-Lab@HSBA
Foto: Heiner Köpcke
Besonders interessant sind für uns alle Spin-In- Projekte von Unternehmen. Die Warburg Bank ist da ein gutes Beispiel, die mit W&Z FinTech GmbH ein eigenes Start-up in der Schanze gegründet hat. Außer bei Banken können aber auch bei Versicherungen und in der Logistik viele spannende und zukunftsweisende Projekte gefunden werden. Ich bin froh, dass die Politik das Thema inzwischen ganz oben auf der Agenda hat - z. B. mit der HUB-Initiative - und den Transfer aus den Hochschulen als Schlüssel entdeckt hat.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Wie gut ist Hamburg in Sachen Digitalisierung aufgestellt - und wo liegen die besonderen Chancen im Kontext Hochschulausbildung?

Die besondere Chance Hamburgs liegt darin, Innovation als Wettbewerbsvorteil noch stärker zu nutzen. Als Hochschule der Wirtschaft sind wir da besonders gefordert. Der Erfolg des Silicon Valleys ist eng mit der Stanford University verknüpft. Davon können wir lernen und daran können wir anknüpfen.

Vielen Dank für die spannende Vorlesung!

Das Interview führte Thomas Keup


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Außerdem im Hamburg Digital Magazin:

HANSEFUTURE: Vom Hafen übers Lab zur digitalen Zukunft.

 Hamburg Digital Background: 

Hamburg Scool of Business Adminstration:
www.hasba.de

DI-Lab@HSBA im InnovationsCampus Hamburg:
www.hsba.de/hsba/weitere-einrichtungen/di-lab-hsba/ueberblick/


Ihr Hamburg Digital Marketing _______________________________________

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