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Samstag, 28. Juni 2025

Wie Berlin - nur geiler: Diese millionenschweren Prestige-Projekte hat der rot-grüne Hamburger Senat mit seinen Subventionsrittern in den Sand gesetzt.

HANSE DIGITAL INVESTIGATION


Wie Berlin, nur geiler: Finanzsenator Dressel (2. v. l.) und Ex-Wirtschaftssenator Westhagemann (rechts).
Hamburger Senatoren wissen, wie man Millionen in den Sand setzt, um einen auf "dicke Hose" zu machen.
Foto: Senat Hamburg

Der rot-grüne Senat ist gern mal großspurig, auch mal großkotzig und immer wieder größenwahnsinnig, wenn er seine neuesten Lieblingsprojekte mit lokal-begrenztem Pressewirbel in Hamburg hinterm Deich verkündet. Da werden Provinzprojekte als Weltsensation verkauft - natürlich kein zweites Mal in Deutschland oder Europa zu finden. Oft vergleichen die Kleinstadt-Senatoren ihre vermeintlichen Errungenschaften dann mit chinesischen Metropolen - kein Scherz, z. B. "Westwasserstoffman"! 

Die unhanseatische aus Minderwertigkeitskomplexen gegenüber Berlin heraus praktizierte Protzerei wäre eventuell noch vertretbar, wenn die Millionen von Steuer-Euros zu echter wirtschaftlicher Entwicklung führen würden, neue Arbeitsplätze schafften und der modernden Hafenspilunke von Pfeffersäcken an der Norderelbe neue Zukunftschancen einhauchen würden. Das Problem: Die vermeintlichen Leuchttürme enden wenige Jahre später als abgebrannte Teelichter in Vergessenheit - mit Garantie. Und das ist nicht nur beim vermeintlich einzigartigen "Hamburg-Takt" der Fall.

Profitieren tun an Alster und Elbe immer die selben "Akteur*innen" aka geldgierige Subvenstionsritter - aka "Hamburg Innovation" von "TU-Tech Innovation", Handelskammer Hamburg, Logistik-Initiative Hamburg, die stadteigene Kreativgesellschaft und natürlich die landeseigenen Schuldenbetriebe, wie z. B. die Hamburger Hochbahn. Das macht auch nichts - denn das merkt auch keiner. Oder besser: Es redet niemand darüber, schon gar nicht, wenn er selbst auf Subventionen aus dem Hamburger Steuersäckel hofft oder bekommt. Genau da ist der Hamburger Senat konsequent: 

Mit einem kleinen oder größeren Geld-Köfferchen werden potenzielle "Rivalen", "Konkurrenten" oder Kritiker "eingefangen". Frei nach der Devise "Dessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'" traut sich kaum ein Kostgänger der Lokalfürsten aus der Hammaburg, noch ein kritisches Wort zu sagen. Mit dem Gieskannenprinzip wird der hoffnungsvollste Versuch einer Innovation abgewürgt, denn der Senat redet garantiert kräftig mit rein und verhunzt auch die beste Idee im Sinne rot-grüner Provinzialität - wie wir aus gut unterrichteten Kreisen wissen - und beim jüngsten Leuchtturm - pardon - Teelicht names "Impossible Founders" sehen. Oder warum lungert ein Staatsrat im Beirat rum?

Wir haben die "Teelichter", "Rohrkrepierer" und "Millionengräber" der vergangenen gut acht Jahre HANSEVALLEY-Berichterstattung einmal detailliert zusammengetragen. Einige sind zum Glück mausetot, einige wurden solange umbenannt, bis niemand mehr fragte, ob es immer die selben "Abzocker" waren und sind, die hier in die Tasche der Steuerzahler greifen (Stichwort "Hamburg Innovation"). Und einige krepeln bis heute vor sich her - auch gern immer wieder mit frischer Senatskohle am wohlverdienten Ableben gehindert. 

Wir konzentrieren uns in unserer Aufstellung vor allem auf die Bereiche Digitalisierung, Forschung und technische Innovationen einschließlich Startup-Förderung - und damit auf unsere inhaltlichen Schwerpunkte der HANSEVALLEY-Berichterstattung in den Nachrichten und im norddeutschen Digitalmagazin. Hier ist die lange Liste der "Leichen" und "Scheintoten" mit aktuell mehr als 60 größtenteils versenkten und am Abgrund stehenden Projekten des Hamburger Senats in den vergangenen gut acht Jahren, seiner willfährigen Handlanger und weiterer auch privater Initiativen ohne Senatsgeruch:

In alphabetischer Reihenfolge (in Klammern hauptverantwortliche "Akteur*Innen"):

  • 12hrs.us (12min.me)
  • Ahoi digital (Hamburg Innovation)
  • AI Startup Hub (AI Group Hamburg, Bund BMWE/BWMK)
  • AINO-App (Haspa)
  • AINO-Podcast (Haspa)
  • Alike mit 10.000 autonomen Moia- und Holon Shuttles (Senat BVM, Hochbahn, Moia)
  • Aufbruch Hamburg (Caps'n Collars, Senat BWI)
  • Beyourpilot (Hamburg Innovation, TUTech Innovation)
  • Blockhance Conference (Fabian Friedrich, Hamburg)
  • Bonprix Connect (Otto Group)
  • Deutscher Startup Monitor Hamburg (Startup-Verband, PWC)
  • Digital Kindergarten (Agentur Achtung)
  • Digitale S-Bahn Hamburg - außer Teilprojekt S21 - (DB InfraGo, Senat BVM)
  • Digitales Stellwerk Hamburg-Mitte (DB InfraGo, Senat BVM)
  • Discovery Dock Hafencity (Mopo)
  • E-Sports Arena Hamburger Ding (Home United)
  • Fintech Agentur Hamburg - halbtot - (Finanzplatz Hamburg, HK Hamburg)
  • Gesundheitswirtschaft Hamburg (Senat Soziales + HK Hamburg)
  • Hamburg Innovation Campus HHIC (HK Hamburg, HSBA)
  • Hamburg News - Wirtschaftsnachrichten (Hamburg Marketing Senat BWI)
  • Hamburg@SXSW-Präsenz (Hamburg Marketing / Senat BWI, Hamburg Startups u. a.)
  • Hamburg-Takt - in 5 Min. zu Bus & Bahn (Senat BVM, HVV, Hochbahn)  
  • Hammerbrooklyn Digital Campus - ohne Factory Berlin (Senat BWI + SK u. a.)
  • Hanseatic Bank Innovation Lab/Solutions Labs (SG Group + Otto Group)
  • HEAT Hafencity (Senat BWI, Hochbahn u. a.)
  • Heute in Hamburg HiH (Haspa)
  • Homecoming Homeport Hamburg (HPA)
  • HVV Any - Abschaltung von "Check in-Be out" - (Hochbahn, HVV)  
  • HVV Switch-App - Fusion mit BVG-App MAX - (Hochbahn, HVV)
  • Hyperloop + Hyperport (HHLA, Senat BWI)
  • E-Busflotte - 100% bis 2030 - (Hochbahn, Senat BVM)
  • Fintech Week Hamburg (Beese)
  • Future Hamburg Award (Hamburg Marketing - Senat BWI)
  • Gamevention (Senat BKM, Hamburg Messe)
  • Junger Finanzplatz Hamburg (Finanzplatz, HK Hamburg)
  • Jupiter Kulturkaufhaus (Kreativgesellschaft, Senat BKM)
  • Kieko-App (Haspa)
  • Kieko-Schließfächer (Haspa)
  • Mobiklick-Ausbau - 100 % innerhalb Ring 2 - (Senat BKM)
  • Next Culture Accelerator - nie umgesetzt -
  • Next Logistics Accelerator NLA (Skillnet, Senat BWI, Haspa, Fiege u. a.)
  • Plug and Play Hamburg - H2 und Supply Chain - (PnP California)
  • PortXL-Events und -Networking (Port of Rotterdam)
  • Prof. Ed Brinksma als Präsident (TU Hamburg)
  • Rcadia (Home United)
  • Smart Mobility Hafencity (Senat BVM)
  • Solutions Hamburg - Regionale Leitkonferenz mit Sommerfest - (Silpion)
  • Speedup Hamburg - regulär beendet, keine Kooperation mit Senat - (Bund)
  • Starthub Beratung (Hamburg Marketing)
  • Startup Guide Hamburg (Startup Guide-Verlag, Berlin/Lissabon)
  • Startupdock (Hamburg Innovation, TUTech Innovation)
  • Startupport (Hamburg Innovation, TUTech Innovation)
  • Startups@Reeperbahn (Hamburg Startups)
  • Square Innovation Hub - HSBA + Hamburger Ding - (Uve Samuels + Partner, z. B. Hamburger Ding / Home United, Microsoft)
  • United Cyber Spaces (Home United)
  • Yomo-Konto / Joker-Jugendkonto (Starfinanz, SSK München, Haspa)
  • Zukunftsstadt Strategie Hamburg (Peter Tschentscher, Senat SK)
  • Zusammenhub Bhf. Veddel (Hochbahn, Senat BKM)

Millionengräber in Planung:

  • Haus der digitalen Welt (Zentralbibliothek) - Ex-HSH/Perle Hamburg - (Senat BKM)
  • Hyperloop Autobahn A24 Hamburg-Kiel (DRO, Senat BVM + BIS, NMS-Hochbahn)
  • Impossible Founders / Startupfactory Hamburg (Hochschulen, Heinrich-Herz- und Michael-Otto-Stiftung, Senat im Beirat)
  • Science Center Hamburg: Baakenhafen - jetzt Standort für neue Oper (Senat BWFG)
  • Science City Bahrenfeld - fehlende Anbindung, Olympiaplanung (SK Hamburg, Senat BWFG)
(Stand der Veröffentlichungen: 1.6, 03.04.2026)

Haben wir ein totes "Teelicht" übersehen, einen relevanten "Rohrkrepierer" vergessen oder ein ministrables "Millionengrab" ausgelassen? Oder sind wir über die Stränge geschlagen und haben einen "Halbtoten" zu früh "beerdigt"? Schreiben Sie gern an hanse@hansevalley.de. 

Wir werden diese Aufstellung fortlaufend vervollständigen und komplettieren. Damit jeder Hamburger weiß, wofür seine Steuern u. a. von Wirtschafts-, Wissenschafts- und Verkehrs- sowie Kultur- und Medienbehörde weitgehend unnütz verballert werden. Schließlich war es ihr Geld ...

P. S. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie konzentriert sich auf vornehmlich öffentlich geförderte Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Forschung und Innovationen. Stand: November 2025. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Mittwoch, 20. Juli 2022

HANSESTATEMENT: Was erlauben Titzrath?

HANSE DIGITAL STATEMENT
von Chefredakteur Thomas Keup
- Update: 03.11.2022, Version 1.6 -

Hamburgs HHLA-Chefin und Ex-Postlerin Angela Titzrath greift in der Energie- und Wirtschaftskrise offen Online-Shopper an: 

"Es war selbstverständlich, dass beim Kauf im Internet der Versand nichts extra kostet und die Produkte am nächsten Morgen an der Haustür sind. Wir als Kunden sind verwöhnt."
Die Zeit, 14.07.2022

Greift Online-Shopper offen an: Ex-Postlerin und HHLA-Chefin Angela Titzrath
Foto: HANSEVALLEY

In der aktuellen Energiekrise zeigt sich, welche Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft ehrlich und fair agieren - und wer im Interesse von Manchester-Kapitalismus oder rot-grüner Utopien mit Forderungen um die Ecke kommt, bei denen wir alle nur mit dem Kopf schütteln können: Ein narzistisch wirkender Vertreter ist Karl-Ludwig Kley, Aufsichtsratschef bei "Eon" sowie der totgesparten Chaos-Airline "Lufthansa". Er fordert, die EU-weit geschützte Gasversorgung für Verbraucher zu kippen - und im Winter unbedingt den Privathaushalten zuallererst die Wärme abzudrehen. 

Offensichtlich fällt Grünen-Politiker Robert Habeck unter die Kategorie Zyniker, wenn er die verbindliche EU-Richtlinie zur Gasversorgung von Haushalten seinerseits ernsthaft aushebeln will. Ein weiterer als kundenfeindlich einzustufender Spezi: Berlins "Gasag"-Boss und Ex-"Vattenfall"-Manager Georg Friedrich. Der Banker sagt der "Berliner Zeitung": Mit zwei Pullovern und etwas Treppensteigen kommt man schon über den Winter. Da kann die Heizung ja auch gleich ganz abgedreht werden ...

Neueste Vertreterin in der Kategorie "Schuss nicht gehört" ist Hamburgs HHLA-Chefin Angela Titzrath. Die Wirtschaftswissenschaftlerin ohrfeigt im Interview mit der "Zeit" pauschal alle deutschen Online-Shopper. Perfide: Die Einkommens-Millionärin profitierte als Personalvorstand der "Deutschen Post DHL" ebenso von jedem mit dem Fast-Monopolisten verschickten Ecommerce-Paket, wie als "HHLA"-Chefin. Denn die von ihr - vermeintlich weitsichtig - kritisierten Online-Einkäufe werden u. a. über 15 Frachter-Linien in rd. 2,6 Mio. Containern pro Jahr über ihre vier Container-Terminals in die Warenlager von "Amazon" & Co. geliefert. 

Thomas Keup nimmt sich die Doppelzüngigkeit einer vermeintlichen Top-Managerin vor:

Von 2012 bis zu ihrem mehr oder eher weniger freiwilligen Abgang im Sommer 2014 war Angela Titzrath Personalvorstand des Konzerns "Deutsche Post DHL". Nicht genug, dass Kritiker ihr wohl zurecht vorwarfen, als Arbeitsdirektorin von damals 437.000 Arbeitnehmern überfordert gewesen zu sein, wie das "Manager Magazin" aufgearbeitet hat. Mit dem von ihr aufgeblähten Vorstandsbereich versuchte sie offenbar, alle Personalthemen an sich zu reißen - und kriegte prompt mehr als eine Abfuhr von den mächtigen Konzerngesellschaften. Offenbar hat die langjährige Daimler-Managerin bei ihrer aktuell verteilten Ohrfeige an Deutschlands Verbraucher etwas Wichtiges vergessen:

Mit einem jährlichen Einkommen von über 1 Mio. Euro € war sie es, die über zwei Jahre mitverantwortlich dafür war, dass Pakettouren in Deutschland an billige Subunternehmen ausgelagert wurden (und weiterhin werden), dass Fahrer sich dort de facto unter dem Mindestlohn totschufften müssen und dass Paketboten statt bis zu 120 zustellbaren Sendungen auf einer Innenstadt-Tour zu "Black Friday" oder Weihnachten bis zu 300 Pakete und mehr pro Tag aufs Fahrzeug geknallt bekommen. Die Konsequenz: Die von ihr personell verantwortete "DHL" schafft heute so gut wie nie, Paket-Lieferungen innerhalb eines Tages zuzustellen, ebenso wie die Hamburger "Paket-Sklaven" von "Hermes" - auch wenn man hier noch nicht reihenweise den Telefonhörer aufwirft, wie die Spacken des in Hamburg-Barmbek beheimateten "DHL"-Kundendienstes.

Die Lüge vom Gratis-Versand - als dreiste Kritik an Online-Shoppern.

Titzrath behauptet dreist, dass der Versand im Internet nichts kostet. Diese altbekannte Lüge der Paketsklaven-Treiber in Gelb und Blau vertuscht als Schuldzuweisung getarnt die Wahrheit: Jeder Online-Händler preist die Versandkosten gnadenlos in die Verkaufspreise ein oder lässt sich von den Kunden fürstlich für den Versand extra entlohnen - inkl. interner Lager- und Verpackungskosten. Dies ist auch bei "Otto Group"-Firmen wie "Baur" und "Heine" so. Die alte Mär vom Gratis-Versand im Online-Shopping ist die alt-bekannte PR-Methode von "DHL" & Co., Online-Shopper für überforderte und in Akkord gezwungene Paketfahrer schuldig zu machen. Eine Versandkosten-Lüge, die Ex-Postlerin Titzrath wieder aus der Mottenkiste holt und der "Zeit" unterjubelt. Was man so als Postlerin gebrauchen kann ...

Nimmt es mit der Wahrheit im E-Commerce nicht ganz so genau: Angela Titzrath.
Foto: HHLA/Nele Martensen

Wahrscheinlich kauft "Hamburgs teuerste Azubine" seit ihrer beruflichen Wiedereingliederung dank eines HHLA-Millionen-Gehalts ohnehin nur auf dem Luxusboulevard Neuer Wall ein. Dass sie dabei gerne einmal Weihnachtsgeschenke hamstert, verrät uns die Herrin über die gern dreimal gezählten und seit 2011 in Hamburg kontinuierlich sinkenden Container-Umschlagszahlen im aktuellen "Zeit"-Interview. Zugleich schlägt sie ihren Terminal-Arbeitern und der Forderung nach 14 % mehr Gehalt mit der geballten Vorstandsfaust und rd. 11x so hohem Gehalt ins Gesicht: Auf die Frage nach dem 74 Millionen-Gewinn der HHLA in 2021 und den Forderungen der Hafenarbeiter schwadroniert sie von sicheren Arbeitsplätzen und überdurchschnittlichen Gehältern. So sicher und gut bezahlt wie Ihre Sub-Sklaven bei "DHL Paket", Frau Titzrath?

*Update*
Doch die Titzrath hat nicht nur vor Verbrauchern offenbar keinerlei Respekt. Im Interview mit der "Zeit" beklagt sich die Kistenschieberin bitterlich, dass Personenzüge auf den Bahnstrecken Vorrang haben. Am Liebsten wär es ihr, dass sich alle Bahn-Reisenden auf Busse von "Flix" & Co. verziehen würden, damit sie ihre Blechkisten mit der eigenen "Metrans"-Bummelbahn schneller nach Berlin, Leipzig und den Süden verschieben könnte. Damit verpasst die rücksichtslos wirkende Kapitalistin im Namen und im Auftrag ihres rot-grünen Eigentümer-Senats allein bis zu 17.000 täglichen Pendlern zwischen Berlin und Hamburg einen Schlag unter die Gürtellinie, die auf über 60 Verbindungen der "DB" und von "Flix" zur Arbeit oder zu ihren Lieben kommen müssen. Damit zeigt die Titzrath ihrem grünen Verkehrssenator den virtuellen Stinkefinger in Sachen "Mobilitätswende". F.ck!

Das Märchen vom Digital-Terminal - und ein entzaubertes Klima-Terminal.

Unabhängig von Corona-, Ukraine- und Energie-Krise zeigt sich die Mogelpackung "HHLA" und ihre im Senatsauftrag versaute Zukunft (Eigenwerbung: "Das Tor zur Zukunft") an weiteren Beispielen: Seit dem Jahr 2002 war das Container-Terminal "CTA" in Altenwerder eines der Effizientesten zumindest in Europa - dank Automatisierung. Bis zur Corona-Krise verkauften "HHLA"-Marketing und PR das digital heute nur noch zweitklassige Terminal weiterhin als weltweit führendes seiner Art. Ein Blick in die Reportage über das wirklich digitale "A. P. Moeller"-Terminal in Rotterdam zeigt: das "CTA" ist bestenfalls im Vergleich mit den anderen Hamburger Terminals noch irgendwie konkurrenzfähig. 

Seit 2019 ist das Terminal dank großzügiger Zertifizierung des "TÜV Nord" nun plötzlich das erste "klimaneutrale" der Welt - nachdem der rot-grüne Senat die Klimaflagge gehisst und zum alles erdrückenden Leitthema erkoren hat - auch wenn es purer Aktionismus ist, wie auf dem verschandelten Jungfernstieg. Und wie ist das "CTA" mit stinkenden Frachtern klimaneutral geworden? Ganz einfach: Man schaltet nachts das Licht aus. Kein Scherz! Ansonsten bringen Diesel-Brummis weiterhin die Blechkisten zum Güterbahnhof. Nun prankt auf der "CTA"-Webseite unter der nicht immer so ganz sauber argumentierenden Chefin stolz das selbst gebastelte Logo "HHLA Balanced Logistics". Die anderen Terminals versuchen noch nicht, etwas vorzutäuschen, was sie nicht sind.

*Update*
Zum Vergleich: Die "Bremenports" sind sich ihrer Herausforderungen an der gut 4.600 Meter langen Bremerhavener Kaje mit insgesamt 43 Container-Brücken in den drei "Eurogate"- und Partner-Terminals sowie mit einer verschlickten Weser bewusst - und tun nicht so, als wären sie mit den 20.000 Mitarbeitern im Bremer Logistikkonzern "BLG" der "Global Leader" überhaupt. Mit gerade einmal rd. 6.500 Mitarbeitern sollte die HHLA-Chefin sich genau überlegen, wie weit sie ihren Schnabel aufreißt - wenn in Hamburg Schiffe dank 80 km Schlick aufwärts vier Stunden länger brauchen, bis zu drei Tage länger liegen und Reeder höhere Gebühren und Abfertigungskosten zahlen, als z. B. in den Westhäfen. 

Das interessiert die Titzrath aber offensichtlich nicht, wenn sie Online-Shopper pauschal angreift, alte "DHL"-Lügen verbreitet, ihrer Belegschaft im Tarifstreik ins Gesicht schlägt und mit ihren Millionen in der Tasche wohl auf dem Luxusboulevard Neuer Wall Weihnachtsgeschenke hamstert. Was erlauben Titzrath?

*  *  *

 Hanse Digital Service: 

Die Zeit: Interview Angela Titzrath: "Wir Kunden sind verwöhnt." (Bezahlschranke)

 Hanse Digital Background: 

Hamburger Abendblatt: "Soviel verdienen  die Top-Manager in Hamburg"

Stadt, Land, Hafen: "Hamburgs teuerste Azubine" (Seiten 16-17)

Manager Magazin: "Die Gründe für das Scheitern der Post-Personalchefin Titzrath"


Cancel Culture bei der städtischen HHLA 

Die HHLA-Presseabteilung verweigert bis heute kontinuierlich die Zusendung jeglicher Presseinformationen an HANSEVALLEY und die HANSENEWS. Anfragen zu Interviews mit HHLA-Dienstleistern im Kontext digitaler Aktivitäten z. B. am "CTA" werden ggü. HANSEVALLEY grundsätzlich abgelehnt.

Wir bedanken uns ausdrücklich bei Pressesprecher Hans-Jörg Heims und seinen Kollegen für die sichtbare Verachtung unabhängiger Berichterstattung durch Ausgrenzung unbequemer Medien. Wir empfehlen den Mitarbeitern der HHLA-PR dringend den Deutschen Kommunikationskodex als Grundlage für eine künftig professionelle Pressearbeit.

Freitag, 14. Januar 2022

HANSEINVESTIGATION: “Sie werden es wieder versuchen, sich Steuermillionen zuzuschieben.”

 HANSE DIGITAL RECHERCHE

Spricht Klartext in Sachen Hamburg: Chefredakteur Thomas Keup.
Foto: Huawei Germany

Unser Hamburger Landeskorrespondent Gerd Kotoll ist mehr als 30 Jahre in der Finanzindustrie verankert, u. a. in Private Banking und Insurance. Der an Alster und Elbe beheimatete Journalist und Finanzexperte hat die Entwicklungen im SPD-Subventionsskandal um Finanzsenator Andreas Dressel und seinen Partei-Buddy Nico Lumma von der ersten Minute an begleitet.

Nach dem Vergabestopp der 9 Mio. € Corona-Mittel zugunsten des "NMA"-Geschäftsführers stellt er Chefredakteur Thomas Keup kritische Fragen zu den Stärken und Schwächen des Startup-Standorts, den realen Chancen eines Fintech-Accelerators, den Herausforderungen der Hamburger Finanzwirtschaft und der in Hamburger Startup-Kreisen kritisch diskutierten Wirtschaftsförderung:

Gerd Kotoll: Hamburgs SPD-Finanzsenator Andreas Dressel hat als Hauptverantwortlicher im SPD-Subventionsskandal den Vertrag mit seinem Partei-Buddy Nico Lumma kurzfristig gecancelt. Freust Du Dich, dass der “Next Media Accelerator” nicht die 9 Mio. € für ein Fintech-Förderprogramm bekommt?

Thomas Keup: Ich freue mich, dass keine 9 Mio. € Corona-Hilfsgelder aus dem Steuersäckel in die von Anfang an schwachsinnige, weil aussichtslose Idee eines Fintech-Accelerators für Hamburg versenkt werden - unabhängig davon, wer solch einen Accelerator anschließend in den Sand gesetzt hätte. Als Mitbegründer des größten Fintech-Stammtisches in der Startup-Hauptstadt Berlin und mit heute zehn Jahren Background in den Startup-Szenen von Barcelona, Berlin und Hamburg frage ich:

Wie soll ein Startup-Förderprogramm für vornehmlich junge Gründer mit lediglich einer Idee im Hinterkopf oder einem Pitch Deck auf dem Macbook den angeschlagenen und sich digital konsolidierenden Finanzstandort Hamburg bis 2025 retten? Das ist das explizite Ziel des hinter der Idee stehenden “Masterplans Finanzwirtschaft Hamburg” von Finanzbehörde, Handelskammer und Branchenverband “Finanzplatz Hamburg”. Nachzulesen im veröffentlichten Dokument.

Dressel hat in seinem Statement vor dem Haushaltsausschuss die Absage an den Accelerator damit begründet, dass die öffentliche Diskussion “die Lage beschädigt habe” und sich “kaum noch Investoren finden” ließen. Haben wir als Presse Schuld am Scheitern?

‘Haltet den Dieb!’ schreit der clevere Kriminelle und zeigt mit nackten Fingern auf angezogene Passanten. Im Haushaltsausschuss warfen die Genossen der Presse lautstark und pauschal plakative, oberflächliche und falsche Berichterstattung, vorschnelle Beurteilung und die unfaire Ausschreibung einer Belohnung vor. Merkst Du selbst, oder? Haushaltsexperte David Stoop von der Linken forderte zurecht eine “Selbstreflektion” der bellenden Meute. Aber so ist das, wenn man sich ertappt fühlt …

5 Mio. € VC-Kapital sollten kurzfristig eingeworben werden, um 5 Millionen von Dressel zu kriegen. Eine Million soll zugesagt worden sein: Wo sind die “Letter of Intent” über die Investments? Ach, sind noch gar nicht unterschrieben? So, so … Wenn man ablaufende Haushaltsmittel ohne Ausschreibung schnell verschieben muss, wie soll es dann bei noch knapperer Zeit mit dem Einsammeln der VC-Gelder klappen? Jedes Startup braucht sechs, neun Monate oder länger, um die nächste Finanzierung zu closen. Bei einem Punkt hat Dressel Recht: Kapital ist ein scheues Reh. Wenn Opposition und einige mutige Stadtmedien die SPD-Spezis bei einer Schieberei ertappen und auf die Bühne zerren, finden Investmentmanager das eben gar nicht lustig.

Aber Startups sind doch unbestritten eine große Chance für traditionelle Unternehmen und Branchen, wie Banken und Versicherungen? Hamburg ist schließlich Finanzstandort Nr. 2 hinter Frankfurt am Main?! Sind Fintechs keine Chance für Hamburg?

Hamburg ist mit seinen rd. 10.000 Unternehmen und mehr als 50.000 Mitarbeitern, davon 110 Versicherungen und 39 Banken trotz des Schrumpfungsprozesses auf Grund der Digitalisierung und unabhängig von Fintechs ein großer Finanzstandort. Allerdings ist Hamburg laut “German Fintech Report 2021” im Startup-Vergleich nur ein schwache Nr. 5 mit gerade einmal 55 Fintechs - nach Berlin mit 182 Startups, Rhein-Main mit 118, München mit 109 Jungunternehmen und Rhein-Ruhr mit 63 Nachwuchsunternehmen rund um die Finanzindustrie. Selbst mit der Zählweise des brancheneigenen “Fintech Monitors” werden es nicht mehr als 77 Fintechs, und die haben es laut aktuellem “Startup-Barometer 2020-2021” von "EY" immer schwerer, finanziert zu werden.

Was um Himmelswillen hat den “Arbeitskreis Masterplan” geritten, aus Hamburg einen Fintech-Hub machen zu wollen? Hier gibt es weder ein etabliertes Investment-Ökosystem wie in Berlin, ein erfolgreiches Fintech-Ökosystem wie in Frankfurt, den Tech-Fokus wie in München oder das Einzugsgebiet wie in NRW. Das bestätigt unsere Korrespondentin in Frankfurt am Main. Sie ist 18 Jahre im Corporate Banking und damit in der Finanzindustrie zu Hause. Nicht genug: Die Beteiligten um Handelskammer und “Finanzplatz” wollen sich vor allem um digitales Wealth-Management kümmern, also die Vermögensverwaltung von “Rich Kids” via Handy. Warburg hat mit “Ownly” bereits eine eigene App.

Ist das nicht zu schwarz-weiss gemalt? Muss man einem Standort wie Hamburg nicht auch die Chance geben, sich mit neuen Themen und damit neuen Perspektiven weiterentwickeln zu können? Sollte man den “Akteuren” nicht diesen Mut zugestehen?

Wenn eine Finanzbranche wie in Hamburg seit hunderten von Jahren auf der Handelsfinanzierung, der Transportversicherung und der Vermögensverwaltung bei “Berenberg” (“Hamburgs ältestes Startup”) und “Warburg” beruht, sollten sich die Beteiligten in diesem traditionellen Umfeld ernsthaft überlegen, wo sie in Zukunft wirklich neue Märkte entwickeln können, die echtes Wachstumspotenzial besitzen und nicht schon besetzt worden sind. Bringen “Rich Kids”- und Digital Health-Apps zur Abrechnung von Krankenversicherungen wirklich tausende neuer Arbeitsplätze und damit Wohlstand an die Elbe? Die App-Ideen sind laut “Masterplan” der volle Ernst von “Finanzplatz Hamburg” & Co.

Haben Ex-Social-Media-Berater Nico Lumma, Ex-Organisationsberater Christoph Hüning und zwei zuständige laut Linkedin Junior-Mitarbeiter/innen das Know how, eine erste Adresse für Fintechs in Europa mit Sogwirkung für Investoren zu schaffen, wenn Hamburg heute nur 6 Fintechs vor Schlusslicht Stuttgart liegt? Bedarf es nicht einer starken Fintech-Expertise, um nur den Hauch einer Chance zu haben, in fünf bis 10 Jahren einen echten Leuchtturm zu errichten, der neue Unicorns mit tausenden Arbeitsplätzen schafft, und nicht nur ein "Ikea"-Teelicht? Payment-Profi André Bajorat hätte die Expertise in einem Zukunftsthema. Aber der hat was besseres zu tun.

Spricht da nicht eine gewisser Neid, nach dem Rausschmiss durch Nico Lumma, nicht mehr Mentor des “NMA” sein zu dürfen? Ist das nicht ein Kleinreden der Stärken, um sich für den Shitstorm von Nico Lumma Anfang April 2017 zu revanchieren? Butter bei die Fische!

In der Tat kann man so argumentieren, wenn man 1. unsere Entscheidung für die 5.000,- €-Belohnung zur Aufklärung des Subventionsskandals in Misskredit bringen will und 2. die “Mopo” gleich mit in den Dreck zu ziehen möchte, weil sie unsere Ausschreibung zur Headline eines Artikels machte. Ach ja, der SPD-Lautsprecher “Tagesjournal” hat ja genau das getan… Wenn wir uns auf diese hinterlistige Hamburger Masche einlassen, haben wir irgendwann nur noch einen Sumpf voller subventionierter Klapperschlangen in der “Hammaburg”.

Thema Shitstorm: Das Bundesamt für Justiz hat im Dezember 2019 juristisch festgestellt: Der Shitstorm von Nico Lumma über den “Facebook”-Account des “NMA” war ein Rechtsbruch, damit ein Verstoß nach dem von ihm selbst hochgejubelten NetzDG und ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Mit unserer Berichterstattung im Magazin und unter www.hansecodex.de Anfang Januar 2020 ist das Thema unsererseits zu den Akten gelegt worden. Bleibt eine Frage: Was hat der Shitstorm von Nico Lumma mit dem Versuch des Verschiebens von 9 Mio. € Steuergeldern durch SPD-Finanzkumpel Dressel zu tun?

Du hast die 5.000,- € Belohnung für Hinweise zur Aufklärung des Falls genannt: War es nötig, ein “Kopfgeld” auf Finanzsenator Dressel und “NMA”-Geschäftsführer Lumma auszuloben? Ist das nicht unseriös, wie SPD-Haushälter Milan Pein kritisierte?

Die Belohnung für Hinweise zur Aufklärung war ist vor allem eines: ein legitimes Mittel, unter dem besonderen Informantenschutz die Chance zu erhöhen, den SPD-Subventionsfilz in Hamburg aufzuklären. Und deshalb bleibt die Summe im Topf, bis die Finanzbehörde die Vergabeakte rausgerückt und diese schwarz auf weiss belegt, wie der 9 Mio.-Deal gelaufen ist. Medien kaufen Informationen an - ob Fotos und Videos zu Kriminalfällen, ob Interviews und Exklusivbilder von C- bis Z-Promis. Wir haben aktuell ein Interview zur Digitalisierung im Hafen in der Pipeline, das wir ankaufen. Bleibt die Frage nach der Verhältnismäßigkeit im Fall Dressel-”Lummaland”?

Ein “Abendblatt”-Redakteur fragte mich nach der Veröffentlichung, ob wir das ernst meinten oder es doch eher Satire sei. Abgesehen von der weltfremden Sicht, sich nicht vorstellen zu können, dass jemand dafür Geld auf den Tisch legt: Mit der angemessenen Belohnung, die weiter zur Verfügung steht, mit aktuell elf sauber recherchierten Beiträgen der “Mopo” und einer vorbildlichen Oppositionsarbeit der uns nicht nahestehenden Linkspartei konnte Dressel die Subventionierung seines Social-Media-Kumpels Lumma nicht mehr unter den Hamburger Perserteppich kehren. Das ist gelebte Demokratie - und gut für alle Hamburger Steuerzahler.

Zurück zum Thema: Sollte der Hamburger Senat mit der Finanzwirtschaft einen neuen Anlauf unternehmen, ein Fintech-Förderprogramm inkl. Ausschreibung aufzusetzen? Wie kann solch in Accelerator erfolgreich funktionieren?

Aus meiner Sicht mit dem Startup-Background u. a. als ehem. Chefredakteur des Startup-Magazins “Gründermetropole Berlin” und unseres Hanse Startup Magazins sage ich: ein Accelerator mit Risikofinanzierung, der eigentlich ein Inkubator für Ideen ist, kann-nichts-werden! Entweder gebe ich Gründern ausreichend Geld ohne Bedingungen, dazu Raum und Kontakte für die Entwicklung der Ideen und ein nachhaltiges Förderprogramm für Soft- und Hardskills - oder ich baue ein Venture Capital Fonds mit Risikofinanzierung und VC-”Hamsterrad” auf. Gründer mit einer Idee werden nicht in drei Monaten “Next-Accelerator”-Batch fit für ein Investment - und haben das spätestens nach jedem “NMA”-Pitch Day selbst feststellen müssen.

Ich selbst war Mentor im 3. Batch des “NMA”. Ich habe mit offenen und mutigen, visionären und risikobereiten Gründern an ihren Ideen und ihrer Kommunikation gearbeitet - und sie waren glücklich, eine ehrliche Meinung zu bekommen, auch wenn Nico Lumma in seinem Shitstorm erwartungsgemäß etwas anderes behauptet hat. Diese jungen Gründer brauchen nicht nur drei Monate “NMA” - im Zweifelsfall ohne einen Euro Unterstützung (“NMA”-Sprech: “Bronze Status”). Sie brauchen neun, zwölf oder mehr Monate, um mit einer überarbeiteten Idee (“Pivot”), einem funktionierenden Prototypen ("MVP") und Klarheit durch Coaching zur Marktreife (“Market fit”) zu kommen.

Wenn das Prinzip des “Next Media Accelerators” nicht funktioniert, was funktioniert dann? Gibt es in Hamburg und der Metropolregion Beispiele, die für weitere Startup-Programme Vorbild sein können?

Ja, es gibt Programme in der Region, die Startups eine echte Chance bieten, z. B. das Programm “Gateway 49” des Technikzentrums Lübeck. Die Fakten: 12 Startups, neun Monate Coaching mit drei Meilensteinen, 30.000,- € pro Startup Unterstützung und keine Anteile, die abgegeben werden müssen. Dazu eine Fokussierung auf die Kernbranchen in Lübeck, in der “Hansebelt”-Region und Schleswig-Holstein, wie Food, Health oder Smart City. In neun Monaten kann aus einer Idee ein erster Produktentwurf (“MVP”) werden, den man Investoren und Partnern vorstellen kann. So baut man Unternehmen und Partnerschaften auf. Heute ist Schleswig-Holstein die Nr. 2 unter den Flächenländern bei Neugründungen von Startups. Wir sind stolz, Medienpartner von “Gateway 49” zu sein.

Beispiel 2: der “Digital Hub Logistics Hamburg”. Das vom Senat anfangs mit der Kneifzange angefasste Projekt am maritimen Standort Hamburg ist dank Fokussierung auf die Leitbranche, dem Verzicht auf Venture Capital und einer wirklich erstklassigen Vernetzung mit Unternehmen und Behörden zu einem Erfolgsmodell geworden. Ich selbst habe in den ersten sechs Monaten die Pressearbeit für den Hub aufgebaut und über Erfolgsgeschichten, wie das erste und weiter wachsende Hub-Startup “NautilusLog” mehrfach berichtet. Es geht auch in Hamburg, wenn man nicht größenwahnsinnig ist. Dagegen ist die “NMA”-Schwester “Next Logistics Accelerator - NLA” im November ‘20 still und leise in einem Notverkauf an “Fiege Logistics” gegangen. Eines der “Next-Erfolgsmodelle” …

Für CDU-Fraktionschef Dennis Thering ist SPD-Finanzsenator Andreas Dressel nach dem Rückzieher des Lumma-Auftrags “angezählt”. Das Canceln des 9 Mio-Vorhabens komme einem Schuldeingeständis gleich. Muss Dressel nun seinen Hut nehmen?

Finanzsenator Dressel ist angezählt. Er selbst sagte im Haushaltsausschuss, in den vergangenen Tagen mit Handelskammer und Branchenverband beraten zu haben, wie man aus der öffentlichen Diskussion (von Linkspartei, “Morgenpost” und HANSEVALLEY) herauskommt. Das ist kein Statement eines souveränen Spitzenpolitikers. CDU-Haushaltsexperte Tilo Kleibauer kommentierte die Rede Dressels mit den Worten: “Das war (30 Minuten Redezeit) ganz schön lange dafür, dass Sie nichts verkehrt gemacht haben”. Und dann ließ der SPD-Senator gefühlt die halbe Finanzbehörde antreten, um zu erklären warum er ja nur notgedrungen die Transparenzerklärung persönlich unterschreiben musste und die eigentliche (Drecks-)Arbeit von Beamten erledigt wurde. Stichwort: ‘werde nicht schuld gewesen-sein-können-dürfen’.

Mit dem Stoppschild in der Hand hat Dressel versucht, sich a) Luft und damit Beinfreiheit zu verschaffen, b) nicht bundesweit in die Schlagzeilen zu geraten, da der “Spiegel” bereits die Lunte aufgenommen hatte und c) zu verhindern, die eigene Karriere mit Volldampf gegen die Mauer zu setzen. Also musste Parteifreund Lumma das Bauernopfer spielen. Aber die Geschichte ist damit nicht vom Tisch. Der Versuch, Millionen an einen Parteigenossen zu verschieben kann angesichts der Erfahrungen mit der SPD an Alster und Elbe jeden Tag in eine neue Runde gehen - auch wenn die ach so günstige Gelegenheit der Corona-Hilfsgelder für einen schnellen Verschiebebahnhof erstmal vom Tisch ist.

Ich frage nochmal nach: Muss SPD-Finanzsenator Dressel selbst seinen Hut nehmen? Und was wird aus der Startup-Förderung in Hamburg? Haben Startups in der Hansestadt nicht auch eine Chance verdient, von der Stadt unterstützt zu werden?

Nach der Sitzung des Haushaltsausschusses sind CDU und Linke zu dem Ergebnis gekommen, dass die freihändige Vergabe der Corona-Mittel rechtlich wohl möglich war. Aber: Dressel hat im Ausschuss nicht die ganze Wahrheit gesagt, was die Verpflichtung zu einer ausführlichen Marktanalyse angeht. Jetzt muss er - wie von CDU und Linkspartei gefordert - die Vergabeakte rausrücken. Das würde ihn entlasten … oder auch nicht. Die Verschiebung unter Partei-Buddys und der rote Filz sind am Tag nach dem Aus durch die Stadt gegangen - und wie! Ich gehe davon aus, dass sie es erneut versuchen, sich Steuermillionen zuzuschieben, wie es die Finanzbehörde mit 1,3 Mio. € für den Aufbau eines Clusternetzwerks für die Finanzbranche bereits gemacht hat. Übrigens sind es immer dieselben Subventionsritter von Adolphsplatz, Wexstraße und aus Harburg, die sich die Taschen voll schaufeln.

Jedes Jahr werden Millionen in Hamburg für Startup-Initiativen aus dem Fenster geworfen - ohne Erfolg für den Standort. Grob überschlagen waren es aus dem Hamburger Haushalt von 2018 bis 2020 allein rd. 50 Mio. Euro, wie wir nach der Beerdigung des Startup-Fonds durchgerechnet haben. Unter Hamburgs Startup-Förderern gilt allerdings ´Paragraph Eins - jeder scheffelt seins’. Wir zählten im November ‘20 mehr als 60 Startup-Berater, davon bei “Be your pilot” 11 Team-Mitglieder, “IFB Innovationsstarter” 11 Finanzierungsprofis, “Ahoi.digital” 8 Hochschul-Koordinatoren, Handelskammer 5 Gründungsprofis, “HEI Hamburg” 4 Gründungsprofis, “IKS Hamburg” 4 Transferprofis, “DESY Startup Office” 4 Gründungsberater und so weiter und so fort.

Und wo bleiben die Startups? Auf der Strecke? Kann Hamburg endgültig einpacken, wenn es im Wettlauf als Deutschlands Nr. 4 unter den Startup-Regionen hinter Berlin, München und Rhein-Ruhr hinterher hechelt?

Seit Jahren versaut es die Elbmetropole bei Gründern und Geldgebern. Das hat der “Deutsche Startup Monitor 2021” des Startup-Verbandes im März ‘21 erneut festgestellt. Mit Recht: Nur noch 38 % der hiesigen Startups - 16 % weniger als 2020 - sind mit der Unterstützung der Stadt zufrieden. 42 % der Gründer bewerten die Kapitalbeschaffung in der Wirtschaftsmetropole als “kritisch”. 53 % der Jungunternehmen wünschen sich eine bessere finanzielle Unterstützung durch den Senat. Der brachte es in fast fünf Jahren nicht fertig, den von der Bürgerschaft geforderten “Innovations- und Wachstumsfonds” mit 100 Mio. € VC-Kapital für Startups im Wachstum auf die Beine zu stellen.

Mein Fazit: Ein Fintech-Accelerator ohne Sinn und Verstand heißt verschwendete Steuermillionen - ob zugunsten eines Partei-Spezis oder nicht. Hamburg hat seinen Ruf als Medienhauptstadt an Berlin verloren, seinen Ruf als Finanzstandort dank Cum-Ex selbst versaut. Der Hafen wird früher oder später mit Bremen und Wilhelmshaven fusionieren. Der rote-grüne Senat hat keinen Plan, Hamburg politisch auf Zukunftskurs zu bringen. Das darf ich mit 16 Jahren politischem Background sagen. Stattdessen wird es laut “Masterplan” eine Werbekampagne für den Finanzstandort geben. Das ist wie mit den Fähnchen der SPD an den Wahlkampfständen - und dem quietscheroten, eingestaubten Werbe-Krimskrams in den “Haspa”-Filialen. 'Weil wir Hamburg sind'. 

Vielen Dank für die offenen Antworten, Thomas!
Das Interview führte Landeskorrespondent Gerd Kotoll

*  *  *
Hanse Digital Redaktion:

Nico Lumma und Next Media Accelerator bekommen keine 9 Mio. € Corona-Landesmittel.
hansevalley.de/2022/01/hanseextra-.html

Wer wird Millionär? Die 9-Millionen-Euro-Frage im Lummaland.
hansevalley.de/2022/01/hanseinvestigation-lummaland-fragen.html

5.000,- € Belohnung zur Aufklärung des 9 Mio. € schweren Hamburger SPD-Subventionsskandals.
hansevalley.de/2022/01/hanseinvestigation-whistleblower-recherche.html

 Hanse Digital Background: 


Das Hanse Recherche Magazin HANSEINVESTIGATION:
hanseinvestigation.de/

Das Hanse Startup Magazin HANSESTARTUPS:
hansestartups.de/

Sonntag, 21. Februar 2021

HANSEINVESTIGATION: Hamburger Senat lässt Informatik-Studiengänge ausbluten.

HANSE DIGITAL INVESTIGATION
* 3. Update 24.02.2021 *

Schluss mit lustig: Die Informatik der UHH geht auf die Barrikaden.
Grafik: Universität Hamburg

Genderstudies werden an der Universität Hamburg groß geschrieben - ganz zur Freude des rot-grünen Senats mit Wissenschafts- und Frauensenatorin Katharina Fegebank. Die Informatik am größten IT-Fachbereich aller Hamburger Hochschulen lässt man jetzt dagegen ausbluten. Zuvor verordnete die Fegebank-Behörde bereits der Technischen Universität in Harburg, ihr Defizit gefälligst selbst auszugleichen. 

Neben fehlenden Professuren zu Zukunftsthemen wie Digitale Transformation und Ethik in Data Science, verunsicherten Studenten und weniger Studienplätzen hat die grüne Wissenschaftsbehörde das erste handfeste Opfer zu verantworten: Auf Grund fehlender Anschlussfinanzierung und unterfinanzierter Hochschulen wird die Hamburger Informatik-Initiative "Ahoi Digital" zu Grabe getragen.

Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten sowie Hintergründe und Einordnungen zum Schlusslicht des Informatikstudiums in Deutschland von Chefredakteur Thomas Keup:

Die Ausbildung von jungen Informatikern für die digital-vernetzte Zukunft der Wirtschaft droht in der Freien und Hansestadt einen schweren Rückschlag zu erleiden. Sieben bestehende und geplante Professuren für Informatik an der Universität Hamburg werden durch den umstrittenen Präsidenten Dieter Lenzen kurzfristig ersatzlos gestrichen. Informatik-Studenten müssen sich jetzt Sorgen über Ihr Studium an der Universität machen, die Zahl der Studienplätze für Erstsemester wird sinken.

Ein Informatik-Lehrstuhl wird laut Experten mit rd. 100.000,- € pro Jahr berechnet, was jährliche Einsparungen von fast einer dreiviertel Million Euro bedeutet. Die mit 23 von 74 Hamburger Informatik-Professuren größte IT-Ausbildungsstätte an Alster und Elbe droht mit der aktuellen Rotstift-Politik - wie zuvor bereits die TU in Harburg - auszubluten. Schon jetzt beklagen wissenschaftliche Mitarbeiter fehlende Lehrkräfte und mangelhafte Lehrinhalte. Aus Kreisen der UHH-Informatik wird ein jahrelanges Verschleppen von Berufungen ans Informatikum kritisiert, so die "Eimsbütteler Nachrichten".

2 betroffene "Ahoi Digital"-Professuren, 1 "ITMC"-Stiftungsprofessur

Von den Streichungen auf Grund eines jährlichen - auf den Seiten des Informatik-Bereichs diskutierten - Hochschul-Defizits i. H. v. 20 Mio. € sind allein 13 neu geplante Professuren im Rahmen der Informatik-Initiative "Ahoi Digital" betroffen, ebenso wie eine neu geplante Stiftungsprofessur des von rd. 20 Partnern aus Hamburger Wirtschaft und Verwaltung unterstützten Fachbereichs "IT-Management und -Consulting - ITMC" in Stellingen.

In einer aktuellen Mitteilung schlüsseln die Betroffenen des Fachbereichs Informatik die Auswirkungen der Sparmaßnahmen auf: Durch die Streichung der drei neu geplanten "Ahoi Digital"-Professuren inkl. der "ITMC"-Stiftungsprofessur "Digitale Transformation und Technochange" sind allein 100 künftige Informatik-Studenten direkt betroffen. Durch den Abbau von vier bestehenden Professuren ist die weitere Hochschul-Ausbildung von bis zu 150 Studenten gefährdet. Das sind allein fast 25 % der allgemeinen Informatik-Studienplätze pro Jahr an der Universität Hamburg.

Auslöser für den Sparkurs des Präsidiums ist die Unsicherheit bei der weiteren Finanzierung der Hochschule. Als mögliche Maßnahmen werden auf den Seiten des Fachbereichs Informatik - wie jetzt geschehen - die Nichtberufung von Professoren oder die Nichtbesetzung frei werdender Stellen genannt. Anfang Februar d. J. lobte sich die Fegebank-Behörde noch für die mit insgesamt acht Hamburger Wissenschaftseinrichtungen geschlossenen "Zukunftsverträge" und einer jährlichen Steigerung des Grundbudgets der Einrichtungen von über 3 %.

Februar 2017: Der Informatik-Verantwortlichen von HAW, HCU, TUHH und HCU
freuen Sie über die Unterstützung für mehr Professuren + Studienplätze.
Foto: BWFG Hamburg

Die Anfang 2017 mit großem Aufwand und 32,9 Mio. € Budget - davon allein 13,6 Mio. € aus Hochschulmitteln - als "Informatik-Allianz" gegründete Initiative "Ahoi Digital" der Hamburger Hochschulen HAW, HCU, TUHH und UHH steht mit dem Kahlschlag der Informatik an der Uni vor dem Aus. Die Anschubfinanzierung der Wissenschaftsbehörde lief Ende vergangenen Jahres aus, die Hochschulen müssen "Ahoi Digital"-Professuren seit Jahresbeginn 2021 selbst stemmen. Mit der Plattform sollten bis zu 1.500 neue Studienplätze in den Informatik-Fächern sowie bis zu 35 neue Professuren, 10 Junior-Professuren und 37 Stellen für neue Wissenschaftsmitarbeiter an den vier beteiligten Hochschulen geschaffen werden.

Zu den Themenschwerpunkten der Universität Hamburg gehörten im Rahmen der Landesinitiative der Bereich "Cognitive/Learning Systems" für Robotik, Logistik und Medizin (zusammen mit dem UKE) sowie "Information Governance Technologies" für die digitale Verwaltung (mit der TU in Harburg und dem Hans-Bredow-Institut). "Ahoi Digital" sollte sich insgesamt um die vier Themenfelder "Cross-Modal Learning“, "Cyber-physikalische Systeme und Smarte Systeme“, "Information Governance Technologies“ und "Data Science“ kümmern. Das Ziel, Hamburgs Informatik mit den drei Säulen Lehre, Forschung und Transfer auf Spitzenniveau zu bringen, ist damit weitgehend gescheitert.

Politik und Wirtschaft warnen vor Verlust der Zukunftsfähigkeit.

Wie die Hamburger CDU-Fraktion am Montag zur aktuellen Lage mitteilte, praktiziert die Uni der Hansestadt einen noch umfassenderen Kahlschlag quer durch die MINT-Fächer und darüber hinaus: "Über 1.500 Studienplätze sollen abgebaut werden, davon fast 150 in der Informatik, 174 in Mathematik, minus 220 in der BWL, minus 36 in Jura sowie Einstellung aller Arbeitsgemeinschaften. Auch die Lehramtsstudiengänge trifft es deutlich, hier vor allem in Biologie, Mathe und Physik." Die norddeutsche Metropole droht, ins wissenschaftliche Mittelalter zurückzufallen.

Wohlstand und Attraktivität Hamburgs sind nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis klugen und vorausschauenden Wirtschaftens: Dieses kann in der Zukunft nicht allein auf Hafen, Handel oder Tourismus beruhen. Wir brauchen weitere Standbeine. Ganz vorrangig gehört dazu die Wissenschaft als Innovationstreiber und Anstoßgeber für künftiges unternehmerisches Handeln“, pointiert Dr. Hubert Baltes, Vorsitzender der Landesfachkommission "Wachstum & Innovation“ des Wirtschaftsrates in Hamburg.

Hamburger Persönlichen intervenieren gegen den Kahlschlag.

Auf Grund der aktuellen Entwicklungen intervenieren zahlreiche Hamburger Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung in einer konzertierten Aktion gegen das Zusammenstreichen der Informatik an der städtischen Universität und das ersatzlose Streichen der Stiftungsprofessur für Digitale Transformation. Das HANSEVALLEY vorliegende Schreiben unterzeichneten die "ITMC"-Kuratoriumsmitglieder Karsten Kirsch ("Direkt Gruppe"), Michael Müller-Wünsch ("Otto Group"), Sebastian Saxe (vorm. "HPA"), Dirk Weske ("PPI AG") und Tobias Zierau ("BPC AG").

Der Vorsitzende des "ITMC"-Kuratoriums und frühere Chief Digital Officer der Hamburger Wirtschaftsbehörde und der Hafenverwaltung "HPA" - Sebastian Saxe - erklärte gegenüber HANSEVALLEY: "Ohne Forschung und Lehre gäbe es keine Menschen, die neue Erfindungen oder neue Ideen in die Praxis umsetzen. Statt 'Ahoi Aufbruch' steht 'Ahoi, wir gehen unter' auf der Tagesordnung! Wir dürfen Hamburgs Informatiklandschaft nicht schwächen, sondern müssen diese weiter stärken."

IT-Executive Club, ThIS The Interface Society  und die Rotary-Clubs.

Der "IT-Executive Club" im Digitalcluster "Hamburg@work" mit mehr als 150 IT- und Digital-Experten sowie Vertretung von mehr als 40.000 angestellten IT-Experten in Hamburger und norddeutschen Unternehmen richtete sich mit einer Petition an Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann, die Streichungen zu verhindern.

Auch der renommierte Digital-Thinktank "ThIS - The Interface Society" interveniert gegen das Ausbluten der Informatik an der UHH. "ThIS" will in den kommenden Tagen Stellungnahmen Hamburger Persönlichkeiten zum Informatik-Kahlschlag auf der Website digitale-zukunft.hamburg veröffentlichen. Darüber hinaus wurden alle 23 Hamburger Clubs des norddeutschen "Rotary"-Districs 1890 mit rd. 1.200 namhaften Mitgliedern über die Entwicklung informiert.

Sinnbild für das Ausbluten der Informatik an der TU in Harburg.
Foto: HANSEVALLEY

Im Oktober 2020 wurde bereits an der TU in Harburg bekannt, dass die Technische Universität auf Anordnung der Wissenschaftsbehörde das erwartete Defizit von 10,5 Mio. € im laufenden Jahr selbst ausgleichen muss. Im Januar d. J. hatten Vertreter des Studentenparlaments, der Studentenvertretung und des Akademischen Senats an der Technischen Universität Hamburg einen befürchteten Kahlschlag veröffentlicht.

Der öffentliche Brandbrief spricht von sieben Wachstumsprofessuren, die gestrichen werden - darunter eine Ethik-Professur als Grundstein für den neuen Studiengang Data Science, ein Lehrstuhl in Computational Biomechanics und drei Professuren, die essenziell für den digitalen Maschinenbau sind. Auch in Harburg droht die Informatik auszubluten, da die Theoretische Informatik als auch der Bereich Bildverarbeitungssysteme nicht nachbesetzt werden sollen. Um den Forderungen der Behörde nachzukommen, müssen auch südlich der Elbe laufende Berufungsverfahren abgebrochen werden - z. B. jetzt selbst zu finanzierende "Ahoi Digital"-Professuren in der Informatik.

Hamburg trägt die rote Laterne der Informatik-Ausbildung im Land.

Laut des letzten "Länderchecks Informatik" des "Stifterverbandes" liegt die norddeutsche Millionenmetropole mit 3,9 % Anteil Informatikern bei allen Studienanfängern auf dem letzten Platz der Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 7,7 %). Auch bei den Informatikstudiengängen trägt die Freie und Hansestadt mit 4,1 % an den grundständigen Studiengängen die rote Laterne aller Länder. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei 7,8 %. Dahinter steht die insgesamt schwache Anzahl von 74 Hamburger Informatik-Professuren. Zum Vergleich: In der Startupmetropole Berlin mit dem Hochschulverbund aus FUB, HUB und TUB gibt es rd. 190 Informatik-Professuren, in der Technologiemetropole München mit den beiden Spitzenuniversitäten LMU und TUM 150 IT-Lehrstühle.

Nach der Absage des - mit 100 Mio. € geplanten und von den Fraktionen der rot-grünen Regierung wie der bürgerlichen Opposition Anfang 2016 beschlossenen - "Innovations-Wachstums-Fonds" für Tech-Startups in der Skalierungs- und Internationalisierungsphase sind die aktuellen Sparmaßnahmen an Universität Hamburg und Technischer Universität und das Einstampfen der Informatik-Initiative "Ahoi Digital" weitere Rückschläge, die in den traditionellen Dienstleistungsbranchen Handel und Logistik verankerte Wirtschaftsmetropole Hamburg mit Wissenschaft und Innovationen auf Zukunftskurs zu bringen.

Als weitere Unsicherheit gilt die bereits rd. ein halbes Jahr in Verzug geratene Einführung des "Hamburger Digitalbonus" mit bis zu 17.000,- € Zuschuss zur Digitalisierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Handelskammer hat die in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit 10.000,- bis 50.000,- € praktizierte KMU-Förderung direkt nach der Bürgerschaftswahl gegenüber dem alten und neuen Wirtschaftssenator Michael Westhagemann eingefordert.

Wird vom Bremer Senat auch nach der Corona-Krise nicht im Stich gelassen:
Die Universität Bremen mit mehr als 40 Jahren KI-Kompetenz.
Foto: Michael Ihle

Im Hilferuf an die 23 Hamburger "Rotary"-Clubs vom 16. Februar d. J. werden die Zukunftsinvestitionen der Freien Hansestadt Bremen für die Zeit nach der Corona-Pandemie als beispielhafter Kurs für die Informatik in Norddeutschland vorgestellt. So investiert die Wesermetropole im Rahmen des 181 Mio. € umfassenden Paketes aus dem "Bremen Fonds" allein Maßnahmen zur digitalen Transformation i. H. v. 60 Mio. €. Dazu gehören u. a. umfassende Investitionen in die KI-Forschung mit der Universität Bremen, dem "DFKI"-Standort, dem "AI-Center for Space Robotics" und dem "AI-Center for Health Care" (nachzulesen im Hanse KI Magazin unter hansemachine.de).

Die ausführliche Meldung des Fachbereichs Informatik der Universität Hamburg inkl. der aktuellen Diskussion kann hier nachgelesen werden. Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Informatik an der UHH gibt es auf den Seiten des Fachbereichs. Hintergrundinfos zur Informatik an den vier staatlichen Hamburger Hochschulen HAW, HCU, TUHH und UHH sind hier zu finden.

*  *  *

 Hanse Digital Background: 

HANSEINVESTIGATION:
Startup-Förderung in Hamburg Teil 2 - Die Stunde der Wahrheit!

HANSEINVESTIGATION:

Startup-Förderung in Hamburg Teil 1 - Wer sagt hier die Unwahrheit?

HANSESTATEMENT: 

HANSEPOLITICS: 

 Hanse Digital Service: 

HANSEINVESTIGATION - Das Hanse Investigativ Magazin:
www.hanseinvestigation.de

HANSEMACHINE - Das Hanse KI Magazin:
www.hansemachine.de

HANSESCIENCE - Die Hanse Digital Scientists:
www.hansescience.de

HANSESTARTUPS - Das Hanse Startup Magazin:
www.hansestartups.de

Mittwoch, 26. August 2020

HANSEPERSONALITY Henning Fehrmann: Empowerment statt Mikromanagement für Hamburg.

HANSE DIGITAL INTERVIEW

Technologie-Unternehmer und Mittelstands-Vertreter: Henning Fehrmann.
Foto: Die Familienunternehmer e. V.

91.000 Menschen waren im Juli in Hamburg ohne Arbeit, 8,5% aller Beschäftigten, der höchste Stand seit 15 Jahren. Mit der Corona-Krise sind 368.000 Menschen in 24.000 Betrieben in Kurzarbeit geraten, mehr als 1/3 aller versicherungspflichtig Beschäftigten. Die Krise schlägt durch: Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen sind schwer getroffen, der Hafenumschlag ist um 12% eingebrochen.

Hamburg ist Kaufmannsstadt und Warendrehscheibe. Doch Handel und Hafen haben sich bis heute nicht digitalisiert. Corona wird zum Brennglas - und zum Brandbeschleuniger des Umbruchs. Was muss jetzt getan werden, um Hamburg aus dem Schlick zu ziehen? Wie kann die stolze Elbmetropole nach Corona und Krise wieder auf Kurs kommen? Unser HANSEPERSONALITY ist Familienunternehmer Henning Fehrmann:

Zu Ihrem Unternehmen Fehrmann Technologies gehören die Geschäftsbereiche "Alloys" mit Metallguss-Legierungen einschließlich 3D-Druck sowie "Windows" mit der Kernkompetenz für Schiffsfenster. Sie halten vier Patente, beschäftigen gut 40 Mitarbeiter, darunter 5 Doktoren und investieren im Jahr rd. 20% in Forschung und Entwicklung. Wo hat Sie der Shutdown getroffen und wie haben Sie die vergangenen Krisenwochen durchlebt?

In unserer Arbeitsweise hat uns der Shutdown nicht getroffen, weil unsere Infrastruktur bereits digital war. Homeoffice, Videokonferenzen etc. gehören bei uns seit Jahren zum Alltag. Deshalb waren wir frei, die Corona-Zeit zu nutzen, um Zukunftstechnologien wie Materialentwicklung für den 3D-Druck, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality zu pushen und weitere Mitarbeiter einzustellen.

Unsere Geschäftsbereiche "Alloys" (Gussteile und 3D-Druck-Metallpulver) und "Windows" (Schiffs- und Spezialfenster) wurden unterschiedlich vom Shutdown tangiert. Bei der "Alloys" machte er sich kaum bemerkbar; die Auftragslage war und blieb gut, auch weil wir vorrangig für staatliche Endkunden mit lange laufenden Verträgen produzieren.


"Durch Corona haben wir einen Sprung nach vorn gemacht."

Einzig im 3D-Druck-Geschäft sorgte der Shutdown in den meisten F&E-Projekten für mehrmonatige Verzögerungen, doch hat diese Fertigungstechnologie durch die Corona-Krise enorm an Aufmerksamkeit gewonnen. In der Industrie wächst das Bewusstsein dafür, dass 3D-Druck resilient, flexibel und autark macht und zudem die Ressourcen schont und einen geringen CO2-Footprint hat. Dementsprechend steigt die Nachfrage nach Hochleistungs-Metallpulvern, also der „Tinte“ für den 3D-Druck.


Bei den "Windows" haben wir ein V-Szenario erlebt: Einer unserer Lieferanten hatte einen kompletten Lockdown, was zur Störung der Lieferkette führte. Doch jetzt geht wieder die Post ab.

Sie sind seit Jahresbeginn Vorsitzender der Familienunternehmer e. V. in Hamburg, einer Stadt, die in der Krise steckt: Die Mehrheit der Logistikbranche ist laut BVL-Studie in der digitalen Umsetzungsfalle. Einzelhändler rund um die Mö melden bis zu 40% Einbrüche, der Umschlag im Hafen ist um 12% eingebrochen. Wie schlimm hat es die Hamburger Wirtschaft wirklich getroffen? Und in welchen Branchen müssen wir nach Ende des Insolvenzschutzes im 4. Quartal mit Konkursen rechnen?

Die Hamburger Wirtschaft ist insofern nicht schlecht aufgestellt, als dass sie keine Monokultur ist, die von einer einzigen Branche wie z.B. der ohnehin kriselnden Automobilindustrie abhängt. In unserer Stadt verfügen wir über eine große Bandbreite von Wirtschaftszweigen, entsprechend divers ist das Bild der Corona-Auswirkungen. Einige Bereiche wie Gastronomie, Hotellerie, Eventveranstalter und Entertainment wurden von dem staatlich verordneten Berufsverbot schwer getroffen, und es ist absehbar, dass nicht alle Unternehmen die Krise überleben werden. 

"Bei Branchen unter hohem Druck ist es egal, ob Corona oder nicht."

Andere Branchen gingen stabil durch die schwierige Phase, weil sie systemrelevant waren oder über die Möglichkeit verfügten, ihr Angebot an die veränderten Bedingungen anzupassen. Allerdings hat Corona den Druck auf alle Branchen weiter verstärkt, sich zu digitalisieren. Und ehemals starke Wirtschaftszweige wie die Luftfahrt stehen vor großen Herausforderungen, denn sie können für lange Zeit auf keinen Boom mehr hoffen.

Unser Erster Bürgermeister konnte Ihre Frage beim Neujahrsempfang der Familienunternehmer nicht nachvollziehen, 50% des Haushaltsüberschusses 2019 (500 Mio. €) in Digitalisierung zu investieren. In unseren Wahlprüfsteinen und in der Analyse des Koalitionsvertrags sind wir zu dem Ergebnis gekommen: Rot-Grün kann nicht digital. Wenn alles digitalisiert wird, was wird dann aus Hamburg in Zeiten des Umbruchs?

Im besten Fall wird dann aus Hamburg eine Stadt mit einem Verständnis für Kybernetik, also für die Informationsverarbeitung in dynamischen Systemen, deren Regelung und Steuerung. Denn eben dies ist die Basis für ein erfolgreiches Management von Komplexität. 

"Alles, was nicht digitalisiert ist, wird unter Druck geraten."

Politiker wie Unternehmenslenker werden lernen müssen, die durch Digitalisierung zugänglichen Informationen besser zu nutzen, Transparenz zu schaffen und statt Mikromanagement Empowerment zu betreiben. Dazu bedarf es unternehmerischer Qualitäten, die sich gerne auch Politiker zu eigen machen dürfen. Ich denke hierbei an Mut, Entscheidungsfähigkeit und Umsetzungsstärke.

Hamburgs Visionär Klaus von Dohnanyi stellt in seiner ersten Bürgermeisterrede im Übersee-Club 1983 fest: 'Die Zukunft Hamburgs liegt an Land, und nicht am Wasser'. Der niederländische Visionär Hendrik "Ed" Brinksma verlässt nach nur 2,5 Jahren die TU in Harburg. Aus allen staatlichen Hamburger Hochschulen kommen weniger Ausgründungen (2018: 14), als aus der Leuphana in Lüneburg allein (2018: 59). Sie sagen, Hamburg braucht eine Vision. Woher soll diese kommen?

Hamburg steigt im deutschen und europäischen Vergleich ab, weil die Vision fehlt. Deshalb ist es dringend erforderlich, der Stadt eine Vision zu geben. Und dann gilt es, dass sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft dazu committen und alles dafür tun, sie umzusetzen. Der Verband der Hamburger Familienunternehmer hat für Hamburg bereits etwas formuliert. Wir nennen unsere Vision „Große Freiheit 5.0“. Sie nutzt die Stärken der Stadt, setzt auf Ermöglichen statt Behindern und führt sie ins digitale Zeitalter. 


"Nur mit Visionen haben wir eine Chance auf einen Aufbruch."

Machen wir uns einmal die Stärken Hamburgs bewusst: Hierzu gehört die Logistik, bei der wir darauf achten müssen, nicht den Anschluss zu verlieren. Unsere Metropolregion ist eine der weltweit führenden Regionen für 3D-Metalldruck. Zudem haben wir exzellente Cluster wie Material Science mit dem Leuchtturm DESY und dem Zentrum für Hochleistungsmaterialien - das setzt international Maßstäbe. 

Mit Philips, Olympus und etlichen anderen starken Unternehmen verfügt Hamburg über ein starkes Healthcare-Cluster. Und mit der nach wie vor guten Gaming-Szene ließe sich Hamburg als internationaler AR-/VR-/XR-Hotspot ausbauen. Dies sind nur einige der Hamburger Potenziale, die es besser zu nutzen gilt, damit die Stadt in Zukunft wieder an Strahlkraft gewinnt.

Schauen wir ein Stück in Ihre eigene Zukunft: Sie sagen, 'alles wird digitalisiert'. Sie haben mit Achim Tappe einen der führenden Datenspezialisten an Alster und Elbe als CDO an Bord geholt. Als forschendes Unternehmen beschäftigen Sie sich u. a. mit Augmented Reality in Schiffsfenstern. Wie werden Data Science und Software Ihr traditionelles Geschäft mit Bullaugen digitalisieren, die Ihr Großvater genormt hat?

Derzeit entwickeln wir etwas, das weltweiten Pionier-Charakter hat: Augmented Reality-Schiffsfenster, die wir zur SMM, der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft, im Februar 2021 vorstellen werden. Die Fenster bestehen aus beweglichen Head-up-Displays für mehrere User gleichzeitig, die den Augen folgen und den visualisierten Content situativ an das anpassen, was man durch das jeweilige Fenster gerade sieht. 

"Wer spart, will bewahren. Wer investiert, will etwas verändern."


Ihr großer Mehrwert: Alle relevanten Infos werden dort eingeblendet, wo man gerade hinschaut. Man hat also die Realität im Blick und erhält ergänzend digitale Informationen. Diese Fenstersysteme sind hochkomplex und nutzen bestehende wie auch von uns selbst entwickelte Technologien, um der Geschwindigkeit der Augen gerecht zu werden. Sobald sich unsere digitalen Fenster in Schiffen bewährt haben, beschäftigen wir uns damit, sie für andere Branchen nutzbar zu machen.

Zu guter Letzt unsere traditionelle Hamburg-Frage: Wir haben über die Notwendigkeit gesprochen, eine Vision für Hamburg zu entwickeln, Helmut Schmidts "schlafende Schöne" nach 2 Jahrzehnten Abwärtstrend (siehe CHE-Studie) auf Zukunftskurs zu bringen. Wie kann eine "Große Freiheit 5.0" für die Kaufmanns- und Hafenstadt an der Elbe aussehen? Was muss sich in Wissenschaft, Verwaltung und bei Hamburger Unternehmern ändern? Butter bei die Fische!

Beginnen wir mit der Hamburger Verwaltung: Sie muss vom Behinderer zum Ermöglicher werden. Wenn sie dereguliert und Gesetze und Verordnungen so gestaltet, dass sie Unternehmertum und Gestaltung ermöglicht, um Arbeitsplätze zu schaffen, hat sie ihre vordringlichste Aufgabe erledigt. Und – besonders vorteilhaft in Zeiten leerer Kassen – es kostet die Stadt keinen Cent. Allerdings ist die öffentliche Hand finanziell gefordert, übergreifende neue Technologien über die Wissenschaft zu etablieren. Dies können von Corona geschüttelte Unternehmen nicht leisten.

"Es braucht Personen, die Veränderungen wollen und umsetzen."

Was die Unternehmen hingegen leisten können und müssen, ist die Analyse ihrer Daten. Denn – das sollten wir uns bewusst machen – jedes Business ist datengetrieben. Die Daten gab es schon immer – doch dank digitaler Speicher- und Verarbeitungsmedien verfügen wir jetzt über Tools, um unsere Informationen über Kunden, Märkte, Wettbewerber, Produkte und Prozesse zu sammeln und auszuwerten. Data Science hilft uns, bessere Entscheidungen zu treffen, Kosten zu senken und unsere Effizienz zu steigern. Bei Fehrmann digitalisieren wir auf allen Ebenen: Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle. Für Unternehmen, die langfristig am Markt bestehen wollen, führt kein Weg daran vorbei.

Ganz nebenbei hat die Digitalisierung der Wirtschaft Auswirkungen, an die man zunächst nicht zwingend denkt. Arbeiten beispielsweise mehr Mitarbeiter im Homeoffice, reduziert sich der Platzbedarf und damit die Miete. Entgegen der spektakulären Stories digitaler Unternehmen führt Digitalisierung in den meisten Unternehmen erst einmal zu deutlich sinkenden Kosten. Ein Grund mehr, schnellstens damit zu beginnen.


Herzlichen Dank für die offenen Worte!
Das Interview führte Thomas Keup.

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 Hanse Digital Statements: 

Corona und Hamburg:
HANSESTATEMENT: Nach Kahrs und Corona: Hamburgs Vertreibung aus dem Paradies.
hansevalley.de/2020/05/hansestatement-hamburg-after-corona.html


Digitalisierung und Senat:
HANSESTATEMENT: 205 Seiten Hamburg analog: Oder warum Rot-Grün digital nicht kann.

hansevalley.de/2020/06/hansestatement-koalitionsvertrag-hamburg-2020-2025.html

Digitalisierung und Senat:
HANSEPOLITICS: Wie Rot-Grün Hamburg in die digitale Zukunft bringen will.
hv.hansevalley.de/2020/06/hansepolitics-koalitionsvertrag-hamburg-2020.html

Digitalisieirung und Verwaltung:
HANSESTATEMENT: Rot-Grün: Digitalstrategie? Echt jetzt?

Digitalisierung und Wirtschaft:
HANSESTATEMENT: Die Digitalisierung wartet nicht auf Hamburg.

 Hanse Digital Background: 

Akademie der Wissenschaften: CHE-Vergleichsanalyse Metropolregion Hamburg:

OECD-Bericht zur Regionalentwicklung: Metropolregion Hamburg