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Sonntag, 19. März 2017

HANSEPERSONALITY Prof. Dr. Henning Vöpel: Wer zu spät kommt, fliegt raus.

Hamburgs Digital-Forscher Prof. Dr. Henning Vöpel
Foto: HWWI
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Konsolidierung der Startup-Szene, Rausflug aus globalen Logistik-Ketten, Reorganisation der Wirtschaft - die Digitalisierung wird auch vor Hamburgs Toren nicht halt machen. Am renommierten WeltWirtschaftsInstitut beschäftigt man sich in einem eigenen Forschungsbereich mit den Herausforderungen der Digitalisierung für die Freie und Hansestadt.

Der digitale Kopf des HWWI ist Direktor und Geschäftsführer des Instituts und Dozent an der Hamburger Wirtschaftshochschule HSBA. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Henning Vöpel:

Sie leiten das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut HWWI. Wie weit hat die Digitalisierung bereits die Hamburger Wirtschaft erreicht - von Schifffahrt über Logistik bis zum Handel?


Die Hamburger Wirtschaft ist aufgrund ihrer Struktur von Digitalisierung stark disruptiv betroffen - gerade Handel und Logistik sind sehr bald an der Reihe. Umgekehrt hat Hamburg eine riesige Chance, Modellregion für digitale Transformation zu werden. Die Aufgabe ist allerdings außerordentlich groß, weil sie hohe Agilität der Akteure und eine kohärente Transformationsstrategie erfordert.

Es gibt bereits viele interessante Einzelprojekte und Initiativen in Hamburg. Aber es fehlt ein wenig an übergeordneter Vernetzung, denn dies ist das Prinzip der Digitalisierung: Durch den Austausch von Daten entstehen neue Schnittstellen zwischen den Branchen. Die Logik der Transformation erfordert, diese Vernetzung systematisch zu koordinieren.


Sie haben am HWWI einen eigenen Forschungsbereich für das Thema digitale Ökonomie eingerichtet. Womit beschäftigt sich “IDEAS@HWWI” konkret?


Ich betrachte die digitale Ökonomie als einen eigenen Forschungszweig, denn die durch Digitalisierung ausgelösten Veränderungsprozesse sind sehr tiefgreifend. Wir werden sie als Gesellschaft nur dann erfolgreich bewältigen, wenn wir ein umfassendes Verständnis der Folgen entwickeln. Das bedeutet, wir müssen erforschen, wie Technologie, Märkte und Regulierung zusammenwirken.



Wir wissen heute wenig über unsere Zukunft. Digitale Transformation ist wie eine Expedition: Wir erkunden Neuland. Dafür brauchen wir das Rüstzeug und eine neue Landkarte. Vor diesem Hintergrund habe ich bei uns am HWWI das Institute for Digital Economics and Applied Solutions IDEAS@HWWI gegründet mit dem Ziel, uns als Gesellschaft besser auf die Herausforderungen vorzubereiten.  


Aus den Ergebnissen Ihrer Forschung: Welche digitalen Technologien wirken am Stärksten auf die Veränderungen der Wirtschaft global ein?


Die stärkste disruptive Wirkung auf bestehende Geschäftsmodelle haben zunächst die großen Plattformen, die sich gerade überall bilden und zwischen Anbietern und Konsumenten schieben. Die nächste Welle an Disruption kommt von den Algorithmen und der künstlichen Intelligenz, die ihren Einsatz vor allem in der Industrie finden werden und die Wertschöpfungs- und Logistikketten erheblich verändern werden. Zusammen mit dem 3D-Druck wird sich dadurch die globale Wirtschaft völlig neu organisieren. Bestehende Netzwerke werden durch die neuen digitalen Beziehungen abgelöst.


Welche Geschäftsmodelle sind in der Digitalökonomie besonders erfolgversprechend - nicht nur kurzfristig im Zusammenhang auf Copycats?


Erfolgversprechend sind Geschäftsmodelle, die besonders disruptiv sind, denn sie treffen die etablierten Modelle in ihrem Kern und ziehen das Geschäft sofort und direkt an sich. Das sind heute vor allem solche Modelle, die sich den direkten digitalen Zugang zu Kunden und Vertriebswegen zu Nutze machen.


Welche rechtlichen Rahmenbedingungen muss die Politik, sowohl auf Stadt-, als auch auf Bundesebene für die digitale Wirtschaft schaffen?

Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind essenziell. Digitalisierung basiert auf dem Austausch von Daten. Wenn dieser nicht stattfindet, weil Daten nicht hinreichend geschützt sind vor Missbrauch, Sabotage und Manipulation, scheitert Digitalisierung oder sie kommt gar nicht erst zustande. Bund und Länder müssen in diesen Fragen dringend zusammenarbeiten.

Mit der Regulierung ist eine Reihe offener Fragen verbunden, z.B. wie ein digitaler Patentschutz aussieht in einer Welt, in der Daten und Informationen zwischen Unternehmen offengelegt werden, zum Beispiel gegenüber Unternehmen aus Ländern, die keine ausreichende Datenschutzgarantie geben. Auch ethische Fragen werden von uns sehr explizit beantwortet werden müssen. Nehmen Sie die Frage, wie wir ein selbstfahrendes Auto programmieren wollen, wenn dieses in eine Unfallsituation gerät. Es kommen sehr grundlegende Fragen auf uns zu.   

Die Medienindustrie ist bereits umgebrochen worden. Wie sehen Sie die Zukunft der Hamburger Branchen Schifffahrt, Logistik und Handel?


In gewisser Weise sind diese Branchen als nächste dran und zwar sehr tiefgreifend. Denn sie sind gleichzeitig von mehreren digitalen Innovationen betroffen: der Bildung von Logistik-Plattformen, den Auswirkungen von intelligenten Algorithmen und dem 3D-Druck. Es wird darauf ankommen, daraus eine digitale Gesamtstrategie für den Hafen- und Logistikstandort Hamburg zu entwickeln.


Welches sind die größten Risiken für die traditionellen Hamburger Reeder, Schiffsmakler, Spediteure, Transporteure und Kaufleute in der global digital agierenden Welt?


Die größte Gefahr besteht darin, dass man jetzt die Transformation verpasst. Wer jetzt zu spät kommt, fliegt aus den globalen Ketten raus - womöglich für immer. Jetzt wird Zukunft gemacht.


Wie bewerten Sie die Zunahme an schnell wachsenden Startups im Digital-Umfeld? Sind Startups die Lösung zur Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft?


Startups sind enorm wichtig, weil sie die Veränderungsprozesse beschleunigen. Sie sind gewissermaßen die Revolutionäre der digitalen Revolution. Aber wenn wir in zehn Jahren auf heute zurückschauen, wird uns bewusst werden, dass dies nur die erste Welle der Digitalisierung ist. Der Startup-Szene steht eine enorme Konsolidierung bevor. Danach wird sich das Feld lichten und eine neue Qualität die Transformation bestimmen.

Wir reden dann über die Re-Organisation von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft insgesamt. Alle unsere Systeme - von Bildung, Gesundheit, Arbeit und Sozialstaat - werden sich verändern. Noch scheint es überschaubar, aber bald - wenn die Vernetzung sich potenziert und die Teile ineinandergreifen - wird die Entwicklung exponentiell sein und einen technologischen Sprung auslösen.


Zum Schluss unsere traditionelle Hamburg-Frage: Wie gut ist unsere Stadt in Politik und Wirtschaft aufgestellt, um die digitalen Herausforderung der kommenden Jahre zu meistern?

Insgesamt gut, aber in einigen Bereichen müssen wir Tempo aufnehmen und eine Vorstellung darüber entwickeln, wie wir die Stadt aus dem Status quo in ihre digitale Zukunft transformieren. Wichtig wäre es, einen Ort für digitale Transformation zu schaffen, an dem Digital real wird, also konkret in das urbane Leben einfließt. Über einen solchen Ort ließe sich die notwendige Agilität des doch noch eher traditionellen Wirtschaftsstandortes Hamburg erzeugen.

Innovationen entstehen im digitalen Zeitalter anders als früher. Dafür müssen wir die Innovationsstrukturen umbauen, wir benötigen ein experimentelles, interdisziplinäres und kollaboratives Innovationssystem, das zwischen Wirtschaft und Wissenschaft viel offener und durchlässiger ist und alle Akteure zusammenbringt.   

Vielen Dank für die spannenden Insides!

Das Interview führte Thomas Keup.


* * *


Hamburg Digital Background:

HANSEEXKLUSIV: Hamburg bekommt Logistik-Innovations-Park "Hammerbrooklyn"

IDEAS@HWWI


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Dienstag, 7. März 2017

HANSEFUTURE: Vom Hafen übers Lab zur digitalen Zukunft.

HAMBURG DIGITAL REPORT

200 der größten Familienunternehmen mit mehr als 50 Mio. € Umsatz sitzen an Elbe und Alster. Dank des Mittelstands ist die Metropolregion eine der 3 stärksten deutschen Wirtschaftszentren. Doch das Internet fragt nicht, bevor es eine Branche umbricht. 

Fintech und Insuretech digitalisieren die Finanzindustrie, Autonomous Driving und Connected Mobility brechen den Automobilsektor um, 3D-Printing und Blockchain revolutionieren die Produktion, Smart Devices und Networked Platforms globalisieren Dienstleistungen. Die Konsequenzen sind weitreichend.

Der Handelskammer InnovationsCampus
Foto: HSBA / Daniel Sumesgutner

Konzerne holen sich Accenture, BCG & Co. ins Haus, um zu überleben. Doch wie kommt Hamburgs Mittelstand aus dem Hafen ins digitale Zeitalter? Wie werden aus traditionellen Kontoren globale Plattformen? Eine interessante Lösung ist am Adolphsplatz zu finden - wo man es nicht sofort erwartet:


Es ist weder die älteste deutsche Handelskammer, noch die größte deutsche Sparkasse oder die größte deutsche Bank. Hamburgs Chancen liegen im 1. Stock des "Handelskammer InnovationsCampus - HKIC" - gegenüber der Neuen Börse. Es sind jugendlich wirkende Räume von Logistikprofessor Michael Höbig. Der Supply-Chain-Experte weiß, wie Geschäft laufen sollte: Früher digitalisierte er Geschäftsprozesse, heute modelliert er digitale Prozesse.

Unter einem Dach - für ein Ziel: Hamburgs Zukunft.

Wer den futuristischen Neubau das erste Mal betritt, merkt, wohin der Hase läuft: Studenten auf dem Weg in ihre Kurse, Professoren auf dem Weg zu ihren Studenten. Die Hamburg School of Business Adminstration - HSBA - ist hier ebenso zu Hause, wie die Innovations Kontakt Stelle - IKS. Im 1. Stock finden sich die ungewöhnlich bunten Räume - genannt Creative und Working Space. Hier, hinter dem Logo des DI-Labs, entsteht Neues - auf Hamburger Art, ohne heiße Luft und trockene Slides.

Praktiker, Profis & Professoren für die Wirtschaft.


Michael Höbig weiht das DI-Lab ein.
Foto: HSBA / Jörg Meyer
"Wir senken die Einstiegsschwelle zur Digitalisierung für Hamburger Unternehmen", bringt es Prof. Dr. Michael Höbig auf den Punkt. Der Leiter des DI-Lab@HSBA hat seit Juni vergangenen Jahres ein umfassendes Programm für Unternehmen geschaffen. Mit der Kompetenz eines ganzen Professorenteams zu Themen, wie Geschäftsmodelle, IT & Prozessmanagement, E-Business und Data Scienes sowie Experten zu allen wichtigen Querschnittsfunktionen und den wichtigsten Hamburger Branchen, ist das Innovationlab erstklassig aufgestellt.

Hamburger Lösung für die Hamburger Wirtschaft.

Michael Höbig stellt die richtigen Fragen: "Was kann ich mit den aktuellen Möglichkeiten anfangen? Und: Macht es Sinn, über neue Herangehensweisen nachzudenken?" Das DI-Lab hat die Funktion einer praxisnahen Digitalberatung - angesiedelt an der Hamburger Wirtschaftsschule HSBA. Statt einer globalen Strategieberatung einen großen Scheck auszustellen, können Hamburgs Unternehmer auf kurzem Weg am Adolphsplatz ihre Reise in die digitale Welt beginnen. DI-Lab-Leiter Höbig versichert: "Wir sind unverdächtig, den Firmen ein großes Projekt zu verkaufen."

Seminare, Workshops und individuelle Projekte.

"Es geht auch um die Entmystifizierung" digitaler Buzzwords. Die Auseinandersetzung mit dem Thema ist für den Leiter des MBA-Studiengangs Corporate Management "ein willkommener Anlass, sich mit dem eigenen Kundennutzen zu beschäftigen." Der studierte Maschinenbauer macht deutlich: "Nicht alle Firmen müssen unbedingt Digital-pur-Player werden." Das DI-Lab bietet im Kern drei Programme an: 1. Seminare zu Tech-Themen, 2. Workshops als Einsteiger-"Bootcamps" oder Intensiv-"Warrooms" und 3. mehrwöchige Individual-Projekte mit Experten und Coaches.

Mit der HSBA frisches Wissen für die Zukunft.


Zeitgemäße Weiterbildung im DI-Lab der HSBA.
Foto: HSBA / Stephan Wallocha
Mit einem umfassenden Seminarprogramm unterstützt das Professorenteam der Business School Fach- und Führungskräfte bei der Bewältigung der Herausforderungen in der digitalen Welt. Dazu gehören Führungskultur mit Hilfe agiler Transformation, Innovationsmanagement mit Intrapreneurship, Geschäftsprozess-Modellierung mit Design Thinking-Methoden sowie Online-Marketing und E-Business mit digitalisierten Geschäftsprozessen.

Strategien, Digitalisierung und neues Geschäft.

"Wir können Dir aufzeigen, womit Du anfangen und welchen Weg Du bestreiten kannst." Der langjährige Berater hat dazu neben den Seminaren 3-5 tägige Workshops entwickelt und bietet Firmen die Chance, sich mit Teams im DI-Lab einzumieten und mit der Expertise der HSBA-Professoren und spezialisierter Coaches eigene Projekte mit kreativen Methoden umzusetzen, um die eigenen Digitalisierungsziele zu erreichen. Zu den Referenzen zählen u. a. das Maritime Cluster Norddeutschland, Euler-Hermes und der 3D-Druckverband.

Mit der HSBA aus dem Hanse- ins Silicon Valley.

Die Digitalprofis Michael Höbig (l.) und Uve Samuels (r.)
bringen Hamburgs Unternehmer ins Silicon Valley.
Foto: Heiner Köpcke
Wie die digitale Zukunft für Hamburgs Mittelstand aussehen kann, zeigt ein Executive Trip der HSBA vom 15. bis 19. Mai '17 - vom Hansevalley ins Silicon Valley. Das Programm ist bewährt und bereits mit den Studenten der Hamburger Business School erfolgreich umgesetzt worden.

Auf der Besuchsliste stehen u. a. Digitalunternehmen und Tech-Startups zwischen Mountain View, Palo Alto und Santa Clara - dazu ein Rahmenprogramm mit Besuch eines Weinguts und Sightseeing. Gute Gelegenheiten, eigene digitale Möglichkeiten zu entwickeln.

Hamburger Art: "Nicht nur schnacken, machen."

Das Innovationslab der HSBA ist ein gutes Beispiel, wie man die Digitalisierung auch angehen kann: Stück für Stück und Schritt für Schritt. Mit aktuellem Know how aus Wisssenschaft und Praxis - für die Wirtschaft und die Region. Wieder einmal zeigt sich: In Hamburg ist man digitaler, als man glaubt, qualifizierter unterwegs, als man sich zusteht und erfolgversprechender, als man hofft. 


*  *  *

Außerdem im Hamburg Digital Magazin:
HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg.

 Hamburg Digital Background: 

DI-Lab an der Hamburg School of Business Administration

Übersicht Seminare für Unternehmer und Führungskräfte

Übersicht Executive Trip ins Silicon Valley 15.-19.05.2017


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Sonntag, 5. März 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Uve Samuels: Global, dual, digital - Made in Hamburg.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Sie ist die Hochschule der Hamburger Wirtschaft. Sie ist eine Hochschule für die duale Ausbildung des Hamburger Nachwuchses: Die Hamburg School of Business Administration - HSBA - ist eine erste Adresse an Alster und Elbe, wenn es um den Einstieg in eine erfolgreiche Berufslaufbahn geht.


HSBA-Studentin im InnovationsCampus am Adolphsplatz
Foto: HSBA / Marius Heidemann
Mit ihren Schwerpunkten setzt sie auf Berufe, die gefragt sind: Betriebswirte, Wirtschaftsinformatiker und Manager in führenden hanseatischen Branchen: Ob Schifffahrt, Maritime Wirtschaft, Logistik oder Medienwirtschaft - die HSBA bildet den Nachwuchs für ihre mehr als 250 Unterstützer aus der norddeutschen Wirtschaft aus.

Wie digital geht es an einer Hochschule zu, die sich mit der Zukunft der Wirtschaft beschäftigt? Wie fit werden die jungen Studenten gemacht, um im globalen Wettbewerb vorn dabei zu sein? Und was bietet die HSBA der Hamburger Wirtschaft an, den Sprung in die digitale Welt zu schaffen.

Wir trafen den Geschäftsführer der Hamburg School of Business Administration - und waren erstaunt über den digitalen Spirit am Alten Wall und im InnovationsCampus. Unser HANSEPERSONALITY ist Dr. Uve Samuels: 

Sie müssen die HSBA im Fahrstuhl in 20 Sekunden vor dem Vorstandsvorsitzenden eines potenziellen Partners pitchen: Die Frage: Was macht Ihre Hochschule besonders?


HSBA-Geschäftsführer Dr. Uve Samuels
Foto: HSBA / Hinrich Frank
„Global, dual, digital“, diese kurze und präzise Charakterisierung der HSBA durch Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, trifft es auf den Punkt. Dieser einzigartige Mix macht unsere Hochschule besonders. Das waren 5 Sekunden.

Ihre Business School hat eine eigene Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Warum braucht die HSBA einen "Digitalisierungsplan"?

Weil die Welt da draußen digital ist und die Arbeitswelt unserer Studierenden immer digitaler wird. Wenn unseren Kooperationsunternehmen aber der digitale Wandel nicht gelingt, dann brauchen sie uns nicht mehr. Gerade die vielen kleinen und mittleren Unternehmen profitieren durch unsere Recruiting-Tools und die praxisgerechte Qualifizierung.

Starke Kooperationspartner tragen auch zu einer starken HSBA bei. Mit unserer Digitalisierungsstrategie entwickeln wir Kompetenz und Glaubwürdigkeit für die digitale Welt und sorgen dafür, dass wir selbst wettbewerbsfähig bleiben.

Aktuell hat die HSBA fast 1.000 Studierende. Was umfasst die Digitalisierungsstrategie - und wer ist daran im täglichen Lehrbetrieb beteiligt?

Die Digitalisierungsstrategie der HSBA umfasst drei Bereiche: 1. die eigene Organisation, 2. Angebote für unsere Studierenden und 3. Dienstleistungen für Unternehmen. Bei der eigenen Organisation bringen wir die interne Digitalisierung mit einer HSBA-App voran, mit mobilen Webseiten, unserer E-Plattform, einem Skript-Manager und vielen anderen Dingen.

Parallel qualifizieren wir insbesondere in der Anwendung von Methoden, die für Innovationen und digitale Prozesse hilfreich sind. Stichwörter hierzu sind zum Beispiel Design Thinking und Scrum. Unsere Bachelor- und Master-Studierenden können zahlreiche Module und Wahlmöglichkeiten nutzen, um als Digital Natives zu lernen, wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Projekte zu entwickeln.


Der InnovationsCampus mit DI-Lab
Foto: HSBA / Daniel Sumesgutner
Den Unternehmen bieten wir mit dem Digital Innovation Lab@HSBA einen inspirierenden Raum und kompetente Unterstützung bei der digitalen Projektentwickung. Flankiert wird dies durch unsere Weiterbildungsangebote. Mitarbeiter und Geschäftsführer aus Hamburger Unternehmen haben zusammen mit Studierenden der HSBA die Möglichkeit, sich über Seminare und Workshops zu digitalen Themen fit zu machen. Inhouse-Veranstaltungen und mehrwöchige Projektarbeiten mit Experten und Coaches der HSBA unterstützen die Unternehmen dabei, Geschäftsmodelle neu zu denken und den digitalen Wandel zu gestalten - und das immer auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Allen Studierenden und Unternehmen stehen zudem unsere Lounges offen, in denen digitale Geschäftsmodelle, Trends und neue Entwicklungen von Gastreferenten vorgestellt und diskutiert werden, so zum Beispiel Big Data, künstliche Intelligenz, Zustellroboter und vieles mehr. Allein 2016 haben daran über 5.000 Gäste teilgenommen, darunter viele aus KMUs. Auch für 2017 sind wieder viele spannende Lounges geplant. Jeder, der sich für digitale Themen der Wirtschaft interessiert, ist herzlich dazu eingeladen.

Die Hochschule bietet duale Bachelor-Studiengänge und berufsbegleitende Master-Studiengänge an. Welche Studiengänge haben digitale Schwerpunkte?

In den Bachelor-Studiengängen Business Administration mit dem Schwerpunkt Marketing & E-Business, Media Management und Business Informatics beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit Themen aus der digitalen Wirtschaft. In unserem Master-Programm ist das insbesondere der MBA Corporate Management mit dem Schwerpunkt Digital Marketing & E-Business. Aber egal ob Marketing, Vertrieb, Personal, Finanzen oder Internationaler Handel, zum Querschnittsthema Digitalisierung werden in allen Studiengängen der HSBA Kompetenzen vermittelt. Darüber haben wir auch Executive Education als wissenschaftliche Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte.

Gibt es besondere Highlights im Studium, die den Studierenden helfen, anschließend auch international leichter den Anschluss an die digitale Geschäftswelt zu finden?  

Ein besonderes Highlight ist neben den internationalen Projektarbeiten und Exkursionen zu digitalen Themen die Reise ins Silicon Valley. Sie steht Bachelor- und Master-Studierenden sowie Teilnehmern aus Hamburger Unternehmen offen. Wir schauen uns dort Start-ups an und nehmen die Energie und Inspiration des Valleys mit nach Hamburg

In Hamburg gibt es viele Digitalisierungsinitiativen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Welche Player mit welchen Initiativen sind für Sie besonders interessant?


Dr. Uve Samuels im DI-Lab@HSBA
Foto: Heiner Köpcke
Besonders interessant sind für uns alle Spin-In- Projekte von Unternehmen. Die Warburg Bank ist da ein gutes Beispiel, die mit W&Z FinTech GmbH ein eigenes Start-up in der Schanze gegründet hat. Außer bei Banken können aber auch bei Versicherungen und in der Logistik viele spannende und zukunftsweisende Projekte gefunden werden. Ich bin froh, dass die Politik das Thema inzwischen ganz oben auf der Agenda hat - z. B. mit der HUB-Initiative - und den Transfer aus den Hochschulen als Schlüssel entdeckt hat.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Wie gut ist Hamburg in Sachen Digitalisierung aufgestellt - und wo liegen die besonderen Chancen im Kontext Hochschulausbildung?

Die besondere Chance Hamburgs liegt darin, Innovation als Wettbewerbsvorteil noch stärker zu nutzen. Als Hochschule der Wirtschaft sind wir da besonders gefordert. Der Erfolg des Silicon Valleys ist eng mit der Stanford University verknüpft. Davon können wir lernen und daran können wir anknüpfen.

Vielen Dank für die spannende Vorlesung!

Das Interview führte Thomas Keup


*  *  *

Außerdem im Hamburg Digital Magazin:

HANSEFUTURE: Vom Hafen übers Lab zur digitalen Zukunft.

 Hamburg Digital Background: 

Hamburg Scool of Business Adminstration:
www.hasba.de

DI-Lab@HSBA im InnovationsCampus Hamburg:
www.hsba.de/hsba/weitere-einrichtungen/di-lab-hsba/ueberblick/


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Mittwoch, 8. Februar 2017

HANSESTARTUPS: Premiere! Hamburgs Familienunternehmen treffen Hamburgs Startups.



  • Wie können Hamburgs Kaufleute überzeugt werden, mit Hamburgs Startups zu kooperieren?
  • Wie können Hamburgs Stiftungen überzeugt werden, in Hamburgs Startups zu investieren?
  • Wie können Hamburgs Familien- und Jungunternehmer die Zukunft unserer Stadt gestalten?
Diese und ähnliche Fragen haben wir in den vergangenen Monaten u. a. mit digital- und wirtschaftspolitischen Sprechern in der Hamburger Bürgerschaft diskutiert. Diese und ähnliche Fragen haben wir u. a. mit Wirtschaftsförderern und Kammervertretern erörtet. Jetzt werden die Fragen beantwortet - denn Hamburgs etablierte Unternehmerschaft baut einer Brücke zu Hamburgs junger Unternehmerzukunft:

Die Hamburger Zukunftswerkstatt Familienunternehmen

Bringt Familienunternehmen und Startups zusammen:
Prof. Dr. Günther Strunk
Foto: Leuphana
Auf Bitte engagierter Familienunternehmer hat sich das Hamburger Institut für Familienunternehmen um Prof. Dr. Günther Strunk des Themas angenommen und eine Menge für die Zukunft vor. 

Der Auftakt zu den Aktivitäten findet bereits am Freitag, den 17. Februar '17 an der Leuphana Universität in Lüneburg statt - fernab von Pitch-Contests und Jubel-Meldungen. In einem offenen Format werden sich etablierte und junge Unternehmer über ihre Herausforderungen unterhalten und gemeinsame Ansätze zur Zusammenarbeit entwickeln. 

Das Wichtigste: Hamburgs Startups sind eingeladen, dabei zu sein!

Im Rahmen der 3. Zukunftswerkstatt Familienunternehmen diskutieren Familienunternehmer, Startupgründer und Vertreter aus der Wissenschaft die folgenden spannenden Themen und gehen gleich aufs Ganze:

Thema Personal: 
  • Recruitment: Unterschiede bei Familienunternehmen und Startups?
Thema Organisation: 
  • Hierchiefreiheit: Nur für Startups erstrebenswert? 
Thema Innovationen: 
  • Aus Fehlern lernen: Auch nach 100 Jahren?
Thema Kooperationen: 
  • Beteiligung oder Joint Venture: Wo liegt der Win-Win?

Die Leuphana Universität ist Gastgeber.
Zum Auftakt der eintägigen Veranstaltung stellen sich ausgewählte Startups den anwesenden Familienunternehmern vor. In 4 Podiumsdiskussionen werden die Schwerpunktthemen gemeinsam von "Old Boys" und "New Kids" offen diskutiert. Dazwischen gibt es viel Zeit, sich zu vernetzen, zu verabreden, gemeinsame Ideen und Projekte zu entwickeln.

Die Haspa unterstützt die Zukunftswerkstatt.
Die Zukunftswerkstatt wird vom Hamburger Institut für Familienunternehmen zusammen mit der Leuphana Universität Lüneburg organisiert - unterstützt vom Startup-Team der Hamburger Sparkasse. Vertreter von Startups, die jünger als 5 Jahre sind, zahlen lediglich 50,- € Teilnahmegebühr. Eingeladen sind vor allem Startups und Familienunternehmer. Berater brauchen eingesonderte Einladung.

Weitere Informationen gibt es hier im Programmflyer und direkt beim HHIF online unter www.hhif.de. Wir freuen uns, die Brücke zwischen Hamburgs Unternehmerschaft und Hamburgs Startups mit bauen zu können!


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Montag, 2. Januar 2017

HANSEPERSONALITY Dirk Ploss: "Kunden sind wie kleine Hunde. Aber keiner will mit ihnen Gassi gehen.”

Marketer aus Leidenschaft: Dirk Ploss
Foto: Dirk Ploss
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es ist ein Hamburger Jung. Er beschäftigt sich seit 1992 mit Werbung. Er ist ein Marketer mit Leidenschaft. Er baute für einen Essener Kaufhauskonzern eine Marketingberatung auf. Er kümmerte sich um den Markenaufbau und die Markenkommunikation sowie das Online- und E-Mail-Marketing eines Hamburger Versandhauses.

Jetzt baut er das Online Business eines Hamburger Kosmetikherstellers auf - zusammen mit internationalen Handelspartnern. Der Hamburger plädiert für die Stärken des Shoppings vor Ort. Wir interviewten den Marketing- und Branchenexperten auf einem virtuellen Spaziergang über die Mönckebergstraße. Unser HANSEPERSONALITY ist Dirk Ploss:

Du hast das Online-Marketing eines Hamburger Versandhauses mit gestaltet und kümmerst Dich jetzt um Schönheits- und Pflegeprodukte eines Hamburger Kosmetikherstellers. Wo kaufst Du gern ein - online und offline? Und welche Rolle spielt in Deinem Leben Amazon?


Sicherlich gibt es noch ein paar Produkte, die auch ich gern offline einkaufe - Obst, Fleisch und zum Teil auch Bekleidung zum Beispiel. Aber ansonsten bin ich schon zu mindestens 80% Online-Käufer. Und dabei spielt Amazon eine Hauptversorger-Rolle: Ich schaue immer zuerst bei Amazon, nutze Amazon Pantry für Drogeriewaren genauso selbstverständlich wie die Dash Buttons. Nur auf meinen Amazon Echo, auf den warte ich leider immer noch.

Manchmal ärgere ich mich, in Geschäften nur noch Aushilfskräfte anzutreffen. Andererseits ist der Paketversand in vielen Teilen Deutschlands - von DHL bis Hermes - eine Zumutung geworden. Bist Du auch manchmal frustriert?

Natürlich. Gerade bei Versanddienstleistern würde ich mir zuweilen die Option wünschen, “Alles außer X” ankreuzen zu können. Nach meinem Eindruck kann die gesamte Logistikbranche nicht mit dem Wachstum der Anforderungen mithalten. Das finde ich sowohl als Kunde als auch aus professioneller Sicht sehr schade, da diese “letzte Meile” zum Kunden mit die wichtigste in der gesamten Wertschöpfungskette ist.

Was können Online-Händler einerseits und Vor-Ort-Anbieter andererseits besser machen, um mich als Kunden endlich zu begeistern? Schließlich möchte ich gern mit Spaß mein Geld ausgeben, und mich nicht ständig ärgern müssen.

Beide könnten endlich mal anfangen, konsequent vom Kunden aus zu denken - und nicht vom Angebot aus, was hüben wie drüben immer noch der Regelfall zu sein scheint. Für die Onliner würde das den Verzicht auf alle möglichen Bestellhürden, von eingeschränkten Zahlungsmöglichkeiten bis hin zu horrenden Liefergebühren, für die Offliner ein konsequentes Verzahnen von Online und Offline bedeuten. Und eine Wiederbesinnung auf das, was ja angeblich des Offliners große Stärke ist: Persönliche Beratung. Die erlebe ich mittlerweile online oftmals besser als offline.

In einem aktuellen Beitrag der “Hamburger Wirtschaft” wird der Vorschlag diskutiert, dass vor allem die kleinen Händler mit all ihren Produkten auf Plattformen präsent sein sollten, die regional Kunden ansprechen. Was hältst Du von dem Konzept?

Obwohl ich das Konzept grundsätzlich sympathisch finde, stelle ich mir doch auch hier wieder die Frage: Was hat der Kunde davon? Vor allem, wenn er das gleiche Angebot der gleichen Händler auch über den Amazon Marketplace erhalten kann - nur im Zweifel schneller und mit weniger Aufwand? Die Idee, auch kleine Händler ins Netz zu bringen, finde ich prima. Doch den Kunden-Mehrwert von lokalen Plattformen - bis hin zu Plattformen für einzelne Shopping Center -, den kann ich noch nicht so recht erkennen.

Kommen wir zu Dmexco-Buzzwords, wie Voucher-Marketing, Conversion Rate und Re-Engagement: Wenn wir ehrlich sind, kaufen viele Online-Anbieter vorn Kunden teuer ein und werfen Sie nach dem Checkout aus dem Haus. Das ist doch Geldverbrennen, oder nicht?

Ist es. Und es hat sich da in den letzten Jahrzehnten auch nicht wirklich viel verändert: Kunden sind nach wie vor wie kleine Hunde. Erst will sie jeder haben, aber wenn sie dann da sind, will niemand mit ihnen Gassi gehen. Ich persönlich glaube ja immer noch, dass sie irgendwann kommt, die große Kundenbindungswelle. Sehen tu ich sie jedoch leider derzeit noch nicht.

Nur - wieder einmal - Amazon mit ihrer schier unglaublichen Prime-Vorteilswelt, die haben es verstanden. Mit Prime hat Amazon einen hübschen goldenen Käfig gebaut. Und wer will schon auf die kostenlose Musik, die ganzen Filme und Serien, den Cloud-Speicher oder die kostenlose Lieferung verzichten?

Du hast für Startups gearbeitet und kennst Dich bei Hamburger Großunternehmen aus. Wie beurteilst Du den Startup- und Digitalstandort aus Deiner persönlichen Erfahrung? Wird Hamburg mit seiner etablierten Wirtschaft auch in Zukunft vorn mitspielen?

Für Startups und in Sachen Digitalisierung könnte sicherlich - wie überall - noch mehr getan werden. Ich denke aber, dass sich Hamburg hinter anderen Gründungszentren wie Berlin oder München keineswegs verstecken muss. Ganz im Gegenteil: Gerade die traditionelle Wirtschaft mit ihren eng verzahnten Netzwerken und ihrer grundsätzlich weltoffenen Art kann sich für Gründer und Gründungswillige als entscheidender Standortvorteil herauskristallisieren.

Zu guter Letzt: Wo siehst Du als Marketing-, Handels- und Unternehmens-Experte die Stärken von Hamburg? Was macht Hamburg besonders interessant - für Spezialisten, Unternehmer und natürlich auch für Startupper? Was ist das echte “Plus” von Hamburg?

Da ist man als Hamburger natürlich immer ein wenig befangen bei so einer Frage. Ich würde mal sagen: Es ist der Geist der Wirtschaft: Egal ob Industrie, Handel, Medien oder Dienstleistungen, Hamburg lebt mit und von seinen Kaufleuten und der speziellen hanseatischen Art, Geschäfte zu machen. Offen, ehrlich, gerade heraus und vor allem verlässlich. Wenn man dann noch die Lebensqualität hier in Hamburg mit in die Kalkulation einbezieht, ergibt sich eine spezielle “Hamburger Mischung”, die es so kein zweites Mal in Deutschland zu finden gibt.

Vielen Dank für die offenen Worte!

Den Shopping-Bummel begleitete Thomas Keup.



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