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Montag, 15. Oktober 2018

HANSERANKING: Das Digital Ranking Hamburger Banken 2018.

HAMBURG DIGITAL RANKING
- Teil 1- 

Hamburg: Bankenstandort Nr. 2 in Deutschland - mit 25.000 Mitarbeitern, fast 50 Banken und mehr als 40 Fintechs. Bekannte Namen, wie Berenberg, Donner & Reuschel oder Warburg sind rund um die Alster zu Hause. Doch die Gründerstadt von Commerz- und Vereinsbank muss aufwachen: Startup-Banken und Mobile Services, Direktangebote und Online-Transparenz machen Hamburgs Geldhäusern das Leben schwer. Die Digitalisierung ist in der Hamburger Bankenwelt angekommen.


Bankenplatz Hamburg: Wie digital sind die Geldhäuser an der Alster?
Foto: HANSEVALLEY

Die Heimat der ersten Aktienbörse Deutschlands, der ältesten Privatbank Berenberg und der größten Sparkasse der Republik ist im Umbruch: Bankschalter werden geschlossen, Filialen zu Gamingzonen, Senioren lernen Banking auf dem iPad und lokale Onlineplattformen ebnen den Weg zu neuen Geschäftsmodellen. Wie digital sind Hamburgs Banken? Wer ist auch digital noch plietsch? Und wer ist ein Schnacker? Zur Fintech Week 2018 fühlen wir Hamburgs Banken auf den Zahn -  Hamburgs Banken mit und ohne digitale Zukunft:

Wer ist Hamburgs digitale Filialbank? Wer ist Hamburg digitale Onlinebank? Das sind die entscheidenden Fragen im Hamburg Digital Ranking zum Bankenstandort Hamburg. Welche Banken sind echte Aufsteiger? Welche Banken haben gute Zukunftschancen? Welche Banken müssen noch ihre Hausaufgaben machen? Und welche Banken sind mehr analog als zukunftsfähig. Das Hamburg Digital Magazin wollte es wissen. Und hat die Retailbanken vor Ort und im Netz angeschrieben, sich ein eigenes Bild gemacht und ohne Einfluss von Außen gewertet. Zur Fintech Week 2018 veröffentlichen wir das erste Hamburg Digital Ranking zum Bankenplatz Hamburg.

2 Typen, 2 Seiten, 3 Themen, 8 Kategorien.

Für den Bankentest haben wir zusammen mit Bank- und Digitalexperten acht Kategorien zu Digitalisierung, Transformation und Kulturwandel in Filial- und Onlinebanken erarbeitet. In einem Brainstorming wurden interne und externe Faktoren evaluiert und nach Banking- und Nonbanking-Angeboten sowie Vor-Ort und Online- bzw. Mobile-Services kategorisiert. Zur Beurteilung wurden die Presseabteilungen aller neun ausgewählten Geldinstitute mit einem Fragenkatalog zu den acht Kategorien angeschrieben, verbunden mit einer Woche Zeit, uns mit Informationen, Einordnungen und Nachweisen zu überzeugen.



Fragebogen, Recherche + Erfahrungen.

Die Bewertung der digitalen Aktivitäten Hamburger Filial- und Onlinebanken basiert auf drei Säulen: 1. den Antworten der Pressestellen der Hamburger Geldinstitute, 2. der Recherche des Hamburg Digital Magazins in den vergangenen 12 Monaten und 3. den eigenen positiven und kritischen Erfahrungen der Redaktion mit Produkten und Services beteiligter Geldinstitute. Die Auswertung ist eine Kombination der Informationen und Nachweise aus den drei Bereichen der Recherche. Sie erfolgt unabhängig von finanziellen bzw. unternehmerischen Interessen der Geldinstitute.

Fokus: Retailbanken in und aus Hamburg.

Hier sind die neun Geldinstitute: Sind Filial- und Onlinebanken für jedermann, privat oder genossenschaftlich organisiert. Sie bieten Zahlungsverkehr, Geldanlagen und Verbraucherkredite. Sie sind in Hamburg zu Hause, mit Gründern aus Handel oder Handwerk, mit Müttern aus Frankfurt, Frankreich oder Großbritannien. Sie sind lokal, regional oder bundesweit aktiv. Sie sind Partner der Fintech Week - und auch nicht. Diese neun Banken haben wir unter die Lupe genommen und bewertet:

Die HANSERANKING-Teilnehmer:

Barclaycard/Barclays Bank
Comdirect Bank
Edekabank
Hamburger Sparkasse
Hamburger Volksbank
Hanseatic Bank
PSD Bank Nord
Sparda-Bank Hamburg
Sutor Bank

(alphabetisch, Blau: Online- bzw. Direktbanken, Rot: Filial- bzw. Multikanalbanken)

Mit vier Direkt- bzw. Onlinebanken und fünf Filial- bzw. Multikanalbanken haben wir zwei starke Gruppen im Rennen. Mit Edekabank, Hamburger Volksbank, PSD Bank Nord und Sparda-Bank Hamburg sind vier unterschiedliche regionale Genossenschaftsinstitute dabei. Hinzu kommen fünf privatrechtliche Banken einschließlich einer Privatbank (Sutor Bank), einer börsennotierten Aktiengesellschaft (Comdirect Bank), einer freien Sparkasse (Haspa) sowie zwei deutschlandweit aktiven Verbraucherkreditbanken mit französischem und britischem Gesellschafter (Hanseatic Bank und Barclaycard).


Rund um die Alster ist das Merchant- und Private Banking zu Hause.
Aber werden Hamburgs Banken auch die Digitalisierung überleben?
Foto: HANSEVALLEY

Die HANSERANKING-Bedingungen:

Beim Hamburg Digital Ranking sind nur Kreditinstitute teilnahmeberechtigt, die ihren Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg oder der Metropolregion Hamburg haben. Bei Überschneidungen mit benachbarten Städten und Kreisen werden die in Hamburg beheimateten und primär im Stadtgebiet aktiven Institute berücksichtigt. Dies betrifft eine Reihe von Volksbanken und Sparkassen in der Metropolregion, z. T. auch mit Filialen im Hamburger Stadtgebiet.

Zur Teilnahme berechtigt sind nur Geldinstitute mit einem für jedermann zugänglichen Endkundengeschäft mit Zahlungsverkehr, Einlagen und Krediten, sprich Retailbanking. Hamburger Institute, die ausschließlich Private Banking oder Wealth Management für Privat- oder Geschäftskunden sowie Investmentbanking anbieten, sind bei diesem HANSERANKING leider ausgeschlossen, auch wenn Sie eigene Digitalaktivitäten in Hamburg unternehmen.

Die HANSERANKING-Kategorien:

EXTERNE DIGITALE FAKTOREN - Alles Digitale für die Kunden:

BANKING

NON-BANKING

Filiale / Vor Ort
Online / Mobile
Filiale / Vor Ort
Online / Mobile
- App-Schulungen?
- Mobile Apps?
- Community-Bereich?
- Vorteilsprogramm?
- Selbstbedienung?
- Onlinebanking?
- Stadtteiltreffpunkt?
- Lokale Plattformen?


INTERNE DIGITALE FAKTOREN - Alles Digitale in der Bank:

INNOVATIONEN

MITARBEITER

F+E Intern
F+E Extern
Filiale / Vor Ort
Online / Mobile
- Eigene Programme?
- Partnerprogramme?
- Offene Kollaboration?
- Online-Akademie?
- Verbundhubs/-labs?
- Startup-/Beteiligung?
- Digitale Weiterbildung?
- Team-Interaktion?

Am Dienstag veröffentlichen wir die Sieger und Verlierer, die Aufsteiger und die Absteiger, die Macher und die Schnacker - mit spannenden Insides, welche Banken am Standort Hamburg auch in Zukunft nah an den Kunden sein wollen, welche Banken rund um Alster und Elbe schon jetzt hinterher laufen und welche Banken noch gar nicht begonnen haben, von ihrem hohen Ross herunterzukommen. 

Sind Sparkassen tatsächlich so altbacken, wie "graue Mäuse" auf roten Parkbänken signalisieren? Sind Volksbanken tatsächlich so zukunftsfähig, wie das Gemeinschaftsprinzip verspricht? Und können Direktbanken gegen die neue Konkurrenz von dynamischen Startup-Banken mithalten? Am Dienstag - Das HAMBURG DIGITAL RANKING zum Bankenplatz Hamburg. Das wird eine Überraschung ...

HANSERANKING: Das sind die digitalen Banken Hamburg 2018
https://hh.hansevalley.de/2018/10/hanseranking-hamburgs-digitale-banken-gewinner.html

HANSERANKING: Die digitalen Tops + Flops der Hamburger Wirtschaft
hh.hansevalley.de/2018/04/hanseranking-tops-und-flops.html

 Redaktioneller Hinweis: 

Dieser Artikel steht in keinem Zusammenhang mit der in Hamburg ansässigen Online Marketing Agentur Hanseranking GmbH. Die Hanseranking GmbH ist eine Full-Service-Agentur und berät zu Strategieentwicklung und Umsetzung von Online Marketing Maßnahmen. Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.hanseranking.de


 Hamburg Digital Background: 

Finanzplatz Hamburg:
finanzplatz-hamburg.com/de/finanzplatz-hamburg/ueber-uns.html

Fintech Monitor Hamburg:
fintech-hamburg.com/fintech-monitor/

Fintech Week Hamburg:
fintechweek.de/programm/

Donnerstag, 27. April 2017

HANSEBANKING: Next Private Banking aus der Schanze.

Hamburg Digital Report

Wenn Geschäftsbanken Probleme mit ihren Geschäften haben, wenn Filialbanken ihre Filialen schließen, wenn Universalbanken nicht mehr universal tätig sind - dann ist in der Bankenwelt nicht mehr alles in Ordnung: Eine seit 2008 anhaltende Finanzkrise, eine Nullzinspolitik mit weitreichenden Folgen und pfiffige Fintech-Startups, die mit digitalen Angeboten Servicelücken etablierter Player nutzen - all das macht es dem Privat-, Firmen- und Großkundengeschäft etablierter Finanzinstitute zunehmend schwierig. 

Hamburg ist Deutschlands zweitgrößter Bankenstandort. Neben Deutschlands ältester und größter Sparkasse gesellen sich bekannte Geschäftsbanken und vor allem eine Reihe namhafter Privatbanken an Alster und Elbe. Namen, wie Berenberg, Donner & Reuschel, Goyer & Göppel, Hanseatic, Sutor und M. M. Warburg & CO sind hoch angesehen. Was unternehmen Hamburger Privatbanken, um zusammen mit ihrer Kundschaft sicher in die digitale Zukunft zu kommen? Ein Hamburg Digital Report:


Hamburger Stammhaus der Warburg-Bank
Foto: 
Das Jahr 1798. Die Brüder Moses Marcus und Gerson gründen im holsteinischen Altona die Warburg-Bank. Das Geldhaus handelt mit Devisen und Wechseln, finanziert für die Hamburger Kaufleute das Auslands- und Überseegeschäft. Die Merchantbank M. M. Warburg entwickelt sich zur Privatbank. Heute ist die Warburg-Gruppe mit rd. 8 Mrd. € Bilanzsumme, 1.200 Mitarbeitern und 22 Standorten in 13 Städten eine der großen Privatbanken in Deutschland. Das Bankhaus managt Assets seiner Kunden über 50 Mrd. €. Die ältesten Geschäftsbeziehungen gehen auf das 19. Jahrhundert zurück.

Hamburg-Schanzenviertel, Kampstraße 7, unweit der Schanzenstraße. In dem unscheinbaren Bürohaus hat sich die W&Z FinTech GmbH eingemietet. Im Dachgeschoss arbeitet ein junges Team an disruptiven Finanzlösungen. Eine erste Recherche bringt die Multi Digital Banking App "Ownly" zu Tage. Nichts Besonderes, wenn man dem Namen trauen darf. Multibanking-Angebote mit Ahoi-API der Sparkassen oder Figo-API bei der Deutschen Bank sind keine Revolution und entwickeln sich zum Standard. Ein Blick hinter die Kulissen fördert jedoch eine interessante Geschichte zu Tage.

W&Z FinTech - der Digital-Inkubator von Warburg

W&Z FinTech ist keines der Tech-Startups, das mit wenig Kapital aber vielen jungen Mitarbeitern versucht, die Welt zu verändern. W&Z steht für Warburg & Ziegert - die beiden Gesellschafter der jungen Firma. Gründer und Geschäftsführer Nicholas Ziegert erklärt: "Unser Haus muss sich immer an die äußeren Gegebenheiten anpassen." Der Jurist ist seit 11 Jahren in der Warburg-Bank, arbeitete in den Bereichen IPO's, M&A sowie als Assistent im Inhaberbüro an der Ferdinandstraße unweit der Binnenalster. Schließlich übernahm er den Aufbau der Abteilung für digitale Wirtschaft.

Mit dem Corporate-Startup geht Warburg einen eigenen Weg. Es geht um die Fortentwicklung des Stammgeschäfts mit Privatkunden, nicht um die Vergabe von Verbraucherkrediten mittels Amazon-Gutscheinen. Ziegert nennt es "unternehmerisches Engagement auf der grünen Wiese". Dabei kann das junge Team in der Schanze auf das Know-how der Bank zurückgreifen. Damit ist W&Z ein interner Inkubator - vergleichbar den "Liquid Labs" von Otto Group Digital Solutions in der Poststraße am Jungfernstieg. 

"Ownly" - digitale Vermögensverwaltung per App


Homescreen der "Ownly"-App
Foto: W&Z Fintech GmbH
Im Fokus der hauseigenen "Ownly"-App steht die Vermögensverwaltung für jüngere Kunden. Es ist ein "Next Generation Private Banking", z. B. für Söhne und Töchter Hamburger Unternehmer sowie für Selfmade-Unternehmer. In der "Ownly"-App haben Sie die Übersicht über alle Anlagen, z. B. Aktienpositionen, Edelmetalle, Immobilienanlagen, mobile Anlagen wie Boote oder Oldtimer, Unternehmensbeteiligungen, Pferde oder Versicherungspakete einschl. aktueller Rückkaufwerte. Über den verschlüsselten Import der Assets aus den verschiedenen Anlagekonten bekommen die jungen Nutzer einen Gesamtüberblick zu ihrem Vermögen.

"Die Warburg-Bank hat keinen Zugriff auf die Daten von W&Z", versichert Nicholas Ziegert. Zwar ist Warburg Shareholder und Partner von W&Z FinTech. Doch mit "Ownly" geht es nicht um einen neuen Vertriebskanal, in dem man die bankeigenen Produkte "durchchanneln" kann. Der Schlüssel für künftige, nachhaltige Geschäftsbeziehungen ist die Philosophie. Versuchten Geldinstitute bislang vor allem ihre Produkte zu "pushen", geht es in Zukunft immer stärker um die Service, den die Kunden per "Pull-Option" nutzen, wenn sie ihn brauchen.

Vom Finanzstatus zu Analysen und Verwaltung


"Ownly"-Macher Nicholas Ziegert
Foto: W&Z Fintech GmbH
Der langjährige Jurist, erfahrene Banker und Digitalscout bei M. M. Warburg & CO Nicholas Ziegert, bring das Ziel für "Ownly so auf den Punkt: "Be your own bank!" Kunden können ihre Anlagen transparent und eigenverantwortlich überschauen. Dann können sie informiert und die für sie besten Optionen auswählen und schließlich qualifizierte Entscheidungen auf Grundlage umfassendem Wissens treffen. Wenn die jungen, vermögenden Kunden den Informationsservice von "Ownly" schätzen, können sie im nächsten Schritt über die App auch Order auslösen.

"Ownly" könnte sich zu einer eigenen Plattform entwickeln und so das "Next Private Banking" werden. Um zu einem eigenständigen Bankingservice zu werden, sollen im nächsten Schritt Ziele und Erwartungen der Kunden in der Vermögensanlage berücksichtigt werden. Dazu bekommt die App eine Reihe von Analysetools zur Vermögensaufstellung, die die User individuell einsetzen können. Ziel ist es, für die Kunden individuell relevante Informationen und Angebote zur Verfügung zu stellen.

Next Gen Private Banking aus der Schanze

Eine künftige Banking-App aus dem Schanzenviertel könnte drei Bereiche umfassen: 1. Ein anbieterunabhängiger Zugang zu Finanzprodukten, 2. Digitale Entscheidungshilfen zur Vermögensverwaltung und 3. Individuelle Beratung mittels elektronischer Kommunikation zu komplexeren Themen, wie Anlagestrukturen oder Nachfolgethemen. Unter dem Strich könnte "Ownly" nicht zulet
zt dank des Know-hows der Mutterbank eine vollwertige Vermögensberatung werden, die via App transparente Informationen, zeitgemäße Kommunikation und passende Möglichkeiten der Kapitalanlage bietet.

Wenn eine der ältesten deutschen Privatbanken im 220. Jahr ihres Bestehens mit einem eigenen, digitalen Schnellboot im Schanzenviertel die nächste Generation vermögender Kunden abholt, stellen sich zu Recht einige interessante Fragen: Welche Impulse kann W&Z FinTech für das "Mutterschiff" liefern? Was kann der einstigen Handels- und heutigen Privatbanken-Gruppe helfen, die digitale Zukunft zu meistern? Und wo disruptieren digitale Produkte und Services das Stammgeschäft von Warburg? 

Nicht zuletzt stellt sich die Frage nach künftigen Bankstrukturen: Wie sehen Bankberater und Vermögensverwalter in Zukunft aus? Bekommen wir "Digitalberater", die oberhalb des Standardgeschäfts die individuelle Anpassung digitaler Angebote vornehmen? Kein leichtes Thema in einem Verbund von Privatbanken und internationalen Tochtergesellschaften. Vielleicht finden die engagierten Jungbanker in der Kampstraße ja noch mehr interessante Antworten für die digitalen Veränderungen im Privatbanking am künftigen digitalen Finanzplatz Hamburg.


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  Hamburg Digital Background: 

Die W&Z FinTech GmbH und "Ownly"
https://www.ownly.de/page/das_unternehmen.php

Die Ownly-App im iOS App-Store
https://itunes.apple.com/de/app/ownly/id1070019716?ls=1&mt=8

Die M. M. Warburg & CO Privatbank

http://www.mmwarburg.de/de/