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Sonntag, 29. September 2019

HANSEPERSONALITY Christoph Lymbersky: Die Chance, eine neue Technologie für die Wirtschaft zu gewinnen.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Geschäftsführer Christoph Lymbersky im Gespräch mit Peter Tschentscher.
Foto: HANSEVALLEY

Mit mehr als 750 Teilnehmern aus aller Welt, 80 Referenten aus EU, UN und Club of Rome, mit hoffnungsvollen Hochtechnologie-Startups, hochspezialisierten Blockchain-Dienstleistern und hochkarätigen Repräsentanten aus Politik und Gesellschaft ist die BLOCKCHANCE Conference 2019 in Hamburg auf Anhieb zu einer der wichtigsten Netzwerk-Plattformen der nationalen und internationalen Blockchain-Szene geworden. 

Neben dem ersten, lizenzierten Bitcoin-Geldautomaten Deutschlands machte der neue, Hamburger Blockchain Fonds BLOCKCHANCE Ventures von sich reden. Der privat initiierte Venture Capital-Anbieter stellte sich im Rahmen der internationalen Blockchain-Konferenz der internationalen Tech-Community, der Hamburger Spitzen aus Politik und Digitalbranche und der Fach- und Wirtschaftspresse vor. Unser HANSEPERSONALTIY ist BLOCKCHANCE Ventures Co-Founder und Geschäftsführer Christoph Lymbersky:

Ihr seid auf der BLOCKCHANCE Konferenz offiziell gestartet, damals noch unter dem Namen BlockRock Ventures. Wie kommt es zu dem neuen Namen, der ja sehr ähnlich dem der Konferenz von Fabian Friedrich ist?

Das ist richtig, die Ähnlichkeit ist auch beabsichtigt. Nach der Konferenz, die für uns ja auch ein Auftakt war, mit dem Projekt an die Öffentlichkeit zu gehen, haben sich sehr viele Dinge und tolle Chancen ergeben. Eine davon ist, dass Fabian mit seiner BLOCKCHANCE-Firma bei uns eingestiegen ist und damit unser Ziel, ein ganzheitliches Ökosystem aufzubauen, noch viel näher gerückt ist. 

BLOCKCHANCE Ventures stellt Kapital, Erfahrungen und Acceleration-Services zur Verfügung.

Dieses Ökosystem heißt BLOCKCHANCE und bietet Gründern eine einmalige Plattform, Ihr Unternehmen schnell und gezielt aufzubauen. Die BLOCKCHANCE Conference bringt dafür die Welt nach Hamburg und stellt ein einzigartiges Netzwerk zur Verfügung. BLOCKCHANCE Ventures stellt das nötige Kapital, Erfahrungen und Acceleration Services zur Verfügung, um Blockchain-Unternehmen erfolgreich und nachhaltig zu skalieren.

Die BLOCKCHANCE Konferenz 2019 war die Premierenplattform für den Venture Fonds in Hamburg. Wie war das Feedback auf die geplanten Ventures Capital-Aktivitäten an Eurem Stand und auf die Medienberichterstattung in Handelsblatt & Co.?

Wir waren sehr angetan von dem äußerst positiven Feedback. So konnten wir in der BLOCKCHANCE Anwendermesse sehr interessante Gespräche mit Startups führen. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir haben ein paar Blockchain-Produktindeen kennengelernt, in die wir sofort hätten investieren können. 

Blockchain-Hub für Startups in der Pre-Seed-, Seed- und Early Stage-Phase.

Darüber hinaus ist die BLOCKCHANCE Konferenz für uns eine erstklassige Plattform, auf der wir unsere Planungen für einen Blockchain-Hub für Startups in der Pre-Seed-, Seed- und Early Stage-Phase vorstellen konnten - ob beim Rundgang des Ersten Bürgermeisters, bei unserer Präsentation auf der großen Bühne oder auf der Programm-Pressekonferenz bei Osborne Clarke.

Gehen wir gemeinsam ans Eingemachte: Was ist BLOCKCHANCE Ventures und was können Blockchain-Startups von Euch konkret erwarten? Schließlich ist die Entwicklung der Technologie laut Gartner noch in einer sehr frühen Phase. 

Absolut! Wir erwarten in diesem und im kommenden Jahr eine erste, kleinere Welle an Blockchain-Startups, die in den Markt drängen. Genau darauf bereiten wir uns jetzt vor: BLOCKCHANCE Ventures ist in aller erster Linie ein Frühphasen-Investor für Hochtechnologie-Startups rund um die Blockchain und weitere Distributed Ledger-Technologien. Wir planen sowohl in Deutschland als auch europaweit in zukunftweisende Ideen und Konzepte zu investieren. Dies können im Early Stage-Bereich bis zu 1 Mio. € sein. 

Wir laden pro Jahr bis zu 3 Startups ein, ihr Produkt zu bauen und ihr Geschäft zu entwickeln.

Im Blickfeld der Blockchain-Community und unserer Hamburger Partner steht darüber hinaus unser 2. Element, dass eigentlich den Beginn macht: der Blockchain-Accelerator. Hier laden wir pro Jahr bis zu 3 Startups aus ganz Europa nach Hamburg ein, ihr Produkt zu bauen und ihr Geschäft zu entwickeln. In der Ausbaustufe werden bis zu 30 Startups im Hub arbeiten. Dafür unterstützen wir ein Team über ein Jahr mit bis zu 300.000,- € plus Support in Rechtsfragen, Personal, Marketing und PR im Wert von mehr als 80.000,- €. 

Acceleratoren gibt es bekanntermaßen wie Sand am Meer. Kaum eine Region, kaum ein Thema, dass nicht seine Startup-Brutkästen hat, in Hamburg u. a. in den Themen Online-Marketing, E-Commerce oder Letzte Meile. Warum sollte ich als Gründer mit einer spannenden Idee zu BLOCKCHANCE Ventures kommen - und nicht nach Berlin gehen? 

Unsere Recherche der deutschen und europäischen Acceleratoren-Landschaft hat gezeigt, dass die meisten Hubs und Labs dieser Art nicht wirklich funktionieren. Dies hat vor allem 2 Gründe: Zum Einen ist die Zeit der Betreuung mit 3 bis 6 Monaten zu kurz und zu oberflächlich, um wirklich ein Produkt zu entwickeln und sein Business-Modell auszureifen. In der kurzen Zeit können die Startups bestenfalls ihren Pitch feinschleifen und werden dann schon vom nächsten Batch abgelöst. 

Ein Teufelskreislauf, der zu Lasten des Produkts, der Professionalisierung und des Teams geht ...

Zum Zweiten ist die finanzielle Unterstützung mit 20.000,- oder 30.000,- € für eine frühzeitige Unterstützung viel zu niedrig - von 10% Anteilen, die bereits abgegeben werden müssen, ganz abgesehen. Die Folge: Die Gründer müssen sowohl während des Programms als auch danach ständig auf Pitch-Contests präsentieren, um überhaupt ihre Miete bezahlen zu können. Das ist ein Teufelskreislauf, der zu Lasten des Produkts, der Professionalisierung und des Teams geht. 

Nochmal nachgefasst: Was macht Ihr im Kern anders, als die anderen? Und was macht Euch sicher, mit einer eigenen Ausrichtung des Venture Capital-Themas für Hightech-Startups besser zu liegen, als andere große und kleinere Programme mit z. T. namhaften Investoren?  

Wir haben 2 übergeordnete Ziele, die unser Handeln bestimmen: 1. Wir wollen das Kapital unserer Fonds-Investoren nicht verbrennen, sondern es nachhaltig mehren. Und 2. Wir wollen die Zeit, die Energie und das Engagement hoffnungsvoller Gründer, ihrer Teams und Tech-Experten nicht vergeuden, indem wir sie auf eine Schiene setzen, die sie in die Sackgasse führen kann. 

1. Zeit und 2. Kapital. Beides wollen wir echten Potenzials zur Verfügung stellen.

Damit aus einer hoffnungsvollen Idee ein marktreifes Produkt und eine erfolgversprechende Vermarktung werden, bedarf es aus unserer Sicht unterm Strich 2 Dinge: 1. Zeit und 2. Kapital. Beides wollen wir echten Potenzials zur Verfügung stellen. Und da wir mit unserem langjährigen VC-Know how vorher sorgfältig auswählen, müssen wir keinen "Durchlauferhitzer" betreiben, der für alle Seiten langfristig zu einer Enttäuschung werden kann. 

Du hast von Fonds gesprochen und von Eurem langjährigen Know how in der Finanzwirtschaft. Gib uns einen kleinen Einblick, mit welchem Background ihr Eurer Unternehmen startet, wer mit an Board ist und wie das für Hightech-Startups spannend sein kann?

BLOCKCHANCE Ventures ist in erster Linie Teamwork. Mit Fabian Friedrich haben wir einen erfolgreichen Seriengründer, langjährigen Marketer und wichtigen Netzwerker der Europäischen Blockchain-Community an Board. Fabian ist Veranstalter der BLOCKCHANCE Conference, Mitgründer des Hanseatic Blockchain Institutes und bringt die Tech- und Business-Szene ein einen Tisch - und den unserer Portfolio-Unternehmen. 

Dieses Know- und Do how ist Gold wert für den Aufbau eines Technologie-Programms. 

Ich selbst bringe eine Reihe von Jahren praktischer Erfahrung im Bereich Venture Capital mit, u. a. bei Deutsche Telekom Capital Partners, T-Venture, M2P Consulting und Global Ventures. Als verantwortlicher Partner und Geschäftsführer kenne ich das Venture Capital Thema von der Gründung und dem Management eines Fonds über die passende Investmentstrategie bis zum Thema Exit. Ich bin überzeugt, dies wird für unsere Investoren wie für unsere Ventures eine sehr hilfreiche Grundlage sein. 

Dann müssen wir über die nächsten Schritte sprechen: Wann werden Eure Investment-Möglichkeiten stehen, wann könnt Ihr in die ersten Startups investieren und wie sieht die Zeitachse für das Programm insgesamt aus? 

Das Wichtigste vorweg: Wir wollen - wenn alles gut geht - mit Beginn des 2. Quartals 2020 die ersten Startups in den BLOCKCHANCE Hub nach Hamburg einladen und unterstützen, also Anfang April 2020. Davor ist allerdings noch viel Arbeit zu leisten: Wir planen 2 Fonds mit 5 Mio. € für die Pre-Seed-Phase und 30 Mio. € für die Seed- und Early-Stage-Finanzierung. Wir gehen davon aus, diese Fonds bis zum Jahresende durch die Finanzaufsicht genehmigen lassen zu können. 

Die Strategie ist am Ende nachhaltiger für die Startups und gewinnversprechender für die Investoren.

Unser Programm ist auf bis zu 2 Jahre ausgelegt. In dieser Zeit nehmen wir den Gründern alles ab, was Sie davon abhalten könnte, ihre Firma aufzubauen. Hierfür bieten wir Ihnen viele Acceleration-Services und genug Kapital, um das zu tun was sie am besten können: ihr Produkt entwickeln. Diese Strategie ist am Ende nachhaltiger für die Startups und gewinnversprechender für die Investoren, da wir aktiv mitarbeiten, die Unternehmen erfolgreich zu machen. 

Wir setzen weniger auf "Quick Wins", sondern für alle Seiten nachhaltige Investments. 

Hierfür werfen wir alles in die Waagschale, was die BLOCKCHANCE-Plattform und das Netzwerk zu bieten haben. Damit ist auch klar, dass wir weniger auf "Quick Wins" setzen, sondern für alle Seiten nachhaltige Investments eingehen wollen. Ich bin der Überzeugung, dies ist für ein Hochtechnologie- und Wirtschaftsthema genau der richtige Ansatz. 

Jetzt haben wir einigen Startups den Mund wässerig gemacht: Wer kann sich bei Euch bewerben, ab wann kann man sein Slidedeck einschicken und wer ist besonders interessant für Euch und die Unterstützung "Made in Hamburg"?  

Die Blockchain und weitere Distributed Ledger-Technologien werden aus unserer Sicht ihr Potenzial insbesondere in wichtigen Leitbranchen, wie der Finanzwirtschaft, dem Handel und der Logistik oder auch in der Automobilwirtschaft entfalten können. Daher sind Ideen für B2B-Geschäftsmodelle natürlich besonders interessant für uns. Aber wir schränken uns in keiner Weise ein. Wichtig ist die Idee und die geplante Umsetzung - und da lassen wir uns gern überraschen. 

Wir möchten interessante Gründer gern persönlich kennenlernen.

Bewerbungen für BLOCKCHANCE Ventures können ab sofort jederzeit eingereicht werden. Wir haben auf unserer neuen Homepage unter www.blockchance.vc alle wichtigen Kontaktdaten und stehen für ein Telefonat oder einen Kaffee gern persönlich zur Verfügung. Denn wir möchten interessante Gründer gern persönlich kennenlernen. Es ist kein Geheimnis, dass neben der Idee das Team den Ausschlag für den Erfolg gibt. 

Ihr habt als Gründer viele Jahre weitreichender Erfahrungen im Geschäftsleben rund um Alster und Elbe. Hand aufs Herz: Was läuft aus Eurer Sicht in Sachen Tech-Startups, Startup-Förderung und Innovationen heute schon richtig gut? Und wo wünscht Ihr auch - nicht zuletzt für das Thema Blockchain - aktiven Support der Stadt?

Die BLOCKCHANCE Conference 2019 hat gezeigt: Blockchain ist auf der Tagesordnung des Ersten Bürgermeisters ebenso, wie des Wirtschaftssenators. Der Support der Konferenz und damit des Themas war hervorragend. Jetzt geht es um die Verankerung der Community auf dem Weg zur Blockchain-Metropole. Hier kann die Stadt in der Unterstützung der Technologie-Unternehmen, der Branchenvereinigung und der Community Akzente setzen. 

Anschubförderung ist ebenso wichtig, wie Ausdauer und die richtigen Akzente in der Innovationspolitik.

Hamburg hat die einmalige Chance, ein neues, allumfassendes Technologiethema für seine Wirtschaft zu gewinnen und die digital-vernetzte Zukunft seiner Leitbranchen zu fördern. Dabei ist die Anschubförderung ebenso wichtig, wie Ausdauer und die richtigen Akzente in der Innovationspolitik. Dass der Senat das Thema in seine Innovationsstrategie aufnehmen will, ist für mich ein guter und richtiger Schritt. 

*  *  *

Herzlichen Dank für die offenen Worte!
Das Interview führte Thomas Keup

 Hamburg Digital Background: 

BLOCKCHANCE Ventures:

BLOCKCHANCE Conference:

Hanseatic Blockchance Institute:

Freitag, 16. August 2019

HANSEBLOCKCHAIN: Internationale Blockchain-Community tagt in der Handelskammer

HAMBURG BLOCKCHAIN MAGAZIN

Die global-vernetzte Blockchain - Vertrauen ist die Zukunft im Internet.
Foto: HANSEVALLEY

Mit mehr als 750 Wissenschaftlern, Technologieexperten und Wirtschaftsvertretern, Politikern und Medienvertretern aus Hamburg, Deutschland, Europa und aller Welt ist am Freitag-Morgen in der Handelskammer Hamburg die 2. BLOCKCHANCE Conference eröffnet worden. Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eröffnete als Schirmherr mit einem Grußwort die deutschlandweit größte Fachtagung für die global-verteilte Datenbank-Technologie:


Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher:
"Damals gab es in Hamburg den Letter of Credit -
heute kann es die Blockchain werden."
Foto: HANSEVALLEY


Blockchain ist eine zukunftsweisende Technologie, die immer breitere Anwendung findet. Datensicherheit, Vertrauen und Verlässlichkeit sind gerade in der digitalen Welt von großer Bedeutung. Die hochkarätig besetzte BLOCKCHANCE Conference unterstreicht das wachsende Interesse an dieser Technologie, die wir für die Digitalisierung und Innovation in Hamburg nutzen wollen.” Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher bringt die Bedeutung der - laut The Economist - globalen "Trust machine" auf dem Punkt.


Die weitreichende Entwicklung der verteilten Datenbank-Technologie für die Hamburger Unternehmen aus traditionellen Branchen wie der Logistik und dem Energiehandel pointierte Heiko Wandrey, Vorsitzender des Innovationsausschusses der Handelskammer, zur Eröffnung im Albert-Schäfer-Saal der "Neuen Börse" auf den Punkt:


Die Handelskammer ist Gastgeber für die Zukunftstechnologie Blockchain.
Foto: Handelskammer Hamburg

Die Blockchain-Technologie wird immer wichtiger für Unternehmen aller Größen und aller Branchen – auf der ganzen Welt und natürlich auch in Hamburg. Besonders im Bereich der Logistik und der Energie gibt es viele innovative und erfolgreiche Projekte und ich bin sicher, dass andere Branchen bald nachziehen werden. Als Handelskammer unterstützen wir mit dem ’Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum’ vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei, das ökonomische Potenzial dieser vielversprechenden Technologie zu erkennen und im eigenen Betrieb Anwendungsbereiche zu finden.


Was lokale Multimedia-Veteranen der 12%-SPD für eine Sternschnuppe ohne nachhaltige Bedeutung halten und wem Startup-Netzwerke jetzt kopflos hinterher hecheln, ist an der alt eingesessenen E-Commerce- und Online-Marketing-Szene rund um Binnen- und Außenalster längst vorbeigezogen. Dazu Fabian Friedrich, Veranstalter der BLOCKCHANCE Conference Hamburg:


Initiator und Veranstalter Fabian Friedrich.
Foto: Karsten Eichhorn

“Mit mehr als 50 vornehmlich jungen Unternehmen, 5 Veranstaltern von führenden Konferenzen und Netzwerken, 3 wissenschaftlichen Einrichtungen, einem eigenen Branchenverband und zahlreichen namhaften Anwendern in Produktion, Handel und Dienstleistung entwickelt sich Hamburg zu einem der führenden Standorte für die Blockchain-Technologie in Deutschland. Was vor einem Jahr eine Vision war, wird durch praktische Forschung, Pilotprojekte und die Beteiligung der Industrie zu einem Alleinstellungsmerkmal der Freien und Hansestadt Hamburg."

Von 0 auf 100: Die Blockchance-Konferenz in Hamburg:
750+ Gäste aus aller Welt aus Politik, Wirtschaft + Gesellschaft.
Foto: HANSEVALLEY


Die internationale BLOCKCHANCE Conference ist nicht allein: Führend engagierte Technologie- und Beratungsunternehmen wie IBM, Deloitte, Osborne Clarke und Sopra Steria supporten die Wirtschafts- und Gesellschaftskonferenz ebenso, wie maßgebliche Netzwerke an Alster und Elbe, z. B. das Digitalcluster Hamburg@work, die CIO- und CDO-Vereinigung IT-Executive Club Hamburg, der Finanzplatz Hamburg, ThIS! The Interface Society und der VDI Hamburg.

"Dank der engagierten Unterstützung starker und visionärer Partner aus Wirtschaft und Politik ist die BLOCKCHANCE Conference ein entscheidender Treffpunkt für Technologie, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Kontext der dezentral vernetzten Datenbank-Technologie. Wir freuen uns, mit dieser Plattform unsere Stadt mit ihrer starken Wirtschaft, ihrer Verwaltung und der Gesellschaft zu unterstützen, in die digital-vernetzte Zukunft zu starten.”


Eines der Highlights auf der BLOCKCHANCE 2019:
Der 1. Bitcoin-Geldautomat von Sutor Bank und Spot9.
Foto: HANSEVALLEY

Internationale Keynotes, Diskussionen und Panels zur vernetzten Zukunft
Mit 77 Sprechern aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden ebenso, wie aus China, Dubai und den Vereinigten Staaten sowie mit ihren 16 Panels ist die "BLOCKCHANCE" eine der größten Konferenzen in Deutschland zu den technologischen Möglichkeiten und gesellschaftlichen Konsequenzen der globalen Distributed Ledger Technologien. Die Auftakt-Keynote hielt am Morgen Marc Buckley, Advocat des UN-Entwicklungsprogramms SDG für Nachhaltigkeitsziele und Experte des Weltwirtschaftsforums.

Globale Chancen, Facebook’s Libra und die deutsche Automobilindustrie

Zu den weiteren Highlights der 2-tägigen Konferenz mit über 20 nationalen und internationalen Ausstellern gehören internationale Keynotes von Vertretern des Club of Rome, der Europäischen Kommission und der Vereinten Nationen, Talks und ein exklusives Panel mit 5 namhaften Experten zur geplanten Corporate Money Libra von Facebook sowie eine Diskussion mit Innovatoren von BMW, Daimler und VW zum Einsatz der Blockchain-Technologie in der deutschen Automobilindustrie.


Politik trifft Blockchain Startup-Förderung für Hamburg:
Peter Tschentscher lernt BlockRock Ventures kennen.
Foto: HANSEVALLEY

Hamburgs Blockchain-Accelerator und Startup-Contest mit 50.000,- €

Besondere Aufmerksamkeit richtet die BLOCKCHANCE auf das Thema Startup-Förderung. Im Rahmen einer Keynote gibt der Presenting Partner BlockRock Ventures Accelerator am Freitag-Nachmittag seinen Einstand. Der internationale Investor und Startup-Förderer Evan Luthra (Startup Studio) stiftet für den "BC19 Evan Luthra Startup Award" ein Preisgeld von 50.000,- € für den Sieger des Pitch-Wettbewerbs am 2. Konferenztag.

Willkommen im Hamburger "Blockchain Kindergarten" für jedermann

Für alle Neugierigen First Mover, Early Adaptor und Techis bietet die BLOCKCHANCE am Samstag zwischen 12.00 und 15.00 Uhr kostenfreien Eintritt zur integrierten Messe. Dann erklären 5 Schüler im "Blockchain Kindergarten" allen Interessenten auf Einladung des Hanseatic Blockchain Instituts die global-vernetzte Datenbank-Technologie, gefolgt von einer praktischen Mitmach-Session, seine ganz persönliche Blockchain zu bauen und gleich mit nach Hause nehmen zu können.

Einer der jüngsten Blockchain-Fans auf der Konferenz:
Der Hamburger MOIA-Hund "Karl".
Foto: HANSEVALLEY

*   *   *

 Hamburg Digital Background: 

BLOCKCHANCE Conference Hamburg 2019
www.blockchance.eu

BlockRock Ventures Accelerator, Hamburg
www.blockrock.eu

Blockchain Summer Hamburg 2019
www.blockchainsummer.com

Hanseatic Blockchain Institute, Hamburg
www.blockchaininstitute.eu

Blockchain Research Lab, Hamburg
http://www.blockchainresearchlab.org

Sonntag, 9. April 2017

HANSEPERSONALITY Prof. Dr. Günther Strunk: Familienunternehmen + Startups? Es geht um Unternehmertum!

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Startups haben große digitale Ideen, die oftmals nicht fliegen. Mittelständler haben ein erfolgreiches Geschäft. das in der digitalen Welt droht, abzustürzen. Beide haben ein Problem, was ihr Geschäft angeht. Und beide sind in Hamburg zu Hause.


Prof. Dr. Günther Strunk, Leiter des HIF
Foto: Günther Strunk
Eine der interessantesten Fragen zur Lösung lautet: “Wie kommen Hamburgs "Pfeffersäcke" mit Hamburgs "Jungspunden" zusammen?” Mitte Februar trafen sich an der Leuphana-Universität in Lüneburg erstmals 60 Startupgründer und Familienunternehmer zum branchenübergreifenden Kennenlernen.

Die Zukunftswerkstatt Familienunternehmen ist der Auftakt zu einer Reihe von Aktivitäten, um "Pfeffersäcke" und "Jungspunde" an einen Tisch zu bekommen. Der Kopf dahinter ist Leiter des Hamburger Instituts für Familienunternehmen. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Günther Strunk.


Die Zukunftswerkstatt unter dem Titel “Familienunternehmen meets Startups” hat im Vorfeld für interessierte Blicke in der Hamburger Tech- und Startup-Szene gesorgt. Wie ist aus Ihrer Sicht das erste Treffen Hamburger Familienunternehmer und Startups verlaufen? Und welche Erfahrungen nehmen Sie für künftige Events mit?

Aller Anfang ist schwer, aber das Interesse und der Zuspruch der Startup-Szene hat uns trotz der Kurzfristigkeit der Einladung überzeugt. Bei den Familienunternehmen ist sicherlich noch mehr Aufklärungsarbeit von Nöten, um die Bedeutung solcher Zusammentreffen klar zu machen und das aktive Mitwirken hieran zu verdeutlichen.



Die Zukunftswerkstatt Familienunternehmen lud zum
Austausch mit Hamburger Tech-Startups
Grafik: HHIF
Die anwesenden Familienunternehmen waren wie auch die Startups von der Veranstaltung überzeugt und würden gerne auch zu zukünftigen Events kommen. Für die Zukunft heißt dies: Familienunternehmer noch gezielter ansprechen, konkrete Fragestellungen formulieren und vielleicht beim nächsten Event nicht nur die tolle Unterstützung der Leuphana Universität geniessen, sondern einmal die kurzen Wege in Hamburg.

Die Stadt Hamburg beabsichtigt mit Unterstützung der Förderbank IFB im Rahmen des geplanten “Innovations-Wachstums-Fonds” privates Kapital Hamburger Family Offices in schnellwachsende Startups zu investieren. Was halten Sie von der Idee und kann das Konzept aufgehen, privates Kapital für Startups zu gewinnen?


Family Offices als die Vermögensverwalter von vermögenden Privatpersonen, die quasi als Finanzinvestoren Startups das nötige Kapital zur Verfügung stellen, sind wichtig und gut. Besser ist es aber, potente Familienunternehmen als strategische Investoren zu gewinnen, die sich nicht nur mit Kapital sondern auch mit Ressourcen einbringen und als Influencer notwendige “Türen” öffnen. 

Wir sollten uns nicht an der Startup-Szene in den USA mit ihren gewaltigen Kapitalmöglichkeiten orientieren. Deutschland hat mit den Familienunternehmen vermutlich viel mehr für die Startups zu bieten. Wenn man es gut macht: “Statt Geld für die Gründer eine Perspektive und die Chance auf eigene Prosperität und eigenes Vermögen der Gründer”.

DailyDeal-Gründer und Earlybird-Partner Fabian Heilemann sagt bei uns im Interview, dass er mit seinem VC-Fonds “auch große Wetten eingehen und einige gewinnen muss”. Können Millionen-Wetten auf unerfahrene Gründer und fehlende Erfahrung langfristig aufgehen - oder gewinnt am Ende die Bank?

Ich verfüge nicht über die Erfahrung von Fabian Heilemann, aber man wird schon nachdenklich, wenn man, damit das Investment auch aufgeht, glauben muss, dass das Startup mit den 20-jährigen Gründern ohne Branchenkenntnis in der Lage ist, das Problem der Branche zu identifizieren, die technische Lösung gefunden zu haben, die disruptiv eine langjährig existierende Branche “aus den Angeln” hebt und dann auch noch dasjenige ist, das aus der technischen Idee ein funktionierendes und erfolgreiches Produkt zu bilden in der Lage ist.

Im Sinne einer Selbsterfahrung von Investoren oder einer anektotischen Evidenz drängt sich der Eindruck auf, dass Investments in Startups nur Sinn machen, wenn man ein risikodiversifiziertes Portfolio an Beteiligungen schafft. Dieser Portfoliogedanke entspricht mehr der Denke der Finanzinvestoren, denn der langfristig orientierter strategischer Investoren.

Familienunternehmer haben langjährige Erfahrung mit Kunden, Partnern und den Veränderungen am Markt - dazu die finanziellen Möglichkeiten, das eigene Geschäft auf die nächste Stufe zu heben. Wie können erfahrene Hamburger Firmeninhaber jungen Gründern ganz konkret helfen, das Geschäft zum Fliegen zu bringen?

Familienunternehmen sind hinsichtlich ihrer Investitionen zumeist keinen Analysten oder den Kapitalmärkten Rechenschaft schuldig und können daher in Ruhe strategische Überlegungen umsetzen und hierbei trotz hyperaktiver und höchst kompetitiver Märkte auch für Startups einen verlässlichen Ruhepol bilden. 

Aber auch das gesamte Know how zum Aufbau eines “echten” Unternehmens mit zahlreichen Mitarbeitern, mit internen Spezialisierungen sowie entsprechend strukturierten Ressourcen kann dem Startup helfen, höchst effizient auf die nächste notwendige Entwicklungsstufe der Unternehmensbildung zu kommen. Welche tatsächliche Ausgestaltung und rechtliche Form solche Arten der Zusammenarbeit annehmen ist sicherlich wichtig, darf aber nicht überbewertet werden, da es hierfür ausgezeichnete “Handwerker” (z. B. Rechtsanwälte und Steuerberater) gibt.

Jungunternehmer kennen sich mit digital-vernetzten Möglichkeiten aus und besitzen das Engagement und den Durchsetzungswillen, ihr Unternehmen auch gegen größere Widrigkeiten aufzubauen. Welche Stärken können Startup-Gründer in eine Partnerschaft mit etablierten Familienunternehmern einbringen?

Im positiven Sinne die Unbekümmertheit, alles zunächst zu hinterfragen und danach vielleicht in Frage zu stellen. Dies oftmals nicht in einer besserwisserischen Art, sondern anhand eigener Erfahrungen mit selbsterlebten Situationen der vollständigen Änderung des Geschäftsmodells (Pivoteffekt). 

Der Umgang mit Fehlern, unbestritten entscheidend für eine positive Innovationskultur in Unternehmen, ist den Gründern anders als vielen Familienunternehmen geläufig und kann die Unternehmenskultur der Familienunternehmen bereichern. Ähnliches gilt sicherlich auch für die interne Kommunikation und ein stückweit auch für die Überwindung von Hierarchien. Positiv kann dies nur wirken, wenn sich die Familienunternehmen hierauf einlassen.

In Startups finden wir viele Elite-Absolventen mit weißen Hemden - aber wenig Respekt gegenüber Partnern, in Wirtschaftsclubs dagegen erfahrene Unternehmer mit goldener Clubnadel - aber wenig Innovationsfreude. Welche Grundlagen sind entscheidend, damit “Jungspunde” und “Old Boys” miteinander erfolgreich arbeiten können?


Viele hübsche Vorurteile, daher eine tatsächlich einfache Frage. Es geht, wie immer im Leben, um Respekt gegenüber dem anderen, Achtung vor dessen Leistung, egal ob schon Lebensleistung oder erst am Anfang des Berufslebens. Auch ist es kaum wahrscheinlich, dass Menschen ohne Empathie erfolgreich auf andere Menschen zugehen können. 

Die Gemeinsamkeiten von Familienunternehmen und Startups sind jedoch so groß, dass man sich eigentlich verstehen muss, denn es geht um Unternehmertum, es geht um das Eingehen von Risiken, es geht um Gestaltungswillen, es geht letztlich darum für eine “Sache zu brennen”. Die beiden Unternehmertypen haben vielmehr gemein, als sie glauben. Dagegen hilft nur miteinander reden, vielleicht moderiert durch so etwas wie das HIF oder Hansevalley. Auch wir sind gefordert. Keiner kann sich auf den Standpunkt zurückziehen, der andere müsse einmal anfangen - für alle gilt: Es ist eine Bringschuld.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Wie gut ist unsere Stadt aufgestellt, um mit innovationsbereiten Familienunternehmern und engagierten Techgründern in Zeiten der Digitalisierung die nächste Stufe der geschäftlichen Entwicklung zu erreichen und eine gute Zukunft zu ermöglichen?

Hamburg - bitte auch in seiner Eigenschaft als Metropolregion - hat ein unglaubliches Netzwerk aus kompetenten und engagierten Personen und Unternehmen, die durch die Politik gut unterstützt werden. Die Wirtschaftsbehörde unter der Leitung des “Praktikers” Horch, aber auch die Handelskammer machen einen guten Job, müssen sich aber zukünftig klarer auf strategische Investoren und Zusammenarbeiten konzentrieren, denn auf reine Kapitalgeber für Startups. 

Die Wissenschaft, z. B. mit Frank Steinicke von der Uni Hamburg, aber auch Burkhard Funk von der Leuphana Universität sind “tolle Anstifter” zum Gründen an den Hochschulen. Was - nicht nur in Hamburg - fehlt, ist ein Mittler zwischen Hochschulausbildung und Unternehmenswirklichkeit, also die Begleitung des Weges von der Idee über die Marktbeurteilung hin zu einem “echten” Unternehmen. Diese Aufgabe können, so zeigt es zumindest die Vergangenheit, nicht nur staatliche Institutionen übernehmen, sondern auch dies muss sich privat über den Markt organisieren.

Vielen Dank für die klaren Worte!

Das Interview führte Thomas Keup.

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 Hamburg Digital Background: 

Hamburger Institut für Familienunternehmer


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Sonntag, 12. Februar 2017

HANSEPERSONALITY Tobias Seikel: "Ich empfehle niemandem, nach Berlin zu gehen ..."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es kommt Bewegung in die Hamburger Startupszene: Etablierte Anbieter in Medien, Marketing und Venture Capital spüren den Druck. Neue Medien, Inkubatoren, Acceleratoren und Company Builder erschließen den Markt, treten mit etablierten Playern an Elbe und Alster in den Wettbewerb. Family Offices und Banken treten als Finanziers und Trustcenter auf. Hamburgs Startupszene ist im Aufbruch. 



Bodenständiger Partner und COO: Tobias Seikel
Foto: Hanse Ventures
Tobias Seikel ist der operative Chef des Hamburger Company Builders Hanse Ventures. Seit 2011 ist der Diplom-Kaufmann und langjährige Verlags-Mitarbeiter im Internet Business beim Hamburger Startup-Förderer zu Hause.

Zu den aktuellen Ventures der Hafencity-Company gehören das Service-Portal pflege.de und das Second-Hand-Mode-Startup Rebelle. Wir stellen ihm Fragen, die Gründern helfen, sich zu orientieren. Unser HANSEPERSONALITY ist Tobias Seikel:

 Hanse Ventures 

Wie unterscheidet Ihr Euch von klassischen VCs und neuen "Corporate-Inkubatoren"?

Hanse Ventures ist ein Company Builder, der als institutioneller Co-Gründer bereits sehr früh in der Ideenentwicklung ansetzt. Wir sind an Ideen und Gründungen interessiert, die noch ganz am Anfang stehen und stellen für die Umsetzung Gründerteams zusammen, die dann gemeinsam mit uns das Startup aufbauen. Dabei bringen wir all unser Wissen, unsere Erfahrung und unser Netzwerk ein, um erfolgreiche Firmen hochzuziehen.

Während Corporate-Inkubatoren thematisch fokussiert auf ihre Branche sind, legen wir uns nicht fest, sind eher an unentdeckten Nischenthemen interessiert, die im besten Falle noch nicht in voller Konsequenz digitalisiert sind. Bei VCs ist es wiederum sehr breit gefächert - und daher schwer zu generalisieren: Von Early bis Later Stage, mit Themenschwerpunkt oder nicht, von einfachem Geldtransfer bis zum vollen Einsatz des Netzwerkes und Know- hows.

Inkubatoren wollen im wesentlichen neue Geschäftsmodelle, Services und Produkte in ihrer Branche für bestehende Kunden schaffen und sich zeitgleich potentielle Übernahmekandidaten heran züchten. VCs haben als oberstes Ziel ihre Rendite, aber da sie in viele Portfolios zeitgleich investiert sind, wird die Betreuung vernachlässigt. Als Company Builder fährt Hanse Ventures einen beratungs- und betreuungsintensiven Ansatz und ist eher professioneller Co-Founder als reiner Investor.

Wie sieht Eure längerfristige Erfolgsbilanz aus, unabhängig von einzelnen Erfolgen?

Hanse Ventures wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, eigene Startups nachhaltig aufzubauen und bis zum Exit zu begleiten. Diesen Zeitraum haben wir damals bei vier bis acht Jahren angesiedelt. Die Hanse Ventures-Startups haben aktuell ein Durschnittsalter von rd. 2,5 Jahren, das heißt, dass gerade erst ein kleiner Teil anfängt, in diesen Korridor einzutreten. Vor diesem Hintergrund haben wir bisher auch lediglich Teil-Exits und Secondaries forciert, da wir überzeugt sind, dass unsere Portfolio-Companies künftig noch deutlich im Wert steigen werden.

Die Plattform, die wir mit Hanse Ventures aufgebaut haben, ist heute zugleich leistungsfähiger als je zuvor – was sich nicht nur in der Anzahl der möglichen Gründungsprojekte zeigt, sondern auch in der Betreuungsqualität des gesamten Hanse Ventures-Teams. Unser Gründungsansatz ist dabei nicht unendlich skalierbar, das ist allerdings auch nicht das Ziel. Wenn es uns gelingt, im Jahr zwei bis drei signifikante Gründungsprojekte zu starten und die bereits gegründeten Startups professionell weiterzuentwickeln, ist das für uns ausreichend.

Warum soll ein VC mit Hamburger Startups und Hanse Ventures zusammenarbeiten?

Durch den intensiven Support auf allen relevanten Ebenen, den wir unseren Startups bieten, sind die Portfolio-Unternehmen attraktive Investment-Objekte. Sie werden sehr professionell hochgezogen und von erfahrenen Gründern betreut, was das Risiko insgesamt reduziert. Unsere Gründer arbeiten hochkonzentriert und mit vollem Einsatz an ihren Gründungen. Wir versprechen zeitgleich keine Luftschlösser und verprassen nicht ziellos das Geld von Investoren – auch und nicht zuletzt, da wir selbst investiert und voll involviert sind.

Dieses Qualitätsversprechen kann ich natürlich nicht einfach auf alle Startups in Hamburg übertragen, aber ich lerne immer wieder Hamburger Gründer und Startups mit der richtigen Einstellung kennen. Sie werden hier durch gute Initiativen und Angebote unterstützt. Hamburg gehört ohne Frage auf die Agenda von VCs. Erfolgreiche Beispiele für VC-Investments in Hamburg sind neben unseren eigenen in Rebelle, Hausgold oder Pflege.de auch metrigo oder finanzcheck.de.

 Startup-Gründung 

Wann empfiehlst Du jungen Gründern, ernsthaft über Company Building nachzudenken?

Ein Company Builder bietet entscheidende Mehrwerte wie Zugang zu Expertise, Netzwerk, Geschwindigkeit und Erfahrung. Das bedeutet nicht, dass man seine Idee nicht auch im Alleingang stemmen könnte, aber es ist im Vergleich meistens schwerfälliger, langwieriger und riskanter. Mit uns kann man sein Startup in kurzer Zeit auf ein viel höheres Niveau bringen. Anders als häufig vermutet, können so auch sehr erfahrene Gründer von Company Buildern profitieren und kommen zu uns, um mit professioneller Unterstützung schneller und signifikanter zum Erfolg zu kommen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es zusätzlich auch sehr auf die Chemie ankommt und wollen mit Menschen gründen, die sich der Mehrwerte von Company Building bewusst sind. Gute Gründer sind für mich neugierig, ehrgeizig, motiviert, selbstkritisch und mit Leidenschaft bei der Sache. Sie verstehen, dass wir ihnen strategische Vorteile bieten können, die über Sieg und Niederlagen entscheiden können. Erkennt man an den entscheidenden Stellen einen Bedarf und bringt das passende Mind-Set mit, dann ist Hanse Ventures der richtige Gründungspartner.

Was macht Company Building im Kern aus? "Smart Money" versprechen viele in der Stadt?

Unser 25-köpfiges Team arbeitet ganz eng mit den Portfolio-Startups zusammen, unterstützt und berät sie mit allem Know-how in Fragen zu Online Marketing, Produkt, Business Intelligence, Service Center, HR, Design oder PR. Zudem bieten wir ein atemberaubendes Office in der Hamburger Hafencity mit Blick auf die Elbphilharmonie sowie Zugang zu unserem Netzwerk aus Investoren und Business Angels. Wir investieren darüber hinaus mit unserem eigenen Co-Investment-Vehikel, was gerade die Finanzierung in der Anfangsphase immens beschleunigt. Das macht Company Building für mich aus und ist ein Paket, das seines gleichen sucht, sprich extrem smart ist.

Wir haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber neueren Anbietern von „Smart Money“ in Hamburg, weil wir bereits seit mehr als sechs Jahren operieren. Vor allem die Erfahrung und das Netzwerk, aber auch die Reputation sind viel wert. So gelingt es uns bei jedem Thema, Fachexpertise mit in den Gesellschafterkreis zu bringen – was ein immenser Wettbewerbsvorteil sein kann, da diese Leute die jeweils betroffene Branche und ihre Charakteristika sowie Marktteilnehmer kennen und Türen öffnen können, die anderen verschlossen bleiben.

In welchen Fällen empfiehlst Du Gründern, nach Berlin zu gehen und sich auszuprobieren?

Ich empfehle niemandem nach Berlin zu gehen, weil man hier in Hamburg alles finden kann, was man für eine erfolgreiche Gründung braucht!

 Standort Hamburg 

Was habt Ihr in den letzten Jahren für den Startup-Standort Hamburg machen können?

Wir haben in den letzten sechs Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Belange von Startups Gehör finden, das Thema einer breiteren Masse näher gebracht und nicht zuletzt viele Arbeitsplätze geschaffen. Wir beschäftigen über 300 Mitarbeiter in unseren Firmen und tragen zum Wirtschaftswachstum der Stadt bei. Darüber hinaus transportieren wir auch eine gewisse Startup-Kultur nach außen, z.B. in Bezug auf Arbeitsplatzgestaltung und bauen Brücken zwischen New und Old Economy. 

Unser oberstes Ziel und gleichzeitig größte Herausforderung ist es, das alte Geld, das in den Handelsspeichern der Stadt schlummert, in neue digitale Projekte zu leiten. Dafür Interesse und Offenheit zu schaffen, ist uns gelungen - nicht zuletzt auch durch die Netzwerke unseres CEO Jochen Maaß sowie durch unsere Gründungsgesellschafter Rolf Schmidt-Holtz und Dr. Bernd Kundrun.

Abgesehen davon engagieren wir uns in Expertenkreisen der Handelskammer, organisieren z. B. mit "Ideensturm" oder dem "eBizzTalk" unterschiedliche Branchen-Events in unseren Räumlichkeiten und versuchen so immer wieder, die Branche zusammen zu bringen und den Austausch untereinander zu fördern. Das wollen und werden wir auch in Zukunft tun.

Was macht Hamburg als Startup-Standort aus - in Bezug auf den "project-ready"-Fokus?

Der Ausbau des Standortes Hamburg in Bezug auf die Interessen von Startups ist in Gange. Zumindest nehmen wir wahr, dass die Politik die Thematik verstanden hat und bereit ist, etwas voranzutreiben. Zeitlich dauert das etwas länger, als es uns lieb wäre. Aber wir meinen positive Zeichen auszumachen, dass sich etwas tut – und das ist gut.
Allgemein ist die Startup-Szene in Hamburg nach wie vor überschaubar und nicht so sehr an einem Ort konzentriert, was für Startups aber keineswegs unattraktiv ist. Die Infrastruktur ist sicherlich in kaum einer anderen Stadt so hervorragend.

Was fehlt dem Startup-Standort Hamburg und was wünschst Du Dir von den "Playern"?

Ich warte noch auf den sagenumwobenen Fonds, der in vieler Munde ist. Das wäre sicher eine wünschenswerte Entwicklung. Zudem wäre es schön, wenn wir noch mehr der traditionellen Vermögen für unsere Branche begeistern könnten. Ansonsten wünsche ich mir, dass die einzelnen, in Bezug mit der Startup-Branche stehenden oder darauf ausgerichteten Initiativen – sei es privater oder öffentlicher Natur – noch mehr in die gleiche Richtung zielen, um einen größtmöglichen Effekt zu haben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass da noch zu viel nebeneinander anstatt miteinander passiert.


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Dienstag, 31. Januar 2017

HANSESTARTUPS: Von Schiffsschrauben zum Startup-Campus

Die Ladenzeile in den traditionellen Zeisehallen.
Foto: Pedelecs / Wikivoyage
HAMBURG DIGITAL REPORT

Die Zeisehallen in Ottensen: Die ehemalige Schiffsschraubenfabrik, stolze 134 Jahre alt und seit 1985 ein Film- Theater- und Kulturstandort. Nach Schifffahrt und Medien zieht jetzt die nächste Generation Hamburger Zukunft in die traditionellen Backsteinhallen: 

Die Hamburger Investmentgesellschaft "20Scoops" baut hier auf 500 qm einen eigenen Startup-Campus für junge Tech-Firmen. HANSEVALLEY hat sich auf der Baustelle umgeschaut und die Macher zu Ihrem Konzept interviewt.


Ende März ist offizielle Eröffnung des Campus.
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
Aus der Decke hängende Kabel, eingepackte Schreibtische und frisch gestrichene Türrahmen: Hamburgs neuer Startup-Standort ist noch eine Großbaustelle und mitten im Endspurt zur offiziellen Eröffnung Ende März d. J. Bereits in diesen Tagen zieht mit "Foodplace" das erste Food-Liefer-Startup des Company-Builders an die Friedensallee, gefolgt vom neu akquirierten Venture, dem Dating-Portal "Jetztra"

Und der Hamburger VC hat einiges vor: Company Building, Inkubation, Acceleration und Venture Capital - der allgegenwärtig präsente Unternehmensberater und "20Scoops"-Geschäftsführer Anan Pinitvetchagan legt richtig los: Stolz berichtet er über die geplante Videokonferenz-Technik im neuen Startup-Campus für die Zusammenarbeit mit dem thailändischen Campus "20ScoopsCNX" in Chang Mai. Dabei setzt "20Scoops" auf wichtige Schlüsselhemen, die abgedeckt werden sollen:


Mit Hochdruck zur 20Scoops-Schaltzentrale.
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
  • Ganz klassisch investiert der - zu einem traditionellen Hamburger Unternehmen gehörende - Investmentarm in zukunftsweisende Startups, wie "Jetztra". Ein künftiger Investitionsschwerpunkt ist im Fintech-Segment geplant. Aktuell laufen dazu u. a. Gespräche mit einem Bankhaus über einen Fonds.
  • Des weiteren setzt das junge Hamburger Team auf technische Innovationen. Hier kooperiert man mit dem im Februar startenden Schwester-Campus in Thailand. Zwischen 20 und 50 Entwickler sollen letzten Endes den Startups für ihre Digital-Produkte zur Seite stehen. 
  • Dazu kommt ein Logistik-Schwerpunkt für den Vertrieb von Produkten. Hier kommt das Know how aus dem traditionellen Geschäft des Eigentümers ins Spiel. Der Mittagstisch-Lieferdienst "Foodplace" ist ein erstes Beispiel für die künftige Verknüpfung von Corporate- und Startup-Know how.
  • Zu guter Letzt will sich das junge Team mit seiner Marketing- und Social Media-Kompetenz aktiv um die erfolgreiche Vermarktung der betreuten Startups kümmern. Hier dürfte der aktive Geschäftsführer eine wichtige Rolle spielen, wie die aktuellen Aktivitäten u. a. auf Facebook und Instagram zeigen.
Das noch provisorische Büro von 20Scoops im Startup-Campus.
Foto: HANSEVALLEY / Thomas Keup
"Die Gründer sollen ihr Ding machen", versichert Anan Pinitvetchagan im Gespräch mit HANSEVALLEY. Doch Eines ist dem Geschäftsführer und Kopf von "20Scoops" wichtig: Mit den beiden Startup-Hubs in Hamburg und Chang Mai will der Unternehmer eine Brücke zwischen Europa und Asien schlagen, ganz in der Tradition des Hamburger Außenhandels.

Schon bald werden in den frisch rennovierten Räumen der Zeisehallen die Startups den Ton angeben. Bis zu 40 Techis und Marketer finden hier Platz. Eine eigene Bühne für Pitch-Trainings und Contests lässt ahnen, wohin die Reise geht. Wir sind gespannt, welche Ideen, Startups und Erfolgsgeschichten aus dem "20Scoops Startup-Campus" in der Altonaer Zeisehallen zu sehen sein werden.


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