HANSEVALLEY ist das norddeutsche Digitalmagazin. Das spezialisierte Onlinemagazin berichtet über die Digitalisierung in den fünf norddeutschen Bundesländern Bremen, Hamburg, Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Im Mittelpunkt der Nachrichten, Magazinsbeiträge und Meinungen stehen digitale Technologien, organisatorische Transformation und digital-vernetzter Kulturwandel - in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft.
mit folgenden Quellen: Apollo News, Berliner Zeitung, Bild.de, CDU-SH, Civey, Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus,de, Focus Magazin, Focus-TV, Nius, NJW/Beck-Verlag, "Nuhr im Ersten"/RBB, Süddeutsche.de, Tichys Einblick, Welt TV, YouTube, Netzwerk X (in alphabetischer Reihenfolge, solange noch nicht zensiert oder verboten).
Eine neue virtuelle "Sammelbox" stellt Daniel Günther als "Privatperson" vor. Quelle: "Netzwerk X"
+++ #GüntherGate wird zum politischen Eigentor für "Genosse Günther" aus Eckernförde +++ Ein Ministerpräsident darf als Vertreter des Staates keine Medien herabwürdigend aburteilen +++ Die Staatskanzlei in Kiel und Günthers Anwälte behaupten fix, Daniel Günther sei gar nicht als Ministerpräsident verfassungswidrig ausfallend geworden +++
Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen.
@kaputtnicht123 nimmt sich Daniel aka Peter vor. 22.01.2026, "Netzwerk X"
CDU-Präsidiumsmitglied Günther bekräftigt bei Markus Lanz, als "Landesvater" und nicht als Privatmann zu antworten - und verkündet den Bruch der Pressefreiheit als verantwortlicher Regierungschef mit Landeswappen am Revere +++
Das Netz macht sich über "Privatperson" Günther lustig.
Der "Ehrenwort-Remix" 2026. Fundstück: "Netzwerk X"
+++ Das Berliner Nachrichtenportal "NIUS" verklagt mit Joachim Steinhöfel das Land vor dem Verwaltungsgericht Schleswig +++ Der Freiheitsrechte-Anwalt mahnt ihn zudem als "Peter-Parker-Privatperson" ab +++ Das Netz spottet lautstark und kreativ über die Tricksereien von Günther +++
Aus der Zwickmühle kommt der linke CDU'ler wohl nicht mehr raus.
"Er (Daniel Günther) sagt: 'Der Kampf für die Demokratie, diesen Kampf müssen Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam führen.' Wenn Sie diesen Satz analysieren, dann muss es einen Schulterschluss geben zwischen Gesellschaft und Politik.
Fundstück, @WerteUnion HB, "Netzwerk X"
Das hatten wir schon mal, nämlich die Volksfront in der DDR. Und die gesellschaftlichen Organisationen, die sich hinter die Politik der Regierung stellten. Günther ist nicht nur ein Antidemokrat, er ist jemand, dem ich wirklich zutraue, die Bundesrepublik in der Geschichte der DDR weiterzuführen."
Ab sofort stehen wir mit unserer journalistischen Berichterstattung auf HANSEVALLEY sowie mit unseren kommunikativen Dienstleistungen durch THOMAS KEUP RELATIONS dem in Lübeck beheimateten Startup-Programm "Gateway 49" nicht mehr als Mentor und Supporter zur Verfügung. Diese Entscheidung ist nach den totalitären Äußerungen des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" vom 7. Januar 2026 gefallen:
Autor und FDP-Mann Helmut Markwort, 18.01.2026, "Tagebuch" auf "Focus.de"
Die Forderung nach einer Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Diffamierung ("Gegner und Feinde der Demokratie"), Zensur ("Ja" - auf Nachfrage von Markus Lanz) und schließlich dem Verbot freier, unabhängiger Medien - weil man sie und ihre Kritik an den "Mächtigen" nicht kontrollieren kann - ist verfassungswidrig und für den Unterzeichner als Journalisten mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung in Hörfunk, Fernsehen und online unerträglich.
Der CDU-Landespolitiker Günther hat öffentlich bewusst §5 Grundgesetz gebrochen, obwohl er seinen Amtseid auf die Verfassung abgelegt hat. Der Deutsche Journalisten-Verband DJV hat dazu klargestellt, dass zu möglichen Verstößen von Presseorganen ausschließlich der unabhängige Deutsche Presserat mit seinem verbindlichen Pressekodex zuständig ist - nicht irgendwelche Politiker mit totalitär gemeinten Aussagen:
Ohne Kommentar. Quelle: Hajo Stein, @stein_hajo, "Netzwerk X"
Auf "Instagram" erklärt der in seiner Partei als "Genosse Günther" verschriehene links-außen stehende "Merkelianer" der CDU: „Nicht überall, wo Journalismus draufsteht, ist auch Journalismus drin.“ Damit stellt ein amtierender Regierungschef in Deutschland offen infrage, welche Medien als Journalismus gelten dürfen und welche nicht, kommentiert das verfassungswidrig angegriffene Nachrichtenportal "NIUS".
"Qualitätskriterien erfüllen MÜSSEN. Da hätte selbst Erich Mielke (DDR-Stasi-Chef) gesagt: 'Das ist UNSERE DEMOKRATIE.'"
Die Geraer Kabarettistin Simone Solga nimmt Daniel Günther bei "Nuhr im Ersten" aufs Korn.
15.01.2026, Quelle: "Netzwerk X"
Die Chefredakteurin der größten deutschen Tageszeitung "Bild" - Marion Horn - bringt unmissverständlich auf den Punkt:
"Nius" lässt den sich windenden Politiker nicht mehr aus der Schlinge. Quelle: "Netzwerk X"
Als Opfer der SED-Diktatur mit zwangsweisem Aufenthalt in einem Kinderheim in Neustrelitz/Mecklenburg aus politischen Gründen und langjährig in der CDU engagierter Berliner ist eine derartig widerwärtige Entgleisung eines deutschen Politikers - gleichgültig welcher Partei - für mich nicht entschuldbar, ebenso wenig wie die verfassungswidrigen Bestrebungen von Landesmedienanstalten, im Zweifelsfall ganze Online-Angebote verbieten zu wollen.
Freiheitsrechte-Anwalt Joachim Steinhöfel spießt die Pläne für den ÖRR-Staatsfunk auf.
Wolfgang Kubicki, Rechtsanwalt, stv. Vorsitzender der FDP, 08.01.2026, "Netzwerk X"
"Sie haben Angst vor sich selbst", betont FDP-Vize Wolfgang Kubicki,
19.01.2026, "Apollo News" auf "YouTube"
"(ab 09:32) Wir sehen das gerade in den neuen Bundesländern. Da wird die AfD nicht gewählt, weil wir urplötzlich 30 Prozent Rechtsradikale haben, sondern weil Sie diese Form der Staatsgestaltung schlicht und ergreifend nicht mehr ertragen können. Immer, wenn ich dort unterwegs bin - für Veranstaltungen für die FDP und anderswie -, wird mir gesagt:
'Herr Kubicki, das kennen wir aus unserer eigenen Vergangenheit. Das wollen wir nicht nochmal haben, daß man nur noch im kleinsten Freundeskreis das sagen kann, was man denkt, weil man sonst Angst haben muss, man wird denunziert und man bekommt Ärger mit der Staatsmacht oder seinem eigenen beruflichen Umfeld oder seinem Unternehmen.'
Das können wir nicht wollen, wir wollen eine offene Gesellschaft sein und das heißt: Wir müssen auch, auch Regierungsmitglieder müssen ertragen, daß sie scharf und möglicherweise auch bösartig kritisiert werden. Das gehört zur Meinungsfreiheit dazu."
Juraprofessorinnen Elisa Hoven und Frauke Rostalski, 13.01.2026, Essay "Die Zeit"
Daher kann, will und werde ich staatliche, teilstaatliche und staatlich mit-/finanzierte Aktivitäten des Landes Schleswig-Holstein unter einem CDU-Ministerpräsidenten Günther und einer zensieren wollenden CDU-SH nicht weiter unterstützen. Dies betrifft journalistisch und kommunikativ sämtliche Themenfelder meines und unseres Engagements mit HANSEVALLEY und THOMAS KEUP RELATIONS sowie die damit befassten Initiativen und Organisationen, Betriebe und Behörden in Schleswig-Holstein, insbesondere
Dataport
DigitalHub.SH
Digitalisierung SH
DiWiSH
echtdigital SH
EDIH.SH
GATEWAY 49
GDI-SH
ITV.SH
KI.SH
Mittelstand-Digital Zentrum SH
Startup.SH
WIDA
WT.SH
(kein Anspruch auf Vollständigkeit, in alphabetischer Reihenfolge)
THOMAS KEUP RELATIONS, HANSEVALLEY und Mitarbeiter sind publizistisch dem Deutschen Pressekodex, kommunikativ dem Deutschen Kommunikationskodex sowie ergänzend dem hauseigenen Hanse Digital Kodex HANSECODEX verpflichtet. Entsprechend wird es heute und in Zukunft keinerlei Rücksicht auf besondere Bitten - z. B. aus dem staatlich organisierten und mit-/finanzierten Startup-Förderumfeld in SH - geben, über erkannte Missstände nicht zu berichten.
Diese Stellungnahme wird den betroffenen Initiativen, Organisationen, Betrieben und Behörden direkt zur Kenntnis gegeben und auf der Homepage des norddeutschen Digitalmagazins HANSEVALLEY veröffentlicht. Für Rückfragen steht der Unterzeichner unter den bekannten Kontaktdaten zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Thomas Keup, Herausgeber und Chefredakteur
HANSEVALLEY - Das Hanse Digital Magazin
Zu guter Letzt:
Die sichtbaren Folgen von Denunzierungen, Hausdurchsuchungen, politischen Anklagen, Zensur und Verbotsgelüsten: Online-Umfrage von "Civey"
Dieser Song wirft einen satirischen Blick auf die psychologischen und politischen Abgründe der Macht, schreibt "NoPC tunes" auf "YouTube":
Von Corona bis Pressefreiheit: Die gezielten Tabubrüche des Daniel Günther,
12.01.2026, "Berliner Zeitung"
Die linke "SZ" spricht erst klar aus, was Günther will. Einen Tag später reiht sie sich in die sozialistische Einheitsfront der CDU ein, 14.01.2026, "Netzwerk X", "Süddeutsche Zeitung"
"NIUS"-Chefredakteur Julian Reichelt über Markus Lanz, den ZDF-Skandal und über Mittel und Methoden, Zensur und Verbote einzuführen:
So reagiert das Berliner Nachrichten-Portal "NIUS" auf die verfassungswidrigen Angriffe des Kieler CDU-Lokalpolitiker:
"NIUS"-Anzeige Newsletter 15.01.2026
Hinweis: Diese Stellungnahme wird rechtssicher dokumentiert und für eine spätere Aufarbeitung verfassungswidriger Aktivitäten und einer möglichen Diktatur durch Politiker, Medien, NGO's und willfährige Organisationen und Unternehmen in Deutschland sicher aufbewahrt.
Maskottchen müsste man sein: Philipp Westermeyer hat jetzt die Chance. Foto: HANSEVALLEY
Jetzt ist es also passiert: Die Hamburger Online-Werbeszene bekommt ein eigenes Maskottchen: Nach dem Vorbild der großen "Barbara" wird der kleine "Philipp" in Hamburg im Mai d. J. kurzzeitig Inbegriff für digitales Gedödel aus der lokalen Reklameszene. Philipp Westermeyer soll mit breitem Ruhrpott-Grinsen auf dem Cover eines Maskottchen-Magazins pranken - so der korrekte Fachjargon der Personality-Postille für fast 10,- € Verkaufspreis - und der Halbwertzeit einer Zigarettenlänge. Was können wir vom "ersten Magazin für das digitale Hamburg" erwarten? Ein Hamburg Digital Statement: Wenn er den Mund aufmacht, klingt dass alles andere als hanseatisch-zurückhaltend - auch wenn der nun 40-jährige Podcaster an einer Hamburger Marketinghochschule die ersten Gehversuche unternahm. Der leidenschaftliche Selbst-/Vermarkter mag es durchaus lauter und deftiger. Da kommt der Deal mit der unter Erfolgszwang stehenden Zeitungsgruppe Hamburg aka Hamburger Abendblatt genau richtig. Getrieben von Anerkennung und Bestätigung wagt sich unser Diplom-Kaufmann unter die Herausgeber - mit einem bunten Stapel totem Holz. Zu den "Online Marketing Rockstars" Anfang Mai d. J. wird der Veranstalter des Spektakels das vom - seit 70 Jahren ewig jung-dynamischen - Abendblatt wahrscheinlich in Times New Roman auf Zeitungspapier gedruckte Lokalblättchen an den feiernden Branchennachwuchs aus Berlin, Hamburg und Köln verteilen ... und den Rest der 20.000 nicht verkauften Exemplare anschließend heimlich in einem Papiercontainer hinter der Eventhalle entsorgen. Dann fällt es nicht so auf, dass der kleine "Philipp" am Kiosk doch eher ein Nischenprodukt war und es nicht über die Elbe hinaus geschafft hat. Aber das macht nichts: Denn Dank der Hamburger Online-Marketing-Agentur-Berater-Clique wird die Premiere mit großzügigen Anzeigen zu besonders billigen Preisen mehr oder weniger kostendeckend durch die Druckerpresse laufen. So dürfen wir uns wohl auf eine Anzeige der Stadt und einem Bruch des Neutralitätsgebots ebenso freuen, wie auf bunte Reklame von all' den Acceleratoren, Agenturen und Events, die schon heute in der Kategorie "Marketing und was sonst noch weg kann" zu Hause sind. Irgendwie müssen sich geistige Tiefflieger ja auch bemerkbar machen. Fällt aber unter der Basecap vom kleinen "Philipp" gar nicht auf... Armes Abendblatt: Von Rollator-Riege zu Food-Bloggern Interessant ist beim neuen Traumpaar von Onlinewerber Philipp (Westermeyer) und Blattmacher Lars (Haider) die Wahl des Hamburger Abendblatts, jetzt auf "jung-dynamisch-erfolglos" zu machen. Hat die Klientel des Abendblatts beim jährlichen Neujahrsempfang im Atlantic Hotel den Rollator an der Garderobe versteckt, versucht das Freie und Hanseatische Staatsblättchen mit "Philipp" eine neue, jüngere Klientel zu rocken. Nicht verwunderlich, wenn man die stetig sinkende Auflage auf unter 100.000 Exemplare und die reihenweise "herauswachsenden" - sprich wegsterbenden - Abonnenten sieht. Und was können wir inhaltlich vom höher-schneller-weiter "Philipp" unabhängig von dem - Original-Zitat Philipp Westermeyer - "Rummel" aka OMR publizistisch erwarten? Ein Mimimi-Magazin, dass die digitalen Themen an Alster und Elbe covern will-soll-versucht. So gut, so glaubwürdig? Schauen wir auf die Friends & Family-Liste im Dunstkreis von Philipp W., sind wir bei bekannten und nicht nur beliebten Provinzpromis und anderen möchtegern-digitalen Alsterperl(ch)en angelangt, die es mit hamburgisch-bescheidenen Visionen leider nicht immer über die Norderelbe hinaus geschafft haben:
Volltreffer versenkt? Philipp Westermeyer will hoch hinaus. Foto: HANSEVALLEY
Wir freuen uns schon auf den Altsozi im Subventionssumpf Nico L. - mit einem neuen Märchen über die Startup-VC-Abzocke. Wir freuen uns auf die Clique "Küche, Kirche, Kinder" von Sina & Sanja - mit einem Werbeblock für sich und sich. Wir freuen uns auf Otto's Chef-Pöbler Tarek Müller, der Kunden auf Facebook beleidigt (kein Scherz!). Wir freuen uns auf den Future-Innovation-21th Century-Hub "MLove" aka Container-Abstellplatz. Wir freuen uns auf Next-Konferenz-Veranstalter mit merkwürdigen Manieren. Dazu ein bisschen Google für die weite Welt und Xing für das Lokalkolorit - fertich ist der fast digitale Kaffeeklatsch. Philipp goes Print: Von Stilikonen bis zu Hamburger Stilblüten Wir können uns natürlich irren, und der kleine "Philipp" wandelt sich von der podcastenden Sabbelbacke zum stilsicheren Schreiberling - mit Themen und Typen seines weltberühmten Streams. Dann freuen wir uns auf die Highlights seiner audiophilen Karriere, wie die einzig ehrliche Deutsche Bank, China-Bratpfannen-Verkäufer Ralph Dümmel (man kann ja nicht nur im TV rumgammeln), Karstadt-Werbestar Silvie Meis und Karstadt-Ausplünderer Thomas Middelhof, die fast schon Digital-Company Müller Milch, Porno-Marketingexperte Daniel S. und den ein wenig digitalen Thermomix. Und natürlich Stammgast Sven Schmidt, Sven Schmidt und Sven Schmidt (wer auch immer das sein mag...). Funke Medien bestätigt die Themen: "Hidden digital Champions" (nördlich der Elbe steckengeblieben?), "Porträts der interessantesten Online-Firmen" (ein China-Brapfannen-Verkäufer?), der "Aufstieg der Podcasts" (Sabbeln für Anfänger?) und "Finanzierungstipps für Startups". Ratet mal, wer da auftaucht... Das Branchenblatt Horizont titelt "OMR go Print". Treffer! Wieder einmal versucht die Werbebranche, sich der Publizistik zu bedienen, um mit fadenscheinigen Argumenten redaktionelle Reichweite für billige Reklame zu missbrauchen. So wie damals, als die Werber die integrierte Kommunikation ausriefen und versuchten, die Pressearbeit einzuheimsen. Oder der Versuch, mit Storytelling und Content Marketing redaktionelle Möglichkeiten zu benutzen, um hinterlistige Schleichwerbung zu verpacken. Nun kommt die Reklameabteilung also im niedlichen Outfit eines Maskottchen-Magazins um die Ecke. Die Copycat kostet 8-10,- €. Mit den altbekannten Themen und Typen wird "Philipp" jedoch möglicherweise schnell zum Einwickelpapier auf dem Fischmarkt. Dann haben aber wenigstens die volltrunkenen Party-People vom Kiez was abzulästern. Ein Maskottchen mehr: Wir stehen eher auf die "Barbara" Es ist ein wichtiges Learning zu verstehen, dass der Rummel bis Wahnsinn von Online-Werbung aka Online-Marketing mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen herzlich wenig zu tun hat. Die Werbebranche ist dank Facebook und Google frühzeitig umgebrochen worden. Deshalb sind Marketingfuzzis jedoch noch lange keine glaubwürdigen Digitalisierungsexperten, wie es Berater, Agenturvertreter und Emporkömmlinge meinen behaupten zu dürfen. Genau hier liegt der Unterschied zwischen unserem kleinen "Philipp" und dem industriell geprägten Hamburg. Bis zu 100 Seiten soll das Kompendium aus der Kategorie Klatschpresse umfassen. Der durch einen kurzzeitigen Job bei Radio Essen weltweit bekannte Spitzenjournalist will selbst (intellektuell wie auch immer anspruchsvolle) Interviews führen und Beiträge texten. Wir fiebern mit Spannung dem Spaß entgegen, die preisverdächtigen Meisterwerke der zugezogenen Edelfeder zu überfliegen. Schließlich belebt "Wettbewerb" das Geschäft. Und es war schon richtig langweilig, allein auf weiter Flur über die digital-vernetzte Zukunft der Freien und Hansestadt zu berichten... 200 Corporate Innovatoren aka Chief Digital Officer sind in der Hamburg Digital Community NEXTHANSE zusammengeschlossen. Sie sind das Rückgrat des digitalen Hamburgs, über das wir seit fast 2,5 Jahren und in mehr als 800 Nachrichten täglich berichten. Zur Beruhigung des jetzt auch ein wenig etablierten und dann womöglich bald verblassten Philipp: Unternehmen, Geschäftsabläufe, Produktionsprozesse, Vertriebswege und Kundenkommunikation werden sich digitalisieren - mit flüchtigen Maskottchen, wie "Barbara", "Guido", "Joko" oder den kleinen "Philipp" - und ohne sie. Nur als Trost, wenn das monumentale Meisterwerk wider erwarten doch überraschend eingestampft werden sollte. Freiwillige vor: Ideen und Themen jetzt für lau abliefern Übrigens: Die Redaktion des Abendblatts sucht noch Freiwillige, die unserem schon heute viel geliebten Maskottchen-Magazin gratis Ideen und Eigenreklame zuliefern. Interessenten können sich per E-Mail an chefredaktion@abendblatt.de wenden. Wir haben da so einen leisen Schimmer, welche Kategorie von Spezialisten womöglich (still und heimlich) "Hier!" schreit, weil sie in den Hamburg Digital Nachrichten und im Hamburg Digital Magazin mangels Qualität eher nicht vorkommen würde. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden und wir versprechen, zum Freitag-Feierabendbier auch mal einen Blick auf das tote Holz zu werfen. Viel Glück, kleiner "Philipp"! Auch wenn wir Maskottchen "Barbara" doch ein bisschen cooler finden. * * *
Am Donnerstag öffnet im traditionsreichen Kehrwieder-Theater zum mittlerweile 9. Mal das "Scoopcamp" seine Pforten. Die laut Eigenwerbung "Innovationskonferenz für Medien" diskutiert in diesem Jahr digitale Konzepte von fernen Kontinenten - aus Florida und Nigeria. Außerdem auf der Tagesordnung: eine "digitale Sozialreportage", Design Thinking bei "Zeit Online"und ein Medien-Prototyping, das den "gesamten öffentlichen Raum" umfassen soll.
HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup Foto: Stefan Kney
Sind Design Thinking, Prototyping und Sozialreportage geeignete Lösungsansätze für die in der Sturmflut befindliche Medienbranche Hamburgs? Werden interkultureller Austausch und trendige Kreativtechniken Hamburgs Blattmacher der Morgenpost wieder in Lohn und Brot bringen? Wie ist es bestellt um Arbeitsplätze und Standortpolitik in der einstigen Medienhauptstadt Deutschlands. Ein Hamburg Digital Statement: Vor einem Jahr hörte ich Carsten Brosda auf dem "Scoopcamp" zum ersten Mal. Damals war mein Gedanke: Endlich ein Politiker, der die Medienbranche versteht und Klartext spricht. Endlich ein Praktiker, der die Leitbranche mit Rat und Tat unterstützt. Mit Weggang engagierter Mitarbeiter und dem Umzug des Medienamtes ist es schläfrig geworden in der Hamburgischen Medienförderung. Ein Jahr, einen schmutzigen Shitstorm und einen häßlichen Hatespeech Hamburger Szene-Protagonist*innen später, komme ich zu dem Ergebnis: an der Elbe wird in Sachen Medien offensichtlich nur mit lauwarmem Wasser gekocht. 'The same procedure as every year' lautet offensichtlich die Devise in der kleinen Welt der "Next Media", finanzierter "Moonshot"-Konferenzen, "Leitevents" und Citylight-Poster. Im Gegenzug dazu sah ich in den vergangenen drei Monaten gleich drei "Medienflöcke", die nicht in Hamburg "eingeschlagen" wurden: "Führende Publizistische Marke" in der digitalen Welt
Am 26. Juni d. J. eröffnete das Nachrichten-Portal "T-Online" mit 45 Redakteuren seinen neuen, zentralen Newsroom in ... der Torstraße, Berlin-Mitte. Das zum Werbevermarkter "Ströer" gehörende, mit 4.000 öffentlichen Videobildschirmen und 47 Millionen Nutzern pro Monat deutschlandweit reichweitenstärkste Portal soll zur "führenden publizistischen Marke" in der digitalen Welt ausgebaut werden. Flock 1.
Technologie-Showcase für die „Neue Welt des Arbeitens“
Am 31. Juli d. J. eröffnete der Software-Riese "Microsoft" mit über 70 Redakteuren zusammen mit der Content Marketing Agentur "C3" für die Online-Nachrichten-Marken "Bing, "Edge" und "MSN" seinen neuen, internationalen Newsroom in ... der Spandauer Straße, Berlin-Mitte. Für Microsoft ist der internationale Standort zugleich "Technologie-Showcase für die neue Welt des Arbeitens". Flock 2.
Europas größtes YouTuber-Festival mehr als 20.000 Besuchern
Am 24. und 25. August d. J. trafen mehr als 10.000 Fans der Generation "Z" aus ganz Deutschland auf 500 geladene YouTube-Stars mit zusammen mehr als 100 Mio. Fans ... in der Lanxess-Arena, Köln. Die "VideoDays" finden ihre Fortsetzung am 9. und 10. Dezember d. J. in ... der Mercedes-Benz Arena, Berlin. Flock 3.
Nextmedia-Studie bestätigt: Berlin ist Medienstandort Nr. 1 Die aktuelle Studie der Medieninitiative "Nextmedia Hamburg" zusammen mit dem Business-Netzwerk "Xing" bestätigt: Berlin ist der führende Medienstandort Deutschlands. Die meisten "Media Worker" sind an der Spree zu Hause. Mit 64.000 Journalisten und Kommunikateuren, Marketern und Kreativen liegt die Spreemetropole deutlich vor Hamburg mit 53.000 Medienschaffenden und München mit 50.000 Profis. Mehr als 443.000 von insgesamt rd. 528.000 Medienschaffenden arbeiten laut Xing-Profiauswertung heute in klassischen Medien und Redaktionen - ein Anstieg von 18.000 Arbeitsplätzen im Vergleich zum Vorjahr. Ein Sechstel bzw. 84.000 arbeiten außerhalb von Medien und PR sowie Marketing und Kreation, vornehmlich in Internet- und IT-Unternehmen. Die Medien-, PR-, Marketing- und Werbebranche wächst. Die Schlüsselfrage lautet: Warum profitiert vor allem Berlin von neuen, digitalen Medienangeboten - wie dem "Microsoft"-Newsroom, dem "T-Online"-Newsroom und den "VideoDays"? Oder andersrum gefragt: Warum schafft es Hamburg nicht, neue, digitale Medienangebote an die Elbe zu holen? Warum verliert unsere Stadt weiterhin an Boden gegenüber Berlin? "Friends & Family"-Videos mit durchweg 2-stelligen Abrufraten Ein Blick von außen auf die Hamburger Szene schafft Klarheit: Schaue ich auf Plakate, Publikationen und Events von "Nextmedia Hamburg", sehe ich vornehmlich die gleichen Gesichter: einen "DPA"-Chefdigitalisierer, eine "NMA"-Vorzeigefrau, einen "OMR"-Frontmann, eine "Xing"-Chefredakteurin und einen "12min"-Co-Founder. Fast alle genannten Protagonist*innen profitieren von der Hamburger Medienförderung. Aber sind sie es auch, die Hamburgs gewaltige Medienbranche bewegen? Bei allem Respekt vor der Arbeit der Medien- und Techmacher sowie vor Carsten Brosda: Wo sind die Innovatoren der laut Hamburg Marketing mehr als 3.000 Presse- und Rundfunkhäuser an Alster und Elbe? Wo sind die Innovationen der Zeitungs-, Zeitschriften-, Buch- und Fachverlage? In den "Friends & Family"-Filmchen mit Abrufraten im durchweg unteren zweistelligen Bereich jedenfalls nicht. Die Relevanz der kostspieligen Videos gleicht einem Versagen der beauftragten Agentur. Medien in Florida und Nigeria - oder Hafencity und Neustadt? Wo sind die Macher der digitalen Medienangebote im Social Web, wie "YouTube"? Warum lassen Medienamt und Medieninitiative die Veranwortlichen nach Berlin und Köln ziehen, um dort mit jeweils 500 Social Media Stars die nächste echte digitale Party zu feiern? Warum finden die "VideoDays" nicht in der "Hamburg Messe" statt? Ein Verweis auf das - wie der Name schon sagt - Marketing-Festival "OMR" ist an dieser Stelle nur bedingt geeignet.
Klar ist: Medientechnologien, wie Augmented- und Virtual Reality (gefördert durch "NextReality Hamburg") sowie Gamestechnologien (gefördert durch "Gamecity Hamburg") werden den Medienstandort nach vorn bringen. Allein der Carlsen-Verlag hat mehr als 20 interaktive Bücher mit AR-App herausgebracht - entwickelt seit 2015, vorgestellt am Dienstag-Abend in der Hamburg Digital Community NEXTHANSE. Unterstützung und Anerkennung der staatlichen Medienförderer für diese Medieninnovation? Nicht vorhanden ... Diskussionen und Preisverleihungen zu Digitalprojekten in Florida oder Nigeria werden keinen einzigen neuen Arbeitsplatz zwischen Hafencity und Neustadt schaffen und den gefeuerten Mopo-Redakteuen wieder eine Chance auf ein sicheres Einkommen ermöglichen. Kein Medienjob in einem der 2.100 Verlage und rd. 1.000 Hörfunk-, Fernseh- und Produktionsstudios wird durch "Reisen in ferne Länder" gesichert. Das kuschlige Scoopcamp macht eher den Eindruck einer Filterblase gut genährter Profiteure. "Kleingeistig wirkendes Verhalten und provinzielle Haltung" Es mag sein, dass es an Alster und Elbe bislang nicht schicklich war, offensichtliche Missstände anzusprechen. Als Medienmacher mit mehr als 25 Jahren journalistischem Background und 19 Jahren kommunikativen Erfahrungen tut es mir jedoch leid zu sehen, wie die einstige Medienhauptstadt nach dem Aderlass durch "Axel Springer", "DPA" und "Studio Hamburg" auch digital massiv an Boden zu verlieren droht. Und ein Ende ist bis heute nicht in Sicht. Diskussionswürdig dürfte auch das kleingeistige Verhalten der Veranstalter von "Next", "OMR", "Scoopcamp" oder "Voccer" sein. Fadenscheinige Argumente, um nicht hofberichterstattende Medien vor der Tür stehen zu lassen, zeigen das wahre Gesicht subventionierter Medien- und Marketingevents, ihrer Agenturen und die zutiefst provinzielle Haltung. Das ist weder Weltstadt, noch Tor zu Welt. Das ist unter dem Niveau der liberalen Hansestadt. Aber Liberalität endet für einige Spezialisten bekanntlich bei der eigenen Meinung. "Beliebteste deutsche Medienstadt": das 'Pfeiffen im Walde'? Die jüngsten Beispiele von neuen, digitalen Medienangeboten in Berlin zeigen mir, dass es den Verantwortlichen im Amt Medien trotz millionenschwerer Etats bislang nicht gelungen ist, überzeugende Konzepte zu entwickeln, dem Medienstandort von Rudolf Augstein, Gerd Bucerius, John Jahr und Axel Springer neues, digitales Leben einzuhauchen - fernab von US-Internetgrößen und Marketingplayern. Die Promotion um den "beliebtesten Medienstandort" erinnert mich an das berüchtigte 'Pfeiffen im Walde'. Ohne Medien ist Marketing nur Reklame ohne Wert. Das haben die Verantwortlichen von "Facebook" und "Google" auf der "Dmexco" mehr als einmal betont. Oder wie es "Mr. Media" Thomas Koch auf den Punkt bringt: "Ohne Haltung ist Content nur noch mehr Müll auf der Werbehalde."Die "beliebteste deutsche Medienstadt" sollte sich bewusst werden, 1. woher sie kommt, 2. wofür sie wirklich steht und 3. wohin sie will. Sind Marketing-Krawall, Startup-Durchlauferhitzer und "Friends & Famliy"-Filmchen eine wirkungsvolle Förderung des Medienstandorts Hamburg? Hamburgs Medienszene an "Tag 2", gefangen im Stillstand? Das Thema Tech hat der "MediaTech Hub Potsdam" besetzt - in Tradition von Albert Einstein und Hasso Plattner, mit Studio Babelsberg vor den Toren der Medienhauptstadt Berlin. Das Thema Startup-Support hat die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf auf die Tagesordnung gesetzt: 1.000,- € pro Monat über 1 Jahr für 1.000 Startups, um den Gründerstandort NRW einschl. der Medienstadt Köln zu fördern. Einzig die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Kreativwirtschaft und traditionellen Branchen scheint ein Lichtblick mit Potenzial zu sein - entwickelt von der Kreativgesellschaft. Ist Hamburg noch in der Vitalität von "Tag 1", wie es Jeff Bezos fordert, besessen von Kunden, skeptisch gegenüber Lösungen im Schneckentempo, eifrig bei der Aufnahme neuer Trends und schnell beim Finden von Entscheidungen? Oder ist die Medienszene schon an "Tag 2", gefangen im Stillstand, gefolgt von Irrelevanz und einem qualvollem Niedergang? Die Tatsachen rund um "Microsoft", "T-Online" und "VideoDays" sowie die sinnfreien Abwehrgefechte lokaler "Medienprominenz" lassen nichts Gutes ahnen.
Hinweise, Anregungen und Kritik zum Hamburg Digital Statement sind herzlich willkommen unter hamburg@hansevalley.de.
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW Hamburg-Neustadt, Dammtorstraße am Gänsemarkt. Hinter der gläsernen Fassade verbirgt sich das journalistische Herz das Business-Netzwerks "Xing". Auf 3 Etagen arbeiten insgesamt mehr als 500 Mitarbeiter am Erfolg des deutschsprachigen Business-Netzwerks. Mit "Xing News" hat sich die Karriereplattform selbst zu einem Medium entwickelt - mit eigenen Inhalten und einem Ohr für die Expertise seiner Nutzer.
"Xing"-Chefredakteurin Jenniger Lachmann Foto: Xing AG
Das grüne "Xing" ist die Content-Fabrik der Burda-Tochter in Hamburg. Journalisten und Werkstudenten, Entwickler und Designer arbeiten hier im Herzen des größten der 3 "Xing"-Standorte an Inhalten und Traffic für den "Linkedin"-Konkurrenten. An ihrer Spitze steht eine langjährig-erfahrene Wirtschaftsjournalistin. Unser HANSEPERSONALITY ist "Xing"-Chefredakteurin Jennifer Lachman: Steigen wir mitten ein ins Tagesgeschäft: Im Rahmen Ihrer Serie "10 Wochen - 10 Themen" zur Bundestagswahl haben Sie die AfD voll mit einbezogen? Sie waren US-Korrespondentin, Medienredakteurin und Wirtschaftsredakteurin? Warum haben diese Entscheidung getroffen? Wir haben Xing-Klartext vor zwei Jahren als pluralistische, politisch neutrale Plattform gestartet. Unser Ziel ist es, einen Raum zu bieten, in dem sich die 12 Millionen Xing-Nutzer miteinander austauschen können – auch über kontroverse Inhalte. Das Prinzip ist immer: eine Debatte, mehrere Standpunkte – von Experten, Betroffenen, Beobachtern. Die Nutzer können sich dann über die verschiedenen Meinungsbeiträge ihr eigenes Urteil bilden und miteinander austauschen. Wir wollen das Gegenteil von Filterblase und Echokammer sein. Wir haben im Rahmen unserer Wahlberichterstattung zehn aktuelle Fragen an die Spitzenpolitiker der Parteien gestellt: 'Sollte Deutschland mehr Geld für Rüstung ausgeben? Was tun, damit die digitale Revolution nicht zum Jobkiller wird? Wie lässt sich die Migration steuern?' Die AfD sitzt in 13 von 16 Landtagen. Sie hat realistische Chancen, in den Bundestag einzuziehen. Wir fanden es enorm wichtig, dass auch sie den Wahlberechtigten ihre Positionen offen und konkret darlegt – und das im direkten Vergleich mit den anderen fünf großen Parteien. Hätten wir sie nicht beteiligt, hätte das den „Opfer-Mythos“ derjenigen gestärkt, die meinen, die Presse würde die AfD bewusst ausschließen. Die Brexit-Entscheidung und die Wahl von Donald Trump haben uns gezeigt: Es ist gefährlich, Meinungen zu ignorieren, wenn sie nicht in das eigene Weltbild passen. Deswegen können sich die Nutzer bei uns informieren: 'Warum hält die AfD Klimaschutz für einen Irrweg? Warum spricht sie sich gegen Inklusion aus? Wie ist es wirklich um ihr Frauenbild bestellt?' Manche haben uns dafür kritisiert, dass wir der AfD eine Plattform gegeben haben. Viele fanden es aber auch genau richtig. Seit 2 Jahren gibt es "Xing Klartext" - eine eigene Redaktion innerhalb des Business-Netzwerks "Xing". Warum produzieren Sie als Journalistin zusammen mit einem fast 10-köpfigen Team eigene Inhalte? Worin unterscheiden sich Ihre Geschichten von denen klassischer Medien?
Xing wandelt sich immer mehr vom virtuellen Adressbuch zu einer Plattform, die unseren Nutzern all das bieten soll, was sie brauchen, um im Job voranzukommen. Neben den Kontakten sind das Stellenanzeigen und inzwischen eben auch journalistische Inhalte. Wir produzieren bei Xing Klartext mindestens eine Debatte am Tag. Die Bandbreite reicht von Themen rund um Job & Karriere wie 'Haben Schwule und Lesben wirklich die gleichen Chancen im Job?' über Trendfragen wie 'Künstliche Intelligenz: Wird unser Leben bald von Robotern beherrscht?' bis hin zu aktuellen Themen, wie zum Beispiel die Bundestagwahl. Unsere Arbeit ähnelt die einer klassischen Redaktion: Themen identifizieren, setzen, spannende und kompetente Gesprächspartner finden und für sich gewinnen. Wir wollen informieren, unterhalten und zum Nachdenken anregen. Was uns unterscheidet? Bei uns stehen die Reaktionen der Nutzer stärker im Vordergrund als bei klassischen Medien: Wir lesen die hunderte Kommentare, die uns täglich erreichen, und ziehen daraus weitere Beiträge, wenn sie die Ursprungsdebatte bereichern und ergänzen. Der Prozess ist also interaktiv. Da steht dann der Beitrag des Xing-Nutzers, der Automobilexperte ist, plötzlich neben dem des Automobil-Vorstands.
Sie sitzen zusammen mit Entwicklern, Designern und QA-Experten in einer Unit rund um das Thema News. Mehr als 20 Techis und fast 10 "News-Junkies" aus 14 Nationen unter einem Dach an der Dammtorstraße. Was macht Ihre Kultur in der täglichen Arbeit aus?
Xing ist ein sehr internationales, multikulturelles Unternehmen. Amtssprache ist daher auch Englisch. Es ist eine sehr junge Firma, die sich trotz einer Größe von fast 1000 Mitarbeitern den Start-up-Charakter erhalten hat. Unsere Hierarchien sind flach, alle Chefs – bis hin zu unserem Vorstandschef Thomas Vollmoeller – sitzen mit im Großraum. Alle duzen sich. Es ist ein Unternehmen, das den "New Work"-Ansatz wirklich lebt: Thomas (Vollmoeller) hat vergangenes Jahr als erster CEO einer börsennotierten Firma ein Sabbatical gemacht, bei uns arbeiten viele – auch männliche – Führungskräfte in Teilzeit.
Als ich vor zwei Jahren anfing und das Redaktionsteam aufgebaut habe, haben mir ein paar Tech-Kollegen später gestanden, dass sie etwas nervös waren: 'Wie sind Journalisten so? Wie arbeiten die? Reden die nicht irre viel?' Unser Team wurde aber schnell integriert und heute lachen wir darüber. Die Schallwand, die wir aufgestellt haben, hilft aber sicherlich auch. :-) Zu Ihren Leitthemen gehören die Arbeitswelt von Morgen (Stichwort "New Work"), Personalentwicklung in Unternehmen und wichtige Leitbranchen der Wirtschaft. Wie passt ein Videoformat wie "Xing Talk" in das Konzept? Und wie geht das Talk-Format weiter?
Wir haben Xing Talk im Sommer 2016 gestartet: Auch bei unseren Nutzern steigt die Nachfrage nach Bewegtbild- und Podcast-Formaten. Wir haben daher einen unserer Meeting-Räume umgebaut, in das kleinste, aber schönste TV-Studio der Welt. Zum Start hatten wir tolle, prominente Gäste: Dietrich Grönemeyer hat über Achtsamkeit und die Zukunft der Medizin gesprochen. Heike Henkel darüber, wie sie Spitzen-Managern beibringt, mit Hochstressphasen umzugehen. In der zweiten Staffel, die im Oktober beginnt, wollen wir ausprobieren, wie nutzwertige Inhalte funktionieren: Wir produzieren gerade Xing Talks, die unsere Nutzer beruflich weiter bringen sollen. Von Tipps für Berufsanfänger, die ihr erstes Gehalt verhandeln wollen bis hin zum älteren Arbeitnehmer, der wissen will, wie er sich am besten auf die Rente vorbereiten kann. Sie öffnen sich mit dem Netzwerk gegenüber traditionellen Medienhäusern als Vertriebsplattform. So hat das Magazin "Business Punk" rd. 135.000 Follower bei Ihnen. Wie funktioniert die Vermarktung für Ihre Kunden aus Verlagen und Medienkonzernen? Wir sehen die Verlage und Medienkonzerne, mit denen wir arbeiten, nicht als Kunden, sondern als Partner. Als wir vor ein paar Jahren anfingen, im Content-Segment aktiver zu werden, haben wir als erstes die Branchen-Newsletter gestartet: ein Algorithmus stellt die Artikel zusammen, die im Netz besonders viel gelesen oder geteilt werden. Diese Newsletter wurden von unseren Mitgliedern sehr gut angenommen, so dass wir das Thema schnell ausgebaut haben. Heute liefern wir einmal am Tag „das Wichtigste kompakt“ für mehr als 25 Branchen – und das an 5 Millionen Nutzer in der Woche.
Durch die hohe Verbreitung und Nutzung hat sich Xing für viele Verlage und Medientitel zu einem der wichtigsten Traffic-Lieferanten entwickelt, so dass mehr als 450 von ihnen inzwischen eigene News-Seiten auf XING pflegen, um diesen Effekt zu verstärken. Wir stehen mit den Machern und Entscheidern bei den Verlagen – vom Großverlag bis hin zu den kleinen Fachverlagen – im persönlichen Kontakt und entwickeln das Geschäft partnerschaftlich weiter.
Vor wenigen Wochen haben wir News Plus gestartet, um Medien dabei zu unterstützen, auch kostenpflichtige Inhalte zu vertreiben. Dazu kooperieren wir mit Medien wie "Die Welt", "Die Deutsche Verkehrszeitung" oder die "Zeit Akademie". Branchennewsletter, Expertengeschichten, Videointerview, Paid Content-Plattform: Was dürfen wir als Nächstes von "Xing News" erwarten? Wird das Business- und Karrierenetzwerk zu einem YouTube fürs Geschäft? Verraten Sie uns ein wenig, was Sie planen! Tatsächlich haben wir in den vergangenen Jahren mit einer hohen Geschwindigkeit neue Formate entwickelt und an den Markt gebracht. Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir uns verstärkt auch damit beschäftigen, die einzelnen Angebote inhaltlich zu schärfen und noch besser aufeinander abzustimmen. Aber ganz ohne neue Formate können wir auch wieder nicht. Verraten kann ich zumindest, dass wir uns verstärkt mit Video-Inhalten beschäftigen werden. In Pöseldorf frühstücken und am Hamburger Berg feiern - das ist es, was Sie persönlich schätzen. Sie leben als gebürtige Britin seit rd. 27 Jahren in Deutschland und sind gerade eingebürgert worden. Ganz privat: Was lieben Sie an Hamburg - privat wie beruflich? Die Vielfalt: Wer mag, kann in Pöseldorf frühstücken und abends am Hamburger Berg feiern gehen. Jeder Stadtteil hat seine Eigenheiten. Außerdem: das Wasser. Im Sommer liebe ich stehpaddeln auf der Alster, im Winter lange Spaziergänge an der Elbe. Beruflich macht es mir derzeit irre Spaß, mich mit den anderen Digitalkonzernen zu vernetzen: Die Kolleginnen und Kollegen von Google oder von Dropbox sitzen ja alle quasi um die Ecke.
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Vielen Dank für die offenen Antworten! Das Interview führte Thomas Keup. Hamburg Digital Background:
HANSESTATEMENT: Die Herausforderungen des Medienstandorts Hamburg - ein Hamburg Digital Statement von Chefredakteur Thomas Keup - am kommenden Mittwoch exklusiv hier auf HANSEVALLEY.
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