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Freitag, 2. August 2019

HANSEPERSONALITY Karel J. Golta: Hamburg kann mehr als Hafen.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW


Industriedesigner und pragmatischer Innovator: Karel J. Golta
Foto: HANSEVALLEY

Es ist keine Agentur. Es ist keine Organisationsberatung: Das Hamburger Unternehmen Indeed Innovation geht einen ganz eigenen Weg. Fernab austauschbarer Prozessfolien konzentriert sich das 45 Mann starke Team um individuelle Problemlösungen und technische Möglichkeiten. Gründer aus eine, Management Buy-out füllt Indeed Innovation eine Lücke zwischen Unternehmensberatungen und IT-Dienstleistern.

Beim "Digital Kindergarten" lernten wir Karel J. Golta kennen  - mit spannenden Aussagen zur Zukunft der Arbeitswelt in einer durch Künstliche Intelligenz veränderten Arbeitswelt. HANSEVALLEY hat die Chance genutzt und den Schweizer Industriedesigner zu Vogel-Strauss und Innovationen, Technologien und Möglichkeiten interviewt. Unser HANSEPERSONALITY ist Karel J. Golta:

Lieber Karel Golta: Sie sagen 'Eigentlich dürfte es Indeed gar nicht geben' - wenn Unternehmen ihre Innovationen selbst treiben würden. In Hamburg haben sich Hapag-Lloyd, die HPA, die Otto Group oder auch Tchibo auf den Weg gemacht. Hand aufs Herz: Was ist der schwerwiegenste Fehler in der digital-vernetzten Geschäftswelt, den Firmen machen können - und warum? 

Ein schwerer Fehler ist darauf zu vertrauen, dass es früher ja auch immer gut gegangen ist, und man deshalb einfach nur im Flow bleiben muss. Oder kurz gefasst: Sich zurücklehnen und nicht aktiv die Zukunft gestalten. 

Seit 20 Jahren verändern neue Geschäftsmodelle immer mehr Branchen. Dabei geht es eben nicht mehr nur um das Wie oder das Was sondern oftmals ums Warum. Menschen nutzen zum Beispiel AirBnB nicht nur, weil es günstiger als ein Hotel ist, sondern weil sie auch mit Einheimischen in Kontakt treten wollen. Die Motivation verändert sich. Das bedeutet, im Unternehmen muss sich auch das Mindset entsprechend anpassen. 

Methoden, Prozesse, Strategien - einfach alles ändert sich systemisch. Es ist ein Irrsinn, wenn Firmen glauben, sie könnten eine Digital Unit oder Abteilung aufbauen, die das dann losgelöst vom restlichen Unternehmen abarbeitet.

Besuchen wir Hamburgs Vorstandsetagen: Das Geschäft läuft dank steigendem Welthandel gut, Zukäufe (z. B. von Container-Terminals) sichern das Wachstum und Verlagerung von Produktion (z. B. Fracht von Bremen nach Hamburg) sichert den Standort. Wie kommen Vorstände aus ihrer bequemen Blase raus, um wirklich die Zukunft anzupacken?

Einsicht ist der erste Schritt zur Veränderung. Vor 160 Jahren konnte man Eis nur gewinnen, indem man an einem See den kalten Winter abgewartet hat, um dann mit einer Säge das Eis zu ernten. Produktionskapazität war die Größe des Sees. Die Nachfrage durch steigernde Bevölkerung gesichert. Und wenn ein heißer Sommer kam, war spätestens im Herbst das Eis ausverkauft.

Heute gibt es keine „Eis-Bauern“ mehr. Sie wurden durch Eisfabriken ersetzt. Und schließlich die Eisfabriken durch Kühlschränke. Kein Eis-Bauer wurde zum Eisfabrikant. Kein Eisfabrikant zum Kühlschrankhersteller.

Wenn Vorstände die schöpferische Zerstörung nicht als Geschäftsrealität für ihr Unternehmen akzeptieren und proaktiv die Zukunft gestalten, dann wurden sie vom Aufsichtsrat falsch berufen.

Das System des Shareholder Value börsennotierter Aktiengesellschaft ist aus Ihrer Sicht für Innovationen eher schwierig. Zugleich betreuen Sie NASDAQ- und DAX-Konzerne ebenso, wie Familienunternehmen und Startups. Wie helfen Sie einer Company, aus den ausgetrampelten Pfaden herauszukommen? Gibt es ein Innovationssystem? 

Etablierte Unternehmen betreiben leider oftmals nur noch Produktentwicklung. Sie haben ja eine bestehende Kundenbasis und wollen denen noch mehr Produkte verkaufen. Start-Ups hingegen betreiben Customer Sourcing, denn ihnen fehlen die Kunden. Dadurch sind sie viel eher an den wirklichen Bedürfnissen von Kunden und Nutzern interessiert.

Der erste Schritt heißt also Nutzerzentrierung und Kundenfokus, indem man relevante Einsichten in deren Ökosystem und Bedürfnisse gewinnt. Und diese nicht nur durchs Marketing, sondern auch durch Produktmanagement und vor allem durch die Entwicklungsabteilung. Empathie für die Nutzer ist ein essenzieller Schlüssel für Innovationen.

Im Weiteren gehört Mut und Risikobereitschaft dazu, um aus den Erkenntnissen wirklich neue und gute Lösungen zu entwickeln. Dabei kann man sehr agil vorgehen und sich vom Prototyp, den man durch die Zielgruppe validiert, zum MVP weiterhangeln. 

Am Ende geht es aber auch hier um die Kultur. Ein Unternehmen muss mit allen seinen Mitarbeitern Innovationen entwickeln wollen – Silo übergreifend und mit Fokus auf Umsetzung. Solange eine Idee nur in der Schublade schlummert, so lange wird es auch keine Innovation geben können. Leider gibt es für diese komplexe Aufgabe keine einfache Lösung.

Stellen Sie sich vor, ich leite ein Traditionsunternehmen und lade Sie zum Pitch ein. Sie berichten mir von branchenübergreifender Denke, von individueller Herangehensweise. Butter bei die Fische: Warum soll ich meine Firma mit Ihnen innovieren, und nicht mit Accenture, Deloitte oder durch eine Tech-Agentur? Sie haben ja auch rd. 2/3 Techis an Board...

Der Vorteil unserer Größe ist, dass wir eine absolut persönliche Betreuung bieten. Bei uns gibt es keine Overheads in Form von Executives, Partnern oder Vertical Leads, die alle viel Geld kosten aber nicht die ganze Zeit mit 100% Engagement auf ihrem Projekt sitzen und Verantwortung übernehmen.

Die Büros von Indeed Innovation in Hamburg.
Foto: Indeed

Unsere Kollegen sind alles besondere Menschen und hervorragende Fachkräfte, die erst dann ruhen, wenn das Projekt die Ziellinie passiert hat. Denen geht es nicht um Titel und Headcounts, sondern darum täglich Neues zu schaffen. Innovation ist People Business. Das Zwischenmenschliche muss stimmen, nicht die Marke des Beraters.
Eines der aktuell heißesten Themen ist die Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die digital-vernetzte Arbeitswelt. Zur Zeit sind die skizzierten Szenarien für viele Menschen ein Schreckgespenst. Sie sagen, in 5 Jahren kommen wir in eine Zeit Domain-übergreifender KI, die Kontexte versteht. Was heißt das für das Berufs- und Geschäftsleben?

Wir werden endlich mehr wirklich gute und wichtige Arbeit leisten können. Viele Aufgaben in den meisten Berufen, vom Anwalt über den Arzt bis hin zum Architekten sind bürokratisch. Sie brauchen weder viel Gehirnschmalz noch bringen sie Spaß. Dennoch sind sie relevant. 

Wie viele E-Mails beantworten Sie jeden Tag, die eigentlich sinnbefreit sind? Wieviel Zeit verwenden Sie für Dokumentation oder die Suche nach Informationen? 

Wenn KI Kontext zwischen zwei und mehr Domains schafft, dann werden wir viele der eher stumpfen und unkreativen Arbeiten einfach wegdelegieren können. Im besten Fall wird es dann nur noch spannende und herausfordernde, also menschliche Arbeit geben – wie eben das innovieren.

Bleiben wir einen Augenblick bei Künstlicher Intelligenz: Was müssen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in den kommenden 5 Jahren machen, um nicht durch selbstlernende KI überrascht und in der Folge verdrängt zu werden. Und vor allem: Welche Branchen sollten aus Ihrer Sicht langsam aber sicher loslaufen?

KI ohne Daten ist nutzlos. Und wenn ich nicht weiß, was ich mit den Daten beabsichtige zu tun, sind diese sinnlos.
Insofern muss sich jedes Unternehmen zuerst einmal überlegen, ob, wo und wie es Daten generiert oder generieren könnte. Dann kann im Rahmen eines ersten KI-Innovationsprojektes geschaut werden, was mit diesen Daten alles zu erreichen wäre, bzw. welchen Wert, welchen Output mit ihnen fürs Unternehmen oder seine Kunden geschaffen werden könnte.

Unternehmen, die schon heute ein hohes Datenvolumen mittels Kundendaten, Messdaten, etc. generieren, sollten dringend ein KI-Projekt anstoßen. Denn ihre Branche könnte sehr schnell durch neue Geschäftsmodelle und Services disruptiert werden. Aber Achtung: KI-Projekte sind keine IT-Projekte.

Sie sind ein 'neugieriger Mensch' - professionell ganz vorn als Innovator, persönlich eher ein Multiplikator funktionierender Möglichkeiten. Nach 19 Jahren "schönste Stadt" und persönlicher Bindung in Volksdorf: Was läuft in Sachen Innovationen in Hamburg richtig gut? Aber warum verliert Hamburg jede Marktführerschaft wieder an andere Städte und Regionen?


Jede Stadt hat ihr "Beast": Der Hamburger Hafen von der Elphi
Foto: HANSEVALLEY

Richtig gut ist das Clustermanagement. Mit acht Clustern, die clever aufgesetzt und gut vernetzt sind, schafft Hamburg eine enorm gute Innovationspolitik. Da ich selbst in zweien als Vorstand und als Beirat aktiv bin, erlebe ich wöchentlich, welche Vielfalt die Hansestadt bietet und welches Potenzial vorhanden ist. 

Hamburg steckt jedoch selbst im „Innovators Dilemma“. Als ewige Handelsstadt mit Krämerseele hat sie sich immer um den Hafen gekümmert. Bis heute. Alles andere ist zwar interessant, aber eben nicht so wichtig wie das etablierte System des Handels. Dies kann sich nachteilig auswirken, denn Monokulturen waren noch nie für ihre Resilienz bekannt. 

Die hiesige Politik schiebt zwar regelmäßig Dinge an, in der Hoffnung sich später im Lichte des Erfolges sonnen zu können. Was aber unerlässlich ist: Man muss das Baby auch über die Ziellinie tragen (wollen). Man muss Neues soweit und solange (auch nach Rückschlägen) fördern und global denken, bis die ganze Welt verstanden hat: Hamburg kann mehr als Hafen.

*  *  *

Vielen Dank für die spannenden Antworten!
Das Interview führte Thomas Keup.


 Hamburg Digital Service: 

Indeed Innovation:
indeed-innovation.com

Hamburger Wirtschaftscluster:
hamburg.de/wirtschaft/clusterpolitik/


 Hamburg Digital Background: 

HANSEEXKLUSIV Staatsrat Jan Pörksen:
Die Dienstleistungen des Staates vom Nutzer her denken.
hansevalley.de/2019/04/hanseexklusiv-dr-jan-poerksen.html

HANSEPERSONALITY Benny Bennet Jürgens:
In unserer Jetzt-und-Sofort-Gesellschaft muss der Mehrwert sofort spürbar sein.

hansevalley.de/2019/04/hansepersonality-benny-bennet-juergens.html

HANSEPERSONALITY Henning Schneider:
Hamburg sollte sich den digitalen Vorsprung nicht nehmen lassen.
hansevalley.de/2019/03/hansepersonality-henning-schneider.html

Sonntag, 3. September 2017

HANSEPERSONALITY Uwe Jens Neumann: Wir wollen im Jahr 2025 DAS Digital-Cluster in der Metropolregion sein.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es ist das älteste Technologie-Netzwerk Hamburgs und das größte Business-Netzwerk Norddeutschlands: Hamburg@work. Mehr als 2.000 Mitglieder aus über 650 Unternehmen machen das ehemalige Cluster-Netzwerk der Hansestadt zu einem Vorreiter der Digitalisierung. Am 7. September d. J. feiert das Netzwerk mit einem "Zukunftskongress" auf Kampnagel sein 20-jähriges Jubiläum.
Hamburgs Digitaler Vordenker:
Vorstand Uwe Jens Neumann
Foto: Hamburg@work

Wie fing alles an, damals 1997, als sich die Hamburger Multimediabranche zusammenschloss? Was ist in den vergangenen 20 Jahren alles passiert - in der Startupszene,  am Medienstandort und in der digitalen Wirtschaft? Und was können wir in den kommenden Jahren vom "Digital-Cluster" an Alster und Elbe erwarten? Unser HANSEPERSONALITY ist Hamburg@work-Gründer und Vorstand Uwe Jens Neumann:


Lieber Herr Neumann: Ihr Baby ist erwachsen geworden, hat eine schöne Kindheit und eine lebendige Jugend gehabt und ist mitten im Studium der "Digital Innovation & Business Transformation". Was geben Sie als stolzer Vater ihrem "Erstgeborenen" Hamburg@work zum 20. Geburtstag als wichtigste Botschaft mit auf den Weg?

Hamburg@work ist längst aus den Kinderschuhen heraus gewachsen, hat die wilden Dotcom-Jahre hinter sich gelassen und den Internet-Crash Anfang der Nullerjahre gut überstanden. Heute sind wir DAS Netzwerk für die digitale Wirtschaft im Norden und führen Hamburg mit in die digitale Zukunft.

"Weiter so! Du hast den richtigen Weg eingeschlagen."

Unser Jubiläum feiern wir im September mit einem 20th Anniversary Summit "The Next 20 Years" - mit hochkarätigen, internationalen Speakern. Denn die Digitale Zukunft bietet neben viele Chancen auch Gefahren. Face recognition, mobile payment, wearable technology und artificial intelligence werden bald zu den absoluten Standards gehören und heute müssen die Weichen dafür gestellt werden. Dazu möchten wir unseren Beitrag leisten und die digitalen Transformationsprozesse der Hamburger Wirtschaft durch Bau von Cluster-Brücken zwischen unterschiedlichen Branchen voranzutreiben.

Wenn ich jetzt gefragt werde, was ich Hamburg@work für die nächsten 20 Jahre mit auf den Weg gebe, dann kann ich nur sagen: Weiter so! Du hast den richtigen Weg eingeschlagen. Digitalisierung erfasst heute alle Wirtschafts- und Lebensbereiche und Du bist dafür super ausgebildet und positioniert.

RETROSPEKTIVE@WORK

Gehen wir zusammen ein wenig zurück in der Historie: Netzwerk der Hamburger Startupszene, Netzwerk der Hamburger Medienbranche, Netzwerk der Hamburger IT-Industrie - Hamburg@work ist so eng mit Hamburgs digitalen Branchen verbunden, wie keine zweite Initiative. Worauf sind Sie besonders stolz in den vergangenen 20 Jahren?

Bereits Ende 1995 veranstaltete die Hamburgische Wirtschaftsförderung ein erstes Treffen der „Hamburger onlineKapitäne“ für internetaffine Unternehmen, damals eine richtige Innovation, da das Thema Internet noch recht neu war. Aus dem Kreis der onlineKapitäne wurde kurze Zeit später der Förderkreis Multimedia.

"Die Digitalisierung läutet einen fundamentalen Wandel ein"

Dieser schloss sich dann als privater Partner der Stadt der Initiative „Hamburg-newmedia@work“ an, einer Public-Private Partnerschaft mit dem Hamburger Senat und der Wirtschaftsbehörde unter Senator Dr. Thomas Mirow. Der große Internethype führte damals dazu, dass wir in wenigen Monaten 800 Mitglieder gewannen, der weiße Mitgliedsausweis war Eintrittskarte zu Szene-Events und ein richtiges Statussymbol. Eine aufregende Zeit.

Als die Internet-Blase 2001 mit einem großen Knall platzte, haben wir uns jedoch keinesfalls zurückgezogen, sondern einfach weitergemacht. Denn wir haben immer geglaubt, dass das Internet und die Digitalisierung einen fundamentalen Wandel einläuten würden. Mit Abklingen des Hypes konzentrierten wir uns etwas bodenständiger auf Medien, IT und Telekommunikation. Aus der Initiative und dem privat-wirtschaftlichem Trägerverein wurde „Hamburg@work“.

Heute hat Hamburg ein spezielles Cluster-Netzwerk für die Medienbranche, gibt es in Hamburg mehrere Netzwerke rund um die Startupszene, fokussieren neue Technologie-Initiativen auf Zukunftsthemen, wie Augmented- & Virtual Reality, Blockchain und den Drohneneinsatz. Was waren für Sie als Vorstand besondere Herausforderungen in den vergangenen 2 Jahrzehnten?

Die wirklichen Herausforderungen entstanden dadurch, dass sich die Digitale Transformation rasend schnell aus den Lehrjahren in der Medienwirtschaft in alle Wirtschaftsbereiche erstreckte. Das galt und gilt es weiterhin neu zu organisieren. Eine Initiative, die auf die Medienwirtschaft ausgerichtet war, konnte unmöglich das alles abdecken.

"Horizontale Ausrichtung auf Themen, die für alle gelten"

So erfolgte in der Public-Private-Partnerschaft mit dem Senat eine noch stärkere vertikale Konzentration auf Medienthemen und die Überleitung in die Initiative nextMedia.Hamburg, deren Partner wir auch weiterhin sind.

Der Verein hingegen behielt seinen Namen „Hamburg@work“ und folgte dem eingeschlagenen Weg in einer horizontalen Ausrichtung auf Themen, die für alle Wirtschaftsbereiche gleichermaßen gelten: Dem Zukunftsthema Digitalisierung in seinen technischen Möglichkeiten, den Themen Innovation und Arbeitswelt sowie deren Folgen für die Gesellschaft und Politik.

Sie haben seit 1999 die Geschicke der Wirtschaftsförderung gelenkt und sind Wirtschafts- und Organisationswissenschaftler mit Abschluss an der Hamburger Bundeswehr-Hochschule. Hand aufs Herz: An welche Momente in mehr als 20 Jahren Wirtschaftsentwicklung erinnern Sie sich besonders gern - unabhängig Ihrer Herzensthemen rund um neue Technologien?

Als ich 1999 in die Wirtschaftsförderung eintrat, war diese nach Staaten und Sprachräumen organisiert. Der Hamburger Senat entschied sich kurze Zeit später, seine Wirtschaftspolitik an den für Hamburg relevanten Clustern auszurichten. Mit der Initiative Hamburg@work waren wir Vorreiter in der Cluster-Entwicklung und haben damit unbeabsichtigt die Blaupause für weitere Cluster-Netzwerke geliefert. 

"Alle befassen sich mit Themen der Digitalen Transformation"

Heute gibt es Cluster-Organisation in der Logistik und Luftfahrt bis hin zu Erneuerbaren Energien, Gesundheitswirtschaft und länderübergreifende für Life-Science und Maritime Wirtschaft. Die Liste ist nicht abschließend und wird ständig länger. Und alle befassen sich mit Themen der Digitalen Transformation.

PERSPEKTIVEN@WORK

Lassen uns einen Moment persönlich sprechen: Digitalisierung und Transformation ist in aller Munde, kein Bereich von Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft, der nicht zunehmend von Technologien berührt und beeinflusst wird. Welche Chancen und Risiken sehen Sie in den kommenden Jahren mit der Digitalisierung auf jeden von uns zukommen?

Die Digitalisierung ist die größte politische und gesellschaftliche Herausforderung unserer Zeit und wird den Menschen wirtschaftliche und auch soziale Vorteile bringen, dazu gehören Kommunikations- und Bildungsmöglichkeiten für Alle, digitale und flexible Arbeitswelten, und der ständige Zugriff auf Informationen.

"Ich weiß immer, ob Familie oder Einbrecher die Wohnung betreten"

Mir persönlich macht das Thema „Smart Home“ jetzt schon sehr viel Spaß. Ich weiß immer, ob die Putzfrau, Familie oder etwa Einbrecher die Wohnung betreten, bewässere im Urlaub Pflanzen und Rasen per App und kurz vor Urlaubsende schalte ich aus der Ferne die Heizung wieder an. Und wer weiß, was da noch möglich sein wird! “

Sie gehören zu gut einem Dutzend engagierter Innovatoren, die in Hamburgs Branchen, Firmen und Institutionen die Digitalisierung fernab von "digitalen Kindergärten" vorantreiben. Was haben Sie sich als Innovator hinter Hamburg@work für die Zukunft Ihres digitalen Netzwerkes vorgenommen? Können wir mit Überraschungen rechnen?

Kurz gesagt: Mit Hamburg@work wollen wir spätestens im Jahr 2025 DAS Digital-Cluster in der Metropolregion sein. Das heißt, wir treiben Digitalisierungsprojekte interdisziplinär voran, denn die Disruption, die wir in den letzten Jahren in der IT- und Medienwelt erlebt haben, werden wir in allen Wirtschaftszweigen sehen.

"Wir wollen die wichtigen Hamburger Wirtschaftcluster unterstützen"

Wir wollen die wichtigen Hamburger Wirtschaftscluster, also beispielsweise Logistik, Life Science, Aviation, Erneuerbare Energien und die Maritime Wirtschaft, hierbei unterstützen. Aktuell sind wir hier mit den Clustern Logistik und Gesundheitswirtschaft in Kooperationsgesprächen.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Sie sind seit ihrem Studium an der Elbe zu Hause, Sie haben die Managerinnen von Nextmedia.Hamburg damals in der Wirtschaftsförderung eingestellt. Ihr Ausblick: Wie gut ist unsere Stadt in Sachen Digitalisierung von Wirtschaft, Verwaltung und Stadtleben aufgestellt? Und wo geht noch ein bisschen mehr?

Wenn es gelingt, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zur Smart City zu in den nächsten Jahren zu meistern, könnte Hamburg in 15 Jahren eine der attraktivsten Metropolen in Europa werden. Schon heute plant die Stadt mit Partnern aus der Wirtschaft Projekte in den Bereichen Verkehr, Steuerung von Straßenbeleuchtungen, Bürgerdienstleistungen und in der Hafenlogistik. 

"Der Austausch zwischen den Clustern ist zu gering"

Aber die Stadt braucht eine Vernetzung der verschiedenen Wirtschaftszweige: Es gibt so viele parallele Initiativen und Angebote, aber der Austausch zwischen den Clustern ist zu gering. Digitale Disruption entsteht aber gerade durch interdisziplinäres Denken. Hier wollen wir weitere Angebote initiieren, um Hamburgs Rolle in der Transformation Deutschlands zu festigen.

Im Hamburg der Zukunft könnte es dann einen florierenden Einzelhandel geben, der zum Digital Retail geworden ist und die Läden nur noch zur Markenhaptik nutzt, verarbeitende Industrie 2.0, die mit 3D-Druck und Robotern angelieferte Elektrobestandteile individualisiert weiterverarbeitet und ruhigere Innenstädte durch leise Elektroautos. Das sind nur einige konkrete Punkte, die mir einfallen.

Vielen Dank für die offenen Worte!


Das Interview führte Thomas Keup.

*  *  *

 Hamburg Digital Background: 


Hamburg@work - Zukunftskongress
https://www.digitalcluster.hamburg/summit

Solutions.Hamburg - Programm
https://solutions.hamburg/programm

Hamburg@work - Wir über uns
https://www.medianet.hamburg/wir-ueber-uns/



Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


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Mittwoch, 25. Januar 2017

HANSEPERSONALITY Michael Kruse: Hamburg - Digitale Diaspora statt Digitale Stadt.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW


Michael Kruse: Tritt der rot-grünen Koalition auf die Füße, wenn nötig.
Foto: Michael Kruse / Patrick Lux
Er ist ein waschechter Hamburger, gelernter Volkswirt und Unternehmensberater. Der 33-jährige Michael Kruse ist vor allem aber ein Hamburger Politiker - und das mit Herz und Seele. Der Freie Demokrat engagiert sich für den Hafen und die Wirtschaft, die Digitalisierung und die Entwicklung der Stadt. 

Als parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion in der Bürgerschaft hat er den Hut auf, der roten-grünen Koalition die kritischen Fragen zu stellen. In diesem Jahr kandidiert er für die FDP für den Deutschen Bundestag und als Direktkandidat für Hamburg-Mitte.

Die Förderung von Technologien und Startups gehört ebenso zu den Schwerpunkten des präsenten Abgeordneten, wie die Digitalisierung der Hamburger Verwaltung und der städtischen Unternehmen. Wir stellen dem Volksvertreter aus Barmbek die Fragen, die er im Parlament Bürgermeister Olaf Scholz und Wirtschaftssenator Frank Horch stellt.


In einer Zeit von verdrossenen Wählen, die zur AfD flüchten, einer postfaktischen Zeit, in der Gefühle wichtiger zu sein scheinen, als Fakten: Warum hast Du Dich professionell für Politik entschieden? Und was macht aus Deiner Sicht die FDP von 
Christian Lindner im Wahljahr 2017 anders, als alle anderen Parteien?

Meine Motivation und auch der Grund, warum ich in die Politik gegangen bin, sind die vielen Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft. Die Mittelschicht und der Mittelstand werden seit Jahren immer mehr belastet. Steigende Gesundheitskosten, die kalte Progression und immer mehr Bürokratie nehmen den Menschen die Luft zum Atmen und den Unternehmen ihren gestalterischen Spielraum. 
Das wollen wir als Freie Demokraten ändern.

Digitales Entwicklungsland dank Angela Merkel:  
"Wo war die denn in den letzen 20 Jahren?"

Wir wollen Selbstbestimmung und Aufstiegschancen für alle ermöglichen, wollen aus Deutschland ein Chancenland machen und den Menschen wieder Mut und Optimismus geben. Wir müssen dafür die Möglichkeiten der Digitalisierung viel stärker nutzen. Deutschland ist heute ein digitales Entwicklungsland, und das liegt auch an einer Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die das Internet noch kürzlich als „Neuland“ bezeichnete. Wo war die denn in den letzten 20 Jahren, frage ich mich. In keiner anderen Industrienation wird die digitale Revolution so sträflich vernachlässigt, wie in Deutschland.

Ganz persönlich stehe ich dafür, dass es wieder mehr um Fakten geht in der Politik. Unterschiedliche Meinungen sind normal, aber in vielen politischen Diskussionen hapert es ja auch an einem fundierten Verständnis von Sachzusammenhängen. Das treibt mich um, seit ich mich für Politik interessiere. An dieser Stelle möchte ich mit meiner Arbeit einen Unterschied machen.

Die Stadt Hamburg hat Anfang 2
015 die Strategie “Digitale Stadt” verabschiedet. Im Mittelpunkt sollen digitale Anwendungen stehen, die die Zusammenarbeit von Verwaltungen, Unternehmen und Hamburgern vereinfachen. Wie weit ist die Digitalisierung der Hansestadt aus Deiner Sicht vorangeschritten?

Die Strategie „Digitale Stadt“ soll Innovationspotenziale für alle gesellschaftlichen und staatlichen Bereiche erkennen und fördern. An sich ist das ein guter Ansatz, aber leider ist hier bislang kaum etwas geschehen. Die Digitalisierung führt bei Rot-Grün ein stiefmütterliches Dasein. Denn die Realität der Menschen in Hamburg ist nicht die aus blumigen Reden von Senatspolitikern. Die Realität der Menschen ist: Wer einen neuen Personalausweis beantragt, der muss sich einen Tag frei nehmen, weil das immer noch analog gemacht werden muss und der Senat ein Terminvergabesystem eingeführt hat, das zu zwei Monaten Wartezeit führt. Das ist digitale Diaspora statt digitale Stadt.



Zwei Monate Wartezeit in den Kundenzentren:
"Das ist digitale Diaspora statt digitale Stadt."


Und auch bei der Abarbeitung des Koalitionsvertrags hapert es: So sind beispielsweise die angekündigten Förderungen von Unternehmen und Prozessen, die die Digitalisierung der Wirtschaft vorantreiben sollen, bislang von Rot-Grün nicht umgesetzt worden. Ebenso fehlt bis heute die angekündigte wissensbasierte Gründerplattform, die Wissenschaft und Unternehmen besser vernetzen soll. Auch die im Koalitionsvertrag angekündigte 3-D-Druck-Strategie ist noch nicht umgesetzt. Lediglich im Masterplan Handwerk ist der 3-D-Druck als Handlungsfeld aufgenommen worden. Das sind nette Worte, ist aber insgesamt viel zu wenig.

Mittel für den Breitbandausbau:
"Versauern bald zwei Jahre auf den Konten der Stadt."

Aber was am meisten nervt: Hamburg hi
nkt bei der digitalen Infrastruktur hinterher: Der fehlende Breitbandausbau im Hafen – weniger als vier Prozent der Anschlüsse haben dort Internet - und selbst in neuen Stadtteilen wie der HafenCity - nur zwei Beispiele. Grotesk wird es, wenn man bedenkt, dass die Mittel für den Breitbandausbau bald zwei Jahren auf den Konten der Stadt liegen und dort versauern. Hier hat der rot-grüne Senat viel Zeit verdaddelt. Um eine wirkliche „Digitale Stadt“ zu werden, hat Hamburg also noch sehr viel Entwicklungsbedarf.

Ein Eckpfeiler der Strategie ist die “Digitale Leitstelle” zur Koordinierung der Aktivitäten auf Behördeneb
ene. Wie ist der Stand bei der Umsetzung dieser Leitstelle und kann sie als nachgeordnete Einrichtung ihre Arbeit effektiv leisten? Reichen die aktuellen Kompetenzen, um eingefahrene öffentliche Strukturen zu überwinden?

Leider ist auch dieses Konstrukt bislang wenig erfolgreich. Eine fachliche Zuständigkeit für einzelne Digitalisierungsthemen seitens der Leitstelle besteht nämlich nicht. Die ist nach wie vor bei den Fachbehörden. Die Leitstelle hat deshalb ausschließlich eine koordinierende Funktion und führt keine eigenen Projekte aus. Wer Behörden kennt, der weiß: Da geht gar nichts ohne Zuständigkeit.


Leitstelle mit Kompetenzen und Zuständigkeiten:
"Alles andere sind nette Worte ohne Folgen."

Meine Prognose ist, wenn sich das nicht ändert, wird auch in den Hamburger Behörden nicht viel geschehen. Wer Digitalisierung ernst nimmt, der muss eine solche Leitstelle mit Kompetenzen und Zuständigkeiten ausstatten und einen echten Reformplan vorstellen. Alles andere sind nette Worte ohne Folgen.

All dies trägt dazu bei, dass bisher nicht sichtbar ist, inwieweit die Leitstelle die Stadt Hamburg erfolgreich nach außen vertritt. Überhaupt nimmt man die Stelle noch nicht so wahr, wie man das bei einem so wichtigen Thema erwarten würde. Das ist schade und ändert sich hoffentlich noch.

Die Stadt ist u. a. mit Ihrer Konzernholding HGV Anteilseignerin an mehr als 400 Unternehmen, von Hapag-Lloyd und der HHLA über die Hochbahn bis zur HSH Nordbank und der SAGA. Wie gut sind die stadteigenen und teilweise öffentlichen Unternehmen auf die Herausforderungen der Digitalisierung der Wirtschaft
gewappnet?

Bei der Konzernholding der Stadt handelt es sich mittlerweile um einen Dschungel von Tochterunternehmen und Beteiligungen, die der Senat selbst nicht mehr zu steuern weiß, weil er schon lange keinen Überblick mehr hat. Neben dreistelligen Millionenverlusten aus städtischen Unternehmen bei der HGV führt das dazu, dass in Sachen Digitalisierung vom rot-grünen Senat keine Impulse ausgehen in Richtung der städtischen Unternehmen. Das hat natürlich langfristig Auswirkungen auf deren Innovationsfähigkeit.



Innovationsfähigkeit in defizitären Beteiligungen:
"Das riesige Unternehmensportfolio der Stadt ausmisten."

Auch, weil selten öffentliche Unternehmen Innovationen vorantreiben, sehen wir die vielen Unternehmensbeteiligungen der Stadt kritisch. Die Realität ist doch: Wenn ich vorher weiß, dass die Steuerzahler auch hohe Verluste ausgleichen, senkt das die Innovationsbereitschaft von Unternehmen. Wir müssen das riesige Unternehmensportfolio der Stadt ausmisten, um die Innovationsfähigkeit dieser Unternehmen zu steigern.


Digitale Diensleistungen in öffentlichen Unternehmen:
"Ein Plan dazu fehlt dem Senat leider."

Der Scholz-Senat muss sich hier endlich seiner Verantwortung stellen. Dabei kann es keineswegs nur um IT-Anschaffungen gehen: Die öffentlichen Unternehmen, die dann bei der Stadt bleiben, müssen kulturell komplett neu ausgerichtet werden in Richtung Kundenorientierung, Offenheit und Agilität. Schrittweise müssen Dienstleistungen und Angebote der öffentlichen Unternehmen und der Verwaltung digitalisiert werden. Ein Plan dafür fehlt dem Senat leider. Das muss sich ändern.

Hamburg hat seit 1997 ins Sachen Wirtschaftsförderung insgesamt 8 Themencluster mit geförderten Netzwerken initiiert - z. B. Luftfahrt, Maritime Wirtschaft und Logistik, Medien und Kreativwirtschaft, Gesundheitswesen und Erneuerbare Energien. Wo unterstützt Hamburg die Digitalisierung erfolgversprechend und wo ist noch “Luft nach oben”?

In den Hamburger Clustern sollten Wirtschaft und Wissenschaft auch im Hinblick auf die Digitalisierung erfolgreich vernetzt werden. Ziel muss es sein, übergreifende Clusterbrücken („Cross-Clustering“) zu schaffen, mithilfe derer auch die Digitalisierung vorangetrieben wird.


Hamburger Wirtschaftscluster öffnen:
"2 Jahre kostenlose Mitgliedschaft für Gründer."

Die Digitalisierung wird meistens von jungen, innovativen Unternehmen vorangetrieben, häufig Startups mit guten Ideen, jungen, top ausgebildeten Menschen und häufig mit noch nicht so viel Geld in der Tasche. Deshalb wollen wir Freie Demokraten die Cluster für Gründer öffnen: Wer neue Ideen hat, der soll schnell in Kontakt mit etablierten Unternehmen kommen. Dafür wollen wir eine kostenlose zweijährige Mitgliedschaft für Gründer in den Hamburger Clustern einführen.

Du bist engagiert für Startups und die digitale Szene in u
nserer Stadt. Zu guter Letzt unsere traditionelle Hamburg-Frage: Was sind aus Deiner langjährigen Erfahrung die echten Stärken, um in Hamburg mit Technologien und als Startup erfolgreich zu sein? Und wie siehst Du den Wettbewerb mit anderen Regionen, z. B. mit Berlin?

Hamburg ist eine großartige Stadt und ein toller Standort für Unternehmen jeder Größe und jeden Alters. Mit seiner jahrhundertealten Handels- und Kaufmannstradition wird Hamburg nicht umsonst das Tor zur Welt genannt. Es gibt auch eine vitale Startup-Szene, was eine gute Voraussetzung ist, um als junger Gründer im Digitalbereich schnell Kontakt zu finden.



Innovations-Wachstumsfonds des Senats:
"Eigentlich sollte der schön längst auf dem Weg sein..."

Derzeit fehlt Hamburg vielfach Geld für gute Ideen, die schnell skalieren. Das Thema Venture Capital ist ein großes. Der Senat wollte den Innovation-Wachstumsfonds auf den Weg bringen, der in der Wachstumsphase unterstützt und damit eine wichtige Lücke schließt. Wir unterstützen das, denn Hamburg hat da großen Nachholbedarf. Wir hoffen, dass der Senat bald sein Konzept für den Fonds vorstellt. Eigentlich sollte der schon längst auf dem Weg sein...

Digitalisierung und Startups in Deutschland:
"Am Ende soll natürlich Hamburg die Nummer Eins sein."

Wenn wir es nun in Hamburg schaffen, das alte Geld mit neuen Ideen zusammen zu bringen, dann werden wir auch Berlin noch als Standort überholen. Bis dahin gefällt mir Berlin als größerer Wettbewerber, an dessen Entwicklung man sich misst. Bei aller Konkurrenz dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir auch die Brückenschläge nach Berlin suchen sollten, um gemeinsam Synergien zu heben. Am Ende soll aber natürlich Hamburg die Nummer Eins in Sachen Digitalisierung und Startups sein.

Vielen Dank für die Bürgersprechstunde!

Das Interview führte Thomas Keup.

* * *

 Hamburg Digital Background: 

Persönliche Seite mit aktuellen Nachrichten:
www.kruse.hamburg/

Informationen der FDP-Fraktion in Hamburg:
http://www.fdp-fraktion-hh.de/

Biographie bei den Freien Demokraten Hamburg:
http://www.fdphamburg.de/buergerschaftswahl/landesliste/michael-kruse/

Biographie in der Hamburger Bürgerschaft:
www.hamburgische-buergerschaft.de/abgeordnetenseite/nofl/4460532/kruse-michael/



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