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Donnerstag, 23. Mai 2019

HANSESTATEMENT: Die DIN-Norm - ein "Jodeldiplom" für Startups. Im Ernst jetzt?

Ein HAMBURG DIGITAL STATEMENT 
von Gerd Kotoll


DIN-Institut in Berlin: Hauptgeschäftszweck: Normen erstellen und vermarkten.
Foto: DIN

Eine neue Idee geistert durch die Republik: eine deutsche DIN-Norm für Startups. Ein Konsortium aus Wissenschaftlern, Beratern und Unternehmen plant mit der "SPEC 91354" Jungunternehmen zu regulieren. Das Hauptargument: Mit der Spezifikation sollen die hohen Ausfallquoten bei Startups verringert werden. 

Die Diskussion ist eröffnet. Nach der ersten Welle der Kritik ruderte das Konsortium hinter der Startup-Norm denn auch gleich zurückDer Leitfaden solle Investoren, Banken oder Gremien, die über die Vergabe von staatlichen Fördermitteln entscheiden, die Urteilsfindung bei Projekten erleichtern. 

Ein Hamburg Digital Statement von Startup-Experte Gerd Kotoll:

Während am Montag dieser Woche u.a. das Handelsblatt über die neue DIN Norm SPEC 91354 berichtete und verständlicher Weise von empörter Zurückweisung auf Seiten von Gründungsexperten, weist die Gründerszene darauf hin, dass es ja alles ganz anders gemeint sei.

Die neue Norm soll ein freiwilliges Angebot sein und eher eine bessere Checkliste. Je mehr Punkte davon das Startup erfülle, desto wahrscheinlicher sei bspw. eine Finanzierung durch Banken oder Risikokapitalgeber möglich – zumindest im Grundsatz.

So weit, so gut. Wer’s glauben mag.

Ein Blick hinter die Kulissen lässt etwas Anderes vermuten: der Verein, der das DIN-Institut trägt, generiert gut zwei Drittel seines Budgets durch Dienstleistungen gegenüber Dritten, vor allem durch den Verkauf von Normen.

Für dieses Oxymoron einer Startup-Norm haben laut DIN-Institut gleich eine ganze Reihe von Partnern, darunter Ernst & Young, die TU Darmstadt, verschiedene Patentanwälte u.a. gut 18 Monate gearbeitet und in eine 17-seitige Checkliste und Leitfaden gegossen (siehe Hamburg Digital Background).

Hinzu kommt, dass den Anstoß für diesen Leitfaden angeblich ein bekannter Seriengründer geliefert haben soll, der aber nicht genannt werden möchte. Womit wir den nächsten Widerspruch hätten, da Altruismus und Gründung sonst nur aus dem Bereich sozialer oder grüner Projekte bekannt sind, wo es in aller Regel eben nicht um Skalierung geht.

Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, wann die bislang kostenfreie Zertifizierung durch politische Regelungswut eine (dann natürlich kostenpflichtige) Anforderung an die Gründer werden wird.

Es ist aber genau diese wuchernde Bürokratie, diese krude staatliche Allmachtsfantasie, alles regeln zu müssen, die Gründungen in Deutschland schwerer machen als anderswo.
Wir brauchen nicht mehr Regelungen, sondern viel viel weniger. 


DIN-Broschüre: „Die Anwender profitieren mit der DIN SPEC 91354 von wertvollen Expertentipps für ihr Start-up.“

Startups werden dann besonders erfolgreich, wenn sie eben die vermeintlich ehernen Regeln des Marktes brechen konnten. Verstöße gegen Arbeitsrecht, Datenschutzvorgaben oder andere rechtliche Regulierungen sind mit der Risikominimierung in der DIN-Spezifikation aber nicht gemeint - und werden durch eine DIN-Norm auch nicht erfasst.

Mein Fazit: Startups sollen sich auf ihr Geschäftsmodell und den Vertrieb konzentrieren können und nicht auf das Ausfüllen von Checklisten und Zertifizierungsanforderungen, denn damit verdient man kein Geld. Es sei denn, man ist das Deutsche Institut für Normung.


*  *  *

 Hamburg Digital Autor Gerd Kotoll: 

Gerd Kotoll vernetzt Entrepreneure mit potentiellen Partnern und Kunden - und berichtet von ausgewählten Events und Entwicklungen im Ökosystem der Hamburger Startup-Szene. 

Als unabhängiger Makler berät und betreut Gerd Kotoll er Vereine, Verbände und Unternehmen in Fragen der betrieblichen Absicherung. Besonderen Fokus legt er auf junge Unternehmen und Startups. 

Gerd Kotoll ist Freier Autor des Hamburg Digital Magazins.

Die inhaltliche Verantwortung des Autorenbeitrags liegt beim Urheber.

 Hamburg Digital Background: 

DIN-Institut: DIN SPEC 91354
https://www.din.de/blob/313462/ff9bf5d1099dc812b623ccc40d95fc50/broschuere-din-spec-91354-data.pdf

Handelsblatt: "Auch Start-ups sollen eine DIN-Norm bekommen – Gründer sind empört."
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/jungunternehmen-auch-start-ups-sollen-eine-din-norm-bekommen-gruender-sind-empoert/24360404.html

Gründerszene: "Keine Angst, es wird keine DIN-Norm für Startups geben."
https://www.gruenderszene.de/perspektive/din-norm-spec-91354-startups

t3n Magazin: "DIN-Norm für Gründer: Ein Jodeldiplom für die Startup-Szene."
https://t3n.de/news/din-norm-fuer-gruender-fuer-1164827

Mittwoch, 8. August 2018

HANSESTARTUPS: Gruenderschnack & 1.000 Gründe, warum man gründen sollte.

HAMBURG STARTUP REPORT

Zwei Millionenstädte, zwei Startupzentren, zwei Gründerszenen. Die Hauptstadt und die Freie und Hansestadt sind Hochburgen für Firmengründungen und Jungunternehmen. Von Freiberuflern über Kreativagenturen bis zu Techstartups - Berlin und Hamburg buhlen mit Beratung, Finanzierung und Netzwerken um den Wirtschaftsnachwuchs. Die Bürgermeister und Chefs der Förderbanken rühmen sich mit den jüngsten KfW-Zahlen. Doch wie sieht es im harten Alltag der Gründer aus? 


Pemiere des "Günderschnacks" im Mindspace am Rödingsmarkt.
Foto: Gruenderschnack

Marius Eschen und Paulo Kalkhake sind im besten Gründeralter. Die beiden Young Professionals der HPA sind nah dran an neuen Ideen, technischen Möglichkeiten und gründungswilligen Freunden in ihrer Hood. Doch im bescheidenen Hamburg redet man nicht gern über eigene Pläne, steinige Wege und kritische Herausforderungen. Mit ihrem "Gruenderschnack" wollen sie das ändern - und treffen den Nerv der Szene. Ein Hamburg Startup Report:

Rekordsommer 2018, der letzte Juliabend, im Mindspace am Rödingsmarkt. Die beiden Vorstandsassistenten Marius und Paulo laden zum "Gruenderschnack" - mitten im Allwetterhoch, mitten in den Sommerferien. Womit keiner rechnen kann: Mit gut 30 Gästen ist die Premiere des jungen Gründertalks im Digital Hub Logistics Hamburg mehr als gut besucht. Eiskaltes Bier und Schöfferhofer Weizen sorgen für Abkühlung vor einem spannenden Abend mit Geschichten, die nur Gründer schreiben.


Marius Eschen und Paulo Kalkhake bei Ihrer Premiere im Mindspace.
Foto: HANSEVALLEY

Es ist der Beginn von etwas Neuem und der Abschied des Digital Hub Logistics nach einem Jahr im gemütlichen Mindspace. Gemeinsam lassen die Organisatoren des "Gruenderschnacks" und des Digital Hubs Logistics die blaue Stunde zu einem gelungenen Abend werden. "Es ist unser Baustein, zu gründen", ist Paulo stolz auf die Entscheidung, einfach mal ein neues Event auszuprobieren. Natürlich: Es gibt Gründerwettbewerbe und Pitchcontests, Fraueninitiativen und Foodmessen. Doch ein Event mit den Geschichten hinter den Geschichten, das macht auch uns neugierig.

Das wahre Gründerleben: Menschen, Bilder, Emotionen.

Es soll ein Abend werden, an dem Gründer im Mittelpunkt stehen, nicht Produkte oder die Suche nach Geld. Es soll ein Abend werden, auf dem man Vorbilder treffen und offen fragen kann. Das Ganze ist branchenübergreifend, grenzt nicht auf Lieblingsthemen von Food bis Fahrradanhängern ein. Ambitionierte Jungunternehmer sollen dabei genauso zu Wort kommen, wie erfahrene Seriengründer, frühphasige Startupper ebenso eine Bühne haben, wie gemachte Unicorns. Im Mittelpunkt: Ungeschminkte Gründer, realistische Bilder, spannende Geschichten und die Achterbahnfahrt auf dem Weg zum eigenen Unternehmen.


Volles Haus für Hamburgs spannende Gründergeschichten.
Foto: Gruenderschnack

Das Premierenthema des "Gruenderschnacks" lautet: "Gibt es ein Gründer-Gen?". So unterschiedlich die Antworten der Speaker des sommerlichen Abends sind, so unterschiedlich sind die Geschichten der Gründer auf der Bühne im 2. Stock des Klöpperhauses am Rödingsmarkt. Bei der Premiere sind u. a. mit dabei Otto Klemke, Mitgründer des Hamburger B2B-Startups NautilusLog aus dem Digital Hub Logisitics Hamburg und Stefan Kisker, Gründer der Bielefelder Internetagentur Comspace und Supporter von Bertelsmanns "Founders Foundation". 

Otto Klemke, NautilusLog: "Learn to fail and to fly"

Der frisch verheiratete NautilusLog-Gründer Otto Klemke macht den Anfang. Der Medieninformatiker berichtet über seine Unternehmerfamilie in 3. Generation. Mit persönlichen Einblicken in die vergangenen rd. 10 Jahre bietet der 35-Jährige ganz praktische Tipps und Tricks, als Gründer durch den Alltag zu kommen. Gleich zu Anfang geht es an den täglichen Workload, lädt er ein, dass zu verändern, was einen stört und Dinge für sich auszuprobieren. Sicher keine neuen Erkenntnisse, aber persönliche Erfahrungen, die einen Moment des inne Haltens ermöglichen.


NautilusLog-Gründer Otto Klemke berichtet über seinen Weg.
Foto: HANSEVALLEY

Mit den Erfahrungen seines zweiten Unternehmens gibt er den zumeist jungen Zuhörern im "Gruenderschnack" mit auf den Weg, sein Ding zu machen. "Wir haben bei unserem ersten Unternehmen Securizon immer nur Projekte gemacht, die uns Spaß machen". So stammt die Tinitus-App "Tinitracks" aus ihren Computern. Und der sympathische Jungunternehmer fordert uns auf, neugierig auf Neues zu sein und Fragen zu stellen - ohne Berührungsängste. So kamen Bruder Moritz - Schifffahrtsexperte und HSBA-Absolvent - und Otto auf die Digitalisierung des guten alten Logbuchs an Board der Schiffe. 

Heute gehört NautilusLog mit seiner Logbuch-App als Sieger der Hamburg Innovation Awards und des Pitch Blue 2018 zu den Shootingstars der Hamburger Startupszene. Das hat sicher auch damit zu tun, dass die beiden Brüder, ihr Vater und vertraute Entwickler Hand in Hand arbeiten. Otto gibt uns zu guter Letzt den guten Rat mit, nach Möglichkeit mit Leuten zusammenzuarbeiten, die den selben Spirit haben, wie man selbst. Dem können die gut 30 Gäste des Premierenabends nur zustimmen.

Zwischen Unternehmertum, Kyten, Golfen und Biertrinken.

Als Kontrast berichtet der 44-jährige Diplom-Informatiker Stefan Kisker von seiner Journey als Jungunternehmer und Startupberater. 2002 gründete er zusammen mit Freunden die Bielefelder Internetagentur Comspace. Seitdem durchlebte der 2-fache Familienvater in den vergangenen mehr als 15 Jahren alle Höhen und Tiefen der Selbstständigkeit. Seit 1995 selbstständig, wechselte er nicht nur vor der erfolgreichen Agentur zur Beratung des Gründernachwuchses im Auftrag von Bertelsmann. In seinen 19 Jahren beruflicher Laufbahn war der nimmer müde Techi gerade einmal 14 Monate fest angestellt, wie aktuell für die Bertelsmann-Contenttochter Territorry. 


Ein spannendes Leben im Unternehmertum: Stefan Küster
Foto: Gruenderschnack

Die Ursprünge seines größten Erfolgs Comspace liegen in einer Studentenkneipe, auf einem Bierdeckel und in der Idee, Sportergebnisse des heimischen Vereins im Internet zu veröffentlichen. 2002 wurde daraus die Internetagentur, doch es sprangen zahlreiche Kumpel aus der Studienzeit ab. Erst 2005 etablierte sich Comspace als technischer Dienstleister für Kreativagenturen - bis zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. 2012 entscheidet sich der Unternehmer für eine Auszeit - und für Kyten, Golfen und Biertrinken. Doch schon ein Jahr später heuert er bei der "Founders Foundation" an, beginnt, Startups zu beraten.

Stefan Kisker, Comspace: "Gründen ist eine Achterbahnfahrt"

"Wenn man Gründer ist, hat man eine andere Geschwindigkeit, als ein Angestellter", fasst der gebürtige und überzeugte Bielefelder zusammen. Seine guten Tipps sind so einfach wie komplex, so hoffnungsvoll wie verängstigend. "Gründen ist einfach", fasst er zusammen, und ergänzt "Gründen ist kompliziert", besonders wenn es um das passende Team, den eigenen Vertrieb und künftige Investoren geht. Auf die Leitfrage des Abends nach dem Gründer-Gen antwortet der sympathische Profi: "Gründer ist man, oder nicht. Entweder, man will es, oder nicht." 


Organisatoren Marius (li) und Paulo (re) mit Stefan aus Bielefeld
Foto: HANSEVALLEY

Der erfahrene Unternehmer empfiehlt, lieber früher als später zu gründen - bevor man mit einem "Rucksack" voller Verantwortung unterwegs ist, wie Frau, Freundin oder Eigenheim. Als gutgemeinte Warnung gibt er den Gästen des "Gruenderschnacks" mit: "Augen auf bei den Mitgesellschaftern", denn die wird man so leicht nicht wieder los. Bei der Finanzierung empfiehlt er klar Business Angel - und anfangs eher keine Bank. Ein Schlüsselsatz von Stefan Kisker ist sicherlich die Feststellung: "Gründen ist eine Achterbahnfahrt - auch im Stundentakt." 

Fazit des 1. "Gruenderschnacks": Gründen ist das Beste.

Schließlich trichtert der Informatiker den Besuchern des Mindspace ein, seine Idee sofort und ständig zu validieren, zu validieren und ... zu validieren. "Es gibt nichts Wichtigeres. Guckt, ob die Idee funktioniert", schreibt der Unternehmer mit fast 20 Jahren Berufserfahrung allen ins Stammbuch. Dabei sollte man auf tolle Features besser verzichten. Zu guter Letzt bestätigt Stefan, das Gründen ein wertvolles Netzwerk bringt, sei es durch die Zeit in Inkubatoren, Acceleratoren, auf Contests und Networkngsevents. Und durchs Gründen macht man wertvolle Erfahrungen fürs Leben. So ist es kein Wunder, dass der Senior unter den Referenten des Abends zusammenfassend feststellt: "Gründen ist das Beste."


Hamburgs neuer Treffpunkt für Gründer: Der Gruenderschnack
Foto: HANSEVALLEY

Etwa alle 2 Monate wollen Marius und Paulo von nun an die Türen des "Gruenderschnacks" öffnen, an unterschiedlichen Orten der Stadt jeweils 3 spannende Geschichten aus der Gründerszene Hamburgs erzählen lassen. So dürfen wir uns nach den Sommerferien am 19. Oktober freuen - mit Open-minded Menschen aus Hamburg und der Region, die unsere Stadt mit Mut und Engagement nach vorn bringen. Karl-Heinz Piotrowski vom Digital Hub Logistics bringt dazu treffend auf den Punkt: "Ich wünsche mir eine Veranstaltungsreihe, die vielen Gründern Inspirationen bringt und Spaß macht." Dem ist nichts hinzuzufügen.

HANSEVALLEY unterstützt den GRUENDERSCHNACK als Medienpartner.

 Hamburg Startup Background: 

Gruenderschnack Hamburg:
www.gruenderschnack.de

Digital Hub Logistics Hamburg:
www.digitalhublogistics.hamburg/

Startup Unit von Hamburg Invest:
www.hamburg-invest.com/startup-unit/

Gründerförderung von IFB Hamburg:
https://innovationsstarter.com/

--

HANSESTARTUPS: NautilusLog - das digitale Logbuch aus dem Logistik-Hub:
https://hh.hansevalley.de/2018/05/hansestartups-nautluslog.html

HANSESTARTUPS: Hamburgs Logistik-Startups digitalisieren die Schifffahrt:
https://hh.hansevalley.de/2017/10/hansestartups-logistik-startups.html

HANSESTARTUPS - Das Hamburg Startup Magazin:
www.hansestartups.de

Donnerstag, 6. April 2017

HANSESTARTUPS: Startup-PR in Hamburg.

*Update 10.04.2017*


SORRY, HAMBURG! 

Liebe Leser:

An dieser Stelle habe ich einen Beitrag zu aktuellen Vorkommnissen in der Pressearbeit Hamburger Startups veröffentlicht. Nach intensiven Überlegungen habe ich mich entschlossen, den Beitrag vom Netz zu nehmen. Ich wurde dazu von Freunden in der Hamburger Techszene gut beraten.

Es tut mir als Chedredakteur leid, einzelne Personen aus der Startup-Szene mit dem Beitrag persönlich getroffen zu haben. Ich habe mit dem Meinungsbeitrag weit übers Ziel hinaus geschossen. Ich habe Linda Brack über Facebook angeschrieben und eingeladen, die Situation mit ihr zu klären.

Linda hat meine Bitte um Entschuldigung angenommen. Ich danke ihr an dieser Stelle, mir damit auch eine zweite Chance zu geben. Ich würde mich sehr freuen, schon bald einen Hamburg Digital Report zu den Veränderungen des Versicherungsmarktes am Beispiel der "Haftpflicht Helden" zu veröffentlichen.

Das Hamburg Digital Magazin versteht sich als offener Partner der Hamburger Digitalszene - von bekannten Großunternehmen über etablierte Mittelständler bis zu jungen Hamburger Tech-Startups mit Erfolg versprechenden Ideen, Produkten und Dienstleistungen. 

Ich werde in der Kommunikation künftig noch stärker auf die guten Ratschläge meines Hamburger Netzwerkes hören. Zugleich lade ich Euch ein, mir mit Eurer Erfahrung und Euren Tipps zu helfen, wenn Ihr wollt. Schreibt mir jederzeit an hamburg@hansevalley.de

Als konkrete Hilfe zur Verbesserung der PR Hamburger Startups biete ich bis zu 5 Hamburger Gründern die Möglichkeit, an einem neuen, gemeinsamen Strategie-Workshop teilzunehmen. Ich werde dazu Termine vorschlagen und zur Auswahl stellen. Ich möchte, dass Hamburger Startups die Chance haben, so gut wie möglich zu kommunizieren.

Für Rückfragen stehe ich jederzeit unter hamburg@hansevalley.de persönlich zur Verfügung.

Hamburg, 7./10. April 2017

Thomas Keup

Herausgeber + Chefredakteur

HANSEVALLEY - Das Hamburg Digital Magazin


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Samstag, 25. Februar 2017

HANSEEXKLUSIV: Das große Hamburg Digital Interview mit Wirtschaftssenator Frank Horch.



Hamburg ist auf dem Weg zur Digitalen Stadt. Im Mittelpunkt: Die Digitalisierung der Wirtschaft, des Hafens und der Verwaltung. Für die Themenfelder Startupförderung, Hafenentwicklung und städtische Betriebe zuständig: Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Wir haben mit Hamburgs Spitzenpolitiker gesprochen. Das Ergebnis: Das große Hamburg Digital Interview zur Zukunft der Digitalen Stadt:

 Thema Digitale Gründer 

Frank Horch steht Rede und Antwort, wie der Senat Hamburgs Startups weiter fördern wird: Wann kommt der angekündigte Innovations-Wachstumsfonds? Wie weit ist die Digitale Gründerplattform für wissensbasierte Jungunternehmen - in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen? Und: Macht das Hamburger Modell der Branchen-Acelleratoren Schule? Bekommt die Hansestadt nach Next Media und Next Commerce einen weiteren Accelerator?

 Thema Digitaler Standort 

Hamburgs Standortförderer bringt die entscheidenden Themen auf den Punkt: Was ist der "Digital Hub Logistics" Hamburg? Wer ist mit dabei und welches Ziel verfolgt der neue Innovationsstandort? Welche Rolle spielt 3D-Metalldruck am Luftfahrtstandort Hamburg - und wie fördert die Stadt die Kompetenz an unserem Standort? Und: Welche städtischen Betriebe sind in Sachen Digitalisierung weit vorn? Und was können wir von ihnen in diesem Jahr erwarten?

 Thema Digitaler Hafen 

Der Hafenunternehmer  spricht Klartext, wenn es um den Hafen geht: Welche Technologien machen aus dem Hamburger Hafen einen Digitalen Hafen? Was macht die Hafenbehörde HPA hinter verschlossenen Türen mit Augmented und Virtual Reality? Wie kann der Hamburger Hafen mit "Smart-Port" im Wettbewerb mit Rotterdam und Antwerpen standhalten? Und: Was sagt der Wirtschaftssenator zur Diskussion der Hafenwirtschaft um ihr Port Communication System? 

Das große Hamburg Digital Interview mit Wirtschaftssenator Frank Horch und Antworten, die wir nicht erwartet haben. Morgen - Sonntag - exklusiv im Hamburg Digital Magazin HANSEVALLEY.


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Sonntag, 12. Februar 2017

HANSEPERSONALITY Tobias Seikel: "Ich empfehle niemandem, nach Berlin zu gehen ..."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es kommt Bewegung in die Hamburger Startupszene: Etablierte Anbieter in Medien, Marketing und Venture Capital spüren den Druck. Neue Medien, Inkubatoren, Acceleratoren und Company Builder erschließen den Markt, treten mit etablierten Playern an Elbe und Alster in den Wettbewerb. Family Offices und Banken treten als Finanziers und Trustcenter auf. Hamburgs Startupszene ist im Aufbruch. 



Bodenständiger Partner und COO: Tobias Seikel
Foto: Hanse Ventures
Tobias Seikel ist der operative Chef des Hamburger Company Builders Hanse Ventures. Seit 2011 ist der Diplom-Kaufmann und langjährige Verlags-Mitarbeiter im Internet Business beim Hamburger Startup-Förderer zu Hause.

Zu den aktuellen Ventures der Hafencity-Company gehören das Service-Portal pflege.de und das Second-Hand-Mode-Startup Rebelle. Wir stellen ihm Fragen, die Gründern helfen, sich zu orientieren. Unser HANSEPERSONALITY ist Tobias Seikel:

 Hanse Ventures 

Wie unterscheidet Ihr Euch von klassischen VCs und neuen "Corporate-Inkubatoren"?

Hanse Ventures ist ein Company Builder, der als institutioneller Co-Gründer bereits sehr früh in der Ideenentwicklung ansetzt. Wir sind an Ideen und Gründungen interessiert, die noch ganz am Anfang stehen und stellen für die Umsetzung Gründerteams zusammen, die dann gemeinsam mit uns das Startup aufbauen. Dabei bringen wir all unser Wissen, unsere Erfahrung und unser Netzwerk ein, um erfolgreiche Firmen hochzuziehen.

Während Corporate-Inkubatoren thematisch fokussiert auf ihre Branche sind, legen wir uns nicht fest, sind eher an unentdeckten Nischenthemen interessiert, die im besten Falle noch nicht in voller Konsequenz digitalisiert sind. Bei VCs ist es wiederum sehr breit gefächert - und daher schwer zu generalisieren: Von Early bis Later Stage, mit Themenschwerpunkt oder nicht, von einfachem Geldtransfer bis zum vollen Einsatz des Netzwerkes und Know- hows.

Inkubatoren wollen im wesentlichen neue Geschäftsmodelle, Services und Produkte in ihrer Branche für bestehende Kunden schaffen und sich zeitgleich potentielle Übernahmekandidaten heran züchten. VCs haben als oberstes Ziel ihre Rendite, aber da sie in viele Portfolios zeitgleich investiert sind, wird die Betreuung vernachlässigt. Als Company Builder fährt Hanse Ventures einen beratungs- und betreuungsintensiven Ansatz und ist eher professioneller Co-Founder als reiner Investor.

Wie sieht Eure längerfristige Erfolgsbilanz aus, unabhängig von einzelnen Erfolgen?

Hanse Ventures wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, eigene Startups nachhaltig aufzubauen und bis zum Exit zu begleiten. Diesen Zeitraum haben wir damals bei vier bis acht Jahren angesiedelt. Die Hanse Ventures-Startups haben aktuell ein Durschnittsalter von rd. 2,5 Jahren, das heißt, dass gerade erst ein kleiner Teil anfängt, in diesen Korridor einzutreten. Vor diesem Hintergrund haben wir bisher auch lediglich Teil-Exits und Secondaries forciert, da wir überzeugt sind, dass unsere Portfolio-Companies künftig noch deutlich im Wert steigen werden.

Die Plattform, die wir mit Hanse Ventures aufgebaut haben, ist heute zugleich leistungsfähiger als je zuvor – was sich nicht nur in der Anzahl der möglichen Gründungsprojekte zeigt, sondern auch in der Betreuungsqualität des gesamten Hanse Ventures-Teams. Unser Gründungsansatz ist dabei nicht unendlich skalierbar, das ist allerdings auch nicht das Ziel. Wenn es uns gelingt, im Jahr zwei bis drei signifikante Gründungsprojekte zu starten und die bereits gegründeten Startups professionell weiterzuentwickeln, ist das für uns ausreichend.

Warum soll ein VC mit Hamburger Startups und Hanse Ventures zusammenarbeiten?

Durch den intensiven Support auf allen relevanten Ebenen, den wir unseren Startups bieten, sind die Portfolio-Unternehmen attraktive Investment-Objekte. Sie werden sehr professionell hochgezogen und von erfahrenen Gründern betreut, was das Risiko insgesamt reduziert. Unsere Gründer arbeiten hochkonzentriert und mit vollem Einsatz an ihren Gründungen. Wir versprechen zeitgleich keine Luftschlösser und verprassen nicht ziellos das Geld von Investoren – auch und nicht zuletzt, da wir selbst investiert und voll involviert sind.

Dieses Qualitätsversprechen kann ich natürlich nicht einfach auf alle Startups in Hamburg übertragen, aber ich lerne immer wieder Hamburger Gründer und Startups mit der richtigen Einstellung kennen. Sie werden hier durch gute Initiativen und Angebote unterstützt. Hamburg gehört ohne Frage auf die Agenda von VCs. Erfolgreiche Beispiele für VC-Investments in Hamburg sind neben unseren eigenen in Rebelle, Hausgold oder Pflege.de auch metrigo oder finanzcheck.de.

 Startup-Gründung 

Wann empfiehlst Du jungen Gründern, ernsthaft über Company Building nachzudenken?

Ein Company Builder bietet entscheidende Mehrwerte wie Zugang zu Expertise, Netzwerk, Geschwindigkeit und Erfahrung. Das bedeutet nicht, dass man seine Idee nicht auch im Alleingang stemmen könnte, aber es ist im Vergleich meistens schwerfälliger, langwieriger und riskanter. Mit uns kann man sein Startup in kurzer Zeit auf ein viel höheres Niveau bringen. Anders als häufig vermutet, können so auch sehr erfahrene Gründer von Company Buildern profitieren und kommen zu uns, um mit professioneller Unterstützung schneller und signifikanter zum Erfolg zu kommen.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es zusätzlich auch sehr auf die Chemie ankommt und wollen mit Menschen gründen, die sich der Mehrwerte von Company Building bewusst sind. Gute Gründer sind für mich neugierig, ehrgeizig, motiviert, selbstkritisch und mit Leidenschaft bei der Sache. Sie verstehen, dass wir ihnen strategische Vorteile bieten können, die über Sieg und Niederlagen entscheiden können. Erkennt man an den entscheidenden Stellen einen Bedarf und bringt das passende Mind-Set mit, dann ist Hanse Ventures der richtige Gründungspartner.

Was macht Company Building im Kern aus? "Smart Money" versprechen viele in der Stadt?

Unser 25-köpfiges Team arbeitet ganz eng mit den Portfolio-Startups zusammen, unterstützt und berät sie mit allem Know-how in Fragen zu Online Marketing, Produkt, Business Intelligence, Service Center, HR, Design oder PR. Zudem bieten wir ein atemberaubendes Office in der Hamburger Hafencity mit Blick auf die Elbphilharmonie sowie Zugang zu unserem Netzwerk aus Investoren und Business Angels. Wir investieren darüber hinaus mit unserem eigenen Co-Investment-Vehikel, was gerade die Finanzierung in der Anfangsphase immens beschleunigt. Das macht Company Building für mich aus und ist ein Paket, das seines gleichen sucht, sprich extrem smart ist.

Wir haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber neueren Anbietern von „Smart Money“ in Hamburg, weil wir bereits seit mehr als sechs Jahren operieren. Vor allem die Erfahrung und das Netzwerk, aber auch die Reputation sind viel wert. So gelingt es uns bei jedem Thema, Fachexpertise mit in den Gesellschafterkreis zu bringen – was ein immenser Wettbewerbsvorteil sein kann, da diese Leute die jeweils betroffene Branche und ihre Charakteristika sowie Marktteilnehmer kennen und Türen öffnen können, die anderen verschlossen bleiben.

In welchen Fällen empfiehlst Du Gründern, nach Berlin zu gehen und sich auszuprobieren?

Ich empfehle niemandem nach Berlin zu gehen, weil man hier in Hamburg alles finden kann, was man für eine erfolgreiche Gründung braucht!

 Standort Hamburg 

Was habt Ihr in den letzten Jahren für den Startup-Standort Hamburg machen können?

Wir haben in den letzten sechs Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Belange von Startups Gehör finden, das Thema einer breiteren Masse näher gebracht und nicht zuletzt viele Arbeitsplätze geschaffen. Wir beschäftigen über 300 Mitarbeiter in unseren Firmen und tragen zum Wirtschaftswachstum der Stadt bei. Darüber hinaus transportieren wir auch eine gewisse Startup-Kultur nach außen, z.B. in Bezug auf Arbeitsplatzgestaltung und bauen Brücken zwischen New und Old Economy. 

Unser oberstes Ziel und gleichzeitig größte Herausforderung ist es, das alte Geld, das in den Handelsspeichern der Stadt schlummert, in neue digitale Projekte zu leiten. Dafür Interesse und Offenheit zu schaffen, ist uns gelungen - nicht zuletzt auch durch die Netzwerke unseres CEO Jochen Maaß sowie durch unsere Gründungsgesellschafter Rolf Schmidt-Holtz und Dr. Bernd Kundrun.

Abgesehen davon engagieren wir uns in Expertenkreisen der Handelskammer, organisieren z. B. mit "Ideensturm" oder dem "eBizzTalk" unterschiedliche Branchen-Events in unseren Räumlichkeiten und versuchen so immer wieder, die Branche zusammen zu bringen und den Austausch untereinander zu fördern. Das wollen und werden wir auch in Zukunft tun.

Was macht Hamburg als Startup-Standort aus - in Bezug auf den "project-ready"-Fokus?

Der Ausbau des Standortes Hamburg in Bezug auf die Interessen von Startups ist in Gange. Zumindest nehmen wir wahr, dass die Politik die Thematik verstanden hat und bereit ist, etwas voranzutreiben. Zeitlich dauert das etwas länger, als es uns lieb wäre. Aber wir meinen positive Zeichen auszumachen, dass sich etwas tut – und das ist gut.
Allgemein ist die Startup-Szene in Hamburg nach wie vor überschaubar und nicht so sehr an einem Ort konzentriert, was für Startups aber keineswegs unattraktiv ist. Die Infrastruktur ist sicherlich in kaum einer anderen Stadt so hervorragend.

Was fehlt dem Startup-Standort Hamburg und was wünschst Du Dir von den "Playern"?

Ich warte noch auf den sagenumwobenen Fonds, der in vieler Munde ist. Das wäre sicher eine wünschenswerte Entwicklung. Zudem wäre es schön, wenn wir noch mehr der traditionellen Vermögen für unsere Branche begeistern könnten. Ansonsten wünsche ich mir, dass die einzelnen, in Bezug mit der Startup-Branche stehenden oder darauf ausgerichteten Initiativen – sei es privater oder öffentlicher Natur – noch mehr in die gleiche Richtung zielen, um einen größtmöglichen Effekt zu haben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass da noch zu viel nebeneinander anstatt miteinander passiert.


*  *  *

 Hamburg Digital Background: 

Persönliche Biographie bei HANSE VENTURES:
http://hanseventures.com/team/tobias-seikel/

Tobias Seikel im Business-Netzwerk XING:
https://www.xing.com/profile/Tobias_Seikel

HANSE VENTURES Portfolio-Startups:
http://hanseventures.com/portfolio/

HANSE VENTURES Pitch-Contest:
https://www.ideensturm.de/

HANSE VENTURES E-Biz-Talk:
https://hanseventures.com/ebizztalk/


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Montag, 2. Januar 2017

HANSEPERSONALITY Dirk Ploss: "Kunden sind wie kleine Hunde. Aber keiner will mit ihnen Gassi gehen.”

Marketer aus Leidenschaft: Dirk Ploss
Foto: Dirk Ploss
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es ist ein Hamburger Jung. Er beschäftigt sich seit 1992 mit Werbung. Er ist ein Marketer mit Leidenschaft. Er baute für einen Essener Kaufhauskonzern eine Marketingberatung auf. Er kümmerte sich um den Markenaufbau und die Markenkommunikation sowie das Online- und E-Mail-Marketing eines Hamburger Versandhauses.

Jetzt baut er das Online Business eines Hamburger Kosmetikherstellers auf - zusammen mit internationalen Handelspartnern. Der Hamburger plädiert für die Stärken des Shoppings vor Ort. Wir interviewten den Marketing- und Branchenexperten auf einem virtuellen Spaziergang über die Mönckebergstraße. Unser HANSEPERSONALITY ist Dirk Ploss:

Du hast das Online-Marketing eines Hamburger Versandhauses mit gestaltet und kümmerst Dich jetzt um Schönheits- und Pflegeprodukte eines Hamburger Kosmetikherstellers. Wo kaufst Du gern ein - online und offline? Und welche Rolle spielt in Deinem Leben Amazon?


Sicherlich gibt es noch ein paar Produkte, die auch ich gern offline einkaufe - Obst, Fleisch und zum Teil auch Bekleidung zum Beispiel. Aber ansonsten bin ich schon zu mindestens 80% Online-Käufer. Und dabei spielt Amazon eine Hauptversorger-Rolle: Ich schaue immer zuerst bei Amazon, nutze Amazon Pantry für Drogeriewaren genauso selbstverständlich wie die Dash Buttons. Nur auf meinen Amazon Echo, auf den warte ich leider immer noch.

Manchmal ärgere ich mich, in Geschäften nur noch Aushilfskräfte anzutreffen. Andererseits ist der Paketversand in vielen Teilen Deutschlands - von DHL bis Hermes - eine Zumutung geworden. Bist Du auch manchmal frustriert?

Natürlich. Gerade bei Versanddienstleistern würde ich mir zuweilen die Option wünschen, “Alles außer X” ankreuzen zu können. Nach meinem Eindruck kann die gesamte Logistikbranche nicht mit dem Wachstum der Anforderungen mithalten. Das finde ich sowohl als Kunde als auch aus professioneller Sicht sehr schade, da diese “letzte Meile” zum Kunden mit die wichtigste in der gesamten Wertschöpfungskette ist.

Was können Online-Händler einerseits und Vor-Ort-Anbieter andererseits besser machen, um mich als Kunden endlich zu begeistern? Schließlich möchte ich gern mit Spaß mein Geld ausgeben, und mich nicht ständig ärgern müssen.

Beide könnten endlich mal anfangen, konsequent vom Kunden aus zu denken - und nicht vom Angebot aus, was hüben wie drüben immer noch der Regelfall zu sein scheint. Für die Onliner würde das den Verzicht auf alle möglichen Bestellhürden, von eingeschränkten Zahlungsmöglichkeiten bis hin zu horrenden Liefergebühren, für die Offliner ein konsequentes Verzahnen von Online und Offline bedeuten. Und eine Wiederbesinnung auf das, was ja angeblich des Offliners große Stärke ist: Persönliche Beratung. Die erlebe ich mittlerweile online oftmals besser als offline.

In einem aktuellen Beitrag der “Hamburger Wirtschaft” wird der Vorschlag diskutiert, dass vor allem die kleinen Händler mit all ihren Produkten auf Plattformen präsent sein sollten, die regional Kunden ansprechen. Was hältst Du von dem Konzept?

Obwohl ich das Konzept grundsätzlich sympathisch finde, stelle ich mir doch auch hier wieder die Frage: Was hat der Kunde davon? Vor allem, wenn er das gleiche Angebot der gleichen Händler auch über den Amazon Marketplace erhalten kann - nur im Zweifel schneller und mit weniger Aufwand? Die Idee, auch kleine Händler ins Netz zu bringen, finde ich prima. Doch den Kunden-Mehrwert von lokalen Plattformen - bis hin zu Plattformen für einzelne Shopping Center -, den kann ich noch nicht so recht erkennen.

Kommen wir zu Dmexco-Buzzwords, wie Voucher-Marketing, Conversion Rate und Re-Engagement: Wenn wir ehrlich sind, kaufen viele Online-Anbieter vorn Kunden teuer ein und werfen Sie nach dem Checkout aus dem Haus. Das ist doch Geldverbrennen, oder nicht?

Ist es. Und es hat sich da in den letzten Jahrzehnten auch nicht wirklich viel verändert: Kunden sind nach wie vor wie kleine Hunde. Erst will sie jeder haben, aber wenn sie dann da sind, will niemand mit ihnen Gassi gehen. Ich persönlich glaube ja immer noch, dass sie irgendwann kommt, die große Kundenbindungswelle. Sehen tu ich sie jedoch leider derzeit noch nicht.

Nur - wieder einmal - Amazon mit ihrer schier unglaublichen Prime-Vorteilswelt, die haben es verstanden. Mit Prime hat Amazon einen hübschen goldenen Käfig gebaut. Und wer will schon auf die kostenlose Musik, die ganzen Filme und Serien, den Cloud-Speicher oder die kostenlose Lieferung verzichten?

Du hast für Startups gearbeitet und kennst Dich bei Hamburger Großunternehmen aus. Wie beurteilst Du den Startup- und Digitalstandort aus Deiner persönlichen Erfahrung? Wird Hamburg mit seiner etablierten Wirtschaft auch in Zukunft vorn mitspielen?

Für Startups und in Sachen Digitalisierung könnte sicherlich - wie überall - noch mehr getan werden. Ich denke aber, dass sich Hamburg hinter anderen Gründungszentren wie Berlin oder München keineswegs verstecken muss. Ganz im Gegenteil: Gerade die traditionelle Wirtschaft mit ihren eng verzahnten Netzwerken und ihrer grundsätzlich weltoffenen Art kann sich für Gründer und Gründungswillige als entscheidender Standortvorteil herauskristallisieren.

Zu guter Letzt: Wo siehst Du als Marketing-, Handels- und Unternehmens-Experte die Stärken von Hamburg? Was macht Hamburg besonders interessant - für Spezialisten, Unternehmer und natürlich auch für Startupper? Was ist das echte “Plus” von Hamburg?

Da ist man als Hamburger natürlich immer ein wenig befangen bei so einer Frage. Ich würde mal sagen: Es ist der Geist der Wirtschaft: Egal ob Industrie, Handel, Medien oder Dienstleistungen, Hamburg lebt mit und von seinen Kaufleuten und der speziellen hanseatischen Art, Geschäfte zu machen. Offen, ehrlich, gerade heraus und vor allem verlässlich. Wenn man dann noch die Lebensqualität hier in Hamburg mit in die Kalkulation einbezieht, ergibt sich eine spezielle “Hamburger Mischung”, die es so kein zweites Mal in Deutschland zu finden gibt.

Vielen Dank für die offenen Worte!

Den Shopping-Bummel begleitete Thomas Keup.



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Freitag, 30. Dezember 2016

HANSEBUSINESS: Das schreibt der Handelskammer-Präses Olaf Scholz ins Stammbuch.

*Mit Updates zu Reaktionen und Links*

Die Digitalisierung ist in der Handelskammer angekommen:  Eine "Digitale Dachmarke", ein "Coworking-Club" und ein "3D-Demonstrationszentrum" sind für Kammerpräses Fritz Horst Melsheimer Top-Themen in seiner diesjährigen Jahresabschlussrede vor der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns gewesen. Die digitalen Aktivitäten, Planungen, Wünsche und was davon zu halten ist - aktuell von uns zusammengefasst:

Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer
Foto: Handelskammer Hamburg/Christian Stelling
Ab 16. Januar '17 wählen rd. 160.000 Hamburger Betriebe aus Industrie, Handel und Gewerbe ihr neues Plenum - die parlamentarische Interessenvertretung der Wirtschaft in der Handelskammer Hamburg. Erstmals sind drei Bündnisse im Wahlkampf: Die etablierte Initiative "Vorfahrt für Hamburg", das Reform-Bündnis "Unternehmer für Hamburg" und die Kammer-Rebellen "Die Kammer sind wir".

"Ich lasse mir das Recht, klar und deutlich im Namen der Hamburger Wirtschaft zu sprechen, von niemandem nehmen."

Die "Rebellen" waren auch ein Thema in der Jahresabschlussrede des Handelskammer-Präses im Rahmen der traditionellen Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns zum Jahreswechsel im Börsensaal am Adolphsplatz. Neben dem gerichtlichen "Maulkorb" gegen die allgemeine politische Rede des Präses aus dem Vorjahr standen vor allem jedoch 6 aktuelle Herausforderungen für die Hamburger Wirtschaft im Mittelpunkt.


"Die Disruption gefährdet auch in Hamburg bestehende Geschäftsmodelle, Arbeitsplätze und Gewinnmöglichkeiten."

Die "Chancen des technischen Fortschritts in den Bereichen Digitalisierung, E-Mobilität und 3D-Druck" sprach Melsheimer zentral in der Mitte der rd. einstündigen Rede vor den 2.000 anwesenden Gästen am Freitag-Mittag an. Als erfolgreiche Hamburger Aktivitäten im Kontext Digitalisierung und Startups nannte Melsheimer vornehmlich kammereigene Initiativen, wie das "Komptenzzentrum Mittelstand 4.0", das "Digital Innovation Lab" in der Hamburg School of Business Administration, die über 8.500 Gründerberatungen und mehr als 1.200 Registrierungen zur virtuellen Gründungswerkstatt.

Eine "Digitale Dachmarke" für alle Projekte und Initiativen

Der langjährige Hamburger Manager forderte gegenüber Bürgermeister Olaf Scholz und Wirtschaftssenator Frank Horch, "die bestehenden Projekte und Initiativen analog zum Silicon Valley unter eine gemeinsame Dachmarke zu stellen". Das Ziel: eine stärke Wirkung für die Startup-Szene nach innen und außen. Der Senat soll die Idee aufgreifen und unterstützen. Das erinnert an die Berliner "Startup Unit" von Kammern, Verbänden, Initiativen und Wirtschaftsförderern an der Spree.

Unsere Meinung:

Die "Startup-Unit" gilt als "toter Gaul", den "Berlin Partner" dank Fördermitteln reitet. Von der zugrunde liegenden McKinsey-Studie "Berlin gründet" aus 2013 funktioniert nur die internationale Vernetzung. Das Update "Berliner Startup-Agenda" aus diesem Jahr ist nur eine Zusammenfassung der Aktivitäten von Wirtschaftsförderung und Wissenschaft. Wenn Hamburg eine "Digitale Dachmarke" aufbauen will, sollten die aktiven Akteure eine führende Rolle spielen - von Medien über Netzwerke bis zu den Branchen-Clustern. Vorbild könnte die gelebte Marke "Be Berlin" sein.

Ein "3D-Demonstrationszentrum" zum Erleben und Ausprobieren

Die Möglichkeiten des 3D-Drucks haben Auswirkungen auf Industrie und globale Wirtschaftsströme, brachte es der Hauptredner der VEEK-Jahresabschlussversammlung auf den Punkt. In der Tradition öffentlich geförderter Informationszentren warb Melsheimer für ein "3D-Demonstrationszentrum", um vielen Unternehmen die Möglichkeiten der neuen Technologie erlebbar zu machen. Zudem sollte das Thema in der schulischen, dualen und universitären Ausbildung - bis hin zu eigenen Studiengängen - verankert werden.

Unsere Meinung:

Die Verankerung des 3D-Drucks in schulischer, dualer und universitärer Ausbildung ist richtig und wichtig - und ein Pflichtthema für die Kammer. Ein HK-Demonstrationszentrum halten wir hingegen eher für Verschwendung öffentlicher Mittel. Stattdessen sollten Unternehmer von der Handelskammer in die bestehenden Fab Labs "Attraktor" in Altona, "Fabolous" in St. Pauli und an der TU in Harburg eingeladen werden. Dies ist auch eine Möglichkeit, mit technologiebegeisterten "Makern" direkt ins Gespräch zu kommen.

Ein gemeinsamer "Coworking Club" zur Vermarktung des Standorts

Coworking-Spaces bieten Startups die geeignete Infrastruktur und ein inspirierendes Arbeitsumfeld, resümiert der Präses in seiner Ansprache vor den Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Zur Vermarktung des Gründerstandorts will die Handelskammer in nächsten Jahr die Coworking-Spaces, wie Betahaus, Design Offices, InnoHub, IntoOffice, Lilienhof, Medienhof, Mindspace, Places, Shhared oder Werkheim in einem "Coworking Club" zusammenbringen und vernetzen.

Unsere Meinung:

Schaden kann es nicht, die Betreiber der Coworkings an einen Tisch zu holen. In wiefern die Initiative eines "Coworking Clubs" sinnvoll ist, bleibt abzuwarten. Unterm Strich sind die Anbieter vor allem Wettbewerber im Markt, die sich durch verschiedene Zielgruppen und Konzepte abheben. Unausgereift ist der Gedanke, mit rd. 1 Dutzend Anbietern den Standort zu vermarkten. Hier fehlen die gemeinsamen Zielsetzungen und die für eine Vermarktung erforderliche Finanzierung. Ein Finanzierung des Marketings von Coworkings aus öffentlichen Mitteln ist kein empfehlenswerter Weg.

*Updates*

Rede von Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer als PDF-Download:
Jahresabschlussrede vor der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns

Reaktionen von "Kammer-Rebellen" und Verband Freier Kammern:
Die "Welt" Hamburg: Präses Melsheimer weist Maulkorb zurück.

Die zentralen Digitalen Wahlprüfsteine zur Kammerwahl 2017

Wir sind gespannt, was die drei Bündnisse und Initiativen zur Kammerwahl 2017 als Vorschläge zum Leitthema Digitalisierung zu sagen haben. Tobias Bergmann von der Initiative "Die Kammer sind wir" kritisiert in einem aktuellen Beitrag der "Welt" die Aktivitäten der Handelskammer als "digitalen Neuanstrich". Robin Houcken vom Bündnis "Unternehmer für Hamburg" nimmt die Kammer in dem Artikel in die Pflicht und sieht die Interessenvertretung in einer "Schlüsselrolle für die digitale Transformation".  

Ab 9. Januar veröffentlichen wir die Antworten zu den 12 von uns an die Initiativen und Bündnisse gerichteten Fragen. Dabei stehen für uns die 3 Themenfelder "Digitale Zukunft", "Digitale Kammer" und "Digitale Stadt" im Fokus des Services für die Industrie- und Handelsbetriebe an Elbe und Alster. 

Hier die 12 Fragen, deren Antworten wir ungekürzt veröffentlichen werden:

Eine Übersicht zu den drei Kammergruppen haben hier veröffentlicht:
Kammer-Wahl in Hamburg: Wer liest künftig Olaf Scholz die Leviten?


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