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Mittwoch, 3. Juni 2020

HANSEPOLITICS: Wie Rot-Grün Hamburg in die digitale Zukunft bringen will.

HAMBURG DIGITAL POLITICS
*Update 10. Juni 2020*

Der rot-grüne Koalitionsvertrag 2020: Hamburg in der digitalen Glaskugel.
Foto: Moritz Kindler, Unsplash

Die neue rot-grüne Koalition im Rathaus hat ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Die Digitalisierung an Alster und Elbe findet sich in 195 Erwähnungen wieder. In der Präambel erklären die Fraktionsspitzen zu den Herausforderungen durch die digitale Transformation: "Als Zukunftsstadt nutzen wir die Chancen der Digitalisierung und etablieren Hamburg als Standort für gute Bildung und für Spitzentechnologie aus Zukunftsbranchen."

Die Hanse Digital Redaktion hat die 205 Seiten in einer journalistischen Analyse auf die Themen Digitalisierung, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Innovationen durchgearbeitet und in einem Deep Dive die digitalen Aspekte nach Themen und Ressorts des rot-grünen Senats aufgearbeitet. Chefredakteur Thomas Keup stellt die kommenden 5 Jahren digitales Rot-Grün in Hamburg vor:

"Es gilt, Hamburg als Zukunftsstadt zu gestalten und mit neuen Impulsen in die 20er Jahre zu führen" gibt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher sein Statement zu den Koaltionsverhandlungen zu Protokoll. Mit alten, bekannten, bereits finanzierten sowie mit einzelnen neuen, unbekannten und unter Finanzierungsvorbehalt stehenden Aktivitäten beschäftigt sich der Senat in den kommenden 5 Jahren auch mit digitalen Themen.

Der digitale Senat 2020 bis 2025

Der Hamburger Haushalt


Bereits mit dem Haushalt 2020 sollen die digitalen Aktivitäten der Stadt finanziell weiter unterstützt werden. Bei Innovationen der Verwaltung soll neben Mobilitätsthemen und Klimaneutralität auch die Digitalisierung vorkommen. Als einziges kurz-, mittel- und längerfristiges Finanzpaket benennt Rot-Grün im Koalitionsvertrag den "Digitalpakt Schule" mit 128 Mio. € aus Bundesmitteln und 12 Mio. € Ergänzung aus dem Landeshaushalt.

Die Hamburger Behörden

Der Koalitionsvertrag pointiert, dass Digitalisierung eine Kernaufgabe jeder einzelnen Behörde ist. Dies geschieht immer öfter ressortübergreifend und über klassische Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Die Behörden werden - so die rot-grünen Autoren - "mehr und mehr „digitales Denken“ in sämtliche Arbeits- und Organisationszusammenhänge integrieren". Als Dreh- und Angelpunkt wird das unter Regie der Senatskanzlei stehende Amt für IT und Digitalisierung mit Chief Digital Officer Christian Pfromm genannt.

Die Hambur
ger Verwaltung

Zur Wettbewerbsfähigkeit der Verwaltung in Sachen Fachkräften plant der Tschentscher-Senat ein digitales Bewerbungsverfahren und ein digitalisiertes Personalmanagement. Dazu kommt eine "digitale Beihilfe" und die Möglichkeit zum Home Office durch flexible Arbeitszeitmodelle. In der Verwaltung soll künstliche Intelligenz genutzt werden. Dabei plant der Senat, im Interesse der Transparenz Algorithmen zu veröffentlichen. Für Unternehmen soll es ein digitales "Track & Trace" zum Stand von Anträgen geben. Baugenehmigungen für den Hafen sollen auch digital eingereicht werden können. 

Die digitale Verwaltung 2020 bis 2025

Die Hamburger Infrastruktur

Wie im Wahlkampf angekündigt, will der neue Senat das Breitbandnetz in der Hamburger Innenstadt zu einem Glasfaser-Netz aufrüsten. Dabei will Rot-Grün zum Erreichen der Zahlen auch das landeseigene Verwaltungsnetz mit einplanen. Im Verbund der beiden größten Anbieter der Region - Wilhelm.tel und Willy.tel - sind zudem bereits heute rd. 50% des Netzes mit Glasfaser ausgerollt. Darüber hinaus wirbt der Senat mit dem Ausbau des privaten Hamburger WLAN-Netzes "Mobyklick" sowie einer "5G-City-Hamburg" durch die Mobilfunk-Netzbetreiber.

Die Hamburger Fachverfahren

Im Gegensatz zur früheren Microsoft-Politik des städtischen IT-Dienstleisters Dataport will Hamburg Verwaltungsprogramme wenn möglich künftig auf Open Source-Basis entwickeln und nutzen. Ziel ist, die Steuerung der Verwaltungs-IT in der eigenen Hand zu haben. Hier zieht die Koalition Konsequenzen aus misslungenen Projekten bei Jugend- und Sozialhilfesoftware. Open Source-Lösungen, offene Schnittstellen und Angebote von Startups sollen bei der Auftragsvergabe gleichberechtigt berücksichtigt werden. 

Die Hamburger Datenwelt

Rot-Grün plädiert für den Ausbau einer gemeinsamen Datenplattform, um öffentliche Daten zu sammeln und bereitzustellen. Grundlage dafür ist die "Urban Data Platform" des Geoinformations-Amts. Über sie sollen verschiedene Datenquellen und IT-Systeme datenschutzkonform verbunden werden. Als Beispiel der vernetzten Verwaltung nennt die Koalition die Digitalisierung der Bauleitplanung einschl. digitalen Bauantrags- und Genehmigungsfahren und "BIM" (Building Information Modelling) mit "digitalen Zwillingen" und allen Gebäudedaten. 

Die Hamburger Sicherheit

Die Koalition spricht von einer "Smart Police" mit zeitgemäßen IT-Anwendungen, digitaler Ermittlungsunterstützung einschl. KI und flächendeckender Ausstattung mit WLAN auf allen Hamburger Wachen sowie Ausrüstung der Beamten mit Smartphones. Ein gemeinsames Beweismittelmanagement soll Polizei und Justiz bei ihrer Arbeit unterstützen. Polizei und Staatsanwaltschaft sollen sich verstärkt um die Bekämpfung der Cyber-Kriminalität kümmern und technische wie personelle Unterstützung bekommen. Auch in der Justiz sollen digitale Infrastrukturen eingezogen werden, einschl. der elektronischen Akte bis 2026.

Die digitalen Grundlagen 2020 bis 2025

Der Hamburger Verbraucherschutz

Die Stadt plant eine digitale Verbraucherzentrale mit Online-Beratung ins Leben zu rufen. Dafür soll das Budget der Verbraucherschutzorganisation aufgestockt werden. Rot-Grün will Online-Verfahren unterstützen, die von Legaltech-Startups aufgesetzt werden und Verbraucherrechte durchzusetzen. Beim Tierschutz sollen Algorithmen helfen, eine Forschung ohne Tierversuche zu ermöglichen. Damit zieht die neue Koalition Konsequenzen aus dem Tierversuchs-Skandal an der Elbe.

Die Hamburger Wirtschaft

Bei der Wirtschaft setzt der Senat auf den bisherigen Branchenmix aus Dienstleistungen, Handwerk, Hafen und Industrie. Digitalisierung, KI und Robotik werden allgemein als chancenreich benannt. Die Hamburger Cluster für Logistik, Luftfahrt, Life Sciences, Medien, Erneuerbare Energien, Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft und Maritime Wirtschaft sollen weiterentwickelt und besser verzahnt werden. Zudem denkt Rot-Grün über ein Cluster für die Finanzbranche nach, dass auf den Finanzplatz e. V. aufsetzen dürfte.

Die Hamburger Kreativwirtschaft

Startups, Digitalunternehmen und die Kreativwirtschaft sollen stärker in die Entwicklung der Stadt einbezogen bezogen. KMUs sollen im bestehenden "Digital Hub Logistics“ und im privaten Digitalcampus "Hammerbrooklyn“ in Kontakt mit Startups, Kreativen und Hochschulen kommen. Der "Hamburg Innovation Summit" soll zum städtischen "Digitalforum" umgebaut werden. Die mehrfach relaunchte Initiative "Next Media Hamburg" soll mit den Themen "Hamburg als Tech-Standort“, "Digital Experts" aka Fachkräfte und "Räume für Innovation“ erneut wiederbelebt werden. 

Die digitale Mobilität 2020 bis 2025

Der Hamburger Hafen

Die Koalitionäre haben einen neuen Hafenentwicklungsplan unter dem Titel "Innovationshafen Hamburg 2040“ verabredet. Zentrale Ziele sollen u. a. Digitalisierung, Klimaneutralität und notwendige Infrastrukturen sein. Im Rahmen der bereits bestehenden HPA-Strategie "Smart Port“ soll Digitalisierung den Hafen wettbewerbsfähig halten und Innovationen fördern, die auch international vermarktet werden können.

Der Hamburger Verkehr

Beim Verkehr soll eine digitale Verkehrssteuerung den Wirtschaftsverkehr in der Innenstadt unterstützen und die zunehmende Digitalisierung von Transportketten sollen durch den Senat gefördert werden. Unter dem neuen grünen Verkehrssenator soll die U-Bahn-Steuerung digitalisiert werden, um kürzere Zugtakte zu ermöglichen. Software-Pannen wie bei den neuen S-Bahn-Zügen plant man, durch eine vorausschauende Fahrzeugplanung von Senat und S-Bahn zu vermeiden.



Die digitale Entwicklung 2020 bis 2025

Die Hamburger Forschung

Bei den Forschungsclustern wollen SPD und Grüne neue Exzellenzen für Hamburg entwickeln lassen, u. a. im Themenfeld Data Science. Die Koalitionspartner wollen Hamburg als Standort f
ür Forschung und Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz gegen die positionierten norddeutschen Standorte Bremen, 
Greifswald, Lübeck oder Osnabrück platzieren. Dafür soll die Ansiedlung neuer Forschungseinrichtungen geprüft werden. "Clusterbrücken" - wie das KI-Netzwerk ARIC - sollen über die bisherigen Cluster-Silos hinweg Innovationen fördern.

Die Hamburger Innovationen

Zur Fortentwicklung plant der Senat eine "Initiative Mittelstand Hamburg“, die Ideen und Konzepte für die Zukunftsthemen Innovation, Digitalisierung, Klimaschutz und Entrepreneurship entwickeln soll. Übergeordnet wollen Rot und Grün ein neues Förderprogramm "Innovation im Digitalen“ einrichten, um Hamburg als "Innovationsmetropole des europäischen Nordens" zu positionieren. Dazu passend soll die TUHH über die vergangene Legislatur hinweg zur "führenden Technischen Universität im Norden" entwickelt werden. 

Die Hamburger Startup-Szene

Der neue Senat will perspektivisch alle Förder- und Beratungsangebote für Startups in einem "One-Stop-Shop" bündeln. Als Begründung wird angeführt, die "IFB- Fördermöglichkeiten dadurch noch transparenter zu gestalten und die Rahmenbedingungen für junge und schnell wachsende Unternehmen zu verbessern". Zudem will man ein Netzwerk aus Startups, Forschungseinrichtungen, Risikokapitalgebern, Vertretern der staatlichen Kreativgesellschaft und der Kreativbranche, Experten und etablierten Unternehmen einrichten und fördern.

Die digitale Bildung 2020 bis 2025

Die Hamburger Weiterbildung

Der neue Senat plant, für KMUs ein "Innovations- und Transfercenter Arbeit 4.0" als Beratungsstelle einzurichten. Außerdem sollen die Anforderungen der Digitalisierung ein eigenständiges Thema im Fachkräftenetzwerk der Stadt werden. Die Angebote der Volkshochschule sollen im geplanten "Haus der digitalen Welt" gebündelt werden, ebenso wie die Zentralbibliothek und Klassenausflüge zur digitalen Zukunft. Die VHS soll zudem Bildungsangebote zur Digitalisierung auf den Markt bringen. 

Die Hamburger Wissenschaft

In den staatlichen Hochschulen will der neue Senat innovative Lernformen einschließlich Blended Learning, digitale Lehrangebote und Team Teaching fördern. An der Staats- und Universitätsbibliothek sollen Open Archive-Infrastrukturen ausgebaut und der Zugang zu Open Access-Publikationen verstärkt werden. Die bei Professuren und Studienplätzen bis heute nicht erfolgreiche Informatikplattform "Ahoi Digital" soll unverändert weiter gefördert werden. 

Die Hamburger Bildung

Bildungspläne sollen künftig digitale Kompetenzen inkl. Programmieren berücksichtigen. Künftig soll das Arbeiten mit digitalen Medien zur Ausbildung von Lehrkräften gehören. Zudem soll eine Lernplattform für Lehrer aufgebaut werden, um sich beim Thema digitales Lernen auszutauschen. Lehrer sollen sich in den Schulen gegenseitig weiterbilden. Aus den Erfahrungen mit zusammengebrochenen E-Mail-Servern von Dataport plant der Senat eine neue, digitale Kommunikationsplattform für Lehrer, Eltern und Schüler via Smartphone.



Die digitale Sammlung 2020 bis 2025

Die weiteren Themen

Der führende Games-Standort der Republik kommt mit ganzen 2 Sätzen und dem Begriff "Creative Gaming" im Koalitionspapier vor. Auch beim Thema Mobilitätslösungen setzt Rot-Grün auf Altbewährtes und kündigt erneut den Ausbau von "SwitchHH" zu einer Plattform einschl. Sammeltaxen und Nutzung einer gemeinsamen App an. Auch die "Hamburg Box" als Paketboxen von Hermes und DPD wird im Koalitionsvertrag mit geplanten 50 Standorten erwähnt.

Die Hamburger Region

Der Senat will die von der OECD scharf kritisierte, mangelnde "Zusammenarbeit mit den Schwerpunkten bei der Verkehrs-, Wirtschafts- und Energiepolitik sowie bei der Digitalisierung fortführen." Einzige Themen des neuen rot-grünen Senats sind dabei die Energiewende und über Ländergrenzen hinweggehende Infrastrukturprojekte. Der Senat kündigt die Unterstützung einer "Norddeutschen Innovationsagentur" mit dem Ziel einer regionalen Entwicklungsgesellschaft für Innovationen an, wie von der OECD gefordert.



Der digitale Überblick 2020 bis 2025

Der Erste Bürgermeister

Hamburgs alter und neuer Bürgermeister Peter Tschentscher erklärte zu den Innovationen in dem 205-seitigen Koalitionsvertrag: "Es gilt, Hamburg als Zukunftsstadt zu gestalten und mit neuen Impulsen in die 20er Jahre zu führen."  Peter Tschentscher fasst in seiner Erklärung zum Koalitionsvertrag zusammen: "Wir setzen auf Stabilität und Verlässlichkeit, indem wir die erfolgreiche Arbeit der letzten Legislaturperiode fortsetzen.

Die Hamburger Übersicht

Der neue Koalitionsvertrag fasst die Grundeinstellung des neuen Hamburger Senats zur Digitalisierung wie folgt zusammen: "Hamburg will die Chancen der Digitalisierung nutzen, für eine klimaschonende Mobilität, für eine bürgerfreundliche Verwaltung, für barrierefreie und umfassende Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen und für eine starke Wirtschaft. Wir wollen aktiv daran mitwirken, dass die Digitalisierung zu mehr Solidarität und zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führt und bestehende Ungleichheiten nicht verstärkt werden."

Die Autoren des Papiers ergänzen: "Wir werden den digitalen Wandel weiterhin aktiv gestalten und die Digitalisierung zu einem Schwerpunkt der Legislaturperiode machen. Dabei verstehen wir diese als ressortübergreifendes Querschnittsthema von höchster Bedeutung, das mit der Digitalstrategie für Hamburg ein umfassendes inhaltliches Programm und mit dem Amt für IT und Digitalisierung im Senat eine Struktur bekommen hat, die geeignet ist, dieser großen Aufgabe gerecht zu werden und eine umfassende Digitalisierungspolitik mit dem Blick fürs große Ganze umzusetzen." 

Die digitale Kritik 2020 bis 2025

Das "impulsfreie" Hamburg

Deutliche Kritik und eine befriedigende Beurteilung des neuen Koalitionsvertrags kommt von den Unternehmerverbänden in Hamburg und Schleswig-Holstein. UVNord-Präsident Uli Wachholtz erklärte: "Wie sich die Stadt nach der Corona-Pandemie weiterentwickelt, wie neue Geschäftsplattformen gefördert und wissenschaftlicher Sachverstand noch mehr abgefordert werden kann – in diesen wichtigen Themenfeldern bleibt der Koalitionsvertrag zugeknöpft bis impulsfrei."

Die Hamburger Forderungen

Handelskammer-Präses Prof. Norbert Aust stellte zur neuen Koalitionsvereinbarung fest: "Die Fortsetzung der Mittelstandsinitiative mit Kammern und Verbänden ist ein Schritt in die richtige Richtung, um wichtige Maßnahmen für die kleinen und mittleren Betriebe gemeinsam anzugehen. Eine solche Maßnahme könnte das neue Förderprogramm ‚Innovation im Digitalen‘ werden – in der Ausgestaltung gern dem von uns geforderten Digitalbonus entsprechend, mit dem die digitale Transformation im Mittelstand vorangetrieben werden kann."

Die Opposition in Hamburg

Dennis Thering, Vorsitzender der CDU-Fraktion, erwiderte den vorgestellten Koalitionsvertrag mit den Worten: “14 Wochen, ein bisschen Streit, mehr SPD, weniger Grün, 205 Seiten und am Ende steht über allem der Finanzierungsvorbehalt. Auch ansonsten werden viele bereits längst bekannte Projekte nur wiederholt aufgelistet und man fragt sich, worüber SPD und Grüne in den letzten Wochen tatsächlich verhandelt haben. So kommt Hamburg nicht gestärkt aus der Krise."

Das Hanse Digital Magazin beschäftigt sich in einem ausführlichen HANSESTATEMENT mit dem Abgleich der alten und neuen Vorhaben, den Erfahrungen und Enttäuschungen aus 5 Jahren rot-grüner Digitalpolitik der Jahre 2015 bis 2020 sowie zu den erwartenden Hoffnungen des Koalitionsvertrages von SPD und Grünen für das digitale Hamburg in den kommenden 5 Jahren beschäftigen - hier auf HANSEVALLEY:

Koalitionsvertrag Hamburg 2020-2025
HANSESTATEMENT: 205 Seiten Hamburg analog: Oder warum Rot-Grün digital nicht kann.
hansevalley.de/2020/06/hansestatement-koalitionsvertrag-hamburg-2020-2025.html

*  *  *

 Hamburg Digital Statements: 

Digitalisierung und Verwaltung
HANSESTATEMENT: Klimaschutz-App in Hamburg - auf dem chinesischen Weg?

Digitalisierung und Bildung
HANSESTATEMENT: Wenn Du einen toten Gaul durch die Schule reitest ... steig' ab!

Digitalisierung und Wissenschaft
HANSESTATEMENT: Das digitale Wolkenckuckucksheim. Wer hat hier die letzten 5 Jahre eigentlich regiert?
HANSESTATEMENT: Rot-Grün: Digitalstrategie? Echt jetzt?

Digitalisierung und Wirtschaft
HANSESTATEMENT: Die Digitalisierung wartet nicht auf Hamburg.

 Hamburg Digital Wahlprüfsteine: 

Digitalisierung und Stadtentwicklung
HANSEPOLITICS: Die stadtentwicklungspolitischen Wahlprüfsteine zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2020
https://hv.hansevalley.de/2020/02/hansepolitics-stadtentwicklung-hamburg-2020.html

Digitalisierung und Verwaltung
HANSEPOLITICS: Die verwaltungspolitischen Wahlprüfsteine zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2020

Digitalisierung und Bildung
HANSEPOLITICS: Die bildungspolitischen Wahlprüfsteine zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2020
HANSEPOLITICS: Die forschungspolitischen Wahlprüfsteine zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2020

Digitalisierung und Wirtschaft
HANSEPOLITICS: Die wirtschaftspolitischen Wahlprüfsteine zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2020


Freitag, 19. Januar 2018

HANSEVISION: Von ehrbarer Kaufmannssiedlung zur Digitalen Metropole Hamburg.

HAMBURG DIGITAL VISION


Blick in die Zukunft von Chefredakteur Thomas Keup
Foto: HANSEVALLEY
Von digitalisierten Prozessen über digitale Vertriebskanäle zu Digitalprodukten: was als klassischer Dreiklang in den Strategien Hamburger Unternehmen in Industrie & Handel, Hafen & Logistik, Finanzen & Versicherungen sowie Medien & Marketing auf der Agenda steht, ist für das Unternehmen Hamburg eine Herausforderung. Wie kann die Freie und Hansestadt - FHH - mit ihrem Chief Digital Officer und neuen Brücken interdisziplinäre Verwaltungsprozesse und digitale Services für Hamburger, Handelshäuser und die Hafenwirtschaft entwickeln. Eine HAMBURG DIGITAL VISION:

Ein chinesisches Konsortium will auf "Steinwerder-Süd" ein 4. Containerterminal bauen. Das ist das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs des Hafenmanagements HPA. Am 13. Juli 2017 verkündet das Hamburger Abendblatt: Chinas größte Firmengruppe für Internet-Dienstleistungen und Online-Handel - Alibaba -, der größte Hafenbaukonzern China Communications Construction Company (CCCC) und dessen Tochter ZPMC, Weltmarktführer bei Containerbrücken, planen auf den 42 Hektar an der Norder-Elbe ein vollautomatisches Hightechterminal mit überdimensionalem Logistikzentrum zu errichten - einschließlich Finanzierung und Projektmanagement.

Alibaba-Logistikzentrum oder Altenwerder-Sigthseeing?


Bisheriges BUSS-Terminal auf Steinwerder:
Neues Kreuzfahrtterminal oder Alibaba-Hub?
Grafik: HPA / Kartographie
Am gleichen Tag frage ich Angela Titzrath, Vorstandschefin des stadteigenen Terminalbetreibers HHLA, auf einer Konferenz zur digitalen Transformation der Logistik in der Handelskammer, nach ihrem Verhältnis zur Hafenbehörde HPA. Hätte ich gewußt, dass die reservierte Konzernlenkerin bei diesem Thema rot sieht, hätte ich mir die Frage eventuell noch einmal überlegt. Titzrath holt mit Schwung in Richtung Jens Meier aus und stutzt die technologisch erfahrene Hafenbehörde mit scharfen Worten auf einen "Infrastrukturdienstleister im Auftrag der Hafenwirtschaft" zurück.

Ein halbes Jahr später sage ich nach mehr als 120 Gesprächen, über 120 Nachrichten-Terminen, 200 Stunden Interviews, 380 Nachrichten und 150 Geschichten zur Digitalisierung allein in 2017: Ja, ich würde das Terminal bauen lassen. Ja, ich würde die Chinesen in der Stadt offen begrüßen. Ja, ich würde die Chancen mit einem Global Player Alibaba am Handels- und Logistikstandort Hamburg in den Mittelpunkt stellen. Warum? Weil der größte chinesische Internetkonzern an einem europäischen Hafen anlanden wird, entweder in Rotterdam, Antwerpen oder - nicht - in Hamburg. Und weil ein vollautomatisches Terminal und ein Alibaba-Logistikzentrum echte Leuchttürme für Hamburg wären, unabhängig vom 16 Jahre alten HHLA-Container Terminal in Altenwerder, dass man höchstens dem Bundespräsidenten vorführen kann.

Digitale Transformation + technologiebasierte Bildung.

UVNord-Präsident Uli Wachholtz
Foto: HANSEVALLEY
Szenenwechsel: Der Präsident der Vereinigung der Unternehmerverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein, Uli Wachholtz, schreibt den 600 geladenen Repräsentanten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft beim Neujahrsempfang 2018 der UVNord im Atlantik Hotel Hamburg am 9. Januar d. J. ins Stammbuch: "Wachstumstreiber werden Bildung und Digitalisierung, weniger als in der Vergangenheit der globale Handel, wie in den Jahren nach dem Mauerfall." Den Beweis liefert HHLA-Chefin Titzrath in einer Ansprache beim Wirtschaftsrat der CDU: In den vergangenen 2 Jahren hat sich die Zahl der internationalen Reedereien von 20 auf 12 dezimiert. In nur 2 Jahren.

Keine Festansprache, kein Grußwort und kein Pressestatement von Olaf Scholz, Katharina Fegebank und Frank Horch ohne den Hinweis, dass die digitale Transformation und die technologiebasierte Bildung der nächsten Generation das künftige Kapital an Alster und Elbe sein werden, damit in der stolzen und traditionellen Hafen- und Handelsstadt die Lichter nicht ausgehen. Womit wir beim Pferdefuss der Geschichte wären: Volker Ernst, Vorsitzender der Familienunternehmer in der Metropolregion sagt zum Neujahrsempfang am 9. Januar d. J. im Hamburg Mariott Hotel: "Unser Quartal dauert 25 Jahre. Unser Ziel ist es, unser Unternehmen in bestmöglicher Situation an die nächste Generation weiterzugeben."

Hamburg: Der rote Faden sind digitale Technologien.

Hamburgs Erste Bürgermeister Dr. Olaf Scholz
Foto: HANSEVALLEY
Damit sind wir bei Kontoren und Kammern, Banken und Versicherungen, Reedern, Schiffsmaklern und Spediteuren. Olaf Scholz schreibt der Unternehmerschaft in seiner Grundsatzrede zum Wissenschaftsstandort am 23. November 2017 wiederholt ins Stammbuch: „Es gibt keinen Zustand, der es uns erlauben würde, uns gemütlich einzurichten und bloß noch das Bestehende besser zu machen.“ Damit stellt der SPD-Spitzenpolitiker die entscheidende Schlüsselfrage für Hamburgs Existenz: Wie kommt unsere Stadt von 500 Jahren ehrbarer Kaufmannssiedlung zu einer "Digitalen Metropole"? 

Olaf Scholz fragt nach: "Wie bewegen wir uns in Zukunft fort und wie bewegen wir Güter – in der Stadt, auf dem Wasser und in der Luft? Wie können wir Krankheiten heilen und wie sieht morgen die medizinische Versorgung aus? Wie gestalten wir unsere Stadt, damit alle gut zusammenleben? Welche Werte und Fertigkeiten wollen wir jungen Menschen mit auf den Weg geben? Wie sehen Medien in Zukunft aus?"Alle von Scholz adressierten Themen haben einen gemeinsamen Nenner - mehr noch als Wissenschaft und Forschung: der rote Faden sind digitale Technologien - mit ihren wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Möglichkeiten und Herausforderungen.

Chief Digital Officer für das Unternehmen Hamburg.


Hamburgs Chief Digital Officer Christian Pfromm
Foto: Privat
Der Beweis? Geliefert von Olaf Scholz: "Schon heute wissen wir, dass drei von acht Arbeitsplätzen in der Stadt einen IT-Bezug haben. Das ist deutschlandweit ein Spitzenwert. Er kommt zustande, weil IT-Arbeitsplätze nicht nur in IT-Unternehmen, sondern in allen Branchen entstehen, in denen es konkrete Anwendungsbezüge gibt." Rd. 14.000 Medien- & Kreativfirmen, rd. 9.000 IT-Firmen sowie 1.500 Software-Schmieden einschl. 150 Games-Firmen sind der technische Backbone des drittgrößten Wirtschaftsstandortes. Ohne Technologien und die Digitalisierung von Prozessen, Vertrieb und Produkten wird es schwierig - für Kontore, Kammern und die Senatskanzlei.

Anfang 2015 hat der Senat eine Strategie für eine "Digitale Stadt“ beschlossen, um die IT-Prozesse zu bündeln und Strukturen zu schaffen. Aktivitäten, wie die "Digitale Leitstelle", die "Mobile First"-Initiative und das Hamburg Serviceportal mit aktuell 70 Anwendungen beschäftigten Carsten Brosda, den Hamburger IT-Dienstleister Dataport und die IT-Abteilung bei der Finanzbehörde. Mit Chief Digital Officer Christian Pfromm kommt im neuen "Amt für IT und Digitalisierung" zusammen, was zusammen gehört: Ab Januar '18 arbeiten 60 Mitarbeiter aus der ehemaligen "Finanz-IT" mit Spezialisten von Dataport zusammen an der "Digitalen Stadt". Budget: 18 Mio. €.

FHH: Von Ordnungswidrigkeiten bis Landespolizei.


Senatskanzleichef Dr. Christoph Krupp
Foto: HANSEVALLEY
Christoph Krupp, Chef der Senatskanzlei und Staatsrat für IT und Digitalisierung bringt auf dem Neujahrsempfang des "IT Executive Club" von Hamburg@work am 12. Januar d. J. auf den Punkt: "In Sachen Digitalisierung sind wir in Hamburg ganz weit vorn." Stellvertretend nennt er das Serviceportal, die IT-Hochschulförderung "Ahoi Digital", die Hamburg Open Online University und das digitalisierte Weltkultur-Erbe Speicherstadt. Zugleich nennt der Physiker vor den 100 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die Herausforderungen: allem voran die fehlenden, ressortübergreifenden Prozesse der Verwaltung sowie die doppelte Belastung Hamburgs als Stadt und Staat.

Stellt sich die Frage: Kann ein Ex-CIO und IT-Chef aus der privaten BHF-Bank in Frankfurt am Main der Freien und Hansestadt mit ihrer eigenen Art zu denken die zukunftsweisende Vision, die begeisternde Emotionalität und damit das erforderliche Momentum anbieten, um über digitalisierte Behördenservices hinaus der 1,8 Mio. Einwohner zählenden Großstadt mit ihren rd. 60.000 Beamten und öffentlichen Angestellten den notwendigen Funken mitzugeben? Im Moment beschränkt sich die Begeisterung für digitale Prozesse, Kanäle und Produkte an Alster und Elbe zumeist auf Wirtschaftskonferenzen, Sonntagsreden und Programmpapiere. 

Wirtschaft, Verkehr und Innovationen im Zentrum.

Hamburger Innovator: Peter Jäger
Foto: Microsoft
Ralf Siebert, 3D-Druck-Experte und einer von 4 Verantwortlichen des am 15. Februar '18 in der Handelskammer startenden 3D-Druck-Netzwerkes sagt nach dem Neujahrsempfang der Familienunternehmer zum Thema Konzeptionen: "Bitte nicht noch ein Arbeitspapier!" Wenn die sinnvollen Ideen und Konzepte, wie ein "Digital-Senator" (von Microsoft-Geschäftsführer Peter Jäger) bis zur "Digitalen Agenda" (vom CDU-Wirtschaftsrat in Hamburg) die "große Lösung" sind, wie kann dann eine "kleine Lösung" aus Hamburger Sicht aussehen? Anders gefragt: Welche Behörde adressiert die meisten der entscheidenden Zukunftsthemen aus Olaf Scholz' Rede im Übersee-Club am Neuen Jungfernstieg? 

Es ist die BWVI - die Wirtschafts-, Verkehrs- und Innovationsbehörde: 
  • mit Verkehr zu Lande, zu Wasser und in der Luft - einschl. Elektro-/Mobilität (HHA + LSBG), Hafen & Schiffahrt (HPA) sowie intermodaler Logistik (HHLA)
  • mit Firmenansiedlungen (HIE)  & Wirtschaftsförderung (HIW), Startupförderung (HIW) & Finanzierungen (IFB), Standort-Marketing (HMG) & Tourismus (HHT)
  • mit mehr als 30 ITS-Projekten bis 2021 in Hafen (HPA), Verkehr und Stadtentwicklung (HHA-PMO + GV) sowie der Güter-Logistik (LIHH)
  • mit ITS-Weltkongress (CCH) und Großmessen (HMC + HIS) sowie Kongressen und Events (HCB)   
  • mit den Cluster-Initiativen als Teil der Hamburger Innovations-Strategie, u. a. für Martime Wirtschaft (MCN), Logistik (LIHH) und Luftfahrt (HA).
  • mit Digital Hub Logistics Hamburg (LIHH) und dem Hammerbrooklyn Digital-Campus (HWWI).
Hier werden viele digitale Innovationsthemen des Unternehmens Hamburg behandelt.

Mit Übernahme der Regierungsverantwortung durch Rot-Grün bekam die Behörde 2011 den Zusatz "Innovation". Mit Beginn der Legislatur-Periode 2015 begannen die Themen, zu leben. Im vergangenen Jahr kamen Verkehr, Logistik und Startups in Fahrt, u. a. durch die selbst vor die Nase gehaltene "Möhre" ITS-Weltkongress. Bisher galt auch in der BWVI das allseits verankerte Prinzip 'mein Sessel, mein Silo, mein Lobeerkranz'. Mit Innovationsthemen, wie den F&I-Parks, dem "Hamburg Innovation Port" und der Bündelung der Startup-Aktivitäten bei Hamburg Invest bekommt die BWVI Querschnittsaufgaben für die Freie und Hansestadt - häufig in Zusammenspiel mit der Wissenschaftsbehörde BWFG. Silodenken? Wird zunehmend schwierig!

Ein "digitaler Kapitän" des Unternehmens Hamburg.


Wirtschatssenator Frank Horch.
Foto: HANSEVALLEY
Wenn wir Wirtschaft, Verkehr und Innovationen in den Mittelpunkt stellen, wenn wir die anderen Behörden mit ihren Themen, wie "Digitale Schule" (BFB), "Ahoi Digital" (BWFG), "Digitale Medientechnologien" (BKM) und "Digitale Umweltservices" (BUE) darum positionieren, bekommen wir ein Bild. Die gemeinsame Klammer sind Innovationen - in und mit Bildung, Forschung und Wirtschaft. So, wie der Erste Bürgermeister die Leitlinie der Hamburger Politik vorgibt, so sollte der "Digital-Senator" die Leitlinie der Hamburger Digitalpolitik aufzeigen. Auch wenn Frank Horch womöglich nicht scharf auf den Titel "Digital-Senator" sein wird. De Facto braucht es einen Kapitän, der das "digitale Team" führt.

Praktisch braucht es einen "Chief Operating Officer" bzw. "Chief Digital Officer" an der Spitze des "digitalen Dampfers" BWVI. Einen, der die Verwaltung von innen kennt, der als Mitarbeiter, Referatsleiter, Amtsleiter und auf Vorstandsebene die Sorgen und Nöte der Menschen versteht und sie mit auf die Reise nehmen kann. Einen, der die Entwicklung der Stadt organisatorisch und technologisch kennt. Und einen, der mit seiner Lebenserfahrung nicht mehr über jedes "Stöckchen springen" muss, einen Holzweg rechtzeitig erkennt und an der einen oder anderen Stelle auch mal einen größeren "Kieselstein" ins Wasser werfen darf.

Glaubwürdigkeit, Interdisziplinariät & Kommunikation.

Ein "Chief Digital Officer für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen" ist Ansprechpartner für Unternehmen, Initiativen, Netzwerke und Verbände der Wirtschaft - in Industrie und Handel, in Dienstleistungen und Technologien. Auf der anderen Seite des Tisches baut Hamburg@work genau dafür das horizontale "DigitalCluster.Hamburg“ auf. In privater Initiative bündelt das älteste Wirtschaftscluster Hamburgs horizontal die Expertise für die Digitale Transformation und gibt diese an kooperierende Focus-Cluster weiter. 

Mit 20 Jahren Erfahrung in der Medien- und Digitalwirtschaft entsteht so eine technologieübergreifende Digitalplattform für Anwender aller Hamburger Branchen. Wenn die Digitalkompetenz auf Verwaltungs- und Wirtschaftsseite gebündelt und koordiniert zusammen wirken kann, dann vermeiden wir misslungene Projekte, aufwendige Reibungsverluste und unnötige Stellvertreteraktivitäten der vergangenen Jahr.


Hamburgs IT-Executives und Digital Leader bei Hamburg@work
Foto: HANSEVALLEY
Im Mittelpunkt der "Digitalen Metropole" stehen vor allem Glaubwürdigkeit, Interdisziplinarität und Kommunikation. So baut man eine Brücke über Silos, einen "Layer" für Austausch, Verständigung und Vertrauen. Das sind Skills fernab von Tagespolitik. Das sind Faktoren fernab von Skimützen, Hippster-Bärten, bunten Sneakers und Buzzword-Bingo. Wenn ein "Chief Digital Officer" der BWVI eine digitale Vision für uns an Alster und Elbe, konkrete Themen für Wirtschaft & Verkehr, Bildung & Wissenschaft oder Hafenbetrieb & Umwelt fördert und wenn dieser CDO den gepflegten "Pfeffersack" am Herzen packt, dann ist mir um die "Digitale Metropole" Hamburg nicht bange.

Eine digitale Dachmarke für das digitale Hamburg.

Am 29. Januar '17 titelte ich: 'Sei Digital. Sei Erfolgreich. Sei Hamburg.' Der scheidende Präses der noch ehrbaren Handelskammer, Fritz Horst Melsheimer, forderte gegenüber Olaf Scholz und Frank Horch in seiner Ansprache auf der noch fast ungetrübten Jahresveranstaltung der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns eine "digitale Dachmarke" für Hamburg. Nach stürmischem Wahlkampf und ungestümen Erlebnissen versuchte Adrian Ulrich als Leiter der Abteilung IT, Medien- und Kreativwirtschaft mit "Digital Voraus" die Idee zu retten. Angesichts der "Irrungen und Wirrungen" aus dem Präsidium eher ein schwieriges Unterfangen für den anerkannten Fachmann.


Standort-Kampagne "Be Berlin"/"Sei Berlin"
Grafik: Berlin Partner
Mit "Sei Digital" schlage ich eine Brücke zur Standort-Kampagne "Be Berlin" von Berlin Partner (das ist das, was Hamburg Marketing gern einmal werden möchte). Seit März 2008 hat es die Hauptstadt Marketing GmbH geschafft, durch Partizipation mit allen Gruppen der Gesellschaft und durch inhaltliche Verankerung - wie Wissenschaft, Kultur und Sport - eine stadtweite, landesweite und weltweite Marke aufzubauen und zu verankern. Durch die individuelle Nutzung der Marke für standortnahe Aktivitäten von Initiativen, Netzwerken, Firmen & Verbänden hat sich "Be Berlin" zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.

Brückenschlag, Kommunikation und Kollaboration.

Überrücken wir die Aktivitäten der 6 Fachabteilungen in der BWVI mit einem kommunikativen Layer, bauen wir eine Brücke für Austausch und Verständigung an der Wexstraße, laden wir die Vorreiter von Senatsbehörden, Landesbetrieben und Beteiligungen zu einem gemeinsamen Engagement auf dem Weg zur "Digitalen Metropole" ein - und kommunizieren wir mutig, was wir Gutes tun, damit es der Stadt, den Menschen und der Wirtschaft an Alster und Elbe in der digitalen Zeit gut und besser geht.

Bringen wir zu internem Brückenschlag, zu externer Kommunikation und gemeinsamer Kollaboration Persönlichkeiten an einen Tisch, die sich um das Wohl unserer Stadt Gedanken machen, können wir mit einer Handvoll der 1.000 Stiftungen rund um die Alster die nächste Stufe, das nächsthöhere Platteau der Entwicklung Hamburgs zur "Digitalen Metropole" aktiv und erfolgversprechend gestalten - mit Hafen und Handel, mit Logistik und Mobilität, mit Banken und Versicherungen, mit Medien und Marketing und einem Schulterschluss der Innovatoren und Multiplikatoren in Wirtschaft und Verwaltung.

Konkrete Schritte, gemeinsame Wege und ein Team.


Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnany
Foto: HANSEVALLEY
Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnany schreibt Hamburgs IT-Executives und Chief Digital Officern bei Hamburg@work am 12. Januar d. J. im Norddeutschen Ragattaclub ins Stammbuch: "Es ist eine Kommunikationsrevolution. Die Veränderung von Kommunikation hat immer die Gesellschaft verändert." Der 89-jährige Vordenker weiter: "Wir leben in einer totalen Veränderung der strukturellen Form unserer Gesellschaft." Klaus von Dohnany gibt den IT- und Digital-Spitzen mit auf den Weg in die Zukunft: "Ich bin für eine offene, mutige, streitbare Debatte. Erst dann wird die Demokratie vorankommen."

Olaf Scholz gibt uns bereits am 2. Mai 2016 in seiner Rede vor der Universitätsgesellschaft zur "Digitalen Stadt" die Hausaufgaben an die Hand: "Die „Digitalisierung der großen Stadt“ ... ist kein Wettbewerb um die abgefahrensten Zukunftsvisionen, es ist ein ganz realistisches Projekt für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Ein Projekt, das alle Bereiche des Lebens, Arbeitens und Lernens durchdringt und in einer Vielzahl konkreter Schritte vollzogen wird." Fangen wir an, mit konkreten Schritten gemeinsame Wege zu gehen - z. B. mit ein Team Christoph Pfromm in der Senatskanzlei und Dr. Sebastian Saxe in der Innovationsbehörde BWVI - für die "Digitale Metropole" Hamburg, die so zur "Innovationsmetropole" werden kann. 


Dr. Sebastian Saxe ist Chief of Digital Office der BWVI
Foto: HPA

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 Hamburg Digital Nachrichten: 

Dr. Sebastian Saxe ist neuer CDO der BWVI
www.hansenews.hamburg

 Hamburg Digital Background: 

XING-Profil Dr. Sebastian Saxe, CDO BWVI + HPA
www.xing.com/profile/Sebastian_Saxe

XING-Profil Christian Pfromm, CDO FHH
www.xing.com/profile/Christian_Pfromm2

Dienstag, 31. Oktober 2017

HANSETRANSPORT: Läuft intelligent in Hamburg!

HAMBURG DIGITAL REPORT
*Update*


Offizieller Titel des Bid Book Hamburgs für "ITS2021"
Foto: Marc Hübner, www.fotowelt-hamburg.de
Design: Tanja Gottschalch & Christina Föllmer, Hamburg

Es ist einer der Höhepunkte des 4-tägigen ITS-Weltkonkresses 2017 in Montreal: Hamburg wird das Gipfeltreffen für Mobilität, Transport und Logistik 2021 im frisch sanierten "CCH" ausrichten. 10.000 verkehrspolitische Entscheider, Forscher, High-Tech-Innovatoren und Geschäftsleute kommen dann vom 11. bis 15. Oktober '21 zur Messe, um die Zukunft von Transport und Verkehr zu gestalten. Damit wird die Hansestadt zur globalen "Smart City".


Gruppenfoto zur Entscheidung in Montreal: ITS2021 in Hamburg.
Foto: Frank Pflugfelder, @meet_in_hamburg)
Über 2 Mio. Menschen nutzen täglich Busse und Bahnen an Alster und Elbe. 770.000 Autos sorgen für unzählige Staus - Tendenz steigend. 2.200 Busse von "Hochbahn" und "VHH" sowie 2.000 U-Bahn-Wagons und die S-Bahnen rollen täglich durch die Hansestadt. Der Hamburger Hafen ist 3. größter Seehafen Europas, mit rd. 9 Mio. Containern und 138 Mio. Tonnen Umschlag in 2016. Die Hansestadt ist das Logistikdrehkreuz Nordeuropas und der Verkehrsknotenpunkt Norddeutschlands. "Smart City" und "Smart Port" sind Hamburgs wichtigste Aufgaben für die Zukunft. Ein Hamburg Digital Report:

Mittwoch, 15. März des Jahres: Eine Hamburger Deligation übergibt zusammen mit dem "Starship"-Zustellroboter in Brüssel der europäischen ITS-Organisation "ERTICO" die offizielle Bewerbung Deutschlands für die Ausrichtung des Weltkongresses 2021. Mehr als 100 Unterstützer aus Industrie, Wissenschaft und Interessenvertretungen stehen hinter der Präsentation des geheimen "Bid Book" der Freien und Hansestadt. Der Kongress gastiert alle 3 Jahre in Europa. Und der Senat plant Großes: Unsere Stadt soll Test- und Erprobungsumfeld für neue Technologien sein. 

Frank Horch fasst anlässlich der Bewerbung im März d. J. das Ziel zusammen: "Wir wollen in den nächsten Jahren Deutschlands Modellstadt für intelligente Mobilität und Logistik werden. Der Einsatz von modernsten Technologien und breit gefächertem Know-how wird den Verkehr für die Bürgerinnen und Bürger zugänglicher, sicherer, effizienter und umweltfreundlicher machen. Die Ausrichtung des ITS-Weltkongresses bietet die Chance, unsere Innovationskraft der Welt zu präsentieren.“


Handlungsfelder der ITS-Strategie "Verkehr 4.0" für Hamburg
Grafik: Strategiepapier BWVI

6 Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Strategie für Intelligente Transportsysteme (ITS) der Wirtschaftshauptstadt: angefangen bei der Bereitstellung von notwendigen Informationen mittels vernetzter Verwaltung und digitaler Daten, gefolgt von intelligenter Verkehrssteuerung mittels Sensoren und selbststeuernden Ampeln, einer intelligenten Infrastruktur via WLAN in der City und LoRaWAN im Hafen, smarten Parkraumlösungen über Sensoren und Handy-Apps, der Entwicklung von Mobilität als Service mit "Switch" und Partnern sowie intelligenten Fahrzeugen mit dem Ziel autonomen Betriebs in der Zukunft.

Smart und umweltfreundlich zum Paket

Wirtschaftssenator Frank Horch ärgert sich über wild parkende Paketwagen vor seiner Haustür in der Hafencity. Nur mit intelligenten Lösungen kann der E-Commerce-Lawine Einhalt geboten werden. Im Hamburger Projekt "SMILE" werden Lösungen für die letzte Meile erarbeitet. "UPS" hat in den vergangenen 2 Jahren mit einem Container als lokalem Hub und Zustellung per Sackkarre und Fahrrad rund um den Neuen Wall getestet, wie flexible, umweltfreundliche Zustellung aussehen kann. Die "Otto Group"-Tochter "Hermes" testete im Winter die Zustellung vom Paketshop zur Haustür mit dem Starship-Roboter "6D9" in Ottensen, Volksdorf und Grindel.

Ein weiteres Projekt hat die Otto-Tochter "ECE" initiiert: Das "Alstertal Einkaufs-Zentrum" dient dem Betreiber als "Future Lab": Kunden können Produkte aus den Shops bequem in der "Digital Mall" bestellen - und anschließend stressfrei abholen. 56% aller Deutschen leben laut Informationen von ECE im Umkreis von 30 Minuten zum nächsten Center. Verknüpft man Online-Bestellungen in über 100 Shops des "Otto"-Konzerns mit flexibler Abholung in Centern oder flexibler Lieferung per Fahrrad, wird Online-Shopping intelligent.

Bereits in der Planung ist ein smartes Parkraum-System. So sollen die kostenpflichtigen Parkplätze der Stadt mit Sensoren ausgestattet werden, zunächst versuchsweise rund um den Hauptbahnhof. In einer Mobile App und über Navis werden dann freie Parkplätze angezeigt. Los gehts Anfang kommenden Jahres. Läuft der Test von "T-Systems" und dem Landesbetrieb "LSBG" erfolgreich, könnten in Zukunft alle 10.000 bewirtschafteten Parkplätze mit Sensoren zu intelligenten Parkplätzen werden. 

Kostenlos vernetzt in Bus und Bahn

Zu vernetzter Mobilität gehört die Versorgung mit kostenfreiem WLAN. Die "Hochbahn" stattet aktuell alle 1.000 Busse ihrer Flotte mit WLAN-Zugängen von "MobyKlick" auszustatten, bis Ende 2018 auch alle 92 U-Bahnstationen. Ebenso werden die 68 Haltestellen der "S-Bahn Hamburg" ausgeleuchtet. Nicht genug: "MobyKlick" baut bis Dezember '18 150 kostenlose Hotspots zwischen Jungfernstieg und Lombardsbrücke auf, 900 Stück werden von "Willy.Tel" insgesamt mit Unterstützung der Stadt errichtet - zugleich der Backbone für künftige mobile Services.


Olaf Scholz nimmt die 600. Ladestation für Elektromobilität in Betrieb
Foto: Senatskanzlei Hamburg / Frederik Sperber

Elektrisch unterwegs in der Innenstadt

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz nahm Mitte Oktober d. J. mit "Stromnetz Hamburg" die 600. Ladestation für E-Autos in Betrieb. Aktuell sind in der Hansestadt nur rd. 2.400 elektrisch angetriebene PKW unterwegs, in der Metropolregion kommen noch einmal rd. 1.000 dazu. Bis 2030 soll die Zahl der emissionsfreien Autos auf bis zu 100.000 steigen. Hinzu kommen die emissionsfreie Busse von "Hochbahn" und "VHH". Ab 2020 werden die Verkehrsbetriebe nur noch solche Busse anschaffen, eine Ausschreibung für die ersten 60 E-Busse der "Hochbahn" läuft gerade. Die ersten serienreifen Fahrzeuge sollen 2019 über Hamburgs Straßen rollen.

Bis zu 550 "BMWs" und "Minis" der "Drive Now"-Flotte werden bis Ende 2019 elektrisch unterwegs sein, ebenso wie 400 der 800 "Car2Go"-Smarts. Bereits Anfang kommenden Jahres präsentiert die VW-Tochter "Moia" ihren neuen E-Shuttle, der mit der "Hochbahn" als Sammeltaxi fahren wird. Ende kommenden Jahres sollen 200 "Moias" über die Mobilitätsplattform "Switchh" Fahrgäste zum Preis zwischen "HVV"-Ticket und Taxi chauffieren, ebenso wie die neuen Shuttlebusse der Bahn. Möglich wird dies durch Mobilitätspartnerschaften zwischen dem Senat und "BMW", "Daimler", "Volkswagen" sowie von "Hochbahn" und "Deutscher Bahn".

Nicht genug: Im September gestartet, werden 20 "Toyota"-Wasserstroff-PKW bis zum Jahresende nach Hamburg kommen, abends als Shared Service und Taxi-Alternative Hamburger nach Hause bringen. In Zukunft soll "Clever Shuttle" ebenfalls in "Switchh" eingebunden werden. Und auch das "Stadtrad" wird noch attraktiver: Hier sollen den 350.000 Kunden 350 Stationen mit 4.500 Rädern zur Verfügung stehen, buchbar über über "Switchh" buchbar mit Rabatt. "Switchh"-Betreiber "Hochbahn" sieht sich denn auch als 1. Adresse für Mobilität in Hamburg, wie Vorstandschef Henrik Falk im HANSEVALLEY-Interview erläutert.



Multitouch-Tisch der HPA bei der Solutions Hamburg 2017
Foto: HANSEVALLEY

Transport + Logistik im intelligenten Hafen

Dr. Sebastian Saxe ist stolz auf eines seiner jüngsten Babies: Der Multitouch-Tisch ermöglicht in der "Nautischen Zentrale" am Lotsenhaus Seemannshöft das Steuern von 30.000 Schiffsbewegungen im Jahr - u. a. von Tankern und Kreuzfahrern - mit Wassertiefen in Echtzeit. Der digitale Tisch ist zudem eine Managementtool im Landesbetrieb "LSBG" bei der Baustellenkoordinierung für Straßen gemacht. Mit einer speziellen Software können in "Roads" 30.000 Baumaßnahmen pro Jahr koordiniert werden. So müssen Straßen nicht mehrmals aufgerissen werden. Ende September d. J. gab es dafür den "Deutschen Ingenieurpreis Straße und Verkehr".

Nicht weniger spannend ist das bis zum kommenden Jahr laufende Projekt "Smart Port Traffic Light" aka "Green4TransPORT" der Hafenbehörde zusammen mit dem Betreiber der Hamburger Verkehrsanlagen "HHVA". "NXP" und "Siemens". So kann eine Fahrzeugkolonne im Hafen, die sich einer Ampel nähert, eine längere Grünphase bekommen. Fußgänger, die über RFID identifiziert werden, fordern damit ihre grüne Ampel an. Sollte ein Fußgänger bei Rot über die Straße laufen, wird von der Ampel eine Warnung an heranfahrende Autos geschickt.

"Smart Road", "Smart City" & "Smart Port"

Eines der ersten Projekte im Hafen war "Smart Road": Auf einem Straßenabschnitt im Hafen wurde bis Mitte 2016 eine intelligente Straße getestet. Dazu gehörten Verkehrserfassung und Steuerung sowie eine selbst steuernde Straßenbeleuchtung für Fußgänger und Radfahrer. "Cisco", "Philips", "T-Systems" und Partner zeigten, wie mittels Sensoren Infrastruktur- und Umweltdaten gesammelt werden können. Mit der "Smart Port"-Strategie hat sich die HPA zur "Werkstatt für die Digitale Transformation" entwickelt. Sebastian Saxe erklärt im HANSEVALLEY-Interview, wie man mit "Smart Port" die "Smart City" voranbringt.

Das Bundesverkehrsministerium hat Hamburg als eine von 8 Städten im Rahmen des Programms "Digitales Testfeld Autobahn" ausgewählt, zukunftsweisende Projekte in den Bereichen sicheres, autonomes Fahren zu erkunden. Dabei werden in Hamburg vor allem Szenarien im Innenstadtverkehr getestet. Eine Rolle wird auch das "Smart Road"-Projekt aus dem Hafen spielen, und die dahinter stehende "V2X"-Technologie für die digitale Kommunikation von Fahrzeugen und ihrer Umgebung. Eine Ebene höher mündet das ganze in einer stadtweiten IT-Infrastruktur einschließlich Nutzerdaten und künstlicher Intelligenz. Ein Projekt, an dem der Landesbetrieb Geoinformation "LGV" arbeiten wird.


Visualisierung einer ICT-City Plattform für Hamburg
Grafik: LGV

Ausblick auf die Smart City Hamburg

Und wo geht die Reise hin? Ein Zwischenbericht von Verkehrssenator Frank Horch zu den ITS-Projekten im Ende Mai vergangenen Jahres weist bereits die Richtung: Die Entwicklung durch die Vernetzung von Prozessen, Systemen, Daten und Dingen hat eine neue Qualität. Da werden nicht nur möglichst viele Computer, Sensoren, Aktoren oder Maschinen miteinander vernetzt. Auch die damit entstehenden Schnittstellen sind Gegenstand der Digitalisierung. Im "Internet of Everything“ interagieren Maschinen, Bauteile, Autos und Ampeln direkt miteinander. Eine spannende Aufgabe auch für den neuen Digital Hub Logistics Hamburg.

Willkommen in der Zukunft - in Hamburg, wo's läuft!

 Hamburg Digital Background: 

ITS-Übersicht Hamburg 2017
www.hamburg.de/its

ITS-Strategie Hamburg "Verkehr 4.0"
http://its2021.hamburg/downloads/ITS%20Strategie%20Hamburg.pdf

HPA "Smart Port"-Strategie im Hafen
https://www.hamburg-port-authority.de/de/hpa-360/smartport/

 Hamburg Digital Interviews: 

HANSEPERSONALITY Senator Frank Horch:
"Hamburg bekommt Next Logistics Accelerator."

HANSEPERSONALITY Henrik Falk:
"Der Bedarf am privaten Fahrzeug wird nahezu ganz aufgelöst."