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Montag, 11. Mai 2020

HANSESTATEMENT: Nach Kahrs und Corona: Hamburgs Vertreibung aus dem Paradies.

HAMBURG DIGITAL STATEMENT
- von Chefredakteur Thomas Keup -
* Update 06.06.2020 *


So hat sich Hamburg noch 2016 in Göteborg selbst vermarket.
Foto: Hamburg Marketing Mediaserver / Hamburg Convention Bureau

Er geht. Johannes Kahrs will und darf nicht mehr. Der SPD-Strippenzieher nimmt seinen Hut. Eine viel diskutierte Personalie ist Geschichte. Ich habe den Geldbeschaffer für SPD-Prestigeprojekte nie persönlich kennengelernt. Ich hatte auch kein Bedürfnis dazu. Denn Johannes Kahrs gehört zu einer Kategorie Politiker, die in der Hauptstadt mit dem Mauerfall vor 30 Jahren ihre Bedeutung verloren hat. Als Berliner kannte ich Peter Kittelmann, Bundestagsabgeordneter aus Tiergarten, Geldbeschaffer für CDU-Prestigeprojekte, graue Eminenz hinter einem Regierenden Bürgermeister mit "fliegenden" Kreisverbänden. Kahrs wie Kittelmann stehen für eine Generation von Strippenziehern in Hinterzimmern. 

Als ich im Sommer 2016 nach Hamburg kam, ahnte ich eines nicht: Bis zur Corona-Krise funktionierte die Freie und Hansestadt wie die Mauerstadt Berlin. Eine Einheitsgemeinde, in der sich Lokalpolitiker, Baulöwen, Banker und Polizeipräsidenten im Puff trafen. Als Redakteur beim einflussreichsten Radiosender der Neunziger war ich mittendrin, nicht nur dabei: Pressetermin in genau jenem Puff am Olympiastadion, Audienz bei genau jenem Banker, der Immobilienkredite auf Empfehlung des "Regierenden" vergab und mit politischen "Freunden", die schon mal eine Pressekonferenz verschoben, bis das Hauptstadtradio auch da war. Willkommen im Dorf.

Hamburg im Wachkoma. Norddeutschland auf dem Weg.


Hamburg vom Stadtpark aus der Luft betrachtet.
Foto: Hamburg Marketing Mediaserver / Doublevision

Anfang diesen Jahres begannen wir, HANSEVALLEY zu relaunchen: Seit Januar 2020 berichten wir aus dem ganzen Norden - aus beiden Freien (und) Hansestädten und allen drei norddeutschen Flächenländern. Die Entwicklung hat uns Recht gegeben: Die täglich drei Hanse Digital Nachrichten haben bundesweite Qualität, Niedersachsen und Schleswig-Holstein laufen digital vorne weg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen holen auf. Und Hamburg? Anfang des Jahres fragte ich mich: Was muss passieren, damit Helmut Schmidts "schlafende Schöne" aus ihrem digitalen Wachkoma kommt? Für mich war das "Digitale Hamburg" Anfang 2020 mehr oder weniger - sagen wir mal - "relativiert".

Plötzlich ist nichts mehr, wie es war: Die alten Geschäfte stehen still. Die alten Lieferketten brechen auseinander. Die alten Seilschaften funktionieren nicht mehr. Die feinen Kaufleute können gar nicht schnell genug nach der Soforthilfe greifen. Und wie im Rest der Republik rufen Wirtschaftsverbände an Alster und Elbe nach einer schnellen Öffnung. Nur das übliche Unternehmerjammern wie in der Finanzkrise? Nur eine oft geübte Show, um möglichst viele Staatsgelder möglichst billig abzugreifen? Bei einigen sicherlich. Aber der Shutdown von Wirtschaft und Gesellschaft hat noch einen anderen Effekt: Die Beschleunigung der globalen Veränderungen - mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Nichts lag näher als geschlossene Haspa-Filialen.

Fernab gefühlt hunderter mehr oder weniger inhaltsgeschwängerter Podcasts von mehr oder weniger interessanten "Sabbelbacken" und digital-verpacktem Marketing-"Gedödel" passiert in Hamburg gerade einiges, das wir die kommenden 10, 20, 30 Jahre nicht vergessen werden. Da bröckelt der schöne Schein einer "Haspa" und das Branchenmedium "Finanz-Szene" offenbart, dass die größte deutsche Sparkasse alles andere als gut dasteht. Nicht wegen Corona - sondern auf Grund des weggebrochenen Zinsgeschäfts, eines nicht mehr funktionierenden Kreditersatzgeschäfts und fehlender Dynamik beim Umbau zum Digitalplayer der nächsten Generation.


Mit Papier und Schließfächern gegen Challenger Banken.
Foto: HANSEVALLEY

Schon im Herbst vergangenen Jahres fragten wir uns in der Redaktion: Kann eine Stadtteil-App "Kiekmo" mit angeschlossenen Lokal-Events den digitalen Trend eines durch die Bankenkrise zerrütteten, durch Regularien konsolidierten sowie digitalisierten Bankenmarkts aufhalten? Kann eine Jugend-App "Aino" den Trend zu Challenger- aka Neobanken wie "N26" und "Revolut" oder "Kontist" und "Penta" bei Privat- wie Geschäftskunden verhindern? Und wir fragten uns, wo die "Haspa" all die Milliarden von Euro verdient? Mit dem Corona-Lockdown dürfte das bislang funktionierende Immobilien- und Handelsgeschäft weitere Probleme mit sich bringen.

100% Hamburg - und schön den Schein wahren. 

Die "Haspa" steht für eine Kultur, eine Stadt und ihre Wirtschaft: 100% Hamburg, 150% engagiert - und bloß nicht durchscheinen lassen, dass etwas nicht stimmen könnte. Genauso geben sich der "Erste" und seine Senatoren bei der wöchentlichen Pressekonferenz im Rathaus: 'Wir haben in Hamburg schon sehr früh reagiert. Wir sind in Hamburg - auch im internationalen Vergleich  - führend'. Diese "Großkotzigkeit" hat mich schon die letzten 1,5 Jahre bei Senator "Westwasserstoffman" angewidert. Ein Blick auf den ganzen Norden zeigt: Hamburg ist in der Corona-Krise überhaupt nicht "führend" - manchmal sogar Wochen hinterher. Gerade hat das Land Berlin mit der "Soforthilfe IV" ein Finanzpaket über 30 Mio. € für Kulturbetriebe angeschoben - mit bis zu 500.000,- € pro Betrieb. Und Niedersachsen unterstützt kleine Kulturbetriebe mit insgesamt 2,5 Mio. €. Und Sie, Herr Brosda? Ach, vergessen wir's ...

Wenn man seit dem 9. März - und damit seit nunmehr rd. 2 Monaten - im Home Office sitzt, täglich mehrere hundert Pressemeldungen aus ganz Nord-/Deutschland sichtet, Fotos aus 540 Themen aussucht, wöchentlich 18 Hanse Digital Nachrichten bringt und die Chance hat, Hamburg mit wohlwollender Sympathie zu vergleichen, komme ich immer wieder zu einem Ergebnis: Hamburg ist wie das alte (West-)Berlin: nach außen verschlossen - sei es durch eine Berliner Mauer oder eine Mauer in den Köpfen. Hamburg wird wie das alte (West-)Berlin regiert: von einem Club Lokalpolitiker, die sich im Bezirk Mitte über Jugendhilfemittel Seilschaften gesponnen haben (vgl. Johannes K.) und auf PR-Events Quietschentchen angeln (Nicht wahr, lieber Andy?!).

Die "OMR" - Ein Mittelpunkt des digitalen Universums?


Hamburg vom Steinweg-Terminal aus der Luft gesehen.
Foto: C. Steinweg 

Keine Frage: Lokalpolitiker und Provinzfürsten gibt es zwischen Nord- und Ostsee mehr, als wir befürchten. Aber ich spreche von einer Stadt mit fast 2 Mio. € Einwohnern und 1 Mio. Angestellter. Ich spreche von einer Stadt mit überalterter Wirtschaft in traditionellen Dienstleistungsbranchen, von einer Stadt, in der Digitalisierung gern als Feigenblatt in Sonntagsreden missbraucht wird, in der man die "Online Marketing Rockstars" für den Mittelpunkt des digitalen Universums hält, sich als "digitaler Vorreiter" im Kammer-Magazin abfeiern lässt und mit - ich wiederhole mich - sinnbefreiten Podcasts selbst beweihräuchert. Schließlich sind wir in der deutschen Podcast-Hauptstadt. Und das ist wirklich ein schlechter Scherz.

Die Corona-Kehrseite außerhalb des bisherigen Paradieses der "Vermögensillustion" Stand Mai 2020: 84.400 Menschen ohne Arbeit, eine auf 7,9% gekletterte Arbeitslosenquote - im Norden nur knapp hinter Mecklenburg-Vorpommern. 23.000 Betriebe an Alster und Elbe haben Kurzarbeit beantragt, fast 349.000 Angestellte sind betroffen, haben nur noch 60% ihres Lohns in einer der teuersten Städte Deutschlands in der Tasche. Das sind rd. 29% aller Angestellten in der schönsten Arbeitslosenstadt der Welt. Und die Krise ist gerade mittendrin. Das laufende Quartal wird das ganze Ausmaß offenbaren und Ende September d. J. läuft der Kündigungsschutz aus. Vor 2021 wird es kaum einen Aufschwung geben, sagt HWWI-Chefökonom Prof. Dr. Henning Vöpel.

Otto Group eingekeilt zwischen Amazon und Alibaba.

Die Lage der Hamburger Wirtschaft ist dramatisch“, betont Prof. Norbert Aust, neuer Präses der Handelskammer Hamburg. 3/4 der rd. 160.000 Hamburger Gewerbebetriebe befürchten Einbrüche durch die Corona-Krise. Das sind 120.000 Betriebe. Der Geschäftsklimaindex ist auf 38,6 Punkte abgestürzt - gegenüber 108,3 zum Jahreswechsel 2019/2020. Selbst in der Finanzkrise lag der Index mit 72,2 doppelt so hoch. Im Klartext: Einbruch in der Logistik von 80,4 auf 24,4 Punkte und - unfassbar - im Gastgewerbe von 115,8 auf 4,8. 55% der Gastronomen müssen laut Umfrage der Universität Osnabrück auch privat den Euro 2x umdrehen. Womit wir bei der Frage sind: Wie wird Hamburg die Krise überstehen?

Um einen Ausblick wagen zu können, bedarf es einer schonungslosen Analyse:


Der Online-Händler ist mitten im Umbau zum Digital-Player.
Foto: HANSEVALLEY

1. Die Handelsmetropole bekommt den rauen Wind amerikanischer und asiatischer Plattformen zu spüren. Die "Otto Group" hat außer dem Inkasso-Dienstleister "EOS" kaum zukunftsfähige "Assets", wie die BWL-"Fuzzis" in Bramfeld die Geschäftsbereiche nennen. Der Paketsklaven-Treiber - pardon - Paketdienst "Hermes" steht zum Verkauf, womöglich an "Fedex". "Otto.de" kämpft mit der Öffnung als Plattform und bekommt neben "Amazon" und "Ebay" nun auch chinesische Player wie "Aliexpress" als Konkurrenten. Aus zahlreichen Ländern hat sich "Otto" bereits zurückgezogen, die Töchter "Heine" und "Schwab" werden fusioniert. Der Lack ist ab.

Die Zukunft der Logistik findet nicht in Hamburg statt.

2. Ein drittklassiger europäischer Hafen mit gefälschter Freihandels-Urkunde ist kein Grund zum Ab-/Feiern. Unabhängig von nicht beförderten oder halbleeren Containern in der Corona-Krise rutscht der "Hamburg Port" im Wettbewerb mit Rotterdam und Antwerpen seit Jahren ab - nicht durch Verluste, sondern durch fehlendes Wachstum. Das gern gefeierte Terminal Altenwerder ist aus Sicht hoch digitalisierter Brücken und Warehouses in den Niederlanden und Belgien lächerlich. Und da man für Steinwerder-Süd auf Intervention der "HHLA" die Chinesen mit "CCCC", "ZPMC" und "Alibaba" nicht haben wollte, zieht die Zukunft halt weiter - Bremen wartet schon. Da helfen leider auch keine Zukäufe osteuropäischer Terminals.

3. Der "Airbus"-Standort mit allein 15.000 Beschäftigten droht angesichts eines Zusammenbruchs des internationalen Luftverkehrs massiv zu schrumpfen, wie die Drohungen von Airbus-Chef Guillaume Faury gegenüber seiner Belegschaft ahnen lassen. Zusammen mit "Lufthansa Technik" und rd. 300 Zulieferern hängen in der Metropolregion mehr als 40.000 Jobs an der Luftfahrt. Allein die "Lufthansa" streicht 10% ihrer Flieger. Die Branche wird nach Expertenschätzungen erst in rd. 10 Jahren das Niveau vor Corona zurückgewinnen können. Damit steht das industrielle Standbein der Hansestadt zur Disposition, wie das "Hamburger Abendblatt" Ende April d. J. testierte.

Gastronomie und Tourismus vor Corona-Kollaps.


Schluss mit Lustig: Hamburg in Schwierigkeiten.
Foto: HANSEVALLEY
4. Die "sündigste Meile der Welt" als Sinnbild für den durch Kreuzfahrer seit Jahren steigenden Tages- und Stadttourismus vermisst in Zeiten des Shutdowns wohl kaum einer. Allerdings: rd. 100.000 Jobs in 11.000 vornehmlich kleinen und mittleren Betrieben hängen an Tourismus und Gastronomie rund um Alster und Elbe. Sie trifft es mit am Härtesten. Die Handelskammer fordert einen Masterplan Tourismus und Freizeitwirtschaft, um der hart getroffenen Branche das Überleben zu sichern. Haben Sie das verstanden, Herr Westhagemann? Auch wenn Handel und Tourismus schrittweise wieder möglich sind, mit Feiern aufm Kiez und Flanieren am Jungfernstieg hat das wenig zu tun.

Wie wird sich Hamburg entwickeln - unter einer neuen, alten Koalition mit dem "Peter" und der "Mutti"? Und was wird sich in Hamburg verändern - mit Handelshäusern aus der Offline-Zeit, einem weiter geschwächten Hafen, fehlender Digitalisierung der Logistik und einer katastrophalen Situation im Tourismus? Schon vor Kahrs und Corona stellte ich mir diese Frage. Meine bescheidene Antwort aus 14 Jahren West-/Berlin und fast 4 Jahren Hamburg aus redaktioneller Perspektive und journalistischem "Deep Dive" lautet: Die Hansestadt lebte bislang in der Vergangenheit, in einer "Vermögensillusion". Durch und nach Corona wird es ein "Weiter so" nicht geben, auch wenn das neue Koalitionspapier die Überschrift "Pfeifen im Walde" trägt. 

Die Zukunft liegt an Land - und nicht am Wasser.

Internet-, Medien- und Kulturhauptstadt ist die "Hammaburg" schone lange nicht mehr. Zukunftsweisende Technologie-Startups - wie FinTechs - haben sich in Berlin angesiedelt. Zukunftsweisende Handels-Startups - wie Zalando - lachen über ein Corporate-Startup "About You" aus der "Otto Group". Und auch hier hatten wir bereits im vergangenen Jahr einen Riecher, wo Hamburg wirklich punkten kann: Die Freie und Hansestadt hat ein namhaftes Forschungscluster in der Virologie. Die Gesundheitswirtschaft gewinnt durch und nach Corona an Bedeutung. Wenn Hamburg anfangen würde, seine Wissenschaft zu leben und zu lieben, wäre dies ein echtes "Asset".


Wahre Liebe kennt kein Lockdown.
Foto: Guido Hofmann, Unsplash

Auch wenn ich mich wiederhole: "Die Zukunft Hamburgs liegt an Land, und nicht am Wasser" mahnte Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi in seiner ersten Bürgermeister-Rede vor dem "Übersee-Club" - 1983. Nachdem alte Bank-/Fassaden brökeln, nachdem alte Partei-/Strukturen aufbrechen,  ist es an der Zeit, der Zukunft in die Augen zu sehen - eine Zukunft mit digitalem Rückgrat und nachhaltiger Ausrichtung, einer Zukunft mit diversifizierten Geschäftsmodellen und einer echten Offenheit für Neues und neue Player. Denn das ist die Realität der vergangenen Jahre in des wiedervereinten Berlin und seiner Hauptstadtregion mit Tesla-Fabrik und Batterieforschung - ohne den Provinzmief von Sandkasten-Kumpeln und lokalen Strippenziehern. Wäre mal eine Idee. 


*  *  *
 Hanse Digital Background: 

HANSESPORTS: "Aus dem Home Office digital in ein bewegtes Leben":

HANSEVALLEY: "Die Welt wird eine andere sein - der Norden nach Corona":
hansevalley.de/2020/04/hansefuture-die-welt-wird-eine-andere.html

HANSEVALLEY: "Wie Hamburgs Wirtschaft aus der Panik zu digitalen Perspektiven kommt":

Montag, 2. April 2018

HANSEEXKLUSIV Klaus von Dohnanyi: "Alles bleibt anders."

HAMBURG DIGITAL EXKLUSIV
in Zusammenarbeit mit Hamburg@work

Hamburgs Vordenker Klaus von Dohnanyi.
Foto: Exspect
Die Digitalisierung ist der größte Umsturz, den die Menschheit je gehabt hat.

Nichts wird so bleiben, wie es war. Weder in der Geschäftswelt noch in der persönlichen Welt. Alles wird anders. Anders. weil die zeitgleiche, umfassende, weltweit umspannende Information und dieser weltweite Dialog, der dadurch möglich wird, eine totale Veränderung der Beziehungen der Menschen und der Politik und der Wirtschaft und der Wissenschaft bedeutet.

Dem kann man sich nicht entziehen. Das ist wie aller technischer Fortschritt. Es ist wenig sinnvoll, sich gegen die Digitalisierung zu stemmen, wie gegen die Eisenbahn oder das Telefon oder das Radio und das Fernsehen. Klaus von Dohnanyi im Gespräch mit HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup:

'Alle Unternehmen werden in einer digital-vernetzen Welt Nachbarn', brachten Sie anläßlich des Neujahrsempfangs des "IT Executive Club" am 12. Januar d. J. im Norddeutschen Regattaverein auf den Punkt. Sie sprechen von einer Veränderung der Kommunikation, die eine Veränderung der Gesellschaft zur Folge hat. Was meinen Sie damit?

Es ist eine ganz tiefgreifende Veränderung der Kommunikation. Ursprünglich redeten die Menschen miteinander, indem sie sich in die Augen sahen. Jetzt ist man in der Lage, mit einem chinesischen Geschäftspartner oder mit einer Freundin in Tokyo zeitgleich zu korrespondieren, nicht nur, in dem man miteinander redet, man kann sich auch per Skype sehen. Man überwindet alle Distanzen, in denen Menschen miteinander gelebt haben. Das verändert die menschlichen Beziehungen, verändert die Unternehmen, verändert aber auch die Politik. Die Digitalisierung ist der größte Umsturz, den die Menschheit je gehabt hat.

Olaf Scholz mahnte immer wieder unermüdlich und in klaren Worten, dass die Digitalisierung alle Bereiche unserer Gesellschaft umfassen wird und wir es uns nicht leisten können, abzuwarten. Wie nehmen Sie mit ihrem Erfahrungsschatz die Entwicklung der Digitalisierung wahr, welche Themen faszinieren und welche Themen verängstigen Sie ganz persönlich?

"Uns fehlt die Infrastruktur für die Geschwindigkeiten"

Es ist ein vitales Element der Konkurrenz geworden. Man kann sich dem schon deswegen nicht entziehen, weil man in der weltweiten Konkurrenz zurückfallen würde. Das ist das, was auch Olaf Scholz und alle, die sich mit dem Thema befassen, beschäftigt. Deutschland ist in einer Beziehung sehr gut. z. B. bei der Umsetzung von Industrie 4.0. Auf der anderen Seite fehlt uns noch die notwendige technische Infrastruktur, um die erforderlichen Geschwindigkeiten der Kommunikation über das digitale Netz zu ermöglichen.

"Die wirklich guten Leute haben of gar keine Ausbildung"

Wir kommen auch deshalb nicht so gut damit zurecht, weil wir ein hierarchisches System haben, in dem z. B. in der Verwaltung die Beförderungen nach Grundsätzen von Ausbildungsformalitäten entschieden werden. Die wirklich guten Leute im digitalen Handwerk kommen oftmals aus ganz anderen Ausbildungen oder haben gar keine formale Ausbildung - und sind trotzdem mit die besten Leute. Da kommt der deutsche Staat mit seinen formalisierten Vorstellungen natürlich nicht mit voran, weder in der Beurteilung der Befähigung noch in der entsprechenden Bezahlung. Da verliert er zwangsläufig im Wettbewerb mit der Wirtschaft.

"Ihr dürft Kinder nicht zu früh am Netz operieren lassen"

Mich besorgt, dass eine so tiefgreifende strukturelle Veränderung in der Kommunikation auch Nebenfolgen hat, die man nicht übersehen darf. Es gibt Warnungen von klugen Pädagogen, die sagen, ihr dürft die Kinder nicht zu früh am Netz operieren lassen. Sie werden Fähigkeiten der Empathie, der sozialen Zusammenhänge nicht mehr richtig lernen. Und dann gibt es Probleme des Datenschutzes. Es gibt eben nichts in dieser Welt, dass neben seinen positiven Seiten nicht auch negative Folgen hätte und Probleme aufwerfen würde. Um die müssen wir uns auch kümmern.

THEMA POLITIK:

Politisches Engagement findet in engen Systemgrenzen von Parteien und Karrieren statt. Unsere Bürgergesellschaft interessiert sich vor allem für eine lebenswerte Stadt. Welche Impulse und Initiativen bedarf es, dass wir in Zeiten digitaler Verunsicherung nicht nur Klientelgruppen in der politischen Willensbildung von Parlamenten wiederfinden?



Mahnende Worte von Klaus von Dohnanyi.
Foto: HANSEVALLEY
Die Beratung innerhalb der Volksparteien findet in einem relativ geschlossenen Kreis relativ fester Überzeugungen statt - und wird oft auch mit einem recht begrenzten Informationshorizont geführt. Aber auch die politischen Aufgaben und die Methoden der Politik verändern sich natürlich. Wir sehen gegenwärtig, dass in den USA der Präsident keines der klassischen Informationsmittel der Politik überhaupt noch ernst nimmt, geschweige denn bedient. Ihn interessieren nicht Gespräche mit den großen Zeitungen, die eine Auflage von einer halben Millionen haben, er twittert und erreicht fast 50 Mio. Follower.

"Manch altes Gebäude wird dem Sturm nicht gewachsen sein"

Das verändert die Politik, das verändert auch die Chancen in der Politik. Ich glaube, dass wir deswegen auch einen tiefgreifenden Wandel in der Parteienstruktur bekommen werden, vielleicht sogar in der Demokratie wie wir sie gewohnt sind. Wir müssen uns intensiver als bisher um diese Entwicklung bemühen. Trump war kein Zufall. Ich vermute, dass auch in dieser Beziehung die USA nur weiter in der Entwicklung sind. Manches, was heute als altes Demokratie-Gebäude steht, wird dem Ansturm der neuen digitalen Welt nicht gewachsen sein.

Es gibt verschiedene gesellschaftliche Möglichkeiten, sich mit dem Status Quo von Unsicherheit oder Unzufriedenheit auseinanderzusetzen: z. B. durch Anpassung, den Ausstieg oder die Rebellion. Welchen Weg empfehlen Sie Menschen, die sich mit der für sie z. T. dramatisch verändernden Welt nicht zufrieden geben und etwas verändern wollen?

Klare Worte beim IT Executive Club.
Foto: HANSEVALLEY
Mein erster Tipp ist, dass jeder wissen muss, was er für sich selbst braucht und will, und das muss er lernen. Und wenn sich die Welt verändert muss er lernen, wie er in der Welt so sein kann, wie er gern möchte. Mehr bewusste Eigenverantwortung heißt die Devise! Man kann sich nämlich selbst auch manchem Einfluss der Digitalisierung entziehen.


"Wahrgenommene Eigenverantwortung ist die Rettung"

Ich versuche mich jenseits von Twittern und Apps immer noch in der Tiefe zu informieren. Andere mögen das anders sehen, aber das hängt davon ab, wie sie sich selbst verstehen. Mein Rat an alle ist, sich selbst zu betrachten und zu überlegen, was kann ich, was will ich, was will ich tun, was muss ich dafür lernen - also: eine wahrgenommene Eigenverantwortung ist die Rettung vor einer Vermassung durch die digitalisierte Welt.

THEMA TECHNOLOGIEN:

Die Metropolregion ist ein traditionsreicher Produktionsstandort mit Schiff- und Flugzeug-, Anlagen- und Maschinenbau. Industrie 4.0 bietet mit digital-vernetzten Produktions- und Lieferprozessen sowie Echtzeitdaten neue Chancen zur Entwicklung weltweit erfolgreicher Produkte? Reicht das aus Ihrer Sicht aus oder wird die Industrie in Europa zwischen den USA und China zerrieben?

Das hängt sehr davon ab, wie wir damit umgehen. Die Vielfalt in Europa - die auch Brüssel nicht versuchen sollte sinnlos einzuebnen - hat dazu geführt, dass die letzten Jahrhunderte europäische Jahrhunderte waren. Europa hat eine große Chance, wenn wir uns auf das besinnen, was wir können, wenn wir die Dinge, die im großen Stil gemacht werden müssen - wie z. B. den Airbus -, gemeinsam machen. Und wenn wir zugleich in Hamburg, in Lübeck, in Osnabrück, in Frankfurt, in Stuttgart - getragen durch gute kommunale Politik - unsere unterschiedlichen Kräfte entfalten. Das ist nämlich erst wirklich "europäisch": Dezentralisation, Vielfalt und Unterschiede.

In den digitalen Angeboten von Amazon, Apple, Facebook oder Google verbirgt sich bereits künstliche Intelligenz zum Erkennen von Befehlen und Übersetzen von Sprachen. Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie in der Nutzung von Artifical Intelligence - insbesondere für den internationalen Dienstleistungsstandort Hamburg mit zehntausenden Arbeitsplätzen?

Die Artifical Intelligence ist ein nächster Schritt und wiederum: wer sich dagegen versucht zu stemmen, wäre verloren. Aber die Auswirkungen von AI sind heute noch unüberschaubar, also müssen wir den Prozess auch steuern, soweit das geht. Eine schwierige Aufgabe für die Politik.

THEMA ARBEIT:

Unsere zentrale Ausbildung mit Lehrling, Geselle und Meister stammt aus dem 13. Jahrhundert. Wir haben eine erfolgreiche Entwicklung der Universitäten seit dem 19. Jahrhundert. Wie kann ein lineares Bildungssystem für eine flexible und individuelle Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts geöffnet und erfolgreich weiterentwickelt werden?

Wir haben ein Bildungssystem, das einen großen Erfolg hinter sich hat. Sie können den deutschen Erfolg des vergangenen Jahrhunderts nicht denken ohne ein erfolgreiches Bildungssystem. Jetzt ändert sich natürlich viel. Man muss dafür sorgen, dass auch in den Schulen digitale Instrumente genutzt werden. Aber ich würde das nicht zu früh machen. Ich glaube, Kinder machen heute genug mit dem Smartphone, schon wenn sie 3 Jahre alt sind und man braucht ihnen das in der Grundschule nicht auch noch beizubringen. Rechnen und Lesen lernen ist in diesem Alter vermutlich wichtiger.

Zwischen 10 und 20 Mio. Arbeitsplätze könnten durch Digitalisierung und Transformation in Deutschland in den nächsten Jahren wegfallen. Die Herausforderung wird mit einem bedingungslosen Grundeinkommen als Chance für neue, Sinn stiftende Wertschöpfung diskutiert. Wie stehen Sie zu dem von DM-Gründer Götz Werner in die Diskussion gebrachten Modell?


Da bleibe ich zunächst einmal sehr skeptisch. Ich glaube, dass der Mensch auch eine Anregung braucht, um zu arbeiten. Wenn man ihm das Arbeiten sozusagen wegfinanziert, weil er das gar nicht mehr machen müsste, wird das weder zum Frieden in der Gesellschaft beitragen, noch zur Beseitigung der Unterschiede. Aber es ist auch ein von sehr intelligenten Menschen vorgetragenes Konzept und es wird immer weiter diskutiert werden und vielleicht eines Tages sogar kommen.

"In die Richtung lenken, in der sie einen guten Beruf finden"

Im Übrigen glaube ich nicht Ihre These von den 10 oder 20 Mio. Arbeitsplätzen. Aber es kommt deswegen schon jetzt darauf an, dass man die Arbeitsplätze die Zukunft haben könnten, heute durch eine entsprechende Ausbildung fördert. Ich halte nicht soviel davon, dass so viele Leute an der Universität Kulturwissenschaften studieren, anstatt Informatik. Da muss man die Leute schon ein wenig mehr in die Richtung lenken, in der sie am Ende auch wirklich einen zukunftssicheren Beruf finden werden.

THEMA HAMBURG:

Hamburg ist geprägt von traditionellen Branchen, wie der maritimen Wirtschaft, der Transportlogistik, dem Groß-, Außen- und Einzelhandel. Die Dienstleistungen von Banken, Versicherungen und Medien unterlagen in den vergangenen Jahren erheblichen Umbrüchen. Wie gut ist Hamburg aufgestellt, um die kommenden Herausforderungen zu meistern?

"Ein Fehler, den Wissenschaftsstandort Hamburg zu unterschätzen"

Klaus von Dohnanyi im Dialog mit Olaf Scholz.
Foto: HANSEVALLEY

Hafen und Handel sind heute natürlich lebenswichtig für Hamburg. Und wir müssen alles tun, um hier stark zu bleiben. Aber Transport, Logistik und Handel werden durch Digitalisierung und die Globalisierung im Kern getroffen. Hamburg braucht ein zweites Standbein. Deswegen glaube ich machen wir einen Fehler, indem wir die Bedeutung eines Wissenschaftsstandortes Hamburg noch immer unterschätzen.

"Hamburg wird ohne Wissenschaftsmetropole nicht überleben"


Ich habe deswegen schon 1983 in meiner ersten Übersee-Club-Rede gesagt: 'Hamburgs Zukunft liegt auf dem Land und nicht auf dem Wasser'. Ich bleibe bei dieser Überzeugung: Hamburg wird auf die Dauer ohne einen Schwerpunkt Wissenschaftsmetropole nicht erfolgreich überleben, gerade wenn die Chinesen jetzt ihre Seidenstraße über die Schiene ausbauen und ihren Schiffsverkehr zum Teil nach Südeuropa lenken. An dieser Stelle sind wir noch nicht gut aufgestellt.

"Versuchen, nicht erneut vom Süden abgehängt zu werden."

Das führt natürlich auch dazu, dass wir z. B. bei Startups nicht vorn sind, sondern München oder Berlin. Und das führt auch dazu, dass wir bei anderen Schwerpunkten, z. B. bei Banken von Frankfurt überlagert werden, weil dort das Zentrum der Banken entstanden ist. Wir müssen deswegen mit Wissenschaft versuchen nicht erneut vom Süden abgehängt zu werden. Bürgermeister Scholz hat jetzt versucht, in diese Richtung etwas zu tun, aber nach meiner Meinung ist das noch immer nicht genug.

Der Erfolg unserer Stadt basierte bislang zu einem Großteil auf der weltweit geschätzten Verlässlichkeit - und dies über Generationen hinaus. Reichen in Zeiten digital beschleunigter Veränderungen und global forciertem Wettbewerb hamburgische und hanseatische Werte aus - und welche Werte empfehlen Sie den Hamburgern für die Zukunft?

Die Werte reichen aus, aber sie werden derzeit unterspült von den digitalen Medien. D. h., man verhält sich natürlich anders im Geschäft mit Leuten, die man nicht persönlich kennt. Der "Ehrbare Kaufmann" in Hamburg, bei dem nicht mal ein Handschlag notwendig war und ein gegenseitiger Blick in die Augen reichte, wird durch die großen Entfernungen bei Geschäften und die immer größere Anonymität der Geschäfte vermutlich so nicht fortbestehen.

Es geht nicht darum, das wir neue Werte brauchen. Die große Frage ist, wie wir die alten Werte, mit denen Deutschland so gut gelebt hat, in einer digitalen Welt erhalten werden. Und da sollten wir sorgsam hinschauen.



Ein visionärer Blick in die Zukunft: Klaus von Dohnanyi
Foto: HANSEVALLEY

Herzlichen Dank für die inspirierenden Worte!
Das Interview führte Thomas Keup persönlich.

Das Hamburg Digital Exklusiv ist in Zusammenarbeit mit Hamburg@work entstanden und ab 3. April 2018 auf dem Portal www.digitalcluster.hamburg veröffentlicht.

*   *   *

 Hamburg Digital Background: 

Klaus von Dohnanyi in der Wikipedia:

Klaus von Dohnanyi in der "F.A.Z":

Klaus von Dohnanyi in der "Welt":

Sonntag, 11. Dezember 2016

HANSESERVICE: Exklusiv in Alster und Elbe - Die Hamburg Digital Events 2017

HAMBURG DIGITAL EVENTS 

"Klasse statt Masse" - das ist das Motto vieler Hamburger Digital Events. Im Mittelpunkt führender Veranstaltungen stehen die Leitthemen Digitalisierung, Tech-Startups und Games, Medien und Marketing, Handel und Logistik sowie weitere relevante Branchen. 

Wir haben die folgende Übersicht zu den Digital-Events für 2017 zusammen mit zahlreichen Terminkalendern erarbeitet und freuen uns, Ihnen eine weitgehend vollständige Übersicht geben zu können. Die Aufstellung wird kontinuierlich erweitert. 

Januar 2017 

13.01.17: IT-Executive Club (nur auf Einladung)

Neujahrsempfang des Netzwerks Hamburg@Work
Norddeutscher Regatta Verein, Schöne Aussicht 37

Februar 2017 

*Updated*

01.02.17: Digital Advisory Board Summit

Wissensplattform für zukunftsgewandte Unternehmen und Digital Advisory.
Altes Mädchen. Lagerstraße 28b

01.02.17: INNOVATIONS meet INNOVATIONS

Das Netzwerk-Event deutscher Corporate-Innovatoren
Altes Mädchen. Lagerstraße 28b

07.02.17: Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung

Standortbestimmung für Hamburg als Medienstandort.
Madison Hotel, Schaarsteinweg 4

16.02.-17.02.17: Hamburger IT-Strategietage

Die CIO Agenda 2017.
Grand Elysée Hamburg, Rothenbaumchaussee 10

16.02.17: CXO Lounge
Treffpunkt für Entscheidungsträger der Digital- und Medienwirtschaft.
Grand Elysée Hamburg, Rothenbaumchaussee 10

27.02.-03.03.17: Social Media Week
Language and the Machine - Sprache trifft Technologie.
2 Haupt-Locations, div. Satelliten-Events

März 2017

02.03.17: 12min.me Startup Slam

Das führende Pitch-Event in Hamburg
Mindspace Hamburg, Rödingsmarkt 9

02-03.03.17: Online Marketing Rockstars

The art and science of digital marketing.
Hamburg Messe, Eingang West, Lagerstraße 18

02.-03.03.17: Working Products
Konferenz rund um digitale Produktentwicklung
Designagentur Eparo, Stahltwiete 22

13.03.-14.03.17: D3Con
Data Driven Display Advertising Conference.
Cinemaxx, Dammtordamm 1

21.03.17: NewTV Kongress
Business Innovation On Screen.
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1 

23.03.-24.03.17:  Digital Commerce Day

Konferenz für Handel, Hersteller und Marken.
Panoramadeck im Emporio, Dammtorwall 15 

22./23.03.-24.03.17: Hamburger Datenschutztage
Konferenz zu Datenschutzthemen
Hotel Hafen Hamburg, Seewartenstr. 9

25.03.17: Hamburger Gründertag

Expertenwissen zur Existenzgründung.
Handwerkskammer, Holstenwall 12

April 2017
*Updated*

04.04.17: Hamburg Games Conference
Interdisziplinärer Kongress der Spieleindustrie
Moot Court, Bucerius Law School, Jungiusstr. 6

20.-21.04.17: Sharing is Caring - Hamburg Extension

Internationale Konferenz zur digitalen Nutzung von Kunst
MK&G, Steintorplatz

25.04.17: NEXTHANSE (nur auf Einladung)
Premiere der Hamburg Digital Community 
DI-Lab@HSBA, Adolphsplatz 6

27.04.17: Ideensturm@Hanse Ventures

Startup Pitch-Event für neue Ideen
Hanse Ventures, Am Sandtorkai 71

27.04.17: Henri-Nannen-Preis (nur auf Einladung)

Ehrung herausragender Arbeiten im deutschen Journalismus
Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 13

28.-30.04.17: DestinationCamp
Kreativ- und Zukunftswerkstatt im Tourismus
Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1

28.-30.04.17: Start & Found (vorm. Startup Weekend)

In einem Wochenende zum Startup.
Mindspace, Rödingsmarkt 9 

Mai 2017
*Updated*


02.05.17: Mediendialog Hamburg
Mediengipfel der Hansestadt
Rathaus Hamburg, Rathausmarkt 1

Konferenz für Trends im Online Marketing.
Empire Riverside Hotel,
Bernhard-Nocht-Str. 97

11.05.17: ADC Kongress
Deutschlands führender Werbekongress
Kampnagel Hamburg, Jarrestr. 20

17.05.-18.05.17: D2M Summit
Anwenderkongress zum Content und Social Media Marketing.
East Hotel, Simon-von-Utrecht-Str. 31

18.05.17: Logistik- und Wissenschaftsforum Hamburg
Prozess- und Produktinnovationen für die Industrie 4.0
BallinStadt Auswanderermuseum Hamburg, Veddeler Bogen 2


Thema Wandlungsfähigkeit.
Automuseum Prototyp, Shanghaiallee 7
Year of the Monkey Festival 2016
Foto: HANSEVALLEY

Juni 2017
*Updated*

10.06.17: Self Publishing Day
Convent für Selfpublisher im deutschsprachigen Raum
Novotel City Alster, Lübecker Str. 3

13.06.17 Hamburger Mediensymposium

Fachkonferenz zur Medienentwicklung
Handelskammer, Adolphsplatz 1

14.06.17: nextMedia.Elevator
Der Startup-Award von nextMedia.Hamburg

Betahaus, Eifflerstraße 43

16.06.17: Distribute Conference

Die Blockchain Hands-on Konferenz
Bucerius Law School, Jungiusstraße 6


20.06.-21.06.17: ContainerDays 2017
Konferenz zur kommenden Technologien
Automuseum Prototyp, Shanghaiallee 7

The Smart Customer Relationship, Experience & Technologies Event.
Hotel Atlantic Kempinski Hamburg, An der Alster 72-79

25.06.17: TEDxHamburg "Rock the Boat"

Vortragsevent zu visionären Themen
Laeiszhalle, Johannes-Brahms-Platz

29.06.17: Play Summit
Video Advertsing & Marketing Summit.
Theater Kehrwieder, Kehrwieder 6

Juli 2017
*Updated*

12.07.17: Marketing Innovation Day

Weiterbildung zu Marketing, Vertrieb und IT 
Handelskammer, Adolphplatz 1

17.07.17: Food Innovation Camp
Startupevent mit Speed-Dating zu Foodtrends
Handelskammer, Adolphsplatz 1

September 2017
*Updated*

04.09.17: MarkenSlam + Startup-Pitch-Contest
Startup-Event des Marketing-Club Hamburg
Mindspace Hamburg, Rödingsmarkt 9

04.09.-05.09.17: Symposium Hamburg

Kongress für Sport, Wirtschaft und Medien
HafenCity Universität, Überseeallee 16

06.09.-08.09.17: Solutions.Hamburg + Silpion.Sommerfest
Kongress für Digitalisierung, Business und IT.
Kampnagel Hamburg, Jarrestr. 20

07.09.17: 20 Jahre Hamburg@Work
Zukunftskongress@Solutions.Hamburg
Kampnagel Hamburg, Jarrestr. 20

07.09.17: ZEIT Wirtschaftsforum 2017

Kongress zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Hauptkirche St. Michaelis, Englische Planke 1

07.09.17: Spätschicht Event

Gründerszene Startup Event
Betahaus Hamburg, Eifflerstraße 43

06.09.-08.09.17: Seatrade Europe

Europäische Kreuzfahrtmesse
Messe Hamburg, Halle A4, Messeplatz

12.09.17: Hansacon Europe

Europäischer Schiffbau-Kongress
Internationales Maritimes Museum, Koreastr. 1

14.09.17: Betapitch Hamburg

Regionalausscheid des Betapitch
Betahaus Hamburg, Eifflerstraße 43

14.09.-15.09.: Private Banking Congress

Führender Kongress zu Private Banking
Panorama Deck, Emporio Tower, Dammtorwall 15

20.09.17: Startups@Reeperbahn

Startup Pitch Event
Gruenspan, Große Freiheit 58

20.-23.09.17: Reeperbahn Festival
International Talents, Trends and Trade.
Div. Locations, Reeperbahn, St. Pauli

21.09.-22.09.17: Commerce Summit

Insights and Learnings aus dem Online-Handel.
Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 11-15

21.09.-22.09.17: Next Conference
Conference for the digital economy.
Schmidts Tivoli, Reeperbahn, St. Pauli, Hamburg (u. V.)

28.09.17: Scoopcamp

Visionäre Medienkonferenz
Theater Kehrwieder, Kehrwieder 6

28.09.-29.09.17: Mediale Hamburg

Konferenz für den Mediennachwuchs
Uni Hamburg, Philisophenturm, Von-Melle-Park 6

29.09.17: Future Startup Summit

Kongress von Deutscher Unternehmerbörse und Startup Investor FundersClub
Hamburger Fabrik, Barnerstraße 36

Oktober 2017
*Udated*

11.10.-12.10.17: VDZ Distribution Summit
Aktuelle Themen und Trends im Pressevertrieb
Empire Riverside Hotel, Bernhard-Nocht-Str. 97

17.10.-18.10.17: Social Media Conference
Social Media meets Content Marketing.
Empire Riverside Hotel, Bernhard-Nocht-Str. 97

24.10.-25.10.17: Content World

Konferenz zu Content Marketing
Sofitel Hamburg, Alter Wall 40

November 2017:
*Updated*

6.11.-10.11.17: Fintech Week Hamburg
FinTech-Branchenevent in Hamburg
Betahaus, Eifflerstraße 43 + weitere Locations

07.11.17: BVMW Zukunftsforum
Mittelstandsevent zu Entrepreneurship
First Stage Theater, Thedestraße 15

08.11.17: Talent Day IT + Medien
Infoveranstaltung für Berufsnachwuchs
Cinemaxx Dammtor, Dammtordamm 1

09.11.17: Analytics Summit
Größte Konferenz zu Google Analytics
Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 11

11.11.17: Vocer Innovation Day
Regionale Medienkonferenz
Spiegel-Verlag, Ecirusspitze 1

16.11.17: Neptun X Award
Hamburger AV-Werbepreis

Theater Kehrwieder, Kehrwieder 6

16.11.17: Uni-Pitch
Startup Pitch Event
HAW Hamburg, Fakultät DMI, Finkenau 35

17.-18.11.17: Barcamp Hamburg
Techologie-Barcamp
Otto Versand, Werner-Otto-Straße 1-7

17.-19.11.17: Junger Wirtschaftstag
Konferenz des Wirtschaftsrat-Nachwuchses
Ernst & Young, Rothenbaumchaussee 78

18.11.17: NextReality Award
AR- und VR-Contest
Handelskammer, Adolphsplatz 1

23.-24.11.17: Hamburger Horizonte
Konferenz zu gesellschaftlicher Entwicklung
Rathaus, Rathausmarkt 1 + Körber-Stiftung, Kehrwieder 12

30.11.17: Digital Day IVD Nord
Digitalisierungkonferenz für Gewerbliche Unternehmen
Intercity Hotel Dammtor-Messe, St. Petersburger Str. 1

30.11.17: Hansa Forum
Konferenz der Schifffahrtsbranche
Grand Elysée Hamburg, Rothenbaumchaussee 10

Noch nicht bekannt:
Pitchevent Startups@Reeperbahn 2016
Foto: Startups@Reeperbahn/
Stefan Groenveld
*Updated*

Terminkalender:
*Updated*

 Hamburg Digital Background: 

Wiederkehrende Startup-Events
Übersicht bei Hamburg News

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Quellen: Events der Digitalen Wirtschaft 2017, Hamburg@Work Eventkalender

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(c) 2017 HANSEVALLEY. Redaktion: Thomas Keup. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. 

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