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Dienstag, 8. Januar 2019

HANSEBUSINESS: Digitale Lösungen für Einzelhandel und Handwerk in Hamburg.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Die Freie und Hansestadt in Digitalisierung und Transformation
Grafik: Handelskammer Hamburg/gutentag-hamburg.de

Das WeltWirtschaftsInstitut HWWI hat in einer aktuellen Studie für das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg Rahmenbedingungen für die Entwicklung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der Hansestadt erarbeitet. Zu den Hauptforderungen gehören die Kooperation des Einzelhandels wie auch das Handwerks untereinander, verbunden mit dem Aufbau gemeinsamer Onlineplattformen für den Vertrieb und gemeinsamer, digitaler Infrastrukturen für Fertigung und Logistik. Dazu sollten KMU ihre Mitarbeiter für das Geschäft in der digital-vernetzten Welt flexibel und fortlaufend schulen. Ein Hamburg Digital Report:

Für den lokalen Einzelhandel schlägt die Studie eine Digitalisierungstrategie mit gemeinsamen Vertriebsplattformen vor (vgl. "Online City Wuppertal") - inkl. gemeinsamer Shopsysteme, Schulungen und Lieferservices. So können lokale Betriebe auf der "letzten Meile" durch gemeinsame Lager vor Ort, taggleiche Lieferung, gemeinsame Paketstationen (vgl. "Kiekmo") und Kuriere mit Lastenfahrrädern (vgl. "City-Logistik" Hamburg) gegen Online-Riesen und nationale Paketdienste punkten.

Auch im regional verankerten Handwerk gehen die Wissenschaftler für die Zukunft von gemeinsamen digitalen Vertriebsplattformen aus. Die digitalen Systeme sollten auch Online-Schnittstellen für die Wartung von technischen Anlagen bei Kunden besitzen. Als besonders erfolgversprechend nennen die Autoren der Studie die Kooperation verschiedener Gewerke in einem Quartier mit dem Ziel eines ganzheitlichen, abgestimmten Angebots auf lokaler Ebene.

Vernetzung und Kooperation, Plattformen und Shared Services

In Sachen Infrastruktur schlagen die Herausgeber produzierenden Betrieben vor, sich in lokalen Gewerbehöfen (vgl. "Handwerkerhof Ottensen") zusammenzuschließen und dort digitale Technologien wie den 3D-Druck zu nutzen. 3D-Druckzentren könnten sowohl für gewerbliche wie für private Aufträge vor Ort zur Verfügung stehen und die Entwicklung von Konsumenten als Produzenten (vgl. "Prosumenten") im Quartier fördern.

Im Bereich Verkehr schlägt das Papier die Einführung einer City-Maut und ein Peak-Load-Pricing vor, um Stadtteile von Parksuchverkehr durch Pendler und unnötigen Lieferverkehren seitens LKW und Kleintransportern zu entlasten. Neben gemeinsamen Lagern und Zustellern lokaler Händler können z. B. Restaurants außerhalb der Öffnungszeiten als Abholstationen für Pakete dienen (vgl. "Shared Spaces"). Generell sollte die Stadt bei Ihren ITS-Moblitätsanstrengungen Arbeitsstätten und Einzelhandel in den Stadtteilen mit berücksichtigen.

HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel spricht Klartext.
Foto: HWWI

HWWI-Direktor Prof. Dr. Henning Vöpel sagt gegenüber HANSEVALLEY zu den Kernpunkten der Studie: 

"Die digitale Transformation von Unternehmen und Städten weist viele gemeinsame Handlungsfelder auf, so dass eine gemeinsame Strategie sinnvoll ist, um die Transformation wechselseitig zu beschleunigen. Quartiere können die Potenziale der Dezentralisierung, die aus der Digitalisierung resultieren, nutzen, um über Communities und Plattformen integrierte Lösungen zu entwickeln, z. B. im Bereich der Logistik und des Handwerks.

Als Bindeglied können laut Studie z. B. die öffentliche Verwaltung, Mobilitätsangebote und die Energieversorger dienen.

Als besondere Herausforderungen für Unternehmen nennt die Studie die zunehmende Geschwindigkeit der Veränderungen durch digitale Entwicklungen sowie parallel stattfindende Umbrüche. Dies birgt ebenso Risiken durch steigende Komplexität wie auch Chancen durch mögliche Synergien. Bei den Lösungen pointiert das HWWI sowohl auf branchenspezifische Veränderungen wie auf die Auflösung klassischer Branchengrenzen, z. B. durch Plattformen.

Geschwindigkeit und Komplexität, Branchen und Plattformen 

Die Studie legt ihren Schwerpunkt auf kleine und mittelständische Unternehmen. Mit 102.000 Betrieben stellen KMU mehr als 99% aller Unternehmen an Alster und Elbe. Die Studie beleuchtet u. a. die Chancen für 16.000 Einzelhandelsbetriebe und 5.200 Gastronomieeinrichtungen in den Bezirken. Mit 16.000 Handwerksbetrieben und 10.200 Produktionsunternehmen ist das verarbeitende Gewerbe ein weiterer wichtiger Faktor zur Transformation der Wirtschaft in Hamburg.

Damit kleine und mittelständische Unternehmen ihre Chancen wahrnehmen können, fordert die Erhebung im Auftrag des Hamburger Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 berufs- und lebensbegleitende Bildungs- und Qualifizierungsangebote. Diese müssen zunehmend von Unternehmen selbst angeboten werden. Daneben sollte die Stadt öffentliche Angebote mit der betrieblichen Weiterbildung stärker abstimmen. Vermittler zwischen städtischen und privaten Aktivitäten können branchenübergreifende "Cross-Cluster"-Initiativen sein.

Ergebnisse und Herausforderungen, Lösungen und Best Practices

Am 31. Januar d. J. lädt das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg unter dem Titel "Die intelligente Stadt" zu einer Informationsveranstaltung in das HWWI ein. Dort werden die Ergebnisse der Studie sowie Lösungen und Best Practices im Detail vorgestellt und anschließend Chancen sowie Herausforderungen für Handel, Handwerk und Logistik diskutiert. Interessenten können sich online kostenlos anmelden. Die Studie "Mittelständische Unternehmen als Teil der Smart City" kann beim beim HWWi heruntergeladen werden. 

 Hamburg Digital Background: 

Studie "Mittelständische Unternehmen als Teil der Smart City" - HWWI:

Veranstaltung "Die intelligente Stadt" - Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Hamburg:

Infoportal Digitalisierung - Handelskammer Hamburg:

Donnerstag, 14. Juni 2018

HANSECHAMPION Kabs: Von der Polsterwelt zu moebel.de

HAMBURG DIGITAL REPORT

Autonome Navigation in Limousinen, KI-Fotochips in Smartphones, automatische Chatbots in der Verwaltung: Es gibt eigentlich nichts, was nich der digitalen Transformation unterworfen ist. Ob Konsumgüter, Luxusgüter oder Dienstleistungen - digitale Kundenzugänge, detaillierte Datenauswertung und Plattform-Geschäftsmodelle greifen um sich. Doch in unserem Zuhause gibt es Dinge, denen digital recht egal ist: Sessel, Sofas und Betten interessieren Chips und Elektronik bislang wenig.


Familientradition in 2. Generation: Kabs Polsterwelt
Foto: HANSEVALLEY

Bei Norddeutschlands Polstermöbel-Spezialist Kabs ist man da gar nicht so sicher. Der "MediaMarkt" unter den Polstermöblern hat erkannt: Was man verschicken kann, wird verschickt. Sich nur auf seine Filialen von Kiel bis Osnabrück und Schwerin bis Bremen zu verlassen, könnte in Zeiten von Amazon, Ikea, Otto und Tchibo brenzlig werden. Mit moebel.de hat das Familienunternehmen einen eigenen Weg ins Netz genommen. Ein Hamburg Digital Report:

'Das Internet ist nichts für uns'. 'Wir haben unseren Laden hier vor Ort'. 'Die letzte technische Innovation war das Faxgerät.' Die Statements stammen von Unternehmern der Möbelbranche. Gut 10 Jahre ist das her. Das unternehmerische Understatement bringt die Kultur einer Branche auf den Punkt, die in der Vergangenheit gern mal ein Nickerchen extra gemacht hat. Was daraus wird, sieht man mitten in Hamburg am eigenen Leib:

Altona, Große Bergstraße. Es ist die einstige Möbelmeile an der Elbe. Polstermöbelgeschäft reihte sich an Küchenstudio, Bettenspezialist präsentierte sich neben Teppichfachgeschäft. Die einstige Shoppingstraße ist abgerutscht: Döner-Bude grüßt Discounter. Lediglich das dutzende Möbelhaus aus Schweden hält dem Traditionsstandort die Stange, lockt mit günstigen Teelichtern und Fleischbällchen die Nachbarschaft an. Der Rest - trauriger Absturz.


In Hamburg Zuhause, in Europa aktiv: Robert Kabs
Foto: Kabs

Möbelhandel: Traditionsbranche und stationäre Verankerung

2018: Die Hamburger Möbelmeile ist kein Einzelfall, sondern Normalität in Deutschlands Großstädten: Berlin-Tiergarten, Genthiner Straße unweit des Schöneberger Rotlichtviertels. Die Stammhäuser von Deutschlands Möbelriesen Höffner und der Eignerfamilie Krieger sind ins Gewerbegebiet nach Schönefeld gezogen. Lediglich Exklusivanbieter Hübner lässt auf eigenem Hochhaus die Flagge wehen. Die (West-)Berliner Möbelmeile - abgestürzt wie in Hamburg-Altona.

Die Entwicklung ist kein Zufall. Fast alle 15.000 Möbler sind Familienbetriebe - einschließlich der Riesen IKEA (Kamprad), Höffner/Kraft/Walther/Skonto (Krieger) und XXXL/Lutz/Mömax/Poco (Seifert). Die Branche hat eine Welle der Konsoldierung überrollt. Die großen Drei mach rd. 30% des stationären Umsatzes aus. Die Branche stagniert, es herrscht Verdrängungsmentalität. Die Online-Riesen kommen: Amazon, IKEA, Otto Group und Tchibo setzen aufs Netz. Die Firmenenkel haben das verstanden. Sie gehen online.

"Moebel.de ist überparteilich und unabhängig."

Kabs-Firmengruppe in der Neustadt
Foto: HANSEVALLEY
"Wenn wir den stationären Möbelhandel nicht überzeugen können, kümmern wir uns um die, die schon im Internet sind", fasst Familienunternehmer Robert Kabs den Trend seiner Branche zusammen. Der gebürtige Wandsbeker lernt früh, wie die Branche tickt. Mit seinem acht Jahre älteren Bruder Jens fährt er in einem alten Hanomag die Möbel der väterlichen Betriebe an der Zollstraße und am Barmbeker Luftschutzbunker aus, damals Anfang der Neunziger. Heute ist Kabs mit rd. 300 Mitarbeitern und 12 Filialen einer der 3 großen Polstermöbel-Spezialisten in der Republik - und die Nr. 1 der Online-Möbelpreisvergleiche.

Einer der ersten Partner seiner Produksuchmaschine moebel.de ist otto.de - 2007, nach dem Relaunch des Portals. Robert Kabs hat "grundsätzlich Lust auf etwas Neues", sichert sich schon im Jahr 2000 die Domain moebel.de. "Irgendwas in diesem Internet will ich machen", ist sein Gedanke. Und fragt sich: "Was passt zu uns?" Nach dem ersten Anlauf baut der Winterhuder Traditionsunternehmer seine Plattform um, entwickelt die größte Produktsuchmaschine für Möbel. Und ist stolz auf sie: "moebel.de ist überparteilich und unabhängig."

Suche beim Spezialisten statt unsortierter Ergebnisse

Seinen Anspruch unterfüttert der gelernte Haspa-Bankkaufmann: "Wenn ich ein spezielles Thema habe, gehe ich auch lieber zum Facharzt, als zum Allgemeinmediziner." Auf seiner Suchmaschine werden mir genau die 10 passenden Sofa angeboten - aus 1 Millionen möglichen Varianten. "Unsere heiilge Kuh ist der Sortieralgorithmus",  verrät der 45-Jährige das Geheimnis von Datenanalyse und Vorauswahl. 250 Partner vertrauen moebel.de, mehr als 3 Mio. Produkte sind auf dem Portal, 5 Mio. Besucher surfen Monat für Monat bei den Hamburgern vorbei.


"moebel.de ist überparteilich und unabhängig"
Screenshot: HANSEVALLEY

Seit vergangenem Jahr sind auch die stationären Einzelhändler mit an Board. Der Grund ist einfach: Die Customer Journey beim Möbelkauf hat sich verändert. 80% aller Kunden informieren sich zunächst im Netz, bevor sie einen Fuß in ein Möbelhaus setzen. Für Robert Kabs eine echte Chance - und die Notwendigkeit zur qualifizierten Beratung vor Ort. Mit seinem Fachmarkt-Konzept für Polstermöbel bietet er seinen Kunden die Wahl - in 12 Möbelhäusern oder online. Seine Suchmaschine mit knapp 100 Mitarbeitern ist nun auch nach Frankreich expandiert, als meubles.fr.


moebel.de-App mit neuer Fotosuche
Screenshot: HANSEVALLEY
moebel.de - online, mobil, europaweit unterwegs.

Vor 5 Jahren hat Kabs moebel.de auf Wachstum und Internationalität ausgerichtet, zunächst durch Umwandlung in eine AG und die Beteiligung der größten deutschen Privatsenderfamilie ProSiebenSat1. Im Sommer 2014 holt sich der strategische Partner mit einem attraktiven Media-for-Equitiy-Deal aus München die Mehrheit. Damit kann moebel.de seine Reichweite erhöhen, den Traffic befeuern, die Attraktivität für die Suchmanschinenpartner ausbauen. Was als Idee für ein unbestimmtes Online-Business begann, ist eine Hausnummer im deutschen Möbelhandel geworden - ohne sich mit den Online-Händlern zu kanibalisieren. 

Die jüngste Entwicklung des cleveren Möbelhändlers mit seiner Firmenzentrale in der Neustadt ist eine App zur mobilen Produktsuche - ob vom heimischen Sofa oder aus dem 40.000 qm Glaspalast eines XXL-Möbelgiganten. Per Smartphone-Kamera können Interessenten Produkte finden und sich für einen Besuch vor Ort oder im Online-Shop entscheiden. Dabei sind die Suchergebnisse nicht nach dem für die Händler attraktivsten Angebot selektiert. Als neutraler Anbieter geht es nicht zuletzt um Relevanz: "Auf moebel.de geht keiner aus lange Weile", bringt es der Unternehmer auf den Punkt. Und das sind immer mehr.

 Hamburg Digital Background: 

Möbel-Suchmaschine moebel.de
www.moebel.de

Kabs Polsterwelt
www.kabs.de

Onlineshop Homesofa
www.homesofa.de

Mittwoch, 12. Juli 2017

HANSEREALITY: "Etwas Geiles kreieren" - Panoramen in 360 Grad.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Im Hamburg Startup Magazin stellen wir junge Firmen vor, die etwas Besonderes haben: eine visionäre Technologie, ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell und engagierte Gründer. Denn nur die besten Startups sind HANSESTARTUPS.



Herausgezoomte 360 Grad Aufnahme mit der Videokamera VUZE.
Foto: Omnia360

Augmented Reality ist in aller Munde. Virtual Reality ist Stadtgespräch. Die Medientechnologien bieten viele neue Chancen. Die Experten schwärmen: Dreidimensionale Welten, interaktive Kommunikation, erweiterte Möglichkeiten. Doch die Demoversionen an den Messenständen erinnern häufig einem Computerspiel aus den früheren 2000er Jahren. Ist die Medienmetropole Hamburg reif für die virtuelle Realität? Und wo liegen die Chancen der Handelsmetropole an Alster und Elbe?

Drei junge Hamburger gehen den nächsten Schritt: Mit virtuellen Rundgängen in 360 Grad durch Fitnessstudio oder Werkstatt begeistern sie auf ihrer Homepage, was mit Technologie alles machbar ist. Sie wollen dem Marketing eine vollständig neue Perspektive geben - und damit ein zukunftsweisendes Business aufbauen. Ein virtueller Hamburg Digital Report über ein echtes HANSESTARTUP:


Für Claudia und Reza ist es ein Herzensthema: In den Augen des 29-jährigen Betriebswirts Reza und seiner 1 Jahr jüngeren Partnern funkelt es: "In Virtual und Augmented Reality haben wir die nächste große Möglichkeit gesehen." Kein Wunder, ist Reza Kiani doch technikbegeistert: VR, AR, Nanotechnologien sind seine Welt. 2014 wechselt er aus der Mineralölwirtschaft in die "Goodgames Studios". Die "Oculus Rift" bringt sie 2014 auf der CeBIT auf die Idee. Für den Co-Foudner des Hamburger Tech-Startups "Omnia 360" steht fest: ""Virtual Reality wird Unternehmen und Konsumenten zahlreiche neue Türen öffnen." 

Partnerin Claudia Berger geht einen Schritt weiter. "Mit den neuen Technologien haben wir die Chance, Geschichten ganz anders zu erzählen." Zu den neuen, noch ungenutzten Möglichkeiten sagt sie: "Es ist weit mehr, als das, wofür es verkauft wird." Die Absolventin für technische Betriebswirtschaft und Marketing ist ebenso technikbegeisert: "Ich fand es spannend, im Studium einen technischen Background zu machen." Dabei ist sie absolute Expertin in Sachen "neuer Realitäten", hat ihre Masterarbeit gemeinsam mit Reza über die Möglichkeiten von AR und VR im Marketing geschrieben

Vier zentrale Ergebnisse findet die Absolventen der HAW Hamburg heraus:
  • Die Technologien eignen sich dazu, die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu erregen  und sich aus der aktuellen Werbeflut abzuheben
  • Virtual und Augmented Reality ermöglichen eine direkte Beteiligung, sodass die Konsumenten stärker involviert werden und sich bewusster mit den Inhalten des Mediums auseinander setzen
  • Mit den neuen Möglichkeiten lassen sich Emotionen wecken. Denn Bilder emotionalisieren stärker, als Text oder Sprache.
  • Die Technologien professionell eingesetzt, können damit Kundenerlebnisse produziert werden, die bislang nicht möglich waren.

Hamburger 360 Grad-Panorama-Team
Foto: Omnia360
Das, was Claudia und Reza zusammen mit ihrem Co-Founder und studierten Medientechniker Tobias Rempe im Team erschaffen, ist eine neue Dimension - zwischen direkter Erfahrung im täglichen Leben (Primärerfahrung) und indirekter Erfahrung über Medien, wie Fernsehen (Sekundärerfahrung). Die neue 360 Grad-Erfahrung ist zwar indirekt (weil vorproduziert), berührt uns jedoch, weil wir uns in der virtuellen Umgebung bewegen, z. B. per Brille oder Joystick, und damit neue Erfahrungen sammeln. Man könnte es so formulieren: Früher gab es Bilder, dann gab es Bilder in 360 Grad und jetzt gibt es 360 Grad-Bilder, in denen wir uns bewegen können.


Ein zentrales Werkzeug von "Omnia360" stellt eine 3D-Kamera dar. Sie ist ein US-­Import und fotografiert den Standort mit 6 Linsen gleichzeitig aus 36 Perspektiven. Die 36 Aufnahmen bilden ein Kugelpanorama von einem Standpunkt. Mehrere Standorte nacheinander ergeben schießlich mehrere Kugelpanoramen und miteinander verknüpft die Möglichkeit für einen virtuellen Rundgang durch Räume. Dazu kommen 3 Infrarot-Sensoren, die den Raum nach oben, zur Mitte und nach unten vermessen. Im nächsten Schritt werden die Infrarot-Daten mit den Panorama-Bilddaten gematcht. Es entsteht ein 2D-Floor Plan und das 3D-Modell zum hineinzoomen.


Vom 2D Bild zum virtuellen 3D-Rundgang
Grafik: Omnia360

Medienexperte Tobi, selbst Absolvent der HAW, hat die Erfahrungen mit Video- und Postproduktion, kümmerte sich bis zum aus von Freezers und HSV Handball um die Videoproduktionen der Sportereignisse in der Barclaycard-Arena. Die Mattport-Kamera fotografiert nicht nur Kugelpanoramen. Nachträglich lassen sich in die Aufnahmen auch Multimedia-Tags einbauen, z. B. Textinformationen, Backlinks und Erklärvideos. Damit wird die 360 Grad-Welt der drei Jungunternehmer zu einem Multimedia-Marketinginstrument. Und sie erobern sie die Freie und Marketingstadt Hamburg.


Das 360 Grad-Panorama-Team im Vor Ort-Einsatz
Foto: Omnia360
Für eine 100 qm-Fäche brauchen die Experten bei kleinteiliger Aufnahme (z. B. in einem Museum) rd. 1,5-2 Stunden vor Ort, bei großflächiger Aufnahme (z. B. einem Fitnessstudio) rd. 1 Stund. Dabei müssen die drei Sensoren für die exakte Darstellung alle auch noch so kleinen Flächen scannen, z. B. unter einem Tisch. Neben der Aufnahme kommt die Postproduktion dazu: Welche Geschichte soll mit dem Rundgang erzählt werden? Möchte der Kunde Texte oder Multimedia-Elemente eingebunden haben? Soll es Gamification-Elemente geben, die das virtuelle Erlebnis steigern helfen?

Als Einsatzmöglichkeiten sehen sie u. a. Fitnessstudios und Wellnesstempel, um ihre Wohlfühloasen künftigen Gästen näher zu bringen, wie das Beispiel aus Hammerbrook zeigt. Zudem kann die Technologie die Lücke zwischen stationärem Einzelhandel und E-Commerce füllen und das Online-Shopping emotionalisieren. Die Panorama-Rundgänge können online ebenso ausgespielt werden, wie mobil oder social. So lassen sich die 360-Visulisierungen z. B. in die eigene Facebook-Präsenz einbinden und mit Links als Lead-Generator für den eigenen Online-Shop nutzen. Ein weiteres spannender Einsatzbereich in das Brand Marketing.

Standortmarketing, Personalrecruiting & Tourismuswerbung.

Innovative Companies, wie Facebook, Google, Twitter, Snap & Co. schaffen für ihre Mitarbeiter Wohlfühlwelten mit Wohnküche, Relaxingareas und Videospielstationen. Coole Büros künftigen Mitarbeitern näher zu bringen, ist ein spannender Einsatzbereich für die virtuellen Rundgänge der 3 jungen Hamburger. Für die Tourismusmetropole könnten die begehbaren Panoramen eine effektvolle Ergänzung sein, für die "Elphi" und die Hafencity ebenso, wie für die Speicherstadt, ihre Museen oder die Deichtorhallen.

Mit der visionären Technologie, ihrem professionellen Handling und ihrem Drive, die Marketingwelt ein Stück visueller zu machen, sind die drei jungen Tech-Unternehmer auf dem richtigen Weg. Die engagierte Marketing-Expertin Claudia bringt es so auf den Punkt: 
"Hamburg ist ein dankbarer Standort, da es hier zahlreiche innovationsfreudige Unternehmen und spannende Projekte gibt." In diesem Sommer ergänzen sie ihr Angebot um 360-Grad-Videos und werden damit für Marketing und Medien noch interessanter. Wir wünschen dem HANSESTARTUP viel Erfolg auf ihrem Weg.




 Hamburg Digital Background: 

Omnia 360 Hamburg
www.omnia360.de

Evolution Bild-Content
https://omnia360.de/blog/3d-scans-die-zukunft-von-real-estate/

3D-Scan in Real Estate
https://omnia360.de/blog/3d-scans-die-zukunft-von-real-estate/

Next Step: 360 Grad Videos
https://youtu.be/EcBCuF4DrpI

NextReality.Hamburg
www.nextreality.hamburg/


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


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Montag, 2. Januar 2017

HANSEPERSONALITY Dirk Ploss: "Kunden sind wie kleine Hunde. Aber keiner will mit ihnen Gassi gehen.”

Marketer aus Leidenschaft: Dirk Ploss
Foto: Dirk Ploss
HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Es ist ein Hamburger Jung. Er beschäftigt sich seit 1992 mit Werbung. Er ist ein Marketer mit Leidenschaft. Er baute für einen Essener Kaufhauskonzern eine Marketingberatung auf. Er kümmerte sich um den Markenaufbau und die Markenkommunikation sowie das Online- und E-Mail-Marketing eines Hamburger Versandhauses.

Jetzt baut er das Online Business eines Hamburger Kosmetikherstellers auf - zusammen mit internationalen Handelspartnern. Der Hamburger plädiert für die Stärken des Shoppings vor Ort. Wir interviewten den Marketing- und Branchenexperten auf einem virtuellen Spaziergang über die Mönckebergstraße. Unser HANSEPERSONALITY ist Dirk Ploss:

Du hast das Online-Marketing eines Hamburger Versandhauses mit gestaltet und kümmerst Dich jetzt um Schönheits- und Pflegeprodukte eines Hamburger Kosmetikherstellers. Wo kaufst Du gern ein - online und offline? Und welche Rolle spielt in Deinem Leben Amazon?


Sicherlich gibt es noch ein paar Produkte, die auch ich gern offline einkaufe - Obst, Fleisch und zum Teil auch Bekleidung zum Beispiel. Aber ansonsten bin ich schon zu mindestens 80% Online-Käufer. Und dabei spielt Amazon eine Hauptversorger-Rolle: Ich schaue immer zuerst bei Amazon, nutze Amazon Pantry für Drogeriewaren genauso selbstverständlich wie die Dash Buttons. Nur auf meinen Amazon Echo, auf den warte ich leider immer noch.

Manchmal ärgere ich mich, in Geschäften nur noch Aushilfskräfte anzutreffen. Andererseits ist der Paketversand in vielen Teilen Deutschlands - von DHL bis Hermes - eine Zumutung geworden. Bist Du auch manchmal frustriert?

Natürlich. Gerade bei Versanddienstleistern würde ich mir zuweilen die Option wünschen, “Alles außer X” ankreuzen zu können. Nach meinem Eindruck kann die gesamte Logistikbranche nicht mit dem Wachstum der Anforderungen mithalten. Das finde ich sowohl als Kunde als auch aus professioneller Sicht sehr schade, da diese “letzte Meile” zum Kunden mit die wichtigste in der gesamten Wertschöpfungskette ist.

Was können Online-Händler einerseits und Vor-Ort-Anbieter andererseits besser machen, um mich als Kunden endlich zu begeistern? Schließlich möchte ich gern mit Spaß mein Geld ausgeben, und mich nicht ständig ärgern müssen.

Beide könnten endlich mal anfangen, konsequent vom Kunden aus zu denken - und nicht vom Angebot aus, was hüben wie drüben immer noch der Regelfall zu sein scheint. Für die Onliner würde das den Verzicht auf alle möglichen Bestellhürden, von eingeschränkten Zahlungsmöglichkeiten bis hin zu horrenden Liefergebühren, für die Offliner ein konsequentes Verzahnen von Online und Offline bedeuten. Und eine Wiederbesinnung auf das, was ja angeblich des Offliners große Stärke ist: Persönliche Beratung. Die erlebe ich mittlerweile online oftmals besser als offline.

In einem aktuellen Beitrag der “Hamburger Wirtschaft” wird der Vorschlag diskutiert, dass vor allem die kleinen Händler mit all ihren Produkten auf Plattformen präsent sein sollten, die regional Kunden ansprechen. Was hältst Du von dem Konzept?

Obwohl ich das Konzept grundsätzlich sympathisch finde, stelle ich mir doch auch hier wieder die Frage: Was hat der Kunde davon? Vor allem, wenn er das gleiche Angebot der gleichen Händler auch über den Amazon Marketplace erhalten kann - nur im Zweifel schneller und mit weniger Aufwand? Die Idee, auch kleine Händler ins Netz zu bringen, finde ich prima. Doch den Kunden-Mehrwert von lokalen Plattformen - bis hin zu Plattformen für einzelne Shopping Center -, den kann ich noch nicht so recht erkennen.

Kommen wir zu Dmexco-Buzzwords, wie Voucher-Marketing, Conversion Rate und Re-Engagement: Wenn wir ehrlich sind, kaufen viele Online-Anbieter vorn Kunden teuer ein und werfen Sie nach dem Checkout aus dem Haus. Das ist doch Geldverbrennen, oder nicht?

Ist es. Und es hat sich da in den letzten Jahrzehnten auch nicht wirklich viel verändert: Kunden sind nach wie vor wie kleine Hunde. Erst will sie jeder haben, aber wenn sie dann da sind, will niemand mit ihnen Gassi gehen. Ich persönlich glaube ja immer noch, dass sie irgendwann kommt, die große Kundenbindungswelle. Sehen tu ich sie jedoch leider derzeit noch nicht.

Nur - wieder einmal - Amazon mit ihrer schier unglaublichen Prime-Vorteilswelt, die haben es verstanden. Mit Prime hat Amazon einen hübschen goldenen Käfig gebaut. Und wer will schon auf die kostenlose Musik, die ganzen Filme und Serien, den Cloud-Speicher oder die kostenlose Lieferung verzichten?

Du hast für Startups gearbeitet und kennst Dich bei Hamburger Großunternehmen aus. Wie beurteilst Du den Startup- und Digitalstandort aus Deiner persönlichen Erfahrung? Wird Hamburg mit seiner etablierten Wirtschaft auch in Zukunft vorn mitspielen?

Für Startups und in Sachen Digitalisierung könnte sicherlich - wie überall - noch mehr getan werden. Ich denke aber, dass sich Hamburg hinter anderen Gründungszentren wie Berlin oder München keineswegs verstecken muss. Ganz im Gegenteil: Gerade die traditionelle Wirtschaft mit ihren eng verzahnten Netzwerken und ihrer grundsätzlich weltoffenen Art kann sich für Gründer und Gründungswillige als entscheidender Standortvorteil herauskristallisieren.

Zu guter Letzt: Wo siehst Du als Marketing-, Handels- und Unternehmens-Experte die Stärken von Hamburg? Was macht Hamburg besonders interessant - für Spezialisten, Unternehmer und natürlich auch für Startupper? Was ist das echte “Plus” von Hamburg?

Da ist man als Hamburger natürlich immer ein wenig befangen bei so einer Frage. Ich würde mal sagen: Es ist der Geist der Wirtschaft: Egal ob Industrie, Handel, Medien oder Dienstleistungen, Hamburg lebt mit und von seinen Kaufleuten und der speziellen hanseatischen Art, Geschäfte zu machen. Offen, ehrlich, gerade heraus und vor allem verlässlich. Wenn man dann noch die Lebensqualität hier in Hamburg mit in die Kalkulation einbezieht, ergibt sich eine spezielle “Hamburger Mischung”, die es so kein zweites Mal in Deutschland zu finden gibt.

Vielen Dank für die offenen Worte!

Den Shopping-Bummel begleitete Thomas Keup.



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