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Freitag, 20. März 2020

HANSESPECIAL: Wie Hamburg aus dem Corona-Trauma kommt.

HAMBURG DIGITAL SPEZIAL 
*Update 20./21./22./23.03.2020*
- 1.500+ Leser. Und Sie. -


Dunkle Wolken über der stolzen Kaufmannsstadt: Hamburg in der Corona-Krise
Foto: HANSEVALLEY

Hamburger Online-Händler - von "About You" über "Peek & Cloppenburg" bis zu "Tchibo" - versichern uns dieser Tage in ihren Newslettern, an unserer Seite zu stehen - um 3 Absätze später auf ihre Online-Shops und verlängerte Rückgabefristen hinzuweisen. Verständnis für ihre Kunden? Gemeinsam gegen das Virus? Jedenfalls eine interessante Kommunikation. HANSEVALLEY verfügt über 28 Jahre journalistischen Background und 23 Jahre kommunikatives Engagement. Chefredakteur Thomas Keup beleuchtet Entwicklung, Kommunikation und Auswüchse der "Größten Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkrieges" - mit einem sicheren Blick, was danach kommen wird:


"Die Corona-Krise beschleunigt Entwicklungen, die bereits in der Luft liegen."

In diesen Tagen zeigt Hamburg, wie es tickt: Kaum sind Hamburger Bürger wie Prominente im Krisenmodus, sabbelt die C- bis Z-Prominenz im "Corona-Podcast" bei der "Mopo" mehr oder weniger dummes Zeug. Die Promi-Bewohner der "Hafen-Container" haben noch nicht verstanden, was jetzt überflüssig ist: Storytelling aka Podcasten aka Dauersabbeln - ob von einer PR-Agentur initiiert oder einer Ex-SPD-, Ex-"Gruner+Jahr"-, Ex-"DuMont"-"Qualitätszeitung" verspammt. Zum Glück müssen wir uns den kleinen Philipp und andere egozentrierte Möchtegern-Besserwisser dank qualifizierter Medienangebote in den kommenden Wochen der Quarantäne nicht wirklich antun.

Um keine falschen Hoffnungen auf einen Shitstorm aufkommen zu lassen: Wir schätzen journalistische Podcasts, wie "Wir und Corona" von "RTL" und "Stern", "tagesschau.de" des "NDR", den "Stimmenfang" des "Spiegel" sowie "Explore" vom "TÜV Nord". Wir schätzen sachliche Politiker/innen, wie Melanie Leonhard. Und wir respektieren die journalistische Leistung von Boulevard-Medien, auf den Punkt zu bringen, was ist. Unsere Arbeit basiert auf der Erfahrung bei einem der ersten deutschen Privatradios - und den Grundsätzen des Boulevards. Damit dürfen sich Hamburgs Hatespeecher und Shitstormer wieder um ihre exponentiell scheiternden Medien-/Startups kümmern.

Klopapier durch die "Frischepost" mit "Corona-Rabatt" - Echt jetzt?


Wenn der Senat keine anderen Probleme hat, als einen Hashtag.
Grafik: Senatskanzlei Hamburg

Kommen wir zu den wichtigen Dingen dieser Tage in Hamburg und ganz Deutschland. Und damit meinen wir keine vermeintlich coolen Hashtags a la #CoronaHH und #flattenthecurve, um klarzumachen, dass man den Ernst der Lage nicht verstanden hat. Ebenso wenig wichtig ist da ein - extra fett gedruckt - verfügbares (Bio-)Klopapier mit - kein Scherz! - "Corona-Rabatt" eines Online-Hofladens, promotet von der mit Steuergeldern finanzierten Storytelling-Seite "Hamburg News" aus der "Hamburg Invest"-Senatsblase. Wir meinen auch nicht Spezialisten aus Hamburg, die ihren 1. Wohnsitz nach Sylt verlegen wollten, um weiter auf die Insel zu dürfen. Wie hirnverbrannt muss man sein ...


Zehntausende Betriebe drohen laut Handelskammer Konkurs zu gehen: Freiberufler, Dienstleister, Einzelhändler und Gastronomen sind akut in ihrer Existenz bedroht. Der "Leaders Club Deutschland" aus Hamburg warnt, dass bei mehr als 50% der Mitgliedsunternehmen die Umsätze in der vergangenen Woche zwischen 30% und 65% eingebrochen sind. 90% haben bereits Kurzarbeit angemeldet, max. 8 Wochen halten die Betriebe durch. Selbstständige und Freiberufler stehen nach Wegbruch ihres Geschäfts schon heute vor dem Aus. 

Fakten fernab von #flattenthecurve und anderem Schwachsinn:

Gehen wir auf die Meta-Ebene, um aus dem Wahnsinn täglicher Horrormeldungen, dem Schwachsinn modischer Hashtags und der Unfähigkeit von Lokal- und Bundespolitikern herauszukommen. Sehen wir uns an, was persönlich und kommunikativ bei jedem Einzelnen im Moment passiert - auch bei unseren Redakteuren und Korrespondenten an ihren heimischen Schreibtischen in Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main. Das Marktforschungsinstitut "Concept M" hat in der ersten psychologischen Studie in China, Italien, Deutschland und den USA herausgefunden, welche emotionalen Auswirkungen die Corona-Krise auf uns alle hat.

Wie allerorts zu erleben, stehen aktuell Hamsterkäufe hoch im Kurs: Hygieneartikel, wie hartes bis zartes Toilettenpapier, Waschlotionen und Desinfektionsmittel, haltbare Lebensmittel - wie Nudeln, Reis und Konserven sind seit gut einer Woche Mangelware in Supermärkten und Discountern. Auch die Online-Shops von "Amazon", "EDEKA", "Netto" und "REWE" wurden bereits geplündert. Konsequenz: "Amazon" räumt seine Lager für Medizinprodukte und Hygieneartikel, nimmt Lieferungen anderer Marktplatzprodukte bis 5. April d. J. nicht mehr an. Laut HANSEVALLEY-Informationen aus Frankfurt/Main fährt der Online-Riese aktuell Umsätze wie sonst nur zu Weihnachten. Entscheidet sich damit endgültig die Vorherrschaft im deutschen Online-Handel zwischen Seattle und Bramfeld? Wir ahnen Böses ...

Schauen wir uns das für Hamburg entscheidende Konsumklima an:


"Gemeinsam gegen Corona" - die vereinte Aktion der Bertelsmann-Medien.
Grafik: Gruner + Jahr

Amazon zeigt, was für Millionen Menschen in Hamburg, Deutschland und Europa im Moment ebenso Vorrang hat, wie in den USA. Laut Informationen unserer Korrespondentin in der Metropolregion Rhein-Main bestellen deutsche Amazon-Kunden aktuell neben Drogerieartikeln - wie Toilettenpapier und Desinfektionsmittel - u. a. Lehrmittel für Schüler, z. B. DVDs, dazu Spiele und ... Sexartikel. Wir sind nach Home Office, Kinderbetreuung und de facto Quarantäne gespannt auf die zu erwartende Babywelle ab Jahresende - und wünschen "schöne Stunden" zwischen Schreibtisch und Streamingvideos.

In der nächsten Phase wird's spannend: Was konsumiert Deutschland in der Isolation? Unsere Nachricht vom Donnerstag-Morgen zeigt, was kommen wird: In China schnellte der Konsum von Onlinespielen in die Höhe, in Italien, Spanien und der Schweiz verdient sich "Netflix" eine goldene Nase. Der Internet-Traffic stieg so exponentiell (der Traum jedes Hamburger Marketing-Startups) an, dass Telekommunikationsanbieter und Regierungen zu "verantwortungsvoller" Nutzung aufriefen. Das Hamburger Schulnetz mit Anschluss an "Eduport" von "Dataport" krachte am 1. Tag der Schulschließung bereits bei läppischen 10 Gigabyte Unterrichtsmaterialen zusammen. Gern geschehen, Herr Rabe!


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Fernab des Hamburger "Klein-Klein" zeigt die Unternehmensberatung BCG, welche Branchen es in der aktuellen Corona-Pandemie besonders hart treffen wird: Mit Automobilproduktion, Chemie- und Pharmaherstellern, Kunststoffindustrie, Luftfahrt und Tourismus berührt nur eine der genannten Schlüsselbranchen aktuell die Hamburger Wirtschaft, sprich die Luftfahrtindustrie mit 14.000 Beschäftigten bei Airbus und 8.000 Mitarbeitern bei Lufthansa Technik. Dagegen macht die bundesweite Schließung von Geschäften auch den Hamburger Familienunternehmen Angst, von Fielmann über Peek & Cloppenburg bis zu Tchibo.  

Erste psychologische Studie zu Corona und der Entwicklung:

Die aktuelle Studie von "Concept M" zeigt: Bei Konsumenten in Peking, Rom, Berlin, Köln und New York (Sorry: Hamburg kommt leider erst kurz nach Peking ...) passiert immer das Gleiche - in 5 definierten Stufen, so das Kernergebnis der Tiefeninterviews. Die Experten nennen dies den "Trauma-Prozess". Anfang März d. J. war China bereits durch die 5 Phasen hindurch - bestätigt durch die veröffentlichte Statistik von 57.000 Genesenen bei 81.000 Infizierten und nahezu keinen Neuinfektionen in Wuhan und anderen Großstädten (Quelle: John Hopkins University, 18.03.2020). Die 5 Phasen in der linearen Reihenfolge:

1. Inkubation und Zwiespalt (in Deutschland: u. a. "Corona-Parties")
  • Aufregung und Bagatellisierung: Die Bevölkerung spaltet sich in zwei Lager. Die Einen warnen vor der "leichten Schulter", die anderen halten erste Meldungen für völlig übertrieben. Da der Erreger nicht sichtbar ist und Informationen über symptomfreie Erkrankungen die Runde machen, beherrschen beide Meinungen das Geschehen - und schaukeln sich dank der lieben Kollegen in den Redaktionen weiter auf. Ja, Medien benutzen Menschen und: Medien machen Meinung.



2. Panik und Angst (in Deutschland: u. a. Hamsterkäufer, Aktienverkäufe)
  • Kämpfen oder Flüchten: Aus den Horrormeldungen zwischen Mitte Januar und Ende Februar d. J. wurden Panikattaken. Die Verantwortlichen von "Concept M" sehen 3 maßgebliche Folgen als Reaktion: 1. Angst führt zu Angstattacken. Folge: Hamsterkäufe. Wir Deutschen bunkern Klopapier, die Franzosen Rotwein, die Italiener Grappa und die Amerikaner decken sich mit Waffen ein. 2. Angst wird zu Existenzangst. Folge: Panikverkäufe an der Börse. "Dow Jones" & "DAX" rauschen in den Keller. Zu guter Letzt: 3. Angst führt zur Abschottung. Folge: Kein Radio, kein Fernsehen, keine Zeitung. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Geplündertes Klopapierregal bei der EDEKA-Tochter Netto.
Foto HANSEVALLY

3. Isolation und Depression (in Deutschland: u. a. Home Office-Arbeit)
  • Shutdown und Soziale Distanz: Ob mit oder ohne Ausgangssperre, Fakt ist: Deutschland bleibt zu Hause, verbunkert sich, bis der Sturm vorbei ist. Die Folge: Arbeiten und Leben auf engem Raum, Eltern und Kinder im 24-Stunden-Dauerstress. Ablenkung muss her. Die "Telekom" hat ihre Netze in den Krisenmodus geschaltet, der Internet-Knoten "DE-CIX" einen deutlichen Anstieg beim Traffic registriert. Mehr als 9 Terrabyte gehen hier pro Sekunde durch - mit einem Anstieg bei Videokonferenzen um 50% und Videoplattformen um 25%. Jetzt ist die Stunde für Games und Esports sowie Videostreams. Konsequenz: "Amazon Prime Video", "Facebook", "Instagram", "Netflix" und "YouTube" drosseln die Videoauflösung von HD- auf SD-Qualität.

4. Besinnung und Perspektiven (in Hamburg: Visionär Oliver Rössling weist den Weg)
  • Freiräume und Spielräume: Die Zwangspause hat aus Sicht der Studienmacher mehrere positive Effekte. Nach dem Stress kommt die Besinnung - und damit das Entdecken neuer Möglichkeiten, z. B. mit Freunden und Familie neu in Kontakt zu kommen. Arbeitnehmer gewinnen am heimischen PC neue Selbstständigkeit gegenüber ihren nicht anwesenden Chefs. Und aus Sicht von "Concept M" heißt Isolation für Unternehmer, aus der täglichen Tretmühle rauszukommen und sich wie sein Geschäft (neu) sortieren zu können.

5. Erholung und Normalisierung (aktuell: China)
  • Erleichterung und Aufräumen: Die aktuellen Bilder aus China zeigen, was kommen wird. Die Menschen nehmen ihre Stadt wieder in Besitz. Allerdings hinterlässt der Pandemie ihre Spuren: Unternehmen sind verschwunden, Kundenbeziehungen unterbrochen, Lehrstoff an Schulen und Unis nachzuholen. Jetzt ist die Chance, neue Möglichkeiten zu nutzen und einen Schritt weiter zu gehen. Aus unserer Sicht gilt dies nicht zuletzt im Umgang mit der Digitalisierung.

Hinweis auf die Corona-Ambulanz in Hamburg-Barmbek.
Foto: HANSEVALLEY

Deutschland im Krisenmanagement: Die Probe aufs Exempel.

Die Forscher haben für alle an der Studie beteiligten Nationen den aktuellen Stand der Pandemie-Entwicklung erarbeitet. Das Interessante: Auf Grund der Vergleichbarkeit der Phasen können wir in etwa voraussagen, wie die Befindlichkeit unserer Nation - und damit auch der Freien und Hansestadt - in den kommenden Wochen und Monaten aussehen wird. Bis ca. Mitte April d. J. wird sich die Situation in Deutschland weiter zuspitzen - und das Land in "Panik und Angst" verharren. Die Experten liefern im Magazin "Absatzwirtschaft" auch gleich die Faktoren zur Überwindung der Krise mit. Dies sind im Kern

- Schonungslose Transparenz 
  (Wenn die Kanzlerin das Ruder übernimmt)

- Besonnene und entschlossene Entscheidungskompetenz 
  (Bayern macht's wieder allen vor)

- Diszipliniertes Durchhaltevermögen
  (Das gilt besonders für unsere feiernden Ischgl-Heimkehrer)

- Offenheit für neue Perspektiven
  (Besonders für die 10.000 bedrohten Unternehmer)

- Wiederentdeckung solidarischer Werte 
  (Wie die NDR-Aktion "Der Norden hält zusammen")

- Bewusstsein einer globalen Schicksalsgemeinschaft 
  (Da dürfen einige Hamburger nochmal ihre Hausaufgaben machen ...)

Wenn Deutschland bis Mitte April d. J. in der 2. Stufe der Panik-Phase verharren wird und sich zunehmend in der Isolations-Phase wiederfindet, kommt die Republik möglicherweise zu Pfingsten psychologisch in die Phase der Neubesinnung. Unterm Strich würde das heißen, dass wir eventuell zu den Sommerferien die Normalisierung erreicht haben können. Dieses Rechenbeispiel ist natürlich nur eine Annahme auf Grund der Berechnungen des Verlaufs in China und Italien - und keine Garantie für die Wiederaufnahme des gesellschaftlichen Lebens. Dennoch können wir schon jetzt anfangen nachzudenken, wie unser Leben nach Corona aussehen kann.

Der Digitalverband Bitkom hat einen Status Quo zum Thema Home Office erstellt. Danach arbeitet mittlerweile jeder 2. Angestellte mit "White-collar Job" in den eigenen 4 Wänden. 33% der Angestellten sind erstmals in ihrer Karriere fernab von Kantine und Mittags-Lunch tätig. Bei 43% der Arbeitnehmer wurden die bestehenden Home Office-Regelungen mit der Zwangsverlagerung ausgeweitet. Mecklenburg-Vorpommern nutzt die Chance, und führt für alle allgemeinbildenden Schulen flächendeckend die Dresdner Online-Lernplattform "Fuxmedia" ein - neben den digitalen Lehr- und Lernmitteln des gemeinsamen "Deutschen Bildungsservers" aus Frankfurt/Main.

Hilfen für Selbständige: 2.500,- € in Hamburg, 5.000,- € in Berlin.

Und wie hilft Hamburg vor allem den tausenden Selbstständigen? Am Donnerstag verkündeten die drei "Hamburg Schutzschirm Musketiere" Brosda, Dressel und Westhagemann: Selbständige bekommen einmalig 2.500,- € Zuschuss. Allerdings nur, wenn sie von den offiziellen Verfügungen - z. B. dem Verbot von Veranstaltungen - direkt betroffen sind. Alle anderen wurden auf die Grundsicherung für Selbstständige verwiesen - auf Sozialhilfe-Niveau. In der Startuphauptstadt gilt unterdessen "Klotzen statt Klein-Klein": Berlins Regierender Peter Müller kündigte ein 100 Mio. € Hilfspaket für Kleinstunternehmer - wie Kreative und Dienstleister - an. 20.000 Berliner Freiberuflicher und Selbständige sollen jeweils 5.000,- € Hilfe bekommen. 


Wenn sich die Wolken lichten und die Zukunft Einzug hält.
Foto: HANSEVALLEY

Bitkom-Präsident Achim Berg spricht aus, wo es hingegen kann: „Dass mobiles Arbeiten und mobiles Lernen zum Standard werden könnten, schien bislang undenkbar. Jetzt aber werden wie unter einem Brennglas die immensen Potenziale sichtbar, die digitale Technologien grundsätzlich bieten – im Kampf gegen das Virus wie auch in der Reduzierung des Berufsverkehrs und verkehrsbedingter Emissionen. Alle Unternehmen sind gefordert, Homeoffice für die dafür geeigneten Tätigkeiten einzuführen. Die Politik muss das Arbeitsrecht zwingend modernisieren, etwa indem aus der Zeit gefallene Regelungen wie die elfstündige ununterbrochene Mindestruhezeit gestrichen und der starre Acht-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzt werden.



Hamburgs Visionär Oliver Rössling bringt's auf den Punkt.
Quelle: Facebook


Wenn man die aktuellen Entwicklungen bei Home Office und Digitalem Lernen zu Grunde legt, wenn man den Wunsch zu neuen Chancen im Geschäft in den Mittelpunkt stellt und wenn man 3 Monate nach vorn schaut, kommen wir zu folgenden Fragen in Bezug auf die Schlüsselthemen in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft:

Unternehmen & Verwaltungen:
  • Wie gewinnt Deutschland durch die alternativlos notwendige Nutzung digitaler Tools?
  • Wie werden Unternehmen und Verwaltungen digitale Lösungen künftig annehmen?
Zukunft vs. Vergangenheit:
  • Welche Geschäftsmodelle werden durch die Corona-Krise endgültig überflüssig?
  • Welche innovativen Digitalmodelle fernab von Online-Marketing sind im Kommen?
Beratung & Zusammenarbeit:
  • Werden Textchat und Videoberatung zu führenden Kanälen im Kontakt zu Kunden?
  • Werden Videokonferenzen im Geschäftsleben viele Geschäftsreisen einsparen?
Lebensmittel & Lieferungen:
  • Werden Lebensmittel-Lieferdienste im Alltag deutscher Kunden zur ersten Wahl?
  • Welche Online-Branchen profitieren noch vom veränderten Konsumverhalten?
Hoch-/Schule & Studium:
  • Wieweit werden Online-Kurse die Präsenz im Hoch-/Schulbetrieb massiv verändern?
  • Was fordern Schüler und Studenten in Zukunft digital von Ihren Hoch-/Schulen ab?
Events & Communities:
  • Wird die Krise eine Verschiebung von Meetups, Talks & Co. ins Netz bedeuten?
  • Welche digitalen Tools helfen Veranstaltern und bieten Teilnehmern Komfort?
Kunst & Kultur im Internet:
  • Werden wir künftig alle Theater-, Konzert- und Kunstevents online nutzen können?
  • Wie werden sich digitale Kulturangebote - wie z. B. Social-TV - künftig durchsetzen?

Diese Fragen stellen keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar. Sie sind hierarchisch von Sektoren und Geschäftsmodellen über Nutzungsverhalten zu Aktivitäten heruntergebrochen. Jeder ist eingeladen, eigene Fragen zu entwickeln. Gern ergänzen wir unsere Aufstellung um weitergehende Ideen und Möglichkeiten: hanse@hansevalley.de.

Redaktionelle Schlussbemerkung:
* Update 23.03.2020 *

Unternehmen, öffentliche Hand und jeder einzelne Bürger sind gefordert, sofort Konsequenzen zu ziehen. Das Gebot der Stunde heißt: Erstens Verzicht und zweitens möglichst viel in den digitalen Raum verlegen. Man kann nur hoffen, dass die Appelle der Kanzlerin von den Menschen gehört werden und auch bei den schwer Belehrbaren ein Bewusstseinswandel eintritt“, warnt Bitkom-Chef Achim Berg.

Hamburg wird aus dem Corona-Trauma herauskommen - hoffentlich mit wenigen Blessuren. Ebenso, wie die anderen Städte und Gemeinden bei uns in Norddeutschland. Mit dem Shutdown und der Umstellung auf digitale Tools hat die Zukunft bereits begonnen. Digitale Lösungen werden im persönlichen und privaten, beruflichen und geschäftlichen Umfeld zur Selbstverständlichkeit. 

Die Unternehmensberatung BCG hat die Folgen von Wirtschaftskrisen der vergangenen 100 Jahre untersucht, die durch Epidemien ausgelöst wurden. Kernergebnis: In allen Fällen erholte sich die Wirtschaft wieder sehr schnell. Allerdings: Dieses mal sind die Auswirkungen durch den Shutdown größer denn je.

Wir sind der Überzeugung: Storytellende Stellvertreter aus dem Online-Marketing haben bei echter Digitalisierung, tiefgreifender Transformation und nachhaltigem Kulturwandel ausgedient. Und dies kommt auf uns zu. Die Realität lässt die Filterblasen platzen. Wir sind gespannt auf die Themen von Morgen. Gemeinsam mit unseren Lesern in Hamburg, der Metropolregion und dem ganzen Norden.

Bitte, bleiben Sie gesund!

 Hanse Digital Background: 
* Update 17.04.2020 *


HANSEVALLEY Fachbeitrag "Die Welt wird eine andere sein - der Norden nach Corona":


HANSEVALLEY: Gastbeitrag "Wie Hamburgs Wirtschaft aus der Panik zu digitalen Perspektiven kommt."

Hamburg@work: Fachbeitrag "Wie Hamburgs Wirtschaft aus der Panik zu neuen Perspektiven kommt":
digitalcluster.hamburg/de/news-archiv/2020/20200325_NEWS-Keup-ueber-Corona 


Mittwoch, 11. Januar 2017

HANSEBUSINESS: Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil 1: Die Digitale Zukunft der Wirtschaft


Hinter den Türen der Handelskammer herrscht Unsicherheit.
Foto: Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner
Bis Mitte Februar können 160.000 Industrie-, Handels- und Gewerbebetriebe an Elbe und Alster ihre Stimmen für die Kandidaten in 17 Wahlgruppen abgeben: Es ist ein Kampf der Generationen, ein Kampf der Branchen, ein Kampf um den Kurs der Hamburger Wirtschaft. 

Wir beleuchten die Initiativen und Bündnisse auf ihre digitalen Qualitäten - in den drei Themenfeldern "Digitale Zukunft" der Wirtschaft, "Digitale Kammer" und Modernisierung sowie "Digitale Stadt". Alle drei Bündnisse haben die insgesamt 12 Leitfragen beantwortet. Hier sind ihre Antworten für die 160.000 wahlberechtigten Unternehmen Hamburgs:


Die von uns entdeckten Highlights zur "Digitalen Zukunft":

  • Online-Befragungen zu Interessen und Wünschen der Mitglieder
  • Existenzgründern keinen Zwangsbeitrag zur Kammer abverlangen
  • Eine “Berlin-Hamburg Startup-Allianz für Wachstum mit Wirtschaft"
  • Eine Dialogplattform zur Digitalisierung und eine Digitale Agenda


Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil 1:
Die Digitale Zukunft der Wirtschaft.

Thema Digitalisierung:

Wie wollen Sie als gewählte Vertreter die besonderen, digitalen Interessen von 23.000 Medien-, IT- und Kreativbetrieben, darunter 8.600 IT-Anbietern inkl.  1.500 Softwarefirmen, 2.100 Medienhäusern und 1.700 Agenturbetrieben sowie 600 Startups und 150 Gamesschmieden überzeugend vertreten?


"Die Kammer sind wir":

Bevor man die Interessen vertritt, muss man die Interessen der genannten Unternehmen kennen. In der Vergangenheit hat die Handelskammer behauptet, die Interessen zu vertreten, hat aber nur mit einem Bruchteil der genannten Zwangsmitglieder Kontakt gehabt. 

Die Digitalisierung bietet eine hervorragende Chance, die Interessen dieser Unternehmen kennenzulernen, zu bündeln und zu vertreten. Mitgliederbefragungen können auf digitalem Weg schnell und unkompliziert durchgeführt werden. Eine Meinungs- und Willensbildung von dem einzelnen Mitglied hin zu seinen Vertretern im Plenum ist dadurch keine Fiktion mehr, sondern digitale Realität. 

"Unternehmer für Hamburg":

Um die Interessen der mehr als 23.000 Unternehmen aus der Medien- und IT-Branche überzeugend vertreten zu können, wollen wir #UnternehmerFürHamburg nicht nur auf unser eigenes unternehmerisches Know-how setzen, sondern direkt nach der Wahl über Online-Befragungen und eine Vielzahl analoger Netzwerkveranstaltungen in den Dialog mit den Unternehmen aus den Branchen treten.

Wir sind überzeugt davon, dass die Handelskammer viele unserer gemeinsamen Themen und Interessen sinnvoll bewegen und gegenüber Politik und Verwaltung adressieren kann. Wir rufen daher bereits jetzt dazu auf, diesen Weg der offenen Beteiligung mit uns gemeinsam zu beschreiten und die Kammer für die eigenen Interessen und Bedarfe zu nutzen. Auch bei der erforderlichen Neubesetzung der Ausschüsse und Arbeitskreise in der Kammer werden wir verstärkt auf digitale Vorreiter setzen!

"Vorfahrt für Hamburg":

Die Handelskammer ist eine Selbstverwaltungsorganisation der Hamburger Wirtschaft und bietet eine hervorragende Plattform, um die eigenen Themen und Bedarfe zu artikulieren und zu diskutieren. Diesen Gedanken verfolgen wir z.B. mit der im Jahr 2015 gestarteten „Hamburger Dialogplattform Industrie 4.0“, an der sich schon heute fast 200 Hamburger Unternehmen aus Industrie und IT einbringen und gemeinsame Forderungen und Lösungen erarbeiten. 

Die Vertreter von „Vorfahrt für Hamburg“ wollen diesen Plattformgedanken auch auf andere Branchen mit besonderem Digitalbezug ausweiten und auf diesem Weg eine digitale Agenda für Hamburg erarbeiten, die unmittelbar getragen ist von den Wünschen der Mitgliedsunternehmen.

Thema Disruption:

Wie werden Sie die umfassenden, digitalen Umbrüche in den großen Hamburger Branchen - wie Reedereien, Hafenwirtschaft, Logistik sowie Groß- und Außenhandel - aktiv begleiten, damit die traditionellen Betriebe rechtzeitig in den Innovationsprozess der Digitalisierung gehen werden?


"Die Kammer sind wir":

Keine Organisation kann diese Umbrüche umfassend begleiten – das wäre Größenwahn und Selbstüberschätzung. Keine Startup-Unternehmerin braucht den Rat eines „Kammerbeamten“, wie sie den digitalen Wandel meistern soll. 

Die Handelskammer soll sich deshalb auf Ihre Kernaufgabe konzentrieren: Das Duale Ausbildungssystem ins Digitale Zeitalter bringen. Nur wenn die Handelskammer glaubwürdig selbst im digitalen Zeitalter ankommt, ist sie ein qualifizierter Gesprächspartner für ihre Mitglieder. Digitalisierung muss in die DNA der Handelskammer .

"Unternehmer für Hamburg":

Die Handelskammer ist seit kurzem die Geschäftsstelle des hamburgweiten, vom
Bundeswirtschaftsministerium geförderten „Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0“ und verfügt damit über rund vier Millionen Euro, um mittelständische Unternehmen aus den traditionellen Branchen auf dem digitalen Transformationsweg zu begleiten.




Wir #UnternehmerFürHamburg werden aktiv dafür Sorge tragen, dass die Arbeit dieses Kompetenzzentrums eine größtmögliche Wahrnehmung bei den Mitgliedern der
Handelskammer erfährt, konkrete Umsetzungsprojekte in Unternehmen durch die Handelskammer ermöglicht werden und unternehmerisch wirklich nutzbringende Informationen und Angebote in diesem Kompetenzzentrum entstehen.

Darüber hinaus ist es unsere Absicht, die Vernetzung zwischen etablierten Traditionsunternehmen und aufstrebenden Jungunternehmern innerhalb der Kammer mit innovativen Veranstaltungsformaten zu forcieren. Hier planen wir moderne Konzepte wie 12min.me oder TEDx stärker zu integrieren. Die Kammer ist dafür aus unserer Sicht der geborene Partner, Old- und New-Economy zu vernetzen.

"Vorfahrt für Hamburg":

Mit der „Hamburger Dialogplattform Industrie 4.0“, dessen Sprecher unser Kandidat Andreas Pfannenberg ist, ist der digitale Innovationsprozess insbesondere in der Industrie bereits initiiert worden. Dem Engagement von Herrn Pfannenberg ist es darüber hinaus mit zu verdanken, dass Hamburg in den kommenden drei Jahren rund vier Millionen Euro vom Bundeswirtschaftsministerium erhält, um ein „Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0“ aufbauen zu können, das von der Handelskammer gesteuert wird. 

Dieses Kompetenzzentrum wird sich um logistische Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung kümmern, so dass alle Branchen von Reedereien, Hafenwirtschaft, Logistik sowie Groß- und Außenhandel gleichermaßen die Nutznießer dieser Fördermittel sein werden.

 Thema Existenzgründer: 

Wie werden Sie als Vertreter die besonderen Bedürfnisse von Existenzgründern in digitalen Geschäftsmodellen über Gründerberatung, Gründerwerkstatt und Businessplan-Wettbewerb hinaus und unabhängig von bestehenden, städtischen Gründungsinitiativen fördern?

"Die Kammer sind wir":

Bitte nicht NOCH ein Preis, eine Initiative, eine Dachmarke und ein Programm. Den Existenzgründern soll kein Zwangsbeitrag abgeknüpft werden, das ist eine konkrete Hilfe.



"Unternehmer für Hamburg":

Die bisherigen Angebote der Handelskammer für die Existenzgründer erfüllen die Grundanforderungen. Neben den Basic Skills, die dort vermittelt werden, fehlt es Existenzgründern im Digitalsektor häufig vor allem an Netzwerk und Beziehung in die Realwirtschaft in der Stadt. Auch hier kann die Kammer durch Veranstaltungen und gezieltes Vernetzen schon mit einfachen Mitteln beeindruckende Ergebnisse erzielen.

Damit die Existenzgründer die Kammer hierfür als relevanten Partner wahrnehmen,  muss über die Art und Weise der Ansprache dieser jungen Unternehmer diskutiert werden, die keinen gesteigerten Wert mehr auf formelle und vereinzelt antiquierte Formen der Kleidung und Ansprache legen. Hier können wir auf die Erfahrung vieler unserer Mitglieder zurückgreifen.

Die Wirtschaftsjunioren haben zum Beispiel großartige Projekte, wie den monatlichen Gründertreff, die Gründer-Akademie und den Gründergeist, erfolgreich im Umfeld der Kammer eingeführt. Wir plädieren dafür, dass in Hamburg digitale Knotenpunkte entstehen mit WLAN-Zugang für Mitglieder der Handelskammer. Das Nikolai-Quartier könnte hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen - mit zusätzlichen temporären Arbeits- und Meetingbereichen für Mitglieder.

"Vorfahrt für Hamburg":


Was viele Existenzgründer in Hamburg neben einer guten Geschäftsidee und Gründergeist benötigen, ist der Zugang zur „Old Economy“, um ihr digitales Geschäftsmodell im Zusammenspiel mit der analogen Wirtschaft erproben zu können. Genau hierauf zielt auch die Arbeit des Hamburger Kompetenzzentrums Mittelstand 4.0 ab. Die Kandidaten von „Vorfahrt für Hamburg“ werden sich daher aktiv an dem Zusammenbringen von beiden Welten einbringen.

Für die Existenzgründer – egal in welcher Branche sie tätig sind – ist es wichtig, dass wir die kompetente Gründungsberatung der Handelskammer erhalten. Die wollen die Populisten mit den Beiträgen zur Kammer nämlich gleich mit abschaffen.


Thema Startups:

Was werden Sie als Abgeordnete der Industrie unternehmen, damit die Handelskammer unsere Stadt gemeinsam mit etablierten Branchen, hanseatischen Stiftungen und engagierten Vertretern der Digitalwirtschaft zu einem schneller wachsenden, erfolgreichen Startup-Standort entwickelt?
"Die Kammer sind wir":

Ganz klar: Prioritäten neu setzen. Bisher war die Kammer Sprachrohr der Etablierten: Dies muss sich ändern! Die Großen brauchen keine Unterstützung, die wissen sich schon selbst zu helfen. Deshalb muss sich der Fokus der Kammer ganz klar in Richtung der kleinen Unternehmen und Existenzgründer verschieben: Diese bauen etwas Neues auf und sichern so die Zukunft des Wirtschaftsstandorts, also sollten sie auch alle mögliche Unterstützung erhalten.


"Unternehmer für Hamburg":

Unsere Kandidaten aus den Medien- und IT-Unternehmen verfügen über ein exzellentes Netzwerk zu Startup-Unternehmen und zu Vertretern von Stiftungen, Venture Capital, Verbänden und weiteren Institutionen in Hamburg, denen wir die Relevanz von Startups für den eigene unternehmerischen Erfolg vergegenwärtigen wollen.


Darüber hinaus wollen wir #UnternehmerFürHamburg gemeinsam mit Berlin eine Initiative für die Weiterentwicklung von Startup-Firmen unter dem Motto: “Berlin-Hamburg Startup-Allianz für Wachstum mit Wirtschaft” starten.

Die neuen Geschäftsmodelle, die entweder in Hamburg oder Berlin entstanden sind, sollen ihren Markttest in der Realwirtschaft in Hamburg erfahren, die viel stärker ausgeprägt ist als in Berlin. Hamburg soll damit zum gemeinsamen Accelerator von Hamburger und Berliner Startups werden.



"Vorfahrt für Hamburg":

Gerade in Zeiten von Null-Zins-Phasen und zunehmendem digitalem Gründergeist erleben wir zunehmend, dass „traditionelle, hanseatische Kaufleute“ nach Möglichkeiten suchen, das eigene Geschäftsmodell zu überdenken und Investitionen in digitale Start-ups zu tätigen. 


Die Kandidaten von „Vorfahrt für Hamburg“ wollen daher in den kommenden drei Jahren dieses Unternehmer- und Stifterkapital mit der Start-up-Szene näher zusammenbringen und Innovationen „Made in Hamburg“ ermöglichen, von denen der Wirtschaftsstandort Hamburg auch nachhaltig profitiert und der nicht kurzfristige Exits befördert.

*  *  *

  Alle Beiträge zur Kammerwahl 2017 im Hamburg Digital Magazin: 

Wie die Wahlgruppen die Freie und Hansestadt nach vorn bringen wollen:

HANSEBUSINESS: Die Digitalen Wahlprüfsteine - Teil III: Die Digitale Stadt - Verwaltung, Unternehmensservices und Arbeitsmarkt.

Wie die drei Wahlbündnisse die Handelskammer modernisieren wollen:

Was die Wahlbündnisse für die Zukunft der Hamburger Wirtschaft fordern:

Was passiert, wenn die "Kammer-Rebellen" die Kammer-Wahl gewinnen:

Warum die Kammer-Wahl entscheidend für Hamburgs Wirtschaft ist:

Was die Handelskammer in diesem Jahr zur Digitalisierung unternehmen will:

 Weitere Informationen auf den Webseiten der drei Wahlbündnisse: 

Die Rebellen: "Die Kammer sind wir"

Die Reformer: "Unternehmer für Hamburg"


Die Bewahrer: "Starke Kammer. Vorfahrt für Hamburg"



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