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Mittwoch, 29. November 2017

HANSESTARTUPS: Einmal im Monat "verluncht" sich jemand über Lunchzeit.

Hamburg Digital Report

'Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship.' Mit dieser Analyse wirbt der Hamburger Marktführer unter den Singlebörsen für seinen Onlineservice. Dabei verlieben sich die meisten Menschen auf der Arbeit - und nicht am Computer. Auch wenn man "seinen Füller nicht in die Firmentinte stecken" sollte, bleibt das Problem: 


Wie lerne ich die richtigen Kollegen kennen, um nett lunchen zu gehen und für die eigenen Projekte einen kurzen Dienstweg aufzubauen. Tinder, Grindr & Co. kümmern sich um "Hopp oder Top" im Schlafzimmer. Das Hamburger Tech-Startup "Lunchzeit" um "Top oder Flop" am Schreibtisch. Die geheimen Bedürfnisse Hamburger Büroangestellter im Hamburg Digital Report:



"Amor" für die Mittagspause: Florian Gansemer
Foto: Lunchzeit
Er nennt es "Tinder für Kollegen". Dabei geht es dem 31-jährigen Florian Gansemer gar nicht darum, Amor zu spielen. Der gebürtige Koblenzer lebt seit 8 Jahren an der Alster und kann über erfolgreiche Zeiten bei Blau.de und Xing zurückblicken. Im Februar 2015 kam der Betriebswirt und gelernte Großhandelskaufmann zum führenden deutschsprachigen Karriere-Netzwerk. Bei Xing verantwortete er als "Business Owner" die Strategie und den Vertrieb der Xing-Anzeige - einer der Einnahmequellen des Hamburger Portals.

"Ich will eine App, in der alle Professionals drin sind."

Als neuer Mitarbeiter fragte sich der junge Manager, wie man in der fast 1.000 Mitarbeiter großen Tech-Company Kollegen kennenlernen kann - um mit ihnen zu lunchen und um wichtige Durchwahlnummern für Eventualitäten zu bekommen. In den meisten Firmen gibt es eine Mitarbeiterliste. Doch die "Bonzenschleuder" sagt wenig darüber, wer sich um was kümmert und wer für die eigenen Themen interessant sein kann. Florian formulierte für sich ein Ziel: "Ich will eine App, in der alle Professionals drin sind."
Co-Founder Damien Antipa: "Ich baue die App."
Foto: Lunchzeit

In Südafrika lernte er seinen heutigen Co-Founder Damien Antipa kennen. Der gebürtige Linzer war sofort Feuer und Flamme. Im Oktober 2016 war es soweit: "Jetzt ist die Zeit, etwas zu gründen", entschied sich der Wahl-Hamburger Florian. Er hatte eine spannende Idee und einen coolen Mitgründer. Zudem kam ihm die Zeit gelegen. Da er weder eine Familie zu versorgen hatte noch ein Haus zu finanzieren, konnte sich der Gründer in Ruhe um den Aufbau seines Startups kümmern.

Über Lunchzeit mit anderen Kollegen zum Mittag treffen.

Im Januar diesen Jahres ging er in die Selbstständigkeit. Wie viele Startups, wechselte er nach 3 Monaten das Geschäftsmodell - von B2C auf B2B. Im April wurden die Apps für Android und iOS gelauncht. Und weil in Hamburg gute Kontakte zu guten Kooperationen führen, wurde einer der ersten Lunch-Termine des jungen Unternehmers mit einem Xing-Vorstand zum Pilotprojekt. Seit Mai d. J. kommt die "Lunchzeit" beim Hamburger Social Network zum Einsatz.

Die B2B-App bietet Firmen die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter zum Lunch miteinander zu vernetzen. Dazu melden sich die Firmenangehörigen einmal mit ihrer Firmen-E-Maol-Adresse beim Online-Service an. Die Nutzer werden ihrer Firma zugeordnet und so einfach wiedergefunden. Nach Name, Funktion, Abteilung, Karrierelevel oder Zugehörigkeit können andere User nun Kollegen zum Lunch finden und sich direkt über den Clouddienst verabreden.

Einmal im Monat "verluncht" sich jemand über Lunchzeit.


Kollegen finden zum Lunchen.
Foto: Lunchzeit
Ein besonderes Highlight ist der "Random-Lunch". Dabei "verluncht" die App zwei zufällig ausgewählte Kolleg*innen miteinander zur verbindlichen Mittagszeit. Um keine ungewollten Verabredungen zu produzieren, müssen Teilnehmer den Service zum Zufalls-Lunch aktiv freischalten. Florian Gansemer kann von seinem früheren Arbeitgeber Gutes dazu berichten. Durch den "Würfelbecher" konnten sich bereits interessante Mitarbeiter bei Xing kennenlernen, die sich sonst nicht persönlich getroffen hätten.

Mit einem ausgeklügelten Algorithmus sorgt Lunchzeit dafür, dass keine Kollegen aus der selben Abteilung miteinander verkuppelt werden. Ebenso sorgt die Programmierung dafür, dass nur Mitarbeiter am gleichen Standort zum Lunchen eingeladen werden. Schließlich berücksichtigt der Service gemeinsame Interesse, die zuvor von beiden Seiten angegeben wurden. Das Schöne an der B2B-App: Es gibt keine wilde Mailerei oder gar Spam. Beide Seiten bestätigen ihr Lunch, bekommen eine Kalenderbestätigung und haben eine gute Zeit.

"Wir machen Dating, aber nicht mit der Absicht, ... "

Einzige Voraussetzung für das "Blind-Date" bei Brokkolicremesuppe und Hähnchenbrustfilet ist die Bereitschaft beider Seiten, dabei zu sein. Neben dem "Random-Lunch" bietet das Startup aus Eimsbüttel auch einen Team- oder Gruppen-Lunch an. Dabei startet ein Mitarbeiter einen offenen Lunch-Treff. Andere Kolleg*innen können sich dazu anmelden und einfach dabei sein. Seit Oktober d. J. ist der erste kommerzielle Nutzer an Board. Die neuartige Mobile-Nutzung gibt ab ca. 300,- €/Monat - und ist damit äußerst konkurrenzfähig. Mehr als 30 Firmen u. a. aus Hamburg testen die Lösung aktuell.


Einmal im Monat "verluncht" sich
jemand über Lunchzeit.
Foto: Lunchzeit
Seit Ende September d. J. ist das Hamburger Team im neuen "weXelerate" in Wien. Aus 1.000 Startups kamen nur 50 Jungunternehmen für den 1. Batch des internationalen Förderprogramms in die engere Auswahl. Lunchzeit konnte sich als Hamburger Vertreter gegen Konkurrenz aus 14 Ländern durchsetzen. Das Wiener Programm unterstützt die Hamburger Vermittler vor allem in den Themen Vertrieb und Internationalisierung. Eine Chance, die Hamburger Lunch-App in den Märkten professionell zu platzieren.

"Ich will etwas Gutes für die Mitarbeiter machen."

Zunächt bleibt Lunchzeit ein geschlossener Service, den Unternehmen für ihre Mitarbeiter buchen. Später könnte Lunchzeit auch als Networking-Tool auf Messen und Kongressen zum Einsatz kommen, als Feedback-App zur Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen und gar als Raucherpausen-App. Mit Fokus auf Personalabteilungen fasst der junge Hamburger Gründer Florian Gansemer zusammen: "Ich will etwas Gutes für die Mitarbeiter machen."

 Hamburg Digital Background: 

Lunchzeit Hamburg:
www.lunchzeit.com


Sonntag, 29. Oktober 2017

HANSEPERSONALITY Peter Jaeger: Ein Senator für Digitales mit weitreichender Richtlinienkompetenz.


Er ist Informatiker, Betriebswirt, Director Developer Experience and Evangelism (DX) - und denkt gerade im Sabbatical über sein nächstes Startup nach. Er kennt die großen der IT-Industrie, wie HP, IBM und Microsoft aus eigenem beruflichen Engagement.  Er gründete 1993 sein erstes Software - und Systemintegrationshaus: Peter Jaeger aus Hamburg. 


Der passionierte Visionär präsentierte zum Jubiläum des Hamburger Community-Eventnetzwerks 12min.me einen spannenden Blick in die Zukunft: Brauchen alle Unternehmen Daten-Know how? Wie können wir trotz Cloud Services sicher sein? Dreh- und Angelpunkt ist für den Hamburger Techi jedoch der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Unser HANSEPERSONALITY ist Visionär Peter Jaeger:


Du sagst, jedes Unternehmen sollte eine "Datadriven-Company" sein - egal, ob es Lebensmittel, Zeitungen oder Automobile verkauft. Du vergleichst Kundendaten mit der Bedeutung von Gold, Öl und Erdgas. Sind nicht exzellente Produkte das A und O, um als Hersteller und Vertrieb erfolgreich zu sein?


Hamburgs Visionär Peter Jaeger.
Foto: Microsoft
Die Annahme ist, dass wir einen homogenen Markt mit gut informierten Kunden haben. Somit sind alle Produkte am Markt exzellent und unterscheiden sich nur marginal. Sprich: Der Hersteller muß auf Basis von Daten die er sammelt versuchen, einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen und weiß im optimalen Fall, welches Produkt ein potentieller Kunde kaufen möchte, bevor der Kunde selbst weiß, welches Produkt er haben möchte. 

Wenn ein Autohersteller wüsste, welcher Fan im Stadion gerade darüber nachdenkt, ein neues Auto zu kaufen und heute noch kein Kunde der Marke ist. Und wenn der Hersteller zudem wüsste, wie hoch das Budget ist, wäre das doch von einem enormen Vorteil? Auf der einen Seite für den Hersteller, da die Werbung viel zielgerichteter mit viel weniger Streuverlusten ausgespielt werden kann. Und für den potentiellen Neuwagen Käufer wäre es von Vorteil, dass ihm ein Wagen angeboten würde, der zu seinem Budget passt und nicht der, der zuletzt im Internet angesehen wurde. 

Genau solche Themen kann ich nur angehen, wenn ich im Besitz von Daten bin oder zumindest den Zugriff auf diese Daten habe.

Bleiben wir in der Arbeitswelt. Du prognostizierst in den kommenden 3-5 Jahren einen Wegfall vieler Standardjobs von Wissensarbeitern. Xing geht in einer aktuellen Studie davon aus, dass nur rd. 12% der Arbeitnehmer Angst von einer Disruption haben. Alles also nur halb so schlimm?

Zu dem Thema schreibe ich gerade an einem Buch und ich kenne natürlich auch die Xing- und die IZA- Studie. Grundlegend bedeuten 12,6% der Erwerbstätigen aktuell 5,54 Millionen Arbeitnehmer, bei denen der Job real in Deutschland bedroht ist - bei aktuell ca. 2,6 Millionen Arbeitslosen. Wenn wir diese beiden Zahlen addieren sind wir bei potentiell 8,14 Millionen Arbeitslosen in Deutschland welches die höchste Nachkriegs Arbeitslosenzahl wäre. Und das finde ich schon beängstigend. 

Allerdings sagt die Studie auch aus, dass nur ca. 2,3% einer nicht repräsentativen Stichprobe unter Xing-Mitgliedern Angst vor dem Change haben. Fakt ist auch, dass die gerne zitierte Studie aus 2013 von Frey & Osborne davon ausgeht, dass ggf. 42% der Wissensarbeitsplätze in Deutschland bedroht sind. Eine andere Studie von KPMG aus 2016 besagt, dass weltweit ca. 100 Millionen Jobs im Business Process Outsourcing (BPO) Umfeld bedroht sind und bis 2025 wegfallen werden. Alle diese Studien sind sich aber in einem Punkt einig: 

Es wird einen bedeutenden Change in den Job- und Tätigkeitsprofilen der bisher von den 3 voran gegangenen industriellen Revolutionen verschont gebliebenen Wissensarbeitern geben.

Und das ist kein Thema für die nächste oder die übernächste Generation. Wir müssen uns der Herausforderung bereits heute stellen und über ein Aus- und Fortbildungsbündnis für die betroffenen Wissensarbeiter diskutieren. Interessanter Weise haben dies die Gewerkschaften und allen voran Ver.di bereits erkannt und sind aus meiner Sicht hier weiter als die meisten Unternehmen bzw. Unternehmer. (siehe Interview in der "Zeit"). 

Data Scientists sind für Dich die neuen "Götter in Weiß", die aus "Big Data" mittels Künstlicher Intelligenz (AI) und Machine Learing (ML) qualifizierte Prognosen über unser Kaufverhalten ableiten können. Warum bekommen wir immer dann immer noch "Verfolgerwerbung" angedreht

Leider setzen die meisten Ads im E-Commerce immer noch auf die alten Methoden: Die Dinge, die ich in der letzten Zeit angeklickt habe, verfolgen mich dank der alten Cookie-Technologie auf den unterschiedlichsten Seiten. Und die Anbieter hoffen, dass man den Artikel – sieht man ihn nur oft genug – irgendwann kauft. Diese Systeme erkennen nicht, dass man den Artikel schon gekauft hat. Mit Machine Learning und AI wird dies besser und es ist tatsächlich möglich, mit modernen Recommender Engines - wie sie z.B. von Netflix eingesetzt werden - abzuleiten, was der Kunde tatsächlich kaufen möchte. 

Schauen wir uns Netflix mal etwas genauer an:

Zuerst versucht ein AI basierter Recommender zu verstehen, was passiert ist. Also welche Filme und Serien habe ich mir angesehen, welche habe ich abgebrochen und welche gegebenenfalls sogar geliked. Als nächstes versucht der Recommender herauszufinden, warum ich diese Aktionen bei den Filmen und Serien durchgeführt habt. Also: Warum habe 
ich „Orange is the new Black“ abgebrochen und warum habe ich „Designated Survivor“ 
angesehen und vielleicht sogar mehr als einmal?

Als nächstes versucht der Recommender vorauszusehen - sprich zu lernen -, was ich wohl als nächstes tun werde. Schaue ich mir tatsächlich neben „Designatd Survivor“ auch noch „House of Cards“ an – was recht naheliegt. In dieser Phase zeigt der Recommender seine Vermutungen noch nicht den Usern. Das bleibt komplett im System verborgen und Netflix versucht zu lernen.

Der letzte Schritt – und alle Schritte basieren auf Wahrscheinlichkeiten – ist der, dass mir der Recommender, wenn er genügend Daten gesammelt hat - also die Wahrscheinlichkeit einen gewissen Threshold überschritten hat – Vorschläge macht, um für mich das Netflix-Erlebnis so gut zu machen wie nur irgend möglich. Und die Vorschläge aus dem Recommender sind so gut, dass sie in aller Regel tatsächlich meinen Geschmack treffen. Mir hat er z. B. nach „House of Cards“ und „Designated Survivor“ „White Collar“ angeboten. Was soll ich sagen? Ich bin gerade am Ende der 2. Staffel.

Wenn Daten im Mittelpunkt jeden Geschäfts stehen, kommen wir um Cloud Services als Rechenzentrum nicht drumherum. Besteht nicht die Gefahr, dass Amazon's AWS, Google's G-Suite und Microsoft's Azure uns ausspionieren? Sollten wir wirklich US-Diensten vertrauen?

Peter Jäger bei 12min.me in Hamburg.
Quelle: Twitter @lets_bundle
Auf jeden Fall sollten wir diesen Diensten vertrauen. Sie sind erheblich sicherer und flexibler als die Angebote aller lokalen IT-Service Provider zusammen. Von den eigenen Rechenzentren der Mittelständler möchte ich hier gar nicht sprechen. 
Natürlich müssen Regeln verhandelt und vereinbart werden für die Erbringung der Dienstleistungen. Aber aus meiner Sicht sind die Daten in allen 3 Clouds sicherer und die Serviceleistung zuverlässiger als in 
jedem lokalen Rechenzentrum - und das bei in aller 
Regel viel geringeren Kosten. 

Mit der für alle Unternehmen und Cloud-Provider ab Mai 2018 verbindlichen Datenschutzgrundverordnung DSGVO bzw GDPR haben wir ein zuverlässiges und rechtlich bindendes Rahmenwerk insbesondere für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Können Nachrichtendienste trotzdem auf die Daten zugreifen ohne, dass wir es merken? Vermutlich - aber dies 
können sie bei den eigenen Rechenzentren dann auch und vermutlich sogar einfacher. 
Leider löst die DSGVO nicht alle Herausforderungen im Datenschutz. Insbesondere noch 
nicht den Zwang für bestimmte regulierte Industrien oder für den öffentlichen Sektor, Daten im eigenen Land zu speichern. 

Für diese besonderen Ansprüche gibt es dann Angebote wie von Microsoft mit der „Microsoft Cloud Deutschland“, bei der sichergestellt ist, dass die Daten Deutschland nicht verlassen und die Rechenzentren von einem deutschen Datentreuhänder betrieben werden. Diese „Microsoft Cloud Deutschland“ ist für diese Anwendungsfälle ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und nicht zu vergleichen mit den deutschen Rechenzentren von Amazon oder Google, die immer noch von den jeweiligen Firmen betrieben werden.

Du hast selbst 5 "Alexen" in Deinem Haus - warnst zugleich vor Konkurrent Google mit einem dauerlauschenden "Home Mini". Warum lässt Du Dein Haus von Amazon "aushorchen" und was empfiehlst Du im Umgang mit den neuen Geräten? Worauf sollte jeder von uns achten?

Und die 6. kommt bald mit dem "Sonos One" 😊

Grundlegend muß jeder für sich entscheiden, was er von sich freiwillig preisgibt - und was nicht. Am Ende des Tages funktionieren diese Services, ob nun von Amazon, Google, Microsoft oder Apple nur dann, wenn ich umfangreiche persönliche Daten von mir dem Anbieter zur Verfügung stelle. Dafür bekomme ich dann aber auch einen entsprechenden Gegenwert. 

Wichtig ist, dass die Anbieter möglichst transparent erklären, was mit den Daten passiert, wie sie geschützt sind, was ich dafür erhalte und in wieweit ich dem Anbieter vertraue. Aus meiner Sicht sind hier die Assistenten von Amazon mit Alexa und Microsoft’s Cortana diejenigen, denen ich heute persönlich am meisten Vertrauen schenke und wo ich verstehe, wie die Daten und deren Verarbeitung geschützt sind.

Diese Transparenz und das Vertrauen fehlen mir heute (noch) bei Apple’s Siri und Google Home. Am Ende des Tages wird hier sehr schnell ein 2- bis 3-Kampf der Systeme zwischen Facebook, Google und Microsoft starten. Amazon macht zwar ein Top-VUI (Voice User Interface), allerdings fehlen hier aus meiner Sicht die wirklichen visionären Ideen und Ansatzpunkte, wie man vNext Bots tatsächlich auch außerhalb von E-Commerce und einfachen An/Aus-Funktionen nutzen kann. 

Im "Wired Backchannel" ist im Juni ein Top Artikel zum Thema AI erschienen, der ein wenig stärker beleuchtet, was Microsoft so vorhat. Der Artikel ist sehr lesenswert. In meinem neuen Startup werden wir übrigens auf einen Mix von Googles und Microsofts AI setzen.

Elon Musk warnt vor künstlicher Intelligenz. IBM's Watson las das Urban Directory aus. Facebook schaltete ein AI-System ab, nachdem zwei Bots begannen, sich in einer unbekannten Sprache zu unterhalten. Und Microsoft schaltete einen Bot ab, der 
zum Nazi und Sexisten avancierte. Ist das Ende der Menschheit nah?

Auf keinen Fall! Alles in allem leben wir in einer spannenden Zeit: Fast jeder Aspekt unseres Lebens wird durch Technologie verändert – und das in atemberaubendem Tempo. Ich glaube, dass wir heute erst am Beginn einer neuen technologischen Revolution stehen. Sie verspricht uns einen Wandel der Art, wie wir leben, arbeiten, kommunizieren und lernen. Und das in einem Tempo und Umfang, wie das die Menschheit noch nie zuvor erlebt hat. 

Eine neue Generation technologischer Innovationen verschafft uns Möglichkeiten, die neue Wege zur Erschließung wirtschaftlicher Chancen und die Lösung von einigen der brennendsten Fragen der Menschheit versprechen.

Die Vorteile dieser Veränderungen könnten gewaltig sein. Jetzt wird eine nicht allzu ferne Zukunft vorstellbar, in der es keine Armut mehr gibt, in der Krankheiten ausgelöscht sind, die die Menschheit seit Jahrtausenden quälten, in der eine Lösung für den Klimawandel gefunden wurde und in der neue Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit zu einem epochalen Anstieg von Innovation und Kreativität führen.

Doch wir können uns beim Blick auf dieselbe technologische Revolution auch fragen: Gehen wir nicht eher einer düsteren Zukunft entgegen, in der Roboter und Automatisierung Millionen von Arbeitsplätzen vernichten, in der Einkommensunterschiede zu einer unüberbrückbaren Kluft führen, in der die öffentliche Sicherheit permanenten Bedrohungen ausgesetzt ist und in der unsere Privatsphäre durch aggressive Überwachung und unkontrolliertes Sammeln von persönlichen Daten untergraben wird?


Viele Menschen bezweifeln, dass man künstlicher Intelligenz vertrauen kann. Diese weit verbreitete unterschwellige Angst ist durchaus nachvollziehbar. Genau daher ist es so wichtig, Ethische Grundsätze für die Nutzung dieser neuen Technologien und Methoden verbindlich zu vereinbaren.

Aus meiner Sicht hat Microsoft mit seinem CEO Satya Nadella hier einen sehr guten Vorschlag erarbeitet, den ich hier gerne teilen möchte:

  • A.I. muss zur Unterstützung der Menschheit designt werden
  • A.I. muss transparent sein
  • A.I. muss Effizienz maximieren ohne die Würde des Menschen zu verletzen
  • A.I. muss für intelligenten Datenschutz konzipiert werden
  • A.I. muss eine algorithmische Verantwortung besitzen, so dass unbeabsichtigter Schaden korrigiert werden kann
  • A.I. muss Unvoreingenommenheit und repräsentative Forschung sicherstellen, so dass falsche Heuristiken nicht zu Diskriminierung genutzt werden können

Was getan werden kann, wird getan. Das müsste uns doch trotz aller Regeln 
erhebliche Angst einflößen. Du nennst als Beispiel ein IoT-Projekt aus dem Jahr 2013 in Japan, bei dem erstaunliche Erkenntnisse in Sachen Fortpflanzung von Kühen gemacht wurden. Was hat es damit auf sich?

Ja das ist eher ein eher ungewöhliches AI Projekt, aber nicht minder spannend: In 2013 gab es ein IoT-Projekt in Japan, mit dessen Hilfe japanische Farmer es geschafft haben, das Wunschkalb zu züchten. Nicht von der DNA her, aber vom Geschlecht. In der industriellen Kuh-Produktion ist das weibliche Kalb interessanter als das männliche. Von daher versucht jeder Betrieb, möglichst viele weibliche Kälber zu züchten. Ja selbst bei Wagyu. 

Man hat nun auf Basis von vielen Daten (Big Data) und ML (Machine Learning) festgestellt,dass eine weibliche Kuh 16 Stunden vor dem optimalen Zeitpunkt für die Befruchtung durch einen Bullen sich extrem viel bewegt und sehr aktiv ist. Zudem hat man herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit für ein weibliches Kalb im Zeitpunkt bis zu 2 Stunden vor dem optimalen Zeitpunkt extrem hoch ist und bei bis zu 2 Std. nach dem Zeitpunkt ein männliches Kalb gezeugt wird. 

Üblicherweise liegt diese Start-Zeit immer zwischen 22.00 Uhr abends und 8.00 Uhr morgens. Um genau diesen Zeitpunkt zu treffen müsste der Bauer nun entweder die ganzen Nächte wach sein oder man versieht die Kühe mit einer Smartwatch, die diese Bewegungen
 protokolliert und dem Bauern am nächsten Morgen den optimalen Zeitpunkt für die Befruchtung durch einen Bullen mitteilt und der Bauer hat eine nahezu 100%ige Wahrscheinlichkeit für ein weibliches oder männliches Kalb.

Zu guter Letzt unsere "Hamburg-Frage": Du bist Hamburger und kennst Wirtschaft und Politik an der Elbe sehr gut. Wo ist die "Wirtschaftshauptstadt" bereits gut auf die digitale Zukunft vorbereitet und wo würdest Du den Verantwortlichen raten, die Zeit besser und aktiver zu nutzen

Aus meiner Sicht fehlt es an einem ganzheitlichen Digitalen Masterplan 2025 für Hamburg. Es ist schön, dass die Stadt es endlich geschafft hat, einen CDO (Chief Digital Officer) zu finden. Dieser fängt allerdings erst im Januar 2018 an und ich frage mich, ob ein Person – wer diese auch immer sein mag – unter der Staatsratsebene tatsächlich Dinge bewirken kann oder ob auch er in den Silo’s der einzelnen Behörden gefangen ist. 

Grundsätzlich gibt es aus jeder Behörde viele gute Dinge, die zur Digitalisierung unserer Stadt – ob nun im Hafen, für Startups, die Gaming Branche oder auch Hammerbrooklyn - beitragen. Diese sind aber selten über die Behörden hinweg koordiniert und zeigen so gut wie nie einen echten Impact. Persönlich bin ich besorgt, ob wir es wirklich schaffen, die Chancen, die sich mit der Digitalisierung ergeben, wirklich zu erkennen und zu nutzen. Meine klare Empfehlung – nicht nur für die Stadt, sondern auch für den Bund – lautet:

Wir benötigen dringend einen Senator bzw. Minister für Digitales und Infrastruktur, 
der weitreichende Richtlinienkompetenzen in alle betroffenen Behörden und Ministerien hat. Es ist z. B. ein Unding, dass in Hamburg der Informatikunterricht kein Pflichtfach an allen Schulen ist.

Vielen Dank für spannenden Antworten!
Das Interview für Thomas Keup.


* * *


 Hamburg Digital Background: 

Vortrag "AI, Ethik und was die Kühe damit zu tun haben"
https://jaeger.to/?p=369

Persönlicher Blog von Peter Jaeger zu digitalen Themen
https://jaeger.to/?cat=2

Kontakt zu Peter Jäger beim Business-Netzwerk Linkedin
www.linkedin.com/in/pejaeger/

Mittwoch, 27. September 2017

HANSESTATEMENT: Hamburg, #daswarsmitmedien, oder?

Ein HAMBURG DIGITAL STATEMENT von
Herausgeber & Chefredakteur Thomas Keup

Am Donnerstag öffnet im traditionsreichen Kehrwieder-Theater zum mittlerweile 9. Mal das "Scoopcamp" seine Pforten. Die laut Eigenwerbung "Innovationskonferenz für Medien" diskutiert in diesem Jahr digitale Konzepte von fernen Kontinenten - aus Florida und Nigeria. Außerdem auf der Tagesordnung: eine "digitale Sozialreportage", Design Thinking bei "Zeit Online"und ein Medien-Prototyping, das den "gesamten öffentlichen Raum" umfassen soll. 


HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup
Foto: Stefan Kney
Sind Design Thinking, Prototyping und Sozialreportage geeignete Lösungsansätze für die in der Sturmflut befindliche Medienbranche Hamburgs? Werden interkultureller Austausch und trendige Kreativtechniken Hamburgs Blattmacher der Morgenpost wieder in Lohn und Brot bringen? Wie ist es bestellt um Arbeitsplätze und Standortpolitik in der einstigen Medienhauptstadt Deutschlands. Ein Hamburg Digital Statement:

Vor einem Jahr hörte ich Carsten Brosda auf dem "Scoopcamp" zum ersten Mal. Damals war mein Gedanke: Endlich ein Politiker, der die Medienbranche versteht und Klartext spricht. Endlich ein Praktiker, der die Leitbranche mit Rat und Tat unterstützt. Mit Weggang engagierter Mitarbeiter und dem Umzug des Medienamtes ist es schläfrig geworden in der Hamburgischen Medienförderung.

Ein Jahr, einen schmutzigen Shitstorm und einen häßlichen Hatespeech Hamburger Szene-Protagonist*innen später, komme ich zu dem Ergebnis: an der Elbe wird in Sachen Medien offensichtlich nur mit lauwarmem Wasser gekocht. 'The same procedure as every year' lautet offensichtlich die Devise in der kleinen Welt der "Next Media", finanzierter "Moonshot"-Konferenzen, "Leitevents" und Citylight-Poster. Im Gegenzug dazu sah ich in den vergangenen drei Monaten gleich drei "Medienflöcke", die nicht in Hamburg "eingeschlagen" wurden:

"Führende Publizistische Marke" in der digitalen Welt
  • Am 26. Juni d. J. eröffnete das Nachrichten-Portal "T-Online" mit 45 Redakteuren seinen neuen, zentralen Newsroom in ... der Torstraße, Berlin-Mitte. Das zum Werbevermarkter "Ströer" gehörende, mit 4.000 öffentlichen Videobildschirmen und 47 Millionen Nutzern pro Monat deutschlandweit reichweitenstärkste Portal soll zur "führenden publizistischen Marke" in der digitalen Welt ausgebaut werden. Flock 1.
Technologie-Showcase für die „Neue Welt des Arbeitens“
  • Am 31. Juli d. J. eröffnete der Software-Riese "Microsoft" mit über 70 Redakteuren zusammen mit der Content Marketing Agentur "C3" für die Online-Nachrichten-Marken "Bing, "Edge" und "MSN" seinen neuen, internationalen Newsroom in ... der Spandauer Straße, Berlin-Mitte. Für Microsoft ist der internationale Standort zugleich "Technologie-Showcase für die neue Welt des Arbeitens". Flock 2.
Europas größtes YouTuber-Festival mehr als 20.000 Besuchern
  • Am 24. und 25. August d. J. trafen mehr als 10.000 Fans der Generation "Z" aus ganz Deutschland auf 500 geladene YouTube-Stars mit zusammen mehr als 100 Mio. Fans ... in der Lanxess-Arena, Köln. Die "VideoDays" finden ihre Fortsetzung am 9. und 10. Dezember d. J. in ... der Mercedes-Benz Arena, Berlin. Flock 3.

Nextmedia-Studie bestätigt: Berlin ist Medienstandort Nr. 1

Die aktuelle Studie der Medieninitiative "Nextmedia Hamburg" zusammen mit dem Business-Netzwerk "Xing" bestätigt: Berlin ist der führende Medienstandort Deutschlands. Die meisten "Media Worker" sind an der Spree zu Hause. Mit 64.000 Journalisten und Kommunikateuren, Marketern und Kreativen liegt die Spreemetropole deutlich vor Hamburg mit 53.000 Medienschaffenden und München mit 50.000 Profis.

Mehr als 443.000 von insgesamt rd. 528.000 Medienschaffenden arbeiten laut Xing-Profiauswertung heute in klassischen Medien und Redaktionen - ein Anstieg von 18.000 Arbeitsplätzen im Vergleich zum Vorjahr. Ein Sechstel bzw. 84.000 arbeiten außerhalb von Medien und PR sowie Marketing und Kreation, vornehmlich in Internet- und IT-Unternehmen. Die Medien-, PR-, Marketing- und Werbebranche wächst.

Die Schlüsselfrage lautet:

Warum profitiert vor allem Berlin von neuen, digitalen Medienangeboten - wie dem "Microsoft"-Newsroom, dem "T-Online"-Newsroom und den "VideoDays"? 

Oder andersrum gefragt:

Warum schafft es Hamburg nicht, neue, digitale Medienangebote an die Elbe zu holen? Warum verliert unsere Stadt weiterhin an Boden gegenüber Berlin?

"Friends & Family"-Videos mit durchweg 2-stelligen Abrufraten 

Ein Blick von außen auf die Hamburger Szene schafft Klarheit: Schaue ich auf Plakate, Publikationen und Events von "Nextmedia Hamburg", sehe ich vornehmlich die gleichen Gesichter: einen "DPA"-Chefdigitalisierer, eine "NMA"-Vorzeigefrau, einen "OMR"-Frontmann, eine "Xing"-Chefredakteurin und einen "12min"-Co-Founder. Fast alle genannten Protagonist*innen profitieren von der Hamburger Medienförderung. Aber sind sie es auch, die Hamburgs gewaltige Medienbranche bewegen?

Bei allem Respekt vor der Arbeit der Medien- und Techmacher sowie vor Carsten Brosda: Wo sind die Innovatoren der laut Hamburg Marketing mehr als 3.000 Presse- und Rundfunkhäuser an Alster und Elbe? Wo sind die Innovationen der Zeitungs-, Zeitschriften-, Buch- und Fachverlage? In den "Friends & Family"-Filmchen mit Abrufraten im durchweg unteren zweistelligen Bereich jedenfalls nicht. Die Relevanz der kostspieligen Videos gleicht einem Versagen der beauftragten Agentur.

Medien in Florida und Nigeria - oder Hafencity und Neustadt?

Wo sind die Macher der digitalen Medienangebote im Social Web, wie "YouTube"? Warum lassen Medienamt und Medieninitiative die Veranwortlichen nach Berlin und Köln ziehen, um dort mit jeweils 500 Social Media Stars die nächste echte digitale Party zu feiern? Warum finden die "VideoDays" nicht in der "Hamburg Messe" statt? Ein Verweis auf das - wie der Name schon sagt - Marketing-Festival "OMR" ist an dieser Stelle nur bedingt geeignet.

Klar ist: Medientechnologien, wie Augmented- und Virtual Reality (gefördert durch "NextReality Hamburg") sowie Gamestechnologien (gefördert durch "Gamecity Hamburg") werden den Medienstandort nach vorn bringen. Allein der Carlsen-Verlag hat mehr als 20 interaktive Bücher mit AR-App herausgebracht - entwickelt seit 2015, vorgestellt am Dienstag-Abend in der Hamburg Digital Community NEXTHANSE. Unterstützung und Anerkennung der staatlichen Medienförderer für diese Medieninnovation? Nicht vorhanden ...

Diskussionen und Preisverleihungen zu Digitalprojekten in Florida oder Nigeria werden keinen einzigen neuen Arbeitsplatz zwischen Hafencity und Neustadt schaffen und den gefeuerten Mopo-Redakteuen wieder eine Chance auf ein sicheres Einkommen ermöglichen. Kein Medienjob in einem der 2.100 Verlage und rd. 1.000 Hörfunk-, Fernseh- und Produktionsstudios wird durch "Reisen in ferne Länder" gesichert. Das kuschlige Scoopcamp macht eher den Eindruck einer Filterblase gut genährter Profiteure.

"Kleingeistig wirkendes Verhalten und provinzielle Haltung"

Es mag sein, dass es an Alster und Elbe bislang nicht schicklich war, offensichtliche Missstände anzusprechen. Als Medienmacher mit mehr als 25 Jahren journalistischem Background und 19 Jahren kommunikativen Erfahrungen tut es mir jedoch leid zu sehen, wie die einstige Medienhauptstadt nach dem Aderlass durch "Axel Springer", "DPA" und "Studio Hamburg" auch digital massiv an Boden zu verlieren droht. Und ein Ende ist bis heute nicht in Sicht.

Diskussionswürdig dürfte auch das kleingeistige Verhalten der Veranstalter von "Next", "OMR", "Scoopcamp" oder "Voccer" sein. Fadenscheinige Argumente, um nicht hofberichterstattende Medien vor der Tür stehen zu lassen, zeigen das wahre Gesicht subventionierter Medien- und Marketingevents, ihrer Agenturen und die zutiefst provinzielle Haltung. Das ist weder Weltstadt, noch Tor zu Welt. Das ist unter dem Niveau der liberalen Hansestadt. Aber Liberalität endet für einige Spezialisten bekanntlich bei der eigenen Meinung.

"Beliebteste deutsche Medienstadt": das 'Pfeiffen im Walde'?

Die jüngsten Beispiele von neuen, digitalen Medienangeboten in Berlin zeigen mir, dass es den Verantwortlichen im Amt Medien trotz millionenschwerer Etats bislang nicht gelungen ist, überzeugende Konzepte zu entwickeln, dem Medienstandort von Rudolf Augstein, Gerd Bucerius, John Jahr und Axel Springer neues, digitales Leben einzuhauchen - fernab von US-Internetgrößen und Marketingplayern. Die Promotion um den "beliebtesten Medienstandort" erinnert mich an das berüchtigte 'Pfeiffen im Walde'.

Ohne Medien ist Marketing nur Reklame ohne Wert. Das haben die Verantwortlichen von "Facebook" und "Google" auf der "Dmexco" mehr als einmal betont. Oder wie es "Mr. Media" Thomas Koch auf den Punkt bringt: "Ohne Haltung ist Content nur noch mehr Müll auf der Werbehalde." Die "beliebteste deutsche Medienstadt" sollte sich bewusst werden, 1. woher sie kommt, 2. wofür sie wirklich steht und 3. wohin sie will. Sind Marketing-Krawall, Startup-Durchlauferhitzer und "Friends & Famliy"-Filmchen eine wirkungsvolle Förderung des Medienstandorts Hamburg? 

Hamburgs Medienszene an "Tag 2", gefangen im Stillstand?

Das Thema Tech hat der "MediaTech Hub Potsdam" besetzt - in Tradition von Albert Einstein und Hasso Plattner, mit Studio Babelsberg vor den Toren der Medienhauptstadt Berlin. Das Thema Startup-Support hat die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf auf die Tagesordnung gesetzt: 1.000,- € pro Monat über 1 Jahr für 1.000 Startups, um den Gründerstandort NRW einschl. der Medienstadt Köln zu fördern. Einzig die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Kreativwirtschaft und traditionellen Branchen scheint ein Lichtblick mit Potenzial zu sein - entwickelt von der Kreativgesellschaft. 

Ist Hamburg noch in der Vitalität von "Tag 1", wie es Jeff Bezos fordert, besessen von Kunden, skeptisch gegenüber Lösungen im Schneckentempo, eifrig bei der Aufnahme neuer Trends und schnell beim Finden von Entscheidungen? Oder ist die Medienszene schon an "Tag 2", gefangen im Stillstand, gefolgt von Irrelevanz und einem qualvollem Niedergang? Die Tatsachen rund um "Microsoft", "T-Online" und "VideoDays" sowie die sinnfreien Abwehrgefechte lokaler "Medienprominenz" lassen nichts Gutes ahnen.

Hinweise, Anregungen und Kritik zum Hamburg Digital Statement sind herzlich willkommen unter hamburg@hansevalley.de.

* * *

 Hamburg Digital Background: 

Eröffnung des "T-Online"-Newsroom in Berlin
www.t-online.de/finanzen/boerse/news/id_81517664/eroeffnungsfeier-in-berlin-neuer-newsroom-fuer-t-online-de.html

Eröffnung des "Microsoft"-Newsroom in Berlin
https://news.microsoft.com/de-de/microsoft-startet-internationalen-newsroom-mit-c3-in-berlin/

Eröffnung der "VideoDays" 2017 in Köln
www.rp-online.de/nrw/staedte/koeln/videodays-2017-in-koeln-tausende-fans-treffen-youtube-idole-aid-1.7032650

 Hamburg Digital Statements: 

Wirtschaftscluster + Koordination:
HANSESTATEMENT: Ein digitaler Lotse auf der Hamburger Brücke.

Wirtschaftshauptstadt + Startupcity:
HANSESTATEMENT: Perspektiven für Erwachsene in der digitalen Hansestadt.


Sonntag, 24. September 2017

HANSEPERSONALITY Jennifer Lachman: "Wir werden uns verstärkt mit Videoinhalten beschäftigen."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Hamburg-Neustadt, Dammtorstraße am Gänsemarkt. Hinter der gläsernen Fassade verbirgt sich das journalistische Herz das Business-Netzwerks "Xing". Auf 3 Etagen arbeiten insgesamt mehr als 500 Mitarbeiter am Erfolg des deutschsprachigen Business-Netzwerks. Mit "Xing News" hat sich die Karriereplattform selbst zu einem Medium entwickelt - mit eigenen Inhalten  und einem Ohr für die Expertise seiner Nutzer.



"Xing"-Chefredakteurin Jenniger Lachmann
Foto: Xing AG
Das grüne "Xing" ist die Content-Fabrik der Burda-Tochter in Hamburg. Journalisten und Werkstudenten, Entwickler und Designer arbeiten hier im Herzen des größten der 3 "Xing"-Standorte an Inhalten und Traffic für den "Linkedin"-Konkurrenten. An ihrer Spitze steht eine langjährig-erfahrene Wirtschaftsjournalistin. Unser HANSEPERSONALITY ist "Xing"-Chefredakteurin Jennifer Lachman:

Steigen wir mitten ein ins Tagesgeschäft: Im Rahmen Ihrer Serie "10 Wochen - 10 Themen" zur Bundestagswahl haben Sie die AfD voll mit einbezogen? Sie waren US-Korrespondentin, Medienredakteurin und Wirtschaftsredakteurin? Warum haben diese Entscheidung getroffen?

Wir haben Xing-Klartext vor zwei Jahren als pluralistische, politisch neutrale Plattform gestartet. Unser Ziel ist es, einen Raum zu bieten, in dem sich die 12 Millionen Xing-Nutzer miteinander austauschen können – auch über kontroverse Inhalte. Das Prinzip ist immer: eine Debatte, mehrere Standpunkte – von Experten, Betroffenen, Beobachtern. Die Nutzer können sich dann über die verschiedenen Meinungsbeiträge ihr eigenes Urteil bilden und miteinander austauschen. Wir wollen das Gegenteil von Filterblase und Echokammer sein.

Wir haben im Rahmen unserer Wahlberichterstattung zehn aktuelle Fragen an die Spitzenpolitiker der Parteien gestellt: 'Sollte Deutschland mehr Geld für Rüstung ausgeben? Was tun, damit die digitale Revolution nicht zum Jobkiller wird? Wie lässt sich die Migration steuern?' Die AfD sitzt in 13 von 16 Landtagen. Sie hat realistische Chancen, in den Bundestag einzuziehen. Wir fanden es enorm wichtig, dass auch sie den Wahlberechtigten ihre Positionen offen und konkret darlegt – und das im direkten Vergleich mit den anderen fünf großen Parteien.

Hätten wir sie nicht beteiligt, hätte das den „Opfer-Mythos“ derjenigen gestärkt, die meinen, die Presse würde die AfD bewusst ausschließen. Die Brexit-Entscheidung und die Wahl von Donald Trump haben uns gezeigt: Es ist gefährlich, Meinungen zu ignorieren, wenn sie nicht in das eigene Weltbild passen. Deswegen können sich die Nutzer bei uns informieren: 'Warum hält die AfD Klimaschutz für einen Irrweg? Warum spricht sie sich gegen Inklusion aus? Wie ist es wirklich um ihr Frauenbild bestellt?' Manche haben uns dafür kritisiert, dass wir der AfD eine Plattform gegeben haben. Viele fanden es aber auch genau richtig.

Seit 2 Jahren gibt es "Xing Klartext" - eine eigene Redaktion innerhalb des Business-Netzwerks "Xing". Warum produzieren Sie als Journalistin zusammen mit einem fast 10-köpfigen Team eigene Inhalte? Worin unterscheiden sich Ihre Geschichten von denen klassischer Medien?

Xing wandelt sich immer mehr vom virtuellen Adressbuch zu einer Plattform, die unseren Nutzern all das bieten soll, was sie brauchen, um im Job voranzukommen. Neben den Kontakten sind das Stellenanzeigen und inzwischen eben auch journalistische Inhalte. Wir produzieren bei Xing Klartext mindestens eine Debatte am Tag. Die Bandbreite reicht von Themen rund um Job & Karriere wie 'Haben Schwule und Lesben wirklich die gleichen Chancen im Job?' über Trendfragen wie 'Künstliche Intelligenz: Wird unser Leben bald von Robotern beherrscht?' bis hin zu aktuellen Themen, wie zum Beispiel die Bundestagwahl.

Unsere Arbeit ähnelt die einer klassischen Redaktion: Themen identifizieren, setzen, spannende und kompetente Gesprächspartner finden und für sich gewinnen. Wir wollen informieren, unterhalten und zum Nachdenken anregen. Was uns unterscheidet? Bei uns stehen die Reaktionen der Nutzer stärker im Vordergrund als bei klassischen Medien: Wir lesen die hunderte Kommentare, die uns täglich erreichen, und ziehen daraus weitere Beiträge, wenn sie die Ursprungsdebatte bereichern und ergänzen. Der Prozess ist also interaktiv. Da steht dann der Beitrag des Xing-Nutzers, der Automobilexperte ist, plötzlich neben dem des Automobil-Vorstands.

Sie sitzen zusammen mit Entwicklern, Designern und QA-Experten in einer Unit rund um das Thema News. Mehr als 20 Techis und fast 10 "News-Junkies" aus 14 Nationen unter einem Dach an der Dammtorstraße. Was macht Ihre Kultur in der täglichen Arbeit aus?

Xing ist ein sehr internationales, multikulturelles Unternehmen. Amtssprache ist daher auch Englisch. Es ist eine sehr junge Firma, die sich trotz einer Größe von fast 1000 Mitarbeitern den Start-up-Charakter erhalten hat. Unsere Hierarchien sind flach, alle Chefs – bis hin zu unserem Vorstandschef Thomas Vollmoeller – sitzen mit im Großraum. Alle duzen sich. Es ist ein Unternehmen, das den "New Work"-Ansatz wirklich lebt: Thomas (Vollmoeller) hat vergangenes Jahr als erster CEO einer börsennotierten Firma ein Sabbatical gemacht, bei uns arbeiten viele – auch männliche – Führungskräfte in Teilzeit.

Als ich vor zwei Jahren anfing und das Redaktionsteam aufgebaut habe, haben mir ein paar Tech-Kollegen später gestanden, dass sie etwas nervös waren: 'Wie sind Journalisten so? Wie arbeiten die? Reden die nicht irre viel?' Unser Team wurde aber schnell integriert und heute lachen wir darüber. Die Schallwand, die wir aufgestellt haben, hilft aber sicherlich auch. :-)

Zu Ihren Leitthemen gehören die Arbeitswelt von Morgen (Stichwort "New Work"), Personalentwicklung in Unternehmen und wichtige Leitbranchen der Wirtschaft. Wie passt ein Videoformat wie "Xing Talk" in das Konzept? Und wie geht das Talk-Format weiter?

Wir haben Xing Talk im Sommer 2016 gestartet: Auch bei unseren Nutzern steigt die Nachfrage nach Bewegtbild- und Podcast-Formaten. Wir haben daher einen unserer Meeting-Räume umgebaut, in das kleinste, aber schönste TV-Studio der Welt. Zum Start hatten wir tolle, prominente Gäste: Dietrich Grönemeyer hat über Achtsamkeit und die Zukunft der Medizin gesprochen. Heike Henkel darüber, wie sie Spitzen-Managern beibringt, mit Hochstressphasen umzugehen.

In der zweiten Staffel, die im Oktober beginnt, wollen wir ausprobieren, wie nutzwertige Inhalte funktionieren: Wir produzieren gerade Xing Talks, die unsere Nutzer beruflich weiter bringen sollen. Von Tipps für Berufsanfänger, die ihr erstes Gehalt verhandeln wollen bis hin zum älteren Arbeitnehmer, der wissen will, wie er sich am besten auf die Rente vorbereiten kann.

Sie öffnen sich mit dem Netzwerk gegenüber traditionellen Medienhäusern als Vertriebsplattform. So hat das Magazin "Business Punk" rd. 135.000 Follower bei Ihnen. Wie funktioniert die Vermarktung für Ihre Kunden aus Verlagen und Medienkonzernen?


Wir sehen die Verlage und Medienkonzerne, mit denen wir arbeiten, nicht als Kunden, sondern als Partner. Als wir vor ein paar Jahren anfingen, im Content-Segment aktiver zu werden, haben wir als erstes die Branchen-Newsletter gestartet: ein Algorithmus stellt die Artikel zusammen, die im Netz besonders viel gelesen oder geteilt werden. Diese Newsletter wurden von unseren Mitgliedern sehr gut angenommen, so dass wir das Thema schnell ausgebaut haben. Heute liefern wir einmal am Tag „das Wichtigste kompakt“ für mehr als 25 Branchen – und das an 5 Millionen Nutzer in der Woche.

Durch die hohe Verbreitung und Nutzung hat sich Xing für viele Verlage und Medientitel zu einem der wichtigsten Traffic-Lieferanten entwickelt, so dass mehr als 450 von ihnen inzwischen eigene News-Seiten auf XING pflegen, um diesen Effekt zu verstärken. Wir stehen mit den Machern und Entscheidern bei den Verlagen – vom Großverlag bis hin zu den kleinen Fachverlagen – im persönlichen Kontakt und entwickeln das Geschäft partnerschaftlich weiter. 

Vor wenigen Wochen haben wir News Plus gestartet, um Medien dabei zu unterstützen, auch kostenpflichtige Inhalte zu vertreiben. Dazu kooperieren wir mit Medien wie "Die Welt", "Die Deutsche Verkehrszeitung" oder die "Zeit Akademie".

Branchennewsletter, Expertengeschichten, Videointerview, Paid Content-Plattform: Was dürfen wir als Nächstes von "Xing News" erwarten? Wird das Business- und Karrierenetzwerk zu einem YouTube fürs Geschäft? Verraten Sie uns ein wenig, was Sie planen!


Tatsächlich haben wir in den vergangenen Jahren mit einer hohen Geschwindigkeit neue Formate entwickelt und an den Markt gebracht. Jetzt sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir uns verstärkt auch damit beschäftigen, die einzelnen Angebote inhaltlich zu schärfen und noch besser aufeinander abzustimmen. Aber ganz ohne neue Formate können wir auch wieder nicht. Verraten kann ich zumindest, dass wir uns verstärkt mit Video-Inhalten beschäftigen werden.

In Pöseldorf frühstücken und am Hamburger Berg feiern - das ist es, was Sie persönlich schätzen. Sie leben als gebürtige Britin seit rd. 27 Jahren in Deutschland und sind gerade eingebürgert worden. Ganz privat: Was lieben Sie an Hamburg - privat wie beruflich?

Die Vielfalt: Wer mag, kann in Pöseldorf frühstücken und abends am Hamburger Berg feiern gehen. Jeder Stadtteil hat seine Eigenheiten. Außerdem: das Wasser. Im Sommer liebe ich stehpaddeln auf der Alster, im Winter lange Spaziergänge an der Elbe. Beruflich macht es mir derzeit irre Spaß, mich mit den anderen Digitalkonzernen zu vernetzen: Die Kolleginnen und Kollegen von Google oder von Dropbox sitzen ja alle quasi um die Ecke.


* * *

Vielen Dank für die offenen Antworten!

Das Interview führte Thomas Keup.


 Hamburg Digital Background: 

Xing News-Überblick
www.xing.com/news

Xing Klartext-Magazin
www.xing.com/news/klartext

Xing Talk-Videoreihe
www.xing.com/talk



HANSESTATEMENT: 

Die Herausforderungen des Medienstandorts Hamburg - ein Hamburg Digital Statement von Chefredakteur Thomas Keup - am kommenden Mittwoch exklusiv hier auf HANSEVALLEY.


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Freitag, 3. Februar 2017

HANSEREPORT: Woman Techmakers – Die Tech-Zukunft ist weiblich(er).


Ein Gastbeitrag von Gerd Kotoll

Wer daran ernsthaft zweifelt, hat den Jahresauftakt der Woman Tech Makers am Mittwoch-Abend verpasst. Dazu hatten Anja Schumann und ihr Team auf das "Deck 9" bei Google geladen. Und gekommen sind weit über hundert, vor allem junge und weibliche Gäste.
Spannender Jahresauftakt der Women Techmakers Hamburg.
Twitter-Foto: Guus van Weelden, @guusvw91

Allesamt hörten nicht nur den umfassenden Jahresrückblick, sondern vor allem auch den beeindruckenden Ausblick, den sich die Tec-Women für 2017 vorgenommen haben..Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Bildung. Denn nur wer weiß, worum es in den vielfältigen Professionen im Tech-Bereich geht, kann sich ein späteres Berufsleben hier vorstellen und seine Studienwahl entsprechend gestalten. 

Exemplarisch steht dafür ein Kooperationsprojekt mit einem Hamburger Gymnasium, aber auch weitere Coding-Class-Projekte, wie sie auch im letzten Jahr stattfanden. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch monatliche Meet-Ups. Wie attraktiv diese sind, lässt sich an den mittlerweile über 1.000 Mitgliedern der WTM-Meetup-Gruppe messen. Hier wächst ein attraktives Netzwerk.

Dass es dennoch immer gewisse Vorurteile gegenüber Frauen in der Tec-Szene gibt, konnte Anja Schumann in ihrem Eingangsvortrag belegen.Weil wir aber alle nur Menschen sind, ist niemand davon frei, as die Mitmach-Übung zur Erheiterung aller eindrucksvoll demonstrierte.

Exzellente Stimmung im "Dock 9" von Google in Hamburg.
Twitter-Foto: Detlef v. d. Thüsen
, @dthuesen
Gepitchet wurde am Abend auch noch: dieses Mal waren es aber die Unternehmen, die für sich warben - auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, in diesem Fall: -innen: Esailors, Otto, Ubilabs und Yelp suchen aktiv neue kreative Tech-Köpfe.
Zum Abschluss gaben Füsun Wehrmann, VP Technology der Xing AG und Uygar Sönmez, Teamlead Engineering bei Xing sehr persönliche Einblicke in ihre eigenen Lebenswege in die Tech-Branche. Dass sie damit den anwesenden Tec-Women das Gefühl gaben, auf dem richtigen Weg zu sein, zeigte der große Abschlussapplaus. 

Am Buffet ging das Networking aktiv weiter bis in den späten Abend.


*  *  *

Die redaktionelle Verantwortung des Gastbeitrags liegt beim Urheber.



Unser Autor Gerd Kotoll:

Als unabhängiger Makler berät und betreut Gerd Kotoll Vereine, Verbände und Unternehmen in Fragen der betrieblichen Absicherung. Besonderen Fokus legt er auf junge Unternehmen und Startups. Parallel vernetzt er Entrepreneure mit potentiellen Partnern und Kunden - und berichtet von ausgewählten Events im Ökosystem der Hamburger Startup-Szene. Gerd Kotoll bei XING.

 Hamburg Digital Background: 

New Year Kick-off 2017 - Fotoalbum:

Meetup-Seite - aktuelle Event-Termine:

Programmierkurse, Events, Mentoring:

Twitter-Stream - Women Techmakers:
https://twitter.com/WTM_Hamburg


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