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Montag, 4. Februar 2019

HANSEINVESTIGATIV: Startups chancenlos bei "Schummelei@Reeperbahn"?

HAMBURG DIGITAL RECHERCHE

Das Spektakel "Startups@Reeperbahn": ein Stück vermeintlich große Welt in einem ehemals berühmten Musikclub. Das Pitch-Event ist Ausgangspunkt für das innige Verhältnis von Hamburg Startups und HANSEVALLEY: Im September 2016 lässt Co-Organisatorin und Dümmel-PR-Frau Sanja S. einen Gastbeitrag unseres Chefredakteurs auf Deutsche Startups nachträglich um 150 vermeintliche Investoren schönen. Ein Eingriff in redaktionelle Inhalte durch eine Hamburger PR-Frau. 




Jetzt kommt heraus: Die beiden Event-Organisatorinnen Sina G. und Sanja S. haben entgegen eigener Beteuerungen offensichtlich Bewerbungen zu "Startups@Reeperbahn" ungelesen unter den Tisch fallen lassen. Ein Gründer geht davon aus: "Unsere Bewerbung wurde wohl nie geöffnet". Ein weiterer Jungunternehmer klagt an: "Der Sieger stand von vorn herein fest." 
Betrügt Hamburg Startups Bewerber, Auswahl-Komitee, Sponsoren und Publikum? Eine Hamburg Digital Recherche:

"Startups@Reeperbahn" - seit mehr als 6 Jahren ein bei Startups beliebter Pitch-Event, sich bekannt zu machen. Nach Angaben der Veranstalter versammelt die Show - Zitat - "450 Investoren, Corporates, Journalisten und Multiplikatoren der deutschen Digital- und Medienbranche" - wo auch immer die neben den Junior-Unternehmern im Grünspan an der Reeperbahn Platz haben sollen. Stolze 110,- € bis 122,- € haben die Tickets für die Nachwuchsparade auf dem Kiez 2018 gekostet. Für eine Werbeveranstaltung.

Große Chancen an der Großen Freiheit? Oder nur großer Bluff?

Das Spektakel '18 startete mit einem 4-stündigen Pitch-Marathon u. a. mit mehr oder weniger lebendigen NMA-Startups. Ein Lückenfüller-Programm, das die in den letzten Jahren halbleere Konferenz ersetzte. Zum Höhepunkt pitchten fünf Startups über volle drei Stunden auf großer Bühne, gefolgt von einem besonders angepriesenen After-Show-Event mit - man höre und staune - "über 80 finanzstarken Investoren". Doch wo Licht ist, ist noch mehr Schatten: Die "Love-Mobile" zum Pitch gegenüber Investoren und Beratern waren teilweise gar nicht besetzt, kritisierten Teilnehmer.

Was 450 annoncierte Investoren, Firmenvertreter, Journalisten und Multiplikatoren nicht ahnen, ist eine offensichtlich unsauber und unfair bestückte Pitch-Show:


Hamburg Startups-Chefin Sina Gritzuhn
Foto: Xing
Sina G., gern mit einer hanseatisch zuvorkommender Atitüde unterwegs, nimmt es mit Transparenz und Korrektheit wohl selbst nicht immer so ganz genau. Die Hobbybloggerin, Kommunikationswissenschaftlerin und Mutter schreibt gern Briefe an Kunden und Partner von Wettbewerbern, um diese schlecht zu reden - praktiziert mit HANSEVALLEY und dem Startup-Magazin "Gründerfreunde". Bei ihrer Arbeit für Hamburgs Startups ist sie offenbar genauso wenig fair unterwegs, wie vorliegende Informationen zeigen.


Von Bewerbern für "Startups@Reeperbahn" ist herausgefunden worden, dass die beiden lieben "Startup-Muttis" Sina G. und Sanja S. Bewerbungen offensichtlich nicht gelesen haben, was Log-Files unterstreichen. Damit hat die bekannte Jury aus honoren und anderen Startup-Förderern offensichtlich keine Chance gehabt, alle Bewerber kennenzulernen. Stattdessen wurden im Vorfeld offensichtlich eigene und andere Lieblinge in die Endauswahl gehieft.

200 Bewerbungen: Wieviele Pitchdecks wurden links liegen gelassen?

Mehr noch: Ein Teilnehmer beurteilt das Pitch-Spektakel als "abgekatertes Spiel". "Der Sieger stand vorher schon fest", sagt der Gründer gegenüber HANSEVALLEY. Kenner der Startup-Szene wundert es nicht, dass im Herbst '18 vor allem Cargonexx und NautilusLog von einem Pitch-Event zum nächsten empfohlen wurden und wechselseitig die Innovations- und Gründerpreise abräumten. Bei aller Wertschätzung für beide Startups - über die HANSEVALLEY berichtetet hat - die Auswahl bei Startups@Reeperbahn erinnert doch eher an einen "Sumpf", denn an ein für alle Startups faires Auswahlverfahren.


Alles mit rechten Dingen? Bewerbung zu "Startups@Reeperbahn".
Grafik: Hamburg Startups

Von gleichen Chance für die - nach PR-Angaben - bis zu 200 in der Vorrunde 2018 beteiligten Startups aus Hamburg und Deutschland kann auf Grund der offensichtlichen Nichtberücksichtigung wohl keine Rede sein. Geschäftsführerin Sina G. tut so, als ob alle Startups gleichberechtigt und korrekt gesichtet worden seien. Leider wurden Bewerbungen im Auswahlverfahren nach HANSEVALLEY vorliegenden Informationen jedoch nicht einmal beantwortet. Wenig verwunderlich, wenn man sowieso nicht reinschauen mag.

"Sorgfältige Sichtung aller abgegebenen Pitchdecks" - Eine Lüge?

Ein wenig fragwürdig erscheint es, dass die Organisatorinnen Startups gezielt aufgefordert haben, sich zu beteiligen. Das Pitchdecks nach Angaben von Startups dann nicht gesichtet wurden, lässt den Schluss zu, dass es sich bei der Einladung um Promotion im Interesse der eigenen KPIs für die Vermarktung handelt. Was einmal mehr den Verdacht aufkommen lässt, dass man bei "HHS Net" u. a. auf Kosten von Startups agiert, und nicht primär für sie. Dafür taucht selbstredend Sanja S. Arbeitgeber, Bratpfannenverkäufer Dümmel, einmal mehr auf.


Hamburgs Gründerszene: Glaubt an ein faires Verfahren bei "Startups@Reeperbahn"
Pressefoto: Hamburg Startups

Besonders peinlich dürfte das Verfahren der Veranstalter für die Sponsoren des Spektakels sein. Laut Blogbeitrag behaupten die Veranstalter/innen steif und fest, korrekt vorgegangen zu sein: "Nach sorgfältiger Sichtung aller abgegeben Pitchdecks hatten wir die vielversprechendsten Bewerber ausgewählt, um über sie auf einer Kuratoriumssitzung zu diskutieren." Können sich Axel Springer, Deutsche Bank, EY, Hamburg Invest, Thalia und QVC eine - u. a. mit öffentlichen Fördermitteln der Wirtschaftsbehörde BWVI unterstützte - "Schummelnummer" leisten?

"Schummelnummer" mit öffentlichen Geldern von Hamburg Invest?


Nimmt Geld von der Stadt und redet über sie:
HHS Net Co-Founderin Sanja Stankovicz.
Foto: Xing
Sina G. und Sanja S. bekräftigen mit der uns angetragenen Nichtbeachtung von Bewerbungen die nicht immer ganz korrekten Mittel und Wege in der VC-getriebenen Startup-Szene, wie sie beteiligte Kuratoren des Auswahlverfahrens - von IFB InnovationsStarter, Next Media Accelerator bis Startup Dock Harburg - durch eigene Machenschaften unterstrichen haben. Es gibt in Hamburg anscheinend zwei Arten von Startup-Förderern: die fairen und die unfairen Akteur/innen.

Sollte sich der schwere Vorwurf durch weitere Fälle noch erhärten, wären insbesondere die Förderer - wie Hamburg Invest - aufgefordert, Steuergelder unverzüglich zurückzufordern und sich von den unsauberen Machenschaften der Hamburg Startups-Macherinnen zu distanzieren. Für Sponsoren wäre es eine Frage des Anstands, Ungleichbehandlung unmissverständlich zurückzuweisen und nicht mit z. T. erheblichen Mitteln finanziell zu supporten. Aber bei Deutscher Bank & Co. ist Ethik ja eher unterrepräsentiert.

"Schummelei@Reeperbahn": Das hat Hamburg nicht verdient!

Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: Es geht nicht um Perfektion in Vorbereitung und Durchführung eines Pitch-Events. Es geht nicht um fehlerfreies Handling auf dem Weg zu einem strahlenden Sieger bei "Startups@Reeperbahn". Es geht schlicht um "Schummelei", Startups nicht zu sichten, bewußt nicht zu berücksichtigen oder andere dafür gezielt zu bevorzugen. Das hat mit offenem und fairen Engagement für Gründer nicht viel zu tun.

Hamburgs Startup-Szene hat jeden Support für mehr Öffentlichkeit, erfolgreiche Investments und neue Geschäftsbeziehungen verdient. Dabei sollten die Akteure - von Förderbank über Wirtschaftsförderung bis zu Geschäftspartnern - genau hinschauen, ob sie auf nicht immer korrekte Geschäftemacher/innen reinfallen, die u. a. angekündigt haben, "belastendes Material" gegen HANSEVALLEY sammeln zu wollen. Für uns ein trauriger Teil Hamburg.

 Hamburg Digital Background: 

HANSESTARTUPS: Next Acceleratoren - Die Durchlauferhitzer des Bodo Kraeter.
hv.hansevalley.de/2018/08/hansestartups-next-acceleratoren.html

HANSEINVESTIGATION: Die Startup-Abzocke von Harburg.

Mittwoch, 3. Mai 2017

HANSEFUTURE mit Spherie: Eine Reise um die Welt in 360 Grad.

Spice VR-Co-Founder Nicolas Chibac bei der StartupNight.
Foto: HANSEVALLEY
HAMBURG STARTUP REPORT

Der voll besetzte Saal im Wirtschaftsministerium an der Berliner Invalidenstraße staunt nicht schlecht: Der Hamburger "Spice VR"-Gründer Nicolas Chibac enthüllt, die Geburt seines Sohnes vor 1 1/2 Jahren mit einer 360 Grad-Kamera gefilmt zu haben. Der Filmproduzent illustriert beim Dronemasters-Pitch auf der StartupNight Luft- und Raumfahrt die Möglichkeiten der 360°-Visualisierung - in Verbindung mit neuester Drohnentechnologie.

10 Tage später, in einem abgelegenen Gewerbegebiet am Rande der Hamburger Hafencity: Zwischen Oberhafen und neuem Lohsepark übt ein Drohnenbesitzer vor dem FilmFabrique Co-Working mit seiner neuen, ultrakompakten Drohne "DJI Mavic". Es ist der Auftakt zu einer faszinierenden Reise in die Welt der bewegten Bilder, die Welt des 37-jährigen Filmemachers und Visionärs Nicolas - jenes jungen Unternehmers, der kurz zuvor auf der großen Bühne vor Deutschlands Luft-und Raumfahrtelite die Zukunft präsentiert.


Die Küche im FilmFabrique-Coworking am Oberhafen.
Foto: HANSEVALLEY
Die Alte Bahnmeisterei im Oberhafenquartier - zwischen Vergangenheit und neuer Hafencity: Hier im 2. Stock ticken die Uhren anders. Die FilmFabrique ist das Zuhause für Filmemacher und ihre Projekte. In der Küche ein Regal mit alten Kameras, Filmrollen und Projektoren. Auf dem Klo historische Filmplakate - King Kong darf nicht fehlen. 

Mitten in der kreativen Büroetage: die Schreibtische der Hamburger Produktionsfirma Spice VR. Der Name täuscht ein wenig: Es geht um 360-Grad-Filme - z. B. für Werbung im Tourismus - und was man daraus machen kann.

Nicolas ist der Kopf, das Herz und der Macher hinter dem 8-köpfigen Kernteam. Anfang 2015 gründet er seine Produktionsfirma, entgeht beim Startups@Reeperbahn-Pitch im vergangenen September wegen technischer Pannen nur knapp einem Schiffbruch - kann Anfang diesen Jahres mit voller Förderung des IFB-Innovationsprogramms "InnoRampUp" voll durchstarten. Es ist die Geschichte eines Reisenden und seiner Bilder, die Geschichte eines Visionärs und seiner Drohnen. Ein Blick zurück:

Studium oder Weltreise? Aus 5 Monaten werden fast 10 Jahre.


Co-Founder und kreativer Kopf: Nicolas Chibac
Foto: Kevin McElvaney
2002 steht der Flensburger an einer entscheidenden Wegmarke: Filmregie studieren oder eine Weltreise machen. Er hat sich in Berlin und München beworben - und zieht hinaus in die Welt. 5 Wochen sollten es werden, 5 Monate sind es am Schluss. 2 Weltreisen unternimmt er als Fotograf und Werbefilmer, ist bis zu 6 Monate unterwegs - vornehmlich im Tourismus. Er macht 360-Grad-Fotos für Hotelketten, dreht Werbeclips. Immer wieder muss er für Projekte eigene Technik entwickeln. Am Anfang gibt es weder 360-Grad-YouTube-Videos noch VR-Brillen.

2010 startet im 5-Sterne-Ressort "Relais & Chateau" auf Bali seine erste Drohne zum Werbeflug. Doch der hoffnungsvolle Auftakt endet im Pool: Totalschaden für Drohne und Kamera - 6.000,- € versenkt. Der weit blickende Werbefilmer lässt sich nicht abschrecken. Mit dem Einsatz von Drohnen sieht er komplett neue Möglichkeiten - und eine Alternative zu teuren Hubschrauberflügen. 2014 bekommt er den Auftrag für seinen ersten Werbefilm in 360° für den Mobifunkprovider MTV Mobile Sunrise. Ein Jahr später darf er ein 360-Grad-Musikvideo für Warner Music mit Robin Schulz drehen. 

Die Zukunft virtueller, begehbarer Räume: Da geht noch mehr!

Im gleichen Jahr startet ein faszinierendes Projekt mit 360 Grad-Aufnahmen und anschließender Virtualisierung: Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Berlin Partner, der Berliner Universitätsklinik Charité, dem Netzwerkhersteller Cisco und dem Busbetreiber DB Regio erschafft Nicolas für die internationale Technologiekonferenz "Cisco Live" ein begehbares 3D-Modell des Impfmobils "Medibus". Am Nachmittag der "StartupNight" präsentieren die Partner vor 5.000 Zuschauern die Zukunft von virtuellen, begehbaren Räumen. Dem heimlichen Techi wird klar: Da geht noch mehr!


Die 360-Grad-Filmdrohne "Spherie"
Foto: HANSEVALLEY
Jetzt startet der Autodidakt die nächste Stufe seiner persönlichen Reise um die Welt. Im Mittelpunkt der Präsentation bei der Berliner StartupNight: "Spherie" - eine 360-Grad-Drohne. Wieder geht es ums Filmen, wieder geht es um 360°-Aufnahmen - allerdings mit einer ausgereiften Drohnentechnologie und ganz neuen Möglichkeiten. Jetzt sind 360-Grad-Filme ohne störende Kamera, Halterung und Drohne im Bild möglich. 

Die 360-VR-Drohne "Spherie"

Die Idee hinter der Kameradrohne: "Mit "Spherie" kann man die ganze Welt einscannen, um sie VR-fähig zu machen", erzählt der Wahl-Hamburger mit lechtenden Augen in der gemütlichen Wohnküche der FilmFabrique. Mit der Drohne sollen Räume in Zukunft fast automatisch abgescannt und aufgenommen werden. Aus den per Photogrammetrie aufgenommenen Bildern wird per Software ein fotorealistisches 3D-Modell - und daraus ein interaktiv begehbares Umfeld. Jeder Raum kann gescannt und anschließend virtualisierst werden.

1 1/2 Jahre dauert die Entwicklung, ein Sideprojekt, finanziert aus den Filmaufträgen. Fast 80.000,- € sind bis heute in die Zukunftstechnologie geflossen - u. a. in Prototypen, Kameratechnik und juristische Unterstützung. Die Erfindung ist zum Patent angemeldet. Das deutsche Patent- und Markenamt hat "Spherie" als patentfähig eingestuft. Konnten bislang nur grafische Abbildungen in 2D optimiert werden, können jetzt Räume in 3 Dimensionen erkannt, gescannt und virtualisiert werden - und das zunehmend automatisch, schnell und detailgenau.




Next Steps: "Digital Twins" und Virtuelle Reisen

Die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt. Schon heute zeigt "Google Tango", in welche Richtung es geht: Zuerst misst man seine Räume aus. Anschließend gestaltet man sie mit neuen Möbeln. Ein B2B-Szenario: Digitale Kopien von Schiffen oder Ölplattformen - für Sicherheitsschulungen und Einsatzoptimierung. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt: Erlebnisse von Urlaubsreisen virtualisieren, wie die Elphi, um Reiseziele zu entdecken. Desto besser die Technik, desto mehr wird das virtuelle Erlebnisse eine eigene Dimension.

Einer, der dabei vorn mitspielen könnte, ist der britische Unternehmer und Ballonfahrer Sir Richard Branson, Nach Virgin Airlines und Virgin Galactic könnte er mit Drohnen-Projekten der Zukunft auf die Sprünge helfen. Seit 2014 ist es ein Top-Thema auf Virgin.com. Im Rahmen der diesjährigen "Extreme Tech Challenge" auf Necker Island pitchen allein drei Startups mit Drohnen. Außerdem werden 6 Drohnen-Teams eingeladen, außerhalb der Wertung Necker Island auf den Britischen Jungferninseln abzufliegen. Mit dabei: Nicolas mit "Spherie" - und Richard Branson ist begeistert. 



Und wie geht es weiter? Schauen wir auf das Holodeck des Raumschiffs Enterprise. Dort können Besatzungsmitglieder durch virtuelle Räume laufen, Missionen trainieren und Sport treiben. Die Idee: Das Darstellen ganzer Welten. Der virtuelle Freizeitpark "The Void" zeigt den Weg - noch mit Brillen. Der nächste Schritt: die digitale Darstellung von Materie. Die Technologie dahinter: das Erzeugen elektromagnetischer Felder durch Überlagerung mehrerer Ultraschallwellen. Das Ziel: haptische Gefühle ohne einen Handschuh. Ein US-Startup arbeitet bereits daran.

Vor 15 Jahren entschied sich der damals 22-jährige Jungfotograf und Werbefilmer Nicolas Chibac, die Welt zu entdecken. Heute ist er dabei, mit "Spherie" die ganze Welt zu scannen. Zum Abschluss des spannenden Ausflugs gibt er uns mit auf den Weg: "Reisen ist wichtig, um Perspektiven wechseln zu können und Empathie entwickeln zu können." Noch kann VR das Reale nicht ersetzen. Künftig könnten Reisen in die virtuelle Welt auch dafür sorgen, dass uns das Reale im täglichen Leben wieder bewusster wird. Das wäre ein interessantes Reiseziel.

 Hamburg Digital Background: 

Die Spherie VR-Drohne:
http://spherie.net/

Die Spice VR 360°-Filme:
www.spicevr.com/


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Samstag, 15. Oktober 2016

HANSESTARTUPS: Startups in Hamburg? “Deutschland hat nicht nur ein Paris.”

HAMBURG DIGITAL REPORT

“Etwas aufzubauen ist nicht, in einem Berliner Hinterhof Kaffee zu trinken.” Die charismatische Gründerin des Berliner Kinder-App-Startups “Fox & Sheep” Verena Pausder spricht den 300 Journalisten und Medienvertretern auf der diesjährigen Medienkonferenz “Scoopcamp” im Hamburger Kehrwieder-Theater aus dem Herzen. Unter dem Titel “Put your heart into it” bringt die westfälische Unternehmertochter und Wahl-Berlinerin ungeliebte Wahrheiten auf den Punkt:


Die gehypte Berliner Gründerszene mit bis zu 3.000 Startups umschreibt sie offen und präzise als “so schnell, mit so viel Geld und so hohen Benchmarks”. Die diesjährige Preisträgerin des Hamburger “Scoop Awards” für Medien-Entrepreneure kritisiert am Berliner Tech-Ökosystem vor allem den “fehlenden Tiefgang”. “Es wird zum Hobby, zu raisen”, pointiert die Erfinderin der “Digitalwerkstatt” für Kinder die Mentalität zahlreicher “Hipsterpreneure” mit der Qualifikation Vollbart und MBA.


Hamburger Startups? businessgetrieben.


Wenn die Berliner Startup-Szene in Teilen eine Bubble ist, wie sieht es dann in der Wirtschaftsmetropole Hamburg aus? Die Auswertung des Hamburger “Startup Monitors” weist aktuell rd. 570 Startups mit ca. 5.400 Beschäftigten aus. Initiatorin Sina Gritzuhn weiß um eine große Vielfalt an der Elbe, von starkem E-Commerce über Games bis zu Fin-Tech, von Media über Fashion bis zu Deep-Tech. Ein großer Unterschied: Hamburger Startups sind wesentlich “businessgetriebener”.


Hamburg - die starke Wirtschaftsmetropole im Norden.
Foto: mediaserver.hamburg.de / Andreas Vallbracht
“Hamburg ist ein sehr teurer Standort. Es ist teuer, hier zu leben. Mitarbeiter sind teuer und knapp”, so die Geschäftsführerin von “Hamburg Startups”. “Wer hier gründet, muss ein Geschäftsmodell haben, sonst hält er es nicht lange durch.” Zugleich ist Hamburg ein präferierter Standort für erwachsene Gründer, die hier mit ihren Familien leben wollen, weiß die Netzwerkerin. Sie haben Hamburg wegen der Lebensqualität gewählt.


Hamburg: VC-Meetings mitten aufm Kiez.


Ein alljährliches Highlight der Hamburger Startup-Szene ist der von “Hamburg Startups” organisierte Pitch-Contest “Startups@Reeperbahn”. Mehr als 120 Bewerbungen aus ganz Deutschland machen den Contest mit VC-Meetings im Rotlicht-Ambiente und Blind Dates mit Mentoren zu einem bedeutenden Startup-Event - neben weiteren Formaten der privaten Initiative, wie der “Startup Monitor”, der jetzt auch in Baden-Württemberg erhoben wird.


Vor gut einer Woche pitchten die 5 Finalisten bei “Startups@Reeperbahn” zum 4. Mal vor einer internationalen Jury sowie vor mehr als 300 Gründern, Investoren und Corporates um den 100.000,- €-Mediapreis. Gewinner wurde das Cloud-Tech-Startup “Baqend” mit einer Lösung zur Beschleunigung von Webseiten und Apps. 5 Jahre forschte das 4-köpfige Gründerteam an der Universität Hamburg daran, Internetinhalte bis zu 2,5 mal schneller aufzurufen.


Schulterschluss mit der Old Economy.


Mit “Baqend” hat ein für Spiele-Entwickler, E-Commerce-Anbieter, Digital-Agenturen und Software-Firmen interessantes B2B-Startup gewonnen - gegen eine 360-Grad-Drohne, eine Gitarren-Lern-App, eine Echtzeit-Pferde-Überwachung und eine Sport-Sponsoring-Agentur. Die Wahl ist eine typisch Hamburger Entscheidung, deren Startup-Szene laut Mathias Jäger - Chefredakteur der Hamburger “Gründerfreunde” - seit gut 3 Jahren stetig wächst.


“Baqend” ist mit dem B2B-Fokus ein gutes Beispiel für Hamburg. Verena Pausder rät der Szene explizit den “Schulterschluss mit der Old Economy”. Mit Asklepios, Comdirect, der Hamburger Sparkasse, Lufthansa Technik, dem Universitätsklinikum Eppendorf sowie neuen Food-Inkubatoren sind eine Reihe großer Tanker bereits auf Kurs. Doch die Programme sind nicht allein erfolgversprechend, weiß Mathias Jäger. Sina Gritzuhn ergänzt, dass “noch zur Debatte steht, ob alles so gut ist”.


Tor zur Welt - aber noch ein bisschen zu.


May-Lena Bork - Leiterin des vom Senat und dem Verein “Hamburg@Work” getragenen Medienclusters “Next Media” und der Gründerinitiative “Start Hub” - sieht eine Reihe von Branchen bereits gut aufgestellt, z. B. die Medien, die Luftfahrt-, Hafen- und Logistikbranche sowie den E-Commerce. Besonders aktiv sind die von der Digitalisierung betroffenen Verlage in der Mediencity. Mit dem “Next Media Accelerator” von Dpa und Partnern sowie dem “Greenhouse Innovation Lab” von Gruner + Jahr gibt es gleich 2 Medien-Hubs.

Startup-Beratung von NextMedia.Hamburg im Betahaus
Foto: mediaserver.hamburg.de / C. O. Bruch
Einen interessanten Ansatz hat der Verein “12min.me” entwickelt: Zusammen mit Partnern veranstaltet die vom Entrepreneur Oliver Rößling initiierte Reihe Fokus-Treffen zu Fin-Tech, IoT, Law, Life Sciene, Mobility, Touristik, Internationalisierung und einen Startup-Slam mit bis zu 500 Besuchern. 10.000 Mitglieder zählt die - mit 13 Themen in 8 Städten aktive Initiative - in ihren Meetup-Gruppen, 3.300 allein in Hamburg. Trotz des Erfolgs sieht der 34-jährige Unternehmer noch einiges zu tun: “Hamburg ist das Tor der Welt - aber leider noch ein bisschen zu.”


An Facebook oder Google verkaufen.


Zu den größten Hindernissen für Hamburger Startups zählt die Finanzierung. An der Elbe fehlen sowohl engagierte Angels als auch Seed-VCs. Für Karsten Schwaiger - im Medien-Amt der Hamburger Senatskanzlei zuständig für die Entwicklung der Tech-Szene - ist es nicht ganz leicht, Fonds für die Hansestadt zu interessieren. Auch die heimische Kaufmannschaft hat die Chancen noch nicht allumfassend erkannt, bestätigt Nadja Zimmermann von der Handelskammer, obwohl viel Geld in der Stadt ist.


Beim “Scoopcamp” pitchten 3 junge Teams um den Sieg des 48-Stunden-Hackathons. Im Mittelpunkt der - von Klaus Weinmeier, Co-Founder von derStandart.at und Meinolf Ellers, Chief Digital Officer der Dpa - begleiteten Ideen: Künstliche Intelligenz für Medien-Bots - als mobile Suche und Argumentationshilfe. Lennart Kurzner, Student an der Hamburg Media School, brachte die Finanzierungsthematik auf den Punkt. Als Monitarisierungsmöglichkeiten sieht er vor allem “Stiftungs-Journalismus, an Facebook oder Google verkaufen.”


Noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.


Sina Gritzuhn wird in Sachen Unterstützung noch deutlicher: “Da muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.” Dabei helfen Events, wie “Startups@Reeperbahn” oder “12min.me”. Zugleich gibt es viele Anknüpfungspunkte, mit der Wirtschaft zu kooperieren, z. B. bei der 1. Fintech-Week des Finletters im Hamburger Betahaus - inkl. des für Hamburg bedeutenden Schwerpunkts Insure-Tech. Nicht zu vergessen: in Hamburg sitzen 10 der umsatzstärksten Firmen Deutschlands, wie Airbus, Beiersdorf, Edeka, Otto oder Tchibo.

Fazit nach 2 Wochen intensiver Recherche vor Ort, 2 erstklassigen Digital-Events und Gesprächen mit allen namhaften Startup-Promotoren in Hamburg: Die Hansestadt hat vor allem eine Chance bei der Digitalisierung ihrer starken Wirtschaft - wenn diese bereit ist, zu investieren und in guter Kaufmannstradition neuem Geschäft eine Chance gibt. Für Hamburger Startups gibt es eine Chance, meint auch Kennerin Verena Pausder, denn: “Deutschland hat nicht nur ein Paris.”


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