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Donnerstag, 18. April 2019

HANSEPERSONALITY Tobias Lücke: Als Metropole sollten wir Vorreiter sein.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW


Tobias Lücke, Leiter Digitaler Vertrieb der Haspa und GF Haspa Next
Foto: Haspa

Über Ostern stellt die Hamburger Sparkasse ihre IT-Landschaft auf die bundesweit einheitliche Software-Welt der Finanz-IT um. An diesem Wochenende können Kunden der Haspa mit ihrer Girocard nur eingeschränkt in Geschäften und im Internet einkaufen gehen und Geld abheben. Ab Dienstag will die Haspa mit "OS Plus" und den bundesweiten Services der Sparkassen ihre Digitalisierung noch stärker forcieren.

HANSEVALLEY begleitet seit 2017 die digitalen Aktivitäten der größten deutschen Sparkasse - von "Haspa Next" inkl. "Heute in Hamburg" über die Plattformen "Aino" und "Kiekmo" bis zu den neuen Nachbarschaftsfilialen an Alster und Elbe. Digital-Manager Tobias Lücke ist unser HANSEPERSONALITY mit Insides zur großen IT-Umstellung bei der Hamburger Sparkasse:

Lieber Tobias Lücke: Ihre Website zur Umstellung der Sparkassen-Software heißt "Haspa Digitale Zukunft". Ist diese Botschaft im Zusammenhang mit der Umstellung einer zentralen Bankensoftware nicht ein wenig hoch gegriffen? Schließlich ist die Haspa eine klassische Bank mit nach wie vor rd. 130 Filialen. In wiefern hat der Umstieg etwas mit Ihrer digitalen Zukunft zu tun?


Unser Anspruch ist es, die persönlichste Multikanalbank in Hamburg zu werden, unseren Kunden also das Beste aus beiden Welten zu bieten. Deshalb treibt die Haspa auch das mit 200 Mio. Euro größte Investitionsprogramm in ihrer Geschichte in die Nachbarschaftsfilialen, Digitalisierung und IT weiter voran. 

Aber natürlich sind wir mit der Umstellung nicht fertig. Vielmehr bündeln wir die Kraft im Sparkassen-Verbund. Allein über die Finanz Informatik investieren die Sparkassen pro Jahr 300 Mio. Euro in innovative Services und den Ausbau digitaler Angebote. Davon profitieren dann natürlich unsere Privat- und Firmenkunden zukünftig unmittelbar.

An diesem Wochenende stellen Sie die Konten von 1,6 Mio. Kunden um, tauschen Ihr Online-Banking gegen das bundesweit einheitliche Sparkassen-Banking aus und lösen Ihre bisherige SAP-Bankensoftware gegen die Sparkassen-IT "OS Plus" ab. Wie umfangreich ist solch eine zentrale Software-Ablösung bei 500 Mio. Daten, die 560 Mitarbeiter migrieren?

Sehr umfangreich. Deshalb haben wir uns auf die Umstellung auch äußerst intensiv vorbereitet. Die Entscheidung zum Wechsel erfolgte nach umfassenden Analysen bereits im November 2016. Im Vorfeld haben wir bereits ausführliche Tests durchgeführt und im Rahmen von use labs und Marktforschung Kunden befragt. 

Zudem haben wir mehrfach unter realen Bedingungen die Umstellung auf die neuen Systeme erprobt und unsere Mitarbeiter intensiv geschult. Zusammen mit der Finanz Informatik arbeiten in der Spitze bis zu 1.000 Mitarbeiter daran, dass die Umstellung gut klappt. Und das in 40 Teilprojekten – vom Zahlungsverkehr bis zur Kundenkommunikation.


Tobias Lücke bei Vorstellung der Haspa-App-Entwicklung
Foto: HANSEVALLEY

Die 5.000 Mitarbeiter der Haspa arbeiten seit 2011 mit der SAP-Bankensoftware - u. a. 
in den rd. 130 Filialen. Warum hat ihr Vorstand im November 2016 die Entscheidung getroffen, mit einem Aufwand von 145 Mio. € auf die in der Sparkassen-Welt durchaus diskutierte Kernbank-Software "OS Plus" zu wechseln? Hätten Sie nicht weiter mit SAP gut arbeiten können?

SAP hat uns eine hohe Flexibilität, Freiheit in der Produkt- und Prozessgestaltung sowie eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit geboten. Das konnte die Finanz Informatik damals für uns so noch nicht leisten. Seitdem hat sich aber viel verändert. Acht Jahre sind vor dem Hintergrund der beschleunigten Entwicklungszyklen in der Informationstechnologie eine sehr lange Zeit. 

Heute bietet die FinanzIT eine auf einer modernen Architektur basierende, zukunftsfähige Gesamtbanklösung. Prozesse können inzwischen stärker digitalisiert werden und die Multikanalfähigkeit wurde stark ausgebaut. Wir können Lösungen übernehmen und müssen diese nicht selbst entwickeln. Das gibt uns die Möglichkeit, Kosten mit anderen Sparkassen zu teilen. Eigene Ressourcen können wir stärker für die Entwicklung zusätzlicher Angebote einsetzen, zum Nutzen unserer Kunden. 

Andere Banken werben mit kostenlosen Girokonten (Commerzbank), Apple Pay-Nutzung (Deutsche Bank) oder RFID-Bezahlband beim HSV-Stadionbesuch (Comdirekt). Mit welchen Services kann die Hamburger Sparkasse bestehende und neue Kunden begeistern, nicht zu einer Online- oder Mobile Bank zu wechseln, wie N26 & Co.?

Wir bieten unseren Kunden das umfassendste Gesamtangebot mit einer konkurrenzlosen Infrastruktur aus Filialen und Geldautomaten, individuellen Beratungsleistungen sowie Online- und Mobile-Services. Dazu kommt ein breites Leistungsspektrum außerhalb des klassischen Bankgeschäfts: Wir vernetzen die Menschen z.B. über unsere Nachbarschaftsfilialen, verfügen über das erfolgreiche HaspaJoker-Programm sowie Hamburg- und Freizeit-Communities. 

Im März 2017 haben Sie das Redaktionsteam von "Heute in Hamburg" für die "Aino"-App ins Digital-Lab "Haspa Next" geholt, Anfang vergangenen Jahres war der "Kiekmo"-Schließfachservice im Testlauf. Butter bei die Fische: Wie haben sich Ihre noch jungen App-Plattformen entwickelt? Welche Angebote werden besonders gern genutzt - und was dürfen wir in der Zukunft erwarten?

Beide Angebote liegen voll im Plan und gehören zu den reichweitenstärksten Regional-Apps Deutschlands. AINO hat sich inhaltlich breiter aufgestellt und bedient neben Freizeit-Tipps auch Ratgeber- und Karrierethemen. Kiekmo deckt mittlerweile ganz Hamburg ab, öffnet seine Gratis-Schließfächer verstärkt für Drittanbieter wie Frischepost und intensiviert seine Aktivitäten rund um das Thema Nachbarschaft.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Die Haspa engagiert sich u. a. mit dem Startup-Center und dem Gründerpreis für Jungunternehmen in Hamburg. Als Direktor Digital Services setzen Sie mit den digitalen Plattformen Aino und Kiekmo neue Akzente. Hand aufs Herz: Wo läuft die Digitalisierung in Hamburg aus Ihrer Sicht bereits sehr erfolgreich und wo wünschen Sie sich etwas mehr Schwung?

In Sachen Digitalisierung liegt Hamburg im guten Mittelfeld. Als Metropole sollten wir aber Vorreiter sein. Insgesamt kann man festhalten, dass an allen Themen mit Hochdruck gearbeitet wird und es immer wieder gelingt, nationale Akzente zu setzen, zum Beispiel im Bereich Smart Port, VR oder 3D-Druck. Beim öffentlichen W-LAN müssen noch Lücken geschlossen werden. Die Haspa-Filialen werden schon bald flächendeckend ihren Teil dazu beitragen.


*  *  *

Vielen Dank für die aktuellen Infos!
Das Interview führte Thomas Keup.


 Hamburg Digital Background: 

HANSERANKING: Das sind die digitalen Banken Hamburgs 2018
https://hv.hansevalley.de/2018/10/hanseranking-hamburgs-digitale-banken-gewinner.html

HANSEBANKING: Osterstraße 4.0 - eine Bank für Menschen, und ihr Geld.
http://hv.hansevalley.de/2018/02/hansebanking-haspa-filiale40.html


HANSECITYLIFE: Haspa-Schließfächer für reisende Journalisten: Kiekmo - dat geiht!
http://hv.hansevalley.de/2018/01/hansecitylife-kiekmo-schliefacher.html

HANSETECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: die YOMO-App.
http://hv.hansevalley.de/2017/12/hansetechtest-yomo-haspa.html


HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.
http://hv.hansevalley.de/2017/06/hansefuture-aino-app.html


HANSEPERSONALITY Dr. Harald Vogelsang: 
Digitale Agenda, Investitionen und Bildungsoffensive für Hamburg 4.0
http://hv.hansevalley.de/2017/03/hanspersonality-dr-harald-vogelsang.html


HANSESTARTUPS: "Next" Chance für "Heute in Hamburg".
http://hv.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html

Sonntag, 25. Februar 2018

HANSEVISION: Gut für die Haspa. Gut für Hamburg.

HAMBURG DIGITAL VISION

Am vergangenen Mittwoch lud die Hamburger Sparkasse zur Bilanzpressekonferenz in ihre frisch aufgemöbelte Zukunftsfiliale an die Osterstraße ein. Eine Woche zuvor hatte ich die Gelegenheit, die "Osterstraße 4.0" persönlich kennenzulernen und mir das Konzept der Nachbarschaftsfiliale in Eimsbüttel vorstellen zu lassen. Bei genauem Hinsehen kommt bei der Haspa jetzt zusammen, was zusammengehört, mit dem - hamburgisch bescheiden - persönlichsten Multikanalbanking aller Zeiten.

Vor einem Jahr gab Haspa-Chef Harald Vogelsang den größten, sichtbaren Teil der Veränderungen bei Deutschlands Sparkasse Nr. 1 auf Gut Witzhave bekannt, ließ eine Woche später mit der Integration von "Heute in Hamburg" in die Digitaltochter "Haspa Next" durchschimmern, wohin die Reise geht. 12 Monate später wird deutlich: hier baut sich ein 43 Mrd. € schwerer "Mega-Frachter" mit 130 "Filial-Containern", 5.000 Mann Besatzung und einer Handvoll "digitaler Schlepper" bei voller Fahrt gerade selbst um. Eine Hamburg Digital Vision:


AR-Brille statt Kaffeesatz: Immer wieder spannend.
Foto: Absolute Software
Voller Freude über eine exklusive Meldung verkündete das bekannt-dynamische Abendblatt am Donnerstag seinen treuen Abonnenten: 'Haspa-Berater verraten ihre Hobbies'. Was für die Kollegen eine Schlagzeile und der Aufmacher gleich in 2 Artikeln wert war, ist bei genauerem Hinsehen nur ein kleiner Baustein der größten deutschen Sparkasse auf dem Weg in die Zukunft: mit der Nachbarschaftsfiliale 4.0, dem digitalen Beraterfinder, der Nachbarschafts-App "Kiekmo", der jungen Freizeit-App "Aino", der Kundenbindungs-App "Joker" und der Digital-Tochter "Haspa Next" - schräg gegenüber der Abendblatt-Redaktion.

Nach einem spannenden Interview im Kontorhaus "Börsenburg", dem Live-Test der Kundenschließfächer an der Ottenser Landstraße, einem Hintergrundgespräch mit Haspa-Digitalchef Tobias Lücke, der Vor Ort-Recherche in der Nachbarschaftsfiliale an der Osterstraße und aktuellen Nachrichtenmeldungen zu "Aino", "Kiekmo" inkl. Lieferdienst sowie der "Filiale 4.0" beginne ich zu verstehen, warum Haspa-Chef Harald Vogelsang zufrieden lächelt, wenn er in dunkelblauen Chinos das versammelte Presse-Corps stolz durch seine neue Flaggschiff-Filiale führt. 

Die "Yomo"-App: Beerdigung 1. Klasse aus Hamburg

In 3 Jahren sieht die Haspa komplett anders aus, als heute: Dann werden auch Harald Vogelsangs Vorstandskollegen am Morgen der Bilanzpressekonferenz keine Tränen mehr in den Augen haben, zu ihren Anzügen keine Krawatte mehr tragen zu müssen. Schon heute geht man an der Osterstraße zum Lachen nicht mehr in den Keller, hat der Eimsbütteler Filialleiter Andreas Emme zusammen mit rd. 130 Leitungskollegen vor 1,5 Jahren mit Business Cashual den Schritt zum Banking auf Augenhöhe eingeleitet. Genau das setzt der Beraterfinder fort, wenn er Kunden die Chance gibt selbst zu entscheiden, mit wem man über sein Geld sprechen will. Begonnen hat das 2015 mit der Persönlichkeits-Offensive "Meine Bank heißt".

Und wo geht die "Next" Generation hin, um im Hamburger Wording von Acceleratoren, Corporate Startups und Medienkampagne zu bleiben? Mit FAZ, Handelsblatt und Manager Magazin bekam die Crème de la Crème des deutschen Qualitätsjournalismus in dieser Woche Schnappatmung bei der Meldung des "Finanz-Szene"-Blogs, die Haspa verschiebe den Launch des jungen "Yomo"-Kontos auf 2019 - auf die Zeit nach der Migration des Kernbanksystems. Der HANSETECHTEST von "Yomo" Anfang Dezember vergangenen Jahres zeigte bereits: Einen toten Gaul sollte man nicht um jeden Preis weiter reiten. Womit das Thema "Beerdigung 1. Klasse" für uns abgeschlossen ist.

"Aino" als Basis für das junge Haspa-Digitalmodell


Weiss, was er tut: Haspa-Chef Vogelsang.
Foto: HANSEVALLEY
Auch bei jungen Kunden ist die Haspa weiter, als es das Stochern der publizistischen Edelfedern im Heuhaufen vermuten lässt. Mit "Joker intro" und "Joker unicus" hat die Bank junge Konten, die zwar Geld kosten, mit gratis Handy-Versicherung, Rabatten auf Handyverträge und -reparaturen, Kino- und Konzerttickets, Café- und Restaurantbesuche sowie auf Stadträder sowie mit einer internationalen Studentenrabattkarte aber vieles haben, was man brauchen kann. Sollte die "S-Banking"-App aus der "Yomo"-Schmiede Starfinanz 2019 nicht mehr das Goldene vom Ei sein, könnten die Hamburger mit der Frankfurter Sparkasse kooperieren und die "1822 mobile"-App übernehmen. Nur so eine Idee.

Mit der Freizeit-Anwendung "Aino" baut die Haspa zudem ein mächtiges Tool für die Ansprache und Bindung junger Nutzer zwischen 18 und 30 Jahren auf. Mit 220.000 Facebook-Fans der "Heute in Hamburg"-Community, 150.000 Downloads und 50.000 aktiven Nutzern im Monat hat "Aino" in den vergangenen 9 Monaten eine starke Basis für ein neues Digitalgeschäft aufgebaut. Laut Haspa-Chef Harald Vogelsang soll der Service mit aktuell 40 Rabatt- und Serviceangeboten schon bald - hamburgisch bescheiden - kostendeckend arbeiten. Verknüpft man die jungen Mehrwert-Konten mit der jungen Freitzeit-App würde ein "Next Joker" entstehen ... können.

Junge Kunden bei "Next Haspa" + "Next Joker"

Der Blick auf die Seite der Innovationstochter und Digitalgarage "Haspa Next" zeigt, worauf man sich konzentriert: junge Zielgruppen, redaktionelle Inhalte, neue Geschäftsmodelle, attraktive Vermarktung, höchste Usibility und mobile Services auf Android und iOS. Alles, was "Yomo" leider nie hatte. Da "Haspa Next"- und Digital-Chef Tobias Lücke direkt an Harald Vogelsang berichtet - und dieser auch gern mal persönlich vorbeischaut -, ist die Gefahr gering, dass Bedenkenträger aus den Untiefen der 190 Jahre alten Sparkasse zu sehr dabei stören, den "Mega-Frachter" mit seinen digitalen Schleppern neu auszurichten.

Stellt sich die Frage, wie eine "Next Haspa" mit "Next Joker" aussehen könnte. Ich skizziere die neue Welt unter folgenden Premissen: 1. Die quietschbunte "Yomo"-Fast-schon-so-gut-wie-Banking-App ruht im Sparkassen Innovations-Hub in Hammerbrook in Frieden. 2. Die Berliner Startupbank "N26" kann die Haspa mit gut 1,4 Mio. Privatkunden in Hamburg und der Region leider nicht vom Sockel schubsen. 3. Hamburg kauft auch weiterhin in Hamburg, wie wir es gelernt haben. 4. Lebensmittel und Weinflaschen lassen trotz intensivster Bemühungen von "Haspa Next" leider noch nicht beamen. Aber Spaß beiseite.

Wertschöpfung 4.0: Finden, Kaufen & Bezahlen

Denkt im Traum nicht daran, N26 Kunden zu schenken.
Foto: HANSENVALLEY
Als "Next Haspa"-Kunde mit "Next Joker" bekomme ich über die Hamburger Community-App "Aino" einen "fetten Deal". Als Berliner "N26"-Kunde könnte ich über den Affiliate-Link beim Haspa-Geschäftspartner ein paar Prozente absahnen. Als "Next Haspa"-User wird das ganze richtig interessant: Über "Aino" bekomme ich einen "Next Joker" als Gutschein-Code oder buche das Ganze gleich in der App - inkl. Abbuchung vom Konto. Denn Zahlungsverkehr kann man ja am Adolphsplatz - ob mit "Paydirekt" oder einem beliebterereren Service .... Den Rest macht Versandpartner Hermes bis zur Haustür oder - weil günstiger - der lokale Händler direkt ins "Kiekmo"-Schließfach.

Schon freut sich ein glücklicher Haspa-Geschäftskunde einem glücklichen Haspa-Privatkunden per "Next Joker" Produkte zum Glücklichsein verkauft zu haben, promotet über die Marketing-Plattform "Aino", provisioniert über das junge Mehrwert-Programm "Next Joker", abgebucht über das pfiffige "Next Haspa"-Konto und abgerechnet über den Zahlungsverkehr der Hamburger Sparkasse. Das ist dann eine neue Wertschöpfungskette, mit Geschäfts- und Privatkunden als Plattformpartner, der Hamburger Sparkasse als vertrauensvollem Vermittler und einem lukrativen Geschäftsmodell - von Affiliate-Marketing bis zum Schließfach-Service. Gut für Hamburg - und die Haspa.

Next: Promotion, Provisionen, Plattformpartner

Angenommen, die Haspa baut ihre Marktposition mit "allem außer Banking" so aus, dann entstunde eine lokale Vermittlungs- und Vermarktungsplattform. Wie wahrscheinlich ist das? Nun: Jeder in Hamburg kennt die Haspa, die Meisten nutzen sie privat oder geschäftlich, sie ist auch 2018 mit knapp 130 Filialen weiterhin fast überall. Die Schließfächer werden nach Testlauf in den westlichen Bezirken jetzt in den östlichen Bezirken und an zentralen Punkten aufgestellt. Erste Haspa-Geschäftspartner testen bereits den Multikanal-Vertrieb von Gutscheinen bis Schließfachservice. Ok, und die Haspa-Strategie?

Die klassische Digitalstrategie nicht nur Hamburger Unternehmen umfasst im Kern drei Schritte: 1. Digitalisierung der Geschäftsprozesse: Mit "OSPlus" modernisiert die Haspa ihr Kernbanksystem und macht sich in den kommenden 1,5 Jahren zukunftsfähig. 2. Digitalisierung der Kundenbeziehung: Mit "Joker"-App, "Kiekmo"-App und junger "Aino"-App ist dieser Schritt aktuell in der Umsetzung. Kommen wir zu 3. Digitalisierung des Geschäfsmodells: Da Banking bereits digital ist, macht es Sinn, über alles nachzudenken, was rund um die Bank stattfindet. Und damit sind wir bei Promotion, Provisionen und Plattformpartner. Passt.

*  *  *

 Hamburg Digital Background: 

HANSEBANKING: Osterstraße 4.0 - eine Bank für Menschen, und ihr Geld.
http://hh.hansevalley.de/2018/02/hansebanking-haspa-filiale40.html

HANSECITYLIFE: Haspa-Schließfächer für reisende Journalisten: Kiekmo - dat geiht!
http://hh.hansevalley.de/2018/01/hansecitylife-kiekmo-schliefacher.html

HANSETECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: die YOMO-App.
http://hh.hansevalley.de/2017/12/hansetechtest-yomo-haspa.html

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.
http://hh.hansevalley.de/2017/06/hansefuture-aino-app.html

HANSEPERSONALITY Dr. Harald Vogelsang: 
Digitale Agenda, Investitionen und Bildungsoffensive für Hamburg 4.0
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hanspersonality-dr-harald-vogelsang.html

HANSESTARTUPS: "Next" Chance für "Heute in Hamburg".
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html

Mittwoch, 3. Januar 2018

HANSECITYLIFE: Haspa-Schließfächer für reisende Journalisten: Kiekmo - dat geiht!

Wer verprasst in Hamburg Steuergelder?
Montag, 8. Januar '18, 10.00 Uhr
www.hanseinvestigation.de

HAMBURG DIGITAL REPORT

Freitag, 29. Dezember '17, der letzte reguläre Arbeitstag des Jahres an Alster und Elbe. Ich fliege mit dem ICE 806 aus Berlin-Südkreuz ein. Es ist ein voll gepackter Tag: Um 12.00 Uhr berichte ich von der Jahresabschlussveranstaltung der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns, anschließend letzte Geschenke einkaufen im Nivea-Haus am Jungfernstieg, auf Mönckeberg- und Spittaler Straße. Schließlich am Abend ein Zug um die Häuser auf dem Kiez.

Wie managt man drei verschiedene Anlässe mit Anzug, Jeans und Party-Outfit - jedoch ohne die Chance, zwischendurch nach Hause zu kommen? Wie erspart man sich, eine schwere Reisetasche von der Altstadt in die Neustadt und von St. Pauli bis nach Altona zu schleppen. Die Antwort für den reisenden Journalisten und Haspa-Kunden lautet "Kiekmo". Ein Hanburg Digital Report aus der Ottenser Hauptstraße:

Hamburg-Altona, 10.45 Uhr, es ist kalt und und es herrscht "feuchte Luft". Ich laufe mit meinem Gepäck durch den hässlichsten Bahnhof in Richtung Ottensen. Auf der Fußgängerzone wenig hektische Hamburger auf dem Weg in die Geschäfte. Die einen decken sich im Mercado-Center mit Silvester-Leckereien ein, die anderen sind mit Weihnachtsgutscheinen auf Schnäppchenjagd. Am anderen Ende wartet eine rote Parkbank im Schaufenster des 1. Stocks auf mich. Nein, es ist kein Möbelladen ...

Kostenlose Schließfächer in ausgewählten Haspa-Filialen.
Foto: Haspa

"Meine Bank" steht in weißen Lettern weit über die Kreuzung im Stadtteil Ottensen sichtbar. Als Hamburger Journalist, Technologie-Nutzer, erwachsenes Spielkind und Haspa-Neukunde interessieren mich an diesem Vormittag aber weniger Geldautomaten und Auszugsdrucker in der 2-stöckigen Sparkassen-Filiale. Mein Adlerauge sucht nach einer rot-grün-weißen Säule mit hell flackerndem Display und einer frechen Möwe im Logo. Die bunte Stahlsäule im Vorraum hört auf den Namen "Kiekmo" und funktioniert mit einer App auf meinem Handy.

"Kiekmo"-Livetest: Praxistest ohne zweite Chance und doppelten Boden.


Passt perfekt auch für Reisetaschen.
Foto: HANSEVALLEY
Auf dem Weg in die Filiale hatte ich die Stadtteil-App für Altona und Eimsbüttel per E-Mail aktiviert. Noch ist "Kiekmo" ein Versuchsballon. In der App gibt es aktuelle Lokalnachrichten für die Stadtteile, redaktionell betreut von den Eimsbütteler Nachrichten und freien Journalisten. Mein spezielles Interesse gilt an diesem Morgen dem Button "Schließfach", denn die Haspa bietet über die Service-App auf Android- und iPhones in 10 ausgewählten Stadtteil-Filialen die kostenlose Nutzung von Schließfächern an. Womit der reisende Journalist sein Ziel erreicht hat.

Ruck-zuck ist meine große blaue Reisetasche verstaut, mit einem Mausklick das 55 cm tiefe, 35 cm
breite und 45 cm hohe Schließfach reserviert. Das kann man schon vorab erledigen. 11 Fächer hat jede Säule in den 10 Haspa-Filialen. Laut App sind die Fächer meist verfügbar, denn den Service gibt es erst seit Juli '17. Oben und unten warten in der Säule die großen Locker für Reisetaschen, Trolleys und die Familieneinkäufe, vergleichbar den Schließfächern auf Hauptbahnhof und am Bus-Port. Dazwischen auf Augenhöhe 5 schmale Schließfächer mit einer Höhe von 25 cm - für die kleine Ablage von Büdel oder Schlüsseln.

 "Kiekmo"-Strategie: Mit frischen Ideen neue Kunden in neue Filialen.

Die Haspa will Kunden wieder in die Filialen locken und bietet dafür einen Service rund um die Uhr - und nicht nur zu regulären Öffnungszeiten zwischen 9.30 und 18.30 Uhr. Die Fächer können jederzeit reserviert und genutzt werden - und das für volle 24 Stunden, also auch abends, nachts und am Wochenende. So kann man seine Sportklamotten nach dem Training im Studio einfach in der Bank seines Vertrauens deponieren und anschließend mit den Freunden feiern gehen. Oder die Wochenend-Einkäufe sicher einschließen und den Abend mit seiner besten Freundin genießen.

Für den Service hat die Haspa die nachts verschlossenen Vorräume in den ausgewählten Filialen per Bankkarte wieder zugänglich gemacht. Dabei muss man für die Nutzung nicht einmal Haspa-Kunde sein, auch wenn ich seit meinem erschütternden "Yomo-Experiment" zum Kundenkreis gehöre. Die Türen öffnen sich mit jeder Girokarte und die Vorräume sind videoüberwacht. So ist sichergestellt, dass weder mit Schließfächern noch den anvertrauten Wertsachen etwas passiert. Für den Fall der Fälle sind die eingeschlossenen Wertsachen sogar bis zu 250,- € versichert. Sollte etwas mit den Automaten nicht klappen, haben die Mitarbeiter*innen in den Filialen den direkten Draht zum "Kiekmo"-Team und kümmern sich um eine Lösung.

"Kiekmo-App-Bedienung: Mit einem Klick ist es sofort erledigt.


Überraschend einfach zu bedienen.
Screenshot: HANSEVALLEY
Überrascht war ich von der einfachen Nutzung der von "Sinner Schrader Swipe" (vormals "Sinner Schrader Mobile") aus Hamburg und Berlin mitentwickelten App. Mit einem Touch reserviere ich das Schließfach. Genauso kann ich mit einem Klick das Fach öffnen, um etwas herauszuholen oder reinzulegen. Und schließlich hört das "Sesam-Öffne-Dich" mit einem Finger auf mich, wenn ich meine sieben Sachen entgültig abholen will, denn mein Fach ist online-vernetzt mit meiner App gekoppelt. Das Öffnen und Schließen klappt übrigens genau smart, wenn ich für jemand anderen etwas deponieren will.

Ob vergessener Kalender einer Haspa-Kundin in der Filiale Ottenser Hauptstraße, ob das Schlüsselbund für die Airbnb-Wochenendgäste - mit dem vierstelligen Zahlencode zu meiner Miete kann ich Kunden, Partnern, Freunden oder Familie den Zugang zum Fach ermöglichen. So wird die Übergabe von Büdel und Schlüsseln zum Kinderspiel und zeitlich im besten Sinne hanseatisch entspannt. In diesem Jahr werden Filialen in weiteren Stadtteilen mit dem cleveren Service ausgestattet, auch wenn der Pressesprecher patout nicht verraten wollte, wo es bald soweit sein wird.

"Kiekmo"-Schließfächer: Für das, was Haspa-Kunden wichtig ist.


Locksafe-Schließfächer in Mekkah.
Foto: LockTec
Die Schließfächer kommen übrigens vom deutschen Hersteller LockTec aus dem bayerischen Weißenbrunn. Der ist mit seinem "Service-Box"-Programm für die Packstationen von DHL zuständig und hat mit den "Kiekmo"-Säulen schwere Stahlschränke mit dicken Bolzen in den Haspa-Filialen auf Basis seiner "Locksafe"-Anlagen aufgestellt und vernetzt. Vergleichbare Schränke stehen übrigens auch an Bahnhöfen in Deutschland und Österreich, im oberösterreichischen Salzbergwerk sowie in den saudi-arabischen Pilgerstätten Mekkah und Medina.

Noch nutzen die meisten Hamburger die "Kiekmo"-App vor allem als lokale Nachrichtenquelle. Immerhin 45.000 Downloads zählt die z. Zt. nur für Eimsbüttel, Altona und Ottensen sinnvoll nutzbare Mobile-App unter Android und iOS. Hinter der Idee steht die Digital-Tochter der Hamburger Sparkasse. "Haspa Next" kümmert sich mit dem integrierten "Heute in Hamburg"-Team also nicht nur um den jungen Chatbot-Service "Aino", sondern auch um die wahrscheinlich pfiffigsten Schließfächer der Stadt. Die mit der frechen Möwe - für reisende Journalisten wie mich.

 Hamburg Digital Background: 

"Kiekmo" Stadtteil-Service
https://kiekmo.hamburg/

"Kiekmo" Schließfach-App
https://kiekmo.hamburg/app 

"Aino" Chatbot-Service
https://getaino.de/

"Heute in Hamburg"-Service
http://heuteinhamburg.de/

Haspa Next GmbH Hamburg
http://haspa-next.de/

 Hamburg Digital Reports: 

HANSTECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: Die Yomo-App:
http://hh.hansevalley.de/2017/12/hansetechtest-yomo-haspa.html

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann:
http://hh.hansevalley.de/2017/06/hansefuture-aino-app.html

HANSEPERSONALITY Dr. Harald Vogelsang:
Digitale Agenda, Investitionen und Bildungsoffensive für Hamburg 4.0: http://hh.hansevalley.de/2017/03/hanspersonality-dr-harald-vogelsang.html

HANSESTARTUPS: "Next" Chance für "Heute in Hamburg":
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html 

Dienstag, 27. Juni 2017

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.

Das Team von "Heute in Hamburg" ist mit fast 180.000 Facebook-Fans eine Institution an Alster und Elbe. Die Banker der Haspa sind mit 1 Mio. Kunden ebenfalls eine Institution in der Freien und Hansestadt. Gemeinsam machen sich Startup und Sparkasse auf dem Weg, die nächste Generation mit relevanten Angeboten und attraktiven Services für sich zu gewinnen. Ein Hamburg Digital Report aus dem Innovation Lab der "Haspa Next" im Hamburger Nikolaiviertel:

Ein verregneter Juni-Tag, an der Großen Johannisstraße Ecke Börsenbrücke, Mittags um halb Eins: Kammerpräses Tobias Bergmann versteckt sich unter seinem Schirm auf dem Weg in die Mittagspause. Hier am Adolphsplatz trifft "neue" auf "alte" Generation, künftiges auf angestammtes Geschäft. Während im Finanz-Center der Haspa über Firmenkredite, Immobilienfinanzierung und Vermögensverwaltung gesprochen wird, entsteht direkt gegenüber im alten Kontorhaus "Börsenburg" die Zukunft.


Das Kontorhaus "Börsenburg" im Nikolaiviertel.
Foto: HANSEVALLEY
Der gläserne Fahrstuhl im ehrwürdigen Treppenhaus von 1908 führt in den 4. Stock, eine moderne Büroetage, 270 qm, das Zuhause der Haspa Next GmbH. An einer Bürotür ein Post-it mit der Aufschrift "Business Lab", auf dem Flur davor Verpackungen von Möbeln und Büroausstattung. An einer Wand aufgereihte Haftnotizen zu Ideen und Strategien. Es ist das Digital Innovation Lab "Haspa Next" der Hamburger Sparkasse - jenem Schwergewicht unter den Kreditinstituten von der anderen Straßenseite.

"Ein geschützter Raum, um den Wandel umsetzen zu können."

In einem Nachbarbüro wird es gerade spannend: Ein Testuser berichtet von seinen Erfahrungen mit der neuen AINO-App, dem ersten Produkt der Banktochter. Vor den Monitoren sitzt das von Team von "Haspa Next" und "Heute in Hamburg"- jenem Startup, dass von der Haspa-Tochter in nur 4 Wochen übernommen wurde und das mit kuratierten Freizeitangeboten für 18- bis 30-Jährige den Kern des neuen "Haspa-WeChats" auf dem Handy ist. 'Alles außer Banking', lautet die Devise, denn Geld abheben und Überweisungen machen kann man gegenüber und via Sparkassen-App von Star Finanz.

Es ist gerade ein paar Wochen her, da stellte das Team um HiH-Gründer Jan Becker und den bisherigen Haspa Next-Programmchef Markus Wienen in der "Erste Liebe Bar" vor mehr als 30 interessierten Journalisten, Bloggern, Influencern und Fans an der Michaelisbrücke den bankeigenen Chat Bot vor. "Das AINO-Tierchen", wie Markus Wienen nicht ohne stolz berichtet, "kann Hamburg". Und das scheint keine Untertreibung zu sein, denn mit fast 60.000 App-Usern im Monat hat der Chat Bot in den letzten Wochen seine Userzahl gegenüber der alten "Heute in Hamburg"-App rund verdoppelt.  

"Wir glauben an ein intelligentes Chat Bot-Backend."


Redaktionssitzung des AINO- und Haspa Next-Teams.
Foto: HANSEVALLEY
Die größten Hamburger Zeitungen wollten bei der Premiere nicht dabei sein. Warum nur? Vielleicht weil sie ahnen, was in der "Börsenburg" entsteht. Noch ist die Technologie nicht soweit, aber künftig sind Chat Bots eine gute Möglichkeit, Content an Nutzer zu bringen. Das fast 20-köpfige Team aus Unternehmern und Business Developern, Backend- und Frontend-Entwicklern, hauseigenen und externen Spezialisten weiss, dass es die User nicht als Versuchskaninchen verprellen darf. Deshalb bietet die App einen geführten Dialog. Künftig sollen Generation Y und Z mit der App individuell ihre Stadt entdecken können.

"Wir bauen ein hyperlokales Produkt auf", erklärt der 28-jährige Chemieingenieur, HiH-Gründer und operative Kopf Jan Becker. 'Wie komme ich von Hamm in die Schanze?', 'Wo sind geile Jogging-Strecken fernab der Alster?' und 'Welchen Food-Truck empfiehlst Du heute Mittag?`Solche und ähnliche Fragen kann AINO in Hamburg künftig beantworten - wie Alexa, Cortana oder Siri für die große, weite Welt. Zwischen 80.000 und 100.000 Nutzer der Zielgruppe kommen jedes Jahr nach Hamburg zum Studieren oder Arbeiten - und gehen auch wieder. Das ist Potenzial nicht nur für Freizeitangebote, wie Danceparties, Theaterpremieren oder Foodevents.

Guter Wunsch als Ziel: "Mach das Beste aus Deiner Zeit"

Ein Blick in die "AINO"-App zeigt, wohin die Reise geht. Neben bekannten Rubriken, wie Events und Locations fallen aktuell die Deals ins Auge. Rd. 20 Angebote sind bereits zu finden, 200 fertig verhandelt und demnächst verfügbar - vor allem lokal, online wie offline. Dazu soll es mehr Themen und Services geben, vergleichbar mit "Heute in Hamburg". Shopping und Mode stehen im Raum, genauso wie Tourismus und Mobilität oder die Karriere. "Wir arbeiten an einem neuen, digitalen Kosmos", pointiert der 39-jährige promovierte Philosoph, UX-Spezialist und corporate-erfahrene Markus Wienen. Das erinnert an "WeChat" aus China und den Klone "Kik" aus Kanada.


Das Technik-Department bei Haspa-Next.
Foto: HANSEVALLEY
Nicht verwunderlich, dass einige Platzhirsche den Braten riechen. Dabei geht es für "AINO" und "Heute in Hamburg" nicht um fette Marketing-Etats. Das Angebot aus der Börsenburg muss sich mittelfristig rechnen und selbst finanzieren, ein Profit-Center mit harten Zielvorgaben für die Bilanz des Mutterhauses ist es heute nicht. Bereits 2017 steht ein namhafter Betrag für Produkt, Entwicklung, Redaktion und Vermarktung zur Verfügung. Es erinnert an die Anfänge von T-Mobile im Sommer 1992 - fernab des Festnetzgeschäfts der Telekom. Immer im Fokus: die junge Zielgruppe zu erreichen und sich mit ihr zu vernetzen.

"Es ist faszinierend, wieviel Freiraum hier möglich ist."

Es gibt keine Akquise von Haspa-Kunden für die AINO-Services. Und deshalb müssen Partner auch keine Kunden der Haspa sein, um mit den Chat Bot-Services zu kooperieren. Der Produktfokus des Next-Teams liegt klar auf Hamburg, auch wenn es Schnittflächen zu Sparkassen-Kunden gibt. Man kann das "AINO-Universum" am ehesten mit Kommunikationsplattformen a la "WeChat" vergleichen. Die Chinesen haben mehr als 750 Mio. Nutzer, mehr als 100 Mio. davon weltweit und bieten auf ihrem Chatsystem zahlreiche Services, wie Freunde finden, Termine buchen, Bestellungen aufgeben, Online shoppen und mit "WeChat Pay" einen eigenen Bezahldienst - u. a. für 300.000 Geschäfte vor Ort. Womit wir bei der Haspa wären.

Als Nächstes will das Team alle Kernkompetenzen ins eigene Haus holen, von der Konzeption über die Softwareentwicklung bis zu Vermarktung. Dabei hat die "dgroup" als Partner mit ihren Entwicklungsressourcen und der Marketingunterstützung keineswegs ausgedient. Denn es werden neue Herausforderungen auf das "AINO-Tierchen" warten - auf dem Weg zu einem neuen Hamburger Angebot mit ganz viel Zukunft und einer neuen Chance für die Hamburger Sparkasse, mit künftigen Kunden relevant in Kontakt zu kommen und dabei Geld zu verdienen.

 Hamburg Digital Background: 

AINO Chatbot-App:
http://heuteinhamburg.de/app-info/

Heute in Hamburg:
www.heuteinhamburg.de

Bericht zur Fusion:
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________



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Mittwoch, 14. Juni 2017

HANSEINNOVATIONS: Ein Chat Bot, der Helmut Schmidt alle Ehre macht.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Luftschiffhallen, Luftbrücke, Lufthansa-Basis: Der Hamburger Flughafen ist Deutschlands ältester Flughafen. Heute ist der Hamburg Airport der Fünftgrößte Deutschlands und das Luftdrehkreuz im Norden: Mehr als 16 Mio. Fluggäste im vergangenen Jahr, rd. 45.000 Passagiere am Tag, ca. 65 Prozent Privatreisende. 130 Ziele verbinden Hamburg mit der Welt, darunter 14 neue Sommerreiseziele.

Neben neuen Airlines und Destinationen ist der Hamburg Airport auch in Sachen Service weit vorn: Im Jahr 2009 führte "HAM" Twitter, ein Jahr später folgt die eigene Facebook-Seite, als erster Airport folgte 2015 ein WhatsApp-Service. In diesem Jahr zündet das Innovationsteam der "Ideenfabrik" vom Hamburg Airport die nächste Stufe - mit einem der ersten Airport-Servicebots in Deutschland. Ein Hamburg Digital Report:


"Digitalvorreiter" Torben Tost
Foto: Hamburg Airport
Torben Tost ist mehr als nur ein PR-Mitarbeiter beim Flughafen Hamburg. Der Titel "Digital Communications" auf seiner Visitenkarte lässt ahnen, dass in dem 34-jährigen Wahl-Hamburger weit mehr steckt. Eingestellt wurde er 2012 als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Durch seine Erfahrungen mit digit
alen Medien seit 2007 - u. a. bei seinem früheren Arbeitgeber Straub & Straub, die Kunden wie Elitepartner betreuten - hat er den Airport Hamburg in den vergangenen Jahren zu einem smarten Airport entwickeln können.

1. Instagram-Nutzer, 1. WhatsApp-Service eines deutschen Airports

Seit 2012 kümmert er sich der zweifache Familienvater um die Facebook-Seite und den Twitter-Kanal für den Flughafen in Fuhlsbüttel. Ein eigener Instagram- und ein YouTube-Channel mit umfassender Videothek folgen im gleichen Jahr. Im Januar 2015 wird es ernst: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in Hamburg und Stuttgart in den Ausstand. An einem kalten Montag-Morgen geht es los: Stundenlange Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen und ausgefallene Flüge sind die Folge.


Flughafen-Servicebot im FB-Messenger
Foto: Hamburg Airport
Die PR-Abteilung kommt auf eine einfache und wirkungsvolle Idee, um die genervten Reisenden zu beruhigen und zu helfen. Sie richtet einen WhatsApp-Streikservice ein. Über eine eigene Handy-Nr. können Passagiere, Angehörige und Abholer auf dem Laufenden bleiben. 1.200 Nutzer melden sich spontan für den Service an, werden von Torben Tost rund um die Uhr auf dem Laufenden gehalten. "Ich war dann 24 Stunden nonstop am Handy", berichtet der gelernte PR-Berater im HANSEVALLEY-Interview.

Ein "cooler Service" gegen erhitzte Gemüter in angespannter Lage

"Das war unsere erste Messenging-Erfahrung", zieht der PR-Profi heute eine rundherum positive Bilanz. Trotz angespannter Situation in den Terminals gibt es keine Beschimpfungen. Die Passagiere honorieren die direkte, persönliche und zudem schnelle Art und Weise zu informieren. Die in insgesamt 5 Listen angelegten WhatsApp-Nutzer "Streik 1-1.200" werden nach dem Ende wieder gelöscht. Im August des gleichen Jahres startet der Flughafen bei den Airport-Days einen neuen WhatsApp-Service: 600 User lassen sich über das Festival am Hamburger Flughafen informieren.

WhatsApp wird zum jederzeit einsatzbereiten Service des Hamburg Airport, insbesondere bei Wintereinbruch und ausgefallenen Flügen. Der Messengerdienst ist der Anfang eines kontinuierlichen Weges, den die Flughafen Hamburg GmbH im Lilienthal-Haus unweit des "Sixt-Towers" beginnt. Ein Team aus Center Management und IT sowie Marketing und Kommunikation nimmt unter dem Titel "Ideenfabrik" die kontinuierliche Beobachtung digitaler Trends auf. Vorn mit dabei: Torben Tost.

Neben Frankfurt Rhein-Main's Assistent "FRAnky" die Ersten

Auf der internationalen Entwicklerkonferenz "F8" macht eine neue Entwicklung die Runde: Das Social Network Facebook öffnet seinen Messenger für Chat Bots. Im Sommer d. J. bekommt das Ideenteam aus dem Lilienthal-Haus vom Management ein "Go", sich mit dem Thema Chat Bot professionell zu beschäftigen. Mit an Bord: Die Hamburger Tech-Agentur "Tallence Consulting". Die Geschäftsführung stellt den hauseigenen Innovatoren einen unteren fünfstelligen Betrag für das Projekt zur Verfügung.

Am Ende steht ein Servicebot als hauseigene Lösung. Die Herausforderung: Die technische Umsetzung einer einwandfreien Datenschutzerklärung. Für den Datenschutzbeauftragten des Flughafens sind die häufig nicht vorhandenen oder nur verlinkten "Terms & Conditions" aus US-Chat Bots keine akzeptable Lösung. Am Ende steht ein Bot, der mit dem Flughafeninformationssystem Hamburg verbunden ist und die Möglichkeit bietet, Informationen zu Abflügen und Ankünften zu abonnieren.

Flugplan-Auskünfte via Facebook-Chat Bot


Grafik: Airport Hamburg
Zur Social Media Week 2017 stellt Torben Tost den funkelnagelneuen Servicebot des Hamburg Airport erstmals einem breiten Publikum vor. Seit März d. J. ist der Chat Bot auf Facebook unter "HamburgAirportServiceBot" direkt erreichbar und kann in den eigenen Messenger eingebunden werden.

90% aller Anfragen beziehen sich - wie erwartet - auf Ankünfte und Abflüge. Mittlerweile sind gut 150 Fragen in den Bot eingepflegt und zur Beantwortung freigeschaltet worden. Doch 80% aller individuellen Anfragen kann auch der Servicebot des Hamburg Airport heute noch nicht beantworten. Im Live-Test mit Chatbot-Vorreiter Torben Tost haben wir zusammen ein paar Verbesserungsvorschläge einbringen können.

"Wo sind die Toiletten?" ... "Das konnte ich nicht verstehen."


Der Weg zur nächsten Toilette ist für den Servicebot noch eine kleine Herausforderung. Ebenso wie der Weg zur S-Bahn. "Der Bot muss weiter trainiert werden", gibt Torben Tost offen zu und notiert sich gleich notwendige Verbesserungen. Wir stimmen Torben Tost zu: "Natürlich wirft der Bot am Anfang viele falsche Antworten aus." Vorab-Erfahrungen mit ähnlichen Systemen gibt es nicht. Es ist praktisch ein offener Beta-Test mit aktuell gut 200 "First Movern". "Ich glaube dass das Thema automatisierte Antworten eine Zukunft hat", bringt Torben Tost die Chancen sympathisch auf den Punkt.

Dabei sammelt der Flughafen durch seinen Mut und die Bereitschaft zu Investitionen jeden Tag wertvolle Erfahrungen, die in Zukunft zu einem echten Vorteil in Sachen Service werden können. Der erfahrene Kommunikations- und Social Media Profi Tost bringt auf den Punkt: "Zur Zeit ist ein Chat Bot nur eine Ergänzung, mich zu informieren und zu kommunizieren." Dabei wissen die Innovatoren am Flughafen auch, welche Herausforderungen noch auf sie warten:

Der Chat Bot auf dem Homescreen in der Hosentasche.

Die Pflicht zur Bestätigung der Datenschutzerklärung bedeutet für einige Nutzer das Ende ihres Erlebnisses. Sie brechen das Experiment ab, bevor sie eine Antwort bekommen. Auch das Swypen durch die Navigation des Chat Bots im Messenger ist anfangs ungewohnt. Doch all das wird sich ändern: Künftig nutzen wir Chat Bots vor allem per Sprache. Für Anbieter heißt das: Mit dem Bot im Messenger sind sie auf dem Homescreen in der Hosentasche. Und da ist Feingefühl bei den automatisierten Antworten wichtig.

Der Blick in die Zukunft zeigt bereits, wohin die Reise geht. Das Stichwort heißt "Conversational Commerce". Für die Airline-Industrie kann das bei der Suche nach Fluginfos für die nächste Reise beginnen, verbunden dem Angebot einer Suchmaschine, sich das Schnäppchen gleich zu sichern, und schließlich aktuellen Airline-Services am Boden und in der Luft. Für Chat Bot-Anbieter wie Unternehmen stellt sich dabei eine Schlüsselfrage: 'Wie benutze ich in Zukunft Bots." Greifen wir auf einzelne Services zu oder gibt es neue oder erweiterte Plattformen, wie Amazon Echo oder Google Home?

Zu guter Letzt gibt "Mr. Servicebot" offen und unumwunden zu: "Wenn sich Spracherkennung durchsetzt, hilft mir die Website nicht mehr weiter." Bis dahin kümmert sich Torben Tost zusammen mit seinen Kollegen beim Hamburg Airport wöchentlich um Updates, damit der Servicebot des Flughafens noch besser wird. Auf die Frage, was dass nächste spannende Thema am Flughafen sein könnte, staunen wir nicht schlecht: Virtual Reality könnte der "Next Hot Shit" in Fuhlsbüttel werden. Doch das ist Thema für einen neuen Hamburg Digital Report.


* * *

 Hamburg Digital Backgrounds: 

Hamburg Airport Servicebot:
www.facebook.com/hamburgairportservicebot

AINO-App Freizeit Chat Bot:
http://heuteinhamburg.de/app-info/

Tourismus Bot "Käptn Fiete" (Konzept):
www.fvw.de/index.cfm?event=print.article&cid=19856&pk=171155

Hamburg Chat Bots Meetup:
www.meetup.com/de-DE/Hamburg-Chat-Bots-Meetup/

Bot-Studie der "Developer Week":
www.presseportal.de/pm/113172/3650858


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