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Sonntag, 5. November 2017

HANSEPERSONALITY Dr. Hansjörg Rodi: In Hamburg findet ein Großteil unserer technologischen Entwicklung statt.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Kühne + Nagel ist mit 127 Jahren Erfahrung einer der Platzhirsche unter den Speditionen an Alster und Elbe. Für die in Bremen gegründete und in der Schweiz notierte Aktiengesellschaft gilt es technologisch vorn mit dabei zu sein. Mit "KN Freightnet" hat "K + N" einen eigenen, digitalen Vertriebskanal u. a. im Wettbewerb mit "Freighthub" aus Berlin. Mit "K + N Login" gewährleistet die Spedition ihren Kunden das Monitoring der Fracht vom Schreibtisch aus.


Mehrere hundert Mitarbeiter kümmern sich bei Kühne + Nagel in der Hamburger Hafencity allein um die IT - vom eigenen Transport Management System bis zu agilen Anwendungen, eigenen Kundenportalen und Datenservices für andere Branchen. Wie gut ist eine der größten Speditionen Deutschlands für die Herausforderungen der Digitalisierung aufgestellt? Unser HANSEPERSONALITY ist Kühne + Nagel Deutschland-Geschäftsführer Dr. Hansjörg Rödi:



K + N Deutschlandchef Dr. Hansjörg Rödi
Foto: Kühne + Nagel
Die Digitalisierung ist in aller Munde. Kaum eine Woche vergeht ohne eine Konferenz zu den Herausforderungen der Transformation. Was heißt Digitalisierung konkret für die Internationale Großspedition Kühne + Nagel?

Wenn wir über Digitalisierung sprechen, stellen wir die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden in den Mittelpunkt unserer Überlegungen. Zugriffsmöglichkeit rund um die Uhr und ein extrem einfacher Umgang mit den Systemen sind dabei besonders wichtig. Wir profitieren davon, dass wir die für unser Unternehmen und unsere Kunden zentralen IT-Lösungen selbst entwickeln. 

Mit diesen Lösungen arbeiten wir weltweit einheitlich und standardisiert. Für unsere Kunden bedeutet das, dass Sie global auf jeweils identische Systeme zurückgreifen können. Kühne+Nagel war ein Vorreiter hinsichtlich der Internationalisierung des Unternehmens und dieser globale Ansatz prägt auch unsere Herangehensweise bei der Digitalisierung.

Gehen wir mal gemeinsam durch Ihr Haus und schauen uns Ihre digitalen Prozesse zusammen an: In welchen Bereichen hat Ihre mehrere hundert Mitarbeiter große IT bereits ganze Arbeit geleistet? Und wo wird's knifflig mit digitalen Services - intern und extern?

Unser Ziel ist es, unseren Kunden software- und datengetriebene Lieferketten anzubieten und damit Mehrwert für ihr Business-Modell zu schaffen. Wir haben bereits vor etwa zwanzig Jahren "KN Login" eingeführt, unsere Monitoring- und Visibility-Online-Plattform, deren Funktionen ständig erweitert werden. Mit "KN Freightnet" haben wir unseren Kunden als erstes Unternehmen eine komplett digitale Plattform für Quotierungen, Buchungen und Sendungsverfolgung zur Verfügung gestellt. Und wir verfügen wir über ein globales Operating-System.

Um unser Ziel zu erreichen, verlassen wir uns nicht allein auf unsere IT-Mitarbeiter. Alle unsere Mitarbeiter tragen dazu bei, dass unsere Kunden von unseren wertschöpfungsstarken Dienstleistungen profitieren. Insgesamt verbessern wir unsere Konnektivität kontinuierlich, um Kunden, Partner und Lieferanten reibungslos in unserer Systeme zu integrieren. Die Automatisierung unserer internen Prozesse erhöht unsere Effizienz. 

Sie dürfen aber nicht vergessen, dass nur ein kleinerer Teil der Container so transportiert wird, wie ursprünglich geplant. In diesen Fällen helfen automatisierte Prozesse nur bedingt weiter. Hier ist dann das logistische Know how unserer Mitarbeiter gefordert. Logistik bleibt auf absehbare Zeit ein Peoples‘ Business.

Neue Herausforderer, wie digitale Hamburger Speditionen - z. B. "Cargonexx" (Truck DE+EU), "Clinch Logistics" (LATAM-Europa) und "Freighthub" (Asien-Europa + USA-Europa) müssten Ihnen doch den Schweiß auf die Stirn treiben? Schlafen Sie noch ruhig angesichts der Startups?


K+N-Chef Dr. Hansjörg Rödi in der Handelskammer Hamburg
Foto: HANSEVALLEY
Wir beobachten mit großem Interesse, was die Startups unternehmen, und deren etwas anderen Blick auf unsere Industrie. Mit einzelnen dieser Unternehmen arbeiten wir gezielt zusammen. Allerdings haben wir weiterhin selbst den Anspruch, technologischer Marktführer zu sein - trotz dieser jungen Unternehmen. Dafür stehen u. a. unsere Online-Plattformen "KN Login" und "KN Freightnet", mit denen wir unseren Kunden seit langem attraktive Angebote machen und die wir kontinuierlich verbessern.

Sie organisieren Logistik und Lager für große Industrieplayer in führenden Branchen, wie Automotive, Pharma und Tech-Industrien. Wie unterstützen digitale Analysen und Services Sie in Ihrem Geschäft, das gegebene Lieferversprechen tatsächlich einzuhalten?

Wir wenden Predictive Analytics beispielsweise bei unserem Produkt "KN PharmaChain" an, wo wir ein dynamisches Lieferketten-Management entwickeln, das auf Big Data und intelligenten Sensoren basiert. Unsere Kunden erhalten noch während des Transports vorausschauende Analysen. Dadurch können sie sehr kurzfristig Maßnahmen ergreifen, um z. B. die Einhaltung von Temperaturgrenzen sicherzustellen.

Für Kreuzfahrtreedereien nutzen wir Predictive Analytics, damit diese die Belieferung von Kreuzfahrtschiffen sehr viel exakter planen können. Gleichzeitig kann dadurch die Belieferung in Echtzeit kontrolliert und synchronisiert werden. Wir stellen unseren Kunden ein Dashboard zur Verfügung, das einen Überblick über Vorlaufzeiten, Häfen, Routen, ETA (Estimated Time of Arrival) und ATA (Actual Time of Arrival) sowie Optionen zur Echtzeit-Positionsbestimmung anbietet. Letztlich können dadurch Wartezeiten und Liegekosten verringert werden. 

Perspektivisch werden wir in der Lage sein, den Beteiligten an einer Lieferkette bis auf Sendungs- und Artikelebene in Echtzeit Warnhinweise zu übermitteln und so ein dynamisches und vorausschauendes Supply Chain Management zu ermöglichen.

Amazon baut weltweit an Logistik-Ketten z. B. mit eigenen Frachtflugzeugen oder Partnerschaften im Liniendienst. Alibaba baut in Europa eigene Warehouses auf. Sie sind einer der Player im "3PL-Markt" (firmenexterne Logistikdienstleister). Sind Sie zunehmend nervös, was die E-Commerce-Riesen da in Ihrem Markt treiben?

Nein, absolut nicht. Man muss im Übrigen auch hier genau hinsehen. In der Seefracht sind die genannten Firmen eher unsere Kunden. Und mit Alibaba beispielsweise arbeiten wir im B2B-Bereich zusammen. Diese Zusammenarbeit werden wir weiter ausbauen.

Mit dem "GKNI" (Global Kühne + Nagel Indicators) haben Sie einen "Now Trade Casting"-Service entwickelt, mit dem Sie z. B. Finanzinstitutionen einen Index zur weltweiten Logistik in Echtzeit bereitstellen. Verabschieden Sie sich perspektivisch doch vom "Blechkisten" verschiffen?

Selbstverständlich nicht. Die Digitalisierung verändert unser Geschäft, aber das Know how des Spediteurs bleibt unverzichtbar. Unstrittig ist aber, dass Big-Data-Anwendungen in der Logistik eine immer größere Bedeutung bekommen. Mit "gKNi" bieten wir ein umfangreiches Trade Nowcasting an. Wir haben dafür viele interne und externe Datenquellen evaluiert und integriert. 

Auf diese Weise ist eine der größten Big-Data-Infrastrukturen in der Logistikbranche entstanden. "gKNi" ist ein Frühwarnsystem für Entwicklungen in der Weltwirtschaft, mit dem wir Einschätzungen zu wichtigen Wirtschaftsindikatoren weit vor den üblichen Analystenumfragen zur Verfügung stellen und unseren Kunden nahezu in Echtzeit Einblicke in die Wirtschaftsentwicklung einzelner Sektoren und Länder bieten. 

Die Blockchain bietet Vertraulichkeit von Dokumenten auf der ganze Reise von Containern, Paletten und Stückgut. Wie weit sind Sie heute bereits in diesen Technologien unterwegs, um den Anschluss nicht zu verpassen?

Die Blockchain-Technologie ist ein wichtiges Thema. Wir beobachten die technischen Entwicklungen nicht nur, sondern testen diese Technologie bereits. Gerade in Bezug auf die Vertraulichkeit von Dokumenten kann die Blockchain-Technologie in der Tat wichtige Impulse liefern.

Zum Schluss unsere Hamburg-Frage: Welche Herausforderungen sehen Sie für den Logistikstandort Hamburg, an dem Sie u. a. mit der HHLA und der VTG kooperieren und der auch für Ihren Umschlag wichtig ist? Und was empfehlen Sie der Stadt Hamburg für die kommenden 10 Jahre?

Mein Eindruck ist, dass Hamburg im Bereich der Digitalisierung sehr gut aufgestellt ist. Alle relevanten Hamburger Institutionen und Unternehmen beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema. Für Kühne+Nagel ist Hamburg auch in der Hinsicht ein wichtiger Standort, denn hier findet ein Großteil unser technologischen Entwicklungsarbeit statt.

Was eher analoge Themen angeht, sind die Herausforderungen, vor denen Hamburg steht, bekannt: die Fahrrinnenanpassung und die Organisation von Vor- und Nachlauf, um nur diese zu nennen. Wir sind mit den in Hamburg angebotenen Dienstleistungen zufrieden, so wie wir es mit den Dienstleistungen in anderen Häfen auch sind.

 Hamburg Digital Background: 


Global Kühne+Nagel Index - "gKNi" 
https://logindex.com/

Sonntag, 4. Juni 2017

HANSEPERSONLITY: Die Digitalisierungsexperten der Logistikuniversität.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Hamburg ist die führende Logistikmetropole Nordeuropas. 320.000 Menschen arbeiten in der Logistikregion. Player, wie DAKOSY, HHLA und HPA treiben die Digitalisierung in Hafen und Logistik voran. Neben Spediteuren, Reedereien, Terminals und IT-Dienstleistern sind Hochschulen für die Ausbildung künftiger Logistiker und Manager ein wichtiger Schlüssel für den Logistikstandort Hamburg. 


Die Kühne Logistik Universität in der Hafencity ist die Hamburger Universität für internationale Logistik und logistiknahe Branchen - und laut aktuellem Ranking eine der besten Hochschulen Norddeutschlands. Hier wird der Führungsnachwuchs für die digital-vernetzte Logistik ausgebildet. Anfang April d. J. lud die Kühne Logistik Universität 40 Bachelor-Studenten zum Bootcamp "Digitalization in Logistics" nach Hamburg ein. 

Zusammen mit Partnern, wie DPD, Lufthansa Technik sowie Kühne+Nagel erarbeiteten künftige Business-Absolventen neue digitale Wege zu Prozessoptimierung und Datenanalyse - begleitet von Professoren aus Computer Science, Data Sciences und Supply Chain Management. Heute im HANSEPERSONALITY-Interview - Prof. Dr. André Ludwig und Prof. Dr. Dimka Karastoyanova:


Prof. Dr. André Ludwig
Associate Professor of Computer Science in Logistics
Foto: KLU
Immer mehr Berufe erfordern für Geschäftsprozesse und Betriebsführung weitgehende IT-Kenntnisse. Mit der digitalen Vernetzung aller Geschäftsbereiche z. B. in der Logistik steigen die Anforderungen weiter. Wie wichtig ist die Vermittlung und die praktische Anwendung digitalen Grundwissens in Ihren Studiengängen?

Prof. Ludwig: Die Digitalisierung führt zu neuen Anforderungen an die Berufsbilder in der Logistik. Digitale Kompetenz von Mitarbeiter ist heute so wichtig wie Fach- und Sozialkompetenz. Aus diesem Grund ist die Vermittlung von IT-Kenntnissen z. B. in unserem Masterstudiengang Global Logistics and Supply Chain Management ein Pflichtfach. Wichtig ist dabei, sowohl theoretisches Grundwissen über IT-Strategien, -Prozesse und Technologien, als auch praktisches Anwendungswissen durch Fallstudienarbeit, Exkursionen und Gastbeiträge zu vermitteln.

Sie haben ein SAP-Laboratorium an der KLU. Was können die Studierenden dort ganz praktisch kennenlernen und ausprobieren? Und welche Vorteile bringt die Verzahnung Ihrer Lehre mit den Möglichkeiten eines führenden Softwareherstellers für die künftigen Herausforderungen des Logistiknachwuches?


Prof. Ludwig: Unser SAP-Laboratorium ist ein Seminar, bei dem Studierende ein führendes ERP-System näher kennenlernen können. Studierende schlüpfen im SAP-Laboratorium virtuell in die Rolle von Mitarbeitern eines Produktionsunternehmens und organisieren über die Software von SAP selbständig Beschaffungs-, Produktions- und Distributionsprozesse. Daneben geben Gastredner Einblicke, wie die Software in der Praxis eingesetzt wird, wie sie zur Integration in der Supply Chain genutzt wird, aber auch welche Herausforderungen mit dem Einsatz verbunden sind.

SAP-Kenntnisse werden von vielen Logistikunternehmen bei Absolventen heute vorausgesetzt. Darauf möchten wir unsere Studierenden bestmöglich vorbereiten. Gleichwohl können die vermittelten Kenntnisse auch auf andere ERP-Systeme übertragen werden.

Ein Schlüssel des Erfolgs in der digital-vernetzten Logistik ist die Erhebung, Auswertung und Beurteilung von Daten. Sie bieten heute einen Kurs "Data Scientist" für Ihre Master-Studenten an und planen einen eigenen Studiengang. Welche Fähigkeiten benötigen künftige Führungskräfte im Kontext "Data Analytics"?

Prof. Dr. Dimka Karastoyanova
Associate Professor of Data Science and Business Intelligence
Foto: KLU
Prof. Karastoyanova: In unserem Kurs Data Science lernen die Studenten alle Phasen des Lebenszyklus´ von Data Science kennen und die entsprechenden Unternehmensrollen, die an jeder Phase beteiligt sind. Damit wird klar, dass es bei Data Analytics nicht nur um Datenverarbeitung und -auswertung geht, sondern auch um das Verstehen der verfügbaren Daten und die Erstellung der am besten passenden Modelle auf Basis dieser Daten für ein konkretes Geschäftsproblem oder Fragestellung.

Somit erfordert Data Science nicht nur IT-Kenntnisse und Beherrschung der datenanalytischen Methoden, sondern auch Fachkenntnisse. Das ist eine komplett neue Denkweise (auch data analytic thinking genannt), die auf Interdisziplinarität beruht und die geschäftlichen Fragestellungen im Vordergrund hat.

Neben der Lehre beschäftigen Sie sich auch in der Forschung mit der Datenanalyse. In welchen Themen konnten Sie mit den Unternehmen erfolgreich forschen?

Prof. Karastoyanova: Ein Forschungsschwerpunkt ist die Verbesserung von Geschäftsprozessen auf Basis der Erkenntnisse der Datenanalyse. Im Logistikbereich hat dieser Schwerpunkt zwei Aspekte: einerseits sollen die Prozesse erfasst und automatisiert werden, andererseits müssen die verfügbaren Daten dafür angewendet werden, um diese Prozesse im Bezug auf konkreten Leistungskennzahlen (KPIs) zu steuern bzw. zu verbessern. Zwei Herausforderungen sind in dieser Forschung gerade aktuell: die Erfassung und Analyse von IoT-Daten, sprich Daten, die von Sensoren, RFID-Tags, Geräten usw. produziert werden und die Anpassbarkeit der digitalisierten Geschäftsprozesse.

Sie haben mit Unterstützung des Bundesforschungsministeriuns ein Projekt für die Kombination von stationärem, mobilem und elektronischen Handel zu Omnichannel-Einkaufserlebnissen gestartet. Mit dabei sind u. a. Checkmobile und Tchibo aus Hamburg. Wie können wir uns "Smart Shopping Services" in Zukunft vorstellen?

Prof. Ludwig: Der Handel verändert sich aktuell grundlegend. Nach einigen Jahren des Konkurrenzdenkens zwischen Online- und Offline-Handel wachsen die verschiedenen Handelskanäle aktuell zu kanalübergreifenden Einkaufslösungen zusammen, bei denen die sogen. Customer Experience im Mittelpunkt steht. Künftig wird nicht mehr nur das Produktangebot, sondern der angenehmste Liefer-, Bezahl- oder Beratungsservice die Kaufentscheidung des Kunden bestimmen.

Mit dem auf 3 Jahre angelegten und von der KLU geleiteten Projekt "SURTRADE" arbeiten wir mit unseren Forschungspartnern an einer Cloud-Integrationsplattform für den Einzelhandel. Dabei schauen uns auch an, wie sich neueste Technologien wie Augmented Reality-Brillen oder moderne Zustelldienste wie Micro-Depots auf der letzten Meile einbinden lassen. Schließlich werden wir auch untersuchen, wie das Einkaufszentrum der Zukunft aussehen wird und die Handelslagen in unseren Innenstädten attraktiv bleiben.
Anfang des Jahres luden Sie zum "Logistics Startup-Day" ein. Dabei waren die Speditionen Flexport, Freighthub und Instafreight, die Lieferanten Liefery und Seven Senders, die Dienstleister Cargoo-Bee, CargoFioo und Graphhopper und die Hamburger Startups Cargoo-Bee, Cargonexx und Evertracker. Wie wichtig sind Tech-Startups für die Logistik?

Prof. Ludwig: Tech-Startups bringen aktuell sehr viel frischen „disruptiven“ Wind in die Logistik. Nie zuvor war es einfacher mit einer IT-Lösung etablierte Logistikgeschäftsmodelle zu hinterfragen und herauszufordern. Die neuen Logistik-Startups stellen sich aktuell vor allem dort auf, wo die Kundeninteraktion dem digitalen Erwartungsbild – mit ein paar Klicks alles online machen zu können – nicht mehr entspricht. Auch die Möglichkeit über Cloud-Plattformen komplexe Prozesse besser zu integrieren, ist eine der Kernansätze vieler Startups.

Unsere Studierenden interessieren sich sehr für die oft recht unkonventionelle Art des Marktzugangs von Startups. Aber auch etablierte Unternehmen arbeiten aktuell intensiv daran, sich agiler zu organisieren, kundenzentrierter aufzustellen und Technologiepotenziale bestmöglich auszunutzen. Insofern profitiert die gesamte Branche von dieser Disruption.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Hamburg ist ein führender Logistikstandort in Deutschland und Nordeuropa. Wie gut ist unsere Stadt in den Bereichen Logistik und Digitalisierung sowie der Ausbildung von Fach- und Führungskräften aufgestellt? Und wo sehen Sie Herausforderungen für die Zukunft?

Prof. Ludwig: Hamburg ist zweifelsohne eine der spannendsten Logistikmetropolen Europas. Dass die Digitalisierung (auch) die Logistik grundlegend transformieren wird, haben die wichtigsten Akteure der Region weitestgehend erkannt. Auch die KLU stellt sich mit einem von drei Kompetenzfeldern zum Thema „Digitale Transformation in der Logistik“ darin auf.

Eine aktuell viel beachtete Großinitiative, an dem sich viele wichtige Player der Metropolregion beteiligen, das „Digital Hub Logistics" Hamburg, bietet für Hamburg viel Potenzial, eine führende Rolle in diesem Themengebiet einzunehmen. Ziel muss es hier sein, etablierte, global agierende Unternehmen, junge, dynamische Logistik-Startups, Hochschulen und die öffentliche Hand zusammenzubringen und mittels Leuchtturmprojekten eine Innovatorenrolle einzunehmen.

Prof. Karastoyanova: An der KLU kooperieren wir neuerdings mit drei renommierten Institutionen im Rahmen von drei gemeinsamen Berufungen in den Bereichen Data Law, Digital Economics und Data Science and Business Intelligence. Diese drei Kooperationsprofessuren und die Kooperationsinstitutionen haben wir offiziell am 23.05.2017 bei einer gemeinsamen Veranstaltung unter dem Motto “Digitalisierung in der Logistik” vorgestellt. Somit sind wir sehr gut gerüstet und startklar, als wissenschaftliche Hochschule mit starkem Praxisbezug unseren dezidierten Beitrag dazu zu leisten, dass Hamburg auch im digitalen Zeitalter seine Position als führender Logistikstandort behaupten kann.

Vielen Dank für die spannende Tour!

Das Interview führte Thomas Keup

* * *


 Über die KLU in Hamburg: 

Die Kühne Logistics University – Wissenschaftliche Hochschule für Logistik und Unternehmensführung (KLU) ist eine im Jahr 2010 gegründete private Hochschule mit Sitz in der Hamburger HafenCity. Die Schwerpunkte der unabhängigen, staatlich anerkannten Hochschule liegen in den Bereichen Logistik und Management. Die Forschung an der KLU konzentriert sich um die Kompetenzschwerpunkte Sustainability, Digital Transformation und Creating Value in den Bereichen Transport, globale Logistik und Supply Chain Management. 

Die Kühne Logistik Universität Hamburg

 Hamburg Digital Background: 

13.06.2017: HSBA Tech-Day: "Erleben Sie Digitalisierung live"
Ein Nachmittag mit Vorträgen und Ausstellung zur Digitalisierung
www.hsba.de/aktuelles/veranstaltungen/tech-day-erleben-sie-digitalisierung-live/

15.-16.06.2017: KLU Seminar "Digitale Transformation in der Logistik"

Von der Digital Preparedness zu Innovationen und Leadership in der Logistik


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