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Donnerstag, 6. August 2020

HANSESERVICE: Die Corona-Krise als Katalysator für den E-Commerce-Wandel

Ein Hanse Digital Service von
- Gastautor Marvin de Vries -

Die Corona-Krise hat den Vormarsch des E-Commerce beschleunigt.
Foto: Mark König, Unsplash 

Bis zu 40% Umsatzeinbruch des Einzelhandels in der Hamburger Innenstadt. Krisensitzungen der Top-Manager beim Shoppingcenter-Betreiber ECE in Poppenbüttel. Die Krise hat Hamburgs Wirtschaft voll erwischt. Was können kleine und mittlere Unternehmer jetzt tun? Wie können Sie Ihr Geschäft ins Internet verlegen? Unser Autor ist Hamburger Unternehmer, Inhaber einer E-Commerce-Agentur und teilt sein Wissen, wie man mit E-Commerce Schritt für Schritt aus der Krise kommen kann. Ein Hanse Digital Gastbeitrag von Marvin de Vries:

Das bisherige Jahr ist durch COVID-19 eines der schwierigsten Jahre für kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch für große Unternehmen. Die wirtschaftliche Nachfrage ging in sehr vielen Branchen enorm zurück. Im Speziellen ist der Einzelhandel sowie die Gastronomie stark betroffen und auch Kundenaufträge insbesondere im Dienstleistungsbereich sind um rund 90% eingebrochen.


Eine Wirtschaftskrise die sehr kurzfristig, auch durch Entscheidungen der Politik, eingetreten worden ist. Für den Großteil aller Unternehmen hieß es in einem ersten Schritt die Situation zu bewerten, erste Maßnahmen einzuleiten (z. B. Anträge auf Kurzarbeit und Kostenreduktionen). Wer schnell auf die veränderten Rahmenbedingungen reagierte, hat nicht nur seine Verluste reduziert sondern auch die Zeit gehabt kurz- und mittelfristige Maßnahmen zu treffen, um die wirtschaftliche Stabilität zu erhalten oder wieder herzustellen.

Ein sinnvoller 5-Punkte Plan, wie er von vielen Unternehmen in den vergangenen Wochen und Monaten durchgeführt worden ist:

1. Wirtschaftliche kritische Situation verstehen und offen analysieren
2. Business Continuity über Home Office und digitale Tools umsetzen
3. Ausgaben auf wirtschaftliche Ziele hin überprüfen und anpassen
4. Personalkapazitäten anpassen und u. a. über Kurzarbeit reduzieren
5. Status Quo definieren und nächste Schritte und Ziele festlegen


In den ersten zwei Wochen zu Beginn der Coronakrise haben wir den Markt genau beobachtet und live miterlebt, wie es einen regelrechten Ansturm auf digitale Lösung gegeben hat. Wie nie zuvor haben Unternehmen, insbesondere die ganze Gastronomie sowie der Einzelhandel feststellen müssen, wie elementar eine digitale Strategie und eine breite Aufstellung vom Business ist. Der stationäre Handel erlebte bereits in den letzten Jahren einen langsamen, aber stetigen Rückgang. 

Das sprunghafte Umdenken von Einzelhandel zum E-Commerce

Die Corona-Pandemie und die daraus resultierende vorübergehende Schließung von Läden, Restaurants, Bars sowie weiteren Betrieben war nicht der Auslöser für den Wandel zum E-Commerce, beschleunigte diesen aber enorm. Vielen Händlern und Betreibern war vor dem Beginn der Krise das Potenzial von digitalen Geschäftsmodellen und Plattformen nicht bewusst. Durch die Stilllegung des Einzelhandels erfolgte sprunghaft ein Umdenken in Richtung Digitalisierung, was den E-Commerce immens katalysierte. 

Für kleine Händler wurden provisorisch regionale Verkaufsplattformen aufgebaut oder Hilfe von größeren Unternehmen wie Ebay bereitgestellt. Die Plattformen kristallisierten sich zu einer schnellen und effektiven Lösung heraus, welche von den Konsumenten in die Krise akzeptiert wurden. Die Kunden haben in den vergangenen Monaten vermehrt die bequemen Vorteile des Online-Handels kennen und schätzen gelernt. 


Die Corona-Krise hat den Online-Handel beschleunigt.
Grafik: Adence

Digitale Geschäftsmodelle sind die Zukunft des Handels

Der E-Commerce punktet damit, im Vergleich zum stationären Handel Zeit und Aufwand einzusparen und der Möglichkeit, sich die Ware direkt nach Hause liefern zu lassen. Auch wenn wieder Normalität einkehrt, werden Verbraucher weiterhin stark darauf achten, was sie kaufen und vor allem, wo sie ihre benötigten Produkte erwerben. Das digitale Geschäftsmodell wird die Zukunft des Handels sein und ist bereits jetzt obligatorisch für Verkäufer. 

Vor allem kleine Händler sollten neben einem kurzfristigen Fahrplan, um den Bestand des Unternehmens abzusichern, ihren Fokus jetzt auf stabile Digitallösungen setzen. Händler sollten die Chance wahrnehmen mit dem Aufbau einer eigenen Website bzw. Webshop langfristig am Markt zu bestehen und nachhaltig einen Erfolg zu erzielen. 

Auch die Wirkung eines professionellen Online-Marketings, unter anderem die Rolle von Social-Media-Marketing, gewinnt immer mehr an Bedeutung und darf heutzutage nicht unterschätzt werden. Zum einen, um Kunden für sich zu gewinnen und zum anderen, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen.

Ich empfehle diese 8 Schritte für ein nachhaltige und strategische Aufstellung:

1. Mittel- und langfristige Entwicklung einer digitalen Strategie
2. Sortierung der Maßnahmen nach Priorität und Umsetzungszeit
3. Definition von messbaren Zielen nach Aufgaben und Zeiten (KPIs)
4. Fokussierte Entwicklung eines praktikablen Umsetzungsplans

5. Zuweisung der Maßnahmen an verantwortliche Mitarbeiter/innen
6. Verbindlicher Projektstart mit realistischen Meilensteinen
7. Regelmäßiges Tracking des Fortschritts und Optimierung
8. Checkpoints zur Evaluation des Return on Investment (ROI)


Mit dem 8-stufigen High-Level Plan haben Unternehmen die Möglichkeit, sich digital neu aufzustellen und zielgerichtet zu arbeiten. Wer bei der Planung und Umsetzung Hilfe benötigt, dem empfehle ich eine Agentur mit ins Boot zu holen, die Sie mindestens bei den Anfängen Ihrer digitalen Strategie unterstützt und Ihnen die Methoden an die Hand gibt, die Sie brauchen, um Ihr Unternehmen erfolgreich
digital aufzustellen.

Über den Autor:


Der Hamburger E-Commerce-Spezialist Marvin de Vries.
Foto: privat

Marvin De Vries ist Gründer und CEO der Online-Agentur ADence und des Stadtportals "We Love Hamburg" mit fast 200.000 Fans sowie weiteren Online- und Technologie-Projekten. Die Gruppe sitzt in Hamburg-Winterhude am Leinpfad und bietet für Unternehmen und Selbständige individuelle Leistungen rund um E-Commerce und Online-Marketing an. 

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung und weitreichendem Know-how im Bereich E-Commerce ist Marvin de Vries ein ausgewiesener Experte auf seinem Gebiet. Besonders gefällt ihm das Gefühl, etwas verändern zu können und Verantwortung für Kunden, Mitarbeiter und seine Stadt Hamburg zu tragen. 

Für Rückfragen steht der Autor unter mail@adence.de zur Verfügung. Weitere Informationen zur Arbeit von ADence gibt es unter www.ecommerce-agentur.hamburg 

*  *  *

 Hamburg Digital Background 

HANSESTATEMENT Peter F. Schmid: Nur wer digitalisiert, überlebt diese Krise.

Dienstag, 21. Juli 2020

HANSESTATEMENT Peter F. Schmid: Nur wer digitalisiert, überlebt diese Krise.

Hanse Digital Autoren

Digitalunternehmer und Visionär: Peter F. Schmid, Visable
Foto: Visable

Seit mehr als vier Monaten befinden wir uns durch die Corona-Krise in einem weltweiten Ausnahmezustand. Zahlreiche Unternehmen und ganze Branchen bangen um ihre Existenz. Peter F. Schmid ist CEO von "Visable", dem Dach der europäischen B2B-Plattform "Europages" und des deutschen Marktführers im Bereich digitaler B2B-Marktplätze "Wer liefert was“ (WLW). Der Vorsitzende der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft des Wirtschaftsrats Hamburg beobachtet die Situation von Beginn an und identifiziert sieben eindeutige Entwicklungen. Ein Gastbeitrag von Peter F. Schmid:

Das IfO-Institut prognostiziert bereits eine Insolvenzwelle für die kommenden Monate. In diesen Zeiten zeigt sich so deutlich wie noch nie, dass KMU ohne den Einsatz von digitalen Tools vor dem Aus stehen. Ich beobachte die Situation von Beginn an und identifiziere die folgenden sieben Entwicklungen:

1. Beschleunigung der Digitalisierung der KMU im Bereich Einkauf und Vertrieb

Die klassischen, bekannten und bewährten Marketing- und Vertriebstools standen mit einem Mal nicht mehr zur Verfügung. Die Absage von zahlreichen Messen sowie die Abordnung von Vertriebsmitarbeiterinnen- und Mitarbeitern ins Homeoffice brachte den Vertrieb in vielen Unternehmen kurzfristig zum Erliegen. Ohne den zeitnahen, gezielten Einsatz von digitalen Tools müssten eine Vielzahl von KMU in Europa um ihre Existenz fürchten. Zugespitzt bedeutet das: Nur wer digitalisiert, überlebt diese Krise. 

Besonders im Vertrieb mussten und müssen neue Wege gegangen werden, um den Einkauf ohne persönlichen Besuch zu erreichen. Ob Sales-Pitches via Videocall oder der Einsatz eines virtuellen Messestands – die Möglichkeiten sind vielfältig und die Nachfrage nach Weiterbildung groß. Mehr als 350 Interessierte informierten sich beispielsweise in unserem Webinar zu dem Umgang mit neuen digitalen Vertriebslösungen. Das war ein toller Erfolg und eine erneute Bestätigung für Visable als digitaler Partner für KMU in Europa.

2. Messe als primäres Verkaufs- und Marketing-Tool nicht mehr zeitgemäß 


Jede vierte Messe wird es nach der Krise so nicht mehr geben. Schon vor dem Einsetzen der Coronakrise gab es die Diskussion um die Zweckmäßigkeit von vielen Messen weltweit. In Zeiten der Digitalisierung ist es weder zeitgemäß noch ökologisch und ökonomisch sinnvoll, komplexe Güter wie Maschinen um die halbe Welt zu transportieren, um sie für eine oder zwei Wochen auf einer Leitmesse auszustellen. Auch der enorme Reiseaufwand von Ausstellern und Besuchern sowie der Einsatz von finanziellen sowie ökologischen Ressourcen steht in keinem Verhältnis zum Nutzen. Der Erhalt der Messebranche als Selbstzweck sollte für die Zeit nach Corona hinterfragt werden.

3. Besonderes Bedürfnis nach persönlichem Austausch und Wissensvermittlung 

Für viele sind die jährlichen Messebesuche auch immer Anlass zum Austausch innerhalb der eigenen Branche. Key Notes, Experten-Panels und Masterclasses dienen außerdem zum Wissenstransfer und zur Inspiration. Das Bedürfnis nach persönlichen Treffen, zwischenmenschlichem Austausch und Networking wird auch nach Corona nicht verschwunden sein – im Gegenteil. Konferenzen und Summits kommen ganz ohne den gewohnten Druck aus, möglichst viele Leads oder Abschlüsse generieren zu müssen, sie bieten einen echten Mehrwert und werden deutlich stärker nachgefragt werden.

4. Ausgaben für Online-Marketing steigen massiv 

Das durch die Absage von Messen freigewordene Marketingbudget wird von vielen Unternehmen nun für Tools wie SEA, Content Marketing und Social Media eingesetzt werden. Einer Umfrage von "iBusiness" zufolge will mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) vermehrt auf virtuelle Lösungen setzen. Die Vorteile von Online-Marketing überzeugen auch in Krisenzeiten. Reichweite und Inhalte können gezielt gesteuert werden. Die Leadgenerierung via Plattformen ist einfach und flexibel möglich.

5. Die Bedeutung von Digital Sourcing in Europa wächst

Viele Unternehmen wurden Covid19-bedingt dazu gezwungen, ihre Beschaffungs-Strategie vollständig zu überdenken oder waren kurzfristig auf alternative Lieferquellen angewiesen, weil ihnen die etablierten Lieferketten weggebrochen sind. Auch rücken lokale, nationale und Anbieter aus den umliegenden Märkten mit kürzeren Lieferwegen wieder stärker in den Fokus. Der harte Shutdown am chinesischen Markt brach bewährte Lieferketten, die in den letzten 20 Jahren mit der Zuwendung nach Asien etabliert wurden. 

Sie überzeugten einst durch Flexibilität, Vielfältigkeit und günstige Konditionen. Jedoch wurde die Möglichkeit einer erneuten weltweiten Wirtschaftskrise von den meisten schlicht ignoriert. Durch Digital Sourcing sichert der Einkauf seine Lieferketten und kann schnell und flexibel auf Veränderungen durch Krisensituationen reagieren. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen die Beschaffung auf nur eine, enge Lieferantenbeziehung setzte. In eine solche Abhängigkeit wird sich besonders nach dieser Krise niemand mehr begeben wollen.

6. Noch nie waren Online-Plattformen für Europas B2B-Markt wichtiger

Ein schneller Überblick über alle verfügbaren Anbieter, Akquisitionen von neuen Kunden lokal bis weltweit, die Messbarkeit des Budgeteinsatzes und die Verfügbarkeit an 365 Tagen im Jahr sind nur einige Vorteile, die Plattformen wie "Europages" und "WLW" bieten. "Visable" konnte in den ersten Wochen nach dem deutschlandweiten Lockdown einen signifikanten Anstieg der Zugriffszahlen verzeichnen.

Der Traffic wuchs seit Beginn der Coronakrise im Mittel um mehr als 25 Prozent auf "WLW" und um 22 Prozent auf "Europages" im Vergleich zum Vorjahr. In Spitzen lag der Zuwachs auf beiden Plattformen sogar über 50 Prozent im Vergleich zur Vorjahreswoche. Das Potenzial für den digitalen B2B-Markt ist nach wie vor enorm. Bereits vor Corona wuchs der Markt seit 2013 um durchschnittlich 13 Prozent jährlich. Prognosen zeigen, dass sich an diesem Wachstumstrend nichts ändern wird.

7. Der Einkauf nimmt die Schlüsselrolle des Unternehmens ein

Was vor der Coronakrise eher als ein Schattengewächs der Unternehmen galt, hat sich nun zu einer der wichtigsten Säulen eines Unternehmens entwickelt. Der Einkauf rückt durch den Ausfall der etablierten Lieferketten und Liefermärkte wie bspw. China in den Mittelpunkt und sichert durch schnelles Reagieren und die Nutzung von digitalen Tools das Überleben der Company. Es geht schon lange nicht mehr nur um den Einkauf von Waren. Mittlerweile ist es das Digitalisierungs-Know-how und das strategische Verhandlungsgeschick, was zum langfristigen Erfolg führt. 

Über den Autor:

Peter F. Schmid ist CEO des europäischen Plattformanbieters "Visable" mit den B2B-Marktplätzen "Europages" und "Wer liefert was". Visable unterhält Büros an den Standorten Hamburg, Berlin sowie Paris und beschäftigt heute in den Bereichen Marktplätze und Online-Marketing über 380 Mitarbeiter. Zusammen erreichen die Marktplätze der Hamburger Firmengruppe monatlich über 3,7 Millionen B2B- Einkäufer, die nach detaillierten Unternehmens- und Produktinformationen suchen. Insgesamt sind über 3,6 Millionen Firmen auf beiden Plattformen registriert. Weitere Informationen unter www.visable.com.

Ein Gastbeitrag von Peter F. Schmid. Die inhaltliche Verantwortung des Autorenbeitrags liegt beim Urheber.
 
 Hanse Digital Background: 

HANSEPERSONALITY Peter Schmid: Ein Leuchtturm für die Digitalwirtschaft in Hamburg.

Montag, 11. Mai 2020

HANSESTATEMENT: Nach Kahrs und Corona: Hamburgs Vertreibung aus dem Paradies.

HAMBURG DIGITAL STATEMENT
- von Chefredakteur Thomas Keup -
* Update 06.06.2020 *


So hat sich Hamburg noch 2016 in Göteborg selbst vermarket.
Foto: Hamburg Marketing Mediaserver / Hamburg Convention Bureau

Er geht. Johannes Kahrs will und darf nicht mehr. Der SPD-Strippenzieher nimmt seinen Hut. Eine viel diskutierte Personalie ist Geschichte. Ich habe den Geldbeschaffer für SPD-Prestigeprojekte nie persönlich kennengelernt. Ich hatte auch kein Bedürfnis dazu. Denn Johannes Kahrs gehört zu einer Kategorie Politiker, die in der Hauptstadt mit dem Mauerfall vor 30 Jahren ihre Bedeutung verloren hat. Als Berliner kannte ich Peter Kittelmann, Bundestagsabgeordneter aus Tiergarten, Geldbeschaffer für CDU-Prestigeprojekte, graue Eminenz hinter einem Regierenden Bürgermeister mit "fliegenden" Kreisverbänden. Kahrs wie Kittelmann stehen für eine Generation von Strippenziehern in Hinterzimmern. 

Als ich im Sommer 2016 nach Hamburg kam, ahnte ich eines nicht: Bis zur Corona-Krise funktionierte die Freie und Hansestadt wie die Mauerstadt Berlin. Eine Einheitsgemeinde, in der sich Lokalpolitiker, Baulöwen, Banker und Polizeipräsidenten im Puff trafen. Als Redakteur beim einflussreichsten Radiosender der Neunziger war ich mittendrin, nicht nur dabei: Pressetermin in genau jenem Puff am Olympiastadion, Audienz bei genau jenem Banker, der Immobilienkredite auf Empfehlung des "Regierenden" vergab und mit politischen "Freunden", die schon mal eine Pressekonferenz verschoben, bis das Hauptstadtradio auch da war. Willkommen im Dorf.

Hamburg im Wachkoma. Norddeutschland auf dem Weg.


Hamburg vom Stadtpark aus der Luft betrachtet.
Foto: Hamburg Marketing Mediaserver / Doublevision

Anfang diesen Jahres begannen wir, HANSEVALLEY zu relaunchen: Seit Januar 2020 berichten wir aus dem ganzen Norden - aus beiden Freien (und) Hansestädten und allen drei norddeutschen Flächenländern. Die Entwicklung hat uns Recht gegeben: Die täglich drei Hanse Digital Nachrichten haben bundesweite Qualität, Niedersachsen und Schleswig-Holstein laufen digital vorne weg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen holen auf. Und Hamburg? Anfang des Jahres fragte ich mich: Was muss passieren, damit Helmut Schmidts "schlafende Schöne" aus ihrem digitalen Wachkoma kommt? Für mich war das "Digitale Hamburg" Anfang 2020 mehr oder weniger - sagen wir mal - "relativiert".

Plötzlich ist nichts mehr, wie es war: Die alten Geschäfte stehen still. Die alten Lieferketten brechen auseinander. Die alten Seilschaften funktionieren nicht mehr. Die feinen Kaufleute können gar nicht schnell genug nach der Soforthilfe greifen. Und wie im Rest der Republik rufen Wirtschaftsverbände an Alster und Elbe nach einer schnellen Öffnung. Nur das übliche Unternehmerjammern wie in der Finanzkrise? Nur eine oft geübte Show, um möglichst viele Staatsgelder möglichst billig abzugreifen? Bei einigen sicherlich. Aber der Shutdown von Wirtschaft und Gesellschaft hat noch einen anderen Effekt: Die Beschleunigung der globalen Veränderungen - mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Nichts lag näher als geschlossene Haspa-Filialen.

Fernab gefühlt hunderter mehr oder weniger inhaltsgeschwängerter Podcasts von mehr oder weniger interessanten "Sabbelbacken" und digital-verpacktem Marketing-"Gedödel" passiert in Hamburg gerade einiges, das wir die kommenden 10, 20, 30 Jahre nicht vergessen werden. Da bröckelt der schöne Schein einer "Haspa" und das Branchenmedium "Finanz-Szene" offenbart, dass die größte deutsche Sparkasse alles andere als gut dasteht. Nicht wegen Corona - sondern auf Grund des weggebrochenen Zinsgeschäfts, eines nicht mehr funktionierenden Kreditersatzgeschäfts und fehlender Dynamik beim Umbau zum Digitalplayer der nächsten Generation.


Mit Papier und Schließfächern gegen Challenger Banken.
Foto: HANSEVALLEY

Schon im Herbst vergangenen Jahres fragten wir uns in der Redaktion: Kann eine Stadtteil-App "Kiekmo" mit angeschlossenen Lokal-Events den digitalen Trend eines durch die Bankenkrise zerrütteten, durch Regularien konsolidierten sowie digitalisierten Bankenmarkts aufhalten? Kann eine Jugend-App "Aino" den Trend zu Challenger- aka Neobanken wie "N26" und "Revolut" oder "Kontist" und "Penta" bei Privat- wie Geschäftskunden verhindern? Und wir fragten uns, wo die "Haspa" all die Milliarden von Euro verdient? Mit dem Corona-Lockdown dürfte das bislang funktionierende Immobilien- und Handelsgeschäft weitere Probleme mit sich bringen.

100% Hamburg - und schön den Schein wahren. 

Die "Haspa" steht für eine Kultur, eine Stadt und ihre Wirtschaft: 100% Hamburg, 150% engagiert - und bloß nicht durchscheinen lassen, dass etwas nicht stimmen könnte. Genauso geben sich der "Erste" und seine Senatoren bei der wöchentlichen Pressekonferenz im Rathaus: 'Wir haben in Hamburg schon sehr früh reagiert. Wir sind in Hamburg - auch im internationalen Vergleich  - führend'. Diese "Großkotzigkeit" hat mich schon die letzten 1,5 Jahre bei Senator "Westwasserstoffman" angewidert. Ein Blick auf den ganzen Norden zeigt: Hamburg ist in der Corona-Krise überhaupt nicht "führend" - manchmal sogar Wochen hinterher. Gerade hat das Land Berlin mit der "Soforthilfe IV" ein Finanzpaket über 30 Mio. € für Kulturbetriebe angeschoben - mit bis zu 500.000,- € pro Betrieb. Und Niedersachsen unterstützt kleine Kulturbetriebe mit insgesamt 2,5 Mio. €. Und Sie, Herr Brosda? Ach, vergessen wir's ...

Wenn man seit dem 9. März - und damit seit nunmehr rd. 2 Monaten - im Home Office sitzt, täglich mehrere hundert Pressemeldungen aus ganz Nord-/Deutschland sichtet, Fotos aus 540 Themen aussucht, wöchentlich 18 Hanse Digital Nachrichten bringt und die Chance hat, Hamburg mit wohlwollender Sympathie zu vergleichen, komme ich immer wieder zu einem Ergebnis: Hamburg ist wie das alte (West-)Berlin: nach außen verschlossen - sei es durch eine Berliner Mauer oder eine Mauer in den Köpfen. Hamburg wird wie das alte (West-)Berlin regiert: von einem Club Lokalpolitiker, die sich im Bezirk Mitte über Jugendhilfemittel Seilschaften gesponnen haben (vgl. Johannes K.) und auf PR-Events Quietschentchen angeln (Nicht wahr, lieber Andy?!).

Die "OMR" - Ein Mittelpunkt des digitalen Universums?


Hamburg vom Steinweg-Terminal aus der Luft gesehen.
Foto: C. Steinweg 

Keine Frage: Lokalpolitiker und Provinzfürsten gibt es zwischen Nord- und Ostsee mehr, als wir befürchten. Aber ich spreche von einer Stadt mit fast 2 Mio. € Einwohnern und 1 Mio. Angestellter. Ich spreche von einer Stadt mit überalterter Wirtschaft in traditionellen Dienstleistungsbranchen, von einer Stadt, in der Digitalisierung gern als Feigenblatt in Sonntagsreden missbraucht wird, in der man die "Online Marketing Rockstars" für den Mittelpunkt des digitalen Universums hält, sich als "digitaler Vorreiter" im Kammer-Magazin abfeiern lässt und mit - ich wiederhole mich - sinnbefreiten Podcasts selbst beweihräuchert. Schließlich sind wir in der deutschen Podcast-Hauptstadt. Und das ist wirklich ein schlechter Scherz.

Die Corona-Kehrseite außerhalb des bisherigen Paradieses der "Vermögensillustion" Stand Mai 2020: 84.400 Menschen ohne Arbeit, eine auf 7,9% gekletterte Arbeitslosenquote - im Norden nur knapp hinter Mecklenburg-Vorpommern. 23.000 Betriebe an Alster und Elbe haben Kurzarbeit beantragt, fast 349.000 Angestellte sind betroffen, haben nur noch 60% ihres Lohns in einer der teuersten Städte Deutschlands in der Tasche. Das sind rd. 29% aller Angestellten in der schönsten Arbeitslosenstadt der Welt. Und die Krise ist gerade mittendrin. Das laufende Quartal wird das ganze Ausmaß offenbaren und Ende September d. J. läuft der Kündigungsschutz aus. Vor 2021 wird es kaum einen Aufschwung geben, sagt HWWI-Chefökonom Prof. Dr. Henning Vöpel.

Otto Group eingekeilt zwischen Amazon und Alibaba.

Die Lage der Hamburger Wirtschaft ist dramatisch“, betont Prof. Norbert Aust, neuer Präses der Handelskammer Hamburg. 3/4 der rd. 160.000 Hamburger Gewerbebetriebe befürchten Einbrüche durch die Corona-Krise. Das sind 120.000 Betriebe. Der Geschäftsklimaindex ist auf 38,6 Punkte abgestürzt - gegenüber 108,3 zum Jahreswechsel 2019/2020. Selbst in der Finanzkrise lag der Index mit 72,2 doppelt so hoch. Im Klartext: Einbruch in der Logistik von 80,4 auf 24,4 Punkte und - unfassbar - im Gastgewerbe von 115,8 auf 4,8. 55% der Gastronomen müssen laut Umfrage der Universität Osnabrück auch privat den Euro 2x umdrehen. Womit wir bei der Frage sind: Wie wird Hamburg die Krise überstehen?

Um einen Ausblick wagen zu können, bedarf es einer schonungslosen Analyse:


Der Online-Händler ist mitten im Umbau zum Digital-Player.
Foto: HANSEVALLEY

1. Die Handelsmetropole bekommt den rauen Wind amerikanischer und asiatischer Plattformen zu spüren. Die "Otto Group" hat außer dem Inkasso-Dienstleister "EOS" kaum zukunftsfähige "Assets", wie die BWL-"Fuzzis" in Bramfeld die Geschäftsbereiche nennen. Der Paketsklaven-Treiber - pardon - Paketdienst "Hermes" steht zum Verkauf, womöglich an "Fedex". "Otto.de" kämpft mit der Öffnung als Plattform und bekommt neben "Amazon" und "Ebay" nun auch chinesische Player wie "Aliexpress" als Konkurrenten. Aus zahlreichen Ländern hat sich "Otto" bereits zurückgezogen, die Töchter "Heine" und "Schwab" werden fusioniert. Der Lack ist ab.

Die Zukunft der Logistik findet nicht in Hamburg statt.

2. Ein drittklassiger europäischer Hafen mit gefälschter Freihandels-Urkunde ist kein Grund zum Ab-/Feiern. Unabhängig von nicht beförderten oder halbleeren Containern in der Corona-Krise rutscht der "Hamburg Port" im Wettbewerb mit Rotterdam und Antwerpen seit Jahren ab - nicht durch Verluste, sondern durch fehlendes Wachstum. Das gern gefeierte Terminal Altenwerder ist aus Sicht hoch digitalisierter Brücken und Warehouses in den Niederlanden und Belgien lächerlich. Und da man für Steinwerder-Süd auf Intervention der "HHLA" die Chinesen mit "CCCC", "ZPMC" und "Alibaba" nicht haben wollte, zieht die Zukunft halt weiter - Bremen wartet schon. Da helfen leider auch keine Zukäufe osteuropäischer Terminals.

3. Der "Airbus"-Standort mit allein 15.000 Beschäftigten droht angesichts eines Zusammenbruchs des internationalen Luftverkehrs massiv zu schrumpfen, wie die Drohungen von Airbus-Chef Guillaume Faury gegenüber seiner Belegschaft ahnen lassen. Zusammen mit "Lufthansa Technik" und rd. 300 Zulieferern hängen in der Metropolregion mehr als 40.000 Jobs an der Luftfahrt. Allein die "Lufthansa" streicht 10% ihrer Flieger. Die Branche wird nach Expertenschätzungen erst in rd. 10 Jahren das Niveau vor Corona zurückgewinnen können. Damit steht das industrielle Standbein der Hansestadt zur Disposition, wie das "Hamburger Abendblatt" Ende April d. J. testierte.

Gastronomie und Tourismus vor Corona-Kollaps.


Schluss mit Lustig: Hamburg in Schwierigkeiten.
Foto: HANSEVALLEY
4. Die "sündigste Meile der Welt" als Sinnbild für den durch Kreuzfahrer seit Jahren steigenden Tages- und Stadttourismus vermisst in Zeiten des Shutdowns wohl kaum einer. Allerdings: rd. 100.000 Jobs in 11.000 vornehmlich kleinen und mittleren Betrieben hängen an Tourismus und Gastronomie rund um Alster und Elbe. Sie trifft es mit am Härtesten. Die Handelskammer fordert einen Masterplan Tourismus und Freizeitwirtschaft, um der hart getroffenen Branche das Überleben zu sichern. Haben Sie das verstanden, Herr Westhagemann? Auch wenn Handel und Tourismus schrittweise wieder möglich sind, mit Feiern aufm Kiez und Flanieren am Jungfernstieg hat das wenig zu tun.

Wie wird sich Hamburg entwickeln - unter einer neuen, alten Koalition mit dem "Peter" und der "Mutti"? Und was wird sich in Hamburg verändern - mit Handelshäusern aus der Offline-Zeit, einem weiter geschwächten Hafen, fehlender Digitalisierung der Logistik und einer katastrophalen Situation im Tourismus? Schon vor Kahrs und Corona stellte ich mir diese Frage. Meine bescheidene Antwort aus 14 Jahren West-/Berlin und fast 4 Jahren Hamburg aus redaktioneller Perspektive und journalistischem "Deep Dive" lautet: Die Hansestadt lebte bislang in der Vergangenheit, in einer "Vermögensillusion". Durch und nach Corona wird es ein "Weiter so" nicht geben, auch wenn das neue Koalitionspapier die Überschrift "Pfeifen im Walde" trägt. 

Die Zukunft liegt an Land - und nicht am Wasser.

Internet-, Medien- und Kulturhauptstadt ist die "Hammaburg" schone lange nicht mehr. Zukunftsweisende Technologie-Startups - wie FinTechs - haben sich in Berlin angesiedelt. Zukunftsweisende Handels-Startups - wie Zalando - lachen über ein Corporate-Startup "About You" aus der "Otto Group". Und auch hier hatten wir bereits im vergangenen Jahr einen Riecher, wo Hamburg wirklich punkten kann: Die Freie und Hansestadt hat ein namhaftes Forschungscluster in der Virologie. Die Gesundheitswirtschaft gewinnt durch und nach Corona an Bedeutung. Wenn Hamburg anfangen würde, seine Wissenschaft zu leben und zu lieben, wäre dies ein echtes "Asset".


Wahre Liebe kennt kein Lockdown.
Foto: Guido Hofmann, Unsplash

Auch wenn ich mich wiederhole: "Die Zukunft Hamburgs liegt an Land, und nicht am Wasser" mahnte Alt-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi in seiner ersten Bürgermeister-Rede vor dem "Übersee-Club" - 1983. Nachdem alte Bank-/Fassaden brökeln, nachdem alte Partei-/Strukturen aufbrechen,  ist es an der Zeit, der Zukunft in die Augen zu sehen - eine Zukunft mit digitalem Rückgrat und nachhaltiger Ausrichtung, einer Zukunft mit diversifizierten Geschäftsmodellen und einer echten Offenheit für Neues und neue Player. Denn das ist die Realität der vergangenen Jahre in des wiedervereinten Berlin und seiner Hauptstadtregion mit Tesla-Fabrik und Batterieforschung - ohne den Provinzmief von Sandkasten-Kumpeln und lokalen Strippenziehern. Wäre mal eine Idee. 


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 Hanse Digital Background: 

HANSESPORTS: "Aus dem Home Office digital in ein bewegtes Leben":

HANSEVALLEY: "Die Welt wird eine andere sein - der Norden nach Corona":
hansevalley.de/2020/04/hansefuture-die-welt-wird-eine-andere.html

HANSEVALLEY: "Wie Hamburgs Wirtschaft aus der Panik zu digitalen Perspektiven kommt":

Mittwoch, 6. Mai 2020

HANSESPORTS: Aus dem Home Office digital in ein bewegtes Leben.

HANSE DIGITAL AUTOREN

Sportwissenschaftler Marcel Werner von Sportup Berlin bei den Pitchfreunden in Berlin.
Foto: Kny Photographie, Berlin

„Für gesunde Bewegung müssen Sie Ihren Komfortbereich nicht verlassen, Bewegung ist der Komfortbereich.“

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Dr. Volkmar Feldt, Gründer des Sport-Gesundheitspark, Berlin 2018
Die internationale Unternehmensberatung Accenture hat Anfang April d. J. mehr als 3.000 Verbraucher in 15 Ländern zu ihren Gewohnheiten in der Corona-Krise befragt. Ergebnis: Die Menschen entwickeln während des Lockdowns im Home Office neue digitale Präferenzen: 25% kaufen Lebensmittel online ein, 32% beziehen Produkte und Dienstleistungen online - Tendenz steigend. 60% kümmern sich im Shutdown stärker um sich und ihr Wohlbefunden, 57% betreiben zu Hause in der entschleunigten Welt mehr Sport. 

Der Berliner Sportwissenschaftler Marcel Werner baut für den größten Breitensport-Anbieter der Hauptstadt - den Sport-Gesundheitspark Berlin - mit 7.000 Mitgliedern und 900 Trainingsgruppen das digitale Sportprogramm der Zukunft auf. Mit Sportup Berlin betreut der junge Sportexperte bundesweit Startups und etablierte Unternehmen beim Aufbau eines professionellen Firmenfitness fürs Home Office.  Für HANSEVALLEY schreibt der langjährige Personal Trainer unseres Chefredakteurs, wie Fitness digital am Bildschirm klappt:

Gefangen auf dem eigenen Sitzplatz

Viel Sitzen und wenig Bewegung ist eine tödliche Kombination. Die WHO führt 3,2 Millionen Todesfälle auf die „Krankheit“ Sitzen zurück. Andere titulieren letzteres als das neue Rauchen. Doch wie ist es möglich, diesem „Leid“ zu entkommen? Maßnahmen wie Home Office und soziale Isolation verstärken diese Effekte oftmals noch. Der Durchschnittsdeutsche sitzt 7,5 Stunden am Tag - und das schon vor Corona. Es soollten also Lösungen gefunden werden, die die Menschen und Mitarbeiter eines Unternehmens zu mehr Bewegung bewegen – digitale Lösungen!


Ein fester Sitz

Beim Sitzen werden die Bauch- und die Gesäßmuskeln inaktiv. Der Hüftbeuger wird fester und fester und zieht die Wirbelsäule in ein Hohlkreuz. Daraus resultieren Schmerzen im unteren Rückenbereich. Zudem wird der Kopf oftmals in die Überstreckung gebracht und die Schultern fallen nach vorne. Die Folgen sind Verspannungen und Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich. Langfristige Folgen können unter anderem Atemprobleme, Diabetes, Übergewicht und koronare Herzerkrankungen sein. Und das sage ich nicht nur als Sportwissenschaftler.

„Das kann ich morgen noch machen“

Eine betriebliche Gesundheitsförderung kann und muss aktuell digital erfolgen. Selbstverständlich gibt es tausende Videos bei diversen Online-Plattformen, die man ausprobieren kann und die helfen. Einige kostenlose Angebote finden sich auch im HANSESERVICE. Die Halbwertzeit von solchen Videos sind aber oft begrenzt, da die Motivation und Teilnahme schnell nachlassen. Wie kann ich es also schaffen, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbieter an Bewegungsprogrammen über einen längeren Zeitraum erfolgreich und mit Freude teilnehmen? 

Individuell, terminiert und persönlich

Die Angebote müssen individualisiert, terminiert und persönlich sein. Die beste Planung nützt nichts, ohne zeitliche Vorgaben. Wenn der Tag und die Zeit fix sind, wird die Bewegung und die Freude daran zur Routine. Auch wenn dieser Aspekt sehr banal klingt, ist er einer der zentralen Aspekte für den Erfolg. Individualisierte Bewegungsprogramme für eine Gruppe von Mitarbeitern sind ebenso wie die persönliche Beratung der Feinschliff für eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsförderung.


Bewegung kann so einfach sein

Sportup Berlin steht seit über 10 Jahren für gesunde Bewegung, Entspannungstraining, Beratung und gesundheitsrelevante Vorträge. Die Erfolge, die diese Bewegung mit sich bringt, sind wissenschaftlich bestätigt und werden sowohl von Startups wie auch von DAX-Unternehmen in Anspruch genommen. Aktuell werden alle Angebote digital ausgeführt – vom Erstkontakt bis zum Training, zur Beratung oder zum Vortrag.


Gesunde Kontrolle


Videokonferenz-Tools ermöglichen ein gesundes, kontrolliertes Training. Bewegungen können vom Trainer ausgeführt und anschließend via Video bei den Mitarbeitern kontrolliert werden. Die Basis für ein erfolgreiches Training ist die Bewegungskontrolle bzw. Bewegungsvorgabe. Ein erfahrener Trainer – wie bei Sportup Berlin - weiß, welche Übungen an welchen Stellen oftmals falsch ausgeführt werden und kann mögliche Fehlerquellen im Vorhinein aufzeigen. 

Emotionale Gesundheit 

Zudem ermöglicht ein digitales bewegtes oder auch entspanntes Treffen einen sozialen und emotionalen Austausch. Jeder von uns hat in den letzten Wochen wahrgenommen, wie eine soziale Isolation zu einer psychischen Herausforderung werden kann. Sportup Berlin ermöglicht Teilnehmern eine kleine Pause vom Alltag. Viele Studien belegen die Wirksamkeit von sogenannten Mikropausen, die die Arbeitsleistungen und die kognitiven Fähigkeiten signifikant verbessern. 

Gesundheit ist eine Chance

Die aktuelle Situation benötigt digitale Lösungen und das in allen Lebensbereichen. Die Gesundheit ist das höchste Gut und jeder Mensch hat die Möglichkeit etwas dafür zu tun – sowohl physisch wie auch psychisch. Neben den gesundheitsrelevanten Aspekten steigt die Identifikation mit der eigenen Firma und dieses Tool kann eine erfolgreiche Mitarbeiter-Rekrutierung unterstützen. Unternehmen sollten diese Chance nutzen und sich mit gesunden, motivierten und erholten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen und in eine gesunde Zukunft starten.

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Ein Gastbeitrag von Marcel Werner, Gründer von Sportup Berlin.
Die inhaltliche Verantwortung des Autorenbeitrags liegt beim Urheber.



 Hamburg Digital Autor Marcel Werner

Direktkontakt:

Marcel Werner, Sportwissenschaftler
Gründer von Sportup Berlin

Digitale Betriebliche Gesundheitsförderung
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