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Mittwoch, 19. September 2018

HANSESTARTUP Recalm: Was laut ist, wird leiser ... und leiser.

HAMBURG STARTUP REPORT

Lärm macht krank. Wir leiden körperlich und geistig, wenn es zu laut wird. Schwerhörigkeit ist die zweitgrößte Berufskrankheit in Deutschland. Jeder 8. Bundesbürger leidet unter Hörschäden. Wer in der Stadt lebt, hat durch Straßenlärm schlechte Hörwerte, als Landbewohner. Marc von Elling kennt das aus eigenem Erleben. An der Hauptverkehrsachse zwischen Altstadt, Neustadt, Altona und Blankenese ist im Sommer die Hölle los.


Das Team der Hamburger Tech-Startups Recalm.
Foto: Recalm

Ein sechköpfiges Team um den Elektroingenieur hat den Kampf gegen Lärm auf Baustellen aufgenommen. Unterstützt von Airbus und Stadt startet das Tech-Startup Recalm jetzt durch - auf dem Weg zum Lösungsanbieter für schallbasierten Lärmschutz in Führerständen von Baggern und Landmaschinen. Ein Hamburg Startup Report - entstanden in einem lauten Zugabteil zwischen Hamburg und Berlin: 

Ein Montag-Morgen, im ICE 1518 von Berlin nach Hamburg. Im "Bahn Comfort"-Abteil macht es sich eine Gruppe junger Mädchen bequem. Die Sportlerinnen entertainen den halben Wagon. Im Business-Abteil stört das die Pendler zwischen Spree- und der Alstermetropole wenig. Sie haben große Kopfhörer auf, auf diesen bekannte Namen, wie "Bose" und "Beats". Das Geheimnis der Geschäftsreisenden heißt Active Noice Cancelling - kurz: ANC - und ist Standard im Kopfhörer jedes Vielfahrers. Ob schrille Reisegruppe, quängelnde Kleinkinder oder lautstarke Urlauber - mit einem Klick ist Ruhe.

Szenenwechsel: Donnerstag, 17. Mai, Hamburg Innovation Summit in Harburg. Wirtschaftssenator Frank Horch besucht die Ausstellung junger Unternehmen und visionärer Hamburger Hochschulprojekte in einer zugigen Garage des TU Tech-Gebäudes gegenüber dem künftigen Innovationsport am Harburger Hafen. Der interessierte Spitzenpolitiker setzt sich in die Kabine eines Kompaktbaggers und lässt sich die Arbeit des Hamburger Startups Recalm erklären. Was BahnCard 100-Nutzer in ihren Over Ear-Kopfhörern haben, gibt es auch in Kopfstützen von Fahrerhäuschen - inkl. Antischall. Und das ist eine Innovation für den Industriestandort Hamburg.


Wirtschaftssenator Horch im Demo-Bagger in Harburg.
Foto: HANSEVALLEY

Der Anfang des Hamburger Tech-Startups Recalm begann auf einer mit HANSEVALLEY befreundeten Matching-Plattform - Founderio. Der Hamburger HAW-Student Marc von Elling suchte auf der von Studenten der Berliner Gründerhochschule HWR initiierten Plattform nach Mitstreitern. 'Ich möchte die Lebensqualität durch Lärmminderung erhöhen', schrieb der Elektrotechniker frei von der Leber weg. Betriebswirt Lukas Henkel aus dem Rheinland blieb an der Recalm-Website hängen. Gesucht, gefunden - in weniger als 11 Minuten - und ohne Jahresabo. Lukas erzählt im Recherchegespräch, wie bei Co-Founder Marc alles mal losging.

Active Noise Cancelling: Schall hilft gegen Schall.

Sommer 20216, eine Wohnung oberhalb des Fischmarktes, dort wo der 112er Bus seinen Schlenker macht. Die Fenster bei schönsten Wetter offen lassen, das ist für den jungen Studenten der HAW eine Herausforderung. Bei fast 30 Grad mit einem "Bose QuietComfort 35" der Abteilung "Bahn Comfort" durch die Wohnung zu laufen ist nicht wirkliche eine Alternative. Dem sympatischen Techi kommt eine Idee: Das Grundprinzip Schall gegen Schall zu setzen, um die Ohren zu schonen, gibt es seit 1930. Wie wäre es dann, wenn das Prinzip auch ohne Kopfhörer möglich wäre? Eine Idee ist geboren.


Unterschied mit und ohne Recalm in der Baumaschine.
Grafik: Recalm

Beim Pitch-Event bei Airbus setzt sich das junge Team um den Embedded Systems-Spezialisten Marc gegen 90 Ideen aus 30 Ländern durch. Im Inkubator bauen sie ihr Team mit 3 Startuppern auf und werden über 6 Monate auf ihren weiteren Weg vorbereitet. Neben Büroflächen helfen den Gründern vor allem Workshops und Coaching. Ein Mentor aus dem Airbus-Management gibt ihnen wertvolle Tipps. Ralf Ressel, Ingenieur und langjähriger Entwicklungsleiter für Baumaschinen wird ihr 4. Mann. Bis heute gibt es ertrauensvolle Kontakte zu Airbus, auch wenn sich Recalm in eine eigene Richtung entwickelt. 

Vom Flugzeug zu Baumaschinen zu Bahnsitzen.

Das Nachwuchsunternehmen spezialisiert sich auf Bau- und Landmaschinen. Der Lärmpegel auf Baustellen und im Außeneinsatz ist vergleich mit dem einer startenden Passagiermaschine. Die Schlüsselfrage wird: "Wie können wir Baustellen leiser machen?" Co-Founder Lukas Henkel ergänzt: "Wenn wir einmal in einem Sitz einer Baumaschine präsent sind, können wir später vielleicht in einem Flugzeug- oder Bahnsitz oder dem heimischen Ohrensessel aktiv werden." Womit er der beste Freund von tausenden täglicher Bahn-Pendler zwischen Haupt- und Hafenstadt werden dürfte. Doch zunächst arbeitet das junge Team am Führerstand eines Bagger- oder Maschinführers.

Mit dem Exist-Gründerstipendium des Bundes i. H. v. 125.000,- € konnten die pfiffigen Jungunternehmer ab Mitte 2017 durchstarten und ihren Prototypen mit einer intelligent-vernetzten Kopfstütze und cleveren Lautsprechern zur Rauschunterdrückung weiterentwickeln. Ein Jahr später der erste Markterfolg: In einem mehrwöchigen Stresstest wird das Recalm-System im Stresstest bei einem Pilotkunden getestet. Ein System, das im Kern aus Fingernagel-großen Mikrofonen, 3 Zoll-Laursprechern, einer Hardware-Plattform leistungsfähigen Chips und einer intelligenten Betriebssoftware mit eigens entwickeltem ANC-Algorythmus der Harburger Tüfftler.


Keine Kopfhörer, keine Kopfschmerzen, kein Hörschaden.
Grafik: Recalm

Nach dem Exist-Gründerstipendium unterstützt auch die Stadt Hamburg die visionären Gründer - fast mit dem Höchstbetrag der IFB-Gründerförderung "InnoRampUp". Dabei entwickeln sich die Profis  der IFB Innovationsstarter GmbH zugleich zu Sparrings-Partnern mit Rat und Tat. Der 28-jährige Wahl-Hamburger Lukas freut sich, ganz vorn dabei zu sein: "Es ist ein Produkt, dass die Leute gebrauchen können." Jetzt geht es um den ersten Pilotkunden. Bereits im nächsten Jahr wollen die zukunftsweisenden Hamburger auf der weltgrößten Baumaschinenmesse "Bauma" in München präsentieren, ihre Neuheit der Branche demonstrieren und Kontakte für Projekte gewinnen.

Ein Unternehmen aufbauen statt Bullshit-Bingo.

Im Gegensatz zu Hype-Statups an de Spree sehen die Recam-Gründer durchaus einen Fokus auf mittelständische Familienunternehmen unter den Baumaschinenherstellern, und nicht nur Marktführer, wie Caterpiller, John Deere und Kumastu. In ihrem Marketing beschränkt sich das heute 6-köpfige Team vor allem auf Messebesuche zur Vernetzung sowie auf die Teilnahme an Seminaren und Tagungen. Das Team aus 3 Wirtschafts-/Ingenieuren und 1 Betriebswirt plus Praktikanten hat sich auf den Weg gemacht. Co-Founder Lukas gibt uns als Inside mit: "Uns wird zurückgespielt, sehr gemischt aufgestellt zu sein." Und schließt mit den hoffnungsvollen Worten: "Das ist kein Projekt, dass 6 Monate laufen soll. Wir wollen organisch ein Unternehmen aufbauen." Wir nennen das ein echtes HANSESTARTUP.





* * *

 Hamburg Digital Background: 

Recalm Hamburg:
www.recalm.com

Active Noise Cancelling, ANC:
www.itwissen.info/ANC-active-noise-cancelling-ANC-Verfahren.html

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Hamburg Innovation Summit:
https://hamburg-innovation-summit.de/

IFB Innovationsstarter:
https://innovationsstarter.com/

Mittwoch, 8. November 2017

HANSEAEROSPACE: Von Flugbooten zur Zukunft der zivilen Luftfahrt - Made in Finkenwerder.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Freitag-Vormittag ist es soweit: Dann eröffnen auf Finkenwerder zwei neue Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt - DLR - ihre Pforten. Hamburg ist der drittgrößte Standort für zivile Luftfahrt weltweit. Unsere Stadt spielt global in einer Liga mit Seattle und Toulouse. Dank Airbus, Lufthansa Technik, Hamburg Airport und rd. 300 Zulieferern ist die Hansestadt und die Metropolregion Zuhause von mehr als 40.000 qualifizierten Arbeitsplätzen in der Aerospace-Industrie, mehr als 12.500 allein bei Airbus, 7.500 bei Lufthansa. 


ZAL Techcenter auf Finkenwerder.
Foto: HANSEVALLEY
Damit das so bleibt, sind Forschung und Entwicklung ein zentraler Schlüssel für die Zukunft des Aviation-Clusters. Das ZAL ist Think Tank und Motor der Innovationen für die Luftfahrt an Alster und Elbe. Das im vergangenen Jahr eröffnete Zentrum ist eine erfolgreiche Public-Private-Partnership aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Die Integration und die weitere Industrialisierung der Luftfahrt sind die Leitthemen. Was das ZAL besonders macht und wie das Erfolgsrezept des futuristischen Tech-Centers konkret aussieht - ein Hamburg Digital Report.


Dieser Sommer war für das ZAL und den Luftfahrtstandort Hamburg ein ganz besonderer: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt verkündete, mit 2 neuen Instituten in die Hansestadt zu kommen, bringt 200 zusätzliche Arbeitsplätze ans ZAL. Im Mittelpunkt: Zukunftstechnologien, wie 3D-Druck und Industrie 4.0. Die Hansestadt wird zugleich Sitzland des DLR und bekommt damit eine eigene Stimme im führenden Forschungsverbund für Luft- und Raumfahrt. Mit dem Engagement von Bund und Senat rückt Finkenwerder weiter in den Fokus der Forschung.

"Es gab keine Blaupause" bringt Geschäftsführer Roland Gerhards den Aufbau des ZAL auf den Punkt. Das Tech-Center sind zwei überdimensionale Hallen und ein Bürotrakt mit Auditorium, Besprechungs- und Kreativräumen sowie der futuristischen Fassade in der Mitte. Auf 26.000 qm können bis zu 600 Forscher arbeiten. 30 Partner - von Herstellern über Hochschulen bis zu Instituten - haben z. Zt. 90% der Flächen gemietet. Das ZAL ist weltweit bekannt, vergleichbar der US-City Kansas mit ihrer Luftfahrtforschung. Der USP auf Finkenwerder ist die praxisnahe Forschung und Entwicklung mit den Testhallen.

"Silicon Valley der Luftfahrt aka Luftfahrt-Spielwiese"


Akustik-Lab im ZAL Tech-Center.
Foto: ZAL
Im Erdgeschoss: eine aufgeschnitte Flugzeugkabine - eine Präsentation des "Airbus-Protospace" mit "Rimowa" für das Projekt "Bag2Go". Nur ein Projekt des Kreativlabs von Airbus hinterm Deich. Daneben: ein abgeschirmter Bereich. Hier werden elektrische Klimaanlagentests durchgeführt. Eine Tür weiter: das futuristische "Acoustic Flight Lab". Die 140 dB starken Lautsprecher ermöglichen Praxistests für eine leise Kabine des A320. Beim Gang durch das Forschungszentrum kommen wir am VR-Lab vorbei. Hier wird an Produktionsprozessen u. a. für das Airbus-Werk geforscht - und das mit bis zu 30 Nutzern gleichzeitig. Investitionen in das VR-Lab: allein 800.000,- €.

In der 2. Testhalle wird es noch spannender: eine A320-Kabine mit Frachtraum im Maßstab 1:1 dient Cabin- & Cargo-Tests, eines von insgesamt 6 Test-Rigs der ZAL-Fachbereiche. Ein Schlüsselfrage hier in der Forschung: Kann man die Bordküche (Galley) im Cargo-Bereich unterbringen? Ein Lastenkran in der 22 Meter hohen Halle verrückt bis zu 5 Tonnen schwere Bauteile. So wird aus einer A320-Kabine wahlweise ein A380-Oberdeck. Die Kabinenausstattung ist einer der besonderen Forschungsschwerpunkte am zivilen Luftfahrtstandort Hamburg.

"Luftfahrt ist in klassischer Weise nicht First Mover."


Hochmodernes VR-Lab für kollaborative Entwicklung.
Foto: ZAL
Neben Klima-, Akustik- und Ausstattungsthemen steht die industrielle Produktion mit Unterstützung der Robotik auf dem Plan der Forscher. So entwickelt die Helmut-Schmidt-Universität am ZAL ein Exos-Skelett zum Heben schwerer Elemente in der Fertigung, z. B. von Gepäckfächern in der Montage. Lufthansa-Technik investiert auf Finkenwerder seinerseits in die Entwicklung der 3D-Technik, z. B. zum Druck von Ersatzteilen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die vernetzte Industrie 4.0 für die Produktion von Flugzeugen im 2,5 km entfernten Flugzeug-Werk.

Insgesamt hat das rd. 95 Mio. € teure ZAL sechs Forschungsschwerpunkte. Die "Technical Domains" sind "Fuel Cell Lab", "Cabin Innovation & Technology", "Air & Power Systems", "Aerospace Production & "Fuselage Engineering", "Acoustics & Vibration" sowie "General Processes & Support Topics". Damit deckt es die wesentlichen Aerospace-Themen in Hamburg ab. Dies geschieht durch Vermietung von Labor- und Hallenflächen, die Implementierung von Forschungs-Infrastrukturen, die Vermarktung des Luftfahrt-Forschungsstandortes mit Industrie, Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Bereitstellung von Dienstleistungen für die Forschung. Das Engagement wird von einem rd. 40-köpfigen Team geleitet.

"Weil man an vorderster Front neueste Technologien entwickeln kann."


ZAL-Testhalle auf Finkenwerder
Foto: ZAL
Mehr als 450 Veranstaltungen brachten in 1,5 Jahren Partner aus Industrie, Mittelstand und Forschung auf Finkenwerder zusammen. Denn: Eine Besonderheit des Tech-Centers ist die direkte Kooperation, z. B. beim Thema Kabinenausstattung. So steht in der Testhalle ein Mockup von Lufthansa Technik direkt neben einem A320-Mockup von Airbus. Entscheidend ist die gleichberechtigte Zusammenarbeit auf neutraler Basis. So können gemeinsame Innovationen entwickelt werden. "Es braucht einen Ort, an dem man sich vertraut", fasst Roland Gerhards die Intension zusammen, der selbst 15 Jahre bei Airbus u. a. in der Kabinenentwicklung arbeitete.

Das ZAL integriert die Bereiche Grundlagenforschung der Hochschulen, die Großforschung des DLR, die Zulieferindustrie der Region und die Großindustrie, wie Airbus und Lufthansa Technik. Damit ist das Zentrum ähnlich aufgestellt, wie die Zukunftsfabrik "Arena 2036" mit ihrer Forschungshalle für die Automobilindustrie in Stuttgart. Ein wichtiger Punkt im ZAL ist die Förderung der 300 zumeist kleinen und mittelständischen Zulieferer. Sie sind mit dem ZAL-Förderverein ebenso in Finkenwerder mit von der Partie. 

Dreh- und Angelpunkt sind die zahlreichen Veranstaltungen zur Vernetzung. Dazu kommt das neue Drohnennetzwerk "Windrove". Dieses Thema ist für Hamburg mehr als spannend, denkt man z. B. an die Luftmessung von Handelsschiffen, die Überwachung von Kaimauern oder den Transport von Blutkonserven und Medikamenten in einer Millionenstadt. Kein Wunder, dass die Netzwerkidee bei Roland Gerhards entstanden ist. "Als Ingenieur müssen Sie immer ein bisschen Spielkind sein", fasst der 49-jährige Luftfahrtingenieur das zukunftsweisende Engagement des Luftfahrt-Zentrums zusammen.


 Hamburg Digital Background: 

Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung - ZAL
www.zal.aero

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt - Hamburg

www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10257

Airbus Innovations
http://airbus-xo.com/about-us/

Lufthansa Technik Innovation

www.lufthansa-technik.com/de/innovation#wbx-accordion-collapse-1520539

Flughafen Hamburg Innovation

www.hamburg-airport.de/de/hamburg_zentrum_fuer_forschungsprojekte.php

Branchen-Verband "Hanse Aerospace" 
www.hanse-aerospace.net/

Branchen-Netzwerk "Hamburg Aviation"
www.hamburg-aviation.de

Hamburger Drohnennetzwerk - "WiNDRoVe"
www.zal.aero/aktuelles/article/326/

Aircraft Interiours Expo - Hamburg Messe
www.aircraftinteriorsexpo.com

Donnerstag, 23. Februar 2017

HANSEINVENT: Hamburg macht in 3 Dimensionen Druck.

HAMBURG DIGITAL REPORT

Die Handelskammer am Adolphsplatz. Es ist Freitag, der 30. Dezember vergangenen Jahres, im großen Börsensaal der Neuen Börse. Der scheidende Präses der einflussreichen Wirtschaftsvertretung - Fritz Horst Melsheimer - kündigt vor den gut 2.000 Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Einrichtung eines 3D-Demonstrationszentrums an. Immerhin hat die Hamburger Koalition in ihrem Koalitionsvertrag 2015 die Entwicklung einer 3D-Strategie angekündigt. Ein einer ersten Stellungnahme kritisieren wir ein mögliches Demonstrationszentrum. Doch das Thema ist in Hamburg wichtiger, als gedacht:

Nach der Ankündigung stellen wir uns die Frage, was unsere Handelsmetropole und Medienhauptstadt mit 3D-Druck zu tun hat. Augmented und Virtual Reality in Hamburg? Das macht Sinn. Die Medientechnologien erweitern die Chancen Hamburgs im boomenden Tourismus, in der Gamesindustrie und mit der Virtualisierung von Logistikprozessen, z. B. durch die HPA im Hafen. Aber 3D-Druck in Hamburg? Was hat unsere Wirtschaftshauptstadt damit zu tun, Bau- und Ersatzteile zu drucken?


Aus dem 3D-Drucker: Halterung im Airbus A350 XWB
Foto: Airbus
Während in Handelskammer und Wirtschaftsförderung die Gespräche für das Demonstrationszentrum laufen, bekommen wir eine  Empfehlung von "Medienlotse" Jan Rode für ein bestehendes 3D-Projekt. Der Titel der Projektseite der Technischen Universität lautet "Secure Additive Manufactoring Platform". 

5 der 9 Partner kommen aus Hamburg: Der IT-Dienstleister "consider it", der Halbleiterproduzent "NXP", das Institut für Flugzeug-Kabinensysteme der TU Harburg, das Forschungszentrum für Informationssysteme - HARCIS - der Uni Hamburg und ... Airbus in Finkenwerder.

Industrieller 3D-Druck - ein Hamburger Airbus-Thema.

Wenn 5 von 9 Partnern aus Hamburg kommen, ist es ein Thema für unser Magazin. Stellt sich die Frage: Wo ist 3D-Druck für Airbus interessant und was hat das Thema mit Sicherheitstechnologien zu tun? Prototyping in Architektur, in der Automobilindustrie und im Maschinenbau - nachvollziehbar; Einzelanfertigungen von Zahnkronen und Kleinserien von Hörgeräten - vorstellbar. In Zeiten zunehmender Protektion - von Großbritannien bis zu den Vereinigten Staaten - wird die lokale Produktion von Konsumgütern ein Thema, z. B. von Turnschuhen. Aber Flugzeuge?

Im Recherche-Interview mit dem Geschäftsführer des Hamburger IT-Dienstleisters und Software-Entwicklers "consider it" - Christopher Nigischer - kommt Licht ins Dunkel: Wenn Bau- und Ersatzteile - z. B. von Flugzeugkabinen für Airbus-Jets - aus dem 3D-Drucker kommen, wer garantiert, das alles mit rechten Dingen zugeht? Wer stellt sicher, dass es der echte Bauplan für ein Kunststoff- oder Metallteil ist, dass auch nach vielen Flugstunden zuverlässig seinen Dienst tut? Wer gewährleistet, dass die Drucker ein Original fertigen, und keine minderwertige Fälschung?

Sneakers aus dem Drucker - Horror für Adidas & Co.?


Dresdner Frauenkirche als 3D-Präzisionsdruck
Foto: 3D Microprint, Chemnitz
Wenn ein Drucker hunderte Kilometer entfernt von der Produktentwicklung Kabinenelemente für einen Airbus produzieren kann, wird klar, dass es einige Unsicherheitsfaktoren gibt: Werden in herkömmlichen Fabriken Bauteile in einem geschütztem Raum für ihren Bestimmungszweck produziert, kann in Zeiten dezentraler 3D-Industriedrucker jeder seine persönliche Armlehne für den Flugzeugsitz ausdrucken. Von militärischen Anwendungen im Airbus-Konzern ganz zu schweigen.

Die intelligente Lösung in einem Produkt Produkt ist im 3D-Druck von der Fertigung getrennt. Schwere Zeiten für Adidas, Puma und Nike, wenn jeder von uns im 3D-Copy-Center künftig seine Sneakers nach Feierabend drucken lassen kann. Vom künftig überflüssigen 2,5 Mrd. US-Dollar Werbebudget allein bei der Adidas-Group einmal abgesehen: Was bedeutet es für die Sicherheit in der Luft, im Auto, mit Impantaten oder Geräten im Ohr, wenn  - wie bei Musik, Filmen und Software - der materielle Wert des Produkts durch Technologien auf ein Minimum fällt?

Bauteile für Airbus, Lufthansa und Hapag-Lloyd.

Damit Produzenten, Lieferanten und Abnehmern in der Industrie nicht das Gleiche passiert, was Musik- und Filmindustrie hinter sich gebracht haben, denken Industriegrößen wie Airbus heute über die Auswirkungen des 3D-Drucks nach. Im gemeinsamen "SAMPL-Projekt" mit Hardware-, Software-, Forschungs- und Anwendungspartnern aus Chemnitz, Hamburg, Hannover und Ulm geht es genau um dieses Thema: Trusted 3D-Druck. Wie kann und wird sichere Produktion von Bauteilen für Airbus, Ersatzteilen für Lufthansa Technik oder für Hapag-Lloyd-Frachter aussehen?


Querschnitt der Raumgitterstruktur eines 3D-Drucks
Foto: 3D Microprint, Chemnitz
Die Qualität eines Produkts steckt im "Intellectual Property" - sprich: sie ist Wissen und Können. Im
3D-Druck ist dieses geistige Eigentum getrennt von der Produktion - in Druckdateien. Im 3D-Druck muss dieses Wissen wieder mit dem Produkt verbunden werden - und zwar sicher und zuverlässig. Dazu müssen die Druckdateien gesichert werden und geschützt bleiben, um nur Originale zu produzieren, und keinen minderwertigen Ausschuss. Und dazu müssen 3D-Drucker wissen, dass sie echte Dateien empfangen haben und die Daten in Kunststoff oder Metall drucken können und dürfen.

Sichere Daten für sichere Produkte im Leben.

Hier benötigt es einerseits ein intelligentes, digitales Lizenzmanagement, wie wir es heute bei Mediendiensten für Text, Audio, Bild und Video kennen, z. B. bei Audible, Kindle, Netflix, Shutterstock oder Spotify. Andererseits bedarf es Sicherungsmethoden, um auch nach Jahrzehnten nachweisen zu können, dass die Bauteile eines A 350 mit Originaldaten gedruckt wurden. Dies können RFID-Chips. speziell angeordnete Mikropartikel im Material oder ein bestimmtes Verhalten des Materials sein, wenn man es mit physischen Methoden konfrontiert wird (Physical Unclonable Function).

Zwischen den Orginaldaten zu Produktspezifikation und Druckauftrag sowie den Sicherheitsabfragen von 3D-Security-Drucker und fertigen Produkten liegen 2 maßgebliche Prozesse. 1. Die abgesicherte Übertragung der Auftrags- und Produktionsdaten und 2. die abgesicherte Übertragung der Lizenz- und Zertifizierungsdaten. Genau um darum kümmern sich die insgesamt 9 Partner aus Industrie, IT-Branche und Wissenschaft seit November vergangenen Jahres und noch bis Oktober 2019.

Industrie, IT & Forschung an einem Tisch.


3D-Industriedrucker aus Deutschland
Foto: 3D Microprint, Chemnitz
Der Chemnitzer Drucker-Hersteller "3D Microprint" kümmert sich im gemeinsamen Projekt um die Erweiterung seiner Drucker um Sicherheitskomponenten, wie RFID-Chips und die Einbindung der Universal-Verbindung "UPC-OA" in die Gerätesoftware. Das Hamburger Softwarehaus "consider it" entwickelt die Software im Bereich Lizenzmanagement - in Verbindung mit dezentralen Blockchain-Systemen. Das Chemnitzer Fraunhofer ENAS-Institut gewährleistet die Anbindung der 3D-Drucker über die Schnittstelle.

Der Hamburger Halbleiterproduzent NXP entwickelt und produziert die eingesetzten RFID- und Kryptochips für die Drucker. Das Darmstädter IT-Haus "Prostep" engagiert sich in der sicheren Übertragung von Auftrags- und Produktdaten ins Additive Manufactoring. Der Fachbereich der TU Hamburg ist verantwortlich für die Securityprozesse und das Risikomanagement. Das Forschungszentrum der Universität Hamburg beleuchtet künftige Geschäftsmodelle und die Universität Ulm ist federführend beteiligt bei der Entwicklung der Blockchain-Architektur.

Trusted 3D-Printing als exzellentes Beispiel.


Präsentation der 3D-Druck-Aktivitäten von Airbus
bei der Startup-Night Luft- und Raumfahrt in Berlin
Foto: Thomas Keup
Für die Hamburger Airbus Operations ist das mit rd. 4 Mio. Euro budgetierte Gemeinschaftsprojekt ein exzellenter Pilot, um Erfahrungen mit künftigen Produktionsmethoden und deren Absicherung zu sammeln und diese zusammen mit den Lieferanten in neue, abgesicherte Produktionsverfahren für die Airbus-Zulieferung einfließen zu lassen. Damit ist das Projekt ein exzellentes Beispiel, wie 3D-Technologien ganz praktisch in der Industrie am Standort Hamburg zum Einsatz kommen. SAMPL könnte damit eine Basis für das geplante 3D-Demonstrationszentrum sein.

Genauso spannend ist die Blockchain-Komponente in dem Projekt: Die Hamburger "consider it" ist der führende Partner in der Implementierung von Blockchain-Systemen zum Lizenzabgleich im Druckprozess. Zudem plant der IT-Dienstleister eine Blockchain-Initiative für die Hansestadt. Die Fragestellung: Wie können Technologien, Anwendungen und Akteure aus Industrie und Mittelstand, Produktion und Dienstleistungen, Finanzbranche und Wirtschaftsförderern, Forschung und Wissenschaft sowie Verbraucherschutz und Verwaltung Hamburg zu einem Blockchain-Zentrum entwickeln? Mit Bitcoin hat das nur noch wenig zu tun. Aber dazu ein andermal mehr ...


* * *

 Hamburg Digital Background: 

SAMPL-Projekt im Rahmen des PAiCE-Programms:

https://www.tuhh.de/fks/010_research/projects/sampl/de/index.html

Info-Veranstaltung zu additiver Fertigung am 23.3.2017:
http://kompetenzzentrum-hh.digital/web/termine/event/index/5


Ihr Hamburg Digital Marketing _______________________________________

WILLKOMMEN bei HANSVALLEY - dem erfolgreichen Hamburg Digital Magazin:
  • HANSEVALLEY wird gelesen - in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
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Nutzen Sie echten Journalismus - mit Editorial Marketing, Redaktion + Distribution:
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Sprechen wir über Ihre besonderen Chancen in einem exklusiven Umfeld:

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Donnerstag, 29. Dezember 2016

HANSEVALLEY: Concept Proof erbracht - Danke, Hamburg!


Für HANSEVALLEY + GRÜNDERMETRO live vor Ort.
Foto: HANSEVALLEY
Liebe Leser:

Wow! Das waren 3 spannende Monate: 38 Stunden im Linienbus zwischen Berlin und Hamburg auf der Autobahn - mit dem Ziel eines neuen, digitalen Magazins für die Freie und Hansestadt.

Weit über 30 Hintergrundgespräche und Interviews in Hamburg - mit Gründern, Unternehmern, Innovatoren und Investoren, Netzwerkern, Wirtschaftsförderern und Politikern, Pressesprechern, Journalisten und Social Media Officern.


Dazu über ein Dutzend Pitchcontests, Demodays und Innovationsevents in Hansestadt und Hauptstadt - für frischen Input und neue Kontakte.



Das sind die spannensten Geschichten aus 3 Monaten HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin:


FINTECH: In Hamburg entsteht der zentrale Fintech-Hub der Sparkassen
GOOGLE: Google schafft 300 neue, qualifizierte Arbeitsplätze an der Elbe
PARTNER: Hamburg und Berlin wollen bei Startup-Ansiedlung partnern 


KAMMER: Digitale Wahlprüfsteine helfen 160.000 Gewerbebetrieben
TERMINE: 40 Digital-Events machen Hamburg zur Top-20-Digital-City
STARTUP: Beliebtes Startup Lightboys musste leider in die Insolvenz


Neben den Exklusiv-Geschichten haben uns die Personality-Interviews mit bekannten Vertretern der Hamburger Digital-, Startup- und Fintech-Szene begeistert:




Das uns faszinierende Zwischenergebnis:
265 Events, Firmen, Marken, Netzwerke und Personen:
Geshared in nur 2 Monaten mit unserer Community.
Grafik: HANSEVALLEY 

Mehr als 7.000 Unique User auf weit über 20 eigenen Beiträgen. Bis zu 1.200 Leser auf einzelnen Highlights und mehr als 330 Besucher in nur 24 Stunden - ohne Ads. Dazu 1.200+ Besucher auf Facebook-Posts sowie mehr als 60 Likes für die Ankündigung einzelner Beiträge auf Facebook - von echten Fans.

Wir sind in Hamburg angekommen. Ohne Euer und Ihr Interesse an unseren Neuigkeiten zu den digitalen Themen aus Wirtschaft, Verwaltung und Stadtleben würde es HANSEVALLEY nicht geben. Dafür ein besonders herzliches Dankeschön!

Für informative Themen stecken wir gern jeden Tag unsere Nase in spannende Events, aktuelle Newsticker und interessante Netzwerke. Denn die besten Geschichten liegen auf Straße - und nicht in den Schubladen von PR-Abteilungen. Unsere Geschichten haben auch schon ein wenig Aufsehen erregt:


  • Wir haben in den Senatskanzleien und bei den Wirtschaftsförderern in Hamburg und Berlin ein wenig Wirbel verursacht 
  • Wir haben in den Kammerbündnissen und in der Handelskammer unserer Stadt einmal echte Diskussionen angeregt 
  • Wir haben mit exklusiven Nachrichten und eigenen Hintergrund-Geschichten Journalismus gemacht, wie Ihr ihn erwarten dürft 
  • Wir haben viele neue Freunde und Partner gewonnen und einigen "Zeitgenossen/innen" auch die Grenzen zeigen müssen

Hamburger Stilblüten: "Die Katastrophe ist ja in Bearbeitung"

Leider haben ein paar wenige "Spezialisten" an der Elbe auch gleich ein wenig Wasser in den Wein schütten müssen:

Tatsachen statt Getuschel: Die Fakten unseres Engagements.
Grafik: HANSEVALLEY
Der digitalpolitische Sprecher einer größeren Oppositionspartei diskutierte mit uns nachts um halb Zwölf über Facebook, dass wir die nahezu endlosen Kommentare zu seiner Startuppolitik im Magazin veröffentlichen müssten. Müssen wir nicht. 

Die Sprecherin des Mode-"Projects" eines Versandhauses reagierte unerwartet unprofessionell: Das Versagen des konzerneigenen Paketdienstes "entschuldigte" sie 2 Tage zu spät mit "die Katastrophe ist ja in Bearbeitung." Der Paketienst wusste nicht, wo das Paket war, wie uns der Support bestätigte.

Der Innovationsmitarbeiter eines Luftfahrt-"Business-Labs" schaffte es nicht, auf unsere Interviewanfrage in 2 Monaten irgendwie zu reagieren. Auf unsere Nachfrage warnte der Konzernmitarbeiter uns von oben herab vor Unterstellungen. Auf die Kopie der Anfrage reagierte er erneut nicht. Interessantes Verhalten eines "Innovators" ...

Kein "Post-Faktum", keine "Fake News", kein Content Marketing".

Wir sind ein journalistisches Medium, das recherchiert und sich an den journalistischen Verhaltenskodex hält. Und wir sind offen für sachliche Kritik, die uns hilft, unsere Arbeit besser zu machen und für unsere Leser interessante Geschichten zu erzählen, die den Tatsachen entsprechen. Dafür stehen wir.

Wie geht es bei HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin weiter?

  • Ab 9. Januar '17 veröffentlichen wir die Antworten der 3 Kammerwahl-Gruppen. Initiativen und Bündnisse, die den 160.000 Gewerbebetrieben keine Antworten zu "Digitaler Zukunft", "Digitaler Kammer" und "Digitaler Stadt" geben wollen, erhalten einen eigenen leeren Beitrag - mit Hinweis auf die Gruppen, für die das digitale Hamburg wichtig ist. 

  • Wir werden schon in den ersten Wochen viele neue, spannende Geschichten schreiben. Kennt Ihr z. B. "Dr. Digital"? Solltet Ihr kennenlernen. Oder kennt Ihr das nagelneue Schnellboot einer Hamburger Versicherung? Ihr werdet es lieben. Und wisst Ihr, wie Online- & Vor-Ort-Handel zusammen funktionieren. Wir werden darüber reden. 

  • Außerdem werden wir mit unserer Redaktion - wie beim 12min.me Ignite Talk angekündigt - nach Hamburg ziehen. Damit können wir alle wichtigen Digital- und Startup-Events für Euch live vor Ort covern, ad-hoc Interviews führen und aus unserer City-Redaktion schnell reagieren. Wir erzählen Euch bald, wo Ihr uns findet. Stichwort: Alster. 

An dieser Stelle wünsche ich Euch als Herausgeber und Chefredakteur einen guten Rutsch ins neue Jahr, einen tollen Start in ein erfolgreiches 2017. Und wenn Ihr mehr lesen wollt, digitalen Journalismus für das digitale Hamburg gibt es auf HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin. Und News auf fb/hansevalley und @hansevalley.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr/Euer

Thomas Keup


Passend zum Jahresausblick - HANSESERVICE:
Die Top-Events zu Digital-Themen 2017


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Montag, 31. Oktober 2016

HANSEINNOVATE: Wie kommt das “Next” in die Wirtschaft?

HAMBURG DIGITAL REPORT

Hamburg ist die Wirtschaftshauptstadt Deutschlands. Ist Hamburg auch die Innovationshauptstadt der Republik? Was passiert hinter den Glastüren von Verlagshäusern, Handelsriesen und Mittelstand? Mit rd. 15 Innovationsinitiativen ist die Hansestadt gegen mehr als 70 firmeneigene Programme in der Hauptstadt weit abgeschlagen. Eine Bestandsaufnahme an Elbe und Alster:

Ist die Wirtschaftsmetropole auch Innovationsmetropole?
Foto: mediaserver.hamburg.de / Andreas Vallbracht
Was automatisiert werden kann, wird automatisiert. Im nächsten Schritt ist alles miteinander vernetzt - im industriellen “Internet der Dinge”. Am Anfang sind es nur Kühlschränke - am Ende intelligente Roboter, die in den kommenden 2 Jahrzehnten jeden 2. Job kosten werden.18 Branchen sind laut Oxford-Studie bereits in der digitalen Transformation. Alles, was wir mit dem Verstand machen können, kann künftig auch ein Computer machen.

Wie gut ist Hamburg und die Wirtschaft auf die “digitale Revolution” vorbereitet? Welche Branchen sind bereits betroffen und was droht Hamburgs Kaufleuten, wenn sie sich nicht öffnen? Als Hamburg Digital Magazin ist die Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Stadtleben - mit und ohne Startups - unser Fokus. Schauen wir hinter die Kulissen, was in Hamburg bereits läuft - und was noch nicht:

Was macht unsere Stadt innovativ “@work”?

UPDATE: Mit weiteren Konferenzen in Hamburg

Mensch und Maschine wachsen zunehmen zusammen. Grafik: Gerd Leonhard + Trendone
Auch in Hamburg jagt eine Konferenz das nächste Festival: Mit
- 12min.me
- Campus Innovation
- Freiheits-Business Konferenz
- Hamburg Games Conference
- Hamburg Innovation Summit
- Hamburg Startup Mixer
- Next Conference
- Scoopcamp
- Solutions Hamburg
- TEDxHamburg
- VDZ Tech Summit
- Vocer Innovation Day
- Year of the X Festival u. a.
ist die Hansestadt vorn dabei, wenn es um die Diskussion zu künftigen Konzepten auch für die Hamburg ansässigen Branchen und künftige Geschäftsmodelle geht.

Werfen wir einen Blick auf die internen und externen Innovationsprogramme in Hamburg:
(in alphabetischer Reihenfolge)

Medienprogramme:

Handelsprogramme:

Finanzprogramme:

Logistikprogramme:




Weitere Programme:




Hinweis: Ausgewählte Innovationsprogramme. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Irrtümer vorbehalten.


Was ist die “Next” Hamburg Medieninnovation?




Eines fällt sofort ins Auge: Die meisten der rd. 15 Innovationsprogramme sind interne und externe Angebote der Medienhäuser. Das macht Sinn bei mehr als 2.000 Verlagsunternehmen, rd. 25.000 Beschäftigten im Printsektor, 19.000 Beschäftigten in der mediennahen PR-, Werbe- und Marketingbranche, 14.500 Mitarbeitern in Funk, Film und Fernsehen sowie über 20 Hochschulen mit Schwerpunkt Medien. Kein Wunder, dass die Wirtschaftsförderung mit NextMedia.Hamburg einen besonderen Schwerpunkt auf die Medienwirtschaft legt.



Erfolgsfaktor Branchenkooperation statt Silodenke.



Finkenwerder als Innovationsstandort für die Luftfahrt
Foto: mediaserver.hamburg.de / Martin Brinckmann

In einem weiteren Thema ist man in Hamburg ebenfalls gut aufgestellt: Mit dem Ziel eines “Silicon Valleys der Luftfahrt” hat sich in Finkenwerder mit dem futuristischen ZAL TechCenter und dem benachbarten Airbus BizLab eine neue Keimzelle für Innovationen entwickelt. DIe ersten beiden Startups konnten gerade von Airbus zum ZAL umziehen. Auch hier beweist sich die Kooperation innerhalb einer Branche als erfolgversprechendes Modell, ähnlich wie bei NMA.VC in Hamburg, Medialab Bayern oder Werk1 in München.



Innovationen in Hamburg? Noch "Luft nach oben".




Im Vergleich zum Bundesgebiet ist Hamburg mit seinen unternehmensnahen Innovationhubs für Medien, Handel, Finanzen oder Logistik jedoch unterrepräsentiert. Die Gästeliste des von uns - zusammen mit Deutsche Startups und GRÜNDERMETRO - veranstalteten Corporate-Innovations-Netzwerks “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” umfasst mehr als 120 Großunternehmen mit 100 Innovationsprogrammen, von denen über 70 interne und externe Programme in der Startupmetropole Berlin durchgeführt werden.


Startups: Von der Idee zum Produkt zur Vermarktung.




Während Hamburger Medien vor allem auf die Möglichkeiten von Startup-Inkubation und Tech-Labs setzen, ist die Bandbreite der Förderangebote deutschlandweit noch breiter: Dazu zählen regionale Akademien und Mentoringprogramme (z. B. in Gütersloh), Ideenentwicklung und Prototyping in Inkubatoren, Produktentwicklung und Marktreife in Acceleratoren, Branchenlabs für Medien und Versicherungen (z. B. in München) sowie Beteiligungen und Übernahmen dank Corporate Venture Capital.


Startups aus Berlin attackieren Hamburger Frachtkontore
Foto: mediaserver.hamburg.de / Christian Spahrbier

Berliner Konkurrenz für Hamburger Frachtkontore




In einem Thema ist Hamburg noch nicht vorn mit dabei: Mit Freighthub der Gebrüder Heilemann und der Copycat Instafreight der Samwer-Brüder drängen neue Player in das Hochheitsgebiet des Frachtverkehrs. Beide Plattformen sind im Company Building hochgezogen worden und zielen als Frachtvermittler auch auf Luft- und Seefracht. An dieser Stelle müssten in den Kontoren die Alarmglocken schellen, denn es sind branchenfremde Absolventen aus Östrich-Winkel und Vallendar, die ein Auge auf den Markt geworfen haben. Eine kleine Hoffnung gibt es: In der kommenden Woche bringt der Marine- und Offshore-Spezialist MacGregor mit "CargoHack" Tech-Startups und Software-Developer zum "Hack the Sea"-Hackathon in Schenefeld zusammen.



Das einzig wirkliche Ziel: "From ideas to invoices".




Es reicht bei Weitem nicht aus, hochkarätige Innovationsevents mit etablierten Branchenvertretern aufzusetzen. Es reicht nicht aus, “Garagen” mit ambitionierten Gründern einzurichten. Aus vielen Gesprächen mit Geschäftsführern, Innovationsmanagern und Programmdirektoren bei “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” wird klar, dass eine Kombination von Faktoren innerhalb und außerhalb des Unternehmens entscheidend ist, die “digitale Revolution” zu meistern.



Die kommenden Monate werden zeigen, ob weitere traditionelle Branchen der Hamburger Wirtschaft aufwachen und sich den neuen Herausforderungen digitaler Möglichkeiten stellen - oder ob sie von neuen Playern á la Heilemann und Samwer zunächst bedrängt und schließlich verdrängt werden. In einem global-vernetzten Business sind die Gewinner von gestern womöglich die Verlierer von morgen. Denn: Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.



Exklusiver Veranstaltungs-Hinweis:



Einladung zu INNOVATIONS meet INNOVATIONS



Netzwerktreffen der Corporate-Innovatoren bei K-Invest
Foto: Gründermetro / Kny Photographie

Das Corporate-Netzwerk-Event “INNOVATIONS meet INNOVATIONS” zusammen mit Deutsche Startups, GRÜNDERMETRO und HANSEVALLEY findet wieder am 5. Dezember d. J. statt, dieses Mal bei Katjes Greenfood in Berlin. Eingeladen sind Vorstände, Geschäftsführer, Chief Digital Officer, Business Developer, Innovationsmanager und Programmdirektoren von Unternehmen mit eigenen oder gemeinsamen Innovationsprogrammen in Deutschland.

Die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch ausschließlich Firmenvertretern möglich. Startups, VCs, Wirtschaftsförderer, Wissenschaft, Netzwerke und Dienstleister sind in dem vertraulichen Rahmen nicht zugelassen. Eine Bewerbung zur Aufnahme in den exklusiven Gästeverteiler ist unter innovations@spreefactory.com möglich. Interessierte Unternehmen können sich als Gastgeber des regelmäßigen Events bewerben.


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