Posts mit dem Label DGroup werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label DGroup werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. Juni 2018

HANSEPERSONALITY Olaf Rotax: "Da muss mehr sein als das, was wir heute haben."

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

20 Jahre digitaler Background, über 100 Transformationsprojekte in mehr als 50 Konzernen, Familienunternehmen und Startups. Mit der Erfahrung von tchibo.de, otto.de, shopping24.de, karstadt.de ist der gebürtige Hamburger Olaf Rotax ausgewiesener E-Commerce-Spezialist. Der Buchautor zur "Web-Exzellenz im E-Commerce" sieht sich jedoch als Generalist für die Transformation von Unternehmen.


Visionär mit klaren Vorstellungen: Olaf Rotax
Foto: dgroup
Seit 4 Jahren beschäftigt sich der 45-jährige Vater dreier Kinder mit der dgroup um Verständnis zu Wirtschaft und Technologien sowie Kultur und Politik Chinas, baut Brücken zwischen Berlin und Peking, Hamburg und Shanghai. Der Blick nach Osten eröffnet neue Perspektiven - zu Plattformen, Ecosystemen und künstlicher Intelligenz. Wo ist Europas Platz zwischen Darvinismus und Sozialismus? Ein Hamburg Digital Interview mit dem Visionär und Innovator Olaf Rotax:

Während Ihres Schülerpraktikums erlebten Sie mit 16 Jahren in einem großen Verlagshaus, dass hochspezialisierte Lochkartenprogrammierer auf Grund verjährter Kompetenzen in die Kantine versetzt wurden. Haben Sie sich an der FH Wedel zum Wirtschafts-Ingenieur ausbilden lassen, um als Generalist niemals in die Gefahr geraten, aussortiert zu werden und - bildlich gesprochen - in die Kantine versetzt zu werden?

Am Ende hat mich das Erlebnis sicherlich dazu gebracht, nicht nur auf die ursprünglich favorisierte Informatik und eine praxisnahe Ausbildung zu setzen. Viel entscheidender war aber, dass ich mich dadurch schon sehr früh mit Megatrends auseinandergesetzt habe, die unser Leben in Zukunft verändern können – und dabei stößt man zwangsläufig auf den Wirtschaftsingenieur als „Brückenbauer“ der Veränderungen und Disziplinen. Der damit verbundene Anspruch, dass dafür durchschnittliche Leistung nicht ausreicht, hat mich dann zusätzlich angespornt.

Trainee bei Tchibo, Nr. 4. mit E-Mail-Adresse @tchibo.de, Entrepreneur bei der Gründung von tchibo.de, Mitarbeiter Nr. 14 für "Neue Medien" bei otto.de, Gründer der E-Commerce-Agentur Mindwyse und der Beratungsfirma Diligenz, Gründer der Digitalberatung dgroup, nach der Übernahme Vorzeigeexperte bei Accenture, Brückenbauer zwischen Europa und China. Wann werden Sie mit Ihrem Erreichten zufrieden sein?

Zuerst einmal klar und deutlich: Das klingt nach einem klaren Plan von Anfang an, ist aber eine Kombination aus Chance, Glück und sicherlich dem Streben nach „da muss mehr sein, als das, was wir heute haben“. Ich habe früh Chancen bekommen, mich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen und die Freiheiten erhalten, diese dann auch konsequent zu verfolgen. Dafür bin ich meinen Führungskräften in den ersten 10 Jahren meiner Entwicklung sehr dankbar – dabei bin ich hier sicherlich nicht immer nur den „eingetretenen“ Weg gegangen, durfte auch mal Fehler machen. 


Olaf Rotax - Gründer und Geschäftsführer der dgroup
Foto: dgroup
Die Selbständigkeit und der gemeinsame Firmenaufbau mit meinen Partnern hat mich dann erst einmal Demut gelehrt, aber ebenso wieder bestärkt, dass beim Zusammenkommen einer klaren Vision und eines starken Teams fast alles möglich ist. Plus die Erkenntnis nach fast 20 Jahren Auseinandersetzung mit „What‘s Next“ – was viele heute mit Digitaler Transformation gleichsetzen - dass ich mich noch einmal verändern muss, wenn ich die Zukunft wirklich aktiv gestalten möchte. 

Zufrieden werde ich realistisch sein, wenn ich dazu beigetragen habe, für meine drei Kinder das Gute von heute mit dem Neuen von Morgen verbunden zu haben. Ich habe eine klar positive Vision unserer Zukunft und möchte sicherstellen, dass diese auch so eintritt.



Sämtliche intellektuellen Modelle, die heute z. B. von Startups umgesetzt werden, stammen aus der Zeit zwischen 1998 und 2000, z. B. Online-Bestellungen, Abo-Modelle über das Netz oder Vermittlungsplattformen. Gibt es überhaupt eine wirklich neue Methode, wenn selbst "KI" bereits 1956 erstmals beschrieben wurde. Ist das alles nur "alter Wein in neuen Schläuchen"?


Ein sehr fairer Punkt. Intellektuell wurde „Digital“ zwischen 1995 und 2000 quasi vollständig durchdacht, wenn auch auf Basis damaliger Technologie und ihrer entsprechenden Adaption. Was wir heute sehen, ist tatsächlich auf dem Meta-Level gleich zu dem vor 20 Jahren, aber eben der aktuellen Technologie und verzögert laufend technologischer Adaption angepasst. Die kurzfristige Veränderung zur Kernvision der Zukunft um 2000 wurde unterschätzt, die langfristige Wahrscheinlichkeit der dann iterierten Vision wird aber nach wie vor unterschätzt. 

Wie schnell dann Veränderung ablaufen kann, können wir aktuell am besten in China beobachten, wenn eine Nation aktuell einfach eine Stufe in der Entwicklung überspringt. Und die aktuelle Erkenntnis, dass Spitzenleistung und Innovation eigene Organisationsformen braucht, ist eigentlich auch bereits seit Jahrzehnten und nicht erst seit ein paar Jahren bekannt. Ich möchte es mal so ausdrücken: 


Alle Einzelteile waren eigentlich schon immer da – sie werden aktuell nur neu geordnet und mit neuen Methoden zusammengebaut.

Seit rd. 5 Jahren kommen die Innovationen zunehmend aus China. Alibaba will ein voll automatisches Lager in Hamburg errichten. Sie haben im vergangenen Jahr mit dem "D20 Sino-German Digital Leadership Forum" eine Brücke zwischen Hamburg und Hangzhou, zwischen Deutschland und China gebaut. Warum sollten wir uns auf den "Silicon Dragon" einlassen?

Wenn es um (digitale) Trends geht, haben wir uns angewöhnt, zunächst nach Westen ins Silicon Valley zu schauen. Das ist nach wie vor nicht vollkommen falsch, aber definitiv nicht mehr ausreichend. China verbinden wir wiederum viel zu sehr mit einem Niedriglohn-Produktionsland oder großen Entwicklungsabsatzmarkt für unsere westlichen Produkte. 


Weiß, was in China online, mobil und digital passiert.
Foto: dgroup
Was wir lange Zeit übersehen haben ist, dass China zwar am Anfang gut kopiert hat, aber längst mit hoher Agilität iteriert und weiterentwickelt. WeChat ist keine WhatsApp-Kopie, sondern WhatsApp plus Paypal plus Amazon plus X – WeChat ist ein neuartiges Ecosystem, dass jetzt wiederum von WhatsApp und Facebook teilweise kopiert wird.  Bei der technologischen Adaption hat China die Entwicklung der letzten Jahre bei uns einfach übersprungen – Online Retail ist bereits größer als der klassische Retail und das „New-Retail-Konzept“ aus China wird realistisch ein weiteres Role-Model auch im Westen werden. 

Die alles entscheidende Frage wird sein: wird es auch „echte“ Innovation aus China geben? Die Zeichen stehen dabei sehr positiv – bei Future Mobility, Future Banking, New Retail und Technologien wie Quantum Computing, AI und Blockchain ist China bereits auf Augenhöhe und zum Teil führend. 


Wer also Zukunft gestalten möchte, sollte sich auf den „Silicon Dragon“ einlassen!

Europa steckt in der Zwickmühle: Einerseits die Vereinigten Staaten mit den GAFAs (Google, Apple, Facebook, Amazon), andererseits China mit den BAT-Riesen Baidoo (Suche), Alibaba (E-Commerce) und Tencent (u.a. WeChat-Services). Auf beiden Seiten massive Anstrengungen in datenbasierte Geschäftsmodelle. Wie kommt das zersplitterte Europa aus dieser Zwickmühle heraus?


Klare Worte, klare Perspektiven: Wie soll unsere Zukunft aussehen?
Foto: dgroup
Zunächst einmal muss man sich klarmachen, dass es eigentlich keinen Grund gibt, warum es keine „dritte Lösung“ aus Europa geben sollte. Mir persönlich würde eine pluralistische Welt mit Alternativen besser gefallen als eine Welt, in der nicht zwangsläufig europäische Werte im Vordergrund stehen. Gleichzeitig ist aber auch eine realistische Einschätzung, dass kein Einzelspieler aus Europa in der Lage sein wird eine echte Alternative zu den skalierenden aktuellen Eco-Systemen aufzubauen, von Nöten. 

Es ist uns bereits einmal gelungen beim ursprünglichen Aufbau der Europäischen Union Einzelinteressen zu Gunsten eines größeren Ganzen zurückzustellen – jetzt müssen wir zeigen, dass wir trotz aktueller wiedererstarktem Eigeninteressenfokus gemeinsam etwas sehr Lohnenswertes schaffen können, denn wie bereits gesagt – die kurzfristige Auswirkung von GAFA und BAT auf unsere Wirtschaft und Werte wird vielleicht zum Teil überschätzt, die langfristige Wirkung ohne Veränderung bei uns aber sehr naiv unterschätzt. 


Wir brauchen – wie übrigens vorbildlich orchestriert und gemanagt in China – eine digitale Zukunftsvision von Europa als drittem Eco-System neben GAFA und BAT.

Die Entwicklung geht vom klassischen Geschäftsmodell zur offenen Plattform, daraus zum umfassenden Eco-System und über allem steht eine konsolidierende Künstliche Intelligenz (AI). Sie sagen: die GAFAs werden bei der Datenauswertung zusammenarbeiten, im chinesischen System ist dies keine Frage. Was bedeutet es für international agierende Player aus Deutschland und Europa, wenn alles auf Artificial Intelligence hinausläuft?

Lassen Sie es mich so sagen: Weder die USA noch China überlassen die Entwicklung zum Aufbau des AI Meta-Ecosystems dem Zufall oder der reinen freien Marktentwicklung. Eine Dualität aus Förderung, Lenkung und Protektionismus eigener Lösungen ermöglicht es neuen Spielern, kritische Masse zu entwickeln und diese effektiv einzusetzen. Beide Faktoren werden bei uns in Europa viel zu wenig koordiniert und viel zu wenig auf ein klares Ziel gerichtet angewendet. Das Spiel um die Führungsplätze in der neuen Weltliga AI wird im Doppelpass zwischen Politik und Wirtschaft und mit hohem Einsatz gespielt. 


Hat eine konkrete Idee für das datenbasierte Europa.
Foto; dgroup
Für das Einzelunternehmen mache ich gerne folgende bewusst vereinfachte Rechnung auf: Der Aufbau eines wirklich relevanten und überlebensfähigen dritten AI Meta-Ecosystems wird vermutlich über die nächsten 10 Jahre mehr als 1.000 Milliarden kosten. Kein Einzelunternehmen wird diese Mittel alleine aufbringen können. 1.000 Unternehmen mit jeweils 1 Milliarde in einer neuen Art von "Genossenschaft" könnten das aber erreichen. Aktuell sind es diese 1.000 Unternehmen, die entscheiden müssen, ob sie mit ihren aktuellen Daten lieber für kurzfristigen Erfolg die AI der bestehenden Eco-Systeme GAFA und BAT füttern wollen oder den „Rohstoff der Zukunft Daten“ für eine eigene gemeinschaftliche Plattform einzusetzen.

Zu guter Letzt unser Hamburg-Frage: Sie sind gebürtiger Hamburger, leben heute mit ihrer Familie in Rellingen bei Pinneberg. Sie haben fast 10 Jahre für Tchibo und Otto das Online-Geschäft aufgebaut. Hand aufs Herz: Wie gut ist die Hamburger Wirtschaft aus Ihrer Sicht auf die digital-vernetzte Daten-Zukunft vorbereitet? Der Medienstandort ist bekanntermaßen bereits verloren das Marketing ist eine globale Disziplin. Wo hat die Hamburger Wirtschaft deutlichen Nachholbedarf?

Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass wir noch in keiner Disziplin aus meiner Sicht final verloren haben, auch wenn in der zweiten Halbzeit schon einige Zeit verstrichen ist, wir nicht vorne liegen und nun das Spiel umstellen müssen. Am Ende sind es drei Dinge, die ich mir wünschen würde: 

1. Mehr Mut für echte disruptive Visionen für unsere Stadt genauso, wie für die hier führenden Unternehmen – Wir werden zwar noch Jahre vom Erreichten profitieren, aber müssen heute bereits den Grundstein für die nächste Generation von digitalisierten Geschäftsmodellen legen 


Zwei, die Brücken bauen: Petra Vorsteher (Smaato) und Olaf Rotax.
Foto: dgroup
2. Mehr Kooperation zwischen den Unternehmen und der Regierungsseite – keiner wird das Ziel alleine erreichen und unsere historische Partnerschaft zwischen Hamburg und China wird eine wichtige Brücke für uns sein 

3. Mehr Fokus auf Agilität – unsere Welt wird sich immer schneller verändern und die meisten Unternehmen sind nach wie vor für ein relativ stabiles Umfeld organisiert – eine exponentielle Zukunft braucht aber exponentielle Unternehmensorganisationen.

*  *  *

Herzlichen Dank für die zukunftsweisenden Antworten!
Das Interview führte Chefredakteur Thomas Keup.

 Hamburg Digital Background: 

Xing - Business-Profil von Olaf Rotax:
https://www.xing.com/profile/Olaf_Rotax/

Turi2 - Homescreen von Olaf Rotax:
http://www.turi2.de/allgemein/mein-homescreen-olaf-rotax/

dgroup - Ein Unternehmen von Accenture:
www.dgroup.com

Mittwoch, 6. September 2017

HANSESTATEMENT: Ein digitaler Lotse auf der Hamburger Brücke.


Ein HAMBURG DIGITAL STATEMENT von
Herausgeber & Chefredakteur Thomas Keup

Die Digitalisierung ist in aller Munde: Keine Woche verging in diesem Jahr ohne einen Gipfel, eine Tagung oder ein Meetup rund um Industrien, Technologien und die Zusammenarbeit. Im Fokus Hamburger Events: die traditionellen Branchen Hafen & Logistik, Medien & Marketing und das Gesundheitswesen. Acceleratoren, Labs & Hubs stehen in den Startlöchern, um Hamburgs Industrien zu transformieren. Agenturen und Dienstleister laden in "digitale Kindergärten".


Foto: Urheber anonym
Die wirklich vielversprechenden Ansätze in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung laufen aktuell oft parallel oder konträr zueinander. Zu oft gilt auch bei der Digitalen Business Transformation noch "Mein Tanker, meine Container, mein Geschäft". Was braucht es, um die Schlagkraft und die Geschwindigkeit zu entwickeln, um im Wettbewerb der Digitalen Hubs in Deutschland nicht mit der nächsten Sturmflut weggespült zu werden? Ein Hamburg Digital Statement:


HANSEVALLEY-Chefredakteur Thomas Keup
Foto: Stefan Kny
Mehr als 250 Gäste aus Hamburg und Hangzhou trafen sich am 11. Juli d. J. zum Sino-German Digital Summit "D20 Forum" der internationalen Digitalberatung D-Group in der Handelskammer Hamburg. Nach spannenden Keynotes und tiefen Einblicken zur digitalen Zukunft in China und Deutschland stand fest: Das ist die globale Brücke Hamburgs in die digitale Welt! Nicht umsonst beteiligten sich Branchengrößen wie Airbus, NXP, Otto Group und Smaato ebenso an dem internationalen Brückenschlag, wie AliExpress, Alipay und We Doctor.

Am gleichen Tag referierte Dr. Burton Lee, Lektor für European Entrepreneurship & Innovation an der Stanford Engineering School, vor mehr als 200 Studenten, Professoren und Hamburgern an der Wirtschaftshochschule HSBA über die Erfolgsfaktoren des Silicon Valley. Das privatwirtschaftliche "Economic Growth Model" von Stanford und MIT kann Vorbild für eine digitale Hochschule in Hamburg sein, den kaufmännischen, technischen und intellektuellen Nachwuchs für das digitale Hamburg auszubilden.

Eine Digitalplattform für das digitale Hamburg.

Wenn das "D20 Forum" einen Grundstein für die digitale Seidenstraße zwischen "Elbvalley" und "Silicon Dragon" gelegt hat, und wenn die HSBA mit dem Support von Stanford Impulse für ein digitales Bildungsssystem im Interesse der Wirtschaft setzen kann - was braucht es, um die faszinierenden Ideen, die begeisterten Pioniere und die zukunftsweisenden Technologien in Hamburg zu orchestrieren, um die Geschwindigkeit und die Schlagkraft zu entwickeln, der es bedarf?

Eine übergeordnete "Digitalplattform" für Anwender wäre eine Grundlage für Hamburg - oberhalb der Digitalwirtschaft, oberhalb der Fokusbranchen und technologieübergreifend im Kontext von Produktion, Dienstleistungen und Verwaltung. Eine solche Digitalplattform bietet die Chance, visionär zu denken, strategisch zu planen und gemeinsam zu handeln - als vereinte Hamburger Plattform. Eine solche Plattform kann in Hamburg aus meiner Sicht als private Initiative wachsen und gedeihen.

Hamburg@work für das Digitale Hamburg.

Wir haben eine solche Plattform über viele Jahr
e schätzen gelernt: Hamburg@work hat in seiner 20-jährigen Erfolgsgeschichte immer wieder die Brücke geschlagen - von Startups über die Medien bis zur IT-Industrie und Anwendern. Das von Uwe Jens Neumann aufgebaute Netzwerk beeindruckt bis heute damit, die Interessen von etablierten und jungen Unternehmen und die Spannbreite von strategischer Linie bis tagesaktueller Umsetzung zu vereinen. Das sind Gemeinsamkeiten, auf der Neues erwachsen kann.


Eigenwerbung Hamburg@work
Wenn 80% aller Ideen, Ressourcen und Partner in unserer Stadt bereits vorhanden sind, sollten wir über eine Digitalplattform auf Basis von Hamburg@work sprechen - mit einer Fortentwicklung der beteiligten Generationen, der thematischen Schwerpunkte und der technologischen Möglichkeiten. Der Erhalt des Guten und die Ergänzung durch sinnvolle Neuerungen ist Leitgedanke von Generationen Hamburger Familienunternehmer. Ein Erfolgsmodell, das in der digital-vernetzten Welt kontinuierlicher Veränderungen mehr gilt, denn je.

Ein digitaler Kapitän auf der Brücke.

Visionäre Innovatoren gestalten in Labs und Hubs offen-vernetzte Unternehmenskulturen, zukunftsweisende Geschäftsmodelle und technologische Neuerungen. Engagierte Netzwerker in Logistikbranche und Onlinehandel, Medientechnologien und Gesundheitswesen verbinden etablierte Marktteilnehmer mit mutigen Jungunternehmen. Risikobereite Initiatoren und Investoren in Banking, Handel und Logistik bereiten mit Startup-Brutkästen den Nährboden für neue Produkte und Services.

Digital-Visionär Uwe Jens Neumann
Foto: Hamburg@Work
Aus mehr als 13 Jahren Technologie-Verankerung und über 25 Jahren Erfahrung in Wirtschaft und Politik bedarf es für mich einer weiteren Ebene: Wir brauchen eine Brücke mit einem Kapitän, der mehr ist als ein Chief Digital Officer. Es bedarf einer Plattform und einer Persönllichkeit, mit dem Background in Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Startups, um die digitalen Initiativen zu lotsen - im Gesamtinteresse Hamburgs. Ich denke, Uwe Jens Neumann ist mit seiner Erfahrung prädestiniert, Hamburg in die digitale Zukunft lotsen zu können. 

Hamburgs führender Digitalexperte brachte es für mich im aktuellen Hamburg Digital Interview perfekt auf den Punkt:

"Es gibt so viele parallele Initiativen und Angebote, aber der Austausch zwischen den Clustern ist zu gering. Digitale Disruption entsteht aber gerade durch interdisziplinäres Denken."

Digitales Hamburg - mehr als Digitalwirtschaft.

Hamburg konkurriert in der Logistik mit Berlin (Smartcity Hub), Dortmund (Logistics Hub) und München (Mobility Hub), in den Medien mit Potsdam+Berlin (Mediatech Hub) und in den Finanzen mit Berlin (Fintech Hub), Frankfurt (Fintech Hub), Köln (Insurtech Hub) und München (Insurtech Hub) sowie bei neuen Technologien mit Darmstadt (Cybersecurity Hub), Karlsruhe (Artifical Intelligence Hub) und Stuttgart (Future Industries Hubs). 

Das Rennen ist eröffnet und kein Bürgermeister, kein Landesvater und kein Konzernvorstand wird auf Hamburg warten.

So sehr ich das Engagement der Verantwortlichen in Koalition, Opposition und Kammer schätze - wir brauchen das Engagement von Innovatoren, die Potentiale von Technologien, die Geschwindigkeit von Tech-Startups und die Verlässlichkeit von Familienunternehmen - orchestriert, um unsere Stadt zum Innovationshafen, zur vernetzten Smart City, zur digitalen Kaufmannsstadt und zur Mediatechmetropole fortzuentwickeln. Das ist etwas anderes, als ein "digitaler Kindergarten" oder "Digital Sucks".

Hinweise, Anregungen und Kritik zum Hamburg Digital Statement sind herzlich willkommen unter hamburg@hansevalley.de.


 Hamburg Digital Background 

HANSEPERSONALITY Uwe-Jens Neumann:
Wir wollen im Jahr 2025 DAS Digital-Cluster in der Metropolregion sein.

HANSEPERSONALITY Dr. Anjes Tjarks:
Aus dem Welthafen einen Innovationshafen machen.

Digitale Bildung, Digitaler Hafen, Ehrbare Zukunft:
HANSESTATEMENT: Perspektiven für Erwachsene in der digitalen Hansestadt.

Brosda, Horch, Lütgerath, Milde, Vogelsang, Vöpel:
HANSEPERSONALTY SPEZIAL: Die Hamburg-Frage an Hamburgs Meinungsführer

Corporate-Innovatoren bei HANSEVALLEY & HSBA:
NEXTHANSE: Die Digitale Hanse wird Augmented Reality.




Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________


Willkommen bei HANSVALLEY - dem erfolgreichen Hamburg Wirtschaftsmagazin:
  • HANSEVALLEY wird gelesen - in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
  • HANSEVALLEY wird zitiert - in Medien, Pressearbeit und Marketing. 
  • HANSEVALLEY wird gefragt - von Entscheidern, Kammer und Senat.

Werden auch Sie Partner von HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin:
  • Nutzen Sie die tägliche Reichweite der erfolgreichen HANSENEWS.
  • Erreichen Sie den Mittelstand mit unseren HANSECHAMPIONS.
  • Vernetzen Sie sich mit Ihren neuen Kunden bei NEXTHANSE.

Sprechen wir über Ihre besonderen Chancen in einem exklusiven Umfeld:

Fragen Sie nach den aktuellen Willkommensangeboten!

Dienstag, 27. Juni 2017

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.

Das Team von "Heute in Hamburg" ist mit fast 180.000 Facebook-Fans eine Institution an Alster und Elbe. Die Banker der Haspa sind mit 1 Mio. Kunden ebenfalls eine Institution in der Freien und Hansestadt. Gemeinsam machen sich Startup und Sparkasse auf dem Weg, die nächste Generation mit relevanten Angeboten und attraktiven Services für sich zu gewinnen. Ein Hamburg Digital Report aus dem Innovation Lab der "Haspa Next" im Hamburger Nikolaiviertel:

Ein verregneter Juni-Tag, an der Großen Johannisstraße Ecke Börsenbrücke, Mittags um halb Eins: Kammerpräses Tobias Bergmann versteckt sich unter seinem Schirm auf dem Weg in die Mittagspause. Hier am Adolphsplatz trifft "neue" auf "alte" Generation, künftiges auf angestammtes Geschäft. Während im Finanz-Center der Haspa über Firmenkredite, Immobilienfinanzierung und Vermögensverwaltung gesprochen wird, entsteht direkt gegenüber im alten Kontorhaus "Börsenburg" die Zukunft.


Das Kontorhaus "Börsenburg" im Nikolaiviertel.
Foto: HANSEVALLEY
Der gläserne Fahrstuhl im ehrwürdigen Treppenhaus von 1908 führt in den 4. Stock, eine moderne Büroetage, 270 qm, das Zuhause der Haspa Next GmbH. An einer Bürotür ein Post-it mit der Aufschrift "Business Lab", auf dem Flur davor Verpackungen von Möbeln und Büroausstattung. An einer Wand aufgereihte Haftnotizen zu Ideen und Strategien. Es ist das Digital Innovation Lab "Haspa Next" der Hamburger Sparkasse - jenem Schwergewicht unter den Kreditinstituten von der anderen Straßenseite.

"Ein geschützter Raum, um den Wandel umsetzen zu können."

In einem Nachbarbüro wird es gerade spannend: Ein Testuser berichtet von seinen Erfahrungen mit der neuen AINO-App, dem ersten Produkt der Banktochter. Vor den Monitoren sitzt das von Team von "Haspa Next" und "Heute in Hamburg"- jenem Startup, dass von der Haspa-Tochter in nur 4 Wochen übernommen wurde und das mit kuratierten Freizeitangeboten für 18- bis 30-Jährige den Kern des neuen "Haspa-WeChats" auf dem Handy ist. 'Alles außer Banking', lautet die Devise, denn Geld abheben und Überweisungen machen kann man gegenüber und via Sparkassen-App von Star Finanz.

Es ist gerade ein paar Wochen her, da stellte das Team um HiH-Gründer Jan Becker und den bisherigen Haspa Next-Programmchef Markus Wienen in der "Erste Liebe Bar" vor mehr als 30 interessierten Journalisten, Bloggern, Influencern und Fans an der Michaelisbrücke den bankeigenen Chat Bot vor. "Das AINO-Tierchen", wie Markus Wienen nicht ohne stolz berichtet, "kann Hamburg". Und das scheint keine Untertreibung zu sein, denn mit fast 60.000 App-Usern im Monat hat der Chat Bot in den letzten Wochen seine Userzahl gegenüber der alten "Heute in Hamburg"-App rund verdoppelt.  

"Wir glauben an ein intelligentes Chat Bot-Backend."


Redaktionssitzung des AINO- und Haspa Next-Teams.
Foto: HANSEVALLEY
Die größten Hamburger Zeitungen wollten bei der Premiere nicht dabei sein. Warum nur? Vielleicht weil sie ahnen, was in der "Börsenburg" entsteht. Noch ist die Technologie nicht soweit, aber künftig sind Chat Bots eine gute Möglichkeit, Content an Nutzer zu bringen. Das fast 20-köpfige Team aus Unternehmern und Business Developern, Backend- und Frontend-Entwicklern, hauseigenen und externen Spezialisten weiss, dass es die User nicht als Versuchskaninchen verprellen darf. Deshalb bietet die App einen geführten Dialog. Künftig sollen Generation Y und Z mit der App individuell ihre Stadt entdecken können.

"Wir bauen ein hyperlokales Produkt auf", erklärt der 28-jährige Chemieingenieur, HiH-Gründer und operative Kopf Jan Becker. 'Wie komme ich von Hamm in die Schanze?', 'Wo sind geile Jogging-Strecken fernab der Alster?' und 'Welchen Food-Truck empfiehlst Du heute Mittag?`Solche und ähnliche Fragen kann AINO in Hamburg künftig beantworten - wie Alexa, Cortana oder Siri für die große, weite Welt. Zwischen 80.000 und 100.000 Nutzer der Zielgruppe kommen jedes Jahr nach Hamburg zum Studieren oder Arbeiten - und gehen auch wieder. Das ist Potenzial nicht nur für Freizeitangebote, wie Danceparties, Theaterpremieren oder Foodevents.

Guter Wunsch als Ziel: "Mach das Beste aus Deiner Zeit"

Ein Blick in die "AINO"-App zeigt, wohin die Reise geht. Neben bekannten Rubriken, wie Events und Locations fallen aktuell die Deals ins Auge. Rd. 20 Angebote sind bereits zu finden, 200 fertig verhandelt und demnächst verfügbar - vor allem lokal, online wie offline. Dazu soll es mehr Themen und Services geben, vergleichbar mit "Heute in Hamburg". Shopping und Mode stehen im Raum, genauso wie Tourismus und Mobilität oder die Karriere. "Wir arbeiten an einem neuen, digitalen Kosmos", pointiert der 39-jährige promovierte Philosoph, UX-Spezialist und corporate-erfahrene Markus Wienen. Das erinnert an "WeChat" aus China und den Klone "Kik" aus Kanada.


Das Technik-Department bei Haspa-Next.
Foto: HANSEVALLEY
Nicht verwunderlich, dass einige Platzhirsche den Braten riechen. Dabei geht es für "AINO" und "Heute in Hamburg" nicht um fette Marketing-Etats. Das Angebot aus der Börsenburg muss sich mittelfristig rechnen und selbst finanzieren, ein Profit-Center mit harten Zielvorgaben für die Bilanz des Mutterhauses ist es heute nicht. Bereits 2017 steht ein namhafter Betrag für Produkt, Entwicklung, Redaktion und Vermarktung zur Verfügung. Es erinnert an die Anfänge von T-Mobile im Sommer 1992 - fernab des Festnetzgeschäfts der Telekom. Immer im Fokus: die junge Zielgruppe zu erreichen und sich mit ihr zu vernetzen.

"Es ist faszinierend, wieviel Freiraum hier möglich ist."

Es gibt keine Akquise von Haspa-Kunden für die AINO-Services. Und deshalb müssen Partner auch keine Kunden der Haspa sein, um mit den Chat Bot-Services zu kooperieren. Der Produktfokus des Next-Teams liegt klar auf Hamburg, auch wenn es Schnittflächen zu Sparkassen-Kunden gibt. Man kann das "AINO-Universum" am ehesten mit Kommunikationsplattformen a la "WeChat" vergleichen. Die Chinesen haben mehr als 750 Mio. Nutzer, mehr als 100 Mio. davon weltweit und bieten auf ihrem Chatsystem zahlreiche Services, wie Freunde finden, Termine buchen, Bestellungen aufgeben, Online shoppen und mit "WeChat Pay" einen eigenen Bezahldienst - u. a. für 300.000 Geschäfte vor Ort. Womit wir bei der Haspa wären.

Als Nächstes will das Team alle Kernkompetenzen ins eigene Haus holen, von der Konzeption über die Softwareentwicklung bis zu Vermarktung. Dabei hat die "dgroup" als Partner mit ihren Entwicklungsressourcen und der Marketingunterstützung keineswegs ausgedient. Denn es werden neue Herausforderungen auf das "AINO-Tierchen" warten - auf dem Weg zu einem neuen Hamburger Angebot mit ganz viel Zukunft und einer neuen Chance für die Hamburger Sparkasse, mit künftigen Kunden relevant in Kontakt zu kommen und dabei Geld zu verdienen.

 Hamburg Digital Background: 

AINO Chatbot-App:
http://heuteinhamburg.de/app-info/

Heute in Hamburg:
www.heuteinhamburg.de

Bericht zur Fusion:
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html


Ihr Hamburg Digital Marketing _____________________________________________



Willkommen bei HANSVALLEY - dem erfolgreichen Hamburg Wirtschaftsmagazin:
  • HANSEVALLEY wird gelesen - in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
  • HANSEVALLEY wird zitiert - in Medien, Pressearbeit und Marketing. 
  • HANSEVALLEY wird gefragt - von Entscheidern, Kammer und Senat.

Werden auch Sie Partner von HANSEVALLEY - dem Hamburg Digital Magazin:
  • Nutzen Sie die tägliche Reichweite der erfolgreichen HANSENEWS.
  • Erreichen Sie den Mittelstand mit unseren HANSECHAMPIONS.
  • Vernetzen Sie sich mit Ihren neuen Kunden bei NEXTHANSE.

Sprechen wir über Ihre besonderen Chancen in einem exklusiven Umfeld:

Fragen Sie nach den aktuellen Willkommensangeboten!