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Sonntag, 9. April 2017

HANSEPERSONALITY Prof. Dr. Günther Strunk: Familienunternehmen + Startups? Es geht um Unternehmertum!

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

Startups haben große digitale Ideen, die oftmals nicht fliegen. Mittelständler haben ein erfolgreiches Geschäft. das in der digitalen Welt droht, abzustürzen. Beide haben ein Problem, was ihr Geschäft angeht. Und beide sind in Hamburg zu Hause.


Prof. Dr. Günther Strunk, Leiter des HIF
Foto: Günther Strunk
Eine der interessantesten Fragen zur Lösung lautet: “Wie kommen Hamburgs "Pfeffersäcke" mit Hamburgs "Jungspunden" zusammen?” Mitte Februar trafen sich an der Leuphana-Universität in Lüneburg erstmals 60 Startupgründer und Familienunternehmer zum branchenübergreifenden Kennenlernen.

Die Zukunftswerkstatt Familienunternehmen ist der Auftakt zu einer Reihe von Aktivitäten, um "Pfeffersäcke" und "Jungspunde" an einen Tisch zu bekommen. Der Kopf dahinter ist Leiter des Hamburger Instituts für Familienunternehmen. Unser HANSEPERSONALITY ist Prof. Dr. Günther Strunk.


Die Zukunftswerkstatt unter dem Titel “Familienunternehmen meets Startups” hat im Vorfeld für interessierte Blicke in der Hamburger Tech- und Startup-Szene gesorgt. Wie ist aus Ihrer Sicht das erste Treffen Hamburger Familienunternehmer und Startups verlaufen? Und welche Erfahrungen nehmen Sie für künftige Events mit?

Aller Anfang ist schwer, aber das Interesse und der Zuspruch der Startup-Szene hat uns trotz der Kurzfristigkeit der Einladung überzeugt. Bei den Familienunternehmen ist sicherlich noch mehr Aufklärungsarbeit von Nöten, um die Bedeutung solcher Zusammentreffen klar zu machen und das aktive Mitwirken hieran zu verdeutlichen.



Die Zukunftswerkstatt Familienunternehmen lud zum
Austausch mit Hamburger Tech-Startups
Grafik: HHIF
Die anwesenden Familienunternehmen waren wie auch die Startups von der Veranstaltung überzeugt und würden gerne auch zu zukünftigen Events kommen. Für die Zukunft heißt dies: Familienunternehmer noch gezielter ansprechen, konkrete Fragestellungen formulieren und vielleicht beim nächsten Event nicht nur die tolle Unterstützung der Leuphana Universität geniessen, sondern einmal die kurzen Wege in Hamburg.

Die Stadt Hamburg beabsichtigt mit Unterstützung der Förderbank IFB im Rahmen des geplanten “Innovations-Wachstums-Fonds” privates Kapital Hamburger Family Offices in schnellwachsende Startups zu investieren. Was halten Sie von der Idee und kann das Konzept aufgehen, privates Kapital für Startups zu gewinnen?


Family Offices als die Vermögensverwalter von vermögenden Privatpersonen, die quasi als Finanzinvestoren Startups das nötige Kapital zur Verfügung stellen, sind wichtig und gut. Besser ist es aber, potente Familienunternehmen als strategische Investoren zu gewinnen, die sich nicht nur mit Kapital sondern auch mit Ressourcen einbringen und als Influencer notwendige “Türen” öffnen. 

Wir sollten uns nicht an der Startup-Szene in den USA mit ihren gewaltigen Kapitalmöglichkeiten orientieren. Deutschland hat mit den Familienunternehmen vermutlich viel mehr für die Startups zu bieten. Wenn man es gut macht: “Statt Geld für die Gründer eine Perspektive und die Chance auf eigene Prosperität und eigenes Vermögen der Gründer”.

DailyDeal-Gründer und Earlybird-Partner Fabian Heilemann sagt bei uns im Interview, dass er mit seinem VC-Fonds “auch große Wetten eingehen und einige gewinnen muss”. Können Millionen-Wetten auf unerfahrene Gründer und fehlende Erfahrung langfristig aufgehen - oder gewinnt am Ende die Bank?

Ich verfüge nicht über die Erfahrung von Fabian Heilemann, aber man wird schon nachdenklich, wenn man, damit das Investment auch aufgeht, glauben muss, dass das Startup mit den 20-jährigen Gründern ohne Branchenkenntnis in der Lage ist, das Problem der Branche zu identifizieren, die technische Lösung gefunden zu haben, die disruptiv eine langjährig existierende Branche “aus den Angeln” hebt und dann auch noch dasjenige ist, das aus der technischen Idee ein funktionierendes und erfolgreiches Produkt zu bilden in der Lage ist.

Im Sinne einer Selbsterfahrung von Investoren oder einer anektotischen Evidenz drängt sich der Eindruck auf, dass Investments in Startups nur Sinn machen, wenn man ein risikodiversifiziertes Portfolio an Beteiligungen schafft. Dieser Portfoliogedanke entspricht mehr der Denke der Finanzinvestoren, denn der langfristig orientierter strategischer Investoren.

Familienunternehmer haben langjährige Erfahrung mit Kunden, Partnern und den Veränderungen am Markt - dazu die finanziellen Möglichkeiten, das eigene Geschäft auf die nächste Stufe zu heben. Wie können erfahrene Hamburger Firmeninhaber jungen Gründern ganz konkret helfen, das Geschäft zum Fliegen zu bringen?

Familienunternehmen sind hinsichtlich ihrer Investitionen zumeist keinen Analysten oder den Kapitalmärkten Rechenschaft schuldig und können daher in Ruhe strategische Überlegungen umsetzen und hierbei trotz hyperaktiver und höchst kompetitiver Märkte auch für Startups einen verlässlichen Ruhepol bilden. 

Aber auch das gesamte Know how zum Aufbau eines “echten” Unternehmens mit zahlreichen Mitarbeitern, mit internen Spezialisierungen sowie entsprechend strukturierten Ressourcen kann dem Startup helfen, höchst effizient auf die nächste notwendige Entwicklungsstufe der Unternehmensbildung zu kommen. Welche tatsächliche Ausgestaltung und rechtliche Form solche Arten der Zusammenarbeit annehmen ist sicherlich wichtig, darf aber nicht überbewertet werden, da es hierfür ausgezeichnete “Handwerker” (z. B. Rechtsanwälte und Steuerberater) gibt.

Jungunternehmer kennen sich mit digital-vernetzten Möglichkeiten aus und besitzen das Engagement und den Durchsetzungswillen, ihr Unternehmen auch gegen größere Widrigkeiten aufzubauen. Welche Stärken können Startup-Gründer in eine Partnerschaft mit etablierten Familienunternehmern einbringen?

Im positiven Sinne die Unbekümmertheit, alles zunächst zu hinterfragen und danach vielleicht in Frage zu stellen. Dies oftmals nicht in einer besserwisserischen Art, sondern anhand eigener Erfahrungen mit selbsterlebten Situationen der vollständigen Änderung des Geschäftsmodells (Pivoteffekt). 

Der Umgang mit Fehlern, unbestritten entscheidend für eine positive Innovationskultur in Unternehmen, ist den Gründern anders als vielen Familienunternehmen geläufig und kann die Unternehmenskultur der Familienunternehmen bereichern. Ähnliches gilt sicherlich auch für die interne Kommunikation und ein stückweit auch für die Überwindung von Hierarchien. Positiv kann dies nur wirken, wenn sich die Familienunternehmen hierauf einlassen.

In Startups finden wir viele Elite-Absolventen mit weißen Hemden - aber wenig Respekt gegenüber Partnern, in Wirtschaftsclubs dagegen erfahrene Unternehmer mit goldener Clubnadel - aber wenig Innovationsfreude. Welche Grundlagen sind entscheidend, damit “Jungspunde” und “Old Boys” miteinander erfolgreich arbeiten können?


Viele hübsche Vorurteile, daher eine tatsächlich einfache Frage. Es geht, wie immer im Leben, um Respekt gegenüber dem anderen, Achtung vor dessen Leistung, egal ob schon Lebensleistung oder erst am Anfang des Berufslebens. Auch ist es kaum wahrscheinlich, dass Menschen ohne Empathie erfolgreich auf andere Menschen zugehen können. 

Die Gemeinsamkeiten von Familienunternehmen und Startups sind jedoch so groß, dass man sich eigentlich verstehen muss, denn es geht um Unternehmertum, es geht um das Eingehen von Risiken, es geht um Gestaltungswillen, es geht letztlich darum für eine “Sache zu brennen”. Die beiden Unternehmertypen haben vielmehr gemein, als sie glauben. Dagegen hilft nur miteinander reden, vielleicht moderiert durch so etwas wie das HIF oder Hansevalley. Auch wir sind gefordert. Keiner kann sich auf den Standpunkt zurückziehen, der andere müsse einmal anfangen - für alle gilt: Es ist eine Bringschuld.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Wie gut ist unsere Stadt aufgestellt, um mit innovationsbereiten Familienunternehmern und engagierten Techgründern in Zeiten der Digitalisierung die nächste Stufe der geschäftlichen Entwicklung zu erreichen und eine gute Zukunft zu ermöglichen?

Hamburg - bitte auch in seiner Eigenschaft als Metropolregion - hat ein unglaubliches Netzwerk aus kompetenten und engagierten Personen und Unternehmen, die durch die Politik gut unterstützt werden. Die Wirtschaftsbehörde unter der Leitung des “Praktikers” Horch, aber auch die Handelskammer machen einen guten Job, müssen sich aber zukünftig klarer auf strategische Investoren und Zusammenarbeiten konzentrieren, denn auf reine Kapitalgeber für Startups. 

Die Wissenschaft, z. B. mit Frank Steinicke von der Uni Hamburg, aber auch Burkhard Funk von der Leuphana Universität sind “tolle Anstifter” zum Gründen an den Hochschulen. Was - nicht nur in Hamburg - fehlt, ist ein Mittler zwischen Hochschulausbildung und Unternehmenswirklichkeit, also die Begleitung des Weges von der Idee über die Marktbeurteilung hin zu einem “echten” Unternehmen. Diese Aufgabe können, so zeigt es zumindest die Vergangenheit, nicht nur staatliche Institutionen übernehmen, sondern auch dies muss sich privat über den Markt organisieren.

Vielen Dank für die klaren Worte!

Das Interview führte Thomas Keup.

*  *  *

 Hamburg Digital Background: 

Hamburger Institut für Familienunternehmer


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Sonntag, 19. Februar 2017

HANSEPERSONALITY Hansjörg Schmidt: In Hamburg liegen alle Karten auf dem Tisch.

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

+++ Innovations-Wachstumsfonds nimmt Gestalt an +++ Fonds-Management soll Family Offices ins Boot holen +++  SPD-Digital-Sprecher kündigt baldige Vorstellung des Fonds-Konzepts an +++ Bürgerschaft wird über Hamburger Startup-Wachstumsfonds diskutieren +++

Digital-Sprecher der SPD und IT-Unternehmer:

Hansjörg Schmidt
Starke Branchen, wie Schifffahrt, Logistik und Medien geben an Elbe und Alster den Ton an. Senat und Handelskammer sind aktive Player bei Standortsicherung und Wirtschaftsförderung. Nun übernimmt Digitalisierung die Führung.

Wie kann die Handelsmetropole ihre führende Wirtschaftsrolle sichern? Wie kann die Medienindustrie zum führenden Branchenschlepper werden? Und wie kann die Hamburger Sozialdemokratie ihre größte Herausforderung seit der industriellen Revolution meistern?


Wir fühlen dem Digital-Experten der führenden Regierungsppartei auf den Zahn: die SPD, Bildung, Startups und Investments - unser HANSEPERSONALITY ist Hansjörg Schmidt - Fachsprecher für Medien, Netzpolitik, digitale Wirtschaft, Technologie und Innovation der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft:


Du bist Informatiker und Mitgründer eines Hamburger Softwareanbieter. Was war Deine persönliche Motivation, in die Politik zu gehen und für die SPD zu kandidieren?

Ich bin in Horn in einer SAGA-Siedlung aufgewachsen. Da lernt man früh, dass eine bessere Welt nicht von alleine entsteht. Man muss mit anpacken, damit sich was ändert. Ich habe mich schon immer engagiert. Als Schulsprecher bin ich dann an die SPD geraten und so nahm das Schicksal seinen Lauf.

Ich war eines der jüngsten Mitglieder der Bezirksversammlung in Hamburg und habe als Fraktionsvorsitzender in Hamburg-Mitte die Geschicke im Bezirk gelenkt. Seit 2011 bin ich in der Bürgerschaft. Mir ging es schon immer darum, keine Wolkenkuckucksheime zu bauen, sondern konkret den Menschen zu helfen.

Immer mehr Bereiche unseres Leben werden digitalisiert und Arbeitsplätze veränderten sich. Kann die SPD von heute die Partei der Digitalisierung sein, und wenn ja, wie?

Sämtliche Parteien tun sich immer noch schwer mit konkreten Antworten auf die Fragen, die die Digitalisierung aufwirft.

Ich zähle ja zur Generation C-64, hatte schon im Alter von 10 Jahren meinen ersten Computer und habe auch durch meinen beruflichen Background als IT-Unternehmer früh Diskussionen über die Digitalisierung angestoßen. Mich hat die Behäbigkeit der Politik hierbei immer geärgert. Deshalb habe ich den Altvorderen in meiner Partei schon früher immer gesagt, dass die SPD die erste Partei war, die eine Antwort auf die Industrialisierung geliefert hat und es wäre fatal, wenn sie die letzte Partei wäre, die eine Antwort auf die Digitalisierung liefert.

Aber in den letzten Jahren hat sich vieles bewegt. Die SPD hat sich ein digitales Grundsatzprogramm gegeben (#DigitalLeben), an dem ich mitgewirkt habe. Hier stehen viele richtige Dinge drin. Nun gilt es, dieses auch in die Tat umzusetzen. Dabei hilft es, dass wir an vielen Regierungen auf Landesebene und nicht zuletzt auf Bundesebene beteiligt sind. Ich denke, dass das Thema Digitalisierung auch eine große Rolle im anstehenden Bundestagswahlkampf spielen wird.

Die 4 staatlichen Hochschulen haben gerade beschlossen, Hamburg zu einem führenden IT-Hochschulstandort zu machen. Reicht das aus, um Hamburg im Bildungsbereich fit zu machen?

Unser Senat hat gerade die Informatik-Plattform "ahoi.digital" auf den Weg gebracht. Diese bettet sich ein in den Rahmen der Gesamtstrategie "Digitale Stadt", um Hamburg zum Spitzenstandort für Informatik auszubauen. Dafür sollen 35 neue Professuren und bis zu 1.500 neue Studienplätze geschaffen werden. Das ist ein großer Schritt.

Im Schulbereich geht mir die Entwicklung persönlich nicht schnell genug. Medienkompetenz und informatorische Grundausbildung ist ein Thema, das in der Bildungspolitik noch viel stärker in den Fokus gerückt werden müsste. Aber man muss auch sehen, dass der Schulbetrieb insgesamt vor großen Herausforderungen steht, Stichwort Inklusion und Integration. Dabei würde die Digitalisierung gerade bei diesen beiden Themen enorm helfen.

Hamburg hat in den letzten Jahren über eine Milliarde Euro in den Schulbau gesteckt. Hier wurde auch vielerorts die digitale Infrastruktur in den Schulen auf Vordermann gebracht. Aber am Ende zählen die Inhalte. Hier stehen noch viele Aufgaben an.

Der Startup-Standort Hamburg wächst, ist aber meilenweit von Berlin und der dortigen Szene entfernt. Wie beurteilst Du die Startup-Szene an der Elbe und was fehlt aus Deiner Sicht noch?

Der Vergleich mit Berlin langweilt die Meisten doch nur noch. Hamburg belegt beim Gründungsgeschehen insgesamt einen Spitzenplatz in Deutschland, da müssen wir uns vor niemanden verstecken! Unsere Start-Up-Szene zeichnet sich durch sehr gute Vernetzung und einer sehr großen Ernsthaftigkeit aus. Hier wird halt nicht viel Bohei gemacht, sondern an Geschäftsideen gearbeitet, die sich schnell am Markt behaupten müssen. Wolf Lotter von brand eins hat mal gesagt: "Hamburg ist Kreativwirtschaft für Erwachsene". Gleichwohl müssten wir aber dennoch öfter mal die Erfolgsgeschichten besser vermarkten. Da steht uns unser hanseatisches Understatement gern mal im Weg.

Neben der stärkeren internationalen Ausrichtung der Start-Up-Szene müssen wir auch an einer noch stärkeren Vernetzung mit den traditionellen Wirtschaftszweigen arbeiten. Das Buzzword "Industrie 4.0" ist hier ein gutes Beispiel. Um hier gute Produkte und Services an den Start zu bringen, braucht die Industrie die kreativen Querdenker aus der Start-Up-Szene. Denn hier geht es nicht darum, Prozesse zu optimieren, sondern diese auch mal komplett anders zu denken. Deshalb haben wir dieses Thema auch als neues Handlungsfeld in den "Masterplan Industrie" der Stadt aufgenommen und wollen die Cluster stärker für Start-Ups öffnen.

Finanzierung ist eines der Schlüsselthemen. Der Senat hat einen Innovations-Wachstumsfonds angekündigt. Wann es geht damit in 2017 weiter und wie managt die Stadt das 100 Mio. €-Projekt?

Die Bürgerschaftsfraktionen von SPD und Grünen haben mit dem Wachstumfonds ein wichtiges Thema adressiert. An Venture Capital in der Frühphase gibt es mittlerweile viele Angebote. Etablierte Unternehmen kommen am Kapitalmarkt für neue Investitionen auch relativ leicht an Geld. Wenn man aber als Start-Up eine Geschäftsidee hat, die an Traktion gewinnt, braucht man meist viel Geld für den Aufbau von Marketing- und Vertriebsstrukturen und den Aufbau weiterer Ressourcen. Hier ergibt sich für die Start-Ups eine Finanzierungslücke, die der Wachstumsfonds schließen soll.

Wir haben deshalb den Senat beauftragt, ein Konzept für so einen Fonds zu entwerfen. Im letzten Jahr gab es dann viele Gespräche mit Experten aus der Finanz- und Start-Up-Szene und man hat verschiedene Modelle evaluiert. Das daraus entstandene Konzept wird nun bald in der Bürgerschaft behandelt.

Ein viel diskutiertes Thema ist die Beteiligung von Hamburger Stiftungen und ihren Family Offices an Startups. Wo liegt aus Deiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg, das alte Hamburger Kapital zu aktivieren?

Das ist ja eine Frage, die wir bei der Erstellung des Konzepts für den Fonds gestellt hatten. Ich habe schon früher als Bezirksabgeordneter gesagt, dass es für die wohlhabenden Hamburger sinnvoll wäre, einen Teil der Gelder lieber in die klugen Köpfe der Start-Up-Szene zu stecken, als in weitere leerstehende Bürogebäude. Hier bieten sich häufig interessante und lukrative Investitionsmöglichkeiten. Dem steht aber die Risikoaversität dieses Klientels entgegen. Also brauchen sie jemanden, der ihnen den Weg zu den Investitionen ebnet. Auch hier soll das Management des neuen Fonds einspringen.

Zu guter Letzt unsere Hamburg-Frage: Was macht aus Deiner Sicht Hamburg fit für die Zukunft - gesellschaftlich, kulturell, wirtschaftlich und politisch? Was macht Dich hoffnungsvoll für Hamburg und seine Digitalisierung?

In Hamburg liegen alle Karten auf dem Tisch: Eine erfolgreiche und diversifizierte Wirtschaft, eine kreative Szene und ein starker finanzieller Background. Hamburg war und ist schon immer eine weltoffene Stadt, die mit der ganzen Welt handelt und ein Anziehungspunkt für kluge und hochmotivierte Köpfe ist. Wenn wir diese Karten geschickt ausspielen, dann werden wir auch in Zukunft erfolgreich sein. Wenn ich mir die Entwicklungen in Wirtschaft und Politik anschaue, dann bin ich da äußerst zuversichtlich, dass uns dies auch gelingen wird.


Vielen Dank für die Bürgersprechstunde!
Das Interview führte Thomas Keup.

* * *

 Außerdem im Hamburg Digital Magazin: 

HANSEPOLITICS: Hamburgs Wirtschaftscluster werden für Startups geöffnet!


 Hamburg Digital Background: 

Persönliche Website des Abgeordneten:
www.hansjoerg-schmidt.de

Facebook-Seite des Abgeordneten:
www.facebook.com/HansjoergSchmidt/

Übersicht der Hamburgischen Bürgerschaft:
www.hamburgische-buergerschaft.de/abgeordnete/4411772/schmidt-hansjoerg/

Vita, Arbeitsschwerpunkte und Kontaktdaten:
www.spd-fraktion-hamburg.de/wir-ueber-uns/abgeordnete/hamburg/g/157.html

Wikipedia-Eintrag über Hansjörg Schmidt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hansj%C3%B6rg_Schmidt



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